Download - UFA-Revue

ufarevue.ch

Download - UFA-Revue

Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 9 / 2010

Merkblatt

Raumplanung

Heftmitte

Fendt «211 Vario»

im Praxistest

Seite 24

Getreide: Anbau auf

Markt ausrichten

Seite 44

So würde der

Tierarzt füttern

Seite 76


Ernten mit

Volles Programm

In Flawil SG baut AGRAR Ladewagen, die auch Ihre Wünsche voll erfüllen.

Wählen Sie das Ladesystem, welches Ihren Fütterungsanforderungen

entspricht. Ob Tief- oder Hochlader, ob wenig oder viele Messer, ob Scherengitter

oder Festaufbau, AGRAR baut Ihren Ladewagen so wie Sie ihn gerne

haben möchten.

AGRAR Ladewagen – 5 Baureihen von 17 – 65 m 3 Inhalt

4147 Aesch, Brunner Landmaschinen

9249 Algetshausen, Erwin Schedler, Mech. Werkstätte

9204 Andwil, Sutter GmbH, Traktoren & Landmaschinen

9212 Arnegg, Keller Landtechnik AG

5644 Auw, Alfred Herr, Mech. Werkstatt

6340 Baar, Wismer Landtechnik

3123 Belp, Stucki Landmaschinen AG

9606 Bütschwil, Franz Bachmann AG

6130 Daiwil-Willisau, Hans Kronenberg

8505 Dettighofen, H. + E. Roth AG

6112 Doppleschwand, Lingg Agrartechnik AG

5074 Eiken, Hermann Schweizer

6145 Fischbach, Josef Imbach, Landmaschinen

8500 Frauenfeld, A. Hilzinger AG

5324 Full-Reuenthal, Kämpf Heinz

8214 Gächlingen, GVS Agrar Agrowerkstatt

1735 Giffers, Felix Jungo, Landmaschinen

3365 Grasswil, LMG Landmaschinen AG

2575 Hagneck, Dubler Agrar-Service

6289 Hämikon, Bucher Agro-Technik AG

4624 Härkingen, Studer & Krähenbühl AG

3615 Heimenschwand, Hans Roth

6016 Hellbühl, Gustav Amrhyn AG

3324 Hindelbank, Käser Agrotechnik & Co.

4434 Hölstein, Werner Gysin

5502 Hunzenschwil, Odermatt Landmaschinen AG

9423 Jonschwil, Technik Center Jonschwil AG

8722 Kaltbrunn, Steiner Berchtold AG

5054 Kirchleerau, Peter Roos AG

8934 Knonau, Hausheer & Sidler AG

3197 Kriechenwil, Hämmerli AgroTech AG

7302 Landquart, Kohler Landmaschinen AG

3148 Lanzenhäusern, Staudenmann AG

6014 Littau, Josef Rüedi, Mech. Werkstätte

9562 Märwil, Märla AG

9548 Matzingen, Fritz Schneider AG

5634 Merenschwand, Bucher Agrotechnik AG

8308 Mesikon-Illnau, Gujer Landmaschinen AG

9313 Muolen, Bruno Ebneter

8867 Niederurnen, Pfeiffer AG

8587 Oberaach, Jakob Hofer Landmaschinen

6370 Oberdorf NW, Schallberger AG

8197 Rafz, René Matzinger, Landmaschinen

6026 Rain, Burkart Landmaschinen GmbH

9445 Rebstein, LV-Maschinencenter Rebstein AG

9424 Rheineck, Lantech AG

3647 Reutigen, Burger Reutigen AG

6221 Rickenbach, Sebastian Müller AG

6418 Rothenthurm, Martin Moser, Landmaschinen

3088 Rüeggisberg, Ramseyer Landtechnik AG

9494 Schaan FL, Wohlwend Damian Anstalt

8834 Schindellegi, Albert Schuler

3433 Schwanden BE, Anton Siegenthaler

4911 Schwarzhäusern, Gerber & Reinmann AG

5707 Seengen, R. Sandmeier AG

9475 Sevelen, LV Maschinencenter Sevelen AG

5643 Sins, Paul Burkhardt

9042 Speicher, Rüsch AG

6210 Sursee, Paul Furrer, Landmaschinen

1713 St. Antoni, GABAG Landmaschinen AG

3555 Trubschachen, Alfred Wingeier

6314 Unterägeri, Karl Merz-Gabriel

8476 Unterstammheim, Brack Landmaschinen AG

8730 Uznach, Technikcenter Uznach AG

3665 Wattenwil, Paul Wenger, Landmaschinen

9057 Weissbad, Josef Fuchs, Landmaschinen

9303 Wittenbach, LV-Maschinencenter Wittenbach AG

3532 Zäziwil, Herrmann Ueli & Ruedi GmbH

JUMBO BISON LEON

Übrigens: AGRAR baut auch Aufbereiter und Ballen-Ladegeräte

GVS-Agrar AG, CH-8207 Schaffhausen

Tel. 052 631 19 00, Fax 052 631 19 29

info@gvs-agrar.ch, www.gvs-agrar.ch


Mehrwertsteuer

Wenn man die Umsatzgrenzen bei

der Mehrwertsteuer nicht beachtet,

kann dies sehr schnell

sehr teuer werden.

Technik mit Bewegung

Bei Frontmähwerken ist eine

optimale Bodenanpassung der

Maschine das wohl

entscheidende Kriterium.

Weide ist nicht genug

In der Mutterkuhhaltung lassen

die schlachtreifen Absetzer

bezüglich Schlachtqualität

oft zu wünschen übrig.

Ferkelkisten

bieten Flexibilität

in der Aufzucht

und die Krankheitsausbreitung

wird unterbunden.

Bild: Roman Engeler

14

28

Der Nachfrage anpassen

Im Interesse guter Absatzmöglichkeiten

von Brotgetreide sind

die Vorgaben der Vermarkter

zu berücksichtigen.

44

68

FENACO AKTUELL

Millionen für die Verarbeitung von Landesprodukten

Kartoffeln, Obst und Gemüse 4

Verwaltungsbeschlüsse 4

Auf ein Wort 5

MANAGEMENT

Stillstand heisst Rückschritt

Investitionen in Käsereien 12

Kurzmeldungen 9

Rechtsformen prüfen 10

Rechnungen, Verzugszins, Bussen 14

Frage des Monats 16

Merkblatt Raumplanung 47

LANDTECHNIK

Neues und Bewährtes sinnvoll kombiniert

Praxistest zum «Metrac G5 X» von Reform 32

Kurzmeldungen 19

Neue Generation der «Lexion» Mähdrescher von Claas 21

Bodenbearbeitung von Vogel&Noot neu bei Serco Landtechnik 22

Fendt «211 Vario» im Praxistest 24

Wettbewerb über die Ladewagen von Pöttinger 26

Pöttinger Mähwerkskombination mit «alpha-motion» 28

Produktneuheiten 30

PFLANZENBAU

Kartoffel

Einige Worte zur Ernte 54

Kurzmeldungen 35

Holunderblüten: Produktion in der Schweiz 36

Mais: Genaue Kalkulation wichtig 40

Hofdünger: Fruchtbarer Boden mit Diabassteinmehl 42

Getreide: Aussaat der Nachfrage anpassen 44

Feldtag: Europäischer Weizenanbau im Vergleich 52

Mais: Silierreife nicht verpassen 56

NUTZTIERE

Milchwirtschaftliche Exkursion

nach Bayern und Vorarlberg 65

Kurzmeldungen 59

Bio-Seite: Zwei 4000er Ställe innert vier Jahren 60

UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 61

Melkhygiene: Reinigungs- und Desinfektionsmittel im Überblick 66

Mutterkuhhaltung: Lohnt sich Kraftfutter? 68

UFA W-FOS: Fünf Jahre Erfahrung belegen höhere Effizienz 71

Baby-Pig: Puffer für Abferkelbetriebe 72

Mikrobiologische Futteranalysen: Was bringt das? 74

Kälberaufzucht: So würde der Tierarzt füttern 76

Oft unterschätzt: Harnwegsinfektionen bei Sauen 78

LANDLEBEN

Herber Charme und grosse Ausstrahlung

Patrick Rohr über Bäuerinnen und Bauern im Fernsehen 82

Kurzmeldungen 81

Leserreise ans schönste Ende der Welt 84

Rezept: Vielfalt der Kürbisse 88

Garten: Fritillarien begeistern 93

Walter Habegger macht den Beruf zur Berufung 94

INHALTSVERZEICHNIS

info@ufarevue.ch

EDITORIAL

Roman

Engeler

Verschiedenen Berichten zufolge

bewegen sich heuer die weltweiten

Ernten eher auf mittlerem, wenn

nicht auf unterdurchschnittlichem

Niveau. Entgegen ursprünglicher

Annahmen zeichnet sich speziell

beim Weizen eine Lücke ab: Das

Angebot soll nämlich die Nachfrage

nicht decken. Nach marktwirtschaftlicher

Lehre würde dies

zwangsläufig einen Anstieg der

Produzentenpreise zur Folge haben,

was die Praxis nun auch bestätigt:

Innerhalb eines Monats sind die

Weltmarktpreise für Weizen um

rund 50% gestiegen.

Trotz den Ernteeinbussen rechnen

Fachleute (noch) nicht mit einer

generellen Versorgungskrise. Zu

hoch seien momentan die weltweiten

Vorräte. Für diesen Preisanstieg

seien vielmehr spekulative Aktivitäten

an den Terminmärkten verantwortlich,

wird da und dort behauptet.

Dem wiederum entgegnet der

oberste Chef eines bekannten

internationalen Lebensmittelkonzerns:

«Der Einfluss von Agrarspekulanten

wird völlig überschätzt».

Nichtsdestotrotz ist es stossend, dass

Spekulanten mit lebensnotwendigen

Gütern ihr Spiel treiben. Zwar mag

dies in der Phase eines Preisanstiegs

für die Landwirte durchaus

interessant sein, aber nachhaltig

sind solche Entwicklungen in den

wenigsten Fällen. Viel ändern kann

man daran wohl nicht. Im Gegenteil,

die Bestrebungen nach noch

offeneren Grenzen heizen diese

Geschäfte zusätzlich an.

LELY CENTER SUISSE

Dairy Solution GmbH

suisse@ch.lelycenter.com

Tel. 041 440 04 04

Melkroboter

For a professional

milk production.

www.lely.com

UFA-REVUE · 9 2010 3


FENACO

AKTUELL

Millionen für die Verarbeitung

von Landesprodukten

KARTOFFELN, OBST UND GEMÜSE Die fenaco-LANDI Gruppe verarbeitet und

lagert Landesprodukte und sichert damit den Bauern den Produkteabsatz. Im heutigen

Marktumfeld zu bestehen ist eine grosse Herausforderung.

Fritz

Stucki

Schweizer Bauern produzieren jährlich

zwischen 400000 bis 500000t

Kartoffeln, 200000t Kern-, Steinobst

und Beeren sowie 300 000 t

Gemüse. Die Schweizer Konsumenten

schätzen das einheimische Angebot. Es

ist qualitativ hochstehend und besticht

dank nachhaltiger Anbaustrategien und

modernsten Lager- und Verarbeitungsanlagen

sowie kurzer Transportwege

durch Frische und Geschmack. Der Vorsitzende

der Geschäftsleitung, Willy

Gehriger, hat es in «Auf in ein Wort»

(Seite 5) nachdrücklich betont, die Vermarktung

der Ernten von landwirtschaftlichen

Produkten ist und bleibt ei-

ne wesentliche Tätigkeit innerhalb der

fenaco. Das sind keine leeren Worte,

denn dieses Engagement hat die

fenaco-LANDI Gruppe im Zusammengehen

mit der Union Fruits SA in Charrat

(VS) und der Steffen-Ris AG in Utzenstorf

(BE) eindrücklich unterstrichen. Die

fenaco-LANDI Gruppe ist sich diesbezüglich

der Erwartungshaltung und Verantwortung

gegenüber ihren bäuerlichen

Produzenten und ihren Kunden

bewusst. Im heutigen Marktumfeld zu

bestehen ist eine tägliche Herausforderung.

Voraussetzung dafür sind leistungsfähige,

mit modernen Anlagen

und Lagern versehene Dienstleistungszentren.

Die Übernahme und

Aufbereitung von

Kartoffeln ist eine der

Kernkompetenzen der

fenaco-LANDI Gruppe.

Im Kernobst- und Beerensektor

investiert die fenaco-Tochter Union

Fruits SA in Charrat 15 Millionen Franken

in ein von Grund auf neu gebautes

Kernobstleistungszentrum. Der Spatenstich

erfolgt im Herbst 2010. Die Inbetriebnahme

ist für die Erntesaison

VERWALTUNG

FENACO

CONSEIL

D'ADMINISTRATION

Charrat (VS) und Perroy (VD) Die

Verwaltung fenaco hat an ihrer Juli- und

August-Sitzung beschlossen, 31 Mio. Fr.

in einen Neubau in Charrat (VS) und die

Erneuerung des Betriebes in Perroy (VD)

zu investieren.

Der Neubau der Sortier- und Abpackhalle

bei der Union Fruits SA in Charrat

für 15 Millionen Franken ist in einem-

Produktionsgebiet von rund 12000t

Äpfeln. Die Sortier- und Abpacktätigkeit

für Birnen bleibt am heutigen Standort

bestehen. Baubeginn ist im Herbst 2010

und die Inbetriebnahme auf die Ernte

2011 geplant. Die Erneuerung des Betriebs

«Léman Fruits» in Perroy für 16

Millionen Franken drängt sich auf, datieren

doch die alten Gebäude und Kühler

aus dem Jahr 1966. Die Ernte der

Apfelproduzenten der Genossenschaft

«fruitière lémanique» von rund 10000t

und weitere Sortier- und Abpackaufträge

lassen sich mit dem Neubau problemlos

bewältigen. Baubeginn ist Ende

Jahr und die Inbetriebnahme im Herbst

2011 vorgesehen.

Waldegg bei Zollbrück (BE) Die

Verwaltung fenaco hat an ihrer Juli-Sitzung

für das Neubau-Projekt der LANDI

Region Langnau AG am Standort «Waldegg»

bei Zollbrück einen Kredit von 9.8

Millionen Franken bewilligt. Das Bauprojekt

Waldegg, ein «LANDI-Marktplatz»,

auf einer Fläche von 11 300 m 2

umfasst einen LANDI-Laden mit Agrola-Tankstelle

und TopShop sowie eine

Waschanlage und den Agrarteil. Baubeginn

ist im Herbst 2010, die Eröffnung

auf Frühjahr 2011 geplant.

4 9 2010 · UFA-REVUE


BILD DES MONATS

PHOTO DU MOIS

AKTUELL

FENACO

AUF EIN WORT

EN UN MOT

Herbst 2011 geplant. Im gleichen Zeitraum

erfolgt die Modernisierung des

bestehenden Betriebs Léman Fruits in

Perroy (VD). Dafür werden 16 Millionen

Franken aufgewendet. «Léman Fruits»

hat hierzulande durch seine Marken, vor

allem durch die Apfelmarke «Golden

Tag der offenen Tür

Halag Chemie AG

Samstag, 11. September 2010

in Aadorf (TG)

10.00 – 16.00 Uhr

Besichtigung Neubau

und Festwirtschaft

Modernes Leistungszentrum Kernobst in Sursee

Die Obsthalle am Standort Münchrüti in Sursee (LU) wurde für 9.4 Mio. Fr. saniert

und präsentiert sich am 3. September, an der offiziellen Eröffnung, als

zukunftsgerichtetes und leistungsfähiges Kernobstzentrum. Der Einbau einer modernen

Aufbereitungsanlage für Äpfel und Birnen, verspricht eine effiziente Übernahme,

Lagerung und Aufbereitung der Zentralschweizer Obstproduktion.

Victor», einen grossen Bekanntheitsgrad.

«Golden Victor» werden mehrheitlich

nach Frankreich exportiert und

sind schweizweit die einzige Obstmarke,

die im Export von Äpfeln mengen -

relevant sind. Die Investitionen in der

Westschweiz erfolgen nicht ohne Grund,

Fortsetzung Seite 6

TERMINE

AGENDA

Die bestmögliche Vermarktung der

Ernten und der landwirtschaftlichen

Produkte ist und bleibt eine der

wesentlichen Tätigkeiten der fenaco.

Um diese Rolle wahrnehmen zu

können, ist es notwendig, am Markt

eine gewisse Bedeutung einzunehmen.

Diese Situation kann

manchmal bei unseren nachgelagerten

Kunden bestimmte Besorgnis

auslösen, welche nur durch eine

höhere Dienstleistungsqualität als

jene der Konkurrenz verringert

werden kann. Letztere spielt ihre

Rolle übrigens hervorragend, dies

manchmal bis zur Verunsicherung

unserer Produzenten, die dann

die fenaco als zu gross betrachten.

Das Departement Landesprodukte,

das ich in diesen Tagen Dr. Martin

Keller übergebe, ist tagtäglich dieser

Problematik gegenübergestellt. Die

in der Vermarktung von Kartoffeln,

von Gemüse und Lagergemüse, von

Äpfel, Birnen, Kirschen, Aprikosen

und von zahlreichen Beeren tätigen

Mitarbeiter, stehen jeden Tag

vor dem Dilemma, einerseits die der

Produktion zugesagten Preise zu

realisieren und andererseits den

Ansprüchen der Detailhandelskunden

nachzukommen.

Die Konkurrenz tobt an der

Handels front und so schwinden

auch die Margen. Die Lagerungs-,

Zubereitungs- und Verteilungsrationalisierung

dieser Produkte ist heute

eine Frage des Überlebens. Die

Verwaltung der fenaco hat dies

richtig verstanden und unterstützt

das Departement in seiner Strategie.

Innert den nächsten zwei Jahren

werden sämtliche Betriebseinrichtungen

des Departements reorganisiert

und modernisiert. Dies ist die

unerlässliche Voraussetzung, die

Möglichkeit zu haben, sowohl

unsere Landwirte als auch unsere

Kunden der Verteilung zufrieden

stellen zu können.

Willy Gehriger

Vorsitzender der fenaco Geschäftsleitung

UFA-REVUE · 9 2010 5


FENACO

AKTUELL

denn rund 50 % des schweizerischen

Kernobsts werden in der Westschweiz

und im Wallis produziert.

Leistungszentrum Die Erneuerung

der Obsthalle Sursee (LU) verlief

erfolgreich und die Einweihung dieses

neuen Leistungszentrums für Kernobst

findet am 3. September 2010 statt. Der

in den siebziger Jahren entstandene Betrieb

wurde komplett modernisiert und

ist heute nicht wiederzuerkennen.

Steinobst Handlungsbedarf für eine

rationellere Aufbereitung und Abwicklung

besteht auch bei den Kirschen und

Zwetschgen, also dem Steinobst. Neue

Sorten haben sich auf dem Markt durchgesetzt,

welche maschinell auf Grösse

und Optik sortiert und getrennt werden.

Diese hochautomatisierten Anlagen in

allen Produktionsgebieten der Schweiz

(Westschweiz, Seeland, Baselbiet, Zentral-

und Ostschweiz) anzuschaffen, würde

den finanziellen Investitionsrahmen

und damit die Rentabilität der Wertschöpfungskette

sprengen. Aktuell stellt

die fenaco-LANDI Gruppe, beziehungsweise

das Departement Landesprodukte,

strategische Überlegungen an, wo ein

neues, auf die heutigen Bedürfnisse abgestimmtes

Leistungszentrum auf die

Ernte 2011 hin realisiert werden kann.

Kartoffeln Die Übernahme und

Aufbereitung von Kartoffeln ist eine der

Kernkompetenzen der fenaco. Bei diesem

Produkt und Grundnahrungsmittel

nimmt die fenaco-LANDI Gruppe eine

Leaderposition ein und verfolgt eine so

genannte Dreisäulen- und Regionenstrategie,

basierend auf Regionalität

und Nähe zu den Produzenten und Kunden.

In Bercher (VD) ist seit Anfang Februar

2010 ein neues Kartoffelzentrum in

Betrieb (UFA Revue 7-8/2010). Im Mittelland

ist geplant, den Kartoffelauf -

bereitungsbetrieb in Zollikofen (BE)

Mitte 2012 nach Bätterkinden (BE) in

den Betrieb der Steffen-Ris AG zu integrieren.

In diesem Betrieb werden auch

Karotten und Zwiebeln aufbereitet. Die

Detailprojektphase läuft in den nächsten

Wochen an.

In der Ostschweiz wurde Mitte Juli

der fenaco-Packbetrieb in Marthalen

(ZH) geschlossen und die Produktion in

Grafik 1: Äpfel- und Birnenproduktion in der Schweiz (t)

Grafik 2: Kernobststrategie der fenaco-LANDI Gruppe

40 000

35 000

30 000

25 000

20 000

15 000

10 000

5000

0

Äpfel

Birnen

Wallis Genfersee- Mittel- Zentral- Ostschweiz

region land schweiz

Projekt

Perroy

Genfersee Gebiet

16 000 t

Wallis

32 000 t

Projekt

Charrat

Zentralschweiz

5000 t

Projekt

Sursee

Bodenseegebiet

35 000 t

Projekt

Zürich/

Ostschweiz

Übrige Schweiz

14 000 t

6 9 2010 · UFA-REVUE


AKTUELL

FENACO

Um im Markt zu bestehen,

setzt die fenaco auf moderne,

leistungsfähige Anlagen.

das von Steffen-Ris AG im Jahr 2005 erbaute

und nun für 15.5 Millionen Franken

erweiterte Dienstleistungszentrum

in Frauenfeld (TG) integriert. Während

in Frauenfeld die Kartoffelaufbereitung

und Abpackung seit Mitte August in

Vollbetrieb ist, steht aktuell die Montage

einer bislang in der Schweiz einmaligen

Hydrocoolertechnik mit Kaltwasserbecken

für Karotten in der Endphase.

Grafik 3: Im Fokus: Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln

Marthalen

Lagerhaltung Beträchtliche Summen

investierte die fenaco-LANDI

Gruppe auch in die Lagerhaltung von

Kartoffeln und Karotten. In drei Etappen

(2003, 2006, 2010) wurden in Bargen

(BE) Lagerräume für 25000t Kar toffeln

und 1000t Karotten gebaut. In Marthalen

(ZH) wurden die Lager 2007 um

eine neue Kartoffelhalle mit einem Fassungsvermögen

von 9000t erweitert.

Im neuen Dienstleistungszentrum in

Bercher (VD) sind Lagerräume für 4000t

integriert. Im Endausbau werden es in

Frauenfeld Lager für Kartoffeln und Karotten

im Umfang von 4000t sein. Weitere

Lager für Kartoffeln und Karotten

sind bei Steffen-Ris AG in Bätterkinden

(BE) in Planung.

Autor Fritz Stucki

leitet den Geschäfts -

bereich Kartoffeln der

fenaco.

www.fenacolandesprodukte.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Bercher

Bargen



Bätterkinden

Ins

Zollikofen

Kerzers

Leistungszentrum

Mittelland

Moudon

Frauenfeld

Leistungszentrum

Ostschweiz


Leistungszentrum

Westschweiz

UFA-REVUE · 9 2010 7


Futterernte mit System.

Jetzt prof

ofitier

itieren!

en!

Maximaler Frühbestellrabatt

bis 31. Oktober 2010 bei Ihrem Claas Händler.

Bei der Futterernte zählt jede Minute. Gut, wer einen Partner

hat, der weit mehr bietet als nur robuste Arbeitsgeräte.

Herausragende Produktqualität und starken Service zum

Beispiel. Und eine lückenlose Futtererntekette, die sämtliche

Prozesse vom Mähen über Wenden und Schwaden bis hin zum

Bergen präzise miteinander verzahnt.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Mittelland, Zentralschweiz: Roger Fuchs 079 652 14 12

Ostschweiz: Andreas Scherrer 079 266 46 72

Hausgebiet Oberbipp: Andreas Thöni 032 636 66 71

Serco Landtechnik AG

Niedermattstrasse 25

4538 Oberbipp

Telefon 032 636 66 66

info@sercolandtechnik.ch

www.sercolandtechnik.ch

8 9 2010 · UFA-REVUE


Strukturdatenerfassung nur noch im Internet

Einmal jährlich, anfangs Mai, werden

von jedem Betrieb die Strukturdaten

erhoben. Aufgrund dieser Daten

werden die Direktzahlungen

ausbezahlt. Ein grosser Teil der Bauern

füllen die Formulare von Hand

aus und schicken sie dem Ackerbaustellenleiter.

Das soll sich nun ändern:

2011 wird das Bundesprojekt

«ASA 2011» eingeführt. Damit soll

der administrative Aufwand verkleinert,

der Datenfluss und die Datenqualität

verbessert werden. Daher

haben die Kantone Thurgau, Luzern,

Basel-Stadt/Basel-Land, Schaffhausen,

Zug und das Fürstentum Liechtenstein

beschlossen, die Datenerfassung

ab dem Jahr 2011 nur noch

per Internet anzubieten.

Eric Baur untersuchte in seiner Diplomarbeit

(Agro-Techniker HF,

Strickhof Lindau), wie im Kanton

Landwirtschaftliches

Gewerbe

Ein landwirtschaftliches

Gewerbe besteht aus landwirtschaftlichen

Grundstücken,

Gebäuden und Anlagen, die

dem gleichen Eigentümer

gehören und die Grundlage für

einen landwirtschaftlichen

Betrieb bilden, dessen Bewirt -

schaftung je nach Kanton

0.75– 1 Standardarbeitskraft

beansprucht. Es kann von

einem Selbstbewirtschafter

innerhalb der Familie zum

Ertragswert übernommen

werden.

Dr. Eduard Hofer,

Heimberg (BE)

Korrigenda UFA-Revue

7-8/2010

In der letzten Ausgabe der UFA-Revue

hat sich leider ein Fehler eingeschlichen.

Wir berichtigen: Die elf

Mitgliedländer von Intercoop

(Verein von landwirtschaftlichen

Genossenschaften) in Europa erwirtschaften

einen Umsatz über 40

Thurgau die bestehenden EDV-Anlagen

und EDV-Kenntnisse, sowie

die Motivation zur Erfassung via Internet

sind. Es zeigte sich, dass ein

grosser Teil der Bauern die Strukturdaten

bereits via Internet abliefert

und die Betriebsleiter gute Erfahrungen

damit machen, vor allem die

jüngeren. Die älteren Bauern fühlen

sich oft zu alt dazu und finden es

mühsam, wieder etwas Neues lernen

zu müssen. Wesentlich seien folgende

Punkte für eine komplette Interneterfassung,

schreibt Eric Baur:

• Das Internetportal soll einfach

und gut strukturiert sein.

• Der Papierverbrauch soll effektiv

reduziert werden.

Mil liarden Euro und nicht wie geschrieben

Billionen. Das angelsächsische

Billion wurde eins zu eins

übersetzt.

Schätzer aufgepasst!

SBV Treuhand und Schätzungen

führt am 17. September und am

1. Oktober 2010 in Brugg einen Bewertungskurs

durch. Thema sind:

Ertragswert, Verkehrswert, Inventarwert,

Unternehmensbewertung

und Investitionsrechnung. Kurskosten

450 Fr. www.sbv-treuhand.ch

ricardo.ch

53 Spezialitäten aus dem Berggebiet

sind seit Mai 2010 mit Fixpreisen auf

ricardo.ch aufgeschaltet. Dahinter

steckt die Vermarktungsplattform

«Alpinavera». In den Sommermonaten

wurden durchschnittlich 80 Produkte

pro Monat bestellt, woraus

ein monatlicher Umsatz von 1100 Fr.

resultierte. Alpinavera ist mit dem

Verkauf via ricardo.ch zufrieden und

kann sich eine weitere Zusammenarbeit

vorstellen.

Familienbesteuerung

Die eidgenössische Steuerverwaltung

hat den Entwurf des Kreis-

• Übersichtlichkeit.

• Der Aufwand soll sich reduzieren

• Es braucht Unterstützungen bei

der Erfassung (Hotline).

Der Aufwand für die Betriebs -

strukturdatenerhebung sinke, wenn,

wie im Kanton Luzern, alle Bauern

nur noch via Internet abliefern. Der

Aufwand wurde geringer, weil die

Gemeindestellenleiter die deklarierten

Angaben nur noch bei Mutationen

kontrollieren und das Landwirtschaftsamt

auch nur kontrolliert,

wenn das EDV-Interneterfassungsprogramm

eine Unstimmigkeit aufzeigt.

schreibens zur Ehepaar- und Familienbesteuerung

veröffentlicht und

die Anhörung eröffnet. Der schweizerische

Bauernverband verlangt in

seiner Stellungnahme eine flexible

Lösung beim gemeinsamen Sorgerecht,

der Nachweis des getrennten

Lebens auch bei gleichem Wohnsitz,

zum Beispiel im gleichen Bauernhaus

und die Abzugsmöglichkeiten

für Kinderbetreuungskosten bei wesentlicher

Mitarbeit im Betrieb des

Ehegatten.

Leitbild der Agro-Treuhänder

Der Agro-Treuhänder-Verband (SATV)

ist der bedeutendste Zusammenschluss

für treuhänderisch tätige Firmen,

die vorwiegend in der Landwirtschaft

tätig sind. Am 20. August

2010 trafen sie sich zur Generalversammlung

und segneten ein zeitgemässes

und kundenorientiertes

Leidbild ab. www.satv-asaf.ch

KURZMELDUNGEN

MANAGEMENT

Datensicherung

und andere Fragen?

Wie kann ich meine Buchhaltungsdaten

sichern? Was sind kumulierte

Abschreibungen? Ist eine Kreditkarte

in der Landwirtschaft sinnvoll?

Welchen Lohn muss ich meinem

Schnupperlehrling zahlen?

Antworten auf solche und ähnliche

Fragen sind auf der Homepage

des schweizerischen Agro-Treuhänder-Verbands

zu finden. Die Antworten

sind kurz und sachlich gehalten,

zum Beispiel werden für die

Datensicherung ein Back-up auf

USB-Stick oder CD (Bild) empfohlen.

Weiter wird gesagt, dass die

Buchhaltungsdaten zur Sicherung

auch periodisch dem Treuhänder

übermittelt werden können. Kumulierte

Abschreibungen sind bei einem

Verkauf eines Gebäudes zu beachten

und eine junge Person ohne

Ausbildung verdiene im Durchschnitt

1355 Fr. pro Monat. Kreditkarten

sind eher nicht zu empfehlen,

denn dies habe Spesen und Schuldzinsen

zur Folge. Landwirte sollten mit

«Debitkarten» (Postkarte, Bankkarte)

arbeiten, damit können sie Geld vom

Post- oder Bankkonto abheben ohne

oder mit geringen Spesen.

Noch mehr Fragen und Antworten

hat der Leiter der jurassischen Agro-

Treuhandstelle in Courtemelon (JU),

Olivier Boillat, auf deutsch und französisch

zusammengestellt. Nachzulesen

auf: www.satv-asaf.ch

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 9 2010 9


MANAGEMENT

AG ist kein Universalmittel

RECHTSFORMEN Die Gründung einer Aktiengesellschaft oder Gesellschaft

mit beschränkter Haftung ist kein Universalmittel zur Lösung von bestimmten

Problemen auf Landwirtschaftsbetrieben. Meistens fährt der Landwirt besser,

wenn er seinen Betrieb wie bis anhin als Einzelfirma führt.

Jean-Michel

Ravussin

Wer seinen bäuerlichen

Familien betrieb

entwickeln will,

muss sich auch

für eine Rechtsform

entscheiden.

Wer ein Unternehmen gründen

oder restrukturieren will, muss entscheiden,

welche Rechtsform er

ihm geben soll. Obschon die Rechtsform

jederzeit geändert werden kann,

ist ein solcher Schritt vielfach mit Kosten

und steuerlichen Problemen verbunden.

Die ideale Rechtsform, welche die

Risiken minimiert, die totale Unabhängigkeit

garantiert und ein Maximum an

steuerlichen Vorteilen bietet, gibt es

nicht. Folglich sollte die gewählte Form

in erster Linie auf die Bedürfnisse und

die Organisation des Betriebes abgestimmt

sein.

Die Schweizer Gesetzgebung bietet

durch das Obligationenrecht zwei Kategorien

von Möglichkeiten bei der Wahl

der Rechtsform eines Unternehmens:

• Natürliche Personen (ohne eigene

Rechtspersönlichkeit): Einzelfirma,

einfache Gesellschaft, Kollektivgesellschaft,

einfache Kommanditgesellschaft.

• Juristische Personen (selbständiges

Rechtssubjekt von Individuen, die diese

gebildet haben): Aktiengesellschaft,

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

(GmBH), Genossenschaft, Verband,

Kommanditaktiengesellschaft.

Wer das Risiko selber tragen will und

mit seinem Privatvermögen für allfällige

Forderungen haftet, muss kein Unternehmen

gründen. Der Unternehmer

kann sich als Einzelfirma im Handelsregister

eintragen lassen (diese Auflage

gilt nicht für jene, die ausschliesslich als

landwirtschaftliche Betriebsleiter tätig

sind). Unternehmer, die mit Partnern

den Schritt wagen, werden dagegen mit

Vorteil eine einfache Gesellschaft, eine

Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft

gründen.

Wer finanziell weniger Risiken eingehen

will, beschränkt diese durch die

Gründung einer Kapitalgesellschaft (juristische

Person). Die Haftung beschränkt

sich in der Regel auf das Kapital

der Aktiengesellschaft (AG) oder der

GmbH. 2005 waren etwa 90% der landwirtschaftlichen

Betriebsleiter als Einzelfirma,

7% als einfache Gesellschaft,

1.4% (


MANAGEMENT

Gerüchte und Informationen

Seit einigen Jahren kann man beobachten,

dass sich zahlreiche Landwirte und

Winzer an ihre Berater oder Treuhänder

wenden, um sich über die Gründung einer

AG oder GmbH beraten zu lassen.

Die Bauern folgen Gerüchten, dass solche

juristische Formen ein Wundermittel

für die verschiedensten Probleme in

ihrem Betrieb sein sollen, zum Beispiel

soll dadurch das Vermögen im Fall einer

neuen «Risikotätigkeit» geschützt

werden. Man hofft, weniger Steuern zu

zahlen, will den Verlust von Direktzahlungen

minimieren, wenn die Einkommens-

oder Vermögensgrenzen überschritten

werden. Man will der

Mehrwertsteuerpflicht entgehen oder

die Bestimmungen des bäuerlichen Bodenrechts

(BGBB) umgehen.

Angesichts dieser Flut von Anfragen

und dem Anspruch, die Klienten sorgfältig

und umfassend zu informieren, hat

Prométerre (Waadtländer Landwirtschaftskammer)

eine aus drei Personen

bestehende interdisziplinäre Gruppe gebildet,

die den Bereich Steuern, Buchhaltung

und Recht abdecken und die

Bauern umfassend beraten. In einem

Erstgespräch stellt der Klient sein Projekt

und seine Beweggründe dar. Danach

erhält er Informationen über die

verschiedenen Gesellschaftsarten und

die zur Gründung erforderlichen Schritte.

Anschliessend wird das Projekt evaluiert,

Kosten sowie Vor- und Nachteilen

werden dargestellt.

Schutz des Vermögens Wer einen

neuen, nicht sicheren Geschäftsbereich

lanciert, macht sich legitimerweise Gedanken

darüber, wie er sein Vermögen

schützen kann. Leider ist dies auch mit

der Gründung einer AG oder GmbH sehr

oft nicht möglich. Denn der Finanzierungsbedarf

für die Investitionen – und

sogar der Bedarf an Betriebskapital – bedingt

geeignete Sicherheiten für die Kreditgeber,

die vom Aktionär erbracht werden

müssen, wenn die Gesellschaft nicht

darüber verfügt. Somit übernimmt der

Kreditgeber bei späteren Schwierigkeiten

die Garantien des Aktionärs und unterstützt

im Konkursfall der AG oder

GmbH den Aktionär ganz oder teilweise.

Weniger Steuern Hierzulande existiert

das System der Doppelbesteuerung

für Gesellschaften und Aktionäre. Aus

dem erwirtschafteten Gewinn bezahlt

die Gesellschaft die Ertragssteuer, wenn

sie anschliessend aus dem Gewinn eine

Dividende an die Aktionäre bezahlt,

müssen diese die Dividende wiederum

als persönliches Einkommen versteuern.

Die Gesellschaft verfügt über einen gewissen

Handlungsspielraum, um ihren

Gewinn auf ein Minimum zu reduzieren,

jedoch verlangen die Steuerbehörden

bei allen Finanzbeziehungen zwischen

Gesellschaft und Aktionären eine klare

und stabile Politik. Mit den Normen, die

bei Zinsen, Löhnen, Erntekäufen, Vermietung

von Maschinen und Gebäuden

angewendet werden, soll vermieden

werden, dass das Gesellschaftsergebnis

nach Gutdünken angepasst werden

kann. Wenn die Aktionäre von der Gesellschaft

entlöhnt werden und ihre Erwerbsquote

unverändert bleibt, kann

man ihren Lohn nicht dem Geschäftsgang

entsprechend erhöhen oder herabsetzen.

Schliesslich darf man nicht

vergessen, dass die Gewinnsteuer 25%

beträgt, was bedeutend höher ist als die

Steuern, die Landwirte als natürliche

Personen entrichten müssen.

Mehrwertsteuerpflicht umgehen

Die gewählte Rechtsform – juristische

Person oder Einzelfirma – wirkt sich

nicht auf die Mehrwertsteuer (MWST)

aus. Die Umsatzhöhe ist für die MWST-

Pflicht ausschlaggebend und gilt für jede

Rechtsform eines Betriebs. Hingegen

könnte mit der Gründung einer AG oder

GmbH ein Tätigkeitsbereich ausgegliedert

werden. Wäre er noch in den Betrieb

integriert, würde dieser mehrwertsteuerpflichtig

werden.

Reduktion der Direktzahlungen

Die eidgenössische Verordnung über

die Direktzahlungen an die Landwirtschaft

führt dazu, dass die Gründung

einer Gesellschaft keine Auswirkungen

auf die Einkommens- oder Vermögensgrenze

hat. Der Gewinn und das Kapital

der AG oder GmbH müssen zum

Einkom men und Vermögen der bewirtschaftenden

Person hinzugefügt werden,

um festzulegen, ob die Bedingungen

für Direktzahlungen erfüllt sind.

Dies gilt auch, wenn der erzielte Gewinn

nicht an den Aktionär weitergegeben

wird, sondern im Unternehmen bleibt.

BGBB umgehen Mit der Gründung

einer AG oder GmbH ist es auch nicht

möglich, die Bestimmungen des bäuerlichen

Bodenrechts in Bezug auf die

Übergabe und Aufteilung eines Landwirtschaftsbetriebes

zu umgehen. Die

Übertragung der Mehrheitsrechte auf

einen landwirtschaftlichen Betrieb unterliegt

dem BGBB ebenso wie die Übergabe

eines eigenen Landwirtschaftsbetriebs.

Gemeinsames Projekt Für die Umsetzung

eines gemeinsam zu realisierenden

Projekts ist die Gründung einer AG

oder GmbH eine gute Idee. Sie ist dann

ideal, wenn zur Lancierung eines neuen

Geschäftsbereichs mehrere Partner investieren

wollen, sie zum Beispiel ihre

Arbeit rationalisieren und von Grössenvorteilen,

der Arbeit Dritter oder der

Verwertung von Produkten profitieren

möchten.

Administration Erfahrungsgemäss

darf der administrative Aufwand für eine

juristische Person, auch wenn sie von

geringer Grösse ist, nicht unterschätzt

werden. Im Gegensatz zu einem Betrieb,

der als Einzelfirma geführt wird,

ist die Administration, Buchhaltung und

die Verwaltung in Sachen Steuern mit

einem grösseren Zeitaufwand verbunden

und somit auch teurer.

Fazit Nach den Erfahrungen von Prometerre

verzichtet die Mehrheit der

bäuerlichen Kunden nach einer umfassenden

Beratung auf die Gründung einer

AG oder GmbH. Ihre Erwartungen

konnten nicht erfüllt werden. Oft wird

ihnen durch die Beratung auch klar, dass

mit einer einfachen Gesellschaft erfolgreich

Ziele erreicht und umgesetzt werden

können. Vor allem lassen sich damit

die Nachteile von juristischen Kapitalgesellschaften

wie AG oder GmbH, die

es eben auch gibt, vermeiden.

Autor Jean-Michel Ravussin arbeitet

als Treuhänder bei der Fidasol, der

Waadt länder Landwirtschaftskammer

Prométerre. Fidasol SA, av. des Jordils 1,

1000 Lausanne 6, 021 614 24 28

fidasol@prometerre.ch.

Fragen zum Thema Rechtsformen

können von den Agro-Treuhandstellen

beantwortet werden. Adressen auf

www.satv-asaf.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 11


MANAGEMENT

Stillstand hiesse Rückschritt

INVESTITIONEN IN KÄSEREIEN Der Milchmarkt ist geprägt von Überproduktion,

sinkenden Preisen, Verdrängung von Marktpartnern, schlechter Laune und falschen

Hoffnungen. Und auch der Käseabsatz ist nicht sorgenfrei. Durchschnittlich isst jeder

Schweizer über 20 kg Käse pro Jahr, wovon rund ein Viertel ausländischer Käse ist – und

dieser Anteil ist steigend. Zudem ist der Käseexport durch den Eurokurs unter Druck.

In der EU werden durchschnittlich

19kg Käse gegessen. Als Vorbild für

die Schweizer könnten die Franzosen

gelten. Sie haben einen jährlichen

Pro-Kopf-Konsum von über 25kg

und sind ihren nationalen Käsesorten

treu. Die Käseverarbeitung in der

Schweiz hat eine harte Restrukturierung

hinter sich und steckt zum Teil noch

mitten drin. Es gibt je länger je weniger

Käsereien und diese schliessen sich für

Erneuerungen und Neubauten zusammen

und wollen mit geballter Kraft vorwärts

machen, meistens nicht mehr in

Genossenschaftsstrukturen, sondern in

Form von Aktiengesellschaften.

Mutschlis aus Grindelwald Eines

dieser neuen Projekte ist die Eigermilch

AG in Grindelwald. Im Frühjahr

fand der Spatenstich für die neue Käserei

statt. Mittels Mikrofiltrationsanlage

sollen dereinst aus 2.6 Mio. kg Silomilch

Bergkäse, Mutschli, Raclettekäse, Joghurt

und Pastmilch hergestellt werden.

Bauherrin ist die Eigermilch AG. Dahinter

stehen mit einer Aktienmehrheit die

90 Grindelwaldner Milchproduzenten.

Die meisten Bauern sind auch Mitglied

der landwirtschaftlichen Genossenschaft

LANDI Grindelwald. Und weil es

in den Randregionen nötig sei, dass die

landwirtschaftlichen Organisationen ihre

Kräfte bündeln und gemeinsam an einem

Strang ziehen, stehen hinter der

neuen Käserei nicht nur die Eigermilch

AG mit den Milchbauern, sondern auch

die LANDI Grindelwald, erklärt der

LANDI Geschäftsführer Bruno Appert.

So wird auf der heutigen LANDI-Aussenverkaufsfläche

eine Betondecke eingebaut

und darauf im ersten Stock entsteht

im Stockwerkeigentum die neue

Käse produzieren ist

anspruchsvoll. Vermarkten

aber auch. Bild: Swissmilk.ch

12 9 2010 · UFA-REVUE


MANAGEMENT

Käserei. Angebaut wird auch ein Lagerraum,

zudem werden die LANDI und

der Volg-Laden vergrössert. Im Volg-Laden

gibt es dann den neu hergestellten

Käse zu kaufen. Das gesamte Bauvorhaben

kostet 6.2 Mio. Fr., wovon über 4.3

Mio. Fr. die Käserei betreffen. Die Finanzierung

ist sichergestellt. Da es sich

mit diesem Vorhaben um ein Regionalprojekt

handelt und alle Aktien bei den

Bauern sind, unterstützen auch Bund

und Kanton den Neubau. Zusätzlich beteiligt

mit 1 Mio. Fr. ist die Gemeinde

Grindelwald und rund 400000Fr. bringen

die Bergschaften in die AG ein. Die

Käserei in Grindelwald ist nicht die einzige,

welche mit Bundesmitteln unterstützt

wird.

Bundesunterstützung 2008 unterstützte

das Bundesamt für Landwirtschaft

mit Investitionskrediten und Beiträgen

à fonds perdu 24 bäuerliche und

gewerbliche Käsereien in der Grössenordnung

von 13.7 Mio. Fr. 2009 waren

es 20 Käsereien mit 8.2 Mio. Fr.

Unterstützt wurden mehrheitlich Umund

Erweiterungsbauten bestehender

Käsereien oder Ersatzneubauten für Zusammenschlüsse

mehrerer Käsereien,

erklärt Samuel Brunner. Er leitet beim

Bundesamt für Landwirtschaft den Fachbereich

Hochbau und Betriebshilfen.

Brunner verweist auf den Konkurrenzartikel

im Landwirtschaftsgesetz und in der

Strukturverbesserungsverordnung. «Jedes

neue Projekt, sei es eine gewerbliche

oder bäuerliche Käserei, muss im Amtsblatt

publiziert werden. Wenn es Einsprachen

gibt, müssen diese vor einer

Zusicherung bereinigt sein. Wir unterstützen

diese Käsereiprojekte, bedeuten

sie doch, dass damit die Wertschöpfung

in der Region erhalten bleibt.»

2010 ist auch Startschuss für das Neubauprojekt

der Käserei Sennaria Surselva

in Disentis. Das Bauprojekt sieht eine

Verarbeitungskapazität von 2.8 Mio kg

Milch pro Jahr vor. Das Planungsteam

um den renommierten Vriner Architekten

Gion A. Caminada veranschlagt den

Neubau auf 6.7 Mio. Fr.

Unterstützung erhalten auch sechs

Käsereien im Kanton Freiburg. Aber

auch diese Käsereien entsprechen nicht

einem «wirren» Wachstum, sondern einer

geordneten Strukturentwicklung

entlang eines kantonalen Strukturleitbildes,

wie Samuel Brunner präzisiert.

Stillstand heisst Rückschritt

Positiv vermerkt Stefan Hagenbuch von

den Schweizer Milchproduzenten diese

Initiativen. «Wir freuen uns grundsätzlich,

dass in der Schweiz in Verarbeitungsstrukturen

investiert wird. Das ist

ein Zeichen, dass auch in Zukunft die

Milch verarbeitet wird», erklärt er. Befürchtungen

bezüglich einer Käseüberproduktion

hat er nicht. Denn, so erklärt

er, stünden hinter diesen Neubauten oft

Strukturbereinigungsprozesse. Zum Beispiel

Fusionen von bestehenden Käsereigenossenschaften,

deren Einrichtung

nicht mehr den

Anforderungen entsprechen

würde und die investieren

müssten. Zuden würden

Berg- und Alpkäse insbesondere

in Tourismusregionen

auf

breite Sympathie

stossen. Auch fänden diese Spezialitäten

sogar oft den Weg in die Regale der

Grossverteiler. Jede Investition ist objektiv

allerdings immer auch mit Risiken

verbunden, die es zu begrenzen gilt.

Tabelle: Unterstützte Käsereien mit Bundesmitteln

Investitionskredit Beiträgen à fonds perdu*

Anzahl (Fr.) Anzahl (Fr.)

2008 24 13 151 000 9 605 600

2009 20 5 661 000 10 2 559 400

2010** 19 16 905 200 8 4 056 252

* Käsereien im Berggebiet können zusätzlich zu den Investitionskrediten

noch Beiträge erhalten.

** Zusicherungen bis 10.8.2010: Davon sind 17 Umbauten oder

Erweiterungen von bestehenden Käsereien und 2 Neubauprojekte.

Vorsicht Auf die leichte Schulter

nehmen kann man den Um- oder Neubau

einer neuen Käserei gleichwohl

nicht, das zeigen Nachlassstunden- und

Konkursmeldungen zu diesem Thema.

Wirtschaftliche Probleme, Qualitätsund

Absatzprobleme von Käsespezialitäten

belasten finanziell in den meisten

Fällen auch die beteiligten Milchbauern.


Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft

Autorin

Daniela Clemenz,

UFA-Revue,

8401 Winterthur

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Käsermeister Johann

Wittwer erklärt in

Grindelwald, wie gross

die Käseproduktion

werden soll.

UFA-REVUE · 9 2010 13


MANAGEMENT

Rechnung, Verzugszins und Busse

MEHRWERTSTEUER Viele Bauernbetriebe ergänzen ihr landwirtschaftliches

Einkommen mit dem Verkauf von zugekauften Produkten oder von Dienstleistungen,

welche nur noch am Rande mit Landwirtschaft zu tun haben. Plötzlich muss sich

der Landwirt auch mit dem Thema Mehrwertsteuer (MWST) auseinandersetzen.

Tut er dies nicht, muss er sich auf unliebsame Überraschungen gefasst machen.

Hans Ulrich

Sturzenegger

Jeder Steuerpflichtige

muss sich bei der

Hauptabteilung

Mehrwertsteuer

der eidgenössischen

Steuerverwaltung in

Bern anmelden.

Landwirt X führt einen kleineren

Landwirtschaftsbetrieb in der Ostschweiz.

Mitte der 90er Jahre baute

er einige Pferdeboxen in seinen Stall

ein und bot diese für die Pferdepension

an. Da die Nachfrage prächtig war, entschloss

er sich im Jahre 1998 einen Pferdepensionsstall

für 500000Fr. zu bauen.

Nach kurzer Zeit war dieser Stall voll vermietet.

Der Gesamtumsatz bewegte sich

immer um 300000Fr. Davon resultierten

140000Fr. von der Pferdepension.

Die Buchhaltung führte er mit grossem

Stolz selber. An die Mehrwertsteuer

dachte er nie. Anfangs 2010 bekam er

von der Steuerverwaltung Post und einigermassen

verwirrt suchte er Rat beim

Agro-Treuhänder.

Aufgrund eines Hinweises nahm die

eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV)

an, dass die steuerpflichtigen Umsätze

bei Landwirt X über 100000Fr. betragen.

Hinweise erhält die Steuerverwaltung

beispielsweise durch eine MWST-

Revision bei einem Lieferanten oder

Kunden. Aber auch durch anonyme

Meldungen zum Beispiel durch einen

Konkurrenten.

Selbstdeklaration Die MWST ist

eine Selbstdeklarationssteuer. Das

heisst, der Leistungserbringer muss sich

selber melden, sobald er steuerpflichtig

wird. Da Landwirt X steuerpflichtige

Leistungen erbringt, hätte er sich ab einem

Umsatz aus MWST-pflichtigen

Leistungen von 100000Fr. (bis

31.12.2009 noch 75000Fr.) bei der

ESTV anmelden müssen.

Die Anmeldung hat mittels eines

Fragebogens zu erfolgen. Dieser Fragebogen

kann auf der Homepage der

ESTV (www.admin.estv.ch) online erfolgen

oder telefonisch bestellt werden

Tabelle: Umsätze Pensionspferdehaltung

Jahr Umsatz (Fr.) Saldosteuersatz (%) Steuerbetrag (Fr.)

2005 140 000 5.2 7280

2006 140 000 5.2 7280

2007 140 000 5.2 7280

2008 140 000 5.2 7280

2009 140 000 5.2 7280

Total Steuerbetrag 36 400

( 031 322 71 06). Folgende Angaben

werden bei einem Einzelunternehmen

wie jener des Landwirt X verlangt:

• Rechtsform: Einzelunternehmen, allfällige

Handelsregisternummer.

• Unternehmensdaten: Firmenname,

Adresse, Name und Adresse sowie

Telefonnummer, Geburtsdatum und

Heimatort des Inhabers.

• Geschäftstätigkeit: Tätigkeit, Geschäftsaufnahmedatum,

Bilanzdatum,

steuerpflichtige Umsätze (seit

Geschäftsaufnahme, aber maximal

der letzten sechs Geschäftsjahre).

• Modalitäten und Abschluss: Entscheid

über vereinfachte Abrechnung (Saldosatz),

Entscheid über die Abrechnung

nach vereinnahmtem oder vereinbartem

Entgelt, Auskunft über

allfällige Betriebsübernahmen, Bankoder

Postverbindung.

Der Fragebogen muss rechtsgültig unterzeichnet

der ESTV eingereicht werden.

Nun reichte Landwirt X den ausgefüllten

Fragebogen im April 2010 ein

und erhielt kurz darauf von der ESTV ein

Schreiben, in dem ihm mitgeteilt wird,

dass er ab dem 1.1.2005 mehrwert -

steuerpflichtig sei und daher auf diesen

Zeitpunkt ins Register eingetragen wurde.

Dem Schreiben beigelegt waren die

Abrechungsformulare für die Jahre 2005

bis 2009 mit den dazugehörigen Einzahlungsscheinen.

Da Landwirt X das vereinfachte

Abrechnungsverfahren wählte,

deklarierte er Umsätze gemäss

Tabelle, woraus ein Steuerbetrag von

36400Fr. resultierte.

Dieser Betrag muss der ESTV innert

30 Tagen einbezahlt werden. Anschliessend

wird ihm die Steuerverwaltung

noch eine Verzugszinsrechnung (Verzugszinssatz

4.5%) zustellen.

14 9 2010 · UFA-REVUE


MANAGEMENT

Gemäss Gesetz könnte die Steuerverwaltung

auch noch eine Busse wegen

Verletzung von Verfahrenspflichten aussprechen.

Da Landwirt X die Pensionspreise

nicht mehr rückwirkend anheben kann,

muss er den Steuerbetrag aus der eigenen

Tasche bezahlen, was seinen Gewinn

entsprechend schmälert. Hätte er

sich rechtzeitig angemeldet, hätte er

diese Steuer auf den Kunden überwälzen

können und es würde ihm kein finanzieller

Schaden entstehen. Hätte er

sich sogar auf den 1.1.1999 angemeldet,

so hätte er auch die MWST auf dem Bau

des Stalles von fast 30000Fr. zurückfordern

können. Landwirt X musste in den

sauren Apfel beissen und die Rechnung

samt Verzugszins bezahlen.

Aufgepasst! Häufige MWST-pflichtige

Tätigkeiten sind landwirtschaftliche

Lohnarbeiten, Kommunalarbeiten,

Fors tarbeiten für Dritte, Pferdepension,

Besenbeiz, Dünger- und Saatguthandel,

Handel mit Lebensmitteln, Schlafen im

Stroh, Lohn-Mosten und Verkauf von

Alkoholika.


Post von der

Steuerverwaltung

ist meistens nicht

erfreulich.

Autor Hans Ulrich Sturzenegger leitet

die Agro-Treuhand Lindau AG (ZH). Es

lohnt sich, sich rechtzeitig zum Thema

Mehrwertsteuer zu erkundigen.

Adressen der Agro-Treuhänder auf

www.satv-asaf.ch.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Ermittlung des für die Steuerpflicht

massgebenden Umsatzes

Aufgrund der speziellen Verhältnisse haben Urproduzenten für die

Abklärung der Steuerpflicht den Umsatz aus allen steuerbaren Leis -

tungen – also ohne Umsätze der im eigenen Betrieb erzeugten Ur -

produkte – zu ermitteln. Erreicht dieser die Betragsgrenze von

100 000 Fr., ist die subjektive Steuerpflicht gegeben und der Betrieb hat

sich bei der eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) anzumelden.

Der Umsatz aus zugekauften Urprodukten kann aufgrund der Buchhaltung

oder anderer dafür geeigneter Aufzeichnungen ermittelt werden.

Diese Umsatzgrösse kann beispielsweise mittels des verbuchten

Warenaufwandes folgendermassen kalkulatorisch bestimmt werden:

Beispiel Umsatzgrösse

Ein Landwirt produziert Mais und übernimmt zusätzlich die Ernte seines

Nachbarn.

Zukauf von Mais

15 000 Fr.

+ Bruttogewinnzuschlag von 10 %* 1500 Fr.

Umsatz aus Handel mit zugekauften Urprodukten

16 500 Fr.

* Der angewandte Bruttogewinnzuschlag wird marktgerecht kalkuliert

und entsprechend belegt.

Die Ermittlung des für die Steuerpflicht massgebenden Umsatzes kann

wie folgt vorgenommen werden:

Beispiel massgebender Jahres-Umsatz

Lohnunternehmen (Feldarbeiten)

Gesamtertrag Mais

50 000 Fr.

davon Handel mit zugekauftem Mais (siehe oben)

Transporte für Dritte

Total Umsatz aus steuerbaren Leistungen

40 000 Fr.

16 500 Fr.

60 000 Fr.

116 500 Fr.

Für den Umsatz von 116 500 Fr. aus steuerbaren Leistungen ist die

Steuerpflicht gegeben, weil dieser Umsatz 100 000 Fr. erreicht

beziehungsweise überschreitet.

Auszug aus der MWST-Branchen-Info 01

Nutzen Sie die Kontaktchancen

mit allen Schweizer Landwirten

Marktplatz

LANDTECHNIK

zu verkaufen

Profilierfräser Oertli,

Fr. 200 zzgl. Versand -

kosten 052 232 60 24

Stapler Occassion,

preisgünstig, Diesel,

Benzin, Elektro;

Staplervermietungen;

Staplerreparaturen in

Steffisburg

033 437 56 61

Milchtank Roka, 550 l,

fahrbar, mit Eiswasser-

Kühlgerät

062 877 11 24

Federzahnegge mit

Nachläufer, Fr. 200;

Pneuwagen Holz, mit

Brettern, Fr. 100;

Einachs-Anhänger,

z.B. für Transport Motor -

mäher, Fr. 200; Vorkeimharasse

Holz, sehr

günstig; Paletten-Gestelle,

stapelbar, Länge 1.2

m, Höhe 0.7 m, Fr. 20 /

Paar 031 755 89 89 /

079 323 23 40

Einachs-LKW-Kipper,

kompl. rev., Kipper -

bremse Luft und Öl

062 291 34 34

Kartoffelsortiermaschine

Samro KS 80, inkl.

Podest; Dosierbunker

Samro; Kleinmotormäher

Benassi, 120 cm;

Schiebefressgitter für

Jungvieh, 6 x 420 cm;

Abladegebläse Lanker;

Rüben- / Kartoffelmühle

052 745 27 46

Ladewagen mit Dosierund

Querband,

einsatzbereit, Fr. 3500;

Motormäher Aebi,

mit Band, Fr. 4000

052 649 17 05

Fenster, Isolierverglasung,

3-teilig, Lichtmass

Höhe 57 cm, Breite

1.71 m, neuwertig,

Rahmenbreite 1.90 m,

Höhe 1.06 m; Fenster,

Doppelverglasung,

3-teilig, Lichtmass Höhe

1.37, Breite 1.55; Doppel-

Gitterrad, 1 Paar, für

Mäher Rapid, Euro oder

505 079 393 06 60

Motor Honda zu Rapid

505, 13 PS

079 855 25 36

Einachswagen, Fr. 2000

052 336 20 68

Umschlaggerät, 8 m 3 , Fr.

850; Silohäcksler Botsch

IBR, Fr. 1200; Kälberiglu

2er, komplett, mit

Umzäunung, neu, Fr. 880

079 342 39 13

Heckstapler an

Dreipunkt, Höhe 3.7 m

und 2 x 3 m, mit

verstellbaren Gabeln, ab

Fr. 1500, evtl. mit Ballen -

spitzen oder Rundballengabeln;

Rundballen -

gabel, mech. verstellbar,

Fr. 370; Rundballengabel

Goewil, hydr., Fr. 1400

078 881 42 20

Tränkefässer, mit TB oder

Trog, verzinkt, Handbremse,

höhenverstell -

bare Deichsel, Stützfuss,

Schwallwand 1000 l ab

Fr. 1150, 1500 l Fr. 2920,

2000 l Fr. 3180, 3000 l

Fr. 3680

079 514 69 87

Laufhofabschrankungen,

div. Ausführungen;

Weidefutterraufen,

div. Ausführungen, 12 Pl.

Rundbogen oder

Diagonal, Fr. 1290;

Rubriken

• Landtechnik

• Immobilien

• Tiere

• Kontingente

• Stellen

• Raufutter

NEU

NEU

NEU

NEU

NEU

Gummimatten,

Occasion; Round-Pan,

17 Panels, 3 m, Fr. 2444

079 514 69 87

Trockenautomat,

7 Stk, für Fasel,

Preis nach Absprache

031 751 12 81

Fortsetzung

Seite 23

UFA-REVUE · 9 2010 15


MANAGEMENT

UMFRAGE

Wenig Bedarf nach AG und GmbH

Rund ein Sechstel der befragten

Landwirte (16 %) haben schon einmal

rechtliche Abklärungen bei einem

Spezialisten wie zum Beispiel

einem Jurist oder Agro-Treuhänder vorgenommen,

um ihren Betrieb oder Teile

davon in eine andere Rechtsform zu

überführen. Gemeint sind mit anderen

Rechtsformen zum Beispiel eine einfache

Gesellschaft, eine Aktiengesellschaft

oder eine GmbH. Die Mehrheit

der Bauern (82 %), so zeigte sich, hat

bisher noch keine rechtliche Abklärung

vorgenommen und 2 % konnten oder

wollten keine Angaben machen. Dies

ergab eine repräsentative Telefon -

befragung, die im Auftrag der UFA-Revue

bei 300 Landwirten in der

Deutsch- und Westschweiz durchgeführt

wurde.

Einige der befragten Landwirte, die

eine rechtliche Abklärung vorgenommen

hatten, meinten, dass sie bei einer

Überführung ihren Einzelunternehmens

in eine andere Rechtsform keine Direktzahlungen

mehr erhalten würden.

Zudem seien sie mit ihrer Rechtsform

zufrieden. Wenige äusserten spontan

Interesse an der Möglichkeit, ihren Betrieb

in eine andere Rechtsform zu überführen.

Vergleicht man die beiden Landesteile,

so zeigt sich, dass in der Westschweiz

im Vergleich zur Deutschschweiz mehr

als doppelt so viele Landwirte schon

einmal einen Spezialisten für eine rechtliche

Abklärung aufgesucht haben (W-

CH 29% / D-CH 12%). Der Unterschied

ist signifikant und bestätigt die Erfahrungen,

die auch der Agro-Treuhänder

Jean-Michel Ravussin gemacht hat. Lesen

Sie dazu den Artikel Seite 10.

Haben Sie schon einmal

geprüft, ihren Betrieb in

eine andere Rechtsform

zu überführen?

Westschweiz

nein

71 %

ja

29 %

nein

85 %

Deutschschweiz

ja

12 %

keine

Angabe

3%

Total Schweiz

keine

Angabe

2%

nein

82 % ja

16 %

Die aktuelle repräsen -

tative Umfrage wurde

vom Marktforschungs -

institut TransferPlus AG

in Stansstad im Auftrag

der UFA-Revue im

Juli/August 2010 durch -

geführt.

Wollen Sie sich auch

zur Monatsfrage

äussern? Die nächste

Frage stellung ist

auf www.ufarevue.ch

auf geschaltet.

INFOBOX

ufarevue.ch 9 · 10

16 9 2010 · UFA-REVUE


www.mobi.ch

W

Unsere Kunden

erhalten 100 Millionen.

Dank genossenschaftlicher Verankerung beteiligen wir unsere Kunden am

Erfolg. Wer eine MobiCar Fahrzeugversicherung oder MobiPro Betriebs- und

Gebäudeversicherung Multirisk hat, erhält 10 % Reduktion auf seine Prämie.

UFA-REVUE · 9 2010 17


Partner

4536 Attiswil, A. Stalder-Huwiler, Landmaschinen

6275 Ballwil, Buchmann Technik AG

5618 Bettwil, Mosimann Paul

6211 Buchs LU, Meier Josef

3400 Burgdorf, Hess Durs GmbH

3664 Burgistein, Sterchi Landtechnik AG

7006 Chur, Mehli Andreas

8615 Freudwil, Temperli Landmaschinen GmbH

5324 Full-Reuenthal, Kämpf Heinz

9056 Gais, Höhener Landmaschinen AG

8340 Hinwil, Grimm Forst-und Maschinenbetrieb

5502 Hunzenschwil, Odermatt Landmaschinen AG

3232 Ins, Umatec

8934 Knonau, Hausheer & Sidler AG

8460 Marthalen, Meier Maschinen AG

1716 Plaffeien, Rappo Gebr. AG

5734 Reinach AG, Hauri Hans

6221 Rickenbach LU, Sebastian Müller AG

3538 Röthenbach i.E., Schüpbach Gebrüder

9486 Schaanwald, Senti Harald

8834 Schindellegi, Schuler Albert

3555 Trubschachen, Zaugg Heinz

8730 Uznach, Technikcenter Uznach AG

8564 Wäldi TG, Reusser AG

9205 Waldkirch, Steiner Service und Reparaturen GmbH

8525 Wilen b. Neunforn, Heller Baumaschinen & Landtechnik

VALTRA TwinTrac von 110 bis 211 PS

Mähen wie ein Selbstfahrer.

Mit der TwinTrac-Rückfahreinrichtung erledigen Sie Arbeiten wie mit

einem Selbstfahrer. Sie profi tieren von einer besseren Wendigkeit und

von einer aus gezeichneten Sicht auf die Geräte und den Antriebsbereich,

ohne immer den Kopf verdrehen zu müssen.

Die Arbeitsrichtung kann geändert werden, ohne den Fahrersitz

ver lassen zu müssen. Sämtliche Bedienelemente sind auch bei der

TwinTrac-Rückfahreinrichtung uneingeschränkt benutzbar und

bequem erreichbar.

TwinTrac gibt es nur bei Valtra!

Die Zuverlässigen

aus Finnland

GVS-Agrar AG, CH-8207 Schaffhausen

Tel. 052 631 19 00, Fax 052 631 19 29

info@gvs-agrar.ch, www.gvs-agrar.ch

VP 70.4.10


KURZMELDUNGEN

LANDTECHNIK

Ott: Neue

Geschäftsführung

Ott Landmaschinen in Zollikofen

hat Jürg Schmid (Bild) als Nachfolger

des bisherigen Geschäftsführers

Bendicht Hauswirth ernannt. Hauswirth

wird sich aus dem operativen

Geschäft zurückziehen und als Delegierter

des Verwaltungsrats der

Firma für Spezialaufgaben weiterhin

zur Verfügung stehen. Ott

Landmaschinen wird zudem ab 1.

September 2010 das komplette

Futterernte- und Bodenbearbeitungsprogramm

von Kverneland in

der Schweiz vertreiben.

Ueli Peter geht – Ferdinand

Smolders übernimmt

Auf Ende August 2010 ging der

langjähriger Vertriebsleiter für New

Holland Traktoren bei Bucher Landtechnik,

Ueli Peter (Bild rechts), in

Pension. Rund 40 Jahre war Peter

für Bucher tätig und hat in dieser

Zeit nicht nur das Unternehmen geprägt,

sondern auch Anteil daran

gehabt, dass sich die Marke «New

Holland» (inklusive Vorläufermar-

ken) in diesen Jahren 36mal im ersten

Rang der Traktorenverkäufe

etablieren konnte, zuletzt mit einem

Marktanteil von 17.2%. Die Nachfolge

von Ueli Peter tritt Ferdinand

Smolders an, der das Unternehmen

Bucher-Guyer bereits seit 18 Jahren

kennt, zwölf Jahre davon war er bei

Bucher Landtechnik tätig.

«MF Delta» nun praxisreif

Massey Ferguson stellte kürzlich den

neuen Hybrid-Mähdrescher «Delta

9280» vor. Die Maschine verfügt sowohl

über die Qualitäten eines Tan-

gential-Dreschwerkes als auch über

die hohe Abscheidleistung moderner

Zwillingsrotoren. Neu bei den

Mähdreschern ist der Einsatz der

SCR-Technik der Abgasbehandlung

mit «AdBlue». Der entsprechende 7-

Zylinder-Motor von Sisu mit 9.8 l

Hubraum leistet 466 PS. Zusammen

mit der Palette von Schüttler- und

Rotor-Modellen will Massey Ferguson

seinen Marktanteil in Westeuropa

innert fünf Jahre verdoppeln.

«Tornado» wirbelt im Praxiseinsatz

Neue Häcksler-Generation

Für die neuen drei Feldhäcksler «Big

X 700», «Big X 850» und «Big X

1100» verwendet Krone nun Motoren

des Herstellers MAN, und zwar

einen V-8-Motor mit 16.16 l Hubraum

und einer Maximalleistung

von 669 PS für den «Big X 700» sowie

einen V-12-Motor mit 24.24 l

Hubraum und einer Maximalleistung

von 825 PS für den «Big X

850», respektive mit 1034 PS für

den «Big X 1100». Verzichtet wird

bei den oberen Modellen auf die

Doppelmotor-Technik, deren Vorteile

aber insofern erhalten bleiben,

als dass den neuen Motoren elektronisch

zwei Leistungskurven hinterlegt

sind («X-Power» für schwere

Einsätze und «Eco-Power» für leichtere

Arbeiten). Neben der neuen

Motorenausstattung bietet die neue

Baureihe auch eine neu gestaltete

und geräumigere Kabine. Neu entwickelt

und speziell für die Anforderungen

von selbstfahrenden Häckslern

konzipiert, wurde zudem der

Joystick.

Maschinen zeigen

ihre Zähne

In den letzen zehn Jahren ereigneten

sich in der Schweizer Landwirtschaft

total 462 registrierte tödliche

Unfälle. In der Hälfte der Fälle waren

Maschinen und Fahrzeuge in

diese Unfälle verwickelt. Als Ursachen

kommen zunehmend der falsche

Umgang mit an sich sicheren

Fahrzeugen und Maschinen zum

Vorschein. Landwirte und Lohnunternehmer

sind wetter- oder auch

einkommensbedingt zusehends einem

hohen Erfolgsdruck ausgesetzt.

Viele Fahrer gehen mit ihren Fahrzeugen

zu hohe Risiken ein, insbesondere

in Hanglange. Kommt hinzu,

dass bei Betriebsstörungen und

Stresssituationen oft die einfachsten

Sicherheitsregeln missachte werden.

Mit einer Präventionskampagne bestehend

aus einem Infomix von

Fachartikeln, Flyern, Fachausstellungen

sowie Schulungen für Landwirte

und weitere Kreise versucht

die Beratungsstelle für Unfallverhütung

in der Landwirtschaft (BUL),

diese Thematik aktiv anzugehen

und nachhaltig eine Verbesserung

herbeizuführen. Die Kampagne

«Maschinen zeigen ihre Zähne» richtet

sich an alle, die in ihrem Berufsalltag

mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen

und Maschinen umgehen.

Für Aufmerksamkeit anlässlich der

Lely-Feldtage bei Wolfenbüttel (D)

sorgte die neue Press-Wickel-Kombination

«RPC 445 Tornado», die

erstmals im praktischen Einsatz gezeigt

wurde. Es sei die schnellste,

kürzeste (5.75 m, Einzelachse) und

schmalste (2.80 m) Maschine ihrer

Art auf dem Markt, wurde seitens

Lely betont. In der Tat weist diese

Kombination einige Eigenschaften

auf, die sich sehen lassen.

So ist die Presskammer höher positioniert,

sodass die Ballen mühelos

auf den Wickeltisch rollen können.

Dieser schnelle Transfer wird

noch beschleunigt, indem der Wickelvorgang

bereits beginnt, bevor

die Klappe wieder geschlossen

wird. Der spezielle Ringwickler

passt sich in seiner Höhe automatisch

dem aktuellen Ballendurchmesser

an, was nochmals Zeit spart.

Zudem kann das System die notwendige

Anzahl der Wicklungen

selbst berechnen. Der Aufsammler

kommt neu ohne Kurvenbahnsteuerung

aus und der 800-mm-Rotor

mit seinen sechs Zinkenreihen

gibt der Maschine eine neue Dimension.

Das «Xtracut»-Schneidwerk

lässt Messerschaltungen von

0, 12, 13 und 25 Messern zu.

In den letzten Jahren ereigneten

sich im Schnitt jährlich 50

tödliche Unfälle in der Landwirtschaft

– über 50 % davon im

Umgang mit Maschinen.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 9 2010 19


Michelin Suisse S.A. . Route Jo Siffert 36 . CH-1762 Givisiez Stand 08/2010

1. September







bis 31. Oktober 2010

* Sofortrabatt auf der Rechnung für alle Aufträge, Lieferungen und Rechnungen zwischen dem

1. September und 31. Oktober 2010. Rabatt von Fr. 75.– für einen KLEBER Fitker Reifen kleiner/gleich

30 Zoll, Fr. 150.– für einen KLEBER Fitker Reifen grösser 30 Zoll, d.h. Fr. 450.– für eine Komplettausrüstung

Ihres Traktors mit 4 KLEBER Fitker Reifen auf den zwischen Ihnen und Ihrem teilnehmenden Händler vereinbarten

Preis. Sofortrabatt nur gegen Vorlage dieses Coupons, der auch bei Ihrem teilnehmenden Händler aufliegt.

Der Rabatt wird auch für mehr als vier Reifen gewährt. Für die Abwicklung fragen Sie bitte Ihren teilnehmenden Händler.


LANDTECHNIK

Erweiterung in der Oberklasse

der Mähdrescher

CLAAS lanciert 15 Jahre nach Einführung der «Lexion» Baureihe neue, noch leistungsfähigere

Modelle. Zwei 5-Schüttler- und vier 6-Schüttler- sowie vier Hybrid-Maschinen

repräsentieren ab nächstem Jahr die Oberklasse der Mähdrescher von Claas.

Es war damals ein grosser Wurf, als

Helmut Claas vor 15 Jahren den ersten

«Lexion»-Mähdrescher der Öffentlichkeit

vorstellte. Mittlerweile

ist man in dieser Baureihe beim «Lexion

600» mit 12000-l-Korntank und einer

Motor-Maximalleistung von 583PS angekommen.

Damit scheinen die Dimensionen

ausgereizt, jedenfalls lassen

gesetzliche Vorgaben keine nennenswerten

Steigerungen mehr zu. Trotzdem

bringt Claas eine neue «Lexion»-Generation

auf den Markt und ersetzt damit

die bestehenden Modelle (510 – 600).

Mit der neuen

Generation der

«Lexion» Mähdrescher

(auf dem Bild das

Modell «Lexion 670»)

will Claas seine

führende Position im

Markt weiter festigen.

Was ist neu? Mit der Integration

der vom «Xerion»-Systemtraktor und

«Jaguar»-Häcksler bekannten, geräumigen

Kabine bieten die neuen Drescher

nochmals einen Komfortgewinn. Dank

der Verwendung von Aluminium bei der

Seitenverkleidung wurden zudem Fortschritte

beim Korrosionsschutz und Gewicht

erzielt.

Erweitert wurde das Bordinformationssystem

«Cebis», das auf einem nun

farbigen Bildschirm alle relevanten Daten

und Fakten übersichtlich präsentiert.

Neu integriert hat Claas ein elektronisches

Optimierungssystem mit der

Bezeichnung «Cemos». Dieses System

gibt dem Fahrer auf einem zusätzlichen

Display in Bezug auf Leistung, Qualität,

Sicherheit und Effizienz anhand von 50

Einstellparametern stets die richtige

Maschineneinstellung mit auf den Weg.

Neben dem komplett neuen Elektroniksystem

wurde bei den neuen «Lexion»

auch eine leistungsfähigere und schnellere

Hydraulik mit einem Betriebsdruck

von 200bar (120l/min) eingebaut, was

sich beispielsweise in einer höheren Abtankleistung

zeigt. «Mit der neuen Ge-

Weitere Neuheiten

Claas dehnt die Palette der

Schneidwerke für Mähdrescher

aus und bringt das

«Maxflo» auf den Markt. Bei diesem Schneidwerk für ertragsschwache

Parzelle werden die Pflanzen durch Transportbänder zur Mitte und dort

in einer Kurvenbahn weiter zum Einzugskanal geführt.

Auf Basis der grossen Quaderballenpresse «Quadrant 3200» kommt das

Modell «2200 RC Advantage» mit dem Ballenmass 120x70cm auf den

Markt. Dieses Modell verfügt über weniger Ausstattungsmerkmale als

die «3200», weist aber ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auf. Auf die

nächste Saison bietet Claas für die Quaderballenpressen zudem neu

einen Vorbaustrohhäcksler an.

Ausgedehnt wird die Baureihe der variablen Rundballenpressen vom

Typ «Variant». Die Zusatzbezeichnung «Pro» bei insgesamt vier

Modellen weist künftig darauf hin, dass sich die Schneidwerksmulden

absenken können, wenn Verstopfungen beim Rotor drohen.

Im Segment der Futterernte wird der Kombiwagen «Cargos» neu mit

30.5 Zoll Reifen und einer Ladegewichtsanzeige angeboten. Dann

ersetzt in der Familie der 4-Kreiselschwader das Modell «Liner 3500»

mit 12.50 m Arbeitsbreite den Vorgänger «Liner 3000» und die

bewährte, hydropneumatische Entlastungstechnik «Active Float» bei den

Mähwerken ist nun auch für die Frontgeräte «Disco 3100 Profil»

verfügbar (Bild). Für den Einsatz in blattreichem Ackerfutter wie Luzerne

kommt zudem der Heckscheibenmäher «Disco 2700 RC Contour» mit

2.60m Arbeitsbreite und Rollenaufbereiter auf den Markt.

UFA-REVUE · 9 2010 21


LANDTECHNIK

Der Reifen

«Cerexbib»: Ein

Boden schonender

Pneu für Erntemaschinen,

gemeinsam von

Claas und Michelin

entwickelt.

Tabelle: Modellpalette «Lexion»

Modell 770 760 750 740 670 660 650 640 630 620

Nennleistung (PS) 530 476 431 390 390 355 313 279 313 279

Korntank (l) 12 000 10500 10500 9600 10500 10500 9600 8600 8600 8600

9600 9600 8600 8100 7800

APS-Hybrid

Anzahl Schüttlerhorden 6 6 6 6 5 5

Terratrac-Laufwerk

Montana-Ausführung

Vogel&Noot neu bei Serco Landtechnik AG

Serco Landtechnik AG wird ab 1. September Importeur

für Vogel&Noot, einer der führenden Hersteller von Bodenbearbeitungstechnik.

Der Radartest als

Beweis: Mit dem

Raupenlaufwerk

sind Geschwindigkeiten

bis 40 km/h

möglich, aber

(noch) nicht

überall erlaubt.

Autor Dr. Roman

Engeler, UFA-Revue,

8401 Winterthur

Informationen Mehr

Informationen zu den

neuen Mähdrescher-

Modellen von Claas

finden sich auf der

Homepage

www.claas.ch oder

beim Schweizer

Importeur Serco

Landtechnik, Oberbipp,

www.serco.ch.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

neration führt Claas nun einen Mähdrescher

ein, der schneller, komfortabler,

produktiver und zugleich wirtschaftlicher

geworden ist», betonte das Unternehmen

an der Vorstellung.

40 km/h mit Raupen Um Strassenfahrten

mit dem stark nachgefragten

Raupenlaufwerk «Terratrac» schnell hinter

sich zu bringen, hat Claas sämtliche

Komponenten wie Triebrad, Laufrad

und Stützrollen dieses Laufwerks überarbeitet

und separat gefedert. Die bessere

Traktion am Hang oder bei Nässe

und die Bodenschonung – 66% besser

als bei einer entsprechenden Radmaschine

– sind unbestritten, mit der Auslegung

auf 40km/h sind auch die bisherigen

Nachteile bei der Geschwindigkeit

beseitigt (vorbehältlich Zulassung durch

die entsprechenden Ämter).

Zusammen mit Michelin hat Claas zudem

exklusiv für Erntemaschinen den

Reifen «Cerexbib» entwickelt, der innerhalb

der gesetzlich vorgeschriebenen

Transportbreite eine grössere Aufstandsfläche

hat und so einen geringeren

Bodendruck erzeugt.

«Wir freuen uns, dass wir die breite Produktpalette

von Vogel&Noot in der Schweiz vertreiben

können», freut sich Thomas Frey, Verkaufs- und

Marketingleiter bei Serco Landtechnik. Der grösste

Pflughersteller in Europa kann nämlich neben

diversen Pflugbaureihen ein Vollsortiment für die

Bodenbearbeitung anbieten: Grubber, Scheibenund

Kreiseleggen, Frontpacker, Saatbettkombinationen,

Sämaschinen, Feldspritzen und Mulch -

geräte stehen in den verschiedensten Ausrüstungsvarianten

zur Verfügung.

Serco Landtechnik stärkt mit dem Import und dem

Vertrieb der Vogel&Noot-Produkte seine Position

im Schweizer Landtechnikmarkt. «Wir waren mit

verschiedenen Herstellern im Gespräch, mit

Vogel&Noot haben wir jedoch die beste Vereinbarung

treffen können», kommentiert Thomas Frey. Zudem passe das Sortiment und die

entsprechenden Produkte ideal zu den Bedürfnissen der Schweizer Landwirte.

Josef Hirtler, der als Produktmanager von Vogel&Noot den Schweizer Markt betreut,

verspricht sich viel von der neuen Zusammenarbeit. «Wir haben nun erstmals einen

Importeur in der Schweiz, der unser gesamtes Programm – und nicht nur die Pflüge –

vertreibt».

Bei Serco Landtechnik wird Bernhard Jenzer als Produktmanager das Vogel&Noot-

Sortiment betreuen. Er wird alles daran setzen, den Bekanntheitsgrad dieser Marke zu

stärken. Neben dem Auftritt an der Agrama werden auch Vorführtourneen diesen Prozess

unterstützen. «Wir werden die Maschinen in einer Einführungsphase mit einem sehr

guten Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten können», stellt Bernhard Jenzer in Aussicht.

Die Wurzeln des Spezialisten für die Bodenbearbeitung gehen auf das Jahr 1872 zurück,

als die Partner Friedrich Wilhelm Vogel und Hugo von Noot in Wartberg (A), dem

heutigen Sitz des Unternehmens, die erste Werksanlage errichten. Schon bei Beginn

produzierte man hauptsächlich landwirtschaftliche Geräte, wie beispielsweise den ersten

Pflugkopf aus Stahl. Später kamen auch andere Produkte hinzu. Der in der Folge stetig

gewachsene und diversifizierte Konzern (3200 Mitarbeitende in 2001) wurde in den

Jahren 2001 bis 2002 komplett umstrukturiert und in Teilbetriebe gegliedert. Der

jährliche Umsatz von Vogel&Noot (Landtechnik) beträgt heute rund 80 Mio. Euro.

Thomas Frey, Verkaufs- und

Marketingleiter, und Bernhard

Jenzer, Produktmanager (beide

Serco Land technik), sowie

Josef Hirtler, Produkt manager

bei Vogel&Noot.

22 9 2010 · UFA-REVUE


Fortsetzung

von Seite 15

LANDTECHNIK

zu verkaufen

Marktplatz

Kälberiglus, diverse, inkl.

Umzäunung, mit Tränke -

vorrichtung und Heu raufe;

2er-Iglu, mit Umzäunung,

neu, Ausstellungsmodell,

Fr. 838;

Futtersilos, diverse, für

aussen 079 514 69 87

Weideunterstand, mit

Pultdach, Holzwände,

Eisenkonstruktion,

verzinkt 4 x 3 m, Aktion

Fr. 4000; Pferdeboxen,

div. Ausführungen;

Weidezelt, 3.6 x 3.6 m,

Montage auf Panels,

Dachkonstruktion, Plane

bis zum Boden, Fr. 2290;

Kunststofftank, 1000 l,

Fr. 40 Aktion

079 514 69 87

Günstige Lösung für

glatte Stallgänge,

Spaltenboden,

Gussasphalt; Schlitz -

fräse, für Führung des

Entmistungsschiebers;

Panels, diverse, 3 x

1.60 m, robust, neu, Fr.

159 Sonderaktion; Lüfter,

fahrbar, Fr. 1690, aktion

079 514 69 87

Lüftungsanlage, Auto -

matik, 3 Ventilatoren;

Fütterungscomputer

System Loosli, Suppe

Mixerpumpe Bottich,

600 kg 079 342 39 13

Motormäher Rapid 505,

wahlweise mit Bandeingraser

oder Bandrechen,

Service im Frühling 2010,

Fr. 1500 041 870 37 05

Maishäcksler John Deere,

1-reihig, Fr. 1100; Ersatz -

teile zu Rübenroder Stoll

V 35; Gegenschneide zu

Maishäcksler Claas Prin.

220 052 680 12 51

Einachs-Brückenwagen,

Fr. 2000 052 336 20 68

Hecklader Farmi, mit

Mistgabel und Schaufel

071 866 11 27

Dieseltank, 2 Stk,

Kunststoff, je 1000 l, mit

100 % Auffangwanne,

nur einmal gefüllt, sehr

schöner Zustand, neu,

Neupreis Fr. 1600,

Verkaufspreis Fr. 600

079 328 76 63 Kt. BE

Heuraupe Pöttinger,

neuer Motor und

Doppelrad, Rechen auf

Gummiband, sehr gut

erhalten, Fr. 900

071 983 34 02

Schneckenpumpe

Stöckli, für Traktor,

Fr. 2500; Elektroseilzug

Demag, 1.6 t, mit Fahr -

werk 062 893 34 87

Doppelräder System

Müller, 15,5 / 16,9 x 38',

Fr. 800; Siloblock -

schneider Strautmann

HT 1, Doppelmesserschneidrahmen

BVL,

mech. Abschieber, hydr.

Oberlenker, gepflegt,

einsatzbereit, Fr. 3800

079 713 95 05 Kt. BE

Getriebe, Motor, Tür,

2 Stk, zu VW Bus CE / 03

/ 11 / 2 1973, dem

Meistbietenden;

Kirschenentstieler

Herbot, dem Meistbietenden

041 711 17 94

Samro Spezial; 2er-

Pferdeanhänger; Kreisel -

heuer Fahr; 4-Scharpflug

Regent Streifen, neue

Verschleissteile

079 438 22 59

Ballenladewagen New

Holland 1006, eigene

Bordhydraulik mit

Hydromotor, div. Ventile

und Zylinder, Zapfwelle

100 %, verhandelbarer

Preis, Fr. 600

032 665 49 37

Maishäcksler Claas,

einreihig; Zapfwellenvorrichtung

für Anhänger

Grubber Ott; Rad, 2 Stk,

für Ladewagen, 11.5 /

80 - 15.5, 8 PLY; Felge

13.0 / 75 - 16; Fenster-

Alurahmen, 3 Stk,

doppelt verglast, Breite

100 - Höhe 148; Gitter -

silo, 2 Stk, Höhe 120,

Ø 250 032 351 36 87

Silierwagen, 2 Stk, 7 m 3 ,

aus umgebautem VLG-

Mistzetter, Preis nach

Vereinbarung; Zweiachsanhänger

mit Holzbrücke,

1.9 x 4.5 m, 4000 kg

Nutzlast, Preis nach

Vereinbarung; Einachsanhänger

mit Gestütz,

4500 kg Nutzlast,

2 x 5 m, guter Zustand,

Preis nach Vereinbarung

079 346 94 52

Frontladerwerkzeug Alö;

Palettgabel, Fr. 800;

Mistgabel, Fr. 800;

Schaufel, 2 m, Fr. 800;

Roller Gilera DNA 50,

rot, Jg. 2001, 16'000 km,

Fr. 1800; Faltschieber B

+ M, bis 3 m Arbeitsbreite,

Fr. 500; Heckstapler

Fenwick, Fr. 1500;

Ameise Hub elektr., 2.5

m, Hublast 1100 kg, Fr.

2500 079 848 15 70

Ballenförderband mit

Elektromotor; Zucker -

rübenvollernter, 2-reihig,

Stoll und Timm;

Traktorensitzschale, neu;

Benzinmotor Honda, neu

079 607 00 79

Gebläserohre, div., Ø 40

cm, 2 m, 0.75 m, 90º

Bogen, mit Verschlüssen,

günstig; Obstauflese -

maschine Bücheler, guter

Zustand 052 376 11 52

Traktor Steyr 8060,

4-Rad-Antrieb, 55 PS,

Jg. 1980, 4480 Std., mit

Kippschaufel, aus erster

Hand, Preis auf Anfrage

081 757 14 13 mittags

oder gegen Abend

Kompressor Prematic,

10 bar, 380 Volt, dazu

Schlagschrauber

032 618 24 13 /

076 516 06 48

Saug- und Druckfass

DeLaval BSA, 8000 l,

mit abbaubarem Schlepp -

schlauchverteiler, 9 m,

und Schneckenpumpe,

zum Verschlauchen,

Jg. 2005, infolge

Betriebs umstellung, Fr.

45'000 044 715 44 54

Heurüstmaschine,

günstig; Transporter

Schilter 2500, inkl.

Ladegerät; Kipper;

Holzbrücke

079 656 42 78

Feldhäcksler Pöttinger

Mex Profi, 3 Pt., Mais 2R,

schwenkbar; Futtersilo

Rotaver, 2 Stk, 80 m 3 ,

günstig, ab Platz;

Feldhäcksler, gezogen,

NH 717, super Gras /

Mais 2R, top Zustand;

Getriebe MF 188, inkl.

Multi rev., MFK März

2010 079 625 46 76

Wagen Marolf; Tandem-

3-Seitenkipper, 5 x 2,

2 m, 12 t, Luftbremse;

Pneuwagen, 5, 2 x 2,

3 m, 13 t, Luftbremse;

Pneuwagen, 5 x 2 m,

9 t, Auflaufbremse

044 860 25 01 /

079 357 23 94

Ansaugheugebläse

Stabag, 13 PS, EL-Motor,

3 Flügel, Rohr Ø 400

mm, ca. Jg. 1970,

dem Meistbietenden

052 336 18 56

Hecktrommelmähwerk

JF CM 1900, mit

abnehm barem Aufbereiter,

hydr. aufklappbar und

schwenkbar nach hinten,

neue Gleitteller, guter

Zustand, Fr. 1500

079 218 62 02

Andaineur Kuhn 3201,

5 roues, Fr. 1500

079 360 80 75

Miststreuer IF, 4 t,

Fr. 1600; Düngerstreuer,

Fr. 650 062 891 42 26

Siloblockschneider

Strautmann HT1 Doppel -

messerschneidrahmen

Titan, hydr. Oberlenker,

mech. Blockabschieber,

mech. Fernbedienung,

guter Zustand, ab Platz

Fr. 2400

079 713 95 05 Kt. BE

Kleinballenpresse Fahr

440, mit Spicker, Fr.

5500; Samro MC, mit

Kippbunker, Fr. 1000

0033 474 23 08 63

Kunststofffenster, 5 Stk,

mit Isolierverglasung, fest

mit Flügel, neuwertig,

abholbereit KW 37,

pauschal Fr. 600; Boiler,

200 l 079 339 45 45

Kunststoffsilo, mit

UV-rehbraun MWB, Höhe

10 m, 10 m 3 , Ø 3 m,

Fr. 4500 041 787 01 19

Antriebsrad, Felge und

Pneu, passend zu Mäh -

drescher oder Häcksler,

23.1 - 26, 14 PLY, Profil

70 - 80 %, Fr. 700; Pneu,

2 Stk, Profil 90 %,

Dimension 800 / 65 R32,

infolge Nichtgebrauchs,

geeignet für Häcksler

oder Traktor, Fr. 1700

052 681 14 53

Ladewagen Agrar TL

219, Scherengitteraufbau,

5 Messer, Bereifung

15.0 / 55 - 17, Kratzboden

neuwertig, Weit -

winkelgelenkwelle, div.

Bänder und Lager ersetzt,

günstig 079 422 30 55

Sämaschine Nordsten,

2.5 m, elektrische

Fahrgassen, Fr. 1500;

Maishäcksler Claas

Jaguar 25, Fr. 1000

079 759 07 01

Traktor Fiat 441 R, Jg.

1965, mit Sternradrech.

Vicon, in gutem Zustand;

Motormäher Bucher K3

061 841 27 82

Strohmühle Vakuumat

mit Elektromotor;

Heubombe mit Kabel

und Schalter; Silo -

verteiler Elektro, 2 Stk,

Ø 30 cm und 40 cm

079 678 81 49

Autoanhänger, Jg. 2005,

Ladefläche Länge 210 cm,

Breite 110 cm, mit Plane -

aufbau 071 971 17 16

Rigitrac SKH 90,

Jg. 2008, ca. 335 Std.,

geschlossene Kabine,

2 Paar Doppelräder,

Fr. 120'000 ab Platz,

ohne Garantie

079 695 37 27

Ladewagen Hamster

Rapid; Pick-up neu,

revidiert; Knetmaschine

MLB, 5 kg Mehl, fahrbar

079 402 15 79

Installation de tirage

à pommes de terre, 3

pièces à 20 t / h, doseur

Climax Profit 2000, table

de tirage Samro, tapis,

3 pièces, année 2000,

calibreur DT Dijkstra, 4

sorties, année 2001; Char

Hämmerli, 15 m 3 , ridelles

en alu, année 1982, bon

état 079 449 43 89

Mahl-Mischanlage mit

2 Förderschneken und

2 Mehlsilos à 1000 kg;

Körnergebläse mit 10 m

Rohr; Rübenbröckler mit

Reinigung; Gartenhacker

Simar; Notstromgruppe;

1-Achs-Anhänger zu

Agria Gartenhacke

081 322 56 78

Mostfritz, Fr. 300

055 784 15 53

Case MX 150, année

2002, 1800 heures, pont

av. susp. relevage, av. Fr.

65'000 079 688 26 37

Ladewagen Hamster

junior, einsatzbereit

Fr. 500; Querförderband,

Gummi, Länge 2.4 m,

Fr. 500 079 755 33 85

Europaletten, 500 Stk,

Preis nach Absprache

079 575 25 52

Betonträger, 2 Stk, je 8.6

m lang, 30 cm, breit, 50

cm hoch, z.B. für Brücke

über Bach, Fr. 200 / Stk;

Maishäcksler Kemper

zum Eingrasen, Fr. 550;

Ansauggebläse Grimm,

mit vielen Rohren, Fr. 250

052 745 12 08

Traktor Meili DM 25,

30 PS, Jg. 1962, im

Einsatz, Fr. 6000;

Doppel rad Schaad, 9.5 x

32, ohne Bügel, Fr. 300;

Baufräse, Fr. 300;

Kreiselheuer Fahr, 2-teil

zu Rapid Spez., Fr. 400

062 756 24 69

Brunnentrog, Beton,

Rand mit Eisen verstärkt,

Armiert, Ablauf: Oben

Konus, Unten 1 1/4

Gewinde, Ideal für

Viehtränke oder normaler

Einsatz auf dem Hof,

Breite 570 mm, Länge

2000 mm, Höhe 420

mm, Wandstärke 38 mm,

guter Zustand, wenig

gebraucht, feine

Haar-Risschen, Fr. 220,

Raum Winterthur

079 459 83 06

Förderband, 6 m, Gitter-

Stab-Band, elektrish

getrieben, Breite 0.48 m,

Länge 6.15 m, 400V mit

J15 Stecker, 3 Geschwindigkeiten

ab ca. 0.17 m/s,

Höhenverstellung mit

Handseilwinde, kleiner

Einlauftrichter, leichtes

Mass zwischen den

Gitterstäben 22 mm,

Ø Gitterstab 6.5 mm,

Pneuräder 4.00-8,

Kugelgelagert, guter

Zustand, gebraucht,

einsatzfähig, Fr. 350,

Raum Winterhtur

079 459 83 06

Tränkefass, 400 l,

verzinkt, Fr. 200

044 761 49 66 /

079 324 75 36

Futterraufe für

Rundballen, Fr. 500

079 215 74 32

Kartoffeldämpfer;

Holzfeuerung; Pneu -

wagen, leicht, 4 T., mit

Aufsatz; Sturmlaterne

Petrol; Pferdegeschirr

und Reitsattel

032 351 23 58

Kälbertränkeautomat,

Küng, Minimat

041 870 05 81

Armeewagen mit

Grossviehaufsatz, Jg.

1944 031 829 09 91

Staplermast Dreipunkt,

Huhöhe ca. 4 m,

mit Seitenschub

079 719 63 71

Chaine d'évacuateur

Albert, 91 mètres, usée

à 1/3 1000 frs

079 360 80 75

Doppelräder 13.6R38,

neu, Patent Müller,

5 Arm, passend zu

540 - 65R34, Fr. 2950

079 765 20 26

Viehwagen-Traktorzug,

günstig, für 2-3 6V

055 283 16 27

Presse Welger,

TVP AP 730, Jg 1999,

mit 2 Sammelwagen

079 299 49 09

Tandem Holzanhänger,

18 t, blattgefedert, mit

Exte Rungenschemeln;

Halfe-pipe, Vollalu, neu,

5 x 2.55 x 1.5 m; 3-Achs

Jumbo Krone, 8.8 x 2.55

m, luftgefedert, ab Mfk

40; Hackengerät, Aufbau

Meiller und Marell,

2 Stk, www.sigg-sh.ch

079 404 87 06

Fortsetzung

Seite 58

UFA-REVUE · 9 2010 23


KNOW-HOW

PRAXISTEST

Der kompakte Allrounder

FENDT «211 VARIO» «Nun auch bei den Kleinen stufenlos», titelte Fendt im

Herbst 2009 bei der Vorstellung der neuen 200er Baureihe. Die mit einem 3-Zylinder

Motor von Sisu ausgerüsteten Modelle waren die ersten Traktoren, die in der

Leistungsklasse 60-100PS (Nennleistung nach ECE R24) mit einem stufenlosen Getriebe

auf den Markt kamen.

Mit der neu konzipierten Baureihe

«200 Vario» ist die Traktorenpalette

von Fendt seit letztem Jahr nicht

nur durchgehend mit stufenlosen

Getrieben ausgestattet, den Ingenieuren

ist es auch gelungen, wesentliche

technische Komponenten der grossen

«Vario»-Traktoren in das gerade für

Schweizer Verhältnisse wichtige Segment

von 70 bis 100 PS zu integrieren.

Aufgrund seiner Wendigkeit und seines

tiefen Schwerpunkts kann der «211 Vario»

für vielseitige Tätigkeiten eingesetzt

werden.

Sisu-Power, so heisst nicht nur die

Motorensparte bei Agco, Sisu-Power

lautet die Devise auch beim Fendt «211

Vario». Der neue, speziell für die 200er

Reihe entwickelte 3-Zylinder-Motor mit

3.3 l Hubraum ist kompakt gebaut, entspricht

der gesetzlich geforderten Abgasstufe

IIIa, in dem das Commonrail-

Einspritzsystem durch das externe,

Treibstoff sparende Abgasrückführungssystem

«Agrex» unterstützt wird. Die

Nennleistung bei 2100 Umin liegt bei

genau 100 PS(nach ECE R24), das maximale

Drehmoment beträgt 458 Nm bei

1600 Umin (Anstieg 42 %).

Getriebe Obwohl Fendt mittlerweile

auf einer Erfahrung von über

100 000 stufenlosen Getrieben aufbauen

kann, war es für die Ingenieure eine

Herausforderung, ein solches Getriebe

in dieser Leistungsklasse zu verbauen.

Bei der 200er Baureihe kommt das leistungsverzweigte

Vario-Getriebe «ML

75» zum Einsatz, bekannt vom Fendt

«300 Vario». Es hat nur einen Fahrbereich

und ermöglicht Geschwindigkeiten

von 20 m/h bis 40 km/h (rückwärts

bis 25 km/h). Die maximale Geschwindigkeit

wird bei 1750 Umin erreicht.

Serienmässig gibt es die Tempomat-

Funktion, über die sich zwei Geschwindigkeiten

speichern lassen. Optional

bietet Fendt das Traktor-Management-

System «TMS» an. Bei aktiviertem

Die externe Bedienung im Heck

umfasst Hubwerk und Zapfwelle.

«TMS» wählt der Fahrer nur die Geschwindigkeit

vor, das System steuert

Motor und Getriebe so an, dass der

Traktor im wirtschaftlichen Optimum

fährt. Das «TMS» ermöglicht zudem die

Funktion «Stop&Go», mit der ein Fahrer

den Traktor bis zum Stillstand verzögern

kann, in dem er einen Taster am

Reversierhebel gedrückt

hält.

Das Getriebe

selbst ermöglicht

zwei

Fahrstrategien.

Steckbrief

Fendt «211 Vario»

Motor: 3.3 l wassergekühlter 3-Zylinder-Motor von Agco-Sisu-Power

mit Commonrail und externer Abgasrückführung. 100 PS Nennleistung,

100 PS Maximalleistung (nach ECE R24). 125 l Tankinhalt.

Getriebe: Stufenloses Getriebe mit einem Fahrbereich, Motor-Getriebe-

Managementsystem auf Wunsch.

Zapfwelle: 540, 540E und 1000 oder 540, 1000 und Wegzapfwelle.

Hydraulik: EHR mit Schwingungstilgung. Pumpenleistung 48 l/min,

optional mit Tandempumpe 76 l/min. Maximal 4 Zusatzsteuerventile.

Hubkraft: 4202 kg (Heck), 2490 kg (Front).

Masse: Leergewicht: 3920 kg. Radstand: 2294 mm. Kleinster Spurkreisradius:

3.98 m. Höhe: 2530 mm. Breite: 2186 mm. Länge: 4068 mm.

Angaben des Herstellers

24 9 2010 · UFA-REVUE


PRAXISTEST

KNOW-HOW

Willkommene Beinfreiheit dank

Wegfall des Getriebetunnels.

Einerseits mit dem «Variostick»: Wird

dieser nach vorne gedrückt, so wird der

Traktor bis zur maximalen Geschwindigkeit

beschleunigt, zieht man den

Knopf zurück, verzögert die Maschine

die Geschwindigkeit bis zum Stillstand.

Anderseits gibt es den Fahrpedal-Modus,

mit dem sich der Traktor wie ein

Automatik-PKW fahren lässt. Für den

Richtungswechsel gibt es ebenfalls zwei

Möglichkeiten, mit der rechten Hand

über den «Variostick» oder mit der linken

Hand über die Wendeschaltung an

der Lenksäule.

Die Hydraulik verfügt über eine

vom Getriebe getrennte Ölfördermenge

von maximal 48 Litern. Wird eine besonders

hohe Förderleistung benötigt,

kann über eine optionale Tandempumpe

die Ölstromsummierung für eine maximale

Fördermenge von 76 l/min zu-

Die Bedienfunktionen in der linken

Konsole sind farblich abgestimmt.

schalten. Der EHR-Kraftheber im Heck

weist eine maximale Hubkraft von

4200 kg auf, beim optional erhältlichen

Frontkraftheber, der komplett ins Chassis

integriert ist, liegt dieser Wert bei

2490 kg.

Fendt bietet für den «200 Vario» drei

Zapfwellengeschwindigkeiten an. Man

hat die Wahl zwischen den Drehzahlen

540, 540E und 1000 (Serie) oder 540,

1000 und Wegzapfwelle (Option). Die

Zapfwellenschaltung ist als Komfortschaltung

mit einer Vorwahl der Drehzahl

ausgeführt. Eine Automatik schaltet

in Abhängigkeit der Hubhöhe des

Hubwerks die Zapfwelle automatisch zu

(mit Anlaufautomatik) oder ab.

Die Kabine mit serienmässigem

Beifahrersitz ist für diese Leistungsklasse

grosszügig dimensioniert. Durch den

Wegfall des Getriebetunnels – das Getriebe

ist weitestgehend im Hinterachsgehäuse

integriert – ergibt sich eine willkommene

Beinfreiheit und eine geringe

Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,

8401 Winterthur

In loser Folge publiziert die UFA-Revue

unter dem Titel «Praxistest» Berichte

über landwirtschaftliche Maschinen. Die

Interviewpartner, respektive Eigentümer

dieser Maschinen, werden jeweils in

Zusammenarbeit mit den entsprechenden

Herstellern oder Importeuren

ausgesucht.

www.gvs-agrar.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Gesamthöhe. Mit dem zentralen Bedienkonzept

auf der rechten Konsole,

das sämtliche Arbeits- und Bedienfunktionen

farblich abgestimmt integriert,

wird eine hohe Ergonomie erreicht. Sowohl

die Heck- als auch die Frontscheibe

lassen sich aufklappen und ergeben

mit dem serienmässigen Dachfenster

zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten.

Optional sind eine Klimaanlage sowie

eine mechanische Kabinenfederung mit

Konuslager vorne und Stahlfederdämpfer

hinten verfügbar.


Praxisstimme

zum Fendt

«211 Vario»

Simon

Egger

Edwin

Egger

Edwin Egger bewirtschaftet in Chavornay (VD), südlich des Neuenburgersees,

einen grösseren Betrieb mit Munimast und Ackerbau. Neben

den Ackerkulturen wie Getreide, Mais und Zuckerrüben baut er auch

Gemüse (Karotten, Zwiebeln, Sellerie) an. Schon seit einiger Zeit

beschäftigte er sich mit dem Gedanken, als Ersatz von zwei in die

Jahre gekommenen 80-PS-Traktoren ein neues, stufenloses Modell zu

kaufen. «Gerade für den Gemüsebau ist der Fendt «211 Vario» ein

interessantes Fahrzeug», betont Egger.

Als Fendt im Herbst 2009 die neue Baureihe vorstellte, war er wohl

einer der ersten, die im Werk Marktoberdorf Probefahrten absolvieren

konnten. Diese Fahrten und die Tatsache, dass der «211 Vario» in der

Basisausrüstung knapp unter 4 t Leergewicht zu liegen kam, haben ihn

vom Kauf überzeugt. Seit diesem Frühjahr ist der Traktor nun im

Einsatz, bis jetzt rund 250 Stunden für Sä- und Transportarbeiten

sowie im Betrieb mit dem Ballenwickler. Später werden noch weitere

Aufgaben dazukommen, wie beispielsweise das einstufige Ernteverfahren

bei den Karotten (vorne schlegeln, hinten roden), wo der Traktor

seine Vorzüge besonders ausspielen kann.

Ein erstes Fazit von Edwin Egger und seinem Sohn Simon, Lastwagenmechaniker

und Landwirt, ist positiv: «Der Traktor ist dank Vorderachs-

und Kabinenfederung komfortabel und in der Bedienung

einfach». Positiv bewerten die beiden auch die hohe Zapfwellenleistung

mit der Drehzahlvorwahl und der Automatikfunktion, die in

Abhängigkeit der Hubhöhe die Zapfwelle zu- oder abschaltet sowie

die Anlaufoptimierung. «Imposant ist die Wendigkeit: Der 3-Zylinder-

Motor baut sehr kurz, was zusammen mit dem grossen Lenkeinschlag

von 52° einen kleinen Wendekreis ergibt».

Egger hat den Traktor mit nahezu allen verfügbaren Optionen

ausrüsten lassen, unter anderem mit einer Spurverstellung und einem

fünften Steuerventil, das ihm der Händler, der Umatec-Werkstätte in

Ins, einbaute. «Dies alles hatte aber zur Folge, dass das Zielgewicht

von 4t nicht ganz eingehalten werden konnte», resümiert Egger.

Als nachteilig empfindet er, dass werkseitig nicht mehr als vier und nur

mechanische Steuerventile zur Verfügung stehen. Auch sollte der

Traktor etwas höher (als 440/65R24 vorne und 540/65R34 hinten)

bereift werden können. «Die externe Bedienung von Hubwerk und

Zapfwelle ist zwar gut, doch komfortabel für das Handling von

Anbaugeräten wäre auch eine solche für ein Steuerventil», meint

Egger.

UFA-REVUE · 9 2010 25


KNOW-HOW

Gewinnen Sie jetzt diesen Subaru

Forester 2.0X AWD Advantage,

im Wert von Fr. 34'000.– und einen

von 100 Sofort-Preisen!

WETTBEWERB

CONCOURS

Beim grossen UFA-Revue Wettbewerb locken dieses Jahr sieben Mal 100 Sofort-Preise

und als Hauptgewinn im Jackpot ein Subaru Forester 2.0X AWD Advantage

2 x 5 Gang manuell «Dual Range», métallisé im Wert von Fr. 34 000.–.

Wenn Sie an jeder der insgesamt sieben Wettbewerbs möglichkeiten teil nehmen,

steigen Ihre Chancen auf den lukrativen Haupt gewinn, denn jede eingesandte Karte

hat die Chance auf den Jackpot.

www.subaru.ch

Pöttinger-Ladewagen –

Sicherheit im steilen Gelände

Leichtzügigkeit, Schlagkraft und Hangtauglichkeit kennzeichnen

das Ladewagen-Programm von Pöttinger. Steile Hänge, unebenes

Gelände und grosse Steigungen, das sind Einsatzverhältnisse,

die der Ladewagen-Weltmarktführer seit Jahrzehnten bestens

kennt. Mit «Boss» und «Euroboss» bietet Pöttinger attraktive

Produkte für den Klein- und Mittelbetrieb. Alle Modelle der Reihe

«Boss junior» und «Boss LT» werden als Tieflader, «Euroboss»

als Hoch- und Tieflader angeboten. Beim Tieflader ist durch die

Verlagerung des Schwerpunkts nach unten beste Hanglage garantiert:

Die Pöttinger-Kurzschnittladewagen von 17 bis 37 m 2

«kleben» förmlich am Hang und geben somit entsprechend Sicherheit

bei Arbeiten im steilen Gelände.

Beim Schneidwerk wird auf das bewährte System mit Einzelmessersicherung

gesetzt. Das Besondere bei Pöttinger: Ein mehrfach

ausgezeichnetes, seitlich ausschwenkbares Schneidwerk –

«Easy Move» für bequeme, einfache Wartung.

Mit der Komfortbedienung sind sämtliche

Ladewagenfunktionen steuerbar.

Beantworten Sie diese

Kreuzworträtsel-Fragen:

Der nebenstehende Text hilft Ihnen dabei.

1 Welcher Ladewagentyp wird als Hoch- und Tieflader angeboten?

2 Wie wird das ausschwenkbare Schneidwerk bei Pöttinger genannt?

3 Was zeichnet die Pöttinger Ladewagen aus?

4 Was ist bei Pöttinger bei Arbeiten am Hang das oberste Ziel?

2

1

3

4

Schreiben Sie das Lösungswort (dunkler Raster senkrecht) auf eine Postkarte und senden

Sie diese bis Ende Monat an UFA-Revue «Know-how Wettbewerb», Postfach,

8401 Winterthur oder senden Sie das Lösungswort via Internet über www.ufarevue.ch

Name, Adresse und Telefon-Nummer nicht vergessen!

Sofort gewinnen

Pöttinger AG

5413 Birmenstorf, 056 201 41 60

info@poettinger.ch, www.poettinger.ch

Noch diesen Monat verlosen wir folgende Preise:

1. Preis Werksbesuch bei Firma Pöttinger in Grieskirchen (A)

im Wert von Fr. 900.–

2. Preis Pöttinger InShop-Gutschein im Wert von Fr. 200.–

3. Preis Pöttinger InShop-Gutschein im Wert von Fr. 100.–

4. – 10. Preis Pöttinger Sporttasche

11. – 30. Preis Pöttinger Taschenrechner

31. – 100. Preis Je ein Pöttinger Cap

Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der fenaco-Gruppe sowie

der beteiligten Landtechnik-Firmen (siehe unten) sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wettbewerb wird ermöglicht durch: Agromont AG, Hünenberg; Bucher Landtechnik AG, Niederweningen; Case Steyr Center, Niederweningen; GVS-Agrar AG, Schaffhausen;

Matra, Zweigniederlassung Robert Aebi AG, Lyss; Serco-Landtechnik AG, Oberbipp; Althaus AG, Ersigen; Pöttinger AG, Birmenstorf; Lely Center, Hägendorf; Lely Schweiz, Düdingen.

26 9 2010 · UFA-REVUE


Schlagkraft für Schweizer Böden:

Bodenbearbeitungs- und Sätechnik von Pöttinger

Exklusiv bei ALTHAUS

Pflüge ✔ Kreiseleggen ✔ Sämaschinen ✔ Grubber ✔ Scheibeneggen ✔

Jetzt sofort profitieren!

5% EURO-Preisvorteil

auf Neumaschinen (inkl. Aktionen)!

Ausführliche Informationen über unser Produktsortiment

finden Sie auf www.althaus.ch

Oder rufen Sie uns einfach an. Wir sind für Sie da.

Althaus AG Ersigen Burgdorfstrasse 12, CH-3423 Ersigen

Tel. 034 448 80 00, Fax 034 448 80 01


«Schweizer Qualität für meine Hänge.»

z.B.: Der Transporter Aebi TP450

» Federungskomfort eines Offroaders

» Turbodiesel mit Partikelfilter, Motorleistung 98 PS



» Sperrbare hydraulische Verdrehdämpfung

Terratrac Aebi TT140/TT240

» Topmodernes Cockpit

» Bordcomputer mit grossem Bildschirm

» Federspeicherbremse

www.aebi-schmidt.com

Combicut Aebi CC56/CC66

Aebi & Co. AG Maschinenfabrik

Huwilstrasse 11, CH-6280 Hochdorf

Tel. +41 41 914 10 20, Fax +41 41 914 10 30

ch@aebi-schmidt.ch

CH032





UFA-REVUE · 9 2010 27


KNOW-HOW

PRAXISTEST

Technik mit Bewegung

PÖTTINGER «EUROCAT 316 F PLUS ALPHA-MOTION ED/275 H ED» Bei

Frontmähwerken ist die gute Bodenanpassung das wohl entscheidende Kriterium.

Mit dem Anbaubock «alpha-motion» gelang Pöttinger diesbezüglich ein guter

Wurf. Zusammen mit dem Heck-Trommelmähwerk «Eurocat 275 H ED» ergibt sich

eine schlagkräftige Kombination für nahezu alle Einsatzgebiete.

In der Regel werden Frontanbaugeräte

geschoben, bei Mähwerken

sind vor einigen Jahren Produkte

auf den Markt gekommen, die mit

einer gezogenen Aufhängung eine bessere

Bodenanpassung ermöglichen. Vor

fünf Jahren ging Pöttinger noch einen

Schritt weiter und läutete mit dem Anbaubock

«alpha-motion» quasi eine

neue Ära bei Frontmähwerken ein. Das

Mähwerk ist über zwei Lenker ziehend

aufgehängt, zudem kann sich der ganze

Tragrahmen in der Höhe anpassen, so

dass lokale Bodenunebenheiten von

+/– 25 cm ausgeglichen werden können.

Steckbrief

Frontmähwerk «Eurocat 316 F plus alpha-motion ED»

Arbeitsbreite: 3.05 m.

Anzahl Trommeln: 4, mit je 3 Messen.

Flächenleistung: 3.2 ha/h.

Gewicht: 1070 kg.

Anbau: Schnellkuppler, 1000er Zapfwelle.

Heckmähwerk «Eurocat 275 H ED»

Arbeitsbreite: 2.70 m.

Anzahl Trommeln: 4, mit je 3 Messen.

Flächenleistung: 2.7 ha/h.

Gewicht: 1040 kg.

Anbau: Kat. III, 1000er Zapfwelle (540er als Option).

Herstellerangaben

Schlagkräftige

Kombination mit

optimaler Boden -

anpassung: Pöttinger

Frontmähwerk

«Eurocat» mit «alphamotion»-Anbaubock

mit Heckmähwerk.

Funktionsweise Pöttinger bietet

die «alpha-motion»-Technologie bei

Scheiben- und Trommelmähwerken an.

Das Ankuppeln erfolgt am konventionellen

Gerätedreieck. Seitliche Begrenzungsketten

dienen dazu, das Hubwerk

auf einer bestimmten Höhe zu fixieren.

Im Anbaubock sind zwei gross dimensionierte

Federn integriert. Sie bewirken

eine gleichmässige Entlastung des Mähwerks

über einen grossen Arbeitsweg.

Zwei weitere Federn garantieren die

seitliche Stabilisierung. Zentrales Konstruktionselement

ist der «aktive» Tragrahmen.

Jede Bewegung des Mähwerks

steuert diesen Tragrahmen und bewirkt

28 9 2010 · UFA-REVUE


PRAXISTEST

KNOW-HOW

so einen «schwebenden» Schnitt. Fällt

das Gelände, so senkt sich der Tragrahmen

und umgekehrt, bei ansteigendem

Gelände, hebt sich dieser Rahmen wieder.

Das Ergebnis ist eine optimale Bodenanpassung

mit Schonung der Grasnarbe,

sauberem Futter und nicht

zuletzt auch einer geringeren Beanspruchung

der Fronthydraulik des Traktors.

Aufbereiter Pöttinger bietet das

Frontmähwerk «Eurocat 316 F plus alpha-motion»

auch mit einem Aufbereiter

mit V-förmigen, gehärteten Stahlzinken

an. Dieser Aufbereiter wurde

zusammen mit einem holländischen Institut

entwickelt. Der Aufbereiter «Extra

dry» lässt sowohl ein Breitstreuen als

auch ein Schwadformen zu. Der Antrieb

erfolgt direkt vom Balkenantrieb über

Keilriemen auf den Rotor auf der linken

Seite, was zusammen mit dem eigentlichen

Mähwerksantrieb auf der rechten

Seite eine gute Balance ergibt. Die Intensität

der Aufbereitung kann in drei

Stufen eingestellt werden. Wird der Aufbereiter

nicht benötigt, so kann er rasch

von einer Person mit einem kleinen

Fahrwerk (Option) ausgebaut werden.

Trommelmäher sind für einen verstopfungsfreien

Schnitt bekannt. Um

dies zu erreichen, nehmen viele Landwirte

das etwas höhere Gewicht gerne

in Kauf. Damit bei hohen Futtermassen

das Erntegut zügig durch das Mähwerk

befördert wird, weisen die inneren

Trommelkörper einen geringeren

Durchmesser auf. Zudem wird eine bessere

Schwadformung erreicht und das

Mähwerk lässt sich leichter ziehen.

In der «plus»-Ausführung gibt es eine

stufenlose Schnitthöhenverstellung, die

zentral für alle Trommeln vorgenommen

werden kann. Die Schnitthöhe lässt sich

zwischen 4 und 6.5 cm verstellen, bei

Verwendung von Hochschnitt-Tellern

resultiert eine zusätzliche Schnitthöhe

von 2cm. Da die dauergeschmierte Verstellachse

selbst nicht rotiert, drehen

auch die Gleitteller bei ausgehobenem

Mähwerk nicht mit. Für Mähwerke in

der Standardausführung gibt es Distanzringe,

die für verschiedene Schnitthöhen

eingesetzt werden können.

Beim Heckmähwerk «Eurocat

275 H ED» sorgen zwei Zugfedern für einen

gleichmässigen Auflagedruck über

die gesamte Mäheinheit. Durch Umstecken

eines Bolzens ist dieser Auflagedruck

in sechs Positionen ohne Werkzeug

einstellbar. Dank der mittigen

Aufhängung wird die Mäheinheit über

die gesamte Breite entlastet, Seitenzug

und Gleitwiderstand werden dadurch

Aktiver Tragrahmen

des Frontmähwerks

mit schneller

Federentlastung (r.).

reduziert. Zudem kann das Mähwerk in

einem Winkel von +/– 20° pendeln.

Beim Vorgewende braucht man das

Hubwerk nicht anzuheben, so dass sich

ein Nachjustieren nach dem Absenken

erübrigt. Angehoben wird lediglich der

Mähbalken über ein einfach wirkendes

Steuergerät. Bei der Anfahrsicherung

bietet Pöttinger eine mechanische Lösung

mit einem Tellerfederpaket und eine

hydraulische Variante als Option an.

Für den Transport gibt es grundsätzlich

drei Stellungen: Die seitliche, vertikale

Aushebung, die horizontale

Schwenkung nach hinten (für niedrige

Durchfahren) oder die Schwenkung

nach hinten mit anschliessender vertikaler

Anhebung, was zu einer maximaler

Vorderachsbelastung führt.

Blick auf den

integrierten Zinken -

aufbereiter mit

den V-förmigen

Stahlzinken (l.).

Autor Dr. Roman

Engeler, UFA-Revue,

8401 Winterthur

In loser Folge publiziert

die UFA-Revue unter

dem Titel «Praxistest»

Berichte über landwirtschaftliche

Maschinen.

Die Interviewpartner,

respektive Eigentümer

dieser Maschinen,

werden jeweils in

Zusammenarbeit mit

den entsprechenden

Herstellern oder

Importeuren ausgesucht.

www.poettinger.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Praxisstimme zur Mähkombination

Pöttinger «Eurocat 316 F plus alpha-motion ED/275 H ED»

Toni Frei bewirtschaftet in Zell (LU) einen

grösseren Milchviehbetrieb und ist als

Lohnunternehmer (vor allem Güllen,

Häckseln, etwas weniger auch im Segment

der Futterernte) aktiv. Pro Jahr mäht er

gegen 300 ha Grünland, den ersten Schnitt

jeweils als Silage, die folgenden Schnitte als

Dürrfutter.

Seit diesem Frühjahr ist er mit dem Front -

mähwerk «Eurocat 316 F plus alpha-motion

ED» und dem Heckmäher «Eurocat 275 H

ED» von Pöttinger unterwegs. Mit dieser

Anschaffung hat er zwei Frontmähwerke

ersetzt, die er häufig parallel einsetzte. Der

Grund für den Wechsel lag in erster Linie

beim Anbaubock «alpha-motion». «Dieser

Ansatz von Pöttinger für eine optimale

Bodenanpassung des Fronmähwerks hat

mich überzeugt«, fasst Frei seinen Kauf -

entscheid kurz zusammen. Hinzu kam, dass

Pöttinger dieses Gerät mit einem integrierten

Aufbereiter im Sortiment hat und somit

gemäss Frei über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal

verfügt. Die Variante Trom -

mel mäher hat Frei gewählt, weil er vor

allem im Herbst nicht selten mit schwierigen

Rahmenbedingungen konfrontiert ist

(Feuchte, Maushaufen). «Da arbeitet ein

Trommelmähwerk einfach sauberer», ist

Frei überzeugt, wohlwissend, dass halt auch

ein wenig mehr Leistung notwendig ist.

Als Standardtraktor für den Einsatz mit der

Mähkombination verwendet Toni Frei

einen Fendt «411 Vario» mit einer 28er

Bereifung vorne sowie Doppelbereifung

hinten und vorne. «Die maximale Leistung

von 115 PS reicht aus, ich kann mit rund

12.5 km/h fahren». Die gemachten

Erfahrungen auf rund 120 ha gemähter

Fläche sind positiv. «Meine Erwartungen

haben sich erfüllt». So habe sich die

Bodenanpassung bewährt, die Schnitthö-

henverstellung sei einfach und der Auf -

bereiter leiste eine gute Arbeit, indem das

Futter nicht zerschlagen, sondern scho -

nend geknickt werde. «Beim Silagefutter

verzich te ich auf den Kreiselzettwender

und spare mir so einen Arbeitsdurchgang».

Anfänglich, so Frei weiter, habe insbesondere

das Frontmähwerk etwas wuchtig und

schwer gewirkt. «Aber es täuscht, das

Gewicht hält sich in Grenzen und die Sicht

nach vorne ist dank der Neigung des

Anbaubocks gut».

Nichts auszusetzen hat Frei auch an der

Lieferung: «Die Maschine wurde gemäss

Schweizer Vorschriften mit Beleuchtung,

Warntafel und Spiegeln ausgerüstet». Einzig

beim Heckmähwerk ortet Toni Frei noch

Verbesserungspotenzial: «Eine hydropneumatische

Mähbalkenentlastung, vom

Traktor aus zu regulieren, wäre noch ein

echter Gewinn».

Landwirt und

Lohnunternehmer

Anton Frei.

UFA-REVUE · 9 2010 29


KNOW-HOW

NEUHEITEN

Serco Landtechnik mit neuem Firmenlogo

Lely lanciert «Walkway» Klauenpflegebad

Das Unternehmen Serco Landtechnik

AG entstand anfangs 2010 aus

der Fusion von Service Company AG

mit Landtechnik Zollikofen. Mit

dem neuen Firmenlogo ist dieser

Zusammenschluss nun auch visuell

vollzogen.

Das Unternehmen beschäftigt

nun über 40 Mitarbeitende. Die Resultate

der ersten Erntesaison lassen

die Serco Landtechnik AG positiv in

die Zukunft schauen, hat doch der

neu etablierte, nationale 24-h-Pikett-Dienst

reibungslos funktioniert.

Manche defekte Maschine

wurde über Nacht und an Sonntagen

wieder einsatzbereit gemacht

und ermöglichte so Lohnunternehmern

wie Landwirten die Fortsetzung

ihrer Arbeit. Das Markenportfolio

der Serco Landtechnik AG

umfasst neben dem Traktoren- und

Erntemaschinenprogramm von

Claas auch die Palette der Spezialis-

ten für Transport und Hofdüngerausbringung

Fliegl und Gilibert, die

Futtermischwagen von Trioliet, Hoflader

von Intrac, die Hydraulikkräne

von Lo-Ma und die Maispressen «LT

Master» von Göweil. Die Serco

Landtechnik AG legt hohen Wert

auf eine maximale Verfügbarkeit

und bietet optimale Dienstleistungen

an. Aus Oberbipp und den

Standorten der Händler in der ganzen

Schweiz werden die Kunden

kompetent betreut.

Serco Landtechnik AG

4538 Oberbipp

032 636 66 66

www.serco.ch

info@serco.ch

Ein Vergnügen für den Bauern – eine

wirksame Behandlung für die Kuh:

Dies soll mit dem Klauenpflegebad

«Walkway» von Lely erreicht werden.

Eine gute Klauengesundheit ist wichtig,

um ein optimales Besuchsverhalten

am Melkroboter zu gewährleisten.

Zur Verbesserung der

Klauengesundheit und

Minimierung von Klauenerkrankungen

empfiehlt

sich die regelmässige Anwendung

von Klauenbädern.

In den letzten Jahrzehnten

haben sich nur wenige

Entwicklungen in Bezug auf Design

und Funktionalität eines Klauenbades

durchgesetzt. Dennoch haben

diese Standardklauenbäder nach wie

vor zahlreiche Nachteile: schwierig in

der Anwendung, verschmutzte Bäder,

nicht umweltfreundlich und teuer

in der Wartung. Um diese Nachteile

zu beseitigen, hat Lely das

Klauenpflegebad auf den Markt gebracht.

Das Klauenpflegebad ist anwenderfreundlich,

es füllt sich automatisch

mit Wasser und Chemikalien

(zwei verschiedene Typen, in der

richtigen Konzentration) und verfügt

zudem über eine automatische Entleerungs-

und Reinigungsfunktion.

Ein wesentlicher

Vorteil eines ständigen

Klauenbads ist die Ruhe in

der Herde. Ein temporäres

Klauenbad hinter dem Roboter

verlangsamt den

Kuhverkehr. Mit dem Lely Walkway

sind ein minimaler Arbeitsaufwand,

keine schmutzigen Klauenbäder und

ein freier Durchgang garantiert. Traktionsmanagement.

Dairy Solution GmbH

4614 Hägendorf, 0848 11 33 77

suisse@ch.lelycenter.com

www.lely.com

Walliser Landwirte mit Agrar-Ladewagen

Neues Häcksler-Flaggschiff

Im Frühjahr 2010 hatten sich vier

Landwirte aus Visp und Turtmann,

die eine Betriebsgemeinschaft führen,

für den Kauf dreier Agrar-Elevator-Ladewagen

des Typs «Jumbo

452» entschieden. Die innovativen

Landwirte entschieden sich, gleich

drei identische Modelle zu kaufen,

um die weiten Transportdistanzen

zu bewältigen und so die Abfuhrleistung

hoch zu halten. Die drei Ladewagen

haben einen Inhalt von je

45 m 3 und sind mit einer boden-

schonenden grossen Bereifung und

einem gefederten Doppelachs-Aggregat

ausgerüstet. Weiters sind

zwei der Ladewagen mit 3, der dritte

mit 11 Messern ausgerüstet.

Auch die hydraulische Gitterrückwand

und der hydraulische Dürrfutteraufsatz

gehören zur Ausrüstung.

Die hydraulischen Funktionen werden

bequem über die elektrische

Komfortbedienung gesteuert.

Beim Kaufentscheid für die drei Ladewagen

standen die grosse Erfahrung

von Agrar in der Ladewagentechnik

sowie die Langlebigkeit

dieser Maschinen im Vordergrund.

Zudem zeichnen sich die Ladewagen

mit den Elevator-Ladesystemen

durch ihr futterschonendes Laden

und den geringen Leistungsbedarf

aus. Weiter überzeugte die bedienerfreundliche

Steuerung.

GVS Agrar AG, 8207 Schaffhausen

052 631 19 00

info@gvs-agrar.ch

www.gvs-agrar.ch

Das neue Flaggschiff von John Deere

bei den Feldhäckslern ist das

Modell «7950i» mit 812PS. Damit

stösst John Deere nicht nur in einen

neuen Leistungsbereich vor, es floss

gleichzeitig auch eine Reihe von

konstruktiven Änderungen in die

Maschine ein. Um diese Änderungen

und die Neuerungen an der

Häckseltrommel verwirklichen zu

können, wurde der Fahrwerksrahmen

verlängert und der Häcksler

mit einer stärkeren Hinterachse für

den Allradantrieb ausgerüstet.

Ebenso wurden neu entwickelte

Endantriebe eingesetzt, die Hubleistung

um 23% verbessert und

die Antriebe der Trommeln den Anforderungen

angepasst. Weiter

wurde das automatische Schnittlängengetriebe

den gesteigerten

Durchsätzen angepasst. Um bei

grossen Erntemengen alle Körner

zuverlässig anzuschlagen, verfügt

der Körnerprozessor über ein Vierfach-Powerband.

Die Auslegung

des Antriebsstrangs am «7950i»

verbessert die Kraftstoffeffizienz

der Maschine, so dass der Häcksler

lediglich 0.5 l Diesel pro geernteter

Tonne Mais verbraucht. Bei grossen

Erntegutmengen bietet sich das

«DuraLine»-Sortiment für den Erntegutkanal

an, das im Vergleich zu

Standardteilen über eine wesentlich

höhere Lebensdauer verfügt.

Durch die Kombination der «DuraDrum»-Häckseltrommel

und des

Schnittlängengetriebes erzielt der

Häcksler eine ausgezeichnete Silagequalität.

Matra, 3250 Lyss

032 387 28 28

info@matra.ch, www.matra.ch

30 9 2010 · UFA-REVUE


NEUHEITEN

KNOW-HOW

New Holland: Vorreiter für saubere Energien

New Holland versteht sich als

Marktführer in Sachen umweltfreundliche

Energie. Bereits 2006

leistete der Hersteller mit dem Einsatz

von Biodiesel Pionierarbeit.

Auch heute fokussiert das Unternehmen

seine Entwicklungstätigkeit

auf die fortschrittlichsten Technologien.

So entwickelte die Marke den

preisgekrönten «NH2»-Traktor, den

ersten Traktor mit Brennstoffzellen.

Im Jahr 2011 wird die Abgasnorm

Tier 4A für Motoren mit mehr als

174PS (130kW) für den mittelschweren

und schweren Betrieb

Gültigkeit erlangen. New Holland

will auch in diesem Fall beispielgebend

vorangehen und technisch anspruchsvolle

Lösungen anbieten,

um die Arbeit in der Landwirtschaft

einfacher, effizienter und umweltfreundlicher

gestalten zu können.

Die selektive katalytische Reduktion

(SCR) kommt bei Motoren über

100 PS zum Einsatz, während später

die CEGR-Technik für Motoren bis

100 PS eingesetzt wird.

Bucher Landtechnik AG

8166 Niederweningen

044 857 26 00

info@bucherlandtechnik.ch

www.bucherlandtechnik.ch

Saat und Pflege

Feldspritzen

Düngerstreuer

Einzelkornsaat

Säen mechanisch

Säen pneumatisch

ISOBUS

COMPATIBLE

Jetzt neu bei Agriott!

Agriott

3052 Zollikofen, Tel. 031 910 30 20, www.agriott.ch

Ein Geschäftsbereich der Ott Landmaschinen AG

Höchste Präzision und Arbeitskomfort. – Mit Kverneland sind Sie einfach gut bedient!

Wollen Sie MEHR für weniger?

Profitieren Sie von den attraktiven John Deere Frühbestellkonditionen

Höhere Durchsatzleistung, höhere Produktivität… die John Deere Mähdrescher für die nächste Erntesaison

bieten einfach MEHR – und zwar von allem. Dank unseren Frühbestellkonditionen (bis 30. November 2010)

bekommen Sie jetzt MEHR für weniger!

Mit unseren vier verschiedenen Dreschsystemen und den John Deere i-Lösungen können wir Ihnen den

passenden Mähdrescher für Ihren Betrieb zusammenstellen und anbieten.

Unsere technischen Verkaufsberater zeigen Ihnen gerne die John Deere Produktpalette!

Dominique Gobet (Verkaufsberater Grosserntemaschinen) Tel. 079 590 92 61

Urs Hofmann (Mittelland) Tel. 079 414 16 33

Andreas Rutsch (Nordwestschweiz) Tel. 079 607 33 77

Urs Lötscher (Zentralschweiz) Tel. 079 415 42 83

Hans Seliner (Ostschweiz) Tel. 079 600 55 64

www.JohnDeere.ch

Matra

3250 Lyss, Industriering 19, Tel. 032 387 28 28 l 1400 Yverdon, Le Bey, Tel. 024 445 21 30 l 6517 Arbedo, Via Cerinasca 6, Tel. 091 820 11 20 l 7302 Landquart, Weststr. 5, Tel. 081 300 05 80


KNOW-HOW

PRAXISTEST

Sinnvolle Kombination

REFORM «METRAC G5 X» Erstmals wurde der «Metrac G5 X» im Herbst 2009

auf der Hausaustellung von Agromont präsentiert. Mit neuem Motor und einem an die

grösseren Modelle angelehnten Design rundet der «Metrac G5 X» die neue

«X»-Serie der geschalteten Zweiachsmäher von Reform nach unten ab. So wird Neues

und Bewährtes sinnvoll kombiniert.

Steckbrief

Im letzten Jahr brachte Reform im

Segment der Zweiachsmäher die

neu motorisierte und deswegen

auch neu konzipierte Baureihe

«Metrac X» mit zwei geschalteten Modellen

(«Metrac G6 X» und «Metrac

G7 X») sowie mit zwei hydrostatisch angetriebenen

Typen («Metrac H6 X» und

«Metrac H7 X») auf den Markt. Auf die

aktuelle Verkaufssaison wurde diese Serie

nach unten mit dem «Metrac G5 X»

und «Metrac H5 X» abgerundet. Der

«Metrac G5 X» bedient sich bei vielen

Komponenten aus dem Baukasten der

anderen «Metrac X»-Modellen, beispielsweise

bei den Achsen, die nun eine

Belastung mit 1800 kg erlauben.

Reform «Metrac G5 X»

Motor: 4-Zylinder, Vier-Takt Turbo-Dieselmotor Kubota, 2434 ccm,

59 PS (43.3 kW, EG 97/68), maximales Drehmoment von 165 Nm bei

1800 Umin.

Getriebe: Gruppen-Wende-Getriebe mit je 8 Vor- und Rückwärtsgängen

(4 Kriechgänge optional).

Zapfwelle: Lastschaltbare Motorzapfwelle, vorne 540 Umin, hinten 540

oder 750 Umin.

Antrieb: Allradantrieb, Vorderrad-Antrieb abschaltbar, handbetätigte

Differenzialsperren vorne und hinten.

Lenkung: Hydrostatische Allradlenkung «Load-Sensing», umschaltbar

auf Front-, Heck- und Hundeganglenkung.

Hydraulik: Pumpe 29.7 l/min, maximal 10 Steckkupplungen vorne und

8 hinten.

Hubkraft: 1300 kg (vorne), 1200 kg (hinten, optional).

Masse: Radstand: 1950 mm, Aussenbreite: 2000 mm bei Normbereifung.

Länge mit Hubwerk: 3520 mm, Höhe: 20 850 mm, Wendekreis:

3550 mm (mit Allradlenkung), Leergewicht: 1870 kg, Gesamtgewicht:

3000 kg.

Angaben des Herstellers

Motor Angetrieben wird der «Metrac

G5 X» von einem 59 PS starken Turbo-Diesel-Motor

aus dem Hause Kubota

mit einem Drehmoment von 165 Nm

(nach EG 97/68, Bruttoleistung am Motor

gemessen, ohne Lüfter). Dieser Motor

mit 2434 ccm Hubraum erfüllt die

Emissionsvorschriften der Stufe 3a und

weist gegenüber dem Vorgängermodell

«G5» eine imposante Leistungssteigerung

auf (14 PS mehr Leistung, 19 Nm

höheres Drehmoment).

Getriebe Das synchronisierte

Schalt- und Wendegetriebe gibt es nach

wie vor in zwei Varianten: Einerseits als

Zwei-Gruppen-Getriebe mit Leichtschaltung

und 8 Vorwärts- sowie 8

Rückwärtsgängen (Serienausstattung),

anderseits ist auch ein Drei-Gruppen-

Getriebe (Kriechgang-Ausführung) verfügbar,

dann kommen je 4 Vorwärtsund

Rückwärtsgänge hinzu. Die maximale

Geschwindigkeit liegt bei

29.5 km/h (mit 33-Zoll-Bereifung), die

Mindestgeschwindigkeit beträgt bei

gleicher Bereifung 2.4 km/h (mit Kriechgang-Gruppe

bei 1.12 km/h).

Die Sicherheit ist bei den Zweiachsmähern,

die in der Schichtenlinie

Hangneigungen bis 60 % und in der Falllinie

bis 65 % (bei hydraulischer Geräteentlastung

gar bis 70 %) bewältigen

sollten, ein überaus wichtiges Thema.

Tiefgelegener Schwerpunkt und grosse

Fläche, die von den vier Rädern aufgespannt

wird, sind die entsprechenden

Kriterien. Der Radstand beträgt

1950 mm, die Fahrzeugbreite misst

2000 mm, bei Doppelbereifung liegt

dieser Wert bei 2300 mm. Aufgrund der

neu gestalteten Kabine ist die Höhe um

einige Zentimeter auf 2080 mm gewachsen.

32 9 2010 · UFA-REVUE


PRAXISTEST

KNOW-HOW

Lenkung Der «Metrac G5 X» kann

entweder über einen Hinterrad- oder

Allradantrieb betrieben werden. Die

Vorderachse wird mechanisch über eine

Klauenkupplung zu- oder weggeschaltet.

Beide Achsen sind mit einer vorwählbaren,

von Hand zu betätigender

Differentialsperre ausgerüstet.

Eine hydrostatische Allradlenkung

mit «Load-Sensing» gehört zum Serienumfang.

Es sind die für Reform typischen

vier verschiedene Lenkungsarten

möglich: Front-, Heck-, Allrad- und

Hundeganglenkung. Über den Multifunktionshebel

kann die Lenkungsart

während der Fahrt vorgewählt werden.

Die Umschaltung erfolgt automatisch,

sobald die Nullstellung bei der Lenkbewegung

erreicht wird.

Blick in die

Kabine mit der

logischen

Anordnung der

Bedienelemente

am seitlichen

Bedienpult.

Die Hubwerke können auch von extern bedient werden, im Heck sind bis acht

Hydraulik-Anschlüsse möglich (links), während es vorne bis zehn sind (rechts).

tragen 1300 kg (vorne) und 1200 kg

(hinten). Bei der elektrohydraulischen

Geräteentlastung, die auch für das optionale

Heckhubwerk möglich ist, wird

der gewünschte Wert per Knopfdruck

eingestellt und das System lädt automatisch

nach. Für den Transport von

schweren, im Dreipunkt angebauten

Lasten, steht sowohl für das Front- als

auch für das Heckhubwerk eine Schwingungsdämpfung

zur Verfügung. So können

harte Schläge abgefedert und die

Maschine geschont werden. Die Hydraulikpumpe

fördert das Öl in

29.7 l/min mit einem Druck von 195 bar.

Maximal stehen zehn Steckkupplungen

vorne und acht im Heckbereich zur Verfügung.

Die lastschaltbare Frontzapfwelle

läuft mit 540 Umin. Im Heck gibt es eine

elektro-hydraulisch schaltbare Zapfwelle

mit automatischer Anlaufsteuerung

und einer Geschwindigkeit von

540 oder 750 Umin.

Praxisstimme zum Reform «Metrac G5 X»

Hubwerk und Hydraulik Die

Hubwerke des «Metrax G5 X» stammen

vom «G6 X». Vorne wird ein Drehwinkel-Hubwerk

mit elektrohydraulischer

Geräteentlastung und integriertem Seitenverschub

verbaut. Die Hubkräfte be-

«Metrac G5 X»:

Neuer Motor

und neues

Design, gepaart

mit bewährter

Technik für steile

Passagen.

Autor Dr. Roman

Engeler, UFA-Revue,

8401 Winterthur

In loser Folge publiziert

die UFA-Revue unter

dem Titel «Praxistest»

Berichte über landwirtschaftliche

Maschinen.

Die Interviewpartner,

respektive Eigentümer

dieser Maschinen,

werden jeweils in

Zusammenarbeit mit

den entsprechenden

Herstellern oder

Importeuren ausgesucht.

www.agromont.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Franz Hediger bewirtschaftet in Küssnacht

(SZ) einen Bio-Betrieb mit Milchwirtschaft

und Futterbau. Der Betrieb auf rund 600 m

ü.M. liegt an der Nord-West-Flanke der

Rigi und ist der Bergzone I zugeordnet.

Naturgemäss gibt es dort viele Steilflächen

zu bewirtschaften, was von den Menschen

einigen Mut und von den Maschinen eine

überdurchschnittliche Hangtauglichkeit

erfordert.

Diese Hangtauglichkeit war es denn auch,

die Hediger zum Eintausch seines «Metrac

3004» und zum Kauf des neuen «Metrac

G5 X» veranlasst hat, den er seit Mitte Juni

2010 vor allem bei der Futterernte

(Scheibenmähwerk, Kreiselzwettwender)

und zur Gülleausbringung einsetzt. Zwar

musste er sich mit der neu gestalteten

Bedienung zuerst etwas anfreunden,

letztlich ist diese mit den vielfältigen

Funktionen auf dem Joystick doch

wesentlich komfortabler als

beim Vorgängermodell und

bietet mehr Funktionen. «Im

Gelände macht die neue

Maschine eine ausgezeichnete

Figur», betont Hediger.

Trotzdem ist eine Zusatzbereifung

vorne und hinten in

den meisten Fällen nach wie

vor nötig.

Dank den beweglichen

Scheinwerfern könne auch

bei Dunkelheit die Sicht je

nach Arbeitsgerät optimiert

werden. Die schwingungsgedämpfte,

seitlich offene Kabine mit Dach, getönter

Frontscheibe und Seitenfenster rechts –

Hediger verzichtete auf eine geschlossene

Kabine – trage zusammen mit dem ruhigen

Fahrverhalten zu einem echten Komfort -

gewinn bei.

Die Schaltung der Gänge erfolge leicht und

die optionale Aussenbedienung der

Hubwerke erspare beim Geräteanbau

manchen Gang zurück in die Kabine. Auch

der Seitenverschub beim Fronthubwerk

erleichtere vieles. Allerdings, so Hediger,

wäre es wünschenswert, wenn das

seitliche, rechte Fenster geöffnet werden

könnte und der Pendelweg der Vorderachse

etwas grösser wäre. Zudem sei der

Einfüllstutzen des Dieseltanks etwas

ungünstig platziert.

«Es sind allerdings nur Details, welche die

Ingenieure vielleicht bei einem Update der

Maschine verbessern

können», meint Hediger.

Aufgrund einer Einsatzdauer

von rund 100 Stunden fällt

das Gesamtfazit von Franz

Hediger bis jetzt sonst

nämlich durchwegs positiv

aus. Er hofft, den «Metrac

G5 X» in den nächsten 15

bis 20 Jahre auf seinem

Betrieb einsetzen zu

können.

Franz Hediger.

UFA-REVUE · 9 2010 33


Hohe Erträge und Rentabilität

erzeuge ich nur mit Qualität.

KUHN, das

ist meine Stärke!

0799-GC-EU-CH-DE – Foto: D. Rousselot

Im Ackerbau sind Sie ständigen Veränderungen ausgesetzt.

Standortfaktoren, schwankende Erzeugerpreise, Termindruck

und die Wahl der richtigen Produktionstechnik sind immer

wieder miteinander in Einklang zu bringen. Da ist es wichtig, dass

Sie sich bei Ihren Maschinen auf einen Ackerbauspezialisten

verlassen können. Ob in der Bodenbearbeitung, der Sätechnik,

im Pflanzenschutz oder beim Häckseln und Mulchen –

KUHN bietet Ihnen innovative Lösungen, Zuverlässigkeit und

Wirtschaftlichkeit. Dabei spielt es keine Rolle, welche Produkte

Sie erzeugen, auf welchen Böden Sie arbeiten und wie groß

Ihr Betrieb ist. Wenn es Sie interessiert, wie die Produkte und

Dienstleistungen von KUHN Ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken

können, wenden Sie sich bitte an Ihren KUHN-Vertriebspartner

oder an:

KUHN Center Schweiz, 8166 Niederweningen

Telefon +41 44 857 28 00 • Fax +41 44 857 28 08

www.kuhncenterschweiz.ch

Pflanzenbau I Tierhaltung I Landschaftspflege

be strong, be KUHN

34 9 2010 · UFA-REVUE


KURZMELDUNGEN

PFLANZENBAU

Bio-Apfelsorten und Lagerfäuleanfälligkeit

In der Bio-Produktion von Äpfeln

ist die Gloeosporium-Lentizellenfäule

die häufigste Ursache für Lagerfäulnis.

Sie tritt bei Bio-Äpfeln

oft bereits nach wenigen Monaten

im Kühllager und auch bei der Lagerung

unter kontrollierter Atmosphäre

auf. Der Grund für die höhere

Anfälligkeit von Bio-Früchten im

Vergleich zu integriert oder konventionell

produziertem Obst liegt

daran, dass die Abschlussspritzungen

im Bio-Anbau während der Lagerung

nicht gegen Lagerfäulen

wirken. Weil die Bio-Produktion

Gen-Gegner zerstören

Rebstöcke

Französische Umweltschützer haben

genveränderte Rebstöcke des nationalen

Instituts für landwirtschaftliche

Forschung (INRA) in Colmar zerstört.

Bei der Aktion haben 60 militante

Naturschützer 70 Weinreben eines

Forschungsprojekts aus dem Boden

gerissen. Der Schaden wird auf eine

Million Euro beziffert. Erforscht wird

in dem Institut die so genannte Reisigkrankheit,

die durch ein Virus

übertragen wird und den Rebstock

vernichtet. Nach Ansicht der Umweltschützer

wird mit öffentlichen

Geldern eine überflüssige Forschung

finanziert, da die Reisigkrankheit in

Europa kaum auftrete.

Schwache Ernte in Europa

erwartet

In der EU wird bei der Apfel- und

Birnenernte mit schwachen Erträgen

gerechnet. Bei der Apfelernte

wird mit einem Ertrag von 9.8 Millionen

Tonnen gerechnet, was die

zweitniedrigste Ernte seit 15 Jahren

bedeuten würde, wie Fruchthandel

Newsnet schreibt. Im Vorjahr waren

in der EU noch 11 Millionen Tonnen

Äpfel geerntet worden. Bei den Birnen

wird gar die schwächste Ernte

seit 20 Jahren prognostiziert. Aufgrund

der tiefen Erträge werden im

Handel Spitzenpreise erwartet.

Grund für die schwache Ernte sind

die ungünstigen Witterungsbedingungen

im Frühjahr.

Anbau von gentechnisch

veränderten Zuckerrüben

Ein Bundesgericht in San Francisco

hat den Anbau von gentechnisch

veränderten Zuckerrüben des Biotechkonzerns

Monsanto verboten.

Monsanto kostet das Verbot in den

nächsten zwei Jahren rund zwei Milliarden

Dollar. Das Anbauverbot gilt

nur für Neupflanzungen. Bisher angebaute

Pflanzen dürfen weiter genutzt

werden. Bundesrichter Jeffrey

White begründete das Verbot damit,

dass das Landwirtschaftsministerium

die Folgen für die Umwelt

bei der Bewilligung nur ungenügend

berücksichtigt habe.

Globaler Weizenbedarf

übertrifft Angebot

Entgegen ursprünglicher Erwartungen

zeichnet sich in dieser Saison

weltweit ein deutliches Defizit bei

Weizen ab. Das US-Landwirtschaftsministerium

(USDA) schätzt die Angebotslücke

in seinem gerade veröffentlichten

Bericht auf gut 19

Millionen Tonnen. Trotz der massiven

Ernteeinbussen ist eine Nahrungsmittelkrise

wie zuletzt 2007/08

unwahrscheinlich, da die Bestände

von Äpfeln wirtschaftlich interessant

ist, braucht es eine Lösung für

dieses Problem. An der

Forschungs anstalt ACW (Agroscope

Chan gins-Wädenswil) werden

seit 2008 Lagertests mit ausgewählten

Apfelsorten durchgeführt.

Ziel ist es, die Anfälligkeit der Äpfel

für die Lentizellenfäule zu prüfen

und Gegenmassnahmen abzuklären.

Eine effiziente Massnahme ist

das Verfahren der Heiss-Wasserbehandlung

vor der Lagerung. Der

Befall bei Topaz konnte erheblich

reduziert werden. Für anfällige Sorten

ist die Erforschung geeigneter

Verfahren zur Minimierung von Lagerverlusten

essentiell. Das Beispiel

Ariane zeigt, dass auch mit der Sortenwahl

eine Reduzierung von Lentizellenfäule-Befall

zu erreichen ist.

recht umfangreich sind. Sicher ist jedoch,

dass die niedrigeren Ernten in

den Schwarzmeerländern die globalen

Warenströme durcheinander

wirbeln werden. Unter Berücksichtigung

des Weizen-Exportstopps

senkte das USDA seine Ausfuhrprognose

für Russland auf drei Millionen

Tonnen. In der Saison 2008/09 zählte

Russland mit Exporten in Höhe

von 18 Millionen Tonnen – zusammen

mit den USA und Kanada – noch

zu den wichtigsten Lieferanten am

Weltmarkt. Die EU dürfte ihre Weizenausfuhren

– trotz niedrigerer Ernten

– auf 24 Millionen Tonnen ausdehnen

und damit ihren Marktanteil

auf 19 Prozent erhöhen.

Eine neue Unterlage

Im Zwetschgen-Unterlagenversuch

auf dem Steinobstzentrum Breitenhof

werden neue Unterlagen auf ihre

Anbaueignung hin geprüft. Die Unterlage

Wavit zeichnet sich durch

einheitlichen Wuch aus, früh einsetzende

und gute Erträge, das Fehlen

von Wurzelausläufern und ihre Robustheit

gegenüber dem verbreiteten

bakteriellen Zwetschgensterben.

Steigen Angebot

und Nachfrage

Die Ausweitung des weltweiten

Maisanbaus um etwa ein Prozent

sowie günstige Vegetationsbedingungen

könnten zu einer Rekordernte

führen. Das US-Landwirtschaftsministeriums

(USDA) sagt

eine Produktionsmenge von

835.8 Mio. t voraus. Damit würde

das Vorjahresergebnis um 27 Mio.t

übertroffen. Gleichzeitig wäre es

die höchste, bisher erreichte Erntemenge.

Für Mexiko rechnet man

mit einer Steigerung um 2.7 Mio. t

auf 24 Mio. t. In China werden

demnach 11 Mio. t mehr Mais geerntet.

Die dortige Erzeugung

steigt auf 166 Mio. t an. Der Internationale

Getreiderat (IGC)

schätzt die klimatischen Bedingungen

vermutlich anders ein, denn er

kommt in seiner Voraussage der

weltweiten Maiserzeugung auf

822 Mio.t und liegt damit um

14Mio.t unter der Einschätzung

des USDA. Schätzungen gehen

von einem deutlich steigenden

Maisverbrauch aus. Das USDA

rechnet mit einer Steigerung um

19 Mio.t. auf 832 Mio.t. Der IGC

bleibt auch in diesem Punkt vorsichtiger

und geht von einem

Wachstum um 14 Mio.t auf 826

Mio. t aus. Ausschlaggebend ist

ein stärkerer Verbrauch im Futtersektor

vor allem in Asien und Südamerika

sowie in der Industrie. Allein

in der amerikanischen

Bioethanolindustrie werden demnach

119.4 Mio. t Mais benötigt.

Das sind vier Millionen Tonnen

mehr als im Vorjahr.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 9 2010 35


PFLANZENBAU

Schwarze Holunderblüten

10 JAHRE ERFAHRUNG: EINE BILANZ Anfang 2000 wurde auf Initiative des

Hauses Ricola mit dem Anbau von Schwarzem Holunder in Berg zonen begonnen, um

die biologische Produktion von getrockneten Blüten zu gewährleisten. Seit 10 Jahren

ist die Gruppe Heil- und Gewürzpflanzen der Forschungsanstalt Agroscope Changins-

Wädenswil (ACW) für die agrarwissenschaftliche Begleitung zuständig.

Catherine

Baroffio

Claude-Alain

Carron

Die österreichische

Sorte «Haschberg»

wurde aufgrund ihres

Ertrags und der

Blütendoldengrösse

gewählt.

Der Strauch mit seinen gegenständigen,

unpaarig gefiederten

Blättern stammt aus der Familie der

Caprifoliaceae und ist in Europa und

Kleinasien weit verbreitet. Das schnell

wachsende Gehölz erreicht eine Höhe

von 6 bis 10 m.

Um den Holunder ranken sich zahlreiche

Legenden: So gilt er in der Tradition

als Glücksbringer und soll in jeder Blüte

eine Fee beherbergen. Die keltischen

Druiden konnten mit Hilfe ihrer aus Holunderholz

geschnitzten Flöten mit ihren

Toten sprechen. Bei den alten Griechen

waren die Holunderbeeren die Nahrung

ihrer Götter, die nordischen Völker

brachten den Holunderstrauch mit dem

Gott Thunar in Verbindung und einer

christlichen Legende zufolge soll Judas

sich an einem Holunderbaum erhängt

haben.

Die Verwendung des Strauches lässt

sich bis ins Neolithikum zurückverfolgen.

Seine therapeutische Wirkung war

in der Antike bereits Hippokrates, Dioskorid,

Plinius dem Älteren und Galen bekannt.

Heute finden Blüten, Früchte,

Rinde und Blätter des Holunders vielfältige

Verwendung in der Medizin und

Ethnobotanik. Die Früchte sind reich an

Antioxidantien und Vitaminen und werden

vor allem von der Industrie zur Herstellung

von Sirup, Saft, Konfitüren und

Extrakten gesucht. Holunderblüten enthalten

ätherische Öle, Flavonoide,

Hydroxy zimt säure-Derivate, Triterpene,

Pflanzenschleim und Gerbstoffe (Teuscher

& Anton, 2003). Traditionellerweise

werden sie zur Herstellung von Sirup,

Wein und Limonaden verwendet. Ihre

therapeutische Wirkung ist vielfältig

(schleimlösend, fiebersenkend, schweiss -

treibend, entzündungshemmend usw.)

zudem haben sie als Teeaufguss eine

schweisstreibende Wirkung (diaphoretisch)

bei Erkältungen und Grippe. Weiter

verfügt die Rinde über abführende

Eigenschaften.

Anbau In Bezug auf Heil- und Gewürzpflanzen

eignet sich Holunder für

die extensive Produktion auf Flächen

mit Fruchtwechsel oder solchen, die

schwierig zu unterhalten sind. Nach vorgängigen

Versuchen von ACW in Arbaz

(VS) und Bruson (VS) wurde die österreichische

Sorte «Haschberg» gewählt,

da diese grosse Blüten (Ø >20 cm) und

ausgezeichnete Erträge liefert.

Holunderbäume bevorzugen humusreiche,

eher kalkhaltige, gut durchlässige

und fruchtbare Böden der kollinen

Stufe. Sie sind für subatlantisches Klima

geeignet, weshalb sie grosse Temperaturschwankungen

und späten Frost nur

schlecht vertragen. Die Pflanzung erfolgt

von März bis April oder Oktober

bis November mit einer Pflanzendichte

von 500–800 Pflanzen/ha. In niederschlagsarmen

Zonen wird die Produktion

mit Bewässerung verbessert.

Düngungsnormen: Für einen mittleren

Ertrag von 0,6 t getrockneter Holunderblütendolden

pro Hektare wurde folgende

Düngungsnorm festgelegt: N: 60;

P 2 O 5 : 20; K 2 O: 60 und Mg: 10 (Carlen

et al. 2003).

Bodenpflege: Es wurden verschiedene

Varianten zur Bodenpflege unter den

Bäumen getestet: Abdecken mit einer

Kokosfaserschicht, nackter Boden (bearbeitet),

Allelopathie mit einer Aussaat

von Dach-Trespen (Bromus tectorum)

sowie das Ausmähen. Eine Wiese, die

drei bis viermal jährlich gemäht wird,

36 9 2010 · UFA REVUE


PFLANZENBAU

hat sich als einfachste und wirtschaftlichste

Bodenpflege für diese Kultur erwiesen

(Carron et al. 2007).

Ertrag, Lebensdauer und Trocknung:

Die Ernte erfolgt von Hand und

wird das erste Mal nach zwei bis drei

Jahren nach der Pflanzung durchgeführt.

Je nach Höhenlage und Wetterbedingungen

sind von Ende Mai bis Juli jedes

Jahr fünf bis sieben Erntedurchgänge

notwendig, um ein Maximum an Blüten

pflücken zu können. Die Untersuchung

der Erträge an den beiden Pilotstandorten

zeigte, dass ein Ertrag von >1kg getrockneter

Blüten pro Baum langfristig

möglich ist. Die Lebensdauer der Kultur

ist noch nicht genau bekannt, aber in jedem

Fall höher als 15 Jahre. Die Trocknung

erfolgt während 2–3 Tagen bei einer

Temperatur von 35– 40°C. Die

warme Luft wird über eine 20 bis 30 cm

dicke Blütenschicht gepumpt. Der Gewichtsverlust

bei der Trocknung ist beträchtlich

(±85%). Die Ernte von Hand

ist arbeitskraftintensiv; ein guter Pflücker

bzw. eine gute Pflückerin schafft

1.5kg getrocknete Blüten pro Stunde.

Kulturpflege und Schnitt: Um die

Ernte und die Bodenpflege (Mähen) zu

ermöglichen, ist ein Strauch mit einer

Kronenhöhe von 80 bis 100 cm empfehlenswert.

Mit diesem System kann

eine Niedrigstammkultur unterhalten

werden. Bei der Ernte können die weichen

Zweige problemlos vom Boden aus

herunter gebogen werden.

Der Schnitt erfolgt Ende Winter vor

dem Laubaustrieb. Das Hauptprinzip

besteht darin, diejenigen Äste zu beseitigen,

die Blüten getragen haben, und

nur junge Triebe aus dem Vorjahr zu behalten,

damit die Bildung von Doldenblüten

mit einem grossen Durchmesser

begünstigt wird. Im ersten Jahr wird der

Schössling auf der Höhe der gewünschten

Krone geschnitten, wobei die beiden

oberen Stufenstände stehen gelassen

werden, während die anderen am

Stamm geschnitten werden. Im zweiten

Jahr müssen 4–5 schöne Zweige behalten

werden, im dritten und vierten Jahr

etwa zehn, je nachdem, wie kräftig der

Strauch ist. In den Folgejahren können

20 bis 25 Triebe stehen gelassen werden.

Der Schnitt erfolgt mit der Gartenschere,

meist aber mit dem Fuchsschwanz

oder – insbesondere bei

älteren Bäumen – mit der Motorsäge.

15 bis 25 Zweige des Vorjahres

werden in voller Länge beibehalten.

Vermehrung Die einfachste Vermehrungsart

für Holunder erfolgt mit

Holzstecklingen. Es können Zweige verwendet

werden, die im März wegen ihrer

Grösse geschnitten wurden. Geeignet

sind junge, gerade Zweige mit

einem Durchmesser unten von

1.5–2 cm und einer Länge von

1–1.20m. Der Schnitt muss sauber sein

und sollte ca. 0.5 cm unterhalb einer

Knospe erfolgen. Die Stecklinge werden

zu einem Drittel ihrer Länge entweder

in Sandboden, in ein Gefäss mit Gartenerde

zur Vermehrung von Stecklingen

oder in Sägemehl eingesteckt. Sie werden

draussen an den Schatten und kühl

gestellt, um der Verdunstung vorzubeugen,

und müssen regelmässig gegossen

werden. Die Bewurzelung erfolgt nach

1 bis 2 Monaten. Der Steckling kann

ausgelaubt werden, wobei die oberen

Knospen ausgespart werden, von denen

man die Blüten ernten kann. Im Herbst

des gleichen Jahres oder im Folgejahr

kann man ihn pflanzen. Die Vermehrung

mit Grünstecklingen im Frühling wurde

ebenfalls untersucht. Der Vorteil dabei

ist eine sehr hohe Vermehrungsrate,

doch erfordert diese Technik mehr gärtnerisches

Geschick und eine längere

Aufzuchtsperiode (2–3 Jahre), bis die

Sträucher genügend entwickelt sind

und gepflanzt werden können.

Die besonders in Kanada verbreitete

In-vitro-Vermehrung (Brassard & al.,

2004) ist möglich, aber sehr kostspielig.

Zudem hat sie die gleichen Nachteile

wie die Technik mit den Grünstecklingen.

Diese Methode kann zur Gesundung

von Sorten mit Virosebefall in Betracht

gezogen werden.

Es ist ebenfalls eine Aussaht im Frühling

mit vernalisiertem Saatgut möglich,

doch wird dies wenig praktiziert, da diese

Population heterogen ist.

Schwarze Holunderblattlaus Aphis

sambuci L. ist gegenwärtig einer der

häufigsten Schädlinge des Schwarzen

Holunders (Sambucus nigra) in der

Schweiz. Es wurde eine Methode zur

Schätzung des Befalls entwickelt, indem

die vorhandenen Läuse an den 5 Enddolden

(50 Äste pro Hektare) bestimmt

wurden. Bei der Bekämpfung zeigte sich,

dass die aktiven Wirkstoffe Azadirachtin

A und Pyrethrine/Sesamöl, die im biologischen

Landbau zugelassen sind, je

nach Einsatz zu 85 bis 100% wirken. Die

erste Bekämpfung muss unverzüglich

nach dem ersten Befall an den Blütendolden

erfolgen. Mit einer visuellen

Kontrolle zwei Wochen nach dem Einsatz

des Mittels kann dessen Wirkung

abgeschätzt und entschieden werden,

ob eine zweite Behandlung notwendig

ist. Im Allgemeinen wirkt ein einmaliger

Einsatz von Azadirachtin A bei Beginn eines

Läusebefalls. Hingegen ist bei der

Verwendung von Pyrethrine/Sesamöl

nach zwei Wochen

eine weitere Behandlung

nötig, um einen

Neues Nachschlagewerk

für die

Kräuterpraxis

Der Anbau von Heil- und

Gewürzkräutern stellt in der

Schweiz eine Nische dar. Dennoch zeigen die

aktuellen Entwicklungen: Schweizer Kräuter –

richtig produziert und vermarktet – sind

gefragt! Die neuen Datenblätter Heil- und

Gewürzkräuter bieten dazu das notwendige Fachwissen.

Die Datenblätter Heil- und Gewürzkräuter werden von der landwirtschaftlichen

Beratungszentrale AGRIDEA zusammen mit der ArGe

Bergkräuter, der Forschungsanstalt Agroscope, dem Bonbonhersteller

Ricola und weiteren Partnern herausgegeben. Die komplett über -

arbeiteten Datenblätter tragen den laufenden Entwicklungen im

Kräuteranbau Rechnung und präsentieren in übersichtlicher Form die

aktuelle Situation. In insgesamt acht Kapiteln wird unter anderem auf

die Marktstruktur, die Produktionsverfahren, die Verarbeitung und die

Lagerung eingegangen. In einem separaten Kapitel sind steckbriefartig

eine Auswahl der bedeutendsten Arten beschrieben. Zahlreiche Bilder

und Illustrationen runden diesen rund 150 Seiten umfassenden Ordner

ab.

Bestellung und weitere Informationen zum Kräuteranbau im Internet

unter Agridea, Eschikon 28, 8315 Lindau, 052 354 97 00,

Fax 052 354 97 97. Preis Einzelexemplar Fr. 60.– (exkl. Versand), Abo,

jährlich, Preis je nach Umfang.

UFA REVUE · 9 2010 37


PFLANZENBAU

Grafik: Getrockneter Blütenertrag (g/Baum) von

zwei Holunderparzellen im Wallis

getrocknete Blüten (g/Baum)

2000

1800

1600

Arbaz

1400

1200

1000

800

Bruson

600

400

200

0

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

Ertrag aus zwei Parzellen im Wallis (Arbaz und Bruson)

genügend hohen Wirkungsgrad zu erzielen.

Es ist anzunehmen, dass die Holunderblattlaus

im biologischen Anbau

auch langfristig kontrolliert werden

kann (Baroffio, 2009).

Blattläuse speichern Sambunigrine,

ein Gift, das in den Blättern enthalten

ist, was sie auf natürliche Weise vor

Feinden schützt, darunter dem siebenpunktigen

Marienkäfer. Dagegen verträgt

der zweipunktige Marienkäfer das

Sambunigrine und ist ein oft beobachteter

Feind der Läuse in den Kulturen.

Der Druck des Schädlings ist aber häufig

höher, als dass die natürliche Bekämpfung

genügen würde. Vor kurzem beobachtete

man den asiatischen Marienkäfer

(Harmonia axyridis) am Holunder,

ohne dass sich ein deutliches Räuber-

Beute-Verhalten feststellen liess.

Schädlinge und Krankheiten Es

wurden zahlreiche Insekten, die auf

dem Holunder gefunden wurden, beschrieben

(Didier, 2008), doch verursachen

momentan nur wenige wirtschaftliche

Schäden. Die Kulturen in der

Schweiz weisen auch häufig Symptome

der Eriophydae – Gallmilben (Epitrimerus

trilobus) – auf. Bei diesem Milbenbefall

sind die Blätter gekraust und haben

rote Ränder. Der Schädling

verursacht wirtschaftlich jedoch nur

ganz begrenzt Schäden.

Anlass zu Beunruhigung gibt der

Thielaviopsis basicola, ein neuer Krankheitserreger,

den die Forscher von ACW

am Holunder auf drei Parzellen in der

Deutschschweiz nachgewiesen haben.

Die von diesem Bodenpilz verursachten

Schäden äussern sich durch das Verwelken

von Trieben, eine frühzeitige Gelbfärbung

der Blätter, ein schwaches

Wachstum der neuen Triebe und einen

schlechten Laubaustrieb im Frühjahr.

Eine kluge Wahl der Anbaufläche hilft

womöglich die Ausbreitung des Krankheitserregers

zu verhindern. Desgleichen

sollten zu schwere und feuchte Böden

gemieden werden und durch

regelmässiges Ausmähen die Konkurrenz

durch die Gräser, die vermutlich einen

Risikofaktor darstellen, begrenzt

werden.


Autoren Catherine Baroffio und

Claude-Alain Carron, Gruppe Heil- und

Gewürzpflanzen, Agroscope Changins-

Wädenswil ACW, Centre de recherche

Conthey, 1964 Conthey

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

SCHNELLER!

Alle

Herbizide unter

www.omya-agro.ch

Schnelles beladen durch stabilen Ladearm

Bei vollautomatischer Steuerung (Option)

reicht ein Tastendruck, um den Ladeund

Wickelvorgang zu starten. Ein

Gegengewicht gewährleistet das korrekte

Ausbalancieren beim Laden eines Ballens

und ermöglicht es, den Ladearm mit einem

zusätzlichen Ballen zu beladen.



TRUMP®

Die beste Wahl im Herbst

Topwirkung gegen Gräser und Unkräuter

Flexibler Einsatz im Vor- und Nachauflauf

Sehr gut verträglich in Gerste, Roggen, Triticale, Weizen und Korn

Registriertes Warenzeichen

Gefahren- und Sicherheitshinweise auf den Packungen beachten

38 9 2010 · UFA REVUE


NEW HOLLAND T7000 AC

Traktor des Jahres 2010

NEU! Multifunktionshebel

und SideWinder II Bedienarmlehne

Alles unter Kontrolle

Perfekte Ergonomie

Funktion oder Bedienvorgänge

nach Wunsch

Einmalig bedienungsfreundlich

Eine Kombination vom Besten,

was Technik bieten kann

Tolle Fahrt voraus

Der Traktor des Jahres 2010: Einsteigen, Schlüssel drehen, Fahrtrichtung

wählen und es geht los. Serienmässig mit dem hochentwickelten, stufenlosen Auto

Command-Getriebe ausgestattet, wählt der T7000 AC im Feld und auf der Strasse

sowohl Motordrehzahl wie Übersetzung (mit drei Tempomat-Einstellungen und

Geschwindigkeitsbereichen). Der Fahrer steuert die Maschine dank

«Active Stop Start» ausschliesslich per Fahrpedal. Das Getriebe bringt

den Traktor stufenlos zum Stillstand, sobald der Fuss vom Gaspedal geht und hält ihn

selbst an einer starken Steigung, ohne dass der Fahrer dabei auf die Bremse treten muss.

Einzigartig, diese glänzend blaue Perle!

Partnerschaft,

die Mehrwert

schafft.

24

24 Stunden NEW HOLLAND

Original-Ersatzteilservice

Bucher Landtechnik AG 8166 Niederweningen Telefon 044 857 26 00 bucher_landtechnik@bucherguyer.ch


PFLANZENBAU

Genaue Kalkulation ist wichtig

WIRTSCHAFTLICHER MAISANBAU Auf rund einem Fünftel der offenen Acker -

fläche wird in der Schweiz Mais angebaut. Flächenmässig ist der Mais nach dem

Getreide die am zweithäufigsten angebaute Ackerkultur. Wie sieht es aber mit der

Wirtschaftlichkeit von Mais aus?

Stefan

Hadorn

Der Mais gehört im Ackerbau zu

den extensiven Kulturen. Neben

fruchtfolgetechnischen Überlegungen

wird aber nur Mais angebaut,

wenn er mindestens so viel Geld abwirft,

wie eine mögliche Ersatzkultur. In

der Regel wird die Frage lauten: Unter

welchen Bedingungen lässt sich mit

Mais derselbe Gewinn wie mit dem

Weizenanbau erzielen?

Weizenpreis als Orientierungshilfe

In der Tat liegen die vergleichbaren

Deckungsbeiträge von Winterweizen

und Körnermais nahe bei sammen. Bekanntlich

gibt es aber innerhalb einer

Kultur grosse Unterschiede zwischen den

einzelnen Produzenten.

Tabelle 1: Maispreis vom Weizenpreis abgeleitet

Position Einheit Winterweizen Körnermais

(intenso)

Flächenertrag dt FS/ha 75 108

(85.5 % TS) (86 % TS)

Weizenpreis Fr./dt 45

Leistung Fr./dt 3375

Saatgut Fr./ha 229 268

Dünger Fr./ha 316 303

Pflanzenschutz Fr./ha 277 228

Hagelversicherung Fr./ha 74 134

Trocknung Fr./ha 78 949

Annahme Reinigung Fr./ha 213 320

div. Beiträge Fr./ha 54

Lohnarbeiten/ Fr./ha 450 640

Maschinenmiete

variable Maschinenkosten Fr./ha 443 301

Summe Kosten Fr./ha 2134 3143

Deckungsbeitrag Fr./ha 1241 1241*

Gleichgewichtsdeckungs- Fr./ha 4384**

beitrag Körnermais

Gleichgewichtspreis je dt Fr./dt 40.6

* zur Kontrolle

** Kosten Körnermais + Deckungsbeitrag Weizen

Quelle: Agridea Deckungsbeiträge 2009 / Hadorn, Inforama Seeland

Im Beispiel aus Tabelle 1 ergibt sich bei

den getroffenen Annahmen ein Winterweizendeckungsbeitrag

(Gewinn) von Fr.

1241.–/ha. Ihm liegt ein Weizenertrag

von 75dt/ha zugrunde.

Beim Körnermais wurde ein Ertrag

von 108dt/ha (14% TS) berücksichtigt.

Die Gesamtkosten liegen beim Körnermais

bei Fr. 3143.–/ha. Daraus ergibt

sich eine rechnerische Leistungsuntergrenze

von Fr. 4384.–/ha um den gleichen

Deckungsbeitrag wie beim Winterweizen

zu erzielen (Fr. 3143.–/ha

+Fr. 1241.–/ha). Oder anders ausgedrückt,

müsste der Körnermais zu einem

Preis von Fr. 40.60/dt verkauft werden,

um die gleiche Wirtschaftlichkeit wie

Winterweizen aufzuweisen.

Im Jahr 2009 erhielt der Körnermaisproduzent

im Schnitt Fr. 36.50/dt Körnermais.

Soll der Preisunterschied mit

einer höheren Erntemenge ausgeglichen

werden, müssten ca. 120dt/ha

Körnermais bei gleich bleibenden Kosten

wie in unserem Beispiel geerntet

werden.

Auf rund einem

Fünftel der offenen

Ackerfläche wird in

der Schweiz Mais

angebaut

Maistagung 2010

Am 15. September führt das Inforama

am Standort Rütti einen Maistag durch.

An diesem Anlass erhalten Sie

umfassende Informationen zu Themen

wie: Anbauverfahren, Pflanzenschutz,

Fusarienproblematik, Maissorten, Saat,

Düngung, Konservierung, Erntetechnik

und Wirtschaftlichkeit.

Weitere Informationen finden Sie

unter www.inforama.ch unter Agenda/

Termine.

Eine Auswertung bei Körnermaisproduzenten

hat ergeben, dass sich die Besten

durch folgende Punkte vom Durchschnitt

unterscheiden:

• Höhere Flächenerträge.

• Tiefere Düngerkosten (der Einsatz

von Hofdünger erschwert den Vergleich).

• Im Verhältnis zum Ertrag tiefe Trocknungskosten!

40 9 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Klasse statt Masse Mit einem

Kostenanteil von rund einem Drittel haben

die Trocknungskosten einen entscheidenden

Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit

von Körnermais. So muss gemäss

einer Beispielsrechnung Körnermais mit

einer Feuchtigkeit von 38 Prozent gegenüber

Körnermais mit einer Feuchtigkeit

von 28 Prozent einen Mehrertrag

von rund 33dt/ha aufweisen, um den

gleichen Nettoerlös zu erzielen. Eine

rechtzeitige Saat und eine dem Standort

angepasste Maissorte, spielen für eine

wirtschaftliche Körnermaisproduktion

eine entscheidende Rolle.

Silomais im Vergleich zu Körnermais

Als Alternative zur Körnermaisproduktion

bietet sich die Möglichkeit,

Silomais stehend ab Feld zu verkaufen.

Im Vergleich zu Körnermais muss

man folgendes berücksichtigen:

• Bei Gras als Vorkultur ist im Frühjahr

vor der Silomaissaat eine Schnittnutzung

möglich.

• Silomais führt dem Boden keine

Nährstoffe zurück.

• Silomais verursacht keine zusätzlichen

Trocknungs-, Annahme- und

Erntekosten.

• Silomais weist eine kürzere Kulturzeit

auf. Folgekulturen können früher gesät

werden.

Unter den beschriebenen Bedingungen

(Tabelle 2) müsste eine Hektar Silomais

mit einem Ertrag von 600dt (28%TS) zu

einem Preis von Fr. 3.90/dt oder pauschal

zu Fr. 2351.–/ha verkauft werden.

Soll der gleiche Deckungsbeitrag wie

beim Weizen erzielt werden, müsste eine

Hektar Silomais pauschal zu Fr.

2790.–/ha oder zu Fr. 4.65/dt (600dt

bei 28% TS) verkauft werden.

Aus aktuellem Anlass Gut erinnern

wir uns noch an den trockenen Juli.

Besonders im westlichen Teil der

Schweiz bewässerte manch ein Landwirt

seinen Mais, um diesen «am Leben» zu

erhalten. Da schmerzen Bewässerungskosten

besonders stark bei einem bereits

tiefen Deckungsbeitrag (Tabelle 3).

Ob ein Betrieb nun bewässern kann

oder nicht, beide Strategien wirken sich

bei Trockenheit negativ auf den Gewinn

aus. Erhält die Pflanze während der Blütenbildung

zu wenig Wasser, sinkt ihr

Ertragspotential stark. Wird die Pflanze

Tabelle 2: Silomais im Vergleich zu Körnermais

Position Einheit Körnermais Silomais

stehend ab Feld

Ertrag dt FS/ha 108 600

TS Ertrag dt TS/ha (93) (168)

Körnermaispreis Fr./dt 36.5

Erlös Fr./ha 3942 2351

Nährstoffrückführung Fr./ha 403

Maisstroh*

Leistung Fr./ha 4345 2351

Trocknungs- + Fr./ha 1269

Annahmekosten

Erntekosten Fr./ha 500

Erntenachteil Fruchtfolge** Fr./ha 225

Kosten Fr./ha 1994 0

Leistungs-Kosten-Differenz Fr./ha 2351 2351

Gleichgewichtspreis Fr./dt 3.90

Silomais FS

* 77 kg N; 26 kg P 2 O 5 ; 183 kg K 2 O

** 5 kg/a Minderertrag Winterweizen (Fr. 45.–/dt); nicht berücksichtigt

ev. zusätzlicher Saatgutbedarf, höherer Treibstoffbedarf

Quelle: Agridea Deckungsbeiträge 2009 / Hadorn, Inforama Seeland

Tabelle 3: Bewässerungskosten

Parzellengrösse:

1 ha

Wassergabe:

30 mm (300 m 3 /ha)

Pumpenleistung: 50 m 3 /h

Kosten:

Bewässerungsrolle pro Auszug: Fr. 100.–

Dieselmotor (6 h à 50 m 3 à Fr. 30.–/h): Fr. 180.–

Arbeit, Transport, Zubringerleitung Fr. 100.–

Bewässerungskosten pro ha Fr. 380.–

Bewässerungskosten pro m 3 Fr. 1.27/m 3

bewässert, verursacht dies nicht zu unterschätzende

Kosten. Aus diesem

Grund gilt: wenn die Möglichkeit besteht,

bei sehr trockenen Verhältnissen

zu bewässern, darf der ideale Zeitpunkt

nicht verpasst werden.

Wir halten fest Bei optimalen Produktionsbedingungen

ist der Mais

durchaus mit Getreide konkurrenzfähig.

Mit einer frühen Saat und einer standortgerechten

Sorte lässt sich der Ertrag

maximieren und die Trocknungskosten

beim Körnermais minimieren. Hofdünger

lassen sich ideal im Mais einsetzen.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten

ist es wichtiger denn je, dass sich jeder

Betriebsleiter umfassend über die Rentabilität

der einzelnen Betriebszweige

ins Bild setzt. Dies kann er nur, wenn er

die einzelnen Kostenpositionen den Betriebszweigen

zuordnet. Mit einer

Buchführung auf Stufe Deckungsbeitrag

lassen sich erste wichtige Informationen

gewinnen. Eine detaillierte Kostenaufschlüsselung

ist jedoch nur mit einer

Vollkostenrechnung möglich.

Autor Stefan Hadorn,

Lehrer und Berater

in Betriebswirtschaft,

Inforama Seeland,

3232 Ins

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 41


PFLANZENBAU

Silikate verbessern Hofdünger

DIABASSTEINMEHL VERBESSERT die Pflanzen- und Bodenverträglichkeit der

Gülle, steigert die Bodenfruchtbarkeit und die Gesundheit der Tiere. Durch die

optimier te Nutzung des Hofdüngers kann Mineraldünger eingespart und die Umwelt

durch weniger Ammoniakemissionen geschont werden.

Kurt

Gugger

Michael

Hodel

Diabassteinmehl ist ein reines Naturprodukt

vulkanischen Ursprungs.

Das feinst vermahlene Mehl (Mahlfeinheit:

95% unter 0.09mm), wird

bei der Herstellung zusätzlich mit

Milchsäurebakterien besprüht, welche

die natürliche Hofdüngermikrobiologie

in der Grube unterstützen.

Einzigartig ist die Verbindung zwischen

Silizium und Kalzium im Vulkangestein

die durch die enorme Hitze vor

langer Zeit miteinander verschmolzen

wurden. Die sogenannte Kieselsäure hat

wertvolle Eigenschaften.

Nutzen von Kieselsäure Kieselsäure

ist stark quellfähig und kann leicht

verschiedene Verbindungen eingehen.

Tabelle: Gehalt von «Bio-Lit»

Kieselsäure SiO 2 46.63 %

Kalium K 2 O 0.92%

Kalzium CaO 7.32 %

Magnesium Mg 6.46 %

Natrium Na 3.53 %

Spuren von Phosphor, Mangan, Bor, Molybdän, Zink, Kupfer und

weiteren Elementen.

Im Boden trägt sie zur Stabilisierung des

Krümelgefüges durch Verkittung von

Tonteilchen bei. Da es dieselben Bindungsstellen

wie Phosphat belegt, kann

es bereits an Bodenteilchen gebundenes

Phosphat wieder freisetzen, oder eine

schnelle Festlegung von gedüngtem

Phosphat verhindern. Es handelt sich

hier aber um reine Austauschvorgänge,

so dass weder gedüngtes Rohphosphat

zusätzlich aufgeschlossen, noch die

Phosphatdüngung dauerhaft eingespart

werden kann.

Die Pflanzen nutzen Kieselsäure

hauptsächlich zur Gewebestabilisierung

und Krankheitsabwehr. Untersuchungen

haben gezeigt, dass sie die aufgenommene

Kieselsäure genau an den

Stellen anlagern, wo eine Pilzinfektion

des Gewebes erfolgte. Höhere Kieselsäuregehalte

erschweren Pilzen das Eindringen

in die Zellen. Insbesondere das

Wachstum von Mehltau ist auf siliziumreicheren

Pflanzen stark gehemmt.

Ammoniakverluste verhindern

«Bio-Lit» Steinmehle haben durch die

feine Vermahlung eine hohe Oberfläche

(2500m 2 /kg), die Ammoniak und damit

auch den Geruch der Gülle bindet. Dadurch

werden die gasförmigen Verluste

reduziert. Weil auch die Fliessfähigkeit

der Gülle auf der Pflanze besser ist, gibt

es weniger Ammoniakverbrennungen

an der Pflanze selber.

Dies ist besonders wichtig, wenn eher

dicke Gülle oder höhere Gaben ausgebracht

werden und die Gefahr von Verbrennungen

steigt. «Bio-Lit» Steinmehl

reduziert beispielsweise die Ammoniakemissionen

um nicht weniger als 27 %

(Prüfbericht Austrian Research Centre,

2007, Messdauer 28h). Dank der Feinstvermahlung

werden die Gesteinsteile in

der Gülle elektrostatisch angelagert und

Vom Camion wird das

«Bio-Lit» direkt in den

Gülle-Silo geblasen.

In Ton und Bild

Wie die Anwendung von

«Bio-Lit» funktioniert,

zeigt ein Video unter

www.ufarevue.ch. Am

Beispiel des Betriebs von

Ruth und Ueli Zumbrunn

wird im Film dargestellt,

wie das Steinmehl vom

Camion in den Güllesilo

geblasen und die so aufgewertete

Gülle dann später

auf dem Feld mit einem

Schleppschlauch-Verteiler

ausgebracht wird.

Videofilm zu diesem Artikel

www.ufarevue.ch

42 9 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Praxisstimme zur Anwendung von «Bio-Lit»

Ruth und Ueli Zumbrunn bewirtschaften in Unterbach BE einen Milchwirtschaftsbetrieb

mit Viehzucht (RH und SF). Zusammen mit einem polnischen Angestellten, melken sie

mit den 50 Kühen 288 000 kg Milch/ Jahr. Die 30 ha bewirtschaften sie auf 578 m ü. M.

(Zone 1) mit Mais, Kunstwiese und Naturwiese

rund um den Militärflughafen Meiringen.

Zusätzlich halten sie Pensionspferde auf ihrem

Betrieb.

Ideale Voraussetzungen für

gesunde und milchproduktive

Kühe: Silizium reiches Futter.

UFA-Revue: Wie ist der Ablauf von der Bestellung

bis zur Ausbringung?

Ruth und Ueli Zumbrunn: Unser Landor-Vertreter

hat mich auf «Bio-Lit» Steinmehl aufmerksam

gemacht. Bei der LANDI konnte ich meine

Bestellung aufgeben. Kurze Zeit später fuhr der Camion vor und blies das Steinmehl in

die Gülle ein. Nach einer Wartezeit von rund einem Monat (Aktivierung der Mikroorganismen)

konnte ich die Gülle ganz normal ausbringen.

sinken nicht auf den Boden der Güllegrube.

Richtig einsetzen Steinmehle sind

keine Wundermittel. Wichtig ist der

richtige Einsatz. Damit Steinmehle wirken

können, müssen sie bis zirka einen

Monat vor dem Gülleaustrag in die Gülle

eingeblasen werden. Die Gülle muss

anschliessend während einer Woche

täglich eine Stunde gerührt werden.

Wird Steinmehl zu knapp vor dem Austrag

eingeblasen, ist seine Wirkung

nicht vollständig. Dies gilt besonders bei

«Bio-Lit» Steinmehl, weil die natürlichen

Abbauprozesse durch die aufgesprühten

Mikroorganismen entsprechend

Zeit brauchen.

Wird der Geruch merkbar gebunden?

Ja, ich besitze zwei Güllelöcher, im grossen habe ich das Steinmehl eingesetzt im kleinen

nicht. Es ist ein klarer Unterschied zu erkennen.

Was ist in Ihren Augen der grösste Vorteil von «Bio-Lit» Steinmehl?

Es ist sehr arbeitsextensiv, ich muss dem Lieferanten nur beim Einblassen kurz helfen,

das Ausbringen und alle anderen Arbeiten mit der Gülle bleiben gleich. Gut sichtbar

wird der Unterschied beim Ausbringen der Gülle, sie ist viel homogener und perlt von

den Pflanzenblättern ab.

Was sind die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf?

Die Zufahrt zum Gülleloch muss für den Camion frei sein. Eine gut gerührte Gülle

erleichtert das Einblasen stark. Damit sich das Steinmehl ideal mit der Gülle verbinden

kann, braucht es genügend organische Substanz in der Gülle.

Stimmen Aufwand und Ertrag überein?

Ich bin überzeugt, dass sich meine Investitionen langfristig lohnen werden, in Form von

gesunden Kulturen und damit bestmöglichen Voraussetzungen für eine wirtschaftliche

Milchproduktion.

Fazit Durch Einsparung von Mineraldüngern

lohnt es sich auch aus wirtschaftlicher

Sicht, das Beste aus der Gülle

zu machen. Steinmehle wie «Bio-Lit»

vermindern einerseits gasförmige Verluste,

ohne dass die Gülle verdünnt werden

muss und fördern anderseits die mikrobiellen

Zersetzungsprozesse. Weiter

wird die Gülle fliessfähiger, was Verbrennungen

an den Pflanzenbeständen

verhindert und die Versorgung der

Pflanze wird mit wichtigen Nährstoffen

wie Silizium ergänzt. Durch das qualitativ

bessere Futter ist auch im Stall der

Nutzen sichtbar.


Autoren Kurt Gugger

(Berater) und Michael

Hodel (Praktikant),

Landor, 4127 Birsfelden

Mehr Informationen

über die Gratis Infoline

0800 80 99 60

www.landor.ch,

info@landor.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

VOR 1.10

Jetzt die

günstigsten

Stickstoffpreise

Vorbezug

Stickstoffdünger

für die pflanzengerechte Düngung

Gratis-Beratung

0800 80 99 60

0800 LANDOR

LANDOR, fenaco Genossenschaft

Auhafen, 4127 Birsfelden

Telefon 061 377 70 70

Fax 061 377 70 77

E-Mail info@landor.ch

Internet landor.ch

Die gute Wahl

der Schweizer Bauern


PFLANZENBAU

Aussaat der Nachfrage anpassen

WINTERGETREIDE-SAAT 2010 In der Sortenwahl spielen die agronomischen

Eigenschaften eine wichtige Rolle. Im Interesse guter Absatzmöglichkeiten von

Schweizer Brotgetreide sind aber auch die Vorgaben der Vermarkter und Verarbeiter

zur backtechnischen (inneren) Qualität einer Sorte zu berücksichtigen.

Andreas

Wyss

Der Nachfrage

entsprechend

produzieren bedeutet

auch, sich gegen

eine zunehmende

Importkonkurrenz

zu schützen.

Die Sortentypen beim Weizen und

bei der Gerste haben sich durch

Züchtung und Anpassung an den

Standort entwickelt. Wir unterscheiden

beim Weizen vier verschiedene Sortentypen,

bei der Gerste mehr- oder

zweizeilige Sorten. Entscheidend sind

dabei die Ertragsfaktoren Zielbestand

(Ähren/m 2 , Kornzahl/Ähre und das TKG

(Tausendkorngewicht).

Winterweizen

Topweizen (Klasse Top)

Runal · Bestandesdichter Typ. Referenzsorte

betreffend Qualität in der Klasse

Top. Mittlere Ertragsleistung und Krankheitsresistenz

aber gute Standfestigkeit.

CH Claro · Kompensations-Typ. Frühreife

Sorte mit guter Ertragsleistung, sehr guter

Standfestigkeit und mittleren Krankheitsresistenzen.

CH Nara · Bestandesdichter Typ. Neue

mittelfrühe Sorte mit guter Ertragsleistung.

Niedrigwachsend mit mittlerer bis

guter Krankheitsresistenz.

Siala · Bestandesdichter Typ. Frühreife

Sorte mit gutem Ertragspotenzial. Kurze

Pflanze mit sehr guter Standfestigkeit.

Mittlere Krankheitsresistenzen.

Titlis · Bestandesdichter Typ. Mittlere Ertragsleistung,

gute Krankheitstoleranz

und gute Standfestigkeit. Stressanfällig

gegen Trockenheit. Mittlere bis schlechte

Bestockung. Gute Resistenz gegen

Fusarien (Mykotoxine).

Qualitätsweizen (Klasse 1)

Arina · Kompensations-Typ. Referenzsorte

betreffend Qualität in der Klasse 1.

Bewährte Sorte, welche in allen Lagen

gute Erträge und Qualität bringt. Mittlere

Standfestigkeit, Braunrost anfällig.

Sehr gute Resistenz gegen Fusarien.

Forel · Kompensations-Typ. Mittelfrühe

Sorte mit guten Erträgen bei mittleren

Krankheitsresistenzen.

Zinal · Kompensations-Typ. Frühreife

Sorte mit guter Ertragsleistung, gute

Standfestigkeit und gute Braunrostresistenz,

neigt zu Mehltauanfälligkeit.

Standardweizen (Klasse 2 und 3)

Levis · Einzelährenertrags-Typ. Referenzsorte

betreffend Qualität in der Klasse 2.

Standfeste Sorte mit hoher Ertragsleistung

und guter Krankheitsresistenz. Achtung:

Sehr hohe Anfälligkeit auf Fusarien.

Galaxie · Bestandesdichter Typ. Sehr frühe,

standfeste Sorte, bringt im intensiven

Anbau sehr gute und stabile Erträge.

Gewisse Anfälligkeit auf Braunrost

und Septoria tritici.

Ludwig · Einzelährenertrags-Typ. Sehr

hohe Ertragleistung, gute Standfestigkeit

und gute Resistenzeigenschaften.

Bei früher Saat sehr hohe Bestockung,

bei später Saat schlechte Bestockung.

Impression · Bestandesdichter Typ. Mittelspäte

Sorte mit hohem Ertragspotenzial.

Mittlere Standfestigkeit und mittlere

Krankheitsresistenzen.

Biskuitweizen

nur im Vertragsanbau

Manhattan · Korndichte-Typ. Biskuit -

sorte mit hoher Ertragsleistung, sehr guter

Standfestigkeit und guter Krankheitsresistenz.

Futterweizen

Mulan · Kompensations-Typ. Mittelfrühe

Sorte mit hoher Ertragsleistung, sehr

guter Standfestigkeit und mittlerer bis

guter Krankheitsresistenz.

Tapidor · Einzelährenertrags-Typ. Sehr

frühreife Sorte mit ausgezeichneter Ertragsleistung,

guter Standfestigkeit aber

mittlerer Krankheitsresistenz. Achtung:

Sehr hohe Anfälligkeit auf Fusarien.

Winnetou · Kompensations-Typ. Mittelspäte

Sorte mit sehr hoher Ertragsleistung,

mittlerer Standfestigkeit und mittlerer

Krankheitsresistenz.

Rustic · Kompensations-Typ. Neue, frühreife

Sorte mit sehr guter Ertragsleistung

und guter Krankheitsresistenz. Saatgut

beschränkt verfügbar.

Wintergerste

T = Tolerant bzw. resistent gegen Gelbmosaik-Virus,

A = Anfällig auf Gelbmosaik-Virus.

PMI = PUFA MUFA Index = Gesamtwert

einfach- und mehrfach ungesättigten

Fettsäuren in g/MJ VES (VES: verdauliche

Energie Schwein).

mehrzeilige Sorten

Franziska · (T) Im Ertrag ein sicherer

Wert, mittleres Hektolitergewicht. Gute

Standfestigkeit, gute Resistenz gegen

Mehltau und Netzflecken, mittlere Resistenz

gegen Blattflecken. PMI tief,

mittel.

Fridericus · (T) mittelfrühe Sorte mit

sehr hohem Ertragspotenzial. Gute

Standfestigkeit und gute Krankheitsresistenz,

mittleres Hektolitergewicht,

mässige Druscheignung. PMI mittelhoch.

Landi · (T) Sicherer Wert in allen Anbaulagen.

Erhöhtes Hektolitergewicht und

mittlere Standfestigkeit. Stark anfällig

auf Gelbverzwergungsvirus. PMI tief.

Plaisant · (A) Überzeugt immer wieder

durch das hohe Hektolitergewicht. Hat

aber mittlere bis schwache Resistenzeigenschaften.

PMI tief.

44 9 2010 · UFA-REVUE


30. NOV.

2. DEZ.

BORDEAUX

2010

wer ernten will

muss säen

Verlangen Sie die Liste der Getreidesorten

für die Ernte 2011 beim Agrarhandel

oder direkt bei:

BEREICH WEINBAU-

UND KELLERTECHNIK:

ALLES, WAS MAN SEHEN

UND WISSEN MUSS

Von der Ernteausrüstung über die Weinkellerausrüstung, Produkte

zur Weinbehandlung, Dienstleistungen, bis hin zur Verpackung –

mehr als 1000 internationale Aussteller präsentieren das Beste

aus ihrem Angebot.

Z-Saatgut Suisse

Rte de Portalban 40, 1567 Delley

Tel. 026 677 90 20 www.swisssem.ch

Grosses Kino auf

ufarevue.ch













Die neusten

Online-Filme für die

Landwirtschaft auf

ufarevue.ch





Das Programm für

moderne Pflanzenernährung

AGROline AG, 4051 Basel

Telefon 061 270 95 50 · www.agroline.ch

BEREICH OBST

UND GEMÜSE:

VOLLSTÄNDIGES

ANGEBOT UND

INNOVATIONEN

Vom Anbau bis zur Verpackung – profitieren Sie vom

vollständigsten Angebot an Ausrüstungen im Bereich Obst

und Gemüse und den aktuellsten Innovationen und

verbessern Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Firma.

FOKUS AUF NEUE IDEEN

UND INNOVATIONEN

Nehmen Sie im Ideenforum an

Diskussionen, Konferenzen,

runden Tischen… teil. Tauschen

Sie Erfahrungen und Meinungen

aus. Lernen Sie von den besten

Leuten der Branche. Entdecken

Sie mithilfe von Workshops und

Foren die neuartigsten Lösungen:

Vinitech Sifel stellt die Lösungen der

Zukunft in den Vordergrund, mit den TROPHÉES DE L’INNOVATION

[Innovationspreise] werden die herausragendsten Leistungen

ausgezeichnet.

A WORLD OF CHANGES

IN A CHANGING WORLD

MESSEGELÄNDE BORDEAUX-LAC

www.vinitech-sifel.com

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Promosalons Suisse

UFA-REVUE · 9 2010 Tél 032 365 55 80 - Fax 032 365 55 82 - switzerland@promosalons.com 45

- RCS Paris B 337 934 483 - Crédit photo : Getty Images — L.Stinus, P. Grenet - Tonnellerie Saury - P. Robin - 18399


PFLANZENBAU

Zweizeilige Sorten

Die Versuche der letzten Jahre haben

gezeigt, dass die neuen zweizeiligen

Sorten im Ertragspotential deutlich zugelegt

haben. Ebenfalls im Hektolitergewicht

sind sie mit den mehrzeiligen Sorten

absolut vergleichbar.

Caravan · (T) Mittelspäte Sorte mit gutem

Ertragspotential, erhöhtes Hektolitergewicht

und gute Krankheitsresistenzen.

PMI mittel.

Eufora · (A) Neue, mittelspäte Sorte mit

guten agronomischen Eigenschaften.

PMI tief

Wintertriticale

Bedretto · Frühreife Sorte bei hoher Ertragsleistung,

sehr guter Krankheitsresistenz

und guter Standfestigkeit. Mittleres

Hektolitergewicht.

Cosinus · Neue, mittelfrühe Sorte mit

hohem Ertragspotenzial und guter bis

sehr guter Krankheitsresistenz, aber

mittlerer Stand- und Winterfestigkeit.

Dorena · Mittelfrühe Sorte mit gutem Ertrag

und hohem Hektolitergewicht.

Leichte Anfälligkeit auf Spelzenbräune.

Prader · Robuste Sorte, mittlere Ertragsleistung.

Gute Standfestigkeit und mittleres

Hektolitergewicht.

Triamant · Sehr hohe Ertragsleistung bei

mittlerem Hektolitergewicht. Triamant

ist bezüglich Mutterkorn die anfälligste

Sorte. Mittlere Standfestigkeit.

Trado · Winterfester Sommertriticale,

für Spätsaaten geeignet.

Winterhafer

Wiland · Neue Sorte mit hohem Ertragspotenzial,

guter Standfestigkeit

und Krankheitsresistenz. Saatgut wird

ungebeizt angeboten, da Fungzidbeizung

nur gegen Haferflugbrand wirkt.

Winterroggen

Nur im Vertragsanbau

Palazzo · Mittelfrühe Hybridsorte mit

sehr hohem Ertragspotenzial. Gute

Standfestigkeit und gute Mutterkornresistenz.

Matador · Ertragreiche Populationssorte

mit guter Standfestigkeit. Auch für

Grünschnitt geeignet.


Autor Andreas Wyss,

UFA Samen, Lyssach

Der pflanzenbauliche

Beratungsdienst der

fenaco Genossenschaft

hat zusammen mit

Landwirten wiederum

Brot- und Futterweizen,

sowie Wintergerstenversuche

in verschiedenen

Regionen

durchgeführt. Die

Versuchsresultate sind

im Detail unter

www.ufasamen.ch

ersichtlich.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Tabelle: Die Saat den Bedingungen anpassen

Saatmenge Körner/m 2

Saatmenge kg/a

Winterweizen Qualitäts- Saattermine Saattermine Saattermine Saattermine

klasse früher optimaler später früher optimaler später

Runal Top 300 350 – 400 475 1.5 2.0 2.3

Siala Top 300 350 – 400 475 1.4 2.0 2.2

CH Claro Top 325 375 – 425 475 1.5 2.0 2.3

CH Nara Top 300 350 – 400 475 1.5 2.0 2.3

Titlis Top 325 375 – 425 500 1.6 2.1 2.4

Arina I 325 375 – 425 475 1.5 1.9 2.2

Forel I 325 375 – 425 475 1.5 2.0 2.1

Zinal I 325 350 – 400 475 1.5 2.0 2.3

CH Camedo*

CH Combin* I 325 375 – 425 475 1.5 2.1 2.3

Ludwig II 250 300 – 350 550 1.3 2.1 2.8

Levis II 275 325 – 375 475 1.4 1.9 2.5

Galaxie II 325 350 – 400 500 1.5 1.9 2.3

Impression III 325 375 – 400 400 1.6 2.0 2.3

Manhattan B 250 300 – 350 450 1.2 2.0 2.2

Futterweizen

Tapidor Fu 250 300 – 350 450 1.2 1.9 2.2

Rustic Fu 300 350 – 400 475 1.4 1.9 2.3

Mulan Fu 275 325 – 375 475 1.3 1.9 2.2

Winnetou Fu 275 325 – 375 475 1.4 1.9 2.3

Wintergerste

Franziska mehrzeilig 225 250 – 275 325 1.1 1.4 1.6

Fridericus mehrzeilig 225 250 – 275 325 1.2 1.5 1.7

Landi mehrzeilig 225 250 – 275 325 1.1 1.4 1.5

Plaisant mehrzeilig 225 250 – 275 325 1.0 1.4 1.5

Caravan zweizeilig 250 275 – 325 350 1.2 1.8 2.0

Eufora zweizeilig 250 300 – 350 350 1.2 1.8 2.0

Wintertriticale

Bedretto 275 350 – 400 425 1.3 1.5 1.7

Cosinus 275 350 – 400 425 1.3 1.5 1.7

Dorena 275 350 – 400 425 1.3 1.5 1.7

Prader 275 350 – 400 425 1.3 1.5 1.7

Triamant 275 350-400 425 1.4 1.6 1.8

– 2 Wo – 1 Wo optimal 1 Wo 2 Wo 3 Wo 4 Wo 5 Wo

frühe Saat möglich

optimaler Saattermin

Spätsaaten verträglich

46 9 2010 · UFA-REVUE


Raumplanung,

was man wissen muss!

RAUMPLANUNG

MERKBLATT

RAUMPLANUNG UND BAUEN Raumplanerisch ist zu unterscheiden zwischen

Bauzone und Nichtbauzone. Im Raumplanungsartikel 75 der Bundesverfassung sind

zudem der Schutz von Boden, Luft, Wasser, Wald und Landschaft festgehalten.

Soll ein

neuer Stall

entstehen,

muss man die

Raumplanung

verstehen.

Oft werden

Gesuche

abgelehnt,

weil nicht

stimmig

argumentiert

wird.


MERKBLATT

RAUMPLANUNG

Rechtserlasse beim Bauen

Raumplanungsgesetz

Tierschutzgesetz

und -verordnung

Bundesgesetz über das

bäuerliche Bodenrecht

Gewässerschutzgesetz

und -verordnung

Planung Was machen, wenn die Familie

wächst und der Wohnraum knapp

wird? Was planen bei Neuerungen von

Tier- und Gewässerschutzvorschriften?

Wie ändern, wenn man den Betrieb

aufstocken will, den Stall vergrössern

oder alte Gebäude einer neuen Nutzung

zuführen möchte? Nicht immer

können alle Vorhaben auf einmal reali-

Direktzahlungsverordnung

Luftreinhalteverordnung

Umweltschutzgesetz

Dies hat zur Folge, dass bei einem Baugesuch

nicht nur die raumplanerischen

Rahmenbedingungen überprüft werden

und einzuhalten sind, sondern auch

weitere Rechtserlasse zu beachten sind.

Dass bei dieser Dichte von einzuhaltenden

Ordnungen der Bauer und Bauherr

überfordert sein kann, erstaunt deshalb

wenig.

Auch bestehen für Bauten auf Landwirtschaftland

meist keine eindeutigen

Masszahlen, wie Ausnützungsziffer oder

maximale Gebäudehöhe. Die Dimension

eines Gebäudes richtet sich nach

dem tatsächlichen Bedarf und beinhaltet

Ermessensspielraum. Damit dieser

Spielraum genutzt werden kann, muss

der Bedarf mit korrekten Begründungen

glaubhaft gemacht werden können.

Baugesuchsvorbereitung

Was soll gebaut werden?

Unter welchen Rechtstitel fällt mein

Bauvorhaben?

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen

gelten?

Ist meine Argumentation stimmig?

Soll ich vorgängig die Nachbarn

informieren?

Ist das Baugesuch vollständig,

stimmig, Pläne verständlich und in

genügender Anzahl?

Landwirtschaftliche

Begriffsverordnung

Baubewilligungspflicht Grundsätzlich

unterstehen sämtliche baulichen

Massnahmen oder Nutzungs -

änderungen der Baubewilligungspflicht.

Dazu gehören regelmässig auch bauliche

Anpassungen in Gebäuden, die von

aussen nicht erkennbar oder ersichtlich

sind. Ja, selbst die Zweckänderung an

Gebäuden und Grundstücken kann einer

Baubewilligung bedürfen! Letztere

insbesondere dann, wenn die neue Nutzung

Auswirkungen auf Raum, Erschliessung

und Umwelt zeitigt (mehr

Verkehr, Lärm, Geruch, verändertes

Landschaftsbild). Auch haben einzelne

Kantone bestimmte Bauten ausserhalb

von Schutzzonen von der Baubewilligungspflicht

befreit.

48 9 2010 · UFA-REVUE


RAUMPLANUNG

MERKBLATT

Landwirtschafts -

gesetz

Kantonale und

Kommunale

Bauordnungen

siert werden. Der Bauer muss sich somit

gut überlegen, welches Ziel erreicht

werden soll und kann. Bei grösseren

Bauvorhaben wird der Betriebsleiter mit

einem Betriebskonzept die geplante

Entwicklung aufzeigen und die Realisierbarkeit

prüfen. Dieses Konzept soll

den gewünschten Endzustand aufgrund

der heutigen Kenntnisse und betrieblichen

Faktorausstattung darstellen. Das

Betriebskonzept muss einen Zeithorizont

von 15 bis 20 Jahren abdecken, um

Fehlinvestitionen und konzeptlose Investitionen

zu vermeiden. Die lange

Zeitdauer ist durch die lange Nutzungsdauer

der Gebäude und die Amortisation

des Fremdkapitals bedingt.

Aus seinem Konzept heraus entsteht

eine erste Projektidee, die mit einem

Architekten ausgearbeitet wird. Dabei

lohnt es sich, einen Planer mit fundierten

Kenntnissen im landwirtschaftlichen

Bauen beizuziehen. Vor allem im Stallbau

wirken sich Fehler in der Planung

negativ auf den täglichen Arbeitsablauf,

das Herdenmanagement oder das Stallklima

aus. Nachträgliche Korrekturen

sind aufwändig, kostspielig und nervenaufreibend.

Meistens bleibt ein Flickwerk

zurück. Es braucht für ein gutes

Projekt viele Betriebsbesichtigungen,

eingehende Diskussionen

und häufig mehrere Projektvarianten.

Wer genau weiss, was er

umsetzen will, kann allerdings

die Planungskosten tiefer halten.

Baugesuchsverfahren Der

Ablauf des Baugesuchsverfahrens

ist in den meisten Kantonen so festgelegt,

dass die Baueingabe bei der Gemeinde

erfolgt (Grafik). Nach einer ersten

Prüfung leitet die Gemeinde das

Gesuch an die kantonalen Stellen weiter.

Teilweise gleichzeitig oder dann im

Anschluss erfolgt die öffentliche Auflage

mit Einsprachefrist (in der Regel 20 Tage).

Bei Einsprachen erfolgt eine Einspracheverhandlung.

Nach Vorliegen

des kantonalen Entscheides wird durch

die Gemeinde der Baubewilligungsentscheid

gefällt. Gegen diesen kann Beschwerde

(Rekurs) geführt werden. Erst

nach ungenutztem Ablauf dieser meist

30-tägigen Frist tritt die Baubewilligung

in Rechtskraft. Mit dem Bau darf erst anschliessend

begonnen werden!

Wichtig nach Erhalt der Baubewilligung

ist, die Bewilligungsvoraussetzungen

und Auflagen genau zu prüfen. Sofern

der Bewilligungsempfänger mit

dem Entscheid oder den Auflagen nicht

einverstanden ist, sind die Rechtsmittel

zu prüfen und die in der Rechtsmittelbelehrung

aufgeführten Fristen genau

einzuhalten (Nachweis mit Kopie des

Zustellkuverts erforderlich). Die rasche

Orientierung des Beraters oder Anwalts

ist in diesen Fällen äusserst wichtig.

Was ist zulässig? Viele kantonale

Verwaltungen stellen die Richtlinien

oder Vollzugshilfen zum Bauen ausserhalb

der Bauzonen als Download auf

ihre Internetseiten. In diesen sind die

Bewilligungsvoraussetzungen, allfällige

Auflagen und Bewilligungsgrössen (beim

Wohnraum) dargelegt. Die Details, respektive

die spezifische Auslegung, kennt

jedoch oft nur der versierte Fachmann

oder die beurteilende Behörde selbst.

Gemäss den Bestimmungen im Raumplanungsgesetz

und der -verordnung

sind all jene Bauten und Anlagen in der

Landwirtschaftszone zonenkonform, die

für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung

oder den produzierenden Gartenbau

notwendig sind und die der boden-

Innere Aufstockung –

und darüber hinaus

Als innere Aufstockungen im raumplanungsrechtlichen

Sinn werden eine

Tierhaltung bezeichnet, für die das

Futter nicht auf dem eigenen Betrieb

produziert wird oder eine Pflanzenproduktion

beurteilt, bei der die Pflanzen

nicht im gewachsenen Boden wurzeln

(Hors-sol-Produktion). Bis zu einer

bestimmten Grenze ist diese bodenunabhängige

Produktion auch in der

Landwirtschaftszone zulässig. Wird die

jeweilige Grenze unterschritten, so

erfordert dies die Ausscheidung einer

speziellen Zone. Zur Ausscheidung einer

solchen Spezial-Landwirtschaftszone ist

ein Planungsverfahren durchzuführen (je

nach Kanton: Umzonung, Gestaltungsplanverfahren,

Überbauungsordnung).

Dieses Verfahren erfordert in der Regel

einen Gemeindeversammlungsbeschluss

und eine kantonale Genehmigung.

abhängigen, gewinn- und ertragsorientierten

Produktion verwertbarer Erzeugnisse

aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung

sowie der Bewirtschaftung

naturnaher Flächen dienen. Zudem sind

Bauten für die Aufbereitung, Lagerung

und den Verkauf von landwirtschaftlichen

Produkten sowie gemeinschaftliche

Stallbauten (Vertrag noch 10 Jahre

Laufdauer) zulässig. Seit der Revision im

Jahr 2007 sind zudem Anlagen zur Gewinnung

von Energie aus Biomasse sowie

Solaranlagen zonenkonform.

UFA-REVUE · 9 2010 49


MERKBLATT

RAUMPLANUNG

Schlafen im Stroh und Co.

Aufgrund verschiedener agrarpolitischer

Lenkungsmassnahmen (Höchsttierbestand)

und des Prinzips des Nachweises

der Betriebsnotwendigkeit

(Raumplanungsgesetz) werden die

Raumprogramme von den Behörden einer

Prüfung unterzogen. Es dürfen keine

unbegründeten Raumreserven eingeplant

und realisiert werden. Die Begründung

für die Raumprogramme ergibt

sich vor allem aus der Betriebsgrösse,

der Betriebsart und der vorhandenen

Produktionsrechte. Zur Ermittlung der

Raumprogramme dienen gewässerschützerische

Vorgaben (Gülle-/Mistlagervolumen,

kantonale Formulare),

Tierschutzgesetz und Ethoprogramme

oder Labelvorgaben, Richtlinien der

Forschungsanstalten (Agroscope Reckenholz

Tänikon ART) und weitere. Es

erscheint auch wirtschaftlich wenig

sinnvoll, Raumkapazitäten zu planen

und zu realisieren, welche keinen betriebswirtschaftlichen

Erfolg versprechen

(zum Beispiel teure Kuhplätze für

die Produktion von Milch zur Mehrmengenproduktion).

Wichtiger ist, kostengünstige

Erweiterungsoptionen offen

zu halten oder entsprechende

Vorverträge für die Mehrproduktion

vorzuweisen.

Agrotouristische Angebote wie Ferien auf dem Bauernhof, Schlafen im

Stroh, Besenbeizli, Camping à la ferme erfreuen sich immer mehr

Beliebtheit. Raumplanerisch sind sie allerdings nur als Ausnahme

bewilligungsfähig und haben

verschiedene Rahmenbedingungen

einzuhalten. So können sie nur auf

landwirtschaftlichen Gewerben

nach bäuerlichem Bodenrecht, nur

in unmittelbarer Hofnähe, vorab in

bestehenden Gebäuden (Erweiterung

um maximal 100 m² möglich)

eingerichtet werden und dieser

Nebenbetrieb ist vom Betriebsleiter

oder dessen Lebenspartnerin

zu führen. Meist muss detailliert

dargelegt werden, mit wie vielen

Übernachtungen zu rechnen ist,

wie die Anbindung an das

touristische Angebot der Region

erfolgt, wie die Öffnungszeiten

und das Angebot vorgesehen sind

usw. Dies interessiert meist auch die Nachbarn, die von zusätzlichem

Verkehr, nächtlichem Lärm, nicht mehr passierbaren Hof- und

Feldzufahrten wegen parkierten Autos beeinträchtigt werden. Weiter

sind bei diesen Angeboten auch brandschutz-, lebensmittelhygieneund

wirtschaftsrechtliche sowie versicherungstechnische Aspekte

respektive Auflagen zu berücksichtigen.

Grafik:

Einsprecher

Einsprachen

Ablaufschema Baugesuchsverfahren Bauvorhaben

ausserhalb Bauzone (Beispiel des Kantons Aargau)

Beschwerde

Bauherrschaft

• Abklärung

Baubewilligungspflicht

• Erarbeitung

Baugesuch

• Profilierung

Der Betrieb soll mit dem Vorhaben

längerfristig bestehen können. Bei grösseren

Projekten wird zur Beurteilung

dieses Kriteriums immer häufiger ein

Betriebskonzept (Businessplan) verlangt,

allenfalls sogar der Nachweis der

Tragbarkeit. Die Gewinn- und Ertragsorientierung

sowie der Nachweis der

längerfristigen Existenzfähigkeit, der Bewirtschaftungsumfang,

die Direktzahlungsberechtigung

oder das Fachwissen

stellen Indizien zur Unterscheidung von

Freizeit- und Nebenerwerbslandwirtschaft

dar. Die Grenze wird denn auch

von Kanton zu Kanton verschieden ausgelegt.

Freizeitlandwirte sind nicht berechtigt

Neubauten zu erstellen. Nebenerwerbslandwirte

können hingegen

betriebsnotwendige Ökonomiegebäude

neu erstellen oder alte ersetzen. Wohnraum

oder nichtlandwirtschaftliche

Neben betriebe wie zum Beispiel

agrotouristische Angebote setzen ein

landwirtschaftliches Gewerbe nach bäuerlichem

Bodenrecht (1 Standardarbeitskraft

SAK, kantonale Ausnahmen!)

voraus, weshalb Nebenerwerbsbetriebe

regelmässig keine Baubewilligung für

solche Vorhaben erhalten.

Gemeinderat,

Gemeindeverwaltung

Beratung, Zusammenarbeit

Baugesuchsformular

• Formelle

Prüfung

• Publikation

• Öff. Auflage

• Entscheid über

das Baugesuch

und die

Einsprachen

• Eröffnung

Abteilung für

Baubewilligungen

Zustimmung

und Bewilligung

anderer

Behörden

Seit dem Bundesgerichtsentscheid

1.C 67/2007, wonach ein Mutterkuhhaltungsbetrieb

keiner zwingenden Überwachung

bedarf, sind die Anforderungen

an die Erstellung von Wohnraum zu

einem Landwirtschaftsbetrieb erhöht

worden. Verschiedene Kantone bejahen

die Betriebsnotwendigkeit und damit

die Baubewilligungsfähigkeit von

Wohnraum nur noch auf Milchvieh-,

Schweinezucht- und allenfalls Legehennenbetrieben,

die zudem eine genügende

Distanz zur nächsten Wohnzone aufweisen

müssen.


Autor Hansueli Schaub,

Schweizerischer Bauernverband,

Treuhand und Schätzungen.

Layout, Bilder: Layout, Bilder: AMW,

UFA-Revue, L. Collet Grangeneuve

Informationen Die Abteilung

Treuhand und Schätzungen des

schweizerischen Bauernverbands

berät Bauherren bei der Baugesuchs -

vorbereitung und begleitet sie im

Baugesuchsverfahren. Ein Anruf unter

056 462 51 11 oder eine E-Mail

an info@sbv-treuhand.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

50 9 2010 · UFA-REVUE


Holzpfahl

Unbehandelt. Gefräst

und gespitzt.

Ø 6,5 cm. 175 cm.

34213

Spanndraht verzinkt

Verzinkt, Ø 2,0 mm,

Länge 100 m,

2,5 kg.

30245

DAUERTIEFPREIS

5. 90

DAUERTIEFPREIS

9. 90

Knotengitter AGRARO

50-m-Rolle, 100/8.

31750

DAUERTIEFPREIS

69.-

Viehbürste

Komplett mit Feder.

Sehr stabile Federaufhängung.

21500

38671 80 cm

199.-

DAUERTIEFPREIS

125.-

Drahthaspel

Kunststoff AGRARO

Robuste Ausführung

mit Drehknopf.

Ø 32 cm,

DAUERTIEFPREIS

schwarz.

24808

Ersatzrolle

Zu Drahthaspel.

24809

19. 90

DAUERTIEFPREIS

12. 90

Eutertuch AGRARO

2 x 800 Blatt

(ohne Eimer).

96326

DAUERTIEFPREIS

47. 50

angenehm anders

www.landi.ch

Palettenrolli OKAY

Hubkraft 2,5 t, mit Schnellhub.

Strapazierfähiger Rahmen, schmaler

Gabelpunkt mit Rolle zum

einfachen über fahren von

Schwellen, TÜV/GS geprüft.

38670 115 cm

DAUERTIEFPREIS

5GARANTIE

JAHRE

Pferde- und Sportsalbe

500 ml

24120

DAUERTIEFPREIS

9. 50

gültig 03. – 30. 09. 2010

Viehhüter AGRARO B350 D

9 V Batteriegerät, 4 Leistungsstufen,

Betrieb mit 9 V

Alkaline Batterie oder mit

12 V Batterie.

DAUERTIEFPREIS

24623

58.-

Viehhüterbatterie

AGRARO Alkaline

9 V / 170 Ah

(inkl. vorgezogene

Entsorgungsgebühr

DAUERTIEFPREIS

10.30)

24684

AGROLA Multispray

300 ml

58410

AGROLA Oecofuel 2-Takt

5 Liter

67067

5GARANTIE

JAHRE

DAUERTIEFPREIS

3. 90

DAUERTIEFPREIS

25. 50

Weidezaunband

AGRARO Super

10 mm x 200 m.

30134

DAUERTIEFPREIS

91.-

AGROLA Oecofuel 4-Takt

5 Liter

67070

AGROLA Universalfett

4,5 kg

66505

DAUERTIEFPREIS

19. 90

Weidezaunnetz AGRARO

25 m x 105 cm, für Geflügel,

mit 9 Pfählen

24482

DAUERTIEFPREIS

23. 90

DAUERTIEFPREIS

139.-

Viehhüter AGRARO B220

Modernste Technologie für

niedrigen Batterieverbrauch.

Mit 5 Leistungsstufen.

Für kleinere bis

mittlere

Weiden.

24621

DAUERTIEFPREIS

Viehhüter AGRARO N 20

Schlagstarkes Netzgerät,

für Standardzäune, mit

zwei verschieden starken

Ausgängen.

375.-

53.-

2461149.-

Kettensägehaftöl Bio

4 Liter

64805

Öl 2-Takt

4 Liter

64685

DAUERTIEFPREIS

DAUERTIEFPREIS

21. 90

5GARANTIE

JAHRE

DAUERTIEFPREIS

23. 90

5GARANTIE

JAHRE

Artikel- und Preisänderungen vorbehalten

UFA-REVUE · 9 2010 51


PFLANZENBAU

Weizenanbau im Vergleich

DIE DLG-FELDTAGE 2010 fanden auf dem Rittergut Bockerode bei Hannover

statt. Tradition an diesem Anlass ist auch der Weizen-Anbauvergleich. Mit dabei als

einziges Schweizer Team Markus Hochstrasser und Markus Bopp vom Strickhof.

Ihre Entscheidung für eine extenso-Variante regte bei den Besuchern aus ganz Europa

zu Diskussionen an.

Andrea

Künzle

Aktiver Informationsaustausch

vor und in

den Weizenfeldern.

Die Teilnehmer des diesjährigen

Anbauvergleichs beschäftigen sich

seit dem August 2009 mit den

Standortbedingungen in Bockerode.

Die Bodenbearbeitung, Grunddüngung

sowie der Saattermin waren für alle

gleich. Alle anderen Massnahmen

mussten mit einem Bestellschein für

Feldarbeiten von den Teilnehmern via

E-Mail ans Feldtagebüro gesendet werden.

Sobalddas Wetter es zuliess, wurden

die Arbeiten ausgeführt.

Über eine Wetterstation vor Ort und

das Prognosemodell «Proplant» wurden

Empfehlungen abgegeben. Eine Dokumentation

aller erfolgten Massnahmen

wurden einheitlich auf einer bewährten

Schlagkarte am Rand jeder Parzelle dargestellt.

Ziel des Vergleichs Die Teilnehmer

haben zwei Varianten zur Verfügung.

Eine ländertypische und eine ökonomische

Variante. Ziel des

Anbauvergleichs ist die betriebswirtschaftliche

Auswertung, denn es gewinnt

jener, der den höchsten Deckungsbeitrag

erzielt.

Herausforderungen Dieses Jahr

wurden die Teilnehmer vor besondere

Herausforderungen gestellt. Ein Starkregen

hat den Acker unmittelbar nach der

Aussaat Anfang Oktober verschlämmt.

Dieser verhinderte die optimale Entwicklung

der Bestände, vor dem Einwintern.

Der Frost und die lange

Schneedecke reduzierten die Bestandesdichte

zusätzlich.

Markus Bopp (rechts) gibt Auskunft

über die Schweizer Parzellen.

Strategie Die «Strickhöfler» haben

sich dazu entschieden, eine extenso-Variante

mit der Schweizer Sorte «Claro»

anzubauen. Diese Variante ist in Europa

undenkbar, wie die Kommentare der

Besucher bestätigen. Im ersten Moment

wurde das extenso-Feld der Schweizer

von den vielen Besuchern belächelt.

Doch nach der Erklärung, dass in der

Schweiz der Bund den ökologischeren

Anbau finanziell unterstützt und dass eine

Zusatzprämie (von IP-Suisse) ausgerichtet

wird, verging ihnen das Lachen.

Für die intensive Variante wurde die

Sorte «Smaragd» ins Rennen geschickt.

Die «Strickhöfler» wollten mit weniger

Stickstoff (N) mehr Ertrag herausholen.

Mit 180 kg N lag die Schweiz im Vergleich

zu anderen Anbauern über 70

Einheiten tiefer. Mit dem Einsatz von

CCC im Stadium DC 26 wurde die Bestockung

gefördert.

Eindruck vor Ort Der Eindruck der

Schweizer Felder an den DLG-Feldtagen

war gut. Genaue Ergebnisse sind noch

nicht vorhanden. Im Vergleich zu den

Konkurrenzfeldern wird sich das

Schweizer Feld wahrscheinlich nach der

Auswertung im Mittelfeld befinden.

Autorin Andrea Künzle, höhere

Fachschule für Agrarwirtschaft, Strickhof,

8315Lindau

Weitere Informationen Markus

Hochstrasser, Fachstelle Pflanzenschutz,

Strickhof, Eschikon, 8315 Lindau

markus.hochstrasser@bd.zh.ch

Die Ergebnisse des Anbauvergleichs sind

ab Mitte Oktober auf der Internetseite

www.dlg-feldtage.de nachzulesen.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

52 9 2010 · UFA-REVUE


Laufend Kurse in Ihrer Nähe

Telefon

056 618 48 10

Herold SC

Nr. 1

im Herbst

Ein Produkt für alle Fälle

...für den frühen oder späten Einsatz

...vor oder nach Regen

...ob in Gerste, Weizen, Roggen oder

Triticale

Hervorragende Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz,

Windhalm und alle wichtigen

Unkräuter im Herbst

Keine Resistenzen von Ackerfuchsschwanz

oder Windhalm

Bayer (Schweiz) AG · CropScience · 3052 Zollikofen

Telefon: 031 869 16 66 · www.bayercropscience.ch


heitshinweise auf den Packungen beachten

UFA-REVUE · 9 2010 53


PFLANZENBAU

Kein einfaches Kartoffeljahr

NOCH LIEGEN KEINE OFFIZIELLEN ZAHLEN zur Anbaufläche 2010 vor.

Aufgrund der Saatgutverkäufe, Gesprächen mit Produzenten und Beobachtungen ist

davon auszugehen, dass sie sich auf dem Niveau des Vorjahres von gut 11 000 ha

zu stabilisieren scheint.

Fritz

Stucki

Nach drei recht guten Kartoffeljahren

erinnert dieses Jahr mit all den

Wetterkapriolen an das Trockenjahr

2006. Dieses Jahr fallen die Erträge

je nach Sorte und Region sehr unterschiedlich

aus. Am meisten unter der

Trockenheit gelitten hat die Westschweiz,

dort besonders die Chipssorte

«Lady Claire». Bei dieser Sorte ist das

Kraut viel zu früh abgestorben. Als Folge

davon sind viele Knollen nicht über das

Raclette-Kaliber hinausgewachsen.

Über alles gesehen geht man davon

aus, dass die Rekorderträge der letztjährigen

Ernte dieses Jahr nicht erreicht

werden. Waren im letzten Jahr die

«Brätler» und Raclette-Kartoffeln Mangelware,

so scheint nun dieses Jahr das

Gegenteil einzutreffen, indem nicht die

kleinkalibrigen Knollen, sondern die

«Baked Potatoes» rar sein werden.

Einige Worte zur Ernte In diesen

Tagen setzt die Ernte der Lagersorten

ein. Bei zu hohen Temperaturen geerntete

Kartoffeln sind nicht (Langzeit) lagerfähig.

Bekanntlich sind weder zu trockene,

noch zu nasse Böden geeignet

für die Rodung. Ideal ist eine normale

Bodenfeuchte mit Lufttemperaturen

zwischen 15 und 25 °C. Ebenso wichtig

ist, dass die Kartoffeln richtig abgereift

und schalenfest sind. Im Vergleich zum

Vorjahr erfolgt(e) die Krautvernichtung

deutlich später. Es wäre ein Trugschluss

zu glauben, dass bei einer Krautvernichtung

Anfang September die Wartezeit

bis zur vollständigen Reife und Schalenfestigkeit

viel kürzer ist als im Monat

August. Die Produzenten seien daran

erinnert: Nicht reife und damit nicht

schalenfeste Kartoffeln sind nicht lagerfähig.

Solche Posten sind bereits nach

wenigen Wochen weich und schrumplig.

Der wirtschaftliche Schaden für den

Produzent und den Lagerhalter kann in

einem solchen Fall enorm sein. Man

sollte die Nerven behalten.

Grosse Fortschritte und Beachtung

hat in den letzten Jahren die Wartung

der Erntemaschinen gemacht, die Ernteschäden

sind deutlich zurückgegangen.

Dafür ist den Kartoffelproduzenten

ein grosses Lob auszusprechen. Besondere

Aufmerksamkeit gilt der Befüllung

von Paloxen und Brückenwagen mit loser

Schüttung. Fallsegel sind dabei ein

Muss. Ab und zu erlebt man leider, dass

bei Temperaturen von über 25 °C geerntete

Kartoffeln ungeschützt dem Sonnenlicht

und der Hitze ausgesetzt werden.

Dies führt unweigerlich zu

Qualitätseinbussen, zum Beispiel zu

grünen Knollen. Kartoffeln sind generell

vor Lichteinfall zu schützen.

Wissenswertes bei der Warenablieferung

Die Produzenten sind

es gewohnt, von Posten mit zweifelhafter

Qualität vor der Ernte ein Muster an

eine der Annahmestellen für eine Qualitätsbeurteilung

vorbeizubringen, um

so die bestmögliche Verwertungsart

miteinander festzulegen. Ist die Ware

zur Veredlung bestimmt, ist vorgängig

ein Muster für Stärkegehalt und Backtest

notwendig. Es ist wünschswert,

wenn die Produzenten bei Anlieferung

der Ware bei der Qualitätsbeurteilung

persönlich dabei sind. Bei der Anlieferung

in Paloxen sollte beachten werden,

dass diese bis zur Oberkante des obersten

Ladens gefüllt, aber nicht überfüllt,

und somit nicht mehr stapelbar sind.

Ein besonderes Augenmerk ist auch

auf den Zustand der Kisten zu richten.

Man kontrolliert beim Wareneingang

den Zustand der Kisten routinemässig

und bringt defekte Paloxen allenfalls in

Abzug. Jede Kiste ist mit einer Etikette

versehen mit Namen und Adresse des

Produzenten, der Sorte, der Herkunftsbezeichnung

«Swiss Garantie» und – sofern

zutreffend – mit dem Label «IP Suisse».

Ersichtlich muss auch sein, ob der

Posten «SwissGAP» anerkannt ist. Entgegen

allen Aufrufen hat leider eine

namhafte Anzahl Betriebe die «Swiss-

GAP»-Kontrolle noch nicht durchgeführt.

Viele Betriebsleiter haben die Anmeldung

bei Agrosolution zu spät

vorgenommen, so dass nun die Zeit für

eine Kontrolle aller angemeldeten Betriebe

vor der Ernte nicht mehr ausreicht.

Die «SwissGAP»-Etiketten dürfen

nur dann verwendet werden, wenn der

Betrieb die Kontrolle erfolgreich durchlaufen

hat. An der Absicht der Hauptkunden

im Frischkonsum wie Coop, Migros

und Volg, ab Ernte 2010

ausschliesslich «SwissGAP«» anerkannte

Kartoffeln zu vermarkten, ändert sich

nichts. Produzenten, die noch nicht

kontrolliert sind, können sich bei einer

der Annahmestellen über Möglichkeiten

zur Ablieferung von nicht «Swiss-

GAP» Ware erkundigen. Ab der Ernte

2011 ist «SwissGAP» für alle Produzenten

verpflichtend.

Die (Zwischen)Lagerung Sind die

Kartoffeln einmal geerntet, sind sie, wie

vorgängig erwähnt, umgehend vor Licht

zu schützen. Sind die Knollen nass und

mit viel Erde durchsetzt, ist eine massvolle

Belüftung zur möglichst raschen

Abtrocknung empfehlenswert. Bei den

Erwinia (bakterielle Fäulnis) anfälligen

Sorten wie «Lady Felicia», «Agria» und

54 9 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Dank guter Wartung der Maschinen sind die Ernteschäden bei Kartoffeln deutlich

zurückgegangen. Informationsveranstaltungen können dazu wichtige Beiträge leisten.

Die Ansprechpartner

an der

Front

«Victoria» kann eine unsachgemässe Lagerung

fatale Auswirkungen haben.

Sehr wichtig ist, dass die Produzenten

bei der Anlieferung bei Verdacht auf

Fäulnis informieren. Mit dieser Information

haben die Abnehmer die Möglichkeit,

solche Partien griffbereit an ein Lager

zu stellen und so einen Totalschaden

zu vermeiden.

Bei der Verwendung von Keimhemmungsmittel

sind die Anwendungsvorschriften

des Produktherstellers zwingend

einzuhalten. Alle Jahre stellt man

entgegen den immer wieder platzierten

Aufrufen fest, dass das Applizieren des

Keimhemmmittels oft unregelmässig erfolgt.

Nicht behandelte Knollen beginnen

bei Langzeitlagerung unweigerlich

zu keimen. So kommt es vielfach vor,

dass bei einer Lagerkontrolle oben auf

den Paloxen keine Keimbildung zu erkennen

ist, aber beim Auslagern die

Ware unten in den Kisten teilweise so

verwurzelt sind, dass eine Vermarktung

nicht mehr möglich ist. Künftig wird

man es nicht vermeiden können, in solchen

Fällen Regress auf die Produzenten

zu nehmen.

Aktuell steht man im zweiten Jahr ohne

Marktstützung seitens des Bundes.

Es ist im Interesse der gesamten Wertschöpfungskette

alles zu tun, diese Ernte

bestmöglich zu verwerten. Es wäre

bedauerlich, wenn Partien durch eine

unsorgfältige Ernte und/oder (Zwischen-)Lagerung

unbrauchbar würden.

Während die äusseren Mängel, wie beispielsweise

alle Schorfarten, Grüne,

Drahtwurm und Drycoreschäden sowie

innere Mängel nur bedingt beeinflussbar

sind, können durch eine sorgfältige

Ernte die Maschinen- und Schlagschäden

vermieden werden. Leider erlebt

man diesbezüglich alle Jahre Fehler, die

vermeidbar gewesen wären.

Gedanken zum Ausblick Kaum

mit der Ernte begonnen, stellt sich die

Frage vom Anbau im Folgejahr. Meines

Erachtens ist eine Anbaufläche um die

11000ha marktkonform. Diese Fläche

gilt es sortenmässig so zu bepflanzen,

dass die Teilmarktsegmente Speise,

Frites und Chips sowohl sortenmässig

und bedarfskonform mit Schweizerware

beliefert werden können.

Im Bereich «Frisch» setzt die fenaco

anstelle von «Agata», «Victoria» und

«Jelly» im Rahmen des verfügbaren

Saatguts vermehrt auf «Lady Felicia».

Diese Sorte ist formschön, hat eine helle

Schale und ist im mehlig kochenden Bereich

für verschiedene Gerichte verwendbar.

Die Erfahrung zeigt, dass sie

deutlich länger lagerfähig ist als ursprünglich

angenommen und problemlos

bis Ende Februar des nächsten Jahres

vermarktbar ist. Bei den Chipssorten

darf die Fläche zulasten von früh- und

mehlig kochenden Speisesorten wie

«Jelly», «Victoria» und «Laura» massvoll

ausgedehnt werden. So oder so bleiben

wir auch diesbezüglich im ständigen Gespräch

mit unseren Produzenten.

Die fenaco–LANDI Gruppe mit einem

bedeutenden Marktanteil ist sich um die

Verantwortung bewusst. Gemeinsam mit

den Produzenten wird alles daran gesetzt,

die Marktstellung mit partnerschaftlichen

Kontakten zu Produzenten

und Abnehmern zu festigen und auszubauen.


Autor Fritz Stucki, fenaco,

Departement Landesprodukte,

Leiter GB Kartoffeln, 3001 Bern

Das Departement «Landesprodukte»

der fenaco unterteilt sich in die zwei

Geschäftsbereiche «Obst und Gemüse»

sowie «Kartoffeln». Über vier Leistungszentren

vermarktet das Departement

«Landesprodukte» Speise- und

Industriekartoffeln in der ganzen

Schweiz.

www.fenaco-landesprodukte.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Hansruedi Stämpfli,

fenaco Zollikofen (BE)

058 434 06 53

Ulrich Zürcher,

fenaco Bargen (BE)

079 653 68 28

Ulrich Hebeisen, fenaco

Bätterkinden (BE)

032 665 35 24

Stefan Lenz,

fenaco Marthalen (ZH)

052 305 41 47

Morgan Haumont,

fenaco Bercher (VD)

058 434 06 34

UFA-REVUE · 9 2010 55


www.profi-lait.ch

Silierreife nicht

verpassen!

MAISSILAGE Eine gute Qualität der Maissilage erreicht man nur, wenn der Mais

zum richtigen Zeitpunkt geerntet wird und die Silierregeln bei der Ernte berücksichtigt

werden.

Martin

Lobsiger

Ueli

Wyss

Die Silierreife vom Mais ist abhängig

von der Sortenwahl, dem

Saatzeit punkt und natürlich der

Witterung während der Wachstumsperiode.

Heuer war vielerorts die

Zeit nach der Saat nass und kalt, was das

Auflaufen verzögert hat. Der Juli hingegen

war sehr heiss. Dort, wo genügend

Wasser vorhanden war, konnte dieser

Temperaturschub das verzögerte Anfangsstadium

kompensieren. Wo jedoch

noch Trockenstress dazu kam, wird der

optimale Erntezeitpunkt für den Silomais

wohl später erreicht als in normalen

Jahren. In einigen Regionen gab es

Hagelschäden, was das Wachstum und

die Qualität negativ beeinflusste.

Optimales Erntestadium Wann

ist aber der «richtige» Zeitpunkt zum

Ernten des Silomais gekommen? Regel

Nummer eins lautet: Nicht nach dem

Kalenderdatum silieren, sondern nach

dem Entwicklungsstadium und dem

Trockensubstanz-(TS)-Gehalt der Pflanzen!

Die TS-Gehalte der Ganzpflanze und

der einzelnen Pflanzenbestandteile (Kolben,

Stängel und Blätter) sind abhängig

voneinander (siehe Abbildung 1). Deshalb

kann zur Beurteilung des aktuellen

TS-Gehaltes der Ganzpflanze auf den Zustand

des Kolbens, respektive der Körner

geschaut werden. Zum optimalen

Erntezeitpunkt befinden sich diese im

Stadium der «Teigreife». Dann haben die

wichtigsten Inhaltsstoffe, vor allem die

Stärke, ihr Maximum erreicht. Der Kolben

weist in diesem Stadium einen TS-

Gehalt von 50–60% auf. Der TS-Gehalt

der Ganzpflanze beträgt dann 30–35% –

der ideale TS-Gehalt für Silomais!

Vorteile bei Ernte im Stadium Teigreife

sind:

• gute Bedingungen für die Milchsäuregärung

im Silo

• kein Gärsaftverlust

• gute Verdichtbarkeit

• hoher Energieertrag und hohe Verdaulichkeit

• hoher TS-Verzehr dank bester Silagequalität

Tabelle: Bestimmung des Reifestadiums

Reife TS-Gehalt TS-Gehalt Bemerkungen

Kolben, % ganze Pflanze, %

Milchreife unter 35 20–25 Korn leicht zerdrückbar, spritzt.

Korninhalt milchig. Blätter und

Spindeln grün.

Beginn 35–50 25–30 Korn teigig, am Spindelansatz

Teigreife

noch feucht.

Teigreife 50–60 30–35 Korn teigig bis mehlig. Korn mit

Fingernagel noch ritzbar.

Vollreife über 60 über 35 Korn glasig, nicht mehr ritzbar.

(Druschreife)

Blätter und Lieschen trocken und

spröde.

Zu beachten:

• In Abhängigkeit der klimatischen Bedingungen kann der TS-Gehalt der ganzen Pflanze

pro Tag um 0.2 bis 0.5 %-Punkte zunehmen!

• Bei Stay-Green-Sorten kann das Reifestadium nur schwerlich von aussen abgeschätzt

werden, weil deren Stängel und Blätter länger grün bleiben. Hier ist die Fingernagelprobe

unerlässlich.

Welche Nachteile entstehen,

wenn der optimale Erntezeitpunkt

verpasst wird? Zu frühe

Ernte: Der Kolben ist noch nicht voll

ausgebildet und ein tieferer Ertrag ist zu

erwarten. Es entsteht Gärsaft, der abfliesst

(Konservierungsverlust).

Zu späte Ernte: Der TS-Gehalt in der

Restpflanze nimmt stark zu. Die harten,

sperrigen Stängel lassen sich weniger

gut verdichten. Dadurch erhöht sich das

Risiko von Fehl- und Nachgärungen. Es

ist mit einer schlechteren Verdaulichkeit

und einem geringeren Futterverzehr zu

rechnen.

Schätzung des Reifegrades von

Silomais Wer den optimalen Erntezeitpunkt

nicht verpassen will, kontrolliert

die Entwicklung der Maispflanzen

auf dem Feld regelmässig. Dabei immer

mehrere Pflanzen – und nicht nur am

Feldrand – untersuchen, weil der Reifegrad

sehr lokal variieren kann. Mit der

«Fingernagelprobe» (siehe Abbildung 2)

kann der Reifegrad des Silomaises abgeschätzt

werden. Tabelle 1 zeigt den Reifegrad

des Kolbens, die entsprechenden

TS-Gehalte des Kolbens respektive der

Ganzpflanze sowie die Beurteilungskriterien

der Fingernagelprobe.

Temperatursumme als Hilfsmittel

Als weiteres Hilfsmittel zur Bestimmung

des Erntezeitpunktes kann

auch die Temperatursumme herangezogen

werden. Vereinfacht ausgedrückt,

benötigt die Pflanze bis zur Teigreife eine

bestimmte Anzahl warme Tage. Die

Wärmesumme vom Zeitpunkt der Saat

bis zur Ernte lässt sich aus den Daten der

Wetterstationen leicht berechnen. Auf

dem Internet steht ein praktischer Rech-

56 9 2010 · UFA-REVUE


PROFI-LAIT

PFLANZENBAU

Fingernagelprobe

zur Bestimmung

des Reifegrades.

ner zur Verfügung, in welchem man den

Saattermin und das aktuelle Datum eingibt

und die dem Betrieb nächstgelegene

Wetterstation auswählt. Der Rechner

ermittelt die Temperatursumme und daraus

den aktuellen TS-Gehalt der Pflanze.

Liegt dieser bei 30–35% TS, kann

mit der Fingernagelprobe im Feld kontrolliert

werden, ob das Resultat des

Rechners auch für den eigenen Betrieb

Gültigkeit hat.

Auf der Internetseite der Forschungsanstalt

Agroscope Liebefeld-Posieux

ALP unter www.agroscope.admin.ch/

futtermittel (Silomaisreife) kann man

den Rechner kostenlos benutzen.

8 goldene Silierregeln

• Erntezeitpunkt: Nicht nach Kalender, sondern nach Entwicklungsstadium der Pflanzen

silieren! Optimaler Erntezeitpunkt ist das Stadium Teigreife.

• Schnitthöhe: Üblicherweise wird Mais zirka 20 cm hoch geschnitten. Da der unterste

Teil des Stängels wasser- und rohfaserreich ist, können durch höhere Schnitthöhen

Gehaltswerte gesteigert werden. Pro 10 cm erhöhter Stoppellänge steigt der Energiegehalt

um rund 0.2 MJ NEL/kg TS, wobei der TS-Ertrag um 5 % abnimmt.

• Häcksellänge: Durch optimales Häckseln (5 bis 8 mm) lässt sich das Futter besser

verdichten und die gewünschte Milchsäuregärung setzt rasch ein. Je trockener der Mais

ist, desto kürzer muss er gehäckselt werden. Andernfalls wird das Verdichten schwieriger.

Durch den Einsatz eines Korn-Crackers werden die Körner aufgeschlagen, wodurch

die Verdaulichkeit der Silage verbessert wird.

• Einfüllen/Verdichten: Hochsilo: Das Verteilen des Einfüllkegels nicht vergessen.

Pressen mit Wasserpresse von Vorteil.

Flachsilo: Die Schichtdicke beim Abladen sollte maximal 30 cm betragen, damit das

Futter noch gut verdichtet werden kann. Die Einfuhrmenge pro Stunde ist auf das

Walzgewicht abzustimmen (max. 3-faches Walzgewicht). Die Walzarbeit ist der

wichtigste Schritt beim Silieren! 2–3 Überfahrten sind nötig, um eine Dichte von 220 kg

TS pro m 3 zu erreichen. Rand- und oberste Schichten sind oft ungenügend verdichtet.

• Abdeckung: Maissilage ist besonders anfällig auf Nacherwärmung und Schimmelbildung.

Darum Silo zügig und ohne Unterbruch füllen und sofort luftdicht verschliessen

oder mit Folie abdecken.

• Siliermittel: Nur das richtige Siliermittel, in der empfohlenen Menge gleichmässig

verteilt, verspricht einen Erfolg. Beim Silomais werden vor allem Siliermittel zur

Verhinderung von Nachgärungen eingesetzt.

• Siloöffnung: Die Silos sollten frühestens vier bis sechs Wochen nach dem Einsilieren

geöffnet werden. Dann sind die Silagen stabil und weniger anfällig für Nachgärungen.

• Silageentnahme: Wird zu wenig Silage entnommen und dabei die verbleibende

Futterschicht im Silo aufgelockert, sind Probleme mit Nachgärungen vorprogrammiert.

Die empfohlenen Entnahmemengen betragen im Hochsilo während dem Winter 10 cm,

im Sommer 15 cm pro Tag. Bei der Entnahme mit Silofräse sind auch etwas geringere

Mengen möglich. Im Fahrsilo sollte während dem Winter 1 m pro Woche und im

Sommer mindestens 1.5 m pro Woche entnommen werden. Das Volumen und die

Ausmasse der Silos sind somit unbedingt dem Tierbestand angepasst zu wählen.

Grafik: Zusammenhang zwischen den TS-Gehalte der

Ganzpflanze, des Kolbens und der Restpflanze

(Stängel und Blätter)

30–35 % TS-Gehalt der Ganzpflanze ist für die Siloernte optimal.

TS-Gehalt %

70

60

50

40

30

20

10

0

Kolben

15 20 25 30 35 40 45 50

TS-Gehalt % Ganzpflanze

Autoren Martin Lobsiger und

Ueli Wyss, Forschungsanstalt Agroscope

Liebefeld-Posieux ALP, Tioleyre 4,

1725 Posieux, www.agroscope.ch,

026 407 73 47

Martin Lobsiger: Geschäftsführer Profi-

Lait und wissenschaftlicher Mitarbeiter,

martin.lobsiger@alp.admin.ch

Ueli Wyss: Projektleiter «Milchqualität»,

Spezialgebiet Futterkonservierung,

ueli.wyss@alp.admin.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Stängel und Blätter

UFA-REVUE · 9 2010 57


Marktplatz

Fortsetzung

von Seite 23

LANDTECHNIK

zu verkaufen

Fiat 80 - 90 DT HI-LO,

Superkomfortkabine,

Heizung, MFK Okt. 2009,

Allradbremse, Luftsitz

Grammer, neu, Bremsventil,

Fr. 18'500;

Fiat 640 DT, Allrad,

Frontlader Schaufel,

Gabel, 9000 Std., Fr.

9800; Fiat 640 DT, Forst

Unterfahrschutz, Fest -

aufbauwinde Kyburz,

Schneeschild Boschung,

4 Schnee ketten, Fr.

12'000 079 287 52 89

Dieseltank, 640 l, mit

Auffangwanne

078 615 49 73

Säkombination Duzi,

Jg. 1993, 2.5 m, Preis auf

Anfrage; Sämaschine

Nogsten, 2.5 m, Preis auf

Anfrage 079 617 61 86

Ladewagen Bucher T20K,

hydr. Pick up, Weit -

weinkelgelenkwelle,

Beuchtungsanlage,

guter Zustand, sofort

einsatz bereit, Fr. 2400

062 394 10 29

Güllenverteiler

Fankauser 3, Antrieb

mechanisch, Fr. 390

041 921 16 35

Motorsäge Stihl 066;

Teile, zu Rapid U9;

Flaschenzug, 1 t;

Pflegerad 9 x 32,

zu Hürlimann D90

041 921 28 49

Mistzetter Pöttinger

2200, Tiefgang, älteres

Modell; Pneuwagen

Marolf, 4 Rad, Metall,

500 x 200 cm, Ges.

Gewicht 10'000 kg

071 944 13 60

Pendeltüre Sigrist, Breite

ca. 330 cm, Höhe 290

cm; Elektrogerät für

Stallblitz; Milchtause,

50 l, neuwertig, Milch -

filter 071 944 13 60

Spritze Birchmeier, 400 l,

mit Haspel ohne Balken;

Ladewagen Hamster

Junior, einsatzbereit

061 871 03 96

Remorque basculante,

3 côtés, 3 essieux, freins

hydrauliques; charrue

trisocs Kverneland

EA - 120 - 8; Chiesel Ott,

2.80 m, 9 dents

026 652 32 38 /

079 728 96 25

Feldspritze Birchmeier,

12 m, neue Pumpe 2009,

Fr. 1600; Güllenverschlauchung

Schneckenpumpe,

60 m 3 , 500 m

PE-Rohr, Ø 60, Fr. 5000

071 927 12 34

Ladewagen Bucher T20K,

Breitreifen, gut erhalten,

Fr. 3000; Federzahnegge,

1 Krümmler, Fr. 300

079 631 28 15

Zaunpfähle, div., 1.70 m

lang 079 748 30 57

Ballenförderband

079 426 06 35

Sternhackgerät Haruwy,

4-reihig, in sehr gutem

Zustand, Fr. 2700

079 810 43 53

Traktor New Holland

TVT, 190 PS, Vario

Getriebe 2004, 3500 Std.

FH, Fr. 89'000

079 472 55 17

Smart Passion Cabriolet,

frisch ab MFK und

Service, silber, Jg. 2002,

93'000 km, 8-fach

bereift, Klimaanlage,

gepflegter Zustand, Fr.

5500 079 414 57 67

Heuschrote Lanker,

380 Volt, Fr. 450

079 641 80 49

Förderband Wetter, 6 m,

Fr. 600 062 299 12 47

Faser-Plast-Fass,

Rickenbach, 600 l, 4 Stk;

Flaschen, Chianti;

Holzmostfass, ca. 500 l

071 648 20 12

Intensivaufbereiter AG

Rar Sprinter, wenig

gebraucht, 2008

079 777 15 88

Breifutterautomat, für

Mastschweine, 2 Fress -

plätze, Marke Stuber

Gächliwil

079 774 93 49 BE

Frontlader Alö Quicke

2000, passend zu MF

135, mit Konsole,

Mistgabel und Schaufel

dazu 052 745 22 18

Süssmostflaschen, 25 l à

Fr. 25, sauber gewaschen;

Kunststoff-Chischtli,

alle zusammen Fr. 50,

versch. Grössen; Holz -

pfähle, 1.5 m à Fr. 3

052 232 22 69

2 Räder komplett,

Deutz-Fahr, 12.4R32,

6-loch; 4 Räder, VW

Polo, 155/70/13

032 392 37 36 /

079 414 01 29

Milchpumpen,

verschiedene; Steck -

dosen, verschiedene,

I 75/40/25/15

061 901 71 50

Frontlader zu Fendt GT

255 / 275, Euronorm,

hydr. kippbar; Doppel -

räder Müller 11.2 x 36;

Kartoffel-Vollernter

Hassia, Typ SBL, eigene

hydr. Versorgung, Lenk -

achse 079 739 08 92

Motormäher Aecherli;

Kulturegge, 2 m;

Rebpflug, antik; Roller

Suzuki AN125, Motorschaden,

Ideal für Unfall -

reperatur 079 672 94 13

Gummiförderband

Blaser, 8m; Gummi -

förderband, 14 m und

6 m; Gummiförder -

bänder, diverse, ab 2 m

033 437 51 54 /

079 628 83 80

MF 6150 FH / FZ,

Jg. 1997, 4800 Std.,

Doppelräder, Schneepfluganbau;

Schlegelmulcher

Agricom, mit

Seitenschub; Sichel -

mulcher Perfect; Förder -

band Blaser, 6 m; Heu -

gebläse Wild, Motor

30 PS; Rapsschere

079 680 63 87

Dosiergerät Neuro, 6 m,

mit Querförderband,

Gebläse, Heuverteiler,

Heulüfter; Kleinballenpresse

Welger AP61,

sehr guter Zustand

031 751 04 23

Silo Rotaver, 60 m 3 ,

gut erhalten, günstig

081 941 13 27 /

078 902 60 14

Kabine zu Mähdrescher

Deutz-Fahr; Hydrauliköl-

Kühler 079 653 96 35

Fortsetzung

Seite 70

Grösserer Gewinn

dank mehr Milch

Ecocorn DA wl

verbessert den

Gärverlauf

(Wirtschaftlichkeit),

gegen

Nachgärungen

Mehr Milch? Wie?

Das erfahren Sie

in Ihrer LANDI oder

unter www.landi.ch

Mais Conservit

Mais Kofasil

gegen

Nachgärungen

Luprosil Agro

Lupro Grain

gegen

Nachgärungen

Maissilage

SILIERMITTEL

Qualität muss nicht teuer sein!

angenehm anders

www.landi.ch

Hyproclor flüssig

Alkalisches Reinigungsund

Desinfektionsmittel,

Kanister 25 kg 96150

AKTUELL

Hyproclor Pulver

Sack 25 kg 96158

AKTUELL

82.-

AKTUELL

72.-

Hypracid flüssig

Saures Reinigungsmittel,

zur Entfernung von Milchstein

und Kalk ablagerungen,

Kanister 25 kg

96152

49.-

AKTUELL

57.-

Hypracid Pulver

Sack 25 kg 96162

gültig: 03.– 30. 09. 10

58 9 2010 · UFA-REVUE


Spreu mit Potenzial

KURZMELDUNGEN

NUTZTIERE

Als Strohersatz weist Spreu in Geflügel-,

Schweine- und Rindviehställen

eine hohe Saugfähigkeit sowie eine

homogene Struktur auf. Zu den arbeitswirtschaftlichen

Vorteilen von

Spreu gehören das tiefe Raumgewicht

von 25 bis 50kg/m 3 . Verglichen

mit Stroh braucht es weniger

Einstreumaterial, die Güllekanäle

und Schleppschläuche werden nicht

verstopft und der Mist baut sich

besser ab. In der Geflügelhaltung ist

die Verletzungsgefahr gegenüber

Holzspänen geringer. Vom Einstreuen

abgeraten wird bei Spreu aus fusarienbefallenen

Getreidebeständen,

handelt es sich in diesem Fall

doch sozusagen um eine konzentrierte

Mykotoxin-Menge. Nutzen

bringt Spreu auch als Futtermittel,

als Co-Substrat in Biogasanlagen, als

Heizmaterial oder als Unterlage bei

Erdbeerkulturen.

Das Sammeln der 1 bis 2t Spreu, die

pro Getreidehektare anfallen, bietet

ein Wertschöpfungspotenzial von

200 bis 400Fr. Zusammen mit Technikfirmen

hat die Schweizer Hochschule

für Landwirtschaft darum eine

alte Idee neu belebt und einen

Spreusammler für Drescher entwickelt.

Ab 2011 dürften die ersten

Modelle auf den Markt kommen.

Wegen seinem tiefen Raumgewicht

wird Spreu für den Transport in Folien

verpackt und zu Ballen à 175 bis

260kg/m 3 gepresst.

Für nachhaltige

Sojaimporte

Soja aus umwelt- und sozialgerechtem

Anbau beschaffen und

gemeinsam den Mehrwert vermitteln:

Wichtige Akteure der

Schweizer Soja-Wertschöpfungskette

– darunter einige Detailhändler,

Bauernverbände, mehrere

Sojahändler inklusive fenaco-GOF

sowie der WWF – haben ein Netzwerk

gegründet, das den Anteil

nachhaltig produzierter Soja bis

Geburtshilfe entscheidend

Mit zunehmender Wurfgrösse und

somit einer verlängerten Abferkeldauer

steigt das Risiko für tot geborene

Ferkel. Dies bestätigt eine

Studie an der deutschen Hochschule

Anhalt über zwei Jahre mit 280

Abferkelungen. Das Hauptaugenmerk

während der Abferkelung soll

demnach dem Zeitabstand zwischen

zwei Ferkeln gelten. Durch

geburtsunterstützende Massnahmen

lassen sich Verluste reduzieren.

Aufruffütterung?

Aggressive Auseinandersetzungen

nehmen unter trächtigen Sauen ab,

wenn die Tiere über ein Aufruf-,

statt über ein Abruffütterungssystem

versorgt werden. Das zeigen aktuelle

Versuche in Deutschland. Bei

der Aufruffütterung werden die Tiere

durch akustische Signale fürs

Fressen «eingeladen». Die Forscher

erhoffen sich von der Aufruffütterung

auch einen Beitrag gegen Ferkelverluste

durch Erdrücken.

WHO beurteilt H1N1 neu

Die weltweite Gesundheitsorganisation

WHO hat die Gefährlichkeit

der pandemischen H1N1-Grippe

herabgestuft. Das H1N1-Virus ist

bei der sogenannten Schweine- und

der Vogelgrippe beteiligt.

Auf tiefe Zellzahlen züchten

In zwei Dritteln aller Fälle lässt eine

hohe Zellzahl auf eine erhöhte Mastitisanfälligkeit

schliessen. Wie

wichtig die Berücksichtigung des

entsprechenden Zuchtwerts (ZW)

ist, bestätigt eine Studie des Braunviehzuchtverbands,

in der die Zellzahlen

der Töchter von guten (ZW

über 115) und schlechten Vererbern

(ZW unter 85) miteinander verglichen

wurden. Es zeigte sich, dass

der Anteil an Milchproben mit über

150000 Zellen pro Milliliter mit

dem Einsatz «guter» Stiere deutlich

abnahm. Konkret um rund 15% in

der ersten Laktation und zirka 20%

in den folgenden Laktationen.

Schafsömmerung: Umtriebsweide

mit Vorteilen

Durch das Umtriebsweidesystem

wird ein einheitlicherer Weidedruck

auf die verschiedenen Gebiete einer

Alp ausgeübt als wenn die Schafe

frei weiden können. Das bestätigt

eine Untersuchung von Agroscope.

Die Studie zeigt ausserdem, dass die

Floravielfalt via Umtriebsweide verbessert

werden kann.

Wanderer vor gefährlichen

Tieren warnen

Mutterkühe, die ihre Kälber verteidigen

wollen, oder Stiere können

für Wanderer eine Gefahr darstellen.

Die Weideeinteilung sowie die

Linienführung von Wanderwegen

müssen daher geprüft und optimiert

werden. Bei vielen Weiden

mit stark frequentierten Wanderwegen

sind Informationstafeln

über das richtige Verhalten angebracht.

Wanderer sollen immer einen

ausreichenden Sicherheitsabstand

zu den Tieren halten und den

Wanderweg wenn möglich nicht

verlassen. Die Kälber dürfen von

den Wanderern auf keinen Fall gestreichelt

werden. Ein Hund erregt

bei Kühen, Rindern und Stieren erhöhte

Aufmerksamkeit und weckt

das angeborene Abwehrverhalten.

Hunde sind deshalb an der Leine zu

führen und im Notfall loszulassen.

www.landwirtschaft.ch

2014 auf 90% steigern will. Die

Schweiz importiert für Futtermittel

jährlich rund 250000t Sojaprodukte.

Davon sind bereits heute

50% nach den Basler Kriterien zertifiziert.

Das heisst, der Urwald in

den Soja produzierenden Ländern

wird geschützt.

Steigen mit den strikteren Einfuhrbestimmungen

nun die Preise?

«Solange die Nachhaltigkeit mit

der GVO-Freiheit einhergeht, ist

dies nicht der Fall oder zumindest

nicht spürbar», so Paul Klemenz,

der bei fenaco-GOF den Geschäftsbereich

Futterproteine leitet.

Die grosse Preisdifferenz komme

von der GVO-Freiheit, welche

etwa 3 bis 5Fr. pro 100kg Soja

ausmache. Heute seien die wesentlichen

Produzenten von GVOfreier

Soja nach Basler-Kriterien

zertifiziert, so dass bei diesen Anbietern

gar nicht mehr «ohne

Nachhaltigkeit» gekauft werden

könne.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 9 2010 59


BIO-SEITE

Tierhaltungskompetenz aus

einer Hand

AUF DEM BETRIEB BOLZ hat sich in letzter Zeit viel verändert. 2004 und 2008

wurde je ein Stall für 4000 Aufzuchtlegehennen gebaut. Der Einstieg in die Geflügelhaltung

hindert den Bio-Betrieb nicht, auch in der Milchviehhaltung am Ball zu bleiben.

«Ich möchte nicht mehr zurück»,

sagt Thomas Bolz, wenn er heute auf

seinen Entscheid zurückschaut, Bio-

Landwirt zu werden und in die Geflügelhaltung

einzusteigen. Nach der Umstellung

auf Bio und Aufgabe der

Schweinezucht stockte er seinen 14.5ha

grossen Betrieb im thurgauischen Amlikon-Bissegg

um zwei Ställe mit je 4000

Plätzen für künftige Legehennen auf. Die

2 Mio. Fr. investiert, Praxis profitiert

UFA hat diesen Sommer 2 Mio. Fr. ins Bio-Werk Hofmatt

investiert, wo ein grosser Anteil an Schweizer Bio-Rohwaren

verarbeitet wird. Die Investition reduziert den Energiebedarf

des Werkes um weitere 100 000 kW pro Jahr, die neue

Melassiermaschine ermöglicht eine schnellere und damit

flexiblere Futterproduktion und das modernisierte Computersystem

erlaubt eine noch genauere Rückverfolgbarkeit der

verschiedenen Futterbestandteile. Die gewonnene Flexibilität

wird genutzt, um neu auch Crumbs für verschiedene

Tierarten anzubieten. Von den Investitionen profitieren die

Tierhalter in Form von qualitativ hochwertigem Bio-Futter zu

höchstmöglicher Sicherheit und günstigem Preis.

In Ton und Bild

«Das gibt es selten, dass ein

Betriebsleiter innerhalb von nur

vier Jahren zwei grosse

Geflügelställe bauen lässt»,

kommentiert UFA-Geflügelspezialist

Martin Fäh die Geschichte

des Bio-Betriebs Bolz. Wie und

warum es zum Einstieg in die

Junghennenaufzucht kam, sehen

Sie im neuen Online-Film unter

www.ufarevue.ch.

Jungtiere werden im Vertrag mit der Rüegg

Gallipor AG aufgezogen. Auf dem

Betrieb der Familie Bolz stehen zudem

22 bis 25 Kühe, welche die Milch für ein

jährliches Lieferrecht von 158000kg

produzieren.

Videofilm zu diesem Artikel

www.ufarevue.ch

Umfassende Beratung Bei der

Stallplanung im Jahr 2008 konnte Thomas

Bolz auch auf die Tipps von UFA-

Berater Martin Fäh zählen. Besonderer

Wert wurde auf effiziente Arbeitsabläufe

(einfach zu reinigendes Material) und

eine hohe Tiergerechtheit gelegt (hell,

«ruhiges» Licht).

«Wir reden über vieles, am wenigsten

fast über die Fütterung», erklärt Martin

Fäh. Der Geflügelspezialist kennt sich

nicht nur in seinem Hauptgebiet, der

Fütterung, aus. Er verfügt auch über einen

reichen Erfahrungsschatz in Haltungsfragen,

zahlreiche Kontakte innerhalb

der Geflügelbranche und weiss,

worauf es für eine gute Zusammenarbeit

zwischen Aufzucht- und Legebetrieb

ankommt: «Ich empfehle, die Hennen

vor der Verschiebung auf den Legebetrieb

zu wägen; so ist die Frage des Abganggewichts

geklärt und es gibt keine

unnötigen Verdächtigungen.»

Öko-effizientes Fütterungssystem

Mehr als sonstwo geht es in der

Bio-Tierhaltung darum, die Futtermittel

Thomas Bolz (l.) und Martin Fäh diskutieren

das optimale Klima im Geflügelstall.

effizient einzusetzen. Dies einerseits aus

ökologischen Gründen, bedeutet jedes

falsch verabreichte Futtermittel doch einen

unnötigen Energieaufwand für Produktion,

Transport und Lagerung. Ein

ausgeklügelter Fütterungsplan wirkt

sich direkt auf die Betriebskasse aus.

Darum hat Thomas Bolz die Fütterung

seiner Kühe mit Werner Zuppiger, UFA-

Berater und Milchviehspezialist, optimiert.

UFA W-FOS berücksichtigt die

Abbaugeschwindigkeit sowie die Fermentationsdauer

der Nährstoffe im Pansen.

Zusammen mit einer Futteranalyse

nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen

bietet dieses Fütterungssystem

die Grundlage für eine gezielte

Ergänzung der Grundfutterration.

Milchviehfutter: 5Fr. Rabatt pro

100kg Zum fünfjährigen Jubiläum

von UFA-W-FOS gibt es pro 100 kg

Bio-Milchviehfutter der UFA (Haupt -

sortiment) bis am 25. September 2010

einen Rabatt von 5 Fr.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

60 9 2010 · UFA-REVUE


TOP

ANGEBOTE

UFA-AKTUELL

UFA-ACTUEL

JUBILÄUMSAKTION

UFA-Milchviehfutter

Rabatt Fr. 5.– / 100 kg

auf erweitertem Hauptsortiment

bis 25.09.2010

AKTION

UFA-Kälbermilchen

Rabatt Fr. 12.– / 100 kg

Vollmilchergänzer: UFA 200/201/

202/203/204/211/212 Bio

Aufzuchtmilchen: UFA 207 instant/

207 plus

Milchnebenprodukte-Aufwerter:

UFA 205 plus/206 finish/208 start/

208/209 start/209 plus

bis 18.09.2010

AKTION

Gratis UFA-Guetzlidose

– zu 150 kg MINEX/UFA-Mineralsalz/UFA

top-form

– zu 500 kg zusätzlich ein Sack

UFA top-form

bis 13.11.2010

AKTION

UFA Schaf- und Ziegenfutter

Rabatt Fr. 5.– / 100 kg

bis 30.10.2010

HYPONA-SPEZIALITÄT

HYPONA 791 Wellness

Rabatt Fr. 20.– / 100 kg

bis 25.09.2010

Jubiläumsaktion: 5 Jahre UFA W-FOS

Vor fünf Jahren wurde das aktuelle

niederländische Fütterungsprogramm

W-FOS von Schothorst

Feed Research innerhalb der UFA-

Milchviehberatung UFA HERD

SUPPORT (UHS) für Schweizer

Verhältnisse angepasst und eingeführt.

Einige tausend UFA-Betriebe

in der Schweiz und tausende von

Betrieben in verschiedenen europäischen

Ländern füttern Milchvieh

erfolgreich nach dieser Methode,

die laufend den neuesten

Ergebnissen der Forschung angepasst

wird.

Im Mittelpunkt des Systems

W-FOS steht nicht nur die Bilanzierung

des Nährstoffangebotes,

sondern auch die Pansendynamik

der Kuh. Umfangreiche Versuche

der Forscher in den Niederlanden

TIPP DES MONATS

CONSEIL DU MOIS

mit fistulierten Milchkühen führten

zu neuen Erkenntnissen und zu

neuen Fütterungsnormen in der

Milchproduktion. Der Fütterungsberater

muss wissen, welche Menge

und wie rasch Energie- und Proteinträger

im Vormagensystem abund

umgebaut werden.

So kann er die Fermentierbarkeit

und Abbaugeschwindigkeit

der einzelnen Rationenkomponenten

bei der Rationengestaltung

berücksichtigen

und das

Ergänzungsfutter

kann exakt auf die

Grundfutterration

abgestimmt

werden. Mehr

Effizienz, sprich

mehr Milch aus

dem aufgenommenen Futter und

schliesslich tiefere Futterkosten

pro kg Milch ist das Resultat.

Bis am 25.9.2010 erhalten

Sie einen Rabatt von Fr. 5.–

pro 100 kg auf dem erweiterten

Milchvieh-Hauptsortiment.

MINEX schleckt jede Kuh weg!

WERNLI schleckt jeder Bauer weg!

Beim Kauf von 150 kg MINEX/

UFA-Mineralsalz und/oder UFA

top-form erhalten Sie jetzt gratis

eine exklusive Guetzlidose. Wenn

Gratis Guetzlidose

zu 150 kg

MINEX / UFA-Mineralsalz /

UFA top-form.

Vom 30. August bis

13. November 2010 in Ihrer

LANDI (solange Vorrat).

Sie gleich 500 kg beziehen, erhalten

Sie gratis eine Guetzlidose und

einen Sack (30 kg) UFA top-form,

Wirkstoffkonzentrat für Kalberkühe

mit 4.2 kg Milchproduktionspotenzial.

NEU: UFA 197 Biotin

Dank hoher Konzentration der Inhaltsstoffe

und dem Kalzium/

Phosphor-Verhältnis von 2.4 : 1 ist

UFA 197 Biotin besonders geeignet

zur Ergänzung von Rationen

mit bis zu 50 % Maisanteil. In Betrieben

mit Ganzjahressilage und

wenig Weide sorgt dieses Mineralsalz

auch für die notwendige Ergänzung

des Beta-Carotins. Neben

dem organisch gebundenen Selen,

welches die Versorgungssicherheit

erhöht, enthält dieses Mineralsalz

Biotin zur Unterstützung einer guten

Klauen- und Eutergesundheit.

NEU: UFA top-form DAC

Die Energiebombe mit 13.2 MJ

NEL für die Kraftfutterstation.

Dank spezieller Herstellungstechnik

verklebt das Futter nicht und

kann über den Zudosierer zusammen

mit dem Leistungsfutter verabreicht

werden.

UFA-REVUE · 9 2010 61


UNTERWEGS MIT...

EN ROUTE AVEC…

UFA-Kälbermastspezialist Martin Baumeler

Kälbermastspezialist Martin Baumeler

ist in der Zentralschweiz und im Tessin

für die Kälbermäster im Einsatz. Er unterstützt

seine Kunden bei Fragen rund

um das Stallklima, Tiergesundheit oder

bei allgemeinen Fütterungsfragen. Zudem

stellt er mit seinen Kollegen aus

dem UFA-Beratungsdienst Sursee den

Tränkeautomatenservice während sieben

Tagen in der Woche sicher. Martin

Baumeler stellt fest, dass nur gesunde

Tiere hohe Tageszunahmen

mit der gewünschten

Fleischqualität erreichen können.

Das muss das Ziel eines

jeden Mästers sein. Durch kleine

Anpassungen im Management

konnten die Mastleistungen

auch auf dem Betrieb von

Roberto und Stefania Canonica

im Tessin wesentlich verbessert

werden, was sich positiv auf die

Wirtschaftlichkeit, aber auch

auf Freude und Motivation auswirkte.

Erster Kontakt mit Kühen

Roberto Canonica ist in der Nähe

von Lugano aufgewachsen und

verbrachte seine Schulferien jeweils

auf verschiedenen Alpen im

Bleniotal als Hirtenjunge. Nach

Abschluss der Schreinerlehre,

stieg er 1991 in der Val Colla mit

vier Kühen und einem Rind in die

Landwirtschaft ein. Er suchte und fand

im Jahr 2000 einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb

in Leontica, den er 2003

umbaute. Der alte Stall wurde in einen

Laufstall mit 22 Plätzen umgewandelt.

In der neuen Liegehalle wurden für die

Mastkälber drei verschiedene Buchten

integriert.

Leidenschaftliche Tierzüchter

Roberto und Stefania Canonica mästen

über das ganze Jahr Kälber. Über den

Sommer bleiben ihre Milchkühe zu

Hause. Das Jungvieh und die Galtkühe

werden gealpt. Da die Kälbermast im

Tessin nicht weit verbreitet ist, können

alle Tränker in der Region eingekauft

werden. Bei den Besamungen der eigenen

Kühe ist sich das Betriebsleiterpaar

nicht immer einig, denn Roberto ist passionierter

Viehzüchter und möchte

möglichst viele tolle Kuhkälber. Währenddessen

zeigt Stefania mehr Freude

an Mastrassenkälbern, denn schliesslich

sei die Kälbermast ihr Haupteinkommen

auf dem Betrieb. So werden nur die besten

Kühe mit guten Brown Swiss Stieren

besamt, die andere Hälfte vorwiegend

mit Limousin Genetik.

Ein waches Auge… Alle Tränker

werden während mindestens 14 Tagen

in einer Quarantänebucht, welche sich

im alten Gebäudeteil befindet, eingestallt.

Dort können die Kälber genau beobachtet,

gut angetränkt und nach einem

mit dem Tierarzt erarbeiteten Einstallungskonzept

prophylaktisch behandelt

werden. Im Anschluss an die

Medizinierung wird während 10 Tagen

UFA top-start mit leicht löslichen Vitaminen

und Spurenelementen (Eisen) für

eine gute Abwehrkraft der Kälber verabreicht.

Sobald eine Gruppe von rund

zehn Kälbern gebildet werden kann,

wird diese in den Maststall umgestallt.

Nach Möglichkeit bleiben die Kälber bis

zum Mastende zusammen, ohne dass

neue Tiere dazustossen. Im Maststall

werden die Kälber mit zwei weiteren

Tränkeautomaten gefüttert. Das Tränkeregime

kann somit besser auf die einzelnen

Gruppen abgestimmt werden. Zugleich

können mehrere Kälber

gleichzeitig getränkt werden, dadurch

sind die Tiere ruhiger und wachsen mit

weniger Stress auf. Im Winter wird die

Vollmilch mit der Ergänzungsmilch UFA

Mittels Umarmung (Brustumfang)

schätzt Stefania den

optimalen Schlachtzeitpunkt.

Martin Baumeler, Hirzmatt, 6114 Steinhuserberg

Familie verheiratet mit Annelis

Geboren 26. Oktober 1969

Ausbildung gelernter Landwirt, während 10 Jahren

Lehrlingsausbildner bei der Traveco,

seit 1. Juli 2008 Kälbermastspezialist im

Beratungsdienst Sursee

Hobbies Bienenzucht und Trychlerclub

Motto «Durch Tipps für kleine Anpassungen im

Management wie auch in der Fütterung

den Erfolg in der Kälbermast positiv

beeinflussen.»

Wirkstoffe für Kälber Vitamine

unterstützen das Immunsystem, die Bildung

von lebensnotwendigen Hormonen

und sind bei der Bereitstellung von

Energie beteiligt. Die Mikronährstoffe

sind für den Aufbau von körpereigenem

Gewebe zuständig. Auch für die Entgiftung

des Körpers sowie die Funktionen

der Enzyme haben Vitamine wichtige

Aufgaben.

Als «Nichtwiederkäuer» müssen dem

Mastkalb sowohl die fett- als auch die

wasserlöslichen Vitamine zugeführt

werden. Der Bedarf an Vitaminen wird

mit Vollmilch allein nicht abgedeckt. Bei

ungenügender Versorgung mit Vitamin

E und Selen ist die Entwicklung und

Funktion der Skelett- und Herzmuskulatur

(Weissmuskelkrankheit) gestört. Vitamin

E sichert die optimale Nutzung

des zugeführten Eisens und ist an der

Entgiftung von schädlichen Stoffwechselprodukten

beteiligt. Vitamin A beeinflusst

das Wachstum, die Bildung von

Haut, Schleimhäuten und von Knorpelgewebe.

Vitamin D ist für die Knochen

wichtig. Verkrümmte Gliedmassen oder

aufgetriebene Gelenke können ein Zei-

62 9 2010 · UFA-REVUE


202 aufgewertet. Da über den Sommer

weniger Vollmilch auf dem Betrieb anfällt,

wird auf UFA 201 mit einem höheren

Anteil Milchprotein gewechselt.

Stefania protokolliert täglich den Verzehr

ihrer Mastkälber. Sobald ihr auffällt,

dass die Tränkemenge zurückgeht,

setzt sie über einen Zudosierer am Tränkeautomaten

das Wirkstoffkonzentrat

UFA top-fit ein.

…und gutes Management… Mit

Leib und Seele betreut Stefania ihre

Mastkälber. So überrascht ihr Übername

in Leontica mit «La mamma dei vitelli»

nicht. Geht es gegen das Mastende zu,

misst die ehemalige Bankangestellte

den Brustumfang der Kälber mit ihren

Armen. Reichen die Hände noch übereinander,

ist das gewünschte Schlachtgewicht

von rund 130 kg noch nicht erreicht.

Stefania streichelt ihre Kälber bei

der täglichen Einstreuarbeit und beobachtet

jedes einzelne auf dessen Wohlbefinden.

Fällt ihr etwas auf, reagiert sie

sofort und behandelt die Kälber bei

Durchfall mit eigenem Tee und verabreicht

ihnen mit UFA-Hydrostop verlorengegangene

Elektrolyte. Der neu eingebaute

Grossraumlüfter und eine gezielte

Fliegenbekämpfung sorgen für gute

Luft im Stall.

…zahlen sich aus Von den im

2010 geschlachteten 57 Terra-Suisse

Mastkälbern erreichten 22 Kälber die

Taxierung C, 18 H und 13 Kälber wurden

mit der Fleischigkeit T+ beurteilt.

Qualitätskalbfleisch zu produzieren

macht Freude. Roberto und Stefania

wollen sobald sie genügend Geld gespart

haben, in einen neuen Kälberstall

investieren.


BLICKPUNKT

POINT DE VUE

Roberto

Canonica

«Es ist ‹incredibile›

(unglaublich), wie

die Kälber auf

UFA top-fit reagieren

und der Verzehr

wieder ansteigt.»

Roberto und

Stefania Canonica

vor schlachtbereiten

Mastkälber.

Der Betrieb der Canonica liegt auf der Westflanke des Bleniotals im Tessin.

chen von Vitamin D-Mangel sein. In der

Kälbermast haben sich folgende Produkte

zur Ergänzung von Wirkstoffen

bewährt:

UFA-Eisenpaste

Orale Verabreichung mit hochverwertbarem

Eisen, Selen und Vitamin

A+E zur Blutbildung.

UFA top-start

Leicht lösliches Vitamin- und Spurenelementkonzentrat

zur Ergänzung der

Tränkemilch in den ersten Lebenswochen.

Die einfache Art um eine genügende

Eisenversorgung sicherzustellen.

Unterstützt die Abwehrkräfte der

Kälber und fördert die Sauglust.

UFA top-fit

Wirkstoffkonzentrat zu Vollmilch.

Fördert Vitalität und Widerstandskraft

der Kälber ab der dritten Lebenswoche.

UFA-Hydrostop

Zur Zwischentränke. Ersetzt verloren

gegangene Flüssigkeit und Elektrolyte

bei Durchfall.

UFA-Solvi

Multivitaminpräparat mit Elektrolyten

und Spurenelementen. Verbessert

die Resistenz bei Stress oder

Verdauungsstörungen.

UFA-Antifex

Wiederaufbau einer gesunden

Darmflora nach Verdauungsstörungen.

UFA-Mineralleckstein für Kälber

Mineral- und Spurenelemente für

ein schnelles Wachstum und einen

guten Knochenbau. Stillt das Leckbedürfnis

und stärkt das Immunsystem.

Betriebsspiegel

Roberto und

Stefania Canonica

La Lobbia,

6716 Leontica

LN: 20 ha Grünland

in BZ 3 und 4

Tierhaltung: 15 Brown

Swiss Kühe,

11 Stk. Jungvieh,

40 Kälbermastplätze

Arbeitskräfte: Betriebs -

leiterehepaar

UFA-REVUE · 9 2010 63


KÄLBERHALTUNG

VACHES ALLAITANTES

Aktion UFA-Kälbermilchen

Wer jetzt Tränker einstallt, kann Ende

Jahr mit guten Bankkälberpreisen

rechnen. Durch die Aufwertung der

Vollmilch mit der passenden Ergänzungsmilch

wird die geforderte

Schlachtkörperqualität erreicht.

Breites Sortiment für richtige

Ergänzung UFA-Kälbermilchen

zeichnen sich durch hohe, gleich bleibende

Qualität und ausgewogene Gehalte

aus. Mit UFA 200 / 201/ 202 /

203 / 204 und UFA 212 stehen für alle

Produktionsrichtungen und Vollmilchmengen

die richtigen Vollmilchergänzer

zur Verfügung. Für Betriebe,

Jetzt Rabatt

Fr. 12.–/100 kg auf dem Sortiment

UFA-Kälbermilchen.

Bis 18. September 2010

in Ihrer LANDI.

HOBBYTIER-ECKE

ANIMAUX D’AGREMENT

die wenig Milch in der Aufzucht vertränken

wollen, bieten die Aufzuchtmilchen

UFA 207 instant, 207 plus

und die neue 5-Sterne-Milch UFA 209

start eine wirtschaftliche Alternative.

Aktion über das ganze Sortiment

Vom 23. August bis 18. Sep-

Leistungsgerechte Fütterung

Jetzt Aktion: Schaf- und Ziegenfutter

Das Sortiment der

Schaf- und Ziegenfutter ist bis am 30.

Oktober aktioniert. Der Rabatt beträgt

Fr. 5.– pro 100 kg. Die UFA-

Kombifutter werden von den Tieren

gern gefressen und im Pansen der

Kleinwiederkäuer langsam abgebaut.

Energie und Protein werden so kontinuierlich

freigesetzt.

ProRumin – Neu mit Lebend -

hefen Der Futterzusatz ProRumin

enthält neben Kräutern und Niacin

neu auch Lebendhefen. Diese fördern

die Pansenaktivität, was den Futterverzehr

und auch die Leistung steigert.

Dank den Lebendhefen kann

sich die Pansenflora der Kleinwiederkäuer

besser entwickeln, was einen

stabileren Pansen-pH zur Folge hat.

Das Milchleistungsfutter UFA 772

und das Aufzuchtfutter UFA 763 enthalten

den Futterzusatz ProRumin.

tember 2010 erhalten Sie einen Rabatt

von Fr. 12.– pro 100 kg UFA-Kälbermilch.

Sowohl die Vollmilchergänzer

wie auch die Aufzuchtmilchen und

Milchnebenprodukte-Aufwerter sind

aktioniert. Profitieren Sie von dieser

Aktion und decken Sie sich mit UFA-

Kälbermilchen ein.

Aktioniertes

UFA Schaf- und Ziegenfuttersortiment

UFA 772 ProRumin

Milchleistungsfutter für laktierende

Auen und Ziegen

UFA 766 Kombi

Ergänzungsfutter zu ausgeglichenem

Grundfutter

UFA 765 Kombi

Ergänzungsfutter zu eher proteinreichem

Grundfutter wie Dürrfutter,

Gras, Grassilage

UFA 767 Kombi

Ergänzungsfutter zu energiereichem

Grundfutter wie Rüben,

Mais, Rübenschnitzel

UFA 763 ProRumin, UFA 864 Bio

Ergänzungsfutter für Lämmer und

Gitzi ab 3. Lebenswoche

LESE-FUTTER

À LIRE

Bei Blähungen

Besonders im Herbst steigt die

Gefahr von Pansenblähungen.

Rohfaserarmes Zwischenfutter

mit viel Rohprotein oder auch

Ausfallraps bilden im Pansen

grosse Mengen an Gas. Das

geruchsneutrale UFA-Rumilac

mit reinem Lebertran und

Kräutern beugt vor. Es enthält

Vitamin A, E, Omega-3 Fett -

säuren und mindert bei Rind -

vieh, Schafen und Ziegen auf

einfache Art die Gefahr von

Blähungen.

Wellness für Ihr Pferd

Das beliebte HYPONA 791

Wellness kann zur Aufwertung

des Futterangebotes für Pferde

eingesetzt werden. Es enthält

exklusive Futterkomponenten

wie Sonnenblumenkerne,

Leinsaat, Kräutermischung,

Johannisbrot, Dinkelspreu und

Apfeltrester und sorgt für

Wohlbefinden und Fellglanz.

Jetzt aktioniert in Ihrer LANDI!

Kaninchenzucht- und

Mastplätze gesucht

Das Bedürfnis nach Schweizer-

Kaninchenfleisch ist gross.

Damit die Nachfrage auch in

Zukunft gedeckt werden kann,

sucht die UFA Interessierte, die

in diesem Sektor einsteigen

wollen. Der Kaninchenspezialist

der UFA zeigt Ihnen gerne

verschiedene Möglichkeiten der

Profi-Kaninchenhaltung auf.

UFA-Berater

Services techniques

3052 Zollikofen

058 434 10 00

1070 Puidoux

058 434 09 00

6210 Sursee

058 434 12 00

9500 Wil

058 434 13 00

ufa.ch

64 9 2010 · UFA-REVUE


nach Bayern, 4. bis 6. Oktober 2010

EXKURSION

Milchwirtschaftliche Exkursion

NUTZTIERE

Die UFA-Revue organisiert anfangs

Oktober eine Fachreise nach Bayern

und Vorarlberg. Besichtigt wird eine

breite Palette an Melkverfahren und

Melkmaschinen-Fabrikaten.

Bayern gehört zu den traditionsbewussten

Bundesländern, die über eine fortschrittliche

Landwirtschaft verfügen.

Die Milchproduktion ist dort die wichtigste

Einnahmenquelle der Landwirte.

In rund 40 042 Milchviehbetrieben

werden zirka 1.24 Mio. Milchkühe der

Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein

gehalten. Damit stehen 30 % aller

Milchkühe der Bundesrepublik

Deutschland in Bayern. Ein Durchschnittsbetrieb

hält dort 31 Kühe.

Programm

Die Exkursion vom 4. bis 6. Oktober

2010 ermöglicht einen vertieften Einblick

in die bayerische Milchproduktion,

die sich in ähnlichen strukturellen

und topographischen Verhältnissen befindet

wie jene der Schweiz.

Montag, 4. Oktober

Um 6 Uhr fährt der Bus in Freiburg ab.

Für den Zustieg weiterer Reiseteilnehmer

hält er beim Motel Egerkingen, bei

der Landwirtschaftsschule Wülflingen

sowie der Raststätte Thurau. Auf

dem Weg nach Bayern findet eine Besichtigung

des Bio-Gutsbetriebs Rheinhof

im vorarlbergischen Hohenems

statt. In einem modernen Laufstall werden

45 Braunviehkühe gehalten, die

in einem 2 x 4 Fischgeräten-Melkstand

mit Herdenmanagement gemolken

werden.

Am späteren Nachmittag trifft die

Reisegruppe in Wald (bei Marktoberdorf)

ein, wo der Familienbetrieb Babel

besucht wird. Die 70 Kühe werden mit

dem «Fullwood»-Melkroboter «Merlin»

gemolken. Im professionellen Hotelbetrieb

der Familie Babel sind zwei

Nachtessen und Übernachtungen geplant.

Dienstag, 5. Oktober

Nach dem Frühstück geht es nach

Kempten zum Spitalhof, ein Lehr-, Versuchs-

und Fachzentrum für Milchviehhaltung

und Grünland. Für praktische

Versuche dienen ein 2x6 Fischgrätenund

ein 2x3 Tandem-Melkstand der

Firma Happel.

Auf dem Nachmittagsprogramm stehen

ein Familienbetrieb mit 65 Kühen,

die mit einem Lely-Roboter gemolken

werden, eine Käserei sowie eine Brauerei.

Mittwoch, 6. Oktober

In Hugelfing wird ein Privatbetrieb mit

60 Fleckviehkühen und einem 2x8 Side

by Side-Melkstand besichtigt. Zu guter

Letzt gibt es einen Betrieb mit 2 x 16

Swing over der Marke «WestfaliaSurge»

zu sehen.

Leistungen

Im Pauschalpreis von 545Fr. sind folgende

Leistungen inbegriffen:

• Fahrt im Komfort Car Eurobus.

• Zwei Übernachtungen im 3* Hotel,

Basis Doppelzimmer, mit Frühstückbuffet.

• Alle Mahlzeiten vom Mittagsessen

am 4. bis zum Zvieri am 6. Oktober.

• Alle im Programm aufgeführten Besichtigungen

(Programmänderungen

vorbehalten).

• Reiseleitung der deutsch sprechenden

Gruppe durch Dusan Nosal.

• Reiseleitung der französisch sprechenden

Gruppe durch UFA-Revue

Redaktor Cyril de Poret.

• Um die Versicherung einer allfälligen

Annullierung oder anderer unvorhergesehener

Kosten kümmert sich jeder

Teilnehmer selber.


Anmeldetalon zur UFA-Revue Exkursion nach Bayern 2010

So schnell wie möglich, spätestens bis 20. September 2010 (Platzzahl beschränkt) einsenden an:

UFA-Revue, Bayern-Exkursion, Postfach 344, 8401 Winterthur

Name

Strasse

Vorname

PLZ/Ort

Natel Festnetz Einsteigeort

Unterkunft Doppelzimmer Ich bin bereit, ein Doppelzimmer zu teilen.

Datum

Einzelzimmer (Zuschlag 50 Fr.)

Unterschrift

In Bayern herrschen

topographisch und

strukturell ähnliche

Voraussetzungen wie

in der Schweiz.

Bild: Bayern Tourismus


UFA-REVUE · 9 2010 65


NUTZTIERE

Für keimfreie Sauberkeit bei

der Milchgewinnung

REINIGUNGS- UND DESINFEKTIONSMITTEL tragen entscheidend zu einer

hohen Milchqualität bei. Obwohl sie heutzutage in minimaler Dosierung zum Einsatz

kommen, entfalten sie eine effiziente Wirkung, wenn die Einsatzbedingungen stimmen.

Simon

Bamert

Die Zwischen -

desinfektion des

Melkzeuges

nach jedem Tier

beugt der

Verschleppung

von Mastitiserregern

vor.

Unerwünschte Keime gelangen

über unterschiedlichste Wege in die

Milch. Neben mangelnder Melkhygiene

können auch verschmutzte

Futtermittel oder ein dreckiger Stall für

Probleme sorgen. Sind die Keime einmal

in der Milch, geht es schnell. Bei optimalen

Bedingungen verdoppeln sie

sich alle 20 Minuten.

Vier Faktoren beeinflussen den Erfolg

bei der Reinigung von Melkanlagen:

Reinigungsmittel, Reinigungszeit,

Temperatur der Reinigungslösung und

Reinigungsmechanik. Säurehaltige Reinigungsmittel

entfernen Mineralien

und Milchstein. Alkalische Mittel beseitigen

Fett und Eiweiss und wirken

desinfizierend.

Ein- oder Zweiphasenreinigung?

Empfohlen wird die alternierende Variante.

Das heisst, dass täglich alkalisch

und sauer gereinigt wird (Tabelle). Die

Einphasenreinigung kommt bei Melkanlagen

und besonders häufig auch in

Milchtanks zur Anwendung. Es wird dabei

nur sauer gereinigt. Die Gefahr, dass

Keime resistent werden, ist bei alternierender

Reinigung geringer.

Im Winter oft zu kalt Die ideale

Temperatureinstellung am Boiler liegt

zwischen 75 und 80°C. Mindestens

Häufigste Fehler

Rund um die Reinigung von Melk -

anlagen kann es an Vielem mangeln:

• Reinigung nicht nach jedem Melken.

• Saure Reinigung zu selten.

• Vorspülen erfolgt zu spät.

• Reinigungsmittel-Kanister leer.

Dosierpumpe zieht Luft an.

• Dosierleitungen der Reinigungsmittel

verstopft.

• Einsatz falscher Mittel.

• Ungenügende Konzentration,

Temperatur oder Einwirkzeit der

Reinigungslösung.

• Schlechte Wasserqualität.

• Mangelhafter Zustand des Reinigungsmaterials.

• Service- und Unterhaltsarbeiten nicht

nach Vorschrift.

• Mangelhafte Aussenreinigung der

Melkanlage.

• Aufbewahrung des Melkzeugs in

schmutziger, feuchter Umgebung.

• Ungeeignete Lagerung von

Reinigungs mitteln.

50°C soll die Lösung am Ende der Reinigung

noch sein, was sich insbesondere

im Winter nicht immer bewerkstelligen

lässt. Eine Massnahme bei zu starker

Abkühlung der Lösung stellt eine erhöhte

Reinigungsmittel-Konzentration dar.

Eventuell kann auch die Boilertemperatur

noch gesteigert werden. Bei der

Handreinigung sollte die Wassertemperatur

45 bis 50°C betragen.

Wichtig nach dem Melken ist das rasche,

lauwarme Vorspülen der Melkanlage.

Die Zirkulationsreinigung dauert

acht bis zehn Minuten. Im Melkroboter

erfolgt die Reinigung des Melksystems

dreimal pro Tag. Zitzenbürsten werden

mit einem Produkt wie Halades 01 des-

66 9 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Eine saubere und aufgeräumte

Michkammer ist die Referenz

für den verantwortungs -

bewussten Milchproduzenten.

infiziert, um schädliche Mikroorganismen

inklusive Sporenbildner zu bekämpfen.

Nicht zu vergessen ist das Vakuumsystem.

Man reinigt es

regelmässig mit einer zweiprozentigen

Lösung wie Halapur und lässt es anschliessend

gut trocknen.

Tabelle: Reinigungskonzept für Melkanlagen

Objekt Reinigungsmittel Anwendung Hilfsmittel / Bemerkungen

Konz. Temp. Zeit

(%) (°C) (Min.)

Variante A Morgens nach dem 0.5 50 20 Reihenfolge kann auch umgekehrt

(alternierende Melken alkalisch: – angewendet werden:

Reinigung) Halapur M oder 70 morgens sauer, abends alkalisch.

Halapur MP.

Abends nach dem 0.5 50 20 Halacid Altag, Halacid P, Halacid S,

Melken sauer: – Halacid flüssig TS

Halacid ... 70 Bioacid, Halacid ultra.

oder Variante B Nach dem Melken 0.5 50 20 Sofort gründlich vorspülen (ideal laualkalisch:

– warm). Endtemperatur bei Rohrmelkan-

Halapur M 70 lage und Melkstand nicht unter 50°C.

oder Halapur MP.

Mindestens einmal 1.0 50 20 Halacid Altag, Halacid P, Halacid S,

pro Woche sauer: – Halacid flüssig TS,

Halacid ... 70 Bioacid, Halacid ultra.

Milchsteinentfernung Zuerst sauer mit 2.0 50 20 Halacid Altag, Halacid P, Halacid S,

Halacid ... – Halacid flüssig TS

70 Bioacid, Halacid ultra.

Danach alkalisch: 0.5 50 20

Halapur M –

oder Halapur MP. 70

Eiweissbelag- Alkalisch mit 3 50 30

entfernung Halapur MP. – –

(Schockreinigung) 5 70

Aufzeichnungen gemacht? Reinigungszeit,

-temperaturen und -mittelmenge

sind mindestens einmal pro Monat

schriftlich aufzuzeichnen. Die

Aufzeichnungen müssen mindestens

drei Jahre aufbewahrt werden.

Hohe Anforderungen für Bio-

Mittel Das Forschungsinstitut für

biologischen Landbau (FiBL) empfiehlt

einige Melkhygieneprodukte wie Bio SP,

Bio AP, Bioacid, Bio AF, Bio SF, Halacid

P oder Halacid S in seiner Betriebsmittelliste.

Diese Mittel sind auf ihre gute

Abbaubarkeit untersucht, wobei auch

für konventionelle Mittel strenge Vorschriften

gelten. Für die Bio-Milchproduktion

ist der Einsatz von Bio-Reinigungsmitteln

nicht zwingend. Bio-

Mittel verfügen über eine gute Wirksamkeit,

vorausgesetzt, dass Faktoren

wie die Reinigungsdauer, -temperatur

und -mechanik stimmen.

Tuch oder Holzwolle? Nicht weniger

als bei der Melkanlage wird eine

hohe Milchqualität bei den Tieren und

im Stall durch eine gute Hygiene gefördert.

Einweg-Eutertücher wie Halanol

und Agraro haben beim Anrüsten gegenüber

Holzwolle den Vorteil, dass sie

ein alkoholbasiertes Desinfektionsmittel

enthalten. Dieses entfernt Keime vor

dem Melken aus den Hautporen und

wirkt pflegend auf Zitzen und Hände.

Feuchte Einweg-Tücher verfügen über

eine gute Reinigungswirkung. Wird das

Melkzeug nach jeder Entnahme mit

spezifischen Geräten und einer Lösung

wie Halades 01 eingesprüht oder getaucht,

vermindert sich die Gefahr, dass

schädliche Keime von einer Kuh zur

nächsten verschleppt werden. Dem Eindringen

von Mastitserregern lässt sich

auch via Zitzentauchen entgegenwirken.

Euterdesinfektions- und Euterpflegeprodukte

leisten wertvolle Dienste und

können die Milchqualität optimieren

helfen. Erstere wirken vorbeugend gegen

Mastitis, während letztere Euter

und Zitzen beruhigen und die Melkbarkeit

verbessern. Manche Produkte, zum

Beispiel Lorasol oder das Zitzentauchmittel

Agraro, kombinieren diese beiden

Eigenschaften.

Stallreinigung mit Zusatz Stallböden,

-wände, Läger und Futtertröge

lassen sich einfacher reinigen, wenn

zum Wasser noch ein Zusatz wie Stalltop

645 beigegeben wird. Oder Stallcid

536 löst beispielsweise auch Harnstein

und Kalk. Via anschliessende Desinfektion

werden neue Keime gehemmt. Bei

Problemen mit Virenkrankheiten kommen

am besten viruzide Desinfektionsmittel

(z.B. Stalldes 03) zum Einsatz. In

Anbindeställen ist die Reinigung unter

den Liegematten nicht zu vernachlässigen,

sammeln sich dort doch viele Keime

an.

Lagerung Eine unsachgemässe Lagerung

kann die Wirkung von Reinigungsmitteln

erheblich beeinträchtigen

und birgt unnötige Risiken. Daher:

• Mittel unter Verschluss aufbewahren.

• Pulverförmige Mittel trocken lagern.

• Geöffnete Pulververpackungen sofort

wieder schliessen.

• In Originalverpackung belassen.

• Keine Lagertemperaturen unter –15°C

(Auskristallisation).

• Lagerraum mit Hinweisen zur Ersten

Hilfe und Telefonnummern für den

Notfall (Arzt, Feuerwehr) versehen.

• Reinigungsmittel-Konzentrate nicht

miteinander mischen (gefährliche Reaktionen).


Autor Simon Bamert, Halag Chemie

AG, Beratungsdienst, 8355 Aadorf.

Fragen? Haben Sie Probleme mit der

Melkhygiene? Dann wenden Sie sich

an info@halagchemie.ch,

058 433 68 68, www.halagchemie.ch

Aktion Die Hygieneprodukte der Halag

sind bei Ihrer LANDI erhältlich. Aktuell

läuft eine Aktion auf Reinigungsmitteln

für Melkanlagen.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 67


NUTZTIERE

Lohnt sich Kraftfutter?

IN DER MUTTERKUHHALTUNG lassen die schlachtreifen Absetzer bezüglich

Schlachtqualität oft zu wünschen übrig. Eine gezielte Zufütterung kann die Wirtschaftlichkeit

erhöhen. Bei den Mutterkühen empfiehlt sich die Ergänzung von Gras- und

Heurationen je nach Milchleistung und Rasse. Eine ausreichende Mineralstoff- und

Spuren elementversorgung wirkt Fruchtbarkeits-, Klauen- und Euterproblemen entgegen.

Anton

Wyss

Neben Willy (grosses

Bild) auch Andreas

(links) und Fabian.

Bei Zubers

interessieren sich

drei Generationen

für die Mutterkuhhaltung.

Mutterkühe können mit Wiesenfutter

wirtschaftlich versorgt werden.

Anders sieht es bei den Kälbern aus.

Diese erreichen die ideale Schlachtqualität

nicht immer.

Vor allem gegen Laktationsende

Ob Ergänzungsfutter nötig ist, entscheidet

die Milchleistung der Kuh. Sinkt

diese im Lauf der Laktation unter 10kg

pro Tag, braucht das Kalb für die angestrebten

Tageszunahmen von 1.1 bis

1.3kg zusätzliches Futter. Die Tabelle

veranschaulicht den Effekt von 200kg

Kraftfutter. Der Mehrerlös von 302Fr.

gleicht die Mehrarbeit und zusätzliche

Einrichtungen (Krippe ) bei Weitem aus.

Transformationsverlust Wird ergänzendes

Futter zunächst der Kuh verabreicht,

damit es dem Kalb über die

Die Tür zum Stall bleibt offen

«Für eine gute Fettklassen-Einteilung

brauchen vor allem die Stierkälber der

Mutterkühe etwas Kraftfutter», erklärt

Andreas Zuber, Selzach (SO). Der Landwirt,

der den 25 ha grossen Betrieb mit 35

Mutterkühen und 60 Mastschweine-Plätzen

einmal von seinem Vater Willy

übernehmen will, legt Wert darauf, auch im Sommer, wenn die Preise

für Natura Beef höher sind, immer ein paar Kälber verkaufen zu

können. «Allerdings», gibt er zu bedenken, «benötigen die Tiere dann

mehr Kraftfutter». Mit Sommerweide sei es schwierig, die gewünschte

Schlachtqualität zu erreichen. Bei Zubers bleibt die Stalltür jeweils

offen, damit sich Kühe und Kälber je nach Bedürfnis und Temperatur

frei von der Kurzrasenweide nach drinnen bewegen und dort mit Heu,

Kraftfutter und Mineralstoffen versorgt werden können.

Die Sommerration der Kühe besteht aus Weide und Heu, im Winter

erhalten sie via Mischwagen Heu, Grassilage, Rübenschnitzel und Stroh.

100 g UFA 1115 und rund 60 g Viehsalz pro Kuh und Tag versorgen die

Tiere mit Mineralstoffen. Aus arbeitswirt schaftlichen Gründen werden

alle Kühe in einer Gruppe gehalten. Originell ist die Lösung mit dem

Rübenschnitzel-Fahrsilo. Nachdem dieses ab Ende Winter leer gefüttert

ist, wird die Tiefstreue ausgemistet und das Silo als Miststock benutzt.

Milch zukommt, fallen Verluste an. Man

spricht vom doppelten Transformationsverlust.

Effektiver ist die direkte Beifütterung

der Kälber, wie auch Versuche

am Strickhof Lindau zeigten.

Je nach Rasse Während extensivere

Rassen wie Limousin oder Angus bei

raschem Jugendwachstum zur Verfettung

tendieren, ist bei grossrahmigen

Tieren (Charolais, Blonde d`Aquitaine)

ein starkes Jugendwachstum erwünscht.

Stierkälber müssen ab 210 Tagen intensiver

und energiereicher gefüttert werden

als Kuhkälber und Kastraten. Sonst

geraten sie in Wachstumsrückstand.

Futterautomat? Mobile Kraftfutterstationen

mit Kälberschlupf ermöglichen

es, unabhängig vom Stall bedarfsgerecht

zu füttern und den Kühen den

Zugang zu verwehren. Da die Kälber am

liebsten in Gruppen fressen, funktioniert

ein Automat aber nur, wenn mehrere

Tiere gleichzeitig fressen können.

Zur Ergänzung der Mineralstoffe haben

sich Kälber-Lecksteine bewährt.

Kuh nach Leistung und Grösse

versorgen Neben den Differenzen

im Rahmen und der Lebendmassen resultieren

die Rassenunterschiede bei der

Fütterung von Mutterkühen in erster Linie

aus dem Milchleistungsvermögen.

Muss eine Kuh mehrere Kälber säugen

(Ammenkuhhaltung), ist eine höhere

Nährstoffkonzentration nötig.

Wie ergänzen? Zur Ergänzung von

Gras und Heu gibt es viele Varianten.

Mais, Kartoffeln, Rüben, Eiweisskonzentrate

oder Mischfutter. Letztere Variante

kostet zwar pro Kilogramm mehr

als Rau- oder Saftfutter, dafür fällt der

Arbeits- und Maschinenaufwand geringer

aus. Ausserdem ergeben sich beim

Rau- und Saftfutter je nach Nutzungstermin,

Bestand und Erntetechnik teils

massive Qualitätsschwankungen.

Verfetten vermeiden Galtstehende

Kühe können im Winter ausschliesslich

mit Heu oder Grassilage mittlerer

Qualität, das heisst wie bei einer Leistung

von 3 bis 5l Milch versorgt werden.

Gute Grassilagen werden am besten

mit etwas Stroh ergänzt, um ein

Verfetten der Kühe gegen Laktationsende

zu verhindern. Bekanntlich sind fette

Kühe empfindlicher auf Geburts- und

Fruchtbarkeitsprobleme. Darum kommt

der regelmässigen Konditionsbeurteilung

eine hohe Bedeutung zu. Bei knapper

Kondition kann die Beifütterung

von Proteinkonzentraten wie UFA 248

(bei maisreichen Rationen) oder das

energie- und proteinmässig ausgeglichene

UFA 142 abhelfen.

Energie im Weidegras nutzen

Kühe, die im Frühjahr abkalben, können

den hohen Energiegehalt des Weidegrases

im Frühjahr optimal nutzen. Die

nachlassende Milchleistung im Herbst

wird durch zunehmende Weidefutteraufnahme

des Kalbes kompensiert.

Zu empfehlen ist insbesondere bei

sehr jungem Weidegras die Befütterung

von Heu oder Stroh, um den Pansen mit

Struktur zu versorgen. Bei säugenden

Kühen sind zu hohe Milchleistungen

das Problem. Es gilt, die Nährstoffkonzentration

herunterzunehmen. Ansonsten

können Durchfall beim Kalb oder

Mastitis folgen. Kühe ab der zweiten

Laktation kommen bis zu einer Leistung

68 9 2010 · UFA-REVUE


Willy Zuber verabreicht

den Mutterkuh-Kälbern bis 1 kg

Kraftfutter pro Tag, um die

Schlachtqualität zu verbessern.

Tabelle: Berechnungsbeispiel Natura-Beef

schlachtreife Charolais-Absetzer, 10 Monate alt

NUTZTIERE

200 kg SG, T+3 240 kg SG, H3

10 Fr. pro kg SG 2000 Fr. 2400 Fr.

Zuschlag Fleischigkeit 40 Fr. 96 Fr.

(20 bzw. 40 Rp. pro kg SG)

200 kg UFA 231 –138 Fr.

Total 2040 Fr. 2358 Fr.

Differenz pro Kalb

+318 Fr.

SG = Schlachtgewicht, LG = Lebendgewicht

Grafik: Mineralsalzversorgung der Mutterkuh

oder sandigen Böden an Selen mangeln.

Zur sicheren Bedarfsdeckung ist daher

ein mit Spurenelementen angereichertes

Mineralsalz zu empfehlen. Selen

stärkt zusammen mit den Vitaminen E,

A und C das Immunsystem und fördert

die Fruchtbarkeit. Zweifel an der ausreichenden

Versorgung mit Selen sind

dann gegeben, wenn Erkrankungen

trotz qualifizierter Behandlung nicht abheilen

wollen. Neu geborene Kälber,

denen es im Mutterleib an Selen gemangelt

hat, verfügen über eine unterentwickelte

Muskulatur.

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Minex 972 selenreich /

UFA 995

Startphase

von 16 kg Tagesmilch mit Weidegras

und etwas Dürrfutter zurecht.

Fruchtbarer mit Flushing Bei

Fruchtbarkeitsproblemen kann das sogenannte

«Flushing» helfen. Wird vier

bis sechs Wochen vor der Besamung ein

Kraftfutter wie UFA 145 eingesetzt, lässt

sich die Trächtigkeitsrate vor allem bei

Kühen, die längere Zeit eine Energieunterbilanz

aufwiesen, deutlich steigern.

Natrium und Magnesium Mit

Weidehaltung oder Dürrfutter ergibt

sich bei den Kühen immer ein Mangel

an Natrium. Natrium ist unter anderem

für eine gute Fruchtbarkeit zuständig,

kann die Tiere aber bei zu hohen Aufnahmemengen,

beispielsweise wegen

Zusätzlich betacarotinreiches Mineralsalz

UFA 996 Cyclo Extra

Minex 974 magnesiumreich / UFA 994 W

UFA 293 Mutterkuh-Mineralsalz

Minex 974 magnesiumreich / UFA 994 W

Produktionsphase

UFA 990

Galtphase

unregelmässigem Angebot, auch vergiften.

Ab 10kg Tagesmilchleistung deckt

der Weideaufwuchs den Bedarf an Kalzium,

Phosphor und Magnesium nicht

mehr. In rohprotein- (Frühling) und kaliumreichem

Gras ist die Verwertung des

Magnesiums eingeschränkt, wodurch

sich Weidetetanien ergeben können.

Für die Wahl des richtigen Mineralsalzes

ist das Laktationsstadium, die Jahreszeit

und Rationszusammensetzung entscheidend

(Grafik). Automaten wie der

UFA MicroFeeder oder Leckschalen erlauben

eine arbeitsextensive Mineralsalzergänzung

auf der Weide.

Moor- und Sandböden knapp an

Selen Was die Spurenelemente betrifft,

kann es in Futter aus moorigen

Gegen Klauenprobleme, die in

Laufställen vermehrt auftreten, eignen

sich Mineralsalze wie UFA 195 Biotin

Extra mit Biotin (Vitamin B7) und Zink.

Beide Zusätze festigen das Klauenhorn.

Zink beeinflusst die Bildung von Keratin,

das auch für die Abwehrfunktionen des

Zitzenkanals mit verantwortlich ist.

Fazit Zusammenfassend lässt sich

festhalten, dass bei Mutterkühen vor allem

auf eine gute Mineral- und Wirkstoffversorgung

zu achten ist. Bei den

Kälbern zahlt sich ein gezielter Kraftfutter-Einsatz

von 0.5 bis 1kg pro Tier gegen

Ende der Laktation und je nach

Grundfuttersituation aus.

Autor Anton Wyss. UFA-Beratungsdienst,

3052 Zollikofen. www.ufa.ch

High Quality Beef (HQB) Sind

Mutterkuhkälber mit zehn Monaten

noch zu leicht, um sie zu vermarkten,

können sie bei der Anicom als

HQB-Mastremonten vermarktet werden.

HQB-Rinder werden nach der Weitermast

mit einem Schlachtgewicht (SG)

von 220 bis 310 kg geschlachtet. Für

sie gibt es einen Zuschlag von

25 bis 65 Rp./kg SG (QM).

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 69


Es geht um die Wurst!

Das neue Satura® –

Für beste Salami-Qualität!

SATURA® – Die Vorteile:

• Energie-Hochkonzentrat mit 37.8 MJ VES/kg

• Sensationell tiefer PMI von max. 25 g/kg

= max. 0.66 g/MJ VES

• Der PMI (g/kg) von SATURA® ist mit jenem von Gerste

vergleichbar, SATURA® enthält aber rund doppelt

so viel Energie wie Gerste!

• Unterstützt die Erzeugung eines optimalen Schlachtkörpers

mit tiefer Fettzahl und einem kernigen Speck

für beste Fleisch- und Salami-Qualität

• Auch für Zuchtsauen zur Erhöhung der Energiedichte

im Futter während der Säugezeit geeignet

• Problemlos misch-, pelletier- und expandierbar

• Hochwertiges Schweizer Produkt!

www.erbo-spraytec.ch

Erbo Spraytec AG, Industriestrasse 17, CH-4922 Bützberg

Telefon 062 958 88 88, Fax 062 958 88 84

erbo-spraytec@erbo.ch

Fortsetzung

von Seite 58

LANDTECHNIK

zu verkaufen

Nutzen Sie die Kontaktchancen

mit allen Schweizer Landwirten

Raufutter

Messerschleifmaschine

Riki, für Motormäher -

messer, neuwertig, kaum

gebraucht, Neupreis

Fr. 1500, Grund

Betriebsaufgabe, gegen

faires seriöses Angebot

076 347 75 14

Epandeuse à fumier

Mengele ES 6500, tapis

hydraulique, cadre

d'ensilage; Charrue

trisocs Kverneland EA

120-8; Balance de 1000

kg avec ticket de pesage

079 728 96 25

Silohäcksler Epple 936,

15 PS; Motormäher M

600, Balken 190; Stand -

rohr für Silo 12 m; Silo -

verteiler 052 385 16 51

Kompletträder, 480/70

R34, 420/70R24, Vrede -

stein, 95% zu Hürlimann;

Bewässerungspumpe,

50 m 3 , Zapfwellenantrieb;

Hundezwinger, 150 x

150 x 180 cm; Stallüre,

2-teilig 079 313 05 78

Ladewagen Mengele

Quadro 285, 28 m 3 ,

sehr gut erhalten

032 641 23 43

Arctic Cat 500, 4x4,

Anhängerkupplung,

Jg. 2000, 3800 km,

ab MFK, Top-Zustand

079 717 62 19 /

032 381 14 89

Kaninchenstall -

einrichung für 800 Mast -

plätze, Labelhaltung,

Stallungen 4-und 2 jährig,

günstig 078 614 73 77

Laub-/Heubläser, zu

Traktor oder Zweiachs -

mäher, Zapfwellen Antrieb

1000 U/min, Preis und

Fotos auf agrarmaschinen.ch

078 744 30 32

Druckfass Althaus,

4000 l, bereift, einsatz -

bereit, Fr. 3200

062 299 14 30

Autoanhänger, Jg. 05,

wie neu, Ladefläche:

Länge 210 cm, Breite

110 cm, Leergewicht

145 kg, Nutzlast 605 kg,

Gesamtgewicht 750 kg,

Preis günstig

071 971 17 16

2-Achs-Wagen,

80 km/h Ausführung,

2.30 m breit, 7 m lang,

5 t Gesamtgewicht

079 435 69 50

Grubber, 2 Balken, 3 m,

11 Federzinken, Spitzen

wenig gebraucht,

Fr. 2000 021 906 67 47

Rapid 505, mit

Bandeingrasung, Motor

und Kupplung revidiert,

Fr. 1900 079 245 25 02

Mäusevergasungapparat,

auf Karette, Fr. 150

034 431 27 61

Dreiseitenkipper,

2-Achs, Lanz+Marti,

GG 13.2 t, ab MFK grün,

40, Juni 2010, CH-Luft,

5 m 3 , div. Neuteile, 2

Reserve Pneu, ideal zum

aufbauen für Rübentransporte,

Fr. 6900

079 454 66 06 SH

Fortsetzung

Seite 77

Maiswürfel

in Klein- und

Grossmengen

in Ihrer LANDI

erhältlich!

www.raufutter.ch

Gratis-Infoline

0800 808 850

GOF 2.10 K / 10

70 9 2010 · UFA-REVUE


Effizienz in Milchvieh-Rationen

NUTZTIERE

FÜNF JAHRE UFA W-FOS Im Rahmen des UFA Herd Support (UHS) wurde vor

fünf Jahren das in die Jahre gekommene Schweizer Fütterungssystem durch das

moderne Programm W-FOS von Schothorst Feed Research in Holland abgelöst.

Das Fütterungssystem fördert den gezielten Grundfuttereinsatz, erhöht die Kraftfuttereffizienz

und steigert die Tiergesundheit, wie die Erfahrungen zeigen.

Die meisten UFA-Kunden in der

Schweiz und Tausende von Betrieben

in verschiedenen europäischen

Ländern füttern heute ihr Milchvieh

erfolgreich nach W-FOS. Dieses moderne

Fütterungssystem aus Holland hat

die UFA auf schweizerische Grundfutterverhältnisse

angepasst und im Jahr

2005 breitflächig eingeführt. Neue Forschungsergebnisse

werden laufend ins

System integriert.

Zuverlässige Analysen Zusammen

mit der neuen Rationenberechnung

wurde auch die Futtermittelanalytik auf

eine neue, für die Praxis bezahlbare Basis

gestellt. Von den UFA-Laboratorien wird

das Grundfutter mit der erweiterten Methode

nach Van Soest untersucht. Die

Werte fliessen automatisch in das Fütterungsprogramm

W-FOS ein.

Pansendynamik berücksichtigt

Im Mittelpunkt des Systems W-FOS

steht nicht nur die Bilanzierung des

Nährstoffangebotes, sondern auch die

Pansendynamik der Kuh. Aus umfangreichen

Versuchen mit fistulierten Milchkühen

haben die Forscher von Schothorst

Research neue Grundlagen für die Milchviehfütterung

erarbeitet. Der kompetente

Fütterungsberater muss wissen, welche

Menge und wie rasch Energie- und

Proteinträger im Vormagensystem abund

umgebaut werden. So kann er die

Fermentierbarkeit und Abbaugeschwindigkeit

der einzelnen Komponenten bei

der Rationengestaltung berücksichtigen.

Das Ergänzungsfutter lässt sich exakt auf

die Grundfutterration abstimmen.

Praxis profitiert Konkret bringt

UFA W-FOS folgende Vorteile:

• Da wesentlich mehr Werte für die Berechnung

der Rationen berücksichtigt

werden, steigt die Bedeutung der

Grundfutterqualität. Nicht nur fressen

die Kühe rechtzeitig geschnittenes

und sauber konserviertes Futter besser,

gutes Grundfutter ist auch einfacher

und wesentlich günstiger zu er-

gänzen. UFA W-FOS zeigt Schwächen

im Grundfutter schonungslos auf.

Verbesserungen können diskutiert

und eingeleitet werden.

• Die richtige Einschätzung der Futtermittel

vorausgesetzt, erlaubt UFA W-

FOS eine zuverlässige Voraussage der

Leistungsfähigkeit der Futterration.

Die Rationen müssen nach der Milchkontrolle

in geringerem Umfang und

in kleineren Schritten optimiert werden

als mit der traditionellen Rationenberechnung.

• Die Konsequenzen von Fütterungfehlern

wie ungenügend strukturierte

Grundfutter oder ungeeignete Ergänzungsfutter

werden transparent aufgezeigt

und können korrigiert werden.

• Die Werte von Futtermittelanalysen

fliessen direkt ins System ein. Die

Fehlerquote ist geringer.

• Praxiserhebungen der Technikerschule

Strickhof zeigten, dass Betriebe, die

nach UFA W-FOS füttern, zwar etwas

mehr Protein einsetzen, insgesamt

aber die höchste Kraftfuttereffizienz

ausweisen, das heisst, pro Kilogramm

produzierte Milch weniger Kraftfutter

benötigen.

• Insgesamt erlaubt das Fütterungssystem

UFA W-FOS, Milchviehrationen

wiederkäuergerechter und effizienter

zu gestalten. Dabei steht nicht die

Leistungssteigerung im Vordergrund,

sondern die Gesundheit und Fruchtbarkeit

der Kühe, die Grundfutter

und Ergänzungsfutter effizient und

mit einer hohen Lebensleistung in

Milch umsetzen.

• Milchviehhalter profitieren von den

vertieften Kenntnissen der UFA-

Milch viehspezialisten.

Jakob

Kuert

Auch moderne

Fütterungsysteme sind

auf bestes Grundfutter

angewiesen.

Autor Jakob Kuert,

Ressort-Leiter

Milchvieh, UFA AG,

3360 Herzogenbuchsee

Jubiläumsaktion Im

Rahmen des Jubiläums

«5 Jahre UFA W-FOS»

und als Dankeschön an

die treue Kundschaft

gewährt UFA bis am 25.

September 2010 einen

Rabatt von 5 Fr. pro

100 kg Milchviehfutter.

www.ufa.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 71


NUTZTIERE

Puffer für Abferkelbetriebe

WEGEN UNSICHEREN MARKTAUSSICHTEN sind die Schweineproduzenten

vorsichtig mit Aufstockungen und Neubauten. Um die Investitionskosten für Stallbauten

zu senken, hat die Anicom AG ein Projekt gestartet. In Zusammenarbeit mit der

Firma Tool-Systems wurden neue Ferkelkisten entwickelt, die eine hohe Flexibilität

ermöglichen und sich arbeitssparend bewirtschaften lassen.

Rolf Meier aus Aristau (AG) zieht

seine Ferkel bereits seit 2006

«draussen» auf. Vor dem geschlossenen

Abferkelstall befinden sich 16

Module mit Boxe und Auslauf für die

abgesetzten Tiere.

1 · Klimasteuerung der

«Baby-Pig»-Kisten:

Bedienungsfreundlich

und wetterfest.

2 · Der Futterautomat

besteht aus Edelstahl.

3 · 1500 m 3 /h Luft bei

50 Pa fördert der Ziehl/

Abegg-Ventilator.

4 · Die Lampe ist vor

Beschädigungen

geschützt.

5 · Dank Seilzug lässt

sich die Tür der

Ferkelkiste bequem

von aussen öffnen.

6 · Der Streifenvorhang

ist einfach

demontierbar.

1

4

5

6

Rolf Meier ist überzeugt, dass seine Tiere in den

Ferkelkisten gesünder bleiben als im geschlossenen Stall.

2

3

In 20 Minuten aufgestellt Bereits

über 150 solche Ferkelkisten

konnte Eugen Schmid, Ibach (SZ), in der

Schweiz vermarkten. «Auf vielen Betrieben

dienen die Boxen als Spitzenbrecher

bei grossen Würfen, andere ziehen

die Ferkel bis zu einem Gewicht von

15 kg allesamt in den Kisten auf, weil sie

eine bessere Tiergesundheit beobachten»,

erklärt der Stallbauer. Die Ferkelkisten

können bei Aussentemperaturen

von –16° bis +37° eingesetzt werden.

Voraussetzung ist ein befestigter Untergrund.

Die Montage dauert laut Eugen

Schmid rund 20 Minuten pro Kiste.

Schweizer Modell In Zusammenarbeit

mit der Anicom hat er die Modelle

der Agritech, Italien, an die schweizerischen

Anforderungen angepasst und

72 9 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

7

8

9

10

7 · Das Schwellenholz

verhindert, dass Stroh

auf die Roste gelangt.

8 · Der Auslauf

umfasst 2.9 m 2 .

9 · Bei der Service -

klappe kann ein

Schieber betätigt

werden und die unter

dem Aussenbereich

gesammelte Gülle

läuft ....

10 · ... via 125 mm-

Auslaufrohr in den

Jauchekasten.

Optimierungen vorgenommen. So wird

bei den Kisten der Marke «Baby-Pig»

der Auslauf hier zu Lande gefertigt und

ein zusätzliches Fenster integriert, um

im Fressbereich eine Helligkeit von 15

Lux zu gewährleisten. Trägerstangen

und Serviceklappen bei den Rosten oder

Schwellenhölzer und Streifenvorhänge

bei der Öffnung zum Auslauf können individuell

nachgerüstet werden.

Gesündere Tiere Den Hauptvorteil

sieht Rolf Meier in der verbesserten

Tiergesundheit. «Ich stelle einen deutlichen

Unterschied zur vorherigen

Stallhaltung fest», so der Schweinezüchter,

der auch auf die Erdbeerenproduktion

spezialisiert ist. Kränkelt eine

Ferkelgruppe, ist das Risiko einer

Weiterverbreitung der Bakterien oder

Viren geringer als im geschlossenen

Stallsystem. Die Medizinierung kann

auf die betroffenen Schweine beschränkt

werden, was die Gefahr von

Resistenzen vermindert. «Dank gutem

Luftaustausch und reduzierter Staubbelastung

treten Atemwegserkrankungen

nur selten auf», beobachtet Rolf

Meier. Husten liesse sich bei den Jagern

selten feststellen.

Bis 35 Ferkel Ein Modul der Firma

Tool-Systems bietet Platz für 35 QM-

Ferkel, bis diese 15kg wiegen. Von 15

bis 25kg dürfen noch 21 Jager in der

Kiste gehalten werden.

Die Boxen bestehen aus Polyurethan

mit wärmeisoliertem Glasfaserkunststoff

und Edelstahl und verfügen über

eine Bodenheizung. Via wettergeschützte

Computersteuerung lässt sich

Temperatur und Lüftung für jede Ferkelkiste

separat regeln.

Gezieltes Investieren lohnt sich

Die Tierhandelsfirma Anicom unterstützt die Anschaffung von

Ferkelkisten mit einer Aktion (siehe Infobox). Hans Peter Wolf,

Mitglied der Anicom-Geschäftsleitung, erklärt die Beweggründe.

UFA-Revue: Lohnt es sich noch, in die Ferkelproduktion zu

investieren?

Hans Peter Wolf: Der Strukturwandel schreitet auch in der

Ferkelproduktion voran. Investitionen sind heute vorwiegend Ersatzinvestitionen und

dienen nicht der Produktionsausweitung. Trotz der momentanen Preisbaisse Hans Peter sieht die Wolf.

Anicom AG in der Schweine haltung eine Zukunft. Die sprichwörtliche schweizerische

Qualität und die tierschützerischen und ökologischen Mehrwerte werden auch in

Zukunft eine genügend grosse Käuferschaft finden. Investitionen in die Schweinehaltung

werfen daher im Mehrjahresvergleich immer noch eine genügende Rentabilität ab.

Ein Instrument zur Kostensenkung sieht die Anicom in optimierten Ferkelkisten. Warum?

Hans Peter Wolf: Dank Ferkelkisten lässt sich mit den bestehenden Produktionskapazitäten

eine bessere Auslastung erreichen. Die temporäre Auslagerung bringt dem Züchter

eine grössere Flexibilität und die Mastjagerposten können durch verschiedene Triagen

im optimalen Gewichtsbereich mit grösserem Zuschlag verkauft werden.

Wie gross ist das Problem mangelnder Flexibilität?

Hans Peter Wolf: Durch die in den letzten Jahren gestiegene Produktivität und

grössere Würfe verfügen viele Schweinezüchter nicht mehr über ausreichend Aufzuchtplätze.

Die Ferkelkiste «Baby-Pig» ermöglicht für alle Mastjager ein genügendes

Platzangebot.

Gefrieren die Leitungen? Im Mini-Stall

steht den Ferkeln ein Futterautomat

(Trockenfütterung) zur Verfügung.

Den Durst löschen zwei Tränken

im Auslauf. Dass die Wasserleitungen

gefrieren, hat Rolf Meier nie festgestellt,

führen diese doch durch den warmen

Innenraum der Boxen. Bei Temperaturen

ab minus 10°C kann mal ein

Nippel gefrieren, vor allem bei frisch

abgesetzten Ferkeln, die noch wenig

Wasser trinken.

Bei den Ferkelkisten von Rolf Meier

gelangen die Fäkalien vom Auslauf direkt

ins Gülleloch. In der Serie-Produktion

der Tool-Systems ist unter dem

Auslauf ein Auffangbecken integriert,

von dem der Hofdünger über Rohre ins

Gülleloch geführt wird.

Wenig Arbeit Während seinem

Kontrollgang wirft Rolf Meier den Ferkeln

täglich etwas neues Stroh in die

Boxen. Zehn Tage nach dem Absetzen

und danach wöchentlich senkt er die

Temperatur boxenindividuell von anfangs

25 auf schliesslich 20°C. Die Hälfte

des von den Tieren zerkleinerten

Strohs wird alle zehn Tage aus dem Innenbereich

entfernt.

Bewilligungspflicht bei Label

Auf Betrieben, die fürs Label «Coop Natura

Farm» produzieren, ist eine dauerhafte

Haltung in Ferkelkisten nur in

Ausnahmefällen erlaubt. Dazu gehören

betriebliche Gründe wie Absonderung

in Krankheitsfällen, überdurchschnittlich

grosse Würfe oder Reinigung der

Stalleinrichtung. Die Ferkelkisten dürfen

nur zusammen mit einem frei zugänglichen

Auslauf aufgestellt werden.

Für IP-Suisse-Ferkel sind Ferkelkisten

uneingeschränkt erlaubt. Was die Baubewilligungspflicht

betrifft, gelten je

nach Gemeinde und Kanton andere Gewohnheiten.

Darum lohnt es sich, diese

Frage zu klären, bevor eine Ferkelkiste

hingestellt wird.

Fazit Mit den Ferkelkisten lässt sich

der produktive Raum rasch und ohne

hohe Investitionen ergänzen. Statt extra

eine ganze Stallhalle zu bauen, muss nur

ein befestigter Platz für die Kisten gefunden

werden. Ausserdem sprechen

der hohe Luftaustausch und die Haltung

in kleinen Einheiten für eine bessere

Tiergesundheit.


Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,

3360 Herzogenbuchsee

Preisaktion Die Anicom gewährt für

Bestellungen vom 1. Oktober 2010 bis

am 31. März 2011 auf den Ferkelkisten

«Baby-Pig» der Firma Tool-System

bestehend aus Box, Auslauf und Seilzug -

system (total 10 130 Fr.) einen Rabatt

von maximal 3000 Fr. via Rückvergütung

auf gelieferte Tiere.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 73


NUTZTIERE

Futterqualität im Fokus

MIKROBIOLOGISCHE ANALYSEN verleihen Sicherheit, dass ein Futter keine

schädlichen Stoffe enthält. Aber: Die Interpretation von mikrobiologischen Analysen ist

nicht einfach. Firmen wie die UFAG Laboratorien verfügen über die nötigen

Erfahrungswerte, um den Tierhaltern aussagekräftige Prüfberichte zustellen zu können.

Stephanie

Schuster

Die Bedeutung eines qualitativ

hochstehenden Raufutters für die

Tierleistung ist unbestritten. Trotzdem

gelangt im Herbst mitunter

Ware zur Nährstoffuntersuchung ins Labor,

welche deutliche Mängel aufweist.

«Qualität» bemisst sich eben nicht nur

nach den klassischen chemischen Nährstoffparametern

und dem daraus berechneten

Energiegehalt, sondern muss

ganzheitlicher betrachtet werden.

Es beginnt mit Pflanzen Bereits

mit dem Pflanzenbestand beziehungsweise

mit Auswahl der geeigneten Ansaatmischung

wird auf die spätere Futterqualität

Einfluss genommen. Art und

Intensität des Grünlandmanagements

müssen dann darauf ausgerichtet sein,

die mittel- bis hochwertigen Pflanzen

zu fördern und die Ansiedlung unerwünschter

oder gar giftiger Pflanzen

(z.B. Jakobskreuzkraut) zu unterbinden.

Hinsichtlich des quantitativen und

qualitativen Futterertrags spielt dabei

eine angepasste Düngung eine wichtige

Rolle.

Maschineneinstellung und Verdichtung

Trotz noch so guter Planung

entscheidet letztlich zu einem

Grossteil die Witterung darüber, wann

und unter welchen Bedingungen das

Futter geschnitten werden kann und

wie sich der Trockungsverlauf darstellt.

Bei der Feuchtkonservierung kommt der

Einhaltung der Empfehlungen für eine

gute Silierpraxis grosse Bedeutung zu.

Nässe oder zu tief eingestellte Mähbalken

führen zu Verschmutzung des Futters,

was sich in überhöhten Rohaschegehalten

zeigt. Erdmaterial erhöht den

Keimbesatz drastisch und kann durch

Neu mit Maissilage-Manager

Vom mikrobiellen Verderb her gesehen sind die Silagen am meisten gefährdet. Versäumnisse

oder Fehler bei der Silobeschickung können auch durch Silierhilfsmittel nicht

behoben werden. Am besten ist es, alles im Vorfeld zu unternehmen, damit der

Hygienestatus des Futters gar nicht erst zum Thema wird.

Für Maissilage im Profi-Paket wird bei Auswertungen der UFAG Laboratorien neu der

pH-Wert enthalten sein, ein wichtiger, bisher fehlender Parameter zur Überprüfung des

Siliererfolgs. Wer noch mehr über das Ergebnis seiner Siloführung wissen möchte, kann

ab November auf den Maissilage-Manager zurückgreifen. Er enthält Angaben zum Essigund

Milchsäuregehalt und schätzt aufgrund der Daten das Nacherwärmungsrisiko ein.

Mit dieser Angebotserweiterung unterstützen die UFAG Laboratorien die Praktiker in

ihrem Bestreben, die Futterbereitung weiter zu optimieren.

Tabelle: Orientierungswerte für Keimbesatz von Silagen

Werte (KBE/g)

normal

erhöht

Hefen (Maissilage)* < 1 Mio. > 10 Mio.

Schimmel < 5000 > 50 000

Aerobe mesophile Bakterien < 1 Mio. > 10 Mio.

* Gute Grassilagen weisen in der Regel tiefere Werte auf.

KBE: koloniebildende Einheit. Bei erhöhten Werten ist von der Verfütterung abzuraten.

ALP aktuell 2005, Nr. 18

Eintrag von Clostridien unter anderem

Fehler bei der Käseherstellung hervorrufen.

Unzureichende Materialzerkleinerung

und mangelnde Verdichtung

sind Hauptfehler bei der Silobereitung.

Ein optimaler Konservierungsverlauf ist

wichtig für den hygienischen Status des

Futtermaterials und um Nährstoffverluste

gering zu halten.

Hygienestatus des Futters Bleiben

Tierleistung und Futteraufnahme

hinter den Erwartungen zurück und zeigen

sich Gesundheitsprobleme mit unklaren

Ursachen, dann tritt schnell der

Aspekt des mikrobiellen Status des eingesetzten

Raufutters in den Vordergrund.

Grundsätzlich gilt, dass sichtbar

verschimmeltes Futter nicht mehr verfüttert

werden darf. Aber wie ist der

«Graubereich» abzugrenzen? Wann tritt

der «Verderb» ein, der mit menschlichen

Sinnen nicht mehr erfasst werden kann?

Tests sind Momentaufnahmen

Um Verständnis für die damit verbundene

Problematik zu wecken, braucht es

einige Basisinformationen zur mikrobiologischen

Analytik.

Die Untersuchung auf Mikroorganismengruppen

ist kaum mit der Bestimmung

chemischer Paramter zu vergleichen.

Denn man versucht hierbei,

spezifische Organismen, die «lebendig»

sind, zu quantifizieren. Das heisst, dass

grundsätzlich jede mikrobiologische

Analyse eine «Momentaufnahme» der

Keimflora des Futters zu einem bestimmten

Zeitpunkt abbildet. Mikroorganismen

haben die Eigenschaft, bei

74 9 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

ausreichendem Nahrungsangebot und

geeigneten Umweltbedingungen (Temperatur,

Feuchtigkeit) sich populationsmässig

rasant zu verändern. Lagen unsachgemässe

Transportbedingungen

vor, dann spiegelt die ermittelte Populationszahl

nicht mehr die Situation im

Futter zum Probenahmetermin wieder.

Homogenisierung nicht möglich

Raufutter sind zudem als heterogen zu

beurteilen. Aber eine komplette Homogenisierung

des Probenmaterials

scheidet bei mikrobiologischen Untersuchungen

aus Gründen der Kontaminationsgefahr

aus. Wichtig ist, dass absolut

steril gearbeitet wird, damit eine

Fremdeinschleppung von Keimen in die

Proben ausgeschlossen werden kann.

Nur so lassen die erhaltenen Resultate

Rückschlüsse auf das untersuchte Probenmaterial

zu.

Hohe Schwankungen Das Untersuchungsergebnis

wird in Koloniebildenden

Einheiten (KBE) ausgedrückt.

Die möglichen Schwankungen der

Keimzahlen sind erwartungsgemäss

grösser als aus der klassischen Gehaltsanalytik

bekannt.

30000KBE/g und 60000KBE/g können

durchaus als vergleichbar angesehen

werden.

Heikle Interpretation Zurück zur

Frage der Beurteilung. Die genannten

Besonderheiten sowie die Vielfalt in der

Ausprägung des Raufutters, Tierrasse,

den Haltungsbedingungen und fehlende

Daten, die einen direkten Wirkungsbezug

auf das Tier belegen würden, machen

es extrem schwierig, Grenzwerte

für den maximal tolerierten Keimbesatz

festzulegen. In der Schweiz gibt es bis

auf eine Ausnahme (Tabelle) keine derartigen

Empfehlungen.

Werte aus Ausland? Da in der

Schweiz bislang routinemässig die sogenannte

Gesamtkeimzahl (GKZ; Summe

aller Bakterien) sowie Schimmelpilze

Darf dieses qualitativ

nicht ganz tadellose

Futter den Tieren

noch verabreicht

werden? Mikrobiologische

Analysen

können darüber

Aufschluss geben.

Bild: agrarfoto.com

und Hefen bestimmt werden, können

die im deutschen Sprachraum gebräuchlichen

Bewertungsschemata

nicht oder nur begrenzt zur Beurteilung

herangezogen werden. In Deutschland

differenziert man beispielsweise gemäss

VDLUFA-Methode auf der Basis von sieben

Keimgruppen vier Kategorien. Die

Keimgruppen unterscheiden zwischen

produkttypischen und verderbnisanzeigenden

Bakterien, Schimmel- und

Schwärzepilzen.

Fazit Als Folge davon können auf

den Prüfberichten keine Grenz- oder

Richtwerte aufgeführt werden. Dennoch

brauchen Auftraggeber oder Berater

oftmals eine Hilfestellung zur Einschätzung

ihrer Daten. Dank

langjähriger Tätigkeit in diesem Gebiet

verfügen die UFAG Laboratorien über

eine Vielzahl erhobener Erfahrungswerte.

Dies erleichert eine Ergebnisbeurteilung

unter Einbezug relevanter Fachpublikationen.


Autorin Stephanie Schuster, UFAG

Laboratorien AG, 6210 Sursee.

Auftragsformulare, Probensäcke und

Dokumententaschen für Futteranalysen

können direkt bei den UFAG Labora -

torien bestellt werden. Melden Sie sich

via info@ufag-laboratorien.ch oder via

058 434 43 00, Fax 058 434 43 01.

Eine Übersicht zu den aktuell gültigen

Raufutter-Prüfprogrammen sowie den

Zugang zum elektronischen Auftrags -

formular finden Sie unter

www.ufag-laboratorien.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 75


NUTZTIERE

So würde der Tierarzt füttern

KÄLBERAUFZUCHT Mit einer intensiven Fütterung im ersten Lebensjahr der Kälber

verkürzt sich die Aufzuchtdauer und die Kosten für die Remontierung der Milchviehherde

sinken. So besagt es die heutige Lehrmeinung. Aber zahlt sich diese Strategie für die

Tiere auch aus gesundheitlicher Sicht aus?

Markus

Rösch

Die Jungtierphase ist ein sehr kostenintensiver

Abschnitt im Leben

einer Milchkuh und jeder Aufzuchtmonat,

der ein Alter von zwei

Jahren übersteigt, schlägt mit rund

100 Fr. zu Buche.

Optimales Erstabkalbealter In

vielen Versuchen konnte gezeigt werden,

dass bei milchbetonten Rassen eine

Absenkung des Erstkalbealters auf

24 bis 26 Monate möglich ist, ohne

dass gesundheitliche Probleme oder

Leistungseinbussen auftreten. Im Gegenteil:

Intensiv aufgezogene Kälber

und Rinder mit einem Erstkalbealter

von 24 bis 26 Monaten haben höhere

Milchleistungen und eine höhere

Lebenseffektivität (Milchleistung je

Lebenstag) als ihre weniger intensiv

aufgezogenen Artgenossen. Hingegen

ist eine weitere Reduktion des Erstkalbealters

unter 24 Monate aus ökonomischer

und tierärztlicher Sicht nicht

sinnvoll, da mit einer verminderten

Milchleistung, vermehrt auftretenden

Schwergeburten – inklusive allen nachfolgenden

Problemen wie Gebärmutterentzündung

und Fruchtbarkeitsproblemen

– und mit einer erhöhten

Rate an frühzeitigen Abgängen zu rechnen

ist.

Gut für Immunsystem Entscheidend

für die Absenkung des Erstabkalbealters

auf 24 bis 26 ist die Unterteilung

der Aufzucht in ein intensives

erstes Jahr und ein eher restriktives

zweites Jahr. Kälber weisen eine sehr

hohe Futtereffizienz auf, was bei entsprechender

Fütterung genutzt werden

kann, um das hohe Wachstumspotenzial

voll auszuschöpfen. Eine intensive

Aufzucht bringt auch aus tiermedizinischer

Sicht Vorteile, weil die Abwehrlage

der Kälber durch die Vermeidung

von Energiemangelzuständen verbessert

werden kann.

Krankheiten minimieren Die hohen

Zunahmen können aber nur erreicht

werden, wenn alle Massnahmen

ergriffen werden, um ein Auftreten von

Kälberkrankheiten (vor allem Durchfall

und Atemwegserkrankungen) zu verhindern.

Grundvoraussetzung dafür

sind vitale, trinklustige Kälber mit guter

Abwehrkraft in einer Umgebung mit

niedrigem Erregerdruck (Stallhygiene

und -klima). Entscheidende Punkte,

dies zu erreichen, sind:

• Eine bedarfsgerechte Versorgung der

hochträchtigen Rinder und Kühe

(Nährstoffe, aber auch Mengen- und

Spurenelemente).

• Eine hohe Abkalbe- und Kälberstallhygiene.

Ideal sind sauber gereinigte

Einzeliglus, mindestens für die ersten

zwei Lebenswochen.

• Eine gute Kolostrumversorgung:

100 g Antikörper in den ersten zwei

bis drei Lebensstunden. Das entspricht

bei mittlerer Kolostromqualität

mindestens 2 l Erstkolostrum.

Weitere 2 bis 3 l Erstkolostrum werden

innerhalb der ersten acht bis

zehn Stunden verabreicht. Insgesamt

erhalten die Kälber während

drei bis fünf Tagen Kolostralmilch des

Muttertieres.

Milch nach Gewicht und Haltung

Die tägliche Tränkemenge während der

Kolostral- wie auch der weiteren Tränkperiode

wird grundsätzlich nach dem

Körpergewicht berechnet. Dabei gilt

die Faustregel: 12 % des Körpergewichts

entsprechen der täglichen

Milchmenge, das heisst, ein 50 kg

schweres Kalb erhält 6 l Milch oder

Milchaustauscher (MAT). Aufzuchtkälber

sollten allerdings insgesamt nicht

mehr als 6l Milch (maximal 8l) beziehungsweise

MAT pro Tag erhalten und

niemals mehr als 3 l pro Mahlzeit. Insbesondere

Kälber in Igluhaltung müssen

während der kalten Jahreszeit dreimal

getränkt werden. Die tägliche

Milchmenge ist dann bis auf maximal

8 l pro Tag zu erhöhen, um die zusätzlich

benötigte Energie für den Wärmehaushalt

zur Verfügung zu stellen.

Schrittweises Absetzen Zudem

muss den Kälbern von Anfang an hochwertiges

und täglich frisch dargereichtes

Aufzuchtfutter mit einem Rohproteingehalt

von mindestens 20 % ad

libitum angeboten werden. Da nicht

zuletzt die Wasseraufnahme auch Voraussetzung

für die Aufnahme von Aufzuchtfutter

ist, sollen alle Kälber stets

Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Neben dem Konzentratfutter müssen

alle Kälber mit einem geeigneten

und hochwertigen Raufutter versorgt

und die Aufnahme der notwendigen

Mengen- und Spurenelemente in der

Ration soll sichergestellt werden. Bei

zunehmender Kraftfutteraufnahme

kann die tägliche Milchmenge sukzessive

reduziert und ab einer Aufnahme

von mindestens 1 bis 1.5 kg pro Tag

können die Kälber von der Milch oder

vom MAT abgesetzt werden. Dies sollte

vorzugsweise über mehrere Tage

schrittweise erfolgen, um eine spürbare

Depression in der Körpermassenzunahme

zu verhindern.

76 9 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Schmeckt’s dem Tier,

nützt’s seinem Halter.

Werden die Kälber im

ersten Jahr intensiv

aufgezogen, leisten sie

später mehr.

Bild: agrarfoto.com

Bis 900 g Zunahme pro Tag Im

gesamten ersten Lebensjahr sind tägliche

Zunahmen von 800 bis 900 g anzustreben,

ohne dass die Tiere dabei verfetten.

Der Rohproteingehalt in der

Trockensubstanz kann ab zirka 130 bis

150 kg Körpergewicht von anfänglich

über 20 % auf rund 15 % abgesenkt

werden. So gefütterte Tiere erreichen

mit 14 bis 15 Monaten die Zuchtreife

und sind bereit für die Belegung.

Beifütterung zur Weide Im

zweiten Lebensjahr muss insbesondere

einer Verfettung der Tiere entgegengewirkt

werden. Daher sollte – mit Ausnahme

in der Hochträchtigkeit – restriktiv

gefüttert werden: Zirka 13 %

Rohprotein in der Trockensubstanz und

tägliche Zunahmen von 700 bis 800 g.

Die Körperkondition ist spätes tens ab

der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahres

periodisch zu überprüfen (BCS

oder Rückenfettdickenmessung RFD),

um überkonditionierte Tiere bei der

ersten Abkalbung zu vermeiden. Verfettete

Tiere weisen geringere Anteile

an milchbildendem Eutergewebe auf

und tragen ein grösseres Risiko für Geburtsschwierigkeiten

sowie Probleme

mit dem Stoffwechsel. Um auch bei

Weidehaltung die erwünschten Gewichtszunahmen

zu erreichen, sind eine

Beifütterung sowie eine wirksame

Parasitenprophylaxe dringend notwendig.

Fazit Ein Abkalbealter mit 24 bis 26

Monaten bringt nicht nur betriebswirtschaftliche,

sondern auch gesundheitliche

Vorteile für die Aufzuchttiere.

Stimmt das Management, bildet die intensive

Aufzucht eine Voraussetzung

für eine hohe Milchleistung pro Lebenstag.


Autor Dr. med. vet.

Markus Rösch ist

Fachtierarzt beim

Rindergesundheitsdienst

(RGD). Seine

Schwerpunkte liegen in

der Bestandesmedizin.

www.rgd.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

Fortsetzung

von Seite 70

LANDTECHNIK

zu verkaufen

2-Achs Jumbo, 2.55 x

6.4 m, Luftgefedert, ab

Mfk 40; 2-Achs Jumbo,

Luftgefedert, 7 x 2.5 m,

ab Mfk 40; 3-Achs

Dreiseitenkipper, 24 t;

Tandem Kipper, 18 t,

40 m 3 , für Hackschnitzeltransporte,

ab Mfk 40;

3-Achs Jumbo, 2.5 x 8 m,

blattgefedert, ab Mfk 40;

2-Achs Kühlauflieger,

Kögel mit Hebe bühne,

www.sigg-sh.ch

079 404 87 06

2-Achs Anhänger Jumbo,

Blattgefedert, 7.5 x 2.5 m;

Tandem Anhänger

Jumbo, 7.5 x 2.55 m,

Luftgefedert, 18 t; Tridem

Anhänger, 9.3x2.55 m,

Luftgedfedert, www.siggsh.ch

079 404 87 06

1-Achs-Brückenwagen

mit Auflaufbremse

062 927 13 31

1-Achs-Auflieger für

Tiertransporte; Tandem

Anhänger Jumbo, 6.2 x

2.5 m, blattgefedert, mit

Luft- und Hydraulik-

Bremse, ab Mfk 40 km/h;

Tieflader Tridem mit

Rampen; Kran Hiab mit

Holzgreifer, hydr. Pumpe

und Tank; Trideman -

hänger Jumbo, 2.5 x 9.2

m ab Mfk 40, 27 t,

www.sigg-sh.ch

079 404 87 06

Tandem Kipper, 18 t, für

Bautransporte ab Mfk 40;

Rüben-Transportanhänger

24 t; Tandem Kipper,

20 t, ab Mfk 40; Tandem

Jumbo, Wechselbrücken,

Chassis, 18 t; 2-Achs

Jumbo, Wechselbrücken,

Anhänger mit Breitreifen;

diverse Achsen 15,

17.5 und 22.5 Zoll

Bereift, www.sigg-sh.ch

079 404 87 06

Güllenpumpe Vogelsang,

mit Elektromotor,

Fernsteuerung, neuer

Schlauch, Fr. 3800;

Einstreuwagen, Wurf -

weite bis 18 m, Inhalt

14 m 3 , geeignet für lose

Einstreue und Ballen,

neuwertig, Fr. 9500;

032 614 26 34

Elektromotor, 7.5 PS,

1440 U / min, mit

Schalter und Stecker

079 318 93 07

3 Kunststofftanks, 2000

l, mit Auffangwanne,

neuwertig, Fr. 950 pro

Stk; 2 Falltore, neuwertig,

Höhe 4.5 m, Breite 5

m, mit Servicetüre aus

Alu, ca 2/3 Lichteinsätze,

isoliert, Fr. 4500 pro Stk;

Schieberentmistung,

hydr., neuwertig,

2 Bahnen für 40–70 Kühe,

komplett, Fr. 7800

078 705 54 79

Kirschenentstieler;

Plastikfässer, div., 200er,

blau; Chiantiflaschen,

div.; Doppelräder zu Fiat

Schad 9.5 / 9 - 36, neu -

wertig; Bauernbuffet,

50-jährig, Hofmann und

Eckbank 041 711 17 94

Fortsetzung

Seite 80

UFA-REVUE · 9 2010 77


NUTZTIERE

Bis 20 % des Bestandes betroffen

HARNWEGSINFEKTIONEN kommen bei

Schweinen viel häufiger vor als allgemein

angenommen. Oftmals bleibt diese

Erkrankung unerkannt und wird darum

auch unterschätzt.

Yvonne

Masserey

1

Mittels Vaginoskopie

kann eine Tupferprobe

zur Diagnose

entnommen werden.

Bild: Suisag

Die Häufigkeit von Harnwegsinfektionen

liegt gemäss Professor

Wendt schätzungsweise bei 4 bis

20%, kann in Problembetrieben

aber bis deutlich über 40% ansteigen.

Die Erkrankung verläuft meist schleichend

und wird erst in Zusammenhang

mit anderen Erkrankungen wie MMA

(Mastitis-Metritis-Agalaktie Syndrom)

oder Fruchtbarkeitsstörungen entdeckt.

Vor allem fäkale Keime Verantwortlich

für Entzündungen der Harnwege

sind vorwiegend fäkale Keime wie

Escherichia coli, Streptokokken, Staphylokokken,

Klebsiellen, Proteus oder

aber ein für die Harnwege des Schweines

spezifisch-krankmachender Keim

wie Eubacterium suis (E. suis). Fäkalkeime

treten oftmals bei schlechter Stallhygiene,

Geburtsverletzungen oder

MMA auf. Sie führen vor allem zu

Fruchtbarkeitsstörungen ohne Komplikationen.

Deckinfektion E. suis ist ein Keim,

den man nur im Harntrakt findet. Er

kann nur sehr schwer im Labor angezüchtet

werden und wird deshalb in der

Praxis oft nicht diagnostiziert. Das Besondere

dieses Keimes ist, dass er Urease

produziert, ein Enzym, mit dessen

Hilfe der im Urin befindliche Harnstoff

in Ammoniak gespalten wird. Dieser

kann im Urin betroffener Sauen von

empfindlichen Nasen wahrgenommen

werden. Als Folge davon steigt der

Harn-pH an. Weiter kann E.suis eine Hämaturie

verursachen. Das heisst, es wird

Blut im Urin ausgeschieden. Diese Infektionen

finden oft beim natürlichen

Deckakt statt und werden deshalb auch

als Deckinfektion bezeichnet.

1

Infektionsauslösende Faktoren

Damit Harnwegsinfektionen stattfinden,

braucht es neben den erwähnten

Erregern auslösende Faktoren. Dazu

zählen:

• Nasse, kalte (nicht isolierte) Liegeflächen.

• Geschwächte Abwehr der Tiere (zum

Beispiel stressbedingt).

• Zu geringe Wasseraufnahme der Sauen,

was wiederum zu einer verminderten

Blasenspülung führt.

• Erkrankungen des Bewegungsapparats.

Diese können dazu führen, dass

die Sauen weniger aufstehen und weniger

harnlassen, was wiederum eine

verminderte Blasenspülung nach sich

zieht.

• Geburtsprobleme, Geburtsverletzungen.

• Infektionsübertragungen durch Eber.

• Fütterung, die zu hohem Harn-pH

führt.

Blasen- und Nierenentzündung

In der Folge können vorhandene Keime

in die Blase gelangen, sich dort einnisten,

vermehren und eine Zystitis (Blasenentzündung)

hervorrufen. Keime

wie E.suis steigen manchmal auch durch

die Harnleiter in die Nieren auf und es

kommt zu einer Pyelonephritis (eitriger

Nierenentzündung). In ganz schweren

Fällen führt dies zu einem Harnleiterverschluss,

der den sofortigen Tod der Sauen

herbeiführt.

Fruchtbarkeitsprobleme und

MMA Wie eingangs erwähnt sind

Harnwegsinfektionen oft eng mit

Fruchtbarkeitsproblemen und MMA

verbunden, was sich mit der weiblichen

Anatomie der Sau erklären lässt. Geschlechts-

und Harnorgane liegen sehr

nahe beieinander und man findet deshalb

oft in beiden Organen dieselben

Erreger (Fäkalkeime). Kurz gesagt: Sauen

mit einer Harnwegsentzündung haben

ein stark erhöhtes Risiko für Gebärmutterenzündungen

und Fruchtbarkeitsprobleme.

Rolle von Eber und KB Eber können

in ihrem Präputialbeutel Keime ansammeln

(vor allem. E. suis) und so als

Überträger von Harnwegsinfektionen

agieren. Das Sperma der künstlichen Besamung

(KB) stellt dagegen kein Problem

dar, da es mit Antibiotika versetzt

ist, welches die Keime in der Regel abtötet.

2

78 9 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

3

Diagnose schwierig Eine Diagnose

ist häufig nicht einfach zu stellen.

Nebst dem klinischen Erscheinungsbild

ist eine Harnuntersuchung meist hilfreich.

Oftmals verlaufen Infektionen

schleichend und es sind kaum Anzeichen

einer Erkrankung zu beobachten.

Symptome Zu den typischen Symptomen

gehören aber:

• Eitriger Scheidenausfluss.

• Eiter und Blut im Harn (je nach Erreger).

• Harnveränderungen (Farbe, Klarheit,

pH).

• Aufgekrümmter Rücken beim Harnlassen

(Schmerzen).

• Erhöhte Sauensterblichkeit.

• Fressunlust, Fieber, Untertemperatur.

In der Folge treten vermehrt Umrauscher,

kleinere Wurfzahlen und eine erhöhte

embryonale Sterblichkeit auf.

Harnuntersuchung Liegt der Verdacht

einer Harnwegsinfektion vor,

empfiehlt sich, in Absprache mit dem

Tierarzt eine systematische Harnuntersuchung

durchzuführen. Dabei werden

folgende Punkte beurteilt:

• Optische Beurteilung des Harns. Urin

von gesunden Tieren ist klar und

durchsichtig.

• Untersuchung des Morgenurins mittels

pH-Streifen. Auf diesen Teststreifen

lässt sich nebst dem pH auch noch

prüfen, ob Blut, Nitrit, Protein oder

Leukozyten (Entzündungszellen) vorhanden

sind. Einige Keime können

Nitrat zu Nitrit reduzieren.

• Bakterielle Untersuchung des Harns

im Labor; Anzüchtung von Keimen.

• Bakterielle Untersuchung von Vaginaltupferproben.

Stark betroffene Sauen ausmerzen

Eine medikamentelle Therapie

kann nur dann Erfolg versprechen,

wenn begleitende Massnahmen durchgeführt

werden. Und selbst dann gibt es

erhebliche Schwankungen in der Erfolgsquote.

Dies liegt unter anderem

am Resistenzverhalten der Bakterienstämme,

zu spätem Therapiebeginn, Erregerwechsel

während der Behandlungsphase

und auch an hohen

Eitermengen, die das Eindringvermögen

der Wirkstoffe verringern. Deshalb

sollte man sehr stark betroffene Sauen

mit Hämaturie (Blut im Harn) vor der

Gruppentherapie ausmerzen.

Vorläufig auf KB umsteigen Eine

Schlüsselrolle in der Behandlung

spielt der Eber. Bei Infektionen mit E.

suis ist er für die Streuung der Bakterien

im Bestand zuständig. Deshalb sollte

vorübergehend von Natursprung auf KB

umgestiegen werden. Nebst der antimikrobiellen

Behandlung des Ebers sollte

auch die Vorhaut gespült werden.

Resistenztest durchführen Bevor

eine antibiotische Behandlung

durchgeführt werden kann, muss ein

Resistenztest gemacht werden. Bei akuten

Erkrankungen ist eine parenterale

Antibiotikagabe (intramuskulär) angezeigt.

Handelt es sich um chronische Erkrankungen

erfolgt übers Futter eine

mindestens zehntägige Gabe eines

Breitband-Antibiotikums, welches über

den Harn ausgeschieden wird.

Genug trinken Die wohl wichtigste

Rolle in der Prophylaxe kommt der genügenden

Wasseraufnahme zu. Sie ist

für einen vermehrten Harnabsatz und

somit für eine mechanische Reinigung

(Spülung) der Blase ausserordentlich

wichtig. Auf diese Weise werden Keime

auf natürlichem Wege aus der Blase ausgeschwemmt.

Die erforderliche Menge

der Wasseraufnahme ist stark abhängig

von Fütterung, Stalltemperatur, Alter,

Reproduktionsphase und Luftfeuchtigkeit.

Als Richtwert gilt für Galtsauen 12

bis 15l Wasser pro Tag und Tier (beziehungsweise

drei- bis vierfache Wassermenge

pro Kilogramm Futter). Säugende

Sauen brauchen 20 bis 40l Wasser

pro Tag und Tier. Im Sommer kann sich

der Wasserbedarf bis um 20% erhöhen.

Wassertrog mit Vorteilen Erfahrungen

aus der Praxis zeigen, dass die

Tiere den Wassertrog der Nippeltränke

vorziehen. Dies könnte daran liegen,

dass Sauen am Trog in kurzer Zeit bedeutend

mehr Wasser aufnehmen können

als am Nippel.

Harn via Futter ansäuern Der

Harn-pH kann in einem gewissen Masse

durch die Zusammensetzung der Futterration

beziehungsweise durch Zusatz

von Harn-ansäuernden Stoffen beeinflusst

werden. Generell gilt: Ein tiefer

Harn-pH (7.5) ist ein

Indikator für eine bereits bestehende

Harnwegsinfektion oder steigert das Risiko

einer Harnwegsinfektion. Temporär

kann auch der NaCl-Gehalt im Futter um

1 bis 2% erhöht werden. Dies führt zu

mehr Durst und somit zu einer grösseren

Wasseraufnahme. Aber vorher ist das

Wasserangebot zu überprüfen.

Hygiene und Klima Nicht zuletzt

lässt sich Harnwegsinfektionen durch eine

gute Hygiene im Stall vorbeugen. Dazu

gehört etwa die tägliche Reinigung

der Buchten und das Vermeiden von

stehendem Harn. Zugluft ist zu verhindern

und Liegeflächen werden am besten

isoliert.

Fazit Harnwegsinfektionen bei Sauen

sind häufiger als angenommen. Unterschieden

wird zwischen Infektionen mit

Fäkalkeimen, die meist zu Fruchtbarkeitsstörungen

ohne Komplikationen

führen und Infektionen mit E. suis, einem

Erreger, den man nur im Harntrakt

des Schweins findet. Infektionen mit E.

suis können zu Schädigungen der Nieren

führen. Eine Diagnose erfolgt anhand

der klinischen Symptome und einer

Harnuntersuchung. Der Erfolg einer Therapie

ist von vielen Faktoren abhängig.

Vor allem aber die Berücksichtigung eines

Antibiogramms, der Einbezug des

Ebers und die Ausmerzung von Sauen

mit starken klinischen Symptomen. Um

einer Harnwegsinfektion vorzubeugen

sind die Wasseraufnahme und der damit

verbundene häufige Harnabsatz ausschlaggebend.

Dadurch erfolgt eine Spülung

der Harnwege und allfällige Keime

werden «entsorgt». Besonderes Augenmerk

sollte auch auf eine gesteigerte

Stallhygiene und zugfreie, isolierte Liegeflächen

gelegt werden.

2

Wasserzufuhr

über Nippel oder

in unbequemen

Stellungen führen zu

einer verminderten

Wasseraufnahme.

Bild: Suisag

3

Sau mit eitrigem

Ausfluss.

Bild: VU Wien

Autorin Dr. med. vet.

Yvonne Masserey,

Suisag, Geschäfts -

bereich Schweine -

gesundheitsdienst

(SGD), Büro Zürich,

9606 Bütschwil.

www.suisag.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 79


Marktplatz

Fortsetzung

von Seite 77

LANDTECHNIK

zu verkaufen

Subaru Impreza Turbo

2.0L, Kombi, Allradantrieb,

Jg.1999, 175'000

km, neue Bremsen, 8-

Fach Alu, guter Zustand;

Elektrostapler Still,

Hubkraft 1600 kg,

Hubhöhe 2.9 m, mit

Seitenschub, Gewicht

2880 kg, VP Fr. 3200

078 744 30 32

Front-Rasenmähwerk

Aebi, Arbeitsbreite 3.2 m,

Schnitthöhe 12-80 mm,

Ölantrieb, perfekter

Schnitt, geringer Kraft -

bedarf, top Zustand,

VP Fr. 2500, Fotos auf

agrarmaschinen.ch;

Hydraulikaggregat zu

3-Punkt mit Zapfwellenantrieb,

540 U/min, Tank

80 l; Tandem-Zahnrad-

Pumpen, 2x40 l/min, 180

bar, inkl. hydr. Schläuche,

für Forstkräne, Holzspalter,

Mähwerk usw., VP Fr.

3600 078 744 30 32

Ladewagen Bucher T12K,

guter Zustand

078 825 11 88

Motorrad BMW 1100

GS, Jg. 1998, 24'000 km,

blau, Fr. 6000

079 432 77 43

RAUFUTTER

zu verkaufen

Raufutter

Grosses Sortiment

in Ihrer LANDI.

www.raufutter.ch

Gratis-Infoline

0800 808 850

Tiefganganhänger mit

Auffahrrampe, GG 400

kg, Nutzlast 2900 kg;

Pflug, 4-Schar mit

Streifen-riestern,

Scheiben sech, Halbautomat,

Topzustand; Rüben -

hackgerät, Hatzenbichler,

6-reihig; Weide-Bei fut -

ter automat für Kälber/

Jungvieh; Fress giter

Diagonal, Länge 5 m, 10

Plätze; Tränkefass, 600 l;

Viehschere; Viehüter

Gallagher M800,

Netzanschluss 220-240 V,

AC 50 Hz 10 W;

Kuhtrainerapparat

079 796 92 68

Samro Offset Super RB,

top Zustand, einsatzbereit,

Siebband im 2008

ersetzt, 2 Noppenbänder,

Zusatzbunker, Dammentlastung

079 433 39 63

Pneu, 2 Stk, 800 / 65 R

32 052 681 14 53

Aebi HC 44, Aktivlenkung,

komplett, neuer

Hydrostat., 1.9 m Balken,

Ballonbereifung, 2 x

Schneidende, neuwertig,

Fr. 9500

079 445 61 28

Laufstalleinrichtung für

40 Kühe, Selbstfanggitter,

Boxenbügel, Liegematten,

8-jährig, sehr guter

Zustand 032 614 26 34

Aebi TT33 Kubota,

2060 Std, hydr. Hinten

und vorne, neue Pneu,

hydr. Lenkung, sehr guter

Zustand, Fr. 14'000

079 445 61 28

Krokodilzange Frontund

Heckanbau, für

Tiefstreu-Entmistung etc.;

Viehbänne, Traktorenzug,

für 4–5 Rinder

079 646 33 58

Stapler Toyota, Hubkraft

1.5 t, Hubhöhe 3 m,

Seitenschieber, Gabelverlängerung,

grosse

Lufträder, guter Zustand,

günstig 079 422 30 55

Gewindeschneidesatz

M6 - M24, metrisches

und Feingewinde

079 622 45 82

Kantholz, ab Fr. 300/m 3

079 324 52 25

Cisaille à colza Zürn,

pour MB John Deere,

parfait état, fr. 500

079 414 74 24

Heugebläse Lanker P 50,

10 PS, mit Rohr und

Bogen, Fr. 350; Pallet -

rolli, Fr. 80; Krippen -

träger, Fr. 20; Losemehlwagen,

1 t, Fr. 100

052 336 11 37

Räder 505 / 50 x 17;

Räder 15.0 / 70 x 18,

12 Ply; Räder, neu, 14.5 /

8 x 18 12 Ply; Räder 11.5

/ 80 x 15.3, Vredestein

AW, Kreiselegge Falc Fox

079 243 75 25

Warmluftofen für Heu -

belüftung, mit Zubehör;

Schreitbagger Kamo X4

079 661 79 61

Bergmäher Aebi AM 9 D,

Gitterrad, 1.75 m Balken,

2 x Schneidende, sehr

guter Zustand, Fr. 4300

079 445 61 28

Hecktrommelmäher

Deutz 215, mit Aufbereiter,

einsatzbereit; Tränke -

fass, altes Druckfass,

3300 l, Bereifung 13 / 75

- 16, 75%, günstig

031 741 16 21

2 Bucher K5 für

Ersatzteile, Zus. Fr. 300,

ohne Mähausrüstung

079 445 61 28

Miststreuer Kle, 12 m 3 ,

4 stehende Walzen,

Doppelkratzboden, hydr.

Antrieb, Tandemachse,

hydr. Bremse, in sehr

gutem Zustand,

Fr. 13'900, infolge

Viehaufgabe

079 404 82 57

Bührer Spezial, Benzin,

neu lackiert, techn. i.O.,

neue Pneu, Jg. 59,

Fr. 5200 078 674 09 21

ab 19.00 TG

Schilter Senior mit

Dieselmotor

079 245 11 39

Feuchtmais- und

Strohmühle Graber, Fr.

500 052 301 40 30

Mähdrescher Deutz-Fahr

Topliner 4065 HTS,

Balken und Siebausgleich,

Reversierung, betriebs -

bereit 041 930 10 79

2-Schar-Pflug Kverneland

F8, occasion, non

stop, sehr guter Zustand,

Fr. 3600 079 633 94 30

Pneu, 2 Stk, 420/85 R34

078 836 66 22

Lüfter, Axial, 7.5 PS;

Milchtank mit Kühlgerät,

Inhalt 520 l, fahrbar,

Fr. 1500 078 648 09 48

Packpresse mit

Schwenkbecken, Top

Zustand, wenig gebraucht

079 746 43 80

Sektionaltor, Höhe

2.4 m, Breite 2.8 m,

Neuwertig, Fr. 1800

032 614 26 34

2-Seitenkipper, 2-Achs,

Krone, 2 x 5 m, hydr.

Bremse; Grubber Althaus,

9 Zinken, 3 Balken;

Kreiselheuer Niemeyer

HR 551-DH, hydr.-klappbar

079 710 07 71

Tauchpumpe, Schmutzwasser

041 828 17 78

Absauggerät Spanex;

2 Pferdegeschirre,

englische; Pferde-

Federwagen leicht

055 283 12 44

Unibet Schaad; Allrad -

achse, von Feldhäcksler

New Holland; Kreisel -

egge Falc Fox, 3 m

079 243 75 25

Heurüstmaschine

Portana, funtkionstüchtig,

Fr. 200 034 431 27 61

Vibro, 3 m, devaut

semoir, état de neuf,

Prix à discuter

079 426 59 94

Hochdruckreiniger

Kärcher, Netzunabhängig,

Benzinmotor, 30 m

Schlauch, Fr. 1900;

Heugebläse-Verteiler

Zumstein, mit 30 m Rohr,

Fr. 700; Viehwaage,

fahrbar, bis 250 kg, Fr.

1200; Güllenfass Bucher,

300 l, Fr. 1800; Motor -

mäher Bucher M500, mit

Bandeingraser, Fr. 3500

062 961 74 32

ZR-Gabel für Frontlader,

Euro Aufnahme, 1.7 m

breit; Gebläserohre,

diverse, Ø 38 cm;

Holzspalter, Spindel,

inkl. Motor und Kabel

078 817 65 00

Maishäcksler Mengele

MB290; Ladewagen

Hamster Junior; Motor -

mäher Bucher M600;

Hitch zu Amazone KE;

Teleskop-Gebläse mit

LKW-Motor

044 942 23 14

Wendetraktor Carraro

7700, mit Fronthydraulik,

Doppelräder hinten,

1700 h, 64 PS, Kriechgänge,

2 Zapfwellenanschlüsse,

540 und 1000

U/min rechts, 1000 links,

Wegzapfwelle, Kupplung

neu, ab Mfk, Fr. 19'000

079 318 93 07

Autoräder, 16 Zoll

079 318 93 07

LKW-Tandemachsanhänger,

GG 18 t, 2.5 x

7.8 m, Luftfederung;

LKW-3-Achsanhänger,

2.45 x 9.2 m, GG 24 t

079 628 83 80

2-Schar-Pflug Ott,

neue Teile, hydr.,

076 325 21 77

Zaunpfähle aus Holz,

Länge 1.6 m, bis 300 Stk

079 318 93 07

Räder Komplett, 10.75-

15.3 AS, 11,5.8-15,3 AS;

Doppelräder, 10.75-

15.3 AS, 11,5.8-15,3 AS

079 318 93 07

Güllenmixer Kirchner,

12.5 PS, mit Untersetzungsgetriebe;

Güllen -

mixer MFH, 20 PS;

Schaufelrührwerk, 2 Stk,

100 und 300 m 3 ; Antrieb,

für Flügel Rührwerk,

5.5 PS 079 678 81 49

Förderband, mit Knick

unten, Länge 4 m;

Heuverteiler Aebi TL20,

neuwertig, demoniert;

Heugebläse Taurus;

Tränkebecken Alfa Laval,

blau 076 325 21 77

Getreidemischer Unibet

Schaad; Getreidesilos

Neuero, 18 t Inhalt;

Huckepack zu Kreisel -

egge Falc Fox; Kranbahn

für Silofräse;

079 243 75 25

Melkaggregat Alfa Laval,

Standeimer

079 746 43 80

Rübenschneider

Van Lengerich

041 460 02 03

Stückgutheizung Köb,

für 1 m-Spälte, 100 kW,

Jg. 1987, muss selber

demontiert werden

079 707 99 21

Melangeuse Seco,

12 m 3 , cambridge 3

079 781 09 83

Maispflückschroter

Mengele MK3, Fr. 500

052 301 40 30

Doppelräder Müller 9 -

32, Fr. 100; Breitreifen

gross, 18 R 22.5, Felge

mit 6 Loch, Nabe 16 cm,

Fr. 300 062 299 14 30

Rapid 505 mit Band -

eingraser, sehr guter

Zustand, Fr. 2800

078 835 33 68

Druckfass Althaus, 4000

l, verzinkt, guter Zustand,

mit super Bereifung 18 R

22.5 062 299 14 30

Kreiselheuer Claas, occ.,

funktionstüchtig, 4.20 m

Arbeitsbreite, manuell

aufklappbar, Fr. 550

079 633 94 30

Selbstfahrhäcksler New

Holland 1900; Stand -

motor Deutz, mit Wurf -

gebläse; Rapsschere

Zürn, mechanisch; Rohre,

div., von Silofräse Stocker

oder Gisi 079 243 75 25

ESM-Mähbalken 1.18 m

zu Motormäher Rapid,

Fr. 300 078 835 33 68

Kälberhütten (Lager-

behälter) Bausatz 1er,

4 bis 6 Wochen, Fr. 100

079 426 06 35

Motosense Stihl FR 85T,

Rucksackmodell

078 835 33 68

2-Schar-Pflug Ott, non

stop, sehr guter Zustand,

Fr. 1400 079 673 76 05

Kreiselheuer Kuhn, 4 m,

mit Schwadergetriebe;

2-Schar-Pflug Huard,

hydr.; 4 Felgen, 6 Loch,

M16, 160 mm Loch,

bereift 2 mit 11.5/80-15

8 Ply, 2 mit 10.0/75-15

8 Ply, evtl. mit Achsen

55 mm 052 643 27 54

Antriebsachse Hurt mit

Aussenplaneten;

Dieselmotor Yanmar,

10 PS 079 622 45 82

Fiat, 80 – 90 Dp, Kom -

fortkabinen, neuwertiger

Motor MSK, Fr. 22'000;

Fiat 640 Allrad, Fr. 7500

079 287 52 89

Big Bags günstig abzu -

geben 079 426 06 35

Mähtraktor Rapid MT,

Fr. 250; Kleintransporter

mit Motor Maag, 11 PS,

guter Zustand

079 245 11 39

Dampfgerät Kärcher, alt,

Fr. 500 079 426 06 35

Diverse Förderbänder

079 426 06 35

Traktor Fiat 45-66 DT,

Mauser Kabine, Kriech -

gang, Doppelbereifung,

ab Platz, Fr. 13'200

052 336 14 81,

mittags oder abends

Div. Sämaschinen

Accord DA, 3 m, Preis auf

Anfrage 052 336 14 81,

mittags oder abends

Mistzetter Welger LS

270, einsatzbereiter

Zustand, Fr. 2700

052 336 14 81,

mittags oder abends

Fortsetzung

Seite 86

80 9 2010 · UFA-REVUE


Bettag und Erntedank 2010

KURZMELDUNGEN

LANDLEBEN

Andächtig hört der Grossvater dem

Buben zu. Dem fällt das Lesen nicht

leicht; er muss sich enorm konzentrieren.

Wort um Wort liest er. Er

kommt gerade von einer Arbeit, für

die er die Schürze umgebunden hat.

War die eben verrichtete Arbeit für

ihn vielleicht leichter als jetzt das

Lesen?

Für eine Bibel ist das Buch zu dünn.

Wahrscheinlich ist es ein Andachtsbuch

mit Gebeten und einigen Bibeltexten

oder ein Neues Testament

mit den Psalmen. Weil der Bub so

langsam liest, kann der Grossvater

Wort für Wort und Satz für Satz küstigen

und nachklingen lassen…

Hier hört die älteste Generation der

jüngsten zu. Die jüngste Generation

hört beim Lesen, was Generationen

vor ihr gedacht haben. Aus dem Lesen

und Vorlesen wird das Hören,

aus dem Hören das Beten, aus dem

Ankers Bild von

1893 «Grossvaters

Andacht» (oben

rechts)

kurzen Hereinschauen beim Grossvater

die Andacht.

Immer wieder ernten Jüngere von

Älteren, Ältere von Jüngeren. Wir

alle sind einige Generationen jünger

als dieser Bub von 1893. Im Jahr

2010, hundert Jahre nach Albert

Ankers Tod, ernten wir noch immer,

was der Maler mit seiner Kunst und

seinem tiefgründigen Denken gesät

hat. Seine Bilder zeigen den Alltag,

auf diesen Alltag fällt ein ganz besonderes

Licht…

Der Dank-, Buss- und Bettag

am 19. September ist eine Einladung,

uns zum Grossvater zu setzen

und an seiner Andacht teilzuneh-

men. Finden wir die Stille für eine

andächtige Bettags-Stunde? Im Erntedankgottesdienst,

der je nach Gegend

und Tradition an unterschiedlichen

Sonntagen im Herbst gefeiert

wird, danken wir für das, was in diesem

Jahr mit dem nass-kalten Frühling

und dem trocken-heissen Sommer

gewachsen ist. Säen und ernten

ist anstrengend und muss Jahr für

Jahr neu buchstabiert werden.

Ueli Tobler, Pfarrer in Müntschemier

(BE), Präsident des Bäuerlichen

Sorgentelefons, 041 820 02 15

www.bauernfamilie.ch

ZU GEWINNEN

Selbstversorgung

Der Herbst bahnt sich an mit seiner

Fülle in Feld und Garten. Jetzt ist

noch Gelegenheit Konfitüren zu machen,

den Tiefkühler zu füllen oder

Bohnen zu dörren. Die UFA-Revue

verlost 10 Ordner «Selbstversorgung»

der Agridea. Das ist ein umfassendes

Nachschlagewerk zur Verarbeitung

von Obst, Gemüse, Milch

Landfrauen-Agenda

Die Landfrauen-Agenda 2011 ist ein

Hit. Von den ersten Bestellungen

wurden 10 Coupons ausgelost. Diese

Gewinnnerinnen erhalten das

Buch «Natürlich einmachen» gratis

zu ihrer Bestelllung dazu. Es sind

Maya Angst, Sina Caflisch, Maria

Crameri, Helene Feusi, Marlene Herzog-Schmid,

Nelly Moser, Monika

Niggli, Susi Raschle, Erika

Späti-Seringhaus und Monika Villiger.

Bestellformular für die Landfrauen-Agenda

auf www.ufarevue.ch.

Landfrauenchor probt

35 Bäuerinnen singen im Kanton

Schaffhausen unter der Leitung von

Vreni Winzeler. Die bekannte Dirigentin

hat die Texte selber geschrieben.

Präsentieren wird sich der

Landfrauenchor am 27. Oktober

2010 anlässlich der Vernissage

«Schaffhauser Landfrauen kochen».

Diplomierter Kuhhirte

Auf 2000 m ü. M. grasen im Wallis,

auf der Büchneralp, Moosalp und im

Ginals, über 100 Kühe. Junge Feriengäste

können den Hirten über die

Schulter schauen, die Kühe in den

Stall treiben und beim Melken helfen.

Dabei erlangen sie das Diplom

als «Kuhhirte». Die Teilnahme ist

von Juli bis September täglich möglich

und kostenfrei und wie man

sieht ist Alphirt Stefan Portner zufrieden

mit seinen diplomierten

Kuhtreibern Philippe, Sarah, Marco,

Sandrine und Robin.

Jetzt anmelden!

Anmeldungen für die Berufsprüfung

(BP) und die Höhere Fachprüfung

(HFP) Bäuerin sind bis am 9. Oktober

2010 möglich. Einsenden des

Anmeldeformular an: Prüfungsleiterin

Marlen Betschart, Austrasse 7,

8840 Trachslau

am.betschart@freesurf.ch.

SF bei den Landfrauen

Der bäuerliche Kochwettbewerb

des Schweizer Fernsehens geht in

die vierte Runde. In die Kochtöpfe

gucken lassen sich ab dem 3. September

Brigitte Bürgi, Lotti Baumann,

Yvonne Bischof , Barbara Huber,

Esthi Derungs, Brigitta Knörr

und Maja Gisler.

Flechtworkshop

Vor 25 Jahren stiegen Claudia und

Ruedi Künzi-Schnyder in den Betriebszweig

Dekogetreide ein und

sind seither erfolgreich. Am Jubiläumsevent,

am 18. September 2010,

organiseren sie auf ihrem Betrieb in

Maschwanden einen Flecht-Workshops

zum Thema Erntedankflechtereien.

Kosten 20 Fr. pro Person.

Anmeldunge: Claudia Künzi-Schnyder,

+41 44 767 14 23

www.getreidedeko.ch

und Fleisch. Detailliert werden verschiedene

Methoden zum Einmachen

präsentiert. Der Agridea-Ordner

«selbstgemacht – eingemacht –

feingemacht» hat einen Wert von 65

Fr. Als besonderer Leckerbissen gibt

es dazu eine CD mit einer Fülle von

Rezepten, die gut auch zur Gästebewirtung

gebraucht werden können.

Gewinnen Sie ein Stück Unabhängigkeit

mit dem Agridea-Selbstversorgungs-Ordner

und schicken Sie

eine SMS mit: KFL Agridea Name

Adresse an 9292. Einsendeschluss

ist der 10. September 2010.

Gewinner Verlosung

UFA-Revue 7-8/2010

Die vier Tagespässe ans Eidgenössische

Schwing- und Älplerfest haben

gewonnen: Jolanda Gassmann aus

Wauwil, Severin Küng aus Därstetten,

Beat Leuenberger aus Eschert

und Martha Frei aus Hörhausen.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 9 2010 81


LANDLEBEN

Grosse Ausstrahlung

und herber Charme

BÄUERINNEN UND BAUERN IM FERNSEHEN Obwohl die landwirtschaftliche

Bevölkerung nur 4 % der Bevölkerung ausmacht, sind Bäuerinnen und Bauern fast

täglich im Fernsehen zu sehen. Patrick Rohr erklärt das Medienphänomen Landwirtschaft.

Patrik Rohr arbeitete

von 1992 bis 2007 in

verschiedenen

Funktionen für das

Schweizer Fernsehen,

unter anderem als

Redaktor und

Mode ra tor für

«Schweiz aktuell» und

«Quer» und als

Redaktionsleiter

und Moderator der

«Arena».

UFA-Revue: Warum sind Bäuerinnen

und Bauern so häufig am

Fernsehen zu sehen?

Patrick Rohr: Die Landwirtschaft

verkörpert ein Idealbild der

Schweiz. Landwirtschaft bedeutet Heimat,

Traditionen und Nähe zur Natur.

Der Erfolg von Sendungen wie «SF bi de

Lüt», «Landfrauen kochen» und «Bauer,

ledig, sucht …» hat mit dieser Sehnsucht

nach dem Ursprünglichen zu tun.

Bäuerinnen und Bauern repräsentieren

eine heile Welt?

Ja, denn sie sind sehr authentisch. Ich

habe gerne Reportagen mit Bäuerinnen

und Bauern gemacht, weil ich wusste,

da kommt ein unverfälschtes Zitat, es

gibt echte Reaktionen und klare pointierte

Ansichten. Wenn ich mit einem

Bauern aus dem Entlebuch über seine

Schweinehaltung rede und ihn mit Vorwürfen

bezüglich seiner Tierhaltung

konfrontiere, dann kommt keine geschliffene

Antwort, sondern er erklärt

fadengrad die Situation und das Dilemma

zwischen Wirtschaftlichkeit und

Tierwohl.

Kulissen zu sehen, und erkannt, dass

diese Vorurteile an einem kleinen Ort

sind. Ich lernte die Leistungen der Landwirtschaft

schätzen, zum Beispiel ihren

Beitrag zur Landschaftspflege. Ich verstand,

dass der Landwirt effizient arbeiten

muss. Ich sah auch die wirtschaftlichen

Nöte bis hin zu einer Gant. Jeder

Landwirt ist ein Unternehmer, und ich

lernte dynamische Betriebsleiter kennen

und auch solche, die sich schwer tun mit

der heutigen Zeit.

Das Fernsehen lebt von Bildern. Wie

wichtig sind Äusserlichkeiten?

Wenn ich einen Landwirt interviewe,

dann will ich ihn in Stallkleidern zeigen,

mit der Mistgabel, mit den Hosen in den

Gummistiefeln und zerzauster Frisur. Ich

will das Bäuerliche spürbar machen.

Auch die Bäuerinnen sollen nicht im

Abendkleid und in Highheels zur Kochrunde

gehen. Am liebsten natürlich in

der Tracht.

Wie soll man reagieren, wenn plötzlich

ein Fernsehteam vor der Türe

steht und eine Stellungnahme

verlangt?

Was hat Sie an den Bauern am meisten

beeindruckt?

Für «Schweiz aktuell», die «Arena»

und «Quer» habe ich wahrscheinlich

weit über 3000 Personen interviewt

und darunter waren sicher einige hundert

Bauern zu finden. Wenn man mit

den Augen des Städters die Landwirtschaft

betrachtet, dann hat man viele

Vorurteile, wie dass die Bauern stur

sind, dass sie immer jammern, Subventionsempfänger

sind und sich die Landwirtschaft

nicht bewegt. Aber als Journalist

hatte ich das Glück, hinter die

82 9 2010 · UFA-REVUE


LANDLEBEN

Die Journalisten melden sich meistens

an und die Medien sind nicht nur

böse, wenn sie kommen. Sie kommen

auch nicht, um jemanden in die Pfanne

zu hauen. Sie kommen, weil es attraktiv

ist, über Konflikte zu berichten. Knatsch

interessiert alle. In den meisten Fällen

achten die Journalisten darauf, ausgewogen

zu berichten. Sie lassen alle Seiten

zu Wort kommen, zum Beispiel sowohl

den Landwirt wie auch den

Kantonstierarzt. Meine Empfehlung ist,

sich nicht grundsätzlich zu verweigern.

Wenn man ruhig seine Position darlegt,

macht man nichts falsch.

Wie reagiert man, wenn man sich durch

eine Fernsehsendung zu Unrecht angeprangert

fühlt?

Im Prinzip gibt es nur eines: Darauf

hoffen, dass das menschliche Gedächtnis

schnell vergisst – und das ist auch so.

Vielleicht kann man auch daraus lernen

und die Tierhaltung ändern. Dann sich

bei einer Regionalzeitung melden und

sagen, ich war im «Kassensturz», habe

alles geändert und bin nun vorbildlich.

Zeigen Sie das bitte auch.

Warum ist die Tierhaltung

ein emotionales

Thema?

Der Mensch will

wissen, was er isst.

Auf jeder Wurst ist genau

deklariert, was

drin ist und woher sie

kommt. Die einheimischen

Produkte stehen

für eine besondere Qualität, für tiergerechte

Haltung und Umweltschutz. Hört

man von Tiervernachlässigung, wird das

von vielen als Angriff auf die eigene Gesundheit

empfunden.

Wenn Sie einen Medienkurs

für Bauern machen müssten,

worauf würden Sie

achten?

Generell ist es wichtig,

sich selber treu zu bleiben.

Man soll keine Rolle spielen

und eine Sprache sprechen,

die man beherrscht.

Ich hatte kürzlich tatsächlich

Bauern bei mir in der

Medienschulung und zwar

Milchproduzenten, die für

höhere Preise kämpfen. Die Zeiten der

Polarisierung sind vorbei, diese Milchproduzenten

müssen über ihre Preise

und Verträge verhandeln. Dabei ist es

wichtig, der Gegenseite zu signalisieren,

dass man sie versteht. Man muss zuhören

und Verständnis signalisieren. Und

dann die eigene Situation so einfach wie

möglich erklären. Die heutigen jungen

Bauern sind oft diskussionsbereiter.

Nicht so, wie vielleicht früher, als die

Walliser Bauern Tomaten in die Rhone

schmissen.

Aber heute machen auch die Milchbauern

militante Aktionen?

Ehrlich gesagt, das ist nicht zeitgemäss

und erfolgreich ist man damit auch

nicht. Man muss verhandeln. Da sind

die Bauern gefordert.

Worauf soll man dabei achten?

Grundlage für jedes Gespräch und jede

Beziehung ist Vertrauen. Vertrauen gibt

es aber nur, wenn man am anderen interessiert

ist. Man muss sich in die Augen

schauen, sich dem anderen zuwenden

und zuhören. Nicht noch nebenbei

telefonieren. Auf der anderen Seite

muss man sich auch so ausdrücken, dass

Vertrauen

schaffen

durch

sachliche

Argumente,

freundliche

Mimik und

Interesse

am Gegenüber.

es keine Missverständnisse gibt. Man

kann auch mal unverbindlich in der Kaffeepause

über unverfängliche Themen

plaudern, zum Beispiel

über das Wetter oder das

Schwingfest. Dann kommt

man sich menschlich näher

und freut sich darauf, sich

wieder zu treffen. Das erleichtert

vieles. Auch grosse

Wirtschaftskapitäne reisen

um die ganze Welt, um

ihre Geschäftspartner persönlich

zu treffen, weil sie

wissen, dass es auf die Beziehungs-

und Vertrauensebene

ankommt.

Also ist Smalltalk wichtig fürs Geschäft.

Auf jeden Fall. Nur funktioniert das

nicht gut, wenn man die Hände im Hosensack

hat und auf den Boden starrt

und hmmm … hmmm … grummelt. Ich

nenne das den herben ländlichen

Charme. Man muss dem anderen in die

Augen schauen, sonst hat man das Gefühl,

dass er etwas zu verbergen hat. Lächeln

ist auch nicht schlecht. Smalltalk

hat einen grossen Stellenwert, vor allem

auch an privaten Anlässen. Ich war kürzlich

auf der Hochzeit eines Bauernpaars.

Ein wunderschönes Fest. Aber mir fiel

auf, wie schwierig es war, miteinander

ins Gespräch zu kommen. Ich fragte

mein Gegenüber: Was hast du für einen

Betrieb? Wie viele Tiere? etc. Irgendwann

fing er auch an Fragen zu stellen:

Was eigentlich ein Kommunikationsberater

sei, etc. So ergab sich ein Gespräch.

Der Smalltalk ist für soziale Kontakte

angenehm und wichtig, und

schliesslich will man sich an einem

Hochzeitsfest auch nicht den ganzen

Abend langweilen.

Besten Dank für das Gespräch.

Daniela Clemenz

Patrik Rohr kam in

Glarus zur Welt und

seine Familie zog nach

Brig, wo er als 15-

Jähriger seinen Einstieg

in die Medienwelt, im

«Walliser Boten», hatte.

Seit 2007 leitet er sein

eigenes Kommunikationsberatungsbüro

in

Zürich, bietet Coaches

und Kurse an und

schreibt Bestseller.

www.patrickrohr.ch

«So meistern Sie jedes

Gespräch» heisst der

Bestseller von Patrick

Rohr. Schreiben Sie eine

SMS mit KFL TV Name

Adresse an 9292.

Einsendeschluss ist der

10. September 2010.

Zwei Gewinner werden

ausgelost und erhalten

das Buch von Patrick

Rohr zugestellt.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 9 · 10

UFA-REVUE · 9 2010 83


LANDLEBEN

LESERREISE

Reise ans schönste Ende der Welt

New Zealand: 1. Reise: 14.1. bis 4.2.2011 oder 2. Reise: 22.1. bis 12.2.2011

Einmal mehr ruft das «Abenteuer Neuseeland»

reisefreudige Bäuerinnen, Landwirte

und sonstige Interessierte: Bereits zum

dritten Mal organisiert die UFA-Revue eine

Studienreise durch Neuseeland, eine Reise,

die einem Trip um die halbe Welt gleichkommt.

Neuseeland schmückt sich mit dem Beinahmen

«Grüne Perle im Pazifik». Die beiden Inseln

waren während Millionen von Jahren isoliert

und verfügen deshalb über eine äusserst vielfältige

Flora und Fauna. Aber auch kristallklare

Seen, Vulkane, einsame Berggipfel, malerische

Fjorde oder menschenleere Strände

machen Neuseeland zum Traumziel all jener,

die es mit den Zugvögeln aus der winterlichen

Schweiz in die sonnigen und wärmeren Gefilde

der Südhalbkugel zieht.

Neuseeland gehört zu den führenden Agrarstaaten

der Welt, die landwirtschaftlichen

Güter machen denn auch einen Grossteil der

Exporte aus. Rund ein Drittel der Landesoberfläche

wird als Weideland benutzt. Ein weiteres

Drittel sind Randgebiete, die der Viehzucht

oder der Waldwirtschaft dienen.

Insbesondere die (extensive) Milchviehhaltung

wird immer wieder als mögliches Vorbild

für die Viehzucht in unseren Breitengraden

herangezogen.

Für spannende Diskussionen auf den Fachbesuchen

dürfte die Basis also geschaffen sein.

Das Programm

1. Tag: Zürich – Dubai

Am späten Abend Abflug mit Emirate Airlines

nach Dubai.

2. Tag: Dubai – Christchurch

Am frühen Morgen Ankunft in Dubai, Umsteigen

und Weiterflug.

3. Tag: Christchurch

Ankunft in Christchurch (Südinsel) am Mittag.

Auf dem Weg zum Hotel Rundfahrt

durch die Gartenstadt. Der Rest des Tages

und Abends zum Ausruhen und Flanieren

durch den botanischen Garten.

4. Tag: Christchurch

Erkundung der Lincoln University (grösste

Schule für Landwirtschaft und Obstbau) und

Besichtigung von Wrightson Seeds (Forschung

und Entwicklung von Saatgut). Am

Nachmittag Besuch auf einem Ackerbaubetrieb

mit Rindermast in der Canterburry Ebene.

5. Tag: Christchurch – Dunedin

Fahrt in südliche Richtung mit Halt am Strand

bei Shag Point mit den Moeraki Boulders (imposante

tonnenschwere Felskugeln) und der

Möglichkeit eines Bades im Pazifik. Am

Nachmittag Besichtigung der Halbinsel Otago,

wo die seltenen Königsalbatrosse und

Gelb-Aug-Pinguine ihre Heimat haben.

6. Tag: Dunedin – Gore – Te Anau

Fahrt zu einer Schaf- und Hirschfarm mit

10000 Tieren. Zur Farm gehört auch ein

Forstbetrieb. Besichtigung und Mittagessen.

Gegen Abend Ankunft in Te Anau, einer

wunderschön am See gelegenen Kleinstadt.

7. Tag: Te Anau – Doubtful Sound – Te Anau

Ganztagesausflug über den Lake Manapouri

und den Wilmot-Pass zum wunderschönen

Fjord Doubtful Sound mit 900 m hoch aufragenden

Felswänden. Schiffahrt mit Mittagessen/Picknick.

8. Tag: Te Anau – Queenstown

Unterwegs nach Queenstown zu Besuch bei

der Familie Frei und ihrer Milchfarm mit 800

Kühen. Weiterfahrt nach Queenstown, dem

St. Moritz Neuseelands, welches am wunderschönen

Wakatipusee gelegen ist.

9. Tag: Queenstown – Central Otago

Fahrt in Richtung Central Otago, dem grössten

Anbaugebiet Neuseelands für Aprikosen,

Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen und Kirschen.

Besuch einer Plantage mit eigenem

Packbetrieb. Anschliessend Weindegustation

im Kawarau Tal.

10. Tag: Queenstown – Lindis Pass-Twizel

Besichtigung der Goldgräbersiedlung Arrowtown

und am Lindis Pass Halt bei einer

Merino-Schaffarm, die feine Wolle für Italien

produziert.

11. Tag: Twizel – Christchurch

Fahrt in den Mt. Cook Nationalpark mit dem

höchsten Berg Neuseelands und die Möglichkeit

zu einem Gletscherflug. Weiterfahrt

entlang des Lake Tekapo über den Bourkes

Pass in die Canterbury Ebene mit grossen Getreidefeldern.

Abendflug nach Rotorua auf

die Nordinsel.

12. Tag: Rotorua

Erkundung der Gartenanlage von Rainbow

Springs (Forellenzucht, einheimische Vögel,

Kiwihaus). Am Nachmittag Besuch der Thermalgegend

von Te Puia mit hoch aufschiessenden

Geysiren und Maori-Handwerk -

zentrum. Am Abend servieren Maoris zum

Nachtessen ein Hangi (im heissen Boden gekochte

Speisen) und führen Lieder und Tänze

vor.

13. Tag: Rotorua

Zu Besuch bei der Familie Gretener auf ihrer

Milchfarm mit 400 Kühen, 160 ha Weideland

und einem 40er-Melkkarussell. Demonstration

einer neuseeländischen Einzäunung. Am

Nachmittag wird der führende Milchverarbeiter

Fonterra besichtigt.

14. Tag: Rotorua – Te Puke – Waikato –

Hamilton

Am Morgen Einblick in die expandierende

Forstwirtschaft Neuseelands. Anschliessend

Fahrt an die Bay of Plenty, des Hauptanbaugebiets

von Kiwis mit Besichtigung einer

Plantage. In der Gegend um Hamilton/Cambridge

Abendessen und Übernachtung auf

verschiedenen Farmen (in Gruppen von 4 bis

6 Personen, z. T. Schweizer Farmen).

15. Tag: Waikato – Farmstay

Vormittags unterwegs mit den Gastfamilien

auf ihren Farmen. Am Nachmittag gemeinsamer

Besuch einer Vorzeigefarm. Gemütlicher

Abend mit dem Schweizerklub von Hamilton.

84 9 2010 · UFA-REVUE


LESERREISE

LANDLEBEN

takulärsten Hotels, die schönsten Einkaufscenter,

herrliche Sandstrände und eine Architektur,

die einzigartig ist.

Unterkunft für 5 Nächte im Möwenpick Hotel

Jumeira Beach (5 Sterne) zum Preis von

990 Fr. (mit Frühstück und Flughafentransfers,

Zuschlag für Einzelzimmer 700 Fr.).

16. Tag: Hamilton – Bay of Islands

Ganztagesfahrt via Auckland und weiter in

nördlicher Richtung zur Bay of Islands. Gegen

Abend Ankunft in den Bay of Islands.

17. Tag: Bay of Islands

Besichtigung des Maori Versammlungshaus

und die Gouverneurs Residenz in Waitangi,

wo die neuseeländische Nation geboren

wurde. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

18. Tag: Bay of Islands – Cape Reinga

Ganztagestour ans Cape Reinga, dem nördlichsten

Punkt Neuseelands, wo der blaue

Pazifik und die türkisfarbene Tasman-See aufeinander

treffen. Picknick unterwegs. Rückfahrt

entlang der bekannten 90 Mile Beach.

19. Tag: Bay of Islands – Kauriwald – Auckland

Rückfahrt via Hokinanga-Naturhafen und

durch den Waipoa-Wald (Nationalpark) mit

den bis zu 2000 Jahre alten Baumriesen.

20. Tag: Auckland

Stadtrundfahrt durch die grösste Stadt Neuseelands

mit verschiedenen Besichtigungen.

Abschieds-Abendessen auf dem Auckland-

Sky Tower mit spektakulärer Rundsicht über

die Millionenstadt.

21. Tag: Auckland – Dubai

Morgen zur freien Verfügung. Am Nachmittag

Transfer zum Flughafen und Rückflug mit

Emirate Airlines nach Dubai. Umsteigen und

Weiterflug nach Zürich.

22. Tag: Dubai – Zürich

Am Mittag Ankunft in Zürich.

Die Leistungen

Im Pauschalpreis von 7150 Fr. pro Person

(Basis Doppelzimmer, Zuschlag für Einzelzimmer

1080 Fr., basierend auf 25 Teilnehmern)

sind folgende Leistungen eingeschlossen:

• Linienflüge in Economyklasse mit Emirate

Airlines sowie Linienflug innerhalb Neuseelands

laut Programm mit Abflugs-, Sicherheits-,

Umwelttaxen.

• Unterkunft in Erstklass- und/oder guten

Mittelklasshotels und Lodges, Basis Doppelzimmer.

• Während der ganzen Reise reichhaltiges

neuseeländisches Frühstück, Halbpension

und drei zusätzliche Essen.

• Alle fachlichen Besuche mit spezieller

Führung.

• Transfers, Ausflüge, Eintritte gemäss Programm.

• Fachliche Reiseleitung durch UFA-Revue

(Hansruedi Henggeler, 1. Gruppe, und Catherine

Marguerat, 2. Gruppe) sowie Terra

Travel.

• Ausführliche Reiseunterlagen.

Nicht eingeschlossen sind weitere Mahlzeiten,

Getränke, Trinkgelder, Annullationskostenversicherung/Assistance

sowie bei Umbuchungen

oder eigenem Anschlussprogramm

der separate Rückflug.

Anschlussprogramme

Badeferien in Dubai

Dubai ist eine Stadt der Superlative. Hier

scheint nichts unmöglich zu sein. Die spek-

Anmeldetalon

Organisation/

Durchführung

Terra Travel +

Consulting AG

Schaffhauserstrasse 89

8042 Zürich

044 363 23 10

Spezialist für Landwirtschaftsreisen.

Anmeldetalon zur UFA-Revue-Studienreise nach Neuseeland so schnell wie möglich

bis 20. Oktober 2010 einsenden an: UFA-Revue, Studienreise Neuseeland, Postfach, 8401 Winterthur

1. Name (gem. Pass) 2. Name (gem. Pass)

Vorname (gem. Pass)

Strasse

Geb. Datum

Telefon

Allgemeine Hinweise

Klima

Reise in Neuseeland zur Hochsommerzeit,

auf der Südinsel sind Temperaturen bis 32°C

und auf der Nordinsel zwischen 22° und

28°C möglich.

Formalitäten

Schweizer Bürger benötigen für diese Reise

einen noch mindestens 6 Monate über das

Rückreisedatum gültigen Reisepass. Kein Visum

erforderlich. Impfungen sind keine vorgeschrieben.

Programmänderungen

Bleiben bei allfälligen Flugplanänderungen

vorbehalten.

Anzahlung

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie

von uns eine Bestätigung mit Einzahlungsschein

für die Anzahlung von 800 Fr. pro Person.

Anmeldung

Anmeldungen bitte mit beiliegendem Talon

bis spätestens 20. Oktober 2010. Da die

Teilnehmerzahl beschränkt ist, werden die

Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eintreffens

berücksichtigt.

Annullation

Bei Annullation bis 2 Monate vor Abreise

werden 50 %, bei späterer Abmeldung 80 %

und am Abflugstag 100 % des Pauschalpreises

in Rechnung gestellt. Wir empfehlen den

Abschluss einer Annullationskostenversicherung

kombiniert mit Assistance à 83 Fr. pro

Einzelperson oder 159 Fr. für 2 Personen

oder Familien.


Vorname (gem. Pass)

PLZ, Ortschaft

Geb. Datum

E-Mail

1. Reise (14. Januar – 4. Februar 2011) 2. Reise (22. Januar – 12. Februar 2011)

Doppelzimmer

Einzelzimmer

Interesse Anschlussprogramm Badeferien Annulationskostenversicherung mit Assistance

UFA-REVUE · 9 2010

Datum

Unterschrift


Marktplatz

Nutzen Sie die Kontaktchancen

mit allen Schweizer Landwirten

Fortsetzung

von Seite 80

LANDTECHNIK

zu verkaufen

Düngerstreuer Rauch,

600 Std., Fr. 450

052 336 14 81,

mittags oder abends

Scheibenscharen CX zu

Accorddrille, neu dazu

passend Andruckrollen,

breit, gebraucht

052 336 14 81,

mittags oder abends

Scheibenseche zu Pflug

Kverneland Non-Stop,

4 Stück, Fr. 500

052 336 14 81,

mittags oder abends

Mähwerk Kuhn FC 200,

mit Aufbereiter,

einsatz bereit, Fr. 850

052 336 14 81, mittags

oder abends

052 336 14 81

Chromstahltank, 6500 l,

ehemaliger Milchtank,

isoliert, 2 Rührwerke,

dem Meistbietenden

078 820 18 54

Chromstahltank, 9500 l,

isoliert, wurde als

Schottentank verwendet,

zylindrisch stehend, mit

Reinigungsdüse, dem

Meistbietenden

078 820 18 54

Motor zu Subaru

Swiss Extra 2.0 l,

wenige Kilometer

079 622 45 82

Viehtransportaufbau,

17.5 m 2 , Aluaufbau ohne

Fahrwerk, Breite 2.45 m,

Seitentüre links, hydrau -

lische Heckklappe,

dem Meistbietenden

078 820 18 54

Motor zu Reform M12

Motormäher

079 622 45 82

Frontmähwerk Aebi/

Welger, 1.90 m rev., hydr.

Seitenschub; Front -

mähwerk Knüsel, 2.1 m,

405 K, Walzenaufbereiter,

guter Zustand

076 476 62 26

Frontmähwerk

Reform/Welger Swing

260, Jg. 08, Top Zustand

079 676 34 50

Bandheuer zu Reform

M12 Motormäher

079 622 45 82

Benzin-Motor Honda,

13 PS 079 245 11 39

Ladewagen Hamster 803,

guter Zustand, einige

Extras 055 283 39 26

Hackholz frisch, Hack -

länge 10 cm, weitere Infos

unter 079 390 72 60

Einachsanhänger, 4.5 m

lang, 1.8 m breit, 0.7 m

hoch, körnerdicht, starke

Ausführung, Fr. 800;

Wiesenegge, günstig

079 386 20 66

Messerbalken zu

Hürlimann, ca. 50-jährig;

Leichtverdeck zu MF

135, Fr. 100; Leichtverdeck

zu Hürlimann D 90,

Fr. 150 062 299 14 30

Motormäher Aebi HC

55, hydrostat; Drei -

seitenkipper Wirz;

Entmistungsanlage für

Anbindestall; Bandheuer

Knüsel, 2.6 m; Futtermischwagen

für

Transporter, 8 m 3

033 744 40 62

Heurüstmaschine Lanker,

3 m x 2 m x 2.5 m,

Kranmodell, bereitet

4-5 t Heu/Emd pro

Stunde staub- und

erdenfrei auf, eignet sich

daher auch fürs

Heupressen ab Stock

079 710 08 15

Mähbalken, neu, für

Rapidmotormäher, 2.5 m,

inkl. 2 Messer und

Messerkopf, Doppelschneidwerk

beidseitig;

Alumistrampe, 5 m

079 812 98 66

Frontmähwerk Aebi/

Welger, 1.9 m, rev. mit

hydr. Seitenschub; Front -

mähwerk Knüsel, 2.1 m,

405 K, mit Walzenauf -

bereiter, guter Zustand

076 476 62 26

Traktor Güldner AK 13,

Jg. 1956, mit Althaus