Abbildungen der in Deutschland und den angrenzenden gebieten ...

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Abbildungen der in Deutschland und den angrenzenden gebieten ...

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— X —

die Preise, welche sie erhielten, eingetragen werden, [a es sind,

ganz abgesehen von den (40000 Mk. bereits übersteigenden) Preisen

für einzelne Exemplare, für die bloße Überlassuno- einer einzigen

Pollenmasse solcher Pflanzen Preise geboten und gezahlt und

gelegentlich sogar abgelehnt, welche stark an die Kosten herankommen,

welche für das Decken einer Stute durch einen besonders

wertvollen Hengst gezahlt werden.

Nach diesem Seitenblick auf einen Teil der Botanik oder

richtiger der modernen Gartenkunst, welche hier mit einem zum

high-life gehörigen Gebiet eine so starke Ähnlichkeit zeigt und

auf dem besten Wege ist, dieselben Auswüchse zu zeitigen, ist

nur noch wenig" zu sagen. Ich möchte nur noch auf einen

Punkt eing'ehen, der mir vielleicht nicht von Seiten der wissenschaftlichen

Botanik vorgeworfen werden wird, denn in diese

gehört das Buch nicht, sondern sonst von Kritikern. Man wird

fragen, wie angesichts der soeben darg-elegten Fähigkeit der

Orchideen, Zwischenformen zu bilden, ich mich unterfangen

könne, auf nur 50 Tafeln

• - denn mehr bleiben

der hier mitabgebildeten Seltenheiten nicht übrig'

nach Abzug

den Leser

in die Orchideenflora Mitteleuropas einführen zu wollen, da mir

ja bekannt sein müsse, daß ein ähnliches Werk, das von M. Schulze,

95 Tafeln, Reichenbachs Flora Germanica 170 und Barla's Flore

de Nice und des Alpes maritimes für ein weit kleineres Gebiet

63 Tafeln enthält. Darauf möchte ich antworten, daß es für ein

Werk, welches in irgend einen Zweig- der Wissenschaft einführen

soll, nur darauf ankommen kann, die Grundformen kennen zu

lehren und nicht die mehr oder minder reichlichen Abarten; nur

das Thema und nicht die Variationen. Wollte man diese mit abbilden,

so würden 200 Tafeln nicht reichen und — vom Kostenpunkt

ganz abgesehen - - würde ein solches Buch in den Staub

der Bibliotheken, aber nicht in die Hände der Freunde der Natur

gehören. Also die Beschränkung auf die Grundformen ist gewollt.

— Nun könnte man das Wort „Grundformen" anfechten, weil dies

Wort gewissermaßen einen eisernen Etat von Merkmalen voraussetzt

und ein solcher gegen das vielberufene Gesetz der Variabilität

verstößt. Hiergegen kann ich den historischen Beweis antreten.

Jeder, welcher die oft so vorzüglichen Holzschnitte der alten Kräuterbücher

kennt und mit Herbarpflanzen oft von hohem Alter zu tun gehabt

hat, weiß, daß seit 250 bis 300 Jahren sich im Aussehen dieser

Pflanzen absolut nichts geändert hat, daß es somit sehr wohl angeht,

zu den Leuten unserer Generation von „Grundformen" zu reden.

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