GRÜNE WOLFSGRABEN - Die Grünen

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GRÜNE WOLFSGRABEN - Die Grünen

GRÜNE

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AUSGABE 12/2012

Das GEMEINDEMagazin der Grünen

WOLFSGRABEN

INHALT

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BIO-AKTIONSTAG „Bio macht schön“

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WAS IST eigentlich BIO?

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AFRIKA KOCHT FÜR AFRIKA

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1. bericht VON THERESA aschauer

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jugendtreff in wolfsgraben

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Mandatswechsel bei den grünen

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Camilla‘s Kasperltheater

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Kultur unter sternen 2012

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Wohnhaft in Wolfsgraben III

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BÜRGERBEFRAGUNG – und nun?

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UMWELTFRÖHLICHE WEIHNACHTEN

GRÜNE WEIHNACHTEN MAL ANDERS

Weihnachten steht vor der Tür – überall werden Geschenke eingepackt, Christbaumschmuck

vom Dachboden geholt und ein üppiges Weihnachtsessen geplant. Wer

bei all dem Weihnachtstrubel dennoch Zeit hat, an Umwelt und Klima zu denken,

kann einen großen Beitrag leisten: Denn alle Jahre wieder quellen Mülltonnen und

-container nach den Feiertagen über, die Stromkosten schnellen aufgrund der Weihnachtsbeleuchtung

in die Höhe und auch beim Weihnachtsschmaus finden sich oft

klimabelastende Lebensmittel am Menüplan. Dabei ist mit ein bisschen Planung die

Gestaltung der Feiertage mit Rücksicht auf die Umwelt durchaus möglich und entspricht

großteils auch den typisch österreichischen Weihnachtstraditionen.

Weihnachtsbeleuchtung Stromfressende Lichterketten, die in der Weihnachtszeit

mehrere Stunden am Tag brennen, können die Stromkosten stark in die Höhe treiben.

So wird in den wenigen Wochen vor Weihnachten mehr Strom verbraucht als in 10.000

österreichischen Haushalten in einem ganzen Jahr. >>


EDITORIAL

LIEBE LESERINNEN!

LIEBE LESER!

Es ist nicht zu leugnen, dass sich

viele Menschen von der Politik abwenden.

Bei allen Klagen über den

Zustand der Politik ist eine eindeutige

Analyse nicht einfach, aber ein

rapide nachlassendes Vertrauen in

die Institutionen und besonders in

die Glaubwürdigkeit von PolitikerInnen

ist die Folge. Viele von uns

gehen davon aus, dass es PolitikerInnen

nur um eigene Vorteile

geht, und halten es für sinnlos, sich

politisch zu engagieren.

• Wichtig beim Kauf: auf die Lämpchenleistung

achten! Dabei entpuppt sich

manches Weihnachtslicht als wahrer

Stromfresser. In fünf Wochen verbraucht

z. B. ein Lichtschlauch mit Glühlämpchen

Strom für rund 10 Euro. Man kann

daher allein durch die Wahl des richtigen

Produkts den Stromverbrauch um

bis zu 80 Prozent reduzieren. Sinnvoll

ist auch der Einsatz von Zeitschaltuhren,

die sicherstellen, dass nicht 24

Stunden lang Strom verbraucht wird.

Christbäume aus heimischen Kulturen

kaufen: Der Vorteil echter Christbäume

ist, dass Böden vor Erosion geschützt

werden, Flächen genutzt werden, die

für herkömmliche Landwirtschaft nicht

Tonfiguren bzw. selbst gebackene Kekse

sind sehr dekorativ. Schmuckketten

aus getrockneten Mandarinenscheiben,

Zimtstangen und Nelken sorgen für

eine angenehme Duftnote.

Geschenkverpackungen Es muss nicht

immer Geschenkpapier sein, erst recht

nicht alubeschichtetes Papier. Alleine

der Produktion fallen jährlich tausende

Bäume zum Opfer, die Herstellung

kostet unnötig viel Energie und es

entstehen enorme Müllberge nach den

Feiertagen. • Altes Geschenkpapier

einfach wieder verwenden. • Mehrfach

verwendbare Verpackungen nutzen:

Aus Stoffresten oder ähnlichem lassen

sich Geschenksackerl nähen, die man

Positiv zu vermerken ist allerdings,

dass viele sensibel für politische

und gesellschaftliche Missstände

geworden sind. Wir wollen, dass

unsere Steuergelder für Kindergärten,

Schulen und Unis, für Pflege

und Umwelt, für Arbeitsplätze und

Klimaschutz ausgegeben werden,

nicht für „Berater“, „Honorare“ und

„Druckkostenbeiträge“. Deswegen

starten die Grünen ein Volksbegehren

gegen Korruption und für saubere

Politik in Österreich: Machen

Sie mit und unterschreiben Sie!

Gabriele Hollinek

.............................................................

Ò E-Mail: g.hollinek@aon.at

.............................................................

Ò Telefon: 02233/77 30

............................................................

Ò www.wolfsgraben.gruene.at

02

geeignet wären und dass die Bäume

CO 2

speichern. • Die ökologisch beste

Wahl sind heimische Bio-Christbäume.

Bio-Christbäume werden ohne künstliche

Düngemittel sowie Schädlings- und

Unkrautbekämpfungsmittel gezüchtet,

die bei der herkömmlichen Christbaum-

Produktion oft zum Einsatz kommen.

Christbaumschmuck Ganz romantisch

wird ein Christbaum, der mit Naturmaterialen

und Selbstgemachtem geschmückt

wird. Vieles aus dem eigenen

Garten eignet sich dafür hervorragend:

Äpfel, Nüsse, Haselnüsse, Mohnkapseln,

Disteln und Trockenblumen oder Zapfen.

Aber auch Strohsterne, Holz- und

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012

wieder verwenden kann. Das gilt

außerdem auch für selbstgemachte

Geschenkschachteln.

Ökologisch Schlemmen mit gutem

Gewissen Zu Weihnachten soll es etwas

Besonderes geben, doch manche

Feinschmeckerei wird mit Tierqual oder

Umweltzerstörung bezahlt. Lebensmittel

aus regionaler Bio-Produktion sind

nicht nur umwelt- und klimaschonend,

sondern schmecken auch viel besser

als eingeflogene Produkte.

Es ist also gar nicht so schwer, Weihnachten

etwas umweltverträglicher zu

gestalten und zu begehen! In diesem

Sinne: Fröhliche grüne Weihnachten! •


GRÜNE ERNÄHRUNG

bio-aktionstag

am 13. Oktober

„BIO MACHT SCHÖN“

Im Rahmen einer landesweiten Bioaktionswoche

veranstalteten die Grünen

am 13. Oktober 2012 einen Bio-Aktionstag

in Niederösterreich unter dem Motto „Bio

macht schön“, an dem wir Wolfsgrabener

Grünen uns gerne beteiligten.

Vor dem Kaufhaus Lechner, das ein umfassendes

Bio-Sortiment führt, wurden

Bio-Baumwoll-Einkaufstaschen und Bio-

Lebensmittel (Milchprodukte, Gebäck,

Käse, Saft, Eier aus dem Sortiment des

Kaufhauses Lechner; Kräuter und Quitten

aus dem Garten der Familie Ott, sowie

Gewürze und Schokolade) verteilt. Ziel

der Aktion war es, das Bewusstsein für

biologisch angebaute Produkte zu schärfen,

auf den Zusammenhang zwischen

Umwelt, Menschenrechten und unserem

Essen hinzuweisen, und natürlich die

Gelegenheit zu nutzen, über diese und

andere Themen zu diskutieren. Regionalität

und damit kurze Transportwege

sind dabei ein wichtiger Aspekt!

Bei strahlendem Sonnenschein konnten

wir viele Passanten und EinkäuferInnen

ansprechen und neben Produkten

auch Denkanstöße mitgeben.

Denn: Bio macht schön! Wirkung

garantiert, denn die wah re Schönheit

kommt bekanntlich von Innen… •

Was ist eigentlich „Bio“?

„Bio“ kommt aus dem Griechischen und

bedeutet „Leben“. Genau darum geht

es in der biologischen Herstellungsweise:

gesunde und nährstoffreiche,

aber schadstoff- und gentechnikfreie

Lebensmittel unter größtmöglichem

Schutz von Natur und Umwelt, Mensch

und Tier zu erzeugen. „Nachhaltigkeit

statt Kurzlebigkeit“ ist das Gebot der

Bio-ErzeugerInnen.

Bio-Lebensmittel sind von nachweislich

höherer Qualität als industriell erzeugte

Lebensmittel – aus gutem Grund:

Bio-Produkte • verzichten konsequent

auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel

(z. B. Pestizide), Wachstumsregulatoren

und Antibiotika

• werden ausschließlich organisch

gedüngt – (krebserregendes) Nitrate

und andere chemische Stickstoffdünger

sind verboten • sind garantiert Gentechnik-frei

• dürfen keiner konservierenden

Strahlung ausgesetzt werden

• enthalten keine Geschmacksverstärker,

Emulgatoren, künstliche Aromen

oder Farbstoffe.

Tiere werden artgerecht gehalten

– mit genügend Auslauf und natürlichem

Fut ter. Tiermehl, Antibiotika

und Gen-Futter dürfen den Tieren

nicht vorbeugend verabreicht werden.

Ist ein Tier krank und benötigt

Medikamente, dann dürfen die Produkte

erst nach einer doppelt langen Wartezeit

vermarktet werden.

Bio heißt: 100 % kontrolliert Alle Bio-

Produkte werden von unabhängigen

Kontrollstellen überprüft. Erst wenn alle

erforderlichen Kriterien erfüllt sind, dürfen

ErzeugerInnen ihre Produkte auch als

„bio“ kennzeichnen und bewerben. •

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012 03


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GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012


GRÜNE VERANSTALTUNG

afrika kocht

für afrika

Nicht Urwaldtrommeln, sondern fröhliches Gelächter und Gläserklingen hallten durch

Wolfgraben, als die Grünen am 16. Juni 2012 zum Benefiz-Essen „Afrika kocht für Afrika“

einluden. Anlass war die Entscheidung von Theresia Aschauer, nach ihrer Matura ein

1-jähriges Volontariat für benachteiligte Kinder und Jugendliche, organisiert von Don

Bosco Jugend eine Welt, in Äthiopien zu absolvieren. Dazu gehört nicht nur Engagement,

sondern auch Geld. Die Benefizveranstaltung sollte dazu einen Beitrag erbringen.

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012 05


GRÜNE VERANSTALTUNG

Unter der Anleitung von Assita, einer

Köchin aus Mali, schälten und schnitten,

rührten und brieten fleißige Helfer und

Helferinnen und zauberten ein lukullisches

afrikanisches Mahl. Es gab Fleisch

in Erdnuss- und Okrasauce, Huhn, gebratene

Bananen und Süßkartoffeln,

Reis und Couscous. Zeremoniell zubereiteter

äthiopischer Kaffee schloss das

Mahl ab. Hundert Teilnehmer verbrachten

einen wunderschönen Sommernachmittag

mit angeregten Plaudereien,

aufgelockert durch eine afrikanische

Tanzveranstaltung, die viel Farbe in

den Ablauf der Veranstaltung brachte.

Informationen über das Hilfsprojekt

und das Land sowie Alltagsgegenstände

aus Äthiopien zeigten, wo Theresa

Aschauer das Spendengeld einsetzen

wird. Weitere Photos dazu finden Sie

auf: http://www.oesterreich-info.at/

gruene-afrika.htm

Am Ende des Tages konnte sich Theresa

Aschauer, die ihr Projekt den Besuchern

sehr lebendig erklärte, über einen Zuschuss

von € 2.200,– zu den Kosten

ihres Volontariates freuen. •

06 GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012


GRÜNE AKTUELL

jugendtreff in wolfsgraben

ein grund zur freude

Wir Grüne Wolfsgraben unterstützen

seit Jahren die Forderung unserer

Jugendlichen nach angemessenen

Angeboten im Ort und haben immer

angeregt, im Dialog mit allen Jugendlichen

gemeinsame Lösungen für unsere

ZukunftsträgerInnen zu finden. Dabei

ist es uns wichtig, Jugendraum, Förderungen

etc. aus der parteipolitischen

Diskussion herauszuhalten und nach

brauchbaren Lösungen zu suchen, sei

es im Rahmen der Dorferneuerung, bei

der Unterstützung der Vereine und

durch das Angebot von Veranstaltungen,

die auch Jugendliche ansprechen.

In der Juni-Sitzung 2012 wurde im

Gemeinderat einstimmig beschlossen,

Räumlichkeiten in der Hauptstraße 3

von der Rumel GmbH für die Jugend

anzumieten. Im August wurde der Mietvertrag

für 1 Jahr abgeschlossen. Allerdings

sind die Räume erst nach Umbauarbeiten

benützbar, die verspätet

– nach Entrümpelung durch den Vermieter

und Angeboten für die Adaptierungsarbeiten

– nun beginnen können.

Wir begrüßen und unterstützen, dass

die Gemeinde bereit ist, eine beträchtliche

Summe für die Jugendarbeit zur

Verfügung zu stellen. Die Verzögerungen

bis zur Nützungsmöglichkeit sollten

nicht zu Lasten der Jugend gehen,

sondern jedenfalls den Mietvertrag entsprechend

um 2 bis 3 Monate verlängern.

Auch ist eine Betreuung angedacht,

was – wie es Recherchen aus anderen

Gemeinden zeigen – unabdingbar für

eine gelungene Umsetzung ist.

Positiv zu vermerken ist, dass alle Akteure

gemeinsam beim „Familienfest

der FF Wolfsgraben“ viele Jugendliche

auf ihren neuen Raum aufmerksam gemacht

haben. Leider konnte der versprochene

Termin zur Besichtigung und

Planung dann mangels eines Schlüssels

nicht umgesetzt werden.

Es ist wichtig, dass der Dialog mit den

Jugendlichen in Gang kommt und diese

selbst Verantwortung für ihre Räumlichkeiten

übernehmen können. Wir üben

uns in Geduld, versuchen die konstruktiven

Kräfte zu stärken und sehen mit

den Jugendlichen dem Tag der Eröffnung

mit großer Freude entgegen. Auf

dass ein dauerhafter, erfolgreicher und

gut angenommener Jugendtreffpunkt

entstehen möge! •

mandatswechsel bei den

grünen in wolfsgraben

Mit 13. September 2012 hat Michael Glaser das Gemeinderatsmandat von

Jörg Ott übernommen. Ein Anlass für eine kleine Rück- und Vorausschau.

Jörg Ott, seit dem Frühjahr 2005 mit

Gabriele Hollinek für die Grünen im

Gemeinderat, konstatiert in einer Rückschau

einen Wandel des anfänglich von

Misstrauen und Ablehnung der neuen

Fraktion geprägten Klimas. Der konstruktive

Einsatz für die Gemeinde und die

bewusste Distanzierung von Parteienhickhack

führte zu einer Akzeptanz der

Grünen Gemeindearbeit. Als schönsten

Erfolg sieht Jörg Ott das Wahlergebnis

aus dem Jahre 2010, bei dem die Grünen

als zweitstärkste Fraktion hervorgingen.

Aus kritischer Betrachtungsweise empfand

Jörg Ott, dass viele Grüne Initiativen

– etwa zum Radweg, Kindergarten, Jugendarbeit

oder dem Beitritt zum Dorferneuerungsprogramm

der NÖ Landesre­

gierung – in der Folge als Leistungen

der Mehrheitsfraktion verkauft wurden.

Jörg Ott: „Ich bin der Überzeugung, dass

Gemeindebürger im Rahmen ihrer Fähigkeiten

etwas für die Ortsgemeinschaft

beitragen sollten und habe die Arbeit im ihm ein Anliegen, zu versuchen, positiv

Gemeinderat stets aus dieser Sicht gesehen.

für die eigene Gemeinde zu wirken.

Damit reihe ich mich in die große Michael Glaser ist ebenfalls Gründungs­

Zahl der Mitbürger ein, die in vielfältigen mitglied der „Grünen Wolfsgraben“,

Funktionen zum Funktionieren der Gesellschaft

Organisator des jährlichen Sommer­

beitragen.“

events „Kultur unter Sternen“, seit 2008

Michael Glaser führt als Geschäftsführer in Sachen Jugendarbeit in Wolfsgraben

einer in Niederösterreich tätigen Sozial- tätig und kritischer Geist in Sachen Einkommensverteilung

und Bildungseinrichtung diese Tradition

und Vergabepraxis

fort. Trotz nachvollziehbarer Politikverdrossenheit

von Bauprojekten in Wolfsgraben. Er wird

vieler Menschen und diverser im Kommunalausschuss, Ausschuss für

bekannten Verfilzungen im niederösterreichischen

Jugend- und Sport sowie im Gemeinde­

Verwaltungsapparat ist es vorstand tätig sein. •

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012 07


GRÜNE VERANSTALTUNG

SpaSS für die

ganze familie

mit camilla‘s

kasperltheater

Wann: 13. Dezember 2012, 16:00 Uhr

Wo: Gasthaus Kramel „3-Mäderlhaus“

Die Grünen Wolfsgraben laden ein:

Camilla´s Kasperltheater: „Das widerspenstige

Tannenbäumchen“: Welch‘

spürbare, hörbare, schmeckbare, riechbare

und sichtbare Aufregung jedoch

dieses wahrlich einzigartige Tannenbäumchen

bis zum heiligen Abend

auslöst, und was wir alle dabei erkennen

dürfen, sei als Gesamtwerk erlebbar an

unserem gemeinsamen Tag! Ein vorweihnachtliches

Stück für Kleine und Große.

KUS 2012 – ku

ein highligh

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GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012


GRÜNE VERANSTALTUNG

ltur unter sternen

t mit wetterglück

Auch dieses Jahr war unser „Kino unter Sternen“ wieder ein voller Erfolg: Die

Band „5/8erl in Ehr‘n“ sorgten für heitere und ausgelassene Stimmung und die

Culture-Clash-Komödie „Sommer in Orange“ traf genau den Nerv des Publikums.

Für die Live-Musik konnten wir die

Kult-Band „5/8erl in Ehr’n“ gewinnen,

die diesjährigen PreisträgerInnen des

Amadeus Music Award in der Kategorie

Jazz/World/Blues. Nach Einbruch

der Dunkelheit führte uns der Kinofilm

„Sommer in Orange“ in die achtziger

bzw. neunziger Jahre: Die Culture-

Clash-Komödie handelt von einer

Gruppe Berliner Bhagwan-Anhänger,

die sich Anfang der 1980er-Jahre in der

oberbayerischen Provinz niederlassen.

Mit großem Wetterglück konnten wir

in diesem Jahr nicht nur wieder viele

junge und junggebliebene, alte und

neue WolfsgrabnerInnen, sondern auch

viele Gäste, die im Rahmen des „Grünen

Wanderkinos“ auf uns aufmerksam

wurden, begrüßen. Auch die Landessprecherin

der Grünen NÖ, Madeleine

Petrovic kam zum „idyllischsten Open

Air der Region“ und genoss die kulturellen

und kulinarischen Angebote bis

in den späten Abend hinein. Besonders

bedanken möchten wir uns vor allem

bei den vielen „Kulturschaffenden“

auf und hinter der Bühne. Ohne die

vielen kompetenten helfenden Hände

hätten wir es sicher nicht halb so gut

geschafft. Weitere Impressionen gibt es

unter: http://www.oesterreich-info.at/

gruene-kus2012.htm

Wir freuen uns schon auf das nächste

Fest! •

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012 09


GRÜNE LEBEN

wohnhaft in

wolfsgraben III

„I steh in da Ködn und woat auf a Taxi,

aber es kummt net“ ging mir am 2. Schultag

durch den Kopf, als wir voller Tatendrang

und besten Willens, unser Kind

gleich an den öffentlichen Verkehr zu

gewöhnen, an der Bushaltestelle standen

und vergebens auf den Schulbus warteten.

Von älteren Kindern erfuhren wir, dass

der Bus auch am Vortag nicht gefahren

war. Also Kind ins Auto und selbst zur

Schule gefahren ... Interessant dann die

unterschiedliche Reaktion und Auskunft

von Buszentrale und VOR. Einerseits hieß

es, der Bus wäre am 1. Schultag sehr wohl

gefahren, aber es wären keine Kinder da

gewesen, andererseits hatte der Bus ein

Türgebrechen. Der Bus am 2. Schultag

hatte einen Hinterachsenbruch, Gott sei

Dank bei der Leerfahrt und nicht vollgepfercht

mit Kindern. Denn das war er

dann am 3. Schultag in der Früh: dieser

Bus war so voll, dass einige Kinder im

Türraum stehen mussten und sich manche

gar nicht oder nur unzureichend

festhalten konnten. Fast könnte man

glauben, dass das der Grund war, warum

dann in den nächsten Tagen an der

hinteren Tür des Busses ein Zettel hing,

dass die Tür defekt sei – denn aus einer

fest verschlossenen Tür kann wenigstens

kein Kind herausfallen. Allerdings sollte

auch nichts passieren, wobei die Kinder

dann den Bus schnell verlassen müssten!

Ähnlich dann die Situation beim Heimfahren:

auch zu Mittag war der Bus wieder

zum Bersten voll. Und der Fahrplan wies

eine neue, nicht angekündigte Überraschung

aus: die Kinder durften nämlich

vom Norbertinum noch bis zum Sacre

Coeur fahren und dann nach Hause, was

in Fahrzeiten von bis zu einer Stunde bis

nach Wolfsgraben gipfelte. Aufgrund

massiver Beschwerden (und nach einem

NÖN-Artikel) wurde der Fahrplan wieder

geändert. Die Heimfahrt-Situation hat

sich dadurch massiv verbessert, auch dadurch,

dass ja der Bedarf an Heimfahrten

sehr unterschiedlich ist und nun mit dem

Bus um 15:51 Uhr eine zusätzliche Fahrt

10

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012

angeboten wird. In der Früh ist der

Bus allerdings immer noch extrem voll,

einigen Eltern wurde das zu bunt bzw.

zu gefährlich und sie führen die Kinder

lieber mit dem eigenen Auto.

Und dann, vor ein paar Wochen, wieder

vergebliches Warten, diesmal aber im

Norbertinum. Genau der „neue“ Bus

kurz vor 4 Uhr kam nicht! Leider hatte

man (VOR? Buszentrale?) verabsäumt,

einem Ersatzbusfahrer mitzuteilen, dass

die Route über´s Norbertinum führt.

Ferien scheinen den Bussen generell

nicht zu bekommen, denn Montag nach

den Herbstferien schon wieder: Warten

im strömenden Regen auf einen Bus,

der nicht kommt. Als die meisten Kinder

dann schon im Auto in die Schule

gebracht werden – in toller Nachbarschaftskooperation,

wie in solchen

Fällen immer – kommt er doch, der

Bus, und die, die warten, zu spät in

die Schule …

Frag- und daher verbesserungswürdig

finde ich an der momentanen Situation:

Unzuverlässigkeit, Zustand der Schulbusse,

Überfüllung. Auch wenn mit dem

15:51 Uhr-Bus die Situation erheblich

verbessert wurde, wieso, wenn es Betreuung

bis 17:00 Uhr gibt, gibt es dann

keine Heimfahrt für diese Kinder?

Es gibt viele engagierte Eltern, die sich,

wie wir, für eine weitere Verbesserung

einsetzen. Hoffen wir auf Erfolg! •


GRÜNE AKTUELL

?

WAS GESCHAH MIT DER

BÜRGERBEFRAGUNG?

Die Bürgerbefragung zur Situation des Gemeindeamtes ergab, dass sich die eindeutige

Mehrheit der Wolfsgrabener für ein Beibehalten des jetzigen Standortes

aussprach: von 140 Bürgerinnen und Bürger, die an der Befragung teilnahmen,

befürworteten 112 Personen (81,16%) den derzeitigen Standort.

Allerdings ist der jetzige Zustand des

Gemeindeamtes sowohl für die Bürgerinnen

und Bürger als auch für die Gemeindebediensteten

nicht mehr zumutbar,

das ist allen klar.

Auf die Frage nach einer Sanierung des

Gemeindeamtes antworteten 57,69% mit

„nein“, auch für die Renovierung gab es

51,13% Nein-Stimmen, eine Mehrheit ist

also für die Errichtung eines neuen Gebäudes

als Ortszentrum, in dem auch das

Gemeindeamt wieder Platz finden sollte.

Was also soll geschehen? Eine dauerhafte

Verlegung des Gemeindeamtes in den

Oberstock des Kindergartengebäudes

ist mit hohen Kosten verbunden und

wird offensichtlich nicht gewünscht. Ein

Neubau an der Stelle des Gemeindeamtes

könnte vielerlei Funktionen vereinen

– Wohnungen für junge Familien und

Senioren, die (gut funktionierende) Post,

geeignete Räume für eine Arztpraxis

und natürlich auch das Gemeindeamt.

Inzwischen hat die Gemeinde auch das

Nachbargrundstück erworben und damit

kann hier großzügig geplant werden. Die

Errichtung eines Gebäudes durch einen

Bauträger würde der Gemeinde Einnahmen

aus der Verpachtung der Grundstücke

bringen, allerdings auch Kosten für

die danach anfallende Miete für die von

der Gemeinde genutzten Räumlichkeiten.

Es besteht die Befürchtung, dass diese

Miete beträchtlich höher als die Pachterträge

sein würde.

Eine mögliche kostengünstige Lösung

dieses Problems könnte so gefunden

werden: Das Gemeindeamt zieht für die

Zeit der Errichtung des Neubaus in die

bestehenden Räume der Wohnungen im

Kindergarten-Oberstock ohne kostspielige

Umbauten, so ferne die Gemeindebediensteten

damit einverstanden wären.

Nach Übersiedelung in den Neubau könnten

die Wohnungen zu einem attraktiven

Preis wieder vermietet werden. Diese

Mieteinnahmen sollten dann das Defizit

aus Pachtertrag und Mietkosten für das

Gemeindeamt decken.

Wenn – wie angedacht – ein Architektenwettbewerb

dafür sorgen wird, dass

ein attraktives Gebäude und nicht ein

gesichtsloser Wohnklotz entsteht, kann

Wolfgraben auf ein lebenswertes und

von den Bürgern akzeptiertes Ortszentrum

hoffen. •

WAS WIRD BEI DEN

GEMEINDERATS-

SITZUNGEN

WIRKLICH

BESPROCHEN?

Auf der Grünen Homepage finden Sie

die offiziellen Protokolle aller Gemeinderatssitzungen

seit 2011 unter: http://

wolfsgraben.gruene.at/gemeinde_budget/artikel/lesen/86116/

Alle Niederschriften können leider erst

nach der Genehmigung in der nächsten

Sitzung veröffentlicht werden. Das Protokoll

der Sitzung vom September 2012

wird daher erst im Dezember herunterladbar

sein.

GRÜNE WOLFSGRABEN 12/2012 11

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