gut genommen - Handwerkskammer Bremen

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gut genommen - Handwerkskammer Bremen

70677 5,– €

HANDWERK

IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 9/2008

Trotz

Unfall die

„Prüfungskurve“

gut genommen

Timo Schröder

steuert jetzt

das Fach-Abi und

ein Studium an

Foto: Janine Plath / Studio B

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, 70677 Postvertriebsstück

Ausbildungsbonus:

Ab wann und für wen?

Parlamentarischer Abend:

„Guter Tag für die Demokratie“

Gefährdungsbeurteilung:

Ein Gewinn für alle


CHEFSACHE

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Auf ein Wort

Editorial

Joachim Feldmann

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die sommerliche Urlaubsphase neigt sich

ihrem Ende. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie

ein paar Tage frei nehmen, sich erholen und

eine schöne Zeit mit Ihren Familien verbringen

konnten und nun wohlbehalten aus dem

Urlaub zurückgekehrt sind. In der Medienwelt

spricht man im Zusammenhang mit der zurück

liegenden Ferienzeit oft vom so genannten

Sommerloch. Gemeint ist, dass – bedingt durch

die Abwesenheit der wichtigen Entscheider –

in dieser Zeitspanne meist wenig Spannendes

oder Entscheidendes passiert. Für das HAND-

WERK IN BREMEN gilt dies nicht. Vor Ihnen liegt

die erste Ausgabe nach der Sommerpause, die

Redaktion hat für Sie wieder ein buntes Heft

zusammengestellt und informiert darüber, was

sich im bremischen Handwerk so alles tut. Traditionell

nehmen dabei die Berichte der Freisprechungsfeiern

einen großen Raum ein,

denn der erfolgreiche Nachwuchs für unsere

handwerklichen Berufe beendet zum großen

Teil im Sommer seine Ausbildung.

Nun gibt es aber auch weniger erfolg -

reiche Menschen. Einige von ihnen finden keinen

geeigneten Ausbildungsplatz. Andere

bringen es nicht fertig, regelmäßig die Schule

zu besuchen. Es geht mir an dieser Stelle

aber nicht darum, zu erklären, warum es in

Deutschland so viele junge Menschen ohne

Ausbildungsplatz gibt. Auch möchte ich mich

hier nicht an der Diskussion beteiligen, ob die

Defizite vieler Schüler, die ihnen den Einstieg

in ein Lehrverhältnis erschweren, dem fehlerhaften

Programm der Bildungspolitiker, den

pädagogischen Unzulänglichkeiten im Schul-

Handwerk in Bremen 9/2008

system oder dem mangelnden Fleiß der Schüler

zuzuordnen sind.

Um solche jungen Menschen in die Ausbildung

zu bekommen, will die Bundesregierung

in den kommenden drei Jahren rund 100.000

zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze

schaffen.

Dabei soll ein finanzieller Ausbildungsbonus

den Betrieben einen Anreiz zur Einstellung

dieser Menschen geben, der für Altbewerber

ohne Schulabschluss, mit Sonderschul -

abschluss oder Hauptschulabschluss gezahlt

wird. Hier gibt es aber eine ganze Reihe von

Kriterien, die unbedingt erfüllt sein müssen,

wenn Arbeitgeber die finanzielle Förderung

bekommen möchten.

Ich selbst bezweifle, dass solche Förderung

langfristig der richtige Weg ist. Denn immer

wieder wird deutlich, dass viele Schulabgänger

nicht das nötige Rüstzeug für eine Ausbildung

in einem anspruchsvollen Handwerksberuf

mitbringen. Und durch finanzielle Förderung

bekommen wir höchstens kurzfristig

die Leute von der Straße, aber eben nicht langfristig

die pfiffigen Köpfe, die wir so dringend

benötigen. Ist es dann richtig, Steuergelder für

den Ausbildungsbonus auszugeben, anstatt

dieses Geld in eine bessere Ausbildung der jungen

Menschen zu investieren?

Wir müssen uns im Klaren sein, dass Wirtschaftswachstum

das wirkungsvollste Mittel

für mehr Beschäftigung, mehr Ausbildung und

gegen Armut ist. Armut bedeutet ein geringeres

Realeinkommen und damit eine geringere

Verfügung über Konsumgüter. Um unsere

anwachsende Armut zu beseitigen, muss

daher viel und möglichst produktiv gearbeitet

werden. Arbeit, durch eine vernünftige

Wirtschaftspolitik geschaffen, sorgt für mehr

Wohlstand und Ausbildung und ist daher die

beste Sozialpolitik.

Unser Staat aber behindert mit ständig

neuen Gesetzen und immer stärkerer Besteuerung

die Wirtschaft. Auch in Bremen fristet

die Wirtschaftspolitik derzeit ein trauriges

Dasein. Speziell für die kleinen und mittleren

Unternehmen, die zu einem erheblichen Teil

zur Wirtschaftsleistung unseres Landes beitragen,

wird nichts durch den Senat getan. Statt

diese kleinen und mittleren Betriebe zu fördern,

werden sie durch Maßnahmen – wie die

Umweltzone mit ihrem umstrittenen und

höchst zweifelhaften Nutzen – nur zusätzlich

belastet. Das ist nicht gut für die wirtschaftlichen

Interessen der Bremer.

Bestätigt wird diese Ansicht durch die Planungen

des Senats. Aktuell hat er sein Konzept

zum Ausbau der bremischen Stärken und

Kompetenzen vorgelegt. Da ist die Rede

davon, dass man künftig die vorhandenen

Entwicklungspotentiale optimal nutzen wolle

und dass das Strukturkonzept dazu die programmatische

Basis bilde. Das Handwerk aber

sucht man vergebens in dieser Planung. Ist das

ein glücklicher politischer Stil? Vielleicht sollten

wir die Politiker deutlicher darauf hinweisen,

dass Legislaturperioden und Koalitionen

endlich sind, und nach der Wahl immer auch

heißt: vor der Wahl.

Beim ersten Parlamentarischen Abend der

Handwerkskammer im Park-Hotel waren sich

die meisten Gäste noch darüber einig, dass

wir in Deutschland Vorbilder brauchen. Menschen,

die anderen Menschen Orientierung

geben und Wertvorstellungen vermitteln. Dazu

gehören traditionelle Tugenden wie Fleiß, Ehrlichkeit

und Pünktlichkeit ebenso wie Fairness,

Toleranz und Anstand. Wir Handwerker stehen

für diese Werte und wir vermitteln sie täglich

an unsere Auszubildenden. Es lässt für

mich den Vorbildcharakter vermissen, wenn

bremische Politiker Wirtschaftsziele festschreiben,

ohne im Vorfeld auch alle Wirtschaftsbereiche

einzubinden. Daneben hinterlässt es

schon einen schalen Beigeschmack, wenn im

gleichen Zuge, in dem die zuständigen Stellen

die Vertreter von mehr als 30.000 bremischen

Handwerkern übergehen, auch die bisher

vom Wirtschaftssenator gestiftete Meistergründungsprämie

als Auszeichnung hervorragender

Gründungskonzepte abgeschafft

wird. Kann es ein falscheres politisches Signal

in Richtung Handwerk und des wirtschaftlich

tätigen Mittelstandes geben?

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

3


Inhalt

Themen dieser Ausgabe

BREMEN & BREMERHAVEN

Jetzt Chemikalien registrieren . . . . . . . . . . . . . . . 6

„Wachstum gestalten – Arbeitsplätze schaffen“ . . . . . . 7

DAS HANDWERK

Noch 10.000 Lehrstellen frei . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Handwerk zum GmbH-Gesetz . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Trotz allem: Bau ist optimistisch . . . . . . . . . . . . . . 9

HANDWERKSKAMMER

Parlamentarischer Abend:

„Ein guter Tag für die Demokratie“ . . . . . . . . . . . . .10

Gefährdungsbeurteilung:

Der Gefahr entgegentreten . . . . . . . . . . . . . . . . .12

Wissen und Know-how sichern . . . . . . . . . . . . . .13

Nutzen durch Dienstleistungen . . . . . . . . . . . . . .14

BREMEN

Bremer Fassaden schöner und bunter gemacht . . . . . . .15

Meisterhafte Friseure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

Freisprechungen in Bremen . . . . . . . . . . . . . . . . .16

UFH informierte sich über Mitarbeitersuche . . . . . . . .17

125 Jahre Schmiede Pohlers . . . . . . . . . . . . . . . .20

50 Jahre Geigenbau Johannes Rudolf Dick . . . . . . . .22

BREMERHAVEN

Freisprechungen in Bremerhaven-Wesermünde . . . . . . .23

100 Jahre Leckeres von Mühlenbeck . . . . . . . . . . . .25

Mit viel Elan und „Zack zack“ . . . . . . . . . . . . . . . .26

30 Jahre Elektro Chedor . . . . . . . . . . . . . . . . . .26

Metallbearbeitung mit High-tech-Maschine . . . . . . . .27

Friseursalon mit tollem Design . . . . . . . . . . . . . . .28

Weiterbildung mit Praxisbezug . . . . . . . . . . . . . . .28

SERVICE & BETRIEB

Ausgebrannt –

wenn die Leistungs-Batterie leer ist . . . . . . . . . . . .29

Neuer Ausbildungsbonus kommt . . . . . . . . . . . . . .30

Starke Nachfrage bei BUK-Plus . . . . . . . . . . . . . . .31

Zum Thema Beton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32

12

Europaweite

Aktion zur

Gefährdungsbeurteilung


Der Weg

zur erfolgreichen

Kommunikation

mit Printmedien


70677 5,– €

Themen dieser Ausgabe

Inhalt

NAMEN & NOTIZEN

50 Jahre „In aller Munde“ . . . . . . . . . . . . . . . . .33

Geburtstage • Jubiläen • Gedenken . . . . . . . . . . . .34

Bürgermeister Böhrnsen auf „Azubi-Inspektion“ . . . . . .35

Alles neu bei Knigge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .36

Tischler-Senioren in Stade . . . . . . . . . . . . . . . . .36

Trotz Auszeit die Prüfung mit „gut“ bestanden . . . . . . .37

Neues aus dem HandWERK . . . . . . . . . . . . . . . .38

Inter mit gutem Jahresergebnis . . . . . . . . . . . . . . .38

Mehr Sicherheit mit System . . . . . . . . . . . . . . . . .39

TIPPS & TERMINE

Kurse und Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . .40

HanseLife: Für jeden etwas dabei . . . . . . . . . . . . . .41

EDV-Einzeltraining für „48+“-Mitarbeiter . . . . . . . . . .42

Die Zahl fürs Leben – und danach . . . . . . . . . . . . .43

THEMEN & TITEL

Aufgeblättert – Buschvorstellungen . . . . . . . . . . . .44

Gebäudereiniger – Beruf als Kulturgeschichte . . . . . . .45

MARKTPLATZ

Betriebsbörse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46

SCHLUSSPUNKT

10 Fragen an Gerd Kleveman . . . . . . . . . . . . . . . .47

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47

22

Werkstatt

voller Geigen

125 Jahre

Schmiede

Pohlers

20

15

Wettbewerb:

Bremer Fassaden

schöner und bunter

gemacht

42

EDV-Einzel -

training für „48+”

Mitarbeiter

30

Hans-Uwe Stern,

Geschäftsführer der

Agentur für Arbeit,

Bremen: Neuer Ausbildungsbonus

kommt.

In dieser Ausgabe finden Sie Beilagen der Firmen Berufsbildungswerk

GmbH (bfw) und Wrede Papier. Wir bitten um Beachtung.

Handwerk in Bremen 9/2008

35

Bürgermeister

Böhrnsen

auf „Azubi-

Inspektion“

Aufgrund eines schweren Motorrad unfalls musste

Timo Schröder die letzten neun Monate seiner

Lehrzeit im Rollstuhl, der Reha und mit der Wiedereingliederung

verbringen. Dennoch be stand er

seine Gesellenprüfung als Kfz-Mechatroniker –

sogar als einer von zwei Prüfungsbesten. Da er seinen

erlernten Beruf nun nicht mehr aus üben kann,

will er sein Fachabitur machen und danach vielleicht

auch studieren. Mehr in der Rubrik Namen

& Notizen dieser Ausgabe.

(Foto: Janine Plath / Studio B)

HANDWERK

IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 9/2008

Trotz

Unfall die

„Prüfungskurve“

gut genommen

Timo Schröder

steuert jetzt

das Fach-Abi und

ein Studium an

Ausbildungsbonus: Parlamentarischer Abend: Gefährdungsbeurteilung:

Ab wann und für wen? „Guter Tag für die Demokratie“ Ein Gewinn für alle

Foto: Janine Plath / Studio B

5


Bremen & Bremerhaven

Vermischtes

ZUSAMMENRÜCKEN FÜR

DEN STANDORT BREMEN

Der Senat stimmte den Grundzügen der

Zusammenführung der Bremer Investitions-

Gesellschaft mbH (BIG), der Hanseatischen

Veranstaltungsgesellschaft mbH (HVG) und

der Bremen Marketing GmbH (BMG) zu. Ziel

ist es, den Umsetzungsprozess unter Beteiligung

der Mitbestimmungsgremien so zu steuern,

dass die Neuaufstellung der Gesellschaften

zum 1. Januar 2009 umgesetzt werden

kann. Die Zusammenführung der Gesellschaften

soll zu einer Steigerung von Effektivität,

Effizienz, Transparenz und strategischer Steuerbarkeit

in der Entwicklung und Vermarktung

des Standortes Bremen führen. Der

Senator für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel:

„Weniger Geld für die Organisation der Aufgaben

bedeutet zugleich mehr Spielräume für

die Wirtschaftsförderung.“ In der neuen

Gesellschaft werden die Wirtschafts- und

Innovationsförderung, wirtschaftsbezogene

Infrastrukturpolitik, Veranstaltungswesen

und Marketing zusammengeführt. Um die

Wirtschaftsförderung insbesondere angesichts

der zunehmenden Bedeutung der Darlehensförderung

weiter zu stärken, wird eine

neue Aufgabenbestimmung zwischen der

neuen Gesellschaft und der Bremer Aufbau-

Bank (BAB) vorgenommen.

JETZT CHEMIKALIEN REGISTRIEREN

Die Übergangsfrist zur Vorregistrierung alter Chemikalien läuft

am 30. November ab. Die Gewerbeaufsicht des Landes Bremen

informiert über die neue REACH-Verordnung.

Fast jeder, der beruflich mit Chemikalien

zu tun hat, ist von der neuen REACH-Verordnung

betroffen. REACH bedeutet Registration,

Evaluation, Authorisation and Restriction

of Chemicals. Die Verordnung der EU gilt

sowohl für Hersteller und Importeure als auch

für Verwender.

Aufgrund dieser europäischen Chemikalienverordnung

müssen Chemikalien, bevor

sie in den Verkehr gebracht werden, registriert

werden. Für alte Stoffe können Übergangsfristen

genutzt werden, sofern sie vorregistriert

wurden. Diese Vorregistrierung ist nur noch bis

zum 30. November 2008 möglich. Sie erfolgt

kostenlos auf elektronischem Wege bei der

Europäischen Chemikalienagentur ECHA und

verpflichtet nicht zur späteren Registrierung.

Bei der Vorregistrierung müssen nur wenige

Daten mitgeteilt werden, wie Firmenanschrift

sowie Namen und Mengen der Stoffe.

Achtung: Wer die Vorregistrierung versäumt,

darf ab dem 1. Dezember 2008 die

Chemikalien nicht mehr verkaufen oder aus

einem Staat, der nicht zur EU gehört, importieren.

Hiervon betroffen sind auch Verwender

von Chemikalien. Verpasst nämlich der Lieferant

diese Frist, so sind die Produkte möglicherweise

nicht mehr erhältlich. Verwender

von chemischen Produkten sollten sich daher

umgehend bei ihrem Lieferanten erkundigen,

ob er die Vorregistrierung vorgenommen hat.

Die Gewerbeaufsicht des Landes Bremen

begleitet aktiv die Umsetzung von REACH

und berät Betriebe, damit sie erkennen, was

die Vorschrift für sie bedeutet und welche Verpflichtungen

sie erfüllen müssen.

Ansprechpartner: Dr. Boris Klein, Gewerbeaufsicht

des Landes Bremen,

Telefon (04 71) 95256-0,

E-mail: boris.klein@gewerbeaufsicht.bremen.de.

Weitere Informationen: www.reach-info.de

und www.reach-helpdesk.de.

Auskünfte auch bei der Arbeitsschutz- und

Umweltschutzberatung der Handwerkskammer

Bremen, Telefon (04 21) 30 500-312

E-Mail: roy-niemeier.tuku@hwk-bremen.de

Liberale kritisieren Rot-Grün:

„Ein verlorenes Jahr für Bremen

Die Bilanz nach zwölf Monaten Rot-Grün

fällt nach Meinung der FDP ernüchternd aus.

Bremen ist in diesem Jahr der Lösung seiner

Probleme keinen Schritt näher gekommen. Das

war ein verlorenes Jahr für unser Land und

seine beiden Städte“, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende

Uwe Woltemath. Die Verantwortung

dafür trage in erster Linie der Präsident

des Senats. „Bisweilen hat man den Eindruck,

Umweltsenator Reinhard Loske und

nicht Jens Böhrnsen amtiere als Bürgermeister

im Rathaus. Während Loske fast wöchentlich

grüne Fundis mit immer neuen absurden

Vorschlägen wie der Plastiktütensteuer

beglückt, scheint Böhrnsen sich als eine Art

Geschäftsführer des Senats ganz wohl zu fühlen.

Das ist zu wenig für Bremen. Böhrnsen

muss endlich an Deck kommen und die Verantwortung

übernehmen. Der Platz des Kapitäns

ist auf der Brücke und nicht in der Kajüte,

wenn das Schiff durch schwere See schlingert“,

sagt Woltemath.

„Wirtschaftskraft stärken – sozialen Zusammenhalt

fördern – Selbständigkeit sichern“,

unter dieser Überschrift hat Bürgermeister

Böhrnsen vor fast einem Jahr seine Regierungserklärung

für den Senat in der Bürgerschaft

abgegeben – geblieben sind von diesen

Zielen Umweltzone, Tempolimit, höhere

Senatorengehälter und kommunale Kliniken

mit unsicherer Zukunft. „Besonders erschütternd

ist, dass sich der Senat offenbar ganz

und gar auf die Klage Bremens vor dem

Bundesverfassungsgericht verlässt und sich

keine Gedanken darüber macht, wie Bremen

seine Einnahmen steigern und seine Ausgaben

senken kann. Selbst wenn alle Altschulden

Bremens getilgt würden, was nach dem

kläglichen Ergebnis der Föderalismuskommission

II nicht zu erwarten ist, wäre Bremen binnen

weniger Jahre wieder stark verschuldet,

da wir in Teilbereichen über unsere Verhältnisse

leben. Hier muss der Senat Konzepte für

eine wirkliche Reform des öffentlichen Dienstes

vorlegen und alle Strukturen und Verantwortungsbereiche

auf den Prüfstand stellen.

Die bisherigen Sparmaßnahmen sind nur oberflächlich“,

erklärte Woltemath, der auch haushaltspolitischer

Sprecher der FDP-Fraktion ist.

Vor allem die Wirtschaftspolitik fristet unter

Rot-Grün ein Schattendasein. Woltemath:

„Gerade für kleine und mittlere Unternehmen,

die enorm zur Wirtschaftsleistung Bremens

beitragen, wird nichts durch den Senat getan.

Im Gegenteil, durch unsinnige Maßnahmen

wie die Umweltzone, werden diese noch zusätzlich

belastet. Hier kann sich Wirtschaftssenator

Nagel offenbar nicht gegen den starken

linken Flügel der Sozialdemokraten durchsetzen.

Es fehlt nach wie vor ein überzeugendes

wirtschaftspolitisches Konzept.“

„Das Kernproblem ist jedoch, dass es der

SPD an Diskussionsbereitschaft mangelt.

Anstatt sich auch mal der Anregungen und

Ideen anderer Interessengruppen anzunehmen,

verharren die Sozialdemokraten in ihren

verkrusteten Denkstrukturen und lassen nichts

an sich herankommen. Jede noch so konstruktive

Kritik wird im Keim erstickt und der grüne

Juniorpartner wird ruhig gestellt, indem er

freies Geleit in der Umweltpolitik bekommt.

Das tut niemanden gut und Bremen schon gar

nicht“, so Woltemath.

6 Handwerk in Bremen 9/2008


Strukturpolitik

Bremen & Bremerhaven

„WACHSTUM GESTALTEN – ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN“

Der Senat hat die Ziele für die Zukunft Bremens festgeschrieben: Wirtschaftswachstum gestalten

und Arbeitsplätze schaffen. Wirtschaftssenator Ralf Nagel: „Der Senat stellt die Weichen für eine

aktive Strukturpolitik neu.“ Und das für einen Zeitraum bis 2015.

Der Senat hat das Strukturkonzept Land Bremen

beschlossen, das vom Senator für Wirtschaft

und Häfen in enger Abstimmung mit

anderen Ressorts erarbeitet worden ist. Damit

ist ein zentraler Auftrag der Koalitionsvereinbarung

erfüllt, der für die Neuausrichtung der

Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung

sowie für den gezielten Einsatz der verfügbaren

Mittel ein neues ressortübergreifendes

strukturpolitisches Konzept vorsieht.

Wirtschaftssenator Ralf Nagel: „Der Senat

stellt die Weichen für eine aktive Strukturpolitik

neu. Der Zeitraum bis zum Jahr 2015 zeigt

dabei deutlich die mittelfristige Orientierung.

Klar ist: Wir werden Bremens Stärken weiter

stärken und neue Impulse insbesondere auch

bei einer engeren Verzahnung der Wirtschaftsund

der Arbeitsmarktpolitik setzen. Perspektive

2015 für das Land Bremen heißt: starke

industrielle Zentren, ein expandierender

Dienstleistungsbereich, aktiv besetzte

Zukunftsbranchen, eine nachgefragte Seehafen-

und Logistikregion, Kompetenzzentrum

für erneuerbare Energien und Impulsgeber für

die Metropolregion.“

Leitgedanke des Konzeptes ist es, die in Bremen

und Bremerhaven vorhandenen Stärken

und Kompetenzen weiter auszubauen und so

die vorhandenen Entwicklungspotentiale optimal

zu nutzen. Das Strukturkonzept bildet künftig

die programmatische Basis, um mit den zur

Verfügung stehenden Mitteln eine stabile und

damit verlässliche Wirtschaftspolitik zu

gewährleisten.

Der Strukturwandel ist bis 2015 so effektiv

zu gestalten, dass

• das Land Bremen in seinen innovationspolitischen

Feldern zu den zehn führenden

deutschen Standorten gehört;

• das Land sich als zentraler Standort einer

grenzüberschreitenden international nachgefragten

Seehafen- und Logistikregion

behauptet und entwickelt;

• die starken industriellen Zentren im Land

nachhaltig verwurzelt bleiben und zugleich

ein expandierender Dienstleistungsbereich

ein stärkeres Gewicht in der Wertschöpfungsstruktur

des Landes einnimmt;

• das Land Bremen seine Position als erste

Gründungsadresse im Nordwesten Deutschlands

noch weiter ausbaut;

Handwerk in Bremen 9/2008

• die Städte Bremen und Bremerhaven leistungsfähige

Impulsgeber und Motoren in

der Ausgestaltung der Metropolregion Bremen-Oldenburg

im Nordwesten bleiben;

• die Innenstädte und Stadtteilzentren in Bremen

und Bremerhaven ihre Funktionen für

ihre jeweiligen Stadtregionen und für die

Metropolregion wachstumsfördernd erfüllen,

und

• das Land Bremen zum Kompetenzzentrum

des Nordens für erneuerbare Energien, effiziente

Energieerzeugungstechniken und Klimaschutz

wird.

Eine wesentliche Voraussetzung für strukturpolitische

Erfolge ist es, die Rahmenbedingungen

für wirtschaftliches Handeln im Land

Bremen effektiv zu gestalten. Das Konzept

beschreibt hierzu folgende grundlegende Voraussetzungen:

• Qualität des Gewerbeflächenangebots halten,

Schwerpunkt auf Binnenentwicklung

und Nachverdichtung legen, bedarfsgerechte

Erschließungsmaßnahmen fortsetzen;

• Überregionale Erreichbarkeit der Hafenund

Logistikstandorte Bremen und Bremerhaven

verbessern;

• Zusammenarbeit zwischen gewerblicher

Wirtschaft und Hafenwirtschaft intensivieren;

• Prüfen einer Anbindung des Gewerbegebietes

Luneplate an das seeschifftiefe Wasser;

• Standortkosten auf geringem Niveau halten;

• Verfahren und Genehmigungsabläufe

wirtschaftsfreundlich und rechtssicher

gestalten;

• Wirtschaftspolitische Funktionen weicher

Standortfaktoren durch punktuelle Maßnahmen

aufwerten.

Neben der Stützung der Häfen, dem Technologie-

und Know-how-Einsatz soll die Qualifizierung

sowie Aus- und Weiterbildung

gestärkt werden. Hier soll es eine engere Koordinierung

der Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderung

insbesondere zu den Themen Existenzgründung,

Innovationspolitik, Fachkräfte

geben. Dazu sollen die Rahmenbedingungen

geändert werden, um das Potential von Frauen

als Fach- und Führungskräfte auszuschöpfen

sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf

und Familie zu erzielen. Und schließlich soll

eine mit dem Umland abgestimmte Arbeitsmarktpolitik

zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit

insbesondere Bremerhaven

unterstützen.

Die neu auszurichtende Wirtschaftsförderung

sieht vor, die Zahl der Förderprogramme

zu reduzieren und effizienter auszugestalten;

im Regelfall Darlehen statt Zuschuss in der

betrieblichen Investitionsförderung zu gewähren;

Messeförderung nur bei Auslandsmessen

und nur für kleine Unternehmen zu gewähren.

Im Dienstleistungsbereich sind die absehbaren

Entwicklungen weiter zu unterstützen

und auszubauen: So eröffnen sich dem Standort

Bremen gute Chancen als „Modellregion

Logistik“. Der Tourismus im Zusammenspiel

mit Kultur wirkt als „Image-Lokomotive“ für die

Städte Bremen und Bremerhaven; zukünftig

werden daher Anstrengungen auf die Bespielung

und Vermarktung der vorhandenen Einrichtungen

konzentriert. Die Überseestadt als

urbaner Standort mit Wasserbezug gewinnt

zunehmend an Attraktivität für wichtige Unternehmensbereiche

und bietet Raum, um neue

urbane Lebens- und Arbeitsformen zu erproben.

Die engere Verzahnung von Arbeitsmarktund

Wirtschaftspolitik wird insbesondere im

Mittelstand und Handwerk zu positiven Effekten

führen. Das gilt in besonderem Maße für

ein qualifiziertes Fachkräftepotential aber auch

hinsichtlich der Steigerung der Transparenz

und damit des Zugangs zu Förderangeboten.

Im Rahmen der Existenzgründungsinitiative

B.E.G.IN werden neben Beratungsangeboten

finanzielle Unterstützungen in Form von spezifischen

Darlehens- und Bürgschaftsangeboten

organisiert.

Die aktuelle mittelfristige Investitionsplanung

(2008/2011) sieht für den Bereich Wirtschaft

rund 457 Millionen Euro vor. Zunächst

wird ein erheblicher Teil der für den Bereich

Wirtschaft vorgesehenen Mittel für Verpflichtungen

aus Kapitaldienstfinanzierungen benötigt.

Ab 2010 wird allerdings ein Absinken der

Verpflichtungen aus Kapitaldienstfinanzierungen

erfolgen, so dass sich der finanzpolitische

Spielraum für wirtschaftspolitische Maßnahmen

und Investitionen in den Folgejahren entsprechend

schrittweise erhöhen wird.

7


Das Handwerk

Nachrichten

FORDERUNG NACH MEHR

NETTO VOM BRUTTO BLEIBT

Das Präsidium des Zentralverbandes des

Deutschen Handwerks (ZDH) erneuerte seinen

Appell an die Politik: Die deutlich steigende

Belastung für Bürger und Betriebe

durch Steuern, Abgaben und höhere Energiepreise

sind eine ernsthafte Gefahr für Wachstum

und Beschäftigung in Deutschland. Das

Handwerk appelliert an die Bundesregierung,

zügige Entlastungssignale zu setzen, die

das Ziel erkennen lassen: ,Mehr Netto vom

Brutto’. Erforderlich sind erste Schritte eines

verlässlichen Entlastungsfahrplans noch vor

der Bundestagswahl. Um Haushaltskonsolidierung

und Entlastung im Auge zu halten,

schlägt der ZDH folgenden Stufenplan vor:

• Zum 1.1.2009: Beseitigung des Mittelstandsbugs

durch einen Grenzsteuersatz von

24 Prozent bis zu einem zu versteuernden Einkommen

von 19.000 Euro (bisher 12.000

Euro). Gegenfinanzierung: Allein durch die

kalte Progression sind in diesem Jahr Zusatzeinnahmen

von 4,3 Millarden Euro in den

Bundeshaushalt geflossen.

• Zum 1.1.2009: Einstieg in die Rückführung

des Solidaritätszuschlags, weitere Stufen in

den Folgejahren. Ein erheblicher und wachsender

Teil seines Aufkommens wird nicht

mehr für den Aufbau Ost genutzt. Der Abbau

des Soli wird ausdrücklich von den ostdeutschen

Handwerkskammern unterstützt.

• Zum 1.1.2010: Umsetzung der steuerlichen

Absetzbarkeit von Beiträgen zur gesetzlichen

und privaten Krankenversicherung ohne

Gegenfinanzierung.

• Zum 1.1.2011: Anhebung des steuerlichen

Grundfreibetrags und durchgängige Rechtsverschiebung

des Einkommensteuertarifs.

Nur durch Entlastung entsteht neues Wachstum

am Binnenmarkt. Das braucht auch die

Bundesregierung, um ihr richtiges Ziel zu

erreichen, die öffentlichen Haushalte zu

sanieren.

„RICHTIGE RICHTUNG“

„Die Ankündigung von Bundesbauminister

Wolfgang Tiefensee, das CO 2 -Gebäudesanierungsprogramm

um 500 Millionen Euro

aufzustocken, ist ein Schritt in die richtige

Richtung, aber nicht ausreichend, um die Klimaschutzziele

der Bundesregierung auch nur

annähernd zu erreichen.“ So der Hauptgeschäftsführer

des Zentralverbandes des Deutschen

Baugewerbes, Prof. Dr. Karl Robl in Berlin.

Handwerk und Baugewerbe hatten zuvor

die Aufstockung gefordert.

NOCH 10.000 LEHRSTELLEN FREI

Trotz schwächer werdender Konjunktur konnte die Zahl der neu

eingeworbenen Lehrstellen noch einmal gesteigert werden. Auch

bei den Ausbildungsbetrieben gibt es ein Plus.

Die ostdeutschen Handwerkskammern

melden zum Beginn des Ausbildungsjahres

noch rund 1.500 freie Lehrstellen in ihren

Börsen, deutschlandweit sind mehr als 10.000

Lehrstellen im Handwerk unbesetzt. Das ergab

eine Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen

Handwerks (ZDH) bei den 54 Handwerkskammern

zu Beginn des Ausbildungs -

jahres.

Trotz hoher Dynamik bei der Vermittlung

qualifizierter Bewerber aus den Vorjahren

drohen in den neuen Bundesländern 2008

viele Lehrstellen aufgrund fehlender oder nicht

ausreichend qualifizierter Bewerber unbesetzt

zu bleiben. Immer häufiger sind darunter Be -

rufe, die aufgrund ihrer anspruchsvollen Ausbildung

und der guten Zukunftsaussichten

Bewerber eigentlich reizen sollten: Metall -

bauer, Elektroniker,

Kfz-Mechatroniker,

Anlagenmechaniker

im Bereich Sanitär,

Heizung, Klima oder

Augenoptiker.

„Hier wird klar,

dass viele Schul -

abgänger nicht das

Rüstzeug für eine Ausbildung

in einem an -

spruchsvollen Handwerksberuf

mitbringen.

Die Bundesländer

müssen daraus

schnell Konsequenzen

ziehen. Wenn in den

kommenden Jahren

die Zahl der Schulabgänger

im Osten so

Catering

dramatisch weiter

sinkt, muss sicher

gestellt werden, dass

diese dann tatsächlich

für eine Berufsaus -

bildung gerüstet

sind“, fordert Handwerkspräsident

Otto

Kentzler. Entsprechende

Vorschläge hat das

Handwerk gemacht –

etwa für eine Kooperation

zwischen Hand-

Eventlogistik

Betriebsrestaurants

werk und Schule oder eine verpflichtende Vorschule.

In Deutschland ist zum Stichtag 31. Juli die

Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge

mit über 86.000 weiter auf dem

hohen Niveau des Vorjahres. Trotz schwächer

werdender Konjunktur wurde auch die Zahl

der neu eingeworbenen Lehrstellen noch einmal

gesteigert. Dies gilt auch für die Zahl

neuer Ausbildungsbetriebe. Nach Start des

Ausbildungsjahres beginnen die Handwerkskammern

jetzt damit, vermehrt Plätze für Einstiegsqualifizierungen

zu besetzen. Für theorieschwächere

Schulabgänger und Jugendliche,

die bisher noch keinen Ausbildungsplatz

gefunden haben, ist dies eine Erfolg versprechende

Möglichkeit für den Übergang in eine

reguläre Ausbildung.

Kantinenbewirtschaftung

Betriebsverpflegung

Mobiler Menue Service

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8 Handwerk in Bremen 9/2008


Positionen

Das Handwerk

HANDWERK ZUM GMBH-GESETZ

Der Bundestag verabschiedete das Gesetz zur Modernisierung

des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Mißbräuchen

(MoMiG). Für das Handwerk nahm Otto Kentzler Stellung.

ZDH-Präsident Otto Kentzler begrüßte die

Verabschiedung des Gesetzes durch den

Bundestag: „Der Gesetzgeber hat mit der Verabschiedung

des Gesetzes zur Modernisierung

des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von

Missbräuchen einen wichtigen Schritt zur

Anpassung des Gesellschaftsrechts an die

Bedürfnisse des Mittelstands und zu seiner

Stärkung im internationalen Wettbewerb der

Rechtsordnungen unternommen. Die Gesellschaft

mit beschränkter Haftung (GmbH) ist

die wichtigste Kapitalgesellschaftsform für

Handwerk und Mittelstand, die von über einer

Million Unternehmen in Deutschland als

Unternehmensträgerin genutzt wird.“

Existenzgründer mit gering kapitalintensiven

Vorhaben können mit der GmbH in der

Variante der Unternehmergesellschaft künftig

eine Kapitalgesellschaft ohne Mindestkapitalerfordernis

gründen. Damit, so Kentzler, „ wird

dem Trend hin zur Gründung britischer Ltd.'s

wirksam entgegengewirkt, von denen mittlerweile

schätzungsweise 40.000 in Deutschland

existieren. Die Unternehmergesellschaft

wird zukünftig für wenig kapitalintensive

Gründungsvorhaben die wesentlich bessere

Alternative sein. Ansonsten wird bei der GmbH

Handwerk in Bremen 9/2008

„Wir gehen von einem geringfügigen

Zuwachs bei den Beschäftigten auf 2,73 Millionen

Personen und einer Zunahme des Umsatzes

um 2,1 Prozent auf 180 Milliarden Euro in

der Summe aller Mitgliedsverbände der

Bundesvereinigung Bauwirtschaft aus.“ Mit

diesen Worten schilderte Karl-Heinz Schneider,

Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft,

die Perspektive für die rund

300.000 mittelständischen Unternehmen des

deutschen Bau- und Ausbauhandwerks.

Allein den Wohnungsneubau betrachtet

der Vorsitzende des größten und bedeutendsten

Branchenverbandes mit Sorge: „Denn die

Baugenehmigungen für neue Wohngebäude

sind 2007 förmlich eingebrochen. Auf diesem

niedrigen Niveau bewegten sich auch die

Genehmigungszahlen der ersten beiden

Monate in 2008.“

Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern wurden

13.764 Wohnungen genehmigt. Gegenzu

Recht am Mindestkapitalerfordernis von

25.000 Euro festgehalten, da es sich insgesamt

bewährt hat.“

Kentzler begrüßte auch die Vereinfachung

und Beschleunigung des Gründungsvorgangs

an sich: „Unter Verwendung eines vom Gesetzgeber

vorgegebenen Musterprotokolls ist eine

Gründung in einem vereinfachten Verfahren

möglich, wobei das Musterprotokoll auszufüllen

und notariell zu beurkunden ist. Allerdings

gibt es hier Mängel im Detail, so etwa eine

unzureichende Charakterisierung des Unternehmensgegenstands.“

Die wirksamere Bekämpfung von Missbräuchen

war nach Auffassung des ZDH-Präsidenten

„längst überfällig und ist daher uneingeschränkt

zu begrüßen. So wird zukünftig unterbunden,

eine angeschlagene GmbH durch

Abberufung der Geschäftsführer und Aufgabe

des Geschäftslokals einer ordnungsgemäßen

Insolvenz und Liquidation zu entziehen.

Hervorzuheben ist schließlich, dass zukünftig

niemand mehr Geschäftsführer einer GmbH

sein kann, der wegen einer Straftat im Vermögensbereich

zu einer Freiheitsstrafe von mindestens

einem Jahr verurteilt wurde.“

TROTZ ALLEM: BAU OPTIMISTISCH

über dem Vorjahr ist das eine Zunahme um

402 Wohnungen bzw. ein Zuwachs von drei

Prozent. Im mehrgeschossigen Wohnungsbau

wurden 9.073 Wohnungen genehmigt, das

sind 176 Wohneinheiten mehr als vor einem

Jahr. „Eine Erholung im Wohnungsneubau leitet

sich daraus jedoch nicht ab, höchstens eine

Stabilisierung auf einem zu niedrigen Niveau“

so Schneider.

Maßgeblichen Anteil an den Wohnungsbauleistungen

haben aber nach wie vor die

Bestandsmaßnahmen. Knapp 60 Prozent der

Bestandsmaßnahmen dienen der Instandhaltung

und etwa 40 Prozent der Modernisierung

der Wohngebäude. Energetische Verbesserungen

der Gebäudesubstanz sind dabei von

besonderem Gewicht.

Schneider unterstützt die Klimaschutzpolitik

der Bundesregierung. Bei der CO 2 -Gebäudesanierung

wurden 2006 und 2007 etwa

400.000 Wohnungen saniert.

BHKH SAGT „NEIN“ ZUM

GESUNDHEITSFONDS

Der Bundesverband Holz und Kunststoff

(BHKH) fordert von der Bundesregierung,

den Gesundheitsfonds zu stoppen. Das

beschlossen die Delegierten der Landesverbände

auf der BHKH-Mitgliederversammlung.

In einem weiteren Beschluss wandten

sie sich gegen die Rentenversicherungspflicht

von Handwerksmeistern.

Der Gesundheitsfonds führt zu höheren Beiträgen,

verstärkt die Bürokratie und benachteiligt

die Arbeitgeber, so die Delegierten.

Gut wirtschaftende Krankenkassen könnten

ab nächstem Jahr Überschüsse zurückzahlen

– aber eben nur an Mitglieder, also die

Arbeitnehmer. Für die ebenfalls zu viel Beitrag

zahlenden Arbeitgeber sehe der Fonds

keine Rückerstattung vor. Besonders das

lohnintensive Handwerk sei von dieser politischen

Willkür betroffen. Dies umso mehr,

als viele Handwerker in Innungskrankenkassen

versichert seien. Deren in der Regel sehr

niedrige Beitragssätze würden zu Rückzahlungen

führen. Die Handwerksbetriebe würden

so zu doppelten Verlierern: Gemeinsam

mit ihren Arbeitnehmern müssten sie einen

vermutlich höheren Pflichtbeitrag aufbringen

als zurzeit und wären zudem von möglichen

Rückflüssen ausgeschlossen. Auch

eine hälftige Rückzahlung an Arbeitgeber

und Arbeitnehmer lehnten die Delegierten

ab. Das wäre ein bürokratischer Mehraufwand,

der nur Kosten verursache. „Das Prinzip

stimmt einfach nicht“, monierte Dr. Bettina

Schwegmann, Hauptgeschäftsführerin

des BHKH. „Zuerst mehr verlangen, dann

zurückzahlen, und auch noch ungerecht verteilt

– das ist keine Reform, sondern Unfug.“

In einer zweiten Resolution forderte die Mitgliederversammlung

bei der gesetzlichen

Rentenversicherung nicht mit zweierlei Maß

zu messen. Selbstständige seien grundsätzlich

nicht pflichtversichert – bis auf die selbstständigen

Handwerksmeister, die in der Anlage

A der Handwerksordnung gelistet sind

und eine Einzel- oder Personengesellschaft

führen. Sie müssten eine Versicherungspflicht

von 216 Monaten erfüllen. Im handwerks -

ähnlichen Gewerbe, (Anlage B2), gilt diese

Handwerkerpflichtversicherung nicht, bei den

zulassungsfreien Gewerken (Anlage B1) nur

eingeschränkt. Diese Ungleichbehandlung

sei systemwidrig und durch nichts zu erklären,

klagten die Delegierten. Die Rentenversicherungspflicht

für selbstständige Handwerksmeister

der Anlage-A-Gewerke müsse

umgehend abgeschafft werden.

9


Handwerkskammer

Parlamentarischer Abend

„EIN GUTER TAG FÜR DIE DEMOKRATIE“

Die Handwerkskammer Bremen, die IKK Nord und IKK-Direkt hatten gemeinsam zu ihrem ersten

Parlamentarischen Abend im Park-Hotel eingeladen. Der Wunsch nach stärkerer Kooperation und

mehr Miteinander stand auf dem Programm.

Der überwiegende Teil der Deutschen

glaubt, er hätte politisch nichts zu sagen und

Politik würde „an ihm vorbei“ gemacht. Für eine

repräsentative parlamentarische Demokratie

ist das eine lebensbedrohliche Diagnose, findet

der Vorstand der Handwerkskammer Bremen

und lud darum gemeinsam mit der IKK

Nord und der IKK-Direkt zu einem Parlamentarischen

Abend in das Bremer „Park Hotel“

ein. Rund einhundert Vertreter aus Politik, dem

Handwerk, der Wirtschaft, der Medizin und den

Medien waren gekommen. „Als Arbeitgeber,

erstklassiger Bildungsträger und beim Vorantreiben

des Umweltschutzes übernimmt das

Handwerk wichtige öffentliche Funktionen und

berührt die politischen Ressorts Wirtschaft,

Arbeit, Soziales, Bildung und Umwelt. Dennoch

hat sich das Handwerk in der Vergangenheit

nur in Ausnahmefällen zu politischen Themen

geäußert. Das soll anders werden und wir werden

uns in Zukunft stärker positionieren“, kündigte

der Präses der Handwerkskammer Bremen,

Joachim Feldmann, an. „Wir wollen heute

einen Dialog starten, der dafür sorgt, dass sich

die Akteure der Wirtschaft, die Sozialpartner

und Repräsentanten aus Bürgerschaft, Senat

und bremischer Verwaltung besser kennen lernen

und auf angenehme Art konstruktiv ihre

Gedanken über die Zukunft des bremischen

Handwerks austauschen können. Dabei sollen

Hemmnisse abgebaut und Ideen für Beschäftigung,

bessere Bildung und Kooperationen

entwickelt werden.“

Eine Möglichkeit zur Kooperation sieht er

im HandWERK – dem Kompetenzzentrum der

Handwerkskammer. Angesichts von Bremens

14 Milliarden Euro Schulden ergäben sich mit

dem modernen und leistungsfähigen Hand-

WERK Kooperationsmöglichkeiten für andere

öffentliche Bildungsträger. Allein 13 Millionen

Euro ließen sich dadurch für Bremen einsparen

befanden auch die Rechnungsprüfer des

Landesrechnungshofes schon im Frühjahr.

Wichtiger Punkt der Rede des Präses war

auch das Thema Ausbildung. Das Handwerk

brauche langfristig mehr ausbildungsfähige

Lehrlinge und mehr gute Facharbeiter, denn

die Anforderungen im Handwerk seien enorm

gestiegen, sagte der Präses. Das Ölgruben-

Image der Kfz-Berufe gehöre genauso der Vergangenheit

an, wie ein Schornsteinfeger, der

nicht mit einem Computer umgehen könne.

„Wir brauchen Bewerber mit besseren Kenntnissen

in Mathematik, in Chemie oder Physik.

Andernfalls kann kein Gebäudereiniger die

Mischungsverhältnisse seiner Chemikalien

errechnen, und niemand kann Tischler, Zimmermann

oder Dachdecker werden, der nicht in

der Lage ist Winkel, Flächen- oder Rauminhalte

zu berechnen“, betonte er und wies darauf

hin, dass es immer heißt, Deutschland müsse

mehr Akademiker ausbilden. „Das Gegenteil

Handwerkskammer-Präses Joachim Feldmann mit IKK-Vorstand Ralf Hermes.

Die IKK Nord ist für die Bundesländer Bremen,

Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

zuständig. Sie bietet über

220.000 Versicherten Versicherungsschutz

sowie exklusive Leistungsangebote für das

Handwerk.

Seit dem 1. April 2008 betreibt sie ein Service-Center

in der Handwerkskammer Bremen,

weitere Service-Center sind in Bremen

und Bremerhaven geplant.

Die IKK-Direkt ist mit einem allgemeinen

Beitragssatz von 12,9 Prozent die günstigste

bundesweit wählbare Krankenkasse. Durch

das Konzept einer onlinebasierten Direktkasse

sowie schlanken Verwaltungs- und Organisationsstrukturen

sichert die IKK-Direkt

eine zeitgemäße und innovative Betreuung

im Sinne ihrer Kunden. Derzeit vertrauen

über 800.000 Versicherte der IKK-Direkt ihre

Gesundheit an.

ist der Fall! Wenn so viele Schüler zur Hochschule

gehen wie hierzulande, bleibt naturgemäß

für die handwerkliche Ausbildung nicht

genug übrig.“ Dabei seien gerade im Handwerk

die Möglichkeiten zum schnellen Aufstieg

besonders gut. Hier seien die Schulen

gefragt, Pioniergeist und Erfolge zu fördern,

damit mehr junge Leute über die Selbstständigkeit

nachdächten und so neue Arbeitsplätze

schaffen.

„Das Handwerk als wichtiger wirtschaftlicher

Akteur in Bremen will mithelfen, etwas

Gutes aus unserer Demokratie zu machen. Der

‘Parlamentarische Abend’ soll eine Plattform

schaffen bei der die Akteure der Wirtschaft,

die Sozialpartner und Repräsentanten aus Bürgerschaft,

Senat und bremischer Verwaltung

auf angenehme Art konstruktiv ihre Gedanken

über die Zukunft austauschen können. Dieser

Austausch gibt uns eine Orientierung über die

Dinge, die zu tun sind, damit wir gemeinsam

Bremen voran bringen“, sagte der Präses zum

Abschluss seiner Rede und bedankte sich bei

der IKK Nord für die großzügige Unterstützung

an diesem Abend. Deren Vorstand und Vorstandsvorsitzender

der IKK-Direkt, Ralf Hermes,

begrüßte die Gäste und freute sich vor allem

auch darüber, dass Sozialsenatorin Ingelore

Rosenkötter es kurzfristig geschafft hatte, am

10 Handwerk in Bremen 9/2008


Parlamentarischer Abend

Handwerkskammer

Bürgermeisterin Karoline Linnert unterstützt

den Parlamentarischen Abend: „Auch Kritisieren

kann helfen, dass wir uns verstehen.“

ALTERNATIVE ANTRIEBE

UND KRAFTSTOFFE

Parlamentarischen Abend teilzunehmen. Kurz

ging er auf seine Zielsetzung der Veranstaltung

ein: „Mit diesem Ereignis möchten wir die sehr

guten Kontakte zum bremischen Handwerk

ausbauen und darüber hinaus mit Vertretern

aus der Gesundheitsbranche, der Politik, der

Verwaltung und den Vertretern der Medien ins

Gespräch zu kommen.“

Erklärtes Unternehmensziel sei, die IKK

Nord als handwerksorientierter Krankenversicherer

in Bremen und Bremerhaven zu etablieren.

Es bestünden seit Jahren beste Kontakte

zur Zahntechniker-Innung in Bremen. Dem

Engagement und der Weitsicht des Präses sei

es zu verdanken, dass am 1. Februar 2003 die

IKK-Direkt aus der Taufe gehoben wurde und

bundesweit inzwischen rund 800.000 Versicherte

betreuen würde. „Auch das ist ein Grund

für den heutigen Abend. Wir möchten uns bei

Präses Feldmann und dem Handwerk insge -

samt bedanken“, sagte Hermes.

Inhaltlicher Schwerpunkt aber war die Rede

der Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen

der Freien Hansestadt Bremen, Karoline

Linnert. Sie betonte, dass künftig wieder stärker

die Dienstleistungen jener Menschen in

Anspruch genommen würden, die man kenne,

wovon das Handwerk profitieren würde. Auch

bei der Steigerung der Energieeffizienz und bei

Altbauten gäbe es Nachholbedarf, der dem

Handwerk zugute käme. Am Rande streifte sie

aktuelle Themen wie die Föderalismusreform

oder die Zinslast für Bremen. Möglicherweise

sei hier schon in Kürze Hilfe in Sicht, machte

sie Hoffnung.

Sie widersprach dem Präses, dass die Bremer

Umweltzone nicht einseitig die kleinen und

mittleren Betriebe treffen oder Unternehmen

wie InBev oder Hachéz bervorzugen würde

und bei den Planungen gezielt darauf geachtet

worden sei, dass die Beschlüsse nicht ungerecht

würden. Das Handwerk aber müsse verstehen,

dass entsprechende EU-Richtlinien zum

Handeln zwängen und die Umweltpolitik den

Handwerk in Bremen 9/2008

Wirkungseffekt erzielen solle, dass die Autoflotten

auf schadstoffarme Modelle umgerüstet

werden. „Früher wurden die Grünen für

Spinner gehalten. Aber seit mittlerweile dreißig

Jahren tragen dank der Umweltgesetzgebung

grüne Ideen zum Fortschritt auf diesem

Gebiet bei“, sagt sie. Dabei betonte sie, dass

die Umweltzone lediglich eine Übergangslösung

sei.

Die Bürgermeisterin räumte ein, dass das

derzeitig bremische Investitionsniveau langfristig

zu niedrig sei und im Gegensatz zum Präses

sieht sie kein Problem durch die hohe Zahl

der Hochschulabsolventen. „Wir brauchen

nicht weniger Abiturienten, sondern mehr

Schüler mit Schulabschluss“, sagte sie. Das

Handwerk aber zeige, dass auch Schüler mit

schlechten Noten gute Leistungen erbringen

könnten und zufrieden mit ihrer Arbeit seien,

wenn sie gut ausgebildet würden. Dafür sei der

Senat den Handwerkern dankbar. Angesichts

der Politikverdrossenheit zeigte sich die Bürgermeisterin

ratlos. „Wir sind eines der reichsten

Länder und haben eines der besten Systeme.

Wir haben Gewaltenteilung, öffentliche

Sicherheit, ein gutes Bildungswesen…“, zählte

sie auf und bestätigte: „Wenn Leute sich

abwenden ist es eine Bedrohung. Nur wer sich

einmischt, kann politisch Einfluss ausüben.“

„Sie sorgen dafür, dass Politik Achtung findet“,

unterstützte sie die Idee zum Parlamentarischen

Abend und sagte: „Auch Kritisieren kann

helfen, dass wir uns verstehen.“

Erste Jahreskonferenz der

„initiative umwelt unternehmen“

Am 4. November 2008 veranstaltet die

’initiative umwelt unternehmen’ im BITZ

(Technologiepark, Uni Bremen) ihre erste

Jahreskonferenz. Unter dem Titel „Ressourceneffizienz

– Schlüssel zum nachhaltigen

Erfolg?“ werden nach einem Gastvortrag des

international renommierten Umweltexperten

Prof. Dr. Friedrich Schmidt-Bleek drei

Workshops angeboten. Ab 20.00 Uhr findet

– gemeinsam mit i2b – eine Podiumsdiskussion

statt zum Thema „Innovative Materialwirtschaft“.

Rasant steigende Rohstoff- und Energie -

preise zwingen Unternehmen, noch stärker

Effizienzmaßnahmen in der Produktion

umzusetzen. Die erste Jahreskonferenz der

’initiative umwelt unternehmen’ stellt daher

konkrete Lösungen zu betrieblicher Logistik,

Die hohen Treibstoffpreise werden 2008

für Deutschlands Autofahrer voraussichtlich

zum teuersten Jahr aller Zeiten machen.

Gerade für gewerbliche Nutzer, die auf den

Einsatz ihrer Fahrzeuge angewiesen sind, ist

das oftmals ein finanzielles Fiasko. Aber

auch aus Gründen des Klimaschutzes und

der Minderung von Feinstaubemissionen

sind Alternativen für umwelt- und kostenfreundliches

Autofahren derzeit gefragt wie

nie. Daher bietet die „Bremer Offensive –

Das Erdgasfahrzeug“ in der Handwerkskammer

Bremen am 25. September um 14.00

Uhr eine kostenlose, rund 90-minütige Informationsveranstaltung

an. Neben Informationen

zu den Alternativen Elektroantrieb,

Flüssiggas, Erdgas werden die wesentlichen

Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen

aufgezeigt. Die Veranstaltung richtet sich

an alle Autofahrer und Flottenbetreiber, die

über einen Wechsel nachdenken und sich

informieren wollen. Interessierte können

sich zudem über die Förderung von Erdgasfahrzeugen

beraten lassen: So bietet die

„Bremer Offensive – Das Erdgasfahrzeug“

beim Kauf eines Erdgasfahrzeugs eine Fördersumme

von 700 Euro.

Die Initiative wird von swb, der Bremer Energie-Konsens

GmbH und Bremens Senator für

Umwelt, Bau, Verkehr und Europa getragen.

Mehr: www.bremer-erdgasfahrzeug.info.

Stoffstromerfassung und Produktdesign vor.

Anhand praktischer Beispiele vertiefen drei

Workshops zur Ablauf-, Prozess- und Produktoptimierung

die Erkenntnisse, und stellen

konkrete Angebote an die gewerbliche

Wirtschaft vor. Bei der gemeinsam mit i2b

ausgerichteten Abendveranstaltung dis -

kutieren Umweltsenator Dr. Reinhard Loske,

Prof. Schmidt-Bleek und weitere Persönlichkeiten

aus Wirtschaft und Wissenschaft über

innovative Materialwirtschaft.

Auch beim Anmeldungs-Management setzen

die Veranstalter – ganz im Geiste der Veranstaltung

– auf Materialeffizienz: Die Anmeldung

bis zum 20. Oktober erfolgt online:

www.umwelt-unternehmen.bremen.de.

Die Teilnahmegebühr inklusive der Tagungsunterlagen

und Bewirtung beträgt 80,– Euro;

Mitglieder der ’partnerschaft umwelt unternehmen’

zahlen die Hälfte.

11


Handwerkskammer

Gefährdungsbeurteilung

DER GEFAHR ENTGEGENGETRETEN

Die Gefährdungsbeurteilung dient der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Sie ist ein effektives

Mittel, um Betriebsstörungen, Ausfallzeiten und Fehlproduktionen zu vermeiden. Die Feldmann

Zahntechnik GmbH wurde in Brüssel jetzt als Good-Practice-Beispiel vorgestellt.

In jedem Jahr sterben in der Europäischen

Union 5.720 Menschen an arbeitsbedingten

Unfällen. Darüber hinaus sterben schätzungsweise

weitere 159.500 Arbeitnehmer pro Jahr

in der EU an Berufskrankheiten. Nimmt man

diese beiden Zahlen zusammen, ist davon auszugehen,

dass alle dreieinhalb Minuten ein

Mensch in der EU an Ursachen stirbt, die mit

seiner Arbeit zusammenhängen. Die meisten

dieser Unfälle und Krankheiten können verhindert

werden, und der erste Schritt in diese

Richtung besteht in der Gefährdungsbeurteilung.

Das ist die Botschaft der europaweiten

Informationskampagne zur Gefährdungsbeurteilung,

„Gesunde Arbeitsplätze. Ein Gewinn

für alle“, die von der Europäischen Agentur

für Sicherheit und Gesundheitsschutz am

Arbeitsplatz (EU-OSHA) initiiert wurde. Der

Schwerpunkt der Kampagne liegt vor allem auf

Hochrisikobranchen wie dem Baugewerbe,

dem Gesundheitswesen und der Landwirtschaft

sowie auf den Bedürfnissen kleiner und

mittlerer Unternehmen.

Nach EU-Recht sind alle Arbeitgeber in der

EU verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen

durchzuführen. Durch die Gefährdungsbeurteilung

verstehen Arbeitgeber besser, welche

Maßnahmen sie zur Verbesserung der Sicherheit

und des Gesundheitsschutzes bei der

Arbeit ergreifen müssen.

„Jeder arbeitsbedingte Unfall und jede

Berufskrankheit ist eine zu viel“, sagt Vladimír

Spidla, Kommissar für Beschäftigung, soziale

Angelegenheiten und Chancengleichheit.

„Auch wenn ein Unfall oder eine Krankheit keinen

Todesfall zur Folge hat, sind die Konsequenzen

nicht annehmbar, und zwar sowohl

für die betroffenen Menschen als auch für die

Wirtschaft. Jedes Jahr sind Millionen Arbeitnehmer

in der EU in Unfälle verwickelt, durch

die sie gezwungen sind, mindestens drei

Arbeitstage zu Hause zu bleiben, was erhebliche

Kosten für die Wirtschaft mit sich bringt.

Durch eine Gefährdungsbeurteilung können

diese Zahlen gesenkt werden. Sie kann jedoch

nur den ersten Schritt darstellen – wichtig ist

es auch, sie umzusetzen.“

Für die Bremer Feldmann Zahntechnik

GmbH ist der Arbeitsschutz bereits fester

Bestandteil der Unternehmensorganisation.

„Für mich ist es aber wichtig, den Arbeits- und

Von links: Joachim Feldmann, Feldmann & Partner Zahntechnik GmbH; Jukka Takala, Direkor

der Europäischen Agentur für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz; Jeroen van de Giessen,

Dycore (NL); Vladimír Spidla, Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten

und Chancengleichheit; Steven Fisher, Repetitive Strain Injury Action (UK); Romana Tomc, slowenische

Staatssekretärin für Arbeit, Familie und soziale Angelegenheiten und Joel Blondel,

Chef vom Dienst der Französischen Generaldirektion für Arbeit.

Gesundheitsschutz nicht isoliert zu betrachten“,

sagt Inhaber Joachim Feldmann und

fügt hinzu: „Die Gefährdungsbeurteilung ist

ein selbstverständlicher Teil des betrieblichen

Arbeitsprozesses und eine Möglichkeit, systematisch

zu überprüfen, ob meine Mitarbeiter

möglichst geringen Risiken im Betriebsalltag

ausgesetzt werden.“

Die Gefährdungsbeurteilung hat er in seinem

Betrieb unter Mitwirkung der Beschäftigten

durchgeführt. Dadurch stieg nicht nur die

Qualität der Gefährdungsbeurteilung, sondern

die Mitarbeiter entwickelten auch eine

höhere Akzeptanz für den Arbeits- und

Gesundheitsschutz. Der Betrieb wurde bei der

Durchführung der Gefährdungsbeurteilung

fachkundig durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit

der Handwerkskammer, Tuku Roy-

Niemeier, und den Betriebsarzt beraten.

Aus Sicht von Joachim Feldmann steht dem

personellen und finanziellen Aufwand für die

Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung

ein deutlicher Nutzen für seinen Betrieb entgegen.

„Motivierte Mitarbeiter und deren

Gesundheit sind eine wichtige Größe für den

Unternehmenserfolg“, sagt er, „die Zufriedenheit

meiner Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen

im Betrieb drückt sich beispielsweise

durch eine lange Betriebszugehörigkeit zwischen

fünf und 18 Jahren aus.“

Zusätzlich konnte das Unternehmen durch

die Optimierung von Betriebsabläufen die Kosten

verringern und gleichzeitig die Qualität seiner

Produkte verbessern, so dass sich letztlich

ergab, dass die Gefährdungsbeurteilung als

Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des

Betriebs von Bedeutung ist.

Informationen bei:

Tuku Roy-Niemeier, Arbeitsschutz- und

Umweltschutzberatung der Handwerkskammer

Bremen, Telefon (04 21) 30 500-312

E-Mail: roy-niemeier.tuku@hwk-bremen.de

Mehr zum Thema: siehe nächste Seite

12 Handwerk in Bremen 9/2008


Veranstaltungen

Handwerkskammer

WISSEN UND KNOW-HOW SICHERN

Wie lässt sich der Erfahrungs- und Wissensschatz der Älteren für

den Betrieb nutzen? Antworten gibt es dazu am 23. September

bei der Veranstaltung: Zukunftsfaktor Mensch.

Es gilt bereits heute als erwiesen: Das Wissen

und Können der älteren Mitarbeiter sichert

die Zukunft und Innovationskraft des Betriebes.

Reichhaltige Erfahrungen und ein in vielen

Jahrzehnten erworbenes umfassendes Wissen

zum fachlichen wie betrieblichen Geschehen

zeichnen ältere Mitarbeiter aus. Doch wie

lässt sich dieser reiche Schatz lohnend nutzen?

Wie kann der Betrieb durch dieses Potenzial

in seiner Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden,

wie lassen sich dadurch vielleicht auch

Arbeitsplätze erhalten oder gar schaffen?

Und vor allem: Wie lassen sich Erfahrung

und Wissen der Älteren sichern? Denn viele

ältere Mitarbeiter verlassen den Betrieb bereits

vor Eintritt ins Rentenalter. Sei es aus gesundheitlichen

Gründen oder aus betriebsspezifischen

Gründen. Für den Betrieb bedeutet das

den Verlust an Erfahrung, Kompetenz und

Kundenbeziehung. Und das kann selbst mittelfristig

nicht ausgeglichen werden. Daher besser

jetzt dafür sorgen, dass Know-how erhalten

bleibt, statt es später für viel Geld neu aufbauen

zu müssen. Der Verbleib von erfahre-

Die Kampagne für gesunde Arbeitsplätze

betont die Notwendigkeit einer Gefährdungsbeurteilung

im Einklang mit der Gemeinschaftsstrategie

für Gesundheit und Sicherheit

am Arbeitsplatz (2007–2012), deren Ziel

es ist, arbeitsbedingte Unfälle in diesem Zeitraum

in der EU um ein Viertel zu senken. Der

Direktor der EU-OSHA, Jukka Takala, merkt

dazu an: „Mit der Kampagne für gesunde

Arbeitsplätze möchten wir Unternehmen

bestärken, Gefährdungsbeurteilungen richtig

durchzuführen und alle Mitarbeiter daran zu

beteiligen. Wir möchten gute praktische Lösungen

fördern, die auf andere Arbeitsplätze übertragen

werden können. Die Kampagne soll

zwei Kernbotschaften verbreiten: Erstens ist

eine Gefährdungsbeurteilung nicht notwendigerweise

kompliziert, mit hohem bürokratischem

Aufwand verbunden oder nur eine

Sache für Experten. Dies ist ein Irrglaube, der

besonders unter KMU verbreitet ist. Es sind

jedoch viele Instrumente (wie Checklisten) verfügbar,

die das Verfahren unterstützen, und die

nen Fachkräften im aktiven Erwerbsleben

muss also als langfristig angelegte Strategie

der Unternehmensentwicklung verstanden

werden. Dazu müssen die innerbetrieblichen

Potentiale erkannt und entwickelt werden.

Was sich so einfach anhört, ist in der Praxis

nicht immer leicht umsetzbar. Daher bietet

die Handwerkskammer im Rahmen ihrer

Veranstaltungsreihe Dialog im Handwerk das

Thema „Zukunftsfaktor Mensch“ am 23. September

gemeinsam mit dem RKW und dem

Demografie-Netzwerk Nordwest an.

Nach einer Einführung wird der demographische

Wandel als Chance für das Handwerk

in Form mehrerer „Themeninseln“ behandelt.

Ein Praxisbeispiel ergänzt das. Beendet wird

die Veranstaltung mit den Ergebnissen der

Themeninseln und einer abschließenden Diskussionsrunde.

Am 23. September, 17 bis 20 Uhr, in der

Handwerkskammer. Anmeldungen per Fax:

(04 21) 30 500 319, z.Hd. Claudia Claaßen,

E-Mail: Claassen.Claudia@hwk-bremen.de

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz bringen Erfolg

EU-OSHA fördert einen einfachen Ansatz aus

fünf Schritten. Zweitens bringt eine Gefährdungsbeurteilung

Unternehmen eine Reihe

von Vorteilen. Dadurch, dass Arbeitsplätze

sicherer und gesünder sind, nehmen Fehlzeiten

und Versicherungskosten ab, während die

Motivation und die Produktivität der Arbeitnehmer

steigen.“

„Eine Gefährdungsbeurteilung trägt schließlich

auch dazu bei, die Last zu verringern, die auf

dem nationalen Gesundheitswesen lastet“, so

Romana Tomc, slowenische Staatssekretärin

für Arbeit, Familie und soziale Angelegenheiten.

Die derzeitige und die kommende EU-Ratspräsidentschaft

sowie die Sozialpartner der

EU unterstützen die Kampagne mit Nachdruck,

ebenso die Focalpoints – in der Regel die nationalen

Behörden, die für Sicherheit und Gesundheitsschutz

bei der Arbeit zuständig sind – in

allen 27 Mitgliedstaaten.„Dies zeigt, dass

Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

ein Kernpunkt des europäischen Sozialmodells

ist,“ fügt sie hinzu.

GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG

EIN GEWINN FÜR ALLE

Im Rahmen der Europäischen Kampagne

„Gesunde Arbeitsplätze. Ein Gewinn für alle“

bietet die Handwerkskammer eine Informationsveranstaltung.

Sie richtet sich in erster

Linie an Betriebsärzte, Fachkräfte für

Arbeitssicherheit und an in der Arbeitsschutzaufsicht

tätigen Personen. Informiert

wird über die Änderungen und Auswirkungen

für den Arbeitgeber und für Arbeitsschutzakteure,

die durch die Leitlinie

„Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation“

im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen

Arbeitsschutzstrategie (GDA) langfristig

zu erwarten sind.

Die GDA steht in Übereinstimmung mit den

Zielen und Anforderungen der Europäischen

Union an ihre Mitgliedstaaten im Rahmen

der EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit

bei der Arbeit 2007-2012. Bund, Länder

und Unfallversicherungsträger entwickelten

daher eine gemeinsame Arbeitsschutzstrategie

zur Festlegung eines abgestimmten

Vorgehens für die im Arbeitsschutz

zuständigen Landesbehörden und

Unfallversicherungsträger bei der Beratung

und Überwachung der Betriebe.

Die Leitlinie „Gefährdungsbeurteilung und

Dokumentation“ soll ein gemeinsames

Grundverständnis zur Gefährdungsbeurteilung

und für allgemeine Grundsätze zur

methodischen und einheitlichen Vorgehensweise

bei der Beratung und Überwachung

der Betriebe für die Überwachungs- und

Beratungstätigkeiten der Aufsichtsdienste

in den Betrieben fördern.

Die Veranstaltung „Gefährdungsbeurteilung

– ein Gewinn für alle“ findet am 30.

Oktober von 14.00 bis 17.30 Uhr in der

Handwerkskammer Bremen, Ansgaritorstraße

24, statt.

In Fachvorträgen werden die Arbeitgeberverpflichtung

und Haftungsfolgen, die

durch die Leitlinie „Gefährdungsbeurteilung

und Dokumentation“ zu erwarten sind, dargestellt.

Das sich an den Fachvorträgen

anschließende Forum bietet die Möglichkeit,

mit den Referenten und Experten der

Arbeitsschutzbehörden und Berufsgenossenschaften

rechtliche und fachliche Aspekte

der Gefährdungsbeurteilung im Hinblick

auf die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie

zu diskutieren und Erfahrungen

aus der Praxis auszutauschen.

Fragen und Anmeldungen zur Veranstaltung

per E-Mail an:

meyer-trillhase@arbeitnehmerkammer.de.

Handwerk in Bremen 9/2008

13


Handwerkskammer

Innovation

NUTZEN DURCH DIENSTLEISTUNGEN

Unternehmerabend in der Handwerkskammer gibt praxisnahe

Informationen zur Erschließung ungenutzter Innovationsreserven.

Betriebsberater der Kammer gaben Tipps.

Wie kann man die Wettbewerbschancen

kleiner und mittlerer Unternehmen aktiv verbessern?

Mit welchen Dienstleistungen werden

Unternehmen erfolgreicher? Diese Fragen

standen im Mittelpunkt des Unternehmer -

abends ‘Innovationen im Mittelstand’ zu dem

die Handwerkskammern Bremen und Ostfriesland

gemeinsam ins Bremer Gewerbehaus eingeladen

hatten. Im Vordergrund stand dabei

die betriebliche Praxis. „Dienstleistung ist Vertrauen“

sagte Holger Kreft, Geschäftsführer

der COM-Logistik GmbH aus Bremen in seinem

Vortrag, „sie muss kontinuierlich und verlässlich

sein, damit der Kunde das bekommt,

was er möchte“.

Kreft erläuterte seine individuelle Strategie

und den konkreten betrieblichen Nutzen

anhand „intelligenter Dienstleistungen rund

um das gewerbliche Mobiltelefon“. Mit einer

kurzen Präsentation der vom itb im Rahmen

des Transfer-Projektes eingesetzten Beratungstools

knüpfte Projektleiter Dr. Giuseppe Strina

an die praktischen Erfolge der Unternehmer

an. Er verdeutlichte die Vorteile eines systematischen

Herangehens an den Aufbau

neuer Dienstleistungen und stellte unter anderem

eine Reihe von Methoden zur Analyse des

vorhandenen Dienstleistungspotentials kleiner

und mittlerer Unternehmen vor. In der

angeregten Diskussion der Teilnehmer mit den

Referenten standen Fragen im Vordergrund,

die viele Unternehmer berühren: „Wie gestalte

ich ein angemessenes Marketing für meine

Dienstleistungen?“ oder „Wie stelle ich dem

potentiellen Kunden meine Dienstleistungskompetenz

unter Beweis?“.

Das Projekt Service-Engineering

Innovationstreiber in KMU

Die Produktivität im Handwerk zu steigern –

diese Idee veranlasste W. Bucerius im Jahr

1919 zusammen mit den Handwerkskammern

in Baden zur Gründung des Instituts für

Technik der Betriebsführung (itb) als der

ersten Forschungseinrichtung des Handwerks.

Heute ist das itb eine von sechs Forschungsstellen,

die zusammen das Deutsche

Handwerksinstitut e.V. (DHI) mit Sitz in Berlin

bilden. Es arbeitet auf dem Gebiet der

Dr. Giuseppe Strina stellte Methoden zur

Analyse des vorhandenen Dienstleistungspotentials

in kleinen und mittleren Unternehmen

vor.

Im Anschluss gaben die Betriebsberater

Horst Lüdtke und Wolfgang Lüllmann eine

Reihe von Anregungen und Tipps zur Unterstützung

der Unternehmer bei ihrer Suche

nach eventuellen Hilfsangeboten.

Unternehmensführung für kleine und mittlere

Unternehmen (KMU) und unterstützt mit

seinen anwendungsbezogenen und wissenschaftlich

fundierten Forschungsarbeiten

Betriebe und Organisationen zur zeitgemäßen

Unternehmensführung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung

(BMBF), der Zentralverband des Deutschen

Handwerks (ZDH) sowie der Deutsche

Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

einschließlich der angeschlossenen Kammern

unterstützen das Projekt

Infos unter www.service-engineering-kmu.de

BREMEN UND OLDENBURG:

GEMEINSAMER MESSESTAND

Kooperationen bieten Handwerkern interessante

Vorteile. Sie verbessern die Chancen

auf Groß- und Komplettaufträge, helfen

Kosten zu senken, besseren Service zu

bieten oder neue Absatzmärkte zu erschließen.

Darum spricht nichts dagegen, wenn

auch Handwerkskammern miteinander

kooperieren.

Eine besondere Freundschaft verbindet die

Handwerkskammer Bremen mit der Handwerkskammer

in Oldenburg. Nicht nur ihre

Kammerbezirke grenzen aneinander, sondern

beide Kammern sind auch Partner in

der Metropolregion. Was liegt da näher, als

dass sie landesübergreifend zusammen

arbeiten und künftig stärker als bisher miteinander

kooperieren? „Wir können gegenseitig

von unseren Netzwerken profitieren“,

meint Michael Busch, Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer Bremen und

sieht auch für den Bildungsbereich Kooperationsmöglichkeiten:

„Oldenburg besitzt

ein besonderes Verfahren, das Handwerksmeistern

und Betriebswirten des Handwerks

einen leichteren Zugang zur Universität

erlaubt. Hier können wir lernen.“

Eine erste

Initiative

starten die

beiden

Kammern

zur Bremer

BusinessLife-Messe

im

September.

„Hier werden

beide

Kammern mit einem gemeinsamen Stand

vertreten sein und ihr umfangreiches Dienstleistungsangebot

mit dem Nutzen für ihre

Mitglieder vorstellen“, sagt Heiko Henke

(Foto), stellvertretender Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer Oldenburg: „Das

Beratungsspektrum beider Kammern ist

breit gefächert und umfasst vor allem die

Bereiche Betriebswirtschaft, Recht und Technologietransfer.“

„Aber auch bei der

Umweltschutzberatung, der Aus- und

Weiterbildung und der Ausbildungsberatung

sind wir stark“, ergänzt Michael Busch

und denkt dabei an die zahlreichen Aus- und

Weiterbildungsangebote von überbetrieblichen

Lehrlingsunterweisungen über

Betriebswirtschaft und Technik bis hin zu

EDV-Kursen und den Lehrgängen zur Meistervorbereitung.

14 Handwerk in Bremen 9/2008


Aus den Innungen

Bremen

BREMER FASSADEN BUNTER UND SCHÖNER GEMACHT

Der 1. Fassadenwettbewerb von Maler- und Lackierer-Innung Bremen mit Haus & Grund Bremen e.V.

machte die Hansestadt etwas farbiger, freundlicher und schöner. Die Preisgelder in Höhe von

6.000 Euro gingen je zur Hälfte an die Hauseigentümer und Malerbetriebe.

Der 1. Fassadenwettbewerb der Maler- und

Lackierer-Innung Bremen sowie des Haus &

Grund Bremen e.V. ist zu Ende gegangen. Die

Jury, der auch der Geschäftsführer von Haus

& Grund, Bernd Richter, sowie der Obermeister

der Maler- und Lackierer-Innung, Arno Plaggenmeier,

angehörten, entschied sich für drei

Bremer Objekte.

Zum Wettbewerb konnten alle Gebäude im

Stadtgebiet Bremen angemeldet werden,

deren Fassade im Jahre 2007 stilgerecht renoviert

oder auf vorteilhafte Weise farbig gestaltet

wurde. Weitere Teilnahmevoraussetzung

war die Mitgliedschaft bei Haus & Grund und

bei der Maler- und Lackierer-Innung Bremen.

Eine Reihe von Firmen und Hauseigentümern

beteiligten sich an dem Wettbewerb um

die schönste Fassadengestaltung. Die Preise

im Gesamtwert von 6.000 Euro wurden jeweils

zur Hälfte an den Eigentümer beziehungsweise

Auftraggeber sowie an den ausführenden

Betrieb ausgezahlt.

Den ersten Preis gewann die Plaggenmeier

GmbH mit dem Objekt in der Georg-Gröning-

Straße 35 in Bremen. Die Auftraggeberin,

Ingrid Ehlers, freute sich, wie auch der Betrieb

über jeweils 1.500,- Euro. Die Besonderheit –

und damit Zünglein an der Waage zu Gunsten

dieses Objekts – war die Renovierung des

Gebäudes von Grund an. So wurde die Fassade

nicht nur gestrichen, sondern zusätzlich mit

14 Zentimeter Dämmstoff isoliert und

anschließend die zuvor vorhandenen Profilierungen

wieder nachgebildet. Der zweite Preis

ging an die August Hespenheide GmbH & Co.

KG, die ein Mehrfamilienhaus in der Leipziger

Straße 37 farblich „herausputzte“. Mit der

Firma freute sich die Eigentümergemeinschaft.

Der dritte Preis schließlich wurde der Firma

Dieter Dasenbrook GmbH & Co. verliehen, die

im Auftrag der Böttcherstraße GmbH das Haus

in der Mathildenstraße 32 verschönerte.

Ihr Haus gewann beim Fassadenwettbewerb

von Maler-Innung und Haus & Grund Bremen:

Ingrid Ehlers. Obermeister Plaggenmeier

(links daneben) gratulierte der Besitzerin

des Objektes Georg-Gröning-Straße 35.

Links im Bild Bernd Richter von Haus &

Grund Bremen. Unten von links nach rechts

die ersten drei prämierten Objekte. Mehr

auch im Internet unter

www.malerinnung-bremen.de.

(Foto oben: Stefan Schiebe, unten: Maler-Innung)

Handwerk in Bremen 9/2008

15


Bremen

Meister und Gesellen

MEISTERHAFT

Elf Friseure bestanden jetzt

ihre Meisterprüfung. Vier von

ihnen mit Auszeichnung.

Auf dem Theaterschiff bekamen jetzt elf

neue Meister des Friseurhandwerks ihre Meisterbriefe

durch den stellvertretenden Obermeister

Heiko Klumker überreicht. Am besten

schnitt in diesem Jahr Carina Heitmann aus

Oyten ab. Ihr liegt das Handwerk wohl schon

im Blut, denn in ihrer Familie hat das Frisieren

Tradition. Bereits ihr Urgroßvater war Friseur

und sie selbst arbeitet im väterlichen

Salon.

Insgesamt bestanden vier neue Meisterinnen

mit Auszeichnung. Andrea Isensee, Juliana

Stahl und Yvonne Nyglisch schafften neben

Carina Heitmann einen ausgezeichneten

Abschluss. „Das ist schon außergewöhnlich,

dass gleich vier neue Meister mit Auszeichnung

bestehen“, sagt Obermeisterin Brigitte

Seekamp. „Und ich denke, die haben sich auch

Acht der elf neuen Bremer Friseurmeister. Die Meisterbriefe wurden vom stellvertretenden Obermeister

Heiko Klumker (5. v.r.) überreicht.

Unten: Die Jahrgangsbeste Carina Heitmann bekommt von Heiko Klumker und Prüferin Caroline

Klopp ihren Meisterbrief.

(Text und Fotos: Bastian Mojen)

gegenseitig angespornt.“ Um die hervorragenden

Leistungen der besten Friseurinnen zu

würdigen, hatte die Innung zusammen mit der

Signal-Iduna eine Überraschung vorbereitet.

Nach Übergabe der Meisterbriefe erhielten die

vier Besten ein wertvolles Schreibgerät.

(Bericht zur Freisprechung der Friseurgesellen/innen

in der Rubrik „Namen & Notizen“)

ZURÜCKLEHNEN GILT NICHT

Die Maler- und Lackierer-Innung kann sich

über frischgebackene Gesellen freuen. Die 72

jungen Handwerker sind als Maler und Lackierer

(45), Bauten- und Objektbeschichter (4),

Fahrzeuglackierer (15) und Schilder- und Lichtreklamehersteller

(11) ausgebildet worden.

Insgesamt waren 90 Teilnehmer zu den Prüfungen

angetreten. Aber nur bei den Fahrzeug -

lackierern haben alle Lehrlinge ihre Prüfung

geschafft. Die erfolgreichen Absolventen sind

vom Obermeister Arno Plaggenmeier im Saal

des Handwerks freigesprochen worden. Am

besten haben der Maler und Lackierer Sergej

Miller vom Malereibetrieb Kühnast sowie

Andre Pannars, ebenfalls Maler und Lackierer,

vom Malereibetrieb Rehling abgeschnitten.

Beide haben sowohl in der Theorie als

auch in der Praxis die Note zwei bekommen.

Mit der abgeschlossenen Ausbildung im

Handwerk haben sich die jungen Menschen

eine solide Grundlage für ihre Zukunft geschaffen.

Das sieht auch der Obermeister der Malerund

Lackierer-Innung Bremen so. Aber er verwies

in seiner Rede darauf, dass schon jetzt

„alle fünf Jahre fünfzig Prozent unseres Wissens

und Könnens überholt“ sind, und es voraussehbar

sei, „dass sich die sogenannte Halbwertzeit

des Wissens weiter rasant verkürzt."

Deshalb riet er den neuen Gesellen, sich weiter

zu bilden. Vor allem im Fachbereich, aber

auch generell. Denn „Bildung ist die Voraussetzung

für Innovation und Qualität“, so Plaggenmeier.

In die gleiche Richtung tendierte der

Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen,

Hans-Uwe Stern, der als Gastredner eingeladen

war. „Der technische

Fortschritt erfordert in allen

Branchen, dass qualifizierte

Fachkräfte sich weiterbilden

und immer wieder dazu lernen“,

sagte er. Dann hätten

sie im Falle der Arbeitslosigkeit

beste Chancen schnell

wieder vermittelt zu werden.

Stern dankte „den Meistern

und Betriebsinhabern für ihr

Engagement in der beruflichen

Ausbildung“, denn „nur

wer ausbildet, hat später keinen

Fachkräftemangel, (...)

wie zurzeit in anderen Branchen“.

16 Handwerk in Bremen 9/2008


Freisprechungen

Bremen

PREISGELDER UND LOB FÜR JUNGE TISCHLERGESELLEN

In einer Feierstunde würdigten von der

Tischler-Innung Bremen der stellvertretende

Obermeister Ingo Gröne und Werner Homrighausen,

Vorsitzender des Prüfungsausschusses,

die jungen Tischler-Gesellen für ihre Gesellenstücke.

Der stellvertretende Obermeister

und Lehrlingswart machte in seiner Rede deutlich,

dass sich die neuen Gesellen und Gesellinnen

in der heutigen Zeit unbedingt weiter

qualifizieren müssen. Hierzu werden zahlreiche

Weiterbildungsmöglichkeiten wie Fachbauleiter,

Fertigungsplaner, CNC-Fachkraft,

Restaurator oder Fachkraft für Kücheninstallation

angeboten. Der Altgeselle Egon Piel

schloss sich dem an und hob die Azubis in den

Gesellenstand.

Die Hermann-Gerken-Stiftung verlieh wieder

für die drei Jahrgangsbesten den Förderpreis.

Bei der Stiftung handelt es sich um eine

Förderung gemeinnütziger Belange in Bremen

und Umgebung; Schwerpunkt der Erfüllung

des Stiftungszweckes ist auch die Unterstützung

des Tischlerhandwerks, insbesondere des

Nachwuchses.

Von 19 angemeldeten Tischlerprüflingen

bestanden 16 ihre Gesellenprüfung. Unter

ihnen fünf Holzbearbeiter, von denen drei

einen Förderpreis der Hermann-Gerken-Stifung

erhielten:

Fabrice Kamp, Universität Bremen; 750 Euro;

Tim Sündermann, Tischlerei Wöhltjen, 500

Euro;

Daniel Guddas, Schultze & Schultze, 250 Euro;

Heidi Pohle, SZ Alwin-Lonke-Straße;

Martina Schnakenberg, Legno Mobili.

Burkhardt Wrazidlo von der Hermann-Gerken-Stiftung (links) mit den besten Tischlern: Tim

Sündermann, Martina Schnakenberg, Werner Homringhausen, Heidi Pohle, Fabrice Kamp,

Daniel Guddas und dem stellvertretenden Obermeister der Tischler-Innung, Ingo Gröne (3. von

rechts).

Seit 1990 nehmen die drei Besten aus Bremen

an dem Wettbewerb „Die Gute Form“ auf

Landes- beziehungsweise Bundesebene an

Ausscheidung des Wettbewerbs teil. Von einer

in Gestaltungsfragen kompetenten Fachjury

werden die Gesellenstücke nach folgenden

Kriterien bewertet:

• Idee – Originalität

• Gestaltungsqualität – gutes Design

• Funktionalität – Zweckentsprechung

• Technische Qualität – funktions- und materialgerechte

Konstruktion.

Burkhardt Wrazidlo von der Hermann-Gerken-Stiftung

sprach seine Glückwünsche aus

und verteilte Preise an:

Heidi Pohle, SZ Alwin-Lonke-Straße, 300 Euro;

und Julia Kolbow, Tischlerei Fred Klatt.

Belobigungen gingen an: Fabrice Kamp von

der Universität Bremen und Tim Sündermann

von Konzept Tischlerei Wöhltjen.

Die Gesellenstücke der Bremer Tischler-

Azubis waren Anfang Juli in der Handwerkskammer

ausgestellt und fanden wieder reges

Interesse.

UFH INFORMIERTE SICH ÜBER DIE MITARBEITERSUCHE

„Wie finde ich gute Mitarbeiter“,

fragten die Unternehmerfrauen

im Handwerk Bremen

auf ihrer jüngsten Abendveranstaltung.

Ein Kreis engagierter

Frauen war dazu im

Presseclub im Schnoor

zusammengekommen. Dort

zählte Mark Grundmann von

der MG Grundmann Personalberatung

auf, welche Faktoren

und Parameter zur Entscheidungsfindung

im Rahmen der

Personalauswahl von Bewerbern

und Arbeitgebern zu

berücksichtigen sind. So soll

eine Bewerbung die Person

und ihre Fertigkeiten umfassend

darstellen. Ebenso sollte

ein Arbeitgeber seine Suche

zielorientiert ausschreiben.

Persönliche und fachliche

Kompetenzen des Bewerbers

müssen geprüft werden, das

Arbeitsumfeld zum Bewerber

passen, Ziele und Stärken kommuniziert

werden. Dazu wurden

gesetzliche Faktoren wie

das Gleichbehandlungsgesetz

und die richtige Atmosphäre

beim Bewerbergespräch von

den Frauen diskutiert.

Handwerk in Bremen 9/2008

17


Bremen

Konditoren-Innung

BEI KUCHEN UND TORTE DEN ABSCHLUSS GEFEIERT

Wie es sich für Konditoren gehört, wurden

auf der Freisprechungsfeier der Konditoren-

Innung Bremen im Handwerkssaal des Gewerbehauses

leckere Kuchen und Torten aufgetischt.

Obermeister Andreas Knigge gratulierte

den erfolgreichen Konditoren und Konditorinnen

sowie den Konditoreifachverkäuferinnen

und dem Konditoreifachverkäufer zur

bestandenen Prüfung. Ein ganz wichtiger

Schritt im Leben sei nun mit der Vollendung

der Lehre gemacht. Der Obermeister bedankte

sich in seiner Rede auch bei den Berufsschullehrern

Holger Plate und Hartmut Giegling für

ihren unermüdlichen Einsatz und überreichte

Präsente.

Hartmut Giegling erinnerte in seiner

„Retrospektive“ mit an die Wand projizierten

Bildern an drei Jahre Schulzeit. Die Fotos von

Arbeiten und der Fahrt nach Wien ließen bei

einigen doch ein bisschen Wehmut aufkommen,

die aber von der Freude über den

geschafften Lebensabschnitt überlagert

wurde. Hartmut Giegling gratulierte noch einmal

herzlich und wünschte zum Abschluss

alles Gute und viel Erfolg.

Nach der Kaffee- und Kuchenpause war es

dann Aufgabe des Lehrlingswartes Ingo Broekmann

zusammen mit Werner Leue vom Prüfungsausschuss

und dem Obermeister die

Zeugnisse auszugeben. In seiner Ansprache

forderte der Lehrlingswart die jungen Gesel-

Die Prüfungsbesten vor dem Gewerbehaus

(von links): Lehrlingswart Ingo Broekmann,

Friedereke Klee, Diane Kort, Sandra Ponke,

Annika Büsselmann, Obermeister Andreas

Knigge. (Text und Foto: Stefan Schiebe)

len und Gesellinnen auf, ihr Wissen weiterzugeben

und sich stets zu verbessern. Im

Anschluss wurden die Prüfungsbesten ausgezeichnet.

Ihre Prüfung bestanden

Zum/zur Konditor/Konditorin: Dennis Allerheiligen,

Annika Büsselmann, Eva-Maria

Dehne, Rafael Jürgens, Jennifer Knoche,

Angelika Pohlmann, Sandra Ponke, Yannick

Pröttel, Matthias Stahl, Viviane-Fee Wuttke

sowie bereits im Januar Friedereke Klee.

Zum/zur Fachverkäufer/Fachverkäuferin:

Anna-Lina Janzen, Wiebke Jordan, Diane

Kort, Oliver Marahrens.

Die Zweiradmechaniker einigten sich mit der Berufsschule und der Beschäftigungsgesellschaft

Auf der Landesinnungsversammlung des

Zweiradmechanikerhandwerks Bremen konnte

Obermeister Olaf Otto viele Kollegen

begrüßen. Der Termin war wegen des guten

Wetters im Mai und des damit verbundenen

Kundenansturms auf die Reparaturbetriebe

auf den Juli verlegt worden.

Ludger Koopmann vom Allgemeinen

Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) gab Auskunft

über die Entwicklung und die Veranstaltungen

des Vereins, der momentan rund

2.800 Mitglieder habe. Die Aktion „Mit dem

Rad zur Arbeit“ laufe auch in diesem Jahr sehr

gut. Über 4.500 Teilnehmer machen bei der

vom ADFC Bremen und der AOK initiierten

Aktion mit. Das seien rund 500 mehr als im

vergangenen Jahr. Allgemein, so Koopmann,

sei festzustellen, dass das Thema Fahrrad

„voll im Trend“ liege.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die

Diskussion zwischen der Innung und der

Berufsschule um die Frage der Abschaffung

des Blockunterrichts. Für die Betriebe sei der

Blockunterricht auch ein Grund, nicht auszubilden,

da doch viele bei der Entscheidung

für einen Auszubildenden dann auch auf die

Arbeitskraft angewiesen seien. So fehlten die

Auszubildenden gerade in arbeitsreichen

Monaten. Auf der anderen Seite stünden

gewichtige Argumente für den Blockunterricht,

informierten die Lehrer Knut Gunnemann

und Rainer Kirmße vom TBZ Mitte. Aus

pädagogischer Sicht sei diese Form des Unterrichts

die beste. Am Ende der Diskussionen

einigten sich die Innungsbetriebe mit der

Schule darauf, ab August 2009 vom Blockunterricht

auf wöchentliche Beschulung

umzustellen. Der Unterricht soll auch weiter

in Bremen stattfinden.

Weiterhin war der Geschäftsführer der

Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft

mbH gemeinnützig (WaBeQ),

Ernst Schütte, mit seinem Mitarbeiter Friedrich

Buse anwesend. Hier ging es um die

notwendige Klärung der Abgrenzung zwischen

Arbeiten in Fahrrad-Projekten der

WaBeQ an Bremer Schulen und der alltäglichen

Arbeit der Handwerksbetriebe. Es

konnte eine für beide Seiten zufriedenstellende

Lösung gefunden werden.

Die allgemeinen Regularien und der

Bericht von Stefan Schiebe von der Geschäftsführung

der Kreishandwerkerschaft zu Neuigkeiten

im Handwerk und zur Einführung der

Umweltzone in Bremen rundeten die

Innungsversammlung ab.

18 Handwerk in Bremen 9/2008


Freisprechungen

Bremen

DAS SIND BREMENS NEUE GESELLEN VOM BAU

So wie ein guter Wein Zeit zur Reife benötigt,

so konnte nach drei Jahren Ausbildung

ein exzellentes Prüfungsergebnis mit sehr

guten Gesellenstücken vorgelegt werden. Acht

Fotografinnen und eine Fotomedienlaborantin

legten erfolgreich ihre Prüfungen vor der

Handwerkskammer in Bremen ab und wurden

darauf feierlich in den Räumen der Studio B

GmbH freigesprochen.

Vor dem offiziellen Teil der Freisprechung

erläuterte Bernd Wurthmann vom Prüfungsauschuss

das diesjährige Thema: „Eine Sekretärin

am Arbeitsplatz in verschiedenen Posen,

die Ausführung der Bilder in Schwarz/Weiß

und Farbe, hieß das Pflichtthema. Das freie

Thema als zweite praktische Aufgabe, lässt

hingegen den Prüflingen viel freien Raum bei

Gestaltung und Ausführung der Bilder.“ Ursula

Niemann von der Studio B GmbH begrüßte

die Gäste der Fotografen-Innung-Bremen

und stellte den neuen Obermeister Dietrich

Penz (Foto-Penz GmbH) vor.

Zusammen mit Klassenlehrer Peter Kleineheismann

wurden die Prüfungszeugnisse vom

Prüfungsausschuss übergeben. Für Bernd

Wurthmann war dies nach seiner langjährigen

Tätigkeit als Mitglied des Prüfungsausschusses

die letzte Prüfung. Ihm galt ein ausdrück-

EIN KLEINER – JEDOCH GUTER JAHRGANG

licher Dank der Fotografen-Innung-Bremen

für die gute Zusammenarbeit.

„Wir sind immer wieder über die guten

Ergebnisse erfreut,“ so Obermeister Dietrich

Penz, „auch dies Mal entlassen wir einen guten

Jahrgang in die Welt der Fotografen.“ Viele

25 Lehrlinge des Bremer Bauhandwerks wurden

jetzt freigesprochen. Die neuen Gesellen

kommen aus allen Bauberufen, vom Betonbauer

bis zum Zimmerer haben sie ihre Lehrzeit

in Bremer Handwerksbetrieben durchlaufen.

Nach praktischer und theoretischer Prüfung

bestanden sie erfolgreich die Gesellenprüfung.

Die Freisprechungsfeier fand in der

Handwerkskammer statt.

finden Anstellungen in ihren Ausbildungsbetrieben

und blicken so einer erfreulichen

Zukunft entgegen. Die Ergebnisse der Prüfung

können auf der Homepage der virtuellen

Galerie Tom Dyck angeschaut werden:

www.photoexhibition.de.

Aufstellung zum Gruppenfoto: Prüflinge und Prüfungsausschuß der Fotografen-Innung-Bremen

vor der Berufsschule in Bremen.

(Foto: Penz Bremen)

Handwerk in Bremen 9/2008

19


Bremen

125-JÄHRIGES

GEFEIERT

Wenn ein Betrieb heute das stolze Alter von

125 Jahren erreicht, dann ist das eine Feier

wert. Das dachten sich auch Silvia und Horst

Pohlers, die das Jubiläum ihres Betriebes mit

zahlreichen Gästen – Familie, Freunden, Kunden

und Geschäftspartnern – feierten.

Mit dem 50. Geburtstag des Betriebsinhabers

bot sich gleich noch ein zweiter Anlass,

die Werkhalle in eine Festhalle umzuwandeln.

Anwesend waren auch Manfred Henfling, Vorstandsmitglied

der Innung Metall Bremen,

und Stefan Schiebe von der Geschäftsführung

der Kreishandwerkerschaft und der Innung,

die Glückwünsche überbrachten und eine

Urkunde überreichten.

In vierter Generation führt Horst Pohlers

den Familienbetrieb und ist etwas traurig,

dass die Familientradition mit ihm wohl ihr

Ende finden wird. Dennoch schaut der

Schmied positiv in die Zukunft, denn „so 20

oder 30 Jahre“ möchte er schon noch machen,

soweit es die Gesundheit zulässt.

1983, als die Schmiede ihr 100-jähriges

Bestehen feiern konnte, stieg Horst Pohlers in

den väterlichen Betrieb ein. 1983 war es auch,

als in der Schmiede das letzte Pferd beschlagen

wurde. 1986 übernahm der Sohn den

Betrieb, der seit Bestehen quasi die Dorfschmiede

gewesen war. Mit größeren Plänen

startete der junge Meister, erweiterte den

Betrieb um eine Halle und stellte schließlich

fest, dass er das Projekt der Vergrößerung

Die nach der Idee von Silvia Pohlers

geschmiedete Skulptur wird für den Versand

nach Nordschweden vorbereitet.

Firmenjubiläum

125 Jahre Schmiede Pohlers. Zur Feier gab es

eine Urkunde von Manfred Henfling, Vorstandsmitglied

der Innung Metall Bremen

(links) für Silvia und Horst Pohlers.

(Text und Fotos: Stefan Schiebe)

etwas zu forsch angegangen war. So baute er

die Halle 1996 wieder zurück.

Nachdem seine Frau Silvia, eigentlich

gelernte Bürokauffrau, 1993 in der Schmiede

angefangen hatte, entwickelte sich der Betrieb

mehr in Richtung „Gestaltung“. Heute ist Silvia

Pohlers nicht mehr aus dem Betrieb hinweg

zu denken. Sie machte ihren Gesellenbrief

nach und ergänzt sich mit ihrem Mann ideal.

Weitere Hilfe bekommt das Paar durch eine

Gesellin, die dem Betrieb nach der Ausbildung

treu blieb.

Und auch einen Auszubildenden leistet

sich der Betrieb. Gary Eylers konnte Horst Pohlers

durch sein Engagement während eines

Praktikums und eines Mini-Jobs als Aushilfe

überzeugen, ihn als Auszubildenden einzustellen,

was beide nicht bereut haben. Ohne

Eigeninitiative geht es allerdings nicht, denn,

so erzählt Horst Pohlers, drei Jahre Ausbildung

seien eigentlich zu kurz, um anschließend als

Geselle arbeiten zu können. So ist Gary auch

öfter am Wochenende im Betrieb – freiwillig

versteht sich, denn er sieht die Notwendigkeit,

dass es ohne Engagement über die eigentlichen

Arbeitszeiten hinaus nicht geht.

Hauptbetätigungsfeld der Schmiede sind

Einzelanfertigungen – Zäune oder Geländer

für den gehobeneren Anspruch, die neu

gebaut oder aufgearbeitet werden – sowie

Skulpturen aus Metall. Aber auch „Kleinigkeiten“,

wie zum Beispiel Keller- oder Fenstergitter,

werden zur Zufriedenheit der Kunden

gefertigt.

Die jüngste Arbeit war der Auftrag eines

großen Unternehmens. Das ließ nach Skizzen

und Ideen von Silvia Pohlers eine Skulptur

schmieden, die nun als Geschenk bei einem

Geschäftspartner in Nordschweden aufgestellt

werden wird.

Horst Pohlers ist Realist. Nein, eine Renaissance

der Schmiedekunst sei nicht in Sicht,

auch wenn sein Betrieb gut ausgelastet sei.

Der Trend zur Handarbeit sei leider rückläufig,

da man durch den erheblich höheren Zeitaufwand

preislich einfach viel höher liegen

müsse. Über Menschen, die sich einen handgeschmiedeten,

ganz individuellen Zaun oder

eine Skulptur leisten können und auch gerne

leisten, freut sich der Meister natürlich und

glaubt auch, dass dies den Bestand des Berufes

sichern wird. Dem Handwerk und der

Gesellschaft ist das für eine Vielfältigkeit, die

auch Individualität ausdrückt, zu wünschen.

20 Handwerk in Bremen 9/2008


Bäcker-Innung

Bremen

DIE ZEUGNISSE KAMEN AUS DER INNUNGSLADE

Die Freisprechung der Lehrlinge der Bäcker-

Innung Bremen im Handwerkssaal des Gewerbehauses

verlief ganz nach alter Tradition.

Obermeister Wilfried Schnaare konnte sieben

Auszubildende bei den Bäckern und 17 bei den

Verkäuferinnen den Abschluss ihrer Lehrzeit

verkünden. Nach dreimaligem Klopfen auf die

Innungslade entnahmen ihr der Obermeister

und Maren Stumper vom Vorstand der Bäcker-

Innung Bremen die Abschlusszeugnisse und

verteilten sie an die Absolventen. Zu der Feier

wurden die ehemaligen Auszubildenden von

Freunden und Verwandten begleitet.

In ihrer Ansprache lobte Lehrerin Petra

Koopmann-Beck die Auszubildenden für die

erbrachten Leistungen und gratulierte herzlich.

Für besonders gute Leistungen konnten

in diesem Jahr drei Auszubildende des Ausbildungsberufs

„Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk:

Bäckerei“ ausgezeichnet werden:

Jasmine Bannert, Nicole Schewe und

Nina Schmidt.

Oben: Die Prüflinge mit Obermeister Wilfried Schnaare und Maren Stumper. Unten links: Die

Prüfungsbesten Jasmine Bannert, Nicole Schewe und Nina Schmidt mit Wilfried Schnaare,

Maren Stumper (Vorstand Bäckerinnung Bremen) und Heike Hanke (Prüfungsausschussvorsitzende

der Fachverkäuferinnen im Nahrungsmittelhandwerk Bäcker).

(Fotos: Stefan Schiebe)

SCHON TRADITION: BREMENS BÄCKER STECHEN IN SEE

Nach dem letztjährigen Ausflug mit der über 125 Jahre alten

MS Friedrich, gingen Bremens Bäcker diesmal an Bord des

moderneren Schiffes Hanseat. Das 1988 auf der Hegemann/Rolandwerft

in Bremen gebaute Fahrgastschiff fuhr die

Gruppe bei Sonnenschein und eindrucksvoller Wolkenbildung

bis nach Farge und zurück. Obermeister Wilfried Schnaare begrüßte

die ehemaligen und aktiven Innungsmitglieder an Bord. Bei

Kaffee und Kuchen ließen es sich die 75 Teilnehmer bei der

dreieinhalbstündigen Fahrt gut gehen. Neben dem ausgiebigen

Klönschnack steuerte auch die Bremische Männer-Chorgemeinschaft

(BMC, Foto) mit Akkordeon-Begleitung zu einem gelungenen

Nachmittag bei. Als das Schiff gegen 19.30 Uhr wieder

den Martinianleger ansteuerte, strahlte ein leuchtend bunter

Regenbogen über der Stadt und beendete stimmungsvoll den

Ausflug der Bäckerinnung Bremen. (Foto: Stefan Schiebe)

KH und AGVH: Wegen Umzug geschlossen

Zum 8. September beziehen die Kreishandwerkerschaft Bremen

und der Arbeitgeberverband Handwerk Bremen e.V. ihre

neuen Räume. Wegen des Umzugs bleiben die Büros daher

am 4. und 5. September geschlossen. Die neuen Kontaktdaten:

Martinistraße 53-55, 28195 Bremen, Telefon: (04 21)

222 80 - 600 (Zentrale). Die Durchwahlnummern der Mitarbeiter

bleiben erhalten. Mit dem Auszug aus dem Gewerbehaus

folgen Kreishandwerkerschaft und Arbeitgeberverband

Handwerk Bremen e.V. nicht nur dem Wunsch der

Handwerkskammer, sondern sie werden eine deutliche Verbesserung

der inneren Betriebsorganisation erreichen und

sich künftig auf dem neuesten technischen Stand befinden.

Handwerk in Bremen 9/2008

21


Bremen

Firmenjubiläum

WERKSTATT VOLLER GEIGEN

Kennen Sie das „sächsische Cremona“? Es

liegt im Elstergebirge im Vogtland – zwischen

Erz- und Fichtelgebirge. Der Ort heißt Markneukirchen

und verdankt seinen Weltruf in der

Musik, genau wie Cremona in Italien, dem Geigenbau.

Nachdem sich zwölf Geigenmacher

aus Böhmen in Markneukirchen angesiedelt

hatten, gründete sich hier 1677 die erste Geigenmacherinnung.

In den folgenden Jahrhunderten

entwickelte sich die kleine Stadt zum

Hauptort des sogenannten Musikwinkels. Um

die Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert

lebten im Musikwinkel durch den

Handel mit Orchesterinstrumenten mit vielen

Ländern Europas und den USA die meisten

Millionäre Deutschlands, die im Ort „die Fortschicker“

genannt wurden, wie Johannes Dick,

Geigenbauer in Bremen, zu berichten weiß.

Der Geigenbaumeister stammt aus eben

jenem Ort im Vogtland. 1931 geboren, verließ

Johannes Dick nach der Lehre in den Jahren

1946 bis 1948 und einer kurzfristigen Anstellung

seine Heimat und ging 1949 zunächst

nach Osnabrück, um dort in einem Musikfachhandel

zu arbeiten. Nach kurzen beruflichen

Aufenthalten in Bubenreuth und Bremen hieß

die nächste Station Zürich. Von 1955 bis 1958

konnte Johannes Dick sich dort die notwendigen

Kniffe aneignen und Kenntnisse erweitern

und baute sein Meisterstück. In München

legte er 1958 schließlich die Meisterprüfung

ab, kehrte dann nach Bremen zurück und

wagte den Schritt in die Selbständigkeit.

Aus einer Kellerküche in der Sonnenstraße

zog der Betrieb samt Familie in die Ostendorpstraße,

wo die Werkstatt nun in anderthalb

Zimmern in der ersten Etage untergebracht

war. Schließlich liefen die Geschäfte so gut,

dass mit der Werkstatt in die untere Etage

umgezogen wurde. Als Glücksfall bezeichnet

die Ehefrau von Johannes Dick, Gisela, dass

man 1976 das Haus in der Mathildenstraße

fand.

Hier befinden sich bis heute in der unteren

Etage die Werkstatt, ein schön eingerichteter

Verkaufsraum mit einer großen Auswahl

an neuen und alten Streichinstrumenten wie

Geigen, Bratschen und Celli sowie Zubehör

und auch der Lagerraum für Taschen sowie

eine weitere kleine Werkstatt, in der ein junger

Mitarbeiter die anfallenden Reparaturarbeiten

unterstützt.

Bereits seit Jahrzehnten läuft das Geschäft

mit Vermietungen sehr gut. Die Idee hat

Johannes Dick damals aus der Schweiz mitgebracht.

Insbesondere Kinder sind häufige

Welche Größe darf es sein?

Bei Johannes Dick gibt es

Geigen in allen Größen. Das

ist besonders für heranwachsende

junge Geigenspieler

wichtig. Das Foto unten

zeigt Meister Dick beim

Anpassen eines Stegs.

(Text/Fotos: Stefan Schiebe)

„Geigenwechsler“. Sie benötigen während des

Wachstums angepasste Instrumente, die von

1/16-Größe an am Lager sind und jederzeit

in die nächste Größe gewechselt werden können.

Die strahlenden Gesichter von Kindern, die

sich mit Eifer an das Ausprobieren der Instrumente

machen, gehören für Johannes Dick zu

den schönsten Momenten seines Berufes. Der

Umgang mit der Jugend halte zudem jung.

Am 1. September feierte der Meisterbetrieb

Geigenbau Johannes Rudolf Dick nun sein 50.

Betriebsjubiläum. Johannes Dick hofft, noch

einige Jahre aktiv in seiner Werkstatt arbeiten

zu können. Eine Interessentin für die Nachfolge

gibt es auch schon, so dass der Bestand

des Betriebes gesichert scheint – ein beruhigendes

Gefühl für den Meister.

SCHNELLER MIT KURSNET

Mit einer optimierten Benutzeroberfläche

präsentiert sich die Bildungsdatenbank Kursnet

der Bundesagentur für Arbeit. Sowohl

Erwachsene, die ihr berufliches Wissen durch

Lehrgänge oder Fortbildungen erweitern, als

auch Jugendliche, die sich über schulische

Ausbildungsmöglichkeiten informieren wollen,

finden in Kursnet entsprechende Angebote.

Arbeitgeber können die Datenbank

für eine gezielte Suche nach Weiterbildungsangeboten

für Mitarbeiter nutzen und so ihre

Personalentwicklung optimieren. Kursnet ist

Deutschlands größte Datenbank für berufliche

Aus- und Weiterbildung.

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22 Handwerk in Bremen 9/2008


Freisprechungen

Bremerhaven

FRISCHE GESELLEN IN BREMERHAVEN-WESERMÜNDE

Bäcker-Innung

Um ihr „täglich Brot“ müssen

sich die Bremerhavener und

Wesermünder keine Sorgen

machen, denn im Bäckerhandwerk

gibt es viele gute

Nachwuchskräfte. Darüber

freute sich jetzt auch Obermeister

Holger Dahl und

sprach die Auszubildenden

frei. Ihre Gesellenbriefe als

Bäcker und Bäckerinnen nahmen

entgegen: Silke Brüser,

Janin Krutschinski, Ismail

Kunt und Gregor Stefan (Bäckerei Brüser),

Sven Kowalska (Bäckerei und Konditorei

Schulz), Patrick Schoenwitz (Carsten Mehrtens),

Lukas Nietfeld (Claus von der Geest),

Elisa Caforio (Lebenshilfe Ortsvereinigung Bremerhaven),

Timo Bräuer (Nikolaus Müller) und

Karina Lührs (Uwe Wichmann).

Als Bäckereifachverkäuferinnen und -verkäufer

wurden freigesprochen: Sabrina Asche und

Christine Specka (Bäckerei Brüser), Daniela

Hildebrandt (Bäckerei-Konditorei Tiedemann),

Inga Ebert, Ilonca Vanessa Heinsohn, Veronique

Herzberg, Nadine Krüger, Jaqueline Müller,

Johann Wagner und Patricia Nowack

(Stadtbäckerei Engelbrecht) sowie Madlen

Löwy (Wolfgang Rohde, Gnarrenburg).

Innung des Bauhandwerks

In zwei handfesten Bauberufen absolvierten

in den vergangenen Jahren 15 Nachwuchskräfte

ihre Ausbildung. Jetzt nahmen sie von

Obermeister Thorsten Klonczinski im Haus

des Handwerks ihre Gesellenbriefe als Mauer

und Zimmerer entgegen. Als Mauer wurden

freigesprochen: Christian Meyer (Ausbildungsbetrieb

Ahrens Hoch- und Tiefbau),

Denis Suljovic (Bauunternehmen Kroh),

Christian Krüger (Wilhelm Baumgarth), Kevin

Schäfer und Patrick Wanger (Alfred Brünjes),

Vadim Groß (E.G. Massivhaus), Danny Meier

(Werner Meier), Pascal Grundhauser (Klonczinski

Bauunternehmen).

Über ihre Gesellenbriefe als Zimmerer freuten

sich: André Becker (Hans-Georg Bohling),

Chris Oliver Brünjes (Thorsten Meyer),

Alexander Kotte und Fabian Strauß (Torsten

Appel), Sven Wiecke (Torsten Hoyer), Sascha

Voltmer (G. Voltmer Zimmereibetrieb) und

Marc Wessel (Gerhard Lafrenz).

Dachdecker-Innung:

Für ihre Freisprechungsfeier hatte sich die Dachdeckerinnung

Bremerhaven-Wesermünde das

Museum des Handwerks in Bad Bederkesa ausgesucht.

Hier verabschiedete Obermeister Jürgen

Wegner zwölf junge Nachwuchskräfte aus

dem Ausbildungsverhältnis und wünschte viel

Erfolg für den weiteren Berufsweg. Freigesprochen

wurden: Torben Heinemann

(Ausbildungsbetrieb

August Fiedler Bedachungen),

Patrick Gerbig (Dathe und Co.

Dachdeckerei), Jan Sobottka

und Yoo-Jam Pornthep (Fritsche

Bedachungsteam), Torben

Fischer (Horst Poggenburg),

Marcel Brüns (Uwe Stolle),

Lars Weber (Gerhard Wegner

Bedachungen), Christian

Joostberends und Daniel

Schulz (Heinrich Brandes), Tino

Diesing (Michael Falk), Dennis

Michel und Mario Montique

Monsees (Thomas Bohmbach).

Handwerk in Bremen 9/2008

23


Bremerhaven

Freisprechungen

Maler-Innung

Ein dickes Ausrufungszeichen setzten die jungen

Gesellen und Gesellinnen des Maler- und

Lackiererhandwerks mit den bestandenen Prüfungen

unter ihre Ausbildung. Als Maler und

Lackierer wurden freigesprochen: Sarah

Schindler (Ausbildungsgesellschaft Bremen),

Aleksej Torn (Ausbildungsbetrieb Eckhard

Krös), Dominik Harz (Heiko Jürgens), Angelika

Cruse (J.G. Malkmus Malerfachbetrieb),

Sven Schumann (Magistrat der Stadt Bremerhaven),

Thorben Richter (Malerei Freye), Marco

Mangels (Malerei Pape), Mirco Schmedes,

Johannes Siems und Denis Wagner (Malereifachbetrieb

Artur Böhlken), Danny Stahl (Poly-

Kat Kunststoffanwendungstechniken), Mirco

Brügesch (Torsten Hillebrand) und Kevin Garbade

(Werner Fuhrig).

Über den Gesellenbrief als Fahrzeuglackierer

freuten sich: André Bethke (Ausbildungsbe-

trieb Hans Neumann), Sergej Bechthold (Autolackiererei

Wolfgang Könitz), Denis Brauch,

Chris Manon Brauch, Dominik Niemeyer

(E.H.H. Autotech), Lutz Jahnke (Andreas

Murawski), Nils Kramer, Marco Wohlers

(Andreas Seide), René Naußed (Bremerhavener

Karosserie- und Lackierzentrum Blanke),

Johann Wegner (Autolackier GmbH) und Kujtim

Zeqiri (Karl-Heinz Wiese).

Als Bauten- und Objektbeschichter wurden

freigesprochen: Andreas Holst (Andreas Tiebe

Malereibetrieb) und Ricardo Larze (InCoTrain).

Fleischer-Innung

Nach anstrengenden Ausbildungsjahren und

einer ebenso anstrengenden Prüfung konnten

sich jetzt neun Auszubildende im Fleischerhandwerk

über die Früchte ihrer Arbeit freuen.

Obermeister Bernhard Dobschinski überreichte

den jungen Fleischergesellen und Fleischereifachverkäuferinnen

ihre Zeugnisse. Als Fleischergesellen

wurden freigesprochen: Manfred

Moormann und Alexander Karas (Ausbildungsbetrieb

Detlef Stelter), Jannis Stehr (Ewald

Stehr), Mirco Kammel (Holger Fischer) und

Rene Wacha (Jürgen Bitzer). Über die bestandene

Prüfung als Fleischereifachverkäuferinnen

freuten sich Melanie Mahnken (Riggers), Murati

Saiti (Real) und Ina Bär (Ralf Möchel).

Friseur-Innung

Einen ganzen Stapel von Gesellenbriefen konnte

Obermeister Stefan Hartmann bei der Freisprechungsfeier

der Friseurinnung im Haus am

Blink in Bremerhaven an den Nachwuchs des

Friseurhandwerks überreichen. Insgesamt wurden

23 Nachwuchskräfte freigesprochen: Franziska

Bertram-Schröder (Salon Dörte), Cindy

Blunck (Salon Medi-Kopf), Stefanie Buschmann

(Salon Brittas Zauberschere), Sabrina

Engelmann (Frisör Helmer), Tomke Fischer und

Charleen Knorr (Frisör Klier), Marina Landsmann

(InCoTrain GmbH), Mika Marzena

(Gabriele Henning und Andrea Grau), Tina

Monsees (Axel Stromski), Katarzyna Muszinski

(Teresa Majewski), Monika Piasecki

(SchnippSchnapp - Der Friseursalon), Katrin

Roes (Galina Sibin), Olga Root (Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde), Insa

Schneider (Coiffeur Jacek Cielesz), Maike

Schnittger (Haar Aktuell), Sarah Schwittlinsky

(SchnippSchnapp - Der Friseursalon), Maria

das Dores da Silva Maio (Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde), Jennifer

Söhl (Perückenhaus Dieter Schlange), Tatjana

Sonnefeld (Frisuren Stefan Domisch), Sabrina

Steinmetz (Birgits Frisurenstudio,), Natalie

Wagner (Welcome to Wellness), Melanie Wiedenstried

(haupt|sache – der friseur), Melanie

Witt (Friseur „Effekte“).

Die Freisprechungen der Metall-Innung

erscheinen in der nächsten Ausgabe.

(Fotos: map - markus abeling photography)

24 Handwerk in Bremen 9/2008


Firmenjubiläum

Bremerhaven

100 JAHRE

LECKERES VON

MÜHLENBECK

Die 100jährige Chronik des Hauses Mühlenbeck

beginnt mit dem Jahr 1908, als das

bestehende Kolonialwarengeschäft durch eine

Fleischerei erweitert wird. Georg und Frieda

Gerdts führen den Betrieb über 30 Jahre lang,

der später von Heinrich und Anna Mühlenbeck,

geb. Gerdts, weitergeführt wird. Im Jahr

1957 wird die Fleischerei und der neu gegründete

Fleischwarengroßhandel gemeinsam von

Heinrich Mühlenbeck und seinen Sohn Heino

geleitet. Mit der Schließung des Fleischerfachgeschäftes

1972 konzentriert sich die Firma

Mühlenbeck auf den Großhandel. Im gleichen

Jahr gelingt ihr ein außergewöhnlicher Coup:

Sie bekommt den Zuschlag als Lieferant des

Leberkäses bei den Olympischen Spielen in

München.

1978 übernimmt Heino Mühlenbeck den

Betrieb, in dem fortan nicht mehr geschlachtet

wird. 1981 wird ein großes Kühlhaus errichtet,

der Fleischwarengroßhandel vergrößert

sowie der Produktionsbereich erweitert. Im

Jahre 1982 hält mit dem so genannten Barverkauf

wieder ein Verkaufstresen Einzug.

Nach der Übernahme des Betriebes durch

Gebhard Buck im Jahre 1993 folgt die Zulassung

und Erteilung der Veterinärkontrollnummer

und die Neugestaltung sowie der Ausbau

des Barverkaufs. Nach dem Ankauf eines

Nachbargrundstücks wird 2002 ein neues

Handwerk in Bremen 9/2008

Haben den Betrieb erfolgreich weiterentwickelt

und zu dem gemacht, was er heute ist:

Die Senioren Heino und Irmgard Mühlenbeck

(links) sowie Britta und Gebhard Buck.

(Text und Fotos: Martin Thies)

Kühlhaus gebaut. Der Anbau und die Vergrößerung

der Verpackungsabteilung folgen

2005, ein Jahr später der Kühl- und Lagerflächen.

Die Erweiterung des Fuhrparks wird

2007 durch einen modernen Auslieferungs-

LKW vollzogen, der mit einem Kühlkoffer über

ein Zwei-Kammer-System verfügt.

Wie schon seit fünf Generationen und 100

Jahren blickt die Firma Mühlenbeck auch heute

optimistisch in die Zukunft. „Erfreulicherweise

nimmt die ältere Tochter Christina ein Studium

der Lebensmitteltechnik auf, so dass auch die

jüngere Generation dem Betrieb verbunden

bleibt“, berichtet Gebhard Buck.

Firmenchef

Gebhard

Buck (links)

freute sich

über die

Glückwünsche

von

Landesinnungsmeister

Bernd

Schwarze

(rechts) und

Obermeister

Bernhard

Dobschinski.

Für die Feier zum 100. Jubiläum hatte die

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH

Manufaktur in Schiffdorf-Spaden bei Bremerhaven

einen zünftigen Frühschoppen

gewählt. In freundlicher und lockerer Atmosphäre

begrüßte Geschäftsführer Gebhard

Buck gemeinsam mit Ehefrau Britta und dem

Seniorenehepaar Irmgard und Heino Mühlenbeck

die zahlreichen Festgäste. Zu ihnen

zählten Landesinnungsmeister Bernd Schwarze,

Bernhard Dobschinski, Obermeister der

Fleischerinnung Bremerhaven-Wesermünde,

und Ortsbürgermeister Ronald Klonus sowie

Vertreter des Gewerberinges Spaden.

Bei der Jubiläumsfeier ließ Gebhard Buck die

100jährige Firmengeschichte Revue passieren

und dankte besonders seinen Mitarbeitern.

Über fünf Generationen hat sich das

Familienunternehmen aus kleinen, bescheidenen

Anfängen zu einer bekannten norddeutschen

Fleischwaren GmbH Manufaktur

entwickelt. Heute beschäftigt es 36 Mitarbeiter,

die pro Jahr rund 1000 Tonnen Fleisch

verarbeiten. Beliefert werden viele Großabnehmer

in der Region, aber auch Privathaushalte

können sich im angegliederten Fleischerfachgeschäft

versorgen.

Inzwischen beschränkt sich das Haus längst

nicht mehr auf Verkauf von Fleisch- und

Wurstwaren. Frisch- und Räucherfisch gehören

ebenfalls dazu. Gebhard Buck: „Wir haben

das gesamte Sortiment erweitert. Dazu zählt

auch TK-Gemüse für den Küchenbereich.“

Der Betrieb zählt zu den größten Arbeitgebern

im Ort und setzt sich aktiv für die regionale

Wirtschaft ein. „Die regionalen Bezüge

sind entscheidend“, erklärt Buck. Alles

stammt aus der näheren Umgebung. Es gibt

klare Bezugsquellen, die Tiere stammen aus

der näheren Umgebung.

25


Bremerhaven

Vermischtes

MIT VIEL ELAN UND

„ZACK ZACK“

Rund 60 Gäste aus dem Handwerk fanden

sich am 2. Juli im Bremerhavener Haus des

Handwerks ein, um Kreishandwerksmeister

Sieghardt Reinhardt zum 65. Geburtstag zu

gratulieren. Bei dem Empfang in den Konferenzräumen

der 16. Etage begrüßte Reinhardt

seine Gäste mit einer kurzen Ansprache und

einem Schnelldurchlauf durch sein erfolgreiches

Berufsleben, von der Kfz-Lehre bis zum

Kreishandwerksmeister und Obermeister der

Kfz-Innung. Besonderen Dank richtete er an

seine Frau, die ihn die vielen Jahre hindurch

immer unterstützt und ihm den Rücken freigehalten

habe.

Eine stete Begleiterin, so der Kreishandwerksmeister,

sei auch seine „preußische Einstellung

mit Pünktlichkeit, Höflichkeit und

zack zack“ gewesen. Mit dieser ebenso knappen

wie originellen Selbstbeschreibung traf

Reinhard bei vielen seiner Gäste auf heitere

Zustimmung. Viele erkannten in dem kurzen

Satz genau den langjährigen Kollegen und

engagierten Streiter für die Interessen des

Handwerks wieder. Nun, im offiziellen Rentenalter,

möchte Reinhardt einen Gang zurückschalten,

sich etwas mehr um die Familie und

den Hund kümmern. Doch so ganz mag man

es ihm nicht abnehmen, denn auch mit 65 ist

Sieghardt Reinhardt voller Elan und Tatendrang,

eben ganz „zack zack“.

Kreishandwerksmeister Sieghardt Reinhardt

(rechts) freute sich über zahlreiche Gäste zu

seinem 65. Geburtstag, den er im Bremerhavener

Haus des Handwerks feierte. Hier gratuliert

Reinhardt Wetjen, stv. Obermeister der

Metallinnung und Mitglied im Vorstand der

Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde.

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Seit 30 Jahren ist die Firma Elektro Chedor in Bremerhaven ein Begriff

für Qualitätshandwerk. Aus diesem Grund lud Inhaber Hartmut Chedor

jetzt zahlreiche Gäste zu einem Empfang ins neue Atlantic Hotel Sail City

ein, zu dessen Bau sein Unternehmen einen maßgeblichen Anteil leistete.

Fast die komplette Elektroinstallation wurde von Elektro Chedor ausgeführt.

Damit hat das Unternehmen einen bedeutenden Posten mehr

auf der Referenzliste, auf der auch schon andere wichtige Gebäude in

der Seestadt verzeichnet sind, zum Beispiel das Deutsche Auswandererhaus,

das Stadttheater, das Mediterraneo und Klimahaus.

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Konnten beim Empfang im Atlantic Hotel Sail City zahlreiche Gäste

begrüßen und einen tollen Blick über die Wesermündung bieten (von li.):

Carmen und Klaus Ehlers, sowie Marc, Brunhilde und Hartmut Chedor.

26 Handwerk in Bremen 9/2008


Innovation

Bremerhaven

METALLBEARBEITUNG MIT HIGHTECH-MASCHINE

Dank moderner CNC-Technik können heute auch komplizierteste Werkstücke schnell gefertigt

werden. Die InCoTrain GmbH Bremerhaven bietet entsprechende Kurse an.

Hoch komplizierte Metallbauteile können

heute mit moderner Technik schnell gefertigt

werden. Computergesteuerte Fräsmaschinen

mit fünf Achsen fräsen wie von allein zum Beispiel

Schaufelräder für Turbinen. Im Haus des

Handwerks können sich Fachkräfte mit der

anspruchsvollen Technik vertraut machen. Bei

einem Schwenkkursus trainierten jetzt Werkzeugmacher

und Zerspanungsmechaniker die

Bedienung der komplizierten Technik.

Gesteuert wird die Maschine des Typs DMG

DMU 60 monoBlock im Haus des Handwerks

von der Steuerung Heidenhain i TNC 530. Eingesetzt

wird sie unter anderem für die überbetriebliche

Lehrlingsunterweisung (ÜLU),

Fort- und Weiterbildungen sowie für Firmenschulungen

im Bereich Heidenhain-Steuerungen.

„Um ein Werkstück dreidimensional zu

bearbeiten, musste es in älteren Fräsmaschinen

oft umgespannt werden. Heute ist das

nicht mehr nötig“, sagt Pedro da Silva, Teamleiter

bei der Bildungseinrichtung der InCo-

Train GmbH bei der Kreishandwerkerschaft.

Auf fünf Achsen dreht sich das Werkzeug um

das zu bearbeitende Werkstück. So können

auch Formen aus einem einzigen Block entstehen,

die früher fast undenkbar waren.

Komplizierte Werkstücke werden über ein

CAD-Programm programmiert oder mit Hilfe

von Lasern optisch erfasst. „Auch beim

Gesundheits- und Umweltschutz ist die

Maschine mit einer Ölnebelabsaugung und

einer Kühlmittel-Filteranlage auf dem allerneusten

Stand“, so da Silva.

Die Fünf-

Achsen-

Maschine,

hier bedient

von Pedro

da Silva,

fräst auch

komplizierteste

Werkstücke,

deren Form

früher fast

undenkbar

war.

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das wär’s!

Kann ich mir das leisten?“

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Handwerk in Bremen 9/2008

27


Bremerhaven

Weiterbildung

WEITERBILDUNG MIT PRAXISBEZUG

Der Lehrgang Betriebswirt/in (HWK) richtet sich an Fach- und

Führungskräfte aus vielen Branchen. Am 18. September beginnt

in der Akademie des Handwerks ein neuer Lehrgang.

Wer als Unternehmer oder Fachkraft beruflichen

Erfolg haben will, muss über fundierte

betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen.

Dazu gehören Marketing, Personalführung

und Rechnungswesen sowie Unternehmensplanung

und -organisation. Diese Kenntnisse

werden ab dem 18. September beim Lehrgang

Betriebswirt/in (HWK) an der Akademie

des Handwerks an der Unterweser e.V. (AdH)

in Bremerhaven praxisnah vermittelt.

Unternehmen und Fachkräfte aus allen

Branchen setzen auf den Lehrgang. Mittlerweile

kommen sie nicht mehr ausschließlich

aus dem Handwerk. Zum Teilnehmerkreis

gehören auch Mitarbeiter von bedeutenden

Unternehmen aus der Industrie, der Logistik

und anderen Branchen.

Nach wie vor verfügt ein Großteil der Teilnehmer

über eine Meisterausbildung. Anmelden

können sich aber auch diejenigen, die zum

Beispiel mit einer kaufmännischen Ausbildung

oder mehrjähriger Berufserfahrung vergleich-

bare Kenntnisse erworben haben, zum Beispiel

Techniker und Ingenieure, aber auch Familienangehörige,

die im Unternehmen mitarbeiten.

Der zweijährige Lehrgang Betriebswirt/in

(HWK) ist berufsbegleitend und wird vom

Bundesministerium für Wirtschaft anerkannt

und gefördert. Eine staatliche finanzielle

Unterstützung durch das Meister-BaföG ist

möglich. Teilnehmer können eine Förderung

in Höhe von 30,5 Prozent beantragen.

Der Lehrgangsstart ist für den 18. September

geplant. Für detaillierte Informationen

wenden sich Interessenten an die Akademie

des Handwerks an der Unterweser e.V.

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 18 5-2 49

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

Programmheft Fortbildung

Unter dem neuen Titel Fortbildungswerkstatt

hat die Akademie des Handwerks an

der Unterweser e.V. (AdH) jetzt ihr aktuelles

Programmheft für die zweite Jahreshälfte

2008 herausgebracht. Neu gestaltet und

handlich richtet es sich an Arbeitnehmer

und Unternehmer aus allen Branchen und

ermöglicht einen schnellen Überblick des

Seminar- und Lehrgangsangebotes des zweiten

Halbjahres 2008. Und das sind: Unternehmensplanung

und -strategie, Personalentwicklung

und Mitarbeiterführung, Rhetorik

und Kommunikation sowie Rechnungswesen,

Steuern, Controlling und EDV.

Schwerpunkte sind wieder die Meisterkurse

in zahlreichen Gewerken sowie der zweijährige

Lehrgang Betriebswirt/in (HWK). In

Kooperation mit der IHK Bremerhaven setzt

die AdH die Veranstaltungsreihe Werkstattgespräche

fort.

Das Programmheft Fortbildungswerkstatt

2/2008 liegt bei der Akademie im Haus des

Handwerks, Columbusstraße 2, bei der Stadtbibliothek

sowie im Bürgerbüro im Hanse

Careé aus. Dazu kann es unter der Info-

Nummer der Akademie (04 71) 185-249

bestellt werden. Weitere Informationen auch

im Internet unter:

www.akademie-bremerhaven.de.

FRISEURSALON MIT TOLLEM DESIGN UND ATMOSPHÄRE

Fast alle Gewerke und eine Vielzahl von Handwerkern aus ebenso vielen Berufen

sind im Bremerhavener Haus des Handwerks zu finden. Die Gelegenheit

zum Zusammenwirken hatten sie in den vergangenen Monaten beim Um- und

Ausbau des Friseursalons im Gebäude A des Bremerhavener Handwerks.

Zusammen machten sich viele Auszubildende und ihre Ausbilder ans Werk, um

die Ideen von Ausbilderin Karin Gäckel-Pallentin und ihrem Team umzusetzen.

Am Ende stand ein moderner Friseursalon, der auch gehobenen Ansprüchen

an Design und Atmosphäre genügt.

„Die Renovierung ist ein gelungenes Beispiel für gute Zusammenarbeit“, freut

sich Gäckel-Pallentin. Am auffälligsten ist die Veränderung im völlig neu gestalteten

Eingangsbereich. Hier werden die Besucher an einem Tresen aus Edelstahl

empfangen. Für eine angenehme Atmosphäre sorgt auch die neue Deckenkonstruktion

mit ihrer eingelassenen Halogen-Beleuchtung.

Den Tresen, ein älteres Stück aus dem großen Saal im Haus des Handwerks,

arbeiteten Auszubildende zum Metallbauer und Metallbearbeiter unter Anleitung

von Manfred Finne sowie Auszubildende aus der Tischlerwerkstatt unter

Anleitung von Ullrich Lüdtke um. Für seinen Einsatz im Friseursalon wurde der

Tresen verkürzt und mit einem neuen Holzhandlauf versehen.

Bei der Deckenkonstruktion im Eingangsbereich kamen neben den Ausbaufacharbeitern,

die unter Anleitung von Günter Tants ihr Können zeigten, auch angehende

Maler unter Anleitung von Walter Ludwig sowie viele andere Auszubildende

aus dem Haus des Handwerks zum Einsatz, darunter angehende Maurer

und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Die modernen Metallspiegel

bauten die Auszubildenden aus der SHK-Werkstatt von Gerhard Frey.

Beispiel für gelungene Zusammenarbeit im Haus des Handwerks:

An der Neugestaltung des Friseursalons beteiligten

sich viele Abteilungen mit großem Engagement.

28 Handwerk in Bremen 9/2008


Leistung & Gesundheit

Service & Betrieb

AUSGEBRANNT – WENN DIE LEISTUNGS-BATTERIE LEER IST

Immer mehr Menschen leiden am Burnout-Syndrom, sind morgens schon erschöpft und fühlen sich

antriebs- und kraftlos. Besonders scheint es die Inhaber von Klein- und Mittelbetrieben zu treffen.

Bevor Betroffene, Familie und Betrieb leiden, sollte gehandelt werden.

Die Krankheit kommt nicht von heut auf

morgen. Sie schleicht sich vielmehr ein, beginnt

mit Abgespanntheit und häufiger auftretenden

Erschöpfungszuständen. Betroffene fühlen

sich selbst nach lang durchschlafenen Nächten

so, als läge ein harter Tag voller Stress und

Arbeit hinter ihnen. Die Energie fehlt, die Leistungs-Batterie

leer, man ist ausgebrannt –

nichts geht mehr. Burnout lautet dann die Diagnose

– und die Therapie ist besonders für

Mittelständler ein schier unlösbares Problem.

Denn sie heißt Ausruhen, Entspannen, zu sich

selbst finden und eine Zeit lang mal nichts tun.

Doch wie soll es ohne den Chef im Betrieb

weitergehen? Allein diese Frage führt bei

Selbstständigen zu weiterem Stress und verschärft

die Symptome – ein Kreislauf. Nicht von

ungefähr fühlen sich Betroffene eingesperrt in

einem sich endlos drehenden Hamsterrad.

Die Ursachen sind schnell aufgezählt:

Arbeitsstress und Termindruck, das Bestehen

im Wettbewerb, der Zwang vorn zu sein oder

nach vorne zu kommen. Ebenso oft sind es Enttäuschungen

über nicht erreichte Ziele oder

mangelnde Anerkennung. Und nicht zuletzt

kommen der geschäftliche Umgang und das

Miteinander im Alltag hinzu, was einst partnerschaftlicher

Wettstreit war, ist längst zu

einem gnadenlosen Überlebenskampf geworden.

Darunter leiden Familien, Mitarbeiter und

die eigene Gesundheit. Der Griff zu Alkohol,

Tabletten oder Nikotin kennzeichnet dann häufig

den Weg in die Problemsituation des Ausgebranntseins.

Hilfe beim Burnout

Sie verhelfen in Bremen wieder

zu Leistungskompetenz

im beruflichen Alltag: Dr.

Detlef und Erika Beier. Als

Leistungsteam Beier betreuen

und beraten der Arzt und

die Psychologin nach ganzheitlichen

Methoden Führungskräfte

großer Unternehmen

sowie mittelständische

Betriebe, der Inhaber und

Leistungsträger. In Gruppengesprächen

wie im Einzelcoaching

geht das Bremer Leistungsteam

den Ursachen von

Burnout, Überarbeitung,

Schlaflosigkeit, Nervenzu-

Rund jeder zehnte Bundesbürger ist vom

Burnout betroffen oder gefährdet – so schätzen

deutsche Mediziner, konkrete Zahlen liegen

aber nicht vor. In Österreich dagegen, wo

die „Business Doctors“ vor einem Jahr eine Studie

zu Klein- und Mittelbetrieben erstellten,

gibt es sie. „Ein Drittel der KMU sehen sich

schwer gefährdet“, heißt es in der Studie. Und:

„Nahezu alle KMU zeigen Interesse an Informationen

und erklären ihre Bereitschaft zu

präventiven Maßnahmen und sehen diese auch

als betriebliche Notwendigkeit.“

In Bremen befasst sich das Leistungsteam

Beier (siehe Kasten) mit den Ursachen und den

Wegen aus der Burnout-Falle. Der Leistungsmediziner

Dr. Detlef Beier: „Wir helfen Leistungsträgern,

wieder in die Arbeits- und

Lebensbalance zu kommen.“ Dabei nutzt der

Arzt zusammen mit seiner Frau, der Leistungspsychologin

Erika Beier, modernste wissenschaftliche

Methoden und medizinische

Erkenntnisse. „Wir unterstützen die Menschen

beim ‚Wieder-fit-werden’ wobei wir auf körperlicher

und mentaler Ebene helfen, die Leistungsfähigkeit

sowie Kreativität und Ausgeglichenheit

wieder herzustellen“, sagt Erika

Beier.

Dem Bremer Leistungsteam steht dabei ein

breites Spektrum von Erfahrungen aus der

Schul-, Leistungs- und Alternativmedizin zur

Seite. In möglichst kurzer Zeit wollen Erika und

Detlef Beier schnelle Ergebnisse erzielen, damit

die Energie wieder stimmt und die schöpferische

Kraft wieder fließen kann. „Wir machen

sammenbrüchen, Alkoholund

Beziehungsproblemen

auf den Grund und erzielt

rasche Lösungserfolge.

www.leistungsteam-beier.de

keine Psychotherapie, denn die Betroffenen

sind ja nicht psychisch krank. Es geht vielmehr

um das ‚Fitmachen’, das sogenannte Coaching

für bestimmte Prozesse oder Aufgaben.“ Dabei

konzentriert sich das Leistungsteam ganz auf

die Ressource Mensch mit allen Stärken und

Schwächen. Denn, so Erika und Detlef Beier:

„Ein kranker oder angeschlagener Leistungsträger

auf der Führungsebene ist eine latente

Gefahr für Unternehmen. So weit darf es gar

nicht erst kommen.“

Burnout – Ausgebrannt

Die Lebensumstände, die ein Burnout hervorrufen,

wirken nicht ständig mit der gleichen

Intensität auf die Betroffenen ein. Es gibt

intensive aber auch ruhigere Phasen.

Sind die ruhigen Phasen intensiv und lang –

wie etwa ein Urlaub – dann kann das Burnout-Syndrom

lange Zeit kompensiert werden.

Bei ständiger Anspannung, emotionaler

Erschöpfung, Zeichen der Resignation und

des Rückzuges, heißt es jedoch aufzupassen.

Merkmale, auf die geachtet werden sollte:

• Zu hohe persönliche Ansprüche an die eignen

Leistungen und Fähigkeiten,

• exzessive Anstrengungen, Arbeit ohne

entsprechende Regenerationsphasen,

• das wiederholte Nichterreichen von Zielen

und stille Frustration,

• aufkommende (Versagens-) Ängste,

• Schlaflosigkeit, innere Unruhe und

Gehetztheit,

• berechtigte Kritik wird nicht mehr als konstruktiv

betrachtet,

• wenn der Beruf zum Lebensinhalt wird

• wenn persönliche Beziehungen in den

Hintergrund treten,

• wenn soziale Kontakte beschränkt werden

auf kleine Bereiche (Firma),

• wenn sich das Gefühl von chronischer

Müdigkeit und Energiemangel breitmacht,

• wenn Alkohol zur Entspannung übermäßig

„genossen“ wird.

Werden mehrere dieser Merkmale festgestellt,

sollten die Alarmsignale aktiv und Hilfe

in Anspruch genommen werden.

Handwerk in Bremen 9/2008

29


Service & Betrieb

Ausbildung

HiB-Lexikon der Fach-Begriffe:

Effektiv oder effizient?

Zu den oft und immer wieder verwechselten

Begriffen gehören effektiv und effizient.

Beide Worte werden so gebraucht als hätten

sie ein und dieselbe Bedeutung, doch tatsächlich

sind sie unterschiedlich. Effektiv ist

etwas, wenn es einen Effekt, ein Ergebnis oder

eine Wirkung erzielt. Effizient sagt dagegen,

wie sinnvoll, wirtschaftlich oder leistungsfähig

etwas ist. Dabei kommt effektiv aus dem

lataeinischen Effectus und steht für Wirkung

und Erfolg. Es hat ebenso die Bedeutungen

von tatsächlich und wirklich, so sagen wir

umgangssprachlich: „das taugt effektiv

nichts“ oder „das ist effektiv gut“. Effizient

steht dagegen für besonders wirtschaftlich

und leistungsfähig erzielte Ergebnisse oder

Vorgehensweisen.

Bastian Sick, Autor von „Der Dativ ist dem

Genitiv sein Tod“ und der ‘Spiegel’-Kolumne

„Zwiebelfisch“, erklärt es so: „Eine Flasche

Champagner auf eine umgestürzte Kerze zu

gießen, ist effektiv, denn das Feuer ist danach

gelöscht. Effizient ist es hingegen nicht, denn

ein Glas Wasser hätte es auch getan.“ Sick

macht auch darauf aufmerksam, dass sich

„effektiv“ logischerweise nicht steigern lässt:

„Entweder hat etwas einen Effekt oder nicht.

Bei effizient hingegen lassen sich durchaus

Abstufungen unterscheiden, eine bestimmte

Vorgehensweise kann effizienter sein als

eine andere.“

„Das ist effektiv“ können wir also sagen,

wenn wir einen Effekt, ein Ergebnis oder eine

Wirkung erzielen. „Das ist effizient“, wenn der

Weg dorthin auch noch besonders wirtschaftlich

oder lohnend ist. Das eine bezieht sich

auf das Ergebnis, das andere auf die Art der

Umsetzung.

NEUER AUSBILDUNGSBONUS KOMMT

Arbeitgeber müssen Förderantrag vor Ausbildungsbeginn stellen.

In den kommenden drei Jahren will die Bundesregierung 100.000

zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze schaffen.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen

gab es zur Jahresmitte noch 700 so genannte

Altbewerber, die im letzten Jahr bereits die

Schule verlassen, aber aus den verschiedensten

Gründen bisher noch keine Ausbildung

begonnen haben. Betriebe, die Jugendliche

einstellen, die schon längere Zeit erfolglos

eine Lehrstelle suchen, erhalten finanzielle

Unterstützung. Handwerk in Bremen sprach

darüber mit dem Geschäftsführer der Agentur

für Arbeit Bremen, Hans-Uwe Stern.

Was soll der Bonus bewirken?

Der Ausbildungsbonus soll Betrieben einen

Anreiz geben, auch förderungsbedürftige

junge Menschen in die Ausbildung zu nehmen.

Oft entwickeln sich Jugendliche mit anfänglichen

Startschwierigkeiten im Berufsleben

später zu guten, zuverlässigen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern.“

Wer kann den Ausbildungsbonus bekommen?

Grundsätzlich wird der Bonus für Altbewerber

ohne Schulabschluss, mit Sonderschulabschluss

oder Hauptschulabschluss gezahlt.

Förderfähig sind zusätzliche Ausbildungen

nach dem Berufsbildungsgesetz oder der

Handwerksordnung. Ferner wird auch die

zusätzliche Ausbildung von lernbeeinträchtigten

oder sozial benachteiligten jungen Menschen

gefördert, die bereits im Vorjahr oder

früher die allgemein bildende Schule verlassen

haben.

Außerdem können Unternehmen in der

Regel einen Ausbildungsbonus erhalten, wenn

sie Auszubildende zusätzlich ausbilden, die

Ihren Ausbildungsplatz wegen Insolvenz, Stilllegung

oder Schließung des Ausbildungsbetriebes

verloren haben.

Was ist unter einem „zusätzlichen“ Ausbildungsplatz

zu verstehen?

„Zusätzlich“ ist ein betrieblicher Ausbildungsplatz,

wenn bei Ausbildungsbeginn die

Zahl der Ausbildungsverhältnisse in dem

Betrieb durch den neuen Ausbildungsvertrag

höher ist, als sie es im Durchschnitt der drei

vorhergehenden Jahre war. Stichtag für die

Zählung der früheren Ausbildungsverhältnisse

ist jeweils der 31. Dezember.

Ab wann wird der Ausbildungsbonus gezahlt?

Das Gesetz mit den Rahmenbedingungen

zum Ausbildungsbonus wird voraussichtlich

Ende Juli in Kraft treten. Ein Ausbildungsbo-

Hans-Uwe Stern, Geschäftsführer der Agentur

für Arbeit Bremen.

nus kann somit dann für Ausbildungsverträge

gezahlt werden, die zwischen dem 1. Juli

2008 und dem 31. Dezember 2010 beginnen.

Wichtig ist, dass Arbeitgeber vor Beginn der

Ausbildung den Antrag auf Zahlung des Ausbildungsbonus

bei der Agentur für Arbeit stellen.

Wie hoch ist der Ausbildungsbonus?

Der Ausbildungsbonus beträgt 4.000,

5.000 oder 6.000 Euro, abhängig von der für

das erste Ausbildungsjahr tariflich vereinbarten

oder ortsüblichen Ausbildungsvergütung.

Für behinderte und schwerbehinderte junge

Menschen erhöht sich der Bonus um 30 Prozent.

Die erste Hälfte des Ausbildungsbonus

wird nach Ablauf der Probezeit und der Rest

nach Anmeldung des Auszubildenden zur

Abschlussprüfung gezahlt.

Wer zahlt den Ausbildungsbonus?

Die Kosten für den Ausbildungsbonus werden

von der Bundesagentur für Arbeit getragen.

Für weitere Informationen zu den Förderungskonditionen

können Arbeitgeber sich mit dem

Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit

Bremen unter 018 01 66 44 66 (Festnetzpreis

3,9 Ct./Min., Mobilfunkpreise abweichend) in

Verbindung setzen.

30 Handwerk in Bremen 9/2008


Unternehmerkredit

Service & Betrieb

STARKE NACHFRAGE BEI BUK-PLUS

Die Bremer Bürgschaftsbank blickt auf ein erfolgreiches 2007.

Geschäftsführerin Sabine Brenn spricht von einem beachtlichen

Anteil der Handwerksbetriebe beim Bremer Unternehmerkredit.

Als Risikopartner an der Seite kleiner und

mittlerer Unternehmen verfolgt die Bürgschaftsbank

als Förderinstitution der bremischen

Wirtschaft das primäre Ziel, den Bremer

Mittelstand bei der Umsetzung von Finanzierungsvorhaben

zu unterstützen und zwar

immer dann, wenn keine ausreichenden

Sicherheiten zur Verfügung stehen. An fehlenden

Sicherheiten muss eine Finanzierung nicht

scheitern, denn es gibt die Bürgschaftsbank

Bremen GmbH, die tragfähige Vorhaben durch

die Übernahme von Ausfallbürgschaften oder

Beteiligungsgarantien begleiten kann.

Die Bürgschaftsbank kann auch in 2007

auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die

positive Geschäftsentwicklung der Bank wurde

beeinflusst durch die Aufnahme des neuen Geschäftsfeldes

„Übernahme von Beteiligungsgarantien“

zur Verbesserung der Eigenkapitalbasis

in kleinen und mittleren Unternehmen

des Landes Bremen. Auch bremische Handwerksbetriebe

haben hiervon mit einem Anteil

von mehr als 27 Prozent am Neugeschäft profitiert.

Eine weitere Belebung des Geschäftes hat

die Modifizierung des gemeinsam mit der Bremer

Aufbau-Bank GmbH entwickelten Programms

Enthaftung des Bremer Unternehmerkredites

(BUK Plus) ergeben. Hierbei handelt

es sich um ein schlankes Antrags- und

Genehmigungsverfahren für das kleinvolumige

Kreditgeschäft. Es können Kredite für Investitionen

bis 100.000 und Betriebsmittel bis

50.000 Euro verbürgt werden. Der BUK Plus

besticht durch die einfache Beantragung über

die jeweilige Hausbank direkt bei der Bremer

Aufbau-Bank. Bei dieser Programmvariante

entfielen 23 Prozent der Neubewilligungen

auf das Handwerk.

Der Bremer Unternehmerkredit ist eine

durch die Bremer Aufbau-Bank zinssubventionierte

Kreditvariante der KfW. Durch das risikoadjustierte

Preissystem der KfW wird im

Falle einer Verbürgung eine deutliche Verbesserung

der Zinskonditionen erreicht, so dass

die Kosten der Bürgschaftsbank nahezu kompensiert

werden. Also mehr Sicherheit für die

Hausbanken und nahezu keine zusätzlichen

Kosten für den Kreditnehmer.

Ingesamt wurden in 2007 gegenüber dem

Vorjahr 28 Prozent mehr Handwerksbetriebe

Handwerk in Bremen 9/2008

Sabine

Brenn,

Geschäftsführerin

der

Bürgschaftsbank

Bremen

GmbH,

ist mit dem

Jahresergebnis

2007

zufrieden.

gefördert, das Kredit-/Beteiligungsvolumen

hat sich erfreulicherweise sogar verdoppelt.

Dieses Ergebnis ist schon beachtlich, so Sabine

Brenn, Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank

Bremen GmbH.

Starthilfe für Existenzgründer:

Jetzt die Zuschüsse für

Ausbildungsplätze nutzen

Im kommenden Jahr feiert eines der bundesweit

ältesten und erfolgreichsten Förderprogramme

für Existenzgründer das 25-jährige

Bestehen: der Starthilfefonds. Mit seiner Hilfe

sind in Bremen allein in den vergangenen

fünf Jahren mehr als 180 neue Unternehmen

mit insgesamt rund 400 Arbeitsplätzen entstanden.

Der Starthilfefonds wird durch die

Wirtschaftsförderer der BIG Bremen im Auftrag

der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit,

Jugend und Soziales betreut. Das Förderprogramm

bietet unkomplizierte und zinsgünstige

Finanzierungen für Gründerinnen

und Gründer, insbesondere für Arbeitslose,

Frauen und Migranten, sowie für Unternehmensnachfolgen.

BUK: 250 Millionen Euro

Der Bremer Unternehmerkredit (BUK)

bekommt für die Wirtschaftsförderung eine

immer wichtigere Bedeutung. Im ersten Quartal

dieses Jahres konnte die Bremer Aufbau-

Bank die Kreditvergabe gegenüber dem Vorjahr

deutlich steigern. Ingesamt wurden bis

Ende März 81 Anträge im Gesamtvolumen

von rund 31 Millionen Euro zugesagt (1.

Quartal 2007: 68 Anträge mit rund 25 Millionen

Euro). Seit Programmstart im Oktober

2005 wurden mehr als 800 Anträge mit

einem Gesamtvolumen von über 250 Millionen

Euro bewilligt. Über den seit Sommer

2007 angebotenen „BUK Plus" sind außerdem

24 Firmen mit Darlehen von insgesamt

über 900.000 Euro unterstützt worden. Diese

Mittel kommen der Bremer Wirtschaft zu

Gute: Mit der Kreditgewährung durch die Bremer

Aufbau-Bank konnten seit Oktober 2005

über 1.000 Arbeitsplätze geschaffen und fast

18.000 im Land Bremen gesichert werden.

Auch Gründer und Nachfolger profitieren:

Insgesamt sind bislang 213 Neugründungen

und Übernahmen über den Bremer Unternehmerkredit

finanziert worden.

Mehr: www.bremer-unternehmerkredit.de

„Wir wollen mit unseren Fördermöglichkeiten

Kleingründungen mit einem günstigen

Darlehen unterstützen, so dass sie den Aufbau

einer selbstständigen Existenz leichter

erreichen können“, sagt Katja Meissner von

der BIG. Mit Hilfe des Bremer B.E.G.I.N.-Netzwerks,

in das der Starhilfefonds eingebunden

ist, werden Gründer zudem von der Konzept -

erstellung bis zur Finanzierung umfassend

und qualifiziert betreut.

Alle aus dem Starthilfefonds geförderten

Gründer und Unternehmen können zum

Beginn des neuen Ausbildungsjahres am

1. August weitere Fördermöglichkeiten nutzen.

Für jeden eingerichteten Ausbildungsplatz

sind Zuschüsse von bis zu 5.000 Euro möglich.

Mehr im Internet unter:

www.big-bremen.de/de/foerderprogramme

31


Service & Betrieb

Vermischtes

ZUM THEMA BETON

Die Instandsetzung von Betonbauwerken

war Thema einer Veranstaltung in der

Bremer Materialprüfungsanstalt.

Die Wirkungsweise von Hydrostrukturharzen an Betonwänden wurde anhand einer eigens

konstruierten Versuchsanordnung gezeigt und von einem Radio Bremen-Team verfolgt.

Die Landesgütegemeinschaft Instandsetzung

von Betonbauwerken hatte gemeinsam

mit der Amtlichen Materialprüfungsanstalt

Bremen (MPA) zu einer Informationsveranstaltung

über Betoninstandsetzung eingeladen.

Die mit rund 60 Besuchern bis auf den

sprichwörtlich letzten Platz gut besuchte Veranstaltung,

fand im Haus der MPA statt.

Den Einstieg ins Thema vollzog Dipl.-Ing.

Sylvia von Söhnen, die einen aufmerksam verfolgten

Vortrag über die Instandsetzung der

Carl-Carstens-Brücke in Bremen hielt. Die Brückensanierung,

eine Betoninstandsetzungsmaßnahme,

zieht sich über viele Monate hin.

Anschließend referierte Dr. Jan Küver von

der MPA über den Schimmelbefall von Innenräumen

und die mikrobielle Schädigung von

Baustoffen. Dr. Küver gelang es, dieses hochemotionale

Thema auf eine sachliche Basis zu

stellen, wobei er die oft geäußerten aber übertriebenen

Befürchtungen von gesundheitlichen

Schäden durch Schimmelbefall zerstreuen

konnte.

Der Nachmittag war dem Thema „Nachträgliche

Abdichtung von wasserdurchlässige

Betonkonstruktionen“ gewidmet. Dazu referierte

zunächst Dipl.-Ing. Holger Graeve, wobei

er der innovativen Anwendung von Hydrostrukturharzen

breiten Raum schenkte. In einer

praktischen Demonstration wurde darauf die

Wirkung von Schnellschäumen vorgestellt.

Dazu war in der MPA eine selbst erdachte Versuchsanordnung

aufgebaut, die im hinteren

Bereich verschalt und mit Sand verfüllt war.

Durch vorbereitete Bohrlöcher wurde hinter

das Mauerwerk das Mittel injiziert. Danach

wurden Schalung und Sand entfernt, so dass

der Zuschauer die Wirkungsweise des Mittels

in Augenschein nehmen konnte. Diese eigens

für die Veranstaltung ausgedachte Versuchsanordnung

fand auch das Interesse der

Medien. So war Radio Bremen mit einem

Kamerateam vertreten.

Kündigung wegen

Umsatzrückgang

Geben in einem Betrieb externe Faktoren,

zum Beispiel Umsatzrückgang, Anlass zu

innerbetrieblichen Maßnahmen und haben

diese als Folge Auswirkungen auf den

Beschäftigungsbedarf, kann das eine Kündigung

aus betrieblichen Erfordernissen

rechtfertigen.

Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm im

Fall eines Zahntechnikers in einem Dentallabor

entschieden, dem nach Umsatzeinbußen

von cirka 25 Prozent und dem Beschluss,

den Betriebsbereich „Modellguss“ zu schließen,

aufgrund betrieblicher Gründe gekündigt

worden war.

In seiner Begründung verweist das Gericht

darauf, dass sich dringende betriebliche

Erfordernisse für eine Kündigung aus außerund

innerbetrieblichen Gründen ergeben

können, wobei externe Umstände innerbetriebliche

Maßnahmen zur Folge haben

könnten. Dies sei der Fall, wenn der Arbeitgeber

mit Rücksicht auf eine rückläufige

Marktsituation die Entscheidung treffe,

Arbeiten umzuorganisieren oder auszulagern,

sofern dadurch das Beschäftigungsbedürfnis

für einzelne Arbeitnehmer entfalle.

Es handele sich vorliegend um eine aus

Kostendeckungsgesichtspunkten nachvollziehbare

Unternehmerentscheidung, die

zum Wegfall des Beschäftigungsbedarfs des

Arbeitnehmers geführt habe.

Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm vom

19. April 2006; Az.: 13 Sa 2171/05.

32 Handwerk in Bremen 9/2008


Aus den Betrieben

Namen & Notizen

50 JAHRE „IN ALLER MUNDE“

Gischkowski Zahntechnik feiert das 50-jährige Jubiläum. Das

Labor in der Bremer Neustadt setzt auf Qualität und ist so nicht

nur sprichwörtlich „in aller Munde“.

50 Jahre besteht das zahntechnische Labor

Gischkowski am 2. September 2008 an seinem

Standort in der Neustadt und zählt damit

zu den traditionsreichsten Dentallabors in der

Hansestadt. Hochwertiger Zahnersatz, Präzision

im handwerklichen Können, Zuverlässigkeit

und Schnelligkeit haben seit fünf Jahrzehnten

in Bremen und umzu buchstäblich

dafür gesorgt, dass der Name Gischkowski als

Qualitätsmerkmal fast „in aller Munde“ ist.

Als 1958 Heinz-Dieter Gischkowski mit

einem Bunsenbrenner und einem Handschleifgerät

in einem Souterrain-Raum sein „Zahntechnisches

Laboratorium“ gründete, war nicht

abzusehen, welch rasante Entwicklung Zahnmedizin

und Zahntechnik in den einem halben

Jahrhundert nehmen würden. Heute präsentiert

sich die Gischkowski Zahntechnik

GmbH, in zweiter Generation nach wie vor

inhabergeführt, als fortschrittliches High-Tech-

Labor, das handwerkliche Spitzenleistungen -

made in Bremen - abliefert und garantiert.

Neben den klassischen zahntechnischen

Leistungen wird der Betrieb auch höheren

Ansprüchen wie der Implantatversorgung und

Vollkeramik gerecht. Die drei Zahntechnikermeister

Dieter, Uwe und Carsten Gischkowski

sowie ihre hochqualifizierten Mitarbeiter

stellen sich durch ständige Fortbildung den

komplexen und differenzierter gewordenen

Anforderungen an zeitgemäßen Zahnersatz,

beteiligen sich gemeinsam mit der Industrie

an Forschung und Entwicklung. Hervorragende,

innovative Zahnärzte aus Bremen und

Umgebung bis hin ins Ausland – zum Teil auch

bereits in zweiter Generation – schwören auf

die gewachsene Zusammenarbeit mit Gischkowski

Zahntechnik GmbH. Sie haben erkannt,

dass der erfolgreiche Zahnarzt einen zuverlässigen,

kompetenten Labor-Partner benötigt,

um die bestmögliche Versorgung seiner

Patienten mit hochwertigem, ästhetischen und

funktionalen Zahnersatz aus Deutschland zu

gewährleisten.

„Wir lieben Zähne“ lautet der Gischkowski-Slogan

und steht für Zahntechnik aus Leidenschaft.

Durch Messeauftritte wie auf der

HanseLife in Bremen, durch intensive Kooperation

mit Krankenkassen, durch Öffentlichkeitskampagnen,

Laboreinladungen, die Mitgliedschaft

im Verein „Qualität made in Bre-

Handwerk in Bremen 9/2008

men“ und durch eine patientengerechte Internetpräsenz

hat Gischkowski das Bedürfnis

nach Transparenz im Zahngesundheitswesen

erkannt und knüpft so erfolgreich den direkten

Kontakt zum Endverbraucher.

Gischkowski Zahntechnik ist seit 2003 zertifiziert

nach DIN EN ISO 13488 sowie DIN

EN ISO 9002 und seit dem Jahr 2000 Mitglied

im Unternehmensverbund CompeDent,

dem bundesweit 27 inhabergeführte Meisterlabore

mit rund 1.000 hochqualifizierten

Zahntechnikern angehören. Gischkowski Zahntechnik

ist Lehr- und Ausbildungsbetrieb und

hat in den 50 Jahren seines Bestehens rund

100 Zahntechniker hervorgebracht. Probleme

in der Unternehmensnachfolge sind bei Gischkowski

nicht absehbar: Die dritte Generation

ist bereits erfolgreich gestartet.

Martin Jackwitz (LKR Recyclate), Ali El-Arab

(L&P Lacktechnik GmbH) und Ingo Schriefer

(Torf- und Humuswerk Gnarrenburg) sind

Bremens beste Staplerfahrer. Beim Willenbrock

StaplerCup 2008 setzten sie sich gegen

150 Fahrer, darunter eine Fahrerin, durch

und qualifizierten sich für das Finale des

Linde StaplerCups in Aschaffenburg. Die Erlöse

des Bremer Wettbewerbs spendet Willenbrock

Fördertechnik zugunsten des Kinderhospizes

Löwenherz in Syke.

Mehr unter: www.staplercup.com.

NIEDERSACHSENS JUNIOREN

WÄHLTEN NEUEN VORSTAND

Der Landesverband der Junioren des Handwerks

Niedersachsen e. V. hat einen neuen

Vorsitzenden. Die Mitgliederversammlung

wählte kürzlich in Bispingen den Gas- und

Wasserinstallateurmeister Cay Bolze aus

Hambühren bei Celle zum neuen Vorsitzenden

des Landesverbandes. Cay Bolze löst

damit Reinhard Böker ab, der dieses Amt

seit dem Jahr 2000 inne hatte und für sein

langjähriges Engagement mit der goldenen

Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet

wurde.

In einem ersten Statement zeigte der neue

Landesvorsitzende Cay Bolze seine wichtigsten

Ziele und Maßnahmen für den Landesverband

auf. An erster Stelle stehe für ihn

die intensive Einbindung aller Juniorenkreise

und –junghandwerke in die Arbeit des

Landesverbandes und damit verbunden in

eine verstärkte Nachwuchsarbeit. Er könne

sich bei diesem wichtigen Thema auch vorstellen,

völlig neue Wege zu gehen, um den

Gedanken und die Idee einer handwerklichen

Nachwuchsorganisation zu stärken.

33


Namen & Notizen

Geburtstage • Jubiläen • Gedenken

Glückwunsch zum Geburtstag

Am 1. September

Dieter Smieja, Geschäftsführer Baugewerbeverband

Am 2. September

Hermann Josef Seppel, Obermeister der

Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik

Niedersachsen-West

Am 5. September

Rainer Schnaars, Vizepräses der Handwerkskammer

Bremen

Am 6. September

Egon Piel, Arbeitnehmervertreter in der Vollversammlung

der Handwerkskammer

Manfred Woltmann, Ehrenobermeister der

Innung des Kraftfahzeugtechnikerhandwerks

Bremen

Am 7. September

Norbert Rotschies, ehem. Mitglied der Voll -

versammlung der Handwerkskammer

Am 9. September

Lutz Howald, Ehrenobermeister der Dach -

decker-Innung Bremen

Am 14. September

Hans-Jürgen Ohse, Ehrenobermeister der

Elektro-Innung Bremen

Am 19. September

Heinz-Jürgen Meister, ehem. Mitarbeiter der

Handwerkskammer

Am 23. September

Otto Thein, Obermeister der Innung des Musikinstrumentenmacherhandwerks

Bremen

Am 25. September

Ewald Langbein, Ehrenobermeister der Malerund

Lackierer-Innung Bremen

Am 27. September

Eduard Gehr, Ehrenobermeister der Innung des

Tischlerhandwerks Bremerhaven-Wesermünde

Am 29. September

Werner Meyer, ehem. Mitarbeiter der Handwerkskammer

Bremen Mahndorf

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Glückwunsch zum Jubiläum

100 Jahre

Am 1. September

Paul Märcker Inh. Gaby Märcker,

Bremerhaven

75 Jahre

Am 17. September

Helmut Kindervater GmbH & Co. KG, Bremen

50 Jahre

Am 1. September

Johannes Dick, Geigenbauermeister, Bremen

G. Herrmann Natursteinbetrieb, Bremerhaven

Am 2. September

Gischkowski Zahntechnik GmbH, Bremen

Am 20. September

Dieter Schelm Sanitär- und Heizungstechnik

e.K. Inh. Stephan Engel, Bremerhaven

25 Jahre

Am 19. August

Manitzky Heizungs- und Sanitärbetrieb GmbH

& Co. KG, Bremerhaven

Am 1. September

Dorothea Lucht, Kosmetikergewerbe, Bremen

Am 15. September

Nüvit Kellner, Änderungsschneidergewerbe,

Bremen

Am 27. September

Kettenburg Dachdeckungs- und Altbausanierungs

GmbH, Bremen

Am 30. September

Muntebau GmbH, Bremen

Gerhard Kuhn †

Gerhard Kuhn, bis zu seiner Pensionierung

1991 Leiter der Finanzen der Handwerkskammer

Bremen, starb am 15. Juli im 82.

Lebensjahr in Bremen.

Christian Lausch

begeht 40-jähriges Jubiäum

Am 4. September ist Christian Lausch auf

den Tag genau 40 Jahre bei der Axel Jülicher

GmbH in Bremen tätig. Der Elektromaschinenbaumeister

(Foto unten) feiert sein

Arbeitsjubiläum zusammen mit Kollegen

und der Geschäftsleitung.

big mit neuer Führung

Der Aufsichtsrat der Bremer Investitionsgesellschaft

(big) hat zwei neue Geschäftsführer

bestellt. Für Ulrich Keller, der nach Auslaufen

seines Vertrages die big verlassen hat,

werden der Geschäftsführer der Hanseatischen

Veranstaltungsgesellschaft HVG,

Michael Göbel, und der Geschäftsführer von

Bremen Marketing, Dr. Klaus Sondergeld, in

die Geschäftsführung der big berufen.

Bremens Wirtschaftssenator Ralf Nagel

bedankte sich bei Ulrich Keller. „Der heutige

Tag markiert eine Zäsur in der Bremer

Wirtschaftsförderung. Ulrich Keller hat die

big ein Jahrzehnt in bemerkenswerter Weise

mit wirtschaftlichem Sachverstand und

hoher Steuerungskompetenz geführt. Die

big hat in dieser Zeit ihren zentralen Beitrag

zum Strukturwandel in Bremen und Bremerhaven

geleistet.“

Nachfolge im ZDB-Bereich

Unternehmensentwicklung

Diplom-Ingenieur Michael Heide (46) übernahm

die Geschäftsführung des Geschäftsbereichs

Unternehmensentwicklung im Zentralverband

des Deutschen Baugewerbes. Er

trat damit die Nachfolge von Diplom-Ingenieur

Hans Sander an, der zu Jahresanfang

in den Ruhestand ging.

34 Handwerk in Bremen 9/2008


Ausbildung

Namen & Notizen

BÜRGERMEISTER BÖHRNSEN AUF „AZUBI-INSPEKTION“

Zusammen mit Bildungssenatorin Renate

Jürgens-Pieper informierte sich Bürgermeister

Jens Böhrnsen vor Ort in Betrieben, die sich

besonders intensiv um ihre Auszubildenden

bemühen. Hier erhalten Altbewerber, junge

Menschen mit Migrationshintergrund und

Hauptschulabsolventen eine Zukunftsperspektive,

so wie es in den Bremer Vereinbarungen

beabsichtigt ist. Zu den vier besuchten

Ausbildungsbetrieben gehören vom Handwerk

das Autohaus Kossmann und die Bäckerei

Ruchel (zum Besuch dort mehr in der nächsten

Ausgabe).

Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper und Bürgermeister Jens Böhrnsen zu Besuch bei

Hans Jörg Kossmann und seinem Auszubildenden Ole Stegmann (oben von links).

Der Obermeister der Kfz-Innung Bremen zeigt zusammen mit Ole Stegmann, was zu den ersten

Schritten der Ausbildung gehört: der typische Blick in den Motorraum (links).

NOCH BESSER

ABGESCHNITTEN

Zweiundfünfzig waren angetreten – siebenundvierzig

kamen durch. Damit haben mehr

als neunzig Prozent der Friseur-Azubis, die die

Gesellenprüfung in Angriff genommen haben,

bestanden. Dieses Traumergebnis nahm die

Friseur-Innung zum Anlass zu einer großen

Freisprechungsfeier in der Vegesacker ‘Strandlust’.

Berufsschullehrer Strohmeier, Vorsitzender

der Gesellenprüfungskommission, freute

sich über die gute gestalterische Kreativität

der Absolventen. Obermeisterin Brigitte Seekamp

– die selbst ihre Ausbildung mit vierzehn

begonnen hat – hob hervor, dass die

neuen Gesellen jetzt ins richtige Berufsleben

starten und motivierte: „Ich weiß, dass drei

Waschen, schneiden, föhnen, aufwickeln, aufsteigen – die neuen Friseurgesellen erwartet ein

abwechslungsreiches Berufsfeld. Mit Auszeichnung bestanden: Corinna Heidmann, Franziska

Kämmer und Jennifer Kaiser.

Jahre Ausbildung lang sein können.

Aber ich bin jetzt neununddreißig

Jahre selbstständig und habe noch

keinen Tag davon bereut.“

Im Namen der neuen Gesellen

dankte Annika Herbold den Lehrmeistern,

der Berufsschule und den Überbetrieblichen

Unterweisungen, der

Prüfungskommission und den Eltern

für die geleistete Unterstützung und

Marion Seevers, Referentin für Arbeit

und Bildung, überbrachte die Glückwünsche

der Senatorin für Bildung.

„Jeder Kunde muss künftig wissen,

dass sie topp sind und beraten können“,

gab sie den Gesellen mit auf den

Weg und appellierte an sie jetzt mit

der bestandenen Gesellenprüfung

keinen Schlusspunkt bei der beruflichen

Entwicklung zu machen. „Beißen

Sie sich weiter durch und tun sie

etwas für ihr Einkommen und dass sie

beruflich fit bleiben. Stehen Sie mit

ihrem Können für Qualität und haben

sie auch die Ausdauer für die Meisterprüfung“,

sagte sie.

Handwerk in Bremen 9/2008

35


Namen & Notizen

Vermischtes

ALLES NEU

BEI KNIGGE

Mit zwei Tischen und sechs Stühlen begann

1889 die Geschichte der Konditorei Knigge in

der Sögestraße. Seitdem hat das Haus viel

erlebt. Die erste Vergrößerung fand nach sechs

Jahren statt, durch die Neuerrichtung des Hauses

aufgrund der Verbreiterung der Sögestraße.

Das Ansehen und die Größe des Betriebs

wuchsen. Im Oktober 1944 wurde das Haus

durch Bomben völlig zerstört und 1950 neu

errichtet. Kleinere Renovierungen geschahen

in den folgenden Jahrzehnten, so die Eröffnung

des Emporen- wie auch des Straßencafés

1970, als die Sögestraße zur Fußgängerzone

wurde.

Die umfassendste Erneuerung erfuhr das

Traditionscafé jetzt. Die vierte Generation der

Geschäftsführung, Harald und Andreas Knigge,

ist stolz auf das Ergebnis, das sich sehen

lassen kann. Durch Schiebeelemente ist nun

eine komplette Öffnung des Ladenbereichs

nach draußen möglich, die Fenster im oberen

Bereich reichen weit nach unten und lassen

sich versenken. Die neue Inneneinrichtung

samt Tresenanlage wirkt freundlich, elegant

und modern. Geblieben ist das hervorragende

Angebot feiner Torten- und Pralinenkunst.

Und auch ein Mittagstisch sowie Snacks „auf

die Hand“ gehören zum reichhaltigen Angebot

der Konditorei Knigge.

Die Gäste, die zur Neueröffnung kamen,

zeigten sich begeistert. Zur Feierlichkeit schnitten

die beiden Geschäftsführer eine mehrstöckige

Torte an, deren Stücke zum Sonderpreis

verkauft wurden. Der Erlös von rund 700 Euro

kam der Professor-Hess-Kinderklinik zugute.

Ein weiterer Grund zum Feiern bot sich der

Konditorei Knigge am 1. August an. Da konnte

Ernst Barthel sein 40-jähriges Jubiläum in

Diensten der Konditorei feiern. Seit 1984 leitet

er die Backstube und ist seit 1987 zudem

Meister und für die Ausbildung der Lehrlinge

im Betrieb verantwortlich.

Andreas, Sabine Knigge und Harald Knigge (von links) in ihrem neu gestalteten Café.

(Text und Foto: Stefan Schiebe)

TISCHLER-SENIOREN IN STADE

28 Tischler waren der Einladung der Tischler-Innung

Bremen zu einer Seniorenfahrt nach

Stade gefolgt. Erstes Ziel der Tagestour war

das 1983 gegründete Technik- und Verkehrsmuseum.

Dort wird eindrucksvoll der durch

Technik bewirkte Wandel in den Lebens- und

Arbeitsverhältnissen der Menschen der Stader

Region zwischen etwa 1850 und heute dargestellt.

Die Führung durch die 3.000 Quadratmeter

Hallenfläche gestaltete sich bei rund 5.000

Exponaten kurzweilig und interessant. Neben

Oldtimern, Feuerwehrgeräten und Löschfahrzeugen,

Dampfwalzen und -maschinen finden

sich ganze Ausstattungen alter Handwerksbetriebe.

Zu sehen sind Ausstellungsgegenstände

einer Schmiede, einer Schusterei und auch

einer Tischlerei. So kann die technische Entwicklung

des Handwerks und des Gewerbes

in den vergangenen 150 Jahren gut nachvollzogen

werden. Die Präsentation einer funktionsfähigen,

noch im Bleisatzverfahren arbeitenden

Druckerei rundete den Besuch im

Museum ab.

Nach diesen beeindruckenden Ereignissen

stärkten sich die Teilnehmer im Hotel „Zur Einkehr“.

Danach fuhr der Bus zum Hafen, wo die

Gruppe vom Kapitän der „Aurora“ zur Fleetkahnfahrt

abgeholt wurde. Bei herrlichem Sonnenschein

war die Fahrt auf dem Burggraben

ein Genuss. Der Verein „Alter Hafen“ betreibt

die Fahrten mit einem Spreewaldkahn ehrenamtlich.

Der Erlös kommt dem Museums-Küstenmotorschiff

„Greundiek“ zugute, um es in

Fahrt zu halten.

Mit vielen neuen Eindrücken und der

Erkenntnis, dass sich eine Fahrt nach Stade

lohnt, wurde die Heimfahrt angetreten.

36 Handwerk in Bremen 9/2008


Titel

Namen & Notizen

TROTZ AUSZEIT DIE PRÜFUNG MIT „GUT“ BESTANDEN

Nach einem schweren Unfall vor einem Jahr hatte der 20-jährige Timo Schröder nur noch wenig Zeit,

sich auf seine Gesellenprüfung als Kfz-Mechatroniker vorzubereiten. Dennoch gelang es ihm, die

Prüfung mit der Note „2“ zu bestehen. Jetzt steht das Fachabitur an.

Für Timo Schröder änderte sich das Leben

am 27. Juli vor einem Jahr auf einen Schlag.

Da fuhr er mit seinem Motorrad auf einen

plötzlich stehen gebliebenen Pkw auf, dessen

Fahrerin ihm die Vorfahrt genommen hatte.

Timo Schröders Verletzungen waren so schwer,

dass er die folgenden neun Monate im Rollstuhl

und in der Reha verbringen musste. „Erst

einige Wochen vor meiner Gesellenprüfung

konnte ich für einige Stunden am Tag wieder

arbeiten“, erzählt der 20-jährige. Das wurde

für den Kfz-Azubi äußerst knapp. „Nur mit

einer Ausnahmegenehmigung der Kammer

erhielt ich meine Zulassung zur Gesellenprüfung

als Kfz-Mechatroniker“, erzählt er.

In der kurzen Zeit bis zum Lehrabschluss

„schaffte ich mir dann theoretisch alle Kenntnisse

rein“, berichtet Schröder. Und das gelang

ihm so gut, dass er als einer von zwei der sechs

Prüflinge mit der Note „2“ das beste Ergebniss

schaffte. „Über meinen Gesellenbrief mit

Urkunde war ich richtig glücklich, auch wenn

ich nun nicht mehr in meinem erlernten Beruf

arbeiten kann.“ Denn aufgrund seiner Verletzungen

ist Timo Schröder stark eingeschränkt:

„Maximal fünf Stunden täglich sind drin, mehr

aber nicht. Und als ‘Schrauber’ geht gar nichts

mehr.“ Auch das Motorradfahren gehört der

Vergangenheit an. Die sieben Brüche im Bein

und der Hüfte, zusammengehalten von einem

Nagel und vier Platten, machen es Timo Schröder

nicht einmal möglich, auf die schrottreife

Maschine aufzusteigen.

Glück im Unglück und ein Zufall wie er nur

selten eintrifft: Exakt bei dem Lkw-Fahrer, der

ihn nach dem Unfall als Ersthelfer versorgte,

hat Schröder übergangsweise einen Job gefunden.

Übergangsweise, weil der Kfz-Mechatroniker

neue Ziele ansteuert. „Da es mit der

‘Schrauberei‘ nicht mehr geht, will ich jetzt die

Fach-Oberschule besuchen und mein Fach-

Abi machen, vielleicht klappt es danach sogar

noch mit einem Studium.“ Den ersten Schritt

dazu macht Timo Schröder in diesen Tagen.

Seit kurzem besucht er die Fach-Oberschule

im Technischen Bildungszentrum (TBZ) in Bremen.

„Mein Gesellenbrief ist dafür die beste

Grundlage“, sagt er.

Dass es mit dem

Motorradfahren nicht

mehr klappt, bedauert

Timo Schröder. Aber

dass er aus dem Rollstuhl

wieder aussteigen

durfte, freut den

Kfz-Mechatroniker

über alle Maßen.

Wie Timo Schröder haben bundesweit zigtausend

Azubis ihre Lehrzeit beendet. Zumeist

steht im Anschluss daran die Übernahme in

den Beruf beim ehemaligen Ausbildungsbetrieb

oder einem anderen Unternehmen. Für

viele junge Menschen ist eine handwerkliche

Ausbildung aber auch das Sprungbrett zur

weiteren Qualifizierung. Was bei Schröder

aus der Notwendigkeit heraus geschah,

gehört bei anderen zur freien Entscheidung

ihrer Lebensplanung. Immer aber gilt, dass

die handwerkliche Ausbildung für den weiteren

Berufsweg eine hervorragende Grundlage

darstellt und dass die Qualifizierung mit

vielerlei Einschränkungen versehen ist. Während

die Einen schon gutes Geld verdienen,

müssen die Anderen noch einige weitere

Jahre warten, bis es so weit ist.

collection synchro-linea

kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt,

ist bleibend. (J.W.v. Goethe)

Ansehen und probesitzen in unseren

über 1.000 qm Ausstellungsräumen

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Handwerk in Bremen 9/2008

37


Namen & Notizen

Vermischtes

DIE TOP-GRÜNDER

IM HANDWERK 2008

INTER MIT GUTEM JAHRESERGEBNIS

Sie dürfen sich „Top-Gründer im Handwerk

2008“ nennen. Mit insgesamt 30.000 Euro

zeichnete das „handwerk magazin“ Gründer

und Nachfolger aus. Die „Top-Gründer im

Handwerk 2008“:

Mario Münch mit seinem Unternehmen

Elektrotechnik Münch in Weißenbrunn

erhält den ersten Preis und ein Preisgeld von

10.000 Euro. Das Erneuerbare-Energien-

Gesetz und die Förderung für Fotovoltaikanlagen

bedeutete den Startschuss für sein

Unternehmen, das heute einen Umsatz von

7,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

Den zweiten Preis mit 7.000 Euro bekommt

Oliver Enderlein mit seiner Dacapo Holzbau

GmbH. Er hat einen Online-Konfigurator für

Carports entwickelt. Interessenten können

sich auf seiner Homepage ihren Fahrzeugunterstand

individuell zusammenstellen

und bekommen innerhalb von zwei Minuten

ein Angebot per E-Mail zugeschickt.

Den dritten Platz mit 5.000 Euro belegt

Martin Veit von Gebäudetechnik Veit in

Waldkirchen. Der Unternehmer verbindet

Gebäudetechnik mit dem Internet und hilft

Kunden mit einem größeren Immobilien -

bestand, Energie zu sparen.

Dirk Ludwig von der Metzgerei Ludwig in

Schlüchtern erhält den Sonderpreis Nachfolge

mit 3.000 Euro. Seit der Übernahme

des Unternehmens von seinen Eltern spricht

Ludwig mit neuen Produkten spezielle Zielgruppen

an und nutzt ein neues Vermarktungskonzept.

Der Wettbewerb „Top-Gründer im Handwerk“

wurde zum zehnten Mal verliehen.

Sponsoren sind die Adolf Würth GmbH &

Co. KG und die Signal Iduna Gruppe.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher und politischer

Rahmenbedingungen hat die Inter Versicherungsgruppe

2007 ein solides Geschäftsergebnis

erreicht. Die Bilanzsumme der Gruppe

stieg um 169,6 Millionen auf 6.953,6 Millionen

Euro an. Der Mittelzufluss aus Beiträgen

und Spargeldeingang stieg um 4,3 Prozent auf

990,4 Millionen Euro und war damit stärker als

der Marktdurchschnitt. Die Kapitalanlagen

erhöhten sich um 5,1 Prozent auf 4.365,3 Millionen

Euro. Das Kapitalanlageergebnis legte um

16,2 Millionen auf 175,5 Millionen Euro zu.

Auch für 2008 erwartet die Inter ein Beitrags -

plus auf Branchenniveau.

In der Krankheitskostenvollversicherung

konnten über 11.000 versicherte Personen hinzugewonnen

werden. Der Gesamtbestand der

Inter Kranken betrug (Ende 2007) 385.273

natürliche Personen. Die Anzahl der selbständigen

Teilversicherungen stieg netto um 4.385

Kunden (4,1%) an. Einen spürbaren Anteil am

Wachstum der sonstigen selbständigen Teilversicherungen

hatten erneut die Kooperationen

mit einer Reihe von Innungs- und Betriebskrankenkassen.

Die gebuchten Bruttobeiträge legten

um 16,1 Millionen auf 632,3 Millionen

Euro zu (+2,6%). Der Kapitalanlagebestand

stieg im Geschäftsjahr 2007 um 8,6 Prozent

auf 2.917,0 Millionen Euro. Das Kapitalanlageergebnis

betrug 117,6 Millionen Euro, die Nettoverzinsung

lag bei 4,2 Prozent. Vom Roh -

überschuss (53,0 Mio. Euro) wurden 48 Millionen

Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung

zugeführt. Mit einer Eigenkapitalquote

von 22,5 Prozent ist die Inter Kranken gut

positioniert und steht auf einem finanziell so -

liden Fundament. Die erfolgsabhängige Bei-

tragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit liegt

mit bis zu sechs maßgeblichen Monatsbeiträgen

deutlich über dem Marktdurchschnitt. Hiervon

profitieren die Mitglieder der Inter Krankenversicherung

auch in 2007.

Die Inter Leben erzielte beim Neuzugang ein

Plus von 5,2 Prozent. Dem standen planmäßige

Abläufe gegenüber, so dass der Versicherungsbestand

nach Versicherungssumme nur

leicht um 0,6 Prozent auf 4.726,5 Millionen

Euro anstieg. Die gebuchten Bruttobeiträge

gingen um 1,4 Prozent auf 112,7 Millionen

Euro zurück. Der Kapitalanlagebestand der

Inter Leben belief sich im Geschäftsjahr 2007

auf 1.202,3 Millionen Euro. Das Kapitalanlageergebnis

betrug 47,9 Millionen Euro, die Nettoverzinsung

lag bei 3,93 Prozent. Der Gesamtüberschuss

konnte deutlich von 10,3 Millionen

auf 11,6 Millionen Euro gesteigert werden. Aufgrund

der vergleichsweise hohen Eigenkapitalquote

wurde der Gesamtüberschuss vollständig

zugunsten der Mitglieder in die Rückstellung

für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung

eingestellt.

Beim Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherer

der Gruppe, der Inter Allgemeine, nahmen

die Beiträge um 5,3 Prozent auf 39,9 Millionen

Euro zu. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich

um 4,6 Prozent auf 241.210 Stück. Der Jahresüberschuss

verbesserte sich von 1,0 Millionen

auf 2,8 Millionen Euro.

Mit einer neuen Gruppenstruktur will die

Inter ihre Marktposition verbessern. Dabei soll

die bisher gleichgestellte Inter Leben aG als

Aktiengesellschaft der als Versicherungsverein

auf Gegenseitigkeit geführten Inter Krankenversicherung

untergeordnet werden.

NEUES AUS DEM HandWERK

Die Kfz-Zeitschrift ASP Auto Service

Praxis stellt regelmäßig eine „Meisterschule

des Monats“ vor. Neben der

Beschreibung der Ausbildungsstätte

sind weitere Angaben zur vorhandenen

technischen Ausstattung sowie

zum Kursangebot aufgeführt. Im Juli

wählte Auto Service Praxis das Kompetenzzentrum

HandWERK zur Meist -

erschule des Monats.

Die IKK Nord präsentierte sich sowie

ihre Angebote und Leistungen an

zwei Tagen im Foyer des HandWERKS.

Gute Gelegenheit für Auszubildende,

Meisterschüler und andere Kursteilnehmer,

sich über die IKK im direkten

Kontakt zu informieren. Auf dem Foto

links haben sich Günter Jürgensen

und Maria Busch von der IKK Nord

mit Peter Brandt vom HandWERK für

HANDWERK IN BREMEN ablichten lassen.

Nach der ferienbedingten ruhigeren

Sommerzeit geht es im HandWERK

mit voller Kraft weiter. Die Kursangebote

sind in der Rubrik Tipps & Termine

zu finden.

38 Handwerk in Bremen 9/2008


HandWERK

Namen & Notizen

MEHR SICHERHEIT MIT SYSTEM

swb HÄLT DEN ERDGASPREIS

ÜBER DIE HEIZPERIODE STABIL

Die Sicherstellung der Arbeitssicherheit

gehört zu den wichtigsten Aufgaben im

Betrieb. Doch stellt die unübersichtliche

Anzahl der Gesetze und Vorschriften für viele

Betriebe eine enorme zeitliche und organisatorische

Herausforderung dar. Da ist es gut,

einen kompetenten Berater an der Seite zu wissen.

Im Kompetenzzentrum HandWERK ist

man darauf spezialisiert, in den kleineren und

mittleren Unternehmen der unterschiedlichen

handwerklichen Gewerke die gesetzlich vorgeschriebenen

Aufgaben für Arbeitssicherheit

und Gesundheitsschutz zu bearbeiten und für

die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen

zu sorgen.

Ziel ist daneben auch ein hoher Wirkungsgrad

der getroffenen Maßnahmen sowie die

Zeit- und Kosteneinsparung bei den betreuten

Betrieben. Zu erreichen ist das durch den

Aufbau und die Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems.

Das HandWERK

bietet dazu seine Hilfe und Unterstützung an.

Mit Erfahrung und Kompetenz werden Handwerksbetriebe

beraten und beim Aufbau sowie

der Aufrechterhaltung eines Arbeitschutzmanagementsystems

unterstützt.

„BusinessLife“ – Treffpunkt

für die Metropolregion

Was bietet die Metropolregion Bremen-Oldenburg

im Nordwesten? Was kann sie leisten? Wie

können Wirtschaft und Politik noch enger

zusammenarbeiten, um die Region zu stärken?

Diese und andere Fragen diskutieren am 16.

und 17. September, im Congress Centrum Bremen

die Teilnehmer der Veranstaltung „BusinessLife

– Forum für direkte, persönliche

Geschäftskontakte in der Metropolregion Bremen-Oldenburg

im Nordwesten“.

Regionale Wirtschaftsförderung und Vernetzung

stehen im Mittelpunkt des Wirtschaftsforums.

Die „Metropolregion Bremen-Oldenburg

im europäischen und globalen Wettbewerb“

steht im Fokus der Podiumsdiskussion des Senators

für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Dr.

Reinhard Loske, mit Wirtschaftsvertretern aus

Bremen, Oldenburg und umzu. Wirtschaftpolitisch

geht es dann weiter, wenn Dr. Heiner Heseler,

Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und

Häfen in Bremen, gemeinsam mit Repräsentanten

erfolgreicher Netzwerke die „Standortvorteile

durch Vernetzung“ bespricht und Fragen

So umfasst das Angebot der Dienstleistungen:

• Bestandsaufnahme zur Arbeitschutzorganisation,

• Unterstützung beim Aufbau der Arbeitsschutzorganisation,

• Ermitteln und Beurteilen von Prozeßrisiken,

• Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen,

• Erstellen von Managementdokumentationen,

• Schulungen und Unterweisungen,

• Vergleichen des Ist-Standes mit den Forderungen

der aktuellen Gesetzgebung, Verordnungen,

Vorschriften, Normen,

• Durchführen von internen Audits zum

Arbeitsschutzmanagement,

• Begleitung bis zur Begutachtung des

Arbeitschutzmanagementsystems,

• Externe sicherheitstechnische Betreuung.

Mehr dazu beim Kompetenzzentrum Hand-

WERK sowie unter www.handwerk.de und bei

Andrea Martínez Larghi,

Telefon (04 21) 30 500 - 470,

E-Mail: martinez.andrea@handwerkbremen.de.

zu den Bedürfnissen der Wirtschaft und den

Anforderungen an die Politik erörtert.

In den zweiten Veranstaltungstag startet BusinessLife

mit einer Podiumsdiskussion zum

Thema „Klimaschutz als Wirtschaftsfaktor“.

Danach erwarten die Teilnehmer verschiedene

Fach- und Branchenworkshops zu unternehmerischen

Themen wie Finanzierungsmöglichkeiten

für Unternehmen, Unternehmensnachfolge,

Energieeffizienz in Unternehmen oder Logistik.

So bietet beispielsweise die Unternehmensberatung

für Logistikprojekte Schuchmann &

Kriegsch einen Workshop zur Instandhaltung

von Logistikanlagen an. Denn Geschäftsführer

Oliver Kriegsch ist überzeugt, „dass trotz des großen

Kostendrucks hohe Verfügbarkeiten der

Anlagen gefordert werden. Damit dies nicht zu

unkalkulierbaren Risiken führt, müssen das Personal,

die Dienstleister und die organisatorischen

Abläufe optimal aufeinander abgestimmt

sein. Weiteres Rationalisierungspotenzial

kann sich aus der Zusammenarbeit in der

Region ergeben. Diese Szenarien wollen wir

gemeinsam erarbeiten.“

Das Forum BusinessLife findet am 16. und 17.

September 2008 im Congress Centrum Bremen

statt. Mehr unter www.businesslife-bremen.de.

„Die ständig steigenden Energiepreise auf

dem Weltmarkt betreffen auch direkt unsere

Kunden in Bremen und Bremerhaven“,

sagt swb-Vertriebsvorstand Torsten Köhne.

„Die Botschaft ist schlecht, aber wir müssen

sie trotzdem überbringen: Wegen des

deutlich gestiegenen Weltmarkt-Ölpreises

ziehen ab 1. September 2008 auch die Erdgaspreise

deutlich an.“ Dazu kommt noch,

dass die Netzentgelte für Privatkunden von

der Bundesnetzagentur um rund 4 Millionen

Euro erhöht wurden. „Diese Belastung

trägt jedoch swb. Das geben wir nicht an

unsere Kunden weiter.“

Prognosen sprechen davon, dass der Erdgaspreis

bis Jahresende um 40 Prozent

steigen soll. „Wir haben eine Art Versicherung

gegen eine solche Entwicklung abgeschlossen“,

so Köhne. swb hält damit den

Erdgaspreis über die gesamte Heizperiode

bis 31. März 2009 stabil. „Das ist eine Absicherung

nach oben. Sollten die Preise unerwartet

sinken, werden wir natürlich entsprechend

nach unten gehen.“

Ein Haushalt im Land Bremen verbraucht

durchschnittlich 2.083 Kilowattstunden

Erdgas im Monat. Bezogen auf diese

Menge steigt der Preis in Bremen um 26,25

Euro auf 162,12 Euro pro Monat. Das sind

19,32 Prozent. In Bremerhaven steigt der

Monatspreis um 26,04 Euro auf 172,56

Euro. Das sind 17,77 Prozent. Aufs Jahr

gerechnet sind es 315 Euro mehr in Bremen

(1.945,45 Euro) und 312,50 Euro

mehr in Bremerhaven (2.070,73 Euro) bei

einem Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden.

Die Kilowattstunde Erdgas

verteuert sich in Bremen von 6,05 auf 7,31

Cent, in Bremerhaven von 6,52 auf 7,77

Cent.

„Energie wird langfristig nicht mehr billiger

werden“, so Köhne. „Energiesparen und

Energieeffizienz waren schon immer wichtig

und werden in Zukunft noch an Bedeutung

gewinnen. Wir unterstützen unsere

Kunden dabei seit 1987 mit Beratung und

Förderprogrammen und werden dies auch

in Zukunft tun.“ swb berät außerdem ihre

Kunden, welches Erdgasprodukt für ihre

spezielle Verbrauchs-Situation das günstigste

ist. Mit swb24 Erdgas und einem Verbrauch

von 25.000 Kilowattstunden ist

swb in Bremen und Bremerhaven von allen

Anbietern der günstigste, so das Verbrauchportal

verivox.

Handwerk in Bremen 9/2008

39


Tipps & Termine

Veranstaltungen

Kurse und Lehrgänge im

Kompetenzzentrum HandWERK

Termine • Veranstaltungen

von KH und AGVH Bremen

Akademie des Handwerks

an der Unterweser e.V.

Schweißen – Einführung in die Schweißtechnik

für Personaldisponenten: 17.09.

Metall

CNC-Einführung I: 15.09.

Einführ. in die Pneumatik und Hydraulik: 07.10.

Einführung in die Elektropneumatik: 07.10.

Drehen und Fräsen: 10.10.

Elektrotechnik

Hausgerätetechnik: 15.09.

Strukturierte Verkabelung in der Gebäudetechnik:

15.09.

Empfangstechnik Fehlers. und Messt.: 16.09.

Netzwerktechnik Grundlagen: 22.09.

SPS für Monteure: 22.09.

ISDN-Technik Grundlagen: 23.09.

SPS-Technik I / SPS-Technik II: 29.09.

Elektrofachkraft für festgel. Tätigkeiten: 29.09.

Gebäudesystemtechnik - Marketing und Systemübersicht-:

06.10.

E – Check: 13.10.

Netzwerktechnik Aufbau: 13.10.

Empfangstechnik Grundlagen: 14.10.

Steuerrelais Siemens LOGO: 14.10.

SHK

Wärmecontracting für Alt- und Neub.: 16.09.

Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung:

19.09.

Optimierung von Heizanlagen: 23.09.

Wasserlehrgang: 06.10.

Maler

Schimmel im Bau – Sanieren Vermeid.: 29.09.

Oberflächenbehandlung: 14.10.

Asbest

Asbestlehrgang Auffrischung: 25.09.

Gabelstapler

Schulung zum Gabelstaplerfahrer ohne Fahrpraxis:

20.09.; mit Fahrpraxis: 20.09.

Unternehmensführung

Betriebsübergabe – richtig gemacht: 27.09.

Rechtsform und Finanzierung: 16.09.

Abmahnung und Kündigung: 16.09.

Bilanzanalyse/Betriebssteuerung: 08.10.

Betriebsübernahme/- übergabe: steuerliche

Betrachtungen: 09.10.

Bildungsurlaub

Hydraulik / Pneumatik II: 15.09.

Spezielle Angebote

Gebäudeenergieberater: 16.10.

Meistervorbereitung

Teil III + IV (AEVO) Tagesl.: 06.10.

Teil IV (Berufs- und Arbeitspäd. Kentn.):13.10.

Weitere Informationen und Beratung zu den

Lehrgängen unter (04 21) 30 500-0

E-Mail: info@handwerkbremen.de und im

Internet unter: www.handwerkbremen.de

1. September, 18:30 Uhr: Vorstandssitzung

SHK, Innungssaal

2. September, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung

Tischler

4. und 5. September, ganztägig: Kreishandwerkerschaft

wegen Umzugs geschlossen

4. September, 19 Uhr: Innungsversammlung

Zahntechniker, Wandschneidersaal

4. September: Jahreshauptversammlung UFH-

Landesverband

5. September, 19 Uhr: Sommerfest Tischler,

Tischlerei Raschen

8. September, 15 Uhr: Versicherungsrechtliche

Beratung Inter-Versicherung, Innungssaal

8. September, 19 Uhr: Vorstandssitzung Maler

und Lackierer, Innungssaal

9. September, 18 Uhr: Vorstandssitzung

Metall, Wandschneidersaal

17. September, 15 Uhr: Einführung der neuen

Auszubildenden ins Berufsleben, Maler- und

Lackierer-Innung, Bauten- und Objektbeschichter,

Fahrzeuglackierer, Schilder- und

Lichtreklamehersteller, Handwerkssaal

18. September, 9 Uhr: Brot- und Brötchenprüfung

Markt der Berufe, Bäcker, Roland Center

18. September, 19.00 Uhr: Jahreshauptversammlung

UFH-Arbeitskreis Bremen, Grollander

Krug

24. September, 16 Uhr: Vorstandssitzung KH/

AGVH, Bibliothek

25. September, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung

Elektro, Innungssaal

25. September, 19.30 Uhr: Stammtisch Elektro,

Club zu Bremen

Veranstaltungen

Vom 13. bis 21. September

Täglich 10 bis 18 Uhr, Messe Bremen

HanseLife

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 6 Euro, Feierabendticket

ab 15.30 Uhr: 4 Euro.

Weitere Infos unter www.hanselife.de

Am 14. September, 14 bis 18 Uhr

2. Bremer Hausbesichtigungstag, Bremer Energie-Konsens,

telefonische Anmeldung: (04 21)

37 66 710, www.energie-experten.net

Am 16. und 17. September

Forum BusinessLife, Congress Centrum Bremen.

Mehr unter www.businesslife-bremen.de

Am 2. und 14. Oktober, 17 bis 19 Uhr:

nordcom-Beratungstage WLAN – Einrichtung

& Sicherheit, verbindliche Anmeldung bis 19.

September, Telefon (04 21) 8000-1201 oder

E-Mail: marketing@nordcom.net.

Werkstattgespräch:

IT-Sicherheit und Wirtschaftsschutz

In Kooperation mit der IHK Bremerhaven

3. September, 16 bis 19 Uhr, t.i.m.e.Port II

Baurecht und EU-Vergaberecht

3. und 10. September, 18 bis 21.15 Uhr

Arbeitsrecht und Personalpolitik

3. und 10. September, 9 bis 12.15 Uhr

Englisch für Verkäufer und Verkäuferinnen

4., 11., 18., 25. September, 18.30 - 21 Uhr

Der erste Eindruck zählt: Überzeugendes Auftreten

im Beruf, 12. September, 9 bis 17 Uhr

Brennpunkte des Baurechts: Abnahme,

Gewährleistung und Haftung

24. September, 1. Oktober, 18 bis 21.15 Uhr

Damit Ihr Geld nicht auf der Strecke bleibt

Effektives Forderungs- und Vollstreckungsmanagement

24. September, 1. Oktober, 9 bis 12.15 Uhr

Alles im Bild – Kunden mit professionellen

Fotos überzeugen, 26. September, 16 bis 19 Uhr

Einführung in das betriebliche Rechnungswesen,

29. September, 6., 13., 20., 27. Oktober,

18 bis 21.15 Uhr

Telefontraining für Auszubildende und Berufsanfänger

(in Kooperation mit der IHK Bremerhaven),

13. Oktober, 9 bis 17 Uhr

Die Unternehmenssteuerreform 2008,

15. , 22. Oktober, 17.30 bis 20.45 Uhr

Reden schreiben und halten (Workshop in

Kooperation mit der IHK Bremerhaven), 15.

Oktober, 9 bis 17 Uhr

Meisterkurse

Teile I + II ab September 2008

Teil III, Technischer Fachwirt (HWK) ab 5. Januar

2009

Teil IV, Vorbreitung auf die Ausbildereignungsprüfung

Lehrgang Betriebswirt/in (HWK), berufsbegl.,

480 U-Std., ab 18. September 2008

Fernlehrgang zur Fachkraft für barrierefreies

Bauen (mit dem Handwerkszentrum Wohnen

im Alter der Hwk Düsseldorf, Informationen:

Bernd Feldmann, Telefon (04 71) 185-301

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven

Telefon 0471/185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

40 Handwerk in Bremen 9/2008


Messe Bremen

Tipps & Termine

HanseLife: FÜR JEDEN ETWAS DABEI

Die Verbrauchermesse HanseLife startet am 13. September. Neun

Tage lang steht dann der Verbraucher im Mittelpunkt. Handwerk

in Bremen verlost 5 x je 2 Eintrittskarten.

Sieben Hallen, Freigelände, über 600 Aussteller

und jede Menge Programm zum Mitmachen

– die HanseLife steht vor der Tür. Vom

13. bis 21. September dreht sich in der Messe

Bremen alles rund um die Themen Küche &

Kulinarisches, Buten & Binnen, Haus & Wohnen,

Wellness & Gesundheit, und Technik &

Wissen.

Dazu gibt es

„Maison &

Jardin“ und

die Halle 7

mit wechselndem

Programm:

einer Automesse,

der „Seniora“ und der „Heimtier“.

„Wir haben wirklich für jeden etwas dabei,

von Programmen für Kinder und Jugendliche

bis hin zu besonderen Angeboten für Senioren“,

erklärt Kerstin Renken, Projektleiterin der

HanseLife bei der mgh Messe- und Ausstellungsgesellschaft

Hansa GmbH.

Im AWD-Dome herrscht eine besonders

exklusive Atmosphäre. „Maison & Jardin“ lädt

ein zum „Herbstfest der schönen Dinge“ für

Wohnung, Haus und Garten mit Kunst und

Antiquitäten, exklusiver Mode, Hüten,

Taschen, Designer-Schmuck und vielem mehr

zum Schauen, Kaufen und Genießen.

„Buten & Binnen“ ist das Thema, dem sich

die Hallen 2 und 3 widmen. Hier gibt es regionale

Produkte und Dienstleistungen, touristische

Highlights, dazu kommen Bioprodukte

und das Thema Slow Food.

Jede Menge Angebote, die helfen fit und

gesund zu bleiben, gibt es in der Halle 4. Doch

auch Verwöhnen kommt bei „Gesundheit &

Wellness“ nicht zu kurz. Und weil Bewegung

nun mal zum Wohlbefinden beiträgt, haben

sich das HanseLife-Team und die AOK eine

besondere Aktion ausgedacht: Wer mit dem

Rad zur Messe kommt, erhält ermäßigten Eintritt.

In der Halle 5 heißt es „Haus & Wohnen“

– von Heizung, Solartechnik und Energiesparen

bis hin zu Möbeln, Accessoires und Küchen.

Besondere Produkte aus Kunst, Handwerk und

Design zeigt der neue Bereich „HanseCreativ“.

Alle, die noch am Wunsch-Eigenheim arbeiten,

können sich am 20. und 21. September

Handwerk in Bremen 9/2008

bei einer Immobilienmesse mit Angeboten zu

Grundstücken und Immobilien, Bauträgern,

Finanzierung und Modernisierung informieren.

Dass Messen schlau machen, zeigt der

Bereich „Technik & Wissen“, ebenfalls in Halle

5. Hier präsentieren sich Bildungs- und Forschungseinrichtungen,

dazu informieren

Unternehmen

und Vertreter

aus Wirtschaft

und

Politik.

Lecker wird

es in Halle 6.

Bei „Küche &

Kulinarisches“

dreht sich alles rund um Pott und Pann. Also

zum einen Küchengeräte und Utensilien, aber

auch regionale, nationale und internationale

Spezialitäten, Weine und vieles mehr.

Auch auf dem Freigelände gibt es viel zu

sehen, beispielsweise im Zelt der Landwirtschaftskammer.

Dort können etwa Kühe,

Schweine und andere Nutztiere bestaunt wer-

den. Für jede Menge Trubel sorgt der Mitmach-

Cirkus Radieschen mit Jonglage, Seiltanz,

Akrobatik und Kinderschminken.

Jede Menge los ist in der Halle 7: Am 13.

und 14. September macht die Automesse der

Schmidt + Koch-Gruppe den Anfang. Rund

200 junge Gebrauchte mit Tageszulassung

können günstig gekauft werden. Am 16. und

17. September folgt „Seniora“, die Informationsmesse

rund um Wohnen, Leben und Aktivitäten

im dritten Lebensabschnitt. Und am

20. und 21. September geht es tierisch ab mit

der neuen Sonderschau „Heimtier“.

Öffnungszeiten vom 13. bis 21. September

jeweils 10 bis 18 Uhr. Regulärer Eintritt 8

Euro, ermäßigt 6 Euro, Feierabendticket (ab

15.30 Uhr) 4 Euro. Weitere Infos unter

www.hanselife.de.

5 x je 2 Karten für HanseLife

Handwerk in Bremen verlost 5 x je 2 Eintrittskarten

für die HanseLife. Beantworten Sie die

Frage: Wie heißt das Forum für die Metropolregion

Bremen-Oldenburg am 16. und 17. 9.

im CongressCentrum? Ihre Antwort mit vollständigem

Absender bis 10. 9. per E-Mail an:

redaktion@handwerk-in-bremen.de

Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet

das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

41


Tipps & Termine

Vermischtes

EDV-EINZELTRAINING FÜR „48+“-MITARBEITER

Der Computer gehört auch in den kleinsten

Handwerksbetrieben zum täglichen

Handwerkszeug. Doch gerade Ältere haben

manchmal Fragen zu bestimmten Anwendungen

oder Programmen. Da hilft das Landesprogramm

„Bremer Fachkräfteinitiative“. Sozialversicherungspflichtige

Beschäftigte im

Alter von über 48 Jahren können für zehn Stunden

bezuschusstes EDV-Einzeltraining am

Arbeitsplatz erhalten.

Ingrid Kirschenlohr von der Kirschenlohr

GmbH, einem HSK-Betrieb in Bremen-Osterholz,

ist vom EDV-Einzelcoaching am Arbeitsplatz

begeistert. In dem Unternehmen mit 15

Mitarbeitern ist sie dafür verantwortlich, dass

die EDV sicher läuft und auf einem aktuellen

Stand ist. Ingrid Kirschenlohr konnte mit dem

EDV-Dozenten Uwe Voigt ihre Fragen zur

Datensicherung und zur Vernetzung klären. Sie

sagt: „Mir hat es gut gefallen, dass wir uns die

EDV-Situation direkt an meinem Arbeitsplatz

ansehen konnten. Herr Voigt hat mir sehr gute

Tipps geben. Auch meine Fragen zu unseren

Anwendungen in den Office-Programmen wurden

geklärt“.

Das Einzeltraining ist Teil der Förderung

von kleinen und mittleren Unternehmen durch

Qualifizierung von Beschäftigten ab 48 Jahren.

Dieses erklärte Ziel hat das Projekt ‚EDV-

Einzelcoaching für Beschäftigte 48+ direkt

am Arbeitsplatz in KMU’. Das Projekt ist Teil

des Landesprogramms „Bremer Fachkräfteinitiative“

und wird aus Mitteln des europäischen

Sozialfonds gefördert. Nur ein Teil der Kosten,

19,- Euro pro Zeitstunde und Teilnehmer für

Ingrid Kirschenlohr ist vom

EDV-Einzeltraining am

Arbeitsplatz überzeugt: „Mir

hat es gut gefallen, dass wir

uns die EDV-Situation direkt

an meinem Arbeitsplatz

ansehen konnten.“

maximal zehn Stunden, müssen

von den Unternehmen

selbst gezahlt werden.

Das EDV-Einzelcoaching

wird individuell auf jeden

Arbeitsplatz zugeschnitten. In einem Vorgespräch

vor Ort zwischen der Projektleiterin

Gabriele Fedeler und dem Teilnehmer wird

abgestimmt, welche EDV-Themen relevant

sind und bei welchen EDV-Anwendungen am

Arbeitsplatz ein EDV-Coach Hilfestellung

geben soll. Ein passender und erfahrener EDV-

Coach (EDV-Trainer) wird ausgewählt und die

Termine werden mit den Teilnehmern flexibel

abgestimmt.

Gabriele Fedeler ist nach 150 erfolgreich

durchgeführten EDV-Einzelcoachings von dem

Konzept überzeugt. „Im Grunde genommen

geht es bei dem EDV-Einzelcoaching in den

Unternehmen immer wieder um die gleichen

Themen. Das Layout für Angebote, Aufträge

oder Rechnungen muss geändert, Excel-Tabellen

erweitert, Serienbriefe erstellt, E-Mails versendet

oder im Internet recherchiert werden.

EDV-Kenntnisse sind bei den Beschäftigten

ab 48 Jahren mehr oder weniger vorhanden

aber die Tücke steckt im Detail. Wer von uns

‚Älte ren’ hat schon eine EDV-Ausbildung erhalten,

die mit der von jüngeren Beschäftigten

vergleichbar ist? Da wäre es doch prima, einen

EDV-Coach neben sich am Arbeitsplatz zu

haben, der Fragen klären und neue Funktionen

aufzeigen kann.“

Ansprechpartnerin für das Projekt „EDV-Einzelcoaching

am Arbeitsplatz“ beim Berufsfortbildungswerk,

bfw, ist Gabriele Fedeler, Telefon

(04 21) 417 99 47 und E-Mail: fedeler.gabriele@bfw.de

Energiesparende Häuser live

Gelungene Beispiele für energetische Altbausanierungen

und neue Energiesparhäuser können

am 2. Bremer Hausbesichtigungstag von

interessierten Hausbesitzern, Bauherren und

Hauskäufern erkundschaftet werden. Am

Sonntag, 14. September, öffnen 16 Hauseigentümer

aus Bremen und umzu von 14 bis 18

Uhr ihre Türen. Die „Energie Experten“, das

Qualitätsnetzwerk der Klimaschutzagentur

Bremer Energie-Konsens, bieten Infos und die

Liste der geöffneten Häuser im Internet unter

www.energie-experten.net an. Eine telefonische

Anmeldung ist unbedingt erforderlich:

(04 21) 37 66 710. Zwischen den beiden

Fotos liegt eine fachgerechte Modernisierung

und rund 85 Prozent weniger Heizenergie.

42 Handwerk in Bremen 9/2008


Vermischtes

Tipps & Termine

DIE ZAHL FÜRS LEBEN – UND DANACH

82 Millionen Bundesbürger erhalten in diesen

Tagen ihre Steueridentifikationsnummer

vom Bundeszentralamt für Steuern zugesandt.

Die elf Ziffern werden die Bürger ein Leben

lang begleiten, ganz nach dem Motto: Von der

Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare.

Damit nicht genug. Unternehmer und Freiberufler

erhalten später noch eine Wirtschafts-

Identifikationsnummer.

Mit der persönlichen Steueridentifikationsnummer

sind Name, Anschrift, Geschlecht,

Gebvurtsdatum und -ort gespeichert. Die

Nummer erleichtert es den Finanzämtern auch

beim Wohnortwechsel etwa in ein anderes

Bundesland jeden Steuerbürger erfasst zu

haben. Zugleich wird den Ämtern auch die Verfolgung

von Steuersündern erleichtert. Die

Identifikationsnummer muss bei jedem Kontakt

mit dem Finanzamt angegeben werden,

erstmals also bei der Steuererklärung für 2008.

Von der Steuer-ID werden demnächst die Rentner

betroffen sein. Ab 2009 sollen Rentenversicherung,

Pensionskassen und Lebensversicherer

Auszahlungen an Rentner den Finanzämtern

melden müssen. Die Nummer ist dann

für die Ämter eine große Hilfe, älteren Bürgern

Steuerbescheide zuzustellen.

Bauarbeiter schwer verletzt

Sommerzeit, Hitzezeit. Dann lässt auch schnell

mal die Konzentration nach. Darum Vorsicht

vor Betriebsunfällen. Im Kraftwerk Hafen in der

Otavistraße fiel im Sommer ein Mitarbeiter

einer Baufirma aus zirka acht Meter tief in eine

Betonhülle eines neuen Kraftwerkes. Rettungskräfte

der Feuerwehr und ein Rettungshubschrauber

wurden sofort zur Einsatzstelle gerufen.

Der Feuerwehrnotarzt konnte den 56 Jahre

alten schwerverletzten Mann erstversorgen und

ihn von der Feuerwehr mit Unterstützung eines

betriebseigenen Krans aus seiner Lage retten.

Noch während des Einsatzes musste ein 43

Jahre alter Kollege des Verletzten ärztlich versorgt

und ins Krankenhaus transportiert werden.

Er war Augenzeuge des Unfalls und erlitt

einen Schock.

Kupferrohre gestohlen

Metall-Diebe werden immer dreister. Haben

sie vor einiger Zeit bevorzugt auf Friedhöfen

Metall geklaut, schraubten sie Anfang Juli in

einem leer stehenden, sich im Umbau befindlichen

zweigeschossigen Wohngebäude in der

Kornstraße in der Neustadt Kupferrohre ab.

Die Nummer wird auch an Neugeborene

verteilt, da die aufgrund von Erbschaften

bereits als Steuerzahler geführt werden können.

Und sie wird bis 20 Jahre nach dem Tod

eines Steuerbürgers gelten, auch das aus Erbschaftsgründen.

Besorgte Menschen, die sich fragen, was nach

ihrem Dahinscheiden der Nachwelt von ihnen

verbleibt, haben jetzt eine Sorge weniger.

Zumindest für 20 Jahre nach ihrem Tod wird

die neue Steueridentifikationsnummer von

ihnen künden. Elf Ziffern ab Geburt für die

Ewigkeit – oder zumindest einen Teil davon.

Dafür gibt es jedoch eine andere Sorge mehr:

Wohin mit der elfstelligen Nummer des

Bundeszentralamtes für Steuern, die ja bis

zum letzten Atemzug und sogar noch 20

Jahre darüber hinaus aufbewahrt werden

soll? Vielleicht hinters Ohr tätowieren, da

kann der Steuerbeamte dann nachsehen. Ein

Gutes hat die Steueridentifikationsnummer

allemal. Denn sie eignet sich bestens, um aus

ihr die „Glückszahlen“ für den Lottoschein zu

picken. Und wenn die dann gewinnen, können

sich Frau oder Herr 12 345 678 900

mächtig freuen.

Dabei hatten die Täter offensichtlich übersehen,

dass die Gasleitungen noch unter Druck

standen. Wegen des Gasgeruchs wurden die

Feuerwachen 1, 2, 4, der Umwelt- und Gefahrgutzug

der Feuerwache 5 sowie der Rettungsdienst

alarmiert. Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte

wurde durch einen Trupp unter

Atemschutz eine Gasausströmung in der

Küche im ersten Obergeschoss festgestellt.

Die gesamte Energieversorgung des Gebäudes

wurde abgeschaltet und das Gebäude

quergelüftet. Später wurde die Einsatzstelle

an Mitarbeiter der Stadtwerke Bremen übergeben.

Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

Einigung zur Sonntagsöffnung

In Abstimmung mit Kirchen, Einzelhandel und

Gewerkschaft hat die Senatorin für Arbeit,

Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales ein

Konzept für die Neuregelung der Sonn- und

Feiertagsöffnung entwickelt: Die mit der Sonntagsöffnung

verbundenen Veranstaltungen

müssen bestimmte Kriterien erfüllen und die

Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage im

gesamten Stadtgebiet ist auf zehn beschränkt.

METALLBAUKONGRESS 2008

Am 10. und 11. Oktober findet in Waldachtal-Tumlingen

(Schwarzwald) der Metallbaukongress

2008 statt. Der Kongress ist

Branchentreff für Unternehmer und Zulieferer

des Metallhandwerks.

www.mt-metallhandwerk.de.

GESELLENTAG IN KÖLN

Der 11. Europäische Gesellentag am 22.

November in Köln wird das Thema „Finanzielle

Anreizsysteme zur beruflichen Weiterbildung“

aufgreifen und diskutieren.

Informationen und Online-Anmeldung

unter: www.gesellentag.de.

WETTBEWERB: TALENTE

Nachwuchsgestalter und -techniker aus aller

Welt erhalten Gelegenheit, sich auf der

Internationalen Handwerksmesse (IHM)

vom 11. - 17. März 2009 im Wettbewerb

Talente 2009 in München zu präsentieren.

Ziel von Talenten ist, besonders begabte

junge Menschen in allen Bereichen des

Handwerks zu fördern und zu zeigen, welches

Zukunftspotential im Handwerk steckt.

Bewerben können sich junge Menschen aus

allen Werkbereichen des Kunsthandwerks

und allen technischen Gewerken. Die Altersgrenze

liegt bei Bewerbern aus den gestalterischen

Bereichen bei 30 Jahren, bei

Bewerbern aus den technischen Bereichen

bei 35 Jahren. Bewerbungsschluss ist der

1. Oktober 2008. Die Teilnahme ist, bis auf

den Antransport der Exponate, kostenfrei.

Bewerben können Sie sich online unter:

www.hwk-expo.de.

NORDCOM-BERATUNGSTAGE

Nach den nordcom-Beratungstagen im

Sommer geht die Veranstaltungsreihe am

2. und 14. Oktober mit dem Thema „WLAN-

Tage: Einrichtung & Sicherheit“ in die zweite

Runde. Drahtlos in den eigenen vier Wänden

surfen, dank WLAN kein Wunschtraum.

Doch wie wird das drahtlose Heimnetzwerk

optimal eingerichtet und vor allem vor externem

Missbrauch geschützt? Diarüber informieren

die nordcom-Experten und beantworten

individuelle Fragen. Zum Abschluss

der Veranstaltungen gibt es bei einem kleinen

Imbiss die Möglichkeit, sich auszutauschen

und das Gespräch mit den Experten

zu vertiefen. Verbindliche Anmeldung bis

19. September unter (04 21) 8000-1201

oder E-Mail an marketing@nordcom.net.

Handwerk in Bremen 9/2008

43


Themen & Titel

Aufgeblättert

Anti-Stress-Kur

Dünne Lippen – hektischer Blick. Stress ist

für viele ein leidiges Dauerthema. Bei positiver

Einstellung kann er ungeheure Energien

freisetzen – bei negativer macht er krank. Entspannung

hilft als Einzelmaßnahme bei vorübergehender

Strapaze. Gefährlich sind chronische

Belastungen, die sich nicht einfach

„wegmanagen“ lassen. Stressmanagement

will dabei helfen, den Stress persönlichkeitsund

situationsgerecht in den Griff zu bekommen.

Der Buchratgeber aus der Pocket Business-Reihe

liefert keine Patentrezepte sondern

individuelle Anleitungen für eine ganz

persönliche Stressinventur, mit der sich entscheidend

zur Zufriedenheit beitragen lässt.

Mit zahlreichen Übungen und vier Selbsttests

zum Ankreuzen kann die eigene Stressanalyse

gleich beginnen. Aufgeteilt in vier Kapitel,

werden die Themen „Was ist Stress“,

„Ursachen und Hintergründe“, „Maßnahmen

und Bewältigungsstrategien“ und „Prophylaxe

und Prävention“ behandelt. Fünfzehn Fallbeispiele

und über 20 Grafiken und Tabellen

sorgen für eine verständliche und leserfreundliche

Lektüre. Zusammenfassungen am Ende

eines jeden Kapitels sowie ein Stichwort- und

Literaturverzeichnis runden den Ratgeber ab.

Der Autor Dr. Jörg-Peter Schröder ist Arzt,

arbeitet im Gesundheitsmanagement und ist

als Trainer tätig. Dr. Reiner Blank ist freiberuflicher

Coach und Trainer im Bereich des

Persönlichkeitsmanagements.

Jörg-Peter Schröder/Reiner Blank

Pocket Business: Stressmanagement

ISBN 978-3-589-23435-6

6,95 Euro, Cornelsen Verlag Scriptor

Ideen fallen nicht vom Himmel

Die heutige Zeit verlangt zunehmend nach kreativen

Innovationen und schnellen Lösungen

für ganz verschiedene Herausforderungen –

gerade im Berufsleben. Doch was tun, wenn

Ideen einfach nicht sprudeln wollen? Im

aktuellen Ratgeber Kreativitätstechniken zeigt

Autor Karsten Noack, wie man schöpferisches

Potenzial entwickeln und nutzen kann. Das

Buch hilft sowohl „Einzelkämpfern“ als auch

Mitgliedern von Teams auf die Sprünge. Noack:

„Durch systematisches Vorgehen ist es sehr

wohl möglich kreative Lösungen zu erreichen“,

davon ist der selbstständige Berater und

Coach überzeugt.

Einleitend behandelt der Cornelsen-Band aus

der Reihe Pocket Business die gehirnphysiologischen

Hintergründe der Kreativität und

zeigt Möglichkeiten zur Auflösung von Denkblockaden

auf. 20 Kreativitätstechniken werden

detailliert vorgestellt und lassen sich direkt

anwenden – von Brainstorming über Clustering

und Mind Mapping bis hin zur Walt-Disney-Methode.

Und sie erfahren auch, wie man

unter Druck oder im stillen Kämmerlein für sich

allein kreativ sein kann. Nahezu 30 Abbildungen

und Grafiken erleichtern die Lektüre.

Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels

geben die wichtigsten Hinweise prägnant wieder.

Informationen zur Ideenpräsentation und

zur Steuerung von Kreativität in Unternehmen

sowie ein Literatur- und Stichwortverzeichnis

runden den Band ab.

Karsten Noack

Pocket Business: Kreativitätstechniken

ISBN 978-3-589-23427-1

6,95 Euro, Cornelsen Verlag Scriptor

Personalentwicklung

Coaching wird vielfach als die Wunderwaffe

der Personalentwicklung schlechthin gesehen.

Doch was verbirgt sich wirklich hinter

diesem Begriff? Das Buch 99 Tipps zum Coachen

von Mitarbeitern vermittelt Führungskräften

praxisnah und umsetzungsbezogen,

wie sie die Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiter

klären und den Coachingprozess wirkungsvoll

gestalten. „Führungskräfte sind

auf andere, neue Formen des Führens angewiesen.

Komplexe, international-globale, virtuelle

Teams mit anspruchsvollen Mitarbeitern

fordern neue Formen der Führung und

Zusammenarbeit.“, so Autorin Kreyenberg.

Führungskräfte, die das Thema aus verschiedenen

Rollenperspektiven beleuchten wollen,

werden in dem Band aus der Reihe Das professionelle

1x1 fündig: als Coach ihrer Mitarbeiter,

als Auftraggeber für Coaching oder

selbst als Coachee. Einen besonderen Nutzen

ziehen sie aus dem gesonderten Kapitel,

das der Sicht des Gecoachten gewidmet ist.

Die Leser lernen nützliche Methoden und

Interventionen kennen und erfahren, wie sie

Fallen vermeiden und den Coachingerfolg

sicherstellen. Die Autorin Jutta Kreyenberg

ist Diplom-Psychologin und hat über zwanzig

Jahre Erfahrung in Coaching, Führungskräftetraining

und Organisationsentwicklung.

Bei Cornelsen hat sie das von der Stiftung

Warentest empfohlene Handbuch Konflikt-Management

(38,- Euro) veröffentlicht.

Jutta Kreyenberg

99 Tipps zum Coachen von Mitarbeitern

ISBN 978-3-589-23587-2

14,95 Euro, Cornelsen Verlag Scriptor

Moderne Treppen – Holz, Glas, Stahl, Beton

Von Wolfgang Diehl.

240 Seiten, 412 Abbildungen, 20 Tabellen.

ISBN 978-3-87104-169-3, 59 Euro

Bruderverlag, www.baufachmedien.de

Die Neuerscheinung „Moderne Treppen“ von

Wolfgang Diehl gibt einen Überblick über die

zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten hochwertiger

und individueller Treppen mit unterschiedlichen

Materialien. Dabei stellt der Autor außergewöhnliche

Konstruktionen mit verschiedenen Hölzern, Stählen und auch mit Glas

vor. Das katalogartig aufgebaute Werk liefert dem Treppenbauer wie

dem Planer knapp 100 elegante Konstruktionsideen und zahlreiche

Tipps zum Bau von modernen Treppen. Hinzu kommt umfangreiches

Grundlagenwissen zu Baustoffen sowie zur Sanierung von Treppen.

„Moderne Treppen“ gibt Impulse für den Entwurf und zeigt die vielfältigen

Möglichkeiten, ästhetische und kunstvoll gestaltete Treppen

mit hoher Funktionalität zu bauen. Jede Konstruktion entstand in

enger Zusammenarbeit zwischen dem Treppenbauer, dem Architekten

und dem Bauherrn.

Prüfungsbuch für Zimmerer

Von Martin Amann, Silke Guse, Michael

Langbein, Barbara Friedrich.

432 Seiten, Abbildungen und Tabellen.

ISBN 978-3-87104-170-9, 19,50 Euro

Bruderverlag, www.baufachmedien.de

Das „Prüfungsbuch für Zimmerer“ unterstützt

Auszubildende im Zimmererhandwerk bei

der Prüfungsvorbereitung. Es bietet ihnen in

der bewährten Frage- und Antwortform die Möglichkeit, die Lerninhalte

schnell und effektiv zu wiederholen. Dazu gehören auch Aufgaben

zum Technischen Zeichnen sowie ausführliche Projektaufgaben

für die Vorbereitung auf die Prüfungsmodalitäten der schriftlichen

Prüfung. Neben der Prüfungsvorbereitung eignet sich das Buch auch,

den aktuellen Unterricht aller drei Lehrjahre optimal vor- und nachzubereiten.

Das Buch wendet sich in erster Linie an alle Auszubildenden

sowie an Teilnehmer von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen

im Zimmererhandwerk. Da ein fundiertes Grundwissen zusammen mit

einem umfangreichen Stichwortverzeichnis angeboten wird, ist dieses

Buch auch als Nachschlagewerk geeignet.

44 Handwerk in Bremen 9/2008


Gebäudereiniger

Themen & Titel

GEBÄUDEREINIGER – BERUF ALS KULTURGESCHICHTE

„Die Putzfrau! Vom Dienstmädchen zur

Raumpflegerin“ – heißt die Sonderausstellung

über die Sozialgeschichte eines Dienstleistungsberufs,

die noch bis zum 19. Oktober im

Museum Industriekultur in Osnabrück zu

sehen ist. Der Bundesinnungsverband des

Gebäudereiniger-Handwerks traf sich in diesem

Jahr zur Tagung in der Friedensstadt und

die Delegierten besuchten die Ausstellung im

Magazingebäude eines ehemaligen Steinkohlebergwerkes.

In seiner Rede würdigte

Museumsdirektor Rolf Spilker das große Engagement

des Handwerks bei der Zusammenstellung

der Schau: Nur mit der Unterstützung

von Ellinore Piepenbrock-Führer, LIM des Landesinnungsverbandes

Nord-West, und weiteren

Unternehmern sowie Zulieferfirmen der

Branche konnte sein Museum diese Sonderausstellung

umsetzen.

Boris Pistorius, Oberbürgermeister der Stadt

Osnabrück, in seinem Grußwort: „Ist eine Ausstellung

zum Thema Putzfrau ungewöhnlich?

Eigentlich nicht! Es handelt sich hierbei um

eine Arbeit, die täglich millionenfach erledigt

wird und elementarer Bestandteil unseres Alltags

ist. Und angesichts der ständig wachsenden

Hygieneanforderungen kommt dieser

Tätigkeit eine Bedeutung zu, die gar nicht hoch

genug einzuschätzen ist. Es lohnt sich also

einen Blick auf die Arbeit derjenigen Kräfte

zu werfen, die unser Umfeld rein halten.“

Bundesinnungsmeister Dieter Kuhnert

betonte in seinen Grußworten: „Auch wenn

uns die Ausstellung die historischen Wurzeln

des Gebäudereiniger-Handwerks sehr eindrucksvoll

anhand der technischen Entwicklung

vor Augen führt, hat sich die Branche

doch weit darüber hinaus entwickelt und

gehört heute zu den erfolgreichsten Gewerken

im Gebäude- und Facility-Management.

Allein die Hälfte der „TOP 10“-Betriebe im Facility-Management

hat ihre Ursprünge in der

Handwerk in Bremen 9/2008

Von links: Museumsdirektor

Rolf Spilker, Ellinore Piepenbrock-Führer,

Vizepräsident

der Handwerkskammer

Osnabrück-Emsland Peter

Voss, Oberbürgermeister der

Friedensstadt Osnabrück

Boris Pistorius, Pedro Prüser,

alias Gebäudereiniger Paul

Putzig, und Bundesinnungsmeister

Dieter Kuhnert.

(Text & Fotos: Ira Thorsting)

Gebäudereinigung. Eines der erfolgreichsten

Unternehmen mit über 25.000 Beschäftigten

stammt sogar aus Osnabrück.“ Kuhnert zählte

die vielen Einsatzbereiche auf, in denen

heute das moderne Dienstleistungshandwerk

tätig ist.

Ellinore Piepenbrock-Führer in ihrem Grußwort:

„Leider wird die Tätigkeit der gewerblichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in

der Gebäudereinigung, die wir längst nicht

mehr als Putzfrauen bezeichnen – sondern als

Raumpfleger und Raumpflegerinnen – meist

im Verborgenen erbracht. Dafür gibt es allerdings

keinen vernüftigen Grund. Denn was die

Beschäftigten der Gebäudereinigungsunternehmen

leisten, ist allemal sehenswert. Sie

produzieren Sauberkeit und Wohlgefühl. Beides

wird von unseren Auftraggebern dankend

in Anspruch genommen.“

Für Museumschef Rolf Spilker bedeutet die

Darstellung des Sonderausstellungsthemas

zunächst eine Reise in die Vergangenheit:

Längst standen sie in dunklen Ecken auf Dachböden

oder in Kellernischen. Sie waren vergessen

– doch heute stehen neben Waschzuber,

Wäschepresse und Teppichklopfern noch viele

andere historische Haushaltsgeräte in seiner

Ausstellung. Auf sogenannten Themeninseln

sind vom Handsauger bis hin zum Reinigungsroboter

künstlerisch mehrere Tätigkeitsfelder

der sogenannten „Putzfrau“ ausgestellt.

Mit einem eigenen Ausstellungsbeitrag

bezieht der Berufsverband klar Position gegen

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im

Gebäudereiniger-Handwerk: „Illegal ist unsozial“.

Damit distanziere sich das Gebäudereiniger-Handwerk

ganz „sauber“ von der „Schattenwirtschaft“

– so der Geschäftsführer des

Landesinnungsverbandes Nord-West, Burkhard

Räcker. Auch Bundesinnungsmeister

Dieter Kuhnert stellte in seiner Rede klar: „Seit

mehr als 30 Jahren haben wir in unserer Branche

allgemeinverbindliche Tarifverträge, deren

Löhne beispielsweise im obersten Bereich der

Entlohnung ungelernter Tätigkeiten angesiedelt

sind.“ Und weiter: „Im vergangenen Jahr

konnten wir mit der Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz

einen weiteren Baustein

realisieren, untertarifliche Bezahlung besser

verfolgen zu können, und die Verbindlichkeit

unserer Tarifverträge weiter zu festigen.

Alles, um Wettbewerb auf dem Rücken der Reinigungskräfte

zu verhindern.“ Deutlich formulierte

er: „Der Bundesinnungsverband und

die in ihm organisierten Betriebe nehmen ihre

soziale Verantwortung ernst!“

Vor allem für die Schulkinder hat sich der

Landesinnungsverband Nord-West des Gebäudereiniger-Handwerks

für seinen Beitrag etwas

Besonderes einfallen lassen: die sympathische

Figur des Gebäudereinigers Paul Putzig –

gezeichnet vom Cartoonisten Michael Fredrich

– erklärt den modernen Ausbildungsberuf.

„Wir möchten den Kindern unser Handwerk

auf interessante Weise nahe bringen“, erklärte

Ellinore Piepenbrock-Führer. So wird „Paul

Putzig“ sogar in einem Film lebendig. Gespielt

vom Comedian Pedro Prüser gibt Gebäudereiniger

Putzig den Besuchern erste Informationen

zum Handwerk. Er unterstützt die Aussagen

der Lehrlingswartin der Landesinnung

Bremen und Nord/West Niedersachsen,

Susanne Selbrede, die in einer Überbetrieblichen

Ausbildung im Osnabrücker Dom St.

Petrus mit acht Azubis den Hochaltar und

andere Bereiche der Kirche zum Glänzen

brachte – kurz vor der Ausstellungseröffnung

und passend zum 97. Deutschen Katholikentag.

Das Handwerk blickt auf eine eigene Historie

zurück. Das belegt ein weiteres Exponat:

Vor 135 Jahren wurde das Unternehmen A.

Ebrecht-Reker gegründet. „Es war das erste

Fensterreinigungsinstitut in Osnabrück“,

erklärt Urenkel Dirk Reker. „Neue Visionen,

gestützt auf alte Traditionen, bilden bis heute

die Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolges

unseres Familienunternehmens.“ Diese Firmenphilospohie

prägt bis heute die Aus- und

Weiterbildung junger Menschen im Unternehmen.

Mehr Informationen über die Ausstellung und

das Museum Industriekultur in Osnabrück im

Internet unter:

www.industriekultur-museumos.de

45


Marktplatz

Gesucht & Gefunden

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen,

der Ihr Lebenswerk weiterführt? Oder Sie

möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit

Know-how und/oder Kapital? Wir helfen

Ihnen, einen Käufer, Pächter, Mieter oder Partner

zu finden. Nutzen Sie die Betriebsbörse für

Ihr Angebot oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren

Text für eine kostenlose Veröffentlichung

zusammen mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift,

Telefonnummer und gegebenenfalls einem

Ansprechpartner per Fax an die Abteilung

Betriebsberatung der Handwerkskammer Bremen,

Stichwort: Betriebsbörse. Fax-Nr.: (04 71)

20 70 29. Die folgenden Angebote und Gesuche

sind der Handwerkskammer zugegangen.

Die Offerten werden kostenlos und ohne

Gewähr veröffentlicht.

BREMEN ANGEBOTE

1062 Friseurgeschäft mit 7 Plätzen, 1 Kosmetikkabine,

100 qm, ausbaufähig, mit gutem

Kundenpotential, aus persönlichen Gründen

zu verkaufen. Lage: in einem interessanten

Wohn- und Arbeitsgebiet.

1091 Friseurgeschäft (Einrichtung neuwertig,

gute Geschäftslage, Kundenstamm vorhanden,

Preis VB) aus gesundheitlichen Gründen

zu verkaufen.

1139 Für alteingesessenen kleineren Metallbaubetrieb/Schlosserei

(Zaunbau, Wintergärten

etc.; hauptsächlich Privatkundengeschäft)

in Bremen-Sebaldsbrück kurzfristig Nachfolger

wegen Todesfall gesucht.

1140 300 qm Betriebsfläche als Handwerksbetrieb/Lager

+ Wohnhaus zu verkaufen

(110qm Dachbodenfläche ausbaufähig, Freiflächen

vorhanden).

1144 Bäckerei mit Nebenräumen (Größe ca.

250 qm) in einem Wohngebiet zu verpachten

oder zu verkaufen. Räumlichkeiten auch anderweitig

nutzbar.

1148 Bäckerei, Konditorei mit Café in Bremen-Aumund

kurzfrisitg zu vermieten (135 qm

Ladenfläche + 53 qm diverse Räumlichkeiten,

Sommergarten, Parkplätze, zentrale Lage).

1149 Spritzlackierbetrieb in Oyten zu verkaufen.

300 qm Fertigungshalle (Bj. 1992, Massivbauweise,

ausbaufähig) auf 2000 qm

Industrieareal; technische Geräte sowie Gabelstapler,

Hubwagen etc. vorhanden.

1150 Alteingesessenes Damen-/Herren-Friseurgeschäft

(100 qm, 15 Bedienungsplätze)

aus Altersgründen an Nachfolger/in abzugeben.

Guter Kundenstamm vorhanden; Nähe

Bremer City.

BREMEN GESUCHE

2022 Unternehmen im Bereich Heizung/Sanitär

zur sofortigen Übernahme

gesucht. Befristete Inhaberbeteiligung ist

möglich.

2028 Junge Augenoptikermeisterin sucht

Betrieb zur Übernahme.

2036 Kleiner Malereibetrieb im Raum Bremen

zur Übernahme gesucht.

2039 Bäckerei sucht Ladenlokal in Bremer

Innenstadt (100 – 130 qm).

2040 Suche Gewerbegrundstück, Nähe Steindamm,

in der Größe von 500-800 qm.

BREMERHAVEN ANGEBOTE

3038 Tischlerei im Landkreis Cuxhaven aus

Altersgründen abzugeben.

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen

oder zu verpachten.

3056 Alteingesessener

Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus

Altersgründen einen

Nachfolger. Übernahme

auf Kauf- oder

Pachtbasis möglich. Ein

guter Auftragsbestand,

ein solider Kundenstamm

und ein eingespieltes

Team sind vorhanden.

3057 Alteingesessenes Ladengeschäft aus

dem Bereich Bodenbeläge und Heimtextilien

aus Altersgründen abzugeben.

KONTAKT BETRIEBSBÖRSE

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. telefonisch oder schriftlich an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Außenstelle Bremerhaven,

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0,

Telefax (0471) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen sowie weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet im

Internet unter: www.nexxt-change.org.

46

Handwerk in Bremen 9/2008


Persönlich

Schlusspunkt

10 FRAGEN AN GERD KLEVEMAN

HANDWERK-KONTAKT

Gerd Kleveman

Dipl.-Ökonom, Wirtschaftsprüfer

und Steuerberater

Geschäftsführender Gesellschafter der Commerzial

Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft in

Bremen und Bremerhaven

Geboren am: 17. Juli 1956 in Bad Bederkesa,

verheiratet, zwei Kinder.

Abitur, Bundeswehr, Ausbildung zum Industriekaufmann

bei Lohmann Cuxhaven, Wirtschaftswissenschaftliches

Studium in Gießen,

Mitarbeiter am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie.

Assistentenausbildung bei WP/StB Prof. Ludewig

in Kassel und Arthur Andersen mit Examina

als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

Berufliche Erfahrungen in der Konzernsteuerabteilung

der PreußenElektra AG in Hannover

und als Leiter Finanz- und Rechnungswesen

der Energieversorgung Magdeburg.

Seit 1992 Niederlassungsleiter der Commerzial

Treuhand GmbH WPG/StBG in Bremerhaven,

seit 1994 auch Gesellschafter und

Geschäftsführer mit überregionalem Aktionsradius.

Schwerpunkte sind die ganzheitliche

Gestaltungsberatung und das Krisenmanagement.

Mitglied im bundesweiten Arbeitskreis evangelischer

Unternehmer.

Was beschäftigt Sie gerade?

Die Schnelligkeit der Veränderungen durch die

wirtschaftliche Globalisierung, durch die Internet-Kommunikation,

durch die öffentliche

Regelungswut usw. – wie kann ich Überblick

bewahren und Orientierung geben!

Handwerk ist für Sie ...?

… ein mittelständisch geprägter nachhaltiger

Wirtschaftszweig.

Wann haben Sie zuletzt einen Handwerker

womit beauftragt?

Heute morgen, Elektriker, Störungssuche.

Drei Stichworte dazu, wie Deutschland besser

vorankommt?

• Bildung. Wissen und Können sind die Eckpfeiler

für persönlichen Erfolg und gesellschaftlichen

Wohlstand. Darum sind Ausbildung

und Weiterbildung ganz wichtig

für unser Land.

• Orientierung. Menschen brauchen Leitbilder

und Wertvorstellungen für die Orientierung.

Dazu gehören die traditionellen Tugenden

wie Fleiß, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit

ebenso wie Fairness, Toleranz und Anstand.

Die Vermittlung verbindlicher Wertorientierungen

ist für unser Land genauso wichtig

wie die Bildung.

• Deregulierung. Die Regelungsflut in allen

Lebensbereichen überfordert die Menschen.

Notwendig sind überschaubare und verständliche

Gesetze. Vereinfachungen zum

Beispiel im Steuerrecht sind dringend geboten.

Das gleiche gilt für die Anforderungen

bei Ausschreibungen und Dokumentationspflichten.

Einfache Regeln sind wichtig für

unser Land.

Ohne Mittelstand wäre Deutschland ...?

… ein gesellschaftliches und wirtschaftliches

Entwicklungsland.

Bremen/Bremerhaven ist für Sie ...?

… sind ein besonderes Bundesland, das mit

dem SV Werder den einzigen Bundesligaclub

beherbergt, der Bayern München Paroli bieten

kann.

Ihre durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit?

50 bis 60 Stunden.

Wann zuletzt wo im Urlaub gewesen?

Im Vorjahr in Uruguay.

Ihr Lieblings-Essen?

Hühnerfrikassee.

Wem möchten Sie wofür danken?

Meiner Frau für liebevolle Begleitung, meinen

Kindern für familiäre Unterstützung und meinen

Mitarbeitern für loyale und erfolgreiche

Zusammenarbeit.

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen:

Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 30 50 0-6 20

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt

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Handwerk in Bremen 9/2008 47


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