Magazin 198004

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Magazin 198004

Beurteilung und Folgerungen

Daß die Sowlets die Zivitverteidigung als

einen Faktor von strategischer Bedeutung

ansehen, hat Marscha ll Sokolowski schon

vor uber 15 Jahren betont, als er schrieb:

" Die Gefahr der Anwendung von Massenvermchtungsmitteln

im modernen Krieg,

nicht nur gegen die Truppen auf den

Schlachtfeldern, sondern auch gegen das

tiele Hinterland, hat eine neue Art der

strategischen Sicherstellung der Lebensfunktionen

des Staates hervorgebracht,

die unter der Bezeichnung ,Zivilverteidigung

' bekannt ist. Daher wird der Vorbereitung

und Organisation der Zivilverteidigung

in letzter Zeit in allen Landern große

Aufmerksamkeit geschenkt,"

Der Ausbau der Zivilverteidigung ist ein

Prolekt nicht für Jahre, sondern für Jahrzehnte.

Vor allem die Frage, in welchem

Ausmaß Bevölkerung und Rüstungsindustrie

verbunkert werden konnen, dürfte

kaum lemand befriedigend beantworten

können. Jede Angabe eines Zahlenwertes

kann nur eine sublektive Vermutung sein.

Die sowfetische Presse ist zur Zurückhaltung

verpflichtet. Aber eines dürfte klar

sein : Ein solch gigantisches Unterfangen,

wie es der Ausbau von Schutzbunkern für

Bevolkerung und Kriegsindustrie darstellt,

kann auch In der Sowjet union nur in

der Form praktiziert werden , daß man Prioritäten

setzt. Sicherlich stehen Vorsorgeeinrichtungen

für die Führungsorgane von

Partei und Regierung ebenso im Vordergrund

wie entsprechende Verbunkerungen

der entscheidenden Kriegsindustrie.

Und wenn darüber hinaus für die Bevölkerung

etwas getan werden kann, dann in

erster linie für die Arbeiter ,n den Rüstungsbetrieben.

Daß man in der Sowjetunion das steigende

Interesse, das der Westen den erhöhten

Anstrengungen der Sowjets auf dem

Gebiet der Zivilverteidigung entgegenbringt,

sehr wohl zur Kenntnis genommen

hat, geht aus der Presse hervor. Man

versucht, dem entgegenzuwirken und

stellt heraus:

• Die sowjetische Zivilverteidigung verfolge

ausschließlich humanitare Ziele Sie

will vor allem die Bevölkerung schützen ,

die Wirtschaft stabil erhalten und Schäden

nach einem Angriff reparieren können .

• Sie habe auf keinen Fall das Ziel, das

strategische Gleichgewicht der Großmächte

zu beeinflussen.

• Gewisse westliche Kreise berichten

sehr gern über die sowIetischen Anstrengungen

in der Zivilverteidigung, weil sie

hoffen, dann mehr Geld für eigene Rüstungsvorhaben

zu erhalten, um so bessere

Geschäfte tätigen zu können .

• Wenn 1972 in der SowIetunion ein gro-

Ber Schritt vorwarts auf dem Gebiet der

Zivilverteidigung getan wurde, dann deshalb,

weil es damals zahlreiche Naturkatastrophen

gegeben habe, bei denen die

Organe der Zivilverteidigung eingesetzt

wurden und sich hervorragend bewährt

haben.

STELLENAUSSCHREIBUNGEN

Aber: Es erscheint nicht leicht, die sowletisehen

Burger für die Anstrengungen der

Zivilverteidigung zu begeistern. Es ist

auch jenseits des Eisernen Vorhanges

schwer, mit dem Aufruf zur Erfullung "patriotischer

Pflichten" immer neue Opfer zu

verlangen.

An der Katastrophenschutzschule des Landes Schleswig-Holsteln In Schonböken

ist die Stelle eines

kurzfristig zu besetzen .

Lehrgruppenleiters

Sein Aufgabenbereich umfaßt vornehmlich das Vorbereiten und Durchführen

von Lehrgangen für Führer und Unterführer des Sanitats-, des Betreuungs-

und des Versorgungsdienstes sowie fur Helfer mit besonderen

Funktionen in diesen Fachdiensten.

Gesucht Wird eine Personlichkeit, die uber moglichst umfassende Kenntnisse

und Erfahrungen im Katastrophenschutz verfugt und diese mit den

Mitarbeitern ihrer Lehrgruppe den Lehrgangsteilnehmern zu vermitteln weiß.

Der Bewerber sollte gute pädagogische und organisatorische Fahigkeiten

sowie praktische Erfahrungen im Unterrichtswesen beSitzen.

Die Eingruppierung erfolgt nach BAT IV a mit Bewahrungsaufslieg. SchonbÖken,

Gemeinde RuhwInke l, ISt ein kleiner Ort In der Nahe Bornhoveds, ca

15 km von Neumunster entfernt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden erbeten bis 20. Mai 1980

an

Der Innenminister

des Landes Schleswig-Holstein

- Amt l ür Zivilverteidigung und Katastrophenschutz ­

Klopstockstraße 17

2300 Kfet

Beim Bundesverband lür den Selbstschutz, bundesunmittelbare Körperschaft

des öffentlichen Rechts (Geschäftsbereich des Bundesministers des

Innern), sind nachfolgend aufgeführte Stellen zu besetzen :

1. Lehrkraft an der BVS-Schule Körtlinghausen

(Verg.-Gr. IVb BAT) ab 1. Juli 1980

2. Sachbearbeiter/-In Im Relerat Ausbildung In der

BV5-Bundeshauptstelle

(Verg.-Gr. IVb BAT) ab sofort

3. Fachbearbelter/-In bei der BVS-Olenststelle Gelsenkirchen

(Verg.-Gr. Vb BAT) ab sofort

4, Fachbearbelter/-In bei der BV5-0lenststelle Wuppertal

(Verg. -Gr. Vb BAT) ab 1. Juli 1980

5. Fachbearbelter/-In bei der BVS-Olenststelle Ansbach

(Verg .-Gr. Vb BAT) ab sofort

Die Bewerber sollten über umfangreiche Kenntnisse auf dem Sektor des

Zivil-, Katastrophen- und Selbstschutzes verfügen.

Bewerber mit abgeschlossener BVS-Fachausbildung werden bevorzugt. Wir

bieten außer einer angemessenen Vergütung die im öllentlichen Dienst

üblichen Sozialleistungen.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Personalbogen, Lebenslauf,

Ausbildungs- und Befahigungsnachweise) sind bis zum 16, Mal 1980 zu

richten an den

Bundesverband lür den Setbstschutz

- BundeshauptsteIle -

Eupener Straße 74, 5000 Kötn 41

Personalbogen wird auf schriftliche Anforderung übersandt. Bei ha. Beschäftigten

des BVS genugt formlose Bewerbung.

14 ZS·MAGAZIN 4/80

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