Magazin 198004

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Magazin 198004

Ernstfall wurde geprobt

Das Technische Hilfswerk und Einheiten

des Katastrophenschutzes der Stadt

Neumünster nutzten ein zum Abriß freigegebenes

Haus für eine Alarmübung.

Um 19.55 Uhr tickten die Alarmempfänger

bei beiden Führern eines Bergungszuges

und den Funkerinnen der Funkeinsatzzentrale

des THW Neumünster.

Großeinsatz für das Technische Hilfswerk:

Das Haus Haart 73 war durch eine

Gasexplosion bis zum ersten Stock zerstört.

Das THW hatte die Aufgabe, verschüttete

Personen zu bergen. Wie viele

Helfer werden benötigt? Vor diese Frage

sah sich die Führungsgruppe Bergung

gestellt, die unter Leitung von Bereitschaftsführer

Passon erste Erkundigungen

einholte. 15 Menschen hätten sich

zuletzt in dem Haus aufgehalten, berichteten

die Anwohner.

Um 20.45 Uhr stand fest: Ein Bergungszug

und ein Sanitätszug werden umgehend

am Unglücksort gebraucht. Die

Übungsleitung des THW forderte beim

Amt für Zivilschutz einen Sanitätszug mit

zwei Arztgruppen an.

Dies bedeutete Alarm für die Regieeinheiten.

Um alle Züge wirkungsvoll leiten

Sehr realistisch waren die Verletztendarsteller

geschminkt. Insgesamt elf "Verschüttete" bargen

die Helfer des Bergungszuges aus den

Trümmern des Hauses.

Höhepunkt war der Lauf im Bremer

Weser-Stadion, als 17 Teilnehmer des

Ortsverbandes an den Start gingen und

sich gut plazierten. Sie konnten nun das

Laufabzeichen des Deutschen Leichtathletikverbandes

sowie achtmal das Deutzu

können, wurde auch die FernmeIdezentrale

im Katastrophenzentrum der

Stadt Neumünster in der Wrangelstraße

besetzt.

Im Haart barg der vierte Bergungszug

unter Leitung von Zugführer Krieg elf

"Schwerverletzte" vorsichtig aus den

Trümmern des Hauses. Die Verletztendarsteller,

Helfer des Roten Kreuzes,

waren hervorragend geschminkt. Sie

wurden von einer Arztgruppe vor Ort

versorgt und anschließend mit Sanitätsfahrzeugen

in ein Hilfskrankenhaus gebracht.

Kaum waren die Verletzten geborgen,

schlugen Flammen aus dem Dachstuhl

und dem zweiten Stock des Hauses.

Über Funk wurde die Feuerwehr alarmiert.

Mit Wasser aus vier C-Rohren

löschten die Wehrmänner der Freiwilligen

Feuerwehr Stadtmitte den Brand.

Nach Mitternacht war die Übung beendet.

Im Katastrophenschutzzentrum

dankte Übungsleiter Daschner allen Beteiligten

für ihren Einsatz. Stadtrat Klamt,

Dezernent für den Katastrophenschutz

der Stadt, hatte die Übung persönlich

verfolgt. Er stellte in der Abschlußbesprechung

fest, daß der Ausbildungsstand

der Helfer aller Fachdienste sehr

hoch sei. H. W.

Niedersachsen

THW im Dienst

des Vogelschutzes

In den Dienst des Deutschen Bundes

für Vogelschutz e. V., Kreisgruppe Leer,

stellten sich Helfer des THW-OV Leer

bei einer nicht alltäglichen Übung Anfang

März dieses Jahres. Es galt, den

Nistplatz eines Weißstorchenpaares auf

einer alten Pappel so herzurichten, daß

dieses ihn nach ihrer .Heimkehr aus dem

sonnigen Süden ohne Schwierigkeiten

würden beziehen können.

Aufgabe der THW-Bergungsgruppe, unter

der Lei tung von Gruppenführer

Richard Würdemann, war es, mit einer

ausgeliehenen fahrbaren Leiter in ca.

zwölf Meter Höhe Pappel zweige und

Äste rund um den Horst der Weißstörche

zu entfernen.

Nach Abschluß der problemlos verlaufenen

zweistündigen Übung wurde im

THW-Heim bei einer Manöverkritik festgestellt,

daß diese Arbeiten bei Scheinwerferlicht,

mit einer fremden Leiter, in

luftiger Höhe und in einem unwegsamen

Gelände, eine Bereicherung und Stärkung

der Ausbildung für die Bergungsgruppe

war.

Vom Initiator der Nistplatzaktion war zu

erfahren, daß er seit ca. neun Jahren für

die Erhaltung des Storchennestes arbeite.

Nun hoffe er natürlich, daß die Störche

den gut präparierten Nistplatz annehmen

werden. J. B.

THW·Ortsverband betreibt

erfolgreich Sportausbildung

Seit März letzten Jahres wird im THW­

OV Cloppenburg durch den Kreis- und

Ortsbeauftragten Gerhard Hase neben

der fachlich-praktischen auch die sportliche

Ausbildung der Helfer betrieben.

Die von Karl-Heinz Baro betreute, erstmalig

in Niedersachsen versuchsweise

gegründete Sportgruppe nahm bereits

im ersten Jahr ihres Bestehens an elf

internationalen Volksläufen über 10000

Meter teil.

sehe Sportabzeichen in Empfang

nehmen.

Gerhard Hase und Karl-Heinz Baro gingen

übrigens mit gutem Beispiel voran:

Sie nahmen an den Weltmeisterschaften

der Senioren im Juli 1979 in Hannover

teil.

Erfolgreiche

Funksprechverkehrsübung

Erfahrungen im Funksprechverkehr und

im Kartenlesen zu sammeln, das war

das Ziel einer Übung, die der THW-OV

Hude-Bookholzberg veranstaltete. Mit

mehr als 20 Helfern und drei Fahrzeugen

verlief dieser "Sonntagsausflug "

zur vollen Zufriedenheit des stv. THW­

Ortsbeauftragten Ingolf Czwink, der die

Übung leitete.

Ein Führungsfahrzeug, ein MLW und ein

GKW waren in Bookholzberg gestartet.

Sie hatten auf verschiedenen Routen

insgesamt zwölf Punkte anzusteuern,

die über Funk mitgeteilt wurden und

nach Karten anzufahren waren.

Beteiligt waren an dieser Fahrt vorwiegend

junge Helfer, die ihre Grundausbil-

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