Magazin 198004

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Magazin 198004

Hamburg

Altonaer Helfer 48 Stunden

in Sturm und Regen

Vom 28. März bis 30. März 1980 führte

der THW-Bezirksverband Hamburg-Altona

eine Wochenendausbildung im Raum

Laßrönne/ Winsen durch. Ziele der Ausbildung

waren

- Führung eines größeren Verbandes

- Einsatz des Führungsmittels Sprechfunk

- Übung im Zusammenleben in einer

größeren Gemeinschaft auf beengtem

Rau m

- Vertiefung der Kenntnisse im Stegeund

Schwimmstegebau

- feldmäßige Trinkwasseraufbereitung

- Vertiefung der technischen Fertigkeiten

für Aufgaben des Instandsetzungsdienstes

- feld mäßiger Einsatz von Materialerhaltungs-

und Verpflegungstrupp .

Insgesamt nahmen etwa 130 Helfer an

dieser Ausbildungsveranstaltung teil.

Diese relativ geringe Zahl beruhte auf

zahlreichen Resturlauben im Marz und

einem witterungsbedingten hohen Krankenstand

.

Am Abend des 28. März rückten

die eingesetzten Einheiten (3 B-Züge,

1 I-Zug, 1 Führungsgruppe TEL, Mat.­

Trupp, V-Trupp) in den Ausbildungsraum

ab und bezogen dort Quartier, das von

einem Vorkommando vorbereitet war. All

dieses vollzog sich bei Dauerregen und

Windstärken um 7, was jedoch die Stim-

Berlin

mung der Helfer nicht beeinträchtigte.

Ein Teil der Helfer mußte in Zelten übernachten.

Wegen der niedrigen Außentemperaturen

waren zur Beheizung der

Zelte Bauheizgeräte beschafft worden.

Diese Vorsorge bewährte sich hervorragend.

Trotz extrem ungünstiger Wetterlage

herrschte in den Zelten eine annehmbare

Temperatur.

Vor Beginn der Arbeiten der Züge, d. h.

in der Nacht, mußte zunächst eine Tunneldurchfahrt

leergepumpt werden , um

den Fahrzeugen die Durchfahrt ins

Übungsgelände zu ermöglichen, und die

Trinkwasseraufbereitung für die Waschanlage

durchgeführt werden .

Auch bei Regen und Kälte arbeiteten die Helfer

der Gas-Wasser-Gruppe beim Verbinden von

Leitungen äußerst präzise.

Am nächsten Morgen gingen die Arbeiten

zügig voran : Drei Schwimmstege

von ca. 12 m Länge (Bretterschnellsteg ,

Steg aus Pontons, Steg aus Kunststoffschwimmkörpern)

und ein Hängesteg

von ca. 45 m Länge wurden gebaut. Eine

Holzbrücke von ca. 35 m Länge wurde

abgebrochen. Mit den beiden Sturmbooten

wurde eine Erkundung auf der

IImenau und Neetze durchgeführt, deren

Ergebnisse kartographisch festgehalten

wurden .

Der Instandsetzungszug reparierte an

einer Übungsfreileitung Leiterseilbrüche,

we chselte Isolatoren aus und arbeitete

am Transformator. Außerdem wurde die

Routine im Maststeigen wieder aufgefrischt.

Weiterhin wurde schulungsmäBig T rennen

von Rohren , Gewindeschneiden,

Reparatur von Gußrohren mit Hilfe von

Stern muffen, Brennschneiden und Reparatur

von defekten Gasleitungen

(Trennen, Absperrblasen, Anbohren,

Muffen verschweißen) durchgeführt.

Am Nachmittag des 30. März 1980 kehrten

alle Einheiten zurück. Der RTW der

Johanniter-Unfall-Hilfe kam glücklicherweise

zu keinem ernsten Einsatz, lediglich

eine geringfügige Handverletzung

war zu behandeln.

Nachruf

Am 3. April verstarb unsere langjährige

Mitarbeiterin

Eva Bohnsack

im 61. Lebensjahr.

Sie hat sich durch ihr persönliches Verhalten

bleibende Achtung und Anerkennung

erworben.

Die Mitarbeiter werden ihr ein ehrendes

Andenken bewahren.

Der Landesbeauftragte für Hamburg

Transport zu Wasser

Ein Berliner Wassersportverein stand

vor der Aufgabe, den neugebauten

Schwimmsteg vom vereinseigenen Ufer

aus zu einem 300 m entfernten, in der

Seemitte befindlichen Liegeplatz zu verholen.

Mit eigenen Mitteln war es dem

Verein jedoch nicht möglich, das dOppel-T-förmige,

50 m lange Gebilde, an

dessen Enden Ausleger von 18 m Länge

angesetzt waren, zu bewegen.

Reinickendorfer Wasserdiensthelfer

mach ten je ein Mehrzweckboot an den

Auslegern fest und bugsierten dann mit

größter Umsicht die somit entstandene

.. Fähre" an den Bestimmungsort (siehe

Foto).

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