Magazin 198004

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Magazin 198004

Fahrzeuge die höhere Geräuschisolation,

die notfallgerechte Klimatisierung in

der Rettungskabine und ihre einfache

Reinigungs- und Desinfektionsmöglichkeit

als besonders positiv erweisen.

Bis zum 18. April 1980 wurden die Fahrzeuge

bei der Herstellerfirma überholt

und gewartet sowie mit verbesserten

Komponenten ausgerüstet, um anschließend

in Kassel, Kaltenkirchen, Mannheim,

Münster, Koblenz, Rheinbach,

Siegen, Stuttgart, Ulm, Wiesbaden und

Wuppertal die zweite Phase der Felderprobung

zu beginnen.

Ein weiteres Pilotfahrzeug befindet sich

zur Zeit in Luxemburg im ersten Auslandseinsatz

zu einer vierwöchigen

Kurzerprobung .

"Sicherheitsfibel"

gegen Kinderunfälle

Die Arbeitsgemeinschaft" Das sichere

Haus " hat zusammen mit der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung

im Auftrag des Bundesministeriums tür

Jugend, Familie und Gesundheit eine

, "Sicherheitsfibel" als Ratgeber für Eltern

von Kindern aller Altersstufen entwickelt.

Sie zeigt auf, wie Unfälle vermieden

werden können, und dadurch mehr

Sicherheit für die ganze Familie zu gewährleisten

ist. Es ist eine traurige Tatsache,

daß die Bundesrepublik im Vergleich

zu anderen europäischen Staaten

die meisten Kinderunfälle zu verzeicnnen

hat. Jährlich verunglücken etwa 1,5

Millionen Kinder, davon mehr als 2000

tödlich. Ungefähr die Hälfte aller Unfälle

passieren bei Spiel und Sport. Im häuslichen

Bereich beträgt die Unfallquote

rund 30%. Nur 20% aller Unfälle ereignen

sich im Straßenverkehr, wobei Kinder

zwischen zwei und sechs Jahren als

besonders gefährdet gelten.

Für jeden Lebensabschnitt des Kindes

gibt die Fibel Ratschläge und Tips, die

von den Eltern im Interesse des Kindes

berücksichtigt werden sollten. Es wird

auch auf sicheres Spielzeug tür alle

Altersklassen hingewiesen. Schließlich

informiert die Broschüre über schnelle

Hilfe für das verletzte Kind.

Die "Sicherheits fibel " ist bei der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung,

Ostmerheimer Straße 200, 5000

KÖln 91, kostenlos erhältlich.

Mittelalterliches Fachwerk.

haus durch Feuer zerstört

Aus bisher ungeklärter Ursache brach

im dritten Stock eines restaurierten mittelalterlichen

Fachwerkhauses in der Altstadt

von Hirschhorn /Neckar ein Brand

aus, der einen Schaden von rd.

700000 DM verursachte. Gegen

3.30 Uhr wurde das Feuer entdeckt;

kurz darauf waren die Wehren von

Hirschhorn und Ebersbach am Brandobjekt.

Zwei Familien konnten sich selbst rechtzeitig

in Sicherheit bringen, zwei von

den Flammen im Dachgeschoß eingeschlossene

Mieter wurden von den Feuerwehrmännern

über eine Drehleiter in

Sicherheit gebracht. Sie mußten mit einer

Rauchvergiftung in das Ebersbacher

Krankenhaus eingeliefert werden. Ein

Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser

wurde verhindert.

Gegen 6.30 Uhr war der Brand bis auf

einige Glutnester unter Kontrolle. Unser

Bild zeigt das Vordringen der Wehrmanner

über die Drehleiter zu den Eingeschlossenen.

Neuer Geschäftsführer bei

der Gesellschaft für den

Zivilschutz in Berlin

Nach mehr als fünf jähriger Tätigkeit

schied zum 31. Dezember 1979 aus

Altersgründen der Geschäftsführer der

Gesellschaft für den Zivilschutz in Berlin

e. V., Heinz Baumgart, aus.

Baumgart stieß im Jahre 1975, vom

Bundesverband für den Selbstschutz

kommend, zur Gesellschaft. Bei seinem

früheren Arbeitgeber hatte er sich umfangreiche

Fachkenntnisse erworben,

die ihm bei seiner Tätigkeit in Berlin

sehr zustatten kamen. Zuletzt war er

Fachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit

bei der BVS-Landesstelle Hessen, Mitglied

im Hauptpersonalrat und zeitweilig

sogar Vorsitzender.

Die Mitglieder der Gesellschaft verlieren

durch sein Ausscheiden einen in der

täg lichen Arbeit erfahrenen und bewährten

Geschäftsführer, dem die Gesellschaft

an dieser Stelle für die künftigen

Jahre, bei hoffentlich bester Gesundheit,

alles Gute wünscht.

Zum 1. März 1980 konnte die Gesellschaft

für den Zivilschutz in 8erlin die

entstandene Lücke durch die Neubesetzung

mit Helmut Nitschke, einem 38jährigen

gebürtigen Berliner, schließen.

Nitschke verließ 1959 Berlin. Von 1964

bis zum Dienstantritt bei der Gesellschaft,

war er beim Bundesluftschutzverband,

der seit 1968 den Namen

"Bundesverband für den Selbstschutz"

trägt, tätig. Bereits 1965 erwarb er seine

Lehrberechtigung, kurz danach legte er

die Prüfung als Redner des Verbandes

ab.

Nach umfangreicher Tätigkeit in der Öffentlichkeit

sowie der UnterriChtung und

Ausbildung kam er 1970 in die HauptsteIle

des Bundesverbandes. Nach kurzer

Tätigkeit im Organisationsreferat war

er ab Mai 1971 als Mitarbeiter des entsprechenden

Fachreferates mit der Ausbildung

erneut befaßt.

Die Gesellschaft konnte in ihm einen erfahrenen

Praktiker, sowohl was die Verwaltungskenntnisse

als auch die Facharbeit

anbetrifft, gewinnen. Die Gesellschaft

tür den Zivilschutz in Berlin wird

mit ihrem Stamm interessierter Ehrenamtlicher

und mit der Aktivität und Erfahrung

des neues Geschäftsführers die

Arbeit in Berlin auf eine neue Basis

stellen.

Großbrand erforderte

Evakuierung

Zu einem der größten Brände in der Geschichte

der Stadt Bensberg kam es

Mitte Februar, als der Dachstuhl des

Priesterseminars Thomas-Morus-Akademie

aus ungeklärter Ursache in Flammen

aufging. Alle Feuerwehren im Umkreis

von Bensberg hatten Großalarm.

Für die Wehren war es schwierig, das

riesige Flammenmeer unter Kontrolle zu

halten, so daß zusätzlich die KÖlner Berufsfeuerwehr

alarmiert wurde.

130 Bewohner eines dort untergebrachten

Altenheims sowie die Schülerinnen

und Schüler eines gerade tagenden Primanerforums

mußten schnell evakuiert

werden. Der Malteser-Hilfsdienst und

der Lazarettzug der Feuerwehr Köln

brachten die Bewohner des Altenheims

in die umliegenden Krankenhäuser.

Zwei Feuerwehrmänner verloren bei den

schwierigen Löscharbeiten ihr Leben.

Der Schaden geht in die Millionen.

(Siehe auch Seiten 55/56.)

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