Herbst 2011 - Verband Wiener Volksbildung

vhs.at

Herbst 2011 - Verband Wiener Volksbildung

Mitteilungen

Herbst/2011

Programm- und Bildungszeitschrift der Volkshochschule Floridsdorf

Nachlese 65 Jahre

VHS Floridsdorf,

20 Jahre Basisbildung

Neue Vorsitzende der

VHS Floridsdorf –

Susanne Bluma

beSSer WirtSchaften

VhS aktionstag am 26. Jänner 2012

Jahresschwerpunkt der Wiener

Volkshochschulen 2012:

„Besser Wirtschaften“

10 euro ermäßigung

auf alle kurse aus dem

bereich Wirtschaft und

persönlichkeit*

*nur bei Buchung und Bezahlung am 26.1. 2012

Wiener Melange 2011

www.vhs.at / info@vhs.at 01/893 00 83

Besser wirtschaften

✆ 01/271 32 36

www.vhs.at/floridsdorf

01/271 32 36/199

office.floridsdorf@vhs.at


2 Volkshochschule Floridsdorf Mitteilungen September/2011

Wirtschaft

Unser Schwerpunkt für 2012

Die Wiener Volkshochschulen

setzen sich jährlich einen Themenschwerpunkt.

Nachdem

das Jahr 2011 dem Thema

„Gesundheit“ gewidmet war,

steht 2012 ganz im Zeichen

der Wirtschaft.

Als ersten Schritt hat die

Volkshochschule Floridsdorf

bereits während den Vorbereitungen

des Sommerprogramms

2011 mit der Implementierung

der ersten zwei

Stufen des Unternehmerführerscheins

® den Fokus auf den

Ausbau und die Neugestaltung

des Kursangebotes im

Bereich Wirtschaft gelegt.

Der Unternehmerführerschein

® geht auf eine Initiative

der Wirtschaftskammer

Österreich (WKO) im Rahmen

der EU-Strategie „Entrepreneurship

Education“ zurück

und ist in vier Einzelmodule

unterteilt. Aufgrund der international

standardisierten

Lehr- und Lernziele wird der

Unternehmerführerschein ®

europaweit eingesetzt und

ist ein Nachweis für das wirtschaftliche

Wissen und die

soziale Kompetenz von ArbeitnehmerInnen

und Selbstständigen.

So zielt der Unternehmerführerschein

® auf

grundlegende betriebs- und

volkswirtschaftliche Kenntnisse

ab. Das vierte Modul UP

(Unternehmerprüfung) enthält

ergänzende betriebswirtschaftliche

Inhalte auf Niveau

der Unternehmerprüfung und

bereitet die Lernenden auf

eine mögliche Unternehmensgründung

vor.

Eine zweite Neuerung

wird ab dem Herbstsemester

in unserem Kursprogramm

zu finden sein. Im Oktober

beginnen die Vorbereitungskurse

auf die vierteilige

b*fin-Zertifikatsreihe der Betriebswirtschaftlichen

Gesellschaft

(bewig). Mit den b*fin-

Zertifikaten wird Ihnen nun

neben dem EBC*L und dem

Unternehmerführerschein ®

ein drittes anerkanntes Zertifikat

geboten. b*fin BASIC

und b*fin01, die ersten zwei

Zertifikate, sind ein Nachweis

für buchhalterisches Wissen,

welches Sie im beruflichen

Alltag benötigen. Um die Lernziele

der beiden Zertifikate

so schnell und kompakt wie

möglich zu erlangen, haben

wir neben den Einzelkursen

auch den passenden Lehrgang

„Buchhaltung Kompakt“

entwickelt. Auf diesem Wissen

aufbauend bieten wir ab

Frühjahr 2012 die Zertifikate

b*fin02 und b*fin03 an, die

als schriftlicher Prüfungsteil

der Fachprüfung für Buchhalter-

bzw. Bilanzbuchhalter

durch die Paritätische Kommission

anerkannt sind.

Dominik Wang

Programm-Management

Und das erwartet Sie ab Herbst 2011/12 an der VHS Floridsdorf:

Buchhaltung 1

A 3410 ab 3. Oktober 2011 Mo u. Do 18:00-20:30

S 3411 ab 15. November 2011 Di 18:00-20:30

je 8x, 20 UE, 6-12 TN € 106,- + Skriptum: € 14,50

Buchhaltung 1 Kompakt

A 3412 ab 7. November 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

5x, 20 UE, 6-15 TN € 106,- + Skriptum: € 14,50

Buchhaltung 2

A 3416 ab 31.Oktober 2011 Mo u. Do 18:00-20:30

16x, 40 UE, 6-12 TN € 212,- + Skriptum: € 14,50

Buchhaltung 2 Kompakt

A 3417 ab 14. November 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

10x, 40 UE, 6-15 TN € 212,- + Skriptum: € 14,50

Kostenrechnung

A 3450 Fr 2. Dezember 2011 17:00-21:00

Sa 3. Dezember 2011 9:00-13:00 u. 14:00-18:00

12 UE, 6-12 TN € 74,40

Kostenrechnung Kompakt

A 3451 ab 28. November 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

5x, 20 UE, 6-15 TN € 120,-

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

A 3413 Fr 25. November 2011 17:00-21:00

Sa 26. November 2011 9:00-13:00 u. 14:00-18:00

12 UE, 6-12 TN € 63,60

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Kompakt

A 3418 ab 5. Dezember 2011 Mo-Mi 8:00-12:00

12 UE, 6-15 TN € 63,60

Lehrgang Buchhaltung Kompakt

Vorkenntnisse: Keine

Module: Buchhaltung 1 Kompakt

Buchhaltung 2 Kompakt

Kostenrechnung Kompakt

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Kompakt

A 3405 ab 7. November 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

23x, 92 UE, 6-15 TN € 690,-

Preis inklusive Prüfungsgebühr und Unterlagen

Der Unternehmerführerschein®

Entrepreneur’s Skills Certificate (ESC)

Unternehmerführerschein Modul A

Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge

A 3443 Gerhard Habeler

ab 10. Oktober 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

5x, 20 UE, 6-15 TN € 124,- +Unterlagen: € 29,90

Unternehmerführerschein Modul B

Grundlagen der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge

A 3442 Gerhard Habeler

ab 26. September 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

5x, 20 UE, 6-15 TN € 124,- +Unterlagen: € 29,90

Unternehmerführerschein Modul C

Unternehmerisches Grundwissen

A 3444 Gerhard Habeler

ab 17. Oktober 2011 Mo-Fr 8:00-12:00

5x, 20 UE, 6-15 TN € 124,- +Unterlagen: € 29,90

Detaillierte Kursinhalte und weitere Kurse aus dem Wirtschaftsbereich entnehmen

Sie bitte unserem aktuellen Kursprogramm, oder unter

www.vhs.at/floridsdorf.


Mitteilungen

3

Mensch und Bewegung

Im vorgeschichtlichen „natürlichen“

Normalfall bewegte sich

der Mensch aus Gründen der Lebenspraxis.

Als Jäger und Sammler

sowie später beim Ackerbau gab

es ausreichend Gelegenheit für

körperliche Aktivität. Die geplante

Bewegung an sich stand nicht im

Vordergrund.

Die Wurzeln der gezielten Bewegung

gehen auf die Griechen

zurück. Der Begriff Gymnastik

entstand, weil derartige Übungen

bei den Griechen nackt (gymnós)

ausgeführt wurden. Damals wie

auch später bei den Römern war

die körperliche Ertüchtigung der

jungen (männlichen) Generation

eine Vorbereitung auf den Kampf

in einer kriegerischen Auseinandersetzung.

„Turnvater“ Friedrich Ludwig

Jahn belebt die Gymnastik im 19.

Jahrhundert wieder. Den ersten

Turnplatz schuf Jahn im Anschluss

an die Napoleonischen Kriege 1811

auf der Berliner Hasenheide. Wieder

war die militärische Vorbereitung

eine Begründung für die Förderung

des Turnen.

Außerhalb von Europa wurden

in China und Indien mit Tai Chi und

Yoga ähnliche Bewegungsmodelle

mit meditativem Hintergrund

ausgeübt. Allerdings wurde auch

schon im klassischen Griechenland

die Einheit von Körper und

Geist betont.

Ab dem 19. Jahrhundert wurde

Gymnastik, Turnen und Sport

bei breiteren Schichten der Gesellschaft

zum Teil des täglichen

Lebens. Als solcher wurde er auch

von der Politik instrumentalisiert

(Olympische Spiele 1936 Berlin),

aber von vielen Menschen auch

begeistert ausgeübt. Viele Sportarten

wie Tennis oder Fußball verbreiteten

sich in Europa.

Im 20. Jahrhundert wird das

Thema Bewegung bzw. Bewegungsmangel

intensiver medizinisch

beforscht. Dies führte etwa

zu wissenschaftlich gestützten

Programmen wie Pilates oder Aerobic.

Die Ursprünge von Aerobic

gehen auf den amerikanischen

Arzt Kenneth H. Cooper zurück,

der in den 60er Jahren erstmals

ein aerobes Training zur Stärkung

von Herz und Lunge entwickelte.

Cooper gab damit der Gymnastik in

den USA einen neuen Impuls. Der

weltweite Durchbruch kam 1982,

als Jane Fonda Aerobic mittels

Videokassette verbreitete. Neue

Bevölkerungsgruppen entdeckten

dadurch die Gymnastik. Die früher

ausschließlich von jungen Männern

ausgeübten Bewegungsarten

wurden von Frauen und Älteren

entdeckt. Im 21. Jahrhundert denken

viele bei Gymnastik an Kurse

für Frauen und nicht mehr ganz

junge Menschen. Männer entwickelten

sich (idealerweise) zu Athleten

in Fitnessstudios.

Der große Durchbruch war und

ist aber auch (nur) ein Medienphänomen.

Obwohl viele Menschen

in Europa regelmäßig Gymnastik

und/oder Sport betreiben, ist

Bewegungsmangel noch immer

eine der häufigsten Krankheitsursachen.

Bewegungsmangel kann

durch verschiedene Umweltfaktoren

bedingt sein. Zum einen ist

Zeitmangel als Folge beruflicher

und privater Überforderung zu nennen oder ein Überangebot

an Unterhaltungs- bzw. Informationsmöglichkeiten

(nicht zuletzt im Internet). So finden wir uns

nach dem Büro auch zu Hause vor dem PC wieder. Die

Folge ist ein Ansteigen von Erkrankungen wie Diabetes,

hoher Blutdruck oder chronische Rückenschmerzen.

Jedes Jahr sterben ungefähr 600.000 Menschen

in Europa an Bewegungsmangel (WHO-Angaben).

Durch Übergewicht und Adipositas stirbt eine weitere

1.000.000. Auch wenn diese nur vorgezogene Todesfälle

sind, denn Sterben werden wir alle, ist das ein Anlass

zur (persönlichen) Sorge (um sich).

Die gesamtgesellschaftlichen Kosten, die in Folge

von Bewegungsmangel verursachten bzw. begünstigten

Krankheiten anfallen, gehen in die Milliarden.

Dagegen liefern die positiven Auswirkungen einer regelmäßigen

körperlichen Aktivität für jeden Menschen

mehr Lebensqualität:

m vermindert oder verhindert Übergewicht

m Steigerung der Toleranz für Stress durch seelische

oder geistige Belastung

m Verringerung stressbedingter Stoffwechselveränderungen

(Abnahme von freien Fettsäuren und

Glukose)

m Verringerung des stressbedingten Blutdruckanstiegs

m weniger Rauchen

m Senkung der Blutfette (Triglyzeride, LDL, VLDL)

m Steigerung des HDL-Cholesterins („gutes“ Cholesterin)

m Verbesserung des Zuckerstoffwechsels

m Senkung der Bereitschaft zur Blutgerinnung

m Steigerung der fibrinolytischen Aktivität (Abbau

von Gerinnseln)

m Die Beweglichkeit der Gelenke wird erhalten bzw.

verbessert

m Auch positive Auswirkungen auf die Psyche sind

erkennbar. Depressionen werden durch körperliche

Aktivität gelockert.

Falls Sie jetzt Lust auf mehr Bewegung haben, steht die

Volkshochschule Floridsdorf für Sie offen. Die Angebote

reichen von der klassischen Gymnastik bis zu Yoga

(siehe www.vhs.at/floridsdorf oder das aktuelle Kursprogramm).

Vor der Anmeldung ist gerade dann ein Besuch

beim Arzt ratsam, wenn Sie sich nicht sicher sind,

was Sie sich zutrauen können.

Literaturtipp:

Michael Krüger, Einführung in die Geschichte der

Leibeserziehung und des Sports Teile 1-3, 2. Auflage

2005

Hans Sarkowicz (Hrsg.), Schneller, höher, weiter. Eine

Geschichte des Sports, Suhrkamp 1999

Geschichte für heute 3/2011: Sportgeschichte, Zeitschrift,

Juli 2011

Mag. Christian Schmidgunst


4 Volkshochschule Floridsdorf Mitteilungen September/2011

Herzlich Willkommen bei der

Bildungsberatung in Wien

Wir unterstützen Sie, wenn Sie

m

m

m

m

m

m

m

m

sich beruflich verändern möchten

passende Kurse und Ausbildungen suchen

einen Abschluss auf dem Zweiten Bildungsweg anstreben

Ihren Ausbildungsweg planen

vorhaben wieder ins Berufsleben einzusteigen

sich über finanzielle Förderung für Ihre Weiterbildung informieren

wollen

Ihre Entscheidung mit einer neutralen Person nochmals

besprechen möchten

Ihre Stärken erkennen und Ihre Talente fördern wollen

Kosten und Dauer

Die Beratung ist kostenlos. Sie können so oft kommen, wie es

für Sie Sinn macht.

Neutralität

Die BeraterInnen sind zur unabhängigen, neutralen Beratung

verpflichtet. Das heißt, wir empfehlen keine Kurse oder Ausbildung

eines bestimmten Anbieters.

Beratungsmöglichkeiten

Die Volkshochschule Floridsdorf ist eine von mehreren Projektpartnerinnen.

Bei uns können Sie sich

m einen Einzelberatungstermin vereinbaren

Beratungsort: Volkshochschule Floridsdorf

Mag. a Barbara Oberwasserlechner telefonische Terminvereinbarung

unter 01/2716216/612

m ohne Anmeldung erste kurze Informationen bei unseren

Veranstaltungen an öffentlichen Orten einholen

(wienweite Termine www.bildungsberatung-wien.at)

m online beraten lassen

https://bildungsberatung-wien.beranet.info/

(in Kooperation mit anderen Projektpartnerinnen)

Zusätzlich gibt es im Projekt die Möglichkeit sich

m telefonisch unterstützen zu lassen

kostenloses Bildungstelefon 0800 20 79 59

m bei unseren PartnerInnen Termine für Einzelberatungen zu

vereinbaren oder

m Bildungsinformation an öffentlichen Orten in Anspruch zu

nehmen

(wienweite Termine www.bildungsberatung-wien.at)

gefördert von

Summer Card 2011 – Eine

Floridsdorfer Erfolgsgeschichte

Die Summer Card feierte in

diesem Sommer ihr fünfjähriges

Jubiläum. In der kurzen

Zeit Ihres Bestehens entwickelte

sie sich zu einer echten

Erfolgsgeschichte. Im Sommer

2006 wurde sie das erste

Mal an der VHS Floridsdorf angeboten

und übertraf gleich

die gesetzten Ziele. 2009 gab

es die erste Kooperation und

die Summer Card wurde gemeinsam

mit der Volkshochschule

Brigittenau angeboten.

Da auch die Kooperation sehr

gut funktionierte, wurde sie

2010 ausgeweitet und die

Volkshochschulen Urania,

Alsergrund und Donaustadt

beteiligten sich. 200 verkaufte

Summer Cards sprachen für

sich und dieser Erfolg blieb

auch der Zentrale der Wiener

Volkshochschulen nicht

verborgen. 2011 wurde die

„Floridsdorfer Erfindung“ nun

wienweit angeboten.

Das Grundprinzip der

Summer Card blieb all die

Jahre gleich. Die/der SummercardbesitzerIn

kann beliebig

viele Kurse bzw. Termine aus

dem Summercardangebot besuchen.

Waren es 2006 noch

rund 30 Kurse, aus denen

ausgewählt werden konnte,

so waren es nun beim wienweiten

Angebot rund 300

Kurse. Das Sensationelle an

diesem Angebot war jedoch

der Preis – die SC kostet nur

60,- Euro. Bereits ab zwei besuchten

Kursen rechnete sich

die Karte.

Zum Abschluss noch ein

paar statistische Zahlen. Es

wurden rund 500 Summer

Cards verkauft. Nicht nur,

dass die FloridsdorferInnen

wieder die fleißigsten Summercardkäufer

waren, sie waren

auch die mobilsten.


Mitteilungen

5

Wir gratulieren unseren Gewinnerinnen

des Frühbuchergewinnspieles!

Die Hauptpreisgewinnerin Erika Mandt

erhielt die Kursgebühr ihres Bewegungskurses

zurück. (Im Bild mit Direktor

Wolfgang Gruber)

Herta Howanietz erhielt 25 % der

Kursgebühr zurück.

Susanne Blechner erhielt 25 % der

Kursgebühr zurück.

Neue Toiletten in der Angerer Straße

Mit über 50 Jahren kommen auch

Häuser langsam in die Jahre und

brauchen hin und wieder ein

„Facelifting“, so wie auch unser

Haupthaus in der Angerer Straße.

Da der Kursbetrieb nicht gestört

werden soll, sind Renovierungsarbeiten

immer nur in den beiden

Sommermonaten möglich. Damit

ist auch nur eine schrittweise

Renovierung über mehrere Jahre

möglich. So wurden in den letzten

15 Jahren, die Fenster ausgetauscht,

die Fassade gedämmt,

neu ausgemalt, die alten Gipsdecken

und Leuchten ersetzt, ein

neuer Aufzug eingebaut und letztes

Jahr wurden die Toiletten generalsaniert.

Dabei wurde die Steigleitung

komplett erneuert und die

WCs neu gestaltet. Dadurch wurde

es möglich auch im 1. und 3. Stock

behindertengerechte Toiletten zu

bauen. In diesen befinden sich

erstmals im Haus Wickelauflagen,

die von den Eltern unserer kleinsten

KursbesucherInnen lange gefordert

wurden.

Eine Besonderheit stellen die

wasserlosen Urinale (Pissoirs)

dar. Allen, die bei diesem Gedanken

sofort die Nase rümpfen, sei

versichert, dass die Geruchsbelästigung

geringer ist als bei den

herkömmlichen. Das liegt daran,

dass die Urinale mit einem Siphon

betrieben werden, in dem eine

biologisch abbaubare „Sperrflüssigkeit“

eingefüllt wird. Diese

Flüssigkeit ist leichter als Urin und

hydrophob. Der schwerere Urin

kann somit durch die Sperrflüssigkeit

hindurch abfließen, ohne sich

mit dieser zu vermischen. Zugleich

verhindert diese Flüssigkeit auch

das Entweichen von schlechten

Gerüchen. Neben dem Vermeiden

von Geruchsbelästigungen sparen

die wasserlosen Urinale vor allem

natürlich Wasser. Den ersten

Praxistest haben sie nun bereits

sehr gut überstanden, sodass sie

höchstwahrscheinlich auch bei der

Renovierung der Toilettenanlage

neben dem Großen Saal zum Einsatz

kommen werden (diese ist für

2012 geplant).


6 Volkshochschule Floridsdorf Mitteilungen September/2011

Neuer Vorstand der VHS Floridsdorf

In der 32. Generalversammlung des Fördervereins der Volkshochschule Floridsdorf wurde ein neuer Vorstand gewählt. Nach 23 jähriger

Ära übergab Frau Prof. Erika Stubenvoll den Vorsitz an Gemeinderätin Susanne Bluma. Prof. Stubenvoll bleibt der Volkshochschule

als Vorstandsmitglied und als Ehrenvorsitzende weiterhin erhalten.

Ausgeschieden aus dem Vorstand sind Christa Wagenhofer und Erol Holawatsch.

Der neugewählte Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Susanne BLUMA

Vorsitzende

Abgeordnete zum

Gemeinderat

Dieter BANKL

Vorstandsmitglied

Ing. Christian

PETERKA

Stv. Kassier

Foto: SchaubWalzer

Dr. Michael LUDWIG

1. Stv. Vorsitzender

Stadtrat für Wohnen,

Wohnbau und Stadterneuerung

Edith HOFFMANN

Rechnungsprüferin

Frederique

PICHLER-BOOG

Schriftführerin

Foto: Jeschofnig

Ingrid VRANA

2. Stv. Vorsitzende

Volksschuldirektorin

i. R.

Ronald JUZA

Rechnungsprüfer

Ing. Helmut

POPPENWIMMER

Vorstandsmitglied

Ing. Heinz LEHNER

3. Stv. Vorsitzender

Bezirksvorsteher für

den 21. Bezirk

Dr. Christa KATTIRS

Vorstandsmitglied

Dr. DI Hofrat Franz

REICHL

Vorstandsmitglied

Leiter des Außenamtes

der TU

Prof. Erika

STUBENVOLL

Vorstandsmitglied,

Ehrenvorsitzende

Ernst KONRAD

Kassier

Mag. Gerhard

SPITZER

Stv. Schriftführer

Gemeinderat

Franz ARTNER

Vorstandsmitglied

Foto: Parlament

Angela LUEGER

Vorstandsmitglied

Nationalratsabgeordnete

Foto: Angelika Kainz

Marietta WILD

Vorstandsmitglied


Mitteilungen

7

Prof. Leopold Wiesinger

Am 15. Juni 2011 verstarb unser langjähriger Vorsitzender und Vorstandsmitglied

Prof. Leopold Wiesinger im 91. Lebensjahr.

In Wien geboren, wuchs er in die

Welt einer Arbeiterfamilie in Floridsdorf

hinein. Seine Kinderjahre

waren geprägt durch politische

Ereignisse wie den Schattendorfer

Prozess und die Wirtschaftskrisen.

Die Februarereignisse des Jahres

1934 blieben dem damals 14jährigen

für immer im Gedächtnis.

Nach Absolvierung der Volks- und

Hauptschule und seiner Lehrzeit

wurde er Maschinenschlossergeselle,

begann sich politisch zu betätigen

und wurde deswegen vom

Ständestaat mit sechs Wochen

Haft bestraft. Später war er als

Maschinenschlosser und Vorarbeiter

in der Floridsdorfer Lokomotivfabrik

tätig. Ab Mai 1941 musste

er zum Militär und war von 1944

bis 1946 als Kriegsgefangener in

Kanada. Heimgekehrt, besuchte

er eine Maturaschule, an der er

im Oktober 1948 die Externistenreifeprüfung

mit Auszeichnung

ablegte. Seinen Lebensunterhalt

bestritt er durch Nachhilfestunden

in Mathematik und Englisch,

außerdem war er als Kursleiter im

damaligen Volksbildungshaus Floridsdorf

tätig. Nach dem Besuch

der Lehrerbildungsanstalt trat er

1950 in den Schuldienst ein. In

dieser Zeit begann er auch an der

Universität Wien Mathematik und

Pädagogik zu studieren.

Seit dieser Zeit gehörte er dem Bildungsausschuss

der SPÖ-Bezirksorganisation

Floridsdorf an, wurde

später Mitglied des Bezirksvorstandes

und Obmannstellvertreter.

Er organisierte viele kulturelle

Veranstaltungen, hielt Vorträge

über Erziehung, Schule und Kulturfragen

und war auch publizistisch

zur Geschichte der Arbeiterbewegung

in Floridsdorf tätig.

Seine Tätigkeit als Volksbildner

begann schon im Kriegsgefangenenlager,

wo er Mathematik und

geometrisches Zeichnen unterrichtete.

1947 wurde er Kursleiter

im damaligen Volksbildungsverein

Floridsdorf, dem Vorläufer der

Volkshochschule Wien-Nord. Als

1955 eine neue Kursform des Verbandes

Wiener Volksbildung, die

„Lebensschule‘, eingerichtet werden

sollte, war Wiesinger ein eifriger

Mitarbeiter bei der Entwicklung

der pädagogischen Konzepte

und einer der ersten Lebensschullehrer

in Floridsdorf.

Von 1951 bis 1979 war er Mitglied

des Vereinsvorstandes der Volkshochschule

Wien Nord, der späteren

VHS Floridsdorf und von 1965

bis 1973 Präsident. In diese Zeit

fällt die Eröffnung des HdB Floridsdorf

und die Planung des HdB

Großfeldsiedlung.

1972 wurde er Vorsitzender des

Verbandes Wiener Volksbildung.

Von 1970 bis 1986 war er äußerst

kompetenter Vizepräsident des

Verbandes Österreichischer Volkshochschulen,

und lange Zeit führte

er de facto ihre Geschäfte.

Unter seiner zielstrebigen Leitung

kam es zur Gründung eines Verwaltungsausschusses,

der gemeindeeigene

Objekte, wie Häuser der

Begegnung, Volksheime und Volkshochschulgebäude,

zentral verwaltet.

Ein Pädagogischer Ausschuss

wurde gebildet, dessen Aufgabe

es war, die Arbeit der Wiener Volkshochschulen

zu koordinieren. Es

konnte ein Personalreferat geschaffen

werden, welches die Aufgabe

hatte, die Angestellten und

Arbeiter der Wiener Volkshochschulen

in den Verband Wiener

Volksbildung zu übernehmen und

ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht

zu erarbeiten. Weiters

kamen ab 1972 in allen Volkshochschulen

nach und nach hauptberuflich

tätige pädagogische Mitarbeiter/innen

zum Einsatz.

Darüber hinaus wurde während

seiner Präsidentschaft eine Projekttätigkeit

entfaltet, wie die Berufsreifeprüfung,

Behindertenarbeit

und Seniorenquiz, die heute noch

vorbildlich angewendet wird. Er

ermöglichte auch die Herausgabe

einer eigenen Schriftenreihe des

Verbandes Wiener Volksbildung.

In seiner Funktion als Vizepräsident

des Verbandes Österreichischer

Volkshochschulen konnte er

wertvolle Beiträge für die österreichischen

Volkshochschulen leisten.

Sein Einfühlungsvermögen

und seine Toleranz bei der Lösung

schwieriger Fragen verschafften

ihm großes Ansehen und viele

Freunde.

Neben vieler anderer Ehrungen

wurde ihm im Jahre 1981 der Berufstitel

„Professor“ verliehen.

Als Politiker brachte es Wiesinger

bis zum 1. Vorsitzenden des Wiener

Gemeinderates, konnte als

Lehrer und Volksbildner Wesentliches

zur Gestaltung der Schul- und

Kulturpolitik, vor allem aber für die

Volksbildungsarbeit in der Bundeshauptstadt

Wien beitragen. Auch

als „Ruheständler“ war er noch

volksbildnerisch tätig, unter anderem

als Funktionär im Verein zur

Geschichte der Volkshochschulen.

Quelle: Die Österreichische Volkshochschule,

41. Jg., H. 157, September

1990, 61-61


8 Volkshochschule Floridsdorf Mitteilungen September/2011

1 2 3

1) v.l.n.r: Mag. Martin Netzer (Stv. Sektionschef bm:ukk); Mag. a Sonja Muckenhuber (VHS Linz); Dr. in Elisabeth Brugger

(Wr. Volkshochschulen, Pädagog. Referat); Antje Doberer-Bey (VHS Floridsdorf); Dr. Michael Ludwig (Stadtrat für Wohnen,

Wohnbau und Stadterneuerung und Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Volkshochschulen GmbH);

Judith Bradner (Moderation) /2) Saal / 3) Martina Needham (Donegal Institute, Irland)

20 Jahre Basisbildung und

65 Jahre VHS Floridsdorf

Im November 1945, wenige

Monate nach dem Ende des

2. Weltkrieges organisierte

der Floridsdorfer Arbeiter Fritz

Jordan Sprachkurse in einem

Floridsdorfer Realgymnasium.

Damit legte er den Grundstein

der Volkshochschule Floridsdorf.

Diesem und einem weiteren

Jubiläum, nämlich 20

Jahre Basisbildung an der

VHS 21, erinnerten wir uns am

23. November 2010 mit einer

besonderen Veranstaltung.

Im Rahmen der Fachtagung

„Gegen.Teile“ Diversität

und Inklusion in der Basisbildung

beschrieb Monika

Kastner (Alpen-Adria Univ.

Klgft.) die Potentiale heterogener

Kursangebote, die

auf ihrer Analyse der Interaktions-

und Beziehungsebene

zwischen Teilnehmenden und

Kursleitenden beruht. Kastner

betrachtet „Heterogenität“

in der Erwachsenenbildung

und damit auch in der Basisbildung

als „Normalfall“. Die

Orientierung an den Teilnehmenden

im Bereich Planung

und Durchführung erhebt sie

zum „didaktischen Prinzip“,

in der Umsetzung bestimmt

die Frage nach der pädagogischen

Haltung, ob Lehr- und

Lernprozesse gelingen können.

Die Potenziale von Basisbildung

sieht Kastner in der

positiven Veränderung der

Voraussetzungen fürs Lernen.

Ihr Vortrag erschloss auch

Antworten zu den Fragen „Wie

viel Differenz verträgt eine

Gruppe?“ und „Warum ist Basisbildung

ein Beispiel inklusiver

Erwachsenenbildung?“

Martina Needham (Donegal

Institute, Irland) ermöglichte

einen Einblick in den Irischen

Qualifikationsrahmen

und den damit verbundenen

„Learning Outcomes“ und

Programmen wie z.B. WorkplaceLiteracy.

Ihr Beitrag führt

auch heute noch zu kontrastierenden

und heftigen Diskussionen,

der Wunsch einer

Einordnung der Basisbildung

in den NQR ruft KritikerInnen

aufs Tapet, die den Nutzen

einer solchen Einordnung für

die unterschiedlichen Zielgruppen

der Basisbildung diskutieren.

Im Anschluss an die Fachtagung

versammelten sich

alle Anwesenden zur Eröffnung

der offiziellen Feier im

Festsaal der VHS 21. Einleitende

Worte sprachen Stadtrat

Dr. Michael Ludwig, Bezirksvorsteher

Ing. Heinz Lehner,

Prof. in Erika Stubenvoll, Mario

Rieder, Geschäftsführer der

Wiener Volkshochschulen und

Direktor Wolfgang Gruber, die

ihre Verbindung zur Volksbildung

und zur Volkshochschule

Floridsdorf deutlich machten.

Im Anschluss beleuchteten

am Podium Elisabeth

Brugger, Antje Doberer-Bey,

Sonja Muckenhuber, Michael

Ludwig und Martin Netzer die

20-jährige Geschichte der Basisbildung

an der VHS 21 und

diskutierten die Zukunft.

Elisabeth Brugger berichtete,

wie sie das „funktionale

Alphabetisierungskonzept“

aus den USA mitbrachte und

der damaligen Direktorin der

VHS Floridsdorf, Ingrid Trummer,

vorstellte. Bei diesem

Konzept ging es nicht nur darum,

dass Menschen lesen und

schreiben, sondern auch Texte

Sinn erfassend verstehen, sich

in Formularen zu Recht finden

und mit dem Computer umgehen

können. „Mit diesem

Konzept waren wir die Ersten

in Österreich.“ Antje Doberer-

Bey, die 1990 das Konzept

als Grundlage für den Aufbau

des Basisbildungsbereiches

und der Kurse an der VHS 21

verwendete, berichtete von

den schwierigen ersten Jahren.

Das Thema musste damals

erst öffentlich gemacht

werden, TeilnehmerInnen

mussten gefunden werden.

Aus einem Kurs mit 6 TeilnehmerInnen

im Jahre 1990 wurden

sechzehn Kurse mit rund

150 TeilnehmerInnen im Jahr

2010.

Auf die Frage, warum die

Basisbildung erst in den letzten

Jahren zum Thema wurde

und ob die Zahl der betroffenen

Personen in den letzten

Jahren gestiegen ist, meinte

Stadtrat Ludwig, dass die Anforderungen

an die ArbeitnehmerInnen

in der Arbeitswelt

in den letzten Jahren einfach

sehr stark gestiegen sind.

Konnten sie vor 30 bis 40 Jahren

mit Defiziten beim Lesen,

Schreiben und Rechnen ohne

Probleme in der Arbeitswelt

bestehen, so ist dieses Defizit

heute viel spürbarer geworden.

Stadtrat Ludwig weist

auch darauf hin, dass dieses


Mitteilungen

9

4 5 6

4) Arbeitsgruppe mit Martina Needham / 5) Univ.-Ass. Dr. in Monika Kastner, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt /

6) Nadja Kerschhofer-Puhalo las Texte von TeilnehmerInnen der Basisbildungskurse

Angebot an Basisbildungskursen

ohne finanzielle Unterstützung

des Bildungsministeriums,

der Stadt Wien und

vor allem des Europäischen

Sozialfonds nicht möglich

wäre. Martin Netzer vom Bundesministerium

für Unterricht,

Kunst und Kultur bestätigt

dies und freut sich berichten

zu können, dass es zukünftig

zusätzliche Bundesmittel für

den Basisbildungsbereich geben

wird, um diesen qualitativ

und quantitativ ausbauen zu

können. Er lobt die Institutionen

der Erwachsenenbildung

als „Innovationstreiber“. Die

Basisbildung ist hier ein schönes

Beispiel dafür. Das Thema

wurde zuerst von den Erwachsenenbildungseinrichtungen

aufgenommen und thematisiert

und erst danach begann

das Ministerium, Projekte zu

unterstützen.

Auf die Frage, ob gemischte

Kurse, also Kurse, in denen

Personen mit Deutsch als

Erstsprache sowie Zweitsprache

teilnehmen, pädagogisch

und integrationspolitisch Sinn

machen, meinte Sonja Muckenhuber

von der VHS Linz,

dass dies in Österreich fast

überall üblich ist. Es sollte

nur ein fachliches Kriterium

geben, nämlich jene Personen

mit Deutsch als Zweitsprache

sollten schon über ein gutes

Deutschniveau verfügen,

dann ist es kein Problem.

In der Vergangenheit haben

sich hier schon oft sehr „befruchtende

TeilnehmerInnengruppen“

gebildet. Elisabeth

Brugger weist noch auf ein

weiteres wichtiges Kriterium

hin, das grundsätzlich für Basisbildungskurse

wichtig ist,

aber im speziellen auch für

heterogene Gruppen, nämlich

dass es sich um sehr kleine

Kursgruppen handelt, damit

der/die TrainerIn auch individuell

mit den TeilnehmerInnen

arbeiten kann.

Begleitend zur Fachtagung

kamen Teilnehmende als Expertinnen

und Experten der

Basisbildung zu Wort. Zum

Tagungsthema gestalteten

sie eine Ausstellung mit sehr

persönlichen „Wortbildern“.

Im Rahmen der abendlichen

Feierlichkeiten lasen Nadja

Kerschhofer-Puhalo und Michael

Thonhauser unter musikalischer

Begleitung von NOVI

SAD eindrucksvolle Texte von

Teilnehmenden aus Basisbildungsangeboten

der VHS 21

und des BHW-NÖ.

Wolfgang Gruber, Astrid

Klopf-Kellerer, Dominik Wang

Worte von Teilnehmenden aus Kursen der Basisbildung VHS 21

EINHEIT

Wir sind eins.

Wir haben Gemeinsamkeiten.

Wir sind viele Ich.

Wir sind mehr als die Summe der einzelnen Teile.

Wir sind wir.

Gemeinsam schaffen wir viel.

Wir sind super.

Wir sind stark.

VIELFALT

Wir sind viele.

Wir sind verschieden.

Wir sind bunt gemischt.

Wir sind viele Ich.

Ich bin ich. Du bist du.

Ich bin super. Du bist super.

Jeder gibt sein Bestes.

Ich bin ein wertvoller Teil der Gruppe.

Du bist ein wertvoller Teil der Gruppe.

aus Einzel- & Gruppenarbeiten,

Doppelkurs „Lesen & Schreiben“,

Nov. 2010

Was gut ist: Kurs

Was sehr gut ist: Schreiben und Lesen

Was am besten ist: Die Leute

Traude

Der Kurs

Es macht mir sehr viel Spaß im Kurs.

Ich merke, dass ich gar nicht so schlecht

bin.

Mir geht es damit sehr gut.

Ich bin gespannt was ich noch lerne.

Es sind Wörter die ich noch nie geschrieben

habe.

Ich kenne mich so gar nicht.

Br i g itt e

Ich wurde gefragt, wie ich zu dem Kurs

kommen kann.

Du hast mir gesagt, dass die Pflegeeltern

mir nichts gelehrt haben.

Ich habe deinen Stall ausmisten müssen,

aber konnte nicht in die Schule gehen.

Anni

Aus Liebe zum Leben liebe ich die Vielfalt,

Quelle eines unsterblichen Reichtums.

VIELFALT DER LIEBE – LIEBE DER VIELFALT

Vielfalt ist Reichtum,

kann aber auch zu Hass oder Liebe führen.

Ich entscheide mich für die Liebe.

Linda

Gedicht mit allen Sinnen – Diversität

Diversität sieht aus wie Farben – gemischte

Farben, ein bunter Blumenstrauß.

Rot, blau, rosa, braun, grün,

orange, violett, gelb…

Diversität schmeckt nach Gugelhupf,

Mohntorte, Bananenschnitte, Maroniblüte,

Waldbeerfleck, Schokomousse-

Törtchen…

Diversität riecht nach einem erfrischenden

und angenehmen Wind, der

uns zu Änderungen und Verbesserungen

aufmuntert.

Diversität klingt verschiedenartig:

Jazz, Rock, Klassik, Pop, Reggae,

Folklore… sind nicht in ihren eigenen

Welten, von den anderen getrennt,

aber beeinflussen sich gegenseitig

und werden kreativer, emotionaler,

stärker.

Diversität fühlt sich an wie auf einer

Reise. Durch die Welt. Durch verschiedene

Klänge, Düfte, Geschmäcker und

Gefühle.

Linda


Die Wiener Melange 2011

Eine Reise zu den musikalischen Wurzeln der Juden und Roma

Nach den großartigen Rückmeldungen der letzten zwei Jahre setzte sich die Erfolgsstory

der Veranstaltungsreihe „Wiener Melange“ heuer mit einem musikalischen

Leckerbissen fort. Wie gewohnt wurde die Veranstaltung in Kooperation zwischen

der VHS Floridsdorf und dem Kulturverein „Transdanubien“ geplant und organisiert,

eine Zusammenarbeit, die in der Vergangenheit bereits zahlreiche interessante

Events hervorbrachte.

Statt wie 2010 mehrere kleinere Veranstaltungen zu planen, galt die Wiener Melange

2011 der Verschmelzung zweier Kulturen, die der Juden und die der Roma, in

einem Event über die gemeinsame Schnittstelle der „Musik“.

Der Abend wurde von Mosa Šišic & The Gipsy Express fulminant eingeleitet. Ganz

im Mittelpunkt Mosas Enkeltochter Angelina, die tatkräftig mit ihrer Geige mitwirkte.

Begrüßt wurden die Anwesenden von Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner,

Mag. Wolfgang Gruber, Direktor der VHS Floridsdorf und Marietta Wild, Vorstand

des Kulturvereins „Transdanubien“. Prof. Rudolf Sarközi eröffnete die

Veranstaltung danach offiziell.

Mosa Šišic zog anschließend wieder das Publikum in seinen Bann, indem er es auf

eine musikalische Reise mitnahm, die seiner Komposition „Aufbruch ins Paradies“

alle Ehre machte.

In der Pause hatten alle Anwesenden die Möglichkeit zwei Ausstellungen zu

betrachten. Einerseits die Fotoausstellung „Jerusalem from the air“, die von der

israelischen Botschaft zur Verfügung gestellt wurde und andererseits die Bilder von

Dvora Barzilai.

Danach ging es wieder musikalisch weiter. Die Gruppe FREJLECH bot dem Publikum

eine spannende Mischung aus Klezmer Musik und humorvollen jiddischen Anekdoten.

Als Verstärkung holten sie sich die Sängerin Sveta Kundish und Oberkantor

Shmuel Barzilai auf die Bühne.

Der Abend fand seinen Ausklang nach zwei gemeinsam gespielten Stücken von

FREJLECH und Mosa Šišic & The Gipsy Express.

Die Wiener Melange stand 2011 ganz im Zeichen von „Miteinander statt Gegeneinander“,

denn so unterschiedlich Kulturen auch sein mögen, gibt es doch immer

gemeinsame Schnittstellen wie die Musik und die mit ihr verbundenen Emotionen.

Foto 1: Sveta Kundish / Foto 2: Ausstellung

von Dvora Barzilai / Foto 3:

Frejlech und The Gipsy Express

beim gemeinsamen Abschlusslied /

Foto 4: Fotoausstellung „Jerusalem

from the air“ / Foto 5: Mosa Šišic

mit einem speziellen Geigen bogen /

Foto 6: Galit Ronen von der Israelischen

Botschaft, Marietta Wild,

Dvora Barzilai / Foto 7: Mosa Šišic

& The Gipsy Express / Foto 8: Oberkantor

Shmuel Barzilai /

Foto 9: Gruppe FREJLECH

Dominik Wang

Programm-Management


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www.vhs.at/floridsdorf

Impressum: Mitteilungen, Nr. 4/September 2011

HAT SICH MIR GE-

MOCHT A SCHMERZ

Literarisch-musikalische Reise durch’s Stedtl

mit ELISABETH-JOE HARRIET und

BELA FISCHER (Geige und Klavier)

Mittwoch, 9. November 2011, 19:30, Angerer Straße 14

Eintritt: € 15,– inkl. Getränken und jüdischen koscheren Kostproben

Der Titel mag traurig klingen, aber jüdisches Leben, die Geschichten und Lieder haben neben ihrer Melancholie sehr viel

Humor. Es darf also geschmunzelt und gelacht werden!

Als eingängige Kulisse dienen die Bilder des bedeutenden jüdischen Malers ISIDOR KAUFMANN

Schon der große jiddische Autor Scholem Alejchem sagte: „Die meisten Übel, die sich über die Häupter meiner Brüder ergießen,

entstehen durchaus nicht dadurch, weil man uns – wie manche es sich einbilden – zu gut kennt, sondern dadurch,

dass man uns gar nicht oder fast nicht kennt!“

„Wer ein authentisches jüdisches Programm erleben und die jüdische Seele, das jüdische Volk, seine Lieder und seine

Bräuche wirklich verstehen will, der sollte sich diesen Abend mit Elisabeth-Joe Harriet nicht entgehen lassen. Zumeist sind

es ja dem Judentum affine Schauspieler, die sich mit dem Thema beschäftigen. Die Harriet ist jüdischer Abstammung, so

vieles ist ihr daher selbstverständlich, ein jiddischer Abend musste endlich einmal sein. Hinreißend bereits die Einstiegsnummer

mit dem Liedel vom Mantel aus altem Stoff, und was man damit nicht noch alles machen kann. Herzerfrischend

die jiddischen Geschichten und Geschichteln rund um die hohen Feiertage. Hier kommt das erzählerische und gesangliche

Talent der Elisabeth-Joe Harriet voll zum Einsatz … Und bei den eingeblendeten Bildern von Isidor Kaufmann untermalt

von den berührenden Geigenklängen des Bela Fischer fühlt sich der Zuschauer zurückversetzt in die Szenerie des

Stedtls. Genau genommen ein Pflichtprogramm.“

(NÖN)

Neue MitarbeiterInnen an der VHS Floridsdorf

Monika Frank

Solomon Usenbor

Haustechnik Zweigstelle Neu-Stammersdorf

Geboren am 6.4.1970 in Nigeria

seit 15.9.2010 bei den Wiener Volkshochschulen

Medieninhaber: „Die Wiener Volkshochschulen GmbH“, 1150 Wien, Hollergasse 22

Für den Inhalt verantwortlich: Mario Rieder

(Geschäfts führer „Die Wiener Volkshochschulen GmbH“),

Mag. Wolfgang Gruber (Leiter VHS Floridsdorf).

Layout: Jarmila Böhm Druck: digitaldruck.at, Leobersdorf

Mitteilungen Nr. 4/2011 • 59. Jahrgang

Österreichische Post AG /Sponsoring.Post • Verlagspostamt 1150 Wien • GZ 02Z032950 S

Karin Waicsek

KundInnenservice Zweigstelle Großjedlersdorf

Geboren am 25.09.1962 in Wien

seit 6.4.2010 bei den Wiener Volkshochschulen

Programmmanagerin

Hauptschulabschluss

Geboren am

14.05.1968

seit Frühjahrsemester

2006 als Kursleiterin im Bereich

Hauptschulabschluss tätig. Von

November 2006 bis Dezember 2009

im HSA-Büro und von März 2008 bis

Februar 2010 als EDV-Betreuerin an der

VHS Floridsdorf tätig.

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