16&17/08/2013 Starkart Exhibitions - Seismogram

seismogram.ch

16&17/08/2013 Starkart Exhibitions - Seismogram

16&17/08/2013

Starkart Exhibitions

Festival für Experimentelles und Ungehörtes.

Starkart Exhibitions, Brauerstrasse 126, 8004 Zürich.

Konzerte jeweils ab 20 Uhr, Vulkano-Grill & Bar ab 18.30 Uhr.

Tickets: sFr. 20.- / 15.- pro Abend.

Anfahrt: Bus 31 oder Tram 8 bis Bäckeranlage.

www.seismogram.ch


Liebes Publikum,

Wir freuen uns sehr, Euch zum ersten Seismogram Festival einladen zu können! Was Ihr hier zu hören bekommt, entspringt

dem brodelnden Vulkan kreativer Musiker, der bei seinen Eruptionen schon manch neue Insel geschaffen hat. Wie bei allen

Konzerten in den eineinhalb Jahren seit dem ersten Seismogram Konzert haben wir auch am Festival allen Musikern eine

Carte Blanche gegeben. So erhaltet Ihr, liebes Publikum, die Möglichkeit, Ungehörtes, Überraschendes und vielleicht auch

Visionäres zu entdecken.

Amélie & Tobias - Seismogram

FREITAG

20 Uhr Periskop

Tobias Meier, Sax

Fabian Gisler, Bass

Norbert Pfammatter, Schlagzeug

Der Saxophonist Tobias Meier reisst immer wieder leidenschaftlich

neue Projekte an. Unablässig sucht er nach neuen

Möglichkeiten und Lösungen, und häufig interessiert ihn

dabei mehr die Idee denn das schlussendliche Resultat.

Mit seiner Band Periskop macht er nun aber genau das Gegenteil:

Die Band spielt seit nunmehr fünf Jahren zusammen

und interessiert sich für das Spiel, den Moment und

das Delirium. Periskop macht Musik, bei denen ums Feuer

getanzt wird und Geister beschworen werden. Ihre Musik

kann wohl als Jazz beschrieben werden, doch auf diesem

Boden bewegen sich hier drei Musiker in völliger Freiheit

und Losgelöstheit, als ob es kein Gestern und kein Morgen

gäbe. Musik voller Phantasie und Punch, Euphorie und Melancholie,

Sensibilität und Radau.

Diese Musik gibt einem Rätsel auf - sie wirkt zugleich natürlich

und organisch sowie artifziell und maschinell. Emotionalität

und Abstraktion halten sich die Waage. Diese Musik schärft

die Sinne nicht nur, sie täuscht sie auch. Und sie hat einen ganz

eigenen Flow - manchmal wirkt sie wie von Geisterhand gelenkt.

Die Frage, was hier geschrieben und was improvisiert ist, macht

keinen Sinn: Notiertes und Extemporiertes bilden eine Einheit,

die sich nicht zerstückeln lässt. Die “Zufälle” in dieser zwischen

Abstraktion und Expressionismus oszillierenden Musik

geschehen nicht zufällig, sondern sind das Resultat von Geistesblitzen,

die sich im Spannungsfeld zwischen individuellen

Impulsen und der Schwarm-Intelligenz des Kollektivs entzünden.

Mit anderen Worten: Die fünf Mitglieder von One Tfu kreieren

eine mysteriöse Musik, die als Organismus ein Eigenleben

führt..

22 Uhr Dave Gisler

21 Uhr One Tfu

Silvio Cadotsch, Posaune

Silvan Jeger, Gitarre

Marc Méan , Piano

Valentin Dietrich, Bass

Lukas Mantel, Schlagzeug

Dave Gisler und Valentin Dietrich, zwei Musiker, die ebenso

miteinander wie auch mit dem Seismogram verbandelt sind,

werden uns mit zwei Solo-Konzerten beglücken.

Dave Gisler, der Schöpfer süffiger Melodien und dunkeldüsteren

Klangwolken, wird uns an diesem Abend in seinen

Kosmos eintauchen lassen. Er, der eine ganz eigene Sprache

auf der Gitarre gefunden hat, und dessen Spiel jeder Band

einen speziellen Charakter gibt, steht für einmal allein da. Da

gehen tiefe Abgründe auf, Gewitterwolken türmen sich und

entfernte Melodie-Erinnerungen mäandrieren zu grollenden

Donnern. Ohne Vorgaben und mithilfe von vielen elektronischen

Verfremdungen wandert Dave Gisler mit uns durch

seinen Klanggarten und lässt uns dessen Früchte kosten.

Dave Gisler, Gitarre

22.45 Uhr INKlings

“There are INKlings about. Listen,” she said.

„Those sounds.“ „Sounds ?“

„Fins flapping. Listen carefully. You can feel them.“

I strained, but didn’t detect anything of the kind.

„Once you know what to listen for, you can even detect

their voices. It’s not really speech; it’s closer to sound

waves. They’re like bats... “ H. Murakami,

INKlings sind Coralie Lonfat, Céline-Giulia Voser, und Sandra

Weiss. Ihr Universum ist voller akustischer und elektronischer

Klänge, welche den Zuhörer in ihre surreale Welt ziehen

und ihn zum Träumer machen. Beim aufmerksamen Lauschen

wird man vieleicht... mit viel Glück, sogar die Klänge sehen

können.

SAMSTAG

20 Uhr DAY&TAXI

Sandra Weiss, Sax & Fagott

Céline-Giulia Voser, Cello

Coralie Lonfat, Elektronik

& Michel Kiwic, Visuals

Christoph Gallio, Sax

Silvan Jeger, Bass

David Meier, Schlagzeug

Seit bald einem Vierteljahrhundert ist der Schweizer Saxophonist Christoph

Gallio die treibende Kraft von DAY & TAXI. Seine mit Leichtigkeit

zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik oszillierenden Kompositionen

sind aphoristisch konzentriert und formal eigenständig durchgestaltet.

Unbeeindruckt von Trends wagt DAY & TAXI den Spagat zwischen

Komposition und Improvisation. Stilistische Heterogenität, Poesie und

auch Künstlichkeit in Form von Sentimentalitäten, Clichés oder Kitsch

werden nicht vermieden. Der gelassene und sublime Umgang damit prägt

den einzigartigen DAY & TAXI-Sound, der die individuellen Qualitäten

der Mitspieler vereint und aufleben lässt. DAY & TAXI – eine «Workingband»

– wurde 1988 als Quartett gegründet und ein Jahr später als Trio geführt.

Die aktuelle Formation mit Silvan Jeger am Bass und David Meier

am Schlagzeug arbeitet seit 2013.

Als Gegenstück zu Dave Gislers Solo vom Freitag wird uns Valentin Dietrich

an diesem Abend ein ganz anderes Solo-Konzert geben. Die beiden Musiker,

die ja sehrwohl in einer ästhetisch verwandten Klangwelt leben, sind doch

ganz unterschiedliche Charaktere.Valentins Musik haftet etwas Magisches an.

In seinen zuweilen geheimnisvoll anmutenden Ideen scheinen sich Sinn und

Unsinn, Vergangenheit und Zukunft aufzulösen. Der Zuhörer verharrt in einem

schwebenden Zustand, der gleichwohl Ekstase wie auch Innehalten ist. Der Zufall

und die bewusste Entscheidung reichen sich die Hand und sind nicht mehr

von einander zu unterscheiden. Valentin Dietrich nimmt bei seinen Konzerten

meist eine beobachtende und zuhörende Rolle ein. So schwebt die Musik losgelöst

in der Mitte des Raumes und spielt sich selber.

21 Uhr Valentin Dietrich

Valentin Dietrich, Bass

21.45 Uhr Mat-Down

Matthias Spillmann, Trompete

Dave Gisler, Gitarre

Manu Rindlisbacher, Bass

Lionel Friedli, Drums

Der Kosmonaut Sergei Krikaljow beschrieb den Geruch des Weltraums

als seltsam metallisch und mit keinem Geruch auf der Erde

vergleichbar. Vielleicht ein treffendes Bild für die Musik der Band

MAT-DOWN. In ihren Improvisationen erinnert die Gruppe zuweilen

tatsächlich an Überbleibsel einer Metalband, die auf einer Raumstation

vergessen wurde. Zerklüftete Klänge, die Bilder von Mondlandschaften

evozieren werden mit rockigen oder technoiden Beats aufgerieben.

Verlorene Zitate aus der Populärmusik scheinen tief aus dem

Unterbewusstsein zu stammen. So schafft die Band mit herkömmlichen

Ins- trumenten aus dem Geist der freien Improvisation eine elektronisch

klingende Musik, ein psychedelisches Musikerlebnis.

Der Trompeter Matthias Spillmann hat mit seiner Band MATS-UP

bereits international für Furore gesorgt. Mittlerweile fünf Alben und

zahlreiche Tourneen auf verschiedenen Kontinenten belegen seine

Qualitäten als Bandleader und Trompeter. Während seine Kompositionen

zunehmend symphonische Ausmasse annehmen, wächst gleichzeitig

das Bedürfnis in einer kleinen Gruppe die Freuden der freien

Improvisation auszukosten. Im Quartett „MAT-DOWN“ hat er dazu

die idealen Partner gefunden.

Drei mit vielen Wassern gewaschene, junge Jazzmusiker

stimmen als BLUE BOLERO ein Loblied auf den lateinamerikanischen

Rhythmus an. Mal musikethnologisch

korrekt, mal lustvoll intuitiv werden Perlen und Säue des

Latinjazz-Liedgutes unaufgeregt aber mit viel Herzblut

frisch aufgelegt. Sonnenuntergänge und farbige Hemden

stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie brasilianische

Perkussionsinstrumente oder afrokubanische Trommelwirbel

– immer im lockeren Spannungsfeld von augenzwinkernder

Persiflage und ehrlichster Anerkennung.

BLUE BOLERO lädt ein auf eine Klangreise in verstaubte

Hinterhofbars in Havanna, macht kurze Zwischenstopps

auf karibischen Inseln und hawaiianischen

Veranden um dann entfernt an Argentiniens Tango zu

erinnern und begleitet die Strassenputzequipe nach dem

Carneval in Rio genauso wie die Rauchpause der auf

amerikanische Touristen spezialisierten kolumbianischen

Tanzlehrerin…

22.45 Uhr Blue Bolero

Silvan Jeger, Stimme & Gitarre

Valentin Dietrich, Bass

Maxime Paratte, Schlagzeug

Florian Egli, Flöte & Perkussion

Silvio Cadotsch, Posaune & Perkussion

Herzlichen Dank an Starkart Exhibitions, allen Unterstützern des Vereins, sowie:

GEMEINNÜTZIGE GESELLSCHAFT

DES KANTONS ZÜRICH

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