Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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ben in einem ungewöhnlich tiefen Urmeere sich krystallisirend

hin, wie manch andere ähnliche Mineralprodnktc. Dieser

aber hat im Mittel eine Eigenschwere von 3,9055 und

forderte also zu seiner freien Kristallbildung eine Schwebungstiefe

von 74,478 g. Meilen.

f) Barylhspalh (weisser Schwerspath). Nach Lavo/-

sier ist seine Eigenschwere 4,430 und zeichnet sich durch

eine grosse Mannigfaltigkeit in Eckenvariationen an der

geraden rhombischen Säule aus. Sein specifisches Gewicht

würde bei freier Kristallisation auf eine Schwebungstiefe

von 88,048 g. Meilen deuten.

g) TapauhoacjDiga. Diese Gebirgsart*) gibt die reinsten

Resultate für ihre Schwebungstiefe. „Sie besteht durchgehends

aus eckigen, sehr selten an den Kanten etwas abgerundeten

Bruchstücken von feinkörnigem , schuppigem,

magnetischem Eisenglanze, magnetischem Eisenstein, Brocken

von Eisenglinunerschiefer und Brauneisenstein, von der

Grösse einer liinie bis zum Durchmesser von 4, 6, 8 und

mehreren Zollen, welche entweder nur durch ein beinahe

unbemerkbarcs eisenschüssiges Cement in allen Richtungen

gibt^ die nicht absolut zu der der völlig freien Schwebuog gehören

^ ist gewiss^ und besonders die^ welclje in sehr weichen

Schlamm oder durch Fuclus Aniorphisnius (C 89} zur Bildung

gekommen sind. Es gibt aber viele in den Urgebirgen^ die sich

frei gebildet und dann erst in sie eingemengt sind CC 89 Note u.

90}. Was aber ausserhalb der Urgebirge auf der Erde sich bildete,

lässt sich schwerer bestimmen^ ob es sich frei oder bei andern

Gelegenheiten krystallisirte, darum habe ich nur den Diamant^

den Zinnober^ den Coelestin und Schwerspath hier aufgeführt.

*) Niemand als Eschtvege hat aus der vielfältigsten Autopsie

dieselbe auf das Gründlichste beschrieben Qyyfteognostisches Gemälde

von Brasilien^' f Weimar 1822 S. >iO— 3;J und y^Beilrüge zur

Gebirgskunde Brasiliens^', Berlin 1833 S. 141 — 143, 304^ 477 u.

Note). Eben so ist Ehel (Jiber den Bau der Erde) der einzige

gründliche Beobachter und Beschreiber der Nagelfluegebilde gewesen.

Diese sind die Männer^ die die jetzigen Hypothesenmänner

sich nicht anzugreifen trauen und die gründlichen Beobachtungsresultate

, die sie gezogen, blos ignoriren. Zu widerlegen

hat sie noch keiner versucht^ sie wissen recht gut^ dass man

Wahrheiten mit Hypothesen nicht widerlegen kann. Aber in ihren

neuesten Darstellungen hat die Natur den Parallelismus ihrer Urgebirgsschichtung

eingebüsst, die die Mondringgebirge in aller

Ewigkeit nicht sich werden abläugnen lassen^ und die Eöel und

Eschirege auf der Erde so treu ^ so natürlich^ so ausführlich im

Detail darstellen , wxnn sie sich auch gleich den Ursprung des

Schichtenparallelismus nicht vorzustellen vermochten.

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