Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

irgsgrunde eine vulkanische Gasentwicklung mit Heftigkeit

geschehen seyn, sie niusste eine Zeit lang angehalten und die

Bestandtheile dieser Gebirgsart mit ihren zufälligen Gemengtheilen

durch einander bewegt haben , wahrend da das

Urmeer fast ganz ruhig blieb. Was der Nachlass des Wasserdrucks

oder, physisch richtiger gesagt, die Abnahme des

Urmeers durch zunehmende Sonnenhitze bewirkte, ist die

Absetzung der Gemengtheile der Tapanhoacanga auf das

Urgebirge, indem die Hauptbestandtheile jener Gebirgsart,

so gut es die Zeit zulicss, durch ihre magnetische Kraft

sich ordneten und den andern Gemengtheilen die actionleeren

Plätze überliessen, die wenigen Goldlheilchen selbst nicht ausgenommen,

während die leichtesten, uns unbekannten, im Urmeere

aufgestiegen sind , und von welchen sich nur wenige

(von Quarz, Thon und Talk) im Gemenge erhalten hatten.

Indem die grossen Bergmassen, Erfahrungs- und der Theorie

gemäss, Attraction äussern , so wird es keinem Physiker

wundern, dass sich die Tapanhoacanga den Abhängen anschloss

wie den Thälern und Giebeln.

Wenn wir annehmen , dass die leichtern Gemengtheile

den schwerern, z. ß. dem Golde, zur Compensation dienen,

so entsteht das specifische Gewicht aus dem Mittel der speeifischen

Gewichte der vorwaltenden Bestandtheile , nämlich

Weltkörper mit der Erde vereinten, zumal da sie (nach C 59)

nur schief auffallen konnten. Ein jeder niusste das Meer^ zufolge

seiner Schwerkraft^ auzieheii^ so wie die Erde sein Urmeer

an sich zog^ so entstand schon vor der Vereinigung beider im

schiefen Fortlauf des Erstem auf dem Einen wie auf dem Andern

ein Meerberg\, die sich beide beim JNäherrücken vereinten und

der fremde Weltkörper endlich sich im ürmeere der Erde fortbewegte^

wobei er^ wegen Hiaderuiss des Mediums, seine Bahnschwungkraft

und zugleich seine Bahufallkraft verlieren musste

und also in die Erde nur^ in Folge seines Ueberschusses des

specifischen Gewichts über das des Urmeers der Erde, versinken

konnte. Dieses kann bei sehr heftiger Balinbewegung so weit

gehen , dass ein Ricochefc von doppelter Art im Wasser und auf

der Erdoberfläche zugleich entsteht, so dass der Weltkörper diese

streift und wieder im Meere allein sich so lauge fort bewegt,

bis die Schwungkraft sich durch Hinderniss erschöpft hat. Zu

diesem Gedanken hat mich das von Schröter gut beschriebene und

abgebildete Thal beim Plato anf dem Monde ^ welches nur durch

eine solche Begebenheit erklärlich ist^ gebracht. Solche Begebenheiten

aber konnten jedes Urmeer^ in der Nähe zu grossen^

und in zunehmender Entfernung zu immer kleiner werdenden

SIchwaukungen bringen.

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