Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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i) Gediegen Platin, Dieses edle Erz, so fern es im

syenitischen Gruiidstein-Porph>r des Urals, der, nach Etigellmrdl

^ mit Versteinerungen führendem Uebergangskalk

(d. h. im ältesten Zechsteiiie) vorkommt, sich findet, so ist

des gediegenen Piatins Schwebiingstiefe nur 463,450 g. Meilen

, weil davon das specifische Gewicht 18,940 ist.

k) Alpettkalksieiii (Zechstein) und flnarzflatze. Wenn

es auch gleich unmöglich ist, die Tiefen der abgelagerten

Fiütze dieser Gebilde unter dem ürmeere zu finden, weil

man nirgends in Erfahrung bringen kann, Mie weit dieselben

sich unter dem Boden fortsetzen , so kommt uns doch

eine bewundernswürdige Aehnlichkeit der vertiealen Mächtigkeit

und oft auch der barometrischen höchsten Höhen dieser

Flötze im Alten und Neuen Continent*), so wie in der

südlichen und nördlichen Halbkugel zu Hülfe, zufolge deren

die Grösse der ürmeere unter sich und besonders mit derselben

Grösse, die durch den Saturnring gefunden wurde,

zusammenstimmen (s. oben S. 22—25), so dass hieraus das

Resultat mit Evidenz hervorgeht, ihre Entstehung sey gleichzeitig

gewesen.

Zum Glücke bedarf man der barometrischen Höhen zur

Bestimmung der Schwebungstiefe nicht, weil hierzu nur die

Mächtigkeit des Flötzes nöthig ist, die bestimmt wird durch

das Maass , welches die auf den Horizont der Erde normal

gerichtete Linie durch das Flötz angibt, und dieses aus dem

Grunde, weil alle Absetzung einer Gebirgsart in einem absolut

ruhigen Meer nur in verticaler Richtung auf den Horizont

geschehen kann, das Fallen des Flötzes mag von 40

bis 80^ variiren. Dieses Maass geht also stets in schiefer

Richtung vom Hangenden zum Liegenden; ich bezeichne es

mit dem Ausdruck verticale Mächtigkeit, und die Urmeershöhe

ist dann vom jetzigen Meers -Niveau an zu zählen.

Zur Erforschung dieser Mächtigkeit bietet sich in keinem

geognostischen Werke Gelegenheit; ich nuisste es Nr. 3 der

geognostischen Karten und Profile im Ebel'schen Werke entnehmen,

die also blos beiläufige Angaben gewähren, die

jedoch zum vorliegenden Zwecke genügliche Dienste leisten.

Und da der Dent de Midi daselbst am genauesten angegeben

ist, so bot sich in diesem Koloss das einzige Mittel

dar, aus seiner Höhe die verticale Mächtigkeit der Zcchfcteinberge

in den P>renäen und in den Anden, so wie die

*) Hievon mag das IliinaJava- Gebirge eiue Ausnahme machen,

bezüglich auf des Zeclisteins Höhenpuukte;, Avohl aber

schwerlich auf verticale Mächtigkeit (a^tr. J. f. 1846 S. 169).

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