Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

dem altern Alpenkalk erhaltenen Mittel =^ 656,5 ist blos

30,T g. Meilen. Ich zweifle, ob irgend ein Unbefangener

'die temporäre Siniultaneität dieser beiderlei Bogebenheiten

bestreiten wird, und die wir gleicherweise im folgenden

verwandten Gegenstande nicht vermissen.

Ich getraue mich nicht, zugleich diese Siniultaneität des

Jurakalks und des Jüngern Aipenkalks zu behaupten oder

zu läugncn; doch ist möglich, dass hiebei mehrere Sonnenbrände

oder vielleicht periodische Absätze von längerer

Dauer mitgewirkt haben. Es sprechen aber die alten Nagelflucschichten

für wenigstens zwei Sonnenbrände.

Betreffend das Q?ifirzflölz , welches v. Humboldt m

den Andes von Peru zwischen dem 7. und 8. Grad südlicher

Breite, auf deren Wcstabhange, wo es eine Mächtigkeit

von mehrern tausend Fuss nach einer der Schichtungsklüften

senkrechten Abschätzung erreicht, wonach die verticale

Mächtigkeit noch beträchtlich grösser sevn muss'^^?

wenn die zuweilen sehr regelvollen Schichten ein Fallen von

70 bis 80" haben (dess. geognost. Versuch S. 231—232 u.

C 12 Note). Da dieser Flötzquarz auf dem Ostabhange,

obgleich weniger mächtig entwickelt (ebd. S. 231), sich

auch findet, so ist die Entstehungslinie in ähnlicher, wenn

auch nicht gleicher Lage , wie der Zechstein in den Alpen

und Apenniiien, sie laufen neben den vulkanischen Strichen,

aber nicht über ihnen fort, und das Quarzllötz am Westrande

der Andes vertritt vielleicht grösstentheils die Stelle

des Zechsteins; denn nach v. Humboldt scheinen „die vulkanischen

Phänomene beschränkt auf den Kamm und auf den

äussersten Saum der Andes von Chili, von Peru, von Neu

Granada, von St. Martha und von Merida", östlicherscits

fehlen diese Phänomene ganz (ebd. S. 121). Also ist dieser

Quarz auf die Nähe der östlichen und westlichen Grenze

der vulkanischen Linie angewiesen und nicht auf die vulkanischen

Linien selbst wie der Zechstein**). Dieser aber ist

*) loh habe die verticale Mächtigkeit aus der von Hnmholdt

angegebenen Höhe von zweien Punkten^ nämlich auf dem östlichen

Abhang- vom Paramo de Yanaguanga (n: 11400 P. Fuss)

und auf dem westliclien vom Cerro hei ftSt. Felipe (=r 5892 P.

Fuss) ganz auf dieselbe Weise durch die des üent de Midi gesucht

(oben S. 40), und für den ersten Berg 6637,233 P. F. und

für den andern 3430^763 P. F. gefunden,

**) Es ist charakteristisch _,

dass der Zechstein, der Jurakalk

und die Jüngern KalkOöJze überall fehlen, wo Vulkane fehlen.

Der Mond zeigt keine Spur einer solchen Formation, auch nicht

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