Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

scans.library.utoronto.ca

Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

n

kuliten , Lithuiten , Eschariten , Kornullten , Fungiten ,

Porpiten,

Hippuriten, Trilobiten, Orthozeratiten, Ammoniten,

Nautiliten, SerpuUten, Tronchiliten, Kalzeoliten, Venuliten,

Bukarditen, Terebratuliten), total verschieden von den ähnlichen

jetzt lebenden niedrigsten Thieren. Sie erscheinen

vielartig durch einander gemengt und durch die ganze Masse

verbreitet, aber wo sie lagerartig vorkommen, grenzt dieser

Kalkstein an jüngere Gebirgsarten, die nach einander eine

endlose Menge immer voUkommner organisirte Wesen enthalten.

Ohnfehlbar hat ein grosser Theil dieser Thiere

schwebend im Urmeere gelebt und sich im entstehenden kohlensauren

Kalke mit in seine Schichten versenkt, deren vorzüglichste

Nahrung die infusorienartigen Thiere ausgemacht

haben*). Aber viele später entstandene ahmen in ihrer

Organisation und Lebensart früher dagewesenen nach, von

welchen sich einige Aehnlichkeit findet, auch wohl zuweilen

ziemliche Gleichheit, die bis zur neuesten Zeit sich ganz

vollkommen zeigte.

Hier geht also die Analogie, durch immer bessere üebereinstimmung,

in Homogeneität über, und ist von dieser absolut

ungetrennt. So erscheinen in den immer Jüngern Formalionen,

in der Regel oder der Hauptsache nach, nach den

Gastropoden die Cephalopoden, dann die Fische, Ichthiosaurier,

Schildkröten, Riesenvögel, Saurier, die Cetaceen

und nach diesen das grosse Heer der Mammalien und Vögel

nebst den Chiropteren und der Unzahl von Insekten.

Die niedrigem und niedrigsten Organismen sind sehr

oft durch traumatische Catastrophen, durch Ungeheuern Temperaturwechsel,

Wasserentziehung, Wasseraufhäufung u. dgl.

zu Grunde gegangen ; aber sie erschienen jedesmal mit Modification

ihrer Organisation wieder und immer wieder, und

vervollkommneten dabei sich allemal , soweit es die Umstände

gestatteten. Man findet hievon die Merkmale deutlich

in den verschiedenen Gebirgsformationen, besonders den

=•') Die mannigfaltigen Entdeckungen Ehrenbergs in den tiefsten

Tiefen der Meere lassen eine Bevölkerung der Urmeere mit

Infusorien von grösserm specifischen Gewichte , welches die eben

genannten Thiere ohnehin hatten ^ voraussetzen. Da sie in solchen

Tiefen kein Licht hatten^ so ist merkwürdig, dass alle Arten

dieser Thiere , die in den grussteti Tiefen des Urmeers des

altern Alpenkalksteins lebten , durchaus mit Augen nicht versehen

waren y während viele im Licht lebenden infusorischen Thiere

(Planarien, Cypriden, Daphnien, Rotatorien^ Naiden u. s. w.)

dieselben besitzen , wenn sie auch schon nicht so vollkommen

sind wie bei höher gebildeten.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine