Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

wärmendes, grosse chemische Prozesse bedingendes Licht

verschwindet nie oder selten, die Temperatur der Atmosphäre

bleibt sich gleich, wenn nicht eben Sonnennähe ist,

oder der Komet nicht gar durch die unter dem brennenden

Wolkenhimmel befindliche, dichteste, heisse Sonnenatmosphäre

sich bewegt (astr. J. f. 1846 S. 208 Note, da dann

alles Wasser verdunstet und alles Organische verbrennt).

Und wenn der chemische Prozess nicht fehlt (ebd. S. 62

— 78), so kann es auch am Elektromagnetismus und an

elektrischem Dualismus nicht fehlen (ebd. S. 78— 83), überhaupt

nicht fehlen an allen übrigen Kräften, deren viele uns

noch gänzlich unbekannt sind. Alle diese Kräfte, wovon

die meisten kosmisch sind, waren deshalb schon vor allem

Organischen wirksam und dann aber auch zur Erzeugung

des Organischen selbst.

Allein, da das Organische keinen festen Boden im Kometen

hat, so konnte es nur sehr beschränkt sich bilden

und zwar nur fruchtbar für die Nachwelt. Sie konnten nur

Keime seyn, die sich einst in einer grössern Welt ausbilden

konnten zum höhern Leben.

Ohne die gleichnissweise Analogie zu Hülfe zu nehmen,

ist es unmöglich, ein Bild der organischen Oekonomie auf

und in dem ürwasser des Kometen zu geben. Wir können

blos wissen, dass die thierischen Wesen, wenn auch keinen

ruhigen, festen Standpunkt, aber doch einen temporären an

den vegetabilischen Körpern, werden gesucht und gefunden

haben. Hiefür entwirft Darwin^ der Secretär der geologischen

Gesellschaft in London, in seiner „naturwissenschaftlichen

Reise um die Welt" (deutsch durch Tiefenbach,

Braunschw. 1844 Tbl. L S. 295-297) ein sehr interessantes

Bild vom Kelp oder Riesentang (fucus giganteus Solander).

Ich kann mich hierin nur auf das hier Nothwendigste

beschränken: „Die Zahl lebendiger Geschöpfe von allen

Ordnungen, deren Existenz aufs Innigste mit dem Fucus

zusammenhängt, ist wundervoll. Man könnte ein dickes

Buch schreiben, wollte man die Bewohner einer Flur von

diesem Tang beschreiben. Fast jedes Blatt, mit Ausnahme

derer, die auf der Oberfläche schwimmen, ist so dick mit

Corallinen überkleidet, dass es ganz weiss ist. Wir finden

ausnehmend zierliche Bildungen, einige von einfachen, hydraähnlichen

Polypen bewohnt, andere von mehr organisirten

Arten und schönen zusammengesetzten Ascidien. Auf den

flachen Oberflächen der Blätter finden sich verschiedenartige

Tellermuscheln (Trochi), nackte Mollusken und einige Bivalven.

Zahllose Crustaceen besuchen jeden Theil dieser

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