Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

haben sich, trotz der vielen menschlichen Einwanderungen,

doch eine Menge von beiderlei ursprünglichen Organismen

darin und um dasselbe erhalten. Ich glaube folgende dafür

ansehen zu dürfen. Die wahrscheinlichsten eigenthümlichen

Pflafizen sind: Heliotropium indicum; Convolvulus turpethum;

Strychnos colubrina; Nerium antedysentericura, Oxalis

sensitiva (alle drei nach Malabar verpflanzt); Laurus

^assia; Vateria indica; Origanum dictamus (Berg ida); Ocymum

minimum; Datisca cannabina; Diospiros ebenum. Thiere,

Nur einen Affen , einen Vogel und eine Spinne schreiben

die Reisenden als heimisch hieher, was wohl viel zu wenig

ist; nämlich: Stenops gracilis, Bitacus Alexandri und Theraphosa

fasciata; Tavertiier zahlt viele Eigenthümlichkeiten

der Cej^lan'schen Elephanten auf, den muthigston unter allen.

Memers hat aus vielen Reisebeschreibungen herausgebracht,

dass es unter drei originalscheinenden Abarten von Menschen

wenigstens eine gewiss ursprüngliche Art gebe, nämlich

die Bedachs oder AValdmenschen, derer die meisten so

scheu sind, dass sie sich nie vor den andern heimischen

Ceylanesen erblicken lassen, von welchen nur einige sich,

des Allernöthigsten wegen, menschlichen Wohnungen nähern,

da sie, ganz ohne Wohnung, in den unzugänglichsten Wildnissen

der Gebirge leben. Die andern für originel gehaltenen

Ceylanesen sind die edlen Bewohner des Ringgebirgs

oder die Candianer, und die Kiistenbewohner oder Cingalesen.

Er sagt (Tbl. III. S. 333—334) von den verschiedenen

Schilderungen der Reisenden: „Darin stimmen alle überein,

dass die Ceylanesen ein von den Malabaren und Tamulen

eben so verschiedenes Volk seyen , als ihre Mundarten

sich von denen der indischen Halbinsel unterscheiden";

wie, bei der Gleichheit der physischen Aussenverhältnisse

und grossen Nähe von Hindostan, „die Ceylanesen sich von

den Hindus in Rücksicht auf Rörperbildung und Sprache,

auf Nahrung und bürgerliche Einrichtung, auf Geistes- und

Gemüthsanlagen unterscheiden" (ebd. S. 339), sey auffallend*).

Caplaiid, Immer erschien mir nicht undeutlich der Gebirgsbogen,

welcher innerhalb des Strandlandes vom Vorgebirge

der guten Hoffnung über Nordost, Ost, Südost, Süd

und Südwest herumkreiset, als ein Theil eines grossen

Ringgebirges ; allein bei der so ungenauen geographischen

und orographischen Bestimmung getraute ich mir nicht, denselben

für einen Theil eines Ringgebirges zu erklären. Erst

'O Ich muss liier Kürze halber schon empfelilen^ Meiners im

oben angeführten Werk (Tbl. II. S. 332— 350) selbst nachzulesen.

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