Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Wie kann aber diese aus allen Erfahrungen in 6ine

einzige Vorstellung vereinte Schöpfung möglich seyn, wenn

alle Organe von einander getrennt sind?

Es geschieht bei keiner Vervollkommnung der thierischen

Organisation, dass die Organe sich besonders bilden,

ohne Verbindungen mit allen übrigen getrennten Organen

hinter sich zurück zu lassen. Man kann leicht einsehen,

dass diese Verbindungen eine grosse Mannigfaltigkeit haben

müssen. Die Verbindungsglieder sind Nerven und da sich

dieselben auf die grösste Einfachheit reduciren müssen, so

muss aus ihnen ein förmliches System werden ; und dieses

ist das Nervensystem.

Die Organe und ihr verbindendes System würden nicht

bestehen können, da in ihnen der durchlebte, durch die

Homogeneität neu erzeugte Stoff nach aussen abgesetzt wird,

ohne einen andern zu empfangen, und zugleich jenen Aneignungsstoff

zum Leben mitgetheilt zu erhalten. Diese Stoffe

werden durch das Gefässesystem des weissen und rothen

Bluts zugeführt, weswegen dieses System treu das Nervensystem

begleitet. So ist es: die steh im Thierischen vervollkommnenden

Organe ziehen sich mit der Grösse der

Individuen aus einander mid lasseti die Systeme als Verbindungen

znrnch.

So wurden durch Millionen von Generationen die Organe

nach Bedürfniss und Uebung immer mehr vervollkommnet,

so dass sie, wie wir sie sehen, dastehen, während sie

eine Unendlichkeit von Organismen von den niedrigsten bis

zu den höchsten hinter sich gelassen haben, die so lange

noch der Vervollkommnung theilweise gewärtig sind, als

die Erde und nicht minder als alles Planetarische, Lunarische

und Kometarische derselben günstig bleibt ; denn wenigstens

in unserm Sonnensysteme sind , deutlich sichtbar,

Merkur, Venus, Mars und der Mond in ihrer Bildung der

Erde völlig gleich; die meisten andern Monde haben viel

Atmosphärisch -kometarisches, und die drei grossen Planeten

besitzen höchst wahrscheinlich kein festes Land, aber

offenbar ein ungeheures kometarisches Urmeer und einen

kometarischen Wolkenhimmel, welcher ihrer Atmosphäre

und ihrem Urmeere Wärme*) und neue mineralische Stoffe

*) Mail kann aus den seit mehreren Jahren andauernden

rothbraunen^ von mir entdeckten atmosphärischen Zonen im Wolkenhimmel

Jupiters auf eine sehr hohe Temperatur in seinem Urmeere

schliessen. Allein ich bin weit entfernt^ diesem Meere deshalb

ein reges Leben abzusprechen; denn abgesehen davon ^ dass un-

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