Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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mert, die Stämme strecken sich schon gegen ein Minimum

des Lichts und die Ritzomorphe in den tiefsten Schachten

macht sich selber Licht; wo Iceine Luft oder deren nur wenig

oder durch Wasser versperrt ist, da gedeihen nur Cryptogamisten

und hier ist der ersten Urpflanzen Heimath.

Treten nun die andern Egerterien hinzu, so entwickein sich

die Organe und die Sexualorgane werden unterscheidbar,

oder trennen sich gar, wenn auch sehr selten, in zwei verschiedenen

Pflanzen. Der Pflanzen Reproduction wird aber

stets vollkommener, sie ist blos Wachsthum und nur wenige,

den thierischen ähnliche Secretionen zeigen sich durch Excreta.

Die Pflanze macht, wie das Thier, die Elementarstoflfe

homogen und scheidet aus diesem Homogenen ganz

andere Elementarstofl"e ab, als z. B. Wasserstoff, Kohlenstoff

und Silicium. Dieses ist Erfahrungssache, wie die,

dass das Thier, ausser viel Anderm, Schwefel, Phosphor

und Calcium neu hervorbringt aus dem, welches durch Reproduction

und Leben organisch- homogen geworden war.

Nur hiedurch unterscheidet sich das Organische vom Unorganischen

und macht, dass der das Organische in Elementarstoffen

darstellende Chemiker kein organisches Gebilde,

ja nicht einmal einen organischen nächsten Bestandtheil zusammensetzen

kann. Das Wesen der Organisation und

des Lehens ist in so fern Elementarmetamorphose,

Das Fortschreiten der Vegetabilien vom Unvollkommnern

zum Vollkommnern ist sehr gut durch das Pflanzensystem

des de Candolle bezeichnet, sie gehen von der einfachen

Zelle, gleichsam wie vom einfachsten Infusorium aus

und hieraus entwickeln oder combiniren sich die vollkommnern

Formen. Daher enthält seine erste Klasse die Plantae

Cfillulares (die Acotvledones Jnssieu's) , die übrigen fünf

Klassen begreifen in sich die Plantae vasculares (Monocotyledoneae)

mit Spiralgefässen und Saftröhren, deren Abtheilungen

im Verhältniss der Mannigfaltigkeit und Vollkommenheit

der Organe fortschreiten: die Endogeneae begreifen

in sich die Cryptogamisten und Phanerogamisten oder Laubpflanzen

, mit undeutlichen und deutlichen Geschlechtsorganen.

Die Exogenae (Dicotyledoneae) begreifen in sich die

Kelch-, Blumen- und Fruchtpflanzen, nach Vollkommenheit

der Geschlechtsorgane. Ob in diesen Ordnungen überhaupt

ihre Entstehung fortgeschritten ist, wissen wir zwar nicht,

weil sie zum Theil jetzt noch immer fortentstehen, aber

fossil findet man schon die einfachsten in den ältesten secundären

und tertiären Lagern.

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