Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Vögel and Säugethiere entstanden wären *). Die Natur ist

nicht so arm an Prodiiktionskraft, um zu solchen widersinnigen

Metamorphosen geleitet werden zu müssen , und es

ist nicht nöthig, dass wir aus Erfahrung genau wissen, wie

sie im Verlaufe aller Urzeiten vom Unvollkommenen zum

Vollkommenen fortgeschritten, sondern es ist genug, dass

unzählige Thatsachen es gewiss machen, dass sie es gethan

hat, nnd dass ^ so oft die alle Welt nnl ergegangen

^ die Mehrzahl der neuem Thiere , auch wohl der

neuern Pflanzen **) auf einer vollkommiiern Sfnfe der Or^

*) Diese krassen Vorstellungen einer abrupten Höherbildung

der organischen Natur und manche hypothetische Eingriffe in die

paiüontologischen Erfahrungen haben bei manchem Gelehrten den

Glauben an die Vervollkommnung der organischen N.itur wankend

gemacht. Ich will nicht reden von den naturphilosophischen

Ideen^ ohne Naturkenntniss; aber die Hebungstheorie^ die in dem^

was über die Urgebirge gelagert ist_, auch neptunisch erklärt,

hat sogar Veranlassung gegeben zur Läugnung einer ,, stufenweisen

Entstehung der organischen Wesen**^ (ßronn Paläontologische

Collectaneen^ Stuttg. 1843)^ wo der an Erfahrungen so

reiche Bronn (S. 2) gegen die Kitt orga^ scheu Ideen selbst gestimmt

ist.

**) Es kann aber Fälle geben, besonders in der Diluvialzeit^

dass in gemässigten und kalten Zonen bei der fossilen Vegetation in

den untersten Lagen vollkommnere Organismenreste vorkommen

als in den obern; weil die erstem^ der Zeit nach^ gelebt und

vegetirt haben ^ als die Erde noch mehr die kometarische Natur

hatte, die an den Polen noch eine dem Aequator nicht unähnliche

Temperatur mit sich brachte. So haben die 44 abgesonderten

Steinkohlenlager von Eschweiler bei Aachen^ jede eine von

den verschiedenen andern Lagern verschiedene Flora von fossilen

Pflanzen gezeigt _,

also 44 Pflanzenwelten gehabt, deren unterste

der heissen Zone angehörte Cph- Wörterb. Art. Temperatur

S. 62.3). Die verschiedenen Lagen aber konnten von gross periodischem

Wasserwechsel und eben so periodischer Zu- und Abnahme

der kometarischen Temperatur und Sonnenwärme gekommen

seyn. — Aber auf Weltkörpern ^ die mit einem hohen Meer

bedeckt waren und eine unbeträchtliche Grösse hatten, war die

Temperatur auf der Oberfläche des Meeres stets eine sehr niedrige^

vielleicht zuweilen bis zum Gefrierpunkt und weiter gehend. Denn

bei der verdünnten Atmosphäre war die Verdunstung auf der

Oberfläche des ürmeers sehr stark^ die die Temperatur des Wassers

immer sehr tief hält^ aber hiedurch auch zugleich einen

grossen Theil der Verdunstung zurück hält und compensirt. Es

kann überhaupt^ so verdünnt die Atmosphäre eines kometarischen

Weltkörpers auch seyn mag, die Verdunstung nur bis zu einem

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