Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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und letztere endet mit Fig. 16 vom 22. Juni 1843 (S. 111).

Meine diesmalige Fortsetzung beginnt also vom Juli 1843 an.

1843. Noch immer sind die Mittelstreifen des Jupiters

zu weit nördlich; denn der Aequator ging über den nördlichen

Rand des südlichen Hauptstreifens. Der in 2 breite

Streifen getheilte südliche Mittelstrcif (Tab. E Fig. 14, 15

und 16) hat sich fast ganz verloren und die südliche Polarzone

war am 18. Juli früh 3 Uhr 16' durchaus dunkelgrau,

während die nördliche hellgrau erschien. Noch immer

waren die beiden Mittelstreifen zu weit nach Norden gerückt,

so dass der nördliche Rand des südlichen Mittelstreifens

nahe genau unter dem Aequator lag. Der südliche Mittelstreif

ist grau, der nördliche braun (wie Fig. 15 u. 16),

letzterer ist beträchtlich breiter gewesen als der erstere. So

blieb's mit unbedeutenden Veränderungen bis zum Frühling

des folgenden Jahres. Wegen der Farbe des südlichen Mittelstreifens

konnte ich nicht in's Klare kommen; er kam mir

meistens vor, als hätte er in seinem dunklen Grau eine leise

Tinte von braun *). Diese Unbestimmtheit konnte sich in

diesem Jahre nicht mehr lösen.

1844. Im Frühling verschmälerte sich der südliche Mittelstreifen

in Etwas und ich glaubte, an ihm eine Nuance

von Braun zu bemerken; das war am 18. Juni Morgens 3

Uhr 33', und der nördliche blieb braun und behielt seine

Breite; beide rückten allmählig wieder etwas gegen Süden,

so dass der weisse Zwischenstreif in seiner Mitte wieder

genau unterm Aequator lag. Die südliche Calotte blieb fein--

gestreift wie die nördliche, jene änderte auch heuer ihr beträchtliches

Dunkelgrau nicht ab. Schon am 23. Juni war

der südliche Mittelstreif früh 3 Uhr 53' in zwei Streifen getheilt,

der nördliche derselben war breiter als der südliche,

auch war er in der Mitte deutlich \ des Jupitersdurchmessers

unterbrochen und beide Streifen waren rothbraun wie

der nördliche sehr breite und stark dunkle Mittelstreifen.

=!•) Wegen der; Nähe des Horizonts konnte dieses Täuschung

seyn , und auch eine nicht hinlänglich genaue üebereinstiminung

der Axe des Auges mit der Axe des Fernrohrs konnte täuschen^

was folgendes am 7. Sept. Ab. 7 Uhr dess. Js. angestellte Experiment

über die Färbung der beiden Polarzonen beweist, welches

von einem meiner Herren Correspoudenten veranlasst wurde.

^^Jupiter hatte in S. Gelb und im N. Blau^ wenn ich das Auge

zu nahe an den obern Rand des Oculars hielt^ und in N. Gelb

und im S. Blau, wenn ich das Auge zu nahe an den untern Rand

des Oculars hielt Da Jupiter noch nahe am Horizont stand, so

giog's auf die erste Art leichter/*^ So im Beobachtungsbuche.

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