Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

Wiederkunft der Sonnenwärnie durch chemische Prozesse

auf der sichtbaren Oberfläche der Sonne) diese nahe gleiche

Periode, den Ursprung zu verdanken hat*), als dem Teniperaturwechsel

durch die Sonnenstrahlen ?

Der Umstand, dass die Sonne \on sämmtlichen Perioden

der Bahnumläufe der Planeten um sie keinen Rückeinfluss

auf ihre fragliche periodische Wärmespendung erfährt,

widerspricht dieser Ansicht absolut. Darum ist gar nicht

einzusehen, was Perioden von einem Jahre oder sieben Erdejahren

bei Berechnung von Solarrotationen zu thun haben sollten.

Was müsste das für ein Ungefähr seyn, wenn es zuträfe!?

Der Bericht gibt zum Beweise, dass das von Nervnnder

erhaltene Resultat in keiner zufälligen, sondern in

einer bestimmt ausgesprochenen Ursache seinen Grund habe,

in folgendem an: 1) die in Paris und seit 50 Jahren in Innsbruck

vorgenommenen Beobachtungen ergeben denselben periodischen

Temperaturgang. 3) Die erste Hälfte der Beobachtungen

zu Innsbruck liefert, wenn sie auf dieselbe Weise

wie die zweite Hälfte behandelt werden, dasselbe Resultat.

3) Werden von den einzelnen Jahrgängen die ersten und

eben so die zweiten Halbjahre vereint behandelt, so stellen

diese so genau wie jene den periodischen Temperaturwechsel

heraus. Der Bericht stellt das Ganze in einem mystischen

Dunkel dar. Ich möchte gern wissen , ob und wie

die Petersburger Akademie in dieses Dunkel eingedrungen

ist. Es ist zu wünschen, dass Hr. Prof. Nervander sein

Unternehmen Schritt für Schritt auf das Schärfste durchführe,

ohne irgend eine Voraussetzung oder Meinung dabei geltend

zu machen und mit Klarheit die causalen physischen Unterschiede

der Mondperiode von der Solarrotation darlege. Und

sollte auch dieses nicht angehen, so würde doch eine Periodicität

der Wirkungen der Strahlen der Sonne herauskom-

*) Murpiti (m. Analekten VIII. Hffc. S. 49 Nr. 29) hat durch

Beobachtungen aufgewiesen , dass eine Analogie zwischen dem

Einfluss des Mondes auf Ebbe und Fluth und der Temperatur der

Luft obwalte^ besonders um die Aequiuoctien und Solstitien:

j,so sey im Winter 1830 zu London und Paris die stiirkste Kulte

in Jeder Frostperiode 1 oder 3 Tage nach einem der Mondsviertel

eingetreten.'''- Schiibler (Professor in Tübingen) hat in seinem

Werke: ,^Grundsätze der Meteorologie (Lpzg. 1831)*^^^ in allen

Moiidesständen (S. 173 — 186) den Einfluss des Mondes auf die

Witterung nachgewiesen. Andern Meteorologen ist dieser Einfluss

des Mondes auf die Temperatur der Atmosphäre auch nicht unbekannt

geblieben, ohne allemal zu entscheiden^ ob er mittelbar

oder unmittelbar ist.

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