Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Aus dieser zweiten Quelle kommt ein Bach mU reinem, aber

sehr salzigem Wasser hervor, der sich in die Ebene verliert.

Man fand keinen Krater weiter, vermuthet aber, dass

an der Stelle zwei kleine kegelförmige Hügel befindlich

waren, die sich wahrscheinlich erst gegen den Ausbruch gebildet

haben.

53 Höhle im südlichsten Theile von Africa, im Lande

der Buschmänner. Einige Reisende fanden vor ein Paar Jahren

im Kurumer eine von Buschmännern viel besuchte Höhle.

Sie liegt an der Seite eines niedrigen Berges, und der Vordertheil

zeigt einen mächtigen, etwa 30 Fuss hohen und 40

Fuss weiten Bogen. Das Innere ist gleichfalls merkwürdig

und imposant, denn es gleicht mit seinen Bogen und Spitzen

einer geschmückten Kathedrale. In der Mitte ist ein ungeheurer

Felsen , der das gewölbte mit Stalaktiten gezierte

Dach stützt. Die Tiefe dieser Höhle wurde nicht erforscht,

da man sich wegen der mephitischen Luft, welche keine

Lichter gestattete, nicht tief hineinwagte. In einigen Theilen

der Höhle sind an den Wänden rohe Zeichnungen der

Eingebornen , Figuren von Menschen und einige der grossem

Thiere des Landes darstellend. (Die Gebirgsart kannten

sie nicht, die diese Höhle enthält; es war aber der

Analogie zufolge Höhlenkalkstein. G.)

6) Bei dem Brechen von Chausseesteinen im Hellenthal

am Blumenberge (im Hannoverischen), das nach der

Weser bei Minden fortläuft, sind nach Wächters Untersuchung

versteinerte Rennthierknochen aufgefunden worden.

Seine Beschreibung mit Abbildungen davon enthält das Hannover'schc

Magazin S. 41 u. s. w. von diesem Jahre. Ist seine

Meinung richtig, so hat er die erste Nachweisung von versteinerten

Rennthier- Geweihen in deutschem Fundorte gemacht.

Zu den aus Deutschland verschwundenen Thieren

gehört übrigens weder das Elenn noch der Biber, das Elenn

ist noch in Preussen heimisch, und das Geweih von einem

1805 dort geschossenen befindet sich in Harbke; eine wohlgehegte

Biber -Kolonie aber baut an der Elbe unfern Magdeburg

fort.

7) In Bern ist der Aargletscher dieses Jahr mit einem

gemauerten Häuschen versehen worden ("so erzählt die neue

Züricher Zeitung), welches von seinem Erbauer, Dollfttss-

Aussei von Mühlhausen, den Namen Pavillon erhalten und

die wenig schützende Hütte von Agassiz ersetzt hat. Eine

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