Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

dreifarbige Fahne flattert darauf. Die neuesten Untersuchungen

über die Gletscherbewegungen haben zu dem Schluss

geführt, dass der Gletscher als ein nur schwerflüssiger Strom

zu betrachten sey, der sich gegen das Wasser ganz wie ein

Badeschwamm verhält, der dasselbe auffängt und dadurch

an Umfang zunimmt. Solchergestalt fände dabei eine Art

unregelmässiger Ebbe und Fluth statt. — Bei ihrer letzten

Gletscherfahrt im Juni haben Jgassiz und seine Gefährten

das Wetterhorn bestiegen und eine Verbesserung der geographischen

Karten veranlasst, auf welchen bisher das Wetterhorn

nicht als Plateau, was es in der That ist, sondern

als Spitze verzeichnet ist.

8) Die Akademiker Brongmart, v. Bknnville und Flouretis

sind von der Pariser Akademie der Wissenschaften beauftragt

worden, den angeblich versteinerten Menschen, welchen

man in den Steinbrüchen bei Pantin gefunden, zu untersuchen.

(M. vgl. oben S. 193 Nr. 6.)

9) Die aus Ichaboe heimkehrenden französischen Schiffer

melden, dass dort zuletzt 240 Schiffe in Ladung von

Guano lagen und vorauszusehen war, dass binnen einigen

Monaten der sämmtliche Düngervorrath hinweggeführt seyn

werde; man hatte jedoch in der Nachbarschaft bereits andere

Guano-Inseln aufgefunden.

10) Der franz. Oberbergwerk -Ingenieur Hr. Napoleon

Garella ist vor. Js. von Panama nach Paris zurückgekommen

,

wohin er vom französischen Ministerium geschickt

war , um den Plan eines zwischen Chagres und Panama zu

führenden Canals zu untersuchen. Er hat die Thatsache

erhoben , dass der Scheidepunkt zwischen beiden Oceanen

statt 10 bis 12 Metres , wie man angenommen hatte, 128

Metres über den Meeresspiegel erhaben ist. Trotz der sich

dadurch erhöhenden Schwierigkeiten soll ein Canal über die

Landenge dennoch ausführbar seyn.

11) In der Nacht vom 2. auf den 3. Sept. 1844 fiel bei

starkem Nordwestwinde eine ungeheure Staubmasse auf den

Orkney -Inseln nieder und bedeckte ziemlich dick den ganzen

Boden. Der Staub war ausnehmend fein, gepulvertem

Bimsstein ähnlich und offenbar vulkanischen Ursprungs. Man

hält einen Ausbruch des Vulkans Hekla auf Island für die

Ursache dieser Erscheinung, da sich dasselbe bei einem solchen

Ausbruche schon vor vielen Jahren auf Orkney begab.

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