Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

chemisch -kometarische Prozess aufgehört hatte. Aber sogleich

in der ersten Bildung, sobald die Schwere bei den

grösser gewordenen Kometen sich bcmerkiich äusserte, fingen

die kleinern an, in elliptischen, aber, weil sie in ihrem

Laufe bald von diesem bald von jenem mehr angezogen

wurden, wechselnden Kurven um einander zu laufen, die

jedoch mit der Abnahme der grossen Zahl allmählig in langgestreckten

Ellipsen um den Centralkörper sich bewegten

(s. oben unter Nr. 2 S. 4).

3) Ordnnng hi den pUinetarischeii Slernsystemen,

Es würde sehr eitel scheinen , wenn ich annehmen

wollte, ich wäre mit den planetarischen Sternsyslemen schon

fertig. Ordnung kann in dieselben erst in einrr Reihe von

Jahren kommen, die so gross ist, dass wir für sie keinen

Begriff haben. Noch sind die Centralkörper so gut Kometen

wie diejenigen, welche mit der Massenanlagc zu Planeten

oder Monden begabt sind. Ich spreche dieses mit der

Vollesten Zuversicht aus, weil auch heutiges Tags eine grosse

Zahl von Weltkörpern noch Merkmale an sich tragen und

Zeichen geben, dass sie einst Kometennatur besassen*), und

*) Ich habe hievon oben (S. 5) schon allgemeine Erwähnung

gethan , doch muss ich hier die besondern Erscheinungen

bezeichnen. Die Plane(en Ceres ^ Pallas und Juno haben ^ den

vielen astronomischen Beobachtungen zufolge^ einen hellen Nebel

um sich. Herschel sah Anfangs mit 460- und 9:3 3maliger Vergrösserung

des 40fussigen Teleskops den Uranus für einen Kometen

an , weil er duftig und schlecht begrenzt erschien _,

während die

nahen Fixsterne Glanz und Deutlichkeit behielten^ und nur mit

878maliger Vergrösserung schien er vollkommen begrenzt zu

seyn ; und mehrere meiner Beobachtungen des .Jupiters haben mich

zu dem Ergebniss geführt , dass dieser Planet auf der Oberfläche

seiner AVolkensphäre einen feinen^ neblichen Schein haben müsse

(m. s. m. Naturgesch. d. gest. Himmels S. 229). Die Monde des

Jupiters zeigten Hcrschel^/t ^, einen beträchtlichen Wechsel der

Grösse'*^^ und ich habe wahrgenommen^ dass bei starken Vergrösserungen

meines COzölligen Fraunhofers diese Monde schlecht

begrenzt erschienen^ während Fixsterne scharfe Ränder behielten;

also Anzeigen , dass sie mit einem hellen Dunst umgeben sind^

was ohne Zweifel auch von den Monden des 8aturns und Jupiters

gelten wird. Setzte ich die Dichtigkeit der begrenzten Kerne

der Jupiters -Monde gleich der des Erdemoudes , so waren die

Höhen der leuchtenden oder erleuchteten Dünste derselben beim

ersten Monde 96^4^ beim zweiten 51,9, beim dritten 98, S und

beim vierten 104,7 geogr. Meilen und die begrenzten Kerne haben

nach der Ordnung blos 168,5; 195^5; 289^0 und 227^0 g.

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