Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch für physische und ...

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Der Wasserstoff, der dem Stickstoff in der Afifinitätsreihe

zunächst liegt, verbindet sich in kleinsten Quantitäten mit

diesem in den noch für sich nicht dargestellten Olivenfarbe

gebenden Substanzen mit Kalium und Natrium, und in grössern

im Ammoniak und in noch grössern in der Salpetersäure.

Sauerstoff und Wasserstoff aber verbinden sich, wo

sie sich finden, durch Elektrizität entzündet zu Wasser. Man

sieht aus dem Obigen, dass in den zweigearteten, sonst

noch verbundenen übrigen Stoffen nnt Sauerstoff und Wasserstoff

des Sauerstoffs und Wasserstoffs unvergleichbar die

grösste Menge aus dem Chaos zuerst abgetrennt werden

(C 69—TO), während sie noch mit den in ihnen aufgelösten

Stoffen vereint bleiben. Sobald aber diese beiden durch

den Verbrennungsprozess sich unter einander chemisch vereinen,

so bilden sie fortwährend Wasser, und da der grösste

Thcil der metallischen und andern Stoffe der gasigen wasser-

und sauerstofifigcn Menstrucn beraubt werden, so kann

man erwägen, welch grosse Menge sich von beiden Gasen

für den Verbrennungsprozess frei macht. Hiedurch werden

die übrigen, häufig noch hydrogenisirt oder oxydirt gebliebenen

Stoffe alle ausgeschieden, die sich aber entweder im*

Kometennebel oder im Kometenwasser zu mineralischen Körpern

verbinden und grossentheils vollkommen oder allseitig

zu Mineralien krystallisiren (C 83 — 89). Man kann sich

denken, dass das Verhältniss der Massen von Gebirgsstoffen

zum erzeugten Wasser sehr gross se) n muss , so dass das

Endresultat des Verhältnisses der Mineralstoflfe zum ürmeere

des Kometen der Masse nach wie 1 : 1000 und dem Halbmesser

der Kugel gemäss wie 1 : 10,0032 berechnet ist

(C 88, 110 Tab. H Fig. IT). Aus diesem Wasser schlagen

sich die mineralischen Bestandtheile periodisch nach

Sonnenferne und Sonnennähe in concentrischen Urgebirgsschichten,

unter sich wechselnd, nieder, und bilden den

Kern des Kometen (C 101).

Wie die Bildung dieses Kerns durch den Kometenprozess

vor sich geht, zeigen die Schweife und in ihnen die

Strahlenschüsse, die dieselben sind wie in den Polarlichtern

Sphären verschwinden^ indem sie festen Salmiak bilden^ während

sie sich chemisch verbänden. Einem Kometen^ der Wasser hätte_,

würde eine aus Animoniakgas bestehende Atmosphäre unmöglich

seyn^ weil es sich mit dem erstem augenblicklich verbände. Alle

Atmosphären mit andern Gasen als unserer Luft^ könnten Avegen

zu vielerlei chemischer Affinität mit andern Gasen und chemischen

Körpern nicht bestehen; dieses wissen die Chemiker nur zu gut.'^

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