RCKSTR

fashion.lookfreak

Die Vergabe des „Fuck You, You Fuckin' Fuck“-
Awards ist jeweils eines der Highlights im RCKSTRJahr.
Und wie immer, wenn's ums Nominieren der
zehn nervigsten Schweizer geht, sitzen wir
verzweifelt um unseren Loungetisch herum und
wissen einfach nicht, wie weiter. Denn in 365
Tagen gehen uns dermassen viele Landsleute
auf den Senkel, dass es schier unmöglich scheint,
darunter die zehn schlimmsten Nervbratzen auszumachen. Hier ein paar
Namen, die den Sprung in die Top 10 nicht geschafft haben:

GAMES

Open-Worrrld-Action-Adventurrre

Assassin's Creed IV: Black Flag

Traumberuf Pirat

Innerhalb von sechs Hauptspielen in ebenso vielen Jahren wurde aus dem Kreuzritter-Auftragsmörderspiel

mit religiösem Setting ein vollumfängliches Piratenspiel – und zwar das beste, das je auf den Markt kam.

von Schimun Krausz

Seit dem ersten „Assassin's Creed“ vor

sechs Jahren leben Sie die Taten von

fiktiven Personen nach, die in der jüngeren

Menschheitsgeschichte aufseiten der

Assassinen wichtige Siege über die Templer

errungen haben. Möglich ist das durch den

sogenannten Animus, mit dem Erinnerungen

zur virtuellen Realität werden. Im neusten

Teil „Black Flag“ wird diese Technologie

der Öffentlichkeit als Unterhaltungsmedium

zugänglich gemacht und Sie

helfen beim Entwickeln und Testen mit.

Anfangsschwierigkeiten

Doch keine Angst, Sie schreiben nicht

endlose Codezeilen, sondern steuern wie

gehabt einen Menschen aus vergangener

Zeit, diesmal den Engländer Edward

Kenway Anfang des 18. Jahrhunderts, der

seine Frau daheim zurücklässt, um es in

der Karibik als Pirat zu Ruhm und vor

allem Reichtum zu schaffen. Für Veteranen

ist zunächst wenig neu, das Erkunden,

Klettern und Kämpfen geht wie gehabt

elegant von der Hand. Neulinge finden sich

bald zurecht, doch warum man bereits früh

im Spiel und als Nicht-Assassine – die

spielen eine ganze Weile lang eh kaum eine

Rolle – z.B. Auftragsattentate ausführen,

Crew-Mitglieder rekrutieren und Shantys

(Seemannslieder) lernen kann, bleibt

zunächst unklar. Hier hätte Entwickler

Ubisoft besser timen können; denn schon

bald besitzen Sie ein Schiff (aha, dafür die

Crew und aha, die singen dann diese

Shantys) und die Assassinen und Templer

kommen ebenfalls nach und nach ins Spiel.

Ein Hoch auf das Seeräubertum!

Das sind jedoch Ungereimtheiten, die nicht

sonderlich ins Gewicht fallen und an

Bedeutung verlieren, wenn Sie erst mal

gemerkt haben, dass die ganze Spielwelt

aus einem Guss ist und lückenlos mit Ihrem

Kahn und auf den Inseln zu Fuss erkundbar

ist. Ähnlich wie in „The Legend Of Zelda:

The Wind Waker“ erforschen Sie die

Eilande, bergen Schätze und schlagen

Seeschlachten – in „Assassin's Creed“

einfach ein paar Nummern grösser und

realistischer. Sie rüsten Schiff, Mannschaft

und sich selbst auf, plündern Händler,

lernen den Umgang mit dem neuen

Blasrohr, bauen Ihr Piratenversteck aus,

studieren Schatzkarten – im Gegensatz

zum etwas substanzlosen Vorgänger gibt's

in Teil vier richtig viel zu tun und was das

Wichtigste ist: Erkunden und Ausprobieren

macht verdammt viel Spass.

All das zusammengenommen hievt „Assassin's

Creed IV“ nicht nur auf Augenhöhe

mit den drei Ezio-Teilen („Assassin's Creed

II“ ist eine Trilogie), sondern macht es

auch zum besten Piratenspiel überhaupt.

Einzig die Performance stottert in grafisch

intensiven Momenten; mal schauen, wie

der Titel ab Ende Monat auf den Next-Gen-

Konsolen und dem PC aussieht und läuft.

► jetzt für PS3, Xbox 360

► ab 22.11. für Xbox One, Wii U, PC

► ab 29.11. für PS4

8 Invaders

56 RCKSTR MAG. # 107 Die auch Berlin ist eine Stadt mit Schlafkappen-Ausgabe

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