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ZT | Oktober 2013

Ausgabe 19 - 10/13

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Das neue Leistungsglück

Wege zur Spitzenleistung

Gabriel Schandl

Karriere mit Stil

So treten Sie im Business

wirksam und erfolgreich auf

Elisabeth Motsch

GSA Convention 2013

Zukunft – Training Berichtet

Thomas Lehnen

Die 4 Erfolgsfaktoren

Für garantierten Umsatz

Klaus Fink

Das richtige Buch zur richtigen Zeit

Warum Experten sich von der Idee

des Instant-Buches verabschieden sollten

Monika B. Paitl


„Zukunft ist etwas, das die meisten Menschen erst

lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.“

William Somerset Maugham

zukunft-Training


editorial

Liebe Freunde, liebe Kollegen

Auch im neuen Heft von ZT finden wir sie wieder, die ständigen Positiv-Floskeln Leistungsglück,

Erfolgsfaktoren, Karriere, Stil etc. Uns wird gelegentlich vorgeworfen, wo die kritische Stellungnahme

bleibe.

Ich erinnere mich, dass wir in den vergangenen Ausgaben auch immer wieder auf die wichtige

und nicht selten negativ richtungsweisende Bedeutung von schlechter Laune, Karriereknick

und Pleiten, Pech und Pannen, Bezug genommen haben.

Ja es stimmt, dass wir den positiven und konstruktiven Ansätzen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Bewusst, wie auch in diesem Heft wieder, mit ausgesuchten Autoren.

Der amerikanische Psychologe Myers wies vor ein paar Jahren darauf hin, dass in einem bestimmten

Beobachtungszeitraum 40.000 Artikel über Depression, Angst und andere psychopathologische

Erscheinungsformen veröffentlicht wurden und gleichzeitig nur 400 (!) Artikel über

Freude, Glück, Optimismus und gute Laune.

Daraufhin hat sich Martin Seligman entschlossen, die positive Psychologie als Denkmodell bzw.

Theorie zu begründen und damit viel Aufmerksamkeit erhalten. Auch wenn er nicht selten, ob

seiner (zu) positiven Ausrichtung - besonders in Deutschland - dafür getadelt wurde.

Jahre zuvor hatte schon Arnovski den Wandel von der Pathogenes zur Salutogenese eingeleitet.

Wodurch dieser mit dem Beratungs- und Coachingschlenker zum sogenannten ‚appreciate

inquiriy‘ bereits die Lorbeeren erntete.

Mittlerweile richtet auch die Erwachsenenpädagogik glücklicherweise ihren Fokus von der

„Erzeugungsdidaktik“ zur „Ermöglichungsdidaktik“ und Autoren wie Arnold, Voß und andere

lassen mit Büchern wie „Aberglaube Disziplin“ oder „Lernlust und Eigensinn“ den von Fritz B.

Simon mit seinem Buch „Die Kunst nicht zu lernen“ schon vor Jahren vorgeformten Denkansatz

erblühen.

Dies ist eine Entwicklung, die wir mit unserem Magazin gerne unterstützen.

Die TAM- Trainer Akademie-München schließt sich nun ebenfalls dieser neuen Sichtweise im

Training an und im Mai nächsten Jahres findet dazu der Jubiläumskongress 40 Jahre TAM unter

dem Motto „Der Mensch ist lernfähig aber unbelehrbar“ mit einem Füllhorn von modernen

Denkern und attraktiven Referenten statt. Wilhelm Schmid, Tiki Küstenmacher, Sabine Asgodom,

Lothar Seiwert, Rolf Arnold, Stéphane Etrillard und viele weitere honorige Akteure geben

sich ein Stelldichein zum Geburtstagsjubiläum der TAM.

ZT wird exklusiv darüber berichten.

Ihnen wünsche ich einen schönen Herbst und wer eine Ermutigung für die tristen Tage sucht,

findet hierzu etwas im Radio-Interview auf meiner Seite unter ‚www.helmutfuchs.de‘.

Ihr

Helmut Fuchs

Helmut Fuchs


41 ZT | August Oktober 2013


ausgabe 19 10/13

INHALT

06 Das neue Leistungsglück

Wege zur Spitzenleistung

Gabriel Schandl

12 im interview

gabriel Schandl

18 karriere mit stil

So treten Sie im Business wirksam

und erfolgreich auf

Elisabeth Motsch

24 gsa convention 2013

zukunft - training berichtet

Thomas Lehnen

32 Die 4 erfolgsfaktoren

für garantierten umsatz

Klaus Fink

40 vortragsredner des Jahres 2013

zukunft - training informiert

44 Das richtige buch zur richtigen zeit

Warum experten sich von der idee des

instant-Buches verabschieden sollten

Monika B. Paitl

foto credits

Die verwendeten Fotos stammen von

fotolia.de, pixeden.de oder aus dem

privaten Archiv unserer Autoren.

in zusammenarbeit mit

TAM-Edition Verlag,

Trainer-Akademie München &

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kontakt

Web

Redaktion

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www.zukunfttrainining.de

redaktion@zukunfttraining.de

anzeigen@zukunfttraining.de

coverfoto

Gabriel Schandl

Copyright Gabriel Schandl

Oktober August 2013 | ZT 25


6 ZT | Oktober 2013


DAS NEUE

LEISTUNGSGLÜCK

VON GABRIEL SCHANDL

WEGE ZUR SPITZENLEISTUNG

Oktober 2013 | ZT 7


DAS NEUE

LEISTUNGSGLÜCK

VON GABRIEL SCHANDL

WEGE ZUR SPITZENLEISTUNG

8 ZT | Oktober 2013


„JEDE

HERAUSFORDERUNG

BEHERBERGT DIE

MÖGLICHKEIT, SICH

NEU ZU ERFINDEN.“

Vom Wetter und von der Lust

Draußen regnet es. Ein grauer

Tag, die Sonne ist nicht sichtbar.

Wunderbar! Wirklich? Warum

soll gerade dieser Tag wunderbar

sein? Das ist wie immer eine Frage der

Betrachtung. Für mich ist er der perfekte Tag

zum Arbeiten. Weil ich etwas tun darf, was ich

gerne mache. Wie viele Menschen können das

von sich behaupten? Den meisten geht es so,

wie es das Kult-Magazin „brand eins“ vor kurzem

auf dem Titelblatt abbildete, da stand in

einer Denkblase zu lesen (Achtung, jetzt wird

es derb!): „Montags könnt‘ ich kotzen!“ Meine

Befürchtung ist, dass es viele Menschen gibt,

denen es so geht. Zu viele. Und vermutlich

nicht nur am Montag. Das ist schade. Das ist

nicht nur schade, das ist eine Tragödie. Es ist

Verschwendung menschlicher Lebenszeit und

-qualität. Wir müssen ja nicht gleich alle aufhören

zu Arbeiten, wie es vor kurzem ein Buchtitel

von bekannten Trendforschern und Sprecher-

Kollegen fordert. Wir sollten es nur schaffen,

uns nicht morgendlich aus dem Bett quälen

zu müssen, um eine Arbeit zu tun, die uns im

Grunde nicht befriedigt. Denn darin werden wir

nie gut werden.

Ist ein Farbwechsel die Lösung?

Das Leben sieht möglicherweise gelegentlich

anders aus, wenn man es durch die rosarote

Brille betrachtet. Ich bin allerdings der Meinung,

selbige taugt am besten zum Fahrrad

fahren. Weil sie einem die lästigen kleinen Flugtierchen

von den Augen fern hält. Das ist dann

auch schon alles. Das „Friede, Freude, Eierkuchen“

Dogma der „Denke positiv!“ Bewegung

hat nicht funktioniert. Das ist schon sehr lange

bekannt und es gibt immer noch viel zu viele

Menschen, die sich in einer freizeitorientierten

Schonhaltung durch den Job, die Jahre, ihr

Hamsterrad und das Leben quälen. Ich plädiere

nicht für einen neuen Juhu-Ansatz, der sagt, wir

lieben uns alle und das Leben ist schön. „Das Leben

ist wie eine Schachtel Pralinen — man weiß

nie was man kriegt“, hat schon Tom Hanks so

treffend im Hollywood Streifen „Forrest Gump“

bemerkt. Nur manchmal müssen wir uns diese

Pralinenschachtel auch holen, erarbeiten

und uns am besten vorher überlegen, welche

Pralinen es sind, die uns schmecken und ob es

überhaupt Pralinen sein sollen. Klar, das kostet

Zeit. Aber statt „Kosten“ zu sehen, könnten wir

dies als Investition betrachten. Eine Investition

in uns selber — in unser Leben. Es muss ja nicht

gleich ein 2-Jahres-Sabbatical sein, das wir uns

dafür als Auszeit gönnen.

Die kurze lange Zeit

Diese not wendige Auszeit nehmen sich zu wenige

Menschen. Wenn aber klar ist, dass sie uns

gut tun würde und von enormer Relevanz ist,

dann stellt sich die Frage: In welchem Ausmaß?

Es kursierte einmal der Vorschlag als gute Idee,

sich eine Auszeit von genau einem Prozent des

Jahres zu gönnen. Das sind 4 Tage des Jahres

oder 3,5, je nachdem wie Sie runden wollen.

Wer nimmt sich diese Zeit? Zum Beispiel, um

über sein Leben nachzudenken, seine Stärken,

seine Lernerfolge - ganz nach dem Motto „War

der Tag nicht dein Freund, so war er dein Lehrer“.

Oft bringen uns die schwierigsten Phasen

unseres Lebens am stärksten weiter, weil sie

uns dazu gebracht haben, uns weiterzuentwickeln.

Das gilt auch für unseren Job oder unsere

Partnerschaft. Jede Herausforderung, jedes Problem

beherbergt die Möglichkeit, sich neu zu

erfinden. Das schaffen Sie nicht? Das hat noch

nie geklappt? Willkommen zum ersten Tag vom

Rest Ihres Lebens! Lassen Sie uns das Leben

vorwärts schauend und aus der Vergangenheit

lernend gestalten. Ziele, Träume, Wünsche motivieren,

selbst anzupacken und das Wunder zu

sein, das wir uns wünschen. Manchmal genügen

kleine Schritte dazu, manchmal braucht es

Größeres. Die innere, stille Stimme ist oft ein gutes

Leitsignal, das uns den Weg weist. Es ist die

positive Eingebung, die Sehnsucht nach dem

Guten, dem Richtigen, das uns auf den ganz

persönlichen Pfad bringt, der für jeden einzigartig

ist. So wie Ihr ganz besonderes Talente-

Bündel, mit dem Sie ausgestatten wurden.

Diese Talente dürfen wir investieren, um mehr

daraus zu machen, es ist sogar ein Auftrag! Derjenige,

der am meisten daraus macht, wird auch

am reichsten belohnt, nachzulesen im Kapitel

Oktober 2013 | ZT 9


25 des Matthäus Evangeliums. Das zu erkunden,

macht unglaublich Spaß. Sich der Frage

zu stellen: Was kann ich gut? Wofür bin ich hier?

Was macht mir Freude? Um dann anschließend

die eigene Karriere, das eigene Leben rund um

die Antworten aufzubauen.

Aus der Adler-Perspektive betrachtet

Wozu sind Sie berufen? Diesen Ruf hören wir

nur, wenn wir immer wieder still werden, um

auf unser Innerstes zu hören. Die Schreie, Töne

und Geräusche des Alltags sind laut genug, die

Kunst besteht darin, sich dem wuseligen Kornfeld

immer wieder zu entziehen, um aus der

Adlerperspektive die „Dinge“ schwebend zu betrachten.

Diese wunderbaren Tiere machen es

uns vor: Beute zerlegen am Boden, zielen und

planen im Himmel. Beides in Abwechslung,

beides sich bedingend und notwendig, um zu

überleben und für die eigene Brut sorgen zu

können. Nur wir Menschen glauben, im Hamsterrad

einen Gang zulegen zu können, solange,

bis es uns rauskickt und wir mit blutiger Nase

am Boden liegen. Ach ja, und die Schonbezüge

gibt es ja für das Hamsterrad auch noch, damit

man noch schneller laufen kann (die gibt es tatsächlich,

fragen Sie in Ihrer nächsten Tierhandlung).

Das kann es nicht sein. Es gibt viele gute

Nachrichten, die klassische vom Leben nach

dem Tod finde ich ganz großartig. Auch schön

finde ich den Gedanken, dass es ein Leben VOR

dem Tod gibt. Nicht, um hier auf hedonistische

Art und Weise unsere Lust zu maximieren. Sondern

um ein Leben zu führen, das Ziele UND

Beziehungen im Auge hat und eine Balance

findet zwischen Qualität und Quantität. Der

Herbst hat den Frühling, der Sommer den

Winter, der Tag die Nacht und der Regen den

Sonnenschein. Ständig sind wir von Polaritäten

umgeben, vom Wechselspiel der Natur. Nur wir

Menschen glauben oft, uns über diese Grundgesetze

stellen zu können, in dem wir Nächte

durcharbeiten, oder die Sonntage opfern, unsere

Feierabende, gar unsere Freizeit, weil es uns

das Diktat der Dringlichkeit so vorschreibt.

„Es ist unser Ego, das für Probleme sorgt.“

- Ken Blanchard

Ist das so oder unterliegen wir hier einer Illusions-Blase,

die dem falsch verstandenen Ego

das Gefühl gibt, unbedingt gebraucht zu werden

und somit wichtig zu sein. Was, wenn wir

schon wertvoll und geliebt wären, EGAL, was

wir leisten, tun oder nicht tun? Alleine durch

die Tatsache, dass wir hier sein dürfen, haben

wir eine Daseinsberechtigung. Und jeder von

uns wird genauso die Erde verlassen, wie er sie

betreten hat: Nackt. Also wozu dann die Anhäufung

von Gütern, Dingen und Erfolgen, die wir

alle hierlassen werden? Am Sterbebett wird es

darauf hinauslaufen, welche Beziehungen wir

wie gelebt haben. Zu unserem Schöpfer, zu

unserer Familie, zu unseren Freunden und zu

allen Menschen, denen wir jemals begegnet

sind. Wird dieser Zeitpunkt ein gedankliches

Fest, an dem wir uns mit schönen Erinnerungen

laben oder ein trauriges Mahl, zu dem wenige,

dunkel gekleidete Menschen erscheinen?

Es liegt in unserer Hand. Es sind unsere kleinen

und großen Entscheidungen, die unsere

Lebensqualität beeinflussen. Tun wir die richtigen

Dinge und tun wir diese Dinge richtig? In

dieser Reihenfolge machen diese Fragen Sinn.

So schaffen wir die Grundlage für ein neues

Gefühl des Leistungsglücks, das entsteht, nicht

weil wir leisten müssen, sondern weil wir es

10 ZT | Oktober 2013


wollen. Und weil wir mehr zur Verfügung haben,

als unsere Erfolge im Beruf.

„Misserfolge sind oft das beste, was einem

im Leben passieren kann.“

- Walt Disney

Scheitern gehört dazu. Aber nimmt uns ein

berufliches Scheitern unsere Lebensbasis oder

ist sie einfach eine Etappe auf einer Reise?

In seinem sehr persönlichen Buch „Erfolg &

Erfüllung“ beschreibt der Weltbestsellerautor

Kenneth Blanchard (Sein Buch „The One-Minute-

Manager“ wurde 7 Millionen mal verkauft und

in 20 Sprachen übersetzt) die Einstellung des

legendären Trainers der Dallas Cowboys, Tom

Landry. Dieser sagte auf die Frage, warum er

beim Spiel so ruhig bleiben könne, wie auch

immer es verlaufen möge: „Das ist ganz einfach.

Bei mir gibt es eine wohlgeordnete Rangfolge.

Zuerst kommt Gott, danach meine Frau, dann

meine Kinder und schließlich mein Beruf. Wenn

ich sonntags verliere, bleibt mir noch eine Menge

übrig.“ Kann es sein, dass in der „entspannten

Wachheit“ unsere beste Leistung entsteht?

Wir bringen etwas Besonderes hervor, weil wir

in uns ruhen. Weil wir das gefunden haben, wofür

unser Herz schlägt. Picasso sagte einmal, er

arbeite nicht. Künstler empfinden ihre Tätigkeit

nicht als Arbeit, obwohl sie vielleicht stundenlang

an ihrem Kunstwerk tüfteln, feilen, sägen,

hämmern oder malen. Wenn wir etwas, das viel

Arbeit ist, nicht als solche empfinden, sind wir

„richtig“. Wir sind im Stadium des Leistungsglücks.

Nach dem Regen kommt ... ?

Dieses Glück hat alle seine Höhen und Tiefen,

andauernder Erfolg wäre sowohl unrealistisch

als auch langweilig. Aber es ist Glück. Und wir

sind für dieses Glück mit verantwortlich, ja sogar

hauptverantwortlich. Nicht die Regierung

ist es, nicht die Umstände, das Wetter oder

die Wirtschaftslage, sondern schlicht unsere

Entscheidung ist es, wie wir mit uns, mit dem

Leben, mit unseren Talenten umgehen. Inzwischen

hat der Regen aufgehört. Ich finde diesen

Tag immer noch großartig und ich bin dankbar,

dass ich ihn erleben darf. Ich freue mich, am

Abend meine Familie erleben zu dürfen. Und

ich freue mich auf den morgigen Tag, so ich ihn

erleben darf. Ich bin dankbar für die guten und

die unangenehmen Tage, die hinter mir liegen,

und von beiden könnte ich seitenweise berichten.

Wenn das Leben morgen aus sein sollte,

freue ich mich auf den Himmel, in der Gegenwart

Gottes. Wenn das Leben weitergehen darf,

will ich leisten, dabei glücklich sein und gleichzeitig

unabhängig davon, was andere dazu sagen.

Ich will mein Bestes geben, weil ich dann

das Gefühl habe, meine Talente zu nutzen. Auch

wenn mir das nicht immer gelingt. Und wenn

sich jemand darüber freut, umso besser. Dabei

kann es regnen. Oder auch nicht.

***

Gabriel Schandl

Autorenprofil

Mag. Gabriel Schandl ist Speaker, Trainer, Dozent und Autor. Der 5 Sterne Redner gilt als führender Experte zum Thema „Spitzenleistung“. Er absolvierte

ein Wirtschaftsstudium in Linz und Siena, Aus- und Weiterbildungen führten ihn nach Deutschland, in die USA und die Schweiz. Bereits in jungen Jahren

baute er ein Trainer- und Spezialisten-Team mit auf, das in den letzten 10 Jahren weit über 20 Millionen Euro Umsatz durch professionelle Begleitung von

Unternehmen im Aus- und Weiterbildungsbereich erzielte. Als langjähriger Unternehmensberater kennt er die Herausforderungen des Unternehmer-

Daseins genau. Von der Zeitschrift „Gewinn“ wurde er für seine Arbeit als einer der 100 besten Bildungsanbieter Österreichs ausgezeichnet. Seit knapp

20 Jahren ist Gabriel Schandl erfolgreich europaweit als Referent und Vortragsredner für Unternehmen aller Größen und vielfältiger Branchen tätig.

Seine Trainings zeichnen sich durch einen ausgeprägten Motivationsfaktor, Humor und hohe Nachhaltigkeit aus. Seine unterhaltsamen und mitreißenden

Vorträge rund um die Thematik „Spitzenleistung“ überzeugen durch ihre Authentizität und ihren hohen Nutzenfaktor. Gabriel Schandl ist

Mitglied der German Speakers Association – GSA.

Gabriel Schandl

www.gabrielschandl.com

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12 ZT | Oktober 2013


IM INTERVIEW

Gabriel Schandl

Sie propagieren „Das neue Leistungsglück.“

Was ist das?

Leistungsglück ist dann gegeben, wenn

Menschen aus ihrer Schonhaltung herauskommen,

aus ihrem Frust und Leistung als

Glück, nicht als Pflicht oder Muss empfinden. Leistung

per se ist leider oft negativ besetzt. Dies für uns aber

ganz anders zu erfahren, ist eine Möglichkeit, die wir

alle, jeden Tag, in jedem Job und an jedem Ort dieser

Welt haben. Es ist eine Entscheidung: Will ich mein

Bestes geben und das gerne? Wenn ja, entsteht das

besondere Gefühl von Leistungsglück, das insofern

wichtig ist, als das wir den Großteil unserer Wachzeit

in der Arbeit verbringen. Es kann doch nicht sein, dass

die schönste Zeit des Jahres der Urlaub sein soll, wie

es uns oft von den Medien eingeredet wird. Da bin ich

klar dagegen. Urlaub ist schön, aber genauso schön

sollte die Arbeit sein, ansonsten ist es Verschwendung

von Talent und Verschwendung von Lebenszeit. Abgesehen

davon, dass bei dieser Art von Haltung die

Ergebnisse auch bestenfalls durchschnittlich bleiben.

Sie sprechen auch von der freizeitorientierten

Schonhaltung. Was verstehen Sie darunter und wie

wollen Sie diese „ausrotten“?

Ich möchte gar nichts ausrotten. Ich möchte Menschen

inspirieren, sich eine Umgebung zu suchen,

in der sie ihr Bestes geben wollen und auch können.

Es ist ja auch eine Frage der „Erlaubnis“, im Sinn von

„Will mein Unternehmen das?“, sich mit mir beschäftigen,

mich richtig einsetzen, mir Feedback und

Weiterbildungsmöglichkeiten geben. Es gibt nicht

nur Mitarbeiter, die durchschnittliche Leistung bringen,

sondern auch durchschnittliche Unternehmen.

Nicht jeder strebt zu den Sternen. Deshalb bleiben

auch viele am Boden. Ich arbeite mit denen, die vorwärts

kommen wollen, die sind bei mir richtig. Entwicklung,

auch Wachstum sind menschliche Grundeigenschaften,

die uns dorthin gebracht haben, wo

wir heute sind. Nicht alles davon ist gut. Aber ich

glaube, kaum jemand von uns möchte im Mittelalter

gelebt haben. Höchstens für ein Wochenende mit

entsprechender Zeitmaschine. Meine Hoffnung ist,

dass wir Menschen uns in eine Richtung entwickeln,

die uns alle weiterbringt, anstatt Profite und Renditen

zu maximieren. Jedes Unternehmen sollte Gewinn

erwirtschaften, bitte verstehen Sie mich da richtig,

allerdings muss der Mensch mit seinen Talenten, Wünschen

und Fähigkeiten im Mittelpunkt bleiben, egal,

ob das der Kunde ist, die Führungskraft oder der Mitarbeiter.

Muss es immer Spitzenleistung sein? Ist dieser

Druck nicht manchmal für Führungskräfte wie für

Mitarbeiter zu hoch? Dauerhaft Spitzenleistung

aufrechterhalten, ist das überhaupt möglich?

Nein, keineswegs. Draußen scheint ja auch nicht

ständig die Sonne. Der Winter wechselt den Sommer

ab und der Tag die Nacht. Das ist gut so. Auch

wir Menschen haben Höhen und Tiefen. Aber viel zu

viele verharren in einer Art Schockstarre, sobald sie

ihrem Beruf nachgehen und sind frustriert, schlicht

deswegen, weil sie das Falsche tun. Jeder von uns ist

ein Meisterstück mit ganz besonderen Talenten. Die

einen sind introvertiert und lieben es, in Zahlen zu stochern,

die anderen sind extrovertiert und reden lieber

mit Menschen. Wunderbar! Stellen Sie sich vor, jeder

könnte das gleiche. Der Druck, von dem Sie reden, ist

heute leider überall hoch. Aber viel von diesem Druck

machen wir uns auch selber. Wer sagt denn, dass wir

ständig noch schneller laufen müssen im Hamsterrad?

Wie wäre es, mal auszusteigen für einen Moment und

nachzudenken, ob das, was ich mache, das Richtige

ist und ob ich es gut mache und noch besser machen

kann. Operative Hektik ist ein Zeichen für geistigen

Stillstand. Dass sich da Druck aufbaut, ist ganz klar.

Oktober 2013 | ZT 13


Wie können Unternehmen die für sie jeweils passende

„Spitzenleistung“ identifizieren und festlegen

und diese ihren Teams entsprechend kommunizieren?

Die allererste Frage muss sein: Wovon träumt jemand?

Walt Disney wollte ein Lächeln auf die Gesichter

von Menschen zaubern. Bill Gates träumte

davon, dass in jedem Haushalt ein PC steht. Martin

Luther King träumte von Rassen-Gleichheit und Gandhi

von einem befreiten Indien. Sie alle hatten große

Träume. Und viele Menschen, die sich gerne dieser

starken Vision anschlossen und sie zu dem machten,

was sie heute ist: Etwas Großes. Keiner hätte es

alleine geschafft. Jetzt heißt das nicht, dass wir die

nächsten Gates, Disneys oder Gandhis sein müssen.

Es geht darum, still zu werden und sich zu fragen:

Wofür will ich meine Talente einsetzen? Was kann

ich gut? Was macht mir Spaß? Wenn sie in Folge dem

nachgehen, werden sie darin auch richtig gut und es

entsteht mittel- und langfristig Spitzenleistung. Und

wenn die Vision dann nicht nur stark sondern auch

einfach ist, dann finden sie – fast automatisch – auch

die Menschen, die da mitmachen. Ich erzähle Ihnen

ein Beispiel. Eine starke und gleichzeitig einfache Vision

lässt sich in einem Satz festmachen. Vor kurzem

fand die Convention der German Speakers Association

statt. Da wurde jemandem eine Auszeichnung

verliehen, der sich seit Jahren gegen die weibliche

Genitalbeschneidung einsetzt. Seine größte Angst

ist es, dass er nicht mehr alt genug wird, um diesen

furchtbaren Ritus abschaffen zu können. Nachdem

uns dieser Mann in wenigen Minuten seine Vision

erzählte, erfolgte ein Spendenaufruf. Wieviel kommt

da zustande bei ca. 400 Teilnehmern? 10.000 Euro?

Oder gar 30.000? Ab Tag darauf waren es 50.550,-

Euro. Eine starke Summe für eine starke Vision. Mit

diesem Geld kann ein komplettes Krankenhaus mit

Geburtenstation in Afrika gebaut werden, um die leidenden

Frauen zu betreuen. Der Mann, der das mit

seiner Frau vorantreibt, heißt Rüdiger Nehberg. Wenn

man den Namen zuvor noch nicht kannte, kennt man

ihn jetzt. Spitzenleistung ist nicht auf den sportlichen

oder wirtschaftlichen Bereich beschränkt. Sie umfasst

unsere Gesellschaft, unser Leben. Ob es die Mütter

sind, die im täglichen Kampf mit ihren Kids Spitzenleistung

bringen, die Krankenschwestern dieser Welt

oder auch die Wirtschaftsbosse. Wenn jeder – dort wo

er ist – sein Bestes gibt, entsteht daraus etwas Besonderes.

Ich liebe das.

Jeder ist doch unterschiedlich belastbar. Der eine

bricht schon nieder, während der andere immer

mehr Herausforderungen braucht, um noch bessere

Leistung zu erzielen. Hier kann Spitzenleistung

nur auf verschiedenen Niveaus erfolgen. Wie

bringen Unternehmen diese Unterschiedlichkeiten

ihrer Mitarbeiter unter einen Hut?

Indem ein hohes Verständnis der Führungskraft in

die menschliche Eigenart, die persönlichen Besonderheiten

der Mitarbeiter existiert und genutzt wird.

Diese hohe Verantwortung ist auch eine besondere

Aufgabe. Jeden zu kennen und zu wissen, wie er und

sie noch eine Spur besser werden kann. Die Spitzenleister

finden und halten, das ist eine der wichtigsten

Führungsaufgaben. Deshalb sind regelmäßige Ausund

Weiterbildungen für Führungskräfte sehr wichtig,

auch wenn sie die stille Intuition, das Gespür für

den Menschen nicht ersetzen können. So können sie

sie immerhin sinnvoll ergänzen. Tolstoi sagte einmal:

„Man kann ohne Liebe Holz hacken, aber man kann

nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen.“ Ein guter

Punkt. Durch die Liebe zu den Menschen entsteht die

Bereitschaft, sich mit ihnen zu beschäftigen, schon

weit vor Resultaten und Ergebnissen, die am Schluss

natürlich auch wichtig sind. Aber auch diese werden

nur von Menschen erzielt, die gerne und gut leisten,

weil sie richtig eingesetzt sind. Dann setzen sie sich

auch richtig ein.

Was ist anders in den Köpfen der Menschen, wenn

Sie die Bühne verlassen haben, nach einer Ihrer

Keynotes zum Thema „Das Beste geben“?

Sie werden erinnert daran, dass sie mehr können,

als sie glauben. Sie sind nicht nur ein klein wenig

14 ZT | Oktober 2013


stolzer auf sich als vorher, sondern empfinden auch einen

neuen Willen,, etwas von dem Gehörten in die Tat

umzusetzen. Sie hören wieder stärker auf ihre innere

Stimme und überlegen, wie sie ihre Talente noch besser

einsetzen können. Wenn es Führungskräfte sind, werden

sie anders – noch wertschätzender – mit Mitarbeitern

umgehen. Wenn es Mitarbeiter sind, haben die richtig

Bock darauf, ihre Kunden zu begeistern. Wenn es Verkäufer

sind, wollen die danach nur noch eines: Ihre Kunden

erfolgreicher machen. Das klingt jetzt sehr anspruchsvoll

aber ich liebe hohe Ansprüche, deshalb ist mein Thema

ja auch rund um Spitzenleistungen aufgebaut.

Was war Ihre bisherige persönliche Spitzenleistung

im Leben?

Meine vier Kinder. Obwohl ich da nicht viel dafür kann,

es ist vielmehr ein Gottes-Geschenk, so ein „neuer“

Mensch, ein kleines Wesen, das ich einige Jahre begleiten

darf, bis es erwachsen ist und dann gerne auch noch

da sein möchte für jeden einzelnen von ihnen. Beruflich

kann ich sagen, dass ich heute das tue, was mir am

meisten Spaß macht und was ich – mit Verlaub – glaube,

gut zu können: Menschen inspirieren und motivieren,

ihr Bestes zu geben – ohne sich dabei aufzugeben. Nur

wer seine Talente nützt, kann und wird etwas bewirken.

Daran möchte ich noch ganz viele Menschen erinnern.

Dann wird unsere Welt vielleicht eine Spur besser. Weil

die Menschen glücklicher werden.

***

Herr Gabriel Schandl,

vielen Dank für das Interview!

Fotos: Doris Wild

Assistenz: Jara Oberpeilsteiner

Interview: Monika Paitl, communications9

Location Fotos: Schloss Leopoldskron, Salzburg

Stil- und Outfitberatung: Elisabeth Motsch

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16 ZT | Oktober 2013

(Werbea


nzeige)

Dr.Helmut Fuchs: Gut Gelaunt Gewinnt

Der moderne Mensch ist ein Anfänger in seinen Lebensverhältnissen

und braucht dringend Unterstützung um ein ordentliches

Leben auf die Reihe zu bekommen. Nur die wenigsten Menschen

haben im Elternhaus oder in der Schule gelernt, wie man eine

gute Stimmung entwicklen kann und warum eine gute Stimmung

das Fundament für einen gelungenen Lebensentwurf darstellt.

Dieses Buch, die Erklärungen, Tests und Handlungsanweisungen

sind ein Ergebnis des WIFAL (Wissenschaftlichen Instituts für angewandte

Launologie) in Berlin.

Das beigefügte 10 tages-Trainingsprogramm stellt eine wirksame

Hilfe dar, die auch für Ungeübte einen praktikablen Einstieg in

die Übernahme der persönlichen Verantwortung für die eigene

Stimmungslage ermöglicht.

Dr.Helmut Fuchs,

hat als Trainer zahlreiche Auszeichnungen

erhalten und wurde

als Vortragsredner des Jahres 2013

ausgezeichnet. Die von ihm entwickelte

Protowissenschaft

LAUNOLOGIE und das WIFAL-

Institut Berlin sind die jüngsten

Stationen eines erfolgreichen

Fachbuchautors, Trainers, Coachs

und Speakers.

Besonders Führungskräfte können von diesen Einladungen profitieren

und nach dem Motto „Gute Stimmung-Gute Leistung“ ein

Klima der wertgeschätzen Zusammenarbeit herstellen.

Auch Eltern sind gut beraten, diese Empfehlungen für ihren Erziehungsprozess

mit der nötigen Sorgfalt und dem entsprechenden

Engagement tatkräftig zu leben.

Legen Sie los. Wenn nicht jetzt - wann dann?

Gebunden, 364 Seiten

24,95 EUR [D]

November 2013

TAM edition

Petra Sinn,

Co-Autorin, arbeitet als Wirtschaftspsychologin,

Trainerin und

Coach im Bereich Vertrieb und

Businesstraining und hat eigene

Programme zum Thema

Remote-Detailing speziell für den

Pharmabereich entwickelt und

geschult und mit SMART-med ein

spezielles Schulungsprogramm für

Arztpraxen erfolgreich platziert.

5€ Bestellgutschein für ZT Leser

Code: ZT-Freunde

Oktober 2013 | ZT 17


KARRIERE

mit

STIL

So treten Sie im Business wirksam und erfolgreich auf

VON ELISABETH MOTSCH

18 ZT | Oktober 2013


Oktober 2013 | ZT 19


KARRIERE

mit

STIL

So treten Sie im Business wirksam und erfolgreich auf

VON ELISABETH MOTSCH

„Gutes Benehmen wieder gefragt“ ist ein Buchklassiker im Bereich von Etikette- und Stilbüchern, den

fast jeder kennt. Ich gehe hier sogar einen Schritt weiter und proklamiere: „Gutes Benehmen immer gefragt.“

Ohne gutes Benehmen, ohne ein gewisses Gefühl für Stil, Auftritt und Wirkung kommen wir einfach

nicht weiter. Weder im beruflichen Bereich, noch im Privatleben. Und zwar echtes gutes Benehmen,

mit Leichtigkeit zelebriert, ohne verkrampftes Bemühen oder verzweifeltes Schielen auf die „anderen“

und sich fragen „wie machen es denn die?“ Ganz besonders gefragt ist Stil, wenn Sie Ihre Karriere positiv

vorantreiben wollen. So manche Karriereleitern krachten schon kläglich in sich zusammen, weil der

vielversprechende Kandidat oder die Kandidatin im unpassenden Moment das falsche Besteck zur Hand

nahm, anlässlich der Abendeinladung beim Oberboss. Nein, ich scherze nicht. Viele Menschen legen hier

sehr hohe Ansprüche an den Tag und beurteilen Ihre Mitmenschen nach deren Wissens- und Anwendungsstand

an Etikette und Stil in allen möglichen Bereichen.

Durchaus zu Recht!

20 ZT | Oktober 2013


Wer Karriere machen will,

braucht Stil. Gerne auch

einen eigenen Stil, der

an Ihre Persönlichkeit, Ihr

Aussehen und Ihre individuelle

Philosophie angepasst sein kann. Aber

um diese Anpassung für Sie selber erfolgreich

vornehmen zu können, müssen Sie die Grundregeln

kennen. Nur Regeln, die wir kennen,

können und dürfen wir langfristig leicht nach

unseren Vorstellungen zurechtbiegen. Nur so

bleiben wir authentisch. Nur so bleiben wir wir

selbst. Nur so wirken wir.

Manieren haben wieder Saison

Es geht längst nicht mehr nur darum, was, sondern

wie wir etwas tun – sei es im Beruf oder

im Privatleben. „Wer im Verkehr mit Menschen

die Manieren einhält, lebt von den Zinsen. Wer

sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital

an“, meinte Hugo von Hofmannsthal. Ein wunderbarer

unternehmerischer Vergleich, wie ich

finde.

Wenn Sie Gewinner im täglichen Umgang mit

Ihren Vorgesetzten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

sowie Kunden und Kundinnen sein

wollen, beweisen Sie und leben Sie Stil, Kultur

und Souveränität.

Karrierebooster Umgangsformen

Hinter jedem großen Unternehmen stehen

Menschen, Persönlichkeiten, und um genau

diese Persönlichkeiten geht es. Sie sind der Mittelpunkt.

Nicht die Art des Business, sondern

jene, die es abschließen, sind wichtig geworden.

Auf sie kommt es an. Menschen schließen

mit Menschen Verträge. Menschen vertrauen

anderen Menschen. Daher gewinnen gute

Umgangsformen zunehmend an Bedeutung

und sind in den meisten Fällen sogar stark geschäftsentscheidend.

Es ist z.B. üblich, dass amerikanische Firmenchefs

ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

sowie deren Partner und Partnerinnen, wenn

sie in der engeren Wahl für eine hochrangige

Position stehen, zum sogenannten „Gabeltest“

einladen. So können sie leicht feststellen, wie

ihre zukünftigen High Potentials bei Geschäftsessen

mit Kunden abschneiden, sich benehmen

und wie souverän sie auftreten. Dieser

Trend schwappt auch mehr und mehr auf den

deutschsprachigen Raum über. Wer hier nicht

besteht, ist sofort weg vom Fenster für den Top-

Job.

Fachliche Kompetenz und Kommunikationstechniken

werden heute vorausgesetzt, intensiv

trainiert und ausgebaut. Dafür stehen

Seminare und kostenintensive Trainings in den

Unternehmensstrukturen zur Verfügung. Wie

aber steht es mit dem Wissen um die Regeln

für das Miteinander, also die Umgangsformen?

Die Etikette ist schließlich der Ausdruck unse-

MEHR INFORMATIONEN ZUM THEMA:

Elisabeth Motsch

Karriere mit Stil

Top-Umgangsformen im Business

ca. 300 Seiten

24,90 Eur[D]

ISBN-13: 978-3-85499-540-1

Januar 2014

http://www.motsch.at/publikationen.html

Oktober 2013 | ZT 21


es gegenseitigen Respekts. Ich stellte in den

letzten Jahren immer wieder fest, dass gerade

viele junge Menschen diese Aspekte nicht mehr

lernten, meist leider nicht im Elternhaus, und

dieses Manko auch später aus eigenem Antrieb

bis vor kurzem nicht ausgleichen wollten. Dabei

können diese sozialen Kompetenzen so karriere-

und lebensentscheidend sein. Ich trage

deswegen dieses Wissen durch meine Vorträge,

Seminare und Artikel begeistert nach draußen

und mache die wichtigen Erfolgs-Komponenten

so sichtbar und nachlebbar wie möglich.

Regeln zum leichteren Miteinander

„Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur so viel, als

wozu er sich selbst macht“, meinte Ende des 18.

Jahrhunderts Adolph Freiherr von Knigge. Der

sehr bekannte Herr Knigge wollte damals gar

nicht gute Manieren lehren, sondern Menschen

zu mehr Wirksamkeit in der Welt verhelfen. Sein

Buch diente als Orientierungshilfe in einer Welt

des Umbruchs, in der Landes- und Klassengrenzen

durchlässig wurden und Menschen aus

verschiedenen Schichten plötzlich miteinander

in Kontakt kamen. Diese neue „Vermischung“

schrie geradezu nach neuen Regeln.

Diese dann neu vorgegebenen Regeln gaben

Halt in einer unsicheren Zeit. Hier schließt sich

auch perfekt der Kreis zum Thema Umgangsformen

heute. Durch die rasche Globalisierung

und unsere so rasend schnell wachsende Mobilität

bewegen sich Menschen heute flexibel in

vielen verschiedenen Milieus und Kulturen. Firmenchefs

von heute verlangen von ihren Mitarbeitern

neben fachlicher Qualifikation auch ein

hohes Maß an stilsicherem Auftreten in jeder

nur denkbaren Situation.

„Das Auftreten, der Habitus und eine natürliche

Souveränität sind für die Karriere wichtiger als

alle Zeugnisse“ – so das nicht so sehr überraschende

Ergebnis einer Studie der Universität

Darmstadt. Manager und Managerinnen – so

viele akademische Titel sie auch besitzen - werden

es nicht sehr weit bringen, wenn sie sich

in den verschiedenen Situationen, Bereichen,

Kulturkreisen und Ländern nicht zu benehmen

wissen. Das Schlagwort Diversity gilt auch hier

ganz massiv.

Gute Manieren als „Verkaufsargument“

Benimm-Regeln sind klare und wichtige Orientierungshilfen.

Nur wer die Umgangsformen

automatisch beherrscht, kann sich ganz

und intensiv auf die Konversation und seinen

Gesprächspartner konzentrieren und dabei

souverän einen guten Eindruck machen. Wer

22 ZT | Oktober 2013


nicht erst über seine Wirkung und sein stilvolles

Auftreten nachdenken muss, zeigt automatisch

Klasse.

Das Image eines Unternehmens bestimmt wesentlich

den wirtschaftlichen Erfolg und wird

auch durch höfliches und korrektes Auftreten

der Mitarbeiter beeinflusst. Produkte und

Dienstleistungen verkaufen sich heute nicht

mehr allein aufgrund ihrer Qualität. Auch hier

zählt die stilvolle erste Ansprache und der personalisierte,

erinnerungswürdige Service. Gute

Manieren sind ein größerer Verkaufs-Beeinflusser,

als Sie vielleicht denken mögen.

Gutes Benehmen – immer gefragt

Gutes Benehmen und feine Umgangsformen

zeigen Ihre ganz spezielle Wertschätzung für

alle Personen, mit denen Sie zu tun haben. Benimmregeln

und Etikette wurden in den letzten

Jahrzehnten leider wenig geschätzt und kaum

noch unterrichtet. Weder in der Schule noch im

Tanzkurs. Heute verzeichnen wir zu meiner großen

Freude eine starke Umkehr dieses Trends.

Tanzschüler wünschen sich plötzlich zusätzliche

Benimm-Zertifikate, Seminare über stilvolles

Auftreten boomen und Medien publizieren

mit Freude verschiedenste Knigge-Anleitungen

für alle möglichen Situationen, in die man freiwillig

oder unfreiwillig nur geraten kann.

Gutes Benehmen lässt sich nämlich nicht einfach

von anderen abschauen, sondern muss

erklärt und trainiert werden. Der Weg zu gutem

Benehmen ist durchaus Arbeit, erfordert ein

positives Vorbild und hohe Konsequenz. Aber

diese Arbeit an sich selbst lohnt sich. Ob es um

Kleidung, Pünktlichkeit, die passende Brille, die

richtige Rhetorik oder die Umgangsformen

geht, Sie sind es sich wert, Ihr bestes Selbst zu

sein.

Gute Umgangsformen sollen kein starres Korsett

sein, sondern zu einer Selbstverständlichkeit

werden. Suchen Sie in der Fülle der Möglichkeiten

Ihren ganz persönlichen Weg, denn

Sie sollen dabei authentisch bleiben und sich

wohl fühlen. Etablieren Sie sich als ihre eigene

Erfolgsmarke, dann steht Ihrer Karriere mit Stil

nichts im Wege.

***

Elisabeth Motsch

Autorenprofil

Elisabeth Motsch, Autorin, Trainerin und Speaker, ist Spezialistin für den Erfolgsfaktor Kleidung und Umgangsformen.

Durch ihre lebendige Art zu präsentieren, bekommt man bei der Stil-Expertin schnell ein Verständnis dafür, welche Chancen sich hinter dem persönlichen

Auftreten verbergen. Sie zeigt, wie man seine Umgangsformen und sein Outfit gezielt einsetzen kann. Die Karrierefrau mit internationalem Background

verbindet sprühende Leidenschaft für Menschen, Mode und Stil mit fachlicher Kompetenz und jeder Menge Erfahrung.

Sie arbeitet als Trainerin für nationale und internationale Unternehmen und begleitet Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft auf ihrem Weg nach

oben. Die Toprednerin ist auf Kongressen sowie Veranstaltungen eine gefragte Vortragende und gibt ihr Wissen nun auch als Dozentin an der Berliner

Steinbeis-Universität weiter.

Im Januar 2014 erscheinen im Trauner Verlag die Bücher „Karriere mit Stil – Top Umgangsformen im Business“ und „Meine Gäste - meine Fans“. Im

Goldegg-Verlag dann im Februar 2014 das Buch „Dresscode im Business“ (Arbeitstitel) gemeinsam mit dem Branding-Experten Jon Christoph Berndt

aus München.

Sie ist Mitautorin des Buches der GSA-Edition: „Die besten Ideen für eine starke Persönlichkeit“ Hrsg. Jörg Löhr.

Elisabeth Motsch

www.motsch.at

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24 ZT | Oktober 2013


Zukunft – Training

BERICHTET

Oktober 2013 | ZT 25


ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

BERICHTET

GSA

CONVENTION 2013

Über die GSA

Die German Speakers Association e.V. ist die führende Organisation im deutschsprachigen Raum für

professionelle Referenten, Trainer und Coaches. Über den Dachverband Global Speakers Federation

(GSF) ist die GSA mit über 6000 Experten im Netzwerk weltweit verbunden. Sie vereint Experten der

verschiedensten Sparten, die eines gemeinsam haben: die Wissensvermittlung an Publikum. Ziel ist es, ein

Forum für professionelle Speaker zu kreieren, um von den Besten zu lernen, Ideen und Erfahrungen auszutauschen

und Umsätze zu steigern.

ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

BERICHTET

26 ZT | Oktober 2013


REDAKTION

Früh morgens frage ich Martina Wagner,

eine der Absolventinnen der

diesjährigen GSA University, woran

Sie denn gerade denke, so kurz vor

dem großen Auftritt. „Ich versuche in

die richtige Stimmung zu kommen“, kommt mir

nach kurzem Überlegen die Antwort entschlossen

entgegen. „Vom Input her mach ich mir

eher weniger Sorgen“. Kritische Blicke von den

Prüfern Sabine Asgodom und Michael Rossié

lassen mich von weiteren Fragen an den Prüfling

absehen, so kurz vor Beginn der zweiten

mündlichen Abschlussprüfung an diesem Tage.

Bis zum Nachmittag werden in 45-minütigen

Intervallen alle Prüflinge des diesjährigen Jahrgangs

in den Seminarräumen des Hilton-Hotels

das Meisterstück ihrer Ausbildung abliefern

– unter den Augen des Who-is-Who der Speaker-Szene

Deutschlands. Markus Hofmann,

Andreas Buhr, René Borbonus, Klaus-J. Fink,

Martin Limbeck, Hans-Uwe Köhler, um nur ein

paar Namen zu nennen, sind z.T. gleichzeitig

Dozenten und Prüfer und begleiten die Zertifikatsanwärter

für insgesamt ein Jahr. Bis zum

Abschluss ihrer Ausbildung, die an diesem Tage

mit dem Bestehen der Prüfung auch für Martina

beendet sein könnte.

Von den eben genannten Speakern finden

sich auch einige auf der Rednerliste der vom

5.-7.9.2013 stattfindenden 8. Internationalen

GSA Convention wieder. Dem alljährlich

wiederkehrenden ‚Familientreffen‘, oder auch

‚Weihnachtsfest der Branche‘, wie die scheidende

Präsidentin Gaby S. Graupner die Veranstaltung

in ihrer Begrüßungsrede bezeichnet. ‚Die

Macht der Worte – Worte schaffen Wert(e)‘ war

das Oberthema des in diesem Jahr in München

stattfindenden Kongresses. Als Medienpartner

waren wir von Zukunft-Training zum ersten Mal

mit dabei, um einen tieferen Einblick in die GSA

als Verein zu erlangen und gleichzeitig den ZT-

Lesern umfassend darüber zu berichten.

Mit Respekt kommen wichtige Botschaften

besser an.

Das Thema Wertevermittlung, das auch die

Redaktion von Zukunft - Training in der Magazingestaltung

stets beschäftigt, ist zentral.

Was eine Publikation mit dem geschriebenen

Wort versucht zu erreichen, versuchen Speaker

bekanntermaßen mit dem gesprochenen.

Oft fiel bei der GSA Convention in diesem

Zusammenhang der Begriff ‚Verantwortung‘.

Das Bewusstsein dafür zu haben, was die geäußerte

Botschaft beim Publikum bewirkt, zu

dem der professionelle Redner spricht. Worauf

beispielsweise René Borbonus verweist, der in

seinem Vortrag ‚Respekt! Ein Plädoyer für eine

fast vergessene Tugend‘ über die Gefährlichkeit

sprach, nicht ganz die Wahrheit zu sagen. Über

den Respekt, den man sich erarbeiten muss

und den man anderen zollen sollte. Auch den

Kollegen und Mitbewerbern, die oftmals harte

Konkurrenten um Aufträge, Aufmerksamkeit

und Gagen darstellen. Mit Respekt, so Borbonus

Credo am Ende, kommen wichtige Botschaften

besser an.

Weitere Key-Notes der Veranstaltung hielten

Speakerpersönlichkeiten wie Sabine Asgodom,

Peter Brandl, Jennifer de St. Georges (USA), Eric

Adler, Hans-Uwe Köhler. Die Vorträge kreisten

eng um die Themenkomplexe Worte und Werte.

Asgodom beispielsweise mahnte in ihrem

Vortrag vor dem überbordenden Auszeichnungs-

und Betitelungswahn der Branche.

Adler referierte über die Fähigkeit der Sozialkompetenz,

die wir mehr und mehr vernachlässigen,

v.a. auch bei der Wertevermittlung

gegenüber den nachfolgenden Generationen,

unseren Kindern.

REDAKTION

Oktober 2013 | ZT 27


ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

BERICHTET

Während der Pausen, den Kaffee- und Lunch-

Breaks, ging es allgemein sehr respektvoll,

freundlich und familiär zu. Man begegnete sich

bewusst auf Augenhöhe. Es entwickelten sich

permanent gute und interessante Gespräche,

sowohl mit neuen als auch mit langjährigen

Mitgliedern des Vereins. So glich die Freundlichkeit

der Anwesenden auch die durchaus zu

bemängelnde Verpflegung seitens des Hotels

wieder aus.

Sowohl für den fachlichen Austausch als auch

für die Wissenserweiterung bot die GSA Convention

einen tollen Rahmen. Während der

PEG (Professional Expert Groups), Workshops

und moderierten Diskussionsrunden hatte

man die Möglichkeit, von Experten wie Rainer

Krumm, Stephan Heinrich, Suzanne Grieger-

Langer, Wibke Regenberg u.v.m. zu lernen,

sowie auch selbst eigene Fragen anzubringen.

Und dies zu vielfältigen Themen wie Verkauf,

Buchveröffentlichung, Marketing, Vermarktung

oder Verhandlungsstrategie – man ist bei

der German Speakers Association bemüht, für

jedes Mitglied und Fachgebiet ein Thema mit

Mehrwert anzubieten. Zu diesem Zweck wurde

auch der One Million Dollar Table (OMDT) zum

Erfahrungsaustausch ins Leben gerufen, der in

München zum zweiten Mal unter der Leitung

des neuen GSA-Präsidenten Andreas Buhr

stattfand. So profitieren alle Mitglieder vom

Austausch im Netzwerk, je nach Bedürfnis und

der eigenen Möglichkeit, Wissen zu bekommen

und weiter zu geben, auf verschiedene Art und

Weise. Ein Ansatz, den vor allem Gaby Graupner

in ihrer zweijährigen Amtszeit vertreten hat

und der mittlerweile sowohl bei den großen

Veranstaltungen wie der Convention, als auch

im kleinen Rahmen innerhalb der sogenannten

Regionalgruppen, vom gesamten GSA-Team

gepflegt wird.

Nun richtet sich die GSA Convention auch international

aus, was sichtlich als ein großes Bemühen

der Veranstalter zu erkennen war. So waren

in München auch wieder einige internationale

Gäste anwesend, wie bspw. Lesley Everett, die

Präsidentin des Dachverbandes GSF (Global

Speakers Federation), Dr. Wolfgang Riebe (ZA)

und Michard McCann (UK). Diese haben z.T.

Workshops geleitet und teils auch die große

Bühne des Ballsaals betreten. Letzterer hat seinem

Vortrag den Titel ‚The Power of The Spoken

Word‘ gegeben. Und die Worte, mit denen er

seine Geschichte erzählt hat, waren tatsächlich

mächtig. Er hat die zuhörenden Gäste in seinen

Bann geschlagen und zu Standing Ovations

gebracht – welche meines Erachtens während

der gesamten Veranstaltung insgesamt etwas

zu häufig gegeben wurden. Dies lag wohl auch

daran, dass die Liste der vergebenen Preise fast

länger war als die der Vortragenden.

„Die stillsten Worte sind es, welche den

Sturm bringen. Gedanken, die mit Taubenfüssen

kommen, lenken die Welt.“

- Friedrich Nietzsche

Neben den eben schon hervorgehobenen Reden

von Borbonus und McCann gab es noch

eine, die ganz besonders hervorgetreten ist.

Und zwar die Laudatio von Markus Hofmann

ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

BERICHTET

28 ZT | Oktober 2013


REDAKTION

für Rüdiger Nebherg, zur Aufnahme in die GSA

Hall of Fame. Nehberg wurde am Freitagabend

für sein Lebenswerk geehrt. Für die Rede wurde

im Rahmen der abendlichen Gala zudem

eine eigene Spendenaktion organisiert, bei

der über 50.000 Euro für Nehbergs Initiative

TARGET gesammelt wurden. Diese setzt sich

nun schon seit Jahren dafür ein, dass die weibliche

Genitalverstümmelung in Afrika vorboten

wird. Im Laufe der Jahre hat er in Gesprächen

mit obersten Vertretern der mächtigsten Glaubensgemeinschaften

des Kontinents, den Sultanen,

Sheikhs und Muftis, schon viel erreicht.

Er macht aber unermüdlich weiter um sein Ziel

bis zum Ende zu verfolgen – das Verbrechen

der weiblichen Beschneidung aus der Welt zu

schaffen.

Die Rede Hofmanns, laut eigenen Angaben die

besterecherchierte Rede seines Lebens, verursachte

bei den Zuhörern Gänsehaut. Nehberg

zeigte sich tief bewegt und auch die im Saal Anwesenden

waren sehr bewegt. Eine grandiose

Wortwahl und Dramaturgie, vorgetragen mit

einer beispiellosen Intensität und mit starken

Emotionen, stellen für mich die Versinnbildlichung

des Themas der GSA Convention und die

Stellung der Teilnehmer und ihrer Arbeit in unserer

Gesellschaft dar. Der Saal hat die Botschaft

aufgenommen und direkt in lang anhaltenden

Applaus und Spenden umgesetzt. Was Worte

schaffen können, genauer gesagt im Menschen

bewegen, das hat dieser Vortrag gezeigt.

Neben Rüdiger Nehberg wurde auch

Gregor Staub in die GSA HoF aufgenommen,

die damit in einer Reihe stehen mit Persönlichkeiten

wie dem Journalisten Ulrich Wickert,

Zeitmanagement-Experte Prof. Dr. Lothar

Seiwert, Komiker Emil Steinberger und dem

Bergsteiger Reinhold Messner sowie dem Verleger

Dr. Florian Langenscheidt - um nur einige

Preisträger der vergangenne Jahre zu nennen.

Den im Jahre 2010 von Lothar Seiwert (GSA-

Präsident 2009 – 2011) ins Leben gerufenen

Deutschen Rednerpreis der German Speakers

Association erhielt in diesem Jahr Dieter

Zetsche. In den Jahren zuvor ging er an

Margot Käßmann und Hans-Dietrich Genscher.

Abschließend wurden im Rahmen der Abschlussveranstaltung

noch die Absolventen der

GSA University auf die große Bühne gerufen,

um dort ihre Zertifikate entgegen zu nehmen.

Für Danksagungen war dann natürlich auch

noch reichlich Platz. Mit bei den erfolgreichen

Absolventen war auch Dr. Erkan Altun, mit seinem

Thema ‚Werteverteidigung. Erfolg durch

starke Werte.‘. Ausgezeichnet als Bester des

Jahrgangs hat er mit seiner Key-Note nicht nur

den Nerv der Zeit, sondern auch ins Mark der

Veranstaltung getroffen. Den erfolgreichen

Rechtsanwalt werden wir von ZT nun in seinem

weiteren Werdegang als Speaker ein Stück weit

begleiten. Mehr dazu lesen Sie in den kommenden

Ausgaben von Zukunft-Training. Bleiben

Sie neugierig.

***

Thomas Lehnen

Autorenprofil

Thomas Lehnen studierte Betriebswirtschaft und Philosophie und entdeckte während seiner Zeit im Nationalen Vorstand des MTP e.V. seine Leidenschaft

für den Bereich der Aus- und Weiterbildung. Dort verantwortlich für die Bereiche Kommunikation, Presse, Personalmanagement und -entwicklung

wurde er 2009 in Frankfurt zum Management-Trainer ausgebildet. Seitdem ist er selbstständig, und dabei unter anderem auch als Trainer aktiv.

Nach seinen Studien in München zog es ihn nach Auslandsaufenthalten in Sydney und Luxemburg Anfang 2013 nach Berlin. Seit Februar ist er Teil des

Zukunft-Training Teams. Im August stieg er in die Geschäftsführung mit ein und verantwortet aktuell die Bereiche Marketing, PR und Cooperations.

Thomas Lehnen

www.zukunfttraining.de

REDAKTION

Oktober 2013 | ZT 29


ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

Versucht die Zukunft zu verändern –

Visionär, kraftvoll, durch Worte

Unterstützt

Rüdiger und Annette Nehberg bei ihrem

Kampf für die Menschenrechte

Spenden Sie für eine gute Sache

30 1 ZT ZT | August | Oktober 2013 2013


Gemeinsam gegen Weibliche

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4DIE

FÜR GARANTIERTEN UMSATZ

ERFOLGSFAKTOREN

VON KLAUS FINK

32 ZT | Oktober 2013


Oktober 2013 | ZT 33


4DIE

FÜR GARANTIERTEN UMSATZ

ERFOLGSFAKTOREN

VON KLAUS FINK

Verkaufserfolg ist kein Mysterium. Das war es auch noch nie. Unabhängig von Marktsituation oder

Konjunkturlage gab es sie immer und wird es sie immer geben: erfolgreiche Verkäufer, die „in jeder

Lebenslage“ Umsätze schreiben. Weil sie nämlich die Regeln und Instrumente ihres „Maul-Werks“

beherrschen – mit einer Sicherheit, die auch dem guten Handwerker eigen ist, der ganz genau weiß,

wann er welches Werkzeug einsetzen muss, um seinen Job gut zu machen.

34 ZT | Oktober 2013


Klaus-J. Fink, Erfolgstrainer im Bereich

Neukundengewinnung, beschreibt

die Faktoren, die Voraussetzung

sind für jeden Verkäufer,

um langfristig erfolgreich zu sein.

Erfolgsfaktor 1:

Die verkäuferische Persönlichkeit

Für (fast) jeden Menschen sind Wohlwollen und

Akzeptanz durch unsere Mitmenschen geradezu

lebensnotwendig. Wir richten unser Handeln

oft bewusst oder auch unbewusst darauf aus,

Zuneigung, Anerkennung und Bestätigung von

anderen zu erhalten. Im Gegensatz dazu hat

sich ein Verkäufer für einen Beruf entschieden,

in dem er mit verhältnismäßig viel Ablehnung

fertig werden muss. Die Anzahl der „Kunden-

Neins“ ist im Vergleich zu Erfolgserlebnissen

(z.B. vereinbarten Terminen) ziemlich hoch. Die

ausgeprägte Sensibilität, die von einem Verkäufer

im Umgang mit Menschen verlangt wird,

kann hier zum Verhängnis werden, wenn diese

Neins (zu) persönlich genommen werden. Es

ist also sehr wichtig, sich darüber im Klaren zu

sein, dass jedes Nein den Verkäufer einen kleinen

Schritt näher zum nächsten Ja bringt. Diese

Frustration ist die Kehrseite des Erfolgs, ein gewisses

Potential an Ablehnung stellt geradezu

die Basis der verkäuferischen Tätigkeit dar. Ein

guter Verkäufer ist sich dessen bewusst, er hat

die psychische Stabilität, das Kunden-Nein zu

ertragen. Er kennt die mentalen Gesetzmäßigkeiten,

verfolgt seine Linie diszipliniert und fleißig

weiter und lässt sich von seinen Verkaufszielen

nicht abbringen.

„JEDES NEIN

BRINGT DEN

VERKÄUFER EINEN

KLEINEN SCHRITT

NÄHER ZUM

NÄCHSTEN JA.“

Erfolgsfaktor 2:

Identifikation mit der eigenen Tätigkeit

Die persönliche Identifikation des Verkäufers

mit seiner Tätigkeit und mit dem Produkt ist

eine maßgebliche Voraussetzung für seinen Erfolg.

Diese Erkenntnis gilt in der Vertriebslandschaft

als alter Hut, trotzdem lohnt es sich, ihr

immer wieder verstärkt Beachtung zu schenken.

Das Vorhandensein bzw. Fehlen dieser

Identifikation spiegelt sich nämlich deutlich in

den Formulierungen des jeweiligen Verkäufers

Oktober 2013 | ZT 35


im Kundengespräch wider. Und wirkt sich direkt

auf das Gesprächsergebnis aus.

Der erfolgreiche Verkäufer weiß, dass der persönliche

Kontakt mit ihm für den Kunden immer

mit Vorteilen für diesen verbunden ist, denn er

erhält von ihm wesentliche Informationen über

Produkt bzw. Dienstleistung. Ein Verkäufer mit

dem Bewusstsein darüber, dass beide Seiten

von der angestrebten Geschäftsbeziehung

profitieren können, verfügt über eine starke

Identifikation, er eröffnet das Gespräch nicht

mit Verlegenheitsformulierungen, sondern

freundlich und selbstbewusst – und wird dann

auch genau so von seinem Gesprächspartner

wahrgenommen.

Diese Sicherheit spürt das Gegenüber und lässt

sich gerne überzeugen. Denn das ist es, was

sich der Kunde wünscht: einen souveränen Gesprächspartner.

Erfolgsfaktor 3: Klare Strategien

Der dritte wesentliche Erfolgsfaktor neben einer

positiven Grundeinstellung und einer hohen

Identifikation ist die Anwendung klarer, erfolgsorientierter

Strategien. Dazu gehören die

Wahl der passenden Zielgruppe, die optimale

Akquiseform und ein durchdachter After-sales-

Service. Das Prinzip von „anhauen, umhauen,

abhauen“ aus den Anfangszeiten des Vertriebs

funktioniert nicht mehr. Damals ging es um das

Einmalgeschäft. Heute reicht es nicht mehr aus,

einen Kunden zufrieden zu stellen, der Verkäufer

muss ihn begeistern bzw. positiv verblüffen.

Um den Kundenbezug tragfähig zu gestalten,

empfiehlt sich die Pflege des persönlichen Kontakts,

etwa durch ein regelmäßiges Telefonat.

Mit solchen so genannten „Kuschel-Calls“ bindet

der Verkäufer seinen Kunden auf positivste

Weise an sich. Er bleibt in seinem Bewusstsein

und wird seinen Kontakt bei Gelegenheit auch

gerne weiterempfehlen.

Erfolgsfaktor 4: Verkäuferische Fähigkeiten

Für einen so genannten „Maul-Werker“ haben

seine rhetorischen Fähigkeiten einen enorm

hohen Stellenwert. Zu den größten Fehlern eines

Verkäufers gehört es, auf die Bedürfnisse

des Kunden zu wenig einzugehen, sein Standard-Verkaufsgespräch

runterzuspulen und

nicht vorbereitet zu sein auf klassische Kundeneinwände.

Dem kann er mithilfe ausgefeilter

rhetorischer Strategien entgegenwirken. Ein

erfolgreicher Verkäufer beherrscht diese Strategien,

er konzentriert seine Kräfte und arbeitet

kontinuierlich daran, seine Stärken auszubauen.

Er wirkt authentisch in der Gesprächsführung

und ist auf Standardfragen und -einwänden

seines Kunden vorbereitet. Seine Verkaufspräsentation

zeichnet sich aus durch eine ausgeklügelte

Fragetechnik und sein Redeanteil

ist geringer als bei den meisten Verkäufern. Er

36 ZT | Oktober 2013


kennt Techniken wie den ‚Sie-Standpunkt’, entwickelt

maßgeschneiderte Gesprächeröffnungen

und persönliche Einwandbehandlungen.

Diese Techniken sind alle erlernbar. Und ohne

sie ist ein erfolgreiches Gespräch mit dem „modernen“

Kunden kaum noch möglich.

Denn der Glaube, dem immer noch viele Verkäufer

anhängen, dass ein fundiertes Fachwissen

die Argumentationsstärke erhöht, lässt

sich in der Praxis nicht bestätigen. Generell sei

hierzu gesagt, dass ein Verkäufer sich darüber

bewusst sein muss, dass er sich weniger für einen

Wissensberuf, sondern an erster Stelle für

einen Verhaltensberuf entschieden hat. Nicht

die „Produktprofessoren“ erzielen die höchsten

Umsatzergebnisse, sondern diejenigen, die

über eine solide fachliche Grundausbildung

verfügen und ihr Ziel mit verkäuferischem, d.h.

vor allem rhetorischem Geschick verfolgen.

TopSelling – das Fazit

Erfolgreiche Verkäufer unterscheiden sich von ihren mittelmäßigen Kollegen weniger durch ihre

Argumentationskraft im Kundengespräch als vielmehr durch

• ihre Persönlichkeit und die Einstellung zu ihrer Tätigkeit,

• den Identifikationsgrad mit ihrer Arbeit,

• den strategischen Überbau, der ihnen die kontinuierliche Marktbearbeitung erlaubt, und

• durch eine Vielzahl an Kompetenzen, die sie zur Exzellenz ausgebildet haben.

Wissen und Können, Verhalten und Einstellung – das sind für TopSeller die zwei Seiten der Erfolgsmedaille.

***

Klaus Fink

Autorenprofil

Klaus J. Fink ist studierter Jurist, Speaker und Erfolgstainer, Bestseller-Autor und Herausgeber von Video- und Audiotrainings. Er gilt als absoluter Top-

Speaker zu den Themen Verkauf, Neukundengewinnung, Empfehlungsmarketing und Vertriebsaufbau.

Als Keynote-Speaker zu den Themen Verkauf, Motivation und Persönlichkeit ist er bekannt für seinen mitreißenden, eloquenten Vortragsstil.

Klaus-J. Fink ist Dozent an der European Business School, Gastredner an der Europäischen Fachhochschule in Brühl sowie Lehrbeauftragter an der

Steinbeis Hochschule Berlin.

Klaus J. Fink ist mehrfacher „Trainer des Jahres“. 2012 Aufnahme in die „Hall of Fame“ der German Speakers Association anlässlich der Ehrung für sein

Lebenswerk.

Klaus J. Fink

www.fink-training.de

Oktober 2013 | ZT 37


ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

INFORMIERT

DES

JAHRES

2013

Margit Hertlein und Dr. Helmut Fuchs wurden in Berlin

als „Vortragsredner des Jahres 2013“ ausgezeichnet.

Am 28. September 2013 erkor das Online-Portal Vortragsredner.de erneut die „Vortragsredner

des Jahres“ und würdigte damit dieses Jahr wieder zwei hochkarätige und herausragende

Speaker-Persönlichkeiten. Die Auszeichnung erhielten in diesem Jahr Margit Hertlein, die mit ihren

ungewöhnlichen und humorvollen Konzepten begeistert, und Dr. Helmut Fuchs, der das erlebnisorientierte

Lernen im Management etabliert und die Protowissenschaft Launologie entwickelt hat.

ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

INFORMIERT

38 ZT | Oktober 2013


REDAKTION

Mit der Auszeichnung der

„Vortragsredner des Jahres“

werden jedes Jahr zwei außergewöhnliche

Persönlichkeiten

der Rednerbranche

geehrt. Die Auszeichnung wird vom Online-

Portal Vortragsredner.de vergeben, auf dem einige

der besten und gefragtesten Speaker des

deutschsprachigen Raums versammelt sind.

Dementsprechend anspruchsvoll sind die Kriterien,

nach denen die „Vortragsredner des

Jahres“ bestimmt werden. Zu den insgesamt

sechzehn strengen Kriterien gehören unter

anderem Innovationsreichtum, ein ausgewiesener

Expertenstatus und eine hervorragende

Marktreputation; außerdem müssen die Kandidatinnen

und Kandidaten seit mindestens fünf

Jahren erfolgreich als Vortragsrednerinnen und

-redner aktiv sein und große wie kleine Gruppen

über längere Zeiträume in ihren Bann ziehen

können.

Als Gründer von Vortragsredner.de und Initiator

des „Vortragsredners des Jahres“ liegt es

Stéphane Etrillard besonders am Herzen, dass

Speaker ausgezeichnet werden, die dank ihrem

Können und ihrer Innovationskraft neue

Impulse setzen und über die Branchengrenzen

hinweg nachhaltig Wirkung zeigen.

Eine weitere Besonderheit: Geehrt werden

seit 2011 jeweils eine Vortragsrednerin und

ein Vortragsredner, denn „noch immer werden

Frauen in der Branche völlig zu Unrecht zu selten

gewürdigt“, so Stéphane Etrillard, Gründer

von www.vortragsredner.de. In den letzten

Jahren trug Stéphane Etrillard, selbst Vortragsredner

und einer der führenden europäischen

Managementtrainer, Autor von zahlreichen

Büchern und Audio-Coaching-Programmen

wesentlich dazu bei, den Beruf des Vortragsredners

bekannter und vor allem den Begriff

Vortragsredner salonfähig zu machen.

Die Entscheidung für die diesjährigen Preisträger

wurde von einer Jury getroffen, die sich

neben Vortragsredner.de aus Veranstaltern,

Verlagen und diversen Akteuren und Beobachtern

der Weiterbildungs- und Speakerbranche

zusammensetzt.

„Vortragsrednerin des Jahres 2013

ist Margit Hertlein

Margit Hertlein hat eine „Lieblingsturnübung“:

sich selbst auf den Arm nehmen. Dass es sich

dabei nicht um einen PR-Gag handelt, sondern

um eine besondere Einstellung zu sich selbst

und zu ihrer Arbeit, stellt sie in ihren Vorträgen,

Trainings und Coachings immer wieder

unter Beweis. So verwundert es nicht, dass sie

inzwischen als die Expertin für den humorvol-

REDAKTION

Oktober 2013 | ZT 39


ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

INFORMIERT

ZT

Z u k u n f t - T r a i n i n g

INFORMIERT

40 ZT | Oktober 2013


REDAKTION

len Blick auf den Unternehmensalltag gilt, und

auch viele andere Menschen für ihre kleine

Übung in Humor und Gelassenheit begeistern

kann. Ihre Arbeit mit den Schwerpunkten Präsentation

und Kommunikation ist geprägt von

innovativen Ideen und Kreativität, was sich zum

Beispiel in ihren unkonventionellen Trainingskonzepten

niederschlägt, die langanhaltend

in den Unternehmensalltag ihrer Coachees

hineinwirken. Humor und Hartnäckigkeit, Kreativität

und Kundenorientierung – mit diesen

Eigenschaften überzeugt Margit Hertlein seit

mehr als zwei Jahrzehnten ihr Publikum, ihre

Leserschaft und ihre Coachees.

„Vortragsredner des Jahres 2013

ist Dr. Helmut Fuchs

Dr. Helmut Fuchs hat die gute Laune in die

Speaker- und Coachingbranche gebracht. Als

Begründer der Launologie – einer Teilwissenschaft

der positiven Psychologie, die sich mit

der Untersuchung der guten Laune befasst –

und als Vorreiter des erlebnisorientierten Managementtrainings

und neuen Lernens hat er

hier wirkungsvolle Impulse für ein neues Denken

gesetzt. In seinen Seminaren, Vorträgen

und in mehr als fünfzig Fachbüchern eröffnet

er neue und zukunftsweisende Perspektiven

für das Managementtraining und für das Management.

Dr. Helmut Fuchs ist ausgebildeter

Psychotherapeut, Wirtschaftspsychologe und

-pädagoge und versteht sich als Handwerker.

Er arbeitet seit über dreißig Jahren als Cheftrainer

und Inhaber der renommierten TAM-Trainer

Akademie München an der Schnittstelle zur

strategieorientierten Weiterbildung. Sein sehr

erfolgreiches Programm „Psychologisches Kabarett“

begeistert die Zuhörer und sensibilisiert

sie für die zentrale Botschaft „Der Mensch ist

lernfähig- aber unbelehrbar!“

Mit Margit Hertlein und Dr. Helmut Fuchs sind

zwei außergewöhnliche Menschen und zwei

erstklassige Speaker und Weiterbildner als

„Vortragsredner des Jahres 2013“ ausgewählt

worden. Beide zeigen, wie ein innovativer Geist

zusammen mit mit inhaltlicher Substanz und

langjähriger Qualität eine ganze Branche bereichern

können und dass starke Ideen weite

Kreise ziehen.

***

Kontakt Presse:

Thomas Lehnen

Zukunft-Training bei TAM-edition

Torstraße 37

10119 Berlin

Tel.: +49 (0) 176 702 763 78

tl@zukunfttraining.de

www.zukunfttraining.de

Über Vortragsredner.de

Wer für eine Veranstaltung einen passenden Redner sucht, kennt das Dilemma: Das Angebot

ist zwar groß und breit gefächert, doch es ist schwierig und mühsam, die wirklich besten

Redner zu finden, da die Vielzahl der Angebote die Entscheidung erheblich erschwert. Für die

Redner stellt sich häufig die Frage, wie sie schnell und direkt von potenziellen Auftraggebern

wahrgenommen werden. Das Internetportal Vortragsredner.de setzt genau an dieser Stelle an

und führt beide Seiten zusammen, indem es hoch qualifizierten Rednern eine leistungsfähige

Präsentationsplattform bietet und Interessenten wertvolle Entscheidungshilfen liefert.

www.vortragsredner.de

REDAKTION

Oktober 2013 | ZT 41


(Werbea

www.pebltree.com

42 ZT | Oktober 2013


nzeige)

Oktober 2013 | ZT 43


VON MONIK

richtige

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Warum Experten si

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44 ZT | Oktober 2013


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A B. PAITL

Oktober 2013 | ZT 45


das

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zur

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Warum Experten sich von der Idee des

Instant-Buches verabschieden sollten

VON MONIKA B. PAITL

Experten brauchen ein Buch. Das ist eine allgemein bekannte Tatsache der Speaker- und Trainerbranche.

Dieser Erkenntnis schließe ich mich inhaltlich absolut an. Bei der Frage, welche Art von

Buch Experten, Redner und Trainer brauchen, werde ich in der letzten Zeit jedoch immer nachdenklicher.

Das Buch als schnelles Produkt - am besten gestern - als reines Marketinginstrument, damit

„man was in der Hand hat, auf dem sein Name als Experte steht“ lehne ich persönlich ab. Ein Buch wie ein

Instantgericht, einmal geschüttelt, zweimal gerührt und dann in der Mikrowelle erwärmt. Trotz künstlich

beigestreuter Geschmacksverstärker – the tricks of the trade – mundet es trotzdem nicht. Austauschbar,

langweilig und ohne jede tiefe Würze. Ein solches Gericht wird unseren Geschmacksknospen kaum großen

Genuss bringen bringen. Bei Büchern ist es ganz genau so. Instant-Bücher nenne ich diese Konstrukte. Sie

sollen „instantly“- sofort - und ohne langes Zubereiten oder darüber Nachdenken zur Verfügung stehen.

Die Inhalte solcher Bücher werden flach und oberflächlich bleiben, kaum aufrütteln oder inspirieren, keine

neuen Ansätze präsentieren, sondern Altbekanntes zum hundertsten Mal aufwärmen. Wollen Sie so etwas

lesen? Wollen Sie so etwas veröffentlichen?

46 ZT | Oktober 2013


Danke für Tiefe

Verstehen Sie mich nicht falsch, es gibt

zahlreiche Autoren, die zu Recht angesehen

sind. Sie schreiben Bücher, weil sie

wirklich etwas zu sagen haben. Ich kenne

viele solcher Beispiele und verbringe vergnügliche,

lehrreiche Stunden mit deren Büchern. In diesen Werken

geht es um Wissen, Methodik und Inspiration, den

Blick über den Tellerrand und eine neue, überraschende

Perspektive auf durchaus schon bekannte Themen. Vor

allem aber geht es um Tiefe. Eine Wissensökonomie

braucht deshalb gute Bücher wie die Luft zum Atmen.

In Büchern wird Wissen zu Erkenntnis und neue Wege

können sich auftun.

„WENN SIE DER

IMPULS ERFASST,

EIN BUCH ZU VER-

ÖFFENTLICHEN“

Ein Buch erkaufen?

Nein, Sie können kein Buch kaufen. Außer in der Buchhandlung

Ihres Vertrauens, aber das hat dann schon ein

anderer geschrieben und unter seinem Namen veröffentlicht.

Einen Ghostwriter in Ihren Vortrag zu bitten

und ihn dann daraus ein Buch machen zu lassen, funktioniert

nicht. Nie. Das ist reine Utopie. Auch Seminarunterlagen

einfach beim durch Sie engagierten Writer

abzugeben und ihm oder ihr zu sagen „Machen Sie mal,

schreiben Sie mal“ ist sicher nicht der Weg zu einem

Buch, das Sie als Experte eindeutig positioniert auf dem

Markt. Klar, es gibt wunderbare und von mir auch sehr

geschätzte Ghostwriter , die aus jedem Thema ganz eigenständig

etwas sehr Gutes machen können. Aber es

ist dann eben nicht wirklich Ihr Buch. Ihr Baby, Ihr ureigenes

Gedankengut. Es ist ganz allein Ihre Wahl, wie tief

Sie sich diesem Prozess hingeben wollen.

Die grundlegende Frage beim Ghostwriting Prozess, bei

dem Autoren oft kaum involviert sind, ist doch: Wollen

Sie das? Jemand nimmt Ihre Unterlagen und macht was

draus. Wo sind Sie da? Wo ist Ihre individuelle Energie?

Ja, Text strahlt viele Schwingungen aus. Text lebt. Ich

kann sofort erkennen, in welchem geistigen „Modus“ jemand

einen Text verfasst hat. Die meisten Leser können

das auch, zwar eher unbewusst, aber sie erkennen diese

Stimmungen genau. Wenn Sie also Ihre Kunden von

morgen mit Ihrer ganz eigenen Schwingung und Energie

erreichen wollen, dann - sorry, aber so ist es - müssen

Sie selber zu einem hohen Prozentsatz ran. Auch wenn

Sie einen Ghostwriter engagieren. Wobei ich hier den

Ausdruck Teamwriter vorziehe. So bleibt es Ihr Buch, Ihr

Projekt, Ihr Inhalt. Das Buch als Teamwork, das ist eine

wunderschöne, runde Sache.

Oktober 2013 | ZT 47


Worte und Macht

Was Sie an Inhalt, an eigenem selbst erlebtem

und gelebtem Input nicht hineinfließen lassen,

ist schlicht und ergreifend nicht drin. „Die

Macht der Worte“ ist unglaublich groß. Nutzen

Sie sie. Nutzen Sie diese Macht, die Ihre eigenen

Erlebnisse Ihnen verleihen. Oh ja, Worte haben

Macht. Und was für eine. So wie Worte Macht

haben, hat Text Energie. Diese Energie kommt

beim Leser an. Wenn keine drin ist, kommt logischerweise

auch nichts an. Oder eben nur in

Form von leeren Phrasen, flachen Formulierungen,

Worthülsen. Da steht zwar etwas. Aber es

sagt nichts Bleibendes aus. Die Leser merken

das.

Wann beginnen?

Wann die Zeit reif ist für ein Buch, das stellt sich

von Fall zu Fall unterschiedlich dar. Aus meiner

Schreibsicht – unter Weglassung aller gedanklichen

Marketingaspekte – würde ich hier ganz

spontan sagen: „Wenn Sie der Impuls erfasst, eines

zu machen“. Wenn Sie so richtig Lust darauf

haben. Ohne Gedanken an Marketing, Verkauf,

Autorität durch Autorenschaft. Sondern weil

Sie es einfach wollen. Nein, noch besser, weil Sie

müssen! Weil es Ihr innerster Drang ist. Weil es

Sie in den Fingern juckt, sich über Ihr Keyboard

zu hängen und zu schreiben, zu schreiben, zu

schreiben. Naiv? Vielleicht. Aber als Leserin

würde ich gerne genau so ein Buch, das aus der

puren Freude am Schreiben entstanden ist, in

Händen halten. Die großen Komponisten dieser

Welt haben auch komponiert, weil es über

sie kam, und nicht, weil Sie meinen, sie bräuchten

in fernen Zukunftszeiten eine CD fürs Marketing.

Oder meinen Sie, Mozart ist nach der

Komposition seines Violinkonzerts Nummer

zwei durch die Straßen von Salzburg gelaufen

und hat sich überlegt, wie er es einst auf You-

Tube am besten einstellen und vermarkten

kann? Nein, das Werk soll entstehen, wenn es

ins Leben drängt, wenn es da ist. Danach kann

es losgelassen werden und seinen Weg gehen.

Das wäre der Idealfall, der so in der Praxis heute

natürlich nicht stattfindet. Ich ziehe den Vergleich

nur deswegen, um klar zu machen, dass

so ein Buch eben auch ein Stück weit eine Mission

sein sollte.

Da wir aber in unserer Branche natürlich auch

Marketing-Aspekte berücksichtigen müssen

- alles andere wäre naiv - ist ein strategisches,

aber doch sinniges und sinnvolles Buch auf jeden

Fall von Bedeutung. Ich denke jedoch, dass

Strategie und Freude am Buch sich hier nicht

unbedingt ausschließen müssen, sondern sich

perfekt ergänzen können.

Warum ein Buch?

Hier sollten Sie sich die folgenden drei Fragen

stellen: Warum ein Buch? Warum ein Buch

jetzt? Warum ein Buch jetzt durch mich? Vor

allem dann, wenn Sie eben kein Instant-Buch

schreiben wollen. Sehen Sie Ihr zukünftiges

Werk als reines Marketinginstrument zu Positionierungszwecken

an? Oder wollen Sie Ihre Mission,

Ihre Leidenschaft und Ihr Wissen wirklich

selbst und unter intensivem eigenen Einsatz in

die Welt bringen? Beides ist natürlich legitim.

Jedoch, Zweiteres ist so unendlich schöner und

48 ZT | Oktober 2013


efriedigender für alle Beteiligten. Jedes Buch

bedeutet eine neue Geburt. Jede Geburt ist

schmerzhaft, machen wir uns nichts vor. Sind

Sie bereit, diese „Schmerzen“ des Buch-Entstehungsprozesses

auf sich zu nehmen? Sich auch

etwas zu quälen, zu leiden? Ihr Buch sozusagen

zu Ihrem Herzensprojekt zu machen?

Das Buch als Herzensprojekt

Ich begleite momentan zwei Autoren auf

diesem manchmal steinigen, aber auch sehr

spannenden und intensiven Weg. Beide sind

mit Leidenschaft und Freude dabei, kämpfen

für Ihre Inhalte und Überzeugungen und geben

nicht auf, bis die Worte und Kapitel sich

so darstellen, wie sie das wollen. Es ist eine

unglaubliche Freude, dabei zu sein und diesen

Entstehungsprozess zu begleiten. Diese beiden

Autoren kommen so viel weiter auf ihrem Weg,

menschlich, wie als Experten. Sie sind nochmals

in intensiver Form aufgerufen, sich mit ihren Inhalten,

ihrem (Business-) Leben, ihrem Wissen

auseinanderzusetzen. Es eventuell zu hinterfragen,

neu zu interpretieren. Und sich dabei

positiv weiter zu entwickeln. Das ist unheimlich

bereichernd. Beide arbeiten übrigens mit Buchexperten,

sich dem Entstehungsprozess voll

und ganz hinzugeben, heißt ja nicht, dass Sie

alleine sein müssen.

Trotzdem sind diese beiden voll und ganz dabei,

in jedem Schritt. Sie sind involviert, liefern

Inhalte und gehen alle Kapitel mit ihrem Teamwriter

immer wieder durch. Diese beiden können

– sobald die Bücher erschienen sind – auf

jeden Fall von sich sagen „Es ist MEIN Buch“. Ja,

es ist Euer Buch, ohne den geringsten Zweifel.

Verdient und erarbeitet im Schweiße des Keyboards.

Harte Arbeit, harte Zeiten und so große

Freude bei Vollendung und Annahme durch einen

Verlag. Worum es hier geht, ist die Zeit und

die Energie, die Sie von sich für Ihr Buch geben.

Das ist - wenn Sie das richtig machen - ein richtig

großes Stückchen Lebenszeit, vor allem,

wenn es nicht bei Buch eins bleibt . Was ja meist

nicht der Fall ist.

Das richtige Buch zur richtigen Zeit

Ein Buch, das Ihr echtes Herzensprojekt ist, ein

Buch, das zur richtigen Zeit in die Entstehung

geht, wird immer einen Verlag finden. Es ist gar

nicht möglich, dass es keine Resonanz erzeugt,

wenn es im richtigen Spirit und in der richtigen

Überzeugung geschrieben wurde. Nicht diktiert

vom Ego – ich brauche unbedingt ein Buch –

sondern aus der Mission heraus: Ich habe etwas

zu sagen, etwas, das die Welt brauchen kann,

das diese eventuell ein Stück besser macht, das

einigen Menschen wahren Nutzen und weitere

Entwicklung bringt. Wenn Sie so denken, dann

sind Sie vermutlich bereits dabei, das richtige

Buch zur richtigen Zeit zu publizieren.

***

Monika B. Paitl

Autorenprofil

Monika B. Paitl gründete nach Jahren internationaler Karriere in der Automobil- und Elektronikindustrie communications9 und bringt ihre Erfahrungen

in den Bereichen Management, PR, Social Media, Event und Weiterbildung in ihre Agentur ein. communications9 ist die inhabergeführte

strategische Agentur für Management und PR für deutsche und internationale Keynote Speaker, Trainer und Coaches. Gemäß dem Motto „linking the

speaking world.“ verbindet sie die Welt der Sprecher, Trainer und Coaches mit der der Medien und Unternehmen.

Monika B. Paitl

www.communications9.com

Oktober 2013 | ZT 49


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