ZT | Mai 2013

zukunfttraining.de

Ausgabe 14 - 05/13

„Die Zukunft gehört denen, die die Möglichkeit

erkennen, bevor sie offensichtlich werden.“

Oscar Wilde

zukunft-Training


editorial

Liebe Freunde, liebe Kollegen,

Ist das nicht eine spannende Zeit in der wir leben?

Dank David Precht wird nun auch das Thema Schule wieder hochgekocht - und vermutlich sinnlos verquatscht.

Mit der Schule wird wieder „ein“ Phänomen einer komplexen Wirkungscharakteristik an den

Pranger gestellt und gleichzeitig anderswo jedwede Grundlage zerstört.

Die postmoderne (oder „anders moderne“ wie Ulrich Beck sie nennt) Gesellschaft zerstört durch Ihre

Arbeitsorientierung die Familie. Ehepaare haben kaum noch Zeit für Gespräche, Führungskräften fehlt

die emotionale Bindung zu den Mitarbeitern, Eltern verlieren Ihre Fürsorgepflicht.

Aber ein kleines Land im kleinen Deutschland lässt sich nicht unterkriegen und stemmt sich dagegen:

Bayern !

Ähnlich dem kleinen gallischen Dorf haben sich wackere 79 Kämpfer geweigert den Zerfall der Familie

so einfach aufzugeben - und, gestützt auf eine wackelige Verordnung, die Familie hochgehalten. So

konnten nicht nur schon beim Frühstück zuhause wichtige berufliche Probleme besprochen werden,

auch auf dem kleinen Dienstweg konnten am Arbeitsplatz — quasi zwischendurch — wichtige private

Probleme schnell und effektiv erörtert werden, man wusste immer wo nachmittags die Kinder sind und

auch die prosoziale Verantwortung für den engeren Verwandschaftsraum wurde nicht einfach der Karriere

geopfert.

Das nenne ich mal wirksame Burnout-Prophylaxe. Die „Familie ist die Quelle des Segens“ wusste schon

Martin Luther und Jean-Jacques Rousseeau schrieb:

„Das süßeste Glück, das es gibt, ist das des häuslichen Lebens, das uns enger zusammenhält

als ein andres. Nichts identifiziert sich stärker, beständiger mit uns, als unsere Familie, unsere

Kinder. Die Gefühle, die wir erwerben oder die wir in jenem intimen Verkehrt verstärken,

sind die echtesten, die festesten, die uns an sterbliche Wesen knüpfen können, weil nur der

Tod allein sie auslöschen kann. Sie sind auch die reinsten, weil sie der Natur, der Ordnung der

Dinge entspringen und uns aus eigener Kraft vom Laster und von verderblichen Neigungen

fernhalten.“

Muss mehr gesagt werden? So werden wirksame „emotionale Schutzschilder“ durch Neid und Missgunst

zerstört. Die letzten noch wirksamen Bindungsversuche. Und das soll alles vorbei sein. Sogar Verwandte

dritten Grades dürfen demnächst nicht mehr beschäftigt werden. Ja soids ihr denn aolle veruckt!

Hier werden brutalst emotionale Schutzräume zerstört und auf dem Altar der Scheinheiligkeit geopfert.

Den Preis zahlen wir alle.

Wann wachen wir auf, aus dieser Egofalle?

Übrigens: Mit der 20 Minuten-Erziehung können Sie wirksam dagegen gehen. Die erst Auflage geht zur

Neige. Es sind nur noch wenige Bücher da. Mehr unter www.20Minuten-Erziehung.de

Auch in dieser Ausgabe der ZT möchten wir wieder unserer Verpflichtung nachkommen und interessante

Kraftfelder aufzeigen. Viel Spaß beim Lesen.

Herzlichst

Helmut Fuchs


4 ZT | Mai 2013


Ausgabe 14 05/13

Inhalt

06 Zuhören ist das neue Überzeugen —

So bekommen Sie flott Zustimmung und

Aufträge auf Augenhöhe

von Stephan Heinrich

14 Im Interview —

mit Stephan Heinrich

18 Die Innere Haltung —

Der Garant für Schönheit, Gesundheit

und Lebenserfolg

von Dr. Helmut Fuchs

24 Einsatz von mobilen Medien —

in Schulungen, Trainings & Workshops

von Bernd Braun

30 Launologie —

Was ist das eigentlich?

von Dr. Helmut Fuchs

Foto credits

Die verwendeten Fotos stammen von

Fotolia.de oder aus dem privaten Archiv

unserer Autoren.

In Zusammenarbeit mit:

TAM-Edition Verlag &

Trainer-Akademie München

p5 Media Agentur

Kontakt

Web www.zukunfttrainining.de

Mail redaktion@zukunfttraining.de

Coverfoto

Stephan Heinrich

Copyright Stephan Heinrich

Mai 2013

Mai 2013 | ZT 5


Zuhören

ist das neue Überzeugen

Zustimmung und Aufträge auf Augenhöhe

Stephan Heinrich


Hätten Sie gerne

eine neue Meinung?

8 ZT | Mai 2013


Titelstory

Werden Sie gerne eines Besseren belehrt?

Kennen Sie einen Menschen, der gerne überzeugt wird?

Bitte verzeihen Sie diese rhetorischen Fragen, aber so wird schnell deutlich, dass niemand gerne das

Opfer von Überzeugungsarbeit ist. Daher wird der Versuch, andere von etwas zu überzeugen, auch

nicht als tugendhaft angesehen, denn dafür müsste es Menschen geben, die sich wünschen, überzeugt

zu werden. Verständnis beispielsweise ist eine Tugend, weil Menschen sich Verständnis von

anderen erhoffen. Zuwendung gilt als Tugend, weil jeder sich Zuwendung wünscht. Das Gleiche gilt

für Verzeihung, Liebe, Güte, Aufmerksamkeit und viele andere Tugenden.

Wie kann man ernsthaft erwarten, erfolgreich zu sein, wenn man eine Haltung

einnimmt, die wirklich niemand, der bei Verstand ist, haben will. Wer wünscht sich

schon, überzeugt zu werden? Wer möchte seine Meinung ausgetauscht bekommen?

Wer will bitte manipuliert oder beeinflusst werden?

Es ist Zeit für einen völlig anderen Ansatz.

Nehmen wir mal ein - zugegeben - abstruses Beispiel. Angenommen,

ich möchte Sie für ein neues Hobby begeistern:

Fliegenfischen. Wenn Sie einen der Filme „Aus der

Mitte entspringt ein Fluss“ oder „Lachsfischen im Jemen“

gesehen haben, wissen Sie zumindest, was das ist. Falls

nicht: Es ist eine besondere Art des Angelns. Kunstvoll

aus Nylonfäden gestaltete Köder, die unterschiedliche Insekten überraschend

naturgetreu nachahmen, werden mit einer langen Angel und

wunderbar rhythmischen Bewegungen weit ausgeworfen. Fische halten

die Köder für Insekten, die ins Wasser fallen, und schnappen zu. Wie kann

ich Sie dafür interessieren, dieses Hobby zu wählen?

Angenommen, Sie sind noch kein Fan dieser Freizeitbeschäftigung: Wie

kann ich Sie begeistern? Vielleicht, indem ich versuche herauszufinden,

was Sie interessiert. Vielleicht würde ich Sie fragen, was Sie von einem

Hobby halten, das bei extrem hohem Erholungswert nur minimales Budget

erfordert. Oder ich würde mich nach Ihrer Meinung zu einer Freizeitbeschäftigung

erkundigen, die in warmen Jahreszeiten eine Betätigung

an der frischen Luft ermöglicht und dennoch auch im Winter, wenn man

lieber zu Hause bleibt, spannende Tätigkeiten bietet. Oder ich möchte

wissen, wie Sie über ein Steckenpferd denken, das gleichsam handwerkliches

Geschick und körperliche Betätigung verlangt. Und dabei würde ich

genau hinsehen und zuhören. Und ich würde auf das Leuchten in Ihren

Augen warten. Und dann würde ich mit Ihnen über genau dieses - Ihr -

Interesse sprechen. Es ist sehr viel einfacher, vorhandenes Interesse zu

finden als Interesse zu erzeugen.

Perspektiv-Wechsel

„Dich liebe ich“ statt „Ich liebe Dich“

Warum ist „Ich liebe Dich“ höchstens die zweitbeste Liebeserklärung?

Führen Sie sich vor Augen, dass der Satz im Prinzip Folgendes ausdrückt:

„Ich, also die Person, die mir am wichtigsten ist, hat beschlossen, jemanden

zu lieben - und das bist Du.“ Der Fokus liegt auf „Ich“. Und jetzt drehen

wir das um: „Du, also die wundervolle Person, die mir am wichtigsten ist,

wird geliebt - und zwar von mir.“ Besser?

Mai 2013 | ZT 9


Nutzen nicht erklären,

sondern vor-vollziehen

Bitte stellen Sie sich vor, Sie treffen einen anderen

Menschen, der eine Brille trägt. Und Sie

bitten ihn, diese Brille kurz zu entleihen. Dann

setzen Sie seine Brille auf. Falls Sie selbst Brillenträger

sind, leihen Sie Ihre Brille natürlich im

Gegenzug zurück.

Vermutlich sehen Sie jetzt durch die neue Brille

schlechter als zuvor. Und das, obwohl der

Eigentümer der Brille sicherlich gut damit sah.

Dieses bildhafte Beispiel kann sehr schön vor

Augen führen, dass wir nur allzu oft zu Unrecht

voraussetzen, dass Sichtweisen gleich sind.

Insbesondere dann, wenn es um den Nutzen

eines Projektes, einer Idee oder eines Angebotes

geht.

Wenn wir andere Menschen davon überzeugen

wollen, dass Sie Ihre Zustimmung geben sollen,

dann ist es hilfreich, wenn unser Gegenüber

schnell erkennt, was er davon hat und nicht

so sehr, was Sie davon haben oder wie Sie Ihre

Idee nennen.

Setzen Sie ganz bewusst die Brille Ihrer Zielpersonen

auf. Es ist ganz natürlich, dass Sie

aus Ihrer Perspektive völlig anders denken als

Ihr „Kunde“. Schließlich sind Sie fachlich oder

emotional viel stärker eingebunden. Die Gefahr,

dass Sie dem anderen überschwänglich

Ihre Brille aufsetzen, ist groß. Wundern Sie sich

dann bitte nicht, wenn der andere Ihre tolle

Idee nicht sehen kann.

Wenn Sie das in Ihrer Praxis umsetzen wollen,

machen Sie die „Bohrer-oder-Loch-Übung“.

Menschen, die eine Bohrmaschine kaufen, tun

dies in der Regel nur, weil Sie ein Loch benötigen

und nicht, weil Sie eine Bohrmaschine

brauchen. Was ist Ihr Loch? Wozu sollte man Ihr

Angebot annehmen? Was hat der Zielkunde –

aus seiner Perspektive – davon?

Verbrennen Sie Ihre Folien

Begriffe töten Verständnis

Begriffe geben uns Sicherheit. Aber wir vergessen,

dass wir zu einem Begriff ganz Unterschiedliches

wahrnehmen können. Nehmen

wir einmal den Begriff „Cloud“, der im Moment

nicht nur bei den IT-Fachleuten in aller Munde

ist. Häufige Verwendung ist jedoch kaum ein

Garant für Klarheit. Was ist „Cloud“?

Für die einen ist „die Cloud“ DER neue Trend in

der IT-Industrie, der Arbeitsplätze bringt und

die Europäische Wirtschaft zum Blühen bringt.

Für die anderen ist es der Datenschutz-Super-

GAU, weil wichtige Informationen so ungeschützt

im Internet zugänglich sein könnten.

Was ist nun richtig? Die Antwort ist so klar wie

diffus: Die Bedeutung entsteht im Kopf des Betrachters.

Es kann keine feste Bedeutung für

„Cloud“ geben. Die einen denken so - die anderen

denken so.

Information ohne Emotion hat keinen Wert

Cloud-Computing „umschreibt den Ansatz,

abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität,

Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten

oder auch fertige Software) dynamisch an den

Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung

zu stellen.“ (Quelle: Wikipedia.de) Das

klingt nüchtern und wenig emotional. Die Bedeutung

fehlt. Man könnte annehmen, dass ein

Begriff, der noch nicht mit Emotionen belegt ist,

keinen Wert hat.

Nehmen wir mal den Begriff „Golk“. Den kennen

Sie möglicherweise nicht. Der Begriff löst

also nicht so viel bei Ihnen aus. Stellen Sie sich

nun vor, Sie erfahren, dass es sich dabei um ein

frühzeitliches Schneidewerkzeug aus Skandi-

10 ZT | Mai 2013


Titelstory

navien handelt, das vor allem zum Häuten von

Jagdbeute verwendet wurde. Jetzt wird es interessant,

weil es nun davon abhängt, welche

Emotionen „das Häuten von Jagdbeute“ auslöst.

Bei einem passionierten Jäger vermutlich

etwas völlig anderes, als bei einem engagierten

Tierschützer.

Nun - vielleicht fragen Sie sich, ob Golk tatsächlich

diese Bedeutung hat. Und die

Antwort ist: Nein, das Wort ist frei

erfunden.

Gehirn sucht Bekanntes

So ist unser Gehirn aufgebaut.

Wenn wir mit Begriffen konfrontiert

werden, suchen wir in unserer

Erfahrung nach einer Bedeutung und dann

Nehmen wir an, Sie müssen Ihrem Chef das

werden automatisch die damit verknüpften

Projekt „ERP Erweiterung Lagerverwaltung“

Emotionen wach. So können wir intuitiv auf

verkaufen. Wie könnte das gehen? Bestimmt

Gefahren reagieren oder Angenehmes finden.

nicht mit den drei Begriffen. Warum nicht? Weil

Allerdings können wir bei etwas komplexeren

Sie nicht einschätzen können, was Ihr Chef

Begriffen unmöglich wissen, was unser Gesprächspartner

darunter versteht und noch

denkt, wenn er Lagerverwaltung hört. Denkt er

„Abschreibungen durch Inventurfehlmengen“,

weniger, was er dabei fühlt. So begeben wir uns

denkt er „Beschleunigung der Lagervorgänge“

also bei jeder Begriffsnennung in einen emotionalen

Blindflug.

oder denkt er gar „Lagerbestand zu hoch, um

Ertrag langfristig zu sichern“? Und da haben wir

„Seien Sie gut vorbereitet,

aber lassen Sie zunächst Ihren

Gesprächspartner zu Wort kommen.“

Die Alternative ist Zuhören, Verständnis und die anderen Begriffe noch gar nicht untersucht.

echtes Interesse. Manche Leser fragen sich Die Alternative wäre, dass Sie in das Gespräch

jetzt vielleicht, wie Zuhören und Präsentieren gehen und sagen: „Chef, wenn Sie jetzt an Verbesserungspotential

im Lager denken, was sind

zusammenpassen. Aber das ist gar nicht so

schwer, wenn man sich auf einen ganz einfachen

Weg begibt: Seien Sie gut vorbereitet, in die Perspektive des Gesprächspartners und

da Ihre wichtigsten Prioritäten?“ Sie gehen also

aber lassen Sie zunächst Ihre Gesprächspartner geben ihm die Möglichkeit, seine Ideen, Emotionen

und Begriffe zu setzen. Sie leiten nicht

zu Wort kommen.

seine Emotionen in eine unbekannte Richtung,

sondern nutzen den Leitstrahl seiner

eigenen Interessen, um Ihre

Projektidee zum Laufen zu bringen.

Das klappt übrigens auch mit einer

größeren Menge an Zuhörern in

einer typischen Präsentations-Situation,

sprengt aber den Rahmen

dieses Artikels.

Die ausführliche Anleitung zu einer professionellen

„Nicht-Präsentation“ bekommen Sie als

PDF kostenlos und völlig unverbindlich, wenn

Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Nicht-Präsentation“

an info@visionselling.de senden.

***

Stephan Heinrich

Stephan Heinrich

ist der Zuhörer unter den Verkaufstrainern. Auf Basis seiner über zwanzigjährigen Erfahrung in leitenden Positionen hat Stephan Heinrich sich seit

2001 als führender Experte für den Vertrieb an Geschäftskunden profiliert.

Stephan Heinrich ist ausgezeichnet mit dem Internationalen Deutschen Trainerpreis 2012/13, er ist Expertenmitglied im Club 55, Professional Speaker

der German Speakers Association, Top-100 Excellence Speaker und Expert-Mitglied bei Vortragsredner.de. Auf der Business Plattform XING hat der

Redner die Gruppe Vertrieb & Verkauf bereits 2003 ins Leben gerufen, die heute mit rund 91.000 Mitgliedern zu den größten und aktivsten Gruppen

gehört.

Sein Longseller „Verkaufen an Top-Entscheider“ erscheint im Mai 2013 bei Gabler-Springer in der dritten, komplett überarbeiteten Auflage und ist

bereits jetzt als Hörbuch unter http://audio.visionselling.de verfügbar.

Stephan Heinrich

www.heinrichmc.de

Mai 2013 | ZT 11


12 ZT | Mai 2013


Die Design Agentur für

Trainer · Speaker · Coaches

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Mai 2013 | ZT 13


Interview

Verkaufen?

Aber richtig!

Herr Heinrich, Sie nennen sich „Zuhörer unter

den Verkaufstrainern“. Was hat es damit

auf sich?

Verkäufer sind in der Vorstellung vieler Menschen extrovertiert

und mit vielen Sprüchen ausgestattet. Der Begriff

des „typischen Verkäufers“ löst bei den meisten Menschen

eine klare Vorstellung aus. Eventuell sehen Sie jetzt sogar

eine ganz bestimmte Person vor Ihrem geistigen Auge, die

Sie für einen guten Verkäufer halten.

Allerdings kenne ich viele Menschen, die vom Archetypen

des Verkäufers eher abgeschreckt sind. Sie wollen durchaus

ihre Ideen und Konzepte an den Mann oder die Frau

bringen, aber eben nicht mit Drückermethoden. In unserer

Zeit müssen viele Menschen, die ganz sicher keine

geborenen Verkäufer sind, etwas verkaufen. Mein Ansatz

hilft dabei, diese Tätigkeit des Überzeugens auf eine Weise

zu meistern, die auf Augenhöhe funktioniert.

So kann es gelingen, Verbindlichkeit ohne Druck herzustellen.

Klare Ergebnisse ohne Manipulation und Tricks.

Meine Vorgehensweise führt dazu, dass Zustimmung entsteht,

die tragfähige Vereinbarungen gründet.

14 ZT | Mai 2013


Mai 2013 | ZT 15


Ihr Buch hat den Titel „Verkaufen an Top-

Entscheider“. Aber gerade die Entscheider

wollen doch Fakten und klare Ansagen. Wie

passt das zu Ihrem Credo des Zuhörens?

Gerade Top-Entscheider sind besonders davon

genervt, dass so viele Mitarbeiter, Verkäufer und

andere Schlauberger ihnen immer wieder erklären

wollen, was sie nun tun sollten.

„Mach dieses. Mach jenes.“ Da werden selbst

gut gemeinte Ratschläge abgelehnt, weil wir

impulsiv rebellisch reagieren. „Nimm Dir einen

Schal mit. Es ist immer noch kühl abends“, klingt

nach einem guten Ratschlag der Mutter und

selbst wenn er fachlich richtig ist, reagieren

wir instinktiv mit dem Gedanken „Das kann ich

selbst entscheiden – Ich bin schon erwachsen!“

Wenn Verkäufer erst verstehen, was den anderen

bewegt, und dann daran die weitere Vorgehensweise

festmachen, wird es leichter. Was

spricht gegen folgenden Eröffnungssatz bei einem

Gespräch mit dem Top-Entscheider? „Sehr

geehrter Herr Top-Entscheider. Heute habe ich

mir eine Stunde Zeit genommen, um zu verstehen,

was ich und das Unternehmen, das ich

vertrete, für Sie tun können. Was müssten wir,


So kann es gelingen, Verbindlichkeit ohne

Druck herzustellen. Klare Ergebnisse

ohne Manipulation und Tricks.


16 ZT | Mai 2013


sagen wir in den kommenden 12 Monaten, gemeinsam

auf die Beine stellen, damit Sie heute

in einem Jahr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit

zurückblicken können?“

Im Prinzip verstehe ich, was Sie sagen wollen,

aber ist das nicht sehr abgehoben? Wer kann

so in der Praxis mit seinen Geschäftspartnern

oder Vorgesetzten umgehen?

Nun, ich kann diese Zweifel nachvollziehen. Uns

ist schließlich über Jahre hinweg beigebracht

worden, „was man macht“ und was nicht. Aber

treten wir bitte einmal gedanklich einen Schritt

zurück und betrachten diese Verhaltensweise.

Nehmen wir einmal den natürlichsten Akquise-

Vorgang, den wir kennen: Die Anbahnung einer

privaten Beziehung. Wer würde da schon mit

einer Präsentation anfangen? Wer würde schon

Fotos auf den Tisch knallen? „Mein Haus. Mein

Boot. Mein Pferd“. Das ist eine abstruse Vorstellung.

Nein, wir würden ganz natürlich echtes

Interesse an unserem Gegenüber darstellen. Wir

würden wissen wollen, was ihm oder ihr wichtig

ist. Und wir würden anstreben, diese Wünsche zu

erfüllen.

Wem es gelingt, diese natürliche Art des Interesses

und der Beziehungsanbahnung auf die geschäftliche

Ebene zu übertragen, der wird zum

Spitzenverkäufer, ohne es zu merken.

Können Sie das noch an einem praktischen

Beispiel zeigen?

Stellen Sie sich vor, Sie haben sich gerade einen

neuen Esstisch gekauft. Und jetzt laden Sie Ihre

Freunde ein, um damit ein wenig anzugeben.

Was würden Sie sagen? „Schaut, was mir verkauft

worden ist“? Nein. Sie würden sagen: „Schaut,

was ICH mir gekauft habe“. Menschen kaufen.

Wenn Sie verstehen, was jemand kaufen will und

ihn dann einfach kaufen lassen, was er will, dann

müssen Sie sich mit dem Verkaufen nicht mehr

so viel Mühe machen.

Vielen Dank für das Gespräch Herr Heinrich.

***

Mai 2013 | ZT 17


die innere

haltung

DEr GArAnT FÜr SCHÖnHEiT, GESunDHEiT unD LEBEnSErFOLG

VOn Dr. HELMuT FuCHS

18 ZT | Mai 2013


Mai 2013 | ZT 19


die innere haltung

der garant fÜr sChönheit,

GEsunDHEIt unD LEbEnsErFoLG

Die innere Haltung bestimmt unser Verhalten mehr als wir lange Zeit wahrhaben wollten. Sie

entscheidet mit ob wir krank oder wieder gesund werden, ob wir erfolgreich unser Leben gestalten

und letztlich sogar über unser Aussehen und unsere Attraktivität.

Der „neuronale Hebel“ ist die Begeisterung.

Wer sein Potenzial voll entfalten will, muss die eigene

Begeisterungsfähigkeit wachhalten.

Neurobiologe Hüther sagt dazu in seinem Buch

„Was wir sind und was wir sein könnten“:

„Das kennen wir alle: Wenn einem etwas wirklich wichtig ist,

dann strengt man sich auch an, um es zu erreichen. Wenn es

dann tatsächlich klappt, ist man hellauf begeistert. Und immer

dann, wenn man sich so richtig für etwas begeistert, wenn es

einem unter die Haut geht und man etwas besonders gut hinbekommen

hat, wird im Mittelhirn eine Gruppe von Nervenzellen

erregt.

Die schütten dann an den Enden ihrer langen Fortsätze einen

Cocktail neuroplastischer Botenstoffe aus. Zum Leidwesen aller

tapferen Pflichterfüller passiert das nie im Routinebetrieb

des Gehirns, wenn man all das abarbeitet, was anliegt, sondern

nur in diesem wunderbaren Zustand der Begeisterung.

Die bekanntesten dieser neuroplastischen Botenstoffe heißen

Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, auch Peptide wie Endorphine

und Enkephaline gehören dazu. Sie alle lösen auf

die eine oder andere Weise in nachgeschalteten Nervenzellen

eine rezeptorvermittelte Signaltransduktionskaskade aus. All

jene neuronalen Netzwerke werden ausgebaut und verstärkt,

die im Hirn aktiviert worden waren, um genau das zustande

zu bringen, was der betreffenden Person ganz besonders am

Herzen lag.“

Dachte man, nachdem man die kartografierte Zentrenlehre der Phrenologen

bis Mitte des letzten Jahrhunderts überwunden glaubte, irrtümlich

das Gehirn wäre wie ein Computer und auch so zu benutzen, schloss sich

die Sichtweise der 90er Jahre an, dass das Gehirn - quasi wie ein Muskel -

so wird, wie man es benutzt.

Falsch !!

Mittlerweile wissen wir es besser:

Das Gehirn wird nicht so, wie man es benutzt, sondern so, wie man es mit

Begeisterung benutzt!

Nur die innere Haltung die stark ausgeprägt ist, also einem Menschen

wichtig ist, kann ihn auch begeistern.

202

ZT | Mai 2013


Es kommt also nicht auf die Umwelt an, die Personen, Situationen und Ereignisse, nicht den Chef,

den Kunden, den Ehepartner sondern die persönliche subjektive Bewertung in Form der „inneren

Haltung“, also das, was der betreffende Erwachsene oder das betreffende Kind in dieser jeweiligen

»Umwelt« stark ausgebildet hat, was er wichtig findet, wofür er oder sie sich interessiert und begeistert.

Wollen wir also wissen, wieso Menschen so werden wie sie sind, oder werden wollen, müssen

wir herausfinden, welche innere Haltung in der Vergangenheit durch Erziehung und Sozialisationspartner

ausgebildet wurde, welche Haltungen aktuell ihr Leben bestimmen und welche

Haltungen auf dem Hintergrund der Lebensziele wichtig werden können.

Denn er wird sich nur für das begeistern, wofür er eine ausgeprägte Aufmerksamkeit und Bedeutsamkeit

ausgebildet hat. Dafür kann er sich dann auch begeistern, und nur wenn sich ein

Mensch für etwas begeistert, werden die neuronalen Netzwerke hergestellt und gestärkt, die

der betreffende Mensch in diesem Zustand der Begeisterung nutzt.

Das Gehirn wird nicht so, wie man es benutzt,

sondern so, wie man es mit Begeisterung benutzt!

“[...] bis zu 100 mal am

Tag können Kinder, die

in einer fördernden

Umwelt aufwachsen,

die Begeisterung

erleben [...]”

Vielleicht bis zu 100 Mal am Tag können Kinder, die in einer fördernden Umwelt aufwachsen,

diese Begeisterung erleben und jeder dieser kleinen Begeisterungsstürme führt - wie

Hüther es formuliert- dazu dass im Hirn die Gießkanne mit dem Dünger angestellt wird,

der für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht wird.

Was aber ist in der heutigen Welt eine besonders bedeutsame innere Haltung? Wofür könnten

wir nicht nur uns und unsere Kinder, sondern auch andere Menschen begeistern? Was

wird gesellschaftlich wichtig werden?

Der amerikanische Psychologie-Papst Martin Seligman hat dazu weltweit geforscht und ist

überzeugt, das wir diese innere Haltungen, die wir auch Stärken oder Charakterstärken nennen

können, auf 24 Grundstärken einengen können.

Die Frage die sich natürlich stellt ist, wie man herausfindet, welche inneren Haltungen in uns

wie prominent ausgebildet sind.

Kann man das herausfinden?

Ja , man kann!

Ganz aktuell haben Dr. Helmut Fuchs, Cheftrainer der TAM Trainer Akademie München und Prof.

Dr. Dr. Hennig, Neurobiologe und weltweit anerkannter Persönlichkeitspsychologe an der Justus-

Liebig-Universität Gießen nach mehrjähriger Arbeit mit CHARA 24 mit einer neuartigen bildgestützten

Befragung eine umfassende Stärkenanalyse vorgestellt, mit deren Hilfe die persönlichen

Entwicklungsfelder hilfreich markiert werden können.

***

Mehr Information auf:

www.chara24.de

Mai 2013 | ZT 321


22 ZT | Mai 2013

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wirklich?

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Mai 2013 | ZT 23


Einsatz von

mobilen Medien

in Schulungen, Trainings & Workshops

von Bernd Braun


Einsatz

von mobilen

Medien

Mobilen Endgeräte, wie Smartphones, Tablets und Ultrabooks haben die

etablierten Medien wie Notebooks, Laptops und Desktop-PCs

bereits weitestgehend abgelöst. Doch wodurch

wurden diese Geräte abgelöst? Worin besteht der

Mehrwert der neuen Geräte-Generation gegenüber den „Alten“?

Dieser Artikel soll diesen

Zusammenhang näher beleuchten.

Ich habe bereits

sehr früh auf die neuen

Medien gesetzt. Noch bevor

das iPhone im Jahre

2007 auf den Markt kam

und damit eine Revolution anzettelte, surfte ich

bereits mit meinem Handy im Netz und beantwortete

mobil Emails. Im Jahre 2013 ist dies völlig

normal geworden. In Zügen, Bussen und auf

der Straße sieht man überall Menschen mit kleinen

Bildschirmen herumlaufen. Diese schauen

dort sehr gebannt hinein. Welchen Mehrwert

diese Bildschirme ihnen dabei bringen bleibt

dem Beobachter verborgen. Es scheint aber

immer eine sehr ernste Angelegenheit zu sein,

da die Mimik der Menschen sich fast immer in

einem Zustand der höchsten Konzentration

befindet.

Wie kann man diese Konzentration für

Trainings und Schulungen nutzen?

Dabei muss zunächst eine Unterscheidung gemacht

werden. Die der hingewendeten und

die der abgewandten Konzentration. Der

Nutzen eines mobilen Endgeräts spiegelt sich

in dessen Handhabung wieder.

26 ZT | Mai 2013


nehmer über ein mobiles Endgerät verfügen.

Schaut man sich in den Seminaren um, sind

wir nicht mehr allzu weit davon entfernt. Einzel-

und Gruppenarbeiten können nun über

bestimmte Apps den einzelnen Teilnehmern direkt

auf ihr mobiles Endgerät geschickt werden.

Zu den ausgegebenen Teilnehmerunterlagen

für die Gruppenarbeit können noch zusätzlich

Fotos, Hörproben, Filme und Videos, aber auch

interaktive Spiele beigefügt werden. Die

Gruppenarbeit wird dadurch interaktiv.

Es ist nicht nur mehr ein bloßes ablesen

eines DIN A4 Blattes. Bei den Teilnehmerunterlagen

kann der Trainer gleichfalls so

verfahren. Diese können ebenfalls über

bestimmte Apps mit einem Fingertipp an

alle Teilnehmer gleichzeitig bereitgestellt

werden. Auch diese können wieder interaktiv

mit Videos, Filmen, Fotos, Hörproben

etc. angereichert sein.

Eine selten genutzte Möglichkeit ist die Teilnehmerbefragung

während oder nach dem

Seminar. Dafür spielt der Trainer auf die mobilen

Endgeräte seiner Teilnehmer mit Hilfe eines

Apps einen Fragebogen auf. Die Antworten

werden live zum App auf dem mobilen Endgerät

des Trainers übermittelt. Der Fragebogen

kann dann direkt vom Trainer, während einer

Pause, ausgewertet und danach das Ergebnis

den Teilnehmern präsentiert werden.

Der wichtigste Punkt für den Trainer beim Einsatz

eines mobilen Endgeräts ist die Präsentation.

Wir sind es gewohnt lineare Präsentationen

im Stil von PowerPoint oder Keynote über uns

ergehen zu lassen. Ewig langwierige Slides

mit immens vielen Informationen auf einem

kleinen PowerPoint-Abschnitt. Der Trainer hat

extrem wenig Möglichkeiten in dieser Präsentation

zu agieren, außer einem Slide vor und

„Der wichtigste Punkt für den

Trainer beim Einsatz eines

mobilen Endgeräts ist

die Präsentation.“

ein Slide zurück. Mit einem mobilen Endgerät

hat sich dies grundlegend geändert. Von der

linearen Präsentation hin zur nonlinearen GRID

oder Matrix Präsentation. Dem Trainer ist es

seitdem möglich auf Zwischenfragen direkt zu

reagieren, indem er z.B. ein Video aufruft, welches

hinter dem aktuellen Slide verborgen ist.

Ein Fingertipp genügt und das Video fängt an,

mit PowerPoint eine unmögliche Vorstellung.

Wie ist so eine nonlineare GRID bzw. Matrix

Präsentation aufgebaut? Stellen sie sich einmal

eine Excel Liste vor. In dieser Liste gibt es beispielsweise

horizontal einen roten Faden mit

verschiedenen hintereinander angeordneten

Slides. Über und unter diesem roten Faden sind

weitere Excel-Kästchen. Sie haben nun mit der

nonlinearen Präsentation die Möglichkeit diese

Kästchen zu befüllen. Also separate, nicht dem

roten Faden entsprechende Slides zu integrieren

(siehe Grafik).

Diese Kästchen dann in einer Präsentation

aufzurufen kostet sie nur noch eine

Fingerbewegung nach oben oder unten.

Sofort haben sie alle Slides bequem auf

Abruf. Sie können sich aber auch weiterhin

an Ihrem roten Faden orientieren, die

Slides rechts und links davon ignorieren,

und ihren Vortrag durchziehen.

Ein weiterer Punkt ist die Transfersicherung

durch die mobilen Endgeräte. Weiter oben

habe ich bereits über Handouts geschrieben,

die zu den mobilen Endgeräten gesendet

werden. Diese können natürlich auf diesen

abgespeichert werden. Die Handouts bieten

dann die Möglichkeit Übungen, Checklisten,

aber auch tiefer gehende Informationen zu

integrieren. Dadurch kann der Teilnehmer den

Seminarinhalt zu jedem ihm beliebigen Zeitpunkt

erneut abrufen und diesen ein weiteres

28 ZT | Mai 2013


mal vertiefend selbst zu vermitteln. Das mobile

Endgerät trägt er in der Regel durchgängig

an sich. Dies sollte bei der Handout Erstellung

beachtet werden.

Die hohe Schule der Anwendung der mobilen

Endgeräte ist ein eigenes App zu erstellen.

Damit haben Sie den direkten Zugang zum

mobilen Endgerät Ihrer Teilnehmer, und besonderes

derer, die es noch werden wollen.

Ein App benötigt keine Double Drop Registrierung

wie bei einem Newsletter. Es muss noch

nicht einmal aus dem jeweiligen App Store

herunter geladen werden. Es ist sofort für

Ihre bestehenden und kommenden Teilnehmer

bzw. Kunden verwendbar. Sie können in

diese App, wie in ein Softwareprogramm, alle

für sie vorstellbaren Programme integrieren.

Sie müssen es auch nicht sofort machen. Es

genügt ein App zu haben und dann nach und

nach weitere Funktionen zu integrieren. Damit

halten sie auch ältere Bestandskunden an der

Stange. Seit einiger Zeit gibt es dafür sogar

Desktopanwendungen die es Ihnen gestatten

die App auf einem eigenen Server abzulegen.

Dadurch kann Ihr Teilnehmer, egal welche

Plattform er benutzt, diese App für sein mobiles

Endgerät abrufen. Sie werden dadurch

flexibler und nutzen die mobilen Endgeräte

auch wenn diese nicht in Ihren Händen liegen.

Ich habe Ihnen in diesem Artikel einen kleinen Auszug aus den Möglichkeiten der mobilen Endgeräte

gegeben. Die Technik schreitet immer weiter voran. Was letztes Jahr noch unmöglich

erschien, ist heute bereits Realität. In einem Jahr wird dieser Artikel vermutlich schon überholt

sein und es werden völlig neue Anwendungsgebiete auf den mobilen Endgeräten für den Trainer

geben.

***

Bernd Braun

Bernd Braun

Hotelkaufmann, BWL-Grundlagenstudium, psychologischer Berater, geprüfter Business-Trainer BDVT.

Um auf einem hart umkämpften Markt dauerhaft erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Trainer zunehmend auf den Einsatz fortschrittlicher

und zukunftsweisender Trainingsmethoden angewiesen. Seinen exzellenten Ruf verdankt Bernd Braun seiner Spezialisierung auf dem Einatz von

mobilen Endgeräten. Es gelingt ihm immer wieder fortschrittliche Neuerungen im mobilen Engerätebereich mit praxisnahen Anwendungen zu füllen.

Bernd Braun, aus dem mittelhessischen Hattersheim, bietet seinen Kunden eine fokussierte Auswahl an maßgeschneiderten Trainings an, die sich alle

durch ein Höchstmaß an Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit auszeichnen. Die hochqualitativen Trainings sind insbesondere im Vertrieb heiß

begehrt. Neue Kunden per Fingertipp im Expressmodus? Bernd Braun spielt mit modernster Technologie und aktuellen Tablets und Smartphones. Zu

seinen Kunden zählen Wirtschaftsgrößen aus nahezu allen Branchen.

Bernd Braun

www.newsocialtime.de

Mai 2013 | ZT 29


30 ZT | Mai 2013


Was ist eigentlich

Launologie?

von Dr. Helmu Fuchs

Mai 2013 | ZT 31


Was ist eigentlich

Launologie?

Launologie (v. lat. luna = Mond) ist der aus unserer Sicht überfällige Versuch, Ursachen und Auswirkungen von guter und schlechter

Laune zu verstehen. Sie beschäftigt sich dabei vorwiegend mit den körperlichen, psychischen und sozialen Auswirkungen und ist bemüht,

interdisziplinarische Zusammenhänge bei der Erforschung und Bewältigung unserer inneren Einstellungen und Haltungen zum

Leben transparent zu machen. Launologie will, zuvorderst auch in diesem Konzept, Werkzeuge für eine „gute“ Laune entwickeln um

adäquate Handlungsimpulse auszulösen. Eine mögliche Konsequenz dieser Betrachtungen ist die Methode des Stimmungsmanagements

( Mood-Management).

LAUNOLOGIE kann als sogenannte Protowissenschaft nach

Thomas S. Kuhn verstanden werden. Protowissenschaft

(von griechisch πρώτος, prótos, „erster“) ist ein 1970 vom

Wissenschaftshistoriker Thomas Samuel Kuhn eingeführter

Begriff, mit dem er Lehren bezeichnet, die sich in einem

vorwissenschaftlichen Stadium befinden und noch

nicht zu einer reifen Wissenschaft entwickelt haben. Obwohl

sie noch viele Eigenschaften mit Pseudowissenschaften gemein haben

können und auch oft von einem Kordon aus solchen umgeben sind,

besitzen sie das Potenzial, sich zu wissenschaftlich anerkannten Theorien

zu entwickeln.

Dies ist ein Weg, um in Unternehmen und Organisationen einer jüngeren

Betrachtung von Leistungseinschränkungen und -behinderungen Rechnung

zu tragen.

Der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch stellt trotz der Veränderung

durch neue Medien und entsprechenden Informationssystemen eine unverzichtbare

Erfolgsgrundlage dar und wird deshalb auch und gerade auf

dem Hintergrund jüngerer neurowissenschaftlicher Erkenntnisse weiterhin

eine zentrale Rolle spielen.

Unternehmen und ihre Vertreter stehen dabei vor der wichtigen Heraus-

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forderung neue – für die veränderte Situation

angepasste – Erfolgsfaktoren zu identifizieren

und zu integrieren.

In erster Linie ist es dabei die Praxisanforderung

und schnelle und effektive Umsetzung, die im

Mittelpunkt der Forderungskataloge stehen.

Dabei auf entsprechende Erkenntnisse von

unterschiedlichen Wissensgebieten zurückzugreifen

ist bewährte Praxis und findet sich in

zahlreichen –ausschnitthaft durchaus erfolgreichen-

Modell- entwürfen wieder.

Ein Bereich dieser Neuorientierungen ist die

Launologie.

Stimmungsforschung im engeren Sinne hat

mood) sind weniger intensiv, weniger aufmerksamkeitsfordernd

und damit eher die Hintergrundmusik

des aktuellen Erlebens. Sie stehen

meist nicht im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit

und sind gestalttherapeutisch eher

„Grund“ Phänomene.

Interessanterweise wurde der Begriff der Stimmung

im 16. Jahrhundert zuerst in die musikalische

Fachterminologie eingeführt und bezog

sich dort auf die Festlegung der Tonhöhe eines

Musikinstrumentes. Diese „Stimmung“ wurde

im 18. Jahrhundert als sogenannte „Tönung

der Seele“ auf den Menschen und seine Organisationen

und Institutionen übertragen. Einen

eher negativen und übellaunigen Menschen

bezeichnet man heute noch als „schlecht gestimmt“

und man fragt in Organisationen nach

den Kinderschuhen steckenden neurowissenschaftlichen

Grundlagen zu berücksichtigen.

Die damaligen Fragestellungen und Antworten

bleiben aber weiter interessant und zielführend:

1. Was wird unter einer Stimmung verstanden

und woran lässt sie sich grundsätzlich

orientieren?

2. Was bewirken Stimmungen im einzelnen

und von welchen Faktoren hängen sie ab?

3. Wie können leistungs- und ergebnisorientierte

Strategien durch die Stimmungsforschung

qualifiziert werden?

bislang neben der wachsenden Bedeutung

der „Emotionskonzepte“ (Goleman u.a) wenig

Raum eingenommen, obwohl zahlreiche wissenschaftliche

Arbeiten den Nutzen deutlich

hervorheben.

In der Unterscheidung haben Gefühle (Emotionen)

einen Anlass, der der fühlenden Person

bewusst ist. (Beispiel: Sekretärin ärgert sich

über den Chef). Im Sinne der kognitiven Verhaltenstherapie

würde man davon sprechen,

dass ein Ereignis eine kognitive Bewertung

ausgelöst hat, welche wiederum die Emotionen

aktiviert hat. Emotionen sind in der gestalttherapeutischen

Betrachtung von Figur-Grund Unterscheidungen

(Abele 1995) Figurphänomene

und damit intensiv und beherrschend für das

Wahrnehmungsfeld und die Aufmerksamkeit.

Stimmungen hingegen ( englisch: feeling oder

der jeweilsvorherrschenden „Stimmung“.

Stimmungen sind neben ihrer Ungerichtetheit

meist atmosphärisch-diffus und bestehen

meist über eine längere Zeit, können aber

auch gelegentlich rasch wechseln. Als Hintergrundphänomene

blieben sie bislang auch in

der aktuellen Betrachtung eher dort verortet

und erst mit der relativ jungen Launologie rücken

sie ins Zentrum der Betrachtung (Fuchs/

Gratzel 2007) und bekommen gerade im Bereich

der Personalentwicklung, des Changemangements,

der Führungsverantwortung und

des „neuen Lernens“ eine richtungsweisende

Funktion und sind im Kontext neurowissenschaftlicher

Betrachtungen wirtschaftlicher

Phänomene handlungsleitend.

Silberer und Jaekel haben bereits 1996 auf die

wachsende Bedeutung der „Stimmungsforschung“

hingewiesen ohne die damals noch in

1. Emotionen und Stimmungen

Wie bereits erwähnt lassen sich in der vorliegenden

launologischen Betrachtung Emotionen

und Stimmungen besonders in der

Ungerichtetheit von Stimmungen und der

meist länger anhaltenden (Aus-)Wirkung von

Stimmungslagen unterscheiden. Hierbei sind

die WERTIGKEIT der Stimmung und deren IN-

TENSITÄT beobachtbare bzw. registrierbare

Parameter. So macht eine jüngere Entwicklung

des Fraunhofer Instituts mit Hilfe von Videografien

menschlicher Gesichter eindeutige und

verwertbare Aufzeichungen und Analysen der

jeweils vorherrschenden individuellen Stimmungslage

der beobachteten Personen. Wie

wichtig dies für Entscheidungsprozesse im Rahmen

von Veränderungsszenarien für Führung,

Marketing, Verkauf und Organisationsentwicklung

(z.B. bei Fusionen) sein kann, wird durch

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entsprechende Untersuchungen (z.B. Silberer &

Jaekel 1996, Abele 1995, Parkinson et al 1996)

deutlich unterstrichen.

2. Die Wirkung von Stimmungen

Betrachtet man die Auswirkungen von Stimmungen

auf das Leistungsverhalten so hinterfragt

die Launologie welche Bedeutung

sie bei der Generierung von Handlungszielen

(Absichten) und der Durchsetzung dieser Ziele

(Handlungskontrolle) bekommt. Nach Abele

unterscheiden wir dabei drei interdependente

emotionale Handlungsregulationsprozesse:

• Emotionen regulieren die Aktivierung

und damit die Antriebskraft

eines Menschen,

(Eysenck 1982, Strongman

1988, Wagner 1988) sind

wichtige Einflußgrößen bei

der Aktivierung von Motivationen

und Absichten.

(Dörner et al.,1988,)und sie

können als Schaltstellen

für Aufmerksamkeits- und

Denkprozesse betrachtet

werden. (Abele, 1988, Fiedler,

1988, Isen,1984, Kuhl, 1983).

Kernpunkte der launologischen

Betrachtung sind dabei Auswirkungen

von guter Laune auf:

Engagement

Studien zeigen bei positiver Befindlichkeit ein

mehr an Interesse an angenehmen Aktivitäten,

eine höhere Ergebniserwartung und höhere

Energieeinschätzung der Gruppe (Cunningham

1988), Steigerung von Motivation und

Persistenz bei der Bearbeitung von Aufgaben,

Erhöhung von Erfolgswahrscheinlichkeit und

positive Befindlichkeit (Potter u. Sarason 1986).

Solche Menschen sind bei hohen Gewinnchancen

risikobereiter und bei niedrigen Gewinnchancen

vorsichtiger (Isen u. Patrick, 1983)

Mitarbeiter mit guter Stimmung haben größere

Chancen ihren Arbeitsplatz zu behalten und

höhere Chancen wieder einen Job zu finden. leichter und erinnert sich auch besser an positive

Abspeicherungen. Emotionskongruente

(Verkley/Stolk 1989)

Gedächtnisinhalte sind einfacher verfügbar.

Soziales Handeln und soziale Beziehungen

Auf innere Haltungen

Forschungen zu prosozialem Verhalten und Altruismus,

zu Sympathiebeurteilungen und sozialen

Beziehungen haben aufgezeigt, dass gute eine Stressbelastung deutlich geringer einge-

Bei der Focusierung positiver Ereignisse wurde

Laune Spendenbereitschaft und Hilfeleistung schätzt als in schlechter Stimmung. (Sarason

fördert und soziale Beziehungen stärkt, (Berkowitz

1987, Bierhoff 1988) die Kontaktbereitgenes

Verhalten als auch das des Partners we-

1986) Gutgelaunte Menschen schätzen ihr eischaft

ansteigt (Batson 1979) und die Kooperationsbereitschaft

in Krisensituationen steigt. schen.(Forgas, Bauer, Krantz, 1984) Eine durch

sentlich positiver ein als schlechtgelaunte Men-

(Carnevale u.Isen, 1986). Es gibt einen kausalen gutes Wetter hervorgerufene gute Laune führte

zu einer höheren Einschätzung der

Lebenszufriedenheit. (Schwarze

und Clore 1983)

„Zahlreiche Studien belegen, dass

positive Stimmungen günstigen Einfluß

auf Lernen, Behalten, Erinnern und

Vergessen haben.“

Forscher formulierten eine sozialpsychologische

Theorie des

Wohlbefindens und der seelischen

Gesundheit und erklärten,

dass glückliche und gutgelaunte

Menschen generell positivere Urteile

über die eigene Person und

die eigenen Lebensumstände

abgeben, als Personen, die nicht

in gehobener Stimmung sind. Sie

schätzen darüber hinaus die Mög-

Zusammenhang von guter Stimmung und den lichkeiten ihrer Handlungskontrolle höher ein

Chancen einen Lebenspartner zu finden

und schätzen sich als über dem Durchschnitt

( Veenhofen 1989) und positive Korrelationen liegend ein und haben für sich eine deutlich

zur Liebesfähigkeit(Becker 1989). Menschen in bessere Zukunftsprognose als für andere. Trotz

guter Laune sind eher hilfsbereit und freundlich aller „subjektiven Verzerrungen“ schätzen die

und finden andere eher sympathisch und erhöhen

damit die Wahrscheinlichkeit reziproker wertgefühl und die seelische Gesundheit posi-

Wissenschaftler die Stimulierung für das Selbst-

Handlungen beim Interaktionspartner.

tiv ein.(Stahlberg, Osnabrügge u. Frey, 1985)

Auf kognitive Leistungen

Auch die Beurteilung anderer Personen fällt,

genauso wie die Interaktionen mit ihnen, in

Zahlreiche Studien belegen, dass positive Stimmungen

günstigen Einfluß auf Lernen, Behalmung.(Lott

u. Lott, 1972) Auch die Urteilsbil-

guter Laune positiver aus als in schlechter Stimten,

Erinnern und Vergessen haben. (Bousfield, dung über menschliches Zusammenleben und

1950;Eagle 1983; Jäger; 1959; Spitzer 2005; die Einschätzung über allgemeine Betrachtungen

des Lebens werden durch die gute Laune

Hüther 2006). Unter dem Label „Stimmungskongruenz“

zeigen die Ergebnisse auf, dass positiv beeinflusst (John. u. Tversky, 1983).

positives Material wird schneller und besser erinnert

als negativ gespeicherte Informationen. ist noch bedeutsam, dass auch die Bewertung

Beim Zusammenleben und am Arbeitsplatz

In guter Laune lernt man positives material unterschiedlicher Aufgaben in guter Stimmung

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positiver ist als in Neutralstimmung. Nach Abele

finden sich eine Vielzahl von Befunden dafür,

dass Wohlbefinden die berühmte „rosa Brille“

bei der Selbstreflektion und der Weltbetrachtung

fördert.

Auf die negative Selbstbeobachtung und

auf Beschwerden

Nach jüngeren Studien (Savoley und Birnbaum

1989) konnte festgestellt werden, dass die

Stimmungslage die Beschwerdewahrnehmung

beeinflusst. Bei einer Studie, die die Genesung

von Patienten nach einer schweren Herz OP

untersuchten, wurde der Verlauf der individuellen

Gesundung bei optimistischen und eher

gutgelaunten Patienten von den behandelten

Ärzten als signifikant zügiger und problemloser

eingeschätzt als derjenige pessimistischer Personen.(

Frey u.a. 1985). Gesamtbetrachtet lässt

sich feststellen, dass bei gesunden und wieder

gesundeten Personen gute Laune und habituelles

Wohlbefinden die gesundheitsbezogenen

Selbstwirksamkeitserwartungen in günstige

Richtung beeinflussen und zu einer verbesserten

Lebensqualität beitragen können.( Abele

1995)

Auf die Manipulierbarkeit

Die vorliegenden Befunde zur Beeinflussbarkeit

durch gute Laune lassen sich übereinstimmend

dahingehend zusammenfassen, dass gut gelaunte

Menschen ihre Einstellung nicht prinzipiell

leichter veränderten als schlecht oder

durchschnittlich gelaunte Menschen. Positive

gute Laune führt jedoch in Übereinstimmung

mit der Prozessdefizithypothese im Vergleich

zu Neutral- oder Negativstimmungen zu einer

weniger elaborierten Verarbeitung von vorgelegten

Argumenten und damit zu höherer

Beeinflussbarkeit, was gerade für Verkäufergespräche

nicht uninteressant sein dürfte (.Mackie

&Worth 1989)

Auf die Reflektionsfähigkeit und Innen /

Außenorientierung

Eine Untersuchung zu sozialen Kognitionen

über positive versus negative Situationen und

Emotionen erbrachte das Ergebnis, dass über

positive Befindlichkeit generell weniger nachgedacht

wird und wenn dann eher descriptiv

weniger analytisch.

Abele leitet aus den Studien ab, dass Wohlbefinden

die Außenorientierung auf angenehme

Umwelten und die Aktivierung einer Vielzahl

passender Gedächtnisinhalte fördert. Der im

Vergleich zu schlechter Stimmung geringere

Aktivitätsaufwand des Gehirns ermöglicht deshalb

mehr Aussenorientierung. Das Nachdenken

gutgelaunter Menschen scheint breiter,

vielfältiger, anschaulicher und weniger fokussiert

zu sein als das Nachdenken von Personen

in Durchschnittsstimmung oder schlechter Laune.

Für Abele erfolgt auch aus diesen Überlegungen

das Konstrukt der emotionsinduzierten

Denkstile: Emotionen sollen demnach „Schaltstellen“

für zwei prinzipiell mögliche, jedoch

unterschiedlich häufig und in unterschiedlichen

Kontexten eingesetzte Denkstile sein:

einen eher „analytisch sequentiellen Denkstil,

der durch Aufmerksamkeitszentrierung sowie

hierarchisch-sequentielles Vorgehen bei der

Problembearbeitung gekennzeichnet ist; sowie

einen eher „intuitiv-ganzheitlichen“ Denkstil,

der durch defokussierte, breite Aufmerksamkeit

und durch paralleles Vorgehen bei der Problembearbeitung

gekennzeichnet ist. (vgl. Abele

1988, Fiedler 1988, Kuhl 1983).

Weiterentwicklung

2007 von Dr. Helmut Fuchs (und Dr. Dirk C.Gratzel, der sich komplett aus dem Thema zurückgezogen hat) gegründet, hat die

Launologie schnell weitere Verbreitung gefunden und wurde von zahlreichen Fachbüchern und Artikel aufgegriffen. Mit dem

von Dr. Helmut Fuchs gegründeten WIFAL-Institut (Wissenschaftliches Institut für angewandte Launologie) wurde bereits in

Zusammenarbeit mit der TU München, am Lehrstuhl für Psychologie, ein Programm zur Schulung von „Lehrern als Stimmungsmacher“

ausgearbeitet und als Lehrveranstaltung für Lehramtsanwärter durch Helmut Fuchs verortet. Mit der JLU Universität

Gießen und dem bekannten und weltweit renommierten Persönlichkeitsforscher Prof. Dr. Dr. Jürgen Hennig wurde eine Werte/

Ziele Analyse und die Charakterstärkenanalyse CHARA24, eine weltweit einzigartige bildgestützte Stärkenanalyse auf der Basis

der positiven Psychologie von Seligmann entwickelt. Gegenwärtig wird von Dr. Helmut Fuchs an einem projektiven Verfahren

zur Messung von Charakterstärken bei Kindern geforscht.

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Weiterentwicklungen

Launeus Award

Die 20-Minuten

Erziehung

CHARA24

Um der Launologie breiten Raum zu geben,

wurde auch bereits 2007 eine Auszeichung

ausgelobt, die als LAUNEUS-

AWARD jährlich an Menschen vergeben

wird, die durch ihr Tun und Wirken mit

dazu beigetragen haben, den Grundgedanken

der Launologie — ein Leben in

heiterer Gelassenheit zu leben — voranzubringen.

Preisträger 2007 war der

Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen,

2008 der Theologe, Cartoonist

und Humorist Werner „Tiki“ Küstenmacher,

2009 die Journalistin , Bestsellerautorin

und Veranstalterin des GSA Humortages

Sabine Asgodom, 2010 war

es Europas führender Humorforscher

Prof. Dr.Willlibald Ruch von der Uni Zürich

und 2011 der ClinicClown und Kabarettist

Felix Gaudo. 2012 wurde der

Preis symbolisch an Samuel Langhorne

Clemens, besser bekannt unter seinem

Pseudonym Mark Twain und sein launologisches

Schaffen verliehen.

Launologische Grundtendenz in Form

von innerer heiterer Gelassenheit ist

nicht nur ein wirksames emotionales

Tragegerüst und Schutzschild sondern

auch eine stabile innere Grundhaltung,

die wie alle Grundhaltungen konsequent

und systematisch von klein an

eingeübt werden müssen. Hierzu hat

das WIFAL-Institut mit den Autoren

Dr.Helmut Fuchs und Frederic M. Fuchs

ein hochwirksames Trainingsprogramm

für Eltern unter dem Titel „Die 20 Minuten-Erziehung“

ausgearbeitet und als

Buch und CD/DVD-Programm veröffentlicht.

Mehr unter :

www.20Minuten-Erziehung.de

Mithilfe der Charakteranalyse Chara24

plant das WIFAL-Institut (Wissenschaftliches

Institut für angewandte Launologie)

ein umfangreiches Netzwerk von

Launologie-Beratern mit Chara-Master-

Zertifizierung auszubilden und zu etablieren,

um der schnell anwachsenden

Bedrohung durch Gefühlsterroristen,

Miesepetern und Negaholikern ein

gezieltes wirksames und dauerhaftes

Charakterstärkentraining entgegenzusetzen.

Mehr unter :

www. chara24.de

Positive Stimmungen sollen eher einen intuitiven und ganzheitlichen

Denkstil fördern, während Durchschnittsstimmung und schlechte Laune

eher einen analytisch-sequentiellen Denkstil induzieren.

Die zunehmende Herausforderung immer komplexere Problemstellungen

im Alltag „ganzheitlich“ zu lösen erfordert also um so mehr die „gute

Laune“ als Wirkungsverstärker und das Untersuchungsergebnis erklärt

die „schlechte Laune“ von Lehrern und Schülern in einer auf sequentielles

Lernen ausgerichteten Schulumwelt. Gute Laune ist in der traditionellen

Schule also eher fehl am Platz.

Auf Problemlösen und

Leistungsmobilisierung

Die immer wieder gerade im betrieblichen Umfeld geäußerte Sorge, dass

allzu gute Stimmung die Anstrengungsbereitschaft mindern würde und

die Problemlösungskompetenz und Leistung senken könnte, stand auch

im Mittelpunkt zahlreicher Studien.

Nach dem Konstrukt der emotionsindizierten Denkstile ist aber eher eine

aufgabenspezifische Grundüberlegung anzustellen. Aufgaben deren Lösungen

durch einen intuitiv-ganzheitlichen Denkstil gefördert werden,

z.B. komplexe Fragestellungen und kreative Herausforderungen sollten

besser in sehr guter Laune bearbeitet werden; Aufgaben, die eine hohe

Konzentration und eher sequentielles Vorgehen benötigen, sind mit einer

„Durchschnittsstimmung“ vermutlich besser bedient.Bezüglich genereller

Leistungsbeeinflussung konnte Abele in einem Untersuchungsablauf

nachweisen, dass die Gruppe mit positiver Stimmung –also „guter Laune“-

im Test ihre Leistung im Mittel um 20%, d.h. um ein Fünftel erhöhen

konnte.

Die kreativitätssteigernde Wirkung guter Laune ist auch belegt und darf

als gesichert angesehen werden. (Green und Noice,1988, Abele und

Hilbring, 1989,von Isen, Johnson, Mertz und Robinson,1985).

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TAM

Trainer-Agenturen

Das psychologische

Kabarett

Das Emotionale

Schutzschild

In Zusammenarbeit mit Experten der

Neurokommunikation sind vom WIFAL-

Imstitut zahlreiche Trainingsprogramme

zum Launologischen Verkaufen

und Emotionalem Kapital entwickelt

worden, die agenturseitig angeboten

werden.

Mehr unter :

www.tam-agentur.de

Das „Psychologische Kabarett“ von Dr.

Helmut Fuchs entwickelt und durchgeführt

hat bereits bei unzähligen Unternehmen,

von Lufthansa bis Liebherr,

von Sparda-Bank bis VW, Boston Consulting

Group, Meiko, Sparkassen, Derpart

u.v.a. durchlässige Ränder für eine weiterführende

Bearbeitung des emotionalen

Kapitals durch gezielte Trainingsmaßnahmen,

geschaffen.

Mehr unter :

www.tam-traineragentur-hessen.de

Mittlerweile wurden zahlreiche Unternehmen

launologisch zertifiziert und

mit dem symbolischen Zahlungsmittel

„Launi“ eine firmeninterne Währung der

guten Laune geschaffen.

Mit dem Trainingsprogramm „Das

emotionale Schutzschild“ ist 2013 ein

erstes Selbstmanagement- Trainingsprogramm

zum Üben launologischer

Grundprinzipien fertiggestellt und als

CD/DVD 10 Tagesprogramm auf dem

Markt plaziert worden.

Mehr unter :

www.emotionales-schutzschild.de

Zusammenfassend kann hinsichtlich der genannten

Anforderungsfeldern von zahlreichen

Belegen für eine überaus günstige Wirkung von

guter Laune auf das Denken und Handeln einer

Person gesprochen werden.

Die momentan vorherrschende „schlechte Laune“,

die anscheinend wachsende Miesepetrigkeit

und die Fixierung auf das Negative kosten

vermutlich die Volkswirtschaft Milliardenbeträge

und die jüngste Gallup-Studie, welche den

inneren.

Beteiligungsgrad und die Leistungsbereitschaft

von Mitarbeitern in deutschen Unternehmen

auf magere 8% beziffert, zeigt die dringende

Notwendigkeit launologische Strategien als

unumgängliche Strategiemaßnahmen zu berücksichtigen.

3. Leistungs-und

ergebnisorientierte Strategien

Launologische Beratung und Begleitung zielt

darauf ab, Stimmungen und Stimmungsauslöser

im Unternehmen zu identifizieren und unter

enger Einbindung der Führungskräfte gezielt

zu beeinflussen.

Einzelne strategische Bausteine sind dabei:

1. Individuelle Stimmungsanalyse

2. Breitflächige Klimaanalyse (Selbst-,Fremdund

Kundeneinschätzungen)

3. Mood-Management im Einzelcoaching

bei Schlüsselpersonen

4. Identifizierung launologisch gefährlicher

Rituale und „defensiv routines“.

5. Identifizierung von „Negaholikern“.

6. Breitflächige Aktionsmaßnahmen zur launologischen

Stärkung und Fixierung der

launologisch geprüften Unternehmenskultur

(gezielte Seminarmaßnahmen und

Aufbau einer launologischen Architektur

im Unternehmen).

7. Regelmäßige Monitorisierung der Stimmungslage.

8. Ausbildung der Multiplikatoren (Führungskräfte)

zum Launologen oder zum

„Agenten für Launologie“.

***

Mai 2013 | ZT 37


Buchtipp

des Monats

Attitüde —

Erfolg durch die richtige

innere Haltung

von Ilja Grzeskowitz

24,90 EUR [D]

Gebundene Ausgabe:

256 Seiten

Gabal Verlag;

2. Auflage (März 2013)

ISBN 978-3869364759

38 ZT | Mai 2013


Impressum

Zukunft Training

TAM-edition Verlag in Zusammenarbeit mit der TAM-Trainer Akademie

München & p5 Media Agentur Berlin

Als Mitherausgeber treten die Autoren der namentlich gekennzeichneten redaktionellen

Beiträge auf.

Die Redaktion kann trotz sorgfältiger Recherchen und Überprüfung der zugrunde liegenden

Quellen keine Gewähr für den Inhalt übernehmen. Jegliche Haftung für aus der

Berichterstattung entstandene Schäden ist ausgeschlossen.

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Redaktionelle Mitarbeiter: Frederic Merlin Fuchs,

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