Albvereinsblatt_2006-1.pdf

Ermsgaufamilie

Hohenstaufen – Rehgebirge –

Rechberg

Hohenstaufen – Rehgebirge – Rechberg

Wanderkarten: TK 50, L 7324 oder F 521,

TK 35, Blatt 14

Länge der Strecke: 15 km

Anstiege insgesamt: 480 m

Reine Gehzeit: 6 Stunden

Einkehrmöglichkeit: Ottenbach, Rechberg

(Dorf, Berg und Ruine)

ÖPNV: mit der Bahn bis Göppingen,

mit dem Bus bis Hohenstaufen

Anfahrt mit PKW: auf der B 10 bis Göppingen

oder auf der B 29 bis Lorch, dann

auf die B 297 in Richtung Göppingen abbiegen,

in Wäschenbeuren nach Maitis und

von dort nach Hohenstaufen

Geeignet für: Kinder, Jugendliche, Senioren

Nähe von WH und AT: Albvereins-Kiosk

auf dem Hohenstaufen, OG-Wanderheim

am Sportplatz Hohenstaufen und am Rand

von Ottenbach.

Maßstab 1:50000

1 km

2 cm in der Karte entspricht

1 km in der Natur

Ausschnitt Topographische Karte

L 7324 Geislingen an der Steige

Landesvermessungsamt

Baden-Württemberg

Diese Wanderung bietet abwechslungsreiche, liebliche

Landschaftsbilder. Höhepunkt ist das plötzliche Auftauchen

der Ruine Hohenrechberg wie sie fast unbekannt ist. Diese

Ruine und die Grundmauern der einstigen Kaiserburg

auf dem Hohenstaufen erinnern an längst versunkene Zeiten.

Ausgangspunkt für Busfahrer ist die Ortsmitte von Hohenstaufen.

PKW-Fahrer parken beim Albvereins-Wanderheim

(daneben die Jugendherberge) am Nordostfuß des

Berges. Wir gehen die bebaute Schottengasse leicht aufwärts

und kommen zum Barbarossakirchlein (das mit dem

Staufer jedoch nichts zu tun hat) und zum Dokumentationsraum

der Hohenstaufen (geöffnet vom 15. März bis 15.

November 10–12 Uhr, 13–17 Uhr). Die sehr steile Dorfstraße

geht's in der Falllinie abwärts. Der Blick auf das tief

unter uns liegende Land zeigt, wie hoch der Berg über dem

Land thront. Der Albvereinsweg mit blauem Punkt führt

zunächst vorbei am Höhenrestaurant Hony-Do (es wird

wenig Restaurants geben mit ähnlich schöner Aussicht),

dann sehr abwechslungsreich hinab nach Ottenbach. Vorbei

an der Kirche mit einem schönen Brunnen, geht's auf

der Hauptstraße wenige Meter nach links. Am Haus Nr. 4

biegen wir auf den Weg mit blauem Strich ein, der über

den Buchenweg zum Sportplatz führt. An einem zweiten

Sportplatz gehen wir vorüber, kommen zu den Unteren

Mühleisenhöfen; von dort biegen wir nach links ab, hinauf

zum Lenberg. Der Rückblick auf das liebliche Krummbachtal

und die Kette der Albberge macht verständlich, warum dieses

Tälchen mit den umliegenden Höhen auch „Schwäbisches

Allgäu“ genannt wird.

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Wir gehen geradeaus in den Wald hinein, nach dem Wald

streben wir einem ausgeprägten Sattel zu. Plötzlich taucht

die Ruine Hohenrechberg vor uns auf, in einer Ansicht, wie

wir sie nicht vermutet hätten. Auf einem steilen, grasigen

Bergrücken mit Aussicht nach Süden und Norden gelangen

wir zum Saurenhof, und bald darauf an einen Märchengarten

(es ist möglich, dass dessen Renovierung noch

nicht abgeschlossen ist, – Anfragen an das Bezirksamt Rechberg:

07171/42882). Um an den Südostgrat des Rechberges

zu kommen, müssen wir 2,5 km auf der Autostraße gehen.

Der Aufstieg am Osthang des Berges ist leicht zu finden.

Der Ausblick nach Osten auf Rosenstein, Bernhardus, Hornberg,

Kaltes Feld und Stuifen ist ungemein malerisch.

Auf dem Berg haben wir drei Angebote: Eine kleine barocke

Wallfahrtskirche, eine Bergwirtschaft und schöne Ausblicke.

Der Abstieg führt zur großartigen Burgruine, deren

Besichtigung sich lohnt. Von dort muss der Abstieg unter

der Brücke hindurch am Südhang des Burghügels genommen

werden. Die Aufblicke zu den Befestigungen sind sehr

interessant. Der Weiterweg zum Hohenstaufen ist durch

den roten Strich gekennzeichnet und nicht zu verfehlen.

Auf dem Aasrücken – ein schmaler Bergrücken, der von

der Erosion noch nicht abgetragen wurde – haben wir

gleichzeitig einen weiten Blick zur Schwäbischen Alb und

auf der anderen Seite zum Schwäbisch-Fränkischen Wald

– bei klarem Wetter bis zum Einkorn. Jetzt ist noch Zeit,

den Hohenstaufen zu besteigen; die Aussichten von dessen

westlichem und östlichem „Gipfel“ gehen weit hinaus

ins Land. In der in den Berg hineingebauten Schutzhütte

des Albvereins wartet ein kräftiges Vesper (montags ist Ruhetag).

Günther Stahl

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