Albvereinsblatt_2006-1.pdf

Ermsgaufamilie

Grußwort zum

Neuen Jahr

Liebe Albvereinsmitglieder,

liebe Freunde unseres Vereins!

Das Jahr 2006 ist angebrochen, und jedermann wird sich

Gedanken darüber gemacht haben, was das neue Jahr wohl

bringen wird – für einen selbst, für die Familie, beruflich,

privat. Die Zeitungslektüre und die Nachrichten verheißen

wenig Gutes: Preissteigerungen, wohin man schaut, Löcher

in öffentlichen Kassen allüberall, und gleichzeitig millionenschwere

Bauvorhaben allerorten. Wie passt das zusammen,

wie soll das gut gehen? Nahezu täglich neue Skandalmeldungen,

verdorbene Nahrungsmittel, millionenschwere Betrugsfälle,

Terrorakte. Man muss schon allen Optimismus

zusammenraffen, um gut gelaunt ins Neue Jahr blicken zu

können!

Was ist eigentlich los um uns herum? Weshalb wird heute

in vielen Bereichen all das als falsch angesehen, was letztes

Jahr noch gut und richtig war? Warum muss laufend alles

anders werden? Wer strebt denn eigentlich ständig nach

Veränderung? Wer hat denn Gefallen daran, uns Verbraucher

und Bürger ständig zu verunsichern? Ist das der Preis

der Globalisierung?

Wie gut, dass es unseren Schwäbischen Albverein gibt!

Nicht etwa, dass da alles so bleiben soll, wie es „früher“

war; nein, gewiss nicht. Aber eine gewisse Tradition prägt

unseren Verein schon, und das ist gut so. Wenn im Beruf,

im Tagesgeschäft sich schon ständig vieles ändert, so ist

es doch gut zu wissen, dass man in seinem Verein gut aufgehoben

ist. Ein Verein als „Heimat“, wo man Gleichgesinnte

trifft und sich wohlfühlen kann, Besseres kann es neben

der Familie doch eigentlich nicht geben.

4

Reinhard Wolf

Natur – Heimat – Wandern:

Diese drei Begriffe bilden

nun schon seit einigen Jahrzehnten

unser Vereinsmotto.

Man könnte weitere Begriffe

anfügen, aber so ist es eingängiger.

„Natur“ steht für die

Verbundenheit mit den natürlichen

Gegebenheiten unseres

Landes, „Heimat“ vermittelt

den Bezug zu unserer

näheren, für uns überschaubaren

Umgebung und beinhaltet

auch Brauchtum und

Volkstanz, und „Wandern“

schließlich nimmt Bezug darauf,

dass Natur und Heimat

erlebbar sind. Diese drei Begriffe

eröffnen ein ungemein

breites Spektrum an Aktivitäten.

Der Fantasie sind kaum

Grenzen gesetzt. Unsere

„Albvereinsblätter“ – dies ist

eine Vorgabe für die Schriftleitung!

– sind übers Jahr ein

Spiegel dieser Aktivitäten.

Bewährtes und Neues stehen in den Jahresprogrammen

unserer Ortsgruppen nebeneinander. Wer wollte die bewährten

Gruppenausflüge in die nähere und weitere Umgebung

missen? Heimat- und Brauchtumsabende, Patenschaften

für naturschutzwichtige Grundstücke mit

Pflegemaßnahmen, Ausflüge per Fahrrad, spezielle Angebote

für Familien, Jugendwanderungen, Kindergruppen –

das Angebot in unserem aktiven Verein ist riesig!

Wichtig ist, dass wir ein für alle offener Verein sind. Wir

grenzen niemand aus. Wer bei uns mitmachen möchte, ist

willkommen. Wir sollten auch das unsrige dazu beitragen,

uns zu öffnen. Laden Sie zu Wanderungen und Veranstaltungen

über die Gemeindeblätter und die Zeitungen immer

auch Nichtmitglieder ein. Und wenn diese dann kommen,

dann nehmen Sie sich ihrer bitte auch an, lassen Sie

sie nicht allein sitzen oder allein mitwandern. Mir ist gelegentlich

schon gesagt worden: „Ich habe da mal eine Wanderung

mit gemacht, aber die haben alle nur untereinander

geredet, ich blieb doch recht allein.“ Das darf nicht

sein: Sprechen Sie bitte Ihre Gäste an, beziehen Sie diese

in ihre Wanderung, in ihren Gruppenabend mit ein. Es

geht nicht darum, gleich am ersten Tag mit der Beitrittserklärung

zu winken – wem es bei Ihnen gefällt, wer sich

wohlfühlt, wird dann beim dritten oder vierten Treffen schon

Mitglied werden.

Dieses „Sich-Öffnen“ gegenüber Außenstehenden gilt übrigens

auch für das „öffentliche Leben“: Der Albverein muss

stets präsent sein. Sich einschalten ins kommunale Leben,

sich beteiligen an öffentlichen Veranstaltungen, sich zu

Wort melden bei Bürgermeistern, Landräten usw., wenn es

um wichtige Vereinsangelegenheit geht, das ist ungemein

wichtig. Ich weiß, für viele ist dies nichts Neues, für andere

aber vielleicht schon. Sagte mir doch neulich jemand:

„Zum Neujahrsempfang gehe ich schon lange nicht mehr

hin!“ Sehen und gesehen werden: Das sind doch Gele-

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