geschäftsbericht 2012 - Groupe E

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geschäftsbericht 2012 - Groupe E

geschäftsbericht

2012


Groupe E ist die Nummer eins der

Energieverteilung in der Westschweiz.

Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften

positioniert sie sich als führender Stromerzeuger

in der Westschweiz und auf nationaler Ebene

als einer der Leader bei der Umsetzung der

Schweizer Energie- und Klimapolitik. Ihr

Portfolio umfasst verschiedene Energiearten

und kundennahe Energiedienstleistungen.

Groupe E versorgt direkt oder indirekt nahezu

eine halbe Million Einwohner und produziert

44 % der verteilten Elektrizität selbst.

Das Anlagenportfolio von Groupe E umfasst

Wasserkraftwerke, thermische Kraftwerke,

Fotovoltaikanlagen, Windturbinen und

Kleinwasserkraftwerke sowie Biomasseanlagen.


Zahlen 2012

Groupe E

Aktionariat von Groupe E AG (in %)

Kanton Freiburg 78.545

BKW 10.000

Groupe E (eigene Aktien) 5.498

Viteos 2.551

Kanton Neuenburg 1.797

Verschiedene Neuenburger Gemeinden 0.836

Neuenburger Kantonalbank 0.364

Société électrique du Val-de-Travers 0.096

Groupe E-Mitarbeiter 0.313

TOTAL 100.00

Finanzdaten

Konsolidierte Zahlen in TCHF

2012 2011

zum Vergleich

Betriebsergebnis 709'992 904’335

Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -76'968 63’088

Nettojahresgewinn -182'559 35’563

Bilanz 2'157'612 2'363’624

Eigenkapital 1'724'129 1'921'481

Fremdkapital und Rückstellungen 433'483 441'994

Eigenkapital / Bilanz 79% 81%

Aktienkapital 68'750 68’750

Darlehen 119'036 131'591

Der Personalbestand von Groupe E lag per

31. Dezember 2012 bei 1’343 Personen,

davon 624 in den Tochtergesellschaften:

507 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Groupe E

Connect, 42 bei Groupe E Entretec, 65 bei Groupe E

Electroménager und 10 bei Groupe E Greenwatt.

Als Lehrbetrieb legt Groupe E grossen Wert auf die

Ausbildung und bietet zahlreiche Ausbildungszweige

an. 159 Lehrlinge arbeiten bei Groupe E.


Energieproduktion (MWh)

2012 2011

zum Vergleich

Wasserkraftproduktion 901’482 612’476

Thermische Produktion 396’138 716’240

Neue erneuerbare Energien 2’004 1'061

Gesamt 1'299’624 1'329'778

Groupe E garantiert ihren Kunden eine zuverlässige

Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Die Verkäufe an Kunden und Partner-Wiederverkäufer

belaufen sich auf 2’973 GWh.

Das Netz

Groupe E besitzt ein Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz von 11’518 km Länge.

In km

Hochspannungsleitungen

Mittelspannungsleitungen

Niederspannungsleitungen

955 km

2‘666 km

7‘897 km

Anzahl

Niederspannungskabinen 11’586

Mittelspannungs- und Niederspannungstransformatorenstationen 3'533

Mittelspannungs- und Niederspannungsschlaufkästen 88’278


Inhalt des

Geschäftsberichtes 2012

02 Mitteilungen

08 Schwerpunkte

10 Aktivitäten im Energiebereich

18 Aktivitäten im Netzbereich

22 Aktivitäten im Dienstleistungsbereich

26 Corporate Social Responsibility

36 Corporate Governance

46 Konsolidierte Jahresrechnung des Groupe E Konzerns

72 Statutarische Jahresrechnung der Groupe E AG

84 Impressum und Kontakte

Gemeinsam für

die nachhaltige Entwicklung

Die Energiepolitik 2050 ist die Antwort auf die

Entscheidung des Bundesrats und des Parlaments,

schrittweise aus der Atomenergie auszusteigen. Sie

umfasst ein Massnahmenpaket, das in erster Linie

darauf abzielt, den Energieverbrauch zu senken und

die erneuerbaren Energien auszubauen. Groupe E orientiert

sich bereits seit einigen Jahren an diesen Zielen

und engagiert sich zusammen mit ihren Mitarbeitenden

konkret für die nachhaltige Entwicklung. Groupe E

möchte Sie an den 2012 durchgeführten Anlässen,

Projekten und Studien teilhaben lassen.


Mitteilungen

Mitteilungen

Geschäftsbericht 2012

02

Mitteilung des Verwaltungsratspräsidenten

Die Energiebranche durchlebt eine bewegte und

spannende Zeit! Die derzeitigen tiefgreifenden

Änderungen sowie die damit einhergehenden

Unwägbarkeiten werden sich nicht so schnell

aus dem Weg räumen lassen, im Gegenteil:

Wir werden lernen müssen, mit ihnen zu leben

und sie optimal zu nutzen. Sicherheit und eine

scheinbar gesicherte und stabile Zukunft prägten

lange Zeit die Energiebranche. Umso grösser

war für Viele der Schock angesichts des noch

häufig ignorierten Paradigmenwechsels, der

sich am Horizont abzeichnet. Daher klammern

sie sich an den Gedanken, die Vergangenheit –

und mit ihr die Sicherheit – wieder aufleben zu

lassen. Die Zukunft erschliesst sich indes in

einigen wenigen zentralen Begriffen: allen voran

Innovation, aber auch rasche Anpassungsfähigkeit,

Reaktionsfähigkeit und Pioniergeist.

Strukturell steht die Branche vor tiefgreifenden

Umwälzungen, insbesondere mit der atompolitischen

Entscheidung auf Bundesebene und den Vorschlägen

der kürzlich in die Vernehmlassung geschickten

Energiepolitik 2050. Es liegt auf der Hand, dass

diese Politik an die Ergebnisse der Vernehmlassung

angepasst werden wird; die grundsätzliche

Stossrichtung wird jedoch hiervon kaum betroffen

sein. Erinnern wir uns daran, dass der Bund auf den

mittelfristigen Ausstieg aus der Atomenergie und

die Reduzierung des Anteils fossiler Energien durch

den Ausbau neuer erneuerbarer Energien (NEE)

und der Wasserkrafterzeugung bei gleichzeitiger

Senkung des Energieverbrauchs pro Kopf setzt.

Während des Vernehmlassungsverfahrens, das im

Januar 2013 endete, gab Groupe E eine eher positive

Stellungnahme ab und äusserte die Ansicht, dass

Anpassungen notwendig seien. Diese Position ist

umso stimmiger, als unsere Unternehmensstrategie

mehrheitlich bereits auf der gleichen Wellenlänge

wie die vom Bundesrat vorgeschlagene Politik

liegt. So kann das Unternehmen bezüglich

der NEE über Groupe E Greenwatt bereits eine

Reihe von Projektumsetzungen vorweisen, auf

die in den kommenden Jahren weitere folgen

werden. Auch im Bereich Energieeffizienz ist

Groupe E nicht tatenlos geblieben: Sie unterstützt

Gemeinden, berät Unternehmen oder bietet

Privatkunden entsprechende Lösungen an.

Der gute Wille allein reicht natürlich nicht aus und

die Politik muss ihren ursprünglichen Absichten

entsprechend handeln. So sind beispielsweise die für

das Projekt des Kraftwerks Cornaux massgeblichen

Rahmenbedingungen ungünstig; die mit der CO 2

-

Kompensierung verbundenen Vorgaben sind in der

Schweiz besonders schwer umzusetzen und weitaus

strenger als bei vergleichbaren Projekten im Ausland.

Ein anderes Beispiel: die von den sehr komplexen und

vor allem sehr langwierigen Verfahren behinderten

Windkraftprojekte in der Schweiz. Diese Erfahrung

hat Groupe E mit ihrem Windpark auf dem Schwyberg

gemacht. Das Unternehmen will hinsichtlich des

Umweltschutzes und der harmonischen Integration

in die Landschaft keine Kompromisse eingehen. Aber

man muss auch bedenken, dass zusätzliche Eingaben

und Auflagen das Projekt nur teurer machen würden

und die grosse Gefahr bergen, das Projekt langfristig

aufs Spiel zu setzen. Grundsätzlich kann man von

einem Unternehmen nicht fordern, dass es Energie

zu Kosten erzeugt, die über dem Marktpreis liegen.

Der Rechtsrahmen ist massgeblich und die Politik

muss in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle

spielen, um es den Unternehmen zu ermöglichen,

die ihnen zufallende Aufgabe zu erfüllen.

Im Laufe ihrer Geschichte war Groupe E in der

Lage, sich zu engagieren und Pionierarbeit zu

leisten. Wir haben die feste Absicht, diesen

Weg weiter zu verfolgen und setzen uns für die

nachhaltige Entwicklung ein, ohne uns jedoch


Mitteilungen

Geschäftsbericht 2012

03

auf unbedachte Abenteuer einzulassen. Wir

sind überzeugt, dass die Werte von Groupe E –

Pioniergeist, Kundenzufriedenheit, nachhaltige

Entwicklung – die Schlüssel zu unserem zukünftigen

Erfolg und langfristigen Fortbestand darstellen.

Ein Unternehmen arbeitet nicht für sich, sondern

für seine Kunden, deren Zufriedenheit zu seinen

wichtigsten Zielen zählt. Ich will nicht versäumen,

unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre Treue

gegenüber unserem Unternehmen zu danken, und ich

hoffe, dass wir uns dieses Vertrauens stets als würdig

erweisen werden. Um Kunden zufriedenstellen zu

können, benötigt man kompetente Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, die sich Tag für Tag dafür einsetzen,

eine sichere Versorgung zu gewährleisten und

optimale Dienstleistungen anzubieten. Deshalb

liegt es mir am Herzen, der Direktion, den Kadern

und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für

ihre Kompetenzen, ihre unermüdliche Arbeit und

ihren Beitrag zum Gelingen der Aktivitäten von

Groupe E zu danken. Sie alle bilden die Grundlage

für den derzeitigen und den zukünftigen Erfolg von

Groupe E. Und wenn ich gerade von den Kadern

und unseren Beschäftigten spreche, möchte ich

unbedingt daran erinnern, dass Philippe Virdis

Ende Juni 2012 von seinem Amt als Generaldirektor

zurückgetreten ist, um nach zwölf Jahren in dieser

zentralen Position seinen wohlverdienten Ruhestand

anzutreten. Er verstand es, das Unternehmen in

die richtige Richtung zu lenken und es dafür zu

wappnen, die zahlreichen Herausforderungen mit

Bravour zu bewältigen. Ihm ist es zu verdanken, dass

Groupe E sich in der Energiebranche der Westschweiz

und der gesamten Schweiz als unumgänglicher

Ansprechpartner etabliert hat. Die Tatsache,

dass Groupe E gut gerüstet ist, die mittlerweile

bewegteren Gewässer zu durchschiffen, ist zu einem

grossen Teil Philippe Virdis zu verdanken. Mir ist es

ein Bedürfnis, ihm an dieser Stelle erneut den Dank

des Verwaltungsrats wie auch meine persönliche

Wertschätzung auszudrücken. Philippe Virdis hat

die Geschichte von Groupe E geprägt. Als seinen

Nachfolger hat der Verwaltungsrat Dominique

Gachoud ernannt, der seine neue Tätigkeit am

1. Juli 2012 aufgenommen hat. Die ersten Schritte

in seiner neuen Funktion als Generaldirektor sind

überzeugend, und wir sind sicher, dass er das

Unternehmen mit Weitblick und Erfolg leiten wird.

Er kann sich des Vertrauens und der Unterstützung

des Verwaltungsrates bei der Ausübung dieses

äusserst wichtigen Amtes sicher sein.

Mein Dank gilt ausserdem dem gesamten

Verwaltungsrat, der einen wichtigen Beitrag

zur strategischen Leitung des Unternehmens

geleistet hat. Und last but not least bedanke

ich mich bei unseren Aktionären für das

uns entgegengebrachte Vertrauen.

Claude Lässer - Präsident des Verwaltungsrates


Mitteilungen

Geschäftsbericht 2012

04

Mitteilung

des Generaldirektors

Nachdem ich Ende März 2012 vom Verwaltungsrat

ernannt worden war, trat ich am 1. Juli mein Amt als

Generaldirektor von Groupe E und die Nachfolge von

Philippe Virdis an. Bei einer zu seinen Ehren organisierten

Veranstaltung wurden die Qualität und die Leidenschaftlichkeit

seines Engagements während seiner

zwölf Jahre an der Spitze von Groupe E gewürdigt.

Bereits bei meinem Amtsantritt habe ich meinen

Willen bekräftigt, den Erfolg des Unternehmens zu

sichern und beste Ergebnisse anzustreben. Hierfür

gilt es einerseits, das richtige Gleichgewicht zwischen

Offenheit und innovativem Geist herzustellen,

und andererseits, die für die wettbewerbsfähige

Funktionsweise des Unternehmens unerlässliche

Stabilität zu gewährleisten. In puncto Mitarbeiterengagement

habe ich hervorgehoben, wie wichtig

in meinen Augen das Engagement eines jeden

einzelnen, die Motivation aller und die Stärkung

des Teamgeistes sind, um den Kundenbedürfnissen

noch besser gerecht werden zu können.

Zwar ist Groupe E heute ein gesundes Unternehmen,

das auf dem Elektrizitätsmarkt eine begehrte

Position einnimmt, aber, so habe ich weiter ausgeführt,

die Zukunft wird sich aufgrund verschiedenster

Faktoren, auf die wir nur begrenzt Einfluss nehmen

können, komplexer als je zuvor gestalten. Einige

Faktoren sind konjunkturbedingt, wie das allgemeine

von der Wirtschaftskrise in Europa geprägte Umfeld

und das Ungleichgewicht zwischen Stromangebot

und der aus der Krise resultierenden Nachfrage.

Andere wiederum sind struktureller Natur. So geht

mit dem auf die Öffnung des Strommarktes zurückzuführenden

Wettbewerb eine Senkung der

Margen einher, die weiter verschärft wird durch

das massive zusätzliche Angebot von Strom, das

infolge der von manchen Ländern im Rahmen ihrer

neuen Energiepolitik beschlossenen Massnahmen

subventioniert wird. Schliesslich habe ich auch nicht

die administrativen Schwierigkeiten verschwiegen,

die die Umsetzung neuer Projekte behindern.

In dieser neuen Situation stellt die Gewährleis-


Claude Lässer, Dominique Gachoud

Mitteilungen

Geschäftsbericht 2012

05


Mitteilungen

Geschäftsbericht 2012

06

tung der derzeitigen Unternehmensleistungen

eine grosse Herausforderung dar. Diese Leistungen

kreativ und mit der richtigen Portion

Kühnheit auszubauen, ist ein absolutes Muss.

Veränderungen innerhalb der Direktion

Am 11. Juli 2012 ernannte der Verwaltungsrat Jacques

Mauron mit Wirkung zum 1. September 2012 zum

Direktor Energieverteilung. Zuvor leitete er die

Einheit Beschaffung und Handel bei Groupe E. Seine

detaillierten Kenntnisse der Strombranche und seine

natürlichen Führungsqualitäten ermöglichten es ihm,

sich sehr rasch und auf vielversprechende Weise in

sein Amt an der Spitze dieser wichtigen Organisation

einzuarbeiten. Am 20. September 2012 ernannte der

Verwaltungsrat Claude Gremion, Direktor Beratung &

Strategie, zum Stellvertreter des Generaldirektors.

Allgemeine Ergebnisse :

eine sehr gute operationelle Leistung

Groupe E hat 2012 Einnahmen in der Höhe von

CHF 701 Millionen erreicht, was eine Verminderung

um 6.8 % gegenüber 2011 bedeutet. Trotz dieses

Rückgangs, der grösstenteils auf die Senkung des

nationalen Energietransporttarifs zurückzuführen ist,

ist das Nettoresultat 2012 um 5.3 % auf CHF 78 Millionen

gestiegen. Der Cash Flow erreichte den Rekordwert

von CHF 169 Millionen, was gegenüber 2011 eine

Zunahme von 11.9 % (CHF 18.1 Millionen) bedeutet.

Das konsolidierte Nettoresultat wurde leider durch die

finanziellen Schwierigkeiten von Alpiq und BKW - die

für Groupe E zu einem Bilanzverlust von CHF 182.6

Millionen führten - sehr negativ beeinflusst.

Produktion

2012 belief sich die Stromproduktion auf insgesamt

1’300 GWh (-2.3 % gegenüber 2011). Die Erzeugung

hydroelektrischer Energie stieg aufgrund des sehr

guten Wasserjahres um 47 % auf 901 GWh, während

die thermische Stromerzeugung aufgrund der

hohen Gaspreise um 45 % auf 396 GWh zurückging.

Die für die Fernheizung erzeugte Wärme belief sich

zum ersten Mal insgesamt auf über 100 GWh.

Zu erwähnen ist auch eine erfreuliche Steigerung der

auf neuen erneuerbaren Energien (NEE) basierenden

Strom- und Wärmeerzeugung. Nach der Einweihung

der grösste Solaranlage des Kantons Freiburgs, auf

dem Dach der Firma swisspor in Châtel-St-Denis, wurden

zahlreiche weitere Anlagen in Betrieb genommen.

Die Umsetzung der Strategie von Groupe E, ihre

eigene Produktion zu erhöhen und die Versorgung

ihrer Kunden heute und in Zukunft zu gewährleisten,

gestaltet sich indes nicht so leicht. Mehrere derzeit

laufende Projekte verzögerten sich aufgrund zahlreicher

administrativer Hürden. So z.B. das Projekt des

geplanten Gaskraftwerks in Cornaux (NE): Wenn die

Schweiz wirklich beabsichtigt, die Stromerzeugung

aus Atomenergie um 40 % zurückzufahren, muss

sie gezwungenermassen auf Gasanlagen ausweichen.

Ein so hoher Anteil kann nicht allein durch

Bemühungen um Energieeffizienz und -einsparungen

kompensiert werden und auch die Entwicklung

von auf neuen erneuerbaren Energien gestützten

Energieproduktionsanlagen geht nur langsam voran.

Netz

Auch im Netzbereich war Groupe E nicht untätig

und arbeitet kontinuierlich an der Wartung und

dem Ausbau ihres Netzes. Heute ist es mehr denn

je notwendig, in die Verlässlichkeit des Netzes

und seine Dichte zu investieren, damit es für den

bidirektionalen Stromfluss gerüstet ist, der sich

aus einer immer stärker dezentralisierten und

schwankenden Stromerzeugung ergeben wird.

2012 wurde das Betriebszentrum Süd in Sâles

eröffnet, das erste von drei im Rahmen der Neuorganisation

der Direktion Energieverteilung geplanten

Zentren. Es folgt der Bau der Gebäude in

der Broye in Payerne und in Neuenburg an einem

noch festzulegenden Ort. Diese Komplexe sollen

die Effizienz der Netzaktivitäten erhöhen.


Mitteilungen

Geschäftsbericht 2012

07

Verbrauch

Die Stromlieferung stieg während des Jahres 2012

auf 3’055 GWh (gegenüber 3’049 im Vorjahr ). Die

Kältewelle im Februar und die Wiederaufnahme der

Aktivitäten unserer Kunden aus der Industrie haben

den mit dem vorübergehenden Ausfall eines wichtigen

Werks verbundenen Verbrauchseinbruch kompensiert.

Das Gesamtvolumen der Verkäufe erreichte

2’973 GWh (gegenüber 2’958 GWh im Jahr 2011).

Dienstleistungsaktivitäten

Auf einem hart umkämpften Markt verzeichneten

unsere Tochtergesellschaften Groupe E Connect,

Groupe E Entretec und Groupe E Electroménager

erneut Zuwächse, sowohl bei den Umsätzen

(+2,25 %) als auch bei den Ergebnissen (+12,5 %).

Unsere Tochtergesellschaften realisierten

2012 einen Umsatz von insgesamt CHF 115

Mio und beschäftigen 614 Mitarbeitende.

Innovation

In diesem für die Entwicklung von Groupe E wichtigen

Bereich gilt es insbesondere die Beteiligung

an der Planung und am Bau eines Glasfasernetzes

für den ganzen Kanton Freiburg sowie die

Entwicklung eines Angebots im Telekommunikations-

und Multimediasektor hervorzuheben.

In der Schweiz wird die neue Energiepolitik in

Verbindung mit einer ehrgeizigen Klimapolitik, der

vollständigen Öffnung des Strommarktes und den

Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union

die Zukunft von Groupe E entscheidend beeinflussen.

Diese Faktoren verlangen Groupe E eine noch

höhere Antizipitations-, Anpassungs-, Reaktionsund

Kommunikationsfähigkeit ab. Groupe E muss

sich über seine ursprüngliche Rolle als Stromversorger

hinaus bei der Umsetzung dieser Energiewende

und der Erfüllung der gesellschaftlichen

Erwartungen als führende Kraft positionieren.

Im Namen des Direktionsteams beglückwünsche ich

alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr anhaltendes

Engagement und die Qualität ihrer Leistungen

über das gesamte Jahr 2012.

Schliesslich möchte ich mich auch ganz herzlich beim

Verwaltungsrat – insbesondere bei seinem Präsidenten

Claude Lässer – für das mir entgegengebrachte

Vertrauen und die wertvolle Unterstützung bei der

Ausübung meiner neuen Funktion bedanken.

Dominique Gachoud - Generaldirektor

Bekanntheitsgrad des Unternehmens

2012 konnte Groupe E durch die finanzielle Unterstützung

zahlreicher Sport-, Kultur- oder Vereinsveranstaltungen

ihre Präsenz und ihren Bekanntheitsgrad

erhöhen.

Fazit

Die Stromversorgung ist eine zentrale Herausforderung

für die Gesellschaft von morgen. Ob wir den

Lebensstandard der derzeitigen Gesellschaft und die

Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aufrechterhalten

können, steht und fällt mit einer sicheren

Stromversorgung und wettbewerbsfähigen Preisen.


Schwerpunkte

Schwerpunkte

Geschäftsbericht 2012

08

Groupe E 2012

Der Verwaltungsrat hat Dominique Gachoud

anlässlich der ausserordentlichen Sitzung am

21. März zum Generaldirektor ernannt. Am 1. Juli

2012 trat er die Nachfolge von Philippe Virdis an,

der sich entschieden hatte, nach zwölfjähriger

Tätigkeit an der Spitze des Unternehmens seinen

Ruhestand anzutreten.

begünstigt die Wanderung von Forellen und Äschen.

Groupe E investierte beträchtliche Summen in

die Modernisierung ihres Netzes. Es wurden

Nieder-, Mittel- und Hochspannungsleitungen

ersetzt und neue Transformatoren installiert. In

Gorgier im Kanton Neuenburg wurde eine zusätzliche

60/18 kV- Umspannwerk errichtet.

Im Mai beantragte Groupe E bei den kommunalen

Behörden eine Baugenehmigung für das Kraftwerk

in Cornaux (NE). Dieser Antrag schliesst über fünf

Jahre dauernde Studien ab. Diese ergaben insbesondere,

dass das zukünftige Kraftwerk sämtliche

Rechtsnormen zur Luftreinhaltung erfüllt und in den

benachbarten Siedlungen nicht zu hören sein wird.

Um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

zu erhöhen, deren Quellen zu diversifizieren

und Erfahrungen hinzuzugewinnen, hat Groupe E

Produktionsmittel im Ausland erworben. Im Juli hat

sie eine Beteiligung von 66 % am Windpark ”Les

Grandes-Chapelles“ in Frankreich erworben, der

aus sechs Windturbinen mit einer Leistung von

jeweils 2 MW besteht. Die Jahresproduktion beträgt

28,3 GWh, das entspricht dem Verbrauch von

6’300 Haushalten.

Groupe E engagiert sich für den Volks- und naturnahen

Sport. Im Kanton Freiburg startete die Groupe E

Tour, ein neues Lauf- und Walkinghappening in fünf

Etappen. Die Förderung dieses Laufs kommt zur

traditionellen Unterstützung der BCN Tour, Pendant

der Groupe E Tour im Kanton Neuenburg, des berühmten

Murtenlaufs sowie des Kerzerslaufs hinzu.

Um den Wasserdurchlauf in der Jaunbachschlucht

zu erhöhen, wurden Ende Jahr Arbeiten

an der Talsperre von Montsalvens durchgeführt. Am

Fuss des Staudamms wurden eine Wasserentnahmestelle

und ein Wasserkraftwerk gebaut. Ein höherer

Abfluss (Erhöhung von 80 l/Sek. auf 500l/Sek.)

In Sâles, im Süden des Kantons Freiburg, wurde

im November das Betriebszentrum CentrEx-

Sud eingeweiht. Hier finden sich die mit dem

Betrieb und dem Aufbau des Netzes betrauten

Teams, die bislang auf vier Standorte verteilt

waren, unter einem Dach zusammen. Diese neue

Organisation gewährleistet eine höhere Effizienz

durch niedrigere Kosten und eine intensivere

Zusammenarbeit innerhalb der Teams.

Ende November wurde ftth fr AG gegründet.

In dieser Gesellschaft haben sich die Stromversorger

Groupe E, Gruyère Energie und IB-

Murten sowie der Kanton Freiburg zusammengeschlossen.

In Zusammenarbeit mit Swisscom

wird sie den Aufbau des Glasfasernetzes im

gesamten Kanton Freiburg beschleunigen.

Groupe E, Gruyère Energie und IB-Murten haben

sich ausserdem zusammengetan, um netplusFR

AG zu gründen, einen neuen Anbieter in den

Bereichen Telekommunikation und Multimedia.

Ihre Produkte verbinden das Beste aus dem

Bereich Multimedia – mit einem Zugang zu über

200 Fernsehsendern, davon 30 in HD-Qualität,

einem Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss

sowie kostengünstigen Telefonverbindungen.


«In unserem Gebäude in Sâles

deckt die Produktion der Solarpanels

den gesamten Energiebedarf

der Heizung»

François Savary, verantwortlich für das Energiemanagement in unseren Gebäuden


Energie-

Aktivitäten

Energie-Aktivitäten

Geschäftsbericht 2012

10

Saubere Produktion

und Energieeinkauf auf den Märkten

Die Stromerzeugung der Anlagen von Groupe E betrug

insgesamt 1’300 GWh. Mit dieser Produktion lässt

sich nahezu die Hälfte des Gesamtverbrauchs der

Groupe-E-Kunden, der sich auf 2’973 GWh beläuft,

decken. Der Rest wird über langfristige Verträge

und zusätzliche Einkäufe auf den schweizerischen

und europäischen Grossmärkten bereitgestellt. Die

eigene Produktion (die Produktion des Gaskraftwerks

Timelkam in Österreich nicht inbegriffen)

stieg – insbesondere dank der günstigen hydrologischen

Bedingungen – gegenüber 2011 um 33 %.

Somit erreichte die Wasserkraftproduktion das erste

Mal seit 2007 120 % des Mehrjahresdurchschnitts.

Auf nationaler Ebene wurde die neue Energiepolitik

der Eidgenossenschaft in die Vernehmlassung

geschickt. Diese steht im Einklang mit den zuvor von

Groupe E getroffenen Entscheidungen: Ausbau der

Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien,

Bauprojekt für ein Gaskraftwerk in Cornaux zum Ausgleich

des mit der Abschaltung der Atomkraftwerke

verbundenen Produktionsausfalls oder auch Ausweitung

ihrer Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz.

Wasserkraftanlagen

Das Grossprojekt der Sanierung einer der beiden

Produktionsgruppen des Werks in Schiffenen

wurde erfolgreich beendet. Dank der Genauigkeit

und des gebündelten Know-hows der Ingenieurteams

und der Betriebsleitung erreicht die Turbine

nun die anvisierten Leistungen. Darüber hinaus

spielt Groupe E bei Partnergesellschaften oder

Dritten ihre Trümpfe in puncto hydroelektrische

Anlagen aus. Ein Beweis hierfür: Die Société des

Forces Motrices du Châtelot verlängerte den Vertrag

über die technische Geschäftsführung mit

Erweiterung des Dienstleistungsspektrums.

Aufgrund der Schwankungen bei der Stromerzeugung

aus neuen erneuerbaren Energien bedarf es

einer höheren Flexibilität seitens der derzeitigen

Generatoren. Groupe E profitiert bei der Vorbereitung

auf diese neuen

Anforderungen von

der Erneuerung

ihrer Leitanlagen.

Diese Anpassungsmassnahmen werden

uns die nächsten Jahre über begleiten.

Know-how im Bereich

Wasserkraft

Thermik

Das Gaskombikraftwerk Timelkam erzeugte nur 162

GWh für Groupe E; das entspricht einem Rückgang

von 66 % gegenüber 2011. Zurückzuführen ist dieser

Rückgang auf den im Jahr 2012 generell sehr niedrigen

Marktpreis: Das Werk arbeitete nur in den wenigen

Phasen, in denen die Marktpreise günstig waren.

Deshalb lief das Werk in Timelkam nur während

der Wintermonate. Aufgrund des Ausstiegs aus der

Atomenergie in einigen Ländern und der wirtschaftlichen

Erholung in Europa dürften die Strompreise

mittelfristig wieder steigen, was wiederum die

Rentabilität des Werks in Timelkam verbessern dürfte.

Der Antrag auf eine Baugenehmigung für das Kraftwerk

Cornaux II wurde am 21. Mai 2012 eingereicht.

Das öffentliche Einspracheverfahren erfolgte im

Die Baugenehmigung

für Cornaux II

wurde beantragt

September, die Einsprachen

werden derzeit

bearbeitet. Die Verhandlungen

über den Vertrag

zur CO 2

-Kompensation

mit dem Bund kommen gut voran. Die diesbezüglichen

Rahmenbedingungen in der Schweiz sind

weniger günstig als die in der Europäischen Union

gültigen.. Ein positiver Aspekt: die derzeit geführten

Verhandlungen über die Integration der Schweiz in

das Emissionshandelssystem der EU. Tatsächlich ist

Groupe E der Auffassung, dass diese Art Kraftwerk

aufgrund der Entscheidung der Bund, schrittweise aus

der Atomenergie auszusteigen, unerlässlich ist, um

die Stromversorgung des Landes zu gewährleisten.


Energie-Aktivitäten

Geschäftsbericht 2012

11

Die Gesellschaft SAIDEF in Posieux hat 92’476 Tonnen

Hausmüll und 35’219 Tonnen Klärschlamm verbrannt

und damit Strom und Wärme für das Fernwärmenetz

FRICAD erzeugt. Eine neue Grube für Hausmüll wurde

gebaut. Sie wird 2013 in Betrieb genommen und

erhöht die Flexibilität bei der Verwaltung der Bestände,

insbesondere während der Revisionsphasen.

Groupe E und Groupe E Entretec haben den

Betrieb der Anlagen der Firma PLACAD fortgesetzt.

Im Mai 2012 wurde ein neuer Kraft-Wärmekopplungs-Motor

in Betrieb genommen.

Leitstelle

2012 hat die Leitzentrale ihre Vorkehrungen

zur Bewältigung von Krisensituationen wie

Stromknappheit und Hochwasser verstärkt.

Im Falle einer Stromknappheit ist es am Bund, die

Versorgung des Landes so zu planen, dass ein Zusammenbruch

des Netzes verhindert wird. Der Verband

schweizerischer Elektrounternehmen (VSE) greift für

die Vorbereitung auf solche Situationen auf die Organisation

OSTRAL zurück. In diesem Rahmen – Groupe E ist

für einen Sektor zuständig – definierte die Leitzentrale

für verschiedene mögliche Szenarien und in Kooperation

mit den lokalen Versorgern Netzentlastungspläne.

Des Weiteren hat sich Groupe E ein Planungssystem

für Zuflüsse zugelegt, das es ermöglicht, die Nutzung

des Rückhalteraums

von Seen

zu optimieren und

die Vorschriften

zur Öffnung von

Überlaufklappen

zu bestimmen. Durch diese Präventivmassnahmen

lassen sich grössere Hochwasser auffangen.

Groupe E verfügt über

ein Prognosesystem

für die Entwicklung

des Wasserstandes

Um Bedrohungen durch einen Angriff abzuwenden und

gemäss den Empfehlung des VSE hat die Leitzentrale

eine Studie zur Aufrechterhaltung kritischer Prozesse

im Falle eines Versagens der IT-Systeme gestartet.

Neue erneuerbare Energien

Gemäss der Energiepolitik 2050 des Bundes soll der

von Atomkraftwerken produzierte Strom langfristig

durch die Produktion neuer erneuerbarer Energien

abgelöst werden. Groupe E, deren Produktion 2012 bereits

zu 72 % aus erneuerbaren Quellen stammte, plant

mittelfristig, mehr als 10 % ihrer Versorgung mit neuen

erneuerbaren Energien aus Anlagen in der Schweiz

abzudecken. Um diese grosse Herausforderung zu

bewältigen, hat Groupe E beschlossen, die bereitgestellten

Mittel ihrer in diesem Bereich tätigen Tochtergesellschaft

Groupe E Greenwatt zu erhöhen, indem sie

ihr Aktienkapitel von 12 MCHF auf 30 MCHF aufstockte.

Ausserdem hat der Kanton Neuenburg, nach der Stadt

Sitten, im Jahr 2010 eine Beteiligung von 10 % am

Aktienkapital von Groupe E Greenwatt erworben.

Im Berichtjahr konnte das Projektportfolio von

Groupe E Greenwatt ausgebaut und weiterentwickelt

werden. Die Umsetzung zahlreicher in der Studienphase

befindlicher Projekte würde mittelfristig eine

Stromproduktion von 550 GWh aus erneuerbarer

Energie ermöglichen. 2012 gingen acht Fotovoltaikanlagen

in den Kantonen Freiburg, Waadt und

Wallis in Betrieb. Vier neue Biomasseanlagen wurden

in Cernier, Sugiez, Ferpicloz und Noréaz errichtet.

Groupe E Greenwatt pflegt Partnerschaften mit

Gemeinden, Unternehmen, Landwirten und Privatpersonen,

die ein Industrieprojekt entwickeln wollen.

Im Juni 2012 erwarb Groupe E eine Mehrheitsbeteiligung

am Windpark in ”Les Grandes-Chapelles“

(Frankreich) in der Nähe der Stadt Troyes.

Es handelt sich um die ersten sechs Windturbinen,

deren Stromerzeugungsmenge dem

Verbrauch von 6’300 Haushalten entspricht.


Ein Beispiel für Nachhaltigkeit:

die Sanierung des Jaunbachs

Die Sanierung des Jaunbachs unterhalb der Talsperre

von Montsalvens ist ein ausgezeichnetes Beispiel für

die nachhaltige Entwicklung; sie trägt zur Aufwertung

des natürlichen Milieus der Schlucht bei. Durch die

Anlage hindurch wurde eine Dotierleitung installiert,

die eine Erhöhung des Abflusses von 80 l/Sek. auf

500 l/Sek. gewährleistet. Diese Abflusserhöhung

bedeutet eine fischereiliche Aufwertung des Jaunbachs,

da sie die freie Wanderung der Seeforellen und

Äschen im unteren Flusslauf der Schlucht begünstigt.

Das Wasser bietet fortan günstigere Bedingungen für

den Laich der Fische. Durch dieses Projekt wird dank

der grösseren Restwassermenge die Wasserfauna geschützt

und gleichzeitig eine erneuerbare Stromerzeugungsquelle

in dem am Fusse der Talsperre errichteten

Wasserkraftwerk gewährleistet. Die Tatsache, dass am

Fusse der Staumauer Strom erzeugt wird und nicht im

Kraftwerk in Broc, geht jedoch mit einer Produktionsminderung

von zwei Millionen kWh einher.


«Wir haben den Durchfluss

des Jaunbachs erhöht und Kies

ins Bachbett gelegt, um das

Laichen der Fische zu fördern»

Jean-Claude Kolly, Leiter Staumauerbetrieb und Wasserkraftproduktion


Energie-Aktivitäten

Geschäftsbericht 2012

14

Produktion 2012

Eigene Wasserkraftwerke

Anteil von

Groupe E an der

Energie

MWh Elektrizität

Montbovon 100% 84'482

Lessoc 100% 24'261

Broc 100% 71'392

Rossens 100% 13'618

Hauterive 100% 230'202

Magere Au 100% 4'049

Oelberg 100% 52'833

Schiffenen 100% 138'727

St-Sulpice 100% 12'120

Forces-Motrices-Hongrin-Léman (FMHL)-Rückgabe 100% 15'048

MWh Wärme

646'731 0

Eigene thermische Kraftwerke

Cornaux 100% 298

Contracting-Zentralen (erneuerbar) 100% 30'622

Contracting-Zentralen 100% 16'488

298 47'110

Wasserkraftwerke in Beteiligung

Société des Forces Motrices du Châtelot 38% 52'248

Electra-Massa 10% 54'887

Gommerkraftwerke 45% 137'557

Sainte-Anne 100% 7'870

CREG 100% 440

La Pontia 100% 1'750

254'751 0

Neue erneuerbare Energien Greenwatt

(ohne KEV)

Windenergie (Juvent) 5% 300

Kleinwasserkraft 100% 0

Sonnenenergie 100% 1'704

Biomasse 100% 0

2'004 0

Thermische Kraftwerke in Beteiligung

SAIDEF / FRICAD 100% 54'297 59'788

Placad 100% 7'069

Kernkraftwerke - 172'958

GuD Timelkam (Österreich) 30% 161'516

395'840 59'788

Gesamtproduktion von Groupe E 1'299'624 106'898


Energie-Aktivitäten

Geschäftsbericht 2012

15

Produktionsstandorte

Eigene Wasserkraftwerke

Beteiligung an Wasserkraftwerken

Eigenes thermisches Kraftwerk

Beteiligung an thermischen Kraftwerken

ST-SULPICE

LE CHÂTELOT CORNAUX

NE

MWh

500‘000

200‘000

100‘000

50‘000

20‘000

bis 5‘000

SCHIFFENEN

VD

FR

FREIBURG

POSIEUX

HAUTERIVE

ROSSENS

BROC

LESSOC

GRANDVILLARD

VEYTAUX

MONTBOVON

CHÂTEAU-D‘OEX

GOMS

VS

BITSCH

TIMELKAM

ÖSTERREICH


Energie-Aktivitäten

Geschäftsbericht 2012

16

Verkäufe: Stabilität in einem stark

vom Wettbewerb geprägten Umfeld

Trotz des umkämpften Strommarkts, auf dem sich

der Wettbewerb durch die historisch tiefen Preise

noch verstärkte, konnten sich die Gesamtverkäufe

von Groupe E an Endkunden und Partner-

Wiederverkäufer bei 2’973 GWh stabilisieren; dies

entspricht ungefähr dem Niveau des Vorjahres.

Beim Privatverbrauch war ein deutlicher Anstieg

von 8,4 % gegenüber 2011 zu verzeichnen. Diese

beträchtliche Veränderung ist in erster Linie

auf die strengeren Wetterbedingungen mit einer

längeren Kälteperiode im Monat Februar zurückzuführen.

Der Verbrauch der Geschäftskunden stieg

dank des Ausbaus der Geschäfte ausserhalb des

ursprünglichen Versorgungsgebiets um 1,8 % an.

Groupe E will den Bedarf ihrer Kunden noch besser

abdecken können und sich als Partner positionieren,

der alle Dienstleistungen anbietet, die mit dem Thema

Energie verbunden sind. Zu diesem Zweck wurde die

geschäftliche Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften

Groupe E Connect, Groupe E Entretec, Groupe E

Electroménager und Groupe E Greenwatt intensiviert.

Innovative Produkte

Als Nummer eins der Energieverteilung in der Westschweiz

legt Groupe E grossen Wert auf die effiziente

Stromnutzung und das Thema Energiesparen. Das

Unternehmen lanciert deshalb e-vision, eine IT-Anwendung,

mit der sich der Stromverbrauch eines Haushalts

über Internet oder Smartphone genau verfolgen lässt.

EcoSolutions, die Produktpalette für den Bereich

Energieeffizienz für Unternehmen und Gemeinden,

wurde mit der Einführung von EcoAcademy, einer

Schulung zu Grundlagen und Hilfsmitteln für einen

professionellen Umgang mit Energie, ausgebaut.

Kennenlernen heisst auch ausprobieren. Gemäss

diesem Motto leistet Groupe E Pionierarbeit in Form

des Angebots MOVE, einer Reihe innovativer Lösungen

im Bereich Elektromobilität. Dieses Angebot

umfasst die Installation von Ladestationen mit 100 %

ökostrom sowie die Bereitstellung eines öffentlichen

Ladestationennnetzes für Elektroautos.

Versorgung und Handel

Um die Versorgungskosten zu reduzieren und die

Produktion der Anlagen zu optimieren, wurden

Einkäufe/Verkäufe auf dem Grossmarkt (Wholesale

Market) in Deutschland, der Schweiz und in Österreich

getätigt. Operationen dieser Art wurden auch für Dritte

durchgeführt. Die Gesamteinkäufe beliefen sich auf

3’557 GWh, die Verkäufe auf insgesamt 2’686 GWh.

Die Preisentwicklungen auf dem Spotmarkt verliefen

mit Ausnahme der Kälteperiode im Februar im

Jahresverlauf recht regelmässig. Die Preise lagen

mehrmals bei über 30 Rp./kWh. Im Jahresdurchschnitt

sanken die Spotmarktpreise unter dem Druck der

massiven Subventionen der neuen erneuerbaren

Energien in Deutschland und des mit der schlechten

EU-Konjunktur verbundenen Verbrauchsrückgangs.

Zudem hat Groupe E mehrere Vereinbarungen

geschlossen, die es ermöglichen, die Ausgaben

für den Einkauf von Ausgleichsenergie, die für den

Ausgleich der Abweichungen zwischen dem prognostizierten

und dem tatsächlichen Verbrauch

unerlässlich ist, zu reduzieren. Darüber hinaus

wurde die Beteiligung am Regelenergiemarkt in der

Schweiz intensiviert. Dazu wird ein variabler Anteil

der Produktion Swissgrid zur Verfügung gestellt.

Groupe E bietet Unternehmen, die nicht über die

erforderlichen Infrastrukturen oder eine kritische

Grösse verfügen, Treuhand-Leistungen wie Bilanzgruppenverwaltung

oder einen Zugang zum Spotoder

Terminmarkt an. Es wurden massgeschneiderte

Produkte (strukturierte Versorgung) für Stromversorger

und Endkunden mit hohem Verbrauch entwickelt.


«Dank e-vision, kann

ich meinen Strombedarf

visualisieren und kontrollieren»

Geneviève Fritchley, Projektleiterin Informatik


Aktivitäten im

Netzbereich

Aktivitäten im Netzbereich

Geschäftsbericht 2012

18

Bedeutende Investitionen

für eine sichere und umweltfreundliche Versorgung

Der Ausbau der heute in der Schweiz noch dürftigen

dezentralisierten Erzeugung verändert die Aufgabe

eines Stromnetzes. Der Trend ist eindeutig: Bislang

lag die Aufgabe des Stromnetzes in der Verteilung der

in Grossanlagen erzeugten Energie zum Verbraucher;

künftig geht es darum, mehr Verantwortung für die

Einspeisung und Übertragung der dezentralisierten

Produktion zu übernehmen. In den aktuellen

Gesetzentwürfen haben die Bundesbehörden bei

einigen Verfahren Änderungen vorgenommen, um die

erforderlichen Investitionen in einem angemessenen

Zeitrahmen bewerkstelligen zu können.

Der explosionsartige Anstieg der Anschlussanträge

für Fotovoltaikanlagen im Jahr 2012 zeugt von

einem echten Bewusstseinswandel. Groupe E

übernimmt ihre Verantwortung und strebt nicht nur

permanent nach noch mehr Effizienz im eigenen

Netz, sondern handelt zudem als Förderer der

Erzeugung erneuerbarer Energien. Dabei kommen

die wirtschaftlichsten Lösungen zum Tragen,

bis ein intelligenteres Stromnetz entstanden

sein wird, mit dem sich der multidirektionale

Stromfluss bedarfsgerecht steuern lässt.

Groupe E investiert laufend in ihr Verteilnetz,

um eine leistungsfähige Versorgung zu

gewährleisten und setzt die unterirdische

Verlegung fort, um die Beeinträchtigung der

Landschaft durch das Stromnetz zu verringern.

Öffentliche Beleuchtung

Bei den Gemeinden in unserem Versorgungsgebiet

ist die Kampagne für die finanzielle Unterstützung

zur Sanierung der öffentlichen Beleuchtung

nach wie vor ein voller Erfolg. Ende 2012 hatten

85 Gemeinden einen Partnerschaftsvertrag

mit Groupe E abgeschlossen.

Über 6’900 veraltete Beleuchtungsanlagen wurden

durch leistungsstarke Lichtquellen der neuesten

Generation ersetzt. Darüber hinaus werden ca.

4’700 Lichtpunkte während der Nacht zeitweise

ausgeschaltet oder ihre Leistung reduziert.

Durch diese Massnahmen können zzt. 6,5 Mio.

kWh pro Jahr eingespart werden; das entspricht

dem Verbrauch von über 1’400 Haushalten.

Fernsteuerungssystem

Ein neues funkgesteuertes Fernsteuerungssystem

wurde in Betrieb genommen. Mit ihm lassen sich

die komplexen Steuerbefehle ausführen, die für die

neuen Leuchtkörper der öffentlichen Beleuchtung

erforderlich sind. Zu diesen Funktionen zählt

u. a. die Steuerung der Lichtstärke, die lokale

Messung des Umgebungslichts, die Nutzung des

Bedarfs der Gemeinden an besser angepasste

Zeitfenster und die direkte Steuerung einer

bestimmten Zone (Strasse oder Viertel).

Darüber hinaus gleicht dieses System

die fehlende zentrale Fernsteuerung im

Versorgungsgebiet Neuenburg aus. In Cernier

fanden bereits die ersten Tests statt.

Betriebszentrum in Sâles (FR)

Gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich hat

Groupe E am 22. November 2012 ihr neues

Betriebszentrum in Sâles eingeweiht. In dem

CentrExSud genannten Gebäude finden sich die

mit dem Betrieb und dem Aufbau des Netzes

betrauten Teams, die bislang auf vier Standorte

verteilt waren, unter einem Dach zusammen. Damit

verbessert Groupe E ihre Effizienz, senkt die Kosten

und verstärkt die Zusammenarbeit innerhalb

der Teams. In Bezug auf die Energieeffizienz

hat das neue Gebäude Modellcharakter. Der

Bau dieses Zentrums ist Teil des strategischen

Umstrukturierungs- und Neuorganisationsprojekts

der Direktion Energieverteilung. Das Gebäude

in Sâles dient als Vorlage für die künftigen

Betriebszentren Broye und Neuenburg.


«80 Gemeinden haben bei unserem

Sanierungsprogramm für die

öffentliche Beleuchtung mitgemacht.

Das Dorf Cernier konnte

dank diesem Programm seinen

Stromverbrauch für die öffentliche

Beleuchtung um 48% reduzieren»

Julio Lameirinhas, Netzmonteur


Aktivitäten im Netzbereich

Geschäftsbericht 2012

20

Bau des Mittel- und Hochspannungs-

Umspannwerks in Gorgier (NE)

Die Bauarbeiten für die neue 60/17-kV-

Transformatorenstation in Gorgier gehen

ihrem Ende entgegen; die 17-kV-Anlagen sind

fertiggestellt und wurden in Betrieb genommen.

In Kürze werden auch der 60-kV-Bereich und die

60/17-kV-Transformatorenstation in Betrieb

genommen. Mit diesem neuen Bauwerk werden

Qualität und Zuverlässigkeit der Stromversorgung

in der ganzen Region weiter verbessert.

Erneuerung der Transformatoren der

Hochspannungsschaltanlage in Moncor

Die veralteten Leittechnikanlagen und die Schutzsysteme

der 60/18-kV-Transformatorenstation in

Moncor (Gemeinde Villars-sur-Glâne) wurden komplett

durch moderne und leistungsfähige Anlagen

ersetzt. Darüber hinaus wurden die beiden 60/18-kV-

Transformatoren durch Einheiten mit grösserer

Leistungsfähigkeit ersetzt.

Regionale Aktivitäten bei Mittelund

Niederspannung

Wie 2011 war das Aktivitätsvolumen im Bereich

Mittel- und Niederspannung in den Regionen sehr

gross. Die folgenden Zahlen machen dies deutlich:

Regionale Aktivitäten bei Mittelund

Niederspannung

Region

Süd

Region

Zentrum

Region

Neuenburg

Region

Broye

Neue NS-Anschlüsse 435 353 78 457

Neue MS-Anschlüsse 2 2 0 1

km NS-Leitungen 66.9 / 15.3 63.8 / 21.9 21.5 / 5.9 54.6 / 13.1

km MS-Leitungen 13.8 / 7.4 17.6 / 11.8 5.6 / 1.9 11.6 / 10.5

Verlegte km Glasfaserleitungen 5.1 1.0 5.2 0

Verlegte km öffentliche Beleuchtung 10.5 8.6 2.6 2.97

NS-Kabinen 78 / 12 77 / 13 28 / 10 62 / 12

MS/NS Transformatorenstationen 16 / 12 29 / 14 17 / 9 9 / 4

… / … = installiert / demontiert


Aktivitäten im Netzbereich

Geschäftsbericht 2012

21

Vertriebsgebiet

von Groupe E

LES PLANCHETTES

LA CHAUX-DE-FONDS

LE PAQUIER

LIGNIERES

FONTAINES

DOMBRESSON

VILLIERS

ENGES

LES VERRIERES

LA COTE-AUX-FEES

VAL DE TRAVERS

LA BREVINE

LES BRENETS

LA CHAUX-DU-MILIEU

LES PONTS-DE-MARTEL

LE LOCLE

BROT-PLAMBOZ

BROT-DESSOUS

ST-AUBIN

-SAUGES

MONTALCHEZ

FRESENS

GORGIER

LA SAGNE

ROCHEFORT

CHEYRES

BOUDRY

LES HTS-GENEVEYS

LES GENEVEYS /

COFFRANE

MONTMOLLIN

BEVAIX

BOUDEVILLIERS

CERNIER

COLOMBIER

BOLE

CORTAILLOD

COFFRANE

FONTAINES

VALANGIN

PESEUX

Lac de Neuchâtel

CHÂBLES

LULLY

MURIST

LES MONTETS

NUVILLY

CHEIRY

VERNAY

VILLENEUVE

SURPIERRE

CUGY

MENIERES

GRANGES

ENGOLLON

NEUCHATEL

CHEVROUX

RUEYRES

-LES-PRES

FETIGNY

PAYERNE

TREY

GRANDCOUR

SAVAGNIER

GLETTERENS

HAUTERIVE

VALLON

CORCELLES

TORNY

CHATONNAYE

MISSY

ST-BLAISE

ST.-AUBIN

RUSSY

MONTAGNY

CRESSIER

CORNAUX

LA TENE

VULLY-LES-LACS

DOMPIERRE

CORSEREY

CHENENS

LA FOLLIAZ

DOMDIDIER

CUDREFIN

AVENCHES

LECHELLES

PREZ-VERS

-NOREAZ

LA BRILLAZ

LE LANDERON

PONTHAUX

NOREAZ

COTTENS

AUTIGNY

HAUT-VULLY

GROLLEY

AVRY

BAS-VULLY

BELFAUX

COURTEPIN

LA SONNAZ

GALMIZ

RIED BEI

KERZERS

MUNTELIER

BÜCHSLEN

GEMPENACH

FRÄSCHELS

KERZERS

MURTEN

ULMIZ

MEYRIEZ LURTIGEN

GRENG SALVENACH

GALMWALD

MUNCHENWILLER

COURGEVAUX

FAOUG

JEUSS

CRESSIER

CLAVALEYRES

COURLEVON GURMELS

VILLAREPOS

WALLENRIED

NEYRUZ

AUTAFOND

CHESOPELLOZ

CORMINBOEUF

MATRAN

Lac de Bienne

Lac de Morat

HAUTERIVE

BARBERÊCHE

GIVISIEZ

VILLARS

/ GLÂNE

ARCONCIEL

KLEIN-

BÖSINGEN

MISERY-

COURTION

CORPATAUX-

MAGNEDENS

GRANGES-

PACCOT

EPENDES

SENEDES

FRIBOURG

MARLY

FERPICLOZ

LE CERNEUX-

PEQUIGNOT

FONTAINE-

MELON

CHEZARD-

SAINT-

MARTIN

CORCELLES-

CORMONDRECHE

AUVERNIER

FENIN-

VILARS-

SAULES

VAU-

MARCUS

ESTAVAYER-

MORENS

LE-LAC

SEVAZ

BUSSY

CHÂTILLON

DELLEY-

PORTALBAN

DÜDINGEN

ST.-URSEN

PIERRAFORTSCHA

TAFERS

BÖSINGEN

ST.-SILVESTER

SCHMITTEN

ALTERSWIL

WÜNNEWIL

-FLAMATT

HEITENRIED

ST.ANTONI

TENTLINGEN

RECHTHALTEN

VILLARSEL

BRÜNISRIED

/ MARLY GIFFERS

ZUMHOLZ

OBERSCHROT

UEBERSTORF

ROMONT

MEZIERES

MASSONNENS

GRANGETTES

LE CHATELARD

LE GLEBE

SORENS

FARVAGNY

VUISTERNENS

-EN-OGOZ

PONT-EN-OGOZ

ROSSENS

BILLENS-

HENNENS

VILLAZ-ST.-

PIERRE

VILLORSONNENS

LA FOLLIAZ

PONT

-LA-

VILLE

TREYVAUX

HAUTEVILLE

LA ROCHE

LE MOURET

PLASSELB

PLAFFEIEN

SIVIRIEZ

MARSENS

CERNIAT

MONTET

URSY

ECUBLENS

RUE

AUBORANGES

CHAPELLE

LE FLON

ST.-MARTIN

VUISTERNENS

-DEVANT-

ROMONT

LA VERRERIE

RIAZ ECHARLENS

SÂLES

MORLON

VAULRUZ

VUADENS BULLE

LE PÂQUIER

CORBIERES

BOTTERENS

CRESUZ

CHÂTEL/

MONTSAL-

VENS

BROC

CHARMEY

EWJ

JAUN

SEMSALES

BUSSIGNY

MARACON

GRUYERES

BAS-INTYAMON

ECOTEAUX

REMAUFENS

BOSSONNENS

GRANDVILLARD

GRANGES

CHÂTEL-ST.-DENIS

ATTALENS

CHARDONNE

CORSIER

HAUT-INTYAMON

ROUGEMONT

JONGNY

Direkt versorgte Gemeinden

Indirekt versorgte Gemeinden

ROSSINIERE

CHÂTEAU-D‘OEX


aktivitäten im

dienstleistungsbereich

Aktivitäten im Dienstleistungsbereich

Geschäftsbericht 2012

22

Energieexperten

im Dienste der Kunden

Im Kontext eines mitten in der Entwicklung befindlichen

Energiemarktes konzipiert Groupe E ihre

Dienstleistungsaktivitäten und stimmt sie permanent

auf die Anforderungen ihrer Kunden ab. Dank

ihrer innovativen Produkte und Fachkompetenzen

spielt sie eine führende Rolle bei der Energieversorgung.

Diese Führungsrolle stützt sichhauptsächlich

auf die drei Tochtergesellschaften – Groupe E

Connect, die auf Anlagen, elektrische Schalttafeln,

ökologische Lösungen (Wärmepumpen und fotovoltaische

Sonnenenergie) und Telematik spezialisiert

ist; Groupe E Entretec, die im Bereich der Wartung

von Heizungs- und Wasseraufbereitungssystemen

tätig ist; sowie Groupe E Electroménager.

Aufbau des Glasfasernetzes

Mit der 2012 erfolgten Gründung des Unternehmens

ftth fr wird der Aufbau eines Glasfasernetzes im

gesamten Gebiet des Kantons Freiburg verwirklicht.

ftth fr besteht aus den Stromversorgungsunternehmen

Groupe E, Gruyère Energie, IB-Murten sowie dem

Kanton Freiburg. Im Rahmen dieses in der Schweiz

einmaligen Projekts werden in Zusammenarbeit mit

Swisscom Glasfaserkabel in den Gebäuden der Stadt

Freiburg sowie im Umland verlegt. Um für dieses

Projekt ein Multimedia-Angebot bieten zu können,

haben sich Groupe E, Gruyère Energie und IB-Murten

zu einem neuen Telekommunikations- und Multimedia-Anbieter

netplusFR zusammengeschlossen.

Aktivitäten Ingenieurwesen

Im Jahr 2012 haben die Ingenieure von Groupe E an

zahlreichen Projekten in Verbindung mit Wasserkraftwerken,

dem Transport und der Verteilung von Energie

sowie an den Leittechnikaktivitäten mitgewirkt.

Im Bereich Wasserkraft konnte bei den Projekten

Wysswasser und Navizence noch vor Weihnachten

ein Probelauf durchgeführt werden. Im

Rahmen der Sanierung des Jaunbachs haben die

Ingenieure eine Dotiergruppe ausgerüstet.


«Die Fernheizung « Haut Lac »

wird mit Holz aus der Region betrieben.

Die Installation ermöglicht

eine Einsparung von 1,7 Millionen

Litern Heizöl pro Jahr»

Steve Hablützel, Ingenieur-Projektleiter


Aktivitäten im Dienstleistungsbereich

Geschäftsbericht 2012

24

Die Durchbohrung der Staumauer von Montsalvens

war ein entscheideder Schritt für dieses Bauvorhaben.

Im Übertragungsbereich wurden Studien für die

Erneuerung der Hochspannungs-Freileitungen

Farvagny-Botterens, Corminboeuf-Villarepos,

Marin-Pierrabot und Botterens-Romont sowie für

die Kabelverlegung der Hochspannungsleitungen

Bulle-Planchy und Botterens-Planchy durchgeführt.

Im Bereich der Leittechnik wurden in verschiedenen

Umspannstationen und Zentralen umfangreiche Projekte

realisiert. Auch bei Nestlé in Avenches, im Veranstaltungssaal

Le Beaulieu in Payerne und im Interkantonalen

Spital der Broye wurden Arbeiten ausgeführt.

Da das Infranet am 31. Dezember 2012 ausser Betrieb

genommen wurde, mussten verschiedene Systeme

eingerichtet werden, um den Anforderungen gerecht

zu werden, insbesondere, um für die Leitzentrale unerlässliche

Messergebnisse zu erfassen (Wasser-Alarm).

Wärmelieferung (Contracting)

2012 hat Groupe E erstmalig die Schwelle von

100 GWh Wärmeverteilung überschritten und damit

einen Umsatz von mehr als 10 Mio. CHF erzielt.

Groupe E kann bei ihrer Expansion in diesem Bereich

auf die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produktionsanlagen

für thermische Energie und ihre Fernwärmenetze

zählen. Diese Entwicklung in der gesamten

Westschweiz trägt massgeblich zur Senkung der

CO 2

-Emissionen bei. Die letzten fünf installierten

Zentralen bedeuten eine Einsparung von 2’650’000 l

Heizöl. Das sind 7’140 Tonnen CO 2

pro Jahr, die nicht in

die Atmosphäre ausgestossen werden.

Folgende Anlagen wurden neu errichtet:

COURTECAD in Courtepin: die Heizzentrale,

die aus einem Holz- und einem Gaskessel

besteht, liefert 1’600 MWh/Jahr. Das Netz

hat eine Länge von 600 m und die zu erstellenden

Anschlüsse sind bereits geplant.

DIACAD in Les Diablerets: ein Holzheizkessel mit

1’200 kW und ein Ölheizkessel mit 1’500 kW (Notfall-

Heizkessel) versorgen 17 Gebäude mit Wärme. Mit

einer Netzlänge von 1,5 km, einer Leistung von

985 kW und einer verkauften Energiemenge von

1’870 MWh pro Jahr wird die Anlage die Wärmeversorgung

von ca. 120 Haushalten gewährleisten.

CAD GROLLEY: ein Holzheizkessel mit 1’200

kW und ein Ölheizkessel mit 1’500 kW (Notfall-

Heizkessel) versorgen 7 Gebäude mit Wärme. Mit

einer Netzlänge von 2,3 km, einer Leistung von

1’515 kW und einer verkauften Energiemenge von

2’980 MWh pro Jahr wird die Anlage im Armee-

Fuhrpark (ARMASUISSE) sowie in fünf Gemeinde-

und Mehrfamilienhäusern Wärme liefern.

CAD SEEDORF: die Heizzentrale besteht aus einem

Holzheizkessel mit einer Leistung von 800 kW und

einem Blockheizkraftwerk mit 410 kWth, das mit

Biogas betrieben wird. Die Zentrale, die Biogas-

Produktionsanlagen und das Blockheizkraftwerk sind

Eigentum der Seedorf Energies SA Noréaz, die für

Betrieb und Wartung zuständig ist. Das Fernwärmenetz

hat eine Länge von 3 km. Die Wärmeproduktionsanlage

sowie das Fernwärmenetz sind Eigentum von

Groupe E, die für Betrieb und Wartung zuständig ist.

CAD HAUT LAC in Villeneuve: Groupe E betreibt

eine mit Holz, Biogas und Erdgas betriebene Wärmeproduktionsanlage

mit Fernwärmenetz in Villeneuve

(VD), die auch die Gemeinden Roche, Rennaz und

Noville versorgt. Mittelfristig sollen 180 in privaten,

öffentlichen und Gemeindegebäuden gelegene

Unterstationen über ein mehr als 10 km langes

unterirdisches Netz versorgt werden. Die Holzversorgung

wird durch die Forstbetriebsgemeinschaft

Agittes gewährleistet, die voraussichtlich eine

Menge von ca. 25’000 m 3 Grünschnitzel pro Jahr

liefern wird, u. a. aus Holzabfällen aus Grünanlagen.

Telekommunikation und IT-Systeme

Das Jahr war hauptsächlich geprägt durch die Einrichtung

einer neuen IKT-Einheit, welche die Einhei-


Aktivitäten im Dienstleistungsbereich

Geschäftsbericht 2012

25

ten Informatik und Telekommunikation & Systeme

ersetzt. Diese Umstrukturierung ging einher mit

der Gründung der Gesellschaften ftth fr und netplusFR.

Darüber hinaus wurde ein umfangreiches

Unternehmensprojekt umgesetzt, das elektronische

Dokumentenmanagement (GED – gestion électronique

des documents), durch das mittelfristig die

verbrauchte Papiermenge reduziert werden soll.

Groupe E Connect

Groupe E Connect setzt ihre Weiterentwicklung mit

einer deutlichen Umsatz- und Gewinnerhöhung fort.

Derzeit laufen mehrere Bauvorhaben und die Anzahl

der Beschäftigten steigt stetig. Das Unternehmen

ist bestrebt, den persönlichen Kontakt mit seinen

Kunden zu gewährleisten. Diese Zielsetzung wurde

in die Unternehmensstrategie aufgenommen.

Durch den Erwerb von Unternehmen oder den

Zusammenschluss mit anderen Firmen hat Groupe E

Connect ihre Präsenz und ihren Marktanteil vergrössern

können. Diese Entwicklung wird über die drei

Unternehmen Polytab, Dexa und Baud sichergestellt.

Infolge des Auftrags eines Grosskunden wurden

in das bereits ISO 9000-, ISO 14000- und OHSAS

18001-zertifizierte Managementsystem die Anforderungen

des SMETA-Ansatzes (Sedex Members Ethical

Trade Audit) eingebunden, der von der Organisation

SEDEX (Secure Data Exchange) empfohlen wird.

Groupe E Electroménager

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der

Branche hat Groupe E Electroménager ihre Entwicklung

auf dem Westschweizer Markt fortgesetzt.

Unser Geschäft in Freiburg wurde renoviert, um die

Präsentation unserer Produkte attraktiver zu gestalten.

Heute bietet das Geschäft mehr Platz für die

Ausstellung der Einbaugeräte, um auch die grossen

Marken einfügen und Produktbereiche definieren

zu können. Dort befindet sich ein in der Region

einmaliges Miele-Kompetenzzentrum, in dem eine

breite Palette an Qualitätsprodukten ausgestellt ist.

Groupe E Entretec

Groupe E Entretec erhöht ihre Marktanteile bei

der Wartung von Holzheizanlagen sowie bei Fernwärmenetzen

für grosse Einkaufszentren und

Multifunktionsgebäude. Die Aktivitäten im Bereich

Wasseraufbereitung sind in der gesamten

Westschweiz im Aufwind. Die Beschäftigtenzahl

steigt. Groupe E Entretec hat mittlerweile ihr neues

dreistöckiges Gebäude in Matran bezogen, das aus

einer Lagerhalle, Verwaltungsflächen und einem

Bereich für Groupe E Electroménager besteht.


corporate social

responsibility

Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

26

Nachhaltige Entwicklung im

Zentrum der Aktivitäten von Groupe E

Groupe E ist ein verantwortungsvolles Unternehmen,

das ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen rentablem

Wachstum, Umweltschutz und beispielhaftem

sozialem Engagement anstrebt. Seit mehreren Jahren

setzt es auf Energieeinsparungen sowie den Ausbau

erneuerbarer Energien und stellt die nachhaltige

Entwicklung in den Mittelpunkt seines Handelns.

Für 2012 hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt,

die CO 2

-Emissionen weiter zu senken.

Aufgrund des Einsatzes aller Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter konnte Groupe E die meisten Ziele

erreichen. So liess sich die auf den Servern gespeicherte

Datenmenge um 57 % reduzieren, der

Benzin- und Dieselverbrauch sank um mehr als 9 %

und der Papier- und Büromaterialverbrauch um 26 %.

Um diese Ergebnisse zu erzielen, hat das Unternehmen

ein Sensibilisierungsprogramm im Bereich

nachhaltige Entwicklung für seine Mitarbeitenden

ausgearbeitet. Es umfasste folgende Massnahmen:

• Pädagogisches Sensibilisierungsprogramm zum

umweltbewussten Handeln im privaten und beruflichen

Alltag

• Bereitstellung von Elektrofahrzeugen für die

beruflichen Fahrten

• Sensibilisierung mit dem Ziel, den Verbrauch der

Fahrzeuge durch einen umweltbewussten Fahrstil

zu senken

• Einbeziehung des Nachhaltigkeitsgedankens in

Investitionsprojekte und die Anlagensteuerung

• Verbesserung des Managements und der Verwertung

von herkömmlichen Abfällen

• Bestätigung eines Auftrags für die Erstellung einer

CO 2

-Bilanz des Unternehmens

• Präsentation der permanenten Leistungsverbesserung

für die Mitarbeitenden und Bewertung der

Anstrengungen, die es ermöglichen, die Ergebnisse

im Bereich nachhaltige Entwicklung zu erzielen.


«Sensibilisiert für die nachhaltige

Entwicklung, haben wir in den

letzten beiden Jahren mehr als

eine Million Blätter Papier eingespart»

José Alcon, Mitarbeiter Facility Services


Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

28

Beispielhafter Arbeitgeber

Die Mitarbeitenden von Groupe E sind unsere

wichtigste Kraft. Ihre Weiterbildung, persönliche

Entwicklung und Gesundheit sind ein

zentrales Anliegen des Unternehmens.

Weiterbildung

Groupe E nimmt ihre Rolle als moderner Arbeitgeber

und Ausbilder sehr ernst. Das Unternehmen weist ein

umfangreiches Budget für die Weiterbildung seiner

Mitarbeitenden auf; für durchschnittlich zwei Tage

Weiterbildung pro Jahr und Mitarbeitenden wurden

CHF 880’000 aufgewendet. Alle Fragen im Zusammenhang

mit der Weiterbildung und der beruflichen

Entwicklung werden bei den Jahresgesprächen mit

allen Mitarbeitenden, auch denen über 60, besprochen.

2012 hat Groupe E mit ihrem reichhaltigen Angebot

an Ausbildungsplätzen in den verschiedenen

Unternehmensbereichen 159 jungen Menschen

ermöglicht, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

28 haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

und 89 % der Absolventen erhielten ein Arbeitsangebot

in einer der Gesellschaften von Groupe E.

Anzahl der Weiterbildungstage

pro Mitarbeitenden

(IKT), Elektrizität, Gas und Wasser. Des Weiteren bietet

Groupe E jedes Jahr ca. zehn Hochschulstudierenden

Praktika an. Im Rahmen ihrer Förderung des Spitzensports

hat Groupe E eine Partnerschaft mit den

Junioren des HC Fribourg-Gottéron abgeschlossen, um

den Elite-Junioren Ausbildungsplätze anzubieten.

Groupe E engagiert sich auch für die berufliche

Wiedereingliederung. In Zusammenarbeit mit der IV

bietet das Unternehmen Praktika an, die die Wiedereingliederung

in die Arbeitswelt erleichtern sollen.

Zufriedenheit der Beschäftigten

2012 hat Groupe E eine Zufriedenheitsumfrage

unter den Beschäftigten durchgeführt. Die Teilnahmequote

lag bei 93 %, somit sind die Ergebnisse

sehr zuverlässig. Die Beteiligung ist im Vergleich

zu den Vorjahren deutlich gestiegen: Es sind

15 % mehr als 2010 und 33 % mehr als 2007.

Die Umfrage wird alle zwei Jahre durchgeführt und

liefert einen wichtigen Indikator für die Einschätzung

des Arbeitsklimas. 2012 erklärten 79 % der Mitarbeitenden,

mit ihrer Arbeit vollkommen zufrieden zu

sein. Knapp 100 Schweizer Unternehmen haben sich

an dieser Zufriedenheitsumfrage beteiligt, die damit

die grösste in der Schweiz darstellt. Groupe E gehört

zu den fünf Unternehmen, die von ihren Beschäftigten

als die attraktivsten eingeschätzt wurden.

2012 2011 2010

Groupe E 2.0 2.2 2.2

Groupe E Connect 3.1 3.5 2.8

Groupe E Entretec 1.0 0.6 0.7

Groupe E Electroménager 1.9 1.7 2.0

Groupe E Greenwatt 0.2 0.1 2.0

Seit einigen Jahren verbindet Groupe E eine Partnerschaft

mit dem iimt (International Institute of

Management in Technology) der Universität Freiburg

für Weiterbildungen im Bereich Management von

Informations- und Kommunikationstechnologien

Angemessene Vergütung und vorteilhafte

soziale Bedingungen

Durch ihre transparente und nicht diskriminierende

Unternehmenspolitik erkennt Groupe E die kollektive

und individuelle Leistung an und entlohnt sie

entsprechend. Die Gehaltspolitik, die auf der internen

Ausgewogenheit, der Stellenbeschreibung,

der Anerkennung individueller Leistungen und der

Bestimmung des Gehaltsrahmens basiert, orientiert

sich in erster Linie an der Integrität und der Motivation

der Mitarbeiter. Die Beteiligung an den Unternehmensergebnissen

ermöglicht eine Mobilisierung der

gesamten Belegschaft, einschliesslich Auszubildender.


Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

29

Gesamtarbeitsvertrag

für alle

Beschäftigten

Neben gerechter

Entlohnung bietet

Groupe E ihren Beschäftigten

günstige

soziale Bedingungen. Alle Mitarbeitenden von

Groupe E profitieren von einem Gesamtarbeitsvertrag.

Groupe E unterstützt darüber hinaus ihre Mitarbeitenden,

um ein ausgewogenes Gleichgewicht

zwischen Privat- und Berufsleben zu fördern. So wird

zusammen mit der Kinderkrippe „Les mille-pattes“

der Gemeinde Granges-Paccot eine Möglichkeit

zur Kinderbetreuung angeboten. Damit Eltern im

Falle einer plötzlichen Erkrankung eines Kindes zur

Arbeit kommen können, haben sie die Möglichkeit,

kostenlos den „Rotkäppchen“ Dienst des Roten

Kreuzes in Anspruch nehmen, der eine Betreuung

zu Hause durch eine erfahrene Kraft anbietet.

Das Unternehmen richtet zudem sein besonderes Augenmerk

auf das Ende der Berufstätigkeit seiner Mitarbeitenden,

die ab dem 60. Lebensjahr von verschiedenen

Betreuungs- und Sensibilisierungsmassnahmen

zur Vorbereitung ihres Ruhestands profitieren.

Personalentwicklung

Groupe E unterzieht einmal jährlich die Kompetenzen

ihrer Beschäftigten einer genauen Prüfung

und ergreift Initiativen in dem Bereich. So wurde

beispielsweise die Hälfte der Führungsposten

durch interne Beförderungen wiederbesetzt.

Risikoverhütung und Sicherheit

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden

an ihrem Arbeitsplatz sind für Groupe E prioritäre

Ziele. Das Unternehmen ist seiner Sicherheits-,

Qualitäts- und Umweltpolitik treu und ISO

9001-/ISO 14001-/OHSAS 18001-zertifziert.

Da Groupe E elf Wasserkraftwerke und acht

Talsperren betreibt, hat sie ein erhebliches Interesse

daran, Risiken im Zusammenhang mit

Schäden an den Bauwerken zu kontrollieren,

ebenso wie Risiken beim Betrieb der Anlagen zu

Hauptdurchflusszeiten und bei Schwankungen

der Wassermenge in den Wasserläufen, welche

durch den Anlagenbetrieb verursacht werden.

Das Unternehmen achtet darauf, dass die Anlagen

einen hohen Sicherheitsstandard erfüllen und

potenzielle Risiken erkannt werden; es bewältigt

Notfälle, die sich daraus ergeben können, und führt

Notfallübungen durch. 2012 führte die Krisenstelle

von Groupe E in Kooperation mit dem Kantonalen

Führungsorgan des Kantons Freiburg eine gross

angelegte Übung durch. Dabei wurde ein Stromausfall

im gesamten Kanton Freiburg simuliert.

Ziel dieser Übung war es, die Zusammenarbeit und

Aufgabenteilung zwischen dem Kanton und dem

Unternehmen bei einem Ausfall der Stromversorgung

im Kanton zu üben. Diese Simulation hat gezeigt,

dass die Interventionsverfahren effizient sind, auch

wenn noch einige Verbesserungen erforderlich sind.

Diese waren Gegenstand von Sondermassnahmen.

Rückgang der Unfallzahlen

und Krankschreibungen

Die Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen

nimmt seit mehreren Jahren kontinuierlich ab.

Um bei den Beschäftigten die Sicherheitskultur

zu fördern, werden regelmässig Schulungs- und

Sensibilisierungsaktivitäten in Verbindung mit

den verschiedenen Berufen durchgeführt.

Das Unternehmen hat 2012 ein Rückverfolgungssystem

für „Beinahe-Unfälle“ umgesetzt,

Abwesenheitsprozentsatz

2012 2011 2010

Groupe E 3.37% 3.61% 3.41%

Groupe E Connect 3.12% 3.82% 2.94%

Groupe E Entretec 2.07% 3.25% 3.50%

Groupe E Electroménager 2.81% 2.36% 1.85%

Groupe E Greenwatt 2.56% 0.25% 0.00%


Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

30

mit dem mehrere Dutzend Gefahrensituationen

ausgemacht und entsprechende Korrekturmassnahmen

ergriffen werden konnten.

Verantwortungsbewusste Lieferanten

Unternehmensintern erhebt Groupe E den Anspruch,

bei ihren Ausschreibungen die Kriterien der nachhaltigen

Entwicklung zu erfüllen, wie z. B. die Nähe

der Dienstleistungserbringer, mit der Dienstleistung

verbundene Transporte, die Garantie beispielhafter

Beschäftigungsbedingungen oder auch Herstellungsort

und -art des Produkts, das das Unternehmen

kaufen will.

Dialog

Groupe E kommuniziert offen und transparent. Das

Unternehmen steht im regelmässigen Dialog mit

seinen Kunden, Partnern, den Gemeinden, Umweltorganisationen,

Lieferanten, Beschäftigten und

allen Instanzen, die mit seinen Geschäftstätigkeiten

in Verbindung stehen.

Das Kraftwerksprojekt in Cornaux ist diesbezüglich

beispielhaft. Das Unternehmen hat die Baugenehmigung

im Mai 2012 bei den Gemeindebehörden beantragt.

Teil dieses Antrags ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung,

die nachweist, dass das zu bauende

Kraftwerk den gesetzlichen Normen für die Luftreinhaltung

entspricht und

Groupe E setzt

für die Nachbardörfer

weiter auf Dialog keine Lärmbelästigung

bedeutet. Diese Untersuchungen

wurden den Gemeinde- und Kantonsbehörden

im Rahmen des Verfahrens übermittelt. Um

das Projekt in aller Transparenz zu präsentieren und

auch Fragen zu beantworten, hat Groupe E sich mit

den regionalen Behörden, den Umweltbehörden und

den Projektgegnern getroffen. Sie hat die Nachbargemeinden

zu einer Präsentation eingeladen,

Flyers an alle Haushalte verteilt und eine Website zu

diesem Projekt eingerichtet (www.centrale-energe-

tique.ch), um die Bevölkerung möglichst genau zu

informieren.

Groupe E intensiviert auch die Kommunikation mit den

Kunden, denen sie Informationen für ein besseres Verständnis

der Fragen rund um die Themen Stromerzeugung,

-verteilung und -verbrauch an die Hand geben

will. Die Direktion Verkauf & Marketing engagiert sich

stark, um dieser gesellschaftlichen Herausforderung

gerecht zu werden. Verwirklicht wurde dieser Ansatz

der Transparenz und Information unter anderem durch

die Verbrauchsübersicht, die den Kundenrechnungen

beigefügt wurde. Die Initiative wurde von der Fédération

Romande des Consommateurs begrüsst.

Darüber hinaus werden die Wünsche und die Zufriedenheit

der Kunden aufmerksam registriert. Zu diesen

Themen werden jedes Jahr Umfragen durchgeführt.

Die Umfrage 2012, die sich an Geschäftskunden

richtete, ergab einen starken Anstieg der Zufriedenheitsquote.

Zudem wertet ein unabhängiges Institut

jedes Halbjahr den Kundendienst für Privatkunden

aus, wobei es auf Antworten von Testkäufern, die

Anfragen telefonisch oder per E-Mail gestellt haben,

zurückgreift.

Didaktische und spielerische Ausstellungen

Groupe E setzt sich auch dafür ein, ihre Kunden und die

Öffentlichkeit im Allgemeinen bestmöglich zu informieren.

Aufgabe des Energie-Informationszentrums

Electrobroc in Broc (Kanton Freiburg) und des Ökomuseums

in Saint-Sulpice (Kanton Neuenburg) ist es, die

wichtigsten Fragen in Bezug auf den Stromverbrauch

auf didaktische und spielerische Weise zu erklären.

Electrobroc, mit einer jährlichen Besucherzahl von ca.

15’000 Personen, ist bei entsprechender Reservierung

für Besuchergruppen geöffnet, und seit 2012 an einem

Samstag pro Monat und während der Schulferien

auch für Einzelbesucher zugänglich. Ausserdem wurde

der Ausstellungsraum zu den erneuerbaren Energien

im Zentrum Electrobroc kürzlich neu gestaltet.


Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

31

Sponsoring und Engagement

für die Gemeinschaft

Groupe E beteiligt sich aktiv am sozialen Geschehen

und Vereinsleben, indem sie Projekte in verschiedensten

Bereichen wie Sport, Kultur, Freizeit und sozialen

Aktivitäten finanziell unterstützt. Neben dem Sponsoring

von grossen Sportclubs wie Fribourg-Gottéron

oder Fribourg Olympic, HC La Chaux-de-Fonds oder

Union Neuchâtel engagiert sie sich jährlich für mehr als

600 Veranstaltungen.

Das

Groupe E engagiert sich

für Sport, Kultur und

Unternehmen

soziale Aktivitäten

unterstützt

Teams, die für

Werte wie den Respekt gegenüber dem Anderen und

Leistung einstehen. Sein lokales Engagement, das ca.

70 % der bewilligten Unterstützung ausmacht, zeigt,

wie sehr Groupe E im Vereins- und Sozialleben der Regionen

verankert ist. Im Übrigen wird bei der Bewilligung

der Unterstützung auf gerechte Verteilung innerhalb

der Bezirke geachtet. Das Engagement von Groupe E

in den Bereichen Sport, Kultur und soziale Aktivitäten

belief sich 2012 auf CHF 2,9 Mio.

2012 hat Groupe E als lokaler Sponsor die Tennisspiele

des Davis-Cups zwischen der Schweiz und den USA

sowie die des Fed Cups zwischen der Schweiz und

Australien, die beide in Freiburg ausgetragen wurden,

unterstützt. Bei dieser Gelegenheit hatte Groupe E die

Ehre, die Spielerinnen und Spieler der vier Teams bei

einer Verlosung zu begrüssen. Die Tatsache, dass Roger

Federer in den Büros in Plexus zu Besuch war, beglückte

nicht nur die Hobbyfotografen unter den Mitarbeitenden,

sondern wird allen in Erinnerung bleiben. 2012

fand auch die erste Groupe E-Tour, ein Laufhappening

in Etappen, statt.

Nach den Schwierigkeiten, denen sich der Fussballclub

Neuchâtel Xamax ausgesetzt sah, hat Groupe E einen

ausserordentlichen Beitrag von CHF 150’000 für die

Jugendmannschaft bereitgestellt. Dadurch hat sie den

Fortbestand des Ausbildungszentrums der Fussballerelite

gesichert und es den jungen Spielern ermöglicht,

ihre Saison 2011-2012 zu beenden.

Weitere bedeutende Events waren die Überreichung

von 7’000 Pullis beim ersten Spiel der Playoffs des

HC Fribourg-Gottéron, sowie die Veranstaltung „salle

comble“ (voller Saal) im Sportzentrum Saint-Léonard

anlässlich der Basketball-Begegnung zwischen Fribourg

Olympic und Union Neuchâtel, deren Einnahmen

der Freiburger Krebsliga zugutekamen.

Auf kultureller Ebene hat Groupe E ihre Unterstützung

für wichtige Veranstaltungen fortgesetzt; zu erwähnen

sind hier: Murten Classics, Rock Oz’Arènes sowie

das Festival d’Opéra d’Avenches. Die beiden letzteren

Veranstaltungen wurden im Übrigen mit zertifiziertem

naturemade star-Ökostrom versorgt und können

sich auf dieses Ökolabel berufen. Darüber hinaus hat

Groupe E ihre Zusammenarbeit mit den Freunden des

Konservatoriums Neuenburg fortgesetzt.

Ende 2012 leistete Groupe E statt der üblichen Weihnachtsgeschenke

eine beträchtliche Spende an die

Vereine Solidarité Femmes Fribourg und Solidarité

Femmes Neuchâtel; diese Organisationen unterstützen

Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden.

Noch mehr erneuerbare Energie

Nachhaltige Energieproduktion heisst für Groupe E,

im Einklang mit der Natur zu produzieren, Ressourcen

verantwortungsvoll zu nutzen und möglichst wenig

Emissionen zu erzeugen. Der Hauptanteil der Produktion

des Unternehmens besteht aus Wasserkraft.

Mehrere Wasserkraftanlagen sind zertifiziert und

zeugen vom nachhaltigen Engagement von Groupe E:

Die Restitutionsturbine am Staudamm Magere Au

(FR) und die Dotierzentrale der Talsperre von Châtelot

(NE) sind naturemade star-zertifiziert. Das von WWF,

Pro Natura und dem Schweizerischen Konsumentenforum

unterstützte Label naturemade star stellt

europaweit die höchsten Anforderungen. Es garan-


tiert eine umweltfreundliche Energieproduktion. Pro

verkaufte kWh wird ein Rappen in einen Fonds für

ökologische Verbesserungsmassnahmen eingezahlt,

der zur ökologischen Aufwertung der Umgebung der

jeweiligen Kraftwerke verwendet wird. 2012 wurden

in der Mageren Au Aufschüttungen vorgenommen,

um den Fischen den Zugang zum Fischlift zu erleichtern,

mit dessen Hilfe sie die Talsperre überwinden

können. Zudem wurden an diesen Steinen mehr als

30 m 3 Kies aufgeschüttet, um das Laichen zu fördern.

Auch in Chénens an der Glâne wurden Bauarbeiten

durchgeführt, um eine Schwelle zu entfernen, die die

Fischwanderung behinderte.

Neue erneuerbare Energien

Im Juni 2012 erwarb Groupe E eine Mehrheitsbeteiligung

am Windpark ”Les Grandes-Chapelles“ (Frankreich) in

der Nähe der Stadt Troyes. Es handelt sich um die ersten

sechs Windturbinen von Groupe E, deren Stromerzeugungsmenge

dem Verbrauch von 6’300 Haushalten

entspricht. Groupe E nutzt so die Möglichkeit, ihre

Elektrizitätproduktion aus erneuerbaren Energien zu

erhöhen, Verwaltung und Betrieb dieser Art Produktion

zu übernehmen und ihre Erfahrungen im Bereich Windkrafttechnologie

auszubauen.

Ausserdem hat Groupe E 2012 im Bereich erneuerbare

Energien über ihre Tochtergesellschaft Groupe E

Greenwatt mehrere Solaranlagen in Betrieb genommen

und Biomasse genutzt. Mit diesen Anlagen produziert

Groupe E Greenwatt 2’000 MWh, was dem Verbrauch

von ca. 440 Haushalten entspricht.

Für einen intelligenten Verbrauch

Groupe E nimmt im Bereich intelligenter Verbrauch als

Unternehmen eine Vorbildfunktion ein. Ein Beweis

hierfür ist der 2011 eingeweihte Geschäftssitz, der es

ermöglichte, mehr als 300, zuvor auf acht Standorte

verteilte Mitarbeitende unter einem Dach zu vereinen.

Das Gebäude ist mit 624 m 2 Solarpanels ausgestattet,

deren Produktion dem Jahresverbrauch von 22 Haus-


«Wir beteiligen uns an der Weiterentwicklung

der grünen Mobilität

und bauen unter anderem ein

Netz von Ladestationen, wie hier

in der Renault Garage in Marly»

José Mendez, Elektroinstallateur bei Groupe E Connect


Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

34

halten entspricht. Eine geothermische Wärmepumpe

und die besonders effiziente Isolierung ermöglichten –

neben anderen Massnahmen – eine Energieeinsparung

von 68 % gegenüber dem Jahr vor dem Umzug. Während

das Heizungssystem früher pro Tag und Mitarbeitenden

16 kWh verbrauchte, benötigt es heute 3,8 kWh.

Des Weiteren bietet Groupe E ihren Privat- wie auch

Geschäftskunden wertvolle Tipps und leistungsstarke

Dienstleistungen zur Optimierung und Verringerung

ihres Verbrauchs. So ermöglicht die 2012 lancierte Anwendung

e-vision Privatkunden, ihren Verbrauch besser

nachzuvollziehen und zu kontrollieren.

Zudem hat Groupe E das Unterstützungsprogramm für

Gemeinden in ihrem Versorgungsgebiet fortgesetzt.

Dieses Programm war 2010 zur Sanierung der öffentlichen

Beleuchtung eingeführt worden. Die eingeführten

Massnahmen sollen Stromeinsparungen von bis zu

40 % ermöglichen.

Wärmepumpen und Fernwärmeheizung

Die stets auf einen nachhaltigen Energieverbrauch

bedachten Tochtergesellschaften Groupe E Connect

und Groupe E Entretec erbringen Dienstleistungen zur

Förderung erneuerbarer Energien und Stromeinsparungen.

Mit mehr als 6’500 betriebenen Wärmepumpen nimmt

Groupe E dank Groupe E Connect eine Vorreiterrolle bei

der Nutzung von Umweltwärme ein. Diese Anlagen ermöglichen

es, Treibhausgasemissionen zu begrenzen,

da sie anders als Ölheizungen kein CO 2

ausstossen.

Auch die Kraftwerke und die Fernheizungsnetze sind

Teil dieser Energieeffizienzbestrebungen. In den

letzten 15 Jahren hat Groupe E nahezu 30 Anlagen mit

Fernheizungsnetzen von insgesamt ca. 50 km Länge

installiert. Diese hauptsächlich mit Holz aus den umliegenden

Wäldern, Hausmüll, Holzpellets, Biogas und

Erdgas gespeisten Netze verhindern jedes Jahr den

Ausstoss von ca. 50’000 Tonnen CO 2

.

Die Mobilität der Zukunft unterstützen

Groupe E ist vom Potenzial CO 2

-emissionsfreier Transportmittel

überzeugt; deshalb hat sie eine Palette

innovativer Lösungen im Bereich Elektromobilität

lanciert. Dieses Angebot umfasst die Installation von

Ladestationen, die Bereitstellung von grünem Strom

für die Versorgung von Elektrofahrzeugen sowie die

Bereitstellung eines öffentlichen Ladestationennetzes

für Elektroautos.

Diesbezüglich waren im Jahr 2012 zwei wichtige

Fortschritte zu verzeichnen. Zum einen beteiligte sich

Groupe E zusammen mit dem Verband Swiss eMobility,

dessen Gründungsmitglied sie ist, an der Einführung

eines neuen Netzes schneller Ladestationen für

Elektrofahrzeuge. Diese neue auf den Namen EVite

getaufte Infrastruktur soll künftig aus an die 150 Ladestationen

bestehen, die sich über die ganze Schweiz

verteilt, vor allem an Autobahnen befinden. Groupe E

beteiligt sich mit der Installation von fünf Stationen

in den von ihr versorgten Kantonen. Diese Stationen

ergänzen die ca. zehn von Groupe E bereits installierten

Ladestationen.

Eine weitere wichtige Entscheidung zugunsten der

Elektromobilität: Renault Schweiz hat beschlossen,

seine Verkaufsstellen mit Ladestationen von Groupe E

auszurüsten. So wurden 2012 ca. 30 Stationen installiert;

2013 werden es ungefähr 100 sein.

Zur Gewährleistung einer noch höheren Mobilität hat

sich Groupe E dem Netz velopass angeschlossen, um

der Öffentlichkeit in den grössten Städten des Kantons

Freiburg Elektrovelos zur Verfügung zu stellen.


Corporate Social Responsibility

Geschäftsbericht 2012

35

Personalbestand

Personalbestand ohne Auszubildende

(unbefristeter Arbeitsvertrag)

Auszubildende

2012 2011 2010 2012 2011 2010

Groupe E 694 702 693 25 28 27

Groupe E Connect 378 358 317 129 111 114

Groupe E Entretec 41 34 33 1 0 0

Groupe E Electroménager 62 66 67 3 3 2

Groupe E Greenwatt 9 8 7 1 0 0

Total 1'184 1'168 1'117 159 142 143

Mitarbeitende mit Teilzeitpensum

Personalrotation

2012 2011 2010 2012 2011 2010

Groupe E 71 69 64 7.7% 7.5% 6.8%

Groupe E Connect 31 24 23 11.9% 14.8% 12.5%

Groupe E Entretec 2 2 3 5.3% 23.9% 3.2%

Groupe E Electroménager 19 23 25 9.6% 20.1% 9.0%

Groupe E Greenwatt 3 3 3 0.0% 0.0% 0.0%

Demografie

Durchschnittsalter

Durchschnittliche Firmenzugehörigkeit

2012 2011 2010 2012 2011 2010

Groupe E 44.9 45.2 45.5 16.3 16.9 17.5

Groupe E Connect 40.3 35.6 35.9 7.8 6.4 6.9

Groupe E Entretec 38.1 37.9 41.0 5.7 6.6 7.2

Groupe E Electroménager 42.4 41.8 41.1 8.9 7.9 7.6

Groupe E Greenwatt 43.0 42.6 41.4 5.0 4.3 3.9

Diversität

% weibliche Mitarbeitende

2012 2011 2010

Groupe E 14.6 14.7 14.3

Groupe E Connect 6.6 5.6 5.7

Groupe E Entretec 9.5 11.8 12.1

Groupe E Electroménager 50.0 50.0 56.7

Groupe E Greenwatt 30.0 25.0 28.6


Corporate

Governance

Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

36

Aktionariatsstruktur

Das Aktionariat präsentiert sich wie folgt: Anzahl Aktien %

Kanton Freiburg 5'400'000 78.545

BKW 687'500 10.000

Groupe E (eigene Aktien) 378’009 5.498

Viteos 175'375 2.551

Kanton Neuenburg 123'550 1.797

Neuenburger Gemeinden 57'450 0.836

Neuenburger Kantonalbank 25'000 0.364

Société électrique du Val-de-Travers 6'625 0.096

Groupe E Mitarbeiter 21’491 0.313

Total 6'875'000 100.00

2006 wurde das Aktienkapital für die Mitarbeitenden von Groupe E geöffnet. Alle Mitarbeitenden sowie die

Mitglieder des Verwaltungsrates haben die Möglichkeit, Aktien zu einem Sonderpreis zu erwerben.

Beteiligungen im Detail

Siehe Tabelle Seite 77


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

37

Verwaltungsrat (VR)

Mitglieder

Claude Lässer

Als Freiburger Staatsrat von 1997 bis Ende 2011 leitete

Herr Lässer zuerst die Baudirektion und seit Mitte 2004

die kantonalen Finanzen. In den Jahren 2003 und 2009

präsidierte er den Staatsrat. Mit einem Lizenziat der

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität

Freiburg verfügt er über eine breit gefächerte berufliche

Erfahrung. Seine Karriere begann 1973 als Finanzanalyst

bei der Crédit Suisse und führte ihn nach Marly, wo

er von 1979 bis 1985 als Wirtschaftswissenschaftler

bei der Gemeindeverwaltung, ab 1989 als

Personalchef der Ilford AG und von 1989 bis 1996 als

Administrativer Direktor von Ciba Geigy tätig war.

Herr Lässer ist Mitglied verschiedener Verwaltungsräte

und präsidierte bis Ende 2011 den Vorstand der

Pensionskasse der Freiburger Staatsangestellten. Er

ist Mitglied des Verwaltungsrates der EOS Holding

und Alpiq Holding SA sowie von Frigaz SA

• Funktionen : Präsident des VR, Präsident des strategischen

Komitees, Präsident des Komitees Ernennungen & Vergütungen

• VR-Mitglied seit 2002 • Mandatsende 2014

Beat Vonlanthen

Herr Vonlanthen ist seit 2004 Freiburger Staatsrat

und leitet die Volkswirtschaftsdirektion. 2010

präsidiert er den Staatsrat. Als Doktor der

Rechtswissenschaften der Universität Freiburg und

Inhaber des „Master of Law“ der „London School of

Economics and Political Science“ verfügt er über

eine grosse berufliche Erfahrung. Vor seiner Wahl

in den Staatsrat war Herr Vonlanthen während 14

Jahren im Bereich Wissenschaft und Forschung des

eidgenössischen Departements des Innern tätig. Er

ist Mitglied des Verwaltungsrates der Forces Motrices

Hongrin-Léman SA sowie mehrerer kantonalen

Direktorenkonferenzen. Er präsidiert die Konferenz

Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) sowie die

Westschweizer Regierungskonferenz (WRK).

• Funktionen : Vizepräsident des VR, Mitglied des Strategischen

Komitees • VR-Mitglied seit 2008 • Mandatsende 2014

Pierre-Alain Egger

Herr Egger ist Verantwortlicher für

Niederspannungsinstallationskontrollen bei

Groupe E und ausserdem Vizepräsident der

Vorsorgeparitätskommission von Groupe E, Mitglied

der Personalkommission von Groupe E und Delegierter

der Versicherten bei der Pensionskasse Energie in

Zürich. Herr Egger hat eine Lehre als Elektromonteur

absolviert und sich später zum eidgenössisch

diplomierten Elektro-Kontrolleur weitergebildet. Er

ist seit 1985 bei Groupe E tätig, zuerst im Bereich der

Elektroinstallationen und später in der Kundentechnik

innerhalb der Direktion Energieverteilung.

• Funktionen : Mitglied des VR, Mitglied des Strategischen

Komitees • VR-Mitglied seit 2012 • Mandatsende 2014

Jean-Noël Gendre

Herr Gendre ist Vize-Amman der Gemeinde Neyruz

und seit 2006 Verantwortlicher des Finanzwesens.

Er hatte schon immer ein starkes Interesse für

das öffentliche Engagement. Von 1996 bis 2011

war er Mitglied des Freiburgischen Grossen Rates

und von 2001 bis 2007 Mitglied von dessen

Finanz- und Geschäftsprüfungskommission. Er

verfügt über eine Ausbildung im Forstbereich und

ein Försterdiplom des Bildungszentrums Wald in

Lyss. Zurzeit ist Herr Gendre als Forstwirtschafter

in der überkantonalen Forstkooperation Farzin/

Glâne (Region Romont und Umgebung) tätig.

• Funktionen : Mitglied des VR, Mitglied des Kontrollkomitees

• VR-Mitglied seit 2011 • Mandatsende 2014

Georges Godel

Herr Godel ist seit 2007 Freiburger Staatsrat und

war bis 2011 Leiter der Raumplanungs-, Umweltund

Baudirektion. 2012 wird er in die kantonale

Finanzdirektion berufen und präsidiert im selben

Jahr den Staatsrat. Als Grossrat war Herr Godel

von 1990 bis 2005 Mitglied der Finanz- und

Geschäftsprüfungskommission des Kantons

Freiburg, die er von 2002 bis 2005 präsidiert hat.


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

38

Vor seiner Wahl in den Staatsrat leitete er als

Meisterlandwirt seinen Landwirtschaftsbetrieb

in Ecublens und war ebenfalls auf kantonalem

und nationalem Niveau in verschiedenen

landwirtschaftlichen Organisationen tätig. Herr Godel

ist Mitglied des Verwaltungsrates der Freiburger

Kantonalbank, der Freiburgischen Verkehrsbetriebe

TPF und der Schweizer Rheinsalinen AG.

• Funktionen : Mitglied des VR, Mitglied des Komitees Ernennungen

& Vergütungen • VR-Mitglied seit 2011 • Mandatsende 2014

Michel Losey

Mit seinem aussergewöhnlichen Profil als Landwirt und

Spezialist in Finanzbuchhaltung führt Herr Losey eine

Doppelkarriere. Er übernahm 1991 den Familienbetrieb

(eidg. Diplom als Meisterlandwirt im Jahr 1988) und

begann danach ein weiteres Studium (Finanz- und

Buchhaltungsspezialist 2007 und 2008). Herr Losey

ist seit 1996 Mitglied des Freiburgischen Grossen

Rates und seit 2009 Mitglied des Verwaltungsrates

der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG

und ebenfalls Direktor der Losey Gestion Sàrl.

• Funktionen : VR-Mitglied, Präsident des Kontrollkomitees

• VR- Mitglied seit 2002 • Mandatsende 2014

Claude Nicati

Herr Nicati ist seit 2009 Neuenburger Staatsrat und

leitet das Departement für Raumplanung. Er präsidierte

den Staatsrat von Juni 2010 bis Mai 2011. Nach einem

Lizenziat in Rechtswissenschaften und einem Berner

Anwaltspatent wurde Herr Nicati stellvertretender

Polizeikommandant der Stadt Biel. Nach seiner Zeit

als Vize-Polizeikommandant in Neuenburg übte

er die Funktion des Untersuchungsrichters aus,

bevor er vom Bundesrat zum Stellvertreter des

Bundesanwalts ernannt wurde. Diese Funktion

übte er bis zu seiner Wahl in den Staatsrat aus.

Herr Nicati hat Mandate in einigen gemeinnützigen

Stiftungen und in verschiedenen Verwaltungsräten.

Er ist weiterhin Mitglied von mehreren kantonalen

Direktionskonferenzen und präsidiert jene des

Transportwesens (CTSO). Ausserdem ist er Präsident

des öffentlichen Beirats der EOS Holding.

• Funktionen : VR-Mitglied, Mitglied des strategischen

Komitees • VR-Mitglied seit 2009 • Mandatsende 2014

Paul-Albert Nobs

Herr Nobs, Elektroingenieur EPFL, ist seit

1995 Generaldirektor von CREMO. Zuvor war

er als technischer Leiter und anschliessend

als Produktionsleiter tätig. Er ist Präsident des

Verwaltungsrates von MBZ in Lyss, Vizepräsident der

Verwaltungsräte des Restoroute Lully und der BOB

GmbH in Bern (Branchenorganisation Butter) sowie

Mitglied des Verwaltungsrates des Restoroute de la

Gruyère. Herr Nobs engagiert sich in verschiedenen

Vereinen, Stiftungen und Kommissionen. Er

ist namentlich Mitglied des Stiftungsrates der

Sammelstiftung für Personalvorsorge Helvetia

in Basel und des J. Daler Spitals in Freiburg. In

Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit ist

er Vorstandsmitglied der Branchenorganisation des

Freiburger Vacherin. Herr Nobs präsidiert ausserdem

die Westschweizer Innovationsplattform Platinn und

ist Mitglied des Verwaltungsrates von EOS Holding.

• Funktionen : VR-Mitglied, Mitglied des strategischen

Komitees • VR-Mitglied seit 2011 • Mandatsende 2014

Kurt Rohrbach

Herr Rohrbach, Elektroingenieur ETH, ist seit 1980

in verschiedenen Funktionen bei der BKW tätig.

Von 2001 bis Ende 2012 war er Direktionspräsident

des Unternehmens, heute ist er Vizepräsident

dessen Verwaltungsrats. In Zusammenhang mit

seinen beruflichen Kompetenzen ist er Mitglied in

verschiedenen Verwaltungsräten (Onyx Energie

Mittelland AG, Kraftwerke Oberhasli AG und AEK Energie

AG). Herr Rohrbach hat zudem diverse Mandate in

Verbänden und Stiftungen und präsidiert den Verband

Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE).

• Funktionen : VR-Mitglied, Mitglied des Strategischen

Komitees • VR-Mitglied seit 2003 • Mandatsende 2014


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

39

Pascal Sandoz

Herr Sandoz ist seit 2005 Mitglied des Neuenburger

Gemeinderates und zuständig für den Bereich

Sicherheit, Infrastruktur und Energie sowie für die

Agglomerationspolitik. Er ist seit 1997 Mitglied des

Neuenburger Grossen Rates. Herr Sandoz präsidiert

die Verwaltungsräte von Viteos SA und von Vadec SA.

Nach einem Lizenziat in Literaturwissenschaft

an der Universität Neuenburg arbeitete er von

1989 bis 1998 im Tourismus in Neuenburg und

besetzte danach bis 2005 leitende Positionen im

Geschäftsbereich Regionalverkehr bei den SBB.

• Funktionen : VR-Mitglied, Mitglied des Kontrollkomitees

• VR-Mitglied seit 2010 • Mandatsende 2014

Claude Lässer

Pierre-Alain Egger

Beat Vonlanthen

Jean-Noël Gendre

Erika Schnyder

Die von der Universität Freiburg lizenzierte Juristin

ist seit 2006 Gemeindepräsidentin von Villarssur-Glâne.

Zuvor war Frau Schyder während zwei

Legislaturen verantwortliche Gemeinderätin für das

Sozialwesen. Ebenfalls seit 2006 ist sie Grossrätin.

Die Gründerin von Solidarité-Femmes engagiert

sich in verschiedenen kommunalen und privaten

Stiftungen und Vereinen im sozialen, medizinischsozialen

und gemeinnützigen Bereich. Sie präsidiert

die kantonale Kommission für die Integration der

Migrantinnen und für Rassismusprävention sowie

den Spitex Verband Freiburg. Frau Schnyder arbeitete

während mehr als dreissig Jahren als Verantwortliche

der Gesetzgebung in der Funktion der Expertin für

berufliche Vorsorge und Spezialistin im Bereich der

internationalen Sozialsicherheit beim BSV, Bereich

Internationale Beziehungen und Berufliche Vorsorge.

• Funktionen : VR-Mitglied, Mitglied des Komitees Ernennungen

& Vergütungen • VR-Mitglied seit 2008 • Mandatsende 2014

Georges Godel

Claude Nicati

Kurt Rohrbach

Erika Schnyder

Michel Losey

Paul-Albert Nobs

Pascal Sandoz

Urs Schwaller

Urs Schwaller

Herr Schwaller ist Doktor der Rechtswissenschaften,

Anwalt in Freiburg, seit 2003 Mitglied des Ständerates

und präsidiert seit 2005 die Parlamentarische

Gruppe der CVP. Seine umfangreiche politische

Philippe Virdis


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

40

Karriere beginnt 1986 (Oberamtsmann des Sensebezirks

bis 1991). Von 1992 bis 2004 ist er Staatsrat

(Leiter der Finanzdirektion von 1997 bis 2004). Herr

Schwaller ist ausserdem in zahlreichen gemeinnützigen

Stiftungen und einigen Verwaltungsräten tätig,

unter anderem bei der Paulusdruckerei und Fiduconsult

SA in Freiburg sowie Liebherr Machines Bulle SA

und JPF Holding SA, Bulle.

• Funktionen : VR-Mitglied, Mitglied des Kontrollkomitees • VR-Mitglied

seit 2002 • Mandatsende 2014

Philippe Virdis

Herr Philippe Virdis ist diplomierter Elektroingenieur

EPFL und war von 1999 an Generaldirektor der

Freiburgischen Elektrizitätswerke (FEW), danach

von 2006 bis Ende Juni 2012 von Groupe E. Er ist

unter anderem Präsident der Verwaltungsräte

von Groupe E Connect AG, CISEL Informatique SA

und der Gommerkraftwerke sowie Vizepräsident

der Verwaltungsräte der Forces Motrices Hongrin-

Léman SA, von Swiss Hydrogen Power SA (SHP)

Freiburg und von Capital Risque Fribourg SA.

Er ist ebenfalls Mitglied der Verwaltungsräte

von BKW AG, Belenos Clean Power Holding SA,

der Elektrizitätswerke Ernen-Mühlebach AG

(EWEMAG) und EW Jaun Energie AG.

• Funktion : Verwaltungsratsdelegierter seit 2009,

VR-Mitglied seit Juli 2012 • Mandatsende 2014

Béatrice Debély, Neuchâtel

Verwaltungsratssekretärin, nicht Mitglied des

Verwaltungsrates, Direktionsassistentin.

Bezahlung des Verwaltungsrates

Der an den Verwaltungsrat bezahlte Gesamtbetrag

belief sich im Jahr 2012 auf CHF 690’650.--.

Zusammenstellung

des Verwaltungsrates

Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres ist Herr

André Pradervand, Verwaltungsratsmitglied, von

seinem Amt zurückgetreten. Erwähnenswert ist

weiterhin der Austritt von Herrn Philippe Virdis,

Generaldirektor und Verwaltungsratsdelegierter,

aus dem Unternehmen per 1. Juli 2012. Herr

Virdis bleibt Mitglied des Verwaltungsrates.

Organisation des Verwaltungsrates

Gemäss den Regeln der Corporate Governance

verfügt der Verwaltungsrat über drei Komitees:

das Komitee Nominierungen & Vergütungen,

das Kontrollkomitee und das strategisches

Komitee. Der interne Auditor ist direkt dem

Präsidenten des Kontrollkomitees unterstellt.

Komitee Nominierungen & Vergütungen

Formuliert Vorschläge bezüglich der Nominierung

der Verwaltungsräte, des Generaldirektors, der

Direktionsmitglieder sowie der Kader und macht

Vorschläge bezüglich der Vergütungen für den

Verwaltungsrat und den Generaldirektor sowie

zur Lohnpolitik im Unternehmen. Es hat zudem

die Aufgabe, Vorschläge für Anpassungen des

Organisationsreglements und der Reglemente

der Verwaltungsratskomitees zu machen.

Präsident :

Claude Lässer

Mitglieder :

Georges Godel

Erika Schnyder

Gast :

Generaldirektor

Sekretärin :

Béatrice Debély

Kontrollkomitee

Assistiert dem Verwaltungsrat im weitesten Sinne bei

der Ausübung seiner Kontrollverantwortlichkeit. Es ist

mit der Erarbeitung eines langfristigen, alle Bereiche

des Unternehmens umfassenden Auditprogramms

betraut. Insbesondere sind die vier folgenden

Aktivitätsbereiche seiner Kontrolle unterstellt:

1. Finanzreporting

2. Interne Kontrolle und Risikomanagement


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

41

3. Interne Audits

4. Revisionsstelle

Präsident :

Mitglieder :

Gäste :

Sekretärin :

Michel Losey

Jean-Noël Gendre

Pascal Sandoz

Urs Schwaller

Generaldirektor

Finanzdirektor

Interner Auditor

Aimie Poffet

Strategisches Komitee

Hat zur Aufgabe, die langfristige, strategische

Orientierung des Unternehmens zu analysieren

und dem Verwaltungsrat in Bezug auf mögliche

technische, industrielle und kommerzielle

Kooperationen und Partnerschaften Ratschläge zu

geben und dabei die Kohärenz des strategischen

Plans des Unternehmens im Auge zu behalten.

Präsident :

Mitglieder :

Gast :

Sekretärin :

Claude Lässer

Pierre-Alain Egger

Claude Nicati

Paul-Albert Nobs

Kurt Rohrbach

Philippe Virdis

Beat Vonlanthen

Generaldirektor

Martine Schmidt

Revisionsstelle

PricewaterhouseCoopers, Lausanne (2006-2013)

Revisionsstelle für die

konsolidierten Konten

PricewaterhouseCoopers, Lausanne (2006-2013)


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

42

Direktion

Direktionsmitglieder

Dominique Gachoud, dipl.

Elektroingenieur EPFL (1954)

Dominique Gachoud trat dem Unternehmen 1982 als

Informatikverantwortlicher bei, nachdem er zuvor

bei ABB gearbeitet hatte. 1995 übernimmt er die

Leitung der Abteilung Planung und Bau sowie der

Abteilung Energietransport und -verteilung. Von 2001

bis 2012 ist er Direktor Energieverteilung, zuerst

bei den Freiburgischen Elektrizitätswerken und ab

2005 bei Groupe E. 2012 wird er Generaldirektor

von Groupe E. Er ist ausserdem Präsident von

Frigaz SA in Givisiez, Spontis SA in Granges-Paccot

und SACAO in Givisiez sowie Vizepräsident von

Westelec in Yverdon und Groupe E Entretec SA in

Matran. Herr Gachoud ist ausserdem Mitglied des

Verwaltungsrats von cc energie in Murten und seit

2009 Vizepräsident von regioGrid, dem Verband

der kantonalen und regionalen Energieverteiler.

• Funktion : Generaldirektor • Direktionsmitglied seit 2001

Urban Achermann, Lic. rer. pol. (1963)

Urban Achermann kam 2009 zu Groupe E. Zuvor

war er seit 2001 als Marketingverantwortlicher

und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung des

Konsortiums bei Silent Gliss International und davor

im Uhrensektor für die Marken Omega und Cartier

in der Schweiz und im Ausland tätig gewesen. Er

ist Mitglied der Verwaltungsräte von cc energie AG

in Murten, Westelec in Yverdon und Groupe E

Electroménager SA. Ausserdem vertritt er Groupe E im

Verwaltungsrat der Handelskammer Freiburg und im

Vorstand der Vereinigung der Freiburger Industrie.

• Funktion : Direktor Verkauf & Marketing • Direktionsmitglied seit 2009

Yves Bovay, spezialisierte Ausbildung

im Bereich Human Resources (1960)

Yves Bovay kam 1995 als Verantwortlicher Human

Resources zum Unternehmen. Zuvor war er bei

Omega und bei Kraft Jacobs Suchard als Compensation

& Benefits Manager sowie als Verantwortlicher

Personal & Organisation tätig gewesen. Er ist

Mitglied des Verwaltungsrates der Pensionskasse

Energie (PKE) und Vorstandspräsident der AHV

Ausgleichskasse der Schweizer Kraftwerke.

• Funktion : Direktor Human Resources • Direktionsmitglied seit 2001

Claude Gremion, Jurist mit Anwaltspatent,

EMBA HEC Paris (1971)

Claude Gremion trat Groupe E 2004 bei, um

2005 die Leitung der Einheit Rechtsberatung zu

übernehmen. Nach seinem Studium und nach Erhalt

des Anwaltspatents der Universität Freiburg hatte er

von 1999 bis 2004 für das Anwaltsbüro Hartmann &

Dreyer in Freiburg gearbeitet. Er ist daneben Mitglied

des Direktionskomitees des CIG (Konsortium der neuen

Industriezone von Grossfreiburg) sowie Mitglied

des Verwaltungsrates der SAIDEF und der Société

des Forces Motrices du Châtelot SA. Seit 2012 ist er

Verwaltungsratsdelegierter der ftth fr SA.

• Funktion : Direktor Beratung & Strategie, stellvertretender

Generaldirektor • Direktionsmitglied seit 2008

Jacques Mauron, Physikingenieur EPFL,

EMBA IIMT (1969)

Jacques Mauron trat Groupe E 2004 als

Verantwortlicher für Beschaffung und Handel bei.

Zuvor war er zweimal bei EOS tätig gewesen, von 1996

bis 1999 als Informatikentwickler und von 2003 bis

2004 als Verantwortlicher der Portfolioverwaltung.

Von 1999 bis 2003 hatte er bei Watt Suisse als

Projektleiter und bei den SBB als Verantwortlicher

Marketing & Energieverkauf gearbeitet. Jacques

Mauron ist Administrator der Sainte-Anne Energie SA

und Vizedirektor der Frigaz SA.

• Funktion : Direktor Energieverteilung • Direktionsmitglied seit 2012

Alain Sapin, dipl. Elektroingenieur EPFL,

Dr. der technischen Wissenschaften (1966)

Alain Sapin kam im Jahr 2001 zu Groupe E. Davor war

er als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an

der EPFL tätig gewesen. Zwischen 1996 und 1999


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

43

Von links nach rechts: Alain Sapin, Urban Achermann, Willy Zeller, Dominique Gachoud, Christian Tinguely, Jacques Mauron, Yves Bovay, Claude Gremion


Corporate Governance

Geschäftsbericht 2012

44

arbeitete er als Entwicklungsingenieur bei ABB in Turgi

und in Raleigh (USA) sowie als Konzeptionsingenieur

bei Alstom in Birr. Er ist Präsident von Groupe E

Greenwatt AG, PLACAD SA, Sainte-Anne Energie SA

und Electra-Massa sowie Verwaltungsratsmitglied

bei mehreren Energieproduktionsunternehmen,

an denen Groupe E beteiligt ist.

Bezahlung der Direktion

Der an die Direktionsmitglieder bezahlte

Gesamtbetrag belief sich im Jahr 2012 auf

CHF 3’002’871.--. 50% der Vergütungen

für Repräsentationsmandate im Namen

von Groupe E bei Drittunternehmen

werden an Groupe E überwiesen.

• Funktion : Direktor Energie • Direktionsmitglied seit 2002

Christian Tinguely, Elektroingenieur EPFL,

Dr. der technischen Wissenschaften (1964)

Christian Tinguely ist dem Unternehmen 1995 als

Projektingenieur beigetreten. Zuvor arbeitete er

bei Siemens in Wien als Projektleiter für Leitstellen

sowie als Dozent und Forscher an der EPFL. 1998

übernahm er die Leitung der Einheit Bau- und

Ingenieurwesen der FEW und wurde im Jahr 2000

zum Direktor der Direktion Energieservices ernannt.

Er ist ebenfalls Verwaltungsratsdelegierter bei

Groupe E Connect SA, Präsident von Groupe E

Electroménager SA und von Groupe E Entretec SA

sowie Mitglied in den Verwaltungsräten verschiedener

Unternehmen, an denen Groupe E beteiligt ist.

• Funktion : Direktor Energieservices • Direktionsmitglied seit 2001

Willy Zeller, Lic. Oec. der

Universität St. Gallen (1965)

Willy Zeller kam 2009 als Finanzdirektor zu Groupe E.

Davor war er während 20 Jahren im Bereich

Finanzen und Controlling tätig. Seit 1991 hat er

verschiedene Funktionen im Bereich Controlling

und als Finanzverantwortlicher inne, insbesondere

bei den Unternehmen Sulzer und Firmenich.

• Funktion : Finanzdirektor • Direktionsmitglied seit 2009

Philippe Virdis, dipl.

Elektroingenieur EPFL (1948)

Philippe Virdis, ehemaliger Generaldirektor, ist per

Ende Juni 2012 in den Ruhestand getreten, bleibt

aber Mitglied des Verwaltungsrats von Groupe E.

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