PDF-Ausgabe - G´sund Online

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Ein Bio-Laden der besonderen Art

KAGes

März 2001

ERSCHEINUNGSORT GRAZ. VERLAGSPOSTAMT 8010 GRAZ/P.B.B. 357808 G94U NR. 29

22

Foto H. A. Pachernegg

Porträt des Gerichtsmediziners

Univ.-Prof. Dr. Eduard

Peter Leinzinger

26

Graz: Kryotherapie gegen

Bronchialkarzinom

Foto H. A. Pachernegg

Vorstandsduo Vorstandsduo Fankhauser

Fankhauser

und und Martetschläger Martetschläger über über

KAGes-Zukunft

KAGes-Zukunft

Seite Seite 4/5 4/5


AKTUELLES

Interview mit dem KAGes-Vorstand:

Es muss noch viel verhandelt werden SEITE 4

4

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Verleihung des Job-Oskar 2000 SEITE 6

Versammlung der Behinderten-Vertrauenspersonen SEITE 7

6

REGIONALSPIEGEL

Spatenstich für die Univ.Klinik für Psychiatrie SEITE 8

8

LKH Hörgas-Enzenbach: Modernisierungsschub für

das Pulmologische Zentrum SEITE 9

LKH Marizell: Spitalskirche und 3. Obergeschoss

feierlich eröffnet SEITE 10

LKH Rottenmann: Filmlos ins neue Jahrtausend SEITE 11

Graz: HNO mit 5-Tageklinik

Foto H. A. Pachernegg

QUALITÄTSMANAGEMENT

PERSONALENTWICKLUNG

LKH Rottenmann: 4. Hygienetag SEITE 15

Qualitätssteigerung bei Röntgendiagnostik SEITE 16

Zertifizierung an der Univ.Klinik für Strahlentherapie SEITE 17

Graz: Startwohnungen für „Jungeinsteiger“ SEITE 19

Festakte für Scholz und Hiotakis SEITE 21

Gerichtsmedizin: Toten zum Sprechen verhelfen SEITE 22

14

19

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Nuklearmedizin auf neuen Wegen SEITE 25

Kälte gegen Bronchialkrebs SEITE 26

G&F-Kurzmeldungen SEITE 32

Vario-Kredit – die

flexible Alternative

für Ihre Wohnbaufinanzierung

25

UMWELT

Ein Bioladen besonderer Art SEITE 33

KAGes-Umweltbericht 2000 SEITE 34

Umwelt-Kurzmeldungen SEITE 36

33

ORGANISATION & KOMMUNIKATION Die KAGes im Internet SEITE 37

Zeitungen und Broschüren SEITE 38

LKF im Intranet SEITE 39

37

PANORAMA

Unterwegs in Graz SEITE 41

Portugal: Gastfreundschaft und Sonnenschein SEITE 42

Vorweihnachtliche Veranstaltungen für Krebskranke SEITE 44

41

Perspektiven der Architektur SEITE 45

KunstKulturKalender SEITE 47

Werner Riedl: Beruf und Kunst vereint SEITE 48

KunstRaumKAGes 45

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IMPRESSUM

Unser Hobby-Panther

mit Tipps für Portugal

47

Menschen helfen Menschen


4 AKTUELLES

KAGes

Die steirischen LKHs

– Zentren für Ihre

Gesundheit

verstehen würde, wenn wir beim Personal

sparen, aber bei den Investitionen so

tun, als wäre nichts geschehen.

FRAGE: Und wie wollen Sie das praktisch

umsetzen?

FRAGE: Weil im Bund, in den Ländern

und in den Gemeinden die Budgets saniert

werden, sind überall – manchmal

sogar dramatische – Einsparungen gefordert.

Kommen nun auch für die KAGes

die so genannten sieben mageren Jahre?

FANKHAUSER: Wir werden in den kommenden

Wochen noch sehr intensiv verhandeln,

weil gerade die Einsparungen

im Personalbereich natürlich mit den Partnern

– wie Ärztekammer, Gewerkschaft

und im Land – abgestimmt werden müssen.

Eines ist für uns aber klar: Die Qualität

in der Patientenversorgung darf darunter

nicht leiden.

FRAGE: Ein Aufschieben von Investitionen

führt nicht selten dazu, dass es einen

Rückstau und dann einen sehr großen

Vorstandsdirektoren DI Berndt Martetsc

Die beiden KAGes-Chefs Fankhauser und Martetschläger

Es muss noch viel verh

MARTETSCHLÄGER: Eines wollen wir klar

hervorheben: Der Zusammenbruch der

medizinischen Versorgung findet nicht

statt. Aber es wäre völlig falsch zu behaupten,

dass die Maßnahmen keiner

spüren würde und nichts davon zu merken

sein wird.

FRAGE: Was bedeutet das konkret?

FANKHAUSER: Die Budgetvorgaben des

Landes zwingen uns, dass es ausgabenseitig

in den nächsten Jahren zu einer

Dämpfung der Kostensteigerung kommen

muss. Wir haben aber dennoch Spielräume,

um uns zu entwickeln. Lassen Sie es

mich an einem Vergleich verdeutlichen:

Es ist wie im Frühjahr beim Baumschneiden,

wo man auch genau überlegen

muss, welche Äste und Triebe man zurechtstutzt,

damit sich der Baum dennoch

gut weiterentwickelt.

FRAGE: Gleich daran anknüpfend – um

bei diesem Bild zu bleiben –, bei welchen

Ästen und Trieben wird nun die

Schere angesetzt?

Aufholbedarf gibt, worunter der Standard

der Versorgung leidet.

MARTETSCHLÄGER: Es stimmt, dass dies

gerade in der Medizintechnik nicht beliebig

lang möglich ist. Aber wir haben

heute einen sehr hohen Standard, und da

ist es durchaus möglich, gewisse Investitionen

ein bis zwei Jahre hinauszuschieben.

FANKHAUSER: Vor 15 Jahren, als die

KAGes gegründet wurde, wäre das nicht

möglich gewesen, aber heute kann ich

MARTETSCHLÄGER: Wir sind praktisch in

allen Bereichen gefordert, von den Investitionen

bis zum Personal. Die Botschaft,

die wir aus den Regionalkonferenzen mitgenommen

haben, ist die, dass niemand

Die medizinische Versorgung der Patienten durch die KAGes-

Spitäler bleibt weiterhin sichergestellt

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES

5

hläger und DI Dr. Klaus Fankhauser

FRAGE: Nicht geplant ist allerdings in

den Budget-Vorschauen für die nächsten

Jahre rund 1 Milliarde Schilling – genauer

gesagt sollen es 950 Millionen sein –,

welche die KAGes an Zinsen für Kreditaufnahmen

zu bezahlen hat. Wie lässt

sich das verkraften?

MARTETSCHLÄGER: Wir konnten mittlerweile

mit den Landesräten Dörflinger und

Paierl vereinbaren, dass das Land ab

heuer die Zinsen und ab 2005, wenn

die Rückzahlung beginnt, sowohl Kapital

als auch Zinsen für die von uns aufgenommenen

Kredite übernimmt.

FRAGE: Was dann, wenn sich hier aber

die Politik in den nächsten Jahren anders

entscheiden sollte?

zur Entwicklung der KAGes:

andelt werden

MARTETSCHLÄGER: Bislang war das aufgrund

unserer Vorgaben noch kaum möglich.

Künftig hoffen wir jedoch, dass es

zu einer Erweiterung unserer Geschäftsfelder

kommt und wir damit in die Lage

versetzt werden, Know-how, das wir in

unserer Gesellschaft in einem hohen Ausmaß

haben, auch an andere Träger oder

Gesellschaften im Gesundheitsbereich zu

verkaufen.

FANKHAUSER: In einer solchen Erweiterung

liegt viel Phantasie und es würde

viele unserer hochqualifizierten Mitarbeiter

noch stärker motivieren, intensiver darüber

nachzudenken, wie wir unsere Erfahrungen

und Leistungen künftig verwerten

können – oder, wenn Sie so wollen,

unser in den letzten Jahren gewonnenes

Know-how. Eines muss uns aber stets bewusst

bleiben: Unsere zentralen Hauptaufgaben

sind die zeitgemäße ambulante

und stationäre Patientenversorgung

durch unsere Spitäler in der Steiermark

sowie die Unterstützung von Forschung

und Lehre an den Universitätskliniken. ■

Interview: Jürgen Lehner

sagen, dass es diesen Spielraum gibt.

Auch bedeuten Reduktionen ja nicht,

dass wir überhaupt keine Investitionen

tätigen.

FRAGE: Wie wird hier differenziert?

FANKHAUSER: Wir müssen bei den Investitionen

noch genauer analysieren, ob

und welche Folgekosten damit verbunden

sind oder verursacht werden.

MARTETSCHLÄGER: Investitionen, die uns

Rationalisierungseffekte bringen, werden

wir forcieren – das ist sichergestellt. Weil

damit ja auch indirekt Einsparungen verbunden

sind.

FRAGE: Eines der größten Projekte, das

bereits im Laufen ist, ist das LKH-West.

Wie sieht es hier mit Einsparungen aus?

MARTETSCHLÄGER: Beim gesamten Projekt

LKH 2000 gibt es zum Glück nur geringe

Einsparungsmaßnahmen, denn hier

haben wir Verträge über den Gesamtumfang

des Projektes, und das wird im Wesentlichen

so realisiert, wie es von uns

geplant worden ist.

FANKHAUSER: Dann müssten wir unser

Programm und unsere Sparmaßnahmen

noch einmal dramatisch verschärfen.

FRAGE: Sie haben gemeint, es müsste auf

allen Ebenen gespart werden. Können

Sie ein konkretes Beispiel nennen?

FANKHAUSER: Nehmen Sie die Medikamentenverabreichung.

Wir werden uns

fragen müssen, ob es nicht billigere mit

der gleichen Wirkung gibt und ob es immer

die neuesten sein müssen. Wenn

man den Ärzten und Pflegekräften die

entsprechende Information gibt, dann

sind sie auch bereit, hier wirklich mitzutun.

Für die ärztliche Verantwortung – so

nennt man diesen gesamten Aufwandsbereich

– geben wir 2,2 Milliarden Schilling

aus, beinahe zur Gänze von Tabletten

bis zum Kunstherz. Bisher haben wir

hier jährlich eine Steigerungsrate von 8,5

Prozent vor uns gehabt. Jetzt und in Zukunft

sollen es nur noch 4,6 Prozentpunkte

sein.

FRAGE: Immer ist nur vom Sparen die Rede,

gibt es auch Möglichkeiten, wo die

KAGes mehr Einnahmen lukrieren kann?

TERMINVORSCHAU

Qualitätsmanagement-

Führungskräfteklausur

Thema: Qualität planen – messen –

verbessern

Datum: 2. Mai 2001

Ort: Europasaal der Wirtschaftskammer

in Graz

45. Österreichischer

Kongress für Krankenhaus-Management

Thema: Krankenhaus und Medien

Datum: 15. bis 17. Mai 2001

Ort: Grazer Congress

42. Österreichischer

Chirurgenkongress

Thema: Chirurgie im neuen Jahrtausend

Datum: 14. bis 16. Juni 2001

Ort: Graz

100-Jahr-Feier

LKH Voitsberg

Datum: 23. Juni 2001

Führungskräftetagung

des LKH-Univ.Klinikum Graz

Datum: 8. und 9. November 2001

Ort: Bad Gleichenberg

Menschen helfen Menschen


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MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Foto H. A. Pachernegg

Empfang in Grazer

Burg

Am 29. Jänner lud Frau Landeshauptmann

Waltraud Klasnic alle behinderten

Frauen und Behindertenvertrauenspersonen

in den steirischen Landeskrankenanstalten

zum Frauentag in die Grazer

Burg. Bedauerlicherweise war sie

kurzfristig verhindert. In der KAGes sind

von 15.000 Mitarbeitern rund 1.000

Menschen behinderte Arbeitnehmer und

davon wiederum ca. 700 Frauen. Ursula

Stauder, Kammerrätin für Behindertenangelegenheiten

wies vor allem auf die

Mahrfachbelastung von Behinderten hin

und betonte, wie trotz vielfach großer

Handicaps Großartiges geleistet wird.

Vorstandsdirektor Dr. Klaus Fankhauser

wies auf die sehr gute Zusammenarbeit

mit den Behindertenvertrauenspersonen

hin und erklärte, dass die KAGes auch

weiterhin für ihre behinderten Dienstnehmer

ihr Möglichstes tun wird. ■

VD Fankhauser im Gespräch mit

behinderten Mitarbeiterinnen

Behinderte Men

Verleihung des Job-Oskar 2000

1999 wurde er erstmals vergeben:

der Job-Oscar für Unternehmen und

Einrichtungen, die besonderes Engagement

bei der Einstellung von Menschen

mit Behinderung zeigen. Am 29. November

wurden im Dom im Schlossberg

die Gewinner des heurigen Jahres

gekürt: in der Kategorie „Öffentlichkeitsnahe

Betriebe“ die zentrale Krankenhauswäscherei

der KAGes vor den geriatrischen

Gesundheitszentren und der Landesnervenklinik

Sigmund Freud Graz.

Die Jury berücksichtigte dabei sowohl die

Zahl der eingestellten Personen mit Behinderung

als auch die entsprechende Adaptierung

von Arbeitsplätzen, besondere

Bemühungen bei der Vorbereitung des

sozialen Umfeldes und die Kooperation

mit Behinderteneinrichtungen.

In den vergangenen Jahren hat die Zahl

der Arbeit suchenden Menschen mit unfall-

oder krankheitsbedingten Behinderungen

in der Steiermark um 30 Prozent

zugenommen. Mehr als zwei Drittel davon

sind Menschen mit Einschränkungen

des Bewegungsapparates und organisch

Foto H. A. Pachernegg

Stolze Präsentation des Job-

Oskar: (von links) Hofrat Dr.

Steiner, BRV Wolf, VD Fankhauser,

Betr.-Dir. Haas, Ing.

Molli und ZBVP Rossegger

bedingten Behinderungen. Um ihnen eine

neue Chance für den Einstieg ins Berufsleben

zu ermöglichen, initiierte das

Bundessozialamt den „JobOskar“, der

gemeinsam mit dem Land Steiermark,

dem AMS und der Wirtschaftskammer

getragen wird. Finanziell unterstützt wird

der „JobOskar“ vom Europäischen Sozialfonds.

Die Betreuung obliegt dem „Verein

zur beruflichen Förderung und Bildung“.


Rechtsgrundlagen und Organisation

Europarecht

• Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom

27.11. 2000 zur Festlegung eines allgemeinen

Rahmens für die Verwirklichung

der Gleichbehandlung in Beschäftigung

und Beruf, ABI 2000 L 303,

16 (verbindlicher Rechtsakt)

• Entschließung des Rates und der im Rat

Vereinigten Vertreter der Regierungen

der Mitgliedstaaten vom 20.12. 1996

zur Chancengleichheit für Behinderte,

kundgemacht im ABI.C012 am

13.01.1997 (unverbindlicher Rechtsakt)

Österreichisches Recht

• Vertragsbedienstetengesetz 1948 in der

als Landesgesetz geltenden Fassung

(LVBG)

• Behinderteneinstellungsgesetz (BEeinstG

- BGBI. 1970/22 idF BGBI. I

1999/106 ■

Der Behindertenverband (KOBV)

Der Kriegsopfer- und Behindertenverband (KOBV) ist ein gemeinnütziger, politisch

sowie religiös neutraler österreichischer Verein. Der KOBV für Wien, Niederösterreich

und Burgenland bildet gemeinsam mit den Kriegsopfer- und Behindertenverbänden

in allen Bundesländern den Kriegsopfer- und Behindertenverband Österreich

als Dachorganisation. Ursprünglich zum Schutz und als Interessenvertretung der

Kriegs- und Wehrdienstopfer und ihrer Hinterbliebenen eingerichtet, steht er seit

1975 allen behinderten Menschen offen.

Weitere Informationen unter www.kobv.at

Internationale Arbeitsorganisation (IAO)

Schätzungsweise 386 Mio. Menschen im erwerbsfähigen Alter sind behindert. Als

Erwerbstätige können sie einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Das

Internationale Arbeitsamt (IAA) entwickelt zur Zeit einen Kodex mit Richtlinien für die

Praxis im Umgang mit Behinderungen am Arbeitsplatz, um Arbeitgebern bei der Einstellung,

Beförderung, Weiterbeschäftigung und beruflichen Wiedereingliederung von

Behinderten Hilfestellung zu geben. Weitere Informationen unter: Employment Sector,

Internationales Arbeitsamt, CH - 1211 Genf 22, Schweiz, Tel. +4122/ 7998027,

E-Mail-Adresse: edemp@ilo.org, http://www.iloorg/employment/disability ■

Menschen helfen Menschen


MENSCHEN HELFEN MENSCHEN 7

schen im Berufsleben

LSF: Versammlung der Behinderten-Vertrauenspersonen

Das alljährliche Treffen der Behindertenvertrauenspersonen

aus den steirischen

LKHs fand im Seminarzentrum der

KAGes in der LSF statt. Dicht gedrängt

verfolgten die Teilnehmer die Referate

und Ausführungen zum Tätigkeitsbericht

über das Jahr 2000:

– Bei den Neuwahlen der Steirischen Arbeiterkammer

im Frühjahr diesen Jahres

wurde erstmalig in der Steiermark eine

Kammerrätin für Behindertenangelegenheiten

gewählt. Ursula Stauder wurde

im Juni in dieser Funktion angelobt.

Ihr Einsatzwille und ihre Bereitschaft,

sich in den Dienst der sozial schwachen

Menschen in diesem Land zu stellen,

wird für viele eine große Hoffnung

sein.

– Seit fast drei Jahren werden von den

ZBVPen alle politischen Parteien in regelmäßigen

Abständen aufgesucht, um

ihnen die Situation der begünstigten

behinderten Mitarbeiter des Unternehmens

nach der

Eingliederung in

den Landesdienst

zu erklären.

– Das Projekt „Gemeinnützige

Arbeitskräfteüberlassung“

(GAKÜ)

gibt Menschen

mit Behinderungen

eine Chance,

sich am Arbeitsmarkt

zu behaupten.

Seit

dem Beginn vor

1 1 / 2 Jahren

konnten bereits

12 Menschen über GAKÜ beschäftigt

werden. Ausschlaggebend dafür war

unter anderem, dass es sich um höchst

qualifizierte und einsatzwillige Personen

handelte, sodass der Hemmschuh „Kündigungsschutz“

kein Thema war. ■

Foto H. A. Pachernegg

Bei der Versammlung der Behinderten-Vertrauenspersonen

wurden viele Aspekte der Situation

der Behinderten in den

steirischen Krankenanstalten

beleuchtet

Hilfe und Unterstützung durch ZBVP

F. Rossegger und U. Stauder

setzten sich für Belange behinderter

Menschen in den

Steiermärkischen Krankenanstalten

ein

In den steirischen Krankenanstalten sind

derzeit über 1000 begünstigte Behinderte

beschäftigt. Das sind Menschen, die eine

Erwerbsminderung von mindestens 50

% gegenüber einem gesunden Menschen

haben. Franz Rossegger, seit 8 Jahren

Zentral-Behindertenvertrauensperson der

Steiermärkischen Krankenanstalten oder

Foto Ulmm

kurz ZBVP, kümmert sich um die Belange

von behinderten Menschen. Er war der

Erste in der Steiermark in dieser Position.

Vor drei Jahren bekam er Unterstützung

durch Ursula Stauder. „Die ZBVP könnte

man als das Verbindungsglied zwischen

den Behindertenvertrauenspersonen (BVP)

und den Verwaltungsbehörden bezeichnen“,

erklärt er. „Wir haben in der Steiermark

50 BVP, die sich vor Ort um die Angelegenheiten

von behinderten Personen

kümmern und diese betreuen. Sie sind im

weitesten Sinne Betriebsräte. 2 1/2 Wochen

lang erhielten diese auch eine intensive

Schulung, welche Ursula Stauder geleitet

hat.“ Außerdem versuchen Rossegger

und seine Kollegin seit rund drei Jahren

durch zahlreiche Interventionen bei allen

politischen Parteien finanzielle Mittel

für die Minderleistung der begünstigten

Mitarbeiter zu bekommen. „Nach harter

Arbeit und nach einem mühevollen Weg

unsererseits hat nun der Landtag am 13.

Februar einstimmig beschlossen, das Sozialbudget

um 10 Mio. Schilling zu erhöhen“,

freut sich Rossegger. Die beiden

ZBVP sind laufend unterwegs und versuchen

auch durch Weiterbildung und Umschulung

neue Arbeitsperspektiven für behinderte

Menschen zu schaffen. Auch das

Thema der Integration wird immer wieder

aufgegriffen. „Wir bemühen uns regelmäßig

in den gesamten Krankenanstalten

Informationsveranstaltungen abzuhalten,

auch für die ‚Gesunden‘. Und wir versuchen

zu zeigen: ‚Morgen kann es dich

ebenfalls erwischen‘. Wir haben zwar

viel Arbeit, doch es wird immer besser,

weil behinderte Menschen einfach selbstbewusster

werden und auch aktiver für ihre

Rechte eintreten. Und dabei möchten

wir sie unterstützen.“


Menschen helfen Menschen


8

REGIONALSPIEGEL

LKH 2000: Spatenstich für die Univ.Klinik für Psychiatrie

Startschuss für das künftige

„Psychiatrie-Qualitätsdomizil“

Neue Klinik für Psychiatrie:

Bewusster Kontrast von Alt und

Neu (Fotomontage)

Nach der Teilinbetriebnahme des LKH

West, der Inbetriebnahme der EBA

und den beiden Klinik-Fertigstellungen

(HNO, Kinder) setzte man im Namensjahr

des LKH-2000-Projektes mit dem Spatenstich

zur neuen Univ.Klinik für Psychiatrie einen

weiteren baulichen Höhepunkt. Im

Herbst 2002 wird die Psychiatrie ihr neues,

großzügig geplantes Zuhause im Bereich

der derzeitigen Lungenabteilung erhalten.

Mit einem Gesamtaufwand von knapp

über 190 Millionen Schilling wird das bestehende

Gebäude der Lungenabteilung

generalsaniert und durch einen Zubau erweitert.

Insgesamt wird die fertig gestellte

Universitätsklinik für Psychiatrie 64 Betten

fassen, die sich auf zwei offene und eine

geschlossene Station aufteilen.

Der generalzusanierende Altbau wird auf

einer Nutzfläche von 1.908 m 2 die Bereiche

Forschung und Lehre, die beiden offenen

Stationen sowie die Administration beherbergen.

Im Neubau werden auf

1.195 m 2 Ambulanz und Notaufnahme,

die Räume für Gruppen-, Physio-, Logo- und

Ergotherapie sowie die geschlossene Station

(2. Obergeschoss) aufgenommen.

Wie bei den anderen LKH-2000-Projekten

stellt auch dieser Um- und Zubau eine architektonische

Herausforderung dar. Es gilt,

funktionelle zeitgemäße Spitalsarchitektur in

einem – zum Teil denkmalgeschützten –

Spitalsensemble zu verwirklichen. Deshalb

wird der Anbau nicht direkt an den architekturhistorisch

wertvollen Altbau angeschlossen,

sondern über einen ca. 12 m

langen dreigeschossigen, transparenten

Verbindungsgang. Damit steht der Zubau,

der in den Obergeschossen mit Glaspaneelen

verkleidet ist, in bewusstem Kontrast

zum historischen Altbestand mit seiner

Mauer- und Putzarchitektur. In der neuen

Univ.Klinik für Psychiatrie wird sich im Hinblick

auf die Versorgung (1999: 22.148

Pflegetage) keine wesentliche Änderung ergeben,

wohl aber wird die schon lange erwartete

Entspannung der sehr beengten

Raumsituation und eine spürbare Verbesserung

der Betreuungsqualität eintreten. ■

Vorbereitet für das Baby und seine Bedürfnisse

3. Leobner Stillinformationstag

Schon zum dritten Mal in Folge organisierten

die Pflegeteams der Früh- und

Neugeborenenstation sowie der gynäkologischen

und geburtshilflichen Abteilung

des LKH Leoben einen Stillinformationstag,

zu dem die Primarii Univ.-Prof. Dr.

Mutz und Univ.-Prof. Dr. Ralph die Zuhörer

begrüßten.

Schwerpunkt dieses Nachmittags war

„Der Geburtsschmerz und seine Bewältigung“.

Silke Pichler, Dipl.-Hebamme im

LKH Leoben, betonte einmal mehr die

Wichtigkeit einer guten Vorbereitung auf

die Geburt und zeigte den zahlreich anwesenden

Schwangeren verschiedene

Wege der Schmerzbewältigung auf.

Ärztliche Methoden der Schmerzbekämpfung

wie Peridural- und

Spinalanästhesie trugen die Oberärzte

Dr. A. Lampl und Dr. A. Gatterer vor.

Helga Ebner, ausgebildete Stillberaterin

(IBCLC) und Kinderkrankenschwester, referierte

wissenschaftliche

Aspekte der Rückenmarkanästhesie

während der

Geburt und stellte eine Verbindung

zum Stillverhalten

her.

Begeistert war das Publikum

von den Erfahrungsberichten

zweier Mütter, die

über ihre persönlichen Geburtserlebnisse,

die

Schwierigkeiten im Wochenbett

und über die Stillpraxis

ihrer Babys erzählten.

Tenor dieser Erlebnisberichte

war, wie hilfreich die umsichtigen

Hilfestellungen des Pflegepersonals,

der regelmäßige Besuch der Stillgruppen

im Eltern-Kind-Zentrum und die einfühlsamen

Ratschläge der Stillberaterinnen in

der Stillgruppe für sie waren.

Abgerundet wurde der Nachmittag mit

einem Bericht über die bereits zwei Jahre

Geburt, Wochenbett und Stillen

waren Schwerpunkte des

Info-Tages

bestehende Stillambulanz, wo DGKS

Andrea Obergruber den ZuhörerInnen

das Team der Stillambulanz vorstellte. ■

DGKS Andrea Obergruber

LKH Leoben

Menschen helfen Menschen


REGIONALSPIEGEL 9

LKH Hörgas-Enzenbach

Modernisierungsschub für das

Pulmologische Zentrum Enzenbach

Hinter der neu sanierten Fassade befindet sich eine überaus

moderne Spitalsarchitektur

Seit dem Spatenstich im März 1995

läuft im LKH Hörgas-Enzenbach am

Standort Enzenbach ein imposantes bauliches

Aufhol- und Modernisierungsprogramm

ab. Im Zuge der Generalsanierung

der Lungenabteilung in drei Bauetappen

konnte nun der zweite Modernisierungsschub

mit einem Aufwand von

57 Millionen Schilling planmäßig abgeschlossen

werden. Der in 25 Monaten

sanierte östliche Bauteil bringt eine Reihe

von sichtbaren Verbesserungen in der Betreuung

der Patienten, aber auch in der

täglichen Arbeit des Personals.

Bemerkenswerte Standardverbesserungen

Der funktionell ausgestattete

Schwesternstützpunkt bildet

das neue Stationszentrum

Der neue Raum für Physiotherapie und

neue großzügige Arbeitsflächen für den

technischen Dienst verbessern die Infrastruktur

im Hause deutlich. Sämtliche

Krankenzimmer sind südseitig ausgerichtet

und überaus hell und freundlich gestaltet.

Höchsten Liegekomfort bieten die

neuen Hightech-Betten, die vom Patienten

problemlos – via Bedienkonsole – in

die jeweils gewünschte Position gebracht

werden können.

Für ein ausgezeichnetes Arbeitsumfeld

des im Einsatz stehenden Personals sorgen

zentrale, funktionell ausgestattete

Schwesternstützpunkte, neu gestaltete

Dienstzimmer und Sozialräume, aber

auch der große Personalspeisesaal. Eine

beträchtliche Arbeitserleichterung bedeuten

der Einbau einer Hebebühne sowie

die Erweiterung des bestehenden Lifts.

Sonderklasse der Sonderklasse

In Enzenbach gibt es die wohl schönsten

Sonderklassezimmer Österreichs. Einzigartig

ist das wunderschöne Panorama in

gesunder Luft, das privatversicherte PatientInnen

von ihrem Balustradenbalkon

aus genießen können. Sämtliche Zimmer

Fotos H. A. Pachernegg

Mit 120 systemisierten Betten

die größte steirische Lungenabteilung

Die Pulmologische Abteilung des LKH

Hörgas-Enzenbach – Leiterin: Primaria

Dr. Maria-Gabriella Röger. Einen besonderen

Schwerpunkt der Pulmologischen

Abteilung in Hörgas-Enzenbach

stellt die Abklärung, Behandlung und

Nachsorge von TumorpatientInnen dar.

Modernste bronchoskopische Verfahren

stehen (Risiko-)PatientInnen zur Verfügung.

Einzigartig in der Steiermark ist in

Enzenbach die Autofluoreszenzendoskopie,

ein Laserlichtverfahren, mit dem

schon Frühformen bösartiger Erkrankungen

aufgespürt werden können. Weitere

Schwerpunkte sind funktionelle Erkrankungen

der Lunge und Erkrankungen

des Rippenfells, die sonographisch

mit Punktion oder mittels Thorakoskopie

abgeklärt werden. Das Pulmologische

Zentrum Enzenbach verfügt über ein

Schlaflabor und seit 1997 über eine Intensivstation

mit 4 Intensivbetten.

vermitteln eine nahezu heimelige Wohnzimmeratmosphäre.

Die Ausstattung entspricht

dem hohen Qualitätsstandard der

KAGes-Sonderklasse, der deutlich über

dem gesetzlich vorgesehenen Niveau

liegt: Alle Sonderklassezimmer verfügen

über einen eigenen Kühlschrank, einen

Fernseher sowie einen großzügig geplanten

Nassbereich. Kostenlose Tageszeitungen

sowie eine mehrgängige

Menüauswahl runden das reichhaltige

Service in der Sonderklasse ab. ■

Neben dem hohen Komfort der

KAGes-Sonderklasse sorgt der

Balkon für ein einzigartiges

Wohlfühlambiente

Menschen helfen Menschen


10

REGIONALSPIEGEL

LKH Mariazell: Neu gestaltete Spitalskapelle und modernisiertes

3. Obergeschoss feierlich eröffnet

Segensreicher Modernisierungsschritt

Nach der Neugestaltung der Verwaltung,

des Eingangsbereiches und

der Sonderklasse konnte nun mit der fertig

gestellten Adaptierung im dritten Obergeschoss

auf 210 m 2 ein weiterer „Etappensieg“

erreicht werden. Mit einem Gesamtaufwand

von über 2,6 Mio. Schilling

und in achtmonatiger Bauzeit wurden

die Krankenhauskapelle und einige

Dienstzimmer ins dritte Obergeschoss verlegt.

Im Keller wurde ein Serverraum errichtet

und zu allen Stockwerksverteilern

verkabelt.

Spitalskapelle mit

„therapeutischer Kraft“

Viele Patienten schöpfen aus ihrem Glauben

wertvolle zusätzliche Kraft und Hoffnung,

die auch zu einer schnelleren Genesung

führen. Mit der neuen Spitalskapelle

hat man nun im dritten Obergeschoss

einen ruhigen und freundlichen Ort

Ein Ort der Besinnung,

aber

auch Stärkung

ist die Spitalskapelle

mit dem

Altarbild von

Abt Otto

Strohmaier

geschaffen, der zur

Meditation und zur

Abhaltung von Messfeiern

besonders gut

geeignet ist. Der Raum besticht durch seine

zurückhaltende Schlichtheit, aber auch

durch seine Lichtgebung. Das teilweise

färbige Antikglas in Verbindung mit geöltem

Lärchenholz, aus dem Kirchenbänke,

Altartisch und Ambo gefertigt sind, verleihen

dem Raum eine angenehme Stimmung.

Blickfang und zentrales Element

der Kapelle ist die vom Abt des Stiftes St.

Die neu gestalteten Dienstzimmer

schaffen deutlich verbesserte

Arbeitsbedingungen

Fotos Kuss

Lambrecht, Otto Strohmaier, gemalte Ikone.

In der Darstellung von Gottesmutter

mit Kind stellt sie einen engen Bezug zum

Marienwallfahrtsort Mariazell her. Die

Kapelle ist für Patienten problemlos über

den Lift oder über das Stiegenhaus erreichbar.

Die Bestuhlung ist so gelöst,

dass auch Rollstuhlfahrer genügend Platz

vorfinden.

Verbesserte und moderne

Arbeitsbedingungen

Mit der Neugestaltung der Dienstzimmer

verbesserten sich die Arbeitsbedingungen

deutlich. Die Neuanordnung der Räumlichkeiten

gestattet ein „Arbeiten auf kurzem

Weg“: Sekretariat, Besprechungszimmer

und Archive liegen nun in unmittelbarer

Nähe zueinander. Einen Modernisierungsschub

gab es auch im Bereich

EDV. Mit der Errichtung des Serverraumes

und der hausweiten Vernetzung wurde

die EDV-Infrastruktur des Hauses an einen

zeitgemäßen Standard herangeführt.

Nicht unerwähnt bleiben soll der wirtschaftliche

Impuls, den die Modernisierung

des LKH Mariazell für die Region

darstellt. 90 Prozent der gesamten Auftragssumme

von 2,6 Mio. Schilling entfielen

auf steirische Firmen. Dass sogar

60 Prozent die bezirksansässigen Unternehmen

für sich verbuchen konnten, unterstreicht

die hohe regionale Wertschöpfung.


Menschen helfen Menschen


REGIONALSPIEGEL 11

LKH Rottenmann

Filmlos ins neue Jahrtausend

Im Radiologischen Institut des LKH Rottenmann

wurde unter der Leitung von Prim.

Dr. Gerhard Melzer das „konventionelle

Röntgen“ vollständig umgebaut. Nach

der Bewertung einer Ausschreibung beauftragte

die KAGes den Bestbieter, die

Philips Medizinische Systeme GmbH, mit

der Lieferung von zwei Bucky-Aufnahmeplätzen

inklusive zweier Wandstative in

modernster technischer Ausführung. Die

Planungs- und Bauabwicklung zur Errichtung

zweier Röntgensysteme übertrug Philips

an die Zivilingenieurkanzlei Forstlechner,

welche auch die Gesamtplanung

übernahm.

Das konventionelle Röntgen

wurde auf ein digitales Untersuchungs-

und Speicherverfahren

umgestellt

Technisch bedingt erfolgte der Austausch

der Aufnahmesysteme in zwei Abschnitten,

da ein Aufnahmegerät während der

Adaptierungsmaßnahmen in Betrieb bleiben

musste. Trotzdem wurden binnen kürzester

Zeit (14 Wochen) 70 m 2 Nutzfläche

für die neu zu errichtende Anlage

adaptiert. Auch der vorgegebene Zeitund

Kostenrahmen konnte von der Zivilingenieurkanzlei

Forstlechner konsequent

eingehalten und die neuen Aufnahmesysteme

im Dezember 2000 fristgerecht

dem Nutzer übergeben werden. Im selben

Zug wurde das konventionelle Röntgen

auf ein digitales Untersuchungs- und

Speicherverfahren (Fuji-Film Österreich)

umgestellt und in das schon bestehende

PACS-System (Picture-Archiving and

Communication-System) eingegliedert.

Nunmehr erfolgt die Befundung von konventionellen

Röntgenbildern, CT, Ultraschall

und Angiographie auf Befundmonitoren.

Die Bilder und Befunde werden

über das zentrale Bildarchiv auf die PCs

der zuweisenden Stationen und Ambulanzen

transferiert.

Die Vorteile des neuen Systems liegen in

einer erhöhten Bild- und Befundqualität,

dank der Verbindung mit PACS- und RIS-

Modernste technische Ausstattung

im Radiologischen Institut

des LKH Rottenmann

Systemen in einer schnelleren, weniger

personalaufwendigen (Re-)Archivierung,

in einer erhöhten Strahlenhygiene und in

einer deutlichen Kostenreduktion durch

den Wegfall der Hardcopies.

In einem weiteren Schritt wird die digitale

Bildtransferierung sowohl zum zuweisenden

LKH Bad Aussee als auch bei Patientenüberstellungen

zu den Spezialabteilungen

der Univ.Klinik Graz ausgebaut.


Die Befundung von herkömmlichen Röntgenbildern

erfolgt nunmehr auf Befundmonitoren

Der Röntgenaufnahmeplatz von Philips

(Medizinische Systeme)


12

REGIONALSPIEGEL

HNO-Klinik Graz mit erster 5-Tage-Station

Eine Woche hat fünf (intensive) Tage

Fotos H. A. Pachernegg

Ambulant: Präoperative Voruntersuchungen

werden auf der

5-Tage-Station bereits Donnerstag

oder Freitag vorgenommen

Die Übersiedlung der HNO-Univ.Klinik

am LKH-Univ.Klinikum Graz brachte

mit dem Bezug des renovierten und erweiterten

Gebäudes (vormals 4. Med.) im August

2000 auch eine völlig neue Organisationsstruktur

des Pflegebetriebs mit sich.

Nicht nur wurde die Trennung in eine Frauen-,

Männer- und Kinderstation zugunsten

einer gemischten Belegung aufgegeben,

worauf insbesondere das Pflegepersonal

der ehemaligen Kinderstation eigens vorbereitet

wurde. Absolutes Neuland betrat

das HNO-Klinikum mit der Eröffnung einer

5-Tage-Station im 3. Stock neben zwei

durchlaufend geführten Stationen. Es ist

dies die erste 5-Tage-Station für Erwachsene

innerhalb der KAGes-Spitäler. Mit ihr

soll tendenziell eine kürzere Verweildauer

durch eine bessere Staffelung der Behandlungszeiten

erreicht werden. Abhängig von

Univ.-Prof. Dr. W. Anderhuber

beim präoperativen Aufklärungsgespräch

der Diagnose werden Patienten mit weniger

zeitintensiven Behandlungen der 5-Tage-Station,

jene mit zeitintensiveren Behandlungen

(etwa onkologische Patienten)

den 7-Tage-Stationen zugewiesen. Das bedeutet

im Einzelfall eine Einsparung von bis

zu drei Behandlungstagen.

Intensive Vorbereitung

Damit der Pflegebetrieb freitags um 14.30

Uhr ordnungsgemäß abgeschlossen und

die Patienten entlassen werden können,

war die Stationsorganisation gänzlich neu

zu überdenken. Stationsschwester DGKS

Britta Erkinger: „Für den reibungslosen Ablauf

eines 5-Tage-Betriebes müssen sehr

viele Entscheidungen prästationär organisiert

und getroffen werden. Insbesondere

ist ein klar definiertes Leistungsbild unabdingbar,

das Diagnose, Operation

sowie voraussichtliche Aufenthaltsdauer

berücksichtigt.“ Patienten,

die einen stationären Aufnahmetermin

erhalten, werden mit einem

Merkblatt vorab informiert,

welche Voruntersuchungen und

Befunde sie für die Aufnahme

brauchen. Die präoperative Vorstellung

beginnt bereits am Donnerstag

oder Freitag, und zwar

ambulant. DGKS Erkinger: „Die

ca. 2-stündigen Voruntersuchungen

finden auf der Station statt. Der Facharzt

führt ein präoperatives Aufklärungsgespräch

und legt die Therapie fest. Ebenso

wird die Aufnahme- und Pflegeanamnese

erhoben. Anschließend erfolgt die Narkosevorstellung

und die Freigabe durch den

Anästhesisten.“ Danach kann der

Patient wieder nach Hause gehen,

in der Gewissheit, dass

sämtliche Vorbereitungen für Operation

und postoperative Pflege

getroffen und genau terminisiert

sind.

Aufnahmeorganisation

Eine Vorausplanung, die sich

Montag früh bewährt. Denn da

steigen Pflegepersonal wie Ärzteteam nicht

in einen laufenden, sondern einen neu begonnenen

Stationsbetrieb ein. Britta Erkinger:

„Etwa 25 Patienten werden am Montag

neu aufgenommen. Darunter 10 bis

15 Patienten, für die am Aufnahmetag bereits

eine Operation vorbereitet sein muss.

Für weitere 10 Patienten wird sie für Dienstag

organisiert.“ Kein Wunder, dass der

Wochenbeginn erhöhten Personaleinsatz

und genaueste Planung der Abläufe erfordert.

Wichtige Zusammenarbeit

Die 5-Tage-Station ist auch für

Kinder und ihre Begleitpersonen

offen

Doch die 5-Tage-Station ist nicht isoliert zu

sehen. Sie braucht vor allem eine gute Zusammenarbeit

mit der HNO-Ambulanz und

den anderen Stationen. Denn gerade Akutfälle

oder postoperative Komplikationen

bleiben unvorhersehbar und unplanbar.

Deshalb übernehmen während des Wochenendes

die durchgehend geführten Stationen

diese Patienten. Eveline Brandstätter,

OSr. der HNO-Univ.Klinik: „Ohne diese

Bereitschaft unserer Ambulanz und der anderen

Stationen wäre ein 5-Tage-Betrieb

nicht in vollem Umfang möglich. Ich bin

stolz auf dieses kollegiale Zusammenspiel.“

Gute Erfahrungen

Insgesamt haben die Erfahrungen mit dem

5-Tage-Betrieb die Erwartungen übertroffen.

Trotz Kosteneinsparungen konnte die

Qualität der Patientenversorgung sogar gesteigert

werden. Nicht zuletzt dürfen sich

Patienten, deren Diagnose einen 5-Tage-

Aufenthalt erlaubt, über ein gewonnenes

Wochenende freuen.


Menschen helfen Menschen


REGIONALSPIEGEL 13

R EGIONALE

K URZMELDUNGEN

Zentraldirektion: Parkplatzbenutzung

wieder freigegeben

Nach nur rund dreimonatiger Bauzeit

konnte Anfang Jänner der Parkplatz

der Zentraldirektion wiederum zur Benutzung

für die parkberechtigten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter freigegeben werden.

Die Technische Direktion unter der

Freude über termingerechte

Fertigstellung des Parkplatzes

der Zentraldirektion

Projektleitung von Herrn DI Robert Dietl

hat damit nicht nur für eine termingerechte

Fertigstellung gesorgt. Die Gestaltung der

Anlage mit modernen Leuchten, die in einem

interessanten Kontrast zur Fassade

des alten Gebäudes stehen, ist trotz ihrer

Schlichtheit sehr ansprechend. Dankenswerterweise

hat die Direktion des LKH-

Univ.Klinikum Graz während der Bauzeit

die Parkfläche Kutscherwirt als Ausweichparkplatz

zur Verfügung gestellt. ■

LKH Hartberg: Verleihung

der GERAMB-Medaillen

Foto H. A. Pachernegg

Bei der Verleihung der traditionellen „Geramb-Dankeszeichen

für gutes Bauen“

kamen dieses Jahr drei Hartberger Bauwerke

zum Zug: die Anlage des Reisebüros Retter

in Pöllau, die Gartenanlage in Herberstein

und die besonders patientenfreundliche

Architektur des Landeskrankenhauses

Hartberg. Die im wahrsten Sinne ausgezeichnete

Spitalsarchitektur vom bekannten

Architekten Klaus Kada überzeugte die Jury

durch ein großzügiges Glas-Foyer, das als

Aufenthaltsraum und Treffpunkt für die Patienten

dient. Die offen gestalteten Gänge

der Bettentrakte, die mit großen, verglasten

Loggien in Verbindung stehen, laden Patienten

und Besucher zur individuellen Begegnung

ein. Das Geramb-Dankeszeichen

ist nach dem steirischen Wissenschaftler

und Hochschullehrer Viktor Geramb benannt.

Es versteht sich als Auszeichnung für

den Bauherren und ist ein Qualitätssiegel für

eine Bauplanung und Ausführung, die besonderen

Wert auf Landschaftsbezug und

Umweltverträglichkeit legt.


LKH Voitsberg: 100-Jahr-Feier

Das Jahr 2001 ist für das LKH Voitsberg

besonders denkwürdig, feiert es

doch sein 100-jähriges Bestehen. Damit

diese für den ganzen Bezirk einmalige

Feier auch organisatorisch gelingt, hat

die Anstaltsleitung des LKH Voitsberg ein

Komitee gegründet, das diesen Großevent

umsetzen soll. Zeitgleich mit dem

100-Jahre-Festakt, der am Samstag, dem

23. 6. 2001 stattfindet, soll dieses Jahr

auch der bereits traditionelle Weststeirische

Gesundheitstag abgehalten werden.

Im Vorfeld des großen Tages im Juni

sind zahlreiche Zusatzaktivitäten geplant:

ein Radwandertag für die gesamte Bevölkerung

bereits im Mai, am 8. Juni ein

Golfturnier am Golfplatz Erzherzog Johann

in Maria Lankowitz, ein Fußballturnier

für LKH-Mannschaften sowie eine

Vernissage mit weststeirischen Künstlern

und weitere Kleinkunstveranstaltungen. In

direkter Vorbereitung für den Festakt sind

am 22. 6. 2001 die Ausstellung „100

Jahre LKH Voitsberg“ und ein wissenschaftliches

Symposium vorgesehen. ■

Tischfußball: Geschenk für

Kinderklinik-Psychosomatik

Möglich wurde dies durch eine Spende

der Grazer Firma Technische

Umweltsanierungs-DienstleistungsgesmbH

(TSD). Der von der Firma Rupp aus Leibnitz

aufgestellte Drehfußballtisch bereitet den

Ein Dankeschön für den Drehfußballtisch

kam von den Professoren

Kurz, Scheer und Dunitz-Scheer

sowie der Stat.-Sr.

Ingeborg Sommer

Kindern mittlerweile große Freude. Benützt

wird er unter Aufsicht der Betreuer in den

Therapiestunden der Kinder. ■

Helga Strohmaier, Univ.Klinik für

Kinder- und Jugendheilkunde Graz

Leoben: Ball mit Ambiente

Zum vollen Erfolg wurde der 5. Leobener

LKH-Ball im Kongresszentrum.

Für Super-Stimmung sorgten die Gruppe

Schachner & Co und das Trio Alpin-Express.

Der Showtanzklub Esprit begeisterte

das Publikum mit einer ausgezeichneten

Ein schwungvoller Abend im

Leobener Kongresszentrum

Mitternachtseinlage. Ein magischer Anziehungspunkt

für alle Balltiger war die LKHeigene

Lotusblütenbar. Viele Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter tragen vor allem mit

ihrem tagelangen unentgeltlichen Engagement

zum steten guten Gelingen bei. ■

LKH Deutschlandsberg:

Café lockt mit mehr Intimität

Nach nur vierwöchiger Umbauzeit hat

die neu gestaltete Cafeteria im LKH

Deutschlandsberg wieder ihren Betrieb aufgenommen.

Unten den zahlreichen Gästen

begrüßten Pächter Johannes Zeder und

Franz Lienhart, Betriebsdirektor des LKH

Deutschlandsberg, vor allem Bürgermeister

Mag. Josef Wallner und den Techn. Direktor

der KAGes, DI Walter Raiger, besonders

herzlich. Das neue Café, das von heimischen

Professionisten funktionell und auch

optisch eindrucksvoll gestaltet wurde, bietet

zahlreiche Neuerungen: moderne Schankund

Computertechnik, bargeldloses Zahlen,

einen Internet-Terminal, der gratis benutzt

werden kann, Hightech-TV mit allen

europäischen Fernsehprogrammen, einen

Waren- und Getränkeautomaten sowie einen

Geldwechsler außerhalb der Öffnungszeiten.


Menschen helfen Menschen


14

QUALITÄTSMANAGEMENT

Lieblingsspeise hilft beim Gesundwerden

Basale Stimulation in Bruck

Basale Stimulation wird in den

Pflegealltag integriert

Intensivpatienten nach schweren Operationen

oder schweren Erkrankungen wird im

Krankenhaus Bruck a. d. Mur mit Hilfe der

basalen Stimulation der Aufwach- und Genesungsprozess

erleichtert.

Zu Beginn steht die so genannte „Initialberührung“,

das bedeutet, die Pflegeperson

stellt sich dem Patienten vor, berührt ihn

und informiert ihn darüber, dass sie in der

nächsten Zeit für seine Betreuung verantwortlich

ist. In der Intensivstation wird auf

ein anregendes Ambiente geachtet, bunte

Vorhänge, Mobiles, aber auch Tafeln mit

persönlich auf den Patienten abgestimmten

Bildern oder Audiokassetten, die von Angehörigen

mitgebracht werden, sollen helfen,

die Patienten beim „Gesundwerden“

zu unterstützen.

In den Pflegealltag integriert sind Waschungen,

bei denen der Patient zuerst befragt

wird, welche Wassertemperatur ihm

angenehm ist, und man auch auf seine

Wünsche bezüglich Seife und spezieller

Gewohnheiten bei der Körperpflege eingeht.

Außer dass sie vom Patienten als angenehm

empfunden werden, haben sie

auch eine – je nach Blutdruck – anregende

oder beruhigende Wirkung.

Auch bei der Mundpflege werden neue

Wege beschritten: Man berücksichtigt die

Wünsche des Patienten und tränkt den Tupfer,

mit dem der Mund gereinigt wird, mit

Substanzen, die dem Patienten

schmecken. „Das kann Tee sein, aber

auch Himbeersaft, denn es gibt Menschen,

die Kamillentee verabscheuen“,

weiß Stationsschwester Johanna Cerncic.

Neben den geschmacklichen Annehmlichkeiten

wird dadurch auch der Schluckreflex

gefördert, was bei Patienten nach Operationen

im Halsbereich sehr wichtig ist. „Bei

diesen Patienten, die ihre Nahrung nur in

pürierter Form zu sich nehmen können, regen

wir den Appetit an, indem wir ihnen

das Essen zeigen, bevor es in der Küche

zerkleinert wird“, erzählt Schwester Johanna

und weist darauf hin, dass auch beim

Essen Patientenwünsche berücksichtigt werden.

„Gemeinsam mit seiner Frau haben

wir kürzlich einem Patienten den Genuss

‚geröstete Erdäpfel von zu Hause‘ verschaffen

können.“ Alles, was dem Patienten

dabei hilft, schneller aufzuwachen und

schneller wieder am „normalen“ Leben teilnehmen

zu können, ist ein Gewinn für ihn.

Die basale Stimulation, die in Bruck schon

seit 1997 betrieben und die in ständigen

Fortbildungsveranstaltungen am neuesten

Stand gehalten wird, ist ein wichtiges Hilfsmittel

dafür.


Leserbrief

Im November 1999 wurde bei meinem Sohn Gerhard Schrittwieser, 22 Jahre, im LKH Mürzzuschlag ein Hodentumor mit

Metastasen in Bauch und Lunge diagnostiziert. Die Überlebenschance betrug laut Ärzten unter 50 %.

Dieser Befund war für meinen Sohn, meine Frau und mich unfassbar. Mein Sohn wurde sofort im LKH Leoben operiert.

Anschließend folgten 3 Zyklen Chemotherapie. Es war für uns unerträglich mitansehen zu müssen, wie schlecht es unserem Sohn

bei jeder Therapie ging. Da die 3 Zyklen jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachten, gab es laut behandelndem OA Würnschimmel

nur mehr die Möglichkeit einer hochdosierten Chemotherapie mit anschließender Stammzellentransplantation. Mein

Sohn wurde daher zu Herrn Prof. Linkesch auf die Hämatologie nach Graz überwiesen.

Es wurde ihm sofort ein Bett im KMT-Bereich zugeteilt und mit dem 4. Zyklus der Chemotherapie begonnen. Vom ersten Tag der

Therapie an wussten wir, dass wir in den richtigen Händen waren. Dieses Team des Hrn. Prof. Linkesch, welches unsere Hochachtung

verdient, schaffte es durch die liebevolle Pflege sowie durch gezielte Aufklärung, dass es meinem Sohn während dieser

Therapie den Umständen entsprechend gut ging.

Wir waren das erste Mal seit dem Ausbruch der Krankheit wieder glücklich und unsere negativen Gedanken waren kaum noch

vorhanden. Dieser 4. Zyklus bewirkte wie durch ein Wunder, dass eine hochdosierte Chemotherapie nicht mehr nötig war. Da

die Resttumore aus dem Bauch entfernt werden mussten, wurde mein Sohn an einen weiteren Spezialisten an die Urologie Graz

zu Hrn. Prof. Colombo überwiesen. Auch von dieser Station waren wir begeistert.

Der persönliche Einsatz sowie die liebevolle Pflege des ganzen Teams waren einfach hervorragend.

Seit der letzten Chemotherapie im Februar 2000 hat mein Sohn 18 kg zugenommen, er spielt Tennis und Fußball ohne Beschwerden

und geht seit Juni wieder seiner Arbeit nach. Wir wissen, dass er seine Krankheit noch nicht zu 100 % besiegt hat,

aber nach jeder monatlichen Untersuchung steigt seine Chance wieder ganz gesund zu werden.

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!

Alfred Schrittwieser, Mürzzuschlag

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 15

Qualitätsmanagement in der KAGes

Entwicklung, Stand und Zukunft

Vor etwa 9 Jahren wurde

KAGes mit der Einführung von

Qualitätsmanagement begonnen.

Die ersten beiden

Jahre dienten der Erprobung

von QM-Methoden in

einzelnen QM-Zirkeln, von

denen einige ermutigende Ergebnisse erzielten.

Zwei Projekte nahmen am Golden

Helix Award teil. Im Rückblick entstanden

jedoch isolierte Inseln, die nach

Projektabschluss kaum nachhaltige Wirkung

hinterließen.

Modellkrankenhäuser

Als Reaktion auf diese Erfahrungen wurde

begonnen, QM durch Aufbau entsprechender

Strukturen modellhaft in

zwei Krankenhäusern zu entwickeln.

QM-Kommissionen, die in Zusammensetzung

und Aufgabenbereich dem § 5b

KAG entsprechen, wurden installiert. Zusätzlich

wurden Mitarbeiter in einem

zehntägigen Ausbildungsprogramm gezielt

geschult und Führungskräften wurde

ein Seminar über Veränderungsmanagement

angeboten. Alle zwei Jahre wird eine

gut besuchte Führungskräfteklausur abgehalten,

auf der namhafte Referenten

ausgewählte Qualitätsthemen vortragen

und eigene Projekte präsentiert werden.

Mittlerweile haben sich ein weiteres

Krankenhaus und eine Abteilung zur systematischen

Einführung von QM entschlossen.

In enger Kooperation und in

Unterstützung der zentralen QM-Abteilung

wird QM auf Basis vorbildlicher Vereinbarungen

zwischen Geschäftsführung

und Modellkrankenhaus projektmäßig

aufgebaut. Die Anstaltsleitung des LKH-

Universitätsklinikums Graz hat eine eigene

QM-Abteilung eingerichtet, die in

ähnlicher Weise die Universitätskliniken

bei der Einführung von QM betreut.

EFQM- und ISO-Zertifizierung

Das LKH Stolzalpe hat sich als erstes

österreichisches Krankenhaus für die Anwendung

des EFQM-Modells entschieden

und sich bereits zweimal einer

Selbstbewertung unterzogen. Auch das

LKH Bruck/Mur, das LKH Rottenmann

und die Allgemeinpsychiatrische Abteilung

I (LSF Graz) haben je einmal eine

Bewertung nach dem EFQM-Modell gemacht.

Andere Bereiche (Univ.Klinik für

Strahlentherapie, Zentraldirektion, Institut

für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie)

haben für die Einführung von QM

das ISO-9000-Modell gewählt. Das LKH

Bruck hat ein Umweltmanagementzertifikat

nach ISO 14000.

Langsame Durchdringung

QM ist in der KAGes als Instrument des

operativen Managements etabliert, die

Durchdringung aller KAGes-Bereiche

kommt aber nur langsam voran. Das Tagesgeschäft

und die Notwendigkeit, alle

vorgegebenen Rahmenbedingungen,

aber auch ständig neu hinzukommende

externe Anforderungen zu erfüllen, lassen

oft wenig Spielraum für eigene kreative

Veränderungen. Der Nachweis, dass

sich QM-Aktivitäten auch in Daten und

Fakten niederschlagen, ist exemplarisch

anhand von einzelnen vorbildlichen Abteilungen

und Projekten möglich.

Nachhaltigkeit

Ob die gesetzten Veränderungsimpulse

auch nachhaltig und umfassend zu einer

konsequenten Ausrichtung der Leistungen

auf die Bedürfnisse der Interessenpartner

führen, wird erst in den nächsten Jahren gemessen

werden können. Die Adaptierung

des EFQM-Modells im Krankenhaus und die

Anwendung der ISO-Normen in den technischen

Bereichen werden weiterhin wichtige

Schwerpunkte der QM-Arbeit darstellen. ■

Auszug aus einem Beitrag von

Dr. August Gomsi und Mag. Andreas

Mandl, Med. Direktion, im CliniCum

LKH Rottenmann

4. Hygienetag

Ein Jahrtausend-Hygienetag war es nicht

nur durch die Beiträge von hervorragenden

Vortragenden, sondern auch durch

den Besuch von Frau Landeshauptmann

Waltraud Klasnic. Prim. Dr. Sepp Maier,

Ärztlicher Direktor und hygienebeauftragter

Arzt, begrüßte mehr als 60 Mitarbeiter des

LKH, Hygienefachkräfte anderer Krankenanstalten

und praktische Ärzte. Über den

Stellenwert der Krankenhaushygiene als

Teil der Qualitätssicherung im Krankenhaus

sprach Prim. Dr. Bogiatzis, Krankenhaushygieniker

des Institutes für Krankenhaushygiene

und Mikrobiologie in Graz. Danach

gab Univ.-Prof. Dr. Möse vom Hygieneinstitut

der Universität Graz in seinem Vortrag

interessante Einblicke in „Hygiene einst

3 Tage konnte man sich im

Hygienemuseum über Hygiene

einst und jetzt informieren

und jetzt“ . Erkrankungen, die früher vielen

Menschen das Leben kosteten, verloren

durch die moderne Hygiene ihren

Schrecken. Großes Interesse fanden auch

die Vorträge „Impfungen, was gibt es Neues?“

von Prim. Univ.-Prof. Dr. Mutz vom

LKH Leoben/Eisenerz und „HIV“ von Ass.

Dr. Kapper vom LKH Graz-West. Danach

ging OA. Dr. Prein vom LKH Leoben/Pathologie

auf das Thema multiresistente Keime

ein. Hauptpunkte waren die Fragen,

wie Resistenzen entstehen, welche Ursachen

sie haben und wie man in der Pflege

die Infektionskette unterbrechen kann. Prim.

Dr. Flicker vom LKH Leoben/Eisenerz

sprach über „TBC“ und den Abschluss

machte Dr. Reicht, Amtsärztin in der BH Liezen,

mit den meldepflichtigen Erkrankungen.

Die Teilnehmer zeigten großes Interesse

an den Ausstellungsstücken des Hygienemuseums,

das drei Tage zu besichtigen

war und einen Eindruck von der Hygiene

einst und jetzt vermittelte. In der

nächsten Zeit ist dafür die Anschaffung von

Schaukästen vorgesehen.


Christa Haider

Hygienefachkraft, LKH Rottenmann

Menschen helfen Menschen


16

QUALITÄTSMANAGEMENT

Patientenorientierte, zeit- und kostensparende Röntgendiagnostik

LKH Stolzalpe: Maßnahmen zur

Qualitätssteigerung wirken bereits

1993 setzte sich die Röntgenabteilung

des LKH Stolzalpe die Vermeidung

von verzögertem Behandlungsbeginn,

von radiologischen Doppeluntersuchungen

bzw. von unnötigen Röntgenaufnahmen

zum Ziele und ergriff folgende

Maßnahmen.

Organisation der Patientenaufnahme

sowohl im stationären

als auch ambulanten Bereich

Stationäre Aufnahmen auf einer orthopädischen

Abteilung sind meist geplant, daher

können bereits vorhandene Röntgenbilder

von Patienten aus dem Röntgenarchiv

ausgehoben werden, sodass der zuständige

Stationsarzt in vorhandene Unterlagen

Einsicht nehmen und dadurch eine

weitere gezielte Diagnostik veranlassen

kann. Dieses Vorgehen trifft auch auf

Patienten der Bestellambulanz zu.

Doppeluntersuchungen werden durch

diese Maßnahme vermieden, der Behandlungsbeginn

kann rascher erfolgen,

Personal und Patienten, vor allem jene

der Ambulanz, sparen Zeit.

Mit den verantwortlichen Ärzten wurden

Untersuchungsstandardblöcke erarbeitet,

wodurch verhindert wird, dass z.B. vor

Operationen unnötige Röntgenaufnahmen

verordnet werden. Dies führt nicht

nur zu einer Entlastung des Pflegepersonals

und der Röntgenabteilung, sondern

auch zu einer Zeit- und Kosteneinsparung.

Besonders hervorzuheben ist,

dass durch die Vermeidung von unnötigen

Röntgenaufnahmen vor allem eine

erhöhte Strahlenbelastung für den Patienten

vermieden wird.

Dazu war es notwendig, Röntgenleistung

und Frequenz genau zu definieren.

Der Vorteil dieser genauen Definition ist,

dass innerhalb einer Krankenanstalt auch

verschiedene Stationen mit dem gleichen

Versorgungsauftrag bzw. mit einem sehr

ähnlichen Krankengut bezüglich des

Einheitliche Leistungsdokumentation

innerhalb der Röntgenabteilung

Röntgenfilmverbrauches

verglichen

werden können,

was große

Transparenz zur

Folge hat.

Um diese Maßnahmen

auch auf

ihre Nützlichkeit

hin zu überprüfen,

wurden in Absprache

mit Departmentleiter

und

Ärztlicher Direktion

periodische

Kontrollen eingeführt.

Eine vierteljährliche

Kontrolle

des Röntgenbildverbrauches

pro

Patient pro Station

gewährleistet das

Controlling

(Steuerung). Abweichungen

und

Ausreißer werden

auf die Ursachen

überprüft und mit

den verantwortlichen

Ärzten diskutiert.

In 90 % der Fälle waren diese Ausreißer

auf einen Stationsarztwechsel

zurückzuführen.

Erfolge

Der Röntgenfilmverbrauch pro Patient

wird jährlich analysiert. Es hat sich gezeigt,

dass es gelungen ist, von 1993

beginnend, den Röntgenfilmverbrauch

pro Patient sukzessive zu verringern.

Weiters konnten die Kosten der Verbrauchsartikel

im radiologischen Bereich

in den letzten Jahren deutlich verringert

werden.

Weitere Entwicklungen

Steiermarkweit werden nun ähnliche

Maßnahmen getroffen. Die Arbeitsgruppe

der RTAs in den KAGes-Spitälern haben

einen Arbeitskreis mit der Aufgabe

einer einheitlichen Leistungsdokumentation

gebildet. Weiters wurde von einer Arbeitsgruppe

des Qualitätssicherungsbeirates

eine Empfehlung zur radiologischen

Diagnostik vor operativen Eingriffen erarbeitet.

Projekte der österreichischen Röntgengesellschaft,

des Verbands für Medizinischen

Strahlenschutz Österreich, des Verbands

für Bildgebende Diagnostik Österreich

und der Bundesfachgruppe Radiologie

der Österreichischen Ärztekammer

haben eine Anleitung zum optimalen Einsatz

der klinischen Radiologie erarbeitet.

Obwohl die Kosten für Röntgenmaterialien

nur etwa 4 % des Budgets für medizinische

Verbrauchsgüter ausmachen, ist

dies sicherlich ein Bereich, in dem eine

Qualitätssteigerung und eine Ökonomisierung

der Aufwendungen erzielt werden

kann.


Kurt Lercher, LKH Stolzalpe

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 17

Zertifizierung an der Universitätsklinik für Strahlentherapie

Das Jahr danach …

Die Bestrahlung von Tumorpatienten erfolgt

weitgehend in Form eines

standardisierten Behandlungsablaufes.

Dabei ist die Reihenfolge von Untersuchungen,

Planung, Durchführung und

Kontrolle der Bestrahlung vorgegeben.

So hat es begonnen

Wir haben uns daher schon längere Zeit

Gedanken darüber gemacht, diese Abläufe

zu dokumentieren und dabei die jeweilige

Verantwortung der Mitarbeiter

festzulegen. Wir haben uns diese Arbeit

jedoch nicht so aufwendig und umfassend

vorgestellt.

Nach der Bewilligung eines

Qualitätsmanagement-Pilotprojektes

haben alle an der

Klinik beschäftigten Berufsgruppen

intensiv ein Jahr

lang an den verschiedenen

Prozessbeschreibungen gearbeitet.

Das Ergebnis war

am Jahresabschluss 1999

die Zertifizierung unserer

Klinik nach ISO 9001.

Erste Ergebnisse

Das Jahr 2000 war weitgehend

geprägt von einer

Konsolidierungsphase; das

neue Qualitätsbewusstsein

musste sich erstmals verfestigen.

Vielfach stand nicht

die gelebte Qualität, sondern das Formale,

wie z.B. die Prozessbeschreibung

oder das Qualitätsmanagementhandbuch,

im Vordergrund. Wir glauben

aber, das ist normal; so dürfte es bei fast

allen neu zertifizierten Einrichtungen ablaufen.

Allgemein wird diese Zeit als

„Durchhängephase“ nach den doch angespannten

Wochen vor der Zertifizierung

bezeichnet. Trotzdem wurden bei

der Beurteilung am Jahresabschluss (Management-Review)

durch den Einsatz und

das Engagement bei einzelnen Prozesskennzahlen

teilweise deutliche Verbesserungen

erzielt.

Die zu Beginn des Projektes am häufigsten

gestellte Frage, wozu wir dieses System

überhaupt benötigen, wurde im abgelaufenen

Jahr von selbst beantwortet.

Die Erarbeitung der Prozesse erfolgte in gemeinsamen

Sitzungen mit den Betroffenen. Stehend: Prof.

Dr. A. Hackl, sitzend: Doz. Dr. G. Stücklschweiger,

Dr. M. Öttl, G. Hirschmann, M. Kirchmeier und Dr.

F. Gebhart

Erst die Einführung klarer Prozessvorgaben

und Kennzahlen ermöglichte es uns,

die von allen Mitarbeitern so gern verwendete

Phrase: „… wir arbeiten ohnehin

so gut …“ entsprechend zu belegen

oder selbstkritisch zu hinterfragen. Das

eingeführte System für Verbesserungsvorschläge

wurde von den Mitarbeitern teilweise

gut angenommen und führte dazu,

dass früher häufig getätigte mündliche

Unmutsäußerungen nun in schriftlichen

Verbesserungsvorschlägen eingebracht

und in Qualitätszirkeln bearbeitet werden.

Insgesamt wurden in allen Bereichen

der Klinik von engagierten Mitarbeitern

Interne Audits durchgeführt. Der

anfangs vorhandene Prüfungsfrust wich

bald konstruktiven Gesprächen und viele

Mitarbeiter nützten die Möglichkeit

Prozessoptimierungen vorzuschlagen.

Die größte Überwindung für alle Mitarbeiter

stellte sicherlich der vermehrte Aufwand

an zusätzlicher Dokumentation

dar, zum Teil sogar in Bereichen, die ohnehin

extrem belastet sind. Aber erst dadurch

wird unsere Leistung transparent

GEFAS Steiermark

Vorankündigung des Kongresses 2001

„Der Mensch in der Pflege –

schafft Abhängigkeit Gewalt?“

Termin: 27. – 29. September 2001

Ort: Uni Graz, Merangasse 70

und kann verbessert werden. Insbesondere

der zu Jahresende verfasste Kennzahlenbericht

(Managementreview) wurde

von den Mitarbeitern mit großem Interesse

aufgenommen. In ihm spiegelt sich die

qualitätsbezogene Leistung des abgelaufenen

Jahres wider und er bildet gleichzeitig

den Ausgangspunkt für den Ausblick

in das nächste Jahr.

Ausblick

Für 2001 sollte aber noch mehr der Gedanke

hinter dem Formalismus hervortreten.

Eine Definition des Begriffes Qualität

im Gesundheitsbereich besagt:

„Qualität im Krankenhaus

bedeutet in erster

Linie, den Ansprüchen der

Patienten gerecht zu werden

und die Patienten zufrieden

zu stellen.“ Dem ist

nichts hinzuzufügen.

Um dieses Qualitätsziel zu

erreichen, wird allgemein

ein entsprechend dem gesetzlichen

Auftrag und im

wirtschaftlich vertretbaren

Rahmen anzustrebendes

optimales Angebot medizinischer

Leistungen nach

dem neuesten Stand der

Wissenschaft gefordert.

Dazu müssen die verschiedenen

Berufsgruppen reibungslos

und effizient zusammenarbeiten.

Eine optimale Zusammenarbeit erfordert

jedoch klare Richtlinien über die

Durchführungs- und Entscheidungsverantwortung,

über Mitwirkung und Information.

Die überarbeitete Regelung der Organisationsabläufe

und deren Schnittstellen

– die am Beginn des Jahres 2001

ausgegeben wird – ist somit Grundlage

zum Erreichen des Qualitätsziels. ■

Univ.-Prof. Dr. A. Hackl, Universitätsklinik

für Strahlentherapie, Graz

Österr. Krankenpflegeverband

Tag der Krankenpflege

Motto „Gewalt in der Pflege“

Termin: 10. Mai 2001

Zeit: 9.00 – 15.00 Uhr

Ort: Pfarrsaal St. Leonhard

Menschen helfen Menschen


18

QUALITÄTSMANAGEMENT

QM-KURZMELDUNGEN

erforderliche Neugestaltung zeitlich beschleunigt

umzusetzen. Seit Jänner 1994

präsentiert sich die Krankenstation nun in

ihrem neuen Kleid. Die begleitende Evaluierung

ergab bei den Patienten eine signifikant

verbesserte Stimmung, eine signifikante

Angstminderung sowie größere Zuversicht

hinsichtlich eines positiven Krankheitsverlaufs.

Ein weiteres Bauprojekt, die

Erschließung eines unmittelbar an die Station

angrenzenden, für die PatientInnen begehbaren

Dachgartens, wurde innerhalb

der letzten Monate abgeschlossen. ■

Weitere Informationen im Internet unter:

Motto der QM-Klausur: Qualität planen –

messen – verbessern.

In Plenarvorträgen und Parallelworshops

werden von in- und ausländischen Experten

interessante und aktuelle Schwerpunkte

behandelt.


LKHs Bruck und Leoben: Pilotprojekt

zur Risikovermeidung

Golden Helix Award für

Onkologische Krankenstation

Zum achten Mal ausgeschrieben wurde

der 1992 von der Firma Hewlett-Packard

und der European Healthcare Management

Association ins Leben gerufene

„Golden Helix Award“.

Der Award zeichnet Projektteams aus, die

in Einrichtungen des Gesundheitswesens

kontinuierliche Qualitätsverbesserung initiieren

und dann konsequent anwenden. Für

den Golden Helix Award 2000 gab es

40 Bewerbungen.

Das LKH-Univ.Klinikum Graz kam mit dem

Projekt „Verbesserung der Lebensqualität

für KrebspatientInnen durch künstlerische

Neugestaltung der Krankenstation“ mit vier

Mitbewerbern ins Finale und erhielt den

zweiten Preis. Anlässlich der Renovierung

der Krankenstation der Onkologie entstand

das mit dem Award ausgezeichnete Projekt.

Über die vorgesehenen Arbeiten hinaus

wurde durch künstlerische Gestaltung

eine Umgebung geschaffen, die psychischer

Belastung bei den Patienten entgegenwirkt

und eine lebendige, Geborgenheit

vermittelnde Atmosphäre schafft.

Friedensreich Hundertwasser stellte seine

künstlerische Schaffenskraft und Kunstdrucke

zur Aufbringung von Sponsorengeldern

kostenlos zur Verfügung. Die KAGes

und das Bundesministerium für Wissenschaft

und Verkehr brachten jenen Teil auf,

der für eine konventionelle Renovierung erforderlich

war und erklärten sich bereit, die

http://www.gsund.net

Neue Zuordnung der

Palliativbetreuung am

LKH-Univ.Klinikum Graz

Seit Jänner 2001 wird die spezialisierte

Palliativbetreuung assoziiert an der Klinischen

Abteilung für Onkologie weitergeführt.

Nach Abschluss des Umbaues wird

im April eine kleine Palliativeinheit mit vier

Betten zur Verfügung stehen. So hat die organisierte

Palliativbetreuung, die als Pilotprojekt

an der II. Med. Abt. begonnen

hat, an der Medizinischen Fakultät einen

Besprechung in kollegialer Atmosphäre.

Von links: Univ.-

Prof. Dr. Samonigg, Ärztl. Dir.

Doz. Dr. Bergmann und Univ.-

Prof. Dr. Brandstätter

neuen Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung

bekommen. Die Übergabe erfolgte

in Anwesenheit von Vorstandsdirektor

DI Dr. Klaus Fankhauser. ■

ACHTUNG Terminänderung

Die 5. Qualitätsmanagement-

Führungsklausur wurde verschoben

auf 2. Mai 2001, 9.00 – 17.00 Uhr

Ort: Europasaal der Wirtschaftskammer

Steiermark in Graz.

Um den Anforderungen des steigenden

Anspruchsverhaltens von Patienten

auch in der Zukunft gewachsen zu

sein, bedarf es eines effizienten Riskmanagements.

Flankierend zu den im Rahmen der Schadensfallsabwicklung

laufend zu setzenden

Maßnahmen wurden im Pilotprojekt

„Riskmanagement im Fachgebiet Geburtshilfe

und Gynäkologie-LKHs

Bruck/Mur und Leoben“ unter Einbeziehung

eines externen Beraters potentielle

Risken medizinischer Behandlungsabläufe

(wie Notfallsectio, gynäkologische

Notfallversorgung), Organisation (z.B.

Risikofaktoren des Patiententransportes

bzw. der -identifizierung), Aufklärung,

Dokumentation und interdisziplinäre

Schnittstellen (z.B. zwischen Geburtshilflicher

Abteilung – Neonatologie –

Anästhesie) durchleuchtet.

Die Ergebnisse der Analyse wurden vor

Ort präsentiert. Der gemeinsam mit den

Führungskräften und Mitarbeitern erarbeitete

Maßnahmenkatalog befindet sich

bereits in der Umsetzungsphase. ■

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 19

Ragnitzstraße – preiswertes Dach über dem Kopf

10 neue Garconnieren übergeben

Startwohnung für berufliche „Jungeinsteiger“

Ein preiswertes Dach über dem Kopf

beruflicher Jungeinsteiger hat die

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. ihren MitarbeiterInnen zu bieten.

Mitte Dezember 2000 haben Finanzdirektor

Ernst Hecke und Betriebsdirektor

Dr. Helmut Reinhofer zehn Mitarbeiter

Von links: Finanzdirektor

E.Hecke, Betriebsrat R.Hack,

AR.E. Topcu, Betriebsdirektor

Dr. H. Reinhofer, ZBRV A.Fischer-Felgitsch

zur Schlüsselübergabe

für ihr neues Heim

geladen.

Um 13,3 Millionen

Schilling hat die KA-

Ges zehn Garconnieren

in der Ragnitzstraße

12 und 16 erworben

und ausgestattet.

Diese 35-

Quadratmeter-Einheiten

bieten Wohnraum

mit Balkon,

Kochnische, Sanitäreinheit,

Vorraum und

ein Kellerabteil. Ein

Tiefgaragenplatz kann angemietet werden.

„Diese Startwohnungen sind für fünf Jahre

zu besonders günstigen Konditionen zu

mieten, dann erst steigt die Miete jährlich

an, um sie nach einigen Jahren nach der

beruflichen Startphase wieder für berufliche

Jungeinsteiger zur Verfügung zu haben“,

erklärt Direktor Ernst Hecke das

günstige Modell, das er mit dem Zentralbetriebsratsvorsitzenden

Anton Fischer-

Felgitsch ausverhandelt hat. ■

LKH Judenburg-Knittelfeld

Mitarbeiterpräsentation

I

n vielen steirischen LKHs stellen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Patienten, deren Angehörigen und Besuchern in

vielfältiger bildlicher Gestaltung vor.

Diesmal zeigen wir eine sehr humorvolle und gelungene Fotomontage mit dem Diplompersonal, den Pflegehelfern, der Stationssekretärin

und dem Reinigungsdienst einer Station. Beim zweiten Bild wurde das LKH Knittelfeld digital fotografiert, vergrößert und die

Fenster ausgeschnitten. Durch diese Fenster blicken nun die Mitarbeiter der Station.

Team der Chirurgie Neuro-Oststation am

Standort Knittelfeld

Team der Med. Abteilung (Med. Frauen) am

Standort Knittelfeld

Menschen helfen Menschen


20

PERSONALENTWICKLUNG

Chance zu einer dynamischen Personallösung genützt

Das LKH-2000-Projekt

Durch das LKH-2000-Projekt erhält

auch die Frauenklinik deutlich verbesserte

Rahmenbedingungen. Die damit

verbundene Neuausrichtung der Klinik

bot die Chance, diese Veränderung

durch Erstellung einer umfassenden Personalbedarfsstudie

aktiv zu unterstützen.

Für dieses Ziel wurde in der Projektarbeit

von April bis Dezember 2000 gemeinsam

sachorientiert, transparent und mit

dem notwendigen Maß an gegenseitigem

Vertrauen gearbeitet. Aus Betroffenen

konnten somit „Beteiligte“ im Veränderungsprozess

werden. Auf Basis einer

fundierten Ist-Analyse wurden sämtliche

Dienstzweige der Univ.Klinik nach neuesten

methodischen Ansätzen berechnet.

Unterstützt wurde das Projektteam durch

eine externe Beratungsfirma.

Neunmonatige Projektarbeit brachte konkrete Ergebnisse für

eine dynamische Personalbemessung

Das im Rahmen des Projektes LKH 2000

festgelegte Leistungsbild der zukünftigen

Frauenklinik wurde in die Personalbedarfsstudie

übernommen, sodass bezogen

auf das Bauprojekt auch die Hürde

der Einreichung beim Landesrechnungshof

erfolgreich vorbereitet wurde.

Darüber hinaus hat die gegenständliche

Studie auch dynamischen Charakter.

Denn die Personalplaner verfügen nunmehr

mit der vereinbarten Methodik zusätzlich

über die Möglichkeit, bei Änderungen

des Leistungsbildes Anpassungen

des Personalbedarfes im Stellenplan vorzunehmen.

Das Gesamtergebnis weist über alle Berufsgruppen

für die KAGes eine Verringerung

von 14,5 Stellen und für den Bund

eine Vermehrung von 7,1 Stellen aus.

Um mit dem Resultat „zu leben“ und die

Möglichkeiten einer dynamischen Verwendung

der Studie aufzuzeigen, wurde

im Jänner ein Workshop im Seminarzentrum

abgehalten. Schlussendlich konnte

mit dem Pilotprojekt ein „erster Schritt“ zu

einer umfassenden Neuberechnung des

Personalbedarfes für das LKH-Univ.Klinikum

Graz gesetzt werden. Weitere

Schritte werden 2001 folgen. ■

Mag. Gerhard Mariacher

Personaldirektion

Billrothgasse: Kindergarten mit freien Plätzen

Beschäftigungs- und Spielangebot

Im Ganzjahres-Betriebs-Kindergarten in der Billrothgasse 20 in Graz steht die ganzheitliche

Förderung des Kindes im Vordergrund. Beim Leben in der Gruppengemeinschaft

und dem vielfältigen Beschäftigungs- und Spielangebot im Kindergarten

und in der Krabbelstube kann ein Kind seine Fähigkeiten optimal weiterentwickeln.

Öffnungszeiten Tägl. von Mo. – Fr. von 06.00 bis 18.30 Uhr, außer an

gesetzlichen Feiertagen

Betreuung

Kindergartenpädagogen und Dipl. Kinderkrankenschwestern

Informieren Sie sich beim Betriebsrat: 0316/ 340 DW 2479 oder

DW 2885; direkt im Kindergarten: DW 2867 ■

Haben Sie Ihren Namen oder Ihre Adresse geändert? In diesen Fällen geben Sie dies bitte dem Personalbüro

Ihrer Verwaltungsdirektion bekannt. Damit ermöglichen Sie uns, Ihnen das Mitarbeitermagazin

G‘sund zuzuschicken.

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 21

Pensionierung von Primar Scholz und Prof. Hiotakis

Festakte zum Abschied

durch Landeshauptmann

Waltraud Klasnic das

„Große Goldene Ehrenzeichen

des Landes Steiermark“,

eine der höchsten

Auszeichnungen, die das

Land zu verleihen hat. ■

Foto Fischer

Primarius Randolf Scholz

nimmt das „Ehrenzeichen“ von

Landeshauptmann Waltraud

Klasnic entgegen

Groß-Gold für Scholz

Primarius Dr. Randolf Scholz, seit 1977

Leiter der Chirurgischen Abteilung am

Landeskrankenhaus Leoben, war als

Mensch und Chirurg gleichermaßen anerkannt.

Arzt war er seit 1962, einer der

ganz großen medizinischen Universalisten,

Allgemeinchirurg, Unfallchirurg und

Orthopäde. Randolf Scholz war nie unnahbarer

Gott in Weiß, sondern mitfühlender

und verständnisvoller Freund

der Patienten, der zwar mit dem Skalpell

heilt, dabei aber in seiner tief menschlichen

Art nie vergisst, wie viel allein einfühlsame

Worte zur Genesung beitragen

können. Er tritt als Primarius mit Jahresende

in den Ruhestand, als Chirurg bleibt

er „seinen“ Patienten mit einer Ordination

in Graz erhalten. Für seine Leistungen erhielt

er im Weißen Saal der Grazer Burg

Ein Freund der

Patienten

Univ.-Prof. Dr. Konstantin

Hiotakis geht in Pension

– Festakt im Palais Attems. Es

war ein großes und feierliches

Fest, das die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter zu

seinem Abschied organisiert hatten. Weit

über 100 Patienten und Freunde, Ehrengäste

und Mitarbeiter waren in die

beeindruckenden Prunkräumlichkeiten

des Palais Attems gekommen. Manch ein

Gast hatte

am Ende des

zwar wunderschönen,

aber doch

sehr steilen

Treppenaufganges

jedoch

nach

Atem gerungen.

Univ.-Prof. Dr.

Konstantin Hiotakis

Konstantin Hiotakis (4. von links) und

Randolf Scholz (5. von links) bei der

Abschiedsfeier des KAGes-Vorstandes

In einer kleinen

Broschüre

mit dem Festprogramm und den Fotos

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

schildert Univ.-Prof. Dr. Gerhard B. Friehs

in historischer Verpackung sehr offen und

teils kräftig einige Episoden aus dem Leben

von Univ.-Prof. Hiotakis.

Hier einige Auszüge:

„Kärglichst ausgestattet mit 25 US Dollars

und einem Maturazeugnis ... langte Konstantin

in Graz ein, um sich seinen Herzenswunsch,

Medizin zu studieren, erfüllen

zu können.“

„Er betrieb INTENSIVPFLEGE zu einer

Zeit, als man noch den Brand der Sauerstoffzelte

auf der Wachstation fürchtete.“


Unsere Senioren

50 plus

Maria Harb und Angela Lovse haben einen Stammtisch für die Pensionistinnen

und Pensionisten im Grazer Restaurant „Gösser“ in der Neutorgasse

gegründet und sind die rührigen Organisatoren von Ausflügen und anderen

Aktivitäten. Dieser Stammtisch findet jeden 1. Dienstag im Monat statt. Willkommen

sind alle Seniorinnen und Senioren der steirischen KAGes und natürlich

deren Angehörige und Freunde, die auch an den Ausflügen teilnehmen können.

Ab 15.00 Uhr ist unter „Senioren des LKH Graz“ ein Tisch reserviert.

Näheres zum Stammtisch bzw. zu den Ausflügen für Pensionisten erfahren

Sie beim Betriebsrat des LKH-Univ.Klinikum Graz unter der Telefon-Nr.

0316/ 385 - 2479. ■

Von links: Maria Harb und Angela

Lovse

Menschen helfen Menschen


22

PERSONALENTWICKLUNG

Univ.-Prof. Dr. E. P. Leinzinger, Vorstand des Gerichtlich-medizinischen Institutes an der Universität

Graz: Sachverständiger, Gutachter, Familienvater und „Sonntagsjäger“

G’SUND-PORTRÄT

Seit 27 Jahren Gerichtsmediziner. Univ.-Prof. Dr.

E. P. Leinzinger spricht über seinen beruflichen

Alltag, seine Erfahrungen mit dem Tod und über

seine knappe Freizeit.

Der Tod gehört zu seinem Beruf. Opfer

von Verbrechen, Verkehrstote und

Selbstmörder beschäftigen ihn fast täg-

von Petra Prascsaics

schwindet wieder aus dem Bild. Für alle

Krimifans eine bekannte Szene. „Ganz so

ist es nicht“, weiß dazu Univ.-Prof. Leinzinger,

„obwohl es im Alltag manchmal

noch um einiges skurriler zugeht als im

Film.“

gen jedes Jahr tausende Kilometer. An

die 400 Leichen werden jährlich am Seziertisch

der Grazer Gerichtsmedizin obduziert.

Nicht immer sind es Mordopfer

und Drogentote, die im grau verfliesten

Seziersaal der Gerichtsmedizin landen.

So gibt es auch immer wieder sanitäts-polizeilich

angeordnete Obduktionen mit

natürlichen Todesursachen.

Seelische und körperliche Belastbarkeit,

kriminalistischer Spürsinn und eine ausgeprägte

Phantasie sind wesentliche Voraussetzungen,

um diesen Beruf erfolgreich

ausüben zu können. „Der Gerichtsmedizi-

lich. Doch wenn er über die ständige

Konfrontation mit gewaltsamen Todesfällen

spricht, wirkt er weder abgebrüht

noch gelassen. „In diesem Beruf hat man

Erlebnisse, die teilweise nur schwer zu

verkraften sind, und auch eine dreißigjährige

Berufserfahrung macht es kaum

leichter“, erzählt o. Univ.-Prof. Dr. Eduard

Peter Leinzinger, seit siebenundzwanzig

Jahren Gerichtsmediziner und seit acht

Jahren Vorstand des Gerichtlich-medizinischen

Institutes an der Universität Graz.

G’sund im Gespräch mit dem Mediziner

über das breite Aufgabengebiet der Gerichtsmedizin

und seine langjährigen Erfahrungen

in diesem Fachgebiet.

„Herr Kommissar, das Opfer wurde vermutlich

erwürgt. Die Hautreste unter den

Fingernägeln der Frau lassen auf einen

Kampf schließen. Todeszeit zwischen Mitternacht

und zwei Uhr früh“, stellt der Gerichtsmediziner

etwas lapidar fest und ver-

Was ist passiert?

Die Aufgabe des Gerichtsmediziners beschränkt

sich bei einem Verbrechen, einem

Autounfall oder bei Selbstmord nicht

allein auf das Feststellen der Todesursache

und der Todeszeit. Vielmehr hat der

Mediziner die Aufgabe, so rasch wie

möglich den Tathergang zu rekonstruieren

und den ermittelnden Kriminalisten

noch vor den ersten Einvernahmen Informationen

zu liefern. Was ist hier passiert?

Wie ist es dazu gekommen? Die Gerichtsmedizin

ist damit das einzige Fachgebiet

der Medizin, das in die Vergangenheit

blickt. „Unsere Patienten haben

keine Zukunft mehr und sie können nicht

mehr sprechen. Wir verhelfen den Toten

zum Sprechen“, definiert Dr. Leinzinger

eine seiner Aufgaben. Einsatzgebiet der

Grazer Gerichtsmediziner ist nicht nur die

Steiermark, sondern auch Kärnten und

Teile des Burgenlandes. Dazwischen lie-

Der Seziertisch in der Grazer

Gerichtsmedizin ist nur einer

der Arbeitsplätze von Univ.-

Prof. Dr. Leinzinger

Foto H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 23

ner muss bei seiner Arbeit systematisch

vorgehen und sein Tun ständig selbstkritisch

hinterfragen, um möglichst nichts zu

übersehen, denn nicht jeder, der am

Strick hängt, hat sich auch selbst erhängt“,

bringt Univ.-Prof. Eduard Peter

Leinzinger das Anforderungsprofil eines

Grichtsmediziners auf den Punkt.

Von Terminen gejagt

bestehen oder nicht. „Gerade auf diesem

Gebiet hat sich in den letzten Jahren beim

Medizinrecht viel verändert“, so Univ.-

Prof. Leinzinger. Resultat seiner langjährigen

Arbeit in dieser Institution ist, dass es

sich in den meisten Fällen nicht um Behandlungsfehler

handelt. Fehler passieren

vielmehr durch unzureichende Aufklärung

oder mangelhafte Dokumentation. Um

diese Fehler künftig zu vermeiden, präsentiert

Prof. Leinzinger einmal im Jahr seine

Untersuchungsergebnisse in der

Schlichtungsstelle bei einem Ärztetreffen.

Spezialisten für Vergiftungen

Eine weitere Säule der Gerichtsmedizin

ist die Toxikologie. „Bei Vergiftungsfällen

sind wir mit der modernsten Technik ausgestattet

und in der Lage, genaueste

Nachweisanalysen durchzuführen. So

können wir zum Beispiel bei Rauschgiften

nicht nur die Zusammensetzung und Dosierung

feststellen, sondern auch das Herkunftsland

nennen und sagen, ob der

Stoff neu oder schon länger am Markt

ist“, erklärt dazu Professor Leinzinger. Gerade

bei Vergiftungen vermutet er jedoch

die höchste Dunkelziffer. Als Vergiftungsspezialisten

analysieren die Gerichtsmediziner

auch Untersuchungsmaterial aus

Krankenhäusern und für die Privatwirtschaft,

wie zum Beispiel Trinkwasseruntersuchungen.

An ein Ende des Arbeitstages

ist nach acht Stunden meistens noch nicht

zu denken. Der Aktenberg am Schreibtisch

ist im Laufe des Tages wieder gewachsen.

Die meisten Fällen sind mit einem

Termin behaftet. Einen wahren Papierkrieg

beschert ihm auch seine Funktion

als Vorstand des Institutes und natürlich

seine Lehrtätigkeit an der Universität.

Neben seiner alltäglichen Arbeit bemüht

sich Professor Leinzinger auch, Kontakte

zu seinen Kollegen im Ausland aufzubauen.

Zum zehnten Mal jährt sich heuer das

Treffen der Gerichtsmediziner aus dem

„Alpen Adria Pannonia“-Raum, eine Plattform

für den Erfahrungsaustausch, die Professor

Leinzinger 1991 gegründet hat.

Der Grazer Gerichtsmediziner konnte

sich auch international einen Namen machen,

wurde er doch als erster deutschsprachiger

Mediziner in den Vorstand

von „The World Association for Medical

Law“ gewählt.

Wenn er dann nach elf oder zwölf Stunden

nach Hause geht, bringt er oft seine

Wie sieht nun der Alltag eines Gerichtsmediziners

aus? „Der Tag beginnt oft mit

einem Gerichtstermin, wo wir als Sachverständige

bei Strafverfahren oder Zivilrechtsklagen

unter anderem rechtlich relevante

Körperverletzungen und Gesundheitsschädigungen

nach Unfällen beurteilen

oder feststellen, ob zum Beispiel eine

Verletzung von einem Sturz oder einem

Schlag verursacht wurde“, so Professor

Leinzinger. Anschließend geht es im Laufschritt

ins Institut. Dort hat der Computer

das Resultat einer DNA-Analyse in einer

Vaterschaftsbegutachtung ausgespuckt.

Eine Untersuchung auf DNA-Basis liefert

Resultate mit einer 99,9-prozentigen

Wahrscheinlichkeit; das Gutachten kann

danach verfasst werden.

Der Gerichtsmediziner ist überall dort im Einsatz, wo Menschen

gewaltsam ums Leben kommen

Foto Helge O. Sommer

Aus Fehlern lernen

Ein Patient ist am Operationstisch gestorben.

Der Gerichtsmediziner wird gerufen,

um in Zusammenarbeit mit Spezialisten

die genaue Todesursache zu untersuchen.

Ist der Patient eines natürlichen Todes

gestorben? Liegt der Fehler beim

Anästhesisten oder beim Chirurgen? Seit

dreizehn Jahren sitzt Univ.-Prof. Leinzinger

nun schon in der Schlichtungsstelle und

hat dort die Aufgabe, von Patienten behauptete

Behandlungsfehler zu untersuchen

und zu beurteilen, ob diese zurecht

Eindrücke mit. „Bei meinen Kindern bin

ich sicher übervorsichtig und sehe viel

mehr Gefahren“, so der fünffache Familienvater.

Viel Freizeit bleibt dem engagierten

Gerichtsmediziner nicht. Vor einigen

Jahren hat Prof. Leinzinger die Jagd als

entspannenden Ausgleich entdeckt, allerdings

nur als „Sonntagsjäger“, wie er sich

selbst bezeichnet. Und so ist es nicht immer

eine dringliche Obduktion, die ihn zu

früher Morgenstunde aus dem Bett holt,

sondern das Naturerlebnis, „durch einen

tiefverschneiten Wald im Mondlicht zu

stapfen“.


Menschen helfen Menschen


24

PERSONALENTWICKLUNG

PE-KURZMELDUNGEN

Spezialseminar für Österreichs

Diätassistentinnen

Insgesamt 45 Dipl. Diätassistentinnen

und Ernährungsmedizinische Beraterinnen,

vertreten aus allen Bundesländern

Österreichs, konnten im Rahmen eines

Spezialseminares an der Univ.Klinik

45 Damen aus ganz Österreich

konnten ihr Wissen im Bereich

Gastroenterologie auf den

neuesten Stand bringen

Graz ihr Wissen im Bereich Gastroenterologie

auf den neuesten Stand bringen.

Namhafte Spezialisten der Internen Medizin,

Chirurgie, Pharmazie, Psychologie,

Diätetik und Pflege konnten als Referenten

gewonnen werden. Die interessanten

und hochkarätigen Vorträge regten zu

intensiven Diskussionen an.

Die Gesamtorganisation und Leitung des

Seminars wurde von DDA & EMB A. M.

Eisenberger (LKH-Univ.Klinikum Graz)

und DDA & EMB A. Brunner (LKH Graz

West) durchgeführt.


Führungswechsel zum

Jahrtausendsprung

Mit einem Primariatswechsel an der

Chirurgischen Abteilung startete

das LKH Leoben/

Eisenerz in das

neue Jahrtausend.

Von den

insgesamt 7 Bewerbern

konnte

sich Univ.-Prof.

Dr. Hans Rabl

letztendlich mit

Bravour in einem

mehrstufigen Auswahlverfahren

als

Nachfolger von

Primarius Dr. Randolf

Scholz

durchsetzen.

Der gebürtige

Der neue Primarius

der Abteilung

für Chirurgie

am LKH

Leoben: Prim.

Univ.-Prof. Dr.

Hans Rabl

Obersteirer ist verheiratet und Vater von

drei Kindern. Nach Abschluss

seines Medizinstudiums

im Jahre 1980 schloss

er am LKH-Univ.Klinikum

Graz die Facharztausbildung

für Chirurgie bzw. Gefäßchirurgie

mit Erfolg ab.

Mit der Habilitation (1992)

und der Ernennung zum ao.

Universitätsprofessor (1997)

für das Fach Chirurgie folgten

weitere universitäre Meilensteine

in seiner Laufbahn.

Primarius Rabl verfügt aufgrund

seiner zahlreichen Hospitationen

und Mitgliedschaften

zu nationalen und internationalen

chirurgischen Gesellschaften

über ausgezeichnete

internationale Kontakte. Bemerkenswert

ist auch seine rege

wissenschaftliche Tätigkeit,

die sich in 367 wissenschaftlichen

Arbeiten manifestiert.


Foto H. A. Pachernegg

Das schwarze Brett im

Intranet

Auf der Intranet-Homepage des LKH-

Univ.Klinikum Graz wurde ein

„schwarzes Brett“ für Anbieter und Suchende

eingerichtet. Noch ist die Zahl

der aktuellen Einträge nicht allzu groß.

Aber erste Verkaufsangebote, auch für

Wohnungen, gibt es schon. ■

Tag der offenen Tür

Gut besucht war der Tag der offenen

Tür, der von der Schule für psychiatrische

Gesundheits- und Krankenpflege

und der Akademie für den med.-technischen

Laboratoriumsdienst im Erdgeschoss

und 1. OG des gemeinsamen

Gebäudes organisiert wurde. Mit

großem Interesse machten die Besucher

von der Möglichkeit Gebrauch, sich umfassend

über die Ausbildungsmöglichkeiten

und die beruflichen Aufgaben zu informieren.


Großen Anklang fanden die

praxisnahen Vorführungen

und Übungen

Fotos H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 25

Nuklearmedizin auf neuen Wegen

Mit PET aussichtsreicher und

gezielter behandeln

Fotos Nina Krok

Univ.-Prof. Dr. Reingard Aigner: Sie leitet

die Klinische Abteilung für Nuklearmedizin

an der Universitätsklinik Graz

Die Nuklearmedizin beschäftigt sich

mit der Anwendung offener radioaktiver

Stoffe für die Zwecke der Diagnose

und Therapie jeglicher Art von Erkrankungen

aller Organsysteme. Sie umfasst die

In-Vivo- und In-Vitro-Diagnostik mit offenen

Radionukliden und die Therapie mit offenen

Radionukliden. Die Klinische Abteilung

für Nuklearmedizin an der Universitätsklinik

Graz leitet Univ.-Prof. Dr. Reingard

Aigner, sie wurde kürzlich auch zur

Stellvertreterin des Klinikvorstandes bestellt.

Insgesamt sind an der Klinischen Abteilung

für Nuklearmedizin der Universitätsklinik

für Radiologie 32 Mitarbeiter beschäftigt.

Davon sind vier Ärzte und ein

ärztlicher „Rotant“ aus der Radiologie im

Einsatz.

Seit Oktober 1998 ist an der Abteilung

der Positronen-Emissions-Tomograph

(PET) nun in Betrieb. Er ermöglicht die

Frühdiagnose und Therapie-Erfolgskontrolle

von Krebserkrankungen, die Herzmuskel--Vitalitätsprüfung

und die Diagnose

diverser Hirnerkrankungen. Somit ist

nun auch in Graz aussichtsreicheres und

gezielteres therapeutisches Procedere

möglich; ein großer Sprung, den die Universitätsklinik

für Radiologie mit PET gemacht

hat. Die 25-Millionen-Investition

PET findet vor

allem bei onkologischen Patienten

ihre Anwendung.

Univ.-Prof. Dr. Aigner hat in

ihrer Habilitation bereits

über Traceranalysen in der

Nebenschilddrüsendiagnostik

gearbeitet. Ein entscheidender

biografischer

Aspekt für ihre jetzige Arbeit

sei, dass sie vor ihrer Ausbildung

zur Fachärztin für

Radiologie noch das Ius

practicandi erworben habe

und sechs Monate in der Industrie

als Software-Support-Managerin

tätig gewesen

sei. „Ich beschäftigte mich in dieser

Zeit intensivst mit Software-Themen in der

Nuklearmedizin“, so Prof. Aigner. Sie

profitiere davon noch heute entscheidend.

Das spezifische Leistungsspektrum der

Abteilung für Nuklearmedizin umfasst sowohl

diagnostische als auch therapeutische

Verfahren.

Die Diagnostik beinhaltet:

a) Nuklearmedizinische spezielle Laboruntersuchungen:

analytische Methoden

an Körperflüssigkeiten und Gewebeproben

(Serum, Plasma, Harn,

Schweiß, Punktionsflüssigkeiten etc.)

b) Untersuchungen am Patienten („Szintigraphien“):

Schwach radioaktive Substanzen

werden verwendet, um Organfunktionen

nicht-invasiv abzubilden.

Die nuklearmedizinische Untersuchung

ist primär funktionsorientiert. Szintigraphie

ist Funktionstopologie: Physiologische

und pathophysiologische Vorgänge

im menschlichen Körper wie Durchblutung,

Stoffwechsel oder Vitalität von

Organen oder Tumoren werden in

Form von Funktionsbildern dargestellt.

Die Szintigraphie basiert unter Nutzung

biologischer Prinzipien auf der

computerassistierten Funktionsuntersuchung

diverser Organe oder Organsysteme.

Die absoluten Stärken der

Methode sind Früherkennung und

Ganzkörperdarstellung sowie die Darstellung

einer Funktionstopologie

PET: Positronen-Emissions-Tomographie:

aussagekräftige Bilder biologischer Funktionen

des menschlichen Körpers bei onkologischen,

kardiologischen und neurologischen

Krankheiten sowohl in der

Früherkennung als auch in der Beurteilung

des therapeutischen Respons. Durch

diese diagnostische Modalität können

die Patienten aussichtsreicher und gezielter

behandelt werden.

Therapie mit offenen

radioaktiven Isotopen:

Diese Therapie basiert auf der selektiven

Anreicherung von Radioisotopen in Zellen

und Zellverbänden, welche Störungen

in Funktion, Stoffwechsel und

Wachstum verursachen.


Frühdiagnose und Therapiekontrolle

durch PET

Menschen helfen Menschen


26

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Erstmals in Österreich

Kälte gegen Bronchialkrebs

Die Kryotherapie ist eine

neuartige Behandlungsmethode

bei Bronchuskarzinomen

an der

Lungenabteilung in Graz.

Das Bronchialkarzinom ist

bei den Männern schon

seit Jahren der häufigste

zum Tod führende bösartige

Tumor. Bei Frauen

nimmt er weltweit konsequent

zu und ist in einigen

Ländern ebenfalls schon

an erster Stelle der malignen

Erkrankungen. Die

Heilungsaussichten gelten

auch heute noch als

schlecht. Umso mehr kommt der palliativen

Behandlung besondere Bedeutung

zu.

Die Lungenabteilung des LKH-Univ.Klinikum

Graz setzt eine für Österreich völlig

neuartige Methode zur Behandlung des

Bronchialkarzinoms ein, die so genannte

Prim. Dr. Gert

Wurzinger, Abteilung

für Lungenkrankheiten,

LKH-

Univ.Klinikum Graz

cher Gewinn an Lebensqualität für die

Patienten. Durch das Schwinden des Tumors

und die Wiederbelüftung von nicht

mehr ventilierten Lungenarealen können

Sekretstau, hartnäckig rezidivierende

poststenotische Pneumonien und Shuntdurchblutungen

mit schlechten Blutgasen

verhindert werden. Dabei kann diese Behandlung

im Vergleich zur Brachytherapie,

der endobronchialen Bestrahlung,

beliebig oft wiederholt werden.“

Die Kryotherapie kann sowohl mittels flexibler

Bronchoskopie in Lokalanästhesie

als auch im Rahmen der starren Bronchoskopie

in Vollnarkose angewandt werden.

In diesem Fall wird sie häufig kombiniert

mit dem Argon-Plasmer-Beamer

zur Rekanalisierung von Bronchien eingesetzt,

welche durch Tumorgewebe verschlossen

oder eingeengt sind. Besonders

bewährt hat sich diese Behandlung

bei Karzinomen im Bereich von Tracheobronchialstents,

da hier die Rekanalisierung

durch Laserlicht zur Zerstörung des

Stents führt.

Diese vorwiegend aus Silikon gefertigten

Prothesen werden an der Lungenabteilung

bei tumorbedingten Einengungen

der Bronchien implantiert. Dabei wird

der durch den Tumor komprimierte Bronchus

durch spezielle Bougierungssonden

oder Ballonkatheter aufgedehnt und der

Stent eingesetzt.

Kryotherapiesonde im Tumor

während der Vereisung des

Gewebes mit minus 80°C

Tumorös veränderte Bronchialschleimhaut.

Links unten Vereisungsstelle

nach Entfernung

der Sonde. Der gesamte Tumor-infiltrierte

Bereich wird

systematisch „tiefgefroren“

Ein mit der Kryotherapiesonde

durch Vereisung angehefteter

Fremdkörper (aspirierte Lecaton-Kugel)

nach Entfernung

aus dem Bronchialsystem

Kryotherapie. Sie wurde in Frankreich

entwickelt und in den USA optimiert. Primarius

Dr. Wurzinger, der Leiter der Lungenabteilung,

besuchte mehrere Kurse in

Deutschland, den USA und Kanada und

brachte die Technik an die Lungenabteilung.

Primar Wurzinger: „Seit einem Jahr wird

diese Therapie in unserem

Haus mit Erfolg angewendet.

Dabei wird Kohlendioxid

auf minus 80° C abgekühlt

und der im Bronchialsystem

wachsende Tumor

mittels spezieller Sonden

für einige Minuten tiefgefroren.

Dabei wird dem

Gewebe Flüssigkeit entzogen,

wodurch es zur Zerstörung

der Tumorzellen

kommt. Das Gewebe wird

abgestoßen und als Sekret

ausgehustet.“

Die Applikation von Kälte

zur medizinischen Behandlung,

insbesondere von

schmerzhaften Zuständen, ist schon seit

dem Altertum bekannt. Neu ist die selektive

Zerstörung von Tumorzellen, wobei

dies ebenfalls keine Schmerzen verursacht

und den Patienten kaum belastet.

OA Dr. G. Ambrosch, Leiter der Bronchoskopie:

„Das Ergebnis ist ein deutli-

Ein weiterer Einsatzbereich der Kryotherapie

ist die Entfernung von Fremdkörpern.

Besonders schwer greifbare Dinge

wie Erdnüsse, Lecaton-Kugeln, Kunststoffteile

usw. können an die Kryo-Sonde angefroren

und problemlos entfernt werden.

Da die interventionelle Bronchoskopie

neben der Onkologie, der Allergologie

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 27

Blick auf einen Y-förmigen Silikonstent

nach Implantation

in die Luftröhre

OA Dr. Ambrosch und Anästhesist OA Dr. Ofner bei der Implantation

ein Y-Stents

und der Funktionsdiagnostik einen der

Schwerpunkte der Lungenabteilung darstellt,

gilt das besondere Augenmerk

auch der Früherkennung von Bronchuskarzinomen.

Dazu hat sich der Einsatz

der Autofluoreszenz-Bronchoskopie sehr

bewährt. Bei dieser Methode wird Licht

einer definierten Wellenlänge (monochromatisches

Laserlicht) für die Untersuchung

der Bronchialschleimhaut verwendet.

Dieses Licht regt die Schleimhaut der

Bronchien zur Aussendung von Licht an

(Autofluoreszenz). Erkrankte Areale „fluoreszieren“

andersfärbig als gesunde,

sodass gezielt Proben zur histologischen

Untersuchung entnommen werden können.

Kryotherapie und Koagulation können

gezielt eingesetzt werden und kranke

Areale zerstören. Mit dieser Methode

ist es auch möglich, Stumpfrezidive nach

Lungenresektionen frühzeitig zu erkennen

und durch gezielte Bestrahlung zu behandeln.


LKH-Univ.Klinikum Graz: Psycho-Onkologische Ambulanz

Begleitende psychologische

Betreuung von Krebspatienten

An der Grazer

Univ.

Klinik für Chirurgie

gibt es

nun in Kooperation

mit der

Univ.Klinik für

Medizinische

Psychologie

und Psychotherapie

eine psy-

Univ.-Prof. Dr.

Michael Smola, choonkologi-

sche Ambu-

Univ.Klinik für

Chirurgie Graz lanz für

Brustkrebspatientinnen

und Patienten mit anderen

Krebserkrankungen.

Hier wird Krebspatienten und deren Angehörigen

neben einer anspruchsvollen

chirurgischen auch eine begleitende psychologische

Betreuung geboten. Die Ambulanz

befindet sich in den Räumlichkeiten

der Mamma-Ambulanz im Tiefparterre

(Neubau) der Chirurg. Univ.Klinik.

Nach telefonischer Voranmeldung

(0316/385/2739, Fr. Schröttner) steht

onkologischen PatientInnen jeden Dienstag

Vormittag eine ärztliche Psychotherapeutin

zur Verfügung.

„Noch immer tabuisiert“

Die Diagnose „Krebs“ löst bei vielen

immer noch eine Kaskade negativer

Gefühle aus. Die Erkrankung wird in die

Nähe von Leiden, Schmerz und Tod gebracht,

was für Krebskranke oft zu Kommunikationsproblemen

mit ihrer Umgebung

führt.

Unsicherheit kennzeichnet den Umgang

Dr. Brigitte Kienreich,

Univ.Klinik

für Med.

Psychologie und

Psychotherapie

in Graz

mit Krebskranken.

PatientInnen

wie Angehörige

befinden

sich in einem

Wechselbad

der Gefühle,

die

schwer fassbar

sind. Hier ist es

das Anliegen

der psychoonkologischen

Betreuung,

die PatientInnen

im

Prozess der

Krankheitsbewältigung zu unterstützen, indem

gemeinsam versucht wird, die Gefühle

und Empfindungen, die eine Krebserkrankung

auslöst, zu verarbeiten. ■

Menschen helfen Menschen


28

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

LKH-Univ.Klinikum Graz und in steirischen Landeskrankenhäusern

PACS: Weltweit größtes digitales

Röntgenarchiv

Im LKH-Univ.Klinikum Graz sowie in allen

anderen steirischen LKHs wurde ein

tele-radiologisches Projekt, genannt

PACS (picture archiving and communication

system), abgeschlossen.

Das Ergebnis ist das weltweit größte zusammenhängende

digitale PACS-Röntgenarchiv.

Es dient den für das Universitätsklinikum

wichtigsten Zielgrößen von

Patientenversorgung, Forschung und Lehre

und stellt gleichzeitig auch noch einen

Beitrag zur Wirtschaftlichkeit dar.

Das digitale PACS-Röntgenarchiv

sorgt für rasche Bild- und

Befundübertragung und eröffnet

die Möglichkeit, Röntgenbilder

und Befunde gleichzeitig

an mehreren Stellen betrachten

zu können

So konnten bereits in erheblichem Umfang

Röntgenfilme eingespart werden.

Von größter Bedeutung für die Patientenversorgung

ist die Geschwindigkeit der

Bild- und Befundübertragung sowie die

Möglichkeit, Röntgenbilder und Befunde

gleichzeitig an mehreren Stationen auf

Bildschirm betrachten zu können.

Zukünftig wird dies in allen Spitälern der

KAGes möglich sein, in naher Zukunft

auch online im Austausch mit Praxen

oder Instituten. Mit Hilfe der digitalen Bilder

sind weitere, für die Qualität der Patientenbehandlung

wichtige Projekte umgesetzt

worden, wie z.B. eine computerunterstützte

Navigation, die genaue Planung

gesichts- und kieferchirurgischer Eingriffe

an automatisch erzeugten Modellen,

die virtuelle Endoskopie und mehr. ■

Geburtshilfliche Abteilung mit „medizinischer Sensation“

Einmalige Operation sicherte der

kleinen Anja das Überleben

Foto Nina Krok

Heute

kräht

die kleine

Anja vergnügt

und nuckelt zufrieden

an ihrem

Schnuller. Auch

für ihre Mutter,

Monika Winkler

aus Hirnsdorf bei

Gnas, gehören

Primar Doz. Dr. schreckliche

Hannes Hofmann Wochen des

Hoffens nun endlich

der Vergangenheit

an. Sie blickt erleichtert auf ein

Leben, das es nach der gängigen medizinischen

Lehrmeinung gar nicht geben

kann. Primarius Dr. Hannes Hofmann,

Chef der Geburtshilflichen Abteilung am

LKH Feldbach, über die näheren Umstände

einer schwierigen Schwangerschaft:

„Es kam in der 14. Woche zu einem Blasensprung.

Die Überlebenschance für das

Kind in so einem Fall beträgt maximal

zwei Prozent, weil das für die Ausbildung

der Lunge notwendige Fruchtwasser abfließt.“

Für die Schwangere ein fast nicht

zu verkraftendes Ereignis, war dies doch

schon der fünfte Versuch, über eine künstliche

Befruchtung ein Baby zu bekommen.

„Es war furchtbar“, erinnert sich Monika

Winkler an den März des Vorjahres,

zumal man ihr an der Klinik in Graz riet,

die Schwangerschaft abzubrechen.

Es folgten ein genetischer Test und für Monika

Winkler und ihren Ehemann sechs

Wochen des Hoffens und Bangens. Weil

dieser schließlich ergab, dass das Kind

eigentlich gesund war, entschloss sich Primarius

Dr. Hofmann in der 20. Schwangerschaftswoche

zu einer Operation.

„Mit einer neuen Methode wurde der

Muttermund total verschlossen, sodass

das Fruchtwasser nicht mehr abfließen

konnte. Zwei Tage nach der Operation

hat Frau Winkler ihr Kind gespürt und das

für die Ausbildung der sekundären und

tertiären Lungenbläschen wichtige Fruchtwasser

hat gehalten“, schildert Dr. Hofmann

den Eingriff, der gemeinsam mit der

Grazer Kinderklinik und dem Fürstenfelder

Gynäkologen Dr. Ralph Klieber geplant

wurde.

Dass Anja am 20. August per Kaiserschnitt

im LKH-Univ.Klinikum Graz das

Licht der Welt erblicken konnte – mit

1360 Gramm Gewicht und 38 Zentimetern

Größe nur eine Hand voll Mensch –,

ist für Dr. Hofmanns Kollegenschaft eine

„medizinische Sensation“, für ihn selbst

ein glückliches Zusammenspiel aller Kräfte:

„Die Lunge hat sich völlig normal entwickelt.

Zur medizinischen Kunst hat auch

der liebe Gott seinen Teil beigetragen.

Solche Momente machen mich glücklich,

denn da weiß ich, warum ich Arzt geworden

bin“, gibt der erfahrene Mediziner

sichtlich bewegt zu verstehen. „Ich

hab´ einfach gespürt, dass sie leben

will“, meint die glückliche Mutter und

wiegt ihre inzwischen 2,8 Kilo schwere

Tochter im Arm.


Menschen helfen Menschen


Vario-Kredit – die flexible Alternative

für Ihre Wohnbaufinanzierung

Gleichgültig, ob Sie ein Haus oder eine Wohnung, ob Sie eine Grund- und Baufinanzierung benötigen, oder Ihren Altbau renovieren

– mit dem Vario-Kredit genießen Sie große Flexibilität und sichern sich Top-Zinsen. Ab 700.000,– Schilling sind Sie dabei.

Fremdwährungs- oder Schilling-Kredit?

Die Zinssätze von Fremdwährungskrediten sind oft niedrig – allerdings ist hier das Währungsrisiko zu beachten. Und so stellt sich

die Frage: Soll ich mich für einen Schillingkredit entscheiden?

Am besten, Sie entscheiden sich für beides: Mit dem Vario-Kredit!

Garantierter Top-Zinssatz

Beim CA-Vario-Kredit sichert man sich für die ersten sechs Monate einen besonders günstigen Fixzinssatz für einen Schillingkredit.

Während dieser Zeit kann man überlegen, ob und wann man auf einen CA-Fremdwährungskredit oder einen

CA-Euro-Topkredit umsteigen möchte. So kann man die Entwicklung der Währungskurse und Zinssätze beobachten und dann

seine Entscheidung treffen.

Schilling/Euro, Yen & Franken – jederzeit flexibel wechseln

Mit dem CA-Vario-Kredit ist man flexibel: Während der gesamten Kreditlaufzeit besteht die Möglichkeit, zwischen den

gewählten Währungen (z. B. Schilling/Euro, Japanische Yen oder Schweizer Franken) zu wechseln. So kann man von Zins- und

Zechselkursvorteilen der verschiedenen Währungen profitieren.

Sie sehen also: Mit dem CA-Vario-Kredit genießen Sie große Flexibilität und haben Top-Zinsen.

Mehr darüber erfahren Sie bei Ihren CA-Beratern:

Herrn Erich Peter, Tel. 0316/80 45-577, E-mail: erich.peter@creditanstalt.co.at, Herrn Klaus Sturmann, Tel. 0316/80 45-587,

E-mail: klaus.sturmann@creditanstalt.co.at, oder nutzen Sie die Möglichkeit einer individuellen Informationsveranstaltung durch

unseren Service-Betriebe-Spezialisten Herrn Robert Jungbauer, Tel. 0316/80 45-565, E-mail: robert.jungbauer@creditanstalt.co.at


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Bei Abschluss eines neuen CA-Vario-Kredits erhalten

Club Suxess-Mitglieder nach Ablauf der Einstiegskondition einen

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Kreditwährung.

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(maximal ATS 2.000,–)

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der CA) in Verbindung mit einem neuen endfälligen

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Gültig nur bei Verträgen gegen laufende Prämienzahlung und Einziehungsauftrag.

Exklusives Angebot für Club Suxess-Mitglieder. Die in diesem Gutschein enthaltenen Finanzierungsvorteile

können nicht mit anderen Begünstigungen kombiniert werden. Der Gutschein kann vom

1. 3. bis 30. 4. 2001 in jeder CA-Filiale in der Steiermark ausgestellt und bis zum 31. 12. 2001 durch Abschluss

eines CA-Vario-Kredits eingelöst werden.


30

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Penthouse/Ordination

Innenstadtnähe – Graz

In der Grabenstraße / Ecke Lange Gasse, 350 m

vor dem Grazer Stadtpark, entsteht bis Sommer

2002 auf einem 1.700 m 2 großen Grundstück ein 4-

stöckiges Geschäfts-, Büro- und Wohngebäude.

Die gute Erreichbarkeit, die Nähe zur Innenstadt

und genügend Parkflächen im Hof bzw. in der

hauseigenen Tiefgarage sind nur einige wenige

Vorteile, die dieser moderne Neubau anzubieten

hat.

Sowohl die insgesamt 850 m 2 großen, ab 100 m 2

teilbaren Ordinations- bzw. Büroflächen als auch

die Wohnungen (süd-westliche Orientierung) in den

Größen von 67 m 2 bis 150 m 2 verfügen über

großzügige Terrassen.

Die beiden Penthäuser mit 120 m 2 und 136 m 2

Wohnfläche im 3. bzw. 4 Obergeschoss bestechen

durch ihre sonnige Lage und die Terrassen, welche

bis zu 120 m 2 groß sind.

Bei sämtlichen Einheiten ist eine Mitplanung der

Raumaufteilung noch möglich.

Wir laden Sie ein, ein persönliches Gespräch mit

uns zu führen bzw. senden Ihnen auf Wunsch gerne

Unterlagen. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer

IMMOBILIEN

PURKATHOFER

KIENZL

B A U H E R R

GENERALBAU GMBH

Tel. 0316/ 82 88 83

Internet: www.pu-ki.at

ALLEINVERMITTLUNG

Immobilienmakler

Purkarthofer-Kienzl GmbH

Goethestraße 50 Sporgasse 29

8010 Graz 8010 Graz

„Schlösslhof“

Staatspreis für Rheumatologie

Ausgezeichnete

Grazer Internistin

W issenschaftsministerin

Elisabeth Gehrer hat

am 15. November 2000 in

Wien den mit 150.000,–

Schilling dotierten Staatspreis

für Grundlagenforschung auf

dem Gebiet der Rheumatologie

an Dr. Ruth Brezinsek, Medizinische

Universitätsklinik der

Universität Graz, und an Dr.

Georg Schett, Universitätsklinik

für Innere Medizin an der Universtität

Wien, verliehen.

Auf einstimmige Empfehlung

der Expertenjury wurde die von

Dr. Ruth Brezinsek und ihrem

Forscherteam eingereichte Arbeit

„Activated T-cells acquire

endothelial cell surface determinants

during transendothelial

migration“ mit 100.000,–

Schilling ausgezeichnet. Die

Arbeit im Rahmen der Erforschung

des Migrationsverhaltens

von T-Zellen bei rheumatischer

Arthritis

wurde

1999

im Journal

of Immunology

veröffentlicht.

Dr. Ruth

Brezinsek

absolvierte

ihre Fachausbildung

für Innere

Medi-

Preisträgerin

Dr. Brezinsek,

Medizinische

Universitätsklinik

Graz

zin an der Medizinischen Universitätsklinik

Graz und war

von 1992 bis 1998 als Postdoctoral

Fellow an der University

of Texas tätig. Seit 1998

setzt sie ihre Fachausbildung

für Innere Medizin an der Abteilung

für Hämatologie an der

Grazer Universitätsklinik fort. ■

Weitere Informationen im Internet unter:

http://www.gsund.net

Einzigartige Kooperation

Partnerschaftsmodell

Ein österreichweit wohl einzigartiges

Zusammenarbeitsmodell

besteht in der Betreuung

erwachsener onkologischer

Patienten zwischen der

Klinischen Abteilung für Onkologie

am LKH-Univ.Klinikum

Graz und regionalen Fachabteilungen

der KAGes.

Das bereits seit über einem Jahr

höchst erfolgreich laufende Projekt

mit der Chirurgischen Abteilung

am LKH Leoben und der

Gynäkologischen Abteilung

am LKH Bruck wird nunmehr in

einem weiteren Schritt auch mit

der Chirurgischen und Medizinischen

Abteilung des LKH

Voitsberg ausgebaut.

Gemeinsam zur besten

Diagnose und Therapie

Ziel der „häuserübergreifenden“

Partnerschaft ist eine

höchstmögliche onkologische

Betreuungsqualität. Sämtliche

Krebserkrankungsfälle werden

von den medizinischen Spezialisten

gemeinsam besprochen.

Diese interdisziplinäre Auseinandersetzung

mit der Erkrankung

führt zu einer äußerst

treffsicheren Diagnoseerstellung

und einer auf den Krebspatienten

individuell abgestimmten

Behandlungsstrategie.


Foto H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 31

Grazer Neurologin

Hohe Auszeichnung

Die

Forschungspreise

2000 des Landes Steiermark

wurden kürzlich an herausragende

Forscherpersönlichkeiten

überreicht. Der Erzherzog-Johann-Forschungspreis

ist ein seit 1957 an einen

in der Steiermark tätigen

Wissenschaftler jeder Fachrichtung

vergebener Preis. Im

S+M

Foto Fischer

Frau Doz. Dr. Michaela Auer-Grumbach (2. von

links) beim Festakt anlässlich der Preisverleihung

im Weißen Saal der Grazer Burg

Jahr 2000 wurde dieser

Preis, wie schon seit langem

nicht mehr, einem Mediziner

zuerkannt.

Die Preisträgerin ist Frau

Univ.-Doz. Dr. Michaela Auer-Grumbach,

Fachärztin für

Neurologie und Psychiatrie

an der Universitätsklinik für

Neurologie Graz. Der Preis

wurde ihr für ihre in der hochrangigen

Zeitschrift „Brain“

veröffentlichte Arbeit über eine

seltene Form einer angeborenen

Erkrankung des peripheren

Nervensystems verliehen.

Frau Univ.-Doz. Dr.

Michaela Auer-Grumbach betreut

die Spezialambulanz für

Neuromuskuläre Erkrankungen

und befasst sich schwerpunktmäßig

mit erblich bedingten

Formen dieser Erkrankungen.

Sie werden in Zusammenarbeit

mit dem Institut

für Medizinische Biologie und

Humangenetik der Universität

Graz sowie mit modernsten

genetischen Forschungsmethoden

ausländischer Speziallabors

abgeklärt. ■

Weitere Informationen im Internet unter:

http://www.gsund.net

Desinfektionsmittel

Film

„www.gsund.net“ neu

Zu Beginn des Jahres 2000 hat die G´sund-Redaktion der

KAGes eine Homepage im WorldWideWeb eröffnet. Anfangs

wurden dabei nur die einzelnen G´sund-Ausgaben 1:1

wiedergegeben und als pdf-download angeboten. Nach den

bisher gewonnenen Erfahrungen und neuesten Erkenntnissen in

diesem sich so rasch ändernden Bereich wurde gsund.net vollkommen

neu gestaltet. Die G´sund-Redaktion wird versuchen,

dieses Medium als Service und Informationsstelle zu nutzen und

spezielle Themen und Projekte zu lancieren.


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32

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

G&F-KURZMELDUNGEN

Dickes Lob aus Brüssel

Höchstes Lob aus Brüssel erhielt der

„Gesundheitsbericht für die Steiermark“.

„Nach eingehender Lektüre durch

Fachkollegen“, so das Schreiben aus

Brüssel, „kann festgestellt werden, dass

dieser Bericht von einer beispielhaften

Qualität ist. Die innovativen Ansätze im

Rahmen dieses Werkes werden auch in

die Entwicklung zukünftiger Europäischer

Gesundheitsberichte miteinbezogen werden.“

Aufgrund seines Modellcharakters

wird der steirische Gesundheitsbericht

nun nicht nur lokal bzw. österreichweit

verteilt, sondern auch anderen für Gesundheitsberichterstattung

zuständigen

Ämtern und Personen in Europa und

Übersee zugesandt werden. ■

Quelle: Landespressedienst

42. Österreichischer

Chirurgenkongress

Unter der Leitung ihres Präsidenten

Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg

befasst sich die Österreichische Gesellschaft

für Chirurgie und ihre assoziierten

operativen Fachgesellschaften und

Arbeitsgemeinschaften am heurigen Jahreskongress

in Graz mit der Chirurgie im

neuen Jahrtausend.

Schwerpunktthemen sind u.a.:

- virtuelle Chirurgie, Robot- und Telechirurgie

- interdisziplinäre Spannungsfelder

und interaktive Zusammenarbeit

- Organersatz

Tagungsinformation

Tagungsort:

Grazer Congress, Sparkassenplatz,

A-8010 Graz

Zeit: 14. – 16. Juni 2001

Wissenschaftl. Sekretariat: Brigitta Eibisberger,

Univ.Klinik für Chirurgie,

Auenbruggerplatz 29, A-8036 Graz,

Tel: 0316/ 385-2730, E-Mail: karlheinz.tscheliessnigg@kfunigraz.ac.at

Organisation, Anmeldung, Information:

vermed, Fortbildung in der Medizin

GmbH, Petrifelderstraße 11a,

A-8042 Graz, Tel: 0316/ 42 60 82,

Fax: 0316/ 42 60 71, E-Mail:

vermed.graz@postfach.at


Bücher • Bücher • Bücher

„Herzhaft, g´sund und steirisch“

Gesundheitsbuch, Kochbuch, Steiermark-Bildband

in einem! Kulinarische

Einblicke in die Regionen der Steiermark

stehen

neben

der Beschreibung

landwirtschaftlicher

Produkte

und

Angaben

zu ihren

Inhaltsstoffen,

die

die Vielfalt

des heimischen

Lebensmittelangebotes mit ihren

gesundheitlichen Komponenten zeigen.

Jedes Kapitel schließt mit kreativen

Menüvorschlägen vom steirischen Haubenkoch

und mehrfachen Kochweltmeister

Hans Peter Fink, die zum Nachkochen

und Ausprobieren einladen.

Die beiden Autorinnen Dr. Sandra J.

Wallner und DDA & EMB Ing. Ingrid

Steinberger sind an der Ambulanz/AR-

GE für Ernährung und Präventivmedizin

der Medizinischen Universitätsklinik Graz

tätig.

21 x 29,7 cm, 192 Seiten gebunden

mit Schutzumschlag, zahlreiche Farbabbildungen.

ÖS 398,–. ISBN 3-85489-

038-9 ■

„Grundners Kulinarium“

Das Buch zur Fernsehserie – 50 steirische

Gaststätten präsentieren die

Bandbreite der steirischen Köstlichkeiten

– von Kraut

bis Knödel,

von Bier bis

Wein, von

Sterz bis

Schmarren,

von Äpfel

bis Birnen,

von Rind bis

Lamm werden

ausgewählte

Rezepte

vorgestellt.

Ebenso

werden zum jeweiligen Thema die

drei besten von SeherInnen eingesendeten

Rezepte veröffentlicht. Reich bebildert

und übersichtlich geordnet gibt das Buch

einen kulinarischen Überblick über die

Steiermark und animiert zum Nachkochen

der Rezepte oder zu einem Besuch

der jeweiligen Gaststätte.

16,5 x 23,5 cm, 152 Seiten, gebunden,

rund 300 Farbabbildungen. ÖS

298,–. ISBN 3-85489-032-X. Mit Farbabbildungen

von Peter Melbinger. ■

Errichtung der Univ.Klinik

für Orthopädie

Die vereinbarte Errichtung der Universitätsklinik

für Orthopädie wurde mit

dem 1. Februar 2001 an der Medizinischen

Fakultät der Universität Graz wirksam.

Gleichzeitig wurde die Klinische Abteilung

für Orthopädie der Universitätsklinik

für Chirurgie der Medizinischen Fakultät

der Universität Graz mit Ablauf des 31.

Jänner 2001 aufgelassen.


Menschen helfen Menschen


UMWELT 33

Die Familie Matzer betreibt in Graz seit dem Jahre 1979 den

ältesten, durchgehend bestehenden Bio-Laden

Ein Bio-Laden besonderer Art

BIO-LADEN

Eigentümer: Isabella und Rupert Matzer

Sparbersbachgasse 34, 8010 Graz

Tel. 0316/ 83 87 99

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 08.15 bis 18.30 Uhr

Samstag 08.15 bis 13.00 Uhr

Fotos H. A. Pachernegg

Isabella und Rupert Matzer: Bio-Laden-Institution

seit 1979

Frischgemüse (oben) und Getreideprodukte aus

biologischem Anbau direkt von den Biobauern

Über 3500 Artikel werden

in diesem Bio-Laden in

der Sparbersbachgasse angeboten.

Die Familie Matzer

mit ihren 4 Kindern ernährt

sich selbst auch ausschließlich

von diesen Produkten. Frisches

Gemüse und Obst,

Brot, Backwaren und Getreide,

Kuchen, Öle und Weine

sind nur einige Beispiele aus

der reichen Produktpalette.

Frische Milch wird täglich von

Edler, Demeterhof in Edelschrott,

angeliefert. Bio-Olivenöl

und Bio-Wein kommen

aus der Toscana, vom Betrieb

„San Vito“ in der Nähe von

Montelupo.

Als das Ehepaar Matzer im

Jahre 1979 in der Schillerstraße

15 seinen kleinen Bio-

Laden – eigentlich eine

Greißlerei für Bioprodukte –

halbtags aufmachte, führte es

ca. 150 Artikel. Der Tagesumsatz

betrug damals

rund S 600,–. 1995 übersiedelte

die Familie Matzer in

das heutige Geschäft in der

Sparbersbachgasse 34. Hier

liefern die Bauern teilweise direkt

in das Geschäft, einige

Produkte werden selbst von

den Bauern abgeholt und dazu

gibt es Naturkostgroßhändler,

die für hochwertige

und frische Ware sorgen.

Mittlerweile ist das Geschäft

in der Sparbersbachgasse

schon fast wieder zu klein geworden.

Ein zweites Standbein ist die

„Kornwaage“ am Hasnerplatz,

die von Herrn Matzer

als Geschäftsführer seit 1992

gemeinsam mit einigen Biobauern

und Konsumenten geführt

wird.

Ausführlichere Informationen

gibt es im Internet-Shop unter:

www.bio-laden.at. ■

Menschen helfen Menschen


34

UMWELT

Menschen helfen Menschen


Menschen helfen Menschen

UMWELT 35


36

UMWELT

U MWELT-KURZMELDUNGEN

Gesetzessammlung zum

Naturschutz

Ein unentbehrliches Nachschlagewerk

über alle für die Steiermark wichtigen

naturschutzrechtlichen Gesetze hat kürzlich

Dr.

Ernst Zanini

herausgegeben.

Die

Gesetzessammlung

wird

mit einem

anwendungsbezogenen

Kommentar

und einem

Anhang mit den EU-Naturschutzrichtlinien

ergänzt. (Naturschutz in der

Steiermark – Rechtsgrundlagen, Leopold

Stocker Verlag, 144 Seiten, öS 398,–) ■

Bauernhöfe im Internet

Steirische Dirketvermarkter sind nun

auch im Internet. Unter den Adressen

www.direktvermarktung.at oder

www.gutesvombauernhof.at bieten sie

ihre selbst gemachten Köstlichkeiten feil,

die auch gleich via Internet bestellt werden

können. Zusätzlich erfährt man einiges

über die Höfe selbst und die Veranstaltungen,

die für die Konsumenten stattfinden.

Das Angebot des virtuellen Bauernhofes

reicht von prämierten Edelbränden, Honig-Spezialitäten,

Spezialitätengeschenkkisterln,

Kürbiskernöl und anderen kaltgepressten

Ölen bis hin zu Selchwaren, Bioprodukten,

Dinkelnudeln, Stutenmilchkosmetik,

knusprigem Holzofenbrot oder

Wein. Steiermarkweit sind 70 ausgewählte

Direktvermarkter im Netz, die die

strengen österreichischen Gütesiegel-

Richtlinien für bäuerliche Direktvermarkter

erfüllen müssen.


Kürbiskernöl ist europäische

Spezialität

Der Anbau von Kürbissen für die Gewinnung

von Kürbiskernöl hat in der Steiermark

lange Tradition. Die beliebte Spezialität

erfuhr durch die EU-Eintragung als Regionalmarke

„Steirisches Kürbiskernöl

g.g.A. (=geschützte geografische Angabe)“

eine nur selten verliehene Kennzeichnung,

die für Verbraucher europaweite

Geltung hat.

Mit der Qualitätsgarantie macht es sich die

Erzeugerorganisation „Steirisches Gemüse“

nicht leicht. Ein lückenloses Kontrollsystem

– jede Flasche führt eine individuelle

Kontrollnummer – macht den Weg vom

Feld über das Pressen in den Ölmühlen bis

hin zur Vermarktung nachvollziehbar. Der

Konsument weiß somit um • gesicherte heimische

Herkunft der Kürbiskerne • Herstellung

des Kernöls in heimischen Ölpressen

und • 100-prozentige Reinheit aus Erstpressung

verlässlich Bescheid. ■

Quelle: Die Steirische Wochenpost,

12/2000

Weitere Informationen im Internet unter:

Pflegeleitbild

http://www.gsund.net

Beim Pflegeleitbild wirkt das Wasser als

eine Quelle des Lebens: heilsam und

entspannend. Der lichte Sonnenschimmer

über dem ganz leicht bewegten Wasser

vermittelt das Gefühl von Freundlichkeit,

Anteilnahme und Hoffnung. Aber auch

Kraft und Ausdauer werden durch dieses

reine Wasser symbolisiert.


Wasserstatistik

Wasser nimmt mehr als zwei Drittel

der Oberfläche unserer Erde ein.

Mit diesen 1,4 Milliarden Kubikkilometern

Wasser könnte die Fläche Europas

140 km hoch bedeckt werden. Aber nur

2,5 Prozent davon sind Süßwasser und

damit für den Menschen genießbar.

Diese rund 40 Millionen Kubikkilometer

Süßwasser wiederum sind zu 87 Prozent

gebunden in den Eiskappen der Pole

und Gletscher, im Boden und in der Atmosphäre.

Jährlich fallen 110.000 Kubikkilometer

Süßwasser in Form von Niederschlägen

auf die Erde. 70.000 Kubikkilometer

davon verdunsten.

Größter Wasserverbraucher weltweit ist

die Landwirtschaft, gefolgt von der Industrie

mit 20 Prozent und den Haushalten

mit 10 Prozent.

Österreich befindet sich in einer glücklichen

Lage. Rund 84 Milliarden Kubikmeter

Wasser stehen jährlich zur Verfügung,

wovon aber nur 2,6 Milliarden – also lediglich

3 Prozent – genützt werden. ■

Warum Wasser sparen?

Wasser sparen ist in der wasserreichen

Steiermark nicht so sehr ein

Thema wie in trockeneren Landschaften

der Erde. Obwohl der Wasserpreis bei

uns noch immer vergleichsweise niedrig

ist, in KAGes-Spitälern zwischen 8,–/m 3

und 18,–/m 3 , gibt es Sparanreize:

• Für jeden Liter verbrauchtes Trinkwasser

müssen zunehmend steigende Kanalgebühren

bezahlt werden.

• Sparen im Bereich des Warmwassers

ist doppelt sinnvoll, weil damit auch

der erforderliche Energieeinsatz reduziert

wird. Hier werden Sparmöglichkeiten

vermutet, die Datenlage zum unternehmensweiten

Benchmarking ist jedoch

noch unvollständig.

• Vor allem aber muss Ressourcenschonung

als unternehmensweites Handlungsprinzip

verstärkt bewusst gemacht

werden – der Beitrag jedes Einzelnen

ist gefragt. Änderungen im Benutzerverhalten

bringen in Summe gute

Erfolge.


Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 37

Die steirischen LKHs und die zentralen

Einrichtungen im Internet

www.kages.at

www.kages.at

www.seminarzentrum.at

www.gsund.net

www.kages.at

www.seminarzentrum.at

www.gsund.net

www.lkh-graz.at

www.klinikum-graz.at

www.lkh-grazwest.at

www.lsf-graz.at

www.lph-schwanberg.at

www.lkh-bruck.at

www.lkh-leoben.at

www.lkh-eisenerz.at

www.lkh-badaussee.at

www.lkh-badradkersburg.at

www.lkh-deutschlandsberg.at

www.lkh-feldbach.at

www.lkh-fuerstenfeld.at

www.lkh-hartberg.at

www.lkh-hoergas.at

www.lkh-enzenbach.at

www.lkh-judenburg.at

www.lkh-knittelfeld.at

www.lkh-mariazell.at

www.lkh-muerzzuschlag.at

www.lkh-rottenmann.at

www.lkh-voitberg.at

www.lkh-stolzalpe.at

www.lkh-wagna.at

www.lkh-weiz.at

www.krankenhaushygiene.at

Rottenmann – Chirurgische Frauenstation

Kontinuierliche

Informationsweitergabe

Die Grundlage für verbesserte Informationsweitergabe

besteht bereits seit

längerer Zeit: Fast jede DGKS auf der

Station ist für bestimmte Schwerpunkte in

Pinwand macht Information sichtbar

der Pflege wie Hygiene, EDV, Medikamentenkontrolle

u. a. verantwortlich.

Zusätzlich wurde nun eine Kork-Pinwand

für jeden Bereich im Pflegestützpunkt

gut sichtbar montiert,

die von den Verantwortlichen

individuell mit

den neuesten Infos gestaltet

und monatlich erneuert

wird.

Die Erfahrung zeigt, dass

das „SICHTBARMACHEN“

der Infos größeren Erfolg

bringt als das „NACH-

SCHAUEN“ und „SU-

CHEN“ in einem Ordner. ■

Stat.Sr. Riki Kuchar und

ihr Team, LKH Rottenmann

Fachpublikation

Internet in

der Pflege

DGKP Erwin LETH,

Mitarbeiter der

Herztransplant-Intensivstation

der Univ.Klinik

für Chirurgie Graz, hat

im Rahmen der Sonderausbildung

für Intensiv-

und Anästhesiepflege

eine schriftliche

Arbeit mit dem Titel „Internet

in der Pflege“

Erwin Leth

verfasste

Publikation

geschrieben. Diese Arbeit

wird im März in

zur Pflege

der in Österreich, der Schweiz und in

Deutschland erscheinenden Zeitschrift „PR-Internet.com

für die Pflege“ publiziert. Die Arbeit

ist auch im Intranet des LKH-Univ.Klinikum

Graz einsehbar. Unter der Rubrik

„Pflegefachpublikationen“ ist der Volltext der

Arbeit von Erwin Leth nachzulesen. ■

Menschen helfen Menschen


38

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Zeitungen und Broschüren

„GNU“ – die Patientenzeitung am Grazer

Sigmund-Freud-Krankenhaus

Seit rund acht Jahren gibt

es an der Grazer Landesnervenklinik

Sigmund

Freud eine eigene Patientenzeitung

namens GNU.

Sie erscheint drei- bis viermal

jährlich und ist

hauptsächlich von Patienten

verfasst und für Patienten

gedacht. Aber auch

Ärzte und Krankenschwestern

steuern regelmäßig Artikel

dazu bei. Geleitet

wird das engagierte Zeitungsprojekt

vom Krankenhaus-Seelsorger

Johann

Herunter, der sagt: „Die Zeitung tut den Patienten einfach gut.

Sie ist ein möglicher Weg aus der Isolation, in der viele Menschen

mit psychischen Erkrankungen stecken.“


Newsletter des Vereins für Krebskranke

Einen Newsletter, in dem über aktuelle Neuigkeiten des Vereins

sowie die aktuellen Entwicklungen an der Klinischen Abteilung

für Onkologie an der Med. Univ.Klinik Graz informiert

wird, gibt der Verein

für Krebskranke an

der Med. Univ.Klinik

Graz heraus.

Ankündigungen von Fortbildungsveranstaltungen finden sich im

„Newsletter“ ebenso wie Veranstaltungsinformationen für den

jeweiligen Monat und Vorankündigungen von kulturellen

Events.

Verein für Krebskranke an der Med. Univ.Klinik Graz,

A-8036 Graz, Auenbruggerplatz 15, Tel: 0316/ 385 - 3900

Fax: 0316/385 -4167, E-Mail: alexandra.kotschar@klinikumgraz.at.


Stellvertretung in Gesundheitsangelegenheiten

Es steht jedem selbstbestimmungsfähigen

Patienten frei, im Bedarfsfall medizinische

Maßnahmen in Anspruch zu nehmen

oder abzulehnen. Gerade im Bereich der

Einwilligungen in eine ärztliche Behandlung

ist es den meisten Menschen wichtig,

dass ihre persönlichen Werte und Vorstellungen

zu bestimmten medizinischen Methoden

berücksichtigt werden.

Eine sehr effiziente Möglichkeit hierzu ist

die Einsetzung eines Stellvertreters. Die

vorliegende Broschüre soll einen Überblick über die Probleme

und den derzeitigen Stand der juristischen Diskussion geben,

zumal einige wichtige Fragen zur Stellvertretung in Gesundheitsangelegenheiten

noch nicht abschließend geklärt sind. ■

Patientenverfügungen

Die Patientenrechte sind im Krankenanstaltengesetz

grundsätzlich geregelt.

Die vorliegende Broschüre „Patientenverfügung“,

die sich aus dem Selbstbestimmungsrecht

des Patienten ableitet, wurde

auf Grund von Wünschen und Anregungen

aus der Bevölkerung an die Patientenvertretung

des Landes Steiermark gemeinsam

mit einem Expertenteam erarbeitet.

Sie soll eine wichtige Entscheidungshilfe

für Patienten, ihre Angehörigen und vor allem auch für den

Arzt darstellen.


„Schmerzfrei im Krankenhaus“

Im Rahmen der Veranstaltung

„Schmerzfrei im Krankenhaus“

wurden zwei neue Broschüren vorgestellt,

die sich mit dem Thema

„Schmerz“ befassen. Angelika

Böhme verfasste einen „Leitfaden

für ÄrztInnen und Pflegende“ und

eine Version, die sich an die PatientInnen

richtet.

Die Broschüren wurden in Zusammenarbeit

mit namhaften Ärzten

d e r

Steie

r -

mark

erstellt und sollen den Zugang zu

Informationen erleichtern.

Es wird versucht den Menschen in

die Lage zu versetzen, mit

Schmerzzuständen umgehen zu

lernen und als informierter Partner

seine Schmerzbehandlung gemeinsam

mit den Ärzten und Pflegenden

zu planen und durchzuführen.


Erhältlich sind die Broschüren bei der Patientenvertretung:

Trauttmannsdorffgasse 2/5, 8010 Graz, Tel: 0316/877 - 3318 oder 0316/ 877 - 3191

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 39

LKF im Intranet

Einfache Anwendung durch neue

Version

Seit nunmehr mehr als 2 Jahren

wird die Applikation „LKF-Bericht”

als Controllingtool zur Auswertung

der erwirtschafteten LKF-Punkte steiermarkweit

eingesetzt.

Im Jahr 1998 als Version 1.0 erschienen,

wurde diese bereits Ende

1999 durch eine überarbeitete Version

abgelöst, welche durch eine gesteigerte

Performance komplexere

Abfragen erlaubt. Diese bietet Auswertungen

auf Leistungsdiagnosefallgruppen,

Abteilungen respektive Stationen,

und auch die Bewertungen

der Intensiveinheiten lassen sich einfach

abfragen.

Nun konnte mit neuester Technologie

ein Schritt in Richtung Zukunft bewältigt

und eine erste Fassung einer Intranet-Applikation

den Anwendern

zur Verfügung gestellt werden. Diese

neue Version zeichnet sich durch die

einfache Handhabung aus.

Lediglich ein einfacher Aufruf über

die Intranet-Serviceseite der Finanzdirektion

ermöglicht den Einstieg. Alle

bisher notwendigen Vorort-Installationen

gehören der Vergangenheit an.

Wie auch in allen zuvor erschienenen

Versionen werden zahlreiche

Auswertungen wie z.B. Ø LKF-Punkte

je Fall auf einzelnen Stationen angeboten.


Ing. Erwin Prisching,

Finanzdirektion

Offenlegung laut §25 des Mediengesetzes:

Herausgeber: Krankenanstaltspersonalamt. Alleiniger Medieninhaber ist die Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H., Stiftingtalstraße

4-6, 8036 Graz. Grundlegende Richtung: G‘sund ist das Mitarbeitermagazin der Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. und wird von Mitarbeitern der KAGes konzipiert. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich und informiert über die Arbeitswelt

der Mitarbeiter in den steirischen Landesspitälern.

Menschen helfen Menschen


40

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Spitalskostenbeitrag ab 1.1.2001

Erhöhung um öS 30,–

Mit einer Novelle zum Bundeskrankenanstaltengesetz vom 9. 1. 2001 wurde

der Spitalskostenbeitrag rückwirkend ab 1. 1. 2001 um insgesamt öS 30,–

angehoben.

Um Mehrkosten durch nachträgliche Vorschreibungen zu vermeiden, hat die Steiermärkische

Landesregierung Anfang Jänner beschlossen, dass mit der Vorschreibung

des erhöhten Kostenbeitrages bereits für Spitalsaufenthalte ab 1. 1. 2001 begonnen

werden soll.

Patienten der allgemeinen Gebührenklasse haben nun insgesamt einen Kostenbeitrag

von öS 104,– pro Verpflegstag zu leisten.

Der Spitalskostenbeitrag wird den Patienten von der KAGes vorgeschrieben und

wird im Namen der Sozialversicherungsträger für den Stmk. Krankenanstalten-Finanzierungs-Fonds

(SKAFF) eingehoben.

Die Erhöhung um öS 30,– setzt sich wie folgt zusammen:

• öS 20,– pro Verpflegstag werden zur Abdeckung des Defizits der

Sozialversicherungsträger herangezogen. Die Vereinnahmung durch die Sozialversicherung

erfolgt durch Gegenverrechnung der Kostenbeiträge, die vom

Rechtsträger – KAGes – eingenommen werden, mit dem Pauschalbetrag der Sozialversicherung

an den SKAFF.

• öS 10,– pro Verpflegstag hebt ebenfalls der Krankenanstaltenträger ein. Der Betrag

ist für einen Fonds bestimmt, der zur Abdeckung von Schäden, die durch die

Behandlung in Fondskrankenanstalten entstanden sind und bei denen die Haftung

des Rechtsträgers nicht eindeutig feststeht, eingerichtet wird.


Spitäler sind ein wesentlicher Bestandteil

im Netzwerk unseres Gesundheitssystems.

Sie haben dabei eine wichtige

öffentliche Aufgabe, die von unterschiedlichen

Erwartungshaltungen, hohem Anspruchsdenken

und der Realität begrenzter

Machbarkeit geprägt ist, zu erfüllen.

Spitäler stehen dadurch im Blickpunkt des

öffentlichen Interesses und der medialen

Berichterstattung. Im Rahmen des 45.

Österreichischen Kongresses für Krankenhausmanagement

wird die Thematik

„Krankenhaus und Medien“ aus unterschiedlichen

Blickwinkeln wie

• Das Krankenhaus als Objekt journalistischer

Arbeit

• Öffentliche Meinungsbildung und Folgewirkung

• Berichterstattung zwischen Sonntagsrede

und Skandal

Dr. Gerhild Paukovitsch-Jandl, Finanzdirektion

45. Österreichischer Kongress für

Krankenhausmanagement in Graz

Krankenhaus und Medien

• Leitende Mitarbeiter und Medien

• Neue Medien, neue Chance?

• Homepage, E-Mail, E-Commerce

aufgearbeitet werden. Dabei wird neben

der Diskussion und Erörterung unterschiedlicher

Standpunkte auch Sachinformation

zu Öffentlichkeitsarbeit und Umgang

mit Medien geboten. Ein Blick in

die Zukunft wird sich mit Möglichkeiten

und Chancen beschäftigen, die die Neuen

Medien im Bereich Informationstechnologie

bieten.

Termin: 15. – 17. Mai 2001

Ort: Grazer Congress

Auskünfte: Betriebsdirektor Nikolaus

Koller, LKH Bruck/Mur

Tel. 03862/ 895-2100

Fax: 03862/ 895-2190

E-Mail: nikolaus.koller@lkh-bruck.at ■

Die Lokale Schnabelwe

Kulinarik am Kaiser-Jos

Wo das Fl

Schnabelweide

Inhaber:

Gisela und Andreas Zöpnek

Adresse:

Kaiser-Josef-Platz, Stand 19-21

Tel. 0316/84 59 61

Öffnungszeiten:

Mo – Sa 7.00 – 14.00 Uhr

Mo – Fr 7.00 – 14.00 und

17.00 – 20 Uhr

Foto Nina Krok

Die

Grazer

Bauernmärkte

bieten eine unvergleichliche

Atmosphäre.

Obst,

Gemüse, Brot,

Fleisch- und

Wurstwaren,

aber auch Blumen können hier direkt

beim Produzenten gekauft werden. Einer

der großen Märkte ist der am Kaiser-Josef-Platz.

Ursprünglich nach seiner

Verwendung als Holzlagerplatz

und Holzmarkt einfach als „Holzmarkt“

bezeichnet, wurde er erst 1888 in

den „Kaiser-Josef-Platz“ umbenannt.

Wenn Sie besondere Anregungen

haben, so schreiben Sie uns bitte:

Redaktion G’sund, Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H., Stiftingtalstraße

4-6, 8010 Graz, oder rufen

Sie uns an: 0316/340-5120.

Ihr Reinhard Sudy

Menschen helfen Menschen


UNTERWEGS IN GRAZ

PANORAMA

41

ide und Bratlfett & Prosecco pflegen die feine

ef-Markt

air zum Bleiben lockt

Gemütliche Treffpunkte am Bauernmarkt

mit Blick aufs Opernhaus

Fotos H. A. Pachernegg

Schnabelweide: Saisonbezogene

Speisen mit Zutaten vom

Markt. Vorne rechts im Bild

das Ehepaar Zöpnek

Schnabelweide

Was macht man nach einem Schulbzw.

Studiumabschluss? Eine

Möglichkeit ist, das „Marktstandl“ der Mutter

am Kaiser-Josef-Platz zu übernehmen.

Und genau das taten Gisela und Andreas

Zöpnek vor ca. 11 Jahren. Voller Tatendrang

bauten sie um und verkauften Sekt

und Brötchen an Standlbesitzer und Marktbesucher.

Fast aus einem Zufall heraus –

Gäste sahen, dass sie für sich selbst eine

Mahlzeit kochten – wurde die Nachfrage

nach warmem Essen so groß, dass man

beschloss, mittags

warme

Küche zu bieten.

Die ehemalige

Hobbyköchin

Gisela

Zöpnek experimentierte

zuerst

mit Unterstützung

der

Stammgäste,

später kochte

sie mit den

Köchen Haider

und Mosser.

Jetzt kann man

Gisela Zöpnek

mit einer ihrer

Kreationen

von Montag bis

Freitag von

12.00 –

14.00 Uhr zwischen

zwei Suppen und

zwei Hauptspeisen

(z.B. Pasta und Risotto)

wählen. Am Samstag

gibt es Weißwurst, im

Sommer vor allem Antipasti.

„Ich lege großen

Wert darauf, meine Zutaten

direkt vom Markt

zu beziehen und biete

meinen Gästen in erster

Linie saisonbezogene

Speisen“, sagt Gisela

Zöpnek. Und das weiß ihre Stammkundschaft

– und mittlerweile gehören fast alle

Gäste dazu – sehr zu schätzen. Auch für

das Catering sind die Zöpneks inzwischen

berühmt. Es gibt keine vorgegebenen Buffets

oder Menüs, jedes wird von Gisela

Zöpnek neu kreiert und zusammengestellt.

Egal, ob es um Vitello tonnato, Hühnchen,

Schweinsfischerl, Fasanenpastete oder

Gänseleber geht, wenn es etwas noch

nicht gibt – Gisela Zöpnek erfindet es. ■

„Bratlfett & Prosecco“

Inhaber:

Sissy Tüchler

Adresse:

Kaiser-Josef-Platz, Stand 6-8

Tel: 0664/4436 874

Öffnungszeiten:

Mo – Sa 8.00 morgens

„bis die Gäste abends schließen“

Mo – Fr mittags warme Küche

„Bratlfett & Prosecco“

Nach der Herkunft dieses originellen

Lokalnames befragt,

erzählt die Chefin Sissy Tüchler,

dass der Name nach langen

Überlegungen entstanden ist. „Einerseits

wollte ich die Bodenständigkeit

des Marktplatzes festhalten

und andererseits die Verschiedenheit

der Marktbesucher aufzeigen“,

sagt Sissy Tüchler. Und das

ist ihr wirklich gelungen. Mit

Die Chefin Sissy Tüchler ist mit

Charme um ihre Gäste bemüht

Charme und Gelassenheit serviert sie ihren

Gästen – die fast alle zu Stammgästen werden

– mittags italienische wie auch steirische

Schmankerln – von ital. Nudelgerichten

und Suppen bis zu steirischen Eintöpfen

und Schweinsbraten. Samstags wird zwar

nicht aufgekocht, dafür bekommt man aber

Würstel aus der Südsteiermark serviert. Täglich

gibt es auch ein herrliches Frühstücksangebot

von süß bis pikant. Im Bratlfett & Prosecco

gibt es auch Gelegenheit für „kleine“

Geburtstagsfeiern oder man lässt sich von

Sissy Tüchler mit ihren guten Brötchen und

Schmankerln „beliefern“. Ganz ausgezeichnet

ist ihr Kaffee.

Diesen lobten kürzlich sogar Gäste aus

Italien, die selbst in der Gastronomie tätig

sind und bei ihrem Österreich-Besuch

Sissy’s kleines Lokal entdeckten. An manchen

Freitagnachmittagen im Sommer werden

die Gäste mit Spezialitäten vom Grill

verwöhnt. Dann werden die Glastüren

geöffnet und die Gäste scharen sich in und

vor dem kleinen Lokal.


Hedi Grager, Organisationsabteilung

Fröhliche Stimmung beim Fototermin

für’s „Bratlfett & Prosecco“

Menschen helfen Menschen


42

PANORAMA

REISE-TIPPS

versitätsstädte Europas. Die Einkaufsstraße

Rua Ferreira Borges ist eine

Fußgängerzone und trennt die Ober- von

der Unterstadt. An ihrem Übergang zur

Rua Visconte da Luz führt eine steile Treppengasse

in die enge und verwinkelte

Altstadt hinauf.

Hoch oben kommt man dann zur alten

Universität mit dem barocken Uhrturm

und der prunkvollen Bibliothek im Barockstil.

Eine Aussichtsterrasse auf einer Seite

ermöglicht den Blick auf den Fluss.

Unmittelbar unterhalb dieser Einkaufs-

Über die vielen

Sehenswürdigkeiten

Portugals berichten

viele Reiseführer.

Wir sind mit

unseren Tipps

bemüht, ein Stimmungsbild

zu geben,

die eine oder andere Besonderheit

hervorzuheben und Sie auf Außergewöhnliches

hinzuweisen.

Wir möchten Sie auch diesmal wiederum

einladen, der G’sund-Redaktion Ihre

besonderen Tipps und Informationen

bekannt zu geben, die vielleicht in keinem

Reiseführer enthalten sind.

Portugal, das Land im Südwesten der

Iberischen Halbinsel und an der Atlantikküste,

bietet nicht nur Sonnenschein

und eine erstaunliche geographische

von Reinhard Sudy

Òbidos, Coimbra und Porto: Drei lohn

von Lissabon in den Norden Portugals

Gastfreundschaft und

ein staatliches Hotel -– beherbergt. Über

eine Treppe geht es hier zur zinnenbesetzten

Stadtmauer, die diese helle und

freundliche Ortschaft mit den zahlreichen

Souvenierläden, Geschäftchen und Restaurants

umschließt. Wer sich etwas Zeit

nimmt, kann auf dieser Stadtmauer die

Stadt umrunden und die Aussicht ins Land

genießen.

Coimbra

Vielfalt, sondern auch ein besonders

gastfreundliches Volk. Von der Costa de

Lisboa im Südwesten Portugals mit seinen

malerischen Fischerdörfern und der faszinierenden

Metropole Lissabon führt unser

Weg über Òbidos und Coimbra nach

Porto an der Costa Verde, der grünen

Küste im Nordosten des Landes. Hier inmitten

einer dichten Vegetation liegt der

historische Ursprung Portugals.

Òbidos

Dieser malerische, denkmalgeschützte

Ort wurde bereits 308 v. Chr. durch die

Kelten gegründet. Geschmackvoll und

Durch ein mächtiges Tor geht

es in das kleine Städtchen

Òbidos

historisch behutsam wurden die Gebäude

auf den Fundamenten wieder aufgebaut,

die nach dem Erdbeben von 1755

übrig geblieben waren. Kleine, weiß

getünchte Häuser mit blau und gelb bemalten

Ecken und Winkeln säumen die

schmalen Gassen. Die Rua Direita führt

vom Eingangstor bis zur alten portugiesischen

Burg, die eine elegante Pousada –

Gelassenheit zur Mittagszeit

auf einem Platz in der Studentenstadt

Coimbra mit einer

„Taubenfrau“

Fotos Hedi Grager & Reinhard Sudy

Verwinkelte Gässchen mit bunten Häusern und gemütlichen Lokalen

prägen das Bild von Òbidos

Etwa auf der halben Strecke zwischen

Lissabon und Porto liegt am Steilufer des

Rio Mondego das von Studenten geprägte

Coimbra, eine der ältesten Uni-

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 43

enswerte Stopps auf dem Weg

Sonnenschein

Blick vom Flussufer auf die steil aufragende Altstadt

von Porto

TOLLE BUSREISEN 2001


Nizza & die Französische Riviera

Bus, HP, Ausflüge, RL

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Prag - die „goldene Stadt“

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28.04. - 01.05.01 öS 3.850,-

Azaleenblüte am Lago Maggiore

Bus, HP, Ausflüge, Schifffahrten, RL

01. - 05.05.01 öS 5.590,-

Muttertagsfahrt Abbazia

mit großer Muttertagsfeier

Bus, HP, Begrüßungscocktail, Muttertagsfeier

mit Musik u. Tanz, Kurtaxe, RL

11. - 13.05.01 öS 1.490,-

Südfrankreich

Bus, HP, Ausflüge, Bootsfahrt, RL

16. - 20.05.01 öS 4.990,-

Sardinien

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04. - 10.06.01 öS 9.990,-

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8 x in Graz + Feldbach + Knittelfeld + Leibnitz + Bruck + Leoben +

Rottenmann + Voitsberg + Stainz

straße und ihrer Verlängerung liegt die

geschäftige Unterstadt mit ihren zahlreichen

Cafés, Blumenständen und Läden.

Das lebendige Treiben und dichte Gedränge

in den winkeligen Gassen und

auf den kleinen Plätzen bieten eine besondere

Atmosphäre.

Porto

Die unbestrittene Hauptstadt des Nordens

erkundet man am besten zu Fuß, da

die Orientierung in dem verkehrsdurchfluteten

und im heurigen Frühjahr noch von

Baustellen überzogenen Straßengewirr

sehr schwierig ist. An der Mündung des

Flusses Douro gelegen, ist die traditionsreiche

Haftenstadt Porto Weltkulturgut

und gab dem Portwein und Portugal

selbst den Namen. Für heuer ist Porto gemeinsam

mit Rotterdam zur Kulturhauptstadt

Europas gewählt worden.

Sehenswert der alte Stadtteil „Ribeira“ am

Flussufer mit seiner ursprünglichen und

volkstümlichen Atmosphäre. Von hier

führen verwinkelte, schmale Gässchen

und Stiegengänge hinauf in die Oberstadt

„Baixa“ mit all ihren Sehenswürdigkeiten.

Hier herrscht der geschäftliche

Hochbetrieb einer Innenstadt mit zahlreichen

Einkaufsstraßen, Märkten und Plätzen.

Beeindruckend die teilweise gut erhaltenen

schönen Gebäude mit Jugendstilund

Azulejofassaden und mit zierlichen,

schön gearbeiteten Eisenbalkonen. Vom

Kai (Cais da Ribeira) spaziert man über

die untere Fahrbahn der Brücke (Ponte de

Dom Luis I) auf die andere Flussseite zum

Hauptsitz der Portweinkellereien.

Der Besuch mit Führung und Verkostung in

einer oder mehrerer dieser zahlreichen

Betriebe – mit anschließender Nächtigung

– ist empfehlenswert. Ein Höhepunkt

in Porto ist das alljährliche Johannisfest

am 24. Juni. An diesem Tag findet auf

dem Douro eine Regatta der alten Segelschiffe

statt, mit denen früher die Portweinfässer

verschifft wurden. Wenn es dann

Abend wird, kommen die Leute nach uraltem

Brauch auf die Straße und feiern die

Sommerwende. Ein Höhepunkt dieses

großen volkstümlichen Stadtfestes ist das

gewaltige Feuerwerk um Mitternacht. ■

Porto im Internet (in Portugisisch, Spanisch

und Englisch): www.porto2001.pt

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Judenburg, Tel. 03572/ 85 5 52

Hartberg, Tel. 03332/ 66 4 40

Deutschlandsberg, Tel. 03462/ 23 77

Voitsberg, Tel. 03142/ 22 386

Knittelfeld, Tel. 03512/ 86 18 41-0

Leoben, Tel. 03842/ 44 2 35

Mürzzuschlag, Tel. 03852/ 33 14

Menschen helfen Menschen


44 PANORAMA

Vorweihnachtliche Veranstaltungen

Verein für Krebskranke für

die Patienten der Onkologie

Unter dem Motto „Begegnungen“ besuchte

André Heller am 7. Dezember

die Onkologie und erzählte aus seinem

Leben.

Motto des Heller-Besuchs war

„Begegnungen“

Backstagetreffen mit DJ Ötzi

für OnkologiepatientInnen

Am 8. 12. lud DJ Ötzi alias Gerry

Friedl 20 PatientInnen in die

Schwarzl Freizeithalle nach Unterpremstätten

zu einem Konzert ein. Bei einem

Backstagetreffen stand er geduldig Rede

und Antwort und gab Autogramme.

Am 15. 12. fand ein gemütlicher vorweihnachtlicher

Kindernachmittag

mit dem Schülerhort Sackstraße im Wintergarten

statt. Kinder im Volksschulalter

trugen Weihnachtslieder und -gedichte

vor.

Martin Lanzer und Georg

Kreuzer gaben Weihnachtskonzert

für Krebskranke

Im Kammermusiksaal im Grazer Congress

fand am 18. 12. ein klassisches

Weihnachtskonzert, mit Martin Lanzer

auf der Violine und Georg Kreuzer am

Klavier, statt.

Ein Videoband dieser Benefizveranstaltung

zugunsten des Vereins für Krebskranke

an der Medizinischen Universitätsklinik

Graz ist zum Selbstkostenpreis (à ATS

350,–) erhältlich. „Mit dem Kauf des Videobandes

und eventuell weiteren Spenden

könnte das Sammelergebnis dieser

patientenorientierten Einrichtung erheblich

verbessert werden“, hofft Prof. Gerhard

Lanzer.

Das Video ist erhältlich über Univ.-Prof.

Dr. Gerhard Lanzer: Tel. 385 - 3068

und Fax. 385 - 3429.


Patientenadventfeier im

LKH Bad Radkersburg

Bei der alljährlichen Patienten-Adventfeier

im LKH Bad Radkersburg konnte

die Anstaltsleitung auch letztes Jahr wieder

viele Patienten und Angehörige begrüßen.

Besonders freudig wurden die

festlichen Musikstücke der Hausmusik

Die Kinder der Volksschule

Trauttmansdorff führten ein

Krippenspiel auf und beschenkten

die Patienten mit

selbst gebastelten Weihnachtsanhängern

aus Wachs

Gombocz aus St. Peter/Ottersbach von

den Patienten aufgenommen. Die Kinder

der Volksschule Trauttmansdorff führten

ein schönes Krippenspiel auf und beschenkten

die Patienten auf den Stationen

mit selbst gebastelten Weihnachtsanhängern

aus Wachs.

Schöne Adventgeschichten wurden vom

Ärztlichen Leiter Primar Dr. Bernhard Zirm

vorgetragen. Diese Feier und eine

Adventausstellung im Rahmen der Bastelgruppe

des LKH Bad Radkersburg wurde

von der Pflege organisiert.


Überraschung für die

kleinen Patienten der

Kinderorthopädie

Patienten der Allgemeinen Psychiatrischen

Abteilung der Landes-Nerven-

Klinik Sigmund Freud beschenkten Kinder

der Klinischen Abteilung für Kinderorthopädie

mit Handarbeiten, die in aufwendiger

Kleinarbeit während des

ganzen Jahres hergestellt wurden.

Die aus bunter Wolle gefertigten weichen

und anschmiegsamen Kätzchen

Die selbst gebastelten Geschenke

von Patienten der LSF

Graz für Kinder auf der

Kinderorthopädie des LKH-

Univ.Klinikum Graz brachten

schon vor dem Heiligen Abend

Weihnachtsstimmung

fanden sofort großen Anklang bei den

Patienten. Die Geschenke wurden von

drei Patientinnen, zwei Therapeutinnen

und von Primar DDr. Michael Lehofer,

dem Leiter der Psychiatrischen Abteilung,

den Kindern überreicht. Bei dem kleinen

Festakt waren auch der Ärztliche Leiter

Dr. Günther Bergmann und Frau Waltraud

Nistelberger von der Krankenhausdirektion

anwesend.


Menschen helfen Menschen


KunstRaumKAGes 45

LKH Bad Radkersburg, LKH-Univ.Klinikum Graz und LSF Graz

Perspektiven der Architektur

LKH Bad Radkersburg

Vorderansicht und Haupteingang im generalsanierten

Altbau

LKH Bad Radkersburg

Seitenansicht mit den modernen Zu- und Umbauten

und dem Hubschrauberlandeplatz

Fotos H. A. Pachernegg

LKH-Univ.Klinikum Graz

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde.

Architektonischer Glanzpunkt ist die

„Brücke“, die eine wichtige Lebensader und

der Haupttrakt ist

Landesnervenklinik Sigmund Freud

Das Ensemble der LSF Graz hat mit der Architektur

des Erweiterungsbaues des Seminarzentrums

der KAGes eine weitere Bereicherung erfahren

LKH Bruck an der Mur – Architektonische Meisterleistung

Der „Brucker Kunstpreis 2000“ wurde an Günther Domenig für das weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Werk, das

LKH Bruck a. d. Mur, verliehen. Der mit 50.00,– Schilling dotierte Brucker Kunstpreis, der diesmal für die Sparte Architektur ausgeschrieben

war, wurde von einer prominent besetzten Fachjury an den Architekten Günther Domenig verliehen. Er erhielt diesen

Preis für seine Planung des LKH Bruck a. d. Mur, einem Bauwerk, das „alles sprengt und dessen Funktionalität beispielhaft “sei. ■

Menschen helfen Menschen


46

KunstRaumKAGes

Galerie im Klinikum – LKH-Univ.Klinikum Graz

Rückblicke

Manfred Gönitzer (2. von rechts) und Trautlinde Spath (3. von

rechts) stellten ihre Werke vom 30.11. bis zum 28.12.2000 aus

Brigitte Knöd in der Mitte präsentierte

ihre Stimmungsbilder

vom 18.1. bis 23.2.2001

Prof. Mag. Manfred Gönitzer:

In Graz geboren, Studium an der Akademie

der bildenden Künste in Wien bei

Dombrowsky und Gütersloh.

Die Malerseele des Künstlers lebt im Süden

und liebt das Licht und die warme

Farbigkeit südlicher Regionen. ■

STR.OSR Trautlinde Spath:

In Leibnitz geboren, Ausbildung zur Lehrerin

für Entwurf- und Modezeichnen.

In ihren Aquarellen und Akten spiegelt

sich das in der Natur Erschaute in sehr

individueller Form- und Farbgebung

wider.


Brigitte Knöd:

Nach einer Maltherapie wurde die stille

Liebe zur Malerei freigesetzt. In ihren Bildern

wird die Entfaltung in Bewegung und

Harmonie der Farben ausgedrückt. „Das

Malen ist für mich Befreiung von inneren

Zwängen und gehört zu meinem Leben

wie liebe Freundinnen und Freunde.“ ■

Ausstellung im LKH Bruck an der Mur: Gerhard Guttmann

Landschaft und Architektur

in der Steiermark

Ein „klassisches“

Bild

des vielseitigen

Malers:

Südsteirische

Landschaft

Nach der Begrüßung durch den Ärztlichen Leiter führte der Künstler

durch die Ausstellung. Hier vor den Bildern (von links): Prim.

Dr. K. W. Ahlsson, G. Guttmann und Pflegedir. H. Ruhdorfer

Seit 7. März sind in der Halle des LKH

Bruck Arbeiten vom bekannten Radkersburger

Künstler Gerhard Guttmann zu bewundern.

Das bestimmende Element in seinem

Schaffen sind die Landschaft und Architektur

der Südsteiermark. Guttmann widmet

sich neben der Aquarellmalerei auch der Arbeit

mit Öl- und Acrylfarben und experimentiert

auch mit anderen Materialien. Seine Bilder

vermitteln dem Betrachter gefühlvoll Charakter

und Stimmung des Gezeigten oder

besser des Erlebten. Subtile Farbgebung

und ein sensibles Gefühl für das Wesentliche,

für den Ausdruck erlauben es, sich in

die Welt des Künstlers fallen zu lassen. ■

Menschen helfen Menschen


KunstRaumKAGes 47

KunstKulturKalender

LKH

Univ.Klinikum Graz

Galerie im Klinikum

Vom 8. März bis 13. April sind unter

dem Titel

„Leise mit

Seitenwind“

Werke von

Angela Flois

zu sehen.

Die in Graz

lebende

Künstlerin studierte

Malerei

an der

Europäischen

Akademie

für Bildende Kunst in Trier und übt

Lehrtätigkeiten an verschiedenen Gymnasien

aus.

LSF Graz

Galerie „Grenzgänger“

der Maltherapie

Werke verschiedener Künstler sind im Seminarzentrum

und auch im Café Valentino

(Eingangsbereich LSF) zu sehen.

LKH Weiz

Galerie „Kunst und Gsund“

Ab 11. April 2001 sind Werke des bekannten

Grazer Künstlers Mag. Werner

Stadler zu sehen. Anlässlich der Eröffnung

werden die „Brass Brothers“ ein Benefizkonzert

geben (19.00 Uhr).

LKH Hörgas

Ganggalerie „Bunte Gänge“

in der Internen Abteilung

Dauerausstellung von Werken der

Maltherapie der LSF Graz, von Künstlern

des eigenen Hauses sowie Angehörigen

von Angestellten.

LKH Rottenmann

„Kunst im Spital

Ab 27.4. stellt der Salzburger Werbegrafiker

Helmut Laimer aus, der sich seit 16 Jahren

mit der Malerei und künstlerischen Grafik

beschäftigt. Aus der Beschäftigung mit

der Landschaft wechselte er zur abstrakten

Grafik mit anfangs farblich ungeheuer dichten

geometrischen Kompositionen. Seit 3

Jahren arbeitet er mit der neuen Technik

„Assemblage-Radierungen“, die ihm ein

freieres Spiel der Formen ermöglicht.

LKH Deutschlandsberg

Kultur im Krankenhaus

„Der Mensch im Raum“ war Titel einer

Ausstellung im Februar, in der Werke der

Künstlerin Mag. art. Berenike Wasserthal-

Zuccari aus Graz präsentiert wurden. „Ich

dämonisiere gerne den menschlichen

Von links: Die Künstlerin Mag.

Wasserthal-Zuccari, BRV Pianschitsch,

die Dichterin Münzer

und Mag. Kerschbaumer vom

stArt-styrian Art-Verein

Kopf, rücke den menschlichen Körper

aber in sanftes Licht und bilde seine individuelle

Schönheit ab“, erzählt die Künstlerin.

Die junge Dichterin Silvia Münzer

aus Radkersburg umrahmte diese Ausstellung

mit ihren lyrischen Texten.

I M P R E S S U M

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Ges), Stiftingtalstraße 4 - 6, A-8010 Graz.

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Klinikum Graz; Gerlinde Potza, Medizinische

Direktion; Ing. Klaus-Dieter Schaupp, LKH Graz-

West; DI Friedrich Zopf, Technische Direktion.

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Fotos H. A. Pachernegg

Werner Riedl, Bauleiter, vielseitiger Autodidakt und Liebhaber seiner Heimat

Beruf und Kunst vereint

Vielen ist der Grazer Werner Riedl bekannt.

Einigen als Bauleiter für das

LKH-Univ.Klinikum Graz (Neurologie,

Tiefgarage) und das zur Zeit in Bau befindliche

LKH Graz West, einigen als

vielseitiger Künstler: Maler, Zeichner, Filmer

und Weinliebhaber.

Bei manchen seiner Werke spürt man

seine technische Ausbildung, aber auch

eine orientalische Prägung durch seinen

jahrelangen Aufenthalt in Ägypten.

Wo immer er unterwegs ist, sein Zeichenblock

ist immer dabei, und wenn

ihm die Farben ausgehen, malt er halt mit

einem „Augenbrauenstift“ weiter. Werner

Riedl ist Auodidakt und Liebhaber seiner

Heimat. Er begegnet der Landschaft und

den dort lebenden Menschen mit Ehrfurcht

und lässt sich zu Bildern und kulturellen

Konzepten inspirieren.

Seit Jahren arbeitet er bei vielen unterschiedlichen

Kunstprojekten mit, z.B.

1997 in einem Film zur Biennale EX-

PANSION, Aktion „Ohr“ im Wiener

Stadtpark, der im März im Künstlerhaus

wieder zu sehen war.

1979 gründete er die FABRIK in Graz

(Freie Arbeit Richtung Kultur). 1991

–1998 war er auf Tournee mit „Weinbilder

und Weinlieder” in Graz, St.

Marein, Großklein und Ratsch unter dem

Motto „Sehen – Schmecken – Hören“.

„Pena“ ist ein ganz aktuelles Projekt.

7 Künstler stellen 7 Bilder an 7 Orten der

Welt aus, bevor sie

wieder in die Heimat

2003 zurückkehren.

Derzeit befinden

sich diese

Bilder von Riedl in

Bolivien. Im Herbst

d. J. werden seine

Bilder in Darmstadt

zu sehen sein. ■

Die nächste Ausstellung findet unter dem Titel „Orient und Okzident“

am 27. 4. 2001, 19.00 Uhr, im SBZ Geidorf, Kirchengasse 1,

Graz, statt. Zu sehen sind Bilder – Graphiken – Installationen mit orientalischer

Tanzperformance. Diese sind Entwurfsarbeiten für die Kuppelbemalung

einer kleinen Moschee in Alexandria.

Hedi Grager,

Organisationsabteilung

1998 gab Riedl die Broschüre „Der Südsteirische Weinliebhaber“

heraus, in der man vom südsteirischen Wein-ABC über den Weinbau,

den Urlaub am Weinbauernhof bis hin zum Wein in der

Kunst alles nachlesen kann. Diese Broschüre ist um S 200,– bei

W. Riedl, Leonhardstraße 83, 8010 Graz, erhältlich.

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