Besser Sehen Besser Hören

hallomuenster

Ausgabe 2-2013 |Anzeigen-Sonderveröffentlichung

Aktuelle Trends

Medizin

Service&Tipps

Test &Technik


2

Oktober 2013

Tinnitus-Behandlung mit

maßgeschneiderter Musik

WWU-Forscher suchen Probanden

enn es im Ohr dauer-

summt,

Whaftpieptund

kann das bei den Betroffenen

zu extremen Belastungen

führen. Um Tinnituspatienten

zu helfen, haben

Forscher des Instituts für

Biomagnetismus und Biosignalanalyse

(IBB) der Universität

Münster ein innovatives

Verfahren zur Behandlung

der Krankheit entwickelt.

Für deren klinische Erprobung

werden weitere Betroffene

als Probanden gesucht.

Das Training mit maßgeschneiderter

Musik kann die

empfundene Lautstärke des

Tinnitus und die wahrgenommene

Belastung reduzieren.

Das Verfahren wird

derzeit in Zusammenarbeit

mit der Klinik und Poliklinik

für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

des Universitätsklinikums

Münster weiterentwickelt

und verbessert.

Dafür suchen die Wissenschaftler

Probanden

aus

Münster und

Umgebung,

die an chronischem,

totalem

Tinnitus

leiden

und folgende

Inhaltsverzeichnis

Besser hören

Ohrengeräusche rechtzeitig behandeln...............Seite 2

Leben mit der Einschränkung.............................Seite 3

Sprachentwicklung hängt vomHören ab............Seite 4

Besser sehen

Fragen bejahen

können:

Sie hören einen einzelnen,

konstanten Pfeif- oder

Piepton (kein Rauschen),

der sich inder Tonhöhe wenig

verändert.

Sie sind nicht älter als 70

Jahre.

Sie sind in der Lage, innerhalb

eines halben Jahres für

Untersuchungen etwa fünf

Mal nach Münster zu kommen.

Sie verfügen über ein gutes,

deutsches Sprachverständnis.

Sie hören den Tinnitus

seit mindestens drei Monaten.

Sie haben keinen schwerwiegenden

Hörverlust.

Detaillierte Informationen

zum Behandlungsverfahren,

Informationen zu

aktuellen Studien sowie die

Teilnahmekriterien erhalten

Interessierte auf der Tinnitus-Website

des IBB. Dort

kann auch ein Fragebogen

heruntergeladen werden,

mit dem man sich per E-

Mail für eine Studienteilnahme

bewerben kann.

www.tinnitus.uni-muenster.de

E-mail:tinnitus@uni-muenster.de

Besser hören

Chronischen

Tinnitus vermeiden

Ohrgeräusche rechtzeitig behandeln

Ein heftiger Knall oder laut

wummernde Musik in der

Disco: Das nimmt das Gehör

nicht immer ohne Gegenwehr

hin. Plötzlich pfeift,

klingelt oder rauscht es im

Ohr. Das passiert inDeutschland

jährlich etwa zehn Millionen

Menschen. Bei den allermeisten

verschwindet das

unangenehme Geräusch

nach spätestens 20 Minuten.

och bei einigen Men-

bleibt der nervtö-

Dschen

tende Ton länger. Wer ihn

am nächsten Tagnochhört,

sucht am besten umgehend

einen Hals-Nasen-Ohrenarzt

auf, damit dieser einen

Hörtest machen und eventuell

Arzneien verordnen

kann. Sonst besteht die Gefahr,

dass die Beschwerden

zu einem chronischen Tinnitus

werden und sichnicht

mehr mit Medikamenten

behandeln lassen. Als chronisch

gilt ein Tinnitus nach

drei Monaten.

Tinnitus istein Problem in

allen westlichen Gesellschaften.

Betroffen sind vor

allem Menschen im Alter

zwischen 50 und 65 Jahren.

Unterschiede zwischen

den Geschlechtern gibt es

nicht. Die meisten Betroffenen

leiden an einem Tinnitus

in beiden Ohren.

Wer einen Tinnitus hat,

muss aber nicht unbedingt

unter ihm leiden. So stören

sichdie meisten Betroffenen

nicht an ihrem Ohrgeräusch.

Denn oft hören sie

es ohnehin nur,wenn es ansonsten

ganz still ist. Und

auch wenn sie es

ihren

hören, ist es ihnen egal.

Mehr als drei Millionen

Deutsche berichten von

neben

Umgebungsgeräuschen

chronischen Ohrgeräuschen,

nur etwa jeder Dritte

von ihnen leidet darunter.

In diesem Fall wird von

den Ärzten „nicht mehr das

Ohr,sonderndas Gehirnbehandelt“,

wie es Prof. Gerhard

Goebel vom Vorstand

der Deutschen Tinnitus-Liga

in Wuppertal formuliert.

Mit einer Verhaltenstherapie

lasse sich die Wahrnehmung

des Patienten vom

quälenden Ohrgeräusch

weglenken sowie oftparallel

auftretende Depressionen

und Angststörungen

behandeln.

Die eigentliche

Ursache

eines

Tinnitus sei

zwar immer

organisch,

doch

wenn er als

quälend

empfunden

wird, habe dies

eine seelische

Ursache. Es gebe

Menschen, die 20

Jahrelang ein Ohrgeräusch

haben,

ohne dass es sie

stört. Dann erlebten

sie eine seelische

und

Belastung

plötzlich

quäle sie das

Geräusch.

(dpa)

Gleitsichtbrille und PC-Arbeit.............................Seite 5

Sicher sehen beim Sport......................................Seite 6

Netzhautablösungen...........................................Seite 8

Sehen dank Kontaktlinsen..................................Seite 9

Richtiger Umgang mit Augentropfen................Seite 10

Vorsorge beim Augenarzt...................................Seite 11

Fotos(2): Thommy Weiss/pixelio.de

Sonderveröffentlichung „Besser Sehen &Besser Hören

Verlag:

Hallo-Gratiszeitung-Verlag GmbH

Soester Straße 13

48155Münster

02 51/6 90 96 00

Fax0251/6909620

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Redaktion

Leitung: Claudia Bakker

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Soester Straße 13

48155Münster 02 51/690665

Technische Herstellung:

AschendorffDruckzentrum GmbH &Co. KG

An der Hansalinie 1·48163 Münster

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dieserZeitung sind urheberrechtlich geschützt.Jegliche Vervielfältigung,

Veröffentlichung oder sonstige Verbreitung dieser

Informationen, insbesondere die Verwendung von Anzeigenlayouts,

Grafiken, Logos, Anzeigentexten oder -textteilen

oder Anzeigenbildmaterial bedarf der vorherigen schriftlichen

Zustimmung desVerlages.

Wenn Ohrgeräusche längerals drei Monate anhalten,

gelten sie als chronisch.

Foto: Kai Remmers/dpa


Der Klang des Lebens

Besser hören Oktober 2013 3

Probleme mit den Ohren und dem Hören führen leider immer noch zu Ausgrenzung und Stigmatisierung

Von Sebastian Rohling

Hörsturz, Tinnitus oder „einfach

nur“ altersbedingte Abnahme

der Hörfähigkeit –es

gibt viele Gründe, weshalb

Menschen Probleme mit den

Ohren bekommen können.

gal was die Ursache für

Eeine verminderte Hörqualität

ist, die Folgen für

die Betroffenen sind immer

wieder die selben. Isolation

und Ausgrenzung. Dabei

muss es nochnicht einmal

das Umfeld

sein, das

Foto: Jorma Bork/pixelio.de

die Betroffenen

ausgrenzt. Dadurch,

dass jemand Probleme

damit hat mehreren Gesprächspartnern

zuzuhören,

meideterVeranstaltungen

vonganz alleine und aus

eigenem Antrieb.

„Wir sprechen ganz bewusst

von einer Hörbehinderung,

wenn die Fähigkeit

zu hören abgenommen

hat“, erklärt Jürgen Brackmann.

Als Vorsitzender des

Ortsvereins Münster und

Münsterland des Deutschen

Schwerhörigenbundes weiß

er wovon erredet. „Rund 16

Millionen Menschen haben

in Deutschland Probleme

mit dem Hören. Es ist also

niemand mit seiner Einschränkung

alleine“, so

Brackmann.

Der Verein setzt sichunter

anderem für die Interessen

und Belange derer ein, die

Probleme mit dem Hören

haben. „Wir wollen aber

auchBrückenbauen.

Denn zum

einen kann es wirklich

jeden treffen

und zum anderen

istder beste Wegaus der Isolation

der Weg nach

draußen –indie Öffentlichkeit“,

erklärt der engagierte

Vorsitzende des Vereins.

Deswegen würde der Verein

nicht nur sehr eng mit

HNO-Ärzten, Akustikernsowie

Verwaltungen in Gemeinden,

Städten und Kreisen

zusammenarbeiten. Er

lädt auchregelmäßig Experten

zu Themen ein, die aktuell

sind und aus der Mitte

der Gesellschaft kommen.

So zum Beispiel am Samstag,

den 16. November. Dann

geht es um das Thema Kommunikation

mit Demenzkranken.

„Wir sind froh darüber,

dass wir als Referentin

die Demenzbeauftragte

der Ärztekammer Westfalen-Lippe,

Dr.Stefanie Oberfeld,

gewinnen konnten“,

freut sich Brackmann.

Neben der Öffentlichkeitsarbeit

bietet der Verein

aber vor allem für alle, die

unter einer Hörbehinderung

leiden, eine Anlaufstelle,

bei der sie sich austauschen,

vernetzen und informieren

können. Denn bis

Informationen zum Verein

Kontaktdaten für Betroffene

etroffene wie auch Inte-

aller Alters-

Bressierte

gruppe wenden sich zum

Thema Hörbehinderung –

oder zu einer der organisierten

Veranstaltungen –

an folgenden Kontakt:

Deutscher Schwerhörigenbund,

Ortsverein Münster

heute sei es noch immer so,

dass eine Hörbehinderung

von einem Großteil der Bevölkerung

nicht ernst genommen

werde. Zudem käme

es leider noch immer

vor, dass das Umfeld es nur

noch schlimmer mache, so

Brackmann: „Es kommt leider

immer wieder vor, dass

Freunde, Arbeitskollegen

oder auch die Familie eines

Betroffenen diese Behinderung

nicht ernst nehmen.

Sie spielen sie herunter und,

und Münsterland, Hörbehindertenzentrum

„HBZ“,

Westfalenstraße 197, 48165

Münster-Hiltrup,

02501/8218,

Email: Muenster.Hoerbehinderte@web.de,

www.schwerhoerigennetz.de/dsdmuenster

Testhörer gesucht!

wasnochviel schlimmer ist,

sie machen sichdarüber lustig.“

Das sei auch einer der

Hauptgründe, weswegen

sichnochimmer viele Menschen

zieren würden, sich

Hilfezuholen –zum Beispiel

in Form eines Hörgerätes.

Denn das sei noch immer

wie ein Stigma für den Menschen,

der ein Hörgerät

trägt. Daran würden auch

neueste und vor allem sehr

kleine, fast unsichtbare Geräte

nichts ändern.

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dass modernsteTechnik

optimal auf die jeweiligen

Hörbedürfnisse

angepasst wird. Dazu

verwenden die Hörgeräteakustiker-Meister

Markus Fauska und Nils

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Vonlinks nach rechts, NilsTrunt,

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Hören haben.

Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

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4

Oktober 2013

Besser hören

Eltern bei Diagnose mitgefragt

Nur ein gutes Gehör ermöglicht eine gute Sprachentwicklung

Je früher eine Schwerhörigkeit

behandelt wird, desto

besser kann sich ein Kind

weitgehend normal entwickeln.

lternkönnen einem Hör-

ihres Nach-

Eproblem

wuchses zum Beispiel auf

die Spur kommen, wenn ein

Säugling nach sechs Monaten

aufhört zu brabbeln.

„Eine frühe Behandlung der

Schwerhörigkeit innerhalb

des ersten Lebensjahres ist

wichtig, um irreversible Defizite

in der Hörbahnreifung

zu verhindern“, erläutert

Robin Hübner, Facharzt für

Phoniatrie, Pädaudiologie

und Hals-Nasen-Ohren-

Heilkunde in Münster. „Erfolgt

eine Stimulation der

Hörbahn im ersten Jahr

nicht oder nur unzureichend,

kann dies später

nicht nachgeholt werden.“

Eine nicht therapierte

Schwerhörigkeit in dieser

besonders sensiblen Phase

führt dazu, dass die Kinder

nicht mehr richtig hören

lernen und somit auch die

Sprachsignale nicht angemessen

analysieren können.

Das Sprachvermögen und

letztlich die gesamte Entwicklung

des Kindes bleiben

dadurch dauerhaft beeinträchtigt.

Bei angeborener oder

frühkindlicher Schwerhörigkeit

liegt häufig ein Defekt

des Innenohrs, genauer

der Hörschnecke (lateinisch

Eine Innenohrprothese (Cochleaimplantat) kann schwerhörigen Kindern helfen, Sprache

und Geräusche wahrzunehmen.

Foto: Peter Endig/dpa

Cochlea), vor – eine sogenannte

Innenohrschwerhörigkeit.

Wird diese diagnostiziert,

ist zwar keine Heilung

möglich. Moderne

kindgerechte Hörgeräte

können jedoch vielen kleinen

Patienten zu einem guten

Hörergebnis und einer

normalen Entwicklung verhelfen.

Ihr Einsatz ist schon

bei ganz jungen Säuglingen

möglich. Technisch ließen

sichalle Hörtestverfahren in

diese Hörgeräte programmieren

und somit an das Gehör

des Kindes anpassen, erläutert

Jens Pietschmann,

Hörgeräteakustiker in

Frankfurt amMain.

Bei hochgradiger Schwerhörigkeit

oder vollständiger

Ertaubung reicht ein Hörgerät

allerdings zumeist nicht

mehr aus. In diesen Fällen

istder Einsatz vonspeziellen

elektronischen Innenohrprothesen,

sogenannten

Cochleaimplantaten, eine

erfolgversprechende Therapieoption.

In der Regel erfolgt

eine Implantation ab

etwa einem Jahr.Vorab werden

die Kinder mit Hörgeräten

versorgt, um einer verminderten

Hörentwicklung

bestmöglich vorzubeugen.

Berührungsängste sollten

Eltern ablegen. Jeder Tag,

den sie warten, sei in der

Hörentwicklung nicht mehr

aufzuholen. „Die Entwicklung

der Hörfähigkeit istmit

dem dritten bis vierten Lebensjahr

abgeschlossen“,

betont Pietschmann.

Ob Kinder mit Schwerhörigkeit

Hörgeräte, eine Hörprothese

oder eine andere

Therapie benötigen, hängt

vonder Ursache der Schwerhörigkeit

ab. Im Kleinkindalter

neu auftretende

Schwerhörigkeiten sind am

häufigsten durch Paukenergüsse

bedingt.

Dabei sammelt sich Flüssigkeit

im Bereich des Mittelohrs

an. Dadurch ist die

Weiterleitung des Schalls

zum Innenohr gestört, das

selbst aber normal funktioniert.

„Wenn Kinder im Alter

von zwei Jahren schlecht

sprechen, stellen wir häufig

fest, dass eine Schallleitungsstörung

vorliegt, also

das Gehör für die verzögerte

Sprachentwicklung verantwortlichist“,

erklärtdie Kinderärztin

Mechthild Vocks-

Hauck inBerlin. Auch diese

Hördefizite werden meistim

Rahmen der U-Untersuchungen

entdeckt. Bei länger

bestehenden Paukenergüssen

wirddas Trommelfell

meist operativ geöffnet und

dort ein sogenanntes Paukenröhrchen

eingelegt. Damit

lässt sich sicherstellen,

dass sich das Kind gesund

entwickelt.

(dpa)

Früher Vogel hört den Wurm

Hörgerät so früh wie möglich benutzen

M it Hörschwierigkeiten

sollte man sich nicht

erst befassen, wenn man fast

taub ist. Denn wer längere

Zeit nicht mehr gut hört,

verlerne das Hören teilweise,

erläutert der

Fachverband

Deutscher Hörgeräte-Akustiker.

Betroffene,

die erst nach

längerer

Hörminderung

ein Hörgerät

bekommen,

müssten daher

das Hören erst

wieder trainieren.

Das Hirn brauche

Zeit, um Sprache

und

störende Nebengeräusche

wieder voneinander unterscheiden

und verarbeiten zu

können, heißt es in der neuen

Broschüre „Das Leben

hören“. (dpa)

Foto: Rainer Stur,/pixelio.de


Besser sehen Oktober 2013 5

Beim Werkeln daheim auch

auf die Augen achten

Spezialbrillen schützen

vielen Heimwerker-

sind auch die

Barbeiten

Augen gefährdet. Gerät etwa

ein Holz- oder Metallspan

ins Auge, sollte ein Mediziner

aufgesucht werden. Auf

keinen Fall darf der Heimwerker

reiben oder versuchen,

den Fremdkörper

selbstzuentfernen. Das mache

die Beschwerden nur

noch schlimmer, warnt

Georg Eckert vomBerufsverband

der Augenärzte

Deutschlands in Düsseldorf.

Er empfiehlt, beim Heimwerken

immer eine Schutzbrille

zu tragen.

Foto: Pan/pixelio.de

Eine normale Brille oder

Kontaktlinsen reichen nicht

aus. Eine Schutzbrille kann

auch verhindern, dass eine

ätzende Substanz an die Augenoberfläche

gerät. Passiertdas

doch, muss das Mittel

umgehend mit Leitungswasser

herausgespült werden.

Noch besser isteine sterile

Spüllösung aus der Apotheke.

Zur Not kann aber auch

Cola oder Bier verwendet

werden. Danach sollte sich

der Betroffene unbedingt

voneinem Augenarzt untersuchen

lassen. (dpa)

Immer im Blick

Mit Gleitsichtbrille besser kleineren Bildschirm nutzen

Ein großer Monitor ist für

Träger einer Gleitsichtbrille

oft nicht geeignet. Bei einem

großen Bildschirmblicke der

Nutzer regelmäßig auch

durch den oberen Teil des

Brillenglases, erläutert der

Berufsverband der Augenärzte

Deutschlands.

iese Zone sei

Daber an die

Fernsicht angepasst,

so

Foto: BrandtMarke/pixelio.de

dass Dinge auf kurzer Distanz

wie die Schriftauf dem

Bildschirm unscharf bleiben.

Ein gut überschaubarer

Bildschirm wie der eines

Laptops sei für Gleitsichtbrillenträger

daher meist

praktischer.

Der Bildschirm sollte

außerdem nachMöglichkeit

so stehen, dass der Nutzer

seinen Kopf nicht anheben

muss, um alles zu sehen. So

könne er durch den mittleren

Bereich der Brille blicken,

der für die PC-Arbeit

besonders geeignet sei, erläutert

Eckert. Die untere

Zone des Glases ist für das

Lesen etwa eines Buchs angepasst.

Wer mit seiner Gleitsichtbrille

nicht am PC zurechtkommt,

kann sichaucheine

extra Bildschirmbrille anpassen

lassen. Die dafür nötigen

Sehtests muss ein Kassenpatient

nach Angaben

des Verbandes aber

selbst tragen. (dpa)

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6

Oktober 2013

Innen entspiegelte Brillen

für Bergwanderer

Foto: Joujou/pixelio.de

B ergwanderer brauchen

ein paar Extras

an ihrer Sonnenbrille: Die

Gläser müssen einen UV-Filter

enthalten. Und sie sollten

auch auf der Innenseite

entspiegelt sein, rät das Kuratorium

Gutes Sehen. So

sind die Augen vor dem gefährlichen

UV-Licht der

Sonne geschützt,

weil auch

keine von

hinten

eindringende

Strahlen ins

Auge zurückgeworfen werden.

Schnee und Gletscher

reflektieren bis zu 90 Prozent

der UV-Strahlung.

Wanderer achten am besten

außerdem darauf, dass die

Gläser seitlichumdie Augen

herum reichen. Dann sind

sie noch besser geschützt.

(dpa)

Besser sehen

Kein Knick in der Optik

Sportbrillengläser dürfen Sicht amRand nicht verzerren

ine Outdoor-Sportbrille

Ehat eine gebogene Fassung

und gewölbte Gläser.

So soll sie

die Augen

vor UV-

Strahlung,

Blendung und

Wind schützen.

Bei minderwertigen Modellen

könne es allerdings

sein, dass die Sicht aufgrund

der starken Wölbung etwa

an den Rändern verzerrt ist,

warntdas Kuratorium Gutes

Sehen.

Solch ein grober Mangel

lässt sich mit einem einfachen

Test feststellen: Dazu

hält der Kunde die Sportbrille

etwa 40 Zentimeter

vor eine gerade Linie oder

Kante und fixiertdiese mit

einem Auge. Knickt das

Glas den Strich, sollte er

vom Kauf zum Wohle seiner

Augen absehen. (dpa)

Foto: Peter Vogg/pixelio.de

Sportbrillen

schützen

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Unfälle im Sportunterricht

lassen sich vermeiden, wenn

Kinder spezielle Sportbrillen

tragen.

olche Sehhilfen bestehen

S zur Gänze aus nicht

splitterndem Kunststoff

und sind rund um die Fassung

abgepolstert. Augen,

Schläfen und Nasenbein

werden geschützt, weil sich

die Fassung auf den Augenhöhlenknochen

abstützt.

Für einen sicheren Halt

sorgt ein elastisches Kopfband,

damit die Brille bei

schnellen Bewegegungen

nicht verrutscht.

Sonnenbrillen und Alltagsbrillen

bergen dagegen

beim Sport erhebliche Verletzungsgefahren,

warntder

Berufsverband der Augenärzte

Deutschlands in Düsseldorf.

Empfindliche Materialen

wie Glas, zerbrechlicher

Kunststoff oder Metall

können zum Beispiel durch

Schläge auf den Brillenrahmen

splittern und das Auge

verletzen.

(dpa)

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Um sich vor Verletzungen zum Beispiel bei Ballspielen zu

schützen, sollten Kinder spezielle Sportbrillen tragen.Foto:Dr.

Schnell/dpa


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8

Oktober 2013

Besser sehen

Foto: Franziska Koark/dpa

Netzhautablösung

Schnelle Behandlung schützt vor Erblindung

Lichtblitze und bewegliche

schwarze Flecken vor einem

Auge sind typische Hinweise

auf eine Netzhautablösung.

Die Symptome können

schnell schlimmer werden.

as Sehfeld wird dann in

Dgroßen Teilen schwarz:

„Es fällt ein Vorhang ins Bild

oder eine Mauer wächst empor“,

sagt Prof. Frank Holz,

Direktor der Universitäts-

Augenklinik Bonn und Vorstand

der Stiftung Auge. Betroffene

sollten sofort zum

Augenarzt gehen, um keine

bleibenden Schäden davon

zu tragen. Denn eine Netzhautablösung

im Inneren

des Auges kann im

schlimmsten Fall zur Erblindung

führen.

Das Auge ist recht einfach

aufgebaut:Durch die Pupille

fällt Licht ins Innere und

wirft ein Bild des Gesehenen

an die Rückwand des Auges,

in etwa so wie im Inneren

eines klassischen Fotoapparats.

Anstelle des Fotofilms

nimmt im menschlichen

Auge die Netzhaut das Licht

auf. Dieses empfindliche

Organ mit Millionen von

Fotorezeptorenist aber nicht

fest mit dem restlichen Auge

verwachsen, sondern haftet

mit einer ArtKlettverschluss

an dessen Rückwand.

Der Glaskörper, die gelartige

und transparente Füllung

des Auges, sorgt dafür,

dass die Netzhaut immer

leicht dagegen gedrückt

wird. So kann sie über die darunter

liegenden Hautschichten

mit Nährstoffen

beliefert werden. Durch die

Ablösung wird die Versorgung

der Fotorezeptoren abgeschnitten,

im Extremfall

sterben diese ab.

Wird der Schaden schnell

entdeckt, weil der Betroffene

die Erstsymptome richtig gedeutet

hat, ist die Gefahr

rasch gebannt. „Eine dünne

Stelle der Netzhaut kann mit

einem Laserstrahl beschossen

werden“, erklärt Georg

Eckert vom Berufsverband

der Augenärzte. Diese Laserbehandlung

oder eine Behandlung

mittels Kältestift

bei kleinen Löchern oder

Rissen, die noch zu keiner

Ablösung geführthaben, erfolgt

ambulant. Erst wenn

die Netzhaut sichgelösthat,

ist eine Operation mit Krankenhausaufenthalt

nötig.

Dabei wirddie Netzhaut wieder

an die richtige Stelle gelegt,

die Rezeptoren werden

wieder versorgt, und die Sehkraft

kehrt zurück.

Wie schnell gehandelt

werden muss, entscheidet

immer der Augenarzt. „Entscheidend

ist, ob die Stelle

des schärfsten Sehens betroffen

ist“, erläutert Prof. Peter

Wiedemann vonder Augenheilkunde

am Uniklinikum

Leipzig. „Wenn am Morgen

noch alles okay war und

dann wird estagsüber stetig

schlimmer,ist das sicher ein

Notfall.“ In jedem Fall istRuhe

wichtig, Bewegung kann

das weitere Abreißen der gelösten

Netzhaut befördern.

Der Augenarzt wird eventuell

eine spezielle Liegeposition

empfehlen, in der es an

der wunden Stelle im Auge

am wenigsten zieht.

Eine Netzhautablösung

kann verschiedene Ursachen

haben und zum Beispiel

aufgrund einer kleinen,

angeborenen Schwachstelle

entstehen.

Kinder und Jugendliche

sind weniger gefährdet, da

ihr Glaskörper nocheine festereKonsistenz

hat. Erwachsene

sollten sichdann regelmäßig

untersuchen lassen.

Prof. Wiedemann empfiehlt

spätestens ab 40 Jahren alle

zwei Jahre den Besuch beim

Augenarzt. Kurzsichtigen

Menschen wird schon früher

und häufiger zur Vorsorge

geraten. „Deren Netzhaut

istdünner und kann leichter

verletzt werden“, sagt

Eckert.

„Neben der Kurzsichtigkeit

ist die Zuckererkrankung

ein Risikofaktor“, erklärt

Holz. Sie verändert die

Zusammensetzung des Glaskörpers.

„Unregelmäßigkeiten

kann ein Augenarzt

eventuell schon beim einfachen

Blick ins Auge erkennen“,

sagt Eckert. (dpa)

Sonderbeilage

Besser Sehen &

Besser Hören

Aktuelle Trends

Ausgabe 2-2013 |Anzeigen-Sonderveröffentlichung

Medizin

Anzeigenschluss

ist Montag, der

9. April 2014

um 12.00 Uhr

Die nächste Ausgabe der

Hallo-Sonderbeilage

erscheint am20. April 2014.

Sprechen Sie uns an!

Service&Tipps

Test &Technik

Ansprechpartner:

Jens Schneevogt

Telefon 0251/690-9623

Telefax 0251/690-9620


Sehen ganz ohne Brille

Experten helfen bei der Suche nach der richtigen Kontaktlinse

Besser sehen Oktober 2013 9

Kontaktlinsen sind eine

praktische Alternative zur

Brille. Wer sich für die kleinen,

unscheinbaren Sehhilfen

entscheidet, sollte aber

seine Augen zunächst beim

Arzt untersuchen lassen.

war passen auch Optiker

ZLinsen an, doch nur der

Mediziner kann sagen, ob

die Augen gesund sind und

nichts gegen den Einsatz

von Linsen spricht.

Grundsätzlichgibt es zwei

Typen von Linsen: weiche

und formstabile, die oft

auch als harte bezeichnet

werden. Welcher Typ der

richtige ist, hängt von mehrerenFaktoren

ab. Entscheidend

ist zum einen das Ergebnis

der Augenuntersuchung,

zum anderen hängt

es von den Ansprüchen ab,

wie oftund lange die Linsen

verwendet werden sollen.

Daneben stellt sich die Frage,

ob es länger verwendbare

Linsen sein sollen, oder solche,

die nach kurzer Tragedauer

entsorgt werden. Diese

sogenannten Disposables

greifen aber nur in 75 Prozent

der Fehlsichtigkeiten,

sagt Volker Grahl vom Industrieverband

Spectaris in

Berlin.

Auf Dauer am gesündesten

sind Experten zufolge

formstabile Linsen. Sie werden

ständig mit Tränenflüssigkeit

unterspült, die das

Auge mit Sauer- und Nährstoffen

versorgt. Krankheitskeime

und Chemikalien aus

dem Linsenreiniger haben

aufgrund der Materialbeschaffenheit

wenig Chancen,

sich festzusetzen und

das Auge zu schädigen. Sollen

Linsen täglich getragen

werden, gilt der weiche Typ

immer nur als zweite Wahl.

Ihr Vorteil: Das Eingewöhnen

geht schneller, und

Staub sorgt seltener für Kratzen

oder Reiben, wenn er

unter die Linse gerät.

Die Nutzungsdauer von

weichen Linsen liegt bei maximal

einem Jahr, während

formstabile etwa 18 Monate,

im Idealfall sogar etwas

mehr als doppelt so lange

haltbar sind. Die Kosten

müssen Patienten über 18

Jahre inder Regel komplett

selbst tragen: Für die erste

Anpassung fallen zwischen

100und 150Euroan, für ein

Paar formstabile Linsen je

Bei Husten und Schnupfen

Keine Kontaktlinsen bei Erkältung tragen

B

ei einer Erkältung sind

Kontaktlinsen tabu.

Denn die Krankheitskeime

können auf ihnen ins Auge

gelangen und dort zuInfektionen

führen, erklärt Gerald

Böhme vom Berufsverband

der Augenärzte

Deutschlands (BVA). „Allein

beim Husten versprühe ich

die Erreger einen Meter

weit.“ Kontaktlinsenträger

greifen daher während einer

Erkältung besser zu einer

Brille.

„Vor allem bei weichen

Linsen ist die

Gefahr groß“,

erläutert der BVA-

Ressortleiter Kontaktlinsen.

Weiche

Linsen saugen wie

ein Schwamm Tränenflüssigkeit

und

damit auch die Keime

auf, die sich im

Auge vermehren

können. Bei harten

Linsen dringen die Erreger

zwar nicht ins Material

ein, aber oberflächlich bleiben

sie dort haften. (dpa)

nach

Machart

und Qualität

weitere

250 bis 350

Euro. Hinzu

kommen Kosten

für Pflegemittel

und Aufbewahrungsbehältnisse.

Außerdem:

Eine Brille

muss man

immer als Ersatz

haben, sagt

Gerald Böhme vom

Berufsverband der

Augenärzte

Deutschlands in Düsseldorf.

Denn bei

einem Infekt oder roten

Augen seien

Linsen tabu. (dpa)

Foto: Jens Schierenbeck/dpa

Tag der offenen Tür, 19. Oktober von 9-16 Uhr

Wir freuen uns auf Sie!

V Vorträge amTag der offenen Tür

09.00–10.30 Glaukom

09.00–10.30 AMD (Altersbedingte Makuladegeneration)

10.30–12.00 Sehen ohne Brille

10.30–12.00 Grauer Star

12.00–13.30 Ästhetische Lidchirurgie

12.00–13.30 Leben &Wohnen mit einer Sehbehinderung

13.30–15.00 Augenlicht retten in Uganda

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10

Oktober 2013

Besser sehen

Rat vom Experten einholen

Trockene Augen besser nicht auf eigene Faust behandeln

Bei brennenden oder juckenden

Augen gehen viele Menschen

in die Apotheke und

lassen sich irgendwelche

Tropfen dagegen verkaufen.

Mit den frei verkäuflichen

Mitteln könne man zwar

nichts dramatisch falsch machen,

beruhigt Prof. GerdGeerling

von der Augenklinik

am Universitätsklinikum

Düsseldorf. Aber: „Das Einzige,

was passieren kann, ist,

dass das Mittel nicht hilft.“

Foto: Martina Friedl/pixelio.de

Für alle Augentropfen gilt:Das Fläschchen darf dasAugenichtberühren, dieTropfen müssen ins Auge fallen.Foto:BodoMarks/dpa

twa jeder fünfte Patient,

Eder in die Praxis kommt,

leide unter der Volkskrankheit

Trockene Augen, auch

Sicca-Syndrom genannt.

Dauerndie Beschwerden an,

führt kein Weg amAugenarzt

vorbei. Die Probleme

können beispielsweise auf

der Nebenwirkung eines

Medikamenten beruhen.

„Die häufigsten Ursachen

sind Umweltfaktoren wie

schlechte Luft, Zugluft, Klimaanlagen

oder Bildschirmarbeit“,

sagt Ursula

Sellerberg von der Bundesvereinigung

Deutscher Apothekerverbände

in Berlin.

Frische Luft oder eine andere

räumliche Ausrichtung

des Arbeitsplatzes können

die für die Augen ungünstigen

Umwelteinflüsse zumindest

mindern.

„Bei der Bildschirmarbeit

oder auch beim Fernsehen

istdas Problem der monotone,

konzentrierte Blick“, erläutertGeorg

Eckert,Berufsverband

der Augenärzte

Deutschlands. „Man vergisstleicht,

zu blinzeln.“ Dadurch

wird die Tränenflüssigkeit

nicht gleichmäßig

verteilt. Hornhaut, Bindehaut

und Innenseite der Lider

werden nicht mehr ausreichend

ernährt und geschützt.

Ist das Blinzeln nur

durch die eigenen Sehgewohnheiten

beeinträchtigt,

so lässt sich leicht Abhilfe

schaffen. „Man kann einfachabund

zu mal aus dem

Fenster schauen oder bewusst

die Augen zumachen.“

Aber auch der Tränenfilm

an sich kann gestört sein.

„Die Tränenflüssigkeit ist

ein komplexes und damit

auch störanfälliges Gebilde

aus drei Schichten“, erklärt

Geerling. Die unterste

Streifenfreie Weitsicht

Brille nicht Papiertaschentuch putzen

in T-Shirt-

EZipfel

oder ein

Papiertaschentuch

eignen

sichnicht

zur Brillenreinigung.

Sie

können die Glasoberfläche

verkratzen,

warnt das Kuratorium

Gutes Sehen.

schleimartige Muzinschicht

sorgt dafür,dass die Tränenflüssigkeit

am Auge haftet.

Darüber befindet sich eine

größere wässrige Schicht.

Sie wird von einer Fett-(Lipid-)schicht

vor dem Verdunsten

bewahrt. Alle drei

Komponenten können gestört

sein. „Es kann sein,

dass das Auge zu wenige

oder zu viele Tränen produziertoder

dass deren Zusammensetzung

gestört ist“, ergänzt

Eckert.

Um Störungen der Tränenflüssigkeit

zu behandeln,

werden Tränenersatzmittel

eingesetzt. Das gilt

Auch rückfettende Reinigungsmittel

seien ungeeignet,

da sie nur schwer entfernbare

Schlieren hinterlassen

können. Besser sind

feuchte Brillen-Reinigungstücher

ohne aggressive

Substanzen. Aber etwas Leitungswasser

und ein paar

Tropfen Spülmittel tun es

auch.

Zum Nachpolieren sollte

ein Mikrofaser- oder ein

sauberes Geschirrtuch verwendet

werden. (dpa)

ZumThema

ugen- oder Ohrentrop-

sind besser verträg-

Afen

lich, wenn sie kurz vor Gebrauch

einige Minuten in

der Hand oder Hosentasche

angewärmt werden.

Das gilt vor allem dann,

wenn sie zwischen den Anwendungen

im Kühlschrank

gelagert werden

müssen. Das erläutert die

Bundesapothekerkammer

in Berlin.

auch, wenn die trockenen

Augen Begleiterscheinung

von Rheuma, einer Schilddrüsen-

oder anderen Erkrankung

sind. „Es gibt allerdings

Hunderte Präparate,

so dass auch ich als Augenarzt

kaum sagen kann,

,Patient Awird von Medikament

Bammeisten profitieren’“,

berichtet Geerling.

Die Art der Störung gibt die

Richtung für die Zusammensetzung

des Medikamentes

vor.

Tränenersatzmittel mit

Konservierungsstoffen sind

zwar länger haltbar,sie können

jedoch bei langer Anwendung

das Auge schädigen,

so Apothekerin Sellerberg.

„Die Alternative sind

Präparate ohne Comod-System.“

Bei letzteren sind die

Behälter so konstruiert, dass

beim Gebrauchkeine Keime

hineingeraten können. „Sie

sind etwasschwieriger anzuwenden

und beispielsweise

für ältere Menschen damit

weniger gut geeignet, weil

man die Flasche mit Kraft

zusammendrücken muss“,

sagt Sellerberg. Für alle Mittel

gilt: Die Fläschchen dürfen

das Auge nicht berühren,

die Tropfen müssen ins

Auge fallen. (dpa)

Vor Anwendung anwärmen

Direkt nach dem Gebrauch

kommen sie möglichst

umgehend wieder

ins Kühle, damit sie sich

lang genug halten. Allerdings

darfein Medikament

auchnicht zu kalt werden.

Friert esetwa ein, kann

sich seine Wirksamkeit

dauerhaft verändern, ohne

dass das von außen für

den Anwender erkennbar

wäre.

(dpa)


Besser sehen Oktober 2013 11

Foto: Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de

Auge im Fokus

Irreparablen Schäden vorbeugen

Von Sebastian Rohling

Dass die Erde keine Scheibe,

sondern eine Kugel ist, das

wissen mittlerweile alle Menschen.

Doch dass auch dasAuge

kugelförmig ist –und keine

Scheibe –das wissen noch

immer nicht alle. Nur einer

von vielen Irrtümern.

bwohl unsere Augen

Ouns tagtäglich durch

unseren Alltag führen, wissen

wir nur wenig über sie.

Das mag auch einer der

Gründe dafür sein, dass Vorsorgeuntersuchungen

für

eben diese nur sehr selten in

Anspruch genommen werden.

Dabei sollte dies vorallem

am Anfang unseres Lebens

dringend gemacht werden.

Denn laut Bundesverband

der Augenärzte

Deutschland werden rund

60 Prozent der Sehschwächen

bei Kindernzuspät erkannt.

Professorin Nicole

Eter beschreibt, welche Folgen

das hat: „Korrekturen

an den Augen können nur

bis zum achten Lebensjahr

vorgenommen werden. Was

bis dahin nicht erkannt und

behandelt worden ist, begleitet

den Menschen dann

ein Leben lang.“

Die Direktorin der UKM

Augenklinik ist mit ihren

Kollegen regelmäßig in

Kitas und Kindergärten

unterwegs, um Eltern und

Erzieher zu informieren und

Kinder zu untersuchen.

„Normalerweise sollten Kinder

im Alter zwischen zwei

und fünf Jahren mindestens

einmal bei einem Augenarzt

vorstellig werden. Das Problem

ist nämlich, dass Doppelbilder

durch Fehlstellungen

vom Gehirn unterdrückt

werden und das Kind

somit gar nicht realisiert,

dass es falsch guckt. Das ist

zum Beispiel beim Mikroschielen

so“, erklärtdie Ärztin.

Solche Fehlstellungen

des Auges wären zudem für

die Eltern nicht ersichtlich.

Aber nicht nur bei Kindern

wird die Vorsorge der

Augen vernachlässigt. „Ab

dem 50. Lebensjahr sollte jeder

einmal im Jahr zum Augenarzt“,

empfiehlt Eter.

Denn Augenkrankheiten

würden schleichend fortschreiten

und wenn jemand

merkt, dass etwas nicht

stimmt, „dann ist eshäufig

zu spät. Häufig kommt es zu

Schäden und Beeinträchtigungen

des

Nervengewebes. Diese

sind dann irreparabel

geschädigt“,

mahnt die Augenärztin.

Warum viele

Menschen mit

den Augen eher

nachlässig

umgehen,

ist für Dr.

Eter oftmals

ein

Rätsel:

„Viele

sind

nicht sonderlich

gut informiertund

denken häufig,

dass es am Ende ja mit einer

Brille getan wäre. Das ist allerdings

ein Trugschluss.“

Denn eine Brille würde lediglich

die Kurz- oder Weitsichtigkeit

ausgleichen, heile

aber keine organische Augenerkrankung

und verhindere

auch nicht, dass eine

Augenkrankheit

Foto: Benjamin Thorn /pixelio.de

weiter

fortschreite.

Wer unsicher

ist, ob

seine Augen

noch

voll funktionsfähig sind,

kann einen ersten kleinen

Check-Up auch schnell daheim

machen. Einfach ein

Auge zu halten und auf die

Kacheln im Badezimmer

schauen. Wenn das Bild

auch nur etwas verzerrt ist,

sollte umgehend ein Augenarzt

aufgesucht werden.

Wesentlich mehr Informationen

zum Thema Vorsorge

bei Augenerkrankungen

und -behandlungen

sind aber auch bei der Infoveranstaltung

„Einblick gewinnen,

Durchblick behalten“

erhältlich, die im Abschluss

an die Wochedes Sehens

in der UKM Augenklinik

abgehalten wird. Interessierte

finden sich dafür

morgen (14. Oktober) im-

Hörsaal der UKM Augenklinik

ein. Eine Anmeldung

ist nicht notwendig.

0251/8356001/-02,

www.ukmmuenster.de


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