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Festschrift 25 Jahre (2008) - Grüner Kreis

Festschrift 25 Jahre (2008) - Grüner Kreis

| grünerkreisVorwort

| grünerkreisVorwort FOTO: PRÄSIDENTSCHAFTSKANZLEI Ich begrüße es sehr, dass der Verein „Grüner Kreis“ anlässlich seines 25-jährigen Bestandsjubiläums durch eine eigene Publikation die Aufmerksamkeit auf ein zentrales gesellschaftspolitisches Problem lenkt, nämlich jenes des Drogenkonsums und der Vielfalt von psychischer und sozialer Abhängigkeit von Drogen. Der seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts weltweit angestiegene Drogenkonsum stellt nicht nur die Politik vor große Herausforderungen, sondern die Gesellschaften insgesamt. In dieser vom „Grünen Kreis“ vorgelegten Jubiläumspublikation finden sich wertvolle Beiträge, die kompetent und umfassend über die medizinischen, psychologischen und sozialen Bedingungen der Ausbreitung dieses Problems informieren. Als Bundespräsident ist es mir besonders wichtig, dass die Beiträge nicht nur den Krankheitscharakter des Drogenkonsums im engeren Sinn beschreiben, sondern auch die Ursachen benennen, die oft direkt in die Drogenabhängigkeit hineinführen. Wer sich die komplexen privaten und gesellschaftlichen Voraussetzungen der Drogensucht vor Augen führt, wird verstehen, welche großartige Arbeit PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen und Assistenzberufe jeden Tag im Rahmen des Vereins „Grüner Kreis“ leisten. Ich bin überzeugt, dass die Broschüre dazu beitragen wird, diese Leistungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Bemerkenswert ist auch die Bemühung um Spezialisierung auf frauenspezifische Therapieangebote und die Behandlung Jugendlicher, sowie der Behandlungsschwerpunkt Kunst, im Rahmen dessen an die künstlerische Kreativität der PatientInnen appelliert wird, um ihnen Möglichkeiten zur Selbstheilung in die Hand zu geben. In diesem Sinne möchte ich all jenen meinen Dank aussprechen, die Tag für Tag für Österreich eine großartige, herausfordernde und unverzichtbare Arbeit leisten. Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Vereins „Grüner Kreis“ sowie allen HelferInnen und FörderInnen, die ein vorbildliches gesellschaftliches Engagement des Beistands und der Hilfe für suchtkranke MitbürgerInnen zeigen. Ich wünsche Ihnen aus Anlass Ihres 25-jährigen Bestehens für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg! Dr. Heinz Fischer Bundespräsident der Republik Österreich 2 25 JahreGrüner Kreis

grünerkreisVorwort | FOTO: BUNDESMINISTERIUM FÜR JUSTIZ Süchtige sind kranke Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Seit Jahrzehnten ist es auch in Österreich unbestrittener Grundsatz, dass dem Drogenproblem nicht nur durch rein repressive Maßnahmen, also durch den Einsatz des Strafrechts, sinnvoll zu begegnen ist, sondern dass Sucht und Abhängigkeit primär medizinische Probleme sind, zu deren Lösung es medizinisch-therapeutischer Ansätze bedarf. Das in der österreichischen Justiz im Suchtmittelbereich vorherrschende und durch die Suchtmittelgesetz-Novelle 2007 weiter ausgebaute Prinzip „Therapie statt Strafe“ setzt – nicht zuletzt auch als Form der Verbrechensprävention im Sinne der Opfer – dort an, wo medizinische und therapeutische Maßnahmen notwendig, sinnvoll, erfolgversprechend und adäquat sind, indem es der Behandlung und Betreuung suchtkranker Personen Vorrang gegenüber deren Bestrafung einräumt. Der Verein „Grüner Kreis“ als österreichweit größte gemeinnützige Organisation auf dem Suchtsektor ist für das Bundesministerium für Justiz seit vielen Jahren ein verlässlicher und kompetenter Partner bei der Behandlung und Betreuung drogenabhängiger Rechtsbrecher. Mit seinen bewährten ambulanten sowie stationären Lang- und Kurzzeittherapieprogrammen bietet er für die Betroffenen rasche und professionelle Hilfe und unterstützt damit Suchtkranke auf ihrem oft steinigen Weg zurück in ein suchtfreies Leben. Der „Grüne Kreis“ trägt durch seine ganzheitliche, insbesondere abstinenzorientierte Arbeit sehr wesentlich zur Integration von Menschen mit Suchtproblemen in den Arbeitsmarkt, zur Prävention und damit letztlich auch zur Sicherheit der Bevölkerung bei. Ich wünsche dem „Grünen Kreis“ anlässlich seines 25-jährigen Bestehens auch weiterhin viel Erfolg und Ausdauer bei seiner für die Gesellschaft so wichtigen Arbeit und hoffe auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der Justiz, die mich mit Zuversicht den künftigen Herausforderungen im Suchtbereich entgegenblicken lässt. Dr. Maria Berger Bundesministerin für Justiz 25 JahreGrüner Kreis“ 3

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