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Festschrift 25 Jahre (2008) - Grüner Kreis

Festschrift 25 Jahre (2008) - Grüner Kreis

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| grünerkreisSozialökonomischeArbeitsprojekte Pool 7, die Ausstellungsund Verkaufsgalerie des „Grünen Kreises“ Im Frühjahr 2003 hatte Dir. Alfred Rohrhofer die Idee, ein Verkaufsgeschäft für Kunsthandwerk, das auch gleichzeitig eine Kunstgalerie mit Arbeiten aus Sozialeinrichtungen und ein Veranstaltungslokal sein sollte, zu betreiben. Die Eröffnung der neu adaptierten Räume mit dem Namen Pool 7 an der Adresse Rudolfsplatz 9 im 1. Wiener Gemeindebezirk im Juni 2003 war ein voller Erfolg. In den ersten Jahren seines Bestehens war das Pool 7 ein Beschäftigungsprojekt im „Grünen Kreis“. Es wurde im Rahmen der von ESF und BMWA geförderten EQUAL Entwicklungspartnerschaft drug-addicts@work und mit AMS Mitteln betrieben. In den Geschäftsbereichen arbeiteten Menschen mit Suchterfahrung, die sich durch die Anstellung in Pool 7 beruflich qualifizierten und dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbesserten. Eine der Erfolgsgeschichten, die in Pool 7 ihren Anfang nahmen, ist das Cateringunternehmen des „Grünen Kreises“. In der ersten Zeit als Verköstigung zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen in den Räumen des Pool 7 konzipiert, entwickelte sich bald ein höchst erfolgreiches Unternehmen unter der Leitung von Klaus Tockner. Mit ersten Aufträgen von externen privaten Firmen – viele davon zählen wir heute zu unseren StammkundInnen – war der Grundstein für den Erfolg gelegt. Schon das äußere Erscheinungsbild von Pool 7 vermittelt Atmosphäre. Das Lokal mit seinen riesigen Bogenfenstern, ein offener, Licht durchfluteter Raum mit Galerie und Grünpflanzen, das alles lädt zum Verweilen ein. Regelmäßige Ausstellungen von bildenden KünstlerInnen mit Vernissagen tragen dazu bei, den „Grünen Kreis“ neuen Personengruppen vorzustellen, großes Interesse sowohl für die ausgestellten Bilder wie für die Arbeit des Vereins regen zu Gesprächen und zum Wiederkommen an. Diese Stimmung ist auch entscheidend bei der Vermietung des Seminar- und Tagungsraums. Seit dem Jahr 2006 steigt das Interesse von sozialen Einrichtungen, aber auch privaten Firmen kontinuierlich, in Pool 7 Meetings und Tagungen abzuhalten. Das Team vor Ort ist bemüht, für bis zu 20 SeminarteilnehmerInnen eine professionellen Ablauf – auch mit kleinem Cateringservice – zu gewährleisten. www.pool7.at Pool 7 versteht sich obendrein als Schaufenster und Verkaufsraum für alle Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe, für Therapiewerkstätten und sozialökonomische Betriebe. Kunstobjekte und Bilder hängen neben Wandteppichen, Keramiken stehen neben Skulpturen aus Stein und Holz, daneben werden handgeschöpfte Papiere, kunstvoll gebundene Bücher, Hefte und Alben zum Verkauf angeboten. Seit dem Jahr 2007 werden die Räumlichkeiten im 1. Stock auch als Bürostandort genutzt. Hier befinden sich die Abteilungen Prävention mit Dr. Dominik Batthyany, Fundraising mit Dipl. Kfm.(FH) David Gottschling und Kunst im „Grünen Kreis“ mit Kurt Neuhold. Pool 7 sieht sich als Schnittstelle zwischen sozialem Engagement, Kunst und Kreativität, Wirtschaftlichkeit und Markt. Damit beschreiten wir einen innovativen Weg, erproben neue Formen der Zusammenarbeit, versuchen, ökonomisch erfolgreich zu sein und vor allem unsere inhaltlichen Anliegen langfristig umzusetzen. TEXT: HARALD BERGER, LEITER POOL 7 FOTOS: HARALD BERGER,BERITH SCHISTEK 48 25 JahreGrüner Kreis

grünerkreisSozialökonomischeArbeitsprojekte | Die Tischlerei am Berghof Vor ungefähr 16 Jahren begann es. Aus einem kleinem Werkraum mit einigen Heimwerkermaschinen am Berghof, damals noch Königsberghof genannt, entwickelte sich bis heute eine vollwertig eingerichtete Tischlerwerkstätte. Dieses Ergebnis, einen professionell funktionierenden Tischlereibetrieb auf die Beine gestellt zu haben, ist – natürlich mit großzügiger Unterstützung der Geschäftsführung des „Grünen Kreises“ – der Verdienst von Tischlermeister Christian Handler. Nach einem Jahr Meisterpraxis begegnete er durch Zufall Prim. Dr. Günter Pernhaupt, der ihm die Stelle des Arbeitsanleiters in der Tischlerei anbot. Noch heute ist er bestrebt, interessierten PatientInnen die Grundkenntnisse für eine weitere Ausbildung zum/r Tischler/in zu vermitteln. Der Zweite im Bunde, Ernst Stückler, wurde drei Jahre später über das AMS vermittelt, da die Arbeitsaufträge immer umfangreicher wurden. Seit dieser Zeit ist er als wertvoller Mitarbeiter neben seiner Tätigkeit als Tischlergeselle bemüht, PatientInnen mit seinen Fachkenntnissen zu unterstützen, sehr oft mit großem Erfolg. In den darauf folgenden Jahren wurde die Bandbreite an Maschinen und Werkzeug erweitert und so entstand eine vorzeigbare Tischlerei. Im März 2006 begann Thomas Katzgraber mit seiner Tischlerlehre im Betrieb und auch er unterstützt seitdem zahlreiche KlientInnen beim Tischlern im Rahmen des arbeitstherapeutischen Angebots. Produziert und gearbeitet wird hauptsächlich für die Einrichtungen des „Grünen Kreises“; Möbelbau und Montagearbeiten in allen Betreuungshäusern gehören zum Berufsalltag. Ebenso werden Aufträge für KundInnen, die echte Handarbeitsqualität schätzen, erledigt, ohne jedoch mit dem örtlich ansässigen Gewerbe in Konkurrenz zu treten. Die persönliche Betreuung der KundInnen übernimmt dabei Christian Handler. Die Bandbreite reicht von Einbauküchen, Büroeinrichtungen, Schlaf- und Wohnzimmern bis hin zu Türen, Balkonen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen. Auch Restaurierungs- und Reparaturaufträge werden fachgerecht ausgeführt, wobei bei Restaurierungen großer Wert auf Erhaltung des Originalzustands gelegt wird. Qualität und Service stehen an erster Stelle. Damit kann die kleine, aber feine Tischlerei nicht nur bei KundInnen punkten, es ist auch eine Freude für die MitarbeiterInnen und PatientInnen, dort zu arbeiten. An Arbeit und Aufträgen mangelt es nicht und so sind immer PatientInnen in der Tischlerei beschäftigt. Erfolgreiche Rehabilitation, Resozialisierung und Reintegration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt stehen im Zentrum der arbeitstherapeutischen Behandlung im „Grünen Kreis“. Alle KlientInnen des Vereins haben Zugang zur abwechslungs- und lehrreichen Arbeit in der Tischlerei. Im Rahmen der Arbeitstherapie können sie erste Schritte in Richtung Tischlereiausbildung machen. Sie haben die Möglichkeit, die grundlegenden Strukturen für einen geregelten Arbeitsablauf zu lernen und zu üben sowie kreativ und selbstständig zu arbeiten. Es besteht für Interessierte auch die Möglichkeit, diesen Beruf über das AMS und eines der Berufsförderungsinstitute zu erlernen. Diesen Weg haben schon einige PatientInnen mit Erfolg eingeschlagen und dadurch ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben gefunden. TEXT UND FOTOS: CHRISTIAN HANDLER, TISCHLERMEIS- TER, ARBEITSANLEITER BERGHOF 25 JahreGrüner Kreis“ 49

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