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Rezensionen - Rainer Hampp Verlag

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Rezensionen - Rainer Hampp

Martin Hilb (Hg.) u.a. Innere Kündigung - Ursachen und Lösungsansätze Verlag Industrielle Organisation, Zürich 1992, 105 S., Michael Faller Innere Kündigung - Ursachen und Folgen Rainer Hampp Verlag, München u. Mering 1992, 275 S.* Haben wir das nicht schon alles ein paarmal erlebt ? Trends und Modewörter, neueste Ansätze, Ursachenzusammenhänge und Lösungsvorschläge ? Alles kompakt und handlich verpackt, für den schnellen Zugriff des gestreßten Mitarbeiters in Personalverantwortung. Daß unsere komplexere Weltsicht derartige Entwicklungen fördert und die Sozialwissenschaften anscheinend wenig neues und erhellendes bieten können, enthebt sicher keinen Autor davon, sich umfassend, kritisch und offen einem Themengebiet zu nähern. Gerade das sensible Thema "Innere Kündigung" fordert dabei eine differenzierte Betrachtung. Das Buch von Hilb will als Veranstaltungsabriß einer Tagung zur "Inneren Kündigung" das komplexe Thema von verschiedenen Seiten erhellen. Es sei bereits an dieser Stelle vorweggenommen: Es tut sich schwer damit, da es weder eine kritische Bestandsaufnahme der Begrifflichkeit vornimmt, noch Bemühungen erkennen läßt, idiographische und differenziertere Bewertungen des Personenkreises 'innerlich Kündigender' vorzunehmen. Faller schreibt nicht nur aus einer anderen Perspektive, nämlich aus der des praxisorientierten Wissenschaftlers sondern stellt durch seinen Ansatz auch die Praktikabilität des Begriffs "Innere Kündigung" indirekt in Frage. Trotz einiger 'blinder Flecken' im inhaltlichen Bereich psychosozialer Erklärungskomponenten wird Fallers umfassenderer Blick dem komplexen Phänomen gerechter. Gerade auch, weil er sich vor Kategorisierungen und Stigmatisierungen hütet. Die öffentliche Beschäftigung mit der Thematik 'Innere Kündigung' geht auf die "Propagandisten des Schlagwortes" (Faller,1991) Höhn und Raidt von der Akademie der Führungskräfte der Wirtschaft zurück. Aus dieser Ecke wurde das Thema aber substantiell nicht weitergebracht, da hauptsächlich eine kommerzielle Verwertung im Sinne der Implementierung des umstrittenen "Harzburger Modells" zu beobachten ist (Stark, 1991). Im Vergleich dazu erweitern beide Veröffentlichungen die Aufarbeitung und Betrachtungsperspektive wohltuend, obwohl damit noch keine Aussage über die Qualität - inbesondere der Hilb-Veröffentlichung - getroffen wird. Bezeichnet Höhn die Innere Kündigung noch als "bewußten Verzicht auf Engagement und Leistung", "Trend zum Pessimismus" und sieht die Ursache in "mimosenhaft veranlagten Mitarbeitern" und im "menschlichen Fehlverhalten der Vorgesetzten ...,(die) allerdings von [den Mitarbeitern] nicht überzubewerten sind" (Höhn, 1983) und verdeutlicht damit die Eindimensionalität seiner Perspektive, an der sozialwissenschaftlichen Debatten über Multifaktorialität und interaktionistische Grundvorstellungen vorbeigegangen zu sein scheint, so hütet sich insbesondere Faller vor Generalisierungen. Hilbs Veröffentlichung vermeidet zwar deutlich Höhnsche Typologisierungen ("...innere Kündigung führt zu einem schizophrenen Zustand, der für einen gesunden, normal veranlagten Menschen schwer zu ertragen ist...") bleibt aber außer einigen Fallschilderungen erstaunlich oberflächlich und stigmatisierend ("Die Persönlichkeit des innerlich Kündigenden kann wie in Abb. 10 dargestellt werden"). Faller geht in seiner Veröffentlichung, die eine 'neue' arbeitswissenschaftliche Thematik sukzessive erhellen soll, von der psychosozialen Realität der Begrifflichkeit "innere Kündigung" aus. Damit wird postuliert, daß über die Diskussion wissenschaftlicher Konstrukte die definitorische Festlegung des Phänomens zu erreichen ist. So wird

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Thomas Cleff - Rainer Hampp Verlag
Forschungsnotiz - Rainer Hampp Verlag