Geschäftsbericht 2011 - Hapimag

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Geschäftsbericht 2011 - Hapimag

Geschäftsbericht 2011


Wichtigste Kennzahlen der Hapimag

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

in EUR 1000 2011 in % 2010 in %

Schlüsselzahlen Bilanz

Anlagevermögen 597 788 90% 618 809 93%

Umlaufvermögen 69 083 10% 47 568 7%

Total Aktiven 666 871 100% 666 377 100%

Eigenkapital 358 018 54% 361 954 54%

Darlehen von Aktionären (unkündbar) 162 305 24% 162 525 25%

Übriges Fremdkapital 146 548 22% 141 898 21%

Total Passiven 666 871 100% 666 377 100%

Schlüsselzahlen Erfolgsrechnung

Umsatz 173 637 163 385

Betriebsertrag 186 391 171 722

Betriebskosten ohne Abschreibungen /Amortisationen 145 255 139 176

Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) 41 136 32 546

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 4 668 –925

Konsolidiertes Ergebnis 1 190 –7 826

HerkunftsläNDER der MitgLIEDER (2011) FERTIg erstellte WoHNEINHEITEN (2011)

61.9% Deutschland

1.0% Frankreich

1.6% Grossbritannien

9.0% Niederlande

8.3% Italien

6.6% Österreich

8.9% Schweiz

0.2% Spanien

0.9% Türkei

1.6% Sonstige

Deutschland

Spanien

Italien

Türkei

Österreich

Frankreich

Schweiz

Griechenland

Portugal

Skandinavien

Grossbritannien

USA

Tschechische Repulik

Marokko

Ungarn

Niederlande

Hausboote

(Deutschland, Frankreich)

1 031

719

695

637

553

405

320

305

217

176

122

102

50

40

30

27

29

Total Wohneinheiten: 5458. Den Mitgliedern stehen insgesamt

5129 Wohneinheiten zur Verfügung (ohne Wohneinheiten genutzt

für Personal und Büros).


HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

FINANZIELLE BERICHTERSTATTUNG 2011

2 Berichterstattung

6 Entwicklung operative Kennzahlen

7 Entwicklung finanzielle Kennzahlen

KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE PER 31.12.2011

8 Konzernbilanz

9 Konzernerfolgsrechnung

10 Konzerngesamtergebnisrechnung

Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals

11 Konzerngeldflussrechnung

Anhang der Konzernrechnung 2011 der Hapimag Unternehmensgruppe

12 1. Grundsätze der Konzernrechnungslegung

18 2. Erläuterungen

40 3. Geschäftssparten

42 4. Konsolidierte Gesellschaften der Hapimag Unternehmensgruppe per 31.12.2011

44 Bericht der Revisionsstelle

JAHRESRECHNUNG DER HAPIMAG AG PER 31.12.2011

46 Bilanz

48 Erfolgsrechnung

Anhang zur Jahresrechnung 2011 der Hapimag AG

49 1. Grundsätze der Rechnungslegung

49 2. Erläuterungen

53 Antrag des Verwaltungsrats über die Verwendung des Bilanzverlusts per 31.12.2011

54 Bericht der Revisionsstelle

CORPORATE GOVERNANCE

56 Verantwortungsbereiche

Hapimag in Prozessen

57 Organisation

Der Geschäftsbericht der Hapimag erscheint in deutscher Sprache sowie in englischer Übersetzung. Die Version in deutscher Sprache ist verbindlich. Zur leichteren Lesbarkeit

schliesst die männliche Sprachform in diesem Geschäftsbericht auch weibliche Personen mit ein. Eine – auch nur auszugsweise – Vervielfältigung oder Verbreitung

der in diesem Geschäftsbericht wiedergegebenen Texte, Grafiken und Fotos, insbesondere deren Verbreitung auf elektronischem Weg, bedarf der ausdrücklichen

Genehmigung der Hapimag Unternehmensgruppe. Zuwiderhandlungen stellen eine Urheberrechtsverletzung dar.


BERICHTERSTATTUNG

HERAUSFORDERUNG STATT KRISE

Wie schon in den Vorjahren hat sich Hapimag im Krisenumfeld

von Euro-Schwäche und Staatsverschuldung

und im Vergleich mit anderen europäischen Unternehmen

recht gut behauptet. Die genossenschaftlich abgestützte,

solide Eigenfinanzierung von 90%, die Unabhängigkeit

von Banken und externen Investoren, aber auch

das Prinzip der Reinvestition der erwirtschafteten Mittel

in das Unternehmen sind neben dem erstklassigen Immobilienportfolio

die wichtigsten Gründe dafür.

Ungeachtet des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes

entwickelte sich das operative Geschäft der Hapimag

2011 deutlich besser als im Vorjahr. So konnte der

Umsatz um mehr als 6% auf EUR 173.6 Mio. gesteigert

werden. Sehr erfreulich ist, dass der EBIT, also das Betriebsergebnis

vor Abzug der Steuern, nach einem währungsbedingten

Abtauchen im Vorjahr auf EUR 4.7

Mio. angehoben werden konnte. Die Verkaufsumsätze

der Wohnrechtsprodukte konnten 2011 ebenfalls gesteigert

werden, und zwar auf EUR 37.7 Mio. (Vorjahr:

EUR 35.2 Mio.), und trugen so auch zum guten Gesamtresultat

bei. Die Umsätze in den Resorts entwickelten

sich überaus erfreulich. Dazu trugen die stabile und hohe

Auslastung mit den rund 2.7 Mio. Übernachtungen und

die weiterhin erfreulich ausgeweiteten Umsätze parallel

zur Erhöhung der Gästezufriedenheit bei. Diese positive

Entwicklung mit einer Verbesserung der operativen

Ergebnisse ist das direkte Resultat der im Rahmen des

Projektes «2012» eingeleiteten Bemühungen zum Ausbau

der Dienstleistungen in den Resorts. Besonders erfreulich

war die Resortentwicklung etwa in Bodrum, wo

nach Jahren mit Verlusten von Jahr zu Jahr ein besseres

und 2011 nun ein positives Resultat erzielt werden konnte.

Die Beeinträchtigung des operativen Resultates durch

das negative Finanzergebnis war 2011 im Vergleich zum

Vorjahr deutlich kleiner und reduzierte sich von EUR

–4.3 Mio. im Jahr 2010 auf EUR –1.1 Mio. im Jahr 2011.

Insgesamt konnte dadurch nach einem Konzernverlust

von EUR –7.8 Mio. im Vorjahr mit EUR 1.2 Mio. im

Berichtsjahr 2011 wieder ein positives Ergebnis sichergestellt

werden.

Der Entwicklung des Resortportfolios galt auch 2011

grosse Aufmerksamkeit. Nach Sörenberg im Vorjahr

konnte Ende 2011 die Residenz Bad Neuenahr verkauft

werden. Dies, nachdem in grösserem Umfang notwendige

Investitionen kaum mehr eine rentable Weiterführung

des Resorts erlaubt hätten und auch der Zuspruch

zum Resort unter den Mitgliedern merklich gesunken

war. Demgegenüber wurde 2011 in Lissabon ein attraktives

Grundstück für eine weitere Stadtresidenz gesichert.

In Unterkirnach wurde nach einer umfassenden

Renovierung das Resort in Kooperation mit der Caritas

neu eröffnet, welche das ebenfalls umgebaute Restaurant

Fohrenhof nun als Integrationsprojekt für Mitarbeitende

mit Behinderungen betreibt. Mit Pentolina wurde 2011

die Renovierung und Modernisierung einer sehr beliebten

Adresse in der Toscana abgeschlossen.

In Winterberg eröffnete Hapimag nach rund einjähriger

Bauzeit zusammen mit einem externen Partner das Zentrum

für Traditionelle Chinesische Medizin, welches in

Kombination mit einem zusätzlichen chinesischen Restaurant

und den weiteren, bereits bestehenden Wellnessund

Sporteinrichtungen das Resort Winterberg zu einem

eigentlichen Mekka für Gesundheit, Prävention und

Sport macht.

Weiter auf dem Weg zum modernen

Unternehmen

Weniger sichtbar, aber nicht minder wirkungsvoll waren

die auch 2011 weitergeführten Investitionen in die technische

Infrastruktur in Baar bzw. in den ganzen Konzernverbund.

Dabei ging es einerseits um den technologischen

«Nachrüstbedarf» von Hapimag. Dazu gehörten

die Einführung von SAP und damit die Ablösung verschiedenster

Systeme im Unternehmen, die Integration

der Resorts in dieses Gesamtsystem, aber auch die zentrale

Erfassung und Bewirtschaftung der Mitgliederverträge.

Andererseits galt es gleichzeitig, die rasante

technologische Entwicklung der letzten Jahre nachzuvollziehen

und so weit wie sinnvoll zu integrieren.

Diese Fortschritte waren und sind für Hapimag auf

dem Weg zu einem modernen, zeitgemässen Unternehmen

eine unabdingbare Voraussetzung. Die inhaltlichen

Weichenstellungen zum Aufbau eines zeitgemässen

Hapimag Angebotes haben wir bereits vor drei Jahren

mit dem Projekt «2012» eingeleitet und bis zum heutigen

Datum schon weit vorangetrieben. «2012» ist aber eine

Aufgabe, die über das laufende Kalenderjahr hinausgeht.

«2012» verstehen wir als notwendigen, laufenden Prozess

der Abstimmung von neu entstehenden Bedürfnissen

einerseits und der Anpassung und Erweiterung des Angebotes

von Hapimag andererseits. Um nun die bestehenden

und die neuen Mitglieder möglichst zeitnah an

diesen Möglichkeiten teilhaben zu lassen und sie in ihrer

Auswahl und ihren Entscheidungen zu unterstützen,

packen wir im laufenden Jahr die grundlegende Neuorientierung

der Kundenbetreuung an. Bestehende Mitglieder

sollen künftig vermehrt vor Ort und in ihrer Muttersprache

eine Anlaufstelle haben, die sie während ihrer

ganzen Mitgliedschaft unterstützt und betreut. Mit der

Neuorganisation des Verkaufs wollen wir in einem weiteren

Schritt neue Mitglieder auf verschiedenen Kanälen

erreichen und so den Generationenwechsel bei Hapimag

in Zukunft noch breiter abstützen.

2 Hapimag Geschäftsbericht 2011


Danke

Eine weitere grosse Herausforderung steht damit bei

Hapimag an, die den Einsatz und das Engagement aller

Mitarbeitenden nötig macht. Wir sind zuversichtlich,

dass wir sie auch im instabilen Umfeld von Eurokrise und

Rezessionsängsten meistern werden. Für das bisher Erreichte

danken wir allen Mitarbeitenden und allen Mitgliedern

für ihre Treue und Begeisterung für Hapimag.

2011 IM ÜBERBLICK

Trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes im

europäischen Raum, nicht zuletzt auch im Tourismus,

steigerte Hapimag den Betriebsertrag um 8.5% auf EUR

186.4 Mio. Der Betriebsaufwand erhöhte sich dagegen

lediglich um 5.2%, obwohl die Kosten in der Zentralverwaltung

durch den starken Schweizer Franken überproportional

anstiegen. Dank einem umfassenden Kostenmanagement

konnten aber die Einflüsse des starken

Schweizer Frankens teilweise kompensiert werden, sodass

ein EBIT von EUR 4.7 Mio. (Vorjahr: EUR –0.9

Mio.) erzielt werden konnte.

Dr. Marisabel Spitz

Präsidentin

des Verwaltungsrates

Kurt Scholl

Chief Executive

Officer

In der Sparte «Verkauf» konnte der Nettoverkaufsumsatz

von Aktien und sonstigen Wohnrechtsprodukten auf EUR

37.7 Mio. erhöht werden, was einer Steigerung um 7.0%

gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vor allem im Markt

Deutschland war die Erhöhung gegenüber den Vorjahren

um teilweise über 50% durch das erfolgreiche Nachkaufprogramm

sehr erfreulich. Dank dieser Verkaufsumsätze

konnte auch das Aktien-Rücknahmeprogramm

erfolgreich weitergeführt werden. So wurden insgesamt

6235 Aktien (Vorjahr: 5540 Aktien) zurückgekauft.

Die Einnahmen aus der Sparte «Resorts und Residenzen»

stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4.0 Mio. auf

EUR 74.4 Mio. (+5.6%). Insgesamt stieg auch die Anzahl

der Mitglieder und Gäste, welche bei Hapimag logierten,

um 3.4% auf 355 200. Zu erwähnen ist die signifikante

Zunahme der Umsätze und der Belegung unserer grossen

Resorts Bodrum und Winterberg. Die Möglichkeit, in

der Nebensaison tageweise buchen zu können, wurde von

den Mitgliedern rege genutzt und führte in verschiedenen

Resorts und Residenzen zu einer höheren Belegung.

Auch der weitere Ausbau von verschiedenen Serviceleistungen,

unter anderem die Einführung von TCM

(Traditionelle Chinesische Medizin) in Winterberg, fand

positive Resonanz. Dank dieser Mehreinnahmen und der

weiterhin strikten Kostenkontrolle konnte der EBIT in

der Sparte «Resorts und Residenzen» von EUR 1.7 Mio.

auf EUR 4.6 Mio. verbessert werden.

Die Abschreibungen sind auf EUR 36.5 Mio. (Vorjahr:

EUR 33.5 Mio.) angestiegen und entsprechen damit mehr

als 50% der Einnahmen der Jahresbeiträge. Dank dieser

Einnahmen und dem Verkauf von Wohnrechten konnte

das Investitionsprogramm in den Resorts (unter anderem

Unterkirnach, Winterberg, Pentolina) sowie in der Zentrale

mit insgesamt EUR 29.8 Mio. (Vorjahr: EUR 36.6

Mio.) plan- und zeitgerecht weitergeführt werden.

Ohne die nicht mehr im Anlagespiegel aufgeführten

Resorts Bad Neuenahr und Kanzelhöhe (Verkauf Anfang

2012) beläuft sich der Buchwert der Immobilien per Jahres-

Hapimag Geschäftsbericht 2011 3


BERICHTERSTATTUNG

ende auf EUR 582.7 Mio. (Vorjahr EUR 602.0 Mio.).

Der Free Cashflow erhöhte sich von EUR 11.7 Mio.

auf EUR 19.6 Mio., was zu einem Nettoguthaben von

EUR 28.2 Mio. (Vorjahr: EUR 8.5 Mio.) per Jahresende

führte. Der betriebswirtschaftliche Eigenmittelanteil ist

mit 79% weiterhin sehr hoch.

zum RESULtat DES EINZELABSCHLUSSES

der MUTTERGESELLSChaft HAPimag AG

Während die Konzernrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe

mit einem Gewinn von EUR 1.2 Mio.

abschliesst, weist die Jahresrechnung der Muttergesellschaft

Hapimag AG (Einzelabschluss) einen Verlust von

CHF –65.4 Mio. aus.

Der Jahresverlust im Einzelabschluss der Hapimag AG

setzt sich wie folgt zusammen:

1. CHF –15.6 Mio.: Bewertungsanpassungen von beteiligungsähnlichen

Ausleihungen an Tochtergesellschaften.

Kein Einfluss auf die Konzernrechnung.

2. CHF –50.0 Mio.: Partielle Vorwegnahme der Einzelbewertung

auf Beteiligungen infolge der vorgesehenen

Gesetzesänderung und Berücksichtigung der aktuellen

Wechselkurssituation. Kein Einfluss auf die Konzernrechnung.

3. CHF +0.2 Mio.: Resultat aus Tätigkeiten der Schweizer

Resorts, der Resorts in den Filialen, der Zentrale in

Baar und des Verkaufs.

Der Einzelabschluss der Hapimag AG, der nur einen Teil

des Geschäfts der Hapimag Unternehmensgruppe widerspiegelt,

wird in Schweizer Franken geführt. Aufgrund

einer vorgesehenen Gesetzesänderung – verabschiedet am

23. Dezember 2011 von der Bundesversammlung – ist in

der Schweiz zu erwarten, dass künftig Beteiligungen an

Tochtergesellschaften zwingend einzeln zu bewerten sind.

Hapimag hat entschieden, diese Änderung der Rechnungslegung

bereits ab 2011 schrittweise anzuwenden. Weitere

Bewertungsanpassungen resultierten aus der negativen

Entwicklung der für Hapimag relevanten Fremdwährungen

gegenüber dem Schweizer Franken. Diese Wertberichtigungen

im Einzelabschluss haben keine Geldabflüsse

zur Folge. Es werden weder das operative Geschäft

noch die zukünftigen Investitionsprogramme tangiert.

VERKAUF

Die Sparte «Verkauf» hat, trotz Eurokrise, im vergangenen

Geschäftsjahr einen Nettoverkaufsumsatz mit Aktien

und Wohnrechtsprodukten von EUR 37.7 Mio. erzielt.

Damit konnte der Umsatz gegenüber Vorjahr um

EUR 2.5 Mio. erhöht werden, was einer erfreulichen

Steigerung von 7% entspricht. Volatile Märkte mit nach

wie vor unsicheren gesamtwirtschaftlichen Zukunftsaussichten

haben den Verkauf unserer Produkte insgesamt

nicht bremsen können. Insbesondere konnte der Absatz

in Deutschland und Österreich je um erfreuliche 50% gesteigert

werden. Andererseits war in Ländern, die von der

Eurokrise stark betroffen waren (zum Beispiel Italien),

der Absatz rückläufig. Bestehende Mitglieder haben erneut

durch ihre Nachkäufe zum guten Ergebnis in diesem

Jahr beigetragen. Andererseits hat der Verkauf an

neue Mitglieder infolge der Wirtschaftskrise stagniert.

Demzufolge musste Hapimag einen Rückgang beim

Basisprodukt «Aktie» hinnehmen. Abgesetzt wurden

4237 Stück (Vorjahr: 5851 Stück). Das gibt Hapimag jedoch

weiterhin den Spielraum, ihr Aktien-Rücknahmeprogramm

auch in Zukunft zügig fortzuführen.

Immobilien

Hapimag hat 2011 für insgesamt EUR 26.5 Mio. Erweiterungen

und Renovierungen an ihren Immobilien vorgenommen.

Für Unterhalts- und Reparaturarbeiten wurden

im gleichen Zeitraum EUR 4.5 Mio. aufgewendet.

AdreSSPortfolio

Hapimag hat 2011 keine neuen Resorts oder Residenzen

eröffnet.

renoVierungen und Erweiterungen

Im August 2010 vereinbarten Hapimag und der Caritasverband

für den Schwarzwald-Baar-Kreis e.V., das Resort

in Unterkirnach gemeinsam zu betreiben. Hapimag führt

die 81 Apartments. Der Caritasverband ist für das als Integrationsbetrieb

konzipierte Restaurant Fohrenhof und

für die Hauswirtschaft verantwortlich. In diesem Zusammenhang

sind die Apartments, der Wellnessbereich

und die Haustechnik umfangreich renoviert worden.

Ebenso erfolgte ein grosser Umbau des Restaurants Fohrenhof.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung

finden hier einen Arbeitsplatz und können damit in

den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Inbetriebnahme

fand am 29. Oktober 2011 statt.

Im Juni 2011 eröffnete Hapimag in Kooperation mit der

TCMedic GmbH im Resort Winterberg ein Zentrum

für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Die verschiedenen

medizinischen Angebote und das neue Gesundheitsrestaurant

WOK 5 mit Showküche stossen bei

den Mitgliedern auf grosses Interesse.

Im November 2011 wurde in Marbella mit umfassenden

Renovierungen des Erdgeschosses begonnen. Dieses wird

vollständig entkernt und erneuert. Der Supermarkt erhält

ein neues Konzept: Mercado y Cafe. Das neue Restaurant

wird an die Westseite des Resorts verschoben und mit

komplett neuen Einrichtungen und einer neuen Küche

4 Hapimag Geschäftsbericht 2011


ausgestattet. Ebenso werden Innenhof und Terrassenanlagen

umgestaltet und ein Mini-Spa entsteht. Es ist

geplant, die Arbeiten bis am 28. Mai 2012 abzuschliessen.

Die projektierte Erneuerung im Resort in Cefalù konnte

noch nicht begonnen werden. Die Baueingabe erfolgte am

7. Oktober 2010, die Genehmigung steht aber noch aus.

teChnik IN DEN RESortS

In Damnoni konnte eine Photovoltaikanlage in Betrieb

genommen werden. Hapimag produziert dort Strom für

die staatliche Stromgesellschaft. Auch in Winterberg produziert

Hapimag Energie: Mittels eines neuen Blockheizkraftwerks

wird Strom ins eigene Netz eingespeist, die Abwärme

wird für Heizzwecke verwendet. In Marrakesch

ist eine thermische Solaranlage in Ausführung, in San

Agustin und in Paguera sind solche Anlagen in Planung.

auSBLICK RENOVierungen 2012/2013

Seit Januar 2012 ist in Meran das Haus 2 – das Haus

«Morgenstern» – geschlossen. Alle Apartments wie auch

das Treppenhaus werden komplett erneuert. Die Anzahl

Apartments bleibt unverändert bei 19 Einheiten. Mit dem

Ersatz sämtlicher Fenster unterstreicht Hapimag zudem

ihre Bemühungen für eine optimierte Energieeffizienz. Die

renovierten Apartments sollen Ende August 2012 den

Mitgliedern wieder zur Verfügung stehen.

Die grössten Veränderungen stehen in Zell am See an:

Alle Apartments werden komplett renoviert, der Eingangsbereich

und die Rezeption werden umgebaut, neu

gestaltet und das Hallenbad wird saniert. Neben einer

neuen Küche entsteht unter anderem ein multifunktionaler

Bereich mit Lounge und einem Raum für Präsentationen.

Über dem Hallenbad werden zwei Etagen mit

weiteren Apartments aufgestockt. Künftig gibt es mehr

3-Zimmer-Apartments; die Gesamtzahl der Apartments

wird von 64 auf 65 erhöht. Alle Apartments werden sowohl

im Nord- als auch im Südtrakt des Gebäudes über

einen Lift erreichbar sein. Die Residenz bleibt während

der Renovierung von Anfang September 2012 bis voraussichtlich

Ende Sommer 2013 geschlossen.

Auch die Adresse La Madrague in Südfrankreich erfährt

eine umfangreiche Renovierung. Alle Apartments werden

komplett saniert, teilweise werden Wände versetzt,

um eine bessere Raumaufteilung zu erzielen. Eine grosse

Qualitätssteigerung bedeuten zudem die Klimaanlagen,

die neu in allen Apartments eingebaut werden. Weiter erhalten

die Aussenfassaden einen neuen Anstrich und die

Technik der Residenz wird auf den neusten Stand gebracht.

Die Umbauarbeiten dauern vom 3. November 2012

bis voraussichtlich 1. Juni 2013. Während dieser Zeit

bleibt die Residenz geschlossen.

AuSBLick Neueröffnungen

In Salzburg wird ab Frühjahr 2012 eine bestehende Liegenschaft

umgebaut. Es entstehen 28 Apartments. Im

Frühjahr 2013 werden die ersten Mitglieder ihren Aufenthalt

in Salzburg verbringen können.

Ebenfalls hat Hapimag die Bewilligung, in Lissabon eine

Stadtresidenz mit rund 27 Apartments zu bauen. Sofern

alles planmässig verläuft, kann die Residenz im zweiten

Halbjahr 2013 eröffnet werden.

TOURISTIK

Mitte Februar 2011 konnte in der Zentrale das neue

Reservierungssystem erfolgreich eingeführt werden. Die

Zentrale arbeitet somit auf dem gleichen System wie die

Resorts. Dies vereinfacht den Datenaustausch erheblich.

Für die Mitglieder bringt diese Umstellung verschiedene

Verbesserungen und Vereinfachungen. Neu können die

Mitglieder ihre Aufenthalte in der Nebensaison (Saison

D und E) flexibler buchen. Sie legen sowohl das Anreisedatum

als auch die Aufenthaltsdauer an den zur Auswahl

stehenden Adressen selber fest. Die Wohnpunkte sowie

die lokalen Kostenbeiträge werden dementsprechend pro

Tag berechnet. In den Hauptsaisonzeiten werden die

Apartments, welche rund vier Wochen vor Anreise noch

nicht ausgebucht sind, zur tageweisen Buchung freigegeben.

Die Hälfte aller Buchungen wurde von den Mitgliedern

selbst im Internet vorgenommen, die andere Hälfte

wurde über das Service Center getätigt. 2011 gingen im

Service Center über 300 000 Telefonanrufe ein.

ReisegeSChäft

Hapimag erleichtert ihren Mitgliedern die Reiseplanung

mit Flugbuchungen und der Vermittlung von Mietwagen.

Insbesondere die Webseite www.hapimag.com erfreut

sich dabei wachsender Beliebtheit. 2011 erzielte das Service

Center mit dem Verkauf von touristischen Dienstleistungen

einen Umsatz von EUR 7.7 Mio.

Tandem Tours

Mit einem Umsatz von EUR 4.6 Mio. hat Tandem Tours

das Jahr 2011 trotz schwierigem Umfeld erfolgreich abgeschlossen.

Die Reiseangebote von Tandem Tours stehen

allen Mitgliedern mit einer HapimagCard offen. 2011

machten über 3200 Mitglieder davon Gebrauch.

Punktekiosk

Hapimag bietet ihren Mitgliedern eine Plattform, um

Wohnpunkte zu kaufen oder zu verkaufen. 2011 wechselten

im Punktekiosk unter www.hapimag.com insgesamt

607 178 Punkte den Besitzer.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 5


HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

ENTWICKLUNG OPERATIVE KENNZAHLEN

in EUR 1000 2011 2010 2009 2008 2007

Netto–Verkaufsumsatz

Wohnrechtsprodukte 37 665 35 196 37 783 35 225 32 848

Umsatz

Verkauf Wohnrechtsprodukte 15 778 14 940 15 975 15 985 16 386

Jahresbeiträge 72 276 65 244 64 032 62 615 60 092

Umsatz Resorts 74 449 70 469 68 351 64 221 59 171

Umsatz Reiseservice/Tandem Tours 12 273 13 050 13 024 12 985 12 158

Sonstige Umsatzerlöse 2 154 3 170 3 351 2 877 3 043

Umsatzminderungen –3 293 –3 488 –2 872 –2 357 –2 036

Total Umsatz 173 637 163 385 161 861 156 326 148 814

Betriebskosten

Unterhalts- und Betriebsaufwand –25 803 –25 348 –24 248 –23 973 –22 731

Personalaufwand –55 333 –51 629 –48 374 –46 944 –43 766

Marketing- und Vertriebsaufwand –12 133 –12 366 –14 418 –12 747 –11 917

Verwaltungsaufwand –13 812 –12 212 –11 915 –11 608 –11 266

Sonstiger betrieblicher Aufwand –11 650 –10 341 –10 106 –8 969 –9 494

Total Betriebskosten –118 731 –111 896 –109 061 –104 241 –99 174

Abschreibungen und Amortisationen –36 468 –33 471 –32 771 –31 972 –31 874

Personalbestand (Vollzeitstellen)

Zentralverwaltung 194 194 193 188 180

Zentralverwaltung «Auszubildende» 10 9 7 7 8

Resorts/Areas 1 199 1 194 1 170 1 134 1 100

Total Personalbestand 1 403 1 397 1 370 1 329 1 288

Consultants (Agenturverhältnis) 142 146 137 130 133

6 Hapimag Geschäftsbericht 2011


ENTWICKLUNG FINANZIELLE KENNZAHLEN

in EUR 1000 2011 2010 2009 2008 2007

Eigenkapital und betriebswirtschaftliche Eigenmittel

Eigenkapital gemäss Bilanz 358 018 361 954 374 838 364 974 384 628

Darlehen von Aktionären 162 305 162 525 139 598 142 108 132 519

Investitionszuschüsse 3 564 4 469 4 574 4 574 5 520

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (I) 523 887 528 948 519 010 511 656 522 667

Verbindlichkeiten aus Wohnrechten 79 227 77 022 64 808 64 630 57 533

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (II) 603 114 605 970 583 818 576 286 580 200

Eigenfinanzierungsgrad

Bilanzsumme 666 871 666 377 648 980 645 494 639 298

Eigenkapital gemäss Bilanz 358 018 361 954 374 838 364 974 384 628

Eigenfinanzierungsgrad 54% 54% 58% 57% 60%

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (I) 523 887 528 948 519 010 511 656 522 667

Eigenfinanzierungsgrad 79% 79% 80% 79% 82%

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (II) 603 114 605 970 583 818 576 286 580 200

Eigenfinanzierungsgrad 90% 91% 90% 89% 91%

Anlagendeckungsgrad (Buchwert)

Buchwert Sachanlagen 582 692 601 987 579 880 586 320 580 092

Eigenkapital gemäss Bilanz 358 018 361 954 374 838 364 974 384 628

Anlagendeckungsgrad (Buchwert) 61% 60% 65% 62% 66%

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (I) 523 887 528 948 519 010 511 656 522 667

Anlagendeckungsgrad (Buchwert) 90% 88% 90% 87% 90%

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (II) 603 114 605 970 583 818 576 286 580 200

Anlagendeckungsgrad (Buchwert) 104% 101% 101% 98% 100%

Investitionen

Neue Resorts 1 310 13 710 12 123 25 223 37 276

Renovationen Resorts 25 190 20 126 19 559 13 776 13 761

Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 319 2 789 2 163 2 885 2 200

Total Investitionen 29 819 36 625 33 845 41 884 53 237

Cashflow

Geldfluss aus Betriebstätigkeit 50 282 37 952 34 328 39 808 35 524

Geldfluss aus Investitionstätigkeit –29 369 –30 231 –33 410 –40 360 –46 370

Geldfluss aus Verkauf und Rückkauf von Aktien –1 304 4 002 5 094 –6 962 7

Free Cashflow 19 609 11 723 6 012 –7 514 –10 839

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit (ohne Aktien) –3 285 –10 591 –520 6 398 –7 229

Währungsumrechnungsdifferenzen 209 154 43 112 835

Zunahme/Abnahme (–) Flüssige Mittel 16 533 1 286 5 535 –1 004 –17 233

Liquidität

Flüssige Mittel 31 410 14 877 13 591 8 056 9 060

Finanzverbindlichkeiten –3 191 –6 373 –15 428 –15 912 –8 605

Liquidität /Nettoverschuldung (–) 28 219 8 504 –1 837 –7 856 455

Hapimag Geschäftsbericht 2011 7


KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE PER 31.12.2011

KONZERNBILANZ

AKTIVEN

in EUR 1000 Erläuterung 2011 2010

Sachanlagen 1 582 692 601 987

Immaterielle Vermögensgegenstände 2 8 460 8 204

Sonstige langfristige Forderungen und Vermögensgegenstände 3 1 123 804

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 4 695 6 792

Latente Ertragssteuern 15 818 1 022

Anlagevermögen 597 788 618 809

Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 4 7 480 0

Vorräte 5 1 589 1 661

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 23 049 26 208

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 7 5 555 4 822

Flüssige Mittel 8 31 410 14 877

Umlaufvermögen 69 083 47 568

Total Aktiven 666 871 666 377

PASSIVEN

Aktienkapital 9 28 902 28 902

Eigene Aktien 10 –41 222 –25 405

Kapitalreserven 11 414 209 395 301

Währungsumrechnungsdifferenzen –38 854 –30 637

Kumulierte Jahresergebnisse –5 062 –6 251

Anteil Hapimag Aktionäre am Eigenkapital 357 973 361 910

Anteil Minderheitsaktionäre am Eigenkapital 45 44

Eigenkapital 358 018 361 954

Verbindlichkeiten aus Wohnrechten 12 62 198 61 911

Darlehen von Aktionären 13 162 305 162 525

Finanzverbindlichkeiten 14 211 1 033

Latente Ertragssteuern 15 7 564 6 467

Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 16 2 799 3 033

Rückstellungen 17 872 413

Sonstige Verbindlichkeiten 18 16 737 16 044

Langfristige Verbindlichkeiten 252 686 251 426

Verbindlichkeiten aus Wohnrechten 12 17 029 15 111

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 10 159 8 048

Finanzverbindlichkeiten 14 2 980 5 340

Laufende Ertragssteuern 681 140

Rückstellungen 17 2 333 1 499

Sonstige Verbindlichkeiten 20 22 985 22 859

Kurzfristige Verbindlichkeiten 56 167 52 997

Fremdkapital 308 853 304 423

Total Passiven 666 871 666 377

8 Hapimag Geschäftsbericht 2011


KONZERNERFOLGSRECHNUNG

in EUR 1000 Erläuterung 2011 2010

Umsatz 21 – 26 173 637 163 385

Ertrag aus abgewohnten Wohnrechten 12 6 592 5 027

Sonstige betriebliche Erträge 27 6 162 3 310

Betriebsertrag 186 391 171 722

Waren- und Serviceaufwand 28 –26 524 –27 280

Unterhalts- und Betriebsaufwand 29 –25 803 –25 348

Personalaufwand 30 –55 333 –51 629

Marketing- und Vertriebsaufwand 31 –12 133 –12 366

Verwaltungsaufwand 32 –13 812 –12 212

Abschreibungen und Amortisationen 1 / 2 –36 468 –33 471

Sonstiger betrieblicher Aufwand 33 –11 650 –10 341

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 4 668 – 925

Finanzertrag 34 569 851

Finanzaufwand 34 –1 634 –5 154

Ergebnis vor Steuern 3 603 –5 228

Ertragssteuern 35 –2 413 –2 598

Konsolidiertes Ergebnis 1 190 –7 826

– Anteil Minderheitsaktionäre am konsolidierten Ergebnis 1 0

– Anteil Hapimag Aktionäre am konsolidierten Ergebnis 1 189 –7 826

Hapimag Geschäftsbericht 2011 9


KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE PER 31.12.2011

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

in EUR 1000 2011 2010

Konsolidiertes Ergebnis 1 190 –7 826

Sonstiges Ergebnis

Währungsumrechnungsdifferenzen –8 217 –12 426

Sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern –8 217 –12 426

Gesamtergebnis –7 027 –20 252

– Anteil Minderheitsaktionäre am Gesamtergebnis 1 0

– Anteil Hapimag Aktionäre am Gesamtergebnis –7 028 –20 252

ENTWICKLUNG des konsolidierten EIGENKAPITALS

in EUR 1000

Aktienkapital

Eigene

Aktien

Kapitalreserven

Währungsumrechnungsdifferenzen

Kumulierte

Jahreser

gebnisse

Anteil

Hapimag

Aktionäre am

Eigenkapital

Anteil

Minderheitsaktionäre

am

Eigenkapital

Total

Eigenkapital

Stand 1.1.2010 28 902 –25 624 388 152 –18 211 1 575 374 794 44 374 838

Konsolidiertes Ergebnis –7 826 –7 826 0 –7 826

Sonstiges Ergebnis –12 426 –12 426 –12 426

Gesamtergebnis –12 426 –7 826 –20 252 0 –20 252

Verkauf Aktien 11 768 2 998 14 766 14 766

Rückkauf Aktien –11 549 –11 549 –11 549

Rücknahme Darlehen

von Aktionären 4 151 4 151 4 151

Stand 31.12.2010 28 902 –25 405 395 301 –30 637 –6 251 361 910 44 361 954

Stand 1.1.2011 28 902 –25 405 395 301 –30 637 –6 251 361 910 44 361 954

Konsolidiertes Ergebnis 1 189 1 189 1 1 190

Sonstiges Ergebnis –8 217 –8 217 –8 217

Gesamtergebnis –8 217 1 189 –7 028 1 –7 027

Verkauf Aktien 6 000 6 331 12 331 12 331

Umgliederungen –7 427 7 427 0 0

Rückkauf Aktien –14 390 –14 390 –14 390

Rücknahme Darlehen

von Aktionären 5 150 5 150 5 150

Stand 31.12.2011 28 902 –41 222 414 209 –38 854 –5 062 357 973 45 358 018

Der überwiegende Anteil des Umsatzes der Hapimag Unternehmensgruppe wird mit Aktionären erzielt. Die Preise der Dienstleistungen im Kerngeschäft

basieren auf dem Prinzip der Selbstkostendeckung. Eine Ausschüttung der Reserven ist nicht vorgesehen.

Der Verkauf der Aktien ist zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet (vgl. Erläuterung 21). In der Zeile «Umgliederungen» sind die Ab-

weichungen zu den historischen Kursen der verkauften Aktien berücksichtigt.

10 Hapimag Geschäftsbericht 2011


KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

in EUR 1000 Erläuterung 2011 2010

Betriebstätigkeit

Konsolidiertes Ergebnis 1 190 –7 826

Ertragssteuern 35 2 413 2 598

Abschreibungen und Amortisationen 1/2 36 468 33 471

Verlust aus Anlagenabgang und Wertbeeinträchtigungen, netto 27/33 1 025 1 512

Ertrag aus abgewohnten Wohnrechten 12 –6 592 –5 027

Finanzertrag 34 –569 –851

Finanzaufwand 34 1 634 5 154

Veränderung Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten 3 964 5 065

Veränderung Vorräte –32 –119

Veränderung Verbindlichkeiten und Rückstellungen 11 217 4 762

Erhaltene Zinsen 317 193

Bezahlte Zinsen –72 –136

Bezahlte Ertragssteuern –681 –844

Geldfluss aus Betriebstätigkeit 50 282 37 952

Investitionstätigkeit

Investitionen in Sachanlagen 1 –27 066 –29 409

Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände 2 –2 753 –2 522

Einnahmen aus Verkauf von Sachanlagen 450 6 394

Akquisition von Geschäftsbetrieben 40 0 –4 694

Geldfluss aus Investitionstätigkeit –29 369 –30 231

Finanzierungstätigkeit

Verkauf Aktien 12 331 14 766

Rückkauf Aktien –13 635 –10 764

Aufnahme Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 102 4 107

Rückzahlung Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –5 387 –14 698

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit –4 589 –6 589

Währungsumrechnungsdifferenzen 209 154

Zunahme Flüssige Mittel 16 533 1 286

Stand Flüssige Mittel Jahresbeginn 8 14 877 13 591

Stand Flüssige Mittel Jahresende 8 31 410 14 877

Hapimag Geschäftsbericht 2011 11


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

1. GRUNDSÄTZE der konzernRECHNUNGSLEGUNG

BERICHTERSTATTENDE GESELLSCHAFT

Die Konzernrechnung umfasst die Jahresabschlüsse der

Muttergesellschaft (Hapimag AG, Baar, «die Gesellschaft»

oder «Hapimag») und alle Beteiligungen, bei welchen die

Muttergesellschaft die Beherrschung über die Finanz- und

Geschäftspolitik der Beteiligung besitzt (zusammengenommen

«die Gruppe», einzeln «die Konzerngesellschaften»).

Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote unter 50% bestehen

nicht.

Die in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften sind

auf den Seiten 42 bis 43 aufgeführt.

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN und

RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Übereinstimmungserklärung

Die Konzernrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe

wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting

Standards (IFRS), welche vom International Accounting

Standards Board (IASB) verabschiedet wurden, sowie

den Auslegungsrichtlinien des IFRS Interpretations Committee

(vormals International Financial Reporting Interpretations

Committee, IFRIC), erstellt.

Die Konzernrechnung wurde am 8. März 2012 durch den

Verwaltungsrat genehmigt. Sie unterliegt ferner der Genehmigung

durch die Generalversammlung am 25. April 2012.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSäTZE

Aktiven und Passiven sowie Erträge und Aufwendungen werden

nach der Methode der Vollkonsolidierung zu 100% übernommen.

Konzerninterne Beziehungen (Forderungen und Verbindlichkeiten,

Erträge und Aufwendungen) werden eliminiert

und die Anteile von Minderheitsaktionären am Eigen kapital

sowie am Ergebnis von Konzerngesellschaften separat ausgewiesen.

Zwischengewinne auf konzerninternen Transaktionen

und Beständen werden erfolgswirksam eliminiert.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Akquisitions-Methode.

Die Anschaffungskosten einer akquirierten Gesellschaft

werden dabei mit den zum Verkehrswert bewerteten

Nettoaktiven zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet.

Die Konsolidierung erfolgt auf Grund der nach einheitlichen

Grundsätzen erstellten Einzelabschlüsse der Gruppengesellschaften.

Die Rechnungslegungsgrundsätze werden kontinuierlich

angewendet. Einheitlicher Stichtag ist der 31. Dezember.

Die konsolidierte Jahresrechnung wird, von derivativen

Finanzinstrumenten und gewissen Finanzaktiven abgesehen,

nach dem Anschaffungskostenprinzip erstellt.

Die konsolidierte Jahresrechnung wird in Euro (EUR), gerundet

auf Tausender, dargestellt. Die Muttergesellschaft

Hapimag AG hat die funktionale Währung Schweizer Franken.

Der Grund für die Wahl der Präsentationswährung EUR

liegt in der internationalen Ausrichtung der Unternehmensgruppe

und in der Tatsache, dass für die meisten Gruppengesellschaften

der EUR bereits die funktionale Währung

ist.

UMRECHNUNG von FREMDwäHRUNGEN

Die lokale Landeswährung wird als funktionale Währung

sämtlicher Gruppengesellschaften angesehen. In der Konzernrechnung

werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

aus Abschlüssen von Gruppengesellschaften und

Filialen, die in fremder Währung aufgestellt wurden, mit dem

Kurs zum Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Das Eigenkapital

wird zu historischen Kursen geführt. Erträge und

Aufwendungen werden zu Durchschnittskursen der jeweiligen

Periode in EUR umgerechnet. Differenzen aus der

Umrechnung werden ergebnisneutral als Währungsumrechnungsdifferenzen

im Eigenkapital erfasst. Die Währungsumrechnungsdifferenz

wird erst dann ergebniswirksam erfasst,

wenn die entsprechende Konzerngesellschaft dekonsolidiert

wird.

Transaktionen in Fremdwährungen werden zum Tageskurs

zum Zeitpunkt der Transaktion in die funktionale Währung

umgerechnet. Die zum 31. Dezember in Fremdwährung gehaltenen

monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

werden zum Bilanzstichtagskurs in die funktionale Währung

umgerechnet. Zum Marktwert bilanzierte nichtmonetäre

Fremdwährungsposten werden zum Wechselkurs des Neubewertungszeitpunktes

umgerechnet. Aus der Umrechnung

zum Stichtagskurs entstehende Differenzen werden mit Ausnahme

von Umrechnungen von zur Veräusserung verfügbaren

finanziellen Vermögenswerten, ergebniswirksam erfasst

und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Änderungen in der RECHNUNGSLEGUNG 2011

Das IASB publizierte die folgenden, in der Konzernrechnung

2011 erstmals anzuwendenden, neuen oder angepassten

Standards bzw. Interpretationen:

Neue Interpretation

– IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mittels Eigenkapitalinstrumente)

Überarbeitung von Standards und Interpretationen (Revisions

and Amendments)

– Änderungen von IAS 32 (Finanzinstrumente: Ausweis):

Klassifizierung von Bezugsrechten

– IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden

Unternehmen und Personen)

– IFRIC 14 (Vorauszahlung von Mindestfinanzierungsanforderungen)

– Änderungen zu den IFRSs (Mai 2010)

12 Hapimag Geschäftsbericht 2011


Die erstmals anzuwendenden, neuen oder angepassten Standards

bzw. Interpretationen hatten keinen wesentlichen Einfluss

auf die vorliegende Konzernrechnung.

Änderungen in der RECHNUNGSLEGUNG ab 2012

Die folgenden, neuen oder revidierten Standards und Interpretationen

des IASB wurden zwar verabschiedet, treten aber erst

später in Kraft. Hapimag wird diese Standards und Interpretationen

erstmals mit Wirkung ab 1. Januar 2012 oder später

anwenden. Ihre Auswirkungen auf die Konzernrechnung von

Hapimag werden von der Konzernleitung wie folgt eingeschätzt:

Standards/Interpretationen mit keinen oder keinen nennenswerten

Auswirkungen auf die Konzernrechnung von

Hapimag:

– Änderungen von IFRS 7 (Offenlegungen – Ausbuchungen

finanzieller Vermögenswerte)

– IAS 12 (Latente Steuern – Realisierung zugrundeliegender

Vermögenswerte)

– IAS 1 (Darstellung sonstiger Ergebnisposten – Änderungen

von IAS 1)

– IFRS 10 (Konzernrechnung)

– IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen)

– IFRS 13 (Fair Value Bewertung)

– IAS 27 (Einzelabschlüsse, geändert 2011)

– IAS 28 (Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und

Joint Ventures, geändert 2011)

– IFRIC 20 (Abtragungskosten in der Produktionsphase eines

Tagebaus)

– IAS 32 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller

Verbindlichkeiten)

– IFRS 7 (Offenlegung – Saldierung finanzieller Vermögenswerte

und finanzieller Verbindlichkeiten)

Standards mit Auswirkungen auf Bewertung, Offenlegung

und Darstellung in der Konzernrechnung von Hapimag:

– IFRS 9 (Finanzinstrumente)

– IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer, geändert 2011)

– IFRS 12 (Offenlegung von Anteilen an anderen Unternehmen)

Der geänderte IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer wird per

1. Januar 2013 rückwirkend in Kraft treten. Aufgrund des

Wegfalls der Korridor-Methode zur Erfassung von versicherungsmathematischen

Erfolgen wird das Eigenkapital per

1. Januar 2012 um die bis dahin noch nicht erfassten versicherungsmathematischen

Verluste reduziert. Gemäss dem

geänderten IAS 19 werden sämtliche versicherungsmathematischen

Erfolge im sonstigen Ergebnis als Teil des Eigenkapitals

erfasst. Weiter werden die erwarteten Erträge aus

Planvermögen anders berechnet, was den Aufwand aus Verpflichtungen

gegenüber Arbeitnehmern in der Erfolgsrechnung

inskünftig erhöhen kann.

UMSATZLEGUNG und GESCHäftsmodell

Hapimag erstellt und betreibt eigene Resorts, welche in

erster Linie den Hapimag Mitgliedern d.h. den Inhabern von

Hapimag Wohnrechtsprodukten (wie z.B. Aktie, Ferienpass,

Wohnplan, Feridence Zertifikat und Hapimag Residenz),

gegen Belastung mit sog. Wohnpunkten zur Verfügung gestellt

werden. Die Aufwendungen für die Verwaltung und den

Betrieb der Resorts werden durch Jahresbeiträge und Erlöse

aus lokalen Kostenbeiträgen finanziert.

Die Rechtsbeziehung zwischen Hapimag und ihren Aktionären

wird, in Ergänzung zu den Statuten, durch die Allgemeinen

Bestimmungen zum Erwerb der Mitgliedschaft bei Hapimag

geregelt. Für Ferienpass-, Wohnplan-, Feridence Zertifikat-,

Hapimag Residenz- und Hapimag Explorerinhaber gelten separate

Allgemeine Bestimmungen. Als Mitglieder werden alle

Aktionäre und Inhaber von Wohnrechtspapieren bezeichnet.

A) Verkauf von Aktien inkl. Wohnrechten,

Hapimag Aktie_21

Der Käufer einer Hapimag Aktie erwirbt gleichzeitig ein unbefristetes

Wohnrecht in den Hapimag Resorts im Umfang von

60 Wohnpunkten pro Jahr gemäss dem Hapimag Punktesystem.

In diesem Umfang ist Hapimag verpflichtet, Wohnraum

bereitzustellen. Dies wird in der Bilanz wie folgt dargestellt:

soweit der Verkaufserlös von Vorratsaktien für die Erstellung

von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird

er (nach Abzug des Nennwertes der Aktie) in die Kapitalreserven

verbucht. Insofern wird der Verkauf von Vorratsaktien

als Finanzierungsvorgang dargestellt. Der darüber hinausgehende

Verkaufserlös wird als Umsatz aus dem Verkauf eines

zeitlich unbefristeten Wohnrechts in die Erfolgsrechnung gebucht.

Der Investitionsbedarf wird auf Grund der tatsächlichen Baukosten

für neue Resorts bemessen und regelmässig auf seine

Richtigkeit überprüft. Aus der Gewährung der unbefristeten

Wohnrechte entstehen für Hapimag keine zu bilanzierenden

Verbindlichkeiten, da die Mitglieder vertraglich verpflichtet

sind, in Form von Jahresbeiträgen und lokalen Kostenbeiträgen

die finanziellen Mittel aufzubringen, um den von ihnen

finanzierten Wohnraum zu verwalten und zu unterhalten.

Wiederverkaufte Depotaktien werden wie folgt verbucht:

soweit der Verkaufserlös den unter Eigenen Aktien und Nutzungsrecht

bilanzierten Wert (entspricht dem Rückkaufspreis)

übersteigt, wird er als Umsatz aus dem Verkauf eines

zeitlich unbefristeten Wohnrechts in die Erfolgsrechnung

verbucht.

Seit dem 1. Juli 2007 wird von Hapimag ausschliesslich die

Hapimag Aktie_21 mit neuen, zeitgemässen Allgemeinen

Bestimmungen verkauft. Die Wohnrechte sind mit denjenigen

der vorher verkauften Hapimag Aktien identisch. Mit

Hapimag Geschäftsbericht 2011 13


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

der Hapimag Aktie_21 erhält der Aktionär das Recht, das

Wohnrecht ab dem 7. Jahr des Erwerbs mit einer Frist von

12 Monaten zum Ende eines Kalenderjahres zu kündigen. Ab

dem zweiten Kalenderjahr nach Erhalt der Kündigung entfällt

für den Aktionär die Verpflichtung, Jahresbeiträge zu bezahlen

und er erhält keine Punktegutschriften mehr. Im Falle der

Kündigung kann der Aktionär die Hapimag Aktie_21 zusätzlich

auch zum Rückkauf anbieten. Die Rechte der Hapimag

Aktie_21 wurden auch weiteren Aktionären angeboten. Der

Aktionär kann die Kündigung des Wohnrechts widerrufen,

solange er seine Hapimag Aktie_21 der Hapimag noch nicht

zum Rückkauf angeboten hat. Einzelheiten zum Rückkauf

siehe Abschnitt C (Rückkauf von Aktien).

B) Verkauf zeitlich befristeter Wohnrechtsp rodukte

Hapimag verkauft zusätzlich die Produkte Hapimag Residenz,

Hapimag Explorer, Ferienpass (bis 2004), Feridence Zertifikat

(bis 2003), Wohnplan (bis 1997), HFR (bis 1996) und HTN

Wochen (bis 1985), welche zeitlich befristete, meist langjährige

Wohnrechte für die Hapimag Resorts und Residenzen

darstellen. Auch für diese Wohnrechte muss Hapimag den

benötigten Wohnraum bereitstellen. Dies gilt auch für die Extrapunkte,

welche als Ergänzungen zu den Aktien im Multipack

abgegeben werden.

Soweit der Verkaufserlös für die Erstellung von Wohnraum

benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er in die Verbindlichkeiten

aus Wohnrechten (kurz- und langfristige Verbindlichkeiten)

verbucht. Der darüber hinausgehende Verkaufserlös

wird als Umsatz «Sonstige Wohnrechtsprodukte» in die Erfolgsrechnung

gebucht.

Wenn die Wohnrechte (Punkte) in Anspruch genommen werden,

reduziert sich die Verbindlichkeit aus Wohnrechten (Anzahl

Punkte mal passivierter Betrag pro Punkt) und wird dem

Umsatz zugeführt. Mit dem verbuchten Ertrag werden die anteiligen

Abschreibungen gedeckt.

Beim Produkt Hapimag Residenz, Hapimag Explorer sowie

bei den Extrapunkten sind die Jahresbeiträge über die

gesamte Vertragsdauer bereits im Produktpreis enthalten.

Die vorausbezahlten operativen Kostenanteile des Jahresbeitrages

werden unter Sonstige Verbindlichkeiten (kurz- und

langfristige Verbindlichkeiten) verbucht. Durch die Nutzung

des Wohnrechts reduziert sich die Verbindlichkeit anteilig und

wird dem Umsatz Jahresbeiträge gutgeschrieben.

Beim Produkt Private Residence Sylt erwirbt das Mitglied ein

Wohnrecht an sämtlichen Hapimag Resorts und Residenzen im

Umfang der vertraglich festgelegten Wohnpunkte. Ergänzend

erhält es die Garantie, diese Wohnrechte im Resort Hörnum

auf Sylt für die festgelegte Wohnung und Woche nutzen zu

können. Zudem beinhaltet dieses Produkt eine Mitgliedschaft

bei der Hapimag im Umfang von 2 bis 4 Aktien. Bei diesem

Produkt wird der Investitionsbedarf über die eingeschlossenen

Aktien sichergestellt, siehe Bemerkungen unter A) Verkauf von

Aktien. Die Jahresbeiträge werden jährlich fakturiert.

C) Rückkauf von Aktien

Im Zusammenhang mit dem Verkauf von Aktien bis zum

30.6.2007 nimmt Hapimag im Ausmass von 10% der neu

verkauften Aktien (Vorratsaktien) von Aktionären zum Rückkauf

angebotene Aktien (inkl. Wohnrecht) zurück. Der Rückkaufspreis

entspricht dem aktuellen Ausgabepreis abzüglich

Rückkaufsabschlag.

Gemäss den Allgemeinen Bestimmungen der Hapimag Aktie_21

müssen Rückkäufe von Aktien höchstens im Umfang

der getätigten Aktienverkäufe des Kalenderjahres erfolgen.

In dieser Rückkaufsverpflichtung sind die vorgängig

erwähnten Rückkäufe für Aktien, die bis zum 30.06.2007

verkauft wurden (10% Klausel), enthalten. Zum Bilanzstichtag

31.12.2011 wurden alle Rückkaufverpflichtungen erfüllt

und es bestanden keine offenen Verpflichtungen zum Rückkauf

von weiteren Aktien. Der Rückkaufpreis für die Hapimag

Aktie_21 wird ermittelt, indem der Betrag der betriebswirtschaftlichen

Eigenmittel (= Eigenkapital, Darlehen von Aktionären

und Investitionszuschüsse) gemäss Konzernbilanz

der Hapimag durch die Anzahl der per Ende des Geschäftsjahres

im Umlauf befindlichen Hapimag Aktien dividiert wird.

Ausschlaggebend ist die Bilanz des der Auszahlung vorangehenden

Geschäftsjahres.

Rücknahme und Eintausch von Aktien (siehe Abschnitte D

und E) führen dazu, dass sich die Anzahl der Rückkäufe und

Wiederverkäufe mittelfristig in etwa die Waage halten und

stellen somit wirtschaftlich keine Definanzierung im Sinne

einer Substanzrückzahlung an die Aktionäre dar. Der Wohnraumbedarf

wird durch Rückkauf und Wiederverkauf von

Aktien nicht verändert.

Der Wert eines Nutzungsrechtes wird berechnet aus der Differenz

von Rückkaufspreis und Investitionsbedarf. Ein aus

dem Wiederverkauf des Nutzungsrechtes resultierender Buchgewinn/-verlust

wird erfolgswirksam verbucht (siehe auch

Erläuterung für Eigene Aktien).

D) Rücknahme von Aktien

Aktionäre mit einer Mitgliedschaft länger als 48 Monate,

die ihre Aktie verkaufen möchten, können Hapimag unter

Angabe des gewünschten Verkaufspreises die Aktie zum

Kauf anbieten. Hapimag erwirbt die Aktie zum vereinbarten

Preis abzüglich allfällig aufgelaufener Amortisationsbeiträge

(nicht in bar entrichtete Jahresbeiträge), wobei die

günstigsten Angebote zuerst berücksichtigt werden. Der

Verkaufspreis dieser Aktien deckt auch die Vertriebs- und

Marketingkosten ab. Die Aktie wird analog zum Rückkauf

einer Aktie verbucht.

14 Hapimag Geschäftsbericht 2011


E) Eintausch von Aktien

Der Aktionär hat zusätzlich die Möglichkeit, beim Kauf von

zeitlich befristeten Wohnrechtsprodukten (Hapimag Residenz,

Residenz Select, Explorer) – falls gewünscht – eine

oder mehrere Aktien anrechnen zu lassen. Die eingetauschten

Aktien werden analog zum Rückkauf von Aktien verbucht.

F) Abgabe HapimagCard- und sonstige Wohnpunkte

Hapimag Mitglieder, die bei Hapimag Wohnrechtsprodukte

erwerben, nehmen am Bonusprogramm der HapimagCard

teil. Jedes bonusberechtigte Mitglied erhält für Leistungen,

die er von Gesellschaften der Hapimag Unternehmensgruppe

gegen Entgelt und Rechnungsstellung bezieht, «Umsatz-

Gutschriften» in Schweizer Franken. Die Summe der Umsatz-

Gutschriften wird am Jahresende entsprechend dem für den

jeweiligen HapimagCard Status anwendbaren Faktor multipliziert.

Für einen Jahresumsatz von CHF 2000 werden dem

Mitglied 5 Wohnpunkte gutgeschrieben. Unter den sonstigen

Wohnpunkten sind Punktegutschriften als Empfehlungsprämien,

Mitglieder-Entschädigungen, usw. sowie Punkte an

Mitarbeiter enthalten.

DARSTELLUNG in der KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

Die Konzerngeldflussrechnung ist nach der indirekten Methode

aufgestellt. Die Veränderung der Verbindlichkeit aus

Wohnrechten ist als positiver Cashflow dem «Geldfluss aus

Betriebstätigkeit» zugeordnet. Die direkt im Eigenkapital

erfassten Beträge aus Verkauf und Rückkauf eigener Aktien

werden hingegen als Finanzierungstätigkeiten dargestellt.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten

abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen

und Wertbeeinträchtigungen (impairment losses)

bilanziert. Gebäudebestandteile mit unterschiedlicher Lebensdauer

werden separat erfasst. Die Gruppierung erfolgt

gemäss den Vorgaben aus dem Gebäudebewirtschaftungssystem.

Die Abschreibungen der Sachanlagen bzw. deren separat

erfassten Bestandteile erfolgen linear über die erwartete

Nutzungsdauer:

Gebäude Rohbau

40 – 60 Jahre

Gebäudeinstallationen und Aussenanlagen 15 – 30 Jahre

Technische Installationen

10 –15 Jahre

Sonstige Einrichtungen und Möblierungen 8 –12.5 Jahre

Hausboote inklusive Einrichtungen

12.5 Jahre

EDV-Hardware, Fahrzeuge

4 – 5 Jahre

Grundstücke werden, mit Ausnahme von Wertbeeinträchtigungen,

nicht abgeschrieben. Ersatzinvestitionen von separat

erfassten Gebäudebestandteilen werden aktiviert. Sonstige

Investitionen werden nur aktiviert, wenn damit der zukünftige

Nutzwert der Anlage erhöht wird. Anlagen im Bau sind noch

nicht fertig gestellte bzw. noch nicht betriebsbereite Anlagegüter.

Diese werden aktiviert aber nicht abgeschrieben,

allerdings bei Vorliegen von Indikatoren einem Wertminderungstest

unterzogen. Finanzierungskosten werden für qualifizierende

Vermögenswerte aktiviert.

Nicht aktiviert werden: sämtliche Wartungs- und Unterhaltsarbeiten

ausserhalb des Renovationszyklus, direkte Kosten

der Hapimag Mitarbeiter und der Ingangsetzungsaufwand;

diese sind dem operativen Aufwand zugeordnet.

Der Erwerb von Sachanlagen mittels Leasings ist unbedeutend.

Sämtliche geleasten Gegenstände sind so genannte

Operating Leases und somit in der Bilanz nicht erfasst.

IMMATERIELLE VERMöGENSGEGENSTäNDE

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs-

oder Herstellungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich

notwendiger Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen

(impairment losses) bilanziert und über die folgenden

erwarteten Nutzungsdauern abgeschrieben:

EDV-Software 4 – 5 Jahre

Lizenzen und Jeweilige vertragliche Nutzungsdauer,

Nutzungsrechte höchstens 30 Jahre

WertbeeinträCHTIGUNGEN (IMPAIRMENT LOSSES)

Der Buchwert sämtlicher Aktiven, ausser Vorräte und latente

Ertragssteuerguthaben, wird am Bilanzstichtag dahin gehend

überprüft, ob Anzeichen für eine mögliche Wertbeeinträchtigung

vorliegen. Falls solche Anzeichen bestehen, wird der erzielbare

Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere

des Nutzwerts und des Verkehrswerts abzüglich Veräusserungskosten.

Ein Aktivum ist in seinem Wert beeinträchtigt,

wenn sein Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Falls

eine Wertbeeinträchtigung vorliegt, wird der Buchwert auf

den erzielbaren Betrag reduziert. Die Wertbeeinträchtigung

wird erfolgswirksam erfasst.

ZuR VERäUSSERUNG gehaltene VERMöGENSwERTE

Langfristige Vermögenswerte (und Gruppen von Vermögenswerten

und Verbindlichkeiten), die als zu Veräusserungszwecken

gehalten klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Betrag

von Buchwert und Nettoverkaufswert zu bewerten. Als

zu Veräusserungszwecken gehalten gelten Vermögenswerte,

für welche der zuge hö rige Buchwert überwiegend durch ein

Veräusserungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung

realisiert wird. Der Verkauf wird innerhalb von 12 Monaten

ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung erwartet. Auf

den umklassierten Vermögenswerten werden keine systematischen

Abschreibungen vorgenommen.

VORRäte

Bei den Vorräten handelt es sich in erster Linie um Güter,

die für den Betrieb der Resorts notwendig sind oder dort

Hapimag Geschäftsbericht 2011 15


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

verkauft werden. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten

oder zum tieferen Nettoveräusserungswert. Die Anschaffungs

kosten entsprechen den durchschnittlichen Einstandskosten.

FORDERUNGEN und sonstige

VERMöGENSGEGENSTäNDE

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige

Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten,

welche in der Regel den Nominalwerten entsprechen,

abzüglich Wertberichtigungen für Bonitätsrisiken bilanziert.

Positionen, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind

im Umlaufvermögen aufgeführt. Langfristige Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen sind verzinslich.

Für Gruppen von Forderungen mit ähnlichem Risikoprofil, bei

denen Hinweise dafür bestehen, dass der ausstehende Betrag

nicht vollumfänglich eingehen wird, werden Wertberichtigungen,

basierend auf Erfahrungswerten, gebildet.

FLÜSSIGE MITTEL

Die flüssigen Mittel bestehen aus Kassen- und Bankguthaben

sowie kurzfristig kündbaren Call-Geldanlagen mit einer

Fälligkeit von bis zu 90 Tagen, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt.

DERIVATIVE Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im Erwerbszeitpunkt zum

Verkehrswert, unter Einbezug von Transaktionskosten, bilanziert.

Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Verkehrswertbewertung

dieser Instrumente werden erfolgswirksam im

Finanzergebnis erfasst. Hapimag verzichtet auf Anwendung

des «Hedge Accounting». Spekulationsgeschäfte werden

keine getätigt.

INVESTITIONSZUSCHÜSSE

Hapimag erhält auf Grund ihrer Tätigkeiten in einzelnen

Ländern Investitionszuschüsse. Diese werden bei Erhalt unter

den Sonstigen Verbindlichkeiten passiviert und, sofern

die Einhaltung allfälliger damit verbundener Konditionen als

wahrscheinlich gilt, linear über die Nutzungsdauer des jeweiligen

Investi tionsobjekts als «Sonstiger betrieblicher Ertrag»

aufgelöst.

EIGENE Aktien

Hapimag unterscheidet zwei Kategorien von eigenen Aktien,

die Vorratsaktien und die Depotaktien.

Die Vorratsaktien sind entweder Aktien aus früheren Kapitalerhöhungen,

welche noch nicht herausgegeben worden sind,

oder Aktien, die vor dem 31.12.2003 zurückgenommen worden

sind. Solche Aktien werden zum Zweck des Verkaufs an

Hapimag Mitglieder gehalten und haben einen Nennwert von

CHF 100 oder CHF 200.

Depotaktien sind Aktien, die seit 1.1.2004 zurückgekauft wurden

(siehe Abschnitte C, D und E). Diese Aktien werden zum

Zweck des Wiederverkaufs an die Hapimag Mitglieder gehalten

und werden im Umfang des Finanzierunganteils (Investitionsbedarf)

als eigene Aktien und im Umfang der Differenz

zwischen Kaufpreis und Finanzierungsanteil als Nutzungsrecht

verbucht.

Rückkauf und Wiederverkauf von Hapimag Aktien werden,

wie unter den Erläuterungen zur Umsatzlegung ausgeführt,

(siehe Abschnitte A, C, D und E), verbucht.

Verpflichtungen gegenüber ARBEITNEHMERN

In der Gruppe bestehen für Mitarbeiter im Einklang mit den

entsprechenden nationalen Vorschriften unterschiedliche Systeme

der Altersvorsorge, die teilweise als beitragsorientierte

Vorsorgepläne und teilweise als leistungsorientierte Vorsorgepläne

ausgestaltet sind. Für beitragsorientierte Vorsorgepläne

richtet sich der Aufwand für Hapimag nach den geleisteten

bzw. geschuldeten Arbeitgeberbeiträgen.

Ein für die Hapimag Unternehmensgruppe als wesentlich

zu qualifizierender leistungsorientierter Vorsorgeplan betrifft

die in einer schweizerischen Vorsorgeeinrichtung versicherten

Mitarbeiter. Dabei handelt es sich um einen Vorsorgeplan

bei der Hapimag Pensionskasse, welcher nach Schweizer

Recht einem beitragsorientiertem Vorsorgeplan entspricht.

Die Hapimag Pensionskasse lässt jährlich eine versicherungsmathematische

Berechnung nach den Anforderungen

von IAS 19 erstellen. Hierbei werden unter Berücksichtigung

versicherungstechnischer Parameter, des letztbezogenen

Gehalts und der Beschäftigungsdauer, der Barwert der erwarteten

Ansprüche (Projected Benefit Obligation) und der

entsprechende Periodenaufwand nach Projected-Unit-Credit-

Methode ermittelt. Der errechnete Periodenaufwand ergibt

sich aus dem Zuwachs an Ansprüchen, der Verzinsung, dem

erwarteten Vermögensertrag und allfälligen versicherungsmathematischen

Gewinnen und Verlusten. Letztere werden

über die durchschnittliche Restdienstzeit der versicherten

Mitarbeiter dem Vorsorgeaufwand gutgeschrieben bzw.

belastet, falls die kumulierten Gewinne / Verluste 10% des

höheren Betrages des Barwerts der Vorsorgeverpflichtungen

bzw. des Vorsorgevermögens übersteigen.

Die Vorsorgekosten, die mit der Arbeitsleistung der Berichtsperiode

zusammenhängen (Current Service Cost), werden

erfolgswirksam erfasst. Vergangene Arbeitsleistungen betreffende

Vorsorgekosten, die auf verbesserte Leistungen zurückzuführen

sind (Past Service Cost), werden linear bis zum

Zeitpunkt der Anspruchsberechtigung über den Personalvorsorgeaufwand

erfasst.

Eine errechnete Überdeckung wird nur aktiviert, wenn sie

dem Konzern in Form von zukünftigen Beitragsreduktionen

16 Hapimag Geschäftsbericht 2011


oder aufgrund von kumulativ nicht erfassten versicherungsmathematischen

Verlusten zur Verfügung steht.

Für weitere Verpflichtungen der Konzerngesellschaften in

Spanien und Griechenland wurden versicherungsmathematische

Berechnungen erstellt. Bei den übrigen ausländischen

Konzerngesellschaften wurde wegen ihrer geringen Bedeutung

darauf verzichtet.

Verbindlichkeiten aus Wohnrechten

Diese Verbindlichkeiten entstehen aus dem Verkauf zeitlich

befristeter Wohnrechtsprodukte (siehe Abschnitt B) und aus

der Abgabe von HapimagCard- und sonstigen Wohnpunkten

(siehe Abschnitt F). Aufgelöst werden diese Verbindlichkeiten

entsprechend den abgewohnten Wohnrechten, deren Wert

der Erfolgsrechnung des Abwohnungsjahres als Umsatz zugeführt

wird (siehe Bemerkungen zur Umsatzlegung).

DARLEHEN von Aktionären

Soweit der Verkaufserlös einer Hapimag Aktie für die Erstellung

von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er

nach Abzug des Nennwertes der Aktie in die Kapitalreserven

verbucht (siehe auch Abschnitt A, Verkauf von Aktien inkl.

Wohnrechten, Hapimag Aktie_21). Bis zum 28.2.2000 wurde

ein Teil des Investitionsbedarfs (CHF 1100) als Fremdkapital

unter der Position «Darlehen von Aktionären» verbucht.

Das Darlehen war in den Allgemeinen Bestimmungen der

Mitgliedschaft umschrieben, unkündbar und unverzinsbar. Im

Falle eines Rückkaufes von Aktien mit Darlehen werden die

ursprünglich passivierten Darlehen ins Eigenkapital (Kapitalreserven)

umgebucht. Aus diesem Grunde nimmt der Saldo

der Darlehen von Aktionären – in der Nominalwährung CHF

betrachtet – kontinuierlich ab.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten

bilanziert. Differenzbeträge zwischen Ausgabeund

Rücknahmepreis werden gemäss Effektivzinsmethode

über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden als langfristige und kurzfristige Rückstellungen

ausgewiesen, wenn Hapimag aus einem Ereignis

der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und

wenn der zukünftige Abfluss von Ressourcen zuverlässig geschätzt

werden kann und wahrscheinlich ist.

gesellschaften sowie allfälliger Nachsteuern oder Steuerrückerstattungen

zu Vorjahren. Gemäss der so genannten

Balance Sheet Liability Method werden auf den temporären

Differenzen zwischen den Bilanzwerten der Steuerabschlüsse

und den für die Konzernrechnung massgebenden Bilanzwerten

latente Steuern berechnet. Latente Steuerguthaben,

insbesondere aus anrechenbaren Verlustvorträgen, werden

nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass entsprechende

zukünftige steuerbare Gewinne erzielt werden, um die latenten

Steuerguthaben zu realisieren.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei

einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes

und bei einem anderen Unternehmen zur

Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines

Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte

umfassen insbesondere die flüssigen Mittel, Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus dem

Verkauf von Sachanlagen sowie sonstige Forderungen und

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen. Finanzielle

Verbindlichkeiten begründen regelmässig einen Rückgabeanspruch

in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen

Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere die

Darlehen von Aktionären, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

sowie Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern und Mitarbeitern.

EINSCHäTZUNGEN bei der AnwENDUNG der

RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSäTZE SOwIE

ZUKUNFTSBEZOGENE SCHäTZUNGSUNSICHERHEITEN

Einen wesentlichen Einfluss auf das Periodenergebnis haben

die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bezüglich der

Verbuchung von Transaktionen im Zusammenhang mit dem

Kauf und Verkauf von eigenen Aktien sowie dem Verkauf von

Wohnrechten.

Die Resorts unterliegen standortbedingten Risiken, welche

die Attraktivität des Resorts beeinflussen können (Umweltkatastrophen,

politische Unruhen, Ausbruch von Krankheiten

usw.). Als Folge daraus könnten Wertbeinträchtigungen

(impairment losses) notwendig werden.

ERTRAGSSTEUERN

Die Ertragssteuern umfassen die laufenden und die latenten

Steuern auf dem Konzernergebnis des Jahres. Diese

werden zu aktuellen bzw. beschlossenen, länderspezifischen

Steuer sätzen berechnet. Laufende Ertragssteuern umfassen

die erwarteten Steuern auf den gemäss lokaler Steuergesetzgebung

ermittelten Ergebnissen der einzelnen Konzern-

Hapimag Geschäftsbericht 2011 17


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

2. Erläuterungen

1 // SACHANLAGEN

in EUR 1000

Grundstücke

und Bauten

Einrichtungen, Hausboote,

Betriebs- und

Geschäftsausstattungen,

Fahrzeuge

Anlagen im Bau

und geleistete

Anzahlungen

Total

Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2010 804 552 146 960 8 988 960 500

Änderungen durch Akquisitionen 3 990 704 0 4 694

Zugänge 14 444 10 259 4 706 29 409

Umbuchungen 4 356 791 –5 147 0

Abgänge –4 457 –1 918 0 –6 375

Währungsumrechnungsdifferenzen 27 071 6 691 0 33 762

Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2010 849 956 163 487 8 547 1 021 990

Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2010 277 082 103 538 0 380 620

Zugänge 22 230 9 482 0 31 712

Abgänge –2 794 –1 820 0 –4 614

Währungsumrechnungsdifferenzen 6 787 5 498 0 12 285

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2010 303 305 116 698 0 420 003

Restbuchwerte zum 31.12.2010 546 651 46 789 8 547 601 987

Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2011 849 956 163 487 8 547 1 021 990

Zugänge 16 811 8 937 1 318 27 066

Umbuchungen 447 997 –1 445 –1

Umgliederungen –22 298 –3 055 0 –25 353

Abgänge –3 546 –3 547 0 –7 093

Währungsumrechnungsdifferenzen –8 996 –1 864 0 –10 860

Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2011 832 374 164 955 8 420 1 005 749

Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2011 303 305 116 698 0 420 003

Zugänge 23 669 10 102 0 33 771

Wertbeeinträchtigungen (Impairment) 230 83 0 313

Umbuchungen –1 1 0 0

Umgliederungen –14 824 –3 049 0 –17 873

Abgänge –2 534 –3 399 0 –5 933

Währungsumrechnungsdifferenzen –5 569 –1 655 0 –7 224

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2011 304 276 118 781 0 423 057

Restbuchwerte zum 31.12.2011 528 098 46 174 8 420 582 692

Wesentliche Renovationen wurden in Unterkirnach (DE), Winterberg (DE) und Pentolina (IT) durchgeführt.

Die Stadtresidenz in Edinburg (GB) wurde bereits in 2010 gekauft (siehe auch Erläuterung 40).

Die Wertbeeinträchtigungen (Impairment) wurden durch eine Überschwemmung im Resort Scerne di Pineto (IT) verursacht. Der entstandene Schaden

ist durch eine Versicherung abgedeckt.

Im Berichtsjahr (wie auch im Vorjahr) wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.

Die Umgliederungen in 2011 betreffen den beabsichtigten Verkauf von zwei Resorts in 2012 (vgl. Erläuterung 4).

Ende Geschäftsjahr beträgt der Brandversicherungswert der Sachanlagen TEUR 1 005 448 (Vorjahr TEUR 973 580).

Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen für Investitionsvorhaben von TEUR 4 807 (Vorjahr TEUR 4 845).

Zur Sicherung eigener Verpflichtungen sind Aktiven mit einem Buchwert von TEUR 108 044 (Vorjahr TEUR 105 912) belastet.

Die beanspruchten Bankkredite im Zusammenhang mit den verpfändeten Aktiven belaufen sich auf TEUR 2 676 (Vorjahr TEUR 6 308).

18 Hapimag Geschäftsbericht 2011


2 // IMMATERIELLE VERMöGENSGEGENSTÄNDE

in EUR 1000

EDV-Software

Lizenzen und

Nutzungsrechte

Total

Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2010 25 732 399 26 131

Zugänge 2 522 0 2 522

Abgänge –1 0 –1

Währungsumrechnungsdifferenzen 5 057 8 5 065

Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2010 33 310 407 33 717

Kumulierte Amortisationen zum 1.1.2010 19 789 93 19 882

Zugänge 1 732 27 1 759

Abgänge –1 0 –1

Währungsumrechnungsdifferenzen 3 870 3 3 873

Kumulierte Amortisationen zum 31.12.2010 25 390 123 25 513

Restbuchwerte zum 31.12.2010 7 920 284 8 204

Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2011 33 310 407 33 717

Zugänge 2 753 0 2 753

Umbuchungen 1 0 1

Umgliederungen –3 0 –3

Abgänge –15 0 –15

Währungsumrechnungsdifferenzen 819 1 820

Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2011 36 865 408 37 273

Kumulierte Amortisationen zum 1.1.2011 25 390 123 25 513

Zugänge 2 675 22 2 697

Umgliederungen –3 0 –3

Abgänge –14 0 –14

Währungsumrechnungsdifferenzen 620 0 620

Kumulierte Amortisationen zum 31.12.2011 28 668 145 28 813

Restbuchwerte zum 31.12.2011 8 197 263 8 460

Im Berichtsjahr (wie auch im Vorjahr) wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.

Die Umgliederungen in 2011 betreffen den beabsichtigten Verkauf eines Resorts in 2012 (vgl. Erläuterung 4).

Am Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Verpflichtungen für Investitionsvorhaben.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 19


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

3 // SONSTIGE langfristige FORDERUNGEN und VERMögensgegenstände

in EUR 1000 2011 2010

Langfristige Forderungen gegenüber Lieferanten (Kautionen) 283 333

Gelder auf Sperrkonten 43 48

Sonstige langfristige Forderungen 98 100

Nettovorsorgevermögen (vgl. Erläuterung 16) 699 323

Total 1 123 804

– davon fällig in 2012 0 62

– davon fällig in 2013 6 0

– davon Fälligkeit unbestimmt 1 117 742

– davon in EUR denominiert 308 352

– davon in CHF denominiert 772 408

– davon in sonstigen Währungen denominiert 43 44

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 420 424

Risikokonzentrationen sind nicht bekannt. Wesentliche Forderungsausfälle sind nicht zu erwarten.

4 // ZUR VERÄUSSERUNG gehaltene VERMöGENSWERTE

Hapimag hat im Januar 2012 das Resort Bad Neuenahr (DE) an eine deutsche Gesellschaft verkauft. Ein entsprechender Vorvertrag wurde von

den Parteien im Mai 2011 unterzeichnet. Per 31.12.2011 wurde der Buchwert in das Umlaufvermögen umgegliedert und die Abschreibungen des

Vermögenswertes eingestellt.

Hapimag beabsichtigt, im März 2012 das Resort Kanzelhöhe (AT) an eine österreichische Gesellschaft zu verkaufen. Ein entsprechender Vorvertrag

wurde von den Parteien im August 2011 unterzeichnet. Per 31.12.2011 wurde der Buchwert in das Umlaufvermögen umgegliedert und die Abschreibungen

des Vermögenswertes eingestellt.

.

5 // VORRÄTE

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 515 612

Fertige Erzeugnisse und Waren 1 074 1 049

Total 1 589 1 661

20 Hapimag Geschäftsbericht 2011


6 // FORDERUNGEN aus LIEFERUNGEN und LEISTUNGEN lang- und kurzfristig

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen langfristig

in EUR 1000 2011 2010

Die langfristigen Forderungen aus Abzahlungsverträgen gegenüber Mitgliedern (aus Verkäufen von Wohnrechtsprodukten) werden folgendermassen

fällig:

2012 0 5 090

2013 3 470 1 573

2014 1 041 123

2015 179 6

danach 5 0

Total langfristig 4 695 6 792

Die Abzahlungsverträge haben eine Laufzeit von 12, 24, 36 oder 48 Monaten. Die Abzahlungsverträge sind verzinslich. Der Zinssatz ist abhängig

von der Art der gekauften Wohnrechtsprodukte:

Aktien 3.9 – 9.9% 3.9 – 9.9%

Residenz-Produkte 3.9 – 5.9% 3.9 – 5.9%

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig

Forderungen aus dem Verkauf von Wohnrechtsprodukten und Touristik-Leistungen an Mitglieder und Kunden

(Produkte, Jahresbeiträge, Reiseversicherungen, Flüge, Mietauto usw.), ohne Abzahlungsverträge 18 917 18 843

Kurzfristige Forderungen aus Abzahlungsverträgen gegenüber Mitgliedern 8 476 11 235

Forderungen der Resorts gegenüber Mitgliedern und Kunden (Gäste im Haus) 1 883 2 153

Wertberichtigung, basierend auf Erfahrungswerten –6 227 –6 023

Total kurzfristig 23 049 26 208

Die Wertberichtigung, basierend auf Erfahrungswerten, hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:

Stand Jahresbeginn –6 023 –4 656

Veränderung –49 –440

Währungsumrechnungsdifferenzen –155 –927

Stand Jahresende –6 227 –6 023

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben die folgende Fälligkeitsstruktur:

nicht fällig 14 435 19 180

– davon wertberichtigt 0 0

fällig seit weniger als 360 Tagen 3 511 2 641

– davon wertberichtigt 0 0

fällig seit mehr als 360 Tagen 11 330 10 410

– davon wertberichtigt –6 227 –6 023

Total 23 049 26 208

Es bestehen keine Risikokonzentrationen, da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer Vielzahl von Mitgliedern in

verschiedenen Ländern bestehen.

Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27 744 33 000

– davon in EUR denominiert 12 943 10 072

– davon in CHF denominiert 13 724 21 811

– davon in USD denominiert 139 104

– davon in GBP denominiert 470 392

– davon in sonstigen Währungen denominiert 468 621

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 27 744 33 000

Hapimag Geschäftsbericht 2011 21


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

7 // SONSTIGE FORDERUNGEN und VERMögensgegenstände kurzfristig

in EUR 1000 2011 2010

Mehrwertsteuerforderungen 1 300 1 273

Sonstige Steuerforderungen 516 299

Vorauszahlungen an Lieferanten 434 77

Forderungen Sozialabgaben 3 5

Forderungen gegenüber Lieferanten 469 354

Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert 0 170

Sonstige Forderungen 1 057 838

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1 776 1 806

Total 5 555 4 822

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 1 526 1 362

Von den Mehrwertsteuerforderungen sind TEUR 386 (Vorjahr TEUR 209) in CHF denominiert.

Forderungen gegenüber Lieferanten entstehen i.d.R. aus Rückerstattungen oder Umsatzrückvergütungen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ausschliesslich Abgrenzungen für Aufwand des Folgejahrs.

Risikokonzentrationen sind nicht bekannt. Wesentliche Forderungsausfälle sind nicht zu erwarten.

8 // FLÜSSIGE Mittel

Kassa 332 327

Bank und Call-Geldanlagen (kündbar innert 48 Stunden) 31 078 14 550

Total 31 410 14 877

– davon in EUR denominiert 27 417 12 333

– davon in CHF denominiert 1 334 1 031

– davon in USD denominiert 196 116

– davon in GBP denominiert 1 081 1 204

– davon in sonstigen Währungen denominiert 1 382 193

– davon unverzinst 4 700 4 253

– davon verzinst mit Zinssätzen von 0.01%–0.20% 4 118 2 210

– davon verzinst mit Zinssätzen von 0.21%–0.50% 6 498 4 596

– davon verzinst mit Zinssätzen von 0.51%–1.00% 14 099 3 600

– davon verzinst mit Zinssätzen von 1.01%–2.00% 1 995 218

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 31 410 14 877

9 // Aktienkapital

Das Aktienkapital (gezeichnetes Nominalkapital) entspricht demjenigen der Hapimag AG, Baar.

Stand Jahresbeginn 28 902 28 902

Aktienkapitalerhöhung 0 0

Stand Jahresende 28 902 28 902

Zum Jahresende setzt sich das Aktienkapital aus 67 500 Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 100 und 205 750 Namen aktien mit

einem Nominalwert von je CHF 200 zusammen. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Die Aktien werden nicht an der Börse gehandelt und das

Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen ist ausgeschlossen. Die bis Februar 2000 verkauften Aktien sind untrennbar mit einem Darlehen verbunden.

Im Sinne von Art. 28 der Statuten werden keine Dividenden ausgeschüttet.

22 Hapimag Geschäftsbericht 2011


10 // Eigene AKTIEN

VORRATSAKTIEN

Entwicklung Position Vorratsaktien (CHF 100/CHF 200 pro Aktie):

in EUR 1000 Anzahl 2011 Anzahl 2010 2011 2010

Stand Jahresbeginn 2 186 3 259 139 257

Verkauf von Vorratsaktien –2 173 –1 073 –239 –118

Umgliederung in Kapitalreserven – – 101 0

Stand Jahresende 13 2 186 1 139

DEPOTAKTIEN

Entwicklung Position Depotaktien:

Stand Jahresbeginn 12 846 12 084 25 266 25 367

Rückkauf von Depotaktien 6 235 5 540 14 390 11 549

Verkauf von Depotaktien –2 064 –4 778 –5 761 –11 650

Umgliederung in Kapitalreserven – – 7 326 0

Stand Jahresende 17 017 12 846 41 221 25 266

TOTAL EIGENE Aktien

Stand Jahresbeginn 15 032 15 343 25 405 25 624

Stand Jahresende 17 030 15 032 41 222 25 405

Durchschnittlicher Verkaufspreis pro Aktie in EUR 4 998 4 673

Durchschnittlicher Rückkaufspreis pro Aktie in EUR 2 308 2 085

Der Verkauf der Aktien ist zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet (vgl. Erläuterung 21). In der Zeile «Umgliederung in Kapitalreserven» sind

die Abweichungen zu den historischen Kursen der verkauften Aktien berücksichtigt.

11 // KAPITALRESERVEN

Stand Jahresbeginn 395 301 388 152

Zuweisung aus Verkauf Aktien (Berechnung gemäss Erläuterung 21) 6 331 2 998

Rücknahme Darlehen 5 150 4 151

Umgliederung aus Eigenen Aktien (vgl. Erläuterung 10) 7 427 0

Stand Jahresende 414 209 395 301

Die gesetzlichen Reserven der Muttergesellschaft Hapimag AG betragen TCHF 511 678 (Vorjahr TCHF 51 458).

12 // VERBINDLICHKEITEN aus WOHNRECHTEN

Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten

Stand Jahresbeginn 69 580 60 548

Zugang aus Verkauf von Wohnrechten (vgl. Erläuterung 21) 4 157 2 159

Abnahme aus Rückkauf von Wohnrechten (vgl. Erläuterung 21) –4 0

Abnahme aus Vertragsauflösungen von Wohnrechten –55 0

Abgang aus abgewohnten Wohnrechten –4 883 –4 564

Währungsumrechnungsdifferenzen 1 788 11 437

Stand Jahresende 70 583 69 580

Diese Verbindlichkeiten werden aus dem Verkauf von Wohnrechten entsprechend dem resultierenden Investitionsbedarf gespiesen. Für die im

Geschäftsjahr abgewohnten Wohnrechte erfolgt eine erfolgswirksame Auflösung.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 23


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

in EUR 1000 2011 2010

VERBINDLICHKEITEN aus Abgabe von sonstigen Wohnpunkten

Stand Jahresbeginn 7 442 4 260

Zunahme Verbindlichkeiten HapimagCard-Wohnpunkte (vgl. Erläuterung 26) 1 472 1 661

Zunahme Verbindlichkeiten sonstige Wohnpunkte 1 247 973

Abgang aus abgewohnten sonstigen Wohnpunkten (inkl. HapimagCard) –1 709 –463

Währungsumrechnungsdifferenzen 192 1 011

Stand Jahresende 8 644 7 442

Hapimag Mitglieder, welche ein jahresbeitragspflichtiges Wohnrechtsprodukt besitzen, erhalten für die im Abrechnungszeitraum 1.1. – 31.12.

anrechenbaren Umsätze mit Hapimag pro CHF 2000 Umsatz fünf Wohnpunkte gutgeschrieben (HapimagCard). Bei Inanspruch nahme des

Wohnrechts wird die Verbindlichkeit wieder erfolgswirksam aufgelöst.

Total Verbindlichkeiten aus Wohnrechten, Stand Jahresende 79 227 77 022

– davon langfristig 62 198 61 911

– davon kurzfristig 17 029 15 111

13 // DARLEHEN von Aktionären

DARLEHEN im ZUSAMMENHANG mit VERKAUF PRODUKT AKTIE brutto

Stand Jahresbeginn 180 523 155 436

Rücknahmen –5 150 –4 151

Währungsumrechnungsdifferenzen 4 637 29 238

Stand Jahresende 180 010 180 523

AUFGELAUFENE AMORTISATIONSBEITRäGE (NICHT in bar zu entrichtende JAHRESBEITRäGE)

Stand Jahresbeginn –17 998 –15 838

Eingezogene aufgelaufene Amortisationsbeiträge 755 785

Währungsumrechnungsdifferenzen –462 –2 945

Stand Jahresende –17 705 –17 998

Darlehen von Aktionären netto, Stand Jahresende 162 305 162 525

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 162 305 162 525

Bis zum 28. Februar 2000 wurde beim Verkauf einer Aktie ein Teil des Investionsbedarfs (CHF 1100) als «Darlehen von Aktionären» verbucht.

Das Darlehen war in den Allgemeinen Bestimmungen der Mitgliedschaft umschrieben, unkündbar und unverzinsbar. Im Falle eines Rückkaufes

von Aktien mit Darlehen werden die ursprünglich passivierten Darlehen ins Eigenkapital (Kapitalreserven) umgebucht. Aus diesem Grund nimmt

der Saldo der Darlehen von Aktionären – in der Nominalwährung CHF betrachtet – kontinuierlich ab.

14 // FINANZVERBINDLICHKEITEN lang- und kurzfristig

FINANZVERBINDLICHKEITEN langfristig

Die langfristigen Bankverbindlichkeiten werden folgendermassen fällig:

2012 0 822

2013 211 211

danach 0 0

Total langfristig 211 1 033

– davon mit Zinssatz 0 –3% (variabel verzinst) 211 1 033

24 Hapimag Geschäftsbericht 2011


in EUR 1000 2011 2010

FINANZVERBINDLICHKEITEN kurzfristig

Bankverbindlichkeiten 2 980 5 340

Total kurzfristig 2 980 5 340

– davon mit Zinssatz 0– 2% (fix verzinst) 2 157 4 549

– davon mit Zinssatz 2–3% (fix verzinst) 0 0

– davon mit Zinssatz 0–3% (variabel verzinst) 823 791

Total 3 191 6 373

– davon grundpfandgesichert 2 676 6 308

– davon in EUR denominiert 1 476 1 824

– davon in CHF denominiert 1 643 4 483

– davon in sonstigen Währungen denominiert 72 66

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 3 191 6 373

15 // LATENTE ERTRAGSSTEUERN

in EUR 1000

2011

Aktiven

2011

Passiven

2010

Aktiven

2010

Passiven

LATENTE ERTRAGSSTEUERGUTHABEN und -VERBINDLICHKEITEN

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Positionen:

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 375 – 419 –

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 171 –104 119 –28

Sachanlagen 1 353 –17 685 1 046 –15 789

Immaterielle Vermögensgegenstände 1 –52 16 –6

Passive Rechnungsabgrenzungsposten 20 – 27 –

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13 – 10 –

Langfristige Verbindlichkeiten 517 –400 671 –35

Rückstellungen und Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 108 –197 116 –168

Verlustvorträge 9 134 – 8 157 –

Total 11 692 -18 438 10 581 –16 026

Verrechnung –10 874 10 874 –9 559 9 559

Latente Ertragssteuerguthaben und -verbindlichkeiten 818 –7 564 1 022 –6 467

Die Hapimag verfügt über die folgenden steuerlich verwendbaren Verlustvorträge, deren positiver Steuereffekt aufgrund der unsiche ren zukünftigen

Verwendbarkeit nicht aktiviert wird:

in EUR 1000 2011 2010

Verfall Verlustvortrag

– innerhalb eines Jahres 593 6 171

– in 2–4 Jahren 12 982 1 680

– in 5–7 Jahren 113 450 64 862

– nach 7 Jahren 5 584 10 339

– unbeschränkt 47 044 43 351

Total 179 653 126 403

Latente Steueraktiven auf temporären Differenzen von TEUR 23 219 (Vorjahr TEUR 19 515) wurden nicht aktiviert.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 25


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

16 // VERPFLICHTUNGEN gegenüber ARBEITNEHMERN, NETTOVORSORGEVERMöGEN

Vorsorgeverpflichtungen/Nettovorsorgevermögen (CH)

Für die in der Schweiz versicherten Mitarbeiter bestehen auf Basis von leistungsorientierten Vorsorgeplänen die folgenden versicherungsmathematisch

berechneten Vorsorgeverpflichtungen bzw. Nettovorsorgevermögen:

in EUR 1000 2011 2010

Entwicklung der bilanzierten Vorsorgeverpflichtung (–)/ Nettovorsorgevermögen:

Stand Jahresbeginn 323 –96

Netto-Vorsorgeaufwand der Periode –697 –541

Arbeitgeberbeiträge 1 064 942

Währungsumrechnungsdifferenzen 9 18

Stand Jahresende 699 323

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen:

Stand Jahresbeginn –17 637 –11 981

Laufender Dienstzeitaufwand (netto) –916 –706

Versicherungsprämien 412 345

Zinsaufwand –483 –412

Arbeitnehmerbeiträge –771 –683

Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) aufgrund Annahmeänderungen –437 –1 126

Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) aufgrund Erfahrung 81 –5

Ausbezahlte Leistungen (netto) 725 –502

Währungsumrechnungsdifferenzen –455 –2 567

Stand Jahresende –19 481 –17 637

Marktwert des Planvermögens:

Stand Jahresbeginn 16 934 12 241

Erwartete Erträge aus Planvermögen 702 577

Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) –465 –197

Ausbezahlte Leistungen (netto) –725 502

Arbeitgeberbeiträge 1 064 942

Arbeitnehmerbeiträge 771 683

Versicherungsprämien –412 –345

Währungsumrechnungsdifferenzen 437 2 531

Stand Jahresende 18 306 16 934

Überdeckung/Unterdeckung (–) am Jahresende –1 175 –703

Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste 1 874 941

Währungsumrechnungsdifferenzen 0 85

Nettovorsorgevermögen/Vorsorgeverpflichtung (–) bilanziert am Jahresende 699 323

Netto-Vorsorgeaufwand der Periode

Laufender Dienstzeitaufwand (netto) –916 –706

Zinsaufwand –483 –412

Erwartete Erträge aus Planvermögen 702 577

Netto-Vorsorgeaufwand der Periode (im Personalaufwand enthalten) –697 –541

Effektive Erträge aus Planvermögen 237 380

26 Hapimag Geschäftsbericht 2011


in EUR 1000 2011 2010

Wesentliche Anlagekategorien des Planvermögens (in %)

– Aktien 23% 25%

– Anleihen 50% 44%

– Immobilien 19% 17%

– Flüssige Mittel und übrige Finanzanlagen 8% 14%

Total 100% 100%

Versicherungsmathematische Annahmen

Diskontsatz zum 31.12. 2.50% 2.75%

Erwartete Erträge auf Planvermögen zum 1.1. 3.75% 4.00%

Künftig erwartete Lohnerhöhung 1.50% 1.50%

Künftig erwartete Rentenerhöhungen 0.25% 0.25%

Die Wahrscheinlichkeitsberechnungen bezüglich Austritt, Sterblichkeit und Invalidität basieren auf den Tabellen BVG2010. Die langfristig erwarteten

Erträge auf dem Planvermögen betragen 3.75% basierend auf der Anlagestrategie der Personalvorsorge einrichtung.

in EUR 1000 2011 2010 2009 2008 2007

Mehrjahresvergleich

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen: Stand Jahresende –19 481 –17 637 –11 981 –10 328 –9 782

Marktwert des Planvermögens: Stand Jahresende 18 306 16 934 12 241 10 219 9 941

Überdeckung/Unterdeckung (–) am Jahresende –1 175 –703 260 –109 159

Erfahrungswertanpassungen der Vorsorgeverpflichtungen 81 –5 74 636 –343

Erfahrungswertanpassungen des Planvermögens –465 –197 644 –1452 –290

Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge für 2012 betragen TEUR 1 062.

in EUR 1000 2011 2010

Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern:

Rückstellungen für dienstaltersabhängige Austrittsleistungen 1 792 2 150

Rückstellungen für Dienstaltersgeschenke 1 007 883

Total Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 2 799 3 033

Total Nettovorsorgevermögen (vgl. Erläuterung 3) 699 323

Hapimag Geschäftsbericht 2011 27


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

17 // RÜCKSTELLUNGEN lang- und kurzfristig

RÜCKSTELLUNGEN langfristig

in EUR 1000

Stand 1.1.2010 369

Verbrauch –67

Auflösung 0

Zuführung 112

Währungsumrechnungsdifferenzen –1

Stand 31.12.2010 413

Total

Stand 1.1.2011 413

Verbrauch –161

Auflösung –242

Zuführung 862

Währungsumrechnungsdifferenzen 0

Stand 31.12.2011 872

Die Rückstellungen betreffen vorwiegend Rechtsstreitigkeiten; der Mittelabfluss wird für 2013 erwartet. Die Zuführung in 2011 betrifft im Wesentlichen

eine Rückstellung im Zusammenhang mit einem neuen Rechtsfall. Hapimag bestreitet die Vorwürfe vollumfänglich. Es kann nicht

ausgeschlossen werden, dass es in diesem Zusammenhang zu weiteren rechtlichen Auseinandersetzungen kommen könnte. Der Rückstellungsbedarf

für diesen Fall lässt sich jedoch nicht quantifizieren.

RÜCKSTELLUNGEN kurzfristig

in EUR 1000

Sonstige

Steuern Sonstige Total

Stand 1.1.2010 786 901 1 687

Verbrauch –63 –137 –200

Auflösung –47 –524 –571

Zuführung 325 52 377

Währungsumrechnungsdifferenzen 149 57 206

Stand 31.12.2010 1 150 349 1 499

Stand 1.1.2011 1 150 349 1 499

Verbrauch –1 123 –89 –1 212

Auflösung –48 –48 –96

Zuführung 880 1 256 2 136

Währungsumrechnungsdifferenzen 27 –21 6

Stand 31.12.2011 886 1 447 2 333

Die sonstigen Rückstellungen betreffen einerseits Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und andererseits Folgekosten im Zusammenhang mit der

Neuorganisation des Verkaufs.

28 Hapimag Geschäftsbericht 2011


18 // SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN langfristig

INVESTITIONSZUSCHÜSSE

in EUR 1000 2011 2010

Resort Kanzelhöhe (AT) 6 8

Resort St. Michael (AT) 49 72

Resort Braunlage (DE) 7 7

Resort Dresden (DE) 130 145

Resort Athen (GR) 16 36

Resort Damnoni (GR) 796 884

Resort Bodrum (TR) 2 560 3 317

Total 3 564 4 469

SONSTIGE Verbindlichkeiten

Vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages von sonstigen Wohnrechtsprodukten 12 857 11 257

Sonstige 316 318

Total 13 173 11 575

Total 16 737 16 044

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 146 146

19 // VERBINDLICHKEITEN aus LIEFERUNGEN und LEISTUNGEN kurzfristig

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bis 1 Jahr 9 069 6 927

Verbindlichkeiten Provisionen und Verkaufsprämien 1 090 1 121

Total 10 159 8 048

– davon in EUR denominiert 4 893 3 958

– davon in CHF denominiert 4 103 3 652

– davon in sonstigen Währungen denominiert 1 163 438

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 10 159 8 048

20 // SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN kurzfristig

Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern (Aktienrückkäufe usw.) 1 901 1 830

PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Ertragsabgrenzungen Reiseleistungen 3 837 4 407

Ertragsabgrenzungen Teilzahlungszuschläge 306 289

Sonstige Ertragsabgrenzungen 8 690 7 693

Sonstige Steuern 1 383 2 208

Sozialabgaben 637 1 216

Derivative Finanzinstrumente mit negativem Verkehrswert 64 0

Ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen 6 167 5 216

Total 21 084 21 029

Total 22 985 22 859

– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) 8 132 7 046

Die Reiseleistungen werden auf den Erfüllungszeitpunkt hin ertragsmässig abgegrenzt.

Die Teilzahlungszuschläge resultieren aus den Abzahlungsverträgen mit Mitgliedern, berechnet über die gesamte vertragliche Laufzeit (max.

48 Monate). Die Teilzahlungszuschläge werden pro Geschäftsjahr abgegrenzt.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 29


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

21 // UMSATZ WOHNRECHTSPRODUKTE

in EUR 1000 2011 2010

VERKAUF Aktien

Verkaufserlös Produkt Aktie 21 344 27 955

Abzgl. vorausbezahlte Jahresbeiträge –167 –614

Entnahme aus eigenen Aktien –6 000 –11 768

Zuweisung an Kapitalreserven –6 331 –2 998

Total Umsatz Aktien 8 846 12 575

Rückkauf von Aktien –14 390 –11 549

Behandlung als eigene Aktien 14 390 11 549

Umsatzminderung 0 0

VERKAUF sonstige Wohnrechtsprodukte

Verkaufserlös sonstige Wohnrechtsprodukte 16 321 7 241

Abzgl. vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages –5 232 –2 717

Zuweisung an Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten –4 157 –2 159

Total Umsatz sonstige Wohnrechtsprodukte 6 932 2 365

Rückkauf von sonstigen Wohnrechtsprodukten –6 0

Abzgl. vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages und Aufwand für höhere Rückkaufspreise 2 0

Abnahme der Verbindlichkeiten aus Wohnrechten 4 0

Umsatzminderung 0 0

Total Umsatz Wohnrechtsprodukte 15 778 14 940

Der als Verbindlichkeit bzw. Eigenkapital passivierte Anteil aus dem Produkteverkauf entspricht dem Investitionsbedarf des aufgrund der verkauften

Produkte benötigten Wohnraums.

22 // JAHRESBEITRÄGE

Jahresbeiträge Aktien 66 324 59 548

Jahresbeiträge sonstige Wohnrechtsprodukte 5 952 5 696

Total 72 276 65 244

23 // UMSATZ RESORTS

Lokale Kostenbeiträge 36 756 34 676

Gastrobetriebe 15 048 15 075

Shops 3 478 3 752

Zusatzleistungen 6 381 6 535

Sonstige Waren- und Serviceerträge 12 786 10 431

Total 74 449 70 469

24 // UMSATZ REISESERVICE/TANDEM TOURS

Reiseservice 7 664 7 562

Tandem Tours 4 609 5 488

Total 12 273 13 050

Der Umsatz von Reiseservice und Tandem Tours wird zu jenem Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, in dem Nutzen und Gefahr im Wesentlichen auf

den Kunden übergehen. Diese Bedingung ist normalerweise am Abreisetag erfüllt.

30 Hapimag Geschäftsbericht 2011


25 // SONSTIGE umsatzerlöSE

in EUR 1000 2011 2010

Annullationsversicherungen Wohnrechtsprodukte 1 417 1 469

Gebühren Wohnrechtsprodukte 570 616

Sonstige 167 1 085

Total 2 154 3 170

26 // UMSATZMINDERUNGEN

Ausschüttung HapimagCard-Wohnpunkte (vgl. Erläuterung 12) 1 472 1 661

Debitorenverluste (ausgebuchte Forderungen und Bildung Delkredere) 663 343

Sonstige Erlösminderungen 1 158 1 484

Total 3 293 3 488

27 // SONSTIGE betriebliche ERTRÄGE

Untervermietung Liegenschaft Neuhof, Baar 358 305

Buchgewinne aus Verkauf von Sachanlagen 358 192

Auflösung Investitionszuschüsse 382 419

Ertrag aus Beschädigungen und Versicherungsentschädigungen 2 143 88

Fremdvermietung Gastrobetriebe und Shops 1 515 1 415

Sonstige 1 406 891

Total 6 162 3 310

28 // WAREN- und SERVICEAUFWAND

Warenaufwand Gastrobetriebe und Shops 7 759 7 863

Einkauf Leistungen Reiseservice und Tandem Tours 10 290 10 927

Aufwand Zusatzleistungen 3 379 3 462

Sonstige 5 096 5 028

Total 26 524 27 280

29 // UNTERHALTS- und BETRIEBSAUFWAND

Unterhalt und Reparatur Resorts und Residenzen 4 498 4 590

Unterhalt und Reparatur Betriebs- und Geschäftsausstattungen 671 658

Mietaufwand Zumietungen 607 766

Sonstiger Miet- und Leasingaufwand 2 156 2 002

Energie, Wasser und Entsorgung 8 678 8 404

Reinigung, Wäsche und Betriebsmaterial 8 787 8 357

Sonstige 406 571

Total 25 803 25 348

30 // PERSONALAUFWAND

Löhne und Gehälter 44 431 41 243

Sozialabgaben 7 619 7 333

Netto-Vorsorgeaufwand (vgl. Erläuterung 16) 697 541

Sonstige 2 586 2 512

Total 55 333 51 629

Im Geschäftsjahr waren 1 403 (Vollzeitstellen; Vorjahr 1 397) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zudem waren 142 (Vorjahr 146)

Consultants im Agenturverhältnis für das Unternehmen tätig.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 31


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

31 // MARKETING- und VERTRIEBSAUFWAND

in EUR 1000 2011 2010

Verkaufsprovisionen 5 598 5 164

Verkaufsaufwand 1 851 1 821

Verkaufsförderungen, Medien- und Direktwerbung 2 178 2 403

Public Relations 716 739

Informationsorgane für Mitglieder 754 1 123

Sonstiger Marketingaufwand 1 036 1 116

Total 12 133 12 366

32 // VERWALTUNGSAUFWAND

Büromaterial, Papier und Drucksachen 495 584

Porti und Übermittlungsgebühren 2 236 2 223

Entwicklung EDV-Software und Lizenzgebühren 1 636 1 297

Reise- und Repräsentationsspesen 1 225 1 396

Rechts- und Beratungsaufwand 2 733 1 197

VR-Honorare, Buchhaltungsaufwand und -revisionen 1 800 1 701

Versicherungen, Gebühren und Abgaben 1 884 1 988

Übriger Büro- und Verwaltungsaufwand 1 803 1 826

Total 13 812 12 212

33 // Sonstiger betrieblicher AUFWAND

Nicht rückforderbare Mehrwertsteuer 5 549 5 223

Liegenschaftssteuer 2 157 2 040

Sonstige Steuern 890 807

Buchverluste aus Abgang von Sachanlagen 1 070 1 704

Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Sachanlagen 313 0

Sonstige 1 671 567

Total 11 650 10 341

34 // FINANZERGEBNIS

Zinsertrag 317 196

Teilzahlungszuschläge Wohnrechtsprodukte 249 646

Nettogewinne auf erfolgswirksam zum Verkehrswert bewerteten finanziellen Vermögenswerten

(zu Handelszwecken gehalten) 3 9

Total Finanzertrag 569 851

Zinsaufwand –77 –136

Währungsverluste (netto) –764 –4 220

Bankspesen –143 –158

Gebühren für Kredit- und Debit-Karten –650 –640

Total Finanzaufwand –1 634 –5 154

Total Finanzergebnis –1 065 –4 303

32 Hapimag Geschäftsbericht 2011


35 // ERTRAGSSTEUERN

in EUR 1000 2011 2010

Laufende Ertragssteuern 1 137 575

Latente Ertragssteuern 1 276 2 023

Total Ertragssteueraufwand 2 413 2 598

HERLEITUNG des ausgewIESENEN STEUERAUFwANDES

Ergebnis vor Steuern 3 603 –5 228

Ertragssteueraufwand/-ertrag (–) berechnet zu lokal anwendbaren Steuersätzen (24.56%, Vorjahr 17.98%) 885 –940

Effekt aus nicht aktivierten laufenden steuerlichen Verlusten 5 494 4 812

Verwendung von nicht aktivierten Verlustvorträgen –184 –174

Wertberichtigung/Aktivierung (–) von Verlustvorträgen aus Vorjahren –1 338 1 468

Erfassung von zusätzlichen latenten Steuerpassiven 1 163 0

Effekt aus der Veränderung von nicht aktivierten temporären Differenzen 1 102 816

Effekt aus steuerbefreiten Erträgen –1 473 –271

Effekt aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen 1 776 1 172

Periodenfremde Ertragsteuern und Steuersatzanpassungen –33 –254

Effekt aus nicht erfolgswirksam erfassten Aufwendungen –4 985 –3 988

Übrige 6 –43

Ausgewiesener Ertragssteueraufwand 2 413 2 598

Der gewichtete Konzern-Steuersatz beträgt im Berichtsjahr 24.56% (Vorjahr 17.98%), wobei sich der Mix der verschiedenen Steuersätze auf den

Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften im Berichtsjahr steuersatzerhöhend auswirkte.

36 // EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Es bestehen keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten.

37 // LEASINGVERPFLICHTUNGEN

Es bestehen folgende Leasingverpflichtungen aus Operating-Lease-Kontrakten:

Leasingverpflichtungen bis 1 Jahr 1 442 1 400

Leasingverpflichtungen 1 bis 5 Jahre 491 468

Leasingverpflichtungen über 5 Jahre 0 0

Total 1 933 1 868

Die Leasingverpflichtungen bestehen hauptsächlich aus langfristigen Mietverträgen für die Hapimag Unternehmenszentrale in Baar sowie

Leasing von EDV-Anlagen und Fahrzeugen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden aus operativen Leasingverträgen insgesamt TEUR 1 423 (Vorjahr TEUR 1 314) als Aufwand erfasst.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 33


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

38 // FINANZINSTRUMENTE

Buchwerte und Verkehrswerte nach Kategorien

Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Steuern und Sozialabgaben stellen per Definition keine Finanzinstrumente

dar) aggregiert nach Bewertungskategorien gemäss IAS 39:

in EUR 1000 Erläuterung 2011 2010

Sonstige langfristige Forderungen und Vermögensgegenstände 3 420 424

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 27 744 33 000

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 7 1 526 1 192

Flüssige Mittel (Bank und Call-Geldanlagen) 8 31 078 14 550

Total Darlehen und Forderungen 60 768 49 166

Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert 7 0 170

Flüssige Mittel (Kassa) 8 332 327

Total Finanzielle Vermögenswerte 61 100 49 663

Darlehen von Aktionären 13 162 305 162 525

Finanzverbindlichkeiten 14 3 191 6 373

Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig 18 146 146

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 10 159 8 048

Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig 20 8 068 7 046

Total zu fortgeführten Anschaffungswerten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 183 869 184 138

Derivative Finanzinstrumente mit negativem Verkehrswert 20 64 0

Total Finanzielle Verbindlichkeiten 183 933 184 138

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten spiegelt im Wesentlichen den Verkehrswert wider.

Der Verkehrswert (Fair Value) ist jener Betrag, zu dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit zwischen sachverständigen,

vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte.

Verkehrswerthierarchie (Fair Value Hierarchie)

Zum Verkehrswert bewertete Finanzinstrumente werden nachfolgend gemäss ihrer Bewertungsmethode in Stufen eingeteilt. Die verwendeten

Stufen werden dabei wie folgt definiert:

Stufe 1: Börsennotierte Preise (ohne Anpassungen) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten

Stufe 2: Neben börsennotierten Preisen gemäss Stufe 1 sind noch weitere für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit direkt oder indirekt

beobachtbare Inputfaktoren in die Bewertung eingeflossen

Stufe 3: Es sind Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, welche nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, in die

Bewertung eingeflossen (nicht-beobachtbare Faktoren)

31.12.2010

in EUR 1000 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total

Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert 0 170 0 170

Total erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 170 0 170

31.12.2011

in EUR 1000 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total

Derivative Finanzinstrumente mit negativem Verkehrswert 0 64 0 64

Total erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 64 0 64

34 Hapimag Geschäftsbericht 2011


39 // Finanzielles RisikoMANAGEMENT

GRUNDSäTZE des RISIKOMANAGEMENTS

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung für das Risikomanagement. Der Verwaltungsrat hat dazu einen Risikoausschuss eingesetzt,

welcher für die Entwicklung und Überwachung der Grundsätze für das Risikomanagement verantwortlich ist. Der Risikoausschuss besteht aus

drei Mitgliedern des Verwaltungsrats und wird unterstützt durch den Hapimag Risiko Manager. Der Risikoausschuss berichtet regelmässig an

den Gesamt-Verwaltungsrat. Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, welchen die Gruppe

ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, angemessene Limiten zu definieren und Kontrollen zu etablieren sowie die Risiken und die

Einhaltung der Limiten zu überwachen. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft,

um Veränderungen in den Marktbedingungen sowie den Tätigkeiten der Gruppe zu berücksichtigen.

Im Immobilienbereich hat Hapimag zudem mit einer Schweizer Versicherungsgesellschaft ein eigenes Risiko-Bewertungssystem entwickelt. Mit

Hilfe einer integrierten Risiko-Datenbank werden die Natur-Risiken wie Feuer, Wasser, Sturm und Erdbeben identifiziert, bewertet und kontrolliert.

Die Hapimag Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten insbesondere Risiken aus der Veränderung

der Wechselkurse und der Zinssätze, dem Ausfallrisiko von Forderungen sowie dem Liquiditätsrisiko. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen

Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken. Weitere Informationen zu finanziellen Risiken sind auch in den übrigen Erläuterungen des

Anhangs enthalten.

FREMDwäHRUNGSRISIKEN

Hapimag ist gewissen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Preise für Wohnrechtsprodukte, Jahresbeiträge und Reisedienstleistungen (fakturiert

ab Zentrale Baar) sind in CHF ausgestellt. Auf Rechnungen in die wichtigsten Herkunftsländer der Hapimag Mitglieder ist zusätzlich der Betrag in

Lokalwährung aufgeführt. Lokale Kostenbeiträge sowie Produkte und Dienstleistungen vor Ort werden in Lokalwährung erhoben. Investitionen und

operative Aufwände der Resorts fallen zum grössten Teil in Lokalwährung an. Für grössere Investitionen werden fallweise Fremdwährungsabsicherungen

in der Form von Devisenterminkontrakten getätigt. Am 31.12.2011 bestehen im Umfang von TEUR 27 000 (Vorjahr: TEUR 28 000) Devisenterminkontrakte

zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Fakturierungen.

Zum Bilanzstichtag waren die Finanzinstrumente in folgenden Währungen denominiert:

in EUR 1000 2010 EUR CHF Übrige

Sonstige langfristige Forderungen und Vermögensgegenstände 424 296 84 44

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33 000 10 072 21 811 1 117

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1 192 137 779 276

Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert 170 0 170 0

Flüssige Mittel 14 877 12 333 1 031 1 513

Total Finanzielle Vermögenswerte 49 663 22 838 23 875 2 950

Darlehen von Aktionären 162 525 0 162 525 0

Finanzverbindlichkeiten 6 373 1 824 4 483 66

Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig 146 68 78 0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8 048 3 958 3 652 438

Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig 7 046 1 673 4 878 495

Total Finanzielle Verbindlichkeiten 184 138 7 523 175 616 999

Hapimag Geschäftsbericht 2011 35


ANHANG der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

in EUR 1000 2011 EUR CHF Übrige

Sonstige langfristige Forderungen und Vermögensgegenstände 420 305 72 43

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27 744 12 943 13 724 1 077

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1 526 330 901 295

Flüssige Mittel 31 410 27 417 1 334 2 659

Total Finanzielle Vermögenswerte 61 100 40 995 16 031 4 074

Darlehen von Aktionären 162 305 0 162 305 0

Finanzverbindlichkeiten 3 191 1 476 1 642 73

Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig 146 66 80 0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10 159 4 893 4 102 1 164

Derivative Finanzinstrumente mit negativem Verkehrswert 64 0 64 0

Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig 8 068 2 355 5 127 586

Total Finanzielle Verbindlichkeiten 183 933 8 790 173 320 1 823

Sensitivitätsanalyse:

Eine Veränderung des EUR gegenüber dem CHF per 31. Dezember um 5 Prozent hätte das Konzernergebnis vor Steuern wie folgt verändert:

in EUR 1000 Währung Wechselkursentwicklung 2011 2010

CHF +5% Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern +1 875 +659

CHF –5% Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern –1 875 –659

Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, unverändert bleiben.

ZINSSATZRISIKO

Das Zinssatzrisiko stellt das Risiko dar, dass der Verkehrswert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen

des Marktzinssatzes schwanken. Flüssige Mittel sind kurzfristig angelegt. Die Forderungen enthalten festverzinsliche Kundenforderungen aus

Abzahlungsverträgen mit einer Laufzeit bis zu 48 Monaten. Die langfristigen Darlehen von Aktionären sind nicht verzinslich. Ferner stehen der

Hapimag kurz- und mittelfristige Bankkredite zu fixen und variablen Zinssätzen zur Verfügung. Bei den fest verzinslichen Finanzaktiven (Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen aus Abzahlungsverträgen TEUR 13 171, Vorjahr TEUR 18 027) und Finanzverbindlichkeiten (TEUR 2 157,

Vorjahr TEUR 4 549) hat eine Zinssatzänderung keinen Einfluss auf das Konzernergebnis, da keine Anpassung an den veränderten Marktwert (Fair

Value) erfolgt.

Sensitivitätsanalyse:

Bei den variabel verzinslichen Finanzinstrumenten hätte eine Erhöhung des Zinssatzes um 100 Basispunkte das Konzernergebnis vor Steuern um

TEUR +253 (Vorjahr TEUR +84) verbessert. Eine Reduktion des Zinssatzes um 100 Basispunkte hätte das Konzernergebnis vor Steuern um die

gleichen Beträge vermindert. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben.

AUSFALLRISIKO

Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass Hapimag finanzielle Verluste erleidet, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstrumentes

ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum weitaus grössten Teil

gegenüber Privatpersonen (Hapimag Mitgliedern) und werden zentral und fortlaufend überwacht. Die Aussenstände sind einem gewissen Ausfallrisiko

ausgesetzt, welchem mittels Wertberichtigung, basierend auf Erfahrungswerten (Delkredere) Rechnung getragen wird. Die Bonität von

Neu kunden mit Abzahlungsverträgen wird systematisch überprüft durch Nachforschungen bei Inkasso-Firmen. Hapimag Mitglieder mit überfälligen

Posten grösser als CHF 100 haben keine Möglichkeit, eine Wohnung zu buchen (Buchungsstopp im System). Der dadurch frei werdende

Wohnraum kann von Hapimag weiter genutzt werden. Zudem erfolgen Aktien-Rückkäufe oder -Umschreibungen nur dann, wenn alle offenen

Posten vorher beglichen sind. Hapimag tätigt ihre Geldanlagen nur bei erstklassigen Finanzinstituten. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die

Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

36 Hapimag Geschäftsbericht 2011


LiquiditäTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Hapimag ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Die Liquidität wird

durch eine zentrale Treasury-Abteilung verwaltet und gesteuert, basierend auf einer kurz- und mittelfristigen Einnahmen/Ausgaben-Planung,

welche insbesondere die laufenden Bauinvestitionen in den Resorts berücksichtigt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle

Flexibilität der Hapimag sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und Kreditlimiten gehalten. Hapimag hat mit namhaften

Bankinstituten folgende Kreditlimiten vereinbart:

in EUR 1000 2011 2010

Total Kreditlimiten per 31.12. 54 956 54 573

– davon benutzt (Total kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten) 3 191 6 373

Für nicht benutzte Kreditlimiten zahlt Hapimag bisher keine Bereitstellungsgebühren.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten (inklusive Zinsen) der finanziellen Verbindlichkeiten:

Finanzielle Verbindlichkeiten, kurzfristig

Buchwert 21 271 20 434

Zinsen 20 43

Vertragliche Cashflows 21 291 20 477

– davon bis 3 Monate fällig 20 659 19 851

– davon zwischen 3 und 6 Monaten fällig 210 208

– davon zwischen 6 und 12 Monaten fällig 421 418

Finanzielle Verbindlichkeiten, langfristig

Buchwert 162 662 163 704

Zinsen 3 22

Vertragliche Cashflows 162 665 163 726

– davon zwischen 12 und 24 Monaten fällig 360 987

– davon zwischen 24 und 36 Monaten fällig 0 214

– davon später als 36 Monate fällig 162 305 162 525

KAPITALMANAGEMENT

Es ist Hapimags vordringlichstes Ziel, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen von Kunden (Hapimag Mitgliedern), Gläubigern und

anderen Marktteilnehmern zu gewährleisten und die zukünftige Entwicklung des Hapimag Geschäftsmodells zu stärken. Hapimag steuert die

Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Das Kapital von Hapimag umfasst das Eigenkapital gemäss Bilanz, also Aktienkapital (gezeichnetes Nominalkapital), Eigene Aktien, Kapital- und

Gewinnreserven sowie die unkündbaren Darlehen der Aktionäre und die Investitionszuschüsse:

Eigenkapital gemäss Bilanz 358 018 361 954

Darlehen von Aktionären 162 305 162 525

Investitionszuschüsse 3 564 4 469

Total 523 887 528 948

Gemäss Statuten werden erwirtschaftete Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern verbleiben als Gewinnreserven in der Gesellschaft zur Erreichung

ihres Zweckes. Für Aktien, welche bis zum 30.6.2007 verkauft wurden, nimmt Hapimag im Ausmass von 10% der neu verkauften Aktien

von Aktionären zum Rückkauf angebotene Aktien zurück. Für Aktien, welche ab dem 1. Juli 2007 verkauft wurden (Hapimag Aktie_21) hat sich

Hapimag verpflichtet, Aktien im Umfang von höchstens der Aktienverkäufe des entsprechenden Kalenderjahres zurückzukaufen. Diese beiden

Beschränkungen stellen sicher, dass die Kapitalbasis der Hapimag durch Aktienrückkäufe nicht verringert werden muss. Die Hapimag Resorts

werden praktisch ausschliesslich mit dem Geld der Aktionäre ( Hapimag Mitglieder) und nur zu einem sehr kleinen Teil durch Bankdarlehen finanziert.

Gemäss Statuten der Hapimag AG kann das Grundeigentum der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften mit höchstens bis zu 20%

der Anschaffungskosten der Liegenschaften hypothekarisch belastet werden.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 37


Anhang der KONZERNRECHNUNG 2011 der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE

40 // Akquisitionen

Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich im Konsolidierungskreis keine Änderungen.

Am 17. November 2010 hat die Firma Hapimag Resorts & Residences (UK) Limited eine Stadtresidenz in Edinburg (GB) mit 29 Suiten erworben,

welche seit 1996 im Timeshare-System geführt wird. Mit dem Kauf hat Hapimag Resorts & Residences (UK) Limited auch den Betrieb der Stadtresidenz

und bestehende Verträge mit rund 900 individuellen Timeshare-Mitgliedern übernommen. Diese Timeshare-Verträge laufen in absehbarer

Zeit aus und ab 2022 stehen alle Wohnungen vollumfänglich den Hapimag Mitgliedern zur Verfügung.

Der Kaufpreis von TEUR 4 694 entspricht dem Fair Value der übernommenen Sachanlagen. Transaktionskosten von total TEUR 229 wurden als

Aufwand verbucht.

Der Effekt der Akquisition auf den Umsatz 2010 der Gruppe macht TEUR 129 in Bezug auf den Nettoumsatz und TEUR 6 in Bezug auf das Konzernergebnis

aus. Wäre die Akquisition am 1. Januar 2010 erfolgt, hätte der Effekt auf den Umsatz 2010 der Gruppe ca. TEUR 1082 und auf das

konsolidierte Jahresergebnis ca. TEUR 127 betragen.

41 // TRANSAKTIONEN mit NAHESTEHENDEN

Als nahe stehende Personen und Gesellschaften gelten Verwaltungsräte und Konzernleitungsmitglieder (inklusive deren Familienmitglieder), durch diese

kontrollierte Gesellschaften, Konzerngesellschaften und Vorsorgeeinrichtungen. Der überwiegende Anteil des Umsatzes der Hapimag Unternehmensgruppe

wird mit Aktionären erzielt. Die Preise der Dienstleistungen im Kerngeschäft basieren auf dem Prinzip der Selbstkostendeckung und können

daher von Marktpreisen abweichen. Hapimag Mitarbeiter halten 0.10% Anteile am Gesamttotal der Aktien. Davon abgesehen bestehen keine Forderungen

und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Gesellschaften.

in EUR 1000 2011 2010

Verwaltungsrat: Bezüge für Tätigkeiten in Ausschüssen 100 129

Verwaltungsrat und Konzernleitung: Honorare und Gehälter 2 093 1 656

Verwaltungsrat und Konzernleitung: Leistungen für die Personalvorsorge 233 210

Total Leistungen an Verwaltungsräte und Konzernleitungsmitglieder 2 426 1 995

42 // EREIGNISSE nach dem BILANZSTICHTAG

Hapimag hat im Januar 2012 das Resort Bad Neuenahr (DE) an eine deutsche Gesellschaft verkauft. Bereits per 31.12.2011 wurde der Buchwert

in das Umlaufvermögen umgegliedert und die Abschreibungen des Vermögenswertes eingestellt.

Seit dem Bilanzstichtag und bis zum 8. März 2012 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der konsolidierten

Jahresrechnung 2011 beeinträchtigen könnten bzw. an dieser Stelle offen gelegt werden müssten.

38 Hapimag Geschäftsbericht 2011


43 // UMRECHNUNGSKURSE der wichtigsten WÄHRUNGEN

Umrechnung in EUR 2011 2010

Jahresdurchschnittskurse 1 CHF 0.8207 0.7333

Konzernerfolgsrechnung, Konzerngeldflussrechnung 1 GBP 1.1527 1.1655

1 USD 0.7204 0.7526

100 HUF 0.3568 0.3626

1 TRY 0.4239 0.4901

100 DKK 13.4209 13.4283

100 SEK 11.0613 10.4655

100 CZK 4.0473 3.9392

100 MAD 8.8353 8.9113

Jahresendkurse 1 CHF 0.8212 0.8006

Konzernbilanz 1 GBP 1.1913 1.1596

1 USD 0.7728 0.7496

100 HUF 0.3222 0.3588

1 TRY 0.4035 0.4833

100 DKK 13.4516 13.4107

100 SEK 11.1932 11.1209

100 CZK 3.8844 3.9792

100 MAD 8.9924 8.9432

Hapimag Geschäftsbericht 2011 39


KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE PER 31.12.2011

3. GESCHÄFTSSPARTEN

VERKAUF ImmoBILIEN ToURISTIK

in EUR 1000 Erläuterung

2011 2010 2011 2010 2011 2010

Umsatz Wohnrechtsprodukte 21 15 778 14 940 0 0 0 0

Jahresbeiträge 22 0 0 31 963 32 141 20 360 18 836

Umsatz Resorts 23 0 0 0 0 74 449 70 469

Umsatz Reiseservice/Tandem Tours 24 0 0 0 0 12 273 13 050

Sonstige Umsatzerlöse 25 78 98 0 0 2 076 3 072

Umsatzminderungen 26 –1 600 –1 768 –331 –337 –1 196 –1 214

Total Umsatz 14 256 13 270 31 632 31 804 107 962 104 213

Ertrag aus abgewohnten Wohnrechten 12 0 0 6 592 5 027 0 0

Sonstige betriebliche Erträge 27 22 17 2 996 657 2 669 2 237

Total Betriebsertrag 14 278 13 287 41 220 37 488 110 631 106 450

Waren- und Serviceaufwand 28 0 0 0 0 –26 524 –27 280

Unterhalts– und Betriebsaufwand 29 –40 –31 –508 –314 –22 923 –22 840

Personalaufwand 30 –2 256 –2 389 –1 419 –1 161 –43 107 –41 062

Marketing- und Vertriebsaufwand 31 –10 758 –10 738 0 0 –1 325 –1 315

Verwaltungsaufwand 32 –1 785 –1 679 –1 064 –1 322 –6 243 –6 013

Abschreibungen und Amortisationen 1/2 –125 –125 –33 218 –31 189 –125 –175

Sonstiger betrieblicher Aufwand 33 –438 –197 –3 703 –3 765 –5 780 –5 727

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) –1 124 –1 872 1 308 –263 4 604 2 038

Finanzertrag 34

Finanzaufwand 34

Ergebnis vor Steuern

Ertragssteuern 35

Konsolidiertes Ergebnis

– Anteil Minderheitsaktionäre am konsolidierten Ergebnis

– Anteil Hapimag Aktionäre am konsolidierten Ergebnis

verkauf

Die Sparte Verkauf zeigt den Umsatz aus dem Verkauf von Wohnrechtsprodukten

nach Abzug der bilanzwirksamen Anteile. Der Spartenaufwand

umfasst vor allem Personalaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen

sowie Marketing- und Vertriebsaufwendungen für

Verkauf und Kommunikation.

IMMoBILIEN

Die Sparte Immobilien beinhaltet die Aktivitäten bezüglich der Planung

und Realisierung von neuen Resorts und Residenzen, grösseren Renovationen

und allfälligen Immobiliengeschäften. Der Betriebsertrag

zeigt anteilige Gutschriften aus den Jahresbeiträgen, den Ertrag aus

abgewohnten Wohnrechten (Ferienpässe, Wohnpläne, Hapimag Residenz,

Hapimag Explorer, Feridence), Versicherungsentschädigungen

sowie Buchgewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen. Der Spartenaufwand

umfasst im Wesentlichen die Abschreibungen auf den

Sachanlagen der Resorts und Residenzen, die Aufwände der zentralen

Bauabteilung, Gebäudeversicherungen, Liegenschaftssteuern und

Buchverluste aus dem Verkauf oder der Renovation von Sachanlagen.

TOURISTIK

Die Sparte Touristik umfasst die wichtigen Bereiche Resorts und

Residenzen, Member Services und das Reisegeschäft.

Resorts UND RESidenzen

Im Bereich Resorts und Residenzen sind die operativen Tätigkeiten für

den Betrieb und die Verwaltungen der Resorts und Residenzen enthalten.

Die Umsätze dieses Bereiches stammen aus den Jahresbeiträgen

sowie den Erlösen aus lokalen Kostenbeiträgen und Zusatzleistungen

der Resorts und Residenzen. Die wichtigsten Aufwandspositionen

sind: Waren- und Serviceaufwand, Unterhalts- und Betriebsaufwand,

Personalaufwand, Verwaltungsaufwand sowie sonstiger betrieblicher

Aufwand (v.a. nicht rückforderbare Mehrwertsteuer).

memBER SERVICES

Der Bereich Member Services umfasst das Call-Center zur Bearbeitung

der Mitgliederanfragen und das Wohnraum-Management. Die

Umsätze dieses Bereiches stammen aus den Jahresbeiträgen sowie

den Erlösen aus Punkteversicherungen und Annullationsgebühren.

40 Hapimag Geschäftsbericht 2011


Resorts & Residenzen Member Services Reisegeschäft

ZENTRALE SERVICES

ToTAL Konzern

2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010

0 0 0 0 0 0 0 0 15 778 14 940

16 325 15 456 4 035 3 380 0 0 19 953 14 267 72 276 65 244

74 449 70 469 0 0 0 0 0 0 74 449 70 469

0 0 0 0 12 273 13 050 0 0 12 273 13 050

165 1 086 1 911 1 986 0 0 0 0 2 154 3 170

–995 –1 013 –201 –201 0 0 –166 –169 –3 293 –3 488

89 944 85 998 5 745 5 165 12 273 13 050 19 787 14 098 173 637 163 385

0 0 0 0 0 0 0 0 6 592 5 027

2 649 2 216 20 21 0 0 475 399 6 162 3 310

92 593 88 214 5 765 5 186 12 273 13 050 20 262 14 497 186 391 171 722

–16 114 –16 222 –120 –131 –10 290 –10 927 0 0 –26 524 –27 280

–22 848 –22 776 –14 –8 –61 –56 –2 332 –2 163 –25 803 –25 348

–37 401 –36 218 –4 329 –3 541 –1 377 –1 303 –8 551 –7 017 –55 333 –51 629

–657 –667 –543 –460 –125 –188 –50 –313 –12 133 –12 366

–5 113 –4 808 –801 –830 –329 –375 –4 720 –3 198 –13 812 –12 212

–86 –85 –11 –6 –28 –84 –3 000 –1 982 –36 468 –33 471

–5 780 –5 727 0 0 0 0 –1 729 –652 –11 650 –10 341

4 594 1 711 –53 210 63 117 –120 –828 4 668 –925

569 851

–1 634 –5 154

3 603 –5 228

–2 413 –2 598

1 190 –7 826

1 0

1 189 –7 826

Der Personalaufwand ist die wichtigste Aufwandsposition. Enthalten

sind ebenfalls die Kosten für diverse Informationsorgane für Mitglieder.

Reisegeschäft

Der Bereich Reisegeschäft beinhaltet Erträge und Aufwendungen von

Reiseservice und von Tandem Tours (Vermittlung von Reisedienstleistungen

sowie eigene Tour-Operating-Aktivitäten).

ZENTRALE SERVICES

Die Zentralen Services beinhalten die folgenden Bereiche: Verwaltungsrat,

Konzernleitung, Finanzen, Personal, Informatik, Rechtsdienst,

Qualitäts- und Risiko-Management. Die Zentralen Services erhalten

eine anteilige Gutschrift aus den Jahresbeiträgen. Die wichtigsten

Aufwände sind der Personalaufwand, die Verwaltungskosten und die

Abschreibungen für Büromobilien und IT Soft- und Hardware.

WEITERE ERKLÄRUNGEN

Die Jahresbeiträge dienen im Wesentlichen zur Deckung der Abschreibungen,

der operativen Aufwände zum Betrieb der Resorts und

Residenzen, des Call-Centers und der zentralen und lokalen Verwaltungen.

Dementsprechend werden die Jahresbeiträge auf die Sparten

Immobilien und Touristik (Bereiche Resorts und Residenzen und Member

Services) und die Zentralen Services aufgeteilt.

Zwischen den Sparten finden keine nennenswerten Transaktionen

statt. Neben den Abschreibungen bestehen keine wesentlichen nichtliquiditätswirksamen

Aufwände.

Die Darstellung der Geschäftssparten ist eine freiwillige Offenlegung und stellt insbesondere

keine Segmentsberichterstattung nach IFRS 8 (Geschäftssegmente)

dar, da Hapimag AG keine börsenkotierte Gesellschaft ist und somit nicht unter den

Anwendungsbereich dieses Standards fällt.

Die Sparten entsprechen der Führungsstruktur. Da der überwiegende Anteil der

Aktiven der Hapimag Unternehmensgruppe in Sachanlagen der Resorts und

Residenzen investiert ist, mit Ausnahme von Einrichtungen und EDV-Anlagen am

Hauptsitz, sind die Abschreibungen mehrheitlich der Sparte «Immobilien» zugeordnet.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 41


4. KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN der HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE per 31.12.2011

GeseLLSChaft (Firmenwortlaut) GeseLLSChaftsart Kapital (in Mio.) Besitzer (Verhältnis)

Hapimag AG,

CH-Baar

Muttergesellschaft mit Filialen

in Österreich und Portugal

CHF 47.9

122 624 Einzel aktionäre

Hapimag Touristik AG/Hapitour,

CH-Baar

Verwaltungsgesellschaft

(kommerzielle Aktivitäten)

CHF 0.1

100 % Hapimag AG

Hapimag Finanz AG,

LI-Vaduz

Finanzierungsgesellschaft CHF 0.5 100 % Hapimag AG

Nordia Anstalt,

LI-Vaduz

Besitzesgesellschaft

Grundstück Resort Punkaharju

CHF 0.1

100 % Hapimag AG

Hava Beteiligungs-GmbH & Co.

Wohnungsverwaltungs-KG,

DE-Winterberg

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

deutsche Resorts und Hausboote

EUR 2.045

100 % Hapimag AG

Hava Beteiligungs-GmbH,

DE-Winterberg

Komplementär der Hava

Beteiligungs-GmbH & Co. KG

EUR 0.026

100 % Hapimag AG

Hapimag Praha S.R.O.,

CZ-Prag

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Prag

CZK 0.1

100 % Hapimag AG

Hapimag Ges.m.b.H.,

AT-Wien

Betriebsgesellschaft

österreichische Resorts

EUR 0.036

100 % Hapimag AG

Hapimag Liegenschaftsnutzung Ges.m.b.H.,

AT-Wien

Besitzesgesellschaft

Grundstück Resort Wien

EUR 0.509 96 %

4 %

Hapimag AG

Nordia Anstalt

Hapimag Ingatlanüzemeltetó Kft.,

HU-Budapest

Betriebsgesellschaft

Resort Budapest

HUF 3.0

100 % Hapimag AG

Hapimag Magyarország

Ingatlanhasznositó Kft.,

HU-Budapest

Besitzesgesellschaft

Resort Budapest

HUF 3.0

100 % Hapimag AG

Hapimag España S.L.,

ES-Paguera

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

spanische Resorts

EUR 30.020

100 % Hapimag AG

Hapimag Playa Paguera S.A.,

ES-Paguera

Betriebsgesellschaft

Kommerzbetriebe Resort Paguera

EUR 0.096 80 %

20 %

Hapimag Espãna S.L.

Fremdbeteiligung

Hapimag Sistema de Férias Lda.,

PT-Lissabon

inaktiv EUR 0.015 93.333 %

6.667 %

Hapimag AG

Hapimag Touristik AG

Hapimag Italia S.r.l.,

IT-Forli

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

italienische Resorts

EUR 20.0

100 % Hapimag AG

Gli Aranceti di Cefalù S.r.l.,

IT-Forli

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Cefalù

EUR 0.02

100 % Hapimag Italia S.r.l.

42 Hapimag Geschäftsbericht 2011


GeseLLSChaft (Firmenwortlaut) GeseLLSChaftsart Kapital (in Mio.) Besitzer (Verhältnis)

Hapimag Danmark A/S,

DK-Nysted

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Nysted

DKK 4.0

100 % Hapimag AG

Svenska Hapimag AB,

SE-Hok

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Hok-Yxenhaga

SEK 10.0

100 % Hapimag AG

Hapimag Investments (Guernsey) Limited,

GB-St. Peter Port

Besitzesgesellschaft

Resort London

GBP 0.01

100 % Hapimag AG

Hapimag Management (UK) Limited,

GB-London

Betriebsgesellschaft

Resort London

GBP 0.0001

100 % Hapimag AG

Hapimag Resorts & Residences (UK) Limited, Besitzes-/Betriebsgesellschaft GBP 0.883 100 % Hapimag AG

GB-Bowness-on-Windermere

Resort Burnside Park & Edinburg

Bowness Time-Share Limited,

GB-Bowness-on-Windermere

inaktiv GBP 0.550 100 % Hapimag Resorts

& Residences (UK)

Limited

Hapimag France S.àr.l.,

FR-Strasbourg

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

französische Resorts und Hausboote

EUR 15.280 99.9975 %

0.0025 %

Hapimag AG

Hapimag Touristik AG

Hapitour France S.àr.l.,

FR-Strasbourg

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Kommerzbetriebe Resort Chamonix

und Schlosshotel Chabenet

EUR 1.6 99.8 %

0.2 %

Hapimag Touristik AG

Hapimag France S.àr.l.

Hapimag (Holland) B.V.,

NL-Amsterdam

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Amsterdam

EUR 1.361

100 % Hapimag AG

Hapimag Hellas SA,

GR-Athen

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

griechische Resorts

EUR 14.425 99.95 %

0.05 %

Hapimag AG

Hapimag Touristik AG

Hapimag Turistik Yatirim ve Ticaret AS,

TR-Istanbul

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Sea Garden Hotel & Village,

Bodrum

TRY 80.49 99.9820 %

0.0045 %

0.0045 %

0.0045 %

0.0045 %

Hapimag AG

Hava GmbH & Co.KG

Hapimag Touristik AG

Hapimag Finanz AG

Nordia Anstalt

Hapimag Marocco SA,

MA-Marrakesch

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Marrakesch

MAD 4.01 99.9900 %

0.0025 %

0.0025 %

0.0025 %

0.0025 %

Hapimag AG

Hapimag Touristik AG

Hapimag France S.àr.l.

Hapimag Finanz AG

Nordia Anstalt

Hapimag Lake Berkley Corporation,

USA-Kissimmee

Besitzes-/Betriebsgesellschaft

Resort Orlando-Lake Berkley

USD 0.000001

100 % Hapimag AG

Ebenfalls konsolidiert wird der Hapimag Golfclub e.V. mit Sitz in Bad-Bellingen (DE), dessen Vorstand ausschliesslich aus Hapimag Vertretern

besteht. Trotz fehlender Kapitalbeteiligung ist dadurch gewährleistet, dass Hapimag jederzeit die Kontrolle über den Verein ausübt und die Finanzund

Geschäftspolitik des Vereins bestimmt.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 43


BERICHT deR REVISIONSSTELLE

Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung an die Generalversammlung der

Hapimag AG, Baar

Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 8 bis 43 wiedergegebene Konzernrechnung der

Hapimag AG, bestehend aus Konzernbilanz, Konzernerfolgsrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung,

Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals, Konzerngeldflussrechnung und Anhang,

für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Verantwortung des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den International

Financial Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich.

Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung

eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von

wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der

Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden

sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung

abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz

und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den International Standards on Auditing vorgenommen.

Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir

hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben

ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen

für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies

schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als

Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der

Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung

ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um

ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung

umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden,

der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung

der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise

eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene

Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards

(IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

44 Hapimag Geschäftsbericht 2011


Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz

(RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit

nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890

bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem

für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.

KPMG AG

Martin Schaad

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Beat Kuhn

Zugelassener Revisionsexperte

Zürich, 23. März 2012

Hapimag Geschäftsbericht 2011 45


JAHRESRECHNUNG der HAPIMAG AG per 31.12.2011

BILANZ

Aktiven

in CHF 1000 Erläuterung 2011 2010

Sachanlagen 212 954 236 486

Immaterielle Vermögensgegenstände 9 954 9 852

Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 3 387 456 424 849

Beteiligungsähnliche Ausleihungen an verbundene Unternehmen 179 281 196 363

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 718 8 483

Langfristige Forderungen 42 197

Anlagevermögen 795 405 876 230

Vorräte 189 154

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 352 29 700

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9 356 9 478

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1 638 1 310

Eigene Aktien 4 51 718 41 495

Flüssige Mittel 29 951 12 239

Rechnungsabgrenzungsposten 472 614

Umlaufvermögen 118 676 94 990

Total Aktiven 914 081 971 220

Dargestellt ist hier der Einzelabschluss der Hapimag AG, Baar. Die Hapimag AG, Baar, ist eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht und hält

als Muttergesellschaft direkt und indirekt Beteiligungen an 28 Tochtergesellschaften. Daneben werden in dieser Gesellschaft Filialen in Österreich

und Portugal geführt.

Die Jahresrechnung der Aktiengesellschaft Hapimag AG widerspiegelt daher nur einen Teil der gesamten Aktivitäten der Hapimag Unternehmensgruppe

und ist somit für eine Beurteilung der Finanz- und Ertragslage der Hapimag Unternehmensgruppe nicht geeignet. Dafür dient die

konsolidierte Jahresrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe auf Seite 8 bis 43.

Aus landesrechtlichen Gründen muss neben der konsolidierten Jahresrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe auch der Einzelabschluss der

Muttergesellschaft Hapimag AG, Baar, publiziert und von der Generalversammlung abgenommen werden.

46 Hapimag Geschäftsbericht 2011


PASSIVEN

in CHF 1000 Erläuterung 2011 2010

Gezeichnetes Kapital (Aktienkapital) 47 900 47 900

Allgemeine gesetzliche Reserve 5 306 669 51 458

Gesetzliche Reserven aus Kapitaleinlagen 5 205 009 0

Reserven für eigene Aktien 6 51 718 41 495

Freie Reserven 10 864 20 277

Investitionsrücklagen 0 501 290

Übrige Rücklagen 725 725

Kapitalrücklagen 574 985 615 245

Gewinnvortrag 0 0

Jahresverlust –65 399 –54 248

Bilanzverlust –65 399 –54 248

Eigenkapital 557 486 608 897

Verbindlichkeiten aus Wohnrechten 75 739 77 327

Darlehen von Aktionären 197 639 202 993

Rückstellungen 1 896 1 046

Sonstige Verbindlichkeiten 8 15 799 14 432

Langfristige Verbindlichkeiten 291 073 295 798

Verbindlichkeiten aus Wohnrechten 20 736 18 874

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5 345 4 607

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7 17 435 19 339

Finanzverbindlichkeiten 2 000 5 600

Ertrags- und Gewinnsteuern 57 128

Sonstige Steuern 1 444 1 877

Rückstellungen 1 274 100

Sonstige Verbindlichkeiten 8 11 868 10 895

Rechnungsabgrenzungsposten 5 363 5 105

Kurzfristige Verbindlichkeiten 65 522 66 525

Fremdkapital 356 595 362 323

Total Passiven 914 081 971 220

Hapimag Geschäftsbericht 2011 47


JAHRESRECHNUNG der HAPIMAG AG per 31.12.2011

erfolgsrechnung

in CHF 1000 Erläuterung 2011 2010

Umsatzerlös 9 105 386 113 591

Produktumsatz aus Verkauf Aktien 10 10 778 17 148

Produktumsatz aus Verkauf endliche Wohnrechtsprodukte 11 8 447 3 225

Ertrag aus abgewohnten Wohnrechten 12 8 032 6 855

Sonstige betriebliche Erträge 13 1 329 1 167

Betriebliche Erlöse 133 972 141 986

Material- und Serviceaufwand –3 745 –4 048

Personalaufwand –30 035 –29 421

Abschreibungen und Amortisationen 14 –15 826 –32 424

Vertriebsaufwand –13 945 –15 829

Sonstiger betrieblicher Aufwand 15 –64 483 –71 713

Betriebsergebnis 5 938 –11 449

Zinsen und ähnliche Erträge 3 174 4 153

Zinsen und ähnliche Aufwendungen –50 –140

Währungsgewinne/-verluste (netto) –911 –786

Bewertungsanpassungen von beteiligungsähnlichen Ausleihungen

und von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 16 –65 596 –37 793

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –57 445 –46 015

Ertrags- und Gewinnsteuern –213 27

Sonstige Steuern –7 741 –8 260

Jahresverlust –65 399 –54 248

48 Hapimag Geschäftsbericht 2011


Anhang zur JAHRESRECHNUNG 2011 der HAPIMAG AG

1. grundsätze der RECHNUNGSLEGUNG

RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARD

Die Jahresrechnung der Hapimag AG wird nach den Vorschriften des schweizerischen Gesetzes erstellt. Die Erfolgsrechnung ist nach dem

Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

AUFLöSUNG von stillen RESERVEN

Im Vorjahr 2010 wurde eine Rückstellung für Währungsrisiken über CHF 4.0 Mio. aufgelöst.

RISIKOBEURTEILUNG

Der Verwaltungsrat hat periodisch ausreichende Risikobeurteilungen vorgenommen und allfällige sich daraus ergebende Massnahmen eingeleitet,

um zu gewährleisten, dass das Risiko einer wesentlichen Falschaussage in der Rechnungslegung als klein einzustufen ist.

2. ERLÄUTERUNGEN

1 // VERPFÄNDETE AKTIVEN

Zur Sicherung eigener Verpflichtungen sind Aktiven mit einem Buchwert von CHF 104.0 Mio. (Vorjahr CHF 108.3 Mio.) belastet. Die beanspruchten

Bankkredite im Zusammenhang mit den verpfändeten Aktiven belaufen sich auf CHF 2.0 Mio. (Vorjahr CHF 5.6 Mio.).

2 // VERSICHERUNG DER SACHANLAGEN

Ende Geschäftsjahr beträgt der Brandversicherungswert der Sachanlagen CHF 303.9 Mio. (Vorjahr CHF 353.7 Mio.).

3 // BETEILIGUNGEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Beteiligungen sind auf den Seiten 42 bis 43 aufgeführt.

4 // EIGENE AKTIEN

VORRATSAKTIEN

Entwicklung Position Vorratsaktien (CHF 100/CHF 200 pro Aktie):

in CHF 1000 Anzahl 2011 Anzahl 2010 2011 2010

Stand Jahresbeginn 2 186 3 259 293 454

Verkauf von Vorratsaktien –2 173 –1 073 –291 –161

Stand Jahresende 13 2 186 2 293

DEPOTAKTIEN

Entwicklung Position Depotaktien:

Stand Jahresbeginn 12 846 12 084 41 202 41 339

Rückkauf von Depotaktien 6 235 5 540 17 533 15 749

Verkauf von Depotaktien –2 064 –4 778 –7 019 –15 886

Stand Jahresende 17 017 12 846 51 716 41 202

totaL EIGENE AKTIEN

Stand Jahresbeginn 15 032 15 343 41 495 41 793

Stand Jahresende 17 030 15 032 51 718 41 495

Die Vorratsaktien sind zum Nominalwert bilanziert, die Depotaktien zum Rückkaufswert (durchschnittlich CHF 3039 pro Aktie, Vorjahr CHF 3207

pro Aktie).

Hapimag Geschäftsbericht 2011 49


Anhang zur JAHRESRECHNUNG 2011 der HAPIMAG AG

5 // GESETZLICHE RESERVEN

in CHF 1000 2011 2010

Allgemeine gesetzliche Reserven per 1.1. 51 458 51 458

Umbuchung Investitionsrücklagen in gesetzliche Reserven 447 042 0

Umgliederung in gesetzliche Reserven aus Kapitaleinlagen –191 831 0

Allgemeine gesetzliche Reserven per 31.12. 306 669 51 458

Gesetzliche Reserven aus Kapitaleinlagen per 1.1. 0 0

Umgliederung aus allgemeinen gesetzlichen Reserven 191 831 0

Zuweisung aus Verkauf von Aktien 6 904 0

Zuweisung aus Rückkauf von Aktien mit Darlehen von Aktionären 6 274 0

Gesetzliche Reserven aus Kapitaleinlagen per 31.12. 205 009 0

Eine formelle Bestätigung der Eidgenössischen Steuerverwaltung zur Höhe der anerkannten Reserven aus Kapitaleinlagen im Sinne des Art. 20

DBG liegt derzeit noch nicht vor. Aufgrund der mit der Bemessung der Reserven aus Kapitaleinlagen verbundenen Annahmen könnte der effektive

Betrag vom ausgewiesenen Betrag abweichen.

Soweit der Verkaufserlös einer Hapimag Aktie für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er nach Abzug des

Nennwertes der Aktie in die Kapitalreserven verbucht (siehe Erläuterung 10). Bis zum 28.2.2000 wurde ein Teil des Investitionsbedarfs

(CHF 1100) als Fremdkapital unter der Position «Darlehen von Aktionären» verbucht. Das Darlehen war in den Allgemeinen Bestimmungen der

Mitgliedschaft umschrieben, unkündbar und unverzinsbar. Im Falle eines Rückkaufes von Aktien mit Darlehen werden die ursprünglich passivierten

Darlehen ins Eigenkapital (Kapitalreserven) umgebucht. Aus diesem Grunde nimmt der Saldo der Darlehen von Aktionären kontinuierlich ab.

6 // RESERVEN für eigene AKTIEN

Der Bestand an eigenen Aktien per 31.12.2011 umfasst 17 030 Namenaktien zu einem Nominalwert von CHF 100/CHF 200.

Für die eigenen Aktien wird innerhalb der Kapitalrücklagen gemäss den gesetzlichen Vorschriften eine Reserve für eigene Aktien ausgeschieden.

2011 2010

Stand Jahresbeginn (Anzahl) 15 032 15 343

Zugänge 6 235 5 540

Abgänge –4 237 -5 851

Stand Jahresende (Anzahl) 17 030 15 032

Durchschnittlicher Verkaufspreis pro Aktie in CHF 6 090 6 372

Durchschnittlicher Rückkaufspreis pro Aktie in CHF 2 812 2 843

7 // VERBINDLICHKEITEN gegenüber verbundenen UNTERNEHMEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die Verrechnungskonten der Hapimag AG, Baar, gegenüber anderen

Hapimag Gruppengesellschaften.

8 // SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

in CHF 1000 2011 2010

Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern (Aktienrückkäufe usw.) 2 312 2 283

Vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages von Wohnrechtsprodukten (bis 1 Jahr) 8 971 7 845

Sonstige 585 767

Total kurzfristig 11 868 10 895

Vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages von Wohnrechtsprodukten (ab 1 Jahr) 15 655 14 060

Sonstige 144 372

Total langfristig 15 799 14 432

50 Hapimag Geschäftsbericht 2011


9 // UMSATZERLÖS

Der Umsatzerlös setzt sich zusammen aus den Jahresbeiträgen, den Umsätzen aus lokalen Kostenbeiträgen in Resorts, Zumietungen und Hausbooten,

den Waren- und Serviceerträgen von Gastrobetrieben und Shops sowie den Prämieneinnahmen für die Wohnpunkte-Versicherungen abzüglich

der Umsatzminderungen (Bildung Delkredere, Debitorenverluste, Ausschüttung HapimagCard-Wohnpunkte). Der Umsatzerlös beinhaltet

auch die Erlöse der Resorts in Finnland und den ausländischen Filialen der Hapimag AG, Baar, in Österreich und Portugal. In 2011 wurde die Filiale

Spanien geschlossen und die Resorts Mas Nou und Puerto de la Cruz an die spanische Ländergesellschaft verkauft.

10 // PRODUKTUMSATZ aus VERKAUF AKTIEN

in CHF 1000 2011 2010

Verkaufserlös Produkt Aktie 26 006 38 121

Abzgl. vorausbezahlte Jahresbeiträge –203 –837

Entnahme aus eigenen Aktien –7 311 –16 047

Zuweisung an Kapitalreserven –6 904 –3 768

Veränderung Agio (freie Reserven) durch Verkauf Vorratsaktien –810 –321

Total 10 778 17 148

Mit dem Kauf einer Hapimag Aktie erwirbt der Käufer ein unbefristetes Wohnrecht in den Hapimag Resorts und Residenzen im Umfang von 60

Wohnpunkten pro Jahr. In diesem Umfang ist Hapimag verpflichtet, Wohnraum bereitzustellen. Dies wird in der Bilanz wie folgt dargestellt: soweit

der Verkaufserlös von Vorratsaktien für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er (nach Abzug der Nominalwerte

von Aktien) in die Kapitalrücklagen verbucht. Der darüber hinausgehende Verkaufserlös wird als Produktumsatz aus Verkauf Aktien in die Erfolgsrechnung

gebucht.

Zurückgekaufte Aktien (Depotaktien) werden zum bezahlten Rückkaufspreis als eigene Aktien bilanziert. Beim Wiederverkauf wird der Anteil, um

den der Wiederverkaufspreis den bilanzierten Wert der Aktie übersteigt, als Produktumsatz aus Verkauf Aktien in die Erfolgsrechnung gebucht.

11 // PRODUKTUMSATZ aus VERKAUF endliche WOHNRECHTSPRODUKTE

Soweit der Verkaufserlös für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er als Verbindlichkeit aus Verkauf von Wohnrechten

(kurz- und langfristiges Fremdkapital) verbucht. Die in den Verkaufspreisen enthaltenen vorausbezahlten operativen Kostenanteile des

Jahresbeitrages für die gesamte Vertragsdauer werden unter den «sonstigen Verbindlichkeiten» (kurz- und langfristiges Fremdkapital) ausgewiesen.

Der darüber hinausgehende Verkaufserlös wird erfolgswirksam verbucht.

12 // ERTRAG aus abgewohnten WOHNRECHTEN

Wenn die Wohnrechte (Punkte) der befristeten Wohnrechtsprodukte in Anspruch genommen werden, reduziert sich die Verbindlichkeit aus Wohnrechten

(Anzahl Punkte mal passivierter Betrag pro Punkt) und es entsteht ein Ertrag in gleicher Höhe.

13 // SONSTIGE betriebliche ERTRÄGE

in CHF 1000 2011 2010

Buchgewinne aus Verkauf von Sachanlagen 20 11

Sonstige 1 309 1 156

Total 1 329 1 167

14 // ABSCHREIBUNGEN auf SACHANLAGEN und immaterielle VERMöGENSWERTE

In 2011 wurde die Filiale Spanien geschlossen, um Prozesse zu optimieren und Kosten einzusparen. Per 1.1.2011 wurden deshalb die Resorts Mas

Nou und Puerto de la Cruz an die spanische Ländergesellschaft verkauft. Per 31.12.2010 wurden die Buchwerte dieser Resorts auf den steuerlichen

Wert abgeschrieben, was die Höhe der Abschreibungen im Vorjahr erklärt.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 51


Anhang zur JAHRESRECHNUNG 2011 der HAPIMAG AG

15 // Sonstiger betrieblicher AUFWAND

Der sonstige betriebliche Aufwand enthält im Wesentlichen den Aufwand von verbundenen Unternehmen (Mietaufwand, Dienstleistungshonorare,

Verwaltungsentschädigung) sowie den Aufwand für Zumietungen, Versicherungsaufwand, Büro- und Verwaltungsaufwand und den Aufwand für

Unterhalt, Reparaturen und Ersatzbeschaffungen.

16 // BEWERTUNGSANPASSUNGEN von beteiligungsähnlichen AUSLEIHUNGEN

UND von BETEILIGUNGEN an verbundenen UNTERNEHMEN

Bewertungsanpassungen ergeben sich einerseits aus Fremdwährungskursschwankungen und andererseits durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften.

Aufgrund einer vorgesehenen Gesetzesänderung – verabschiedet am 23.12.2011 von der Bundesversammlung – ist in der

Schweiz zu erwarten, dass in Zukunft Beteiligungen an verbundenen Unternehmen zwingend einzeln zu bewerten sind. Hapimag hat entschieden,

sich dieser Änderung der Rechnungslegung ab 2011 schrittweise anzunähern.

in CHF 1000 2011 2010

Bewertungsanpassungen von beteiligungsähnlichen Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 15 558 34 352

Bewertungsanpassungen von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen

(inkl. partielle Vorwegnahme der Einzelbewertung in 2011) 50 038 3 441

Total 65 596 37 793

17 // EVENTUALVERPFLICHTUNGEN

Garantien zu Gunsten von Tochtergesellschaften für die Benutzung

von Bankkrediten und Rahmenkrediten bei Kreditinstituten 11 131 11 360

Übrige Garantien zu Gunsten von Tochtergesellschaften 307 860

Total 11 438 12 220

Die Hapimag AG gehört der Hapimag Mehrwertsteuergruppe an und haftet somit für Mehrwertsteuerschulden gegenüber der Eidgenössischen

Steuerverwaltung solidarisch. Zudem hat sich die Hapimag AG mit unbefristeten Patronatserklärungen verpflichtet, gewisse Tochtergesellschaften

finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage sind, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

18 // SONSTIGE finanzielle VERPFLICHTUNGEN

Per 31.12.2011 bestehen CHF 1.75 Mio. (Vorjahr CHF 0.82 Mio.) Verpflichtungen für Investitionsvorhaben.

Es bestehen keine weiteren nach Art. 663b des Schweizerischen Obligationenrechts ausweispflichtigen Sachverhalte.

52 Hapimag Geschäftsbericht 2011


ANTRAG des VERWALTUNGSRATES über die VERWENDUNG des BILANZVERLUSTS per 31.12.2011

in CHF

Jahresverlust 2011 der Hapimag AG –65 399 329

Vortrag aus 2010 0

Bilanzverlust per 31.12.2011 –65 399 329

Der Verwaltungsrat der Hapimag AG beantragt der Ordentlichen Generalversammlung vom 25. April 2012 folgende Verlustverwendung:

Entnahme aus gesetzlichen Reserven –65 399 329

Hapimag Geschäftsbericht 2011 53


BERICHT der revisionsstelle

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung an die Generalversammlung der

Hapimag AG, Baar

Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 46 bis 52 wiedergegebene Jahresrechnung der

Hapimag AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, für das am 31. Dezember 2011

abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Verantwortung des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen

Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung,

Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf

die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von

Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung

sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen

verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung

abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz

und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die

Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung

frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen

für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies

schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge

von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer

das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um

die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil

über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem

die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität

der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende

und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene

Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

54 Hapimag Geschäftsbericht 2011


Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz

(RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit

nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890

bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem

für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG AG

Martin Schaad

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Beat Kuhn

Zugelassener Revisionsexperte

Zürich, 23. März 2012

Hapimag Geschäftsbericht 2011 55


CORPORATE GOVERNANCE

VERANTWORTUNGSBEREICHE

VERWALtungSrat

KONZERNLeitung

Verkauf

IMMOBILien

TOURIStik

ZENTRALE SerVICES

Consultants

Projektierung

Resorts und

Residenzen

Finanzen

Verkaufsinnendienst

Projektdurchführung

Member Services

Personal*

Unterhalt

Reisegeschäft

Rechtsdienst*

Informatik*

Qualitätsmanagement

*erweiterte Konzernleitung

Kommunikation

und Marketing*

HAPIMAG in PROZESSEN

FÜhrungSProzeSSE

K. Scholl, CEO

geSChäftSProzeSSE

TOURISTISCHE LEISTUNGEN

ANFORDERUNGEN

MARKT / KUNDEN

Verkauf

H. Moser/K. Scholl

IMMOBILIEN

ProJektierung

organiSation

Member SerVICEs

P. El Gebaly

neuBau UND RENOVierungen

Aufenthalt an

den AdreSSen

R. Verhagen

UNTERHALT

KUNDENZUFRIEDENHEIT

A. Raeber

Finanzen Personal Informatik

Kommunikation

und Marketing

Rechtsdienst

Qualitäts management

S. Alberti, CFO

UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE

56 Hapimag Geschäftsbericht 2011


ORGANISATION

DER HAPIMAG VERWALTUNGSRAT

Die Aufgaben des Verwaltungsrats sind im Schweizerischen

Obligationenrecht, in den Hapimag Statuten sowie

im Organisationsreglement der Hapimag Unternehmensgruppe

festgelegt. Der Verwaltungsrat besteht aus

fünf unabhängigen Mitgliedern. Sie sind alle Hapimag

Aktionäre. Die folgende Aufstellung gibt Auskunft über

die einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrats.

Marisabel Spitz, Dr. oec. HSG (CH/GB)

Seit 2000 Mitglied und seit 2002 Präsidentin des Verwaltungsrats

der Hapimag AG. Marisabel Spitz war

Verantwortliche für Reorganisations-, Strategie- sowie

Merger- und Akquisitionsprojekte in verschiedenen touristikbezogenen

Branchen und verfügt über eine grosse

strategische und operative Erfahrung in diesem Bereich.

Stefan Schalch, Dr. iur. LL.M. (CH)

Seit 2000 Mitglied des Verwaltungsrats. Stefan Schalch

ist Partner in einer Anwaltskanzlei in Zürich und primär

im Wirtschaftsrecht (inkl. Tourismus- und Energierecht)

tätig. Als Mitglied des Gesetzgebungsausschusses der

Resort Development Organisation (RDO), dem er seit

1998 angehört, ist er ein ausgewiesener Branchenkenner.

Harald Früchtenicht, Dr. -Ing. (DE)

Seit 2000 Mitglied des Verwaltungsrats. Als Geschäftsführer

und Inhaber von GeoIngenieure Früchtenicht +

Lehmann GmbH, Babenhausen, ist Harald Früchtenicht

seit über 20 Jahren in führenden Management-Positionen

in der Baubranche tätig.

Hans-Georg Vater, Dr. rer. pol. (DE, bis April 2011)

Seit 2006 Mitglied des Verwaltungsrats. Er war in leitenden

Funktionen diverser deutscher Grossunternehmen

tätig. Hans-Georg Vater trat im April 2011 aus dem Verwaltungsrat

aus.

Der Verwaltungsrat wird von der Generalversammlung

gewählt und wurde 2008 im Amt bestätigt. Er besteht

aus mindestens fünf bis maximal neun Mitgliedern. Die

Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrats beträgt

vier Jahre. Die Verwaltungsräte können vorbehaltlich einer

reglementarischen Altersbeschränkung wiedergewählt

werden. Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst. Er

bezeichnet seinen Präsidenten und den Sekretär, der

nicht Mitglied des Verwaltungsrats sein muss.

Der Verwaltungsrat hat die Oberleitung der Gesellschaft

und kann in allen Angelegenheiten Beschluss fassen, die

nach Gesetz oder Statuten nicht der Generalversammlung

zugeteilt sind. Die Mitglieder des Verwaltungsrats

sind sowohl der Gesellschaft als auch den Aktionären

und Gesellschaftsgläubigern gegenüber für den Schaden

verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige

Verletzung ihrer Pflichten verursachen. Der Verwaltungsrat

ernennt und beaufsichtigt die Mitglieder der

Konzernleitung und legt die strategischen, organisatorischen

und finanzplanerischen Richtlinien fest. Zur Unterstützung

des Verwaltungsrats bestehen drei ständige

Ausschüsse. Entscheide werden vom Gesamtverwaltungsrat

getroffen. Bei der Beratung und Beschlussfassung

über Gegenstände, die bei einem Verwaltungsratsmitglied

zu einem Interessenkonflikt führen könnten, tritt

das betreffende Mitglied in den Ausstand. Kein Mitglied

des Verwaltungsrats zieht einen Nutzen aus Verträgen

zwischen der Hapimag Unternehmensgruppe und einer

Drittpartei. Es bestehen keine gegenseitigen Einsitznahmen

im Verwaltungsrat der Hapimag Unternehmensgruppe

und einer anderen Gesellschaft.

Im Jahr 2011 hielt der Verwaltungsrat fünf ordentliche

Verwaltungsratssitzungen ab, dazu kamen die Generalversammlung,

sieben Ausschusssitzungen und zwei Strategietage.

Giatgen Peder Fontana, Dr. iur. (CH, seit April 2011)

Seit April 2011 Mitglied des Verwaltungsrats. Giatgen

Peder Fontana ist ein ausgewiesener Marketingexperte

mit zahlreichen Weiterbildungen, unter anderem zum

aktiv-professionellen Verwaltungsrat. Nebst weiteren Mandaten

ist er Verwaltungsratspräsident der Mobility Genossenschaft.

Hans Peter König, lic. oec. (CH)

Seit 2002 Mitglied des Verwaltungsrats. Hans Peter König

ist seit 2002 selbstständiger Unternehmensberater

mit Schwerpunkt «Marketing und Gastronomie» und

war davor während mehrerer Jahre im In- und Ausland

erfolgreich im Tourismus tätig.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 57


CORPORATE GOVERNANCE

Verwaltungsrats-AuSSChÜSSe

Die Ausschüsse bestimmen ihren Vorsitzenden selber.

Die Aufgaben und Zuständigkeiten der Ausschüsse sind

im Organisationsreglement von Hapimag festgelegt. Zuhanden

aller Mitglieder des Verwaltungsrats werden Entscheidungsvorlagen

und Sitzungsprotokolle erstellt.

Sitzungen

2011

Hans-Georg Vater

ab 20.04.2011

Hans Peter König Marisabel Spitz 3

Ausschuss Vorsitzender Mitglieder

Finanz-, Revisionsund

Risikoausschuss

Nominations- und

Entlöhnungsausschuss Stefan Schalch Marisabel Spitz 3

Immobilienausschuss* Harald Früchtenicht Hans Peter König 1

*Der Immobilienausschuss wurde anlässlich des Verwaltungsratsentscheids vom 20.04.2011

aufgelöst und wird ab 2012 durch den Marktausschuss ersetzt, der von Dr. G. Fontana präsidiert

sein wird.

KOMPetenzenregeLung

Die Kompetenzen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung

richten sich nach dem Gesetz, den Statuten

und dem Organisationsreglement. Für sämtliche Geschäfte,

die vom Verwaltungsrat zu genehmigen sind, ist

ein entsprechender Antrag seitens der Konzernleitung an

den Verwaltungsrat zu stellen. Der Verwaltungsrat wird

von der Konzernleitung monatlich über die Erfolgsrechnung

und weitere strategisch wichtige Kennzahlen und

Schlüsselinformationen orientiert. Der Verwaltungsrat

nimmt keine operativen Aufgaben wahr. Diese liegen ausschliesslich

im Zuständigkeitsbereich der Konzernleitung.

DIE HAPIMAG KONZERNLEITUNG

Die Aufgaben und Befugnisse der Konzernleitung sind

im Organisationsreglement festgelegt. Die Spartenleiter

berichten an den CEO, die Bereichsleiter an ein Konzernleitungsmitglied.

Der CEO ist für die Gesamtführung

und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit

verantwortlich. Managementverträge mit Dritten hat die

Hapimag Unternehmensgruppe keine abgeschlossen. Die

folgende Aufstellung gibt Auskunft über die einzelnen

Mitglieder der Konzernleitung.

Kurt Scholl, lic. rer. pol. (DE)

Kurt Scholl ist seit dem 1. Februar 2003 Vorsitzender der

Konzernleitung (CEO). Zuletzt war er stellvertretender

Direktor Financial Advisory and Restructuring Services

bei der KPMG Fides. Er wuchs in einer Schwarzwälder

Hotelierfamilie auf und studierte in der Schweiz an der

Universität Freiburg Volks- und Betriebswirtschaft.

Petra El Gebaly, dipl. Betriebsökonomin (DE/CH)

Petra El Gebaly führt seit März 2003 den Bereich Member

Services von Hapimag und wurde per April 2007 in

die Konzernleitung berufen. Nach ihrer Ausbildung im

Hotel «Frankfurt Intercontinental» besuchte sie die

Hotelfachschule in Deutschland und absolvierte an der

Hochschule in Luzern ein Diplomstudium in Betriebsökonomie.

Sie verfügt über langjährige Erfahrung im

Hotelbereich und in der Tourismusbranche. Zuletzt war

sie als Direktorin im «Carlton Hotel Tivoli» in Luzern

tätig.

Heinz Moser, eidg. dipl. Verkaufsleiter/

dipl. Tourismusfachmann HF (CH, bis Ende Juli 2011)

Heinz Moser war seit 2002 als Verkaufsleiter bei Hapimag

tätig, seit Januar 2005 für den Gesamtbereich Verkauf

verantwortlich und seit 2007 Mitglied der Konzernleitung.

Er verliess das Unternehmen per Ende Juli 2011. In

der Folge übernahm CEO Kurt Scholl diese Funktion ad

interim.

René Verhagen (NL)

René Verhagen ist seit Dezember 2006 bei Hapimag und

für den Bereich Resorts & Lifestyle Management verantwortlich.

Er absolvierte in den Niederlanden ein Hotelfachstudium

und verfügt dank seiner Tätigkeiten bei

Mercure, Sofitel und Dorint in Spanien, in der Türkei

und in Deutschland über weit reichende Kenntnisse in

der Hotelbranche. René Verhagen ist seit April 2007

Mitglied der Konzernleitung.

Saverio Alberti, Dr. oec. (CH)

Saverio Alberti ist seit dem 1. September 2007 als CFO

für die Hapimag Unternehmensgruppe tätig. Nach seinem

Studium in Finanz- und Rechnungswesen promovierte

er an der Hochschule St. Gallen (HSG). Vor seiner

Tätigkeit bei Hapimag war er CFO von CWS (Franz

Haniel & Cie.) in Italien und in der Schweiz sowie

Senior Division Controller bei Honeywell Analytics.

André Raeber, Architekt (CH, ZA)

André Raeber ist seit dem 1. August 2008 als CREO

(Chief Real Estate Officer) für Hapimag tätig. Der

schweizerisch-südafrikanische Doppelbürger hat in Südafrika

Architektur studiert und leitete dort während zehn

Jahren ein Bauunternehmen. 2001 wechselte er zu Mövenpick,

wo er als Vice President Facility Management

für sämtliche Bauprojekte in Europa, Middle East und

Afrika zuständig war.

riSikomanagement

Zusammen mit der Zürich Versicherung hat Hapimag

ein eigenes Risikobewertungssystem entwickelt. Damit

werden die Resorts in den Naturrisikobereichen Feuer,

Wasser, Sturm, Erdbeben sowie das Verhalten der Mitarbeitenden

in möglichen Notfallsituationen mit Einbezug

der lokalen Feuerwehr überprüft und bewertet.

Die Auswertung ist die Basis für vorsorgliche Mass-

58 Hapimag Geschäftsbericht 2011


nahmen und deren Umsetzung. Eine «Risk-Datenbank»

stellt sicher, dass die Steuerung und die Kontrolle gewährleistet

sind.

Löhne, BETEILigungen UND DARLehen

Die Entlöhnungsgrundsätze von Hapimag sind darauf

ausgerichtet, qualifizierte Führungskräfte, die für einen

nachhaltigen Erfolg wesentlich sind, zu gewinnen, ihre

Entwicklung zu unterstützen und sie längerfristig an das

Unternehmen zu binden. Die Entlöhnung bei Hapimag

besteht aus einem branchenüblichen Grundgehalt sowie

jährlichen – teils auf Unternehmenserfolg, teils auf individueller

Leistung beruhenden – Boni in bar (keine Aktien).

Das Bonussystem basiert auf einer mehrjährigen

Businessplan-Periode und beinhaltet eine Malus-Komponente,

die zum Zuge kommt, wenn die Mindestvorgaben

in den Bereichen Kundenorientierung, Leistungserbringung,

Innovationsfähigkeit und finanzielle Ziele nicht

erreicht werden («Balanced-Scorecard»). Die Auszahlung

des Bonus erstreckt sich über zwei Jahre. Hapimag

gewährt keine Sicherheiten, Darlehen, Vorschüsse oder

Kredite an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der

Konzernleitung oder diesen nahestehende Personen. Die

Mitglieder des Verwaltungsrats werden für ihren Aufwand,

ihre Reisekosten ins Ausland und andere Aufwendungen

im Zusammenhang mit ihrem Mandat und ihren

Ausschusstätigkeiten entschädigt. An ehemalige Mitglieder

des Verwaltungsrats bzw. der Konzernleitung wurden

keine Abgangsentschädigungen entrichtet.

mitWirkungSreChte DER AKTIONÄRE

Jede Aktie besitzt, soweit gesetzlich zulässig, eine Stimme,

ungeachtet ihres Nominalwertes. Jeder Aktionär hat

an der Generalversammlung ein Traktandierungsrecht

und ein Auskunftsrecht, soweit es Verhandlungsgegenstände

betrifft, die in den Zuständigkeitsbereich der Generalversammlung

gehören. Die Generalversammlung

fasst ihre Beschlüsse und vollzieht die Wahlen mit der

absoluten Mehrheit der an der Generalversammlung vertretenen

Aktienstimmen, soweit das Gesetz oder die Statuten

keine abweichenden Bestimmungen enthalten. Aktionäre

können ihr Stimmrecht auch dann wahrnehmen,

wenn sie nicht persönlich an der Generalversammlung

teilnehmen. Hapimag hat einen Notar als unabhängigen

Stimmrechtsvertreter gemäss Art. 689c des Schweizerischen

Obligationenrechts benannt. Stimmrechtsvollmachten

mit Weisungen zur Stimmrechtsausübung können

diesem Stimmrechtsvertreter erteilt werden. Ferner

kann sich ein Aktionär auch vertreten lassen durch einen

anderen Aktionär, durch seinen Ehegatten oder Verwandte

in auf- und absteigender Linie. Der Wille der nicht anwesenden

Aktionäre kann dadurch uneingeschränkt zur

Geltung kommen.

REVISionSSteLLE

Die Funktion der externen Revisionsstelle nimmt seit

Mai 2001 die KPMG AG, Zürich, wahr. Im Jahr 2011

wurde der für Hapimag zuständige leitende Prüfer neu

bestimmt. Gemäss Statuten wird die Revisionsstelle durch

die Generalversammlung jeweils für die Dauer eines Geschäftsjahres

gewählt. Die KPMG AG wird vom Verwaltungsrat

der Generalversammlung für das Berichtsjahr

2012 zur Wiederwahl vorgeschlagen.

aktionärSkommunikation

Hapimag informiert im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht

ausführlich über den Geschäftsgang. Daneben

publizierte Hapimag im Jahr 2011 zwei Ausgaben des

Magazins «Simply Life». Medien und Aktionäre werden

bei Bedarf zusätzlich situativ informiert. Über die Website

www.hapimag.com können der aktuellste Jahresbericht

und die Grundsätze der Corporate Governance abgerufen

werden.

BEIRAT

Der 2005 geschaffene Beirat steht den leitenden Organen

der Hapimag Unternehmensgruppe als Sparringpartner

zur Seite. Er unterstützt die Unternehmensleitung mit

seinen Fachkenntnissen, Erfahrungen und Kontakten bei

der Weiterentwicklung von Hapimag im internationalen

Umfeld. Die sieben Mitglieder stammen aus den wichtigsten

Hapimag Märkten. Der Beirat wird durch den

Verwaltungsrat alle drei Jahre Jahre neu gewählt.

Hapimag Geschäftsbericht 2011 59


Impressum

Herausgeberin

Hapimag Unternehmensgruppe

Neuhofstrasse 8

CH-6349 Baar

Telefon +41 (0)41 767 80 00

Telefax +41 (0)41 767 89 05

E-Mail info@hapimag.com

Internet www.hapimag.com


Wichtigste Kennzahlen der Hapimag

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

2011 2010 2009 2008 2007

Mitglieder 141 437 141 710 138 841 139 270 139 740

Einheiten im Umlauf (Aktien/Wohnplan/Ferienpass/

Hapimag Residenz und sonstige Produkte) 307 369 309 079 309 658 308 607 312 125

– davon Anzahl Aktien im Umlauf 256 220 258 218 257 907 256 595 260 706

Stammblatteintragungen Ist 31.12. 307 369 309 079 309 658 308 607 312 125

Total mögliche Stammblatteintragungen 31.12. 352 870 373 482 373 797 368 756 364 057

Wohneinheiten 5 458 5 652 5 648 5 483 5 442

Personalbestand auf Vollzeitbasis 1 403 1 397 1 370 1 329 1 288

Nettobankguthaben/-verschuldung (–), in Mio. EUR 28.2 8.5 –1.8 –7.9 0.5

Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (I) pro Aktie

im Umlauf, in EUR 2 045 2 048 2 012 1 994 2 005

PUNKTEINFORMATIONEN

Anzahl Punkte 2011 2010 2009 2008 2007

Generierte Aktienpunkte (60 Pkt. pro Aktie) 15 345 780 15 559 154 15 312 925 15 459 710 15 485 985

Punktebestand pro Aktie (ab 2010 inkl. Vorgriff Folgejahr) 240.65 235.24 173.80 175.55 171.40

Abgewohnte Aktienpunkte 11 992 906 13 788 456 13 939 650 13 601 355 13 456 090

Abgewohnte Ferienpass-/Wohnplan Punkte 1 061 359 1 276 594 2 019 570 2 386 620 2 793 750

Abgewohnte Residenz (in Punkten) 624 693 594 391 488 915 349 630 240 060

Abgewohnte sonstige Punkte 2 140 076 1 251 530 1 079 535 909 095 795 055

Abgewohnte Punkte gesamt 15 819 034 16 610 971 17 527 670 17 246 700 17 284 955

Punkteangebot eigene Resorts 21 396 803 21 657 099 22 097 755 21 729 885 21 307 525

Punkteangebot Zumietungen 126 409 111 631 113 745 185 515 248 820

Punkteangebot Sonstige 22 147 15 800 43 515 48 840 30 170

Punkteangebot gesamt 21 545 359 21 784 530 22 255 015 21 964 240 21 586 515

Überdeckung eigene Resortkapazitäten

vs. generierte Aktienpunkte 6 051 023 6 097 945 6 784 830 6 270 175 5 821 540

Verfallpunkte Aktien 2 040 754 1 690 263 1 514 685 1 431 270 1 376 610


Hapimag AG | Neuhofstrasse 8 | 6349 Baar | Schweiz

Telefon +41 (41) 7 67 80 00 | info@hapimag.com | www.hapimag.com

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