Seniorenratgeber Zittau 2012-2014

MediaLight

Ratgeberbroschüre für Senioren und deren Angehörige.

Seniorenratgeber

Zittau & Umgebung

20122014

Informations- und Ratgeberbroschüre

für Senioren und

deren Angehörige für die

Region Zittau und Umgebung


„Altenpflegeheim am Kurpark“

Zittauer Straße 47 · 02796 Kurort Jonsdorf

Telefon (03 58 44) 76 33-0

E-Mail: altenpflege-jonsdorf@awo-oberlausitz.de

www.awo-oberlausitz.de

„Altenpflegeheim am grünen Ring“

Heinrich-Heine-Platz 7 · 02763 Zittau

Telefon (0 35 83) 5167-0

E-Mail: altenpflege-zittau@awo-oberlausitz.de

„Altenpflegeheim an der Mandau“

Kirchstraße 3 · 02779 Großschönau

Telefon (03 58 41) 6736-0

E-Mail: altenpflege-grossschoenau@awo-oberlausitz.de


Informationsbroschüre

1. Vorwort des Herausgebers

Liebe Leserinnen und Leser,

der Begriff Senior, von lat. senior = älter, hatte ursprünglich eine fachspezifische

Bedeutung, meinte den „Älteren“ in einem Familienverband (als Gegensatz zum

Junior).

In den 1970er Jahren erlebt der Begriff eine semantische Verschiebung und wird

zur generellen Bezeichnung der Angehörigen des „hohen“ Lebensalters. Er entspricht

damit dem vorherrschenden, durch Konsumorientierung und Marketing

geprägten Verständnis älterer Menschen in der modernen Freizeitgesellschaft.

Die Menschen in Deutschland leben heute durchschnittlich über 30 Jahre länger als

noch vor 100 Jahren. Und die meisten Seniorinnen und Senioren haben die Chance,

die gewonnenen Jahre bei guter Gesundheit aktiv zu gestalten. Sie möchten sich

mit dem ganzen Schatz ihrer kulturellen und beruflichen Lebenserfahrung einbringen,

mit ihrer Bildung und ihrem Wissen aktiv bleiben.

Der demografische Wandel erfordert eine neue Bewertung des Alters, eine Anerkennung

und Förderung des aktiven Alters sowie die Vermittlung realistischer und

differenzierter Bilder vom Alter und vom Altern in der Gesellschaft. Erste Schritte in

dieser Richtung sind getan, aber vieles ist hier noch zu bewältigen.

Ein zentrales Anliegen ist, ältere Menschen dabei zu unterstützen, selbstständig

leben zu können, aktiv zu bleiben und neue Erfahrungen sammeln zu können.

Der hier vorliegende neue „Seniorenratgeber – Region Zittau 20122014“ soll Sie

vor allem dazu und zu anderen Fragen der Lebensbewältigung (z.B. Pflege/Pflegestufen,

Wohnen im Alter, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Sicherheitstipps

im Alltag, Computer und Internet u.v.m.) auf dem Laufenden halten und Anregungen

und Tipps vermitteln.

Die meisten Bürgerinnen und Bürger im fortgeschrittenen Alter wollen sich keineswegs

aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Sie

möchten aktiv bleiben, sich weiterhin bilden und ihren Erfahrungs- und Wissensschatz

mit anderen Generationen teilen. Hier bedarf es der Eigeninitiative und der

Hilfe der Dienste aus dem staatlichen, kommunalen oder privaten Sektor. Diese

Ratgeberbroschüre ist unser Beitrag dafür.

Wir danken den Werbepartnern für ihren aktiven Beitrag bei der Mitfinanzierung

dieser Broschüre.

Ihr Hans-Henner Niese

und das Team der Werbeagentur Media-Light Löbau

Foto: © Wikimedia, Jürgen Lindert

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Seniorenratgeber Zittau

2. Inhaltsverzeichnis

1 1. Vorwort des Herausgebers

2 2. Inhaltsverzeichnis

2 3. Impressum

3 4. Wichtige Rufnummern

4 5. Vertreter von Senioreninteressen

5.1 Der Kreisseniorenrat des Landkreises Görlitz

5 5.2 Seniorenvereine, -klubs u. a. Stätten der Zusammenkunft

6 6. Sozialleistungen und Hilfen

6.1 Das Pflegenetzwerk im Landkreis Görlitz

8 6.2 Pflegestufen u. Leistungen der Pflegeversicherung,

Fördermittel

10 6.3 Weitere Tipps u. Hinweise zu Pflege, Betreuung und

Versorgung

12 7. Aktive Senioren

7.1 Senioren und Computer

15 8. Information und Beratung

8.1 Informations- u. Beratungsstellen des Landratsamtes und

der Stadtverwaltung

17 8.2 Beratung u. Information zu Pflege- u. Betreuungsleistungen

durch Wohlfahrtsverbände

18 8.3 Wann hilft Ergotherapie

20 9. Wohnen im Alter

9.1 Sicher und unbeschwert wohnen im Alter

22 10. Sicherheit und Ordnung

10.1 Wachsamkeit und Vorsicht

24 10.2 Lästige Werbeanrufe – was kann ich tun?

28 11. Was Sie noch wissen sollten

11.1 Dokumentenmappe und Notfallkoffer

11.2 Was ist im Todesfall eines Angehörigen oder Bekannten zu

erledigen

29 11.3 Das Testament

11.4 Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

30 11.5 Sorgenfrei durch die Entscheidung für die Vorsorge

31 11.6 Informationen zur Witwenrente

33 11.7 Beratungshilfe in Rechtsfragen

34 11.8 Befreiung von der GEZ-Gebühr

3. Impressum

Herausgeber: Werbeagentur Media-Light Löbau, Ernst-Thälmann-Str. 63,

02708 Großschweidnitz, Tel.: 03585 40 19 67, Fax: 46 88 87,

E-Mail: media-light-loebau@gmx.de, Web: www.media-light-loebau.de

Texte: Herr Krenz – S. 12 – 14, 20 – 26

Karikatur: Herr Michael Westphal, S. 22

Fotos: Titel (links) MEV Verlag, Fotolia – Dean Mitchell, Fotolia – Noam, Blick über Zittau – © Jens Böhme; Innenteil – siehe Bildunterschriften

Satz und Gestaltung: Werbeagentur Media-Light Löbau, Frau Sharon Hille

Anzeigenakquise: Werbeagentur Media-Light Löbau, Frau Simone Baier, Herr Hans-Peter Schulz, Frau Roswitha Beil

Wir danken Frau Fischer vom Kreisseniorenrat für die Unerstützung bei der Vorbereitung und Auswahl des Inhalts und wir bedanken uns bei den

Werbepartnern für ihren aktiven Beitrag bei der Mitfinanzierung dieser Broschüre.

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Informationsbroschüre

4. Wichtige Rufnummern: Sorgentelefon 0800 0867253

Polizei 110

Feuerwehr und Rettungsdienst 112

Polizeirevier Zittau 03583/ 62-0

Haberkornplatz 2

Giftinformationsdienst 0361/ 730730

Rettungsleitstelle 03585/ 404000

Verbraucherschutzzentrale Beratungstelefon 0900-797777

(1,24 € je Minute aus dem deutschen Festnetz)

Sperrung von Kredit- oder EC-Karten

EC Card 116 116

American Express 069 / 97 97 40 00

Eurocard 069 / 79 33 19 10

Mastercard 0800 / 8 19 10 40

Visa Deutschland 0800 / 8 11 84 40

Hausbesuchsanforderung/Krankentransport 03585/ 862404

Mein Hausarzt


Bundespolizeidirektion Pirna

James-von-Moltke Straße 8, 02708 Löbau 03585 832322

Bundespolizeiinspektionen

Kostenlose Rufnummer 0800 6888000

Camillo-Gocht-Str. 9, 02730 Ebersbach/ Sa. 03586 7602-0

(dazu gehört Bundespolizeirevier Zittau)

Stadtwerke Zittau GmbH

Friedensstr. 17, 02763 Zittau Tel: 03583 670-0

Störfall Telefon 03583 681-000

Meine Apotheke

Meine Krankenkasse



Neu ab 2012 ist die Nummer des ärztl. Bereitschaftsdienstes:

Es gibt viele Gründe, aus denen man eine Arztpraxis aufsuchen muss,

und Fälle, in denen medizinische Behandlung keinen Aufschub zulässt.

Was aber ist nachts, an Wochenenden und an Feiertagen, wenn die Arztpraxen

geschlossen sind ? Dann hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst

unter der Rufnummer 116 117. Es wird keine Vorwahl benötigt !

Dienste für Menschen im Alter

Senioren- und Pflegeheim

Niederoderwitz

Am Seniorenheim 2

02791 Oderwitz

Tel.: 035842 23 30

www.pflegeheim-oderwitz.de

Physiotherapiepraxis

Ergotherapiepraxis

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie

Sozialstadion/Essen auf Rädern

Stationäre Pflege

Urlaubs- und Verhinderungspflege

Fachabteilung für Intesivpflege

Pflegezentrum für Menschen im Wachkoma

Fachabteilung für beatmungspflichtige Menschen

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Seniorenratgeber Zittau

5. Vertreter von Senioreninteressen

gestaltung

› Zusammenarbeit grenzüberschreitend mit den polnischen und tschechischen

Seniorenvertretungen

Vorsitzende und Stellvertreter der Kreisseniorenvertretungen:

Seniorenvertretung Löbau/Zittau

Vorsitzende:

Frau Heidemarie Fischer

Stellvertreter:

Herr Reiche

Seniorenvertretung Görlitz

Vorsitzender:

Stellvertreter:

Herr Jochen Tempel

Herr Karl-Heinz Neumann

Vorstand: v.l.n.r. Herr Mosmann, Herr Neumann, Herr Tempel, Frau Fischer,

und rechts Herr Kolbe

5.1 Der Kreisseniorenrat des Landkreises Görlitz

Am 28. Januar 2009 wurde auf dem Kreistag das Gründungsstatut und

die Mitglieder für den Kreisseniorenrat bestätigt.

Infolge der Größe des Landkreises Görlitz und um die gewachsenen

Strukturen der Seniorenarbeit in den Regionen zu erhalten, bildete der

Kreisseniorenrat drei regionale Seniorenvertretungen.

Am 30. März 2009 erhielten 30 Vertreter aus den Händen von Landrat

Bernd Lange ihre Berufungsurkunden.In dieser Sitzung wurde der Vorstand

berufen und die wichtigsten Aufgaben festgelegt.

Der Vorstand besteht aus den Vorsitzenden der Regionalvertretungen

und deren Stellvertreter. Diese wählten aus ihrer Mitte Daniel Mosmann

zum Vorsitzenden des Kreisseniorenrates.

Seniorenvertretung Niederschlesische Oberlausitz

Vorsitzender:

Herr Hans-Jürgen Kolbe

Stellvertreter:

Herr Daniel Mosmann

Mitglieder der Kreisseniorenvertretung für Löbau / Zittau:

Frau Fischer, Herr Reiche, Frau Steffen, Herr Kinzer, Fr. Dr. Gnauck, Herr

Heinicke, Frau Glaubitz, Frau Jandt, Herr Dr. Soukup, Frau Schneider, Herr

Neubert.

Sprechzeiten der Seniorenvertretung Löbau/Zittau:

jeden 1. und 3. Dienstag im Monat 09.00 bis 10.00 Uhr

Ort: Landratsamt-Außenstelle Zittau, 02763 Zittau, Hochwaldstraße 29

Schwerpunkte der Tätigkeit:

› Gesellschaftliche und politische Betätigung älterer Bürger, Ehrenamt,

Hilfe zur Selbsthilfe, Bildung

› Öffentlichkeitsarbeit zu Belangen älterer Bürger

› Wohnen im Alter

› in der Verkehrspolitik, der Weiterbildung und der kulturellen Freizeit-

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Informationsbroschüre

Telefon: 03583/ 7212120

Senioren aus dem Oberland können sich für Anfragen auch an die Stadtverwaltung

Ebersbach-Neugersdorf wenden.

Haben Sie Anregungen, Wünsche, Meinungen oder benötigen Sie Auskünfte,

wenden Sie sich bitte an das Landratsamt, Dezernat IV,

Tel.: 03588/285-101 oder Sozialamt 03583/72-1701.

5.2 Seniorenvereine, -klubs und andere Stätten

der Seniorenzusammenkunft

„Treff Süd“ Sport- und Freizeitzentrum Zittau e.V.

Schrammstraße 63, 02763 Zittau

Kontakt: 03583/684088

Seniorentreff des DRK Zittau

Neustadt 20, 02763 Zittau

Kontakt: 03583/503830

Seniorentreff des DRK Zittau - West

Äußere Weberstraße 84, 02763 Zittau

Kontakt: 03583/57790

Volkssolidarität Görlitz - Zittau e.V.

Görlitzer Straße 9, 02763 Zittau

Kontakt: 03583/511859

Seniorenclub Hirschfelde

Neißgasse 12, 02763 Zittau, OT Hirschfelde

Kontakt: 035843/25885

Seniorengruppe des Landesfrauenkreisvereins Görlitz e.V.

Zittauers Straße 29a, 02763 Zittau, OT Hirschfelde

Kontakt: 035843/25306

Seniorentreff Hartau

Kinderfarm Birkenhof, 02763 Zittau, OT Hartenau

Kontakt: 03583/514717

Volkssolidarität Görlitz-Zittau e.V., Ortsgruppe Oybin

Freiligrathstraße 2, 02797 Kurort Oybin

Kontakt: 035844/70493

Seniorenverband Jonsdorf

Bärgasse 4, 02796 Kurort Jonsdorf

Kontakt: 035844/70569

Seniorenverein Bertsdorf e.V.

Obere Dorfstraße 7, 02763 Bertsdorf-Hörnitz

Kontakt: 03583/510903

Volkssolidarität Ortsgruppe Mittelherwigsdorf

Hörnitzer Straße 23, 02763 Mittelherwigsdorf

Kontakt: 03583/705284

Demokratischer Frauenbund e.V.

Regionalstelle Zittau

Bahnhofstraße 17, 02763 Zittau

Kontakt: 03583/ 704787

Seniorenverband Beamte im Ruhestand

Roseggerstr. 14 c, 02763 Zittau

Kontakt: 03583/ 700359

Seniorenstammtisch „Schmidt’s Plauderstübchen”

Neißgasse 4, 02763 Zittau, OT Hirschfelde

Kontakt: 035843/ 20720

Volkssolidarität Ortsgruppe Dittelsdorf

Goethestraße 2, 02763 Zittau, OT Dittelsdorf

Kontakt: 035843/ 25485

Seniorengruppe Schlegel

Talweg 10, 02763 Zittau, OT Schlegel

Kontakt: 035843/ 20662

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Seniorenratgeber Zittau

6. Sozialleistungen und Hilfen Betagte Patienten sollen zukünftig medizinisch in geriatrischen Zentren

6.1 Das Pflegenetzwerk im Landkreis Görlitz

Seit dem 1. Januar 2009 haben alle Bürger einen individuellen Rechtsanspruch

auf eine Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Seit 2009 gibt es

deshalb einen virtuellen sächsischen Pflegestützpunkt im Internet.

Staatsministerin Christine Clauß und Vertreter der Pflegekassen unterzeichneten

2009 bei der ersten landesweiten Netzwerkkonferenz eine

Kooperationsvereinbarung. Inhalt: Aufbau einer vernetzten Pflegeberatung.

Der Freistaat Sachsen hat sich demnach entschieden, keine Pflegestützpunkte

im Sinne des § 92c SGB XI einzurichten. Dieser Rechtsanspruch

wird mittels einer vernetzten Pflegeberatung realisiert. Das geschieht

über die Vernetzung der vorhandenen Strukturen und deren weiteren

Ausbau.

Der Landkreis Görlitz war eine von drei Modellregionen, in der die vernetzte

Pflegeberatung getestet wurde und seit März 2010 weiterentwickelt

wird.

behandelt werden.

Das beschloss der Freistaat Sachsen in Absprache mit den Krankenkassen

und dem Landesverband Geriatrie 2012. Das Görlitzer Geriatriezentrum

am Städtischen Klinikum Görlitz ist eine von vier Modellregionen

Sachsens. Über 100 Partner ( Krankenhäuser, Hausärzte, Pflegedienste,

Sozialdienste, Altenheime und Krankenkassen) haben sich hier für die

Behandlung betagter Patienten zusammengeschlossen.

Hilfe für Ratsuchende und Pflegebedürftige

Wer sich nicht im Internet über das Pflegenetzwerk informieren kann, für

den stehen in erster Linie die Pflegeberater der Kassen zur Verfügung.

Diese müssen auch die Mitglieder anderer Krankenkassen beraten.

Geschäftsstellen der Krankenkassen:

AOK Plus

Hochwaldstraße 4, 02763 Zittau

Telefon: 0800 2471001

Als Partner des Netzwerkes zählen insbesondere:

› die Kranken- und Pflegekassen

› der Landkreis und die Stadt Görlitz

› weitere Sozialleistungsträger

› die Leistungserbringer (z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Reha-

Einrichtungen) und deren Verbände

› die Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen sowie

› die Anbieter niedrigschwelliger Betreuungsangebote.

Im Vordergrund der trägerübergreifenden Beratung steht dabei der

Grundsatz „ambulanter vor stationärer Versorgung“. Nun gilt es, das Internetportal

„Pflegenetz“ inhaltlich weiter zu komplettieren. Die genaue

Bezeichnung lautet: www.pflegenetz.sachsen.de

Diesbezüglich gibt es einen Rahmenplan Integrierte Sozialplanung

(ISP) – vom Kreistag 2010 beschlossen. Dieser ist handlungsleitend für

das gesamte Dezernat für Gesundheit und Soziales und darüber hinaus.

Die direkte Verbindung zwischen Rahmenplan und Pflegenetz besteht

durch die Handlungsschwerpunkte neue Wohnformen und Inklusion.

BARMER GEK

Innere Oybiner Straße 7, 02763 Zittau

Telefon: 0800 3320600

DAK Servicezentrum

Bautzner Straße 3, 02763 Zittau

Telefon: 03583 797170

IKK classic Krankenkasse Zittau

Lessingstr. 26, 02763 Zittau

Telefon: 03583 709770

Kaufmännische Krankenkasse – KKH

Neustadt 37, 02763 Zittau

Tel: 03583 510548

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Informationsbroschüre

Podologische Praxis

med. diab. Fußbehandlungen

Anett Rudolph

staatl. geprüfte Podologin

Bahnhofstr. 5

02763 Zittau

Tel./Fax (03583) 540 96 56

Ludwigstraße 2 • 02763 Zittau

Unser Service:

Blutdruckmessung

Bestimmung von Blutzuckerwert und Blutfettwerten

Anmessen von Kompressionsstrümpfen

Venen-Funktionstest (Anmeldung erforderlich)

Ernährungsberatung (Bitte anmelden)

Besuchen Sie uns in unseren Apotheken und auf unserer Homepage,

um sich über unsere aktuellen Angebote und Aktionen zu informieren.

Ergotherapie

Weder & Klaus

Telefon (03583) 79 18 12

Funk (0172) 34 59 311

• Lauf- und Gleichgewichtstraining

• Handtherapie

• Parkinson, Schlaganfall, ...

• Konzentrations - Gedächtnistraining

Hausbesuche sind möglich!

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Seniorenratgeber Zittau

6.2 Pflegestufen und Leistungen der Pflegeversicherung, Fördermittel

Pflegestufe 1:

Erheblich Pflegebedürftige

Zeitaufwand pro Tag (Hilfebedarf/Grundpflege)

mindestens 90 Minuten/mindestens 46 Minuten

für die Grundpflege

Pflegesachleistung pro Monat

Pflegestufe 2:

Schwerpflegebedürftige

mindestens 3 Stunden/mindestens 2 Stunden für

die Grundpflege

Pflegestufe 3:

Schwerstpflegebedürftige

mindestens 5 Stunden/mindestens 4 Stunden für

die Grundpflege

450 € 1100 € 1550 €

Pflegegeld pro Monat

235 € 440 € 700 €

Pflegesätze für die stationäre Pflege pro Monat

1023 € 1279 € 1550 €

Zuschuss zur Wohnungsanpassung im Pflegefall

Bis zu 2557 € gewährt die Pflegekasse unabhängig von der Pflegestufe als Zuschuss für Wohnungsanpassungsmaßnahmen, die die häusliche Pflege

erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Bei der Bemessung des Zuschusses wird ein Eigenanteil erhoben, der sich nach dem Einkommen des

Pflegebedürftigen richtet.

Leistungen der Krankenkasse

Auf ärztliche Verordnung übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten, Hygieneartikel etc. (s. Hilfsmittelverzeichnis der

GKV)

Fördermittel Wohnungsanpassung

Titel des Förderprogramms Förderung Leistung

„Altersgerecht umbauen“ (Programm Nr. 155) KfW-Förderbank Darlehen von bis zu 50.000 € je Wohneinheit zu

günstigen Zins- und Tilgungskonditionen

Finanzierungsprogramme der Landeskreditbanken der Bundesländer

Kommunale Finanzierungsprogramme für Umbau- und Anpassungsmaßnahmen

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Informationsbroschüre

Carolus-Apotheke

Apothekerin Franziska Pätz

R.-Luxemburg-Str. 15 ∙ 02763 Zittau ∙ Tel. 03583 70 45 44

www.carolus-apotheke-zittau.de

Öffnungszeiten:

Mo–Fr 08.00–18.00 Uhr

Sa 08.00–12.00 Uhr

Physiotherapie

Silke Faltis

Lutherplatz 1

02763 Zittau

Tel. 0 35 83 - 51 44 11

Physio-

Therapie

BERT GULICH

Physiotherapie Bert Gulich

Zittauer Straße 20

02763 Bertsdorf-Hörnitz

Telefon (03583) 79 32 61

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Seniorenratgeber Zittau

6.3 Weitere Tipps und Hinweise zur Pflege, Betreuung und Versorgung chen, davon mindestens einmal aus den Bereichen 1 – 9; dauerhafte

und regelmäßige Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen fest, ist die

Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser zusätzlichen Betreuungsleistungen

erfüllt.

Es kommt nicht auf den individuellen zeitliche Umfang der Hilfeleistungen

an!

Zusätzliche finanzielle Hilfen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen

in Höhe von bis zu 200 € im Halbjahr können Pflegebedürftige mit

demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen

oder psychischen Erkrankungen in Anspruch nehmen, wenn sie mindestens

die Voraussetzungen für die Pflegestufe I erfüllen und neben dem

Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirt-schaftlichen

Versorgung einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung

und Betreuung dauerhaft – mindestens 6 Monate –haben.

Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf

Dauer erheblich ist, sind folgende Schädigungen und Fähigkeitsstörungen

maßgebend:

1. unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Weglauftendenz)

2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen

3. Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell

gefährdenden Substanzen

4. Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation

5. Im situativen Kontext inadäquates Verhalten

6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder

Bedürfnisse wahrzunehmen

7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen

oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten

Depression oder Angststörung

8. Störungen der höheren Hirnfunktion (Beeinträchtigung des Ge-dächtnisses,

herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der

Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben

9. Störungen des Tag- /Nacht-Rhythmus

10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren

11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen

12. Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten

13. Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilf- oder

Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression

Stellt der Gutachter beim Pflegebedürftigen wenigstens in zwei Berei-

10

Stationäre Versorgung

Welche Anträge muss ich vor Heimaufnahme stellen?

Bei der Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen für vollstationäre

Pflege stellen. Bitte unbedingt vor dem Einzug in ein Pflegeheim die

schriftliche Zustimmung der Pflegekasse einholen, weil sonst nicht sichergestellt

ist, dass Ihre Pflegekasse die vollen Leistungen gewährt.

Beim Sozialamt einen Antrag auf Sozialhilfe (falls Leistungen der Pflegekasse,

Pflegewohngeld und eigenes Einkommen nicht ausreichen,

um die Kosten zu decken). Sozialhilfe wird nicht rückwirkend gewährt.

Deshalb muss auch ein solcher Antrag möglichst vor der Heimaufnahme

gestellt werden. Bei der Antragstellung sind sämtliche Unterlagen

über das Einkommen und Vermögen und möglichst die Entscheidung

der Pflegekasse vorzulegen.

Sind Sie nicht sicher, ob das eigene Einkommen ausreicht, stellen Sie

vorsorglich einen Antrag auf ergänzende Leistungen zu den Heimkosten.

Bei Antragstellung werden folgende Unterlagen benötigt:

» aktuelle(r) Rentenbescheid(e)

» Girokontoauszüge der letzten sechs Monate (mindestens der letzten

drei Monate)

» Nachweis über Vermögen (Sparbücher, Sparbriefe, Festgelder oder

sonstige Vermögensunterlagen)

» Notwendigkeitsbescheinigung für vollstationäre Pflege; Diese Bescheinigung

muss bei der Pflegeversicherung der Krankenkasse beantragt

werden.

» Mitteilung der Pflegekassen über eine Pflegeeinstufung

» Schwerbehindertenausweis

» Versicherungsbescheinigungen (beispielsweise Lebensversicherung,


Informationsbroschüre

Sterbeversicherung, Hausratsversicherung)

» Nachweis über Kreditverpflichtungen

» Nachweise/Rechnungen, wenn von Sparbüchern oder Konten größere

Beträge abgehoben wurden

» Gegebenenfalls Vollmacht oder den Betreuungsausweis

Amtliche Dokumente für eine Aufnahme in einem Altenpflegeheim

» Personalausweis

» Versicherungskarte der Krankenkasse und Befreiungskärtchen

» Kopie der Geburtsurkunde

» Kopie der Heiratsurkunde

» Kopie des Scheidungsurteils

» Kopie der Sterbeurkunde des Ehepartners

» Kopie des letzten Rentenbescheids (Alters-, Witwen-, Unfallrente)

» Kopie der Pflegestufenanerkennung durch die Pflegekasse

» Arztkurzbericht

» Medikamente und Medikamentenplan

» kurzer Lebenslauf mit Passbild (evtl. Negativ)

» Nachweis über letzte Tetanusimpfung

» Nothilfepass bzw. Blutgruppe

» evtl. Betreuernachweis (wenn vorhanden oder notwendig)

Was müssen meine Kinder bezahlen?

Töchter und Söhne (Verwandte 1. Grades) müssen ihren Eltern Unterhalt

bezahlen, sofern sie dazu in der Lage sind. Die Unterhaltshöhe wird

nach dem Nettoeinkommen und dem Vermögen der Kinder individuell

berechnet.

Welches Pflegeheim kann ich auswählen?

Die Wahl des Pflegeheimes ist frei. Öffentliche Leistungen (Sozialhilfe/

Pflegewohngeld) werden allerdings nur für Pflegeheime gezahlt, die

entsprechende Versorgungsverträge mit den Pflegekassen abgeschlossen

haben. Erkundigen Sie sich vor Ort in der Einrichtung danach.

Erhalte ich auch Taschengeld (Barbetrag)?

Bezieher von Sozialhilfe erhalten Taschengeld (Barbetrag) in Höhe

von mindestens 82,83 € monatlich und höchstens 124,24 € monatlich.

Selbstzahler erhalten kein Taschengeld aus der Sozialhilfe.

Wird mein Vermögen angerechnet?

Bei Sparvermögen gilt für Alleinstehende ein Freibetrag von 2.300,81 €

und für Verheiratete von 2.914,36 €.

Wer ein eigenes Haus oder Grundstücke besitzt, kann das Haus verkaufen

oder einen Bankkredit aufnehmen. Sollte dies nicht möglich sein,

erteilt das Sozialamt weitere Auskünfte.

Auch für Selbstzahler kann Pflegewohngeld zur Finanzierung der Investitionskosten

sowie „normales“ Wohngeld gewährt werden.

Was muss ich im Zusammenhang mit der Heimaufnahme sonst noch

veranlassen?

» Rechtzeitige Kündigung der Wohnung, sofern eine Rückkehr in die

Wohnung nicht mehr möglich ist.

» Ummeldung beim Einwohnermeldeamt

» Nachsendeauftrag bei der Post abgeben

» ggf. Kündigung von Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen bei

der Bank

» Weitere Schritte sollten beim Verwaltungsbüro des Pflegeheimes erfragt

werden.

Löbau - Zittau

Altenpflegeheime:

Bethlehemstift

Zittau-Eichgraben

Wichernhaus

Mittelherwigsdorf

in

guten

Händen...

info@dwlz.de Tel.: 03585/47 66 - 0

11


Seniorenratgeber Zittau

7. Aktive Senioren

7.1 Senioren und Computer

„Schön und gut mit dem ganzen Internet, den SMS, Mails, iPads oder

weiß der Deibel wie das alles heißt“, hört man hin und wieder einen in

die reifen Jahre gekommenen Zeitgenossen mehr oder weniger resignierend

sagen. „Computer, dass ist doch mehr was für die jungen Leute.

In meinem Alter brauche ich so was nicht, habe schließlich die Zeitung,

das Radio, den Fernseher – das reicht! Lasst mich bloß mit solch modernem

Zeug zufrieden, begreifen tu ich den ganzen Kram doch eh nicht

mehr!“

Er spricht’s, setzt sich wieder in den Sessel und „pampert“ vielleicht so

in den Tag hinein, ohne zu ahnen, was er sich mit solch einer Einstellung

eigentlich antut. Denn die Zeit ist schnelllebig, Informationen rasen in

Echtzeit um die Erde, die Menschen nehmen immer mehr Wissen auf

und, das ist gerade das Schöne, wir werden immer älter, profitieren

demzufolge länger davon.

Nicht ausschließen, sondern mitgehen, heißt ergo die Devise, fit und up

to date bleiben und das vor allem im Kopf. Was ist also naheliegender,

sich aktiv mit den Herausforderungen des Alltages auseinanderzusetzen,

mitzugehen, seinen Grips zu trainieren und sich mit Mut und Trotz

dem Unvermeidlichen zu stellen – nun erst recht! Wer rastet, der rostet!

Wer seinen kleinen grauen Zellen Dampf macht, der wird auch länger

leben. So ist das nun mal – sogar wissenschaftlich erwiesen!

Und mal Hand aufs Herz liebe Seniorinnen und Senioren (oder sollte

man besser jung gebliebene sagen?), sind Sie nicht diejenigen, die am

meisten Lebenserfahrung haben, die über einen reichen Wissensschatz

verfügen, die wissen wie der Hase läuft? Weshalb also sein Licht unter

den Scheffel stellen? Menschen, auch das hat die Wissenschaft bereits

erkannt, sind bis ins hohe Alter hinein (es sei denn man ist krank) lernund

zu hohen geistigen Leistungen fähig. Allerdings nur unter einer Voraussetzung:

Man muss seinen Körper, und da gehört das Gehirn ja wohl

dazu, trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Dabei kommt solch

ein Spruch: „Ich begreif das eh nicht mehr“ bei jüngeren Menschen gar

nicht gut an. Er zementiert bei ihnen lediglich die Auffassung von den

sowieso daddeligen Alten. Und so was geht doch an die Ehre! Oder?

Foto: sxc.hu © ilco

Also kann es doch auch für die gesetztere Generation nur heißen: Hinein

in die schöne virtuelle Welt! Lassen Sie sich, vielleicht sogar vom

Fachmann beraten und legen sich einfach mal so ein Ding zu … so einen

„Computer“.

Sie werden bald sehen, welch interessante Sphären, welch ungeahnte

Möglichkeiten sich Ihnen mit einem Mal öffnen.

Das fängt nach den ersten „Mausklicks“ schon mit der schillerbunten

und äußerst bequemen Einkaufswelt an. Man will es kaum glauben, wie

viele große und kleine Geschäfte - die jetzt ja eigentlich Shop genannt

werden – ihre Waren über das Web (so wird gelegentlich das Internet

auch genannt) anpreisen. Da sind die Riesen, wie Neckermann, Otto, Aldi

oder Lidl gleichermaßen vertreten wie eventuell ihre Boutique um die

Ecke. Aus ist´s mit den dicken fetten Katalogen, mit dem Rumblättern,

den Bestellscheinen, mit Briefmarken drauf kleben und dem tagelangen

Warten. Einfach den Artikel in Ruhe aussuchen, per Abbuchung bezahlen

und schwupps – bei den meisten Onlineshops ist die Ware schon

am nächsten Tag bei ihnen – direkt an der Haustür. Komfortabler geht’s

nicht! Das erkennen mittlerweile immer mehr Menschen und da das

Netz inzwischen schon fast flächendeckend in ausreichender Qualität

zur Verfügung steht, nutzen viele Leute, selbstverständlich auch ältere,

diese großartige Möglichkeit, einkaufen zu gehen. Man muss schon fast

Angst haben, dass unsere Innenstädte in einigen Jahren, ohne die beliebten

Einkaufsmeilen, bald wie leergefegt wirken.

12


Informationsbroschüre

Zeiten, sondern schickt einfach eine Mail in Echtzeit um die Erde oder

holt sich das kostenlose Kontaktsystem Skype auf seinen PC. Hier können

unbegrenzt Nachrichten geschrieben oder Videotelefonate geführt

werden. Und das Schöne bei all diesen Systemen: Bilder, Videos bzw.

andere Dokumente können auch gleich mit gesendet werden.

Selbst viele Behörden und Ämter, und das dürfte gerade für Senioren

wichtig sein, bieten inzwischen Formulare zum Herunterladen an. Man

füllt sie aus und schickt sie unkompliziert auf umgekehrtem Wege wieder

zurück. Das spart, wie bei so vielen anderen Sachen, die über den

Computer erledigt werden können, jede Menge Zeit, Lauferei und (gegenwärtig

ganz wichtig) so manchen Liter Benzin.

Ebenso einfach ist es, sich über das Internet Informationen jeder Art zu

beschaffen. Google weiß alles, heißt es (stimmt zwar nicht ganz, aber

fast). Man muss also schlicht nur ein Stichwort eingeben und schon wenige

Minuten später ist man schlauer. Selbst Meyers bewandertes Lexikon

erfüllt auf diese Weise mit der Zeit nur noch (s)eine Zierfunktion im

Bücherregal.

Foto: © Fotolia, Noam

Doch keine Angst – soweit wird es sicher nicht kommen, denn das wochenendliche

Einkaufserlebnis werden wir Deutschen uns so schnell

nicht nehmen lassen. Aber das Internet ist eben eine nicht mehr wegzudenkende

Konkurrenz für die Einzelhändler geworden. Immerhin werden

hierzulande im Jahr über 15 Milliarden Euro Online ausgegeben

– Tendenz rasant steigend, was natürlich auch diversen Logistikunternehmen,

allen voran DHL, Riesenumsätze beschert.

Es ist aber nicht nur der Shoppingbereich, der das Internet für alle Altersgruppen

so anziehend macht. Es greift im Prinzip in all unsere Lebensbereiche

ein, egal ob von der privaten oder der wirtschaftlichen

Seite aus gesehen.

So hat sich zum Beispiel die gesamte Kommunikationskultur grundlegend

geändert.

Man schreibt sich vergleichsweise viel weniger Briefe als in früheren

Übrigens, das sei an dieser Stelle noch mit bemerkt, auch das Fernsehen

revolutioniert sich Stück für Stück durch die gewachsenen Möglichkeiten

des Internets.

Fast alle größeren Sender haben heute auf ihrer Internetseite eine Mediathek,

in der sich jeder die bereits ausgestrahlten Sendungen noch

einmal anschauen kann – egal zu welcher Zeit.

Die Telekom bietet mit ihrem Entertainpaket sogar Fernsehen komplett

via Internet, mit zahlreichen Erweiterungen, Aufnahmefunktion u.s.w., an.

Das dafür notwendige schnelle Kabelnetz ist auch in Zittau vorhanden.

Für alle diejenigen unter Ihnen, liebe Seniorinnen und Senioren, die

jetzt neugierig geworden sind, die bisher noch nichts mit Computer und

Internet am Hut hatten und sich Rat suchend fragen: „Gut und schön,

aber was brauche ich denn nun alles, um zu starten? Welches Gerät ist

das geeignete für mich? Wo muss ich mich anmelden, damit ich überhaupt

ins Internet komme?

Ihnen sei geraten, jetzt bloß nichts zu überstürzen, sich gar einen PC

über den Versandhandel zu bestellen, sondern sich erst mal gründlich

beraten zu lassen.

13


Seniorenratgeber Zittau

Wir meinen, dass Computer und Internet für ältere Menschen in der

heutigen Zeit keinesfalls Tabuthema bleiben muss, vielmehr die Betriebssysteme

der Geräte immer bedienfreundlicher aufgebaut sind, was

heißt, dass sie relativ leicht erlernbar sowie für jedermann einfach zu

handhaben sind. Am Anfang sieht eben alles viel komplizierter aus, als

es in Wirklichkeit ist und wenn man sich einmal eingefuchst hat, will

man von der neu gewonnen „Freiheit Internet“ gar nicht mehr lassen.

In vielen Fachgeschäften können Sie sich nämlich erst mal in Ruhe

umschauen und abklären, welcher PC (Personal Computer) für Sie der

Richtige wäre. Soll es zum Beispiel ein stationäres oder mobiles Gerät

sein? Wollen Sie sich Spiele herunterladen oder über den Computer fern

sehen bzw. Videos in hoher Qualität anschauen u.s.w.?

Es wird den älteren Kunden geraten nicht gleich einen PC in der oberen

Preisklasse, mit allen möglichen Schnickschnack zu kaufen. Ein ganz

normaler PC, vielleicht mit einem etwas größeren Bildschirm, erfüllt

seinen Zweck meist hervorragend.

Haben Sie ihren Wunsch-PC bei Ihrem PC-Fachmann dann gefunden, erfahren

Sie noch im Laden, bei welchen Anbietern Sie zu welchem Preis

einen Internetzugang (möglicherweise sogar mit Fernsehempfang) sowie

ein Virenschutzprogramm bekommen können. Die nötigen Formulare

werden schon hier vor Ort ausgefüllt, damit Sie zu Hause auch gleich

starten können.

Selbstverständlich wird Ihr neuer PC anschließend direkt in Ihre Wohnung

geliefert und auch angeschlossen. Der Monteur weist Sie dann auf

Bitten sogar in die Bedienung des Gerätes ein, wünscht Ihnen noch viel

Spaß mit dem neuen Teil – und schon kann’s losgehen, das Abenteuer in

der unglaublichen Welt des World Wide Web.

14


Informationsbroschüre

8. Information, Beratung und

Hilfe

8.1. Informations- und Beratungsstellen des Landratamtes und der

Stadtverwaltung

Diese Übersicht soll es Ihnen erleichtern, bei dem großen Umfang der

bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und der Vielzahl der sozialen

Leistungen, dienste und Einrichtungen herauszufinden wofür und durch

wen Sie Hilfe, Beratung und Information zu Ihren Fragen und Problemen

in Zittau und Umgebung erhalten können.

Landratsamt Görlitz

02826 Görlitz, Hugo-Keller-Straße 14

Postanschrift: Landratsamt Görlitz, PF: 300152, 02826 Görlitz

Ausländerbeauftragte

Telefon: 03581 663-9007

E-Mail: auslaenderbeauftragte@kreis-gr.de

Behindertenbeauftragte

Telefon: 03581 663-9008

E-Mail: behindertenbeauftragte@kreis-gr.de

Gleichstellungsbeauftragte

Telefon: 03581 663-9009

E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@kreis-gr.de

Rechtsamt 03581 663-9100

Sozialamt 03583 72-1700

Schwerbehindertenrecht

03583 72-1755

Wohngeldstelle-Außenstelle Löbau

Telefon: 03585 441760

Georgewitzer Str. 58

Gesundheitsamt-Außenstelle Löbau

Telefon: 03585 441637

Georgewitzer Str. 60

Betreuungsbehörde Landratsamt

Telefon: 03585 44-1670

Georgewitzer Str. 58

Landratsamt Görlitz, Außenstelle Zittau

Hochwaldstraße 29, 02763 Zittau

Telefon : 03583/720

Hier befindet sich u.a.:

Jobcenter Landkreis Görlitz, Sozialamt , Gesundheitsamt, Ordnungsamt,

Straßenverkehrsamt,

Finanzverwaltung, Schul- und Sportamt und

Kfz-Zulassung, Tel.: 03581 / 361277

Öffnungszeiten in Görlitz und Zittau:

Montag: 8.30 – 12.00 Uhr (nur Kfz Zulassung & Fahrerlaubnisbehörde)

Dienstag: 8.30 – 12.00 Uhr 13.30 - 18.00 Uhr

Mittwoch: 8.30 – 12.00 Uhr (nur Kfz Zulassung)

Donnerstag: 8.30 – 12.00 Uhr 13.30 – 18.00 Uhr

Freitag: 8.30 – 12.00 Uhr

Sozialamt

Das Sozialamt arbeitet mit allen Trägern der Sozialhilfe zusammen,

insbesondere den Freien Trägern, der Wohlfahrtspflege einschließlich

Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Das Sozialamt Görlitz ist auf vier Verwaltungsstandorte verteilt und gewährleistet

somit für die Bürger weitgehende Ortsnähe.

Es ist in Sachgebiete untergliedert. Die Ansprechpartner sind:

Sachgebiet Hilfe zum Lebensunterhalt/Grundsicherung

Sylvio Hinze

Telefon: 03581/663-2186

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

15


Seniorenratgeber Zittau

Sachgebiet Eingliederungshilfe

Kerstin Aye

Telefon: 03581/663-2173

Sachgebiet Hilfe zur Pflege

Rosemarie Neumann

Telefon: 03583/ 72-1710

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Schwerbehindertenrecht

Kontakt: Ursula Böhmer

Telefon: 03583/72-1740

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Hotline Schwerbehindertenrecht:

03583 /721755 bzw. über 03583/ 720

Sachgebiet Wohngeld

Kontakt: Erika Freund

Telefon: 03585/44-1760

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Sachgebiet Unterhaltssicherung

Kontakt: Uwe Schwarz

Telefon: 03581/ 663-2178

E-Mail: sozialamt@kreis-gr.de

Stadtverwaltung Zittau

Hausanschrift: Markt 1, 02763 Zittau

Postanschrift: PF 1458, 02754 Zittau

Vermittlung: (03583) 752 0, Fax: (03583) 752 193

Internet: www.zittau.eu

E-Mail: stadt@zittau.de

Bürgeramt

Ref. Soziale Angelegenheiten

03583 752216

03583 752214

Sachsenstraße 14, 02763 Zittau

Außenstelle Hirschfelde:

02788 Hirschfelde, Rosenstr. 3

02788 Zittau

Telefon: 035843 271-0, Fax: 035843 271-24

Polizeirevier Zittau

Haberkornplatz 2, 02763 Zittau

Tel.: (03583) 62 0, Fax: (03583) 62 106

Amtsgericht Zittau

Lessingstr. 1, 03763 Zittau

Tel.: (03583) 759 100

Agentur für Arbeit Geschäftsstelle Zittau

Kantstr. 25, 02763 Zittau

Tel.: (03583) 540 0

Schiedsstelle der Stadt Zittau

Die Schiedsstelle der Stadt Zittau - in Person der Friedensrichterin - bietet

sich auch weiterhin für Sie als kompetente Ansprechstelle an, nicht

nur, wenn Sie ein allgemeines Problem plagt, sondern auch wenn Ihr

Problemfall z. B. im neuen Schuldrecht angesiedelt ist oder Sie auf anderem

Gebiet die Möglichkeit einer außergerichtlichen Streitbeilegung

suchen.

Friedensrichterin Heike Barmeyer

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Telefon: 03583 / 752 382

E-Mail: h.barmeyer@zittau.de

Sitz: Techn. Rathaus, Sachsenstr. 14

Politische Gremien der Stadt Zittau

Stadtratsbüro

Simone Weichenhain

16


Informationsbroschüre

Sitz: Rathaus, Zimmer 201

Tel.: 03583 752 105, Fax: 03583 752 191

E-Mail: stadtrat@zittau.de

Sprechzeiten:

Montag: 09.00 – 12.00 und 13.30 – 15.00

Dienstag: 09.00 – 12.00 und 13.30 – 18.00

Mittwoch 09.00 – 12.00 und 13.30 – 15.00

Donnerstag: 09.00 – 12.00 und 13.30 – 15.00

Freitag: 09.00 – 12:00

Geschäftsstelle Ortschaften/Ortsverwaltung

Monika Hieke

Sitz: Hirschfelde, Rosenstraße 3, Zimmer 5

Telefon: 035843 / 27 117, Fax: 035843 / 27 124

E-Mail: m.hieke@zittau.de

Sprechzeiten:

Dienstag: 09.00 – 12.00 und 13.00 – 18.00

Donnerstag: 09.00 – 12.00 und 13.00 – 15.00

ASB-Ortsverband Zittau e.V.

Lessingstraße 24, 02763 Zittau

Telefon: 03583/77600

Diakonie Löbau Zittau Verwaltungsaussenstelle Zittau

Böhmische Straße 6, 02763 Zittau

Telefon: 03583/570-0

DRK - KV Zittau e.V.

Äussere Weberstraße 84, 02763 Zittau

Telefon: 03583/5779-0

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. KV Görlitz

Lindenweg 8, 02779 Großschönau

Telefon: 035841/630-0

8.2 Beratung und Information zu Pflege- und Betreuungsleistungen

durch Wohlfahrtsverbände:

Arbeiterwohlfahrt KV Oberlausitz e.V.

Straße der Jugend 2, 02708 Löbau

Telefon: 03585/867510

17


Seniorenratgeber Zittau

8.3 Wann hilft Ergotherapie ?

Sicher haben viele Menschen schon einmal von der Ergotherapie gehört,

aber die wenigsten verbinden mit dieser Therapieform genaue

Vorstellungen, oder haben diese bereits erhalten.

In folgenden Ausführungen soll diese Therapieform näher beleuchtet

und erklärt werden, damit man sich ein Bild über die Möglichkeiten der

Ergotherapie machen kann.

In der Ergotherapie arbeiten staatlich anerkannte Ergotherapeuten, die

eine 3-jährige Fachausbildung absolviert haben. Darüber hinaus spezialisieren

sich viele Therapeuten nach ihrem erfolgreichem Abschluss

über spezielle Weiterbildungen, die ihre Kompetenzen in bestimmten

Bereichen erweitern.

Ergotherapie ist ein Heilmittel, welches ärztlich verordnet ist und als

Leistung von der Krankenkassen übernommen wird. Sie beruht auf medizinischen

und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Das Hauptziel dieser Therapie ist es die Selbstständigkeit im täglichen

Leben und im Beruf zu erhalten oder zu erlangen. Dabei versteht die Ergotherpie

die Behandlung als Hilfe diese Selbstständigkeit zu erlangen.

Diese Therapie soll Menschen mit Einschränkungen, oder Menschen die

von Einschränkungen bedroht sind unterstützen und helfen ihre Fähigkeiten

wiederherzustellen, zu erhalten oder zu kompensieren. Sie soll

verloren gegangene oder noch nicht erworbene Fähigkeit trainieren.

Voraussetzung ist dabei die aktive Mitarbeit der Patienten durch sinnvolle,

für den Menschen alltagsrelevante Tätigkeiten und Handlungen,

die durch fachliche Anleitung und mit Unterstützung trainiert werden.

Die Ergotherapie kommt für alle Altersstufen in Frage und ist bei verschiedensten

Störungsbildern angezeigt.

Demnach findet man heute die Ergotherapie in den meisten medizinischen

Bereichen wieder.

Die Arbeitsfelder liegen in der: Neurologie, Orthpädie- und Traumatologie,

Chirurgie, Pädiatrie (Kinderheilkunde), Psychiatrie, Geriatrie (Heilkunde

des alternden Menschen), der Arbeitstherapie

Bei folgenden Krankheitsbildern kann die Ergotherapie helfen:

› Erkrankungen des Bewegungsapperates und den daraus resultierende

Fähigkeitsstörungen z. B. :

Zustände nach Verletzungen, Unfällen, Operationen, Frakturen

Arthrose, Arthritis, Mb. Sudek, Karpaltunnelsyndrom, Mb. Bechterew

Schmerzsyndrome, Schultersteife,

› Erkrankungen des zentralen Nervensystems und den daraus resultierende

Fähigkeitsstörungen z. B.:

Schädelhirntrauma,Schlaganfall, Mb. Parkinson, Multiple Sklerose, zerepraxis

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Tel./Fax: 035841 674 02

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S. Apelt

Fachliche Hilfe u. a. bei folgenden Erkrankungen:

Neurologie: Schlaganfall, Mb. Parkinson, Multiple

Sklerose

Orthopädie: Erkrankung des Bewegungssystems,

Arthrose, Rheuma

Chirurgie: Schmerzen, Karpaltunnelsyndrom, Zst. n. OP

Pädiatrie: ADHS, ADS, Verhaltens-, Teilleistungs- und

Entwicklungsstörungen

Geriatrie: Demenz, Mb. Alzheimer

Psychatrie: Psychose, Neurose, Depression,

Schizophrenie u.v.m.

Mitglied im:

18


Informationsbroschüre

dabei von funktionellen Übungen, manuellen Techniken, handwerklichgestalterischen

Techniken, spielerischen Tätigkeiten bis zum neuropsychologischen

Training. Dabei gibt es verschiedene Therapieansätze, die

je nach Bereich eingestetz werden, z.B. Therapie nach Bobath, Sensorische

Integration n. J. Ayres, Castillo Morales, Affolter, Perfetti, PNF und

vieles mehr.

Foto: sxc.hu © jvangalen

brale Tumorerkrankungen

Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsstörungen, ADHS,

› Erkrankungen des Rückenmarks und der peripheren Nerven und den

daraus resultierende Fähigkeitsstörungen z. B.:

Querschnittslähmungen, Nervenläsionen, Polyneurophatie ,

› Psychische Erkrankungen und den daraus resultierende Fähigkeitsstörungen

z. B.:

Depressionen, Neurosen,Psychosen, Essstörungen, Angststörungen, Entwicklunsstörungen,

Persönlichkeits-und Verhaltensstörungen; Abhängigkeitssyndrome,

Wahnvorstellungen, Schizophrenie, Demenz, Alzheimer

Zu den umfangreichen Behandlungformen gehören motorisch-funktionelle,

psychisch-funktionelle, sensomotorisch-perzepzive Behandlungen

und Hirnleistungstraining. Es gibt auch ergänzende Maßnahmen ,

wie z. B. thermische Anwendungen. Durchgeführt werden auch einmalige

Leistungen innerhalb der Behandlungsformen wie z. B.: Belastungsproben,

Anpassen von Hilfsmitteln oder die Integration ins häusliche

Umfeld. Diese sind entsprechend den vorliegenden Störungen indiziert.

Die Methoden und Techniken sind recht breit gefächert und reichen

Die Ergotherapie ist sowohl in Krankenhäusern, Reha- Einrichtungen,

Kliniken, Alltersheimen, integrativen Kindereinrichtungen, aber vor allem

auch in ambulanten Praxen angesiedelt.

Besonders die ambulanten Praxen sind vor Ort tätig und führen auch

Hausbesuche bei Patienten durch, denen es nicht möglich ist die Praxis

aufzusuchen. So können gleichzeitig wichtige Umfeldanpassungen oder

Beratungsgespräche mit den Patienten oder Angehörigen durchgeführt

werden. Somit kann auch eine unmittelbare Nachsorge nach Klinikaufenthalten

statt finden und eine schnelle Anpassung an individuelle

Gegenheiten im häuslichen Bereich erfolgen. Dies ist besonders bei Patienten

mit tiefgreifenden Einschränkungen notwendig, z. B. nach einem

Schlaganfall, der mit einer halbseitigen Lähmung einher gegangen ist.

Der Ergotherapeut arbeitet sehr eng mit anderen Fachbereichen zusammen

und spricht wichtige Ziele mit dem behandelnden Ärzten, den Pflegediensten,

Physiotherapeuten, Logopäden und anderen Fachdiensten

ab, damit die Ziele des einzelnen Patienten schnellstmöglich erreicht

werden.

Vielerorts beschäftigen sich Ergotherapeuten auch mit der Prävention.

Es werden Kurse angeboten, die der Gesundheitsvorsorge dienen und

unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen anerkannt

sind.

Informieren sie sich vor Ort über die Möglichkeiten und Behandlungen

der Ergotherapie, von denen sie profitieren können.

Niedergelassene Ergotherapeuten im näheren Umfeld beraten sie gern.

19


Seniorenratgeber Zittau

9. Wohnen im Alter

9.1 Sicher und unbeschwert wohnen im Alter

Kommt man so langsam über die 60 und das Rentenalter rückt näher,

stellen sich viele ernsthaft die Frage: Wie kann ich in Ruhe, sicher und

unbeschwert meinen Lebensabend genießen?

Wie kann ich noch aktiv werden, wie werde ich meine Freizeit verbringen,

welche Hobbys kann ich pflegen und vor allem: Wie und wo werde

ich angemessen und gemütlich wohnen können?

Für jeden Bedarf die passende Wohnform im Alter

Wenn das Treppen steigen beschwerlicher wird und sich gesundheitliche

Einschränkungen bemerkbar machen, wird es Zeit, einige Jahre

voraus zu denken. Wie möchte man leben, wenn sich vom Einkauf bis

zur Hausarbeit immer mehr Hürden im Alltag auftun oder nach dem

Tod des Partners Einsamkeit droht? Auch wer eigentlich nicht umziehen

oder zumindest in der vertrauten Wohngegend bleibe möchte, sollte

sich rechtzeitig umschauen, welche Wohnmöglichkeiten für Senioren

im Raum Löbau geboten werden. Gelegenheiten dazu sind Tage der offenen

Tür oder Eröffnungen von Wohnanlagen und Heimen, aber auch

individuell lässt sich eine Besichtigung mit ausführlicher Beratung vereinbaren.

So kann man sich ein Bild machen, vergleichen und vielleicht

eigene Wünsche rechtzeitig umsetzen.

Im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben

Über Zuschüsse bei schon bestehender Pflegebedürftigkeit und Kredite

können altersgerechte Umbauten von der Badewanne mit Einstiegstür

über Treppenlifte bis zur Beseitigung von Türschwellen finanziert werden.

Allerdings erfordert die Suche nach unterschiedliche Fördermöglichkeiten

und deren Beantragung viel Kraft und Aufwand.

Gut dran ist jeder ältere Hausbesitzer, der dabei auf die Unterstützung

von Familienangehörigen zurück greifen kann und im Idealfall danach

nicht nur von breiteren Türen und der ebenerdigen Dusche profitiert,

sondern die Alltagshilfe der Familie dazu bekommt. Wo Alt und Jung

unter einem Dach wohnen, wird es auch nicht einsam. Mieter hingegen

sollten sich nicht scheuen, mit ihrem Vermieter zu sprechen. Viele

Wohnbaugesellschaften oder -genossenschaften sind durchaus zu

kleineren Umbauten bereit oder haben alternativ schon altersgerechte

Wohnungen oder sogar betreute Wohnungen im Angebot. Zum Service

gehören meist auch die Unterstützung für den Umzug und Hilfe bei Behördenanträgen.

Verfallen Sie nicht in Hektik und treffen übereilte Umzugsentscheidungen,

sondern setzen sich zunächst einmal in Ruhe hin und prüfen an

Hand einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Checkliste, ob und wo

Änderungen in der Wohnung notwendig sind und ob die Infrastruktur

der näheren Umgebung ein angenehmes Wohnen für die nächste Jahrzehnte

möglich macht.

Alternative Wohnformen

Außerdem wird in unserem Land, angesichts einer immer älter werdenden

Gesellschaft, natürlich auch über alternative Wohnformen für Senioren

nachgedacht. Die wohl traditionellsten Formen kann man unter

dem Begriff Alten- und Seniorenheime zusammenfassen. Hierher ziehen

Menschen in eigens eingerichtete Wohnanlagen um, in denen sie,

entsprechend ihren Bedürfnissen, entweder Hilfe im Alltag oder eine

komplette Pflege erhalten. Hier steht also das Wohnen im Vordergrund

und die Menschen bestimmen ihren Tagesablauf selbst und bekommen

dabei Unterstützung in vielen Bereichen. Zu dieser Art zu wohnen zählen

auch sogenannte Seniorenresidenzen, wo die Anforderungen an Unterbringung

und Pflege höher sind - die Kosten dementsprechend auch.

Demgegenüber spielt in Pflegeheimen die stationäre Pflege älterer

Menschen die größere Rolle. Träger dieser Einrichtungen sind in der Regel

staatliche, kirchliche, karitative oder private Institutionen.

Außerdem kann man auch die verschiedenen Möglichkeiten des Betreuten

Wohnens in Betracht ziehen. Hier unterstützen professionelle

mobile Pflegedienste ältere Menschen im Alltagsleben. Gewählt werden

kann dem Grundsatz nach zwischen – dem Betreuten Wohnen in einer

extra angemieteten altersgerechten Wohnung,

› dem Betreuten Wohnen zu Hause und

› dem Betreuten Wohnen in Wohngemeinschaften.

20


Informationsbroschüre

Das Ausmaß der Betreuung ist flexibel und orientiert sich bei diesen

Wohnformen an den jeweiligen individuellen Bedürfnissen. Die Bewohner

erhalten sich so eine weitgehend selbstständige Lebensführung.

Eine besondere Form des alternativen Wohnens wird in sogenannten

Mehrgenerationenhäuser praktiziert. Die Bundesregierung misst diesen

Wohnprojekten große Bedeutung zu und fördert dieses Konzept. Hier

soll die fundamentale Regel „Jung hilft Alt und umgekehrt“ wiederbelebt

werden.

Keiner braucht sich im Alter allein gelassen zu fühlen. Überdenken Sie

ihre derzeitige Lebenssituation und holen sie sich rechtzeitig Informationen,

damit sie ihren Ruhestand richtig genießen können.

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21


Seniorenratgeber Zittau

10. Sicherheit und Ordnung

10.1 Wachsamkeit und Vorsicht

Gerade auf ältere Menschen haben es Gauner und Trickbetrüger häufig

abgesehen. Die Palette reicht von völlig überteuerten Notruftelefonen

über neue Sicherheitstüren bis hin zu immer neuen Variationen des „Enkeltricks“

bis zu teuren Verträgen an der Haustür oder bei Kaffeefahrten.

Es wird sicherlich in den nächsten Jahren immer wieder neue Variationen

der Betrugsmaschen geben.

Hier einige Tipps der Polizei:

Wenn es an der Wohnungstür klingelt:

› Keine Fremden in die Wohnung lassen (Oft geben sich Betrüger als

Vertreter der Rentenversicherung oder der Stadtwerke, des Vermieters

bzw. von Krankenkassen aus). Man kann nach dem Namen und dem

vermeintlichen Auftraggeber fragen, die Tür wieder schließen und

telefonisch nachfragen. Tatsächliche Behördenvertreter oder seriöse

Sammler werden diese Rückfrage nicht fürchten, sondern warten oder

wiederkommen.

› Nicht auf Mitleidsmaschen oder vermeintliche Umfragen hereinfallen

(Als Tierschützer oder Vertreter von Behinderteneinrichtungen tarnen

sich Betrüger insbesondere um die Weihnachtszeit). Auch hier gilt:

solche Leute niemals in die Wohnung lassen und nichts an der Wohnungstür

unterschreiben! Wenn man bedrängt wird, kann man eine

Visitenkarte oder vermeintliche Unterlagen fordern und sollte diese

immer in Ruhe mit Vertrauenspersonen durchsehen.

Wenn „Verwandte“ in Not sind:

› Die „Enkeltrickbetrüger“ wissen nicht einmal, wie die Enkel oder Neffen

heißen. Aber sie bekommen es bei einem ersten, geschickt geführten

Telefonat oft heraus und verstehen es dann, dramatische Geschichten

zu erzählen. Doch ehe man mit der „Freundin“ oder einem „Abgesandten“

des vermeintlichen Verwandten zur Bank geht oder zur Geldkassette

greift, sollte man bei dessen Eltern rückfragen. Und muss man

wirklich innerhalb einer Stunde jemanden aus der Patsche helfen, der

seine Oma schon Jahre nicht mehr besucht hat und ihr nicht vertraut

ist?

Wenn Gewinne und Geschenke locken:

› Im Briefkasten oder auf dem Computer kommen sie immer wieder

an – die tollen Nachrichten, dass man eine Reise, ein Auto oder einen

Batzen Geld gewonnen hat. Doch Vorsicht! Im „besten“ Fall geben

arglose Verbraucher bei der Antwort nur Ihre persönlichen Daten für

kommerzielle Adresssammler preis. Im schlimmsten Fall unterschreibt

man mit seinem Namen eine kostenpflichtige Bestellung oder gar eine

Einzugsermächtigung für die ebenfalls (zur Gewinnauszahlung) abgefragten

Konten.

› Die fiesen Fallen lauern im Kleingedruckten. Auch hier gilt: Kontrolle

ist besser als Vertrauen! Laut Gesetz müssen angekündigte Gewinnversprechungen

zwar erfüllt werden, aber wenn die Firma nur eine

Postfachadresse aufweist oder im Ausland sitzt, ist das kaum einklagbar.

Also nehmen Sie sich vorher die Zeit und prüfen genau, wer da

Gewinne verspricht.

› Einen netten kostenlosen Ausflug per Bus oder Schiff, dazu Wasserkocher,

ungarische Salami oder ein neues Federbett als Draufgabe – das

versprechen die Anbieter von Kaffeefahrten. Und das gibt es zuweilen

auch. Bei diesen Fahrten oder (durchaus auch ins Ausland führenden)

Reisen, geht es um nichts anderes als um den Verkauf von Waren. Da-

22


Informationsbroschüre

gegen spricht nichts, solange Teilnehmer nicht in einsamen Gasthöfen

zum Kauf oder zum Erwerb völlig überteuerter Dinge genötigt werden.

Wer an Kaffeefahrten oder Werbereisen teilnimmt und die angebotenen

Waren kaufen möchte, sollte prüfen, ob auf dem Kaufvertrag die

Adresse der Firma vollständig ist, eine Widerrufsbelehrung im Vertrag

enthalten ist und die Kunden ein Duplikat des Vertrages bekommen.

Nur für deutsche Firmen gilt das deutsche Widerrufsrecht! Und nur

per Einschreiben mit Rückschein kann man den auf einer Kaffeefahrt

geschlossenen Vertrag widerrufen.

Kann ich am Telefon oder an der Haustür abgeschlossene Verträge

widerrufen? Einheitlich gilt: Ja!

Grundsätzlich sind Telefonanrufe zu Werbezwecken ohne Einwilligung

des Verbrauchers nach dem „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“

(UWG), einschließlich der Unterdrückung der Rufnummer, in Deutschland

verboten. Verstöße dagegen können der Bundesnetzagentur gemeldet

werden.

Doch trotzdem sind am Telefon zustande gekommene Verträge gültig!

Es gilt jedoch eine Widerrufsfrist von zwei oder vier Wochen, ab Erhalt

der Widerrufsbelehrung. Der Widerruf kann durch das Zurückschicken

der Ware oder schriftlich geschehen. Machen Sie das per Brief, dann

befördern Sie diesen bitte per Einschreiben mit Rückschein, um sicher

zugehen, dass Ihr Wille auch ankommt.

Das gilt natürlich auch für an der Haustür abgeschlossene Verträge. Hier

gilt eine Widerrufsfrist von zwei Wochen. Achtung! Das Widerrufsrecht

gilt neuerdings auch für Zeitschriften Abonnements, Wett- und Lottoverträge!

Sollten sie also doch einmal in eine Falle getappt oder dem Charme

einer Stimme, beziehungsweise dem Anblick eines Menschen erlegen

sein, keine Panik! Beraten sie oder informieren Sie sich bei einer Verbraucherschutzzentrale

in Ihrer Nähe. Lassen Sie aber auf keinen Fall

die Widerrufszeit ungenutzt verstreichen! Denn dann wird es sehr

schwierig aus diesen Verträgen herauszukommen und Sie müssen zahlen,

ob sie wollen oder nicht!

Mehr als ein Zuhause –

Seniorenbetreuung „Haus Sonne“ Zittau

Wir pflegen mit Herz und Verstand!

Dienste für Menschen im Alter 2002 – 2012 10 Jahre

Wenn Sie das Besondere suchen für Ihren Lebensabend – das großzügige Ambiente

und Flair eines Hotels – sind wir für Sie die richtige Adresse. Unsere Anlage bietet

Ihnen einen wunderbaren Blick auf unser Zittau und das Oberlausitzer Bergland.

Unser Betreuungskonzept vereint pflegerische, medizinische, therapeutische und

soziale Bedürfnisse unter einem Dach. Kompetente und liebevolle Betreuung,

gewährleisten unsere Pflegekräfte. Therapeutische Fachkräfte kümmern sich um Ihre

Alltagsgestaltung und Mobilität. Bei all unserem Wirken und Tun stehen unsere

Senioren als Mensch im Mittelpunkt.

Seniorenbetreuung „Haus Sonne“ Hochwaldstraße 27, 02763 Zittau (neben Landratsamt), Telefon: (0 35 83) 55 46-0,

E-Mail: seniorenbetreuung-haus-sonne@online.de

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Seniorenratgeber Zittau

10.2 Lästige Werbeanrufe – was kann ich tun? mündlich, also eben auch telefonisch, abgeschlossene Kontrakte sind

wirksam, wenn Sie als Kunde ganz eindeutig zum Ausdruck bringen: „Ja,

ich möchte dies oder das haben, kaufen, bestellen etc.“. Dabei spielt es

überhaupt keine Rolle, ob sie in einem Gespräch (dessen Inhalt übrigens

meist rechtskonform gestaltet ist) durch geschultes Personal eingelullt

wurden oder eine saubere Beratung hatten.

Jeder hat es schon einmal erlebt. Das Telefon klingelt, man schaut vielleicht

noch auf die angezeigte Rufnummer, aber so auf die Schnelle

kann man es kaum erfassen, wer da von einem was will, noch dazu, wenn

„anonym“ auf dem Display steht. Man nimmt ab und am anderen Ende

fragt eine freundliche Damen- oder Herrenstimme, ob man denn der

Herr oder die Frau Sowieso sei, man bejaht und dann rauscht ein Redeschwall

in plappernd lockerem Stil auf einen nieder – und schwupps,

wenn man ahnungslos ein paar Mal ja gesagt hat, flattert einem in den

nächsten Tagen eine Vertragsbestätigung ins Haus, entweder für eine

Zeitschrift, einen Lottovertrag, einen neuen Telefonvertrag oder weiß

der Geier, was sonst noch auf diese Weise überrumpelten Menschen so

alles angedreht wird.

„Was ist denn das?!“

Fassungslos – das hat man ja schließlich gar nicht gewollt – fragen sich

die meisten jetzt, wie das denn sein kann? Ob das überhaupt rechtens

ist und das dicke Fragezeichen:

Wie komme ich da bloß wieder raus?

Dürfen die denn das?

Beleuchten wir zunächst die Frage, ob diese Vorgehensweise rechtens

ist.

Dank komplizierter deutscher Rechtssprechung: Ja und nein!

Zum einen ist Telefonwerbung ohne vorherige Einwilligung des Verbrauchers

gesetzlich verboten und stellt eine unzumutbare Belästigung

dar. Firmen, die derartige Werbeanrufe tätigen, verhalten sich wettbewerbswidrig

und können mit Bußgeldern bis zu 50.000 € belegt werden.

Es sei denn, Sie als Kunde haben vorher ihr ausdrückliches Einverständnis

gegeben bzw. sogar explizit um fernmündliche Auskünfte gebeten.

Übrigens: Auch die so genannte Rufnummernunterdrückung ist unzulässig.

Sie kann, so von Firmen angewandt, ebenfalls mittels Bußgeld, in

diesem Falle bis 10.000 €, Ahndung finden.

Zum anderen bedarf ein Vertrag nach bürgerlichem Recht mitnichten,

wie das oft irrigerweise angenommen wird, der schriftlichen Form. Auch

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Alles in allem, so müssen wir kopfschüttelnd feststellen eine kuriose

Situation. Der Anruf war zwar gesetzwidrig, aber der so zustande gekommene

Vertrag ist trotzdem gültig!

Sind Sie jetzt etwa gelackmeiert?

Eindeutig nein! Sie sind einerseits gewiss der Gefoppte, andererseits

aber keinesfalls machtlos.

Wie gehen Sie am besten mit einem ungewollt abgeschlossenen Vertrag

um?

Sie können einen über das Telefon abgeschlossenen Handel, nach den

Vorschriften über Fernabsatzverträge, innerhalb von 14 Tagen jederzeit

widerrufen, worüber sie das Unternehmen notwendigerweise in

Textform belehren muss. Erfolgt dies nicht, können sie auch zu einem

späteren Zeitpunkt noch widerrufen. Sollte die Widerrufsbelehrung erst

nach dem Vertragsabschluß erfolgen, so haben sie sogar einen Monat

Zeit, den Vertrag zu stornieren. Ein besonderes Formular braucht es dazu

nicht. Sie sollten auf einem Blatt Papier nur klar Ihren Willen bekunden

und, wenn möglich, diesen in einem brieflichen Einschreiben mit Rückantwort

versenden. Damit haben sie ein Beweismittel in der Hand.

Unsere Tipps:

1. Erfolgt keine Widerrufsbelehrung und sind Sie sich nicht sicher, doch

einen Vertrag abgeschlossen zu haben, kündigen Sie trotzdem innerhalb

der zwei Wochen (siehe Musterschreiben im Anhang). Damit sind

sie auf der sicheren Seite und gehen Streitereien aus dem Wege.

2. Sollten Ihnen dennoch Mahnungen, bis hin zu gerichtlichen Vollstreckungsdrohungen,

ins Haus flattern, lachen sie sich eins und bezahlen

keinesfalls. Diese unseriösen Firmen scheuen immer den Gang zum

Gericht. Sie bekommen sowieso kein Recht!

3. Wird von ihrem Konto unberechtigt Geld abgezogen, buchen sie es


Informationsbroschüre

innerhalb von 6 Wochen bei ihrer Bank zurück. Nehmen sie dazu einfach

den betreffenden Kontoauszug, gehen zu eine(m)(r) Berater(in)

und zeigen ihm oder ihr die entsprechende Position und schon ist die

Sache erledigt.

Bitte beachten Sie jedoch:

Reise- und Beförderungsleistungen sind vom Widerrufsrecht ausgeschlossen!

Hilfe, schon wieder ein Werbeanruf! Wie soll ich mich verhalten?

Das Telefon klingelt und am anderen Ende der Leitung sitzt ein ziemlich

netter, höflicher Mensch, den man doch mit seinem Anliegen auf gar

keinen Fall verprellen möchte …

Leider schon falsch gedacht!

Am anderen Ende sitzt nämlich knallhart ein(e) Callcenteragent(in),

der bzw. die, in vielen Fällen mit einer Gesprächsanleitung vor sich, im

Accord Leute anruft und bei Vertragsabschluss Provision kassiert. Und

mehr noch: Es sind Callcenteragenten, die ihren dreisten Auftraggebern,

durch die naive Gutgläubigkeit anderer, horrende Gewinne einfahren.

Je freundlicher und einnehmender die Stimme, je trickreicher die

Gesprächsführung – desto mehr Menschen fallen drauf rein, desto

schneller füllt sich das eigene Portmonee. So einfach ist das!

Der simpelste Rat kann im Fall eines unerwünschten Anrufes also nur

lauten:

Sofort auflegen und basta!


zu viel Zeit hat – bitte sehr.

Foto: © Fotolia, Michaela Rofeld

Wollen Sie sich dennoch darauf einlassen, sollten Sie hauptsächlich

zwei Dinge nicht tun:

Zum ersten: Sagen Sie nicht zu viele Male, bzw. niemals an den entscheidenden

Stellen, das Wort „ja“! Vor allem bei solchen Redenwendungen:

„Wollen (oder möchten) Sie …, darf ich ihnen …, haben Sie Interesse an

…, sollten bei ihnen die Alarmglocken läuten.

Zum zweiten: Geben Sie niemals ihre Kontonummer an! Im Übrigen ist

es auch unpassend, des Gags wegen, eine Kontonummer mit Zahlendreher

anzugeben. Lassen sie es einfach bleiben!

Neuerdings gehen manche extra auf solche Gespräche ein, um sich einen

Spaß daraus zu machen, den Anrufer, etwa mittels Dummstellen

oder gezielter Fragen, aus dem Konzept zu bringen. Wer’s braucht und

Gezielte Fragen sollten Sie allerdings stellen, wollen Sie einen gesetzwidrigen

Anruf zur Anzeige bringen und so ihren Beitrag zur Eindämmung

unseriöser Machenschaften leisten.

Lassen Sie sich in dem Fall Namen und Rufnummer der Firma geben,

notieren sich Datum, Uhrzeit und fragen auch nach dem Grund des Anrufes.

Mit diesen oder wenigstens einem Teil dieser Angaben ausgerüstet,

können sie sich an die örtliche Verbraucherzentrale oder die Bundesnetzagentur

wenden und das Telefonat melden. Diese werden dann juristische

Schritte gegen das betreffende Unternehmen einleiten.

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Seniorenratgeber Zittau

Was kann ich tun, um künftig weniger Werbeanrufe zu bekommen?

Das sicherste Mittel, von unseriösen Firmen keine Anrufe mehr zu bekommen,

ist zweifelsohne, sich nicht mehr in Telefonverzeichnissen zu

listen. Das heißt, bei der Telekom oder anderen Anbietern seine Nummer

herausnehmen zu lassen.

Standen Sie aber bisher über Jahre im Telefonbuch, ist es in diesem

Zusammenhang erforderlich, eine neue Telefonnummer zu beantragen.

Ihre alte Nummer ist, da können Sie hundertprozentig sicher sein, schon

bei zahlreichen solcher Firmen, auch so genannten Adresshändlern, gelistet

und wird, besonders von Letzteren, munter immer weiter verkauft.

Nach dem Wechsel dürfen sie die Telefonnummer selbstverständlich nur

an vertrauenswürdige Personen oder, wenn erforderlich, an Behörden

bzw. absolut seriöse Firmen weitergeben.

Auch wenn Sie ihre gewohnte Anschlusskennung behalten und im

Telefonbuch drin bleiben wollen, gilt die Regel: Vorsicht bei der Weitergabe

von Festnetz- bzw. Handynummern!

Und nehmen Sie um Gottes Willen nicht an allem möglichen Gewinnspielen

(vielleicht noch im Internet) teil, sonst können Sie in Zukunft

gleich neben dem Telefon stehen bleiben. Solche Aktionen dienen meist

nur der Adressbeschaffung – zu gewinnen gibt’s da selten was!

Wir von der Werbeagentur Media-Light hoffen, Ihnen mit diesem Beitrag

einige gute Tipps gegeben zu haben und wünschen Ihnen auch

weiterhin viel Spaß beim unbeschwerten Smalltalk am Telefon.

Hilfreiche Adressen:

Verbraucherzentrale Sachsen

Zentrales Servicetelefon:

Montag bis Freitag von 09.00 – 16.00 Uhr, 01805 79 77 77

(Festnetzpreis: 0,14 €/min, Mobil: max. 0,42 €/min)

Internet: www.verbraucherzentrale-sachsen.de

Öffnungszeiten:

Montag:

Dienstag:

Mittwoch:

Donnerstag:

10.00 – 12.00 Uhr

09.00 – 12.00 und 13.00 – 18.00 Uhr

13.00 – 18.00 Uhr

09.00 – 12.00 Uhr

Termintelefon: 03591 49 10 36, Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr,

Fax: 03591 49 10 37

E-Mail: VZS.BAU@t-online.de

Beratungsstelle Görlitz

Demianiplatz 16/17, 02826 Görlitz

Öffnungszeiten:

Montag:

Dienstag:

Mittwoch:

Donnerstag:

13.00 – 18.00 Uhr

09.00 – 12.00 und 13.00 – 18.00 Uhr

13.00 – 18.00 Uhr

10.00 – 12.00 Uhr

Termintelefon: 03581 40 22 62, Dienstag 09.00 – 12.00 Uhr,

Fax: 03581 40 29 87

E-Mail: VZS.GOE@t-online.de

Beratungsstelle Zittau

Frauenzentrum, Bahnhofstraße 17, 02763 Zittau

Öffnungszeiten:

einmal im Monat von 10.00 – 16.00 Uhr (bitte informieren)

Telefon: 03583 70 47 87

Beratungsstelle Bautzen

Martin-Hoop-Straße 1, 02625 Bautzen

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Informationsbroschüre

Pflegeheim „Haus Waldfrieden“

Oybin

Seniorenwohnanlage „Zum Roschertal“

Mittelherwigsdorf

Seniorentagespflege

„Sonnenblume“ Zittau

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Seniorenratgeber Zittau

11. Was Sie sonst noch wissen

sollten

11.1 Dokumentenmappe und Notfallkoffer

Für wichtige Unterlagen, auf die man im Notfall oder zur Regelung von

Behördenangelegenheiten sofortigen Zugriff haben muss, empfiehlt es

sich, eine Dokumentenmappe anzulegen. Die nächsten Verwandten oder

andere Vertrauenspersonen sollten den Aufbewahrungsort dieser Dokumentenmappe

kennen.

Dokumentenmappe:

Es sollten folgende Dokumente oder Kopien bzw. der Nachweis ihrer

Aufbewahrung enthalten sein:

› Wichtige Telefonnummern und Adressen

› Persönliche Daten, Gesundheitszustand – medizinische Daten

› Liste der aktuellen Medikamenteneinnahme

› Notfall-Ausweise, Organspende-Ausweis

› Im Notfall zu benachrichtigende Personen

› Geburtsurkunde / Stammbuch / Heiratsurkunde / Scheidungsurkunde

› Testament in häuslicher Aufbewahrung oder bei notarielle Aufbewahrung

mit Name und Anschrift des Notars und Aufbewahrungsnummer

bzw. Testament in Aufbewahrung beim Nachlassgericht mit Adresse

des Nachlassgerichts und Aufbewahrungsnummer

› Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

› Versicherungsunterlagen mit Name und Anschrift der Versicherungen,

der zuständigen Vertreter, Versicherungsnummer

› Bankunterlagen / Bankvollmacht / Verträge

› Wertpapiere und Sparbücher

› Verbindlichkeiten

› Rentenbescheide und Anpassungsbescheide

› Das Grundbuch bei Haus- oder Eigentumswohnungsbesitz

› Hausverwaltung / Mietvertrag

› Zeitungen / Zeitschriften / Radio / Fernsehen / Telefon / Mobil

› Bestehende Mitgliedschaften

Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und

sollte bei entsprechendem Bedarf ergänzt werden.

Notfallkoffer

Die nachfolgenden Gegenstände / Unterlagen sollten sich für den Notfall

in der Wohnung an einem genau definierten Platz in einem Koffer

oder einer Tasche befinden:

› Liste und Dosierung der Medikamente

› Angabe über Allergien

› Kopien von Personalausweis, Organspende ausweis,

› Impfpass, Blutspendepass

› Wasch- und Rasierzeug

› Morgenrock / Bademantel

› Unterwäsche, Strümpfe, Schlafanzug

› Haus- oder Jogginganzug, Hausschuhe,

› Ersatzbrille, Ersatzwohnungsschlüssel

› Kopie der Telefonliste aus der Dokumentenmappe

› Briefpapier, Briefmarken, Briefumschlag, etwas Bargeld

› Weiter Dinge des persönlichen Bedarfs

11.2 Was ist im Todesfall eines Angehörigen oder Bekannten zu erledigen?

Trotz der empfundenen persönlichen Trauer für den Verstorbenen sollten

Ihre Gedanken für die zu erledigenden Formalitäten klar gefasst

werden, um sie schrittweise zu erledigen.

» Beim Tod zu Hause müssen Sie einen Arzt verständigen und sich von

ihm einen Totenschein ausstellen lassen

» Benachrichtigen Sie das Bestattungsunternehmen und halten Sie Datum

und Uhrzeit der Überführung fest

» Organisieren Sie die Bestattung/Kostenplanung

» Folgende Erledigungen nimmt Ihnen der Bestatter ab:

› Terminabstimmung mit Friedhof, Redner/Pfarrer, Musiker usw.

› Zeitungsanzeige

› Meldung beim Standesamt

› Folgende Unterlagen werden dort benötigt: Totenscheine, Personalausweis,

Geburtsurkunde (bei Ledigen) / Familienstammbuch, (Hei-

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Informationsbroschüre

rats- / Scheidungsurkunde), ggf. Sterbeurkunde des Ehepartners

» Benachrichtigen Sie Verwandte, Freunde, Arbeitgeber etc.

» Informieren Sie die (Lebens-) Versicherung

» Veranlassen Sie eine Testamentseröffnung beim Amtsgericht / Notar,

wenn ein Testament vorliegt

» Beantragen Sie einen Erbschein

» Fertigen Sie die Steuererklärung für den Verstorbenen an und holen

Sie sich ggf. Rat bei einem Notar.

» Information der Lebens- u./o. Unfallversicherung (mit Sterbeurkunde)

» Widerrufen von Bankvollmachten

» Kündigen von Versicherungen, die auf den Verstorbenen laufen

11.3 Das Testament

Im Falle des Todes ist schließlich auch der persönliche Nachlass zu

klären. Was geschieht mit dem Vermögen oder auch mit eventuellen

Schulden? Der Erbe tritt die Nachfolge für beide an. Die nachstehenden

Erläuterungen sind als allgemeine Hinweise zu verstehen.

Mit dem Testament wird sichergestellt, dass bei der Aufteilung des

Nachlasses nach den Wünschen des Verstorbenen verfahren wird.

Testamente können entweder zur Niederschrift bei einem Notar erstellt

oder eigenhändig geschrieben werden.

Gemeinsames Testament von Ehegatten

Das Gesetz ermöglicht es, Ehegatten ein gemeinschaftliches Testament,

das für den Tod eines jeden Ehegatten gilt, entweder in öffentlicher

oder eigenhändiger Form zu verfassen. Es reicht aus, wenn ein Ehegatte

das Testament eigenhändig niederschreibt und beide Eheleute mit Vorund

Zunamen unterschreiben.

gen, Ihre Angelegenheiten zu regeln. Beachten Sie: Im Ernstfall dürfen

weder Ehepartner/Lebenspartner noch Kinder automatisch für Sie Entscheidungen

treffen. Auch Sie benötigen eine Vorsorgevollmacht.

Wegen der weitreichenden Folgen sollten Sie sich aber vorab beraten

lassen. Der Tipp der Deutschen Rentenversicherung: Das Bundesministerium

der Justiz hat unter dem Titel „Betreuungsrecht“ eine kostenlose

Broschüre zum Thema Vorsorgevollmacht herausgegeben. Zusätzlich

zur Vorsorgevollmacht können Sie eine Patientenverfügung erstellen.

Auch hierzu wird eine kostenlose Broschüre angeboten. Beide Broschüren

stehen mit allen notwendigen Vordrucken im Internet unter www.

bmj.bund.de zur Verfügung. Soweit Druckausgaben vorhanden sind,

können diese beim Publikationsversand der Bundesregierung telefonisch

unter 01805-778090 (14 Cent/Minute / Festnetz) oder per E-Mail

an publikationen@bundesregierung.de bestellt werden.

Dipl.-Bildhauer

Gerald Noack

› Grabdenkmale

› Bildhauerarbeiten

› Restauration

› Natursteinverlegung

02763 Zittau · R.-Luxemburg-Str. 19 · Tel./Fax (03583) 70 04 75

Geschäftszeiten: Di 9.00–18.00 Uhr · Do 9.00–17.00 Uhr

(bei auswärtigen Arbeiten geschlossen) · und nach Vereinbarung

11.4 Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung – rechtzeitig daran

denken

Irgendwann kommen vielleicht auch Sie in die Lage, Ihre Angelegenheiten

ganz oder teilweise nicht mehr selbst erledigen zu können. Bevor

eine Betreuungsperson vom Gericht bestellt werden muss, könnenSie

durch eine sogenannte Vorsorgevollmacht einen Familienangehörigen,

Bekannten oder einen sozialen Dienst Ihres Vertrauens bevollmächti-

29


Seniorenratgeber Zittau

11.5 Sorgenfrei mit der Entscheidung für die Vorsorge

Auch wenn Sie sich rüstig und fit fühlen und noch

nicht zu den sogenannten „alten Eisen“ dazu gezählt

werden wollen, sollten Sie sich dennoch mit

Rentenbeginn Gedanken darüber machen, das für den Fall der Fälle für

Ihre Kinder, die Verwandtschaft oder Ihnen nahe stehende Personen alles

gut geregelt und für den Sterbefall gut vorgesorgt ist.

Bereits jetzt sollten Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche für das spätere

Ableben mit Ihren nächsten Angehörigen oder Ihren Bezugspersonen

in Ruhe besprechen und sich hinsichtlich der Einrichtung und Pflege

der Grabstätte vertraglich festlegen. Damit sichern Sie sich die Berücksichtigung

Ihrer persönlichen Wünsche nach dem Tod und nehmen dem

betroffenen Personenkreis eine schwere Entscheidung in der Zeit der

Trauer.

Die Dauergrabpflegegesellschaft Sächsischer Friedhofsgärtner mbH,

die mit dem Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks

Sachsen eng zusammenarbeitet bietet Ihnen eine vorsorgliche

und dauerhafte Grabmalpflege als gute und zweckdienliche Möglichkeit

an, um bestehende Wünsche und Vorstellungen, gepaart mit der fachlichen

Kompetenz und Sicherheit in Ihrem Sinne umzusetzen.

Die Entscheidung für ein solches Angebot sollte unabhängig davon sein

› Ob Sie alleinstehend sind oder die Verwandten weit weg wohnen

› Das Sie Ihren Angehörigen keine unnötigen oder finanziellen Belastungen

bereiten

Foto: Fotolia © Peter Beerhalter

› Ob Sie als Hinterbliebene die Pflege des Grabes in fachmännische

Hände geben wollen

Fragen Sie in den Gärtnereien und Steinmetzbetrieben Ihrer Region, die

Vertragspartner der Dauergrabpflegegesellschaft sind, nach und bitten

Sie diese um eine kostenlose Information und Beratung zu Grabstein,

Grabumfassung, Bepflanzung und Pflege. Diese Vertragsbetriebe sind

Traditionsfirmen mit hoher Leistungsfähigkeit und ansprechender Qualitätsarbeit.

Den Leistungsumfang und die damit im Zusammenhang stehenden

Kosten bestimmen Sie selbst. Nach Ihrer Entscheidung und der

vertraglichen Bindung wird der entsprechende Betrag in einer Summe

fällig und auf ein separates Treuhandkonto eingezahlt. Mit diesem Geld

ist vor jeglichem Zugriff als sogenanntes „Schonvermögen“ gesichert.

www.dauergrabpflege-sachsen.de | www.gartenbau-sachsen.de

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Informationsbroschüre

11.6 Informationen zur Witwenrente

(Änderungen bei den Witwenrenten ab 2012)

Wie die Rentenversicherung informiert, erhalten Witwen/Witwer - wie

bisher auch - ab dem Jahre 2012 eine Witwenrente, wenn der verstorbene

Ehegatte die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt oder

bereits eine Rente bezogen hat.

Die Ehe muss zum Zeitpunkt des Todes rechtsgültig bestanden haben.

Es darf kein Rentensplitting unter Ehegatten durchgeführt worden sein.

Auf die allgemeine Wartezeit werden bestimmte Zeiten und Zuschläge

angerechnet.

Sie erhalten die „große“ Witwen-/Witwerrente, sofern Sie

› das 45. Lebensjahr vollendet haben oder

› ein waisenrentenberechtigtes Kind, welches das 18. Lebensjahr noch

nicht vollendet hat, erziehen oder

› für ein behindertes Kind sorgen oder

› vermindert erwerbsfähig sind.

Die Rente beträgt 55 Prozent der Rente wegen voller Erwerbsminderung

des/der verstorbenen Versicherten.

Sind die genannten Voraussetzungen für die „große“ Witwenrente/Witwerrente

nicht erfüllt, so erhalten Sie eine „kleine“ Witwen-/ Witwerrente.

Diese Rente beträgt 25 Prozent der Rente wegen voller Erwerbsminderung

des oder der verstorbenen Versicherten.

Die Höhe der Witwenrente ist in den ersten drei Monaten unabhängig

davon ob es eine kleine oder eine große Witwenrente ist, immer gleich.

Sie wird in Höhe einer Versichertenrente gezahlt. Man spricht auch vom

Sterbevierteljahr.

Foto: © iStockphoto, Kondoros Éva Katalin

Wichtige Änderungen schon ab 01. Januar 2002:

(Hinterbliebenenrecht wurde durch das Altersvermögensergänzungsgesetz

neu geordnet)

Für Ehepaare, die nach dem 31.12.2001 geheiratet haben oder bei denen

beide Partner am 01.01.2002 noch unter 40 Jahre alt waren, gibt

es ein neues Hinterbliebenenrecht. Hat die Ehe bis zum Tod des/der

Versicherten weniger als ein Jahr angedauert, ist ein Anspruch auf Witwen-/Witwerrente

nur möglich, wenn die Ehe nicht überwiegend aus

Versorgungsgründen geschlossen wurde. Die „große“ Witwen-/Witwerrente

beträgt 55 Prozent der Rente wegen voller Erwerbsminderung des

oder der verstorbenen Versicherten.

Es kann aber ein dynamischer Zuschlag für Kindererziehung zur Rente

beantragt werden. Er entspricht z.B. bei einem Kind und durchgehender

mindestens dreijähriger Erziehung zwei Entgeltpunkte: Das wären im

Jahr 2007 monatlich 45,94 Euro in den neuen Bundesländern gewesen.

Die „kleine“ Witwenrente oder Witwerrente wird künftig nur noch 24

Monate gezahlt.

Sofern allerdings der überlebende Ehegatte bzw. Lebenspartner wieder

heiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingeht, endet der

Anspruch auf die Witwen-/Witwerrente. Bei der „kleinen“ Witwenrente

werden die bis zum ursprünglichen Ende der Befristung zustehenden

31


Seniorenratgeber Zittau

Beiträge gezahlt. Bei der „großen“ Witwenrente wird das 24-fache des

Monatsbeitrages der Rente gezahlt.

Sollte die neue Ehe bzw. Lebenspartnerschaft wieder beendet werden,

besteht wiederum ein Anspruch auf die Hinterbliebenenrente. Dies ist

dann die Witwenrente bzw. Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten.

Die Witwen-/Witwerrente muss, wie alle anderen Renten auch, beantragt

werden.

Weitere Änderungen ab 2012:

Analog zur Regelaltersgrenze erhöht sich auch die für den Bezug der

„großen“ Witwen-/Witwerrente maßgebende Altersgrenze. Sie wird bei

Todesfällen nach dem 31.12.2011 stufenweise vom 45. auf das 47. Lebensjahr

angehoben. Für Todesfälle ab 2029 gilt dann die Altersgrenze

von 47 Jahren für die „große“ Witwen-/Witwerrente.

Deutsche Rentenversicherung

Villingenring 3

Zittau

03583 6895-0

Deutsche Rentenversicherung

Steinstraße 8

02625 Bautzen

03591/67220

Deutsche Rentenversicherung

Wilhelmsplatz 1

02826 Görlitz

03581/ 87850-0

01.Juli 2012 Die Rente ist erhöht – Ein bitterer Nachgeschmack

bleibt.

20 Millionen Rentner freuen sich über 2 Prozent Rentensteigerung.

Das ist erfreulich und gut. Jedoch 22 Jahre nach der Wiedervereinigung

ist das Rentensystem noch nicht angeglichen. Und so

wird die Kluft zwischen Ost- und West-Rente wieder größer (!). Das

ist auf die unterschiedliche Rentenberechnung zurück zuführen.

Ruheständler erhalten ab 01.07.2012 mehr Geld: 2,26 % im Osten

und 2,18 % im Westen. Das sieht so aus, als ob die Rentner im

Osten stärker von der Rentenanpassung profitieren. Aber: Die prozentuale

Erhöhung betrifft nicht die ausgezahlte Rente, sondern

den Rentenwert. Dieser betrug im Westen 2012 pro Entgeltpunkt

27,47 € – ab 01.07.: 28,07 €. Im Osten 24,37 € – ab 01.07.: 24,92 €.

Daraus ergibt sich im Westen ab Juli ein Plus von 60 Cent je erarbeitetem

Entgeltpunkt, im Osten nur ein Plus von 55 Cent. Der

Abstand je Entgeltpunkt zwischen Ost und West wächst auf 3,15

Euro an. Noch vor einem Jahr betrug die Differenz 3,10 €, davor

3,07 €. Die unterschiedliche Berechnung hat große Nachteile für

die Rentner im Osten.

Im Koalitionsvertrag (2009) wurde für diese Legislaturperiode die

Schaffung eines einheitlichen Rentensystem in Ost und West formuliert.

Aber darüber wird kaum noch gesprochen.

Was ist eigentlich ein Entgeltpunkt?

Die Rente wird mit Hilfe von Entgeltpunkten berechnet. Diese ergeben

sich aus dem individuellen Verdienst. Für ein Durchschnittseinkommen

(2011: 30268 Euro Brutto) gibt es einen Entgeltpunkt.

pro Jahr. Wer dagegen nur die Hälfte verdient, bekommt 0,5 Entgeltpunkte.

Ost-Entgelte werden mit einem Faktor angehoben, damit

sie mit den West-Entgelten vergleichbar sind. Die erarbeiteten

Entgeltpunkte werden dann mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert.

Mit weiteren Faktoren ergibt das die Monats-Brutto-Rente.

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Informationsbroschüre

11.7 Beratungshilfe in Rechtsfragen

Das Beratungshilfegesetz sichert Menschen mit niedrigen Einkommen

Rechtsberatung und Rechtsvertretung zu. Dafür müssen die Betroffenen

nur einen kleinen Beitrag selbst aufbringen.

Erste Anlaufstelle sind die Amtsgerichte. Bestimmte Interessenverbände

unterhalten für ihre Mitglieder auch Rechtsauskunftsstellen.

Besucheradresse Amtsgericht:

Amtsgericht Zittau

Lessingstraße 1, 02763 Zittau

Telefon: 03583-75 90

Öffnungszeiten:

Montag:

Dienstag:

Mittwoch:

Donnerstag:

Freitag:

08.30 Uhr – 11.30 Uhr und 13.00 Uhr – 15.30 Uhr

08.30 Uhr – 11.30 Uhr und 13.00 Uhr – 18.00 Uhr

kein Sprechtag

08.30 Uhr – 11.30 Uhr und 13.00 Uhr – 15.30 Uhr

08.30 Uhr – 11.30 Uhr und 13.00 Uhr – 14.00 Uhr

Postanschrift:

Amtsgericht Zittau

PF 15 55, 02755 Zittau

Foto: © Jens Böhme

Foto: © Fotolia, Thomas Glaubitz

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Seniorenratgeber Zittau

11.8 Befreiung von der GEZ-Gebühr

Wer kann von den GEZ-Gebühren befreit werden?

Von den Rundfunkgebühren befreit werden können Empfänger von

Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II, Sozialhilfeempfänger, Bezieher von

BAföG und Menschen mit Behinderungen, die über einen Schwerbehindertenausweis

mit dem Vermerk R/F verfügen.

Auch bestimmte gemeinnützige Betriebe und Einrichtungen, wie z.B.

Krankenhäuser oder Behindertenwerkstätten, können einen Antrag auf

Befreiung von den Rundfunkgebühren stellen.

Empfehlenswerte Internetadressen:

www.deutsches-seniorenportal.de

www. forum-fuer-senioren.de

www.Bewegungsnetzwerk50plus.de

www.silbernetzwerk.de

www.feierabend.de

GEZ-Befreiung nur per Antrag

Die Rundfunkgebührenbefreiung muss beantragt werden. Seit dem 1.

April 2005 ist hierfür nicht mehr in erster Linie das Sozialamt, sondern

die GEZ selbst zuständig. Für die Antragstellung gibt es von der GEZ

ein Online-Formular. Einfach ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und

- zusammen mit weiteren Unterlagen (siehe nächster Abschnitt) - per

Post an die GEZ, 50656 Köln.

Weitere Unterlagen für die GEZ beifügen

Dem Antrag auf Gebührenbefreiung muss der Bewilligungsbescheid

über die zutreffenden Sozialleistungen (Sozialhilfebescheid, BAföG etc.)

bzw. der Schwerbehindertenausweis im Original oder als beglaubigte

Kopie beigefügt werden!

Allerdings können Sie auch das Original Ihres Bewilligungsbescheids

bei Ihrer zuständigen Bewilligungsbehörde vorlegen mit der Bitte um

Vermerk im GEZ-Antragsformular. In diesem Fall brauchen Sie dem Antrag

dann nur noch eine einfache Kopie des Bewilligungsbescheids beizufügen.

Die Rundfunkgebühren-Befreiung gilt erst ab dem Folgemonat nach

Antragstellung und ist nicht rückwirkend gültig. Daher sollten Sie einen

vorsorglichen Antrag stellen, wenn Sie die Sozialleistung oder die

Zuerkennung des RF-Merkzeichens schon bei der zuständigen Behörde

beantragt, aber den Bescheid noch nicht erhalten haben.

Foto: © Jens Böhme

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Lindenweg 8

D-02779 Großschönau

Telefon 035841 630-11

Telefax 035841 630-13

info.grossschoenau@juh-sachsen.de

• Sozialstationen

• Kinderhäuser

• Ausbildung Erste Hilfe

• Menüdienst

• Kurzzeitpflegestation

• Hausnotruf

• Grund- und Behandlungspflege

36


Bürgerhilfe im

Gesundheitsamt Görlitz

Reichertstr. 112, ,02826 Görlitz

Kontakt:

Christel Rieger

Tel. privat 03581/85 56 40

christel.rieger@gmx.net

Die Bürgerhilfe begleitet psychisch und psychosomatische

erkrankte Menschen

• Besuchsdienst bei Betroffenen

• Partnerschaft für alleinstehende psychisch Kranke

• Hilfe in Krisensituationen

• Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen

• Aktivitäten im Bereich der gemeinsamen Freizeitgestaltung

• Begleitung zu Ämtern und Behörden

Löbau - Zittau

in

guten

Händen...

Altenpflegeheime:

Bethlehemstift

Zittau-Eichgraben

Wichernhaus

Mittelherwigsdorf

info@dwlz.de Tel.: 03585/47 66 - 0

Foto: Wikimedia © Jürgen Lindert

Ambulanter Pflegedienst – Tagespflege – Tagesbetreuung – Betreutes Wohnen

Lebenshilfe Zittau e.V.

Geschäftsstelle: Neißstraße 5, 02763 Zittau, Tel. (03583) 79 46 40

ist der etwas andere ambulante Pflegedienst

Tel. (03583) 58 65 838, Mobil (0171) 183 1292, Fax (03583) 79 46 40

Der Mensch im Mittelpunkt – gemeinsam den Alltag erleben und sich wohlfühlen, dass können Sie mit Hilfe unseres

Pflegedienstes und seinen begleitenden Angeboten. Für Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

www.lebenshilfe-zittau.de – E-Mail: info@lebenshilfe-zittau.de

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