Nr. 214, Dezember 2008 - Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Köln

gruenekoeln.de

Nr. 214, Dezember 2008 - Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Köln

Kölner Mitgliederrundbrief

Nr. 214 Dezember 2008

Superwahljahr

2009

Foto: Dogan Gülbahar

Foto: Patrick Kopischke

Bündnis 90 / Die Grünen


Inhalt und Editorial

Editorial

Liebe Freundinnen und Freunde,

Inhaltsverzeichnis 2

Partei intern I

Personaldiskussion vertagt 3

Von Patrick Kopischke

Personal- und Organisationsentwicklung für

Vielfalt und Nachwuchs bei Grünen

MandatsträgerInnen 3

Von Dieter Schöffmann

Interview

„Öffentliches Grün ist ein genauso hohes Gut

wie der private Garten.“ 4/5

Interview mit dem rot-grünen OB-Kandidaten Jürgen Roters

Partei intern II

Wo bleiben die jungen KandidatInnen? 6

Von Lino Hammer

Antrag an die Mitgliederversammlung 6

Kommunalwahl 2009

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat 7

Von Kerstin Ciba

MARION und MAX MUSTERKANDIDATUR 7

Bewerbungen 8-18

Partei intern III

Adressen 19

Termine 20

Einladung zur Kreis Mitgliederversammlung

am 16./17.1.2009

Vorstellung von Marc Schulz (Wahlkampfmanager)

einen eindeutigeren Themenschwerpunkt kann eine

MachEt nicht haben. Die Kommunalwahlen 2009

stehen vor der Tür und wir widmen ihnen ein ganzes

Heft.

Wie verlassen wir GRÜNEN die ausgetretenen Pfade

bei der Gewinnung neuer KandidatInnen für Mandate

auf allen politischen Ebenen? Wie kommen auch

jüngere GRÜNEN in den Rat? Und, wie gut ist es

für unsere Partei, wenn ihre RepräsentantInnen auf

Bundesebene oftmals kaum über Berufserfahrung außerhalb

der GRÜNEN Partei verfügen? Diesen und

weiteren Fragen widmen sich Dieter Schöffmann

und Patrick Kopischke in ihren Beiträgen. Einer ganz

ähnlichen Frage geht der Sprecher der GRÜNEN

Jugend, Lino Hammer, nach.

Der OB-Kandidat Jürgen Roters – gemeinsamer Kandidat

von uns und der SPD – hat sich schon bei verschiedenen

Versammlungen der GRÜNEN den

Fragen der Mitglieder gestellt. Wir wollten einige

Dinge noch genauer wissen und fragten nach. Das

große Interview mit ihm findet Ihr auf den Seiten

4 und 5.

Und schließlich und endlich: Die Bewerbungsschreiben

von 22 RatskandidatInnen liegen vor. Wir wollen mit dieser

Ausgabe der MachEt auch diejenigen neugierig machen

und ermutigen, die sich vielleicht noch kurzfristig für

eine Kandidatur entscheiden. Am 17. Dezember fand dazu

ein Treffen für Interessierte statt, die vielleicht noch einen

letzten Anstoß brauchten. Wir laden Euch herzich zur

Kreismitgliederversammlung am 16./17. Januar 2009 ein,

um gemeinsam unsere Ratsliste zu wählen. Die offizielle

Einladung hierzu gibt es auf der Rückseite dieses Heftes.

In der MachEt Redaktion hat es durch die teilweise Neubesetzung

im Kreisvorstand ein Stühlerücken gegeben. Ausgeschieden

sind unsere langjährigen Redaktionsmitglieder

Björn Troll und Ralf Unna. Wir danken an dieser Stelle für

ihren großen Einsatz für viele MachEt-Ausgaben. Neu im

Team ist Christian Schirmer, Mitglied des Vorstands der

GRÜNEN im KV Köln.

Wir wünschen euch friedliche Weihnachten, einen guten

Rutsch und freuen uns auf ein ereignisreiches Superwahljahr

2009.

Christian, Christiane, Marion

Impressum

Die MachEt ist das offizielle Magazin der Kölner GRÜNEN und erscheint viermal im Jahr. Gedruckt auf holzfreiem und chlorfrei gebleichtem Papier,

Aufl age 1.200

Anschrift Redaktion MachEt • c/o KV-Büro Ebertplatz 23 • 50668 Köln • Ebertplatz 23 • 50668 Köln • ( 9 72 78 88 • 3 9 72 78 89

7 redaktion@mach-et.de • 7 machet@gruenekoeln.de • : www.gruenekoeln.de

V.i.S.d.P.: Christian Schirmer Layout: Michael Beutler

Redaktion: Christiane Martin, Marion Lüttig, Christian Schirmer (CvD) Druck: GHS Druck GmbH

Mitarbeit an dieser Ausgabe: Kerstin Ciba, Kirsten Jahn, Stefan Peil, Manfred Waddey Preis: 1 €, Mitglieder kostenlos

Die Artikel spiegeln die Meinung des/der jeweiligen AutorIn wieder und nicht unbedingt die der Redaktion oder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, KV Köln. Unverlangt

eingesandte Manuskripte nehmen wir gerne entgegen. Haftung wird nicht übernommen. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge zu kürzen.


Partei intern I

Personaldiskussion vertagt

Von Patrick Kopischke

Am Ende hat es nicht ganz gereicht:

Rund 40 Prozent der Delegierten der

BDK in Erfurt unterstützten den Kölner

Antrag, der die Einrichtung einer

Personalentwicklungskommission forderte.

Zu wenige, um die Kommission

tatsächlich einzurichten.

Dieses Ergebnis hatte sich bereits zwei

Stunden früher abgezeichnet, als über

einen satzungsändernden Antrag abgestimmt

wurde, der die Einführung

einer anspruchvollen Neuenquote für

die Europaliste vorsah. Auch diesem

Antrag stimmten etwa 40 Prozent der

Delegierten zu.

Obgleich die Mehrheit knapp verfehlt

wurde, macht das Ergebnis deutlich,

dass weite Teile der Partei die derzeitige

Entwicklung kritisch betrachten

und eine Diskussion zum Thema Berufspolitiker

wünschen.

Leider standen die entsprechenden

Anträge am Samstag sehr spät auf der

Tagesordnung. So blieb keine Zeit für

die ausführliche Debatte, die das Thema

verdient hätte - der Austausch von

Argumenten beschränkte sich auf Pround

Contra-Reden.

Für beziehungsweise gegen den Kölner

Antrag stiegen Patrick Kopischke und

Steffi Lemke „in die Bütt“.

Patrick richtete einen eindringlichen

Appell an die Delegierten, das in weiten

Teilen der Partei verbreitete Unbehagen

über die Tendenz zum „Berufspolitikertum“

ernst zu nehmen. Wie

dem entgegengesteuert werden könne,

darüber solle die Partei eine intensive

Diskussion führen. Steffi verwies in ihrer

Gegenrede darauf, dass bereits 2005

eine Nachwuchsförderungskommission

beschlossen worden sei. Sie plädierte

Kölner Delegierte bei der BDK in Erfurt

dafür, diese Diskussion erst nach den

Wahlen zu führen. Und sie bemängelte,

der Antrag lege einen sehr starken Fokus

auf Berufserfahrung, vernachlässige

hingegen sonstige Lebenserfahrung.

Wir werden das Angebot von Steffi

Lemke aufgreifen und das Thema nächstes

Jahr erneut auf die Tagesordnung

setzen. In der Zwischenzeit gilt es, sich

voll auf die anstehenden Wahlkämpfe

zu konzentrieren!

Foto: Patrick Kopischke

Personal- und Organisationsentwicklung für Vielfalt

und Nachwuchs bei Grünen MandatsträgerInnen

Von Dieter Schöffmann

Am 3. November wurde im Delegiertenrat

über aktuelle Kandidatenaufstellungen

berichtet. In der anschließenden

Diskussion verdichtete sich u.a. die

Einschätzung, dass es bei uns Grünen

häufig an vielfältigem, talentiertem

und kompetentem Nachwuchs fehlt,

der eine konstruktive Wahlalternative

zu altgedienten MandatsträgerInnen

bietet.

Zur Verbesserung dieser Situation hat

der Delegiertenrat den Kreisvorstand

einstimmig „beauftragt, eine Arbeitsgruppe

einzusetzen, die bis zum 31.

Januar 2009 dem Kreisverband (Delegiertenrat,

Vorstand, Mitgliederversammlung)

ein Handlungskonzept

vorlegt, mit welchen Maßnahmen innerhalb

der nächsten zwei Jahre für die

Zukunft sichergestellt bzw. entwickelt

werden kann, dass

– Grüne unterschiedlichen Geschlecht,

Alters, Herkunft und Kompetenzen

realistische Chancen für Erstkandidaturen

für den Rat, den Landtag,

den Bundestag, das Europaparlament

und ggf. weitere Mandate erhalten

- inkl. Exitstrategien für MandatsinhaberInnen

– der KV solchen Kandidatinnen und

Kandidaten mit seinen Möglichkeiten

zu erfolgreichen Kandidaturen

verhilft.“

Noch am selben Abend wurde die Arbeitsgruppe

bestehend aus Stefan Peil,

Dieter Schöffmann und Matthias Welpmann

gebildet. In der Zwischenzeit hat

dieses Trio zusammengefunden und

Grundzüge für ein Handlungskonzept

erarbeitet. Anfang Januar soll das Konzept

soweit fertig gestellt werden, dass

es dann in die interne Diskussion eingespeist

werden kann.

Kontakt für Fragen oder Anregungen:

Dieter Schöffmann, dieter@schoeffmann.biz,

0171/34 42 876

Nr. 214Dezember 2008

3


Interview

„Öffentliches Grün ist ein genauso hohes Gut

wie der private Garten.“

Interview mit dem rot-grünen OB-Kandidaten Jürgen Roters

Seit Ihrer Vorstellung als gemeinsamer

rot-grüner Oberbürgermeister-Kandidat

am 10. August sind 16 Wochen

vergangen. Wie hat sich Ihr Leben verändert?

Nach der politisch motivierten Entlassung

als Regierungspräsident durch die

schwarz-gelbe Landesregierung ging es

von Hundert auf Null, am 10. August

dann von Null auf Neunzig. Inzwischen

bin ich längst wieder bei Hundert

angekommen. Ich bin jeden Abend unterwegs.

Zunächst habe ich Kontakt zur

Basis beider Parteien gesucht und viele

Termine vor Ort wahrgenommen. Das

geht weiter. Zunehmend kann ich mich

aber auch öffentlich präsentieren und

meine Positionen innerhalb der Kölner

Politik verdeutlichen.

Was sagt Ihre Familie?

Die unterstützt mich voll. Meiner Frau

bin ich sehr dankbar.

Warum werden Sie ein besserer OB als

Fritz Schramma sein?

Der OB ist zunächst einmal auch Chef

der Verwaltung. Als ehemaliger Polizeiund

Regierungspräsident habe ich

dazu mehr Kompetenz und Erfahrung

als Fritz Schramma.

Ich will die MitarbeiterInnen einbeziehen,

Verantwortung delegieren und das

System für alle zuverlässig, gerecht und

berechenbar gestalten. Im Verwaltungsvorstand

soll es eine klare Führung

durch den OB geben, und der Vorstand

muss als Team zum Wohle der Stadt arbeiten.

Als OB möchte ich meine Stellung nutzen,

um Prozesse voranzubringen und

Ziele trotz Hindernissen zu erreichen.

Dazu gehört, dass in wichtigen Fragen

ein Konsens unter der Moderation des

OBs gesucht, gefunden und durchgesetzt

wird.

Beispiel: Die gescheiterte Bewerbung

um das Fußballmuseum. Für die Stadt

und die Gemeinden um Köln wäre das

Museum eine weitere Attraktion geworden.

Die Zukunft des Olympiamuseums

wäre gesichert worden.

Jürgen Roters nimmt die Wahl der

Mitgliederversammlung von Bündnis 90 /

DIE GRÜNEN an

Der DFB hat Köln favorisiert. Der Rat

hat richtig entschieden, für das Museum

nicht Millionen in die Hand zu

nehmen. Die Ruhrgebietsstädte taten

sich jedoch zusammen und präsentierten

ein überzeugendes Konzept.

Als Kölner OB, der den Rat hinter sich

weiß, hätte ich alles daran gesetzt,

fehlende Mittel und Risiken auf mehr

Schultern zu verteilen. Ich hätte die

Nachbarn im Rheinland einbezogen

und versucht, die Kölner Wirtschaft

für das Projekt zu gewinnen. Und warum

nicht auch den FC?

Als OB möchte ich eigene Projekte initiieren

und etwa den Wissenschaftsstandort

Köln in Kooperation mit den

Kölner Hochschulen ausbauen und jungen

WissenschaftlerInnen den Start in

eine berufliche Zukunft in Köln erleichtern.

Ein Innovationszentrum könnte

u.a. den Schwerpunkt nachhaltige Energieerzeugung

und -nutzung haben.

Auf diesem Feld kann sich die Kölner

Fachhochschule bereits sehen lassen.

Ihre ersten hundert Tage: Womit geht

es los? Zunächst in und mit der Verwaltung?

Ich bin keine Person, die erst ein Feuerwerk

abbrennt und dann den Alltag

vernachlässigt. Von VerwaltungsmitarbeiterInnen

höre ich, dass die Beschäftigung

mit internen Problemen

derzeit viele Prozesse lähmt. Daher

möchte ich als OB zunächst viele Verwaltungsbereiche

aufsuchen und mir

Vorschläge der MitarbeiterInnen – vom

Sachbearbeiter bis zur Amtsleiterin

- anhören. Zentrale Vorhaben werden

in Qualitätszirkeln und Projektteams

vorangebracht werden. Dazu gehören

Personalentwicklungsmaßnahmen, die

Talente fördern und familiäre Situationen

berücksichtigen. Den städtischen

Frauenförderplan will ich insbesondere

im Hinblick auf Führungspositionen

weiter entwickeln. Diversity-Management

ist für mich selbstverständlich.

Ich werde die Zusammenarbeit mit der

Politik verbessern. Die Fraktionen geben

durch ihre Beschlüsse die Ziele des

Verwaltungshandelns vor. Als OB werde

ich dafür sorgen, dass die Verwaltung

die ehrenamtlichen Ratsmitglieder

bei der Vorbereitung von Beschlüssen

kompetent unterstützt.

Und mit welchen Projekten werden

Sie starten?

Die Themen Energie und Klima liegen

mir am Herzen. Köln muss als größte

Stadt in NRW einen vorbildlichen Beitrag

zur Reduzierung der CO2-Emissionen

und der nachhaltigen Energienutzung

und -erzeugung leisten. Dabei

muss die Stadt mit ihren eigenen Gebäuden

und denen der städtischen Unternehmen

vorangehen. Neubauten und

grundlegende Instandsetzungen müssen

den Passivhausstandard anstreben. Die

RheinEnergie als städtische Gesellschaft

muss verstärkt erneuerbare Energie zur

Verfügung stellen und Energiesparmaßnahmen

energisch umsetzen.

HausbesitzerInnen müssen unbürokratisch

und schnell Maßnahmen zur

Steigerung der Energieeffizienz umsetzen

können. Dazu bedarf es einer

unabhängigen, niedrigschwelligen Beratung.

Es ist zu prüfen, ob der Einsatz

erneuerbarer Energien, aber auch die

Wärmedämmung durch entsprechende

4 Nr. 214Dezember 2008


Interview

Fraktions- und

Parteispitzen

rahmen den

frisch gekürten

gemeinsamen

OB Kandidaten

Jürgen Roters

und seine Frau

Angela ein.

Fotos: Dogan Gülbahar

Satzungen der Stadt beschleunigt werden

kann. Davon profitieren die BürgerInnen

durch geringere Kosten und

ein gesündere Lebensbedingungen, der

Mittelstand und das Handwerk durch

Aufträge, die Arbeitssuchenden durch

Arbeitsplätze.

Damit komme ich zum Thema Arbeitsmarkt:

Köln hat einen nicht hinzunehmenden

Sockel an Langzeitarbeitslosen,

die größtenteils mangelnde formale

und tatsächliche Qualifikation aufweisen.

Hier greifen die Instrumente der

Arbeitsagentur nicht – auch nicht die

der Kölner ARGE. Ich möchte daher

mit allen Beteiligten neue Konzepte

der Beschäftigungspolitik entwickeln.

Auf allen Ebenen – vom Städtetag als

kommunaler Interessenvertretung bis

zum Arbeitsminister in Berlin – werde

ich mich dafür einsetzen, dass das bundesweit

gelobte Kölner Modell wieder

arbeitsfähig wird. Dazu gehört auch die

Zusammenarbeit mit den Freien Trägern.

Alle – vor allem junge – Menschen

müssen einen Schulabschluss und eine

weitere Qualifikation erwerben können.

Welches Thema werden Sie mit besonderer

Leidenschaft bewegen?

Das ist die Bildung. Es ist ein Skandal,

dass in Deutschland Schulerfolg und

Lebenschancen von Kindern in erster

Linie vom Bildungsgrad ihrer Eltern

abhängen. Die schwarz-gelbe Landesregierung

arbeitet zwar an den Symptomen,

beseitigt aber nicht die Ursachen.

Unsere Kindertagesstätten – auch

die U3 – müssen qualitativ besser ausgestattet,

ErzieherInnen auf Hochschulniveau

ausgebildet werden. In den

Schulen darf die Trennung nicht mehr

nach dem vierten Schuljahr erfolgen.

Das längere gemeinsame Lernen birgt,

wie Beispiele aus anderen europäischen

Ländern zeigen, viele Chancen. Notwendig

ist ferner der qualitative und

quantitative Ausbau der Ganztagsangebote.

Hier werden wir als Großstadt

vom Land schmählich in Stich gelassen.

Wie werden Sie als OB mit Themen

umgehen, die zwischen SPD und Grünen

strittig sind? Stichwort Godorfer

Hafen?

Zum Godorfer Hafen gibt es einen Ratsbeschluss,

dem ich folgen werde.

Ein weiterer Streitpunkt ist der Niehler

Gürtel. Wir Grüne sind dagegen,

die Spange Mauenheimer und Niehler

Gürtel zu Lasten des Inneren Grüngürtels

zu schließen.

Ich kenne den Inneren Gürtel in Niehl

gut. Ich wohne dort und habe dort

meine Laufstrecke. Ein Ausbau würde

einen Qualitätsverlust bedeuten. Dagegen

muss die derzeitige Beeinträchtigung

für die Bewohner abgewogen

werden.

Konflikte gibt es vor Ort um den Flächenverbrauch.

Da Köln eine wachsende

Stadt ist, ist der Druck auf die

Freiflächen groß.

Nachverdichtung muss gerecht verteilt

werden. Es kann nicht sein, dass dort,

wo mit Widerstand zu rechnen ist, nicht

nachverdichtet wird und anderorts

wohl. Grundsätzlich muss Nachverdichtung

behutsam erfolgen. Öffentliches

Grün ist ein genauso hohes Gut

wie der private Garten. Wir müssen

in menschlichen Dimensionen bauen.

Großsiedlungen wie Chorweiler sind

heute völlig ausgeschlossen.

Thema Flughafen: Die Stadt hat das

Recht, die Mehrheit zu erwerben. Seit

Jahren kämpfen wir Grünen für ein

Nachtflugverbot.

Es ist gut, dass die Weiterentwicklung

des Flughafens in der Hand der Stadt

bleibt. Diese kann bis zu 62% zu erwerben.

Ich sehe Steuerungsmöglichkeiten

über höhere Gebühren für lärmintensive

Maschinen. Auch im passiven

Schallschutz sehe ich noch Potential..

Nun der letzte Streitpunkt: Aktuell

wird diskutiert, die Rheinuferstraße

sechsspurig auszubauen und 150 Bäume

zu fällen.

Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Im Planungsverfahren wurde die

Kreuzungsfrage untersucht und für

unproblematisch befunden. Dann kam

eine öffentliche Diskussion auf, die sich

am Beispiel der Luxemburger Straße

entzündete. Die CDU schlug dann eine

Tunnellösung vor – ein 100 Millionen.

Euro teurer Unsinn! Ich denke, dass

man die Querung beschleunigen muss.

Und wenn sich alle Beteiligten ernsthaft

bewegen, können wir zu einem Ergebnis

kommen, das für alle tragbar ist.

Das Interview führten Kirsten Jahn und

Stefan Peil.

Nr. 214Dezember 2008

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Partei intern II

Wo bleiben die jungen KandidatInnen?

Von Lino Hammer, Sprecher der GRÜNEN JUGEND KÖLN

Jetzt ist es also wieder soweit: Die Ratsliste

wird aufgestellt und die GRÜNE

JUGEND wird gefragt: „Wollt ihr nicht

für den Rat kandidieren?“ Doch leider

muss die Antwort von vielen Mitgliedern

der GRÜNEN JUGEND lauten:

„Nein, ich glaube nicht, dass ich das

schaffe …“ Woran liegt das?

Einige von uns gehen noch zu Schule

und wissen noch nicht einmal, wo es

sie zur Ausbildung oder zum Studium

hinziehen wird. Diejenigen von uns,

die schon studieren, haben oft durch

gestraffte Vorlesungspläne (nicht nur)

im Rahmen des Bachelor nicht die nötige

Zeit, sich noch großartig nebenher

zu engagieren. Und bei durch die

von schwarz-gelb eingeführten Studiengebühren

kann es sich nicht jedeR

leisten, eventuell noch ein Semester

dranzuhängen. Andere wiederum sind

erst seit kurzer Zeit dabei. Sie glauben,

noch nicht den nötigen Durchblick in

der Kölner Politik zu haben, um im Rat

mitzumischen.

Es scheint also so, als stehe sich die

GRÜNE JUGEND selbst im Weg. Wir

sind der jüngste aller Parteijugendverbände,

unser Höchstalter liegt bei

27, die Jüngsten bei uns dürfen noch

nicht einmal wählen … So kommt es,

dass die meisten von uns eben in jenem

Alter sind, wo Ausbildung die Priorität

genießt. Doch gerade hier wäre die

Partei gefragt, diejenigen „aufzufangen“,

die für die GRÜNE JUGEND zu

alt sind, sich aber für die Partei noch

„zu jung“ fühlen. Es müssen Angebote

geschaffen werden, die junge Erwachsene

anspricht und sie motiviert, sich

in der Partei zu engagieren. Veranstaltungen

wie z.B. das „Forum U35“ auf

Landesebene, bei dem sich junge Grüne

aus ganz NRW treffen und austauschen

können. Auch in Köln ist bestimmt genug

Potenzial für eine solche Veranstaltung

vorhanden.

Wenn wir nun also die Aktiven länger

bei uns halten halten, ihnen früh die

Möglichkeiten aufzeigen, die sich ihnen

bieten und Strukturen für junge Parteimitglieder

verbessern, dann wird es sicherlich

auch auf der Ratsliste 2014 den

einen oder die andere junge KandidatIn

geben.

Antrag an die Mitgliederversammlung

des KV Köln am 16.01.2009

(Entwurf des Kreiskassierers)

Regelung zu den Beiträgen kommunaler

MandatsträgerInnen für die Wahlperiode

2009–2014

Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Köln

beschließt in Fortsetzung der bisherigen Praxis folgende

Grundsätze und Regelungen für die MandatsträgerInnenbeiträge

(§ 27(1) Satz 2 Parteiengesetz: „Mandatsträgerbeiträge

sind regelmäßige Geldleistungen, die ein Inhaber

eines öffentlichen Wahlamtes (Mandatsträger) über seinen

Mitgliedsbeitrag hinaus leistet) auf Ratsebene für die Wahlperiode

2009 – 2014:

(1) Die Wahrnehmung eines kommunalen Mandats sowie

die Tätigkeit in Aufsichtsgremien von kommunalen

Unternehmen sind ehrenamtlich. Die von den Grünen

aufgestellten MandatsträgerInnen sollen in Ausübung

ihres kommunalen Mandats keine finanziellen Vorteile

erlangen, aber auch keine Nachteile erleiden.

(2) Die MandatsträgerInnen können den steuerfreien Anteil

ihrer Einkünfte (zur Zeit laut Erlass des Finanzministeriums

266 € im Monat) aus Aufwandsentschädigungen

und Sitzungsgeldern zur Deckung ihrer mandatsbedingten

Ausgaben einbehalten, darüber hinaus

gehende Einkünfte werden an den Kreisverband als

MandatsträgerInnenbeitrag abgeführt. Zur Vermeidung

steuerlicher Nachteile können pauschal bis zu 35 %

des zu versteuernden Betrags einbehalten werden.

Sachkundige BürgerInnen und Sachkundige EinwohnerInnen

führen die Sitzungsgelder in voller Höhe ab.

(3) Sofern persönliche oder berufliche Lebensumstände es

erfordern, von dieser Regelung abzuweichen, ist dies

aktuell und zeitnah mit den Vorsitzenden des Kreisverbandes

und dem/der Kreiskassiererin zu vereinbaren.

(4) Die MandatsträgerInnenbeiträge sind Bestandteil des

jährlichen Haushalts des Kreisverbandes Köln und

werden als solche im jährlichen Haushalt explizit ausgewiesen.

(5) Der Kreisverband Köln stellt einen Teil der vereinnahmten

MandatsträgerInnenbeiträge nach Maßgabe des

KV-Haushaltsplans für den Nikolaus-Gülich-Fonds zur

Verfügung.

(6) Es obliegt der Entscheidung der grünen Ratsfraktion,

die Tätigkeit des Fraktionsvorstands ganz oder teilweise

aus deren Mandatseinkünften zu vergüten. Dies ist

dem Kreisvorstand rechtzeitig anzuzeigen.

(7) Zur Verwaltung der Einkünfte aus Aufwandsentschädigungen

und Sitzungsgeldern können die Mandatsträger

weiterhin ein gemeinsames Treuhandkonto führen.

(8) Die MandatsträgerInnen sind aufgefordert, alle Einkünfte

aus dem Mandat jährlich gegenüber dem/der

Kreiskassiererin anzuzeigen.

6 Nr. 214Dezember 2008


Kommunalwahl 2009

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat

Von Kerstin Ciba, Vorsitzende

In großen Schritten geht es auf die Superwahljahre

2009 und 2010 zu: Nachdem

wir bereits unser Kommunalwahlprogramm

verabschiedet haben, wählen wir

am 16. und 17. Januar 2009 die Kandidatinnen

und Kandidaten für die Ratsliste.

22 BewerberInnen stellen sich auf den

folgenden Seiten vor.

Weitere Bewerbungen herzlich willkommen!

Dabei ist die Liste längst nicht geschlossen:

Interessierte können sich noch bis

zur Wahl im Januar bewerben. Gerade

Neulinge möchten wir ausdrücklich zur

Kandidatur ermutigen und stehen ihnen

im Vorstand jederzeit mit Rat zur Verfügung.

Solange nichts entschieden ist, arbeiten

wir natürlich mit Elan und Energie auf

den 7. Juni hin. Auf dem Weg freuen wir

uns über Anregungen, Kritik und MitstreiterInnen!

Du willst auch gerne noch für den Rat

2009–2014 kandidieren?

Dann schicke bitte einen Text mit maximal

2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen an die

Mach Et Redaktion. Wir regen an, dass Ihr

Euren Text entsprechend des unten abgedruckten

Musters gliedert. Und, vergesst

nicht ein Foto (farbig oder s/w) in hoher

Auflösung und in separater Datei mit zu

schicken. Die bis zum 7. Januar 2009 eingehenden

Bewerbungen werden als Mail

an die Mitglieder geschickt.

Mailadresse für eure Dateien, auch bei

Rückfragen: mach-et@gruenekoeln.de

MARION und MAX MUSTERKANDIDATUR

Für eine starke grüne Liste

In einer Stadt wie Köln sind die Anforderungen

an ehrenamtliche Räte hoch. Ein

vielfältiges Team ist eine gute Voraussetzung

für eine starke grüne Präsenz

– gleich in welcher machtpolitischen

Konstellation wir uns nach dem Wahlen

finden: In der regierenden Mehrheit, in

einem Kernbündnis oder in der Opposition.

Mit einem neuen alten Oberbürgermeister

Fritz Schramma oder – und

darauf setzen wir! – mit einem rot-grünen

OB Jürgen Roters an der Stadtspitze.

Gerade angesichts des offenen Ausganges

wollen wir mit starken grünen

KandidatInnen einen unabhängigen

Ratswahlkampf führen mit dem Ziel,

möglichst viel Grün in den neuen Rat zu

bringen!

Wahltermin weiter unklar

Ob die Rats- und OB-Wahlen tatsächlich

am 7. Juni 2009 stattfinden, ist keinesfalls

sicher. Noch läuft vor dem Verfassungsgerichtshof

Münster eine Klage von Grünen

und SPD gegen die Verlegung des

Termins durch die schwarz-gelbe Landesregierung

vom ursprünglichen September-Termin

auf Juni.

Gewichtige Argumente sprechen gegen

die Verlegung: Zwischen der Wahl und

dem Amtsantritt des neu gewählten Rates

würden über 20 Wochen liegen. Und,

etwa 65.000 Jugendliche in Nordrhein-

Westfalen erreichen in den Wochen zwischen

Juni und September das Wahlalter

und würden somit von der Wahl ausgeschlossen.

?

Zur Person

Geboren am 16. Januar 1975 in Frechen-

Buschbell – Beruf: HoffnungsträgerIn / Bankkaufmann/-frau

/ ErzieherIn / WeltverbessererIn

– Derzeitige Tätigkeit: Habe zuletzt im

Verlagswesen gearbeitet und bin jetzt WirtschaftprüferIn

der Ruckzuck-Agentur

Persönliches: Spiele auf vielen Klaviaturen

und tanze gerne, aber nicht auf zu vielen

Hochzeiten. Außerdem liebe ich Tiere, vor

allem Trampeltiere. Spreche fließend Flämisch

und weiß daher ein Lied zu singen

vom Rassismus des Vlams Belang. Engagiere

mich bei der KG Strüßjer&Bützcher.

Fahre mit meinen Kindern gerne Karussell

bei der Düxer Kirmes und trinke dabei

alkoholfreies Bio-Kölsch.

Politisches /

Gesellschaftliches Engagement

1999 wollte ich schon einmal für die Bezirksvertretung

Porz kandidieren. Dann sind wir

umgezogen und seither engagierte ich mich

in Hoffnungsthal als ParteisprecherIn. Nach

meiner Rückkehr nach Köln habe ich meine

alte Verbundenheit zum „VCD Köln und

Umgebung“ wieder aufleben lassen. Als

Jugendliche/r war ich LeiterIn einer Pfadfindergruppe.

Gründe für die Kandidatur

• Im Kölner Alltagsleben gibt es so viele

Ärgernisse, zu denen ich was zu sagen

?

habe und sie ändern oder abstellen

möchte

• In den Rat gehören nach meiner Überzeugung

auch jüngere und tatendurstige

KandidatInnen

• Politik sorgt nur dann für Interesse bei

den WählerInnen, wenn sie offensiv

vermittelt wird

• Möchte GRÜNE Ratsaktivitäten stärker

hinein in die Bevölkerung und insbesondere

zu den GRÜNEN Wählerschichten

befördern

Politische Ziele für die

nächsten fünf Jahre

• Fahrten zum Bäcker um die Ecke erledigen

die KölnerInnen nur noch per Velo /

zu Fuß

• Im Großraum Köln sollen die Menschen

ruhiger schlafen können – Flugverkehr

nur tagsüber

• Der/Die GRÜNE BürgermeisterIn soll

eine tägliche Kolumne im Kölner Stadt-

Anzeiger erhalten

• Auf dem Aachener Weiher sollen

Schwäne wieder freie Liebe praktizieren

können

Nr. 214Dezember 2008

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Kommunalwahl 2009

Maria Bogdanou

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit 2004 vertrete ich die grün-offene

Liste im Integrationsrat. Dort habe ich

mit Begeisterung grüne Migrationspolitik

umgesetzt. Dies möchte ich nun

im Rat fortsetzen und intensivieren.

Wir Grünen haben viele unserer Ziele

erreicht: z.B. Projekte zur Förderung

Gerd Brust

57 Jahre, Ingenieur im Vorruhestand,

verheiratet, 1 Tochter

Foto: privat Foto: privat

der Mehrsprachigkeit gesichert, den

Haushalt der Interkulturellen Zentren

erhöht und den Integrationsrat eingeführt.

Es ist aber noch viel zu tun. Die Debatte

um den Moscheebau hat gezeigt, dass

wir noch stärker für die Verständigung

zwischen den verschiedenen Kulturen

eintreten müssen. Wir brauchen mehr

Begegnungen, die über die Funktionärsebene

hinausgehen. Nur so können

wir lernen, uns gegenseitig zu respektieren

und zu akzeptieren. Dass dafür

nicht nur Gotteshäuser und Schulen in

Frage kommen, zeigt das Projekt Interkultureller

Garten in Niehl.

Über ein Drittel der Jugendlichen haben

einen Migrationshintergrund. Doch

Chancengleichheit ist noch immer nicht

erreicht. Damit alle Menschen gerne

in Köln leben und sich mit ihrer Stadt

identifizieren, müssen wir uns weiter

öffnen: unsere Verwaltung, unsere

kulturellen Einrichtungen (Kultur der

MigrantInnen sollte nicht allein auf

Migrantenkultur reduziert werden),

unsere Wirtschaft und unser Bildungssystem.

Seit den letzten Kommunalwahlen bin

ich einer der Neuen in der grünen Ratsfraktion.

Aufgrund meiner Ausbildung

lag es nahe, mich mit den mehr technischen

Fragen (Bauen, Energie, Feuerwehr,

Müllentsorgung) zu beschäftigen.

Ich tue dies in den Ausschüssen Bauen

und Wohnen; Umwelt, Gesundheit und

Grün; Rechnungsprüfung sowie in den

Aufsichtsräten von GAG, AVG, Rhein-

Energie und AWB.

Schwerpunkt meiner Arbeit ist alles,

was mit Klimaschutz zu tun hat:

von der energetischen Gebäudesanierung

bei der GAG, über Fernwärmeausbau

bis zur Verschärfung der Energieleitlinien

für die städtischen Gebäude.

Maßgeblich beteiligt war ich daran,

dass auf Grundstücken der Stadt nur

noch mindestens im KfW 40 - Standard

gebaut werden darf, dass die Stadt jetzt

ihren Strom zumindest zu 50% aus erneuerbaren

Quellen oder KWK – Anlagen

bezieht und dass es ein Programm

zur energetischen Sanierung städtischer

Gebäude gibt.

Dafür möchte ich gerne im Rat mitarbeiten.

Ich möchte für alle EinwohnerInnen

dieser Stadt - egal ob deutsch,

türkisch oder Zaza - ansprechbar sein,

mit ihnen zusammen arbeiten. Über

Euer Vertrauen würde ich mich sehr

freuen.

* 1961 auf Korfu, GR

1980 nach Köln, wo ich mit meiner

Lebensgefährtin lebe

1993 MA in Griechisch, Englisch und

Slavistik

– Dozentin, Übersetzerin, Lektorin,

Herausgeberin

– Teilzeit für eine Grüne MdB in

Aachenw

– Lehrauftrag für Neugriechisch an der

Uni Bonn

Seit 1998 Mitarbeit bei den Grünen, seit

2002 als Mitglied

Seit 2004 im Integrationsrat, stellvertretende

Vorsitzende

Sprecherin der LAG EinwanderInnen,

Mitglied in LAGen und BAGen

POP e.V. - Griechische Kultur, Vorstand

Lew-Kopelew-Forum e.V.

Im Abfallbereich habe ich mich vor

allem für die Verbesserung der Recyclingmöglichkeiten

eingesetzt: Pilot-

Recyclinghöfe, Aussortierung brauchbarer

Teile im Abfallzentrum durch den

Möbelverbund oder die Annahme von

Elektrokleinteilen auch in den Schadstoffmobilen.

Ich möchte jetzt erneut für den Rat kandidieren,

um die Dinge, die ich bisher

anstoßen konnte, weiter voran zu treiben.

Meine Erfahrung aus der ersten

Ratsperiode ist, dass es nicht reicht,

kluge Ratsbeschlüsse zu verabschieden.

Man muss verstehen, wie die Verwaltung

tickt und die Umsetzung von Beschlüssen

begleiten und kontrollieren.

Als Vorruheständler habe ich dazu zum

Glück auch die Zeit. Dabei kann ich

mich auf ein Netzwerk verschiedener

Initiativen, wie z.B. das Energie-Forum

der KölnAgenda oder den Arbeitskreis

Kölner Energieversorgung (AKE) stützen.

Meine Ziele könnt Ihr in den von mir

geschriebenen Teilen unseres Programmentwurfes

in den Bereichen

Klimaschutz, Energie und Abfall nachlesen.

8 Nr. 214Dezember 2008


Kommunalwahl 2009

Brigitta von Bülow

Ich bin lebe mit meinem Partner und 3

Kindern (11–21 J.) seit vielen Jahren in

Köln-Ehrenfeld. Ich arbeite als Lehrerin

an einem Gymnasium in Köln-Mülheim,

bin somit im rechts- und linksrheinischen

Köln zuhause. In meiner

Freizeit mache ich am liebsten Musik

oder fotografiere.

Foto: privat

Für die Grünen war ich sechs Jahre

Fraktionsvorsitzende in der BV 4 bis

ich 2005 in den Rat nachgerückt bin. Ich

gehöre dort dem Ausschuss Allgemeine

Verwaltung und Recht (AVR) und dem

Hauptausschuss an und bin frauenpolitische

Sprecherin.

Im AVR widme ich mich besonders

dem Stellenplan der Stadt und dem

Gendermainstreaming. Ein Resultat

davon war – u. a. auf meine Initiative

hin – die Gründung der Grünen Betriebsgruppe

in der Stadtverwaltung.

Über meine eigentlichen Arbeitsgebiete

hinaus habe ich unseren Ratsantrag zur

fairen Vergabe initiiert und die Diskussion

zu den Museumstagen angestoßen.

Ich bin verankert in den Themen „Migration“

und „Gender/Frauenpolitik“

und beteilige mich am interkulturellen

und interreligiösen Dialog, z. B. im Vorstand

der Kölnischen Gesellschaft für

christlich-jüdische Zusammenarbeit,

des Vorstandes des StäPaVereins Köln

Bethlehem und im Beirat der DITIB-

Moschee, aber auch in internationalen

Frauenprojekten (u. a. Unifem).

Ich würde gern weiterhin meine Erfahrungen

und meine Energie in die Ratsarbeit

stecken. Förderlich ist dabei, dass

ich durch meine verschiedenen Alltagsrollen

in unterschiedlichen Lebenswelten

vernetzt bin und Erfahrungen

aus diesen Bereichen einbringen kann.

Ich arbeite gern in der Fraktion. Für

eine neue Ratsperiode könnte ich mir

vorstellen, neben dem Verwaltungsschwerpunkt

vor allem auch im Schulund

Bildungsbereich sowie im Kulturbereich

tätig zu werden.

Im Sinne des Diversity Management

möchte ich eintreten für ein Köln

der Vielfalt, das es in der Kölner Verwaltung,

aber auch in der Bildungslandschaft

und in der kulturellen Szene

durchzusetzen gilt.

(Foto lag bei Redaktionsschluss nicht

vor.)

Cesare Esposito

verheiratet, drei Kinder, 44 Jahre, in

Italien geboren (0-6 Jahren), in Frankreich

aufgewachsen, wohnt in Deutschland

seit 10 Jahren. Dipl.-Ingenieur der

Nachrichtentechnik, Projekt-Manager

bei Inquam Broadband.

Bei den Grünen seit anderthalb Jahren,

bis jetzt nicht politisch engagiert,

aber immer politisch interessiert. Gesellschaftliches

Engagement als Vorstandsmitglied

der Ecole Maternelle

Franco-Allemande, Deutsche Französischer

Kindergarten und der Kinderbetreuung

der GGS Geilenkircher Strasse.

Mehrjähriges Mitglied der Klassen- und

Schulpflegschaften.

Ich möchte mein gesellschaftliches Engagement

erweitern, mein Interesse an

der Politik mit politischer Arbeit konkretisieren

und mich vom politischen

„Empfänger“ zum „Mitmacher“ entwickeln.

Meine persönlichen Fähigkeiten

– Kommunikationsfähigkeit und Analyse

- sowie meine beruflichen und persönlichen

Erfahrungen bilden eine gute

Grundlage, um gute politische Arbeit

zu leisten.

Für die nächsten fünf Jahre sehe ich als

Ziel für die Stadt Köln die Unterstützung

der Entwicklung erneuerbarer Energien.

Konkret durch das Verfügungsstellen

von kommunalen Dächern für

photovoltaische Anlagen an private

Investoren oder Vereine. Ebenso durch

die Durchführung von Machbarkeitsstudien

bezüglich des Einsatzes von

Mikroturbinen.

Die nachhaltige Mobilität in Köln sollte

verbessert werden. Dazu sollte der

Ausbau von schnellen radialen und

ringförmigen Bahnlinien sowie von

zusätzlichen Fuß- und Radwegen betrieben

werden. Der Aufbau der Ganztagschulen

soll fortgeführt werden. Die

Prinzipien des Fairen Handels sollten

auch für die Stadt gelten.

Nr. 214Dezember 2008

9


Kommunalwahl 2009

Jörg Frank

Die nun zu Ende gehende Wahlperiode

war einer der ungewöhnlichsten.

Obwohl im Rat ohne eigene Mehrheit,

gelingt es seit Ende 2005 einem rot-grünen

„Kernbündnis“ in relevanten Feldern

der Stadtpolitik einzugreifen und

zu gestalten. Die zu Beginn gebildete

Foto: privat

große Koalition zerbrach nach 11 Monaten.

Zuvor „regierte“ eine schwarzgrüne

Koalition – 2003 in einer Notlage

entstanden, nachdem das CDU/FDP-

Projekt des Verkaufs der städtischen

Wohnungsgesellschaft gescheitert war.

Kölner Stadtpolitik ist unter diesen

Verhältnissen aufreibend und zuweilen

mühsam, aber auch sehr spannend. Vor

allem aber: Nach fast zwei Jahrzehnten

harter Opposition gegen den rotschwarzen

Klüngel gestalten GRÜNE

die Verhältnisse mit. Was jahrelang in

Köln unmöglich schien: Rot-Grün geht

doch und wir können nun im Wahlkampf

eine vorzeigbare Erfolgsbilanz

vorweisen. Natürlich erfordert dies immer

wieder Kompromisse.

Diese Politik als Fraktionsgeschäftsführer

in der Fraktion vorzubereiten, im

Kernbündnis und im Rat in Verhandlungen

für Mehrheiten zu sorgen, habe

ich mit Zähigkeit und Leidenschaft betrieben.

Ich möchte noch einmal dazu beitragen,

dass wir GRÜNE diesen Weg fortsetzen

können, am Besten mit einer soliden

Ratsmehrheit. Und: Ich möchte meine

Erfahrungen an neue RatskollegInnen

weitergeben, die wie ich die Unmittelbarkeit

der Kommunalpolitik schätzen

und für eine soziale und ökologische

Zukunft Kölns kämpfen wollen.

Zur Person

1955 in Köln geboren und in der nördlichen

Altstadt aufgewachsen; geschieden,

zwei Kinder.

Im Hauptberuf SAP-Organisator für

betriebswirtschaftliche und administrative

Anwendungen; seit 2005 nebenberuflich

Fraktionsgeschäftsführer.

Seit 1984 grünes Mitglied; in den

1980ern diverse Parteifunktionen; Seit

1986 kommunalpolitisch aktiv; stellv.

Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender

des Liegenschaftsausschusses; Mitglied

im Finanz- und Wirtschaftsausschuss;

Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse;

Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke

und des Flughafens.

Manfred Giesen

1954 geboren in Köln, bin ich auch hier

aufgewachsen. Nach dem Mathe/BWL-

Studium begann ich meine berufliche

Laufbahn bei Gerling in der Datenverarbeitung,

wo ich heute noch tätig

bin. Zu Hause ertragen mich meine 3

Foto: privat

Damen (Frau, alleinerziehende Tochter

und Enkelin).

Mit dem Umzug nach Sürth engagierte

ich mich in einer örtlichen BI;

es ging damals um einen B-Plan, bei

dem der Grünausgleich „vergessen“

wurde. Hieraus entwickelten meine

Mitstreiter und ich den Bürgerverein

„für sürth“, vornehmlich aktiv auf den

Gebieten Umwelt, Stadtentwicklung,

Verkehr. Aktuell ist der Kampf für ein

Naturschutzgebiet, das dem geplanten

Ausbau des Godorfer Hafens geopfert

werden soll. Als Verein machten wir

die Erfahrung relativ begrenzter Möglichkeiten.

Deshalb war ich auf Anfrage

gerne bereit, 2004 als Parteiloser auf

der BV-2-Liste für Grün zu kandidieren.

Dort führe ich die dreiköpfige Fraktion.

In 2007 trat ich den Grünen bei, als sie

nach heftiger interner Diskussion die

Schließung des Rodenkirchener Bades

von der Agenda nahmen. Letztlich

durfte ich aber in der BV feststellen,

dass der Rat doch häufig anders entscheidet

als vor Ort gewünscht.

An der Ratspolitik interessieren mich

Stadtentwicklung, Verkehr und Organisation.

– Das Stadtplanungsamt ist eine Interessenvertretung

für Investoren, statt

eine für die Bürger lebenswerte Stadt

zu fördern. Hier ist ein stärkeres Gegengewicht

erforderlich.

– Im Bereich Verkehr ist Köln auf sich

ändernde Rahmenbedingungen (Klima,

Gesellschaft) einzustellen. Zudem

muss es uns gelingen, andere

Parteien von ihrer den Klimawandel

ignorierenden Haltung wegzuholen.

– Organisation ist ein wesentlicher

Inhalt meiner beruflichen Tätigkeit.

Bei unserer Verwaltung besteht auf

diesem Gebiet noch ein großes Potenzial.

Dies beginnt beim Umgang

mit den Bürgern und endet bei der

Beziehung zur Lokalpolitik.

– Im Rat arbeitet man manchmal an

der Kölschen Seele und – trotz Verbesserungen

-– immer wieder auch

an der Basis vorbei.

10 Nr. 214Dezember 2008


Kommunalwahl 2009

Ossi Helling

Ratsmitglied, sozialpolitischer

Sprecher

Foto: privat

Die Grünen haben in den letzten Jahren

am konsequentesten den Umbau des

Sozialen Köln vorangetrieben. Die SPD

setzte dagegen den Schwerpunkt auf

Erhalt des versorgenden Netzes, während

die Linke von unfinanzierbarer

Vollversorgung träumt.

Beim Köln Pass ist es grünen Impulsen

zu verdanken, dass millionenschwere

Vergünstigungen für die Nutzer nur

gering aus dem städtischen Sozialetat

finanziert werden. Die wesentliche

Finanzierung erfolgt durch die KVB,

weil sie Mehreinnahmen durch Kundenerweiterung

erzielt.

Unser Kampf für humane Flüchtlingspolitik

hat gezeigt, dass durch Ersetzung

von Heimplätzen durch normale

Mietwohnungen auch die kommunalen

Unterbringungskosten wesentlich zu

senken sind.

Ansatzweise geling uns auch die Verknüpfung

der sozialen mit der ökologischen

Frage, z.B. indem wir bei den

Energiekosten nicht platt Sozialtarife

für ärmere Kölner verlangen, sondern

indem wir v.a. auf Reduzierung des

Energieverbrauchs durch Beratung und

Zuschüsse für Neuanschaffungen hinarbeiten.

Dieser Umbau des Sozialen Köln ist

Partei/Fraktion, der Grünen Dezernentin,

einem Netzwerk von Ideengebern

und nicht zuletzt mir als verantwortlichem

Sprecher zu verdanken.

Wie schon bei der letzten Wahl stehe

ich persönlich für das Konzept „Bürgerstadt

Köln“.

Dass mehr Bürgerbeteiligung oftmals

auch ökologische Zielsetzungen verfolgt,

zeigen z.B. die Bürgerinitiativen

gegen die Bebauung der Rennbahn oder

für den Erhalt des Klingelpützparkes.

Ich kandidiere nach bisher 3,5 Perioden

(1,5 mal habe ich rotiert) noch einmal,

um auch die Herausforderungen der

Zukunft (Kinder- und Altersarmut,

preiswerte Wohnversorgung, Langzeitarbeitslosigkeit)

mit nachhaltiger grüner

Politik zu beantworten.

Da ich seit 25 Jahren an der Universität

beruflich gesichert bin, kann ich Politik

relativ ungebunden betreiben.

Ich werde daran arbeiten, zukünftig

Sozialpolitik nicht nur politisch, sondern

auch personell in der Fraktion zu

verstärken. Auch an diesem Versprechen

könnt Ihr mich messen.

Weitere Infos: ossi-helling.de

Barbara Moritz

Ich bin 57 Jahre alt, verheiratet, habe 3

erwachsene Kinder und eine Enkelin

und wohne in der südlichen Neustadt,

wo ich bei den letzten beiden Kommunalwahlen

Direktmandate gewonnen

habe.

Obwohl ich bereits in der dritten Wahlperiode

im Rat bin und mir eine durch

Foto: privat

junge Nachwuchspolitiker und -politikerinnen

aufgefrischte Fraktion wünsche,

möchte ich noch einmal meine

langjährigen Erfahrungen und erarbeiteten

Kompetenzen in die neue Fraktion

einbringen. Ich habe die klassische

grüne Politiksozialisation durchlebt:

Bürgerinitiative – Bezirksvertretung –

Rat.

Seit vielen Jahren bin ich im Rat für

Stadtentwicklung zuständig. Ich kenne

Politik aus der Opposition, aus

punktueller Zusammenarbeit, aus Koalition

und aktuell aus einem Minderheiten-,

auch Kernbündnis mit der SPD,

welches auf unterschiedliche Zustimmung

von wechselnden Fraktionen angewiesen

ist. Als Fraktionsvorsitzende

gestalte ich den Abstimmungsprozess

mit den anderen Fraktionen wesentlich

und mit guten Ergebnissen für unsere

grünen Initiativen. Wir können uns

weder Wahlergebnisse noch die Personen

aussuchen, mit denen wir politisch

handeln müssen. Ich verstehe den

Wählerauftrag als Aufforderung, die

Entwicklung unserer Stadt maßgeblich

mitzugestalten.

Politische Veränderungen geschehen

langsamer als wir alle uns das wünschen.

Es gibt zahlreiche Beispiele für

grüne Forderungen, für die wir vor

20 Jahren ausgelacht worden sind, die

heute als selbstverständlich gelten. Insofern

brauchen wir einen langen Atem

und Kontinuität, aber auch Kreativität

und neue Ideen, um in vielen kleinen

Schritten unseren grünen Visionen und

Zielen näher zu kommen:

Gegen Ausgrenzung, für gleiche Rechte

von Minderheiten, für Eigeninitiative

und Eigenverantwortung, für

einen schonenden Umgang mit den

natürlichen Ressourcen, für Generationengerechtigkeit,

Transparenz und

Nachvollziehbarkeit von politischen

Entscheidungen.

Nr. 214Dezember 2008

11


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Sabine Müller

Liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit bewerbe ich mich um einen

aussichtsreichen Listenplatz für die anstehende

Kommunalwahl.

Foto: privat

Persönliches:

45 Jahre alt, 3 Kinder (11, 17, 21 Jahre),

promovierte Geophysikerin, wissenschaftliche

Mitarbeiterin an einem

Fraunhofer-Institut, nach 7 Jahren in

Sürth nun seit 2 Jahren in der Südstadt

lebend.

Ich bin Grünes Mitglied seit 1995. Drei

Jahre lang war ich Sprecherin des OV

Rodenkirchen und bin Landes- und

Bundesdelegierte. Im Jahr 2005 habe

ich bei den vorgezogenen Wahlen für

den Bundestag kandidiert. Vor knapp 5

Jahren wurde ich erstmals in den Kölner

Rat gewählt. Dort bin ich seitdem

umweltpolitische Sprecherin, Mitglied

im Verkehrsausschuss, in der Stadt-Arbeitsgemeinschaft

Behindertenpolitik

und im Aufsichtsrat der HGK, die den

Godorfer Hafen gegen unser Votum

ausbauen möchte. Meine Aufgabengebiete

konzentrieren sich auf Umwelt,

Verkehr und Stadtentwicklung.

Vieles wurde in den letzten 5 Jahren mit

aktiver grüner Beteiligung auf den Weg

gebracht. Ein Beispiel ist die Regionale

2010 und ihre Regiogrün-Projekte, welche

die grünen Korridore zwischen Innerem

Grüngürtel und dem Umland

verbinden. Der Belvedere-Park im Kölner

Westen wird ebenso Realität wie

der Rheinboulevard auf der rechten

Rheinseite. Der Grünzug-West sowie

die Bewerbung Kölns für die Bundesgartenschau

auf dem bisherigen Großmarkt-Gelände

sind weitere Projekte,

für deren Planung und Umsetzung ich

mich in den kommenden Jahren stark

machen will.

Die Kölner Innenstadt muss eine höhere

Aufenthaltsqualität bekommen.

Das lockt Familien in die City, die bisher

bevorzugt außerhalb von Köln oder

am Stadtrand wohnen. Viele Bäume

müssen neu gepflanzt aber auch gepflegt

werden. Die City-Parks und die

kleineren grünen Stadt-Oasen müssen

nicht nur erhalten, sondern möglichst

erweitert werden. Insgesamt müssen

wir die Luftqualität kölnweit verbessern,

den Autoverkehr „entschleunigen“

und die Lärmbelastung deutlich

reduzieren. Gleichzeitig schützen wir

so auch das Klima.

Bei Rückfragen: 0177-6728101 oder sabine.mueller4@stadt-koeln.de

Stefan Peil

Karl-Korn-Str. 16, 50678 Köln

Bewerbung um einen Listenplatz

auf der Ratsliste von Bündnis 90/

Die Grünen 2009–2014

Foto: privat

Die Daten

67 Jahre alt, Diplom-Sozialarbeiter,

Supervisor, Pensionär

Seit 1983 u.a Mitglied im Jugendhilfeausschuss

der Stadt Köln.

Seit 1999 Mitglied der Grünen-Fraktion

im Landschaftsverband Rheinland

(LVR), u.a. im Gesundheitsausschuss

und im Fraktionsvorstand.

Sprecher des Vorstandes von Bündnis

90, KV Köln 1998-2000 und wieder als

Vorsitzender seit August 2007.

Ehrenamtlich u.a. als Vorsitzender der

Jugendkunstschule Köln e.V. und der

KUM & LUK-Bildungswerke Köln e.V.

Mitgründer der Kölner Freiwilligenagentur.

Politische Schwerpunkte:

Bei diesem Beruf natürlich Jugend- und

Sozialpolitik. Besondere Interessen:

Sozialpolitik / Gesundheitspolitik,

z.B. „Selbstbestimmtes Leben im Alter

/ Pflege“ und „Klinken der Stadt

Köln

In der Jugend- und Bildungspolitik

trete ich für eine barrierefrei Bildung

für alle Kinder und Jugendlichen aller

kultureller Hintergründe und mit

und ohne Behinderung vom Kindergarten

bis zur Hochschule ein.

Warum bewerbe ich mich um einen

Listenplatz?

Weil ich glaube, zusammen mit Partei

und Fraktion, in Köln und im Rheinland

weiterhin einen Beitrag zur Verwirklichung

einer sozialen und ökologischen

Grünen Politik leisten zu können.

Ich werde nicht auf einem der vorderen

Plätze der Liste kandidieren, sondern

auf einem der echten Reserveplätze.

Wenn Ihr mich wählt, stehe ich als

Nachrücker zur Verfügung.

Im nächsten Jahr möchte ich mich um

einen der vorderen Plätze der Landesliste

Rheinland für die Grüne Fraktion im

Landschaftsverband bewerben – wenn

Ihr mich auf einen Listenplatz wählt.

Für Euer Vertrauen und Euere Stimme

wäre ich dankbar.

12 Nr. 214Dezember 2008


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Kirsten Reinhardt

1962 im Rheinland geboren, seit 25

Jahren glücklich in Köln, verheiratet,

von Beruf Wirtschaftswissenschaftlerin.

Ich arbeite als Wirtschaftsjournalistin.

Für die Grünen bin ich seit 2001 aktiv:

zuerst drei Jahre als Beisitzerin im KV

Köln, seit 2004 in der Bezirksvertretung

Foto: privat

Ehrenfeld, seit 2006 als Fraktionsvorsitzende.

Liebe Freundinnen und Freunde,

durch meine Arbeit in der BV mit den

Arbeitskreisen Finanzen, Kultur und

Sicherheitsprävention sowie der Facharbeit

in allen kommunalen Themen

habe ich mich zur Generalistin entwickelt.

Gerne möchte ich mit diesem

Wissen das Geschehen in Köln aktiv

mitgestalten und mich in der Ratsarbeit

für grüne Ziele engagieren.

Angesichts der aktuellen Finanzkrise

wird sich die finanzielle Situation

Kölns weiter verschlechtern. Dennoch

bin ich der Auffassung, dass die Stadt

im Sinne von Keynes antizyklisch investieren

sollte: Unternehmerpleiten

und wachsende Arbeitslosigkeit werden

sonst die Folge sein. Daher sind

kommunale Investitionsprogramme

notwendig, denn sie wirken direkt vor

Ort und sind steuerbar. Die ökologische

Sanierung der städtischen Bauwirtschaft

ist ein Beispiel für grüne Politik:

Aber trotz grüner Ratsanträge bleibt die

Umsetzung weit hinter meinen Erwartungen

zurück – damit wird Energieeinsparungspotenzial

nicht genutzt. Ich

erhoffe mir durch ein sehr gutes Grünes

Wahlergebnis und unseren OB-Kandidaten

als künftigen Chef der Verwaltung

eine schnellere und nachhaltigere

Umsetzung.

Für eine Wirtschafts- und damit Arbeitsmarktpolitik,

die transparent,

nachhaltig, ökologisch und gerecht ist,

möchte ich meine Fachkenntnisse als

Wirtschaftswissenschaftlerin einbringen.

Weitere Arbeitsschwerpunkte setze

ich bei Kunst und Kultur sowie im Anregungs-

und Beschwerdeausschuss.

Besonderen Stellenwert hat für mich

die Kommunikation untereinander: Ich

wünsche mir eine respektvolle Zusammenarbeit

zwischen Rat, den Bezirksvertretungen

und der Partei. Gerne

werde ich als kommunikationsstarke

Grüne das Bindeglied für den konstruktiven

Austausch sein.

Manfred Richter

Liebe Freundinnen und Freunde,

nach 9 Jahren Politik für die Grünen in

OV und BV Nippes bewerbe ich mich

um einen Platz auf der Reserveliste für

den Kölner Stadtrat. Kurz zu meiner

Foto: privat

Person: Jahrgang 1969, geboren und

aufgewachsen in Köln. Nach meinem

Studium der Organisations- und Betriebspsychologie

in Bielefeld und

Aachen und 3,5 beruflichen Jahren in

Frankfurt kam ich Anfang 2000 wieder

nach Köln zurück. Seit August 2006

leite ich die Personalabteilung bei UNI-

CEF Deutschland.

Während meines Studiums in Aachen

trat ich 1992 in unsere Partei ein. In

Aachen und Frankfurt wirkte ich bei

mehreren Wahlkämpfen mit, um dann

nach meiner Köln-Rückkehr in den OV

Nippes zu wechseln. Es folgten mehrere

Jahre Arbeit als OV-Vorstand, davon

knapp 2 Jahre als OV-Sprecher. Seit

Oktober 2004 bin ich Bezirksvertreter

in der BV Nippes. Als stellvertretender

Fraktionssprecher arbeite ich im Team

an allen anfallenden Themen der Bezirkspolitik,

wobei Schwerpunkte u.a.

der erfolgreiche Erhalt der Landschaftsschutzgebiets

Rennbahn, die weitere

Entwicklung des Clouth-Geländes als

zukunftsweisender umweltverträglicher,

sozialer und urbaner Wohnungsbau

sowie die Verhinderung des Gürtelausbaus

sind.

Ich möchte gerne in der kommenden

Ratsperiode 2009 an der weiteren wirtschaftlichen

und umweltpolitischen

Entwicklung unserer Heimatstadt

Köln mitwirken. Dabei werden meine

Schwerpunkte die Wirtschafts- und

Sportpolitik sein. Meine politischen

Fragestellungen werden u.a. sein: Was

sind kommunale Rahmenbedingungen

für eine wirtschaftlich erfolgreiche

Großstadt, die einen besonderen Wert

auf sparsamen Flächenverbrauch sowie

auf soziale und aktivierende Faktoren in

der Kölner Beschäftigungspolitik legt?

Was sind Schwerpunkte einer stadtgerechten

Sportpolitik, die insbesondere

den Breitensport fördert und dabei auch

die jugendpolitische Komponente einer

bezirksorientierten Sportpolitik betont?

Für die Arbeit an diesen Fragen sowie

an der Mitgestaltung der zahlreichen

weiteren Themen auf Ratsebene bitte

ich um Eure Unterstützung.

Nr. 214Dezember 2008

13


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Gaby Schlitt

Person:

43 Jahre, verheiratet, Sonderpädagogin

und stellvertretende Schulleiterin an

einer Förderschule für emotionale und

soziale Entwicklung.

Foto: privat

Politisches:

1989 Eintritt in die Partei „Die Grünen

in Köln. Ich war viele Jahre Parteisprecherin

der Kölner Grünen. Von 1994 bis

1999 war ich Fraktionsvorsitzende in

der Bezirksvertretung Lindenthal und

bin seit 1999 im Rat der Stadt Köln, zuständig

für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik.

Zur Kandidatur:

Liebe Mitglieder,

meine große politische Leidenschaft

gehört der Kinder- und Jugendpolitik

in dieser Stadt. Ich habe meinen Elan,

mein Engagement und meinen Spaß für

den großen Fach- und Aufgabenbereich

des Jugendhilfeausschusses in den letzten

zehn Jahren nicht verloren. Obwohl

ich jeden Tag einen Riesenspagat hinlegen

muss, um meinen Beruf und mein

politisches Ehrenamt zu verbinden. In

der Kinder- und Jugendpolitik ist es

trotz angespannter Haushaltlage, dem

Haushaltsicherungskonzept und den

drastischen Kürzungen durch die Landesregierung

in den letzten fünf Jahren

gelungen, eine Menge zu bewegen. So

konnten die Sozialarbeiter an Schulen

verdoppelt werden, die Ganztagsbetreuung

von Schulkindern von ursprünglich

9% auf über 50% gesteigert

werden, die Tagesplätze für 0-3 Jährige

von 4% auf fast 20% erweitert werden,

neue Jugendzentren geschaffen werden,

Streetworker als eine Maßnahme gegen

Jugendkriminalität eingestellt werden,

Willenkommensbesuche für jedes neugeborene

Kind in Köln wurden eingerichtet,

die Jugendkulturarbeit wurde

ausgeweitet sowie finanziell besser ausgestattet

und … Vieles mehr...

Ein besonderer Erfolg für die Kinderund

Jugendpolitik waren sicherlich die

Haushaltsbeschlüsse für 2008 und 2009

mit Zusetzungen von ca. 7 Millionen

Euro!

Ziele:

Es gibt noch eine Menge in der Kinderund

Jugendpolitik zu bewegen, besonders

in den Bereichen der Mädchenarbeit,

Partizipation von Kindern und

Jugendlichen und dem qualitativen

Ausbau der Ganztagsbetreuung.

Dafür möchte ich meine mit viel Arbeit

erworbene Fachkompetenz und

Erfahrung für die Grünen noch einmal

im Rat einbringen. Kinder und Jugendliche

brauchen eine starke Lobby. Ich

hoffe, dass ich hierfür eure Unterstützung

kommen werde.

Winfried Seldschopf

Foto: privat

Zur Person:

51 Jahre alt, seit über 20 Jahren am Berufskolleg

Ulrepforte in Köln als Theorielehrer,

Unterrichtsfächer sind Holztechnik

und Politik.

Darüber hinaus bin ich dort in verschiedenen

Teams zuständig für Schulbudget

und Schulentwicklung. Ich bin

verheiratet mit einer PPS-Grundschullehrerin,

wir haben vier eigene Kinder

(16, 19, 24, 27 Jahre) und ein Pflegekind

(12 Jahre). Wir wohnen in Höhenhaus.

Engagement:

Grüner bin ich schon seit 25 Jahren.

Anfangs in Hannover, später im OV

Langenhagen. Danach habe ich meinen

Schwerpunkt auf Schulpolitik und

Elternvertretung gelegt und war seit

1988 Mitglied im Elternvorstand der

IGS Holweide, seit ca. 1990 Kassierer

der Schulpflegschaft. Diese erfolgreiche

Arbeit habe ich Anfang 2008 abgegeben

zugunsten von mehr politischer Arbeit

bei den Grünen. Seit April 2008 bin ich

Kassierer im OV9 in Köln. In den vergangenen

Jahren habe ich die Grünen im

AK Kölner Berufskollegs (inzwischen

aufgelöst) vertreten und gelegentlich

bei den Vorbereitungstreffen der Schulausschusssitzungen

teilgenommen. Ich

bin aktiver Gewerkschafter (GEW).

Gründe für die Kandidatur:

Mein erster Schwerpunkt ist Schulpolitik,

hier kenne ich mich gut aus. Verwaltungsabläufe

und –hindernisse sind

mir genauso wie Finanzierungsabläufe

bekannt. Mein vierter Schwerpunkt ist

ökologisches Bauen, auch damit bin ich

beruflich und privat versiert. Ich bringe

also ein breites fundiertes Wissen mit,

dass ich gerne für grüne Politik einbringen

möchte.

Politische Ziele:

Vor allem in der Schulpolitik möchte

ich einiges retten, was von der jetzigen

Landesregierung zerstört wird. Grundschulen:

echte Ganztagsschulen mit

qualifiziertem Personal, Sek.I: mehr Gesamtschulen,

angemessene Unterstützung

(Finanzierung), mehr Angebote

für Leistungsschwache, Sek.II: echte

Durchlässigkeit, Gleichwertigkeit von

schulischer und beruflicher Bildung.

Weiter: keine Kopfnoten, bis Klasse 4

gar keine Noten, mehr Selbstständigkeit

an den Schulen, mehr Integration,

kein Ausgrenzen Behinderter, Förderung

von Migranten, …

14 Nr. 214Dezember 2008


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Peter Sörries

1954 in Köln geboren, Vater zweier

Töchter, lebe in Rodenkirchen.

Freiberuflich tätig als bildender Künstler

und Berufsschullehrer bei freien

Bildungsträgern. Mitgeschäftsführer

eines Konzertveranstalters: Schwerpunkt

‚Jazz‘.

Foto: privat

Ehrenamtliche Tätigkeiten: Vorsitzender

des SüdKunst e.V, Gründungsmitglied

des Fördervereins der StadtBibliothek

Köln e.V. (Bücherbus), stellv.

Vorsitzender der Jugend-Kunstschule

Rodenkirchen.

Mitglied der Grünen seit 1992. 1992 bis

1994 Sprecher des OV2, ab 1994 Fraktionsvorsitzender

der Bezirksvertretung

2. Mitglied im Rat der Stadt Köln seit

1999. Ab 2001 stellv. Fraktionsvorsitzender.

Für die Fraktion stellv. Vorsitzender

im Kulturausschuss und Sprecher

im Liegenschafts- und Rechnungsprüfungsausschuss,

weiterer Schwerpunkt

Wirtschaftspolitik.

Mitglied in folgenden Gremien: Aufsichtsrat

KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft

mbH, Musik Trienale

Köln GmbH, Kunstbeirat, der Hauptversammlung

des Deutschen Städtetages,

Abgeordneter in der Mitgliederversammlung

des Städtetages NRW,

Kuratorium der SK-Stiftung Cologne

Science Center.

Seit 1984 sind wir Grünen im Kölner Rat

vertreten. Jetzt haben wir es erstmals

erreicht den Kulturhaushalt signifikant

zu erhöhen und so der freien Szene eine

größere Planungssicherheit zu geben.

Für alle Bereiche der Kunst und Kultur

wurden Förderkonzepte auf den Weg

gebracht. Der Kulturentwicklungsplan

wird noch verabschiedet. Dank unserer

Beharrlichkeit hat die Migrationskultur

durch einen eigenen Förderplan und

dem Haus der Kulturen (Arkadas Theater)

einen neuen Stellenwert bekommen.

Wir müssen Sorge dafür tragen, dass

durch die Wirtschaftskrise die Stammtische

nicht die Oberhand gewinnen

und Kultur wieder gegen Soziales ausspielen.

Kultur ist keine freiwillige Leistung

der Stadt.

Ich kandidiere erneut für den Rat, um

in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

unsere erfolgreiche und nachhaltige

Kulturpolitik nicht nur zu sichern, sondern

weiter zu entwickeln und besonders

deren Fundamente nachhaltig zu

stärken.

Angela Spizig

Lehrerin für Sprachen und Literatur. Im

Rat ehrenamtliche Grüne Bürgermeisterin

und Kultur-Sprecherin. Ich liebe

Film, Theater und moderiere Lesungen.

Im TV sehe ich nur Nachrichten und

die Simpsons.

Foto: privat

Politische Vita:

Gründung einer Bürgerinitiative, BV

3, seit 1999 im Rat. Grüne Themen wie

Klimaschutz, Daseinsvorsorge, Geschlechtergerechtigkeit

vertrete ich im

bundesweiten Netzwerk „Grünkom“

und im Deutschen Städtetag.

Als Vizepräsidentin des Kulturnetzwerks

„Les Rencontres“ vermittele ich

Künstlern Kontakte im Ausland. Im

Kulturausschuss engagiere ich mich vor

allem für die Freie Szene. Unsere gezielte

Erhöhung der Mittel sowie qualitätsorientierte

Förderkonzepte brachten

eine stadtweite Aufbruchsstimmung.

Kulturelle Bildung ist mir sehr wichtig.

Ich bin aktiv bei der Vernetzung von

Schulen mit der Kulturszene, setze mich

für dezentrale Kultur-Einrichtungen ein

(„Bühne der Kulturen“ in Ehrenfeld)

und unterstütze sozio-kulturelle Projekte

wie „Migrantas“. Kultur umfasst

den öffentlichen Raum, Medien und die

Wirtschaft. Dort bin ich als Bürgermeisterin

unterwegs und trage unsere Vorstellungen

von sozialer Teilhabe und

urbaner Lebensqualität in die verschiedenen

Gruppen der Stadtgesellschaft.

Ich rede mit Obdachlosen, Bürgerinitiativen,

Unternehmern, greife Anliegen

auf und führe Leute zusammen. Daraus

gründen sich AGs wie „Frauen und der

öffentliche Raum“ oder „Filmkunst-

Filmwirtschaft“. „Kreativwirtschaft“

ist Schlüsselthema für Köln, das sich im

Wettbewerb als attraktive Stadt aufstellen

muss.

Mein Ziel:

das enorme künstlerische, wissenschaftliche,

interkulturelle Potenzial besser

zu vernetzen und kreative Menschen

an Köln zu binden als eine internationale,

bunte Stadt, in der man wegen

ihrer Vielfältigkeit und ihres sozialen

und kulturellen Klimas gern lebt. Dabei

möchte ich die Grünen weiterhin vertreten

als Bürgermeisterin, die zugleich

weltoffen und vor Ort engagiert und

hier wie dort gut vernetzt ist. Deshalb

bewerbe ich mich um einen vorderen

Listenplatz.

Nr. 214Dezember 2008

15


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Elisabeth Thelen

48 Jahre alt, lebe ich seit 26 Jahren in

Köln, jetzt in Deutz.

Als ausgebildete Lehrerin arbeite ich

heute als Angestellte im Veranstaltungs-,

Messe- und Sponsoringmanagement.

Foto: privat

Grüne Vita:

– 1980 Gründungsmitglied der Grünen

im Erftkreis

– in den 80ern Mandate im Landesvorstand

und KV-SprecherInnenrat

– 1992–2004 Mitglied der Bezirksvertretung

Innenstadt, 1999–2004 als

Bezirksbürgermeisterin

– seit Juli 2000 Mitglied des Rates, 2004

das Direktmandat in Neustadt Nord

geholt

Gesellschaftliches Engagement:

Ich habe mich und will mich weiter

einsetzen gegen die Ausgrenzung und

Verdrängung von sozialen Randgruppen.

So war ich Mitbegründerin des

Vringstreffs für Wohnungslose in der

Südstadt. Ich bin Gründungsmitglied

der WoGe, einer alternativen Wohnungsgenossenschaft

im Agnesviertel.

Warum ich kandidiere:

Ich bin mit Herz und Seele Kommunalpolitikerin,

liebe das Großstadtleben

und will mich für ein menschliches,

kreatives Köln einsetzen, mit viel Kultur,

voller Widersprüche, ohne Ausgrenzung

von Schwachen und Minderheiten.

Der Einsatz vor Ort und zahlreiche

Kontakte, auch über das grüne Umfeld

hinaus, haben dazu geführt, dass ich

trotz starker Konkurrenz meinen Wahlkreis

gewonnen habe.

Zurzeit bin ich Mitglied in den Ausschüssen

Wirtschaft und Sport und in

mehreren Aufsichtsräten. Als sportpolitische

Sprecherin habe ich mich für

den Breitensport sowohl im Verein als

auch unorganisiert eingesetzt. Im Wirtschaftsausschuss

habe ich das Thema

Einzelhandel bearbeitet. Der Strukturwandel

im Einzelhandel gefährdet

unsere gewachsenen Viertel. Die Nahversorgung

der Menschen ist in Gefahr.

Dem möchte ich entgegenwirken.

Ein Thema der nächsten Jahre wird der

Deutzer Hafen sein. Hier möchte ich

mich engagieren. Es darf keine Entwicklung

geben wie im Rheinauhafen,

wo die bunte Mischung von Gewerbetreibenden

und Künstlern fast völlig

verdrängt worden ist. Die negativen

Auswirkungen auf angrenzende Viertel,

zum Beispiel steigende Wohnungsmieten,

sind ein Warnsignal.

Horst Thelen

Foto: privat

Nach zehn Jahren in der Bezirksvertretung

gehöre ich seit 2004 dem Rat an.

Meine persönliche Situation hat sich

insofern geändert, als ich mit Erreichen

der Altersgrenze seit einem Jahr

nicht mehr Lehrer für Philosophie und

Deutsch am Lise-Meitner in Leverkusen

bin. Allerdings habe ich den Fuß

noch in meiner alten Schule als Vorsitzender

des Eine-Welt-Kreises, der ein

Café mit Mittagstisch betreibt, dessen

Überschüsse in insgesamt vier Schulen

in Tansania und Nicaragua fließen.

Dieses Engagement konnte ich im Rat

durch Besuche und Projektbegleitung

in Corinto und El Realejo erweitern.

Schwerpunkt meiner Ratsarbeit besteht

jedoch in der Funktion als Vorsitzender

des „Beschwerdeausschusses“. Die

Bedeutung dieses Ausschusses habe

ich versucht in zweierlei Hinsicht zu

festigen: Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit

durch Pressekonferenzen,

Internetauftritt, Berichterstattung und

Stärkung der Sachauseinandersetzung

im Ausschuss selbst. Weiter bin ich

Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses.

Hier muss ich eingestehen,

dass meine Rolle nicht über die eines

Assistenten unserer Sprecherin, Barbara

Moritz, hinausgelangt ist. Diese

Arbeit ergänzend bin ich Mitglied im

Gestaltungsbeirat. Vor allem die Tätigkeit

im Beschwerdeausschuss möchte

ich fortsetzen, um den Bürgern die in

vielen Fällen mangelnde Gerechtigkeit

doch noch verschaffen zu können oder

auch deren Anregungen in die Politik

einfließen zu lassen. Für die Ziele in der

Stadtentwicklung nenne ich als Schlagwort

Stärkung urbanen Lebens.

Zusätzlich möchte ich die Erfahrungen

aus meiner Tätigkeit an einer Reformschule,

die eine wesentliche Rolle in der

Konzeption der „Selbständigen Schule“

gespielt hat, in die Schulpolitik einbringen.

Damit habe ich schon Ziele für die

nächste Ratsperiode angedeutet. Ergänzend

möchte ich nennen: Stärkung der

Bürgerbeteiligung im Bürgerhaushalt

und in der Stadtentwicklung und Verbesserung

der entwicklungspolitischen

Tätigkeit der Stadt im Rahmen der Millenniumsziele.

16 Nr. 214Dezember 2008


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Bettina Tull

Ich bin 42 Jahre alt, gelernte Landwirtin

und derzeit als Mitarbeiterin für

Öffentlichkeitsarbeit der Grünen Landtagsfraktion

NRW tätig. Ich lebe mit

meinem Freund in Köln-Bickendorf

und habe ein Enkelkind.

Foto: privat

Seit 1983 bin ich Parteimitglied, ab 1985

bei den Kölner Grünen und seitdem in

verschiedenen Funktionen aktiv (Kreisvorstand,

Ortsvorstand, Fraktionsvorsitzende

in der BV Ehrenfeld). Seit 1999

bin ich Kölner Ratsmitglied und habe

meine kommunalpolitischen Schwerpunkte

in der Verkehrs- und Sportpolitik.

Seit 2004 bin ich verkehrspolitische

Sprecherin der Ratsfraktion.

Kommunalpolitik ist meine große Leidenschaft.

Besonders faszinierend finde

ich, dass man die Auswirkungen von

politischen Entscheidungen unmittelbar

im Stadtbild sehen kann. Deshalb

(aber nicht nur) finde ich gerade Verkehrspolitik

ungemein spannend. Außerdem

ist es ein Politikfeld, in dem wir

uns deutlich von den anderen Parteien

unterscheiden, was die Umsetzung von

Grüner Politik in diesem Bereich natürlich

nicht einfacher macht. Aber ich

kämpfe gerne für eine ökologische und

moderne Mobilität in Köln und schrecke

auch vor harten Auseinandersetzungen

nicht zurück.

Trotz aller Erfolge, die wir in den letzten

Jahren errungen haben (z. B. Unibuslinie,

Einspurigkeit Ringe, fahrradfreundlichere

Verkehrsplanung), bleibt

noch eine riesige Menge an Vorhaben,

die es im Sinne Grüner Politik umzusetzen

gilt. Dabei sind für mich die

Themen Barrierefreiheit für FußgängerInnen

oder die echte fahrradfreundliche

Stadt ganz oben auf der Agenda.

Auch brauchen wir mehr Investitionen

in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs,

um einen weiteren Umstieg

vom Auto überhaupt erst möglich zu

machen. Dazu gehört selbstverständlich

ein attraktives Nachtangebot, das

sich mit dem anderer Großstädte messen

kann.

Für diese und viele andere Grüne Ziele

möchte ich auch in Zukunft engagiert

und sachkundig im Rat arbeiten und

hoffe dabei auf Euer Vertrauen und

Eure Unterstützung.

Manfred „Berti“ Waddey

Geboren am 23. Januar 1951

Beruf: Technischer Angestellter für Gefahrstoffschutz

und Abfallwirtschaft

Seit 1982 Mitglied der GRÜNEN, 1984–

1994 Mitglied des SprecherInnenrates

Foto: privat

des Kreisverbands Köln, seit 1995 wieder

Mitglied des Kreisvorstands als

Kassierer. Kommunalpolitik seit 1984

(1984–1989 und 1994–2004 als Mitglied

des Rates der Stadt Köln, seit 2001

Mitglied des Regionalrats). Politische

Schwerpunkte: Verkehrs-, Stadtentwicklungs-

und Umweltpolitik, kommunalverfassungsrechtliche

Fragen,

Finanzen und Organisation.

Wir wissen noch nicht, wie sich die Finanzkrise

auf die Stadt Köln auswirken

wird. Es ist aber damit zu rechnen, dass

die Einnahmen sinken und bei höherer

Arbeitslosigkeit, die Ausgaben steigen

werden. Durch kluges kommunalpolitisches

Handeln müssen wir versuchen,

das Beste daraus zu machen. Investitionen

in eine moderne, das heißt

Ressourcen sparende Infrastruktur

(Ausbau des Stadtbahnnetzes, Aufbau

einer regenerativen Energieerzeugung,

energetische Gebäudesanierung), helfen,

sowohl den CO 2

-Ausstoß zu senken

als auch Arbeitsplätze zu erhalten

und neue zu schaffen.

Ich bewerbe mich für einen der vorderen

Plätze auf der Ratsliste, um in

den nächsten fünf Jahren meine Erfahrungen

aus der Partei- und Kommunalpolitik

in die Fraktion einzubringen. Ich

kann als „Generalist“ oder als Fachpolitiker

tätig werden, je nach dem, wie die

Fraktion zusammengesetzt sein wird.

Als noch bis Mitte 2010 gewähltes Vorstandsmitglied

werde ich auch für eine

enge Verzahnung von Parteivorstand

und Fraktion sorgen.

Nr. 214Dezember 2008

17


Kommunalwahl Bewerbungen 2009

Dr. Matthias Welpmann

Zur Person

39 Jahre, verheiratet

Studium Diplom-Geographie,

Schwerpunkt Ökologie und Umwelt

Promotion über lokalklimatisches

Thema

zehnjährige Berufserfahrung im

Andreas Wolter

Liebe Freundinnen und Freunde,

als Ihr mich 2004 in den Rat geschickt

habt, habe ich einen großen Vertrauensvorschuss

im Gepäck mitgenommen,

zumal der Einzug in den Rat mit

einem Direktmandat in der Innenstadt

gekrönt wurde. Inzwischen konntet Ihr

mich durch meine Arbeit im Rat kennen

lernen. Insbesondere durch die Verabschiedung

des Platzvergabekonzeptes,

Foto: privat Foto: privat

technischen Umweltschutz, davon

über sieben Jahre in der Kommunalverwaltung

Zusatzkenntnisse im Umweltrecht,

in der modernen kommunalen

Finanzverwaltung (NKF) und im

allgemeinen Verwaltung

Politisches Engagement

seit März 2005 Mitglied bei den

Grünen

seit März 2005 Mitglied im AK Umwelt

der Ratsfraktion

seit Februar 2007 Vorstandsmitglied

im OV Ehrenfeld

2007 Beteiligung an der Kampagne

„Mitstreiten“ von KV und Landesverband

die Gründung der Stadt-AG Lesben,

Schwule, Transgender (LST), sinnvolle

Finanz- und Investitionskonzepte für

die Bäder, die Fußball-WM oder ein

Neuanfang der Kölnmesse nach dem

Desaster um den Oppenheim-Esch-

Fonds. Tarif- und Qualitätsfragen im

VRS und die Stärkung der Präventionsund

Selbsthilfearbeit in der lesbischschwulen

Szene sind für mich wichtige

Arbeitsfelder.

In der neuen Wahlperiode möchte

ich unsere Politik der Nachhaltigkeit,

Transparenz und Bürgerbeteiligung,

die ein modernes Stadtleben für alle

Kulturen und Milieus fördern, fortsetzen.

Das gilt insbesondere für die Modernisierung

der Verwaltung, angefangen

von einem Diversity-Management

über den Bürgerservice bis hin zu den

Ordnungspartnerschaften in den Bezirken.

In der Finanzpolitik will ich

den Bürgerhaushalt stärken und mit

einer nachhaltigen Finanzpolitik Raum

für ein soziales Köln geben sowie die

kulturpolitischen Herausforderungen

meistern. Als schwuler Abgeordneter

möchte ich besonders unsere treueste

Gründe für die Kandidatur

1. Köln soll eine ökologischere und

lebenswertere Stadt für alle werden.

2. Wir brauchen ein scharfes umweltpolitisches

Profil in der Ratsarbeit. Ich

bin sicher, dass meine persönlichen

und fachlichen Qualifikationen hierzu

beitragen können.

3. Die fachliche Detailarbeit macht mir

Spaß, ebenso die Diskussionsprozesse

innerhalb der Partei, mit unseren

politischen Partnern und vor

allem auch mit unseren Gegnern.

4. Ich möchte für unsere Ziele streiten!

Politische Ziele für die nächsten fünf

Jahre

1. Massiver Ausbau der Aktivitäten des

Konzerns Stadt für den Klimaschutz;

d.h. unter anderem Bereitstellung

der nötigen Ressourcen für die Verwaltung

und Klimacheck für alle

städtischen Entscheidungen und

Prozesse

2. Konsequentes Flächenrecycling innerhalb

des Stadtgebiets und im

Umland; dazu enge Kooperation mit

Nachbarkreisen

3. Kompromissloser Schutz wertvoller

Grünflächen wie z.B. Grüngürtel und

Stadtwald

4. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung

der Luftqualität, auch über die

gesetzlichen Mindestanforderungen

hinaus

5. Engere Vernetzung zwischen Parteiund

Ratsarbeit

6. Gezielte Grüne Personalentwicklung,

um mehr qualifizierte Menschen für

die Partei- und Gremienarbeit zu gewinnen

Wählergruppe ansprechen und zeigen,

dass sich bei den Grünen Engagement

für Gleichstellung und Akzeptanz

lohnt. Dafür möchte ich mit Euch gemeinsam

kämpfen.

Euer Andreas

zur Person: Andreas Wolter, geboren

1964 in Schleiden, zwei Töchter 14

und 11 Jahre, schwule Partnerschaft;

Diplom-Betriebswirt im Rechnungswesen;

Hobbys: Volleyball, Waldläufe

und Kochen

Engagement: seit 1983 bei den Grünen:

Stadtrat Schleiden, Kreistag Euskirchen,

2000–2002 Landesvorstand NRW,

Landesdelegierter

Mitgliedschaften: Gründungsmitglied

Förderverein Nationalpark Eifel und

Andersrum rut-wieß; KLuST, SC Janus,

IG Metall, VCD, Windenergie Nordeifel

Gremien: Ratsmitglied, Ausschuss für

Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen,

Finanzausschuss, Stadt-AG LST,

VRS.

18 Nr. 214Dezember 2008


Adressen

Kreisverband Köln (KV)

* Ebertplatz 23 • 50668 Köln

F Mo. 14 –19, Di.–Do.10–17, Fr.10–14 Uhr

( 9727888

7 buero@gruenekoeln.de

: www.gruenekoeln.de

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00, Kontonr. 81 44 300

Geschäftsführerin: Dr. Diana Siebert

Wahlkampfmanager: Marc Schulz

7 wahlkampf@gruenekoeln.de

Mitgliederbetreuung: Michael Bippen,

adressen@gruenekoeln.de

Vorstand

E-Mail: vorname.nachname@gruenekoeln.de

Kerstin Ciba ( 0176-24 12 96 83

Stefan Peil ( 0173-25 00 588

Manfred Waddey ( 0173-932 03 64

Katharina Dröge ( 0151-55 62 70 97

Kirsten Jahn ( 0176-666 951 59

Christian Schirmer ( 0221-94 64 30 82

Delegiertenrat

§ Mo., 19.30 Uhr, Grünes Zentrum

Ortsverbände (OV)

Website immer www.gruenekoeln.de/BezirkX

z.B.: www.gruenekoeln.de/Bezirk1

OV 1: Innenstadt / Deutz

Marc Müller 7 marc.mueller@gruenekoeln.de

www.gruenekoeln.de/Bezirk1

OV 2: Rodenkirchen

Karsten Witt 7 wittkohl@web.de,

Regine Icking ( 02232-94 98 48

OV 3: Lindenthal / Sülz

Sabine Pakulat

7 pakulat@gruene-koeln.npo-net.de

OV 4: Ehrenfeld

Matthias Welpmann ( 0221-9545382

7 welpmann@web.de

OV 5: Nippes

Sebastian Timm ( 0221 – 570 2346

7 sebastian.timm@web.de

OV 6: Köln-Nord / Chorweiler

Wolfgang Kleinjans ( 0221-79 42 58

7 nc-kleinjwo@netcologne.de

OV 7: Porz / Poll

Helga Perseke ( 0221-6202544

7 h.perseke@web.de

OV 8: Kalk

Karin Schmidt ( 0177-398 50 89

7 alhambra-karin@web.de

OV 9: Mülheim

Manfred Winnen ( 0172-9030295

7 gruene9@yahoo.de

Parteiarbeitskreise

Internationales

Patrick Kopischke ( 0221-4742043

7 ak-internationales@web.de

Konsum

Sabine Lydia Müller ( 0172-8 87 08 87

7 info@konsum-ist-macht.de

Lesben

Regina Kobold ( 0221-221-25917

7 regina.kobold@stadt-koeln.de

Migration

Zsuzsa Bona ( 0221-510 77 55

7 nc-bonazs@netcologne.de

Schwule

Andreas Wolter ( 0179-5471119

7 andreas.wolter@netcologne.de

Wirtschaftspolitik

Dieter Schöffmann

7 ak-wirtschaft@gruenekoeln.de

Fundraising AG

Kerstin Ciba ( 0176-24 12 96 83

7 kerstin.ciba@gruenekoeln.de

Demokratie und Recht

Olaf Terre ( 0172 21 49 578

: www.ak-demokratie.blogspot.com

Grüne Jugend

Nilufar Djami, Lino Hammer

7 kontakt@gruene-jugend-koeln.de

: www.gruene-jugend-koeln.de

Ratsfraktion

* Gülichplatz 3 • 50667 Köln

F Mo.–Fr. 9–12, Mo., Di., Do. 13-16 Uhr,

Mi. 13–19 Uhr, ( 221-25919 3 221-24555

7 gruene-fraktion@stadt-koeln.de

§ jeden Mi. 18.30 Uhr, Ratsfraktion

(„Mittwochskreis“)

Ratsarbeitskreise

Erläuterungen: Alle Arbeitskreise sind auch über

gruene-fraktion@stadt-koeln.de erreichbar.

MdR = Mitglied des Rates

Allgemeine Verwaltung

Andreas Wolter MdR ( 0179-547 11 19

7 andreas.wolter@netcologne.de

Bauen & Wohnen

Gerd Brust 7 g.brust@netcologne.de

Finanzen & Haushalt

Jörg Frank 7 joerg.frank@stadt-koeln.de

Frauen

Brigitta von Bülow MdR ( 0176-221 59 725

7 buelow@netcologne.de

Gesundheit

Arif Ünal MdR ( 9515 42 31

7 arif.uenal@paritaet-nrw.org

Jugend

Gaby Schlitt MdR ( 0177-5731019

7 g.schlitt@netcologne.de

Kunst und Kultur

Angela Spizig MdR ( 221-26063

7 ah.spizig@t-online.de

Liegenschaften

Peter Sörries MdR ( 221-25915

7 Peter.soerries@koeln.de

Rechnungsprüfung

Peter Sörries MdR ( 0179-204 53 06

7 peter.soerries@stadt-koeln.de

Schule und Bildung

Sabine Ulke MdR ( + 3 9641257

7 hermkes-ulke@t-online.de

Soziales

Ossi Helling MdR

7 ossi.helling@stadt-koeln.de

Sport

Elisabeth Thelen MdR

7 elisabeth.thelen@stadt-koeln.de

Stadtentwicklung

Barbara Moritz MdR ( 327211

7 barbara.moritz@stadt-koeln.de

Stellenplan & Personal

Brigitta von Bülow MdR ( 0176-22159 725

7 buelow@netcologne.de

Umwelt

Sabine Müller MdR ( 221-25917

7 sabine.mueller63@freenet.de

Verkehr

Bettina Tull MdR ( 0211-884-2887

7 mail@bettina-tull.de

Wirtschaft

Jörg Frank, MdR ( 417157 3 4201147

7 joerg.frank@stadt-koeln.de

Bürgermeisterin Angela Spizig MdR

Rathaus, Spanischer Bau • 50667 Köln

( 221-26063

7 angela.spizig@stadt-koeln.de

Bundesverband

Geschäftsstelle

* Platz vor dem Neuen Tor 1 • 10115 Berlin

( 030 28442-0 3 030 28442-210

7 info@gruene.de www.gruene.de

Bundestagsfraktion

* Platz der Republik 1 • 11011 Berlin

( 030 227-55518 3 030 227-56552

: www.gruene.de

Regional- und Wahlkreisbüros

* Ebertplatz 23 • 50668 Köln

Volker Beck, MdB

7 koeln@volkerbeck.de

Kevin Liebig ( 0221-7201455 3 722278

F Mo.–Fr. 10–15 Uhr

Kerstin Müller, MdB

7 kerstin.mueller@wk.bundestag.de

Judith Hasselmann ( 7220369 3 9725710

F Mo.–Do. 10–15 Uhr

Landesverband NRW

* Jahnstraße 52 • 40215 Düsseldorf

( 0211-38666-0 3 0211-38666-99

7 info@gruene-nrw.de

: www.gruene-nrw.de

Landtagsfraktion NRW

* Platz des Landtags 1 • 40221 Düsseldorf

( 0211-884-2860 3 0211-884-2870

7 gruene@landtag.nrw.de

: www.gruene.landtag.nrw.de

Andrea Asch, MdL

7 andrea.asch@landtag.nrw.de

Tilman Kuhl ( 0211-884-2866

3 0211-884-3505

Fraktion im Landschaftsverband Rheinland

* Kennedy-Ufer 2 • 50663 Köln

Geschäftsführerin: Ulrike Kessing,

( 0221-809-3369 3 809-2560

7 kessing@lvr.de

Erläuterungen:

F Öffnungszeiten, § Treffen, * Postanschrift, ( Telefon,

3 Fax, 7 E-Mail, : Homepage, MdB Mitglied des Bundestags,

MdL Mitglied des Landtags, MdR Mitglied des Rates,

BV BezirksvertreterIn, SB SachkundieR BürgerIn, SE

SachkundigeR EinwohnerIn

In den Schulferien, an Feiertagen und bei besonderen

Anlässen können die jeweiligen Treffen ausfallen. Deshalb

empfi ehlt es sich immer, bei den Ansprechpersonen nachzufragen.

Alle Treffen sind öffentlich, können also von jeder

und jedem besucht werden. Die Termine der Ratsarbeitskreise

sind immer auch in der Ratsfraktion bekannt.

Nr. 214Dezember 2008

19


Postvertriebsstück G 4224 • Entgelt bezahlt

Bündnis 90 / Die Grünen, Kreisverband Köln

Ebertplatz 23 • 50668 Köln

Terminkalender

Veranstaltungshinweise

für Januar bis Mai 2009

16./17.01. Mitgliederversammlung der Kölner Grünen mit Aufstellung der Ratsliste – siehe Einladung in diesem Heft.

25.02. Politischer Aschermittwoch mit Sven Giegold und der Schwarzmeerflotte, Altes Pfandhaus, Kartäuserwall 20

08.03. Internationaler Frauentag

09.03. Mitgliederversammlung der Kölner Grünen mit Wahl der WahlkreiskandidatInnen

für die Kommunalwahl und die Bundestagswahl

01.05. Erster Mai mit Grünem Block und Grünem Stand

Alle diese Termine sind auch bei www.gruenekoeln.de im Terminkalender eingestellt

Dies ist die offizielle Einladung zur Mitgliederversammlung.

Es wird keine weitere Einladungspostkarte geben.

Mitgliederversammlung am 16. und 17. Januar 2008

Liebe Mitglieder,

zu unserer nächsten Mitgliederversammlung am Freitag, dem 16. Januar 2009 ab

18:00 Uhr sowie Samstag, dem 17. Januar 2009 ab 10:00 Uhr im Horion-Haus des

Landschaftsverbands Rheinland, Deutz, Hermann-Pünder-Straße 1, Raum „Rhein“

laden wir herzlich ein.

Tagesordnung:

1. Präsidium, Formales

2. Präambel des Kommunalwahlprogramms der Kölner Grünen

3. Haushalt des Kreisverbands 2009

4. Beschluss über das Fraktionsstatut („Mittwochskreis“) 2009-2014

5. Finanzielle Regularien für die Ratsfraktion: Rückblick auf die Ratsperiode

2004–2009 und Beschlussfassung über die Ratsperiode 2009-2014

6. Wahl der Grünen Reserveliste zum Kölner Stadtrat für die Periode 2009-2014

6.1. Wahl einer Versammlungsleiterin / eines Versammlungsleiters

6.2. Wahl einer Schriftführerin / eines Schriftführers

6.3. Nominierung zweier „TeilnehmerInnen“, die bezeugen, dass die Wahl geheim

erfolgt gewesen sein wird

6.4. Nominierung einer Vertrauensperson und einer stellvertretenden

Vertrauensperson

6.5. Beschluss über das Wahlverfahren

6.6. Wahlen

7. Bericht aus Berlin, Düsseldorf, der LVR- und der Stadtratsfraktion

8. Bericht über die Wahlkampagnen

9. Verschiedenes

Mit Grünen Grüßen

KerstinCiba StefanPeil

Sprecherin Sprecher

Bewerbungen und

Anträge in diesem Heft

und unter

www.gruenekoeln.de !

Vorstellung von Marc Schulz

Foto: privat

Zu meiner Person: ich bin dreißig

Jahre alt, verheiratet und Vater

von zwei Kindern. Seit 2004 sitze

ich für die Grünen im Wuppertaler

Stadtrat und bin dort insbesondere

im Bereich der Schulpolitik

tätig. Liebe Freundinnen

und Freunde,

Wahlkämpfe sind die Hochzeit

der Demokratie. Die Darstellung

der eigenen politischen Arbeit,

die Präsentation von „grün-pur“

und die Begegnung mit den Bürgerinnen

und Bürgern ist zwar

nicht immer stressfrei, aber spannend

und gewinnbringend.

Daher freue mich, mit euch gemeinsam

in den nächsten zwei

Jahren Wahlkämpfe zu planen

und umzusetzen. Neben der

Weiterentwicklung bisheriger

und der Entwicklung neuer

Wahlkampfformen möchte ich

in erster Linie Ansprechpartner

für alle Kölner Grünen sein, die

sich an unseren Aktivitäten beteiligen

oder eigene Ideen umsetzen

wollen. Ich bin für euch

im Grünen Zentrum erreichbar

unter: 0221/ 972 78 88 oder per

Mail an: wahlkampf@gruene

koeln.de und freue mich auf die

Zusammenarbeit.

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