Reisetipps Kaokoveld - Namibia Tourism

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Reisetipps Kaokoveld - Namibia Tourism

Der westliche Teil des Kaokolandes dagegen ist nicht ohne weiteres zu befahren und wird hier nicht

näher behandelt. Nur soviel: In dem Gebiet leben wilde Tiere und kaum Menschen. Richtige Straßen

gibt es nicht, so dass man sich leicht verirren kann und auch im Falle einer Panne völlig auf sich

selbst gestellt ist. Man braucht einen Allradwagen und sollte stets mit mindestens zwei Wagen

unterwegs sein. Sorgfältige Vorbereitung und richtige Ausrüstung sind ein Muss; es gibt

ausführliche Reiseliteratur, Kartenmaterial sowie GPS -Daten zum Kaokoveld. Wer jedoch kein

wirklich erfahrener Offroadfahrer und Naturcamper ist, sollte die Gegend im Rahmen einer

organisierten, geführten Tour erkunden.

Kunene

Der Fluss entspringt im Hochland von Angola und bildet auf einer Länge von etwa 350 km die

Grenze zwischen Namibia und seinem nördlichen Nachbarn. Er ist einer der wenigen ständig

wasserführenden Flüsse Namibias. Im Gegensatz zum Oranje im Süden gibt es im Kunene noch

Krokodile – in seinen Fluten zu baden ist also nicht ratsam. Der Pegel des Flusses schwankt ständig

und ist nicht nur vom Regen im Auffanggebiet, sondern auch von der Stromproduktion des

Wasserkraftwerks bei Ruacana abhängig. Nicht immer wird Wasser durch die Turbinen gelassen;

und manchmal müssen die Überflutungsschleusen geöffnet werden, um den Druck auf die

Staumauer zu verringern. Der Kunene windet sich durch felsiges Gebiet, weist zum Teil reißende

Stellen auf und mündet als recht breiter Strom im Atlantik. Das Mündungsdelta ist aufgrund seiner

Flora und Fauna streng geschützt; unter anderem kommen dort zwei seltene Schildkrötenarten zur

Eiablage an Land.

Zwischen Ruacana und Epupa kann man dem Flusslauf auf einer Straße folgen, die sich allerdings ab

Swartbooisdrift als anspruchsvolle und zeitraubende Geländewagenstrecke gestaltet. Man kann die

Distanz auch per Paddelboot zurücklegen – im Rahmen einer mehrtägigen (Gruppen-)Tour mit

speziellen zweisitzigen Schlauchbooten. Mehrere Unterkünfte an dem Flussabschnitt vermieten

Boote, so dass man auch mehrstündige Ausflüge unternehmen kann. Mehr dazu in unserem

Informationsblatt "Wild auf Wasser in Namibia". Zwischen Epupa und Atlantik ist das teils tropisch

grüne Ufergebiet nicht mehr zu befahren. Die Steilhänge der Baynes und Otjihipa Berge bilden

unüberwindliche Hindernisse.

Swartbooisdrift

An dieser Furt haben vor mehr als 100 Jahren die Teilnehmer des 'Dorslandtreks' (Buren aus

Südafrika auf ihrem so genannten Durstlandtreck) auf ihrer Rückkehr aus Südangola den Kunene

überquert. Auf einem Höhenzug südlich der Furt befindet sich ein kleines Denkmal, das an die

Strapazen der Buren erinnert. Bei Swartbooisdrift scheiden sich die Wege. Geübte Allradwagen-

Fahrer, die es wissen wollen, folgen weiterhin dem Kunene und sollten für die 100 km lange Strecke

bis Epupa ein bis zwei Tage rechnen. Alle anderen biegen hier ab Richtung Süden, umfahren die

Zebra Berge und erreichen Epupa in etwa fünf Stunden.

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