Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

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Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Wikimedia

Eine Durchblutung der Organe wird angeregt

und verbessert. Die Blutgefäße bleiben flexibel

und schützen vor zu hohem Blutdruck.

Noch ein Vorteil, interessant für alle, die Abnehmen

wollen: Bitteres sorgt für ein schnelleres

Sättigungsgefühl und kann das Verlangen

nach Süßigkeiten reduzieren. Bitterstoffe

sind also eine natürliche Essbremse.

Gesundheit aus der Küche

Empfehlenswerter als alkoholhaltige Verdauungshilfen

ist der Verzehr einer Vielzahl bitterer

Gemüse- und Obstsorten wie Chicorée,

Löwenzahn und andere Wildkräuter, Rucola,

Mangold, Radicchio, Artischocken, Rosenkohl,

Endiviensalat und Grapefruit. Sie sollten,

aus den vorher genannten Gründen, öfters

auf den Tisch kommen! Andere bittere

Alkaloide, wie das anregende Koffein im Kaffee,

das Theobromin im Kakao oder Matetee

sowie das Lupulon im Bier bzw. Hopfen haben

die gleiche Wirkung. Es ist aber deshalb nicht

ratsam diese Genussmittel in großen Mengen

zu trinken. Daneben gibt es eine Reihe

bittere Kräuter und Gewürze wie Beifuß,

Bockshornklee, Galgant, Kerbel, Kurkuma,

Ingwer, Majoran, Oregano, Rosmarin, Salbei,

Thymian und Zitronenmelisse, die sich zum

kreativen Würzen vieler Gerichte eignen.

Bitterstoffe aus der Apotheke

Gewöhnen Sie Ihren Körper mithilfe bitterer

Lebensmitteln und Würzkräutern wieder an

Bitterstoffe! Zusätzlich erhalten Sie in der

Apotheke eine Reihe von Heilkräutern, mit einem

hohen Gehalt an Bitterstoffen, getrocknet

als Tee oder als pflanzliche Präparate, wie

traditionelle Kräuterelexiere, Bitterstoff-

Tinkturen oder Extrakte in Kapselform.

Unterschiedliche Anteile an Bitterstoffe

haben Artischocken, Echter Engelwurz,

Löwenzahn, Gelbe Enzianwurzel, Hopfenzapfen,

Mariendistel, Kamille, Scharfgarbe,

Tausendgüldenkraut und Wermut.

Chicorée

Gelber Enzian

Löwenzahn

Hopfen

Foto: © Barmer GEK

Foto: © BLE, Bonn/Thomas

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• Artischocke

Ihre Inhaltstoffe Cynarin und Cynaridin sowie

andere Flavonoide regen die Produktion von

Gallensäure an und regenerieren die Leberzellen.

Außerdem haben die Inhaltsstoffe der

Artischocke einen cholesterinsenkenden Effekt,

eine kräftigende Wirkung auf den Magen

und aktivieren die Sexualdrüsen. Für eine Kur

eignen sich Artischockensaft oder Artischocken-Präparate

aus der Apotheke.

• Gelber Enzian

Die Wurzel hat den höchsten, in der Natur

vorkommenden, Bitterstoffgehalt. Der Wirkstoff

Gentiopikrin kann die Leber schützen

und wirkt verdauungsfördernd, hilft bei Blähungen

und Völlegefühl. Aus den getrockneten

Wurzeln wird ein Tee zubereitet.

• Löwenzahn

Die wichtigsten Wirkstoffe des Löwenzahns

sind die Bitterstoffe, die die Sekretion der

Verdauungsdrüsen fördern. Aufgrund des hohen

Kaliumgehaltes hat das Kraut auch harntreibende

Wirkung. Löwenzahn hilft bei Verdauungsbeschwerden

mit Völlegefühl und

Blähungen und bei Störungen im Bereich des

Gallenabflusses. Der Wirkstoff Taraxin aus

den Löwenzahnblättern entgiftet die Leber. In

der Volksheilkunde werden frische junge

Blätter zu Frühjahrskuren als Salat verzehrt.

• Hopfenzapfen

Hopfen ist ein Helfer bei Einschlafstörungen.

Neben der beruhigenden und schlaffördernden

Wirkung sorgen Bitterstoffe im

Harz der Hopfenzapfen für einen gut funktionierenden

Stoffwechsel.

• Mariendistel

Sie enthält einen als Silymarin bezeichneten

Wirkstoffkomplex. Er schützt die Leber dreifach,

idem er die Leberzellen vor Lebergiften

schützt, als Fänger freier Radikale wirkt

und die Bildung neuer Leberzellen anregt.

Ein Tee aus den Samen schmeckt sehr bitter,

alternativ können auch Kapseln aus der

Apotheke genommen werden.

Eine umfangreiche Beratung

erhalten Sie in Ihrer Apotheke

03 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 27

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