Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

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Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Jacken, Taschen, Schuhe, Geldbörsen oder

Uhrenarmbänder aus Leder gelten als hochwertige

Naturprodukte, die langlebig und strapazierfähig sind,

gut aussehen und sich gut anfühlen.

Es geht auch anders!

Alternative Lederhersteller stellen Leder so weit wie möglich

verträglich für Mensch, Tier und Umwelt her. Extrakte aus

Pflanzenteilen wie Baumrinden, Früchten oder Gallen werden

zum Konservieren des Leders verwendet und überwiegend

Querbracho-, Mimosa-Extrakte und Extrakte aus heimischen

Rhabarberwurzeln als pflanzliche Gerbmittel eingesetzt. Die

pflanzliche (vegetabile) Gerbung ist viel aufwändiger als eine

Chromgerbung.

Farbig wird das Leder durch die unterschiedlichen

pflanzlichen Gerbmittel. Zur Färbung werden

auch wasserlösliche Farben aus Pflanzen

oder Mineralien eingesetzt und Pigmentfarben

für eine deckende Färbung. Eine umweltverträgliche

Produktion ist fast nur in europäischen

Gerbereien möglich. Denn hier gibt es

umfassende strenge Umweltschutzauflagen

und gut funktionierende Kläranlagen aber auch

höhere Lohnkosten. Daher kann ökologisch

verträgliches Leder nicht zu Dumpingpreisen

angeboten werden.

Schützen Sie sich!

Worauf sollten Sie beim Kauf von Jacken, Taschen und Schuhen

achten? Wie können Sie sich vor gefährlichen Inhaltsstoffen

schützen? Darauf gibt es keine klare und eindeutige Antwort.

Denn es gibt keine Kennzeichnungspflicht, die über Art der Gerbung,

Färbung, Konservierung, chemische Ausrüstung oder das

Herstellungsland informiert. Die meisten Güte- oder Ökosiegel

geben lediglich Auskunft über den Schadstoffgehalt des fertigen

Produkts. Einige Siegel gehen weiter und haben strengere

Qualitätsansprüche hinsichtlich der Herstellung und den

sozialen Kriterien.

Weitere Informationen:

www.oeko-fair.de http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/leather/index_en.htm

Foto: © wikimedia

Leder mit dem Siegel „Öko-Tex Standard 100“ sind unbedenklich

bei der Berührung mit der Haut und erhalten keine als

krebserregend oder allergieauslösend eingestufte Farbstoffe.

Das Prüfzeichen „SG schadstoffgeprüft“ vom TÜV Rheinland

wird nach der Prüfung auf den Gehalt an Schwermetallen, Farbstoffen

und Pestiziden vergeben. Herkunft und soziale Aspekte

bei der Herstellung spielen keine Rolle.

„IVN Zertifiziert – Naturleder“ ist ein Siegel vom Verband der

Naturtextilwirtschaft. Geprüft wird das ganze Herstellungsverfahren

und der Gebrauch des fertigen Leders, auch soziale

Kriterien werden berücksichtigt.

Das Qualitätssiegel „ECARF Quality Testet“

von der europäischen Stiftung für Allergieforschung

(ECARF) bezeichnet allergikerfreundliche

Produkte.

„Der blaue Engel“ gibt es erst seit Kurzem

für Lederprodukte. Es zeichnet Leder aus, das

chromfrei gegerbt wurde und dessen Schadstoffbelastung

innerhalb festgelegter Grenzwerte

bleibt.

Das bekannte Siegel „Echtes Leder“ gibt nur

an, dass das Produkt aus tierischem Leder und

nicht aus Kunstleder besteht.

Der Verbraucher kann sich weiter schützen, indem er nicht

zertifizierte Lederkleidung möglichst nicht direkt auf der Haut

trägt, das gilt besonders für Schuhe und Sandalen. Vertrauen

Sie Ihrer Nase! Falls Schuhe oder Gürtel stark nach Lösungsmittel

oder Chemikalien riechen, sollten Sie vom Händler oder

Hersteller ausführliche Informationen fordern. Kaufen Sie

Lederprodukte bewusst ein und achten Sie auch auf eine gute

Verarbeitung. Wenn Sie Zweifel haben, ist es manchmal besser,

auf den Kauf zu verzichten!

03 | 13 | Naturheilkunde & Gesundheit | 7

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