Juli - S & D Verlag

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Juli - S & D Verlag

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Gesundheit & Fitness

Fotos: © Techniker Krankenkasse

Risiko mindern und vorbeugen!

Etwa vier Prozent aller Sportler haben jährlich

einen Unfall. Dabei ist das Risiko während

eines Wettkampfes höher als beim Training.

Viele dieser Sportverletzungen könnten

vorbeugend vermieden werden. Ein unzureichender

Trainingszustand, Ermüdungszustände,

Mängel in der Ernährung und

im Elektrolythaushalt, nicht auskurierte

Verletzungen oder eine mangelhafte Sportausrüstung

bergen die Gefahr einer Sportverletzung.

Gegen Fouls oder nicht so optimale

äußere Rahmenbedingungen wie schlechtes

Wetter, Bodenbeläge oder Verletzungen

durch Sportgeräte ist der Sportler meist

machtlos.

Tipps zur Vorbeugung!

Vermeiden Sie Überlastungen und bereiten

Sie sich für Training und Wettkampf durch

ein Aufwärmtraining und Stretching vor.

Passen Sie Ihre Sportausrüstung Ihrer

Sportart an, wie geeignete Schuhe beim Joggen,

Schienbeinschutz beim Fußball oder

Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschutz

beim Inlineskaten.

Ernähren Sie sich ausgewogen und vielseitig.

Gerade bei großen Belastungen

braucht der Körper vermehrt Mineralien und

Vitamine.

Wer krank, müde und unkonzentriert ist,

sollte das Training reduzieren oder anpassen.

Erste Hilfe Sportapotheke

Pflaster mit Wundauflage oder Silberbeschichtung,

Wunddesinfektionsspray,

Kältekompressen, Eisspray, Druckverband,

elastische Verbände, Salben mit

schmerzstillenden und entzündungshemmenden

Wirkstoffen, Schmerzmittel

Erste Hilfe mit der PECH-Regel

Schürf- und Platzwunden gehören zu den

häufigsten Sportverletzungen. Die Wunden

werden mit sauberem Wasser gereinigt und

anschließend desinfiziert. Kleinere Wunden

gut trocknen lassen und dann mit Pflaster abdecken.

Stark blutende Wunden werden mit

einem sterilen Verband abgedeckt. Der Arzt

übernimmt dann die Wundversorgung und

entscheidet, ob genäht werden muss. Bei

regelmäßigem Sport sollte Ihr Tetanusschutz

intakt sein. Als erste Hilfe bei Verstauchungen,

Prellungen, Zerrungen oder einem Bänderriss

hat sich die PECH-Regel von Prof.

Böhmer (Orthopädische Universitätsklinik

Frankfurt) für die Erstversorgung bewährt.

P = Pause

Bei einer Verletzung muss sofort mit dem

Sport aufgehört werden. Der verletzte Fuß

oder Arm sollte ruhig gestellt werden. Eine

anschließende Untersuchung ist meist

schwierig, da der verletzte Körperteil durch

Schwellung und Schmerzen sehr empfindlich

ist. Erst etwas später stellt sich heraus ob es

sich um eine einfache Prellung, eine Zerrung,

ein Muskelfaserriss oder eine Bänderdehnung

handelt. Nach der Sofortmaßnahme ist

auch eine Untersuchung durch einen Arzt und

eventuell eine sportmedizinische Untersuchung

notwendig.

E = Eis

Eine Kälteanwendung in den ersten 15

bis 20 Minuten kann die Heilung günstig

beeinflussen. Durch Kälte werden die

Blutgefäße verengt und damit kann eine

Einblutung und eine Schwellung reduziert

werden, der Stoffwechsel wird verlangsamt

und zusätzlich lindert Kälte die Schmerzen.

Eine Kühlpackung darf aber nie direkt auf die

Haut gelegt werden. Dazwischen muss ein

Tuch liegen, sonst kann es zu Kälteschäden

kommen. Bei offenen Wunden darf keine

Kühlpackung aufgelegt werden. Um den blutungsstillenden

Effekt zu halten, wird eine

Kühlung mindestens 30 bis 45 Minuten

durchgeführt und mit Pausen etwa über

zwei bis drei Stunden fortgesetzt. Neben Eispackungen

mit viskösem Gel helfen auch

Kältesprays (Eissprays) und notfalls auch

kalte Umschläge.

C = Compression

Ein Kompressionsverband danach oder zusammen

mit dem Eis, verhindert ein starkes

Anschwellen. Damit die Durchblutung nicht

verhindert wird, darf dabei der Druck nicht zu

stark sein. Auch sollte die Spannung nach

dem Anlegen regelmäßig geprüft werden,

weil die Schwellung in den ersten Stunden

nach dem Unfall zunehmen kann.

H = Hochlagerung

Bei der Ruhigstellung sollte der verletzte Fuß

oder Arm auch hochgelagert werden. Dadurch

wird die Blutzufuhr verringert, und die Flüssigkeit,

die aus den Blutgefäßen in das Gewebe

ausgetreten ist, kann leichter abtransportiert

werden. Auch die Schwellung und die damit

verbundenen Schmerzen werden reduziert. Ein

regelmäßiges Hochlagern sollte ein bis zwei

Tage weitergeführt werden, bis zum kompletten

Abschwellen des Körperteils.

| Juli 2011 | frau & gesundheit | 11 |

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