MAURITIUS HORNHECHT - Andrees Angelreisen

andreesangelreisen

MAURITIUS HORNHECHT - Andrees Angelreisen

Fischabenteuer

Österreich 5,- € • Deutschland 5,- € • Schweiz 10,- SFr

Das Angel-Reise-Magazin

Reviere aus aller Welt

Nr. 2/09 • Ausg. 31

hornhecht

mit der fliege

mauritius

marlin zum streicheln


Hecht in

schweden

Aspik

Das Eis ist perfekt, der Wind

der letzten Tage hat sich gelegt,

es ist minus 10 Grad kalt.

Ein phantastischer Tag zum Eisfischen

bei Säffle in Schweden.

Erlebnisbericht und

Fotos: Gerd Burock

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John hat bereits im Herbst eine

super Angelstelle ausgemacht, wurde

an diesem Platz doch unter

anderem ein Zander von über 10 kg

gefangen. Tja, und genau dort müssen

wir hin...

Wir, das sind Per Stjernlöf als Gastgeber,

John Zafaradl, Redakteur der

schwedischen Zeitschrift „Fiskefeber“

(übersetzt Angelfieber), Christer Lindström,

Instruktor der Sportfischer Akademie

in Forshaga, Arne, passionierter

Angler und Jäger sowie ich.

Das Angelmaterial packen wir auf kleine,

handliche Schlitten, hier in Schweden

Spark genannt. Auf den Kufen

stehend bewegt man das Gefährt per

Fuß vorwärts, wie bei einem Roller. Bei

besonders glattem Eis gibts noch Spikes

auf die Sohlen - und los gehts. Raus auf

den tiefgefrorenen See.

An der Angelstelle angekommen, heißt

es aber zuerstmal „Arbeiten“. Wir bohren

zweireihig 10 Löcher im Abstand

von 10 Metern. Schweißtreibende

Geschichte...

Dann bestücken wir unsere Eisangeln

mit Köderfischen und befestigen sie

mit Klammer und „Alarm-Klingel“ über

dem Eisloch. Fertig. Endlich...

Nach ein paar Barschen für Per und

Arne gibts Kaffee, das hat hier Tradition.

Auf Hockern sitzend plaudern wir

über die vergangene Angelsaison und

was es Neues auf dem Angelmarkt gibt,

als „das Glöcklein klingelt“...

Alarm an Christers Rute. Wir rennen

schnell zum Eisloch.Die Schnur läuft

noch ab. Der „Angel-Lehrer“ wartet

noch ein wenig, dann klappt er die

Bremse zu… Anhieb. Jaaah. Der Fisch

hängt.

Christer drillt zunächst schnell, damit

der Fisch vom Grund weg kommt - und

dann vorsichtiger und gefühlvoll. Wie

es im Lehrbuch steht... Nach wenigen

Minuten können wir den Fang unter

dem klaren Eis sehen. Ein Hecht.

schweden

Arne mit Spark, dem

schwedischen Schlitten

Per „am Loch“

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Der hat aber noch keine Lust an die

kalte Luft zu kommen und flüchtet in

die Tiefe. Kräftiger Kerl. Um die Schnur

zu schonen steckt der Schwede die

Angel in das Eisloch und drillt behutsam

weiter. Nach einigen weiteren Fluchten

kann Christer den Hecht an die Oberfläche

ziehen.

Kein Riese, aber immerhin 75 Zentimeter.

Für den Anfang...

Vorsichtig wird der Haken gelöst

- und umgehend kommt das halbstarke

Schnattermaul zurück ins Wasser.

Natürlich nach ein paar Fotoaufnahmen...

Zulange darf man die Fische aber

nicht in der klirrenden Kälte belassen,

da sie ansonsten Schaden nehmen.

Also, die ersten Bilder sind im Kasten.

Wir kehren zurück zu Kaffee und

Hockern.

Per und Arne, die zwischendurch

immer wieder Barsche zocken, sind

von ihrer Ausbeute bisher enttäuscht.

Zuwenig und zu klein. Und das ausgerechnet

dann, wenn Fotos gemacht

werden...

Christer mit unserem

75er Hecht, dem

ersten Esox von

insgesamt rund

20 Stück.

schweden

Professionell ausgerüstet

sind John

und Christer

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Und wieder „klingelt“ es. John ist an

der Reihe. Ein kurzer Spurt (gut das wir

Spikes unter den Schuhen haben) und

ran an die Rute. Die Schnur läuft noch.

Sieht gut aus. Anhieb.

Der Haken sitzt. Die Rute ist krumm.

Mächtiger Zug am Zeug. John steckt

sofort die Rute ins Eisloch, denn dieser

Fisch macht richtig Dampf. Das scheint

ein größeres Exemplar zu sein.

Per mit kleinem

Bärschlein...

schweden

...und auch

Arne mit

einem

kleinen

Bärschlein...

DAS ist ein

Barsch!

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Kaum zu stoppen. Noch immer geht

Schnur ab. John hat Mühe. Kein Wunder,

ist doch ein Führen des Fisches mit

der kurzen Gerte kaum möglich.

Aber mit Ruhe und Routine wird er

dann doch überlistet - und muss seinen

Kopf durch das Eisloch stecken: der

nächste Esox.

Mit satten 93cm schon ein stattlicher

Bursche. Nicht schlecht. Auch er

bekommt nach den Fotos wieder seine

Freiheit. Wie alle anderen Hechte auch,

in knapp vier Stunden übrigens rund 20

Stück.

Eine tolle Ausbeute, auch wenn wir

eigentlich auf andere „Räuber“ aus

waren. Vielleicht hätten wir ja auf

Hechte fischen sollen, damit wir Zander

fangen...

Was solls. Allemal ein herrlicher Tag

in traumhafter Natur mit relaxten,

freundlichen Anglern, die dir ihre

„geheimsten“ Stellen und Tricks verraten.

In Schweden ist das halt alles etwas

anders... Zum Abschluß lädt Per zu

einem Dinner in seine Byälven Cottages

- na dann, weg mit den Fischersachen

und rann an die Teller. Mahlzeit.

Buchbar unter anderem bei:

Andreés Angelreisen

Schöne Aussicht 21

D-65523 Niedernhausen

Telefon: 0049-(0)6127 / 8011

E-mail: info@andrees-angelreisen.de

www.andrees-angelreisen.de

schweden

Byälven Cottages

Mit einem

Köderfisch

überlistet

John und sein 93er Hecht

Die obligatorische

Kaffeepause

Ein

stattliches

Exemplar

von Christer

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