Das Gift der Hilfswerke - Erklärung von Bern

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Das Gift der Hilfswerke - Erklärung von Bern

Datum: 22.11.2012

Weltwoche Verlags AG

8021 Zürich

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Die Weltwoche

22.11.2012 Seite 1 / 7

Auflage/ Seite 77951 / 56 5570

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Seite: 56

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DerBergbau ist heute ein Hightech-Geschäft: Tintaya-Kupfermine im peruanischen Espinar.

Das Gift der Hilfswerke

Mit der Kampagne gegen den Rohstoff-Giganten Xstrata haben Schweizer Drittwelt-Lobbyisten einen

blutigen Konflikt in den peruanischen Anden befeuert und sinnvolle Projekte verhindert. Die Vorwürfe

gegen Xstrata sind haltlos, wie ein Besuch vor Ort zeigt. Von Alex Baur und Alex Kornhuber (Bilder)

Es ist eine düstere Welt, die sich auf der Web- nicht als solche deklariert werden, ist beachtsite

Multiwatch.ch präsentiert. Wie Kraken lich. In der Regel finden die professionell

breiten multinationale Giganten von der aufbereiteten Informationen getarnt als

Schweiz ihre Tentakel über die Welt aus, um Nachrichten oder gar als vermeintliche Eigendie

Ärmsten der Armen auszusaugen; ohne recherchen ihren Weg an die Öffentlichkeit

Skrupel vergiften sie die Natur, korrumpieren der Traum eines jeden Lobbyisten.

Regierungen und treten die Rechte der Arbei- Als Oscar Mollohuanca, der Bürgermeister

ter mit Füssen. Besonders schlimm steht es von Espinar in den peruanischen Anden, im

gemäss Multiwatch um den Bergbau. Die in letzten Mai der Schweiz einen Besuch abstat-

Zug domizilierten Rohstoffgiganten Glencore tete, war dies sogar der «Tagesschau» von SF

und Xstrata stehen denn auch seit geraumer einen Bericht wert. Radio DRS brachte ein län-

Zeit unter Dauerbeschuss der Lobby-Gruppe. geres Interview mit Mollohuanca, der ange-

Hinter Multiwatch stehen diverse Schwei- reist war, um vor dem Firmensitz von Xstrata

zer Nichtregierungsorganisationen, soge- in Zug gegen die angebliche Vergiftung von

nannte NGO, von Alliance Sud über Swissaid Tieren und Menschen durch den Konzern in

bis zur Erklärung von Bern, aber auch kirchli- seiner Heimat zu protestieren, die durch

che Hilfswerke wie Brot für alle oder Fasten- unabhängige Gutachter nachgewiesen woropfer

sowie Gewerkschaften (Unia, VPOD) und den sei. Dass die Reise Teil einer Medienkam-

Linksparteien (PdA, Grüne). Das mediale Echo pagne und von Hilfswerken finanziert war,

auf die Kampagnen von Multiwatch, die meist blieb unerwähnt.

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Wenige Tage später, am 21. Mai, auch darü- Espinar ist seither gespalten. Kurz vor seiner

ber berichteten diverse Schweizer Medien Reise in die Schweiz entging Mollohuanca

kam es zu Ausschreitungen in Espinar, bei knapp einem Amtsenthebungsverfahren. Die

denen zwei Demonstranten von der Polizei ge- Ausschreitungen vom letzten Mai, bei denen

tötet wurden. Anlass der Proteste war offenbar Mollohuanca aktiv mitwirkte, könnten auch

das erwähnte Umweltgutachten. Die pe- als Ablenkungsmanöver gedeutet werden.

ruanischen Behörden beschuldigten Bürger- Die Gefährdung von Mensch und Umwelt

meister Mollohuanca, die Krawalle angezet- durch die Minen war in Peru schon immer ein

telt zu haben, und setzten ihn vorübergehend virulentes und emotional befrachtetes Thema.

in Untersuchungshaft. Amnesty International Das Land hat eine jahrhundertealte Tradition

schaltete sich ein und warnte in einer Protest- im Bergbau. Das grösste Problem sind heute

note vor einer Verletzung der Menschenrechte. allerdings unbestrittenermassen die Heer-

Die Ausschreitungen um die Kupferminen scharen illegaler Schürfer, die bar jeder Kon-

Tintaya von Xstrata bei Espinar waren auch in trolle und oft unter unmenschlichen Bedinden

peruanischen Medien ein grosses Thema. gungen arbeiten. Internationale Konzerne

Dort erfuhr man auch, dass nicht nur De- stehen dagegen unter scharfer Beobachtung.

monstranten, sondern auch zwei Dutzend Sie können es sich kaum leisten, gegen die

Polizisten bei den gewalttätigen Krawallen ziemlich strengen arbeitsrechtlichen und umverletzt

worden waren. Unter den Demons- welttechnischen Auflagen zu verstossen.

tranten fanden sich straff organisierte Einhei- Umso grösser war die Empörung, als die reten,

die zum Teil mit Bussen angereist waren nommierte Journalistin Cecilia Valenzuela

und die ihre Wurzeln in den marxistisch- im letzten September die angeblich unableninistischen

Kaderparteien des Kalten Krie- hängige Umweltexpertise, auf welche die anges

haben.

timineros ihre Kampagne gegen Xstrata stüt-

Kupfermine von Aktivisten geplündert zen, als tendenziöses Machwerk entlarvte.

Dass die Demonstranten tatsächlich die Stim- Die Gewässer, welche die vermeintliche Ingemung

im Volk repräsentieren, wie die Schwei- nieurin Elke Humpel in Wirklichkeit hanzer

Hilfswerke glauben machen, ist zu bezwei- delt es sich um eine deutsche Studentin, die

feln. In Espinar ist es nicht anders als in Zürich: bei einer der involvierten NGO ein Prakti-

Wenn der schwarze Block an der Langstrasse kum absolvierte im Auftrag kirchlicher

randaliert, so heisst das nicht unbedingt, dass Hilfswerke untersucht hatte, lagen zum Teil

sich die Bevölkerung in revolutionärem Auf- gar nicht im Einzugsgebiet der Kupfermine.

ruhr befindet. Hinter dem Protest stand ein Die gefundenen Schwermetalle sind gemäss

Konglomerat linker Gruppierungen, die im peruanischen Fachleuten eher untypisch für

Verbund mit einem progressiven Sektor der eine Kupfermine und könnten in Anbetracht

katholischen Kirche den Bergbau als Symbol des Erzreichtums der Gegend auch natürlides

globalen Kapitalismus prinzipiell ableh- chen Ursprungs sein.

nen, die sogenannten antimineros.

Anders als in der Schweiz haben in Peru zur-

Bereits sieben Jahre zuvor, am 21. Mai 2005, zeit nicht Glencore und Xstrata ein Imagehatten

Aktivisten die Kupfermine bei Espinar problem sondern vielmehr die involvierten

überfallen, geplündert und schwere Schäden Hilfswerke. Der Verdacht, dass sie die Bevölkeangerichtet.

Oscar Mollohuanca führte damals rung mit politisch motivierten Pseudo-Gutdie

Randale an. Vor zwei Jahren wurde er zum achten aufwiegeln und blutige Ausschreitun-

Bürgermeister von Espinar gewählt, aller- gen provozieren, wiegt schwer. Kommt hinzu,

dings mit lediglich 29,6 Prozent der Stimmen, dass Rohstoffe für die peruanische Wirtschaft

was einer Eigenheit des peruanischen Wahl- von vitaler Bedeutung sind; sie machen rund

systems zuzuschreiben ist. Die Kommune von Der Rohstoffhandel hat Peru in den

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letzten zehn Jahren traumhafte

Wachstumsquoten beschert.

85 Prozent der Exporte aus und verschaffen

dem Staat rund einen Drittel der Steuereinnahmen

Die Hausse im Rohstoffhandel hat

dem Land in den letzten zehn Jahren traumhafte

Wachstumsquoten beschert und die

Armutsquote markant gesenkt.

Das nach der Agrarreform der 197oer Jahre

verarmte und in den 198oer Jahren vom blutigen

Terror der Guerillas geplagte Hochland

zwischen Ayacucho, Cusco und Puno hat von

der Bonanza am meisten profitiert (Weltwoche

Nr. 49/11, «Wirtschaftswunder in den Anden»).

Gerade hier setzt indes die Kritik der

antimineros ein. Das ungestüme Wachstum, so

monieren sie, störe das soziale Gleichgewicht

und bedrohe die Kultur der Indio-Kommunen.

Die Multis, so der landläufige Vorwurf,

würden ihre Ländereien plündern und vergiften.

Was dabei für die Einheimischen abfalle,

seien Brosamen.

Eigener Radiosender

Die Tintaya-Mine liegt rund zehn Kilometer

südöstlich von Espinar auf rund 4100 Meter

über Meer in einer dünnbesiedelten Steppenlandschaft.

Die riesigen Bagger und Trucks

mit bis zu 450 Tonnen Nutzlast, die hier ganze

Hügel versetzen, stehen in einem eigentümlichen

Kontrast zu den bisweilen noch mit

Stroh bedeckten, weit über die Hochebene lose

verstreuten Lehmhütten der Indios. Das Herz

der Anlage, wo das kupferhaltige Gestein zermahlen

und in einem chemischen Prozess zersetzt

wird, erinnert optisch an eine Zementfabrik.

Die Mine ist eine in sich geschlossene Welt

mit 2200 Angestellten, Mannschaftsunterkünften

und Kantinen, einem Busnetz und sogar

einem eigenen Radiosender. Die nichtqualifizierten

Arbeiter stammen gemäss Xstrata

ausnahmslos aus der nahen Umgebung, die

Vorarbeiter und Ingenieure zumeist aus den

nahen Städten Cusco und Arequipa. Obwohl

Xstrata rund um den Erdball aktiv ist, finden

sich bei der peruanischen Niederlassung selbst

in der Chefetage kaum Ausländer.

Aus Cusco stammt auch Luis Rivera, der

oberste Boss von Xstrata Peru: ein Mestize aus

einfachen Verhältnissen, der an der staatlichen

Universität San Marcos Geologie studiert und

sich als Praktiker auf dem Feld hochgearbeitet

hat. Mediensprecher Marco Santos, der uns

während des Besuches durch die Tintaya-Mine

begleitet, ist in einem kleinen Dorf in den südlichen

Hochanden aufgewachsen. Die Quechua-Sprache

der Indios ist ihm daher geläufig.

Santos spricht aber auch fliessend Französisch

und Englisch. Die Schweiz kennt er

bestens. Dank einem Stipendium hat er in

Neuenburg Ökonomie studiert. Als Mitarbeiter

der Deza kehrte er in seine Heimat zurück,

wo er schliesslich bei Xstrata landete.

Auch Pilar Alfaro, die wir während unseres

Streifzugs durch die Mine zufällig treffen, hat

Erfahrungen in Europa gesammelt. 2009 suchte

die 39-jährige alleinerziehende Mutter ihr Glück

in Spanien. Nach einem Jahr kehrte sie entmutigt

und mit leeren Händen in ihre Heimat zurück.

Heute arbeite sie als Truck-Fahrerin bei

Xstrata, und das, so sagt sie, sei für sie etwa so wie

«el pollön en la loterfa» «ein Sechser im Lotto»,

Gefragt sind Zuverlässigkeit und

technisches Können, Herkunft oder

Geschlecht sind bedeutungslos.

frei übersetzt. Alfaro arbeitet jeweils zehn Tage

durch, dann reist sie für fünf Tage nach Arequipa,

wo ihr Sohn an der Universität studiert. Sein

Ziel: Bergbauingenieur natürlich.

Ausgezerrte Männer mit russverschmierten

Gesichtern und schmuddeligen Overalls, die

an lärmigen Maschinen hantieren, sucht man

hier vergeblich. Der moderne Bergbau ist ein

Hightech-Geschäft. Gefragt sind Zuverlässigkeit

und technisches Können, Herkunft oder

Geschlecht sind bedeutungslos. Die körperliche

Belastung für die Arbeiter ist nicht grösser

als in einer Fabrik. Gemäss Angaben von

Xstrata verfügt die Kupfermine über einen in

sich geschlossenen Kreislauf. Das für den Pro-

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zess nötige Wasser wird in Kläranlagen und 65 Millionen Dollar, die ohne bürokratische

Absinkbecken vollständig rezykliert. Verluste den umliegenden Indio-Kommunen

Die Minera Tintaya wurde 1982 als Staatsbe- zugutekamen. In enger Kooperation mit den

trieb gegründet und 1994 im Zuge der Libera- Nutzniessern wurden Dutzende von Projekten

lisierung privatisiert. Jährlich werden hier im lanciert, die sich zeigen lassen: Schulen, Am-

Tagbau gegen to° 000 Tonnen Kupferkonzen- bulatorien, Landmaschinen- und Viehzuchttrat

und als Nebenprodukt 33000 Unzen Gold genossenschaften, Bewässerungssysteme, eine

gefördert. Die Vorräte von Tintaya sind mitt- Käserei, die den Bauern einen festen Preis galerweile

erschöpft. Geblieben ist ein giganti- rantiert und mittlerweile täglich sieben Tonscher

Krater, der nun mit der Schlacke aus der nen Milch verarbeitet.

bloss wenige Kilometer entfernten Anta- Zu den Vorzeigeprojekten von Xstrata gepaccay-Mine

gefüllt wird, die Xstrata gegen- hört neben dem Spital von Espinar das Bilwärtig

mit einer Investition von rund 1,4 Mil- dungsinstitut CREE: ein grosszügig konziliarden

Dollar erweitert. Weitere 5,5 Milliarden piertes Zentrum des Wissens in Espinar mit

Dollar steckt der Konzern in die Kupfermine topmodernen Laboratorien, die jedem Schwei-

Las Bambas, die zurzeit rund 170 Kilometer zer Gymnasium gut anstehen würden, mit

nordöstlich von Espinar neu angelegt wird. Computern, Musikinstrumenten aller Art und

Das sind selbst für ein Unternehmen wie vor allem auch mit gutbezahlten und fachlich

Xstrata gigantische Investitionen, die sich nur ausgewiesenen Dozenten. Am CREE können

auf lange Frist bezahlt machen. Das unterneh- sich auf freiwilliger Basis sowohl Lehrer wie

merische Risiko ist beträchtlich. In den letzten auch Schüler weiterbilden. Und diese machen,

zwei Jahrzehnten war Peru politisch sehr sta- dieser Eindruck stellte sich zumindest anlässbil.

Auch linke Regierungen haben das liberale lich unseres Besuches ein, mit erfrischendem

Wirtschaftsmodell nicht angetastet, das dem Enthusiasmus von diesem Angebot Gebrauch.

Land einen gewaltigen und anhaltenden Ent- Das CREE ist gleichsam der Gegenentwurf

wicklungsschub bescherte. Als grössten Risi- zum Modell der Hilfswerke, welche die indigekofaktor

stufen die Unternehmen gemäss ei- nas (auf Deutsch: Eingeborene) als eine Art

ner Erhebung der Sociedad Nacional de menschliches Inventar eines Völkerkunde-

Minerfa allerdings soziale Konflikte ein. museums behandeln, das vor den Einflüssen

Und die sind eine permanente Bedrohung in der westlichen Zivilisation beschützt werden

dieser abgelegenen Weltgegend, wo die moder- muss. Sie verkennen dabei allerdings, dass die

ne Zivilisation auf archaische Strukturen prallt Indios in den Anden seit bald 500 Jahren in

und das Faustrecht nicht selten den lückenhaft einer christlich geprägten Kultur leben, die

präsenten Staat ersetzt. Doch an Geld mangelt nur noch Fragmente des präkolumbischen Eres

nicht. Dank den Steuereinnahmen aus dem bes enthält (rund zwanzig Prozent sind

Bergbau ist das Städtchen Espinar mit einem übrigens protestantisch). Mit einem Bevölke-

Jahresbudget von rund 54 Millionen Dollar ei- rungsanteil von 75 Prozent sind die Indianer

ne für peruanische Verhältnisse reiche Gemein- und Mestizen auch keine Minderheit in Peru.

de. Doch der Nachholbedarf ist gewaltig. Viele Torkelnder Bürgermeister

Projekte scheitern an bürokratischen Hürden, Seit einem Jahr sind alle neuen sozialen Pro-

Korruption und mangelhaftem Know-how. Vor jekte von Xstrata auf Eis gelegt. Der Grund:

allem aber hat der schnelle Reichtum auch zu Bürgermeister Mollohuanca blockiert jede

Verteilungskämpfen geführt.

Zusammenarbeit. Doch ohne die Zustim-

Xstrata hat sich deshalb freiwillig verpflich- mung lokaler Vertreter, so steht es im Kooperatet,

drei Prozent ihres Gewinnes (vor Steuern) tionsvertrag, läuft nichts. Gestoppt wurde im

in soziale Projekte vor Ort zu investieren. In letzten Frühling auch eine geplante Zusamden

letzten sieben Jahren waren dies rund menarbeit von Xstrata Peru mit dem Schwei-

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diesen Konflikt hineingezogen zu werden.»

Auf den Punkt gebracht: Schweizer Hilfswerke

verhindern soziale Projekte und heizen

stattdessen soziale Konflikte an.

Was meint Bürgermeister Mollohuanca zu

diesem Vorwurf? Er weilt während unseres Besuchs

in Espinar gerade in Cusco, der Hauptstadt

des Departements. Wir verabreden uns in

einer Bar im Stadtzentrum. Sein Chauffeur,

Leocadio Florez, ein liebenswürdiger Mann,

fängt uns an der Tür ab: Der Chef habe einen

anstrengenden Tag hinter sich, warnt er. Das

ist sehr freundlich ausgedrückt. Oscar Mollohuanca

ist ziemlich betrunken und nicht dazu

aufgelegt, Fragen zu beantworten. Dafür hält

uns der si-Jährige einen Vortrag über die Kultur

der Inkas, die Vorzüge der Alpakas, die

man im Gegensatz zum Geld essen könne und

deren Wolle Wärme spende, die Plünderung

der Anden durch die Spanier und die Gringos.

Die drei Prozent, welche Xtrata in soziale

Projekte investiere, meinte der Bürgermeister,

seien ein lächerlicher Klacks, eine Beleidigung.

Er verlange dreissig Prozent und die Kontrolle

über die Projekte. Die Frage, was er denn

mit dem Geld machen würde, fegt Mollohuanca

mit einer ungehaltenen Handbewe-

«Unsere Sache»: Bürgermeister Mollohuanca.

gung und zusammen mit einem halbvollen

zer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Die Bierglas vom Tisch: «Das ist unsere Sache.»

drei Schwerpunkte waren bereits definiert: Leocadio Florez sieht die Zeit gekommen, den

technische Beratung lokaler Behörden, ein arg torkelnden Chef mit sanftem Druck aus

Projekt zur Aufforstung und der Aufbau eines der Bar hinauszukomplimentieren. Wer mit

sanften Tourismus. Wie ein Mitarbeiter des diesem Mann verhandeln muss, ist nicht zu

Seco gegenüber der Weltwoche bestätigte, liegt beneiden. 0

der einzige Grund bei den Kampagnen der

Erklärung von Bern und Multiwach gegen

Xstrata und Glencore: «Wir befürchteten, in

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Xstrata-Vorzeigeprojekt: Bildungsinstitut CREE.

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