Ungewollt schwanger, Leitfaden des Gesundheitsdepartement

ksa.ch

Ungewollt schwanger, Leitfaden des Gesundheitsdepartement

Auskünfte über die Möglichkeit, das geborene Kind zur

Adoption freizugeben:

Ein Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben ist ein sehr schwerer Entscheid, der

nicht ohne eingehende Gespräche vollzogen werden sollte.

Sie können sich entweder an die erwähnten Beratungsstellen wenden oder mit der

Schweizerischen Fachstelle für Adoption Kontakt aufnehmen.

Gesundheitsdepartement

Kantonsärztlicher Dienst

Schweizerische Fachstelle für Adoption

Hofwiesenstr. 3

8057 Zürich

Telefon: 01/ 360 80 90

Schwangere Frauen unter 16 Jahren

Gemäss geltendem Gesetz müssen Sie sich an eine spezialisierte Beratungsstelle

wenden und ihre Ärztin oder Ihr Arzt muss sich darüber Gewissheit verschaffen.

Als schwangere Frau unter 16 Jahren sind Sie in einer besonders schwierigen Lage und

werden vielleicht von verschiedenen Seiten zu einer Lösung gedrängt. Unter diesen

Umständen ist eine neutrale Beratung, in der die ganze Situation in Ruhe besprochen

werden kann, besonders wichtig.

Ungewollt schwanger?

Folgende kostenlose, neutrale Beratungsstellen helfen Ihnen dabei:

Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität

Metzgergasse 20, 5000 Aarau

Telefon: 062/ 822 55 22

e-mail: info@fapla-ag.ch

www.fapla-ag.ch

Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität

Laurstrasse 11, 5200 Brugg

Telefon: 056/ 448 98 28

e-mail: info@fapla-ag.ch

www.fapla-ag.ch

Dieser Leitfaden ist erhältlich beim:

Kantonsärztlichen Dienst, Bachstrasse 15, 5001 Aarau

Tel: 062/ 835 29 60 Fax: 062 835 29 65

J:\GD_KAD\Kad_Interruptionen\Neuregelung SSA\Formulare\Leitfaden_Broschüre.doc\tali/wei

April 2004


Ihr Arzt/Ihre Ärztin hat mit Ihnen ein ausführliches Gespräch geführt und Sie über die

gesetzlichen Bestimmungen sowie über die gesundheitlichen Risiken des Schwangerschaftsabbruches

informiert.

Nur Sie selbst als betroffene Frau sind letztlich in der Lage, den Entscheid für oder gegen

das Austragen der Schwangerschaft zu fällen, allenfalls das Kind zur Adoption

freizugeben. Eine ungeplante Schwangerschaft kann jedoch viele Fragen, ambivalente

Gefühle, Unsicherheiten und Ängste auslösen.

Wenn Sie sich in einer Konfliktsituation befinden, für Ihren Entscheid noch Zeit brauchen

und sich ein offenes Gespräch über Ihre persönliche Situation wünschen, wenden Sie sich

an die unten aufgeführten Familienplanungs- und Beratungsstellen.

Sie werden dort von einer Fachperson, die an die berufliche Schweigepflicht gebunden ist,

unentgeltlich in psychologischen, sozialen, rechtlichen und finanziellen Belangen beraten.

Sie erhalten weiterführende Hilfe und Unterstützung, ob Sie die Schwangerschaft

austragen wollen oder ob Sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden

haben.

Falls Sie sich für das Austragen der Schwangerschaft entschieden haben, können Sie

sich bei Bedarf nach zusätzlicher Unterstützung an die nebenstehend aufgeführten

weiteren Hilfsstellen wenden.

Sie werden über Hilfen bei Austragung der Schwangerschaft orientiert und bekommen

Informationen zum Schwangerschaftsabbruch, Adoption und Fremdbetreuung.

Entscheiden Sie sich für das Austragen der Schwangerschaft, begleitet und unterstützt Sie die

Beratungsstelle in dieser Zeit und während der ersten Phase mit dem Kind.

Weitere Hilfsstellen:

Moralische Hilfe

Für moralische Hilfe und bei Gewissensfragen im Zusammenhang mit der Entscheidung für

oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch wenden Sie sich an eine Person respektive

Institution Ihres Vertrauens Ihrer Gemeinde (z.B. Pfarramt). Sollten Sie in ihrem

Entscheidungsprozess kurzfristig eine Gesprächspartnerin oder Gesprächspartner brauchen,

so ist die „Dargebotene Hand“ Tel. 143 rund um die Uhr erreichbar.

Finanzielle Hilfen

Es gibt verschiedene private, kirchliche und staatliche Organisationen, die bei einer Notlage

durch eine Schwangerschaft helfen. Viele der Stellen wünschen vor der Gewährung der Hilfe

eine Beratung und einen schriftlichen Antrag durch eine Fachstelle. Am besten wenden Sie

sich an eine der oben aufgeführten Beratungsstellen.

Kostenlose, neutrale Beratungsstellen im Kanton Aargau:

Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität

Metzgergasse 20, 5000 Aarau

Telefon: 062/ 822 55 22

e-mail: info@fapla-ag.ch

www.fapla-ag.ch

Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität

Laurstrasse 11, 5200 Brugg

Telefon: 056/ 448 98 28

e-mail: info@fapla-ag.ch

www.fapla-ag.ch

Hilfe für Mutter und Kind

Solidaritätsfonds für Mutter und Kind

Hintere Hauptgasse 15 Burgerstrasse 17

4800 Zofingen Postfach 7854

6000 Luzern 7

Telefon: 062/ 751 13 39 Telefon: 041/ 226 02 27

Stiftung SHMK (Schweiz. Hilfe

für Mutter und Kind)

Postfach

4011 Basel

Hotline: 0800 811 100

e-mail: hotline@stiftung-shmk.ch

e-mail: sofo@frauenbund.ch

Diese Beratungsstellen begleiten Sie in der Entscheidungsphase und bieten den

geschützten Rahmen, einen Ihren Lebensumständen angepassten Entscheid zu fällen.

Soziale, finanzielle, rechtliche Fragen und die Beziehung zum Vater des Kindes können

angesprochen werden, um eine bewusste Entscheidung zu fällen.

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