Doppelspur Schiers – Fuchsenwinkel - RhB

rhb.ch

Doppelspur Schiers – Fuchsenwinkel - RhB

Nr. 4 / Dezember 2008

InfoRetica

Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn

Periodico della ferrovia retica

Periodica da la viaer retica

Frohes Fest

Alpine Höhen

und mediterrane Wärme

bezaubernd schön.

Nr. 1 / März 2008

Winterzeit,

die Zeit der Begegnung

1


In MGB-Triebzüge dieser Ausgabe laufen vom Stapel

Von Roberto G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Editorial/Editoriale

Die Stimme der Geschäftsleitung

La Voce della Direzione

Die Leitsätze der RhB

Geschichtenstart am Mitarbeiterfest

Geschichte von Markus Lipp

Collage Mitarbeiterfest

Gedicht Allegra

Internes Kontrollsystem (IKS)

ISO-Zertifizierung

Enteisung Bernina

Aussendesign neue Triebzüge

Aus dem Leben einer Lok

Unterhaltskonzept Rollmaterial

Einschub Zizerser Brücke

Doppelspur Fuchsenwinkel

Inframation

Damals, vor 30 Jahren

Neue Softwareanwendung GAF

Charta Sicherheit

Die Medienbahn

Vor 90 Jahren …

UNESCO Welterbe Bahn Nilgiri

LANXESS Workshop «Rhätische Bahn»

Neues in Kürze

Sicherheit, Berufsunfall

Tochter-/Sohntag

Diplomübergabe Gleismonteure

login

Vereina Anekdoten

spontan

Personalchronik

RhB In-Team

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Herausgeber:

Redaktion:

Frontbild:

Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch

Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Simon Rageth (ra), s.rageth@rhb.ch

Mitarbeiterfest

Nächster Redaktionsschluss: 13. Februar 2009

Auflage:

3´100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50. / Ausland: Fr. 60.

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

2

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier


MGB-Triebzüge Gelebte und erlebte laufen Werte vom Stapel

Von Roberto Peider Härtli G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Gelebte und erlebte Werte

«Eine gute Zusammenarbeit über die Berufsgruppen

und Bereiche hinweg ist zentral für unseren Erfolg» …

Diese nüchterne Botschaft ist ein Teil der sieben Werteleitsätze

für unser Unternehmen. Im Rahmen der Mitarbeitertage

im Oberengadin haben wir viel erfahren über

das starke Symbol des roten Bandes ein Band, welches

nicht nur die UNESCO Linien verbindet. Das rote

Band verbindet auch die Mitarbeitenden untereinander;

der Mitarbeiteranlass war bestes Beispiel dafür,

wie der Zusammenhalt der «Mannschaft RhB» erlebt

und gelebt wird über alle Bereiche und Hierarchien

hinweg.

Ein beispielhaftes Zusammenspiel verschiedener Bereiche

durfte ich kürzlich bei einem konkreten Filmprojekt

erleben. Mit SF DRS haben wir einen neuen Auftritt mit

den roten «fliegenden Einser» als SF-Signet am Landwasserviadukt

realisiert. Und die SF DRS-Crew hat uns

gefordert: für den 18-Sekunden-Spot waren die Vorgaben

enorm anspruchsvoll: An den zwei Drehtagen

wurde aus allen «Rohren» und aus allen Perspektiven

gefilmt. Dieses Projekt ist nur dank der vorbildlichen

Zusammenarbeit aller Beteiligten zu Stande gekommen.

Von der Netzplanung und -steuerung über Infrastruktur

bis hin zum Bereich Rollmaterial alle haben an diesen

Tagen am selben Strick gezogen. Dieses Beispiel von Kooperation

hat mich stark beeindruckt und gleichzeitig

auch bestätigt, dass die Familie RhB tatsächlich «funktioniert».

Der Leitsatz endet übrigens mit der Aussage: «Die Arbeit

bei der RhB macht Spass». In diesem Sinne freue ich

mich auf die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit

mit Ihnen!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen frohe Festtage

und alles Gute im neuen Jahr!

Ihr

Peider Härtli

Valori vissuti e sentiti

Gentili collaboratrici, stimati collaboratori

«Una buona collaborazione tra i diversi gruppi e settori

professionali è di centrale importanza per il nostro successo»

… Un messaggio sobrio e pulito che ritroviamo

tra i sette valori guida della nostra azienda. Durante le

giornate dei collaboratori in Engadina Alta abbiamo rilevato

la forte valenza simbolica della fascia rossa, una

fascia che non si limita a collegare le linee dell’UNESCO.

Il nastro rosso unisce anche i dipendenti, e la manifestazione

ad essi dedicata è stata la miglior prova di

quanto venga vissuta e sentita la collaborazione in seno

alla «squadra FR», trascendendo ogni confine settoriale

e gerarchico.

Di recente, in occasione di un progetto cinematografico

concreto, ho potuto assistere ad un esemplare gioco di

squadra tra i vari settori. Con la SF DRS abbiamo realizzato

un nuovo filmato sui «numeri volanti» rossi come

simbolo della televisione svizzera, presso il viadotto

della Landwasser. E posso affermare che l’équipe della

SF DRS non ci ha certo risparmiati: per i 18 secondi di

spot abbiamo fatto salti mortali. Durante i due giorni di

riprese ci hanno filmato da tutte le angolazioni. Il progetto

ha potuto essere portato a termine soltanto grazie

alla collaborazione esemplare tra tutti i partecipanti.

Dalla pianificazione e gestione della rete fino all’ infrastruttura,

passando per il settore del materiale rotabile:

tutti hanno remato nella stessa direzione. Questo esempio

di cooperazione mi ha molto colpito e al tempo

stesso mi ha dato conferma che la famiglia della FR

«funziona» a tutti gli effetti.

Tra l’altro, il valore guida conclude: «lavorare presso la

FR è un piacere». In tal senso mi compiaccio sin d’ora di

poter collaborare anche in futuro con voi!

Permettetemi di augurare a tutti, unitamente alle vostre

famiglie, Buone Feste e Felice Anno Nuovo!

3


Die Stimme der Geschäftsleitung

Von Christian Florin

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Liebe RhB-Familie

Seit bald vier Jahren bin ich nun bei der Rhätischen

Bahn und staune immer noch jeden Tag von neuem

über die Vielseitigkeit unserer Bahn. Ich kann mir kaum

ein Unternehmen vorstellen, das ähnlich spannend und

abwechslungsreich ist wie unsere RhB.

Auf den ersten Blick neigt man zu denken, dass diese

Einmaligkeit vor allem auf die Pionierleistungen unserer

Vorfahren zurück zu führen ist. Sicherlich, die Harmonie

von Technik und Eisenbahnkunstbauten in der

grandiosen Landschaft ist einmalig, darum sind wir zu

Recht jetzt auch Teil des UNESCO-Welterbes.

Aber das alleine macht die RhB nicht aus. Für mich sind

es insbesondere alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

welche die RhB verkörpern. Und vor allem sind es ihre

Persönlichkeiten, ihre Erfahrungen, ihre Erinnerungen

und ihre Geschichten. Ich geniesse jede Begegnung, die

sich bietet, um mehr über die RhB und ihre Mitarbeitenden

zu erfahren.

Damit es zu solchen Begegnungen kommen kann,

braucht es die Initiative jedes einzelnen. Kürzlich «öffneten»

wir die beiden Baustellen Tasnatunnel und die

neue Brücke in Zizers für alle Geschäftsbereiche. Natürlich

ging es bei diesen Anlässen auch um die Technik.

Aber es wurde ebenso die Gelegenheit genutzt, einander

besser kennen zu lernen, Verständnis für einander

zu gewinnen, Gesichter hinter den Namen zu sehen

oder ganz einfach Vorurteile abzubauen. Die Zufriedenheit

aller Besucher konnte buchstäblich von ihren Gesichtern

abgelesen werden.

Die Zufriedenheit, genauer gesagt die Mitarbeiterzufriedenheit,

ist ein Dauerbrenner an den Pausentischen,

unterwegs, aber auch in der Geschäftsleitung. Häufig

stelle ich dabei aber fest, dass diese Zufriedenheit offenbar

immer bei den anderen anzufangen scheint. Man

wartet dabei, beinahe genüsslich, bis die anderen etwas

machen, damit sich diese Zufriedenheit verbessert.

Als positiv denkender Mensch bin ich fest davon überzeugt,

dass, wenn ich den ersten Schritt mache, auch

eher etwas zurückkommt. Es genügt also nicht, abzuwarten

und zu schauen, ob sich etwas ändert. Zufriedenheit

lässt sich auch nicht per Knopfdruck und schon gar nicht

per Dekret steuern; wir alle müssen den ersten Schritt

machen. Wir müssen Raum für Begegnungen schaffen,

uns für einander interessieren und einander auch zuhören

ganz nach dem Motto «tue Gutes und sprich darüber»

unsere Kunden werden es uns danken!

Bald schon steht Weihnachten ins Haus, auch hier geht

es darum, für einander da zu sein, miteinander zu

reden, einander zu begegnen. Geniessen Sie diese Zeit

mit Ihren Familien, Freunden und Ihren Liebsten.

Machen Sie sich auch Gedanken, wie Sie das neue Jahr

beginnen wollen. Vielleicht ist dies auch der ideale

Zeitpunkt sich zu überlegen, was man persönlich dazu

beitragen möchte, um den Spass an der Arbeit zu fördern

oder anders gesagt, die Mitarbeiterzufriedenheit

zu verbessern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe RhB-Familie,

schöne und vor allem erholsame Festtage. Ich freue

mich auf jede Begegnung mit Ihnen im neuen Jahr.

In meine Wünsche schliesse ich besonders auch all jene

ein, die während den Festtagen dafür sorgen, dass die

hoffentlich zahlreichen Kunden unvergessliche Tage auf

der Rhätischen Bahn verbringen. Ihnen gebührt ein

ganz besonderer Dank!

Grazcha fich und bis bald im Neuen Jahr.

Ihr, Christian Florin

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La Voce della Direzione

Von Christian Florin

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Cara famiglia della FR

È da quasi quattro anni ormai che lavoro presso la Ferrovia

retica e ancora mi stupisco, giorno dopo giorno, di

quanto sia variegata la nostra ferrovia. Non riesco quasi

a immaginare un’altra azienda che sia altrettanto

attrattiva e poliedrica. Di primo acchito si verrebbe tentanti

di ricondurre questa sua unicità al le imprese pionieristiche

dei nostri avi. L’accostamento armonioso tra

tecnica, manufatti ferroviari e maestoso paesaggio alpino

non ha eguali, non v’è alcun dubbio, e per tale

ragione facciamo anche parte del Patrimonio mondiale

dell’UNESCO.

Ma la FR è ben altro. Per quanto mi riguarda sono soprattutto

i collaboratori e le collaboratrici che la rappresentano.

E in particolare sono le loro personalità, la

ricchezza delle loro esperienze, dei loro ricordi e del

loro vissuto. Non perdo dunque l’occasione di gustare

ad ogni incontro un nuovo aneddoto sulla FR e i suoi

dipendenti.

E per poter proporre tali incontri bisogna far leva

sull’iniziativa di ognuno. Recentemente abbiamo

«aperto» i cantieri del tunnel Tasna e del nuovo ponte

di Zizers a tutti i settori aziendali. Non nego che l’evento

era in parte polarizzato sulla tecnica, ma al tempo

stesso ha offerto l’opportunità di approfondire le conoscenze,

dare un viso a molti nomi o semplicemente liberarsi

dei pregiudizi. Ad ogni buon conto, la sod dis -

fazione di tutti i visitatori era stampata a chiare lettere

sui loro volti.

La soddisfazione, e per essere più esatti quella dei collaboratori,

è un argomento di perenne attualità durante

la pausa caffè, per strada, ma anche ai piani superiori

della nostra direzione. Molto spesso, tuttavia, mi

accorgo che questa soddisfazione sembra dover iniziare

sempre dagli altri. Si aspetta, con malcelato compiacimento,

che qualcuno altro faccia scattare la molla per

migliorarla.

Premesso che sono di indole positiva sono persuaso che

i risultati migliori si ottengono prendendo il toro per le

corna e facendo il primo passo. Aspettare e guardare se

cambia qualcosa non basta. La soddisfazione non può

essere azionata da un pulsante o intimata da un decreto;

dobbiamo fare tutti il primo passo. Dobbiamo creare

spazio per nuovi incontri, interessarci agli altri e anche

ascoltarci, il tutto all’insegna del motto «fai del

bene e parlane». I nostri clienti ce ne saranno grati!

I profumi e le luci del Natale sono alle porte, e anche in

questa occasione dobbiamo far prova di altruismo, saper

parlare e ascoltare. Godetevi questo particolare periodo

con le vostre famiglie, con i vostri amici e i vostri

cari. Riflettete anche al vostro personale esordio nel

nuovo anno. Non è detto che sia il momento ideale anche

per sfornare una proposta atta a vivacizzare il clima

di lavoro, aumentarne il piacere o detto altrimenti, migliorare

la soddisfazione dei collaboratori.

Con questo auspicio auguro Buone Feste a tutta la famiglia

della FR, ma soprattutto momenti felici e di ristoro.

Ad ogni incontro con voi nell’Anno nuovo!

Con le mie parole di augurio mi preme in particolare

raggiungere anche tutti coloro che durante le Festività

si adopereranno affinché la nostra, speriamo, numerosa

clientela possa trascorrere giornate indimenticabili a

bordo della Ferrovia retica. Un grazie sentito e profondo!

Grazcha fich e a presto nell’Anno nuovo.

Vostro Christian Florin

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«Leitsätze sind Wegweiser»

Von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

In einer schneebedeckten Landschaft, umgeben von

hohen Bergen, befindet sich ein Bergführer mit seinen

Gästen auf einer Hochtour. Ein Seil verbindet jedes Mitglied

dieser Seilschaft zu einer Einheit. Beim Passieren

von Gletscherspalten sichert jeder den anderen. Gefahren

lauern, Risiken bestehen. Aber das Seil steht als

Symbol für die Sicherheit und grösstmögliche Gefahreneinschränkung.

Wir bewegen uns meistens nicht auf gefährlichem Terrain.

Aber wie das Seil steht unser rotes Band für das

gemeinsame Tragen einer hohen Verantwortung. Das

rote Band ist ein starkes Symbol, welches uns schon

durch das UNESCO Welterbe Fest führte. Jeder Mitarbeiter

bildet wie ein Stück Faden einen Teil des ganzen

Bandes und trägt durch seinen Einsatz zum Gesamterfolg

der RhB bei.

In den letzten Wochen hat sich das Führungsteam deshalb

intensiv damit befasst, für welche Werte, Botschaften

und Inhalte das Band steht. Das Resultat sind

sieben ganz kurze und einfache Leitsätze:

1. Wir sind ein leistungsstarkes und zukunftorientiertes

Unternehmen

2. Wir bieten unseren Kunden ein unvergessliches Erlebnis

3. Wir arbeiten nachhaltig und sind flexibel

4. Die RhB ist ein fortschrittlicher Arbeitgeber in Graubünden

5. Wir arbeiten offen und ehrlich miteinander und

übernehmen Verantwortung

6. Die Führungskräfte der Rhätischen Bahn sind Vorbilder

7. Wir kommunizieren offen und transparent

Gesucht werden nun positive Geschichten, die zeigen,

wie die sieben Leitsätze in der RhB bereits gelebt werden.

Den Anfang machten Luca Zanolari, Bernhard

Bösch, Patrick Schneider und Patricia Demarmels am

Mitarbeiterfest (siehe auch Seite 8). Das rote Band wird

nun von Markus Lipp, Leiter Kundendienst, erweitert. Er

erzählt die nächste Geschichte (siehe Seite 9).

Daniel Grünenfelder, Leiter HR, äussert sich im

nachfolgenden Interview zu den sieben Leitsätzen

der Rhätischen Bahn:

Herr Grünenfelder, was verstehen Sie unter einem

Leitsatz?

Leitsätze sind Wegweiser. Sie zeigen uns die Richtung

auf, welche wir für das Verhalten, die Arbeit und die

persönliche Entwicklung einschlagen sollen. Die Unternehmenswerte

sind solche Wegweiser für die Wert- und

Normvorstellungen, Denk- und Verhaltensmuster innerhalb

der RhB.

Liegen Leitsätze derzeit im Trend oder weshalb

braucht die RhB nun auf einmal Leitsätze?

Wichtig ist für mich, dass wir gemeinsame Werte entwickeln

und uns der bereits vorhandenen Werte bewusst

Donnerstag, 30. Oktober

Frreitag, 31. Oktober

6


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

werden. Es gibt heute schon Werte bei der RhB. Diese

Werte sollen die übergeordneten Ziele unterstützen und

mittragen.

Weshalb möchte die Rhätische Bahn nun genau diese

sieben Leitsätze leben?

Die Werte RhB wurden unter Einbezug verschiedener

Führungsebenen in mehreren Schritten in den Jahren

2007 und 2008 erarbeitet und gelten nun. Unserer

Meinung nach ist es sinnvoll, auf diesem Weg intern

und extern zu vermitteln, was wir von unseren Mitarbeitenden

als optimal funktionierendes Dienstleistungsunternehmen

erwarten und umgesetzt haben

möchten. Nur wenn alle am selben Strang ziehen und

wir uns dies jeden Tag auf’s Neue bewusst werden, sind

wir stark und leistungsfähig.

War die Rhätische Bahn bisher nicht leistungsstark,

bereiteten wir den Kunden nicht schon bisher ein

unvergessliches Erlebnis und arbeiteten wir nicht

schon bisher nachhaltig und flexibel?

Sicher bereiteten wir bis heute den Kunden unvergessliche

Erlebnisse, doch geht es darum, diesen Standard

nicht nur zu halten, sondern stetig den Kundenbedürfnissen

anzupassen. Es ist wie bei einem Fussballtraining:

Jeder weiss, dass er gewinnen möchte, doch dafür

benötigt es anhaltendes Training, das vor allem im

Kopf beginnt. Dafür stehen bei uns die sieben Leitsätze

ebenfalls.

Vieles wurde schon gelebt und umgesetzt. Wie Sagen,

die mündlich überliefert wurden, sind diese jetzt

schriftlich festgehalten. Das bisherige positive Verhalten

dient nun als Ausgangslage zur kontinuierlichen

und nachhaltigen Verbesserung sowie als Orientierungshilfe

für neue Mitarbeitende.

Was erhoffen Sie sich davon, dass die Geschichten von

den Mitarbeitenden erzählt werden?

Menschen haben schon immer Geschichten erzählt. Mit

Geschichten kann Vieles mitgeteilt aber auch erklärt

werden. Geschichten malen Bilder!

Jeder einzelne Mitarbeitende prägt unser Unternehmen

und ist ein Zahnrad im grossen RhB-Uhrwerk. Erzählte

Erfahrungen und Erfolgserlebnisse sind Bestätigungen

und Ansporn für Alle, es ihnen gleich zu tun.

Werden Sie uns auch noch eine Geschichte erzählen?

Vielleicht später, aber andere haben Vorrang: Ich freue

mich auf die Geschichten der Mitarbeitenden, diese

stehen jetzt im Mittelpunkt.

Danke für das Interview.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Senden Sie diese an unsere Unternehmenskommunikation

(medien@rhb.ch) oder nehmen Sie für Fragen telefonisch

Kontakt mit uns auf (Tel 990 406).

Montag, 3. November

Dienstag, 4. November

7


Geschichtenstart am Mitarbeiterfest

Von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Die ersten vier Geschichten von Mitarbeitenden der

Rhätischen Bahn wurden am Mitarbeiterfest erzählt.

Luca Zanolari, Bernhard Bösch, Patrick Schneider und

Patricia Demarmels gaben ihr Bestes und konnten so

manchen Zuhörer mit ihren Erlebnissen und Geschichten

mitreissen. Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung

des Erzählten.

Luca Zanolari, Zugbegleiter

«Ich begleitete Fahrgäste auf der Fahrt von St. Moritz

nach Zermatt und wurde von etlichen Fragen durchbohrt.

Ich setzte alles daran, unseren Kunden ein unvergessliches

Erlebnis zu bieten und beantwortete geduldig

ihre Neugier. Zugchef ist mein Beruf, doch als

Tourismusförderer arbeite ich.»

Bernhard Bösch, Bahnmeister

«Die Verantwortung zur Beurteilung der Lawinengefahr

im Raum Davos lag bei mir. Mein Bähnlerherz wollte

fahren und trotzdem die Gäste sicher transportieren.

Ich bekam die Chance, das Problem bei Erwin Rutishauser

zu thematisieren. Die Geschäftleitung hat darauf

entschieden, die Seehorngalerie zu bauen.»

Patrick Schneider, Leiter Bahnhof Bergün und

Tiefencastel

«Eine junge Frau wollte in Bergün Ferien geniessen.

Ohne ihren Elektrorollstuhl konnte sie nicht vorankommen.

Bergün verfügt über keinen Mobilift. Schon nach

kurzer Zeit fanden wir eine Lösung: Wir standen mit einem

Handwagen bereit. Für die Frau ein grosses Zeugnis

ihrer Selbständigkeit und ein unvergesslicher Moment.»

Patricia Demarmels, Leiterin Region Betrieb Agglo

Chur/Surselva

«Vor zwei Jahren wurde ich in meinen Job gewählt. Gemäss

Pflichtenheft ist für die Ausübung dieser Tätigkeit

eine bestimmte Ausbildung vorgesehen. Der Lehrgang

hatte bereits gestartet. In dieser Situation zeigte sich

die RhB als sehr flexibles Unternehmen. Blitzschnell erhielt

ich den positiven Entscheid.»

Luca Zanolari

Bernhard Bösch

Patrick Schneider

Patricia Demarmels

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«Hilft uns denn keiner?»

Von Markus Lipp

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Leitsatz: «Wir bieten unseren Kunden ein unvergessliches

Erlebnis»

Der verspätete Regio-Expresszug sputet durch die

schöne Winterlandschaft vom Engadin kommend dem

Bahnhof Chur entgegen. Die Reisenden machen sich für

das Umsteigen bereit, greifen hastig und ungeduldig

nach ihren Jacken, Mänteln und dem vielen Gepäck.

Der Zug hält an. Das Gedränge beginnt. Die Wagen entleeren

sich in Rekordzeit von den zu den Anschlusszügen

hetzenden Gästen aus aller Welt. Zurück bleibt

eine vom Tempo sichtlich überforderte und hilflos anmutende

ältere, elegant gekleidete Dame mit schönem

Hut und einem grossen Koffer. Die Fragen «Was nun?

Wie weiter? Hilft uns denn keiner?» stehen der Reisenden

geradezu ins Gesicht geschrieben. Nicht weniger

hilflos schaut der treuherzig neben der Frau winselnde

kleine Hund drein.

Spontan gehe ich auf die Dame zu. Auf meine Frage

«Darf ich Ihnen helfen wo fahren Sie hin?» kommt

zögerlich, aber mit grosser Erleichterung die Antwort

«nach Deutschland». Oh, das wird aber knapp! Ich ergreife

den schweren Koffer, helfe der Dame aus dem

Zug und bitte sie, mir möglichst rasch zu folgen. So hetze

ich mit dem Gepäck die Treppe runter, die Unterführung

durch. Bevor es wieder die Stufen hoch geht, Kontrollblick

zurück ja, die Dame folgt mir, der Hund an

vorderster Front ist auch dabei und nun nichts wie

die Treppe rauf zum Zug. Dort angekommen, gelingt mir

im letzten Moment mit dem Ruf «Es kommt noch jemand!»

zum mir persönlich bekannten Zugchef, die

Zugsabfahrt zu verzögern. Der Koffer ist auf der Wagenplattform

verstaut. Kurze Zeit vergeht. Da kommen sie.

Vorauseilend der kleine Hund. Sichtlich die ernste Lage

fühlend, zieht er seine völlig ausser Atem geratene Herrin

im Schlepptau seiner Leine mit seinen kurzen zappeligen

Beinen geradezu die Treppe hoch zum Zug. Wir

helfen dem Gast einzusteigen und es bleibt nur noch

Zeit, der Reisenden alles Gute und eine schöne Heimreise

zu wünschen. Die Wagentüre schliesst sich und

der Zug fährt mit der mir freundlich zuwinkenden Reisenden

und ihrem «Liebling» auf den Armen davon.

Das Resultat

Nicht wenig überrascht und zugegeben auch ein wenig

stolz, fand ich dann einige Tage später eine vom Zugchef

vermittelte Notiz der Reisenden in meiner Dienstpost.

Die Frau bedankte sich für die liebenswerte Hilfe

und Unterstützung. Sie werde ihr angenehmes Erlebnis

während ihrer Zugfahrt in unvergesslicher Erinnerung

behalten.

«Darf ich Ihnen helfen?» Gedränge vor dem Zug.

Markus Lipp, Leiter Kundendienst.

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Mitarbeitende feiern in Samedan

Bilder von Esther Lüdi, Sonja Lubini, Giuditta Hartmann, Silvia Heldstab, Andreas Bass und

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

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Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

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«Das Kleid ischt nüd vom Lagerfeld,

s’ ischt RhB Uniform …» Von Bruno Graf

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

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Lokführer Bruno Graf hat sich auf ganz besondere Art

auf den Mitarbeiteranlass vorbereitet mit einer

Schnitzelbank vom Feinsten. Leider konnte er «infolge

des gedrängten Programms», wie er uns schreibt, die

Verse nicht vortragen. Schade es hätte eine nochmalige

Steigerung des in jeder Beziehung gelungenen

Anlasses bedeutet. Wir benützen gerne die Gelegenheit,

Bruno Graf’s Schnitzelbank in ganzer Länge in

der InfoRetica zu veröffentlichen. Viel Spass Ihre Redaktion!

Allegra (Melodie: Miar fahred mit der SBB)

Unesco Welterbe, isch sie, dia chlini roti Bahn,

das hät sie sicher au verdient, das isch kei Grössawahn.

Es wäri no meh schützenswert, vo hüüt und au vo

früehner,

das Label hätti au verdient, der Schnauz vom Hanggi

Büehler.

Das Label spüehlt jetzt denn viel Geld, em Briccola in

d’ Kassa,

denn giit’s viellicht a chlii meh Lohn, dass miar a chlii

chönnt prassa.

Miar konsumieret denn au meh, und nehmet zue ganz

schnell,

drum sind dia grüena Warnwesta, nur Grössi XXL.

Das Label das bedüüted au, mer muss viel unterhalta,

mer chann nöd eifach ändara, es bliibt vieles bim alta.

Der Grundsatz vo der UNESCO, der söttet d’ Scheffa

kenna,

denn müesstet miar nöd all Halbjohr, neui Abchörziga

lerna.

Au d’ Bocciabahn bim Bahnhof Stuls, dia stoht jetzt

unter Schutz,

do mues mer öppis macha druus, vermarkta Gopfridstutz.

Zur a Brainstorm- Week mit Bocciakurs, muess der

Hefti jetzt iilada,

zu Wellness im Brunnatrog bim Gleis, und essa im

Chuchiwaga.

In Stuls und Spinas stöhnd au no, so chlini Holzkabäuschen,

do stoht no Manna und Fraua druuf, nöd Men und

au nöd Mäuschen.

Do chasch Du ruhig ina goh, mach’sch Tür zue mit

ma Rumm’s,

und wenn denn s’ Gschäft verrichta tuesch, macht’s

hinter dir luut, Plumps.

Jetzt han ii Sonnacreme bechoo, a Tuba Faktor drissg,

das muesch hüüt weg da Sonna haa, und au wega da

Hitz.

Mini Frau sait Faktor 8 wär gnueg, und stricht mi ii

ganz zärtlich,

denn hättischt du en bruuna Grind, so wia da Peider

Härtli.

Schutzbrilla giit’s für’s Augaliecht, und Kappaschueh

für d’ Zeeba,

und für da Grind en Plastikhelm, und Händscha zum

dii heeba.

Warnwesta für da Gleisbereich, halt alles was mer

bruucht,

und d’ Ghörschütz dia sind immer guet, wenn der Chef

dii zämmastuucht.

Ii han 2 Liter Wasser gsoffa, wia’s stoht uf ma

Plakäätli,

und in Calida Unterhosa, versorget guet mis Gmäächtli.

Will ii kei Ziit han khaa zum schiffa, isch d’Bloosa

überlaada,

drum han ii jetzta an da Tschiins, en dunkelblaua

Flaada.

Wenn du amol a Störig häsch, denn muesch nöd lang

studiera,

dia bsetzti Station, dia tuet’s, im QSV notiera.

Jo wo isch denn dia Station, fangsch du jetzt still a

fluecha,

do mues ii doch is Internet, da Google söll dia suecha.

Vor Johra isch der Kondukteur, dur da Zug und hät

uusgrüeft,

jetzt chunnt denn grad der nöchsti Halt, und hät Billet

no prüeft.

Jetzt händ miar so es Railvoxgrät, do chunnsch doch

glatt zum spinna,

noch jedem Update hät dä Siech, en neua Fehler

dinna.

Us em Luutsprecher chunnt a Frauastimm, mer sötti

schnell iistiiga,

der Zug der fahri jetzt denn ab, er tuet nöd z’ Landquart

bliiba.

Dia Durchsag dia wär Wunderbar, nur dä Service klappt

nid ganz,

der Zug der isch scho längstens fort, und stoht jetzt in

Malans.


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Piep piep, tü tüü, piep piep, tü tüü, piep piep, tü tüü

ta too,

dia Musig macht nöd min Game-Boy, und nöd

Play-Station zwoo.

Dia Musig macht ZS I 90, bis miar da Chraga platzt,

D’ Gschäftsleitig seit doch explizid, kei Musig am

Arbeitsplatz.

S’ UNESCO Welterbe das bringt, en Huufa neui Gäst,

für dia tüend miar vor RhB, ganz sicher eifach s’ Best.

Dia Gäst dia zahlend recht viel Geld, wend drum bim

Reisa hocka,

wenn’s aber nur no Stehplätz gsehnd, denn haut sie’s

uss da Socka.

Uf’m Laufsteg irgendwo z’ Paris, zeigt a Frau en neua

Dress,

a helli Blusa, a rot’s Foulard, derzua en Jupe ganz

kess.

Alli Dama stuunend Aa und Oo, und klatschend ganz

enorm,

das Kleid ischt nüd vom Lagerfeld, s’ ischt RhB

Uniform.

Der Rutishuuser der hätt gseit, iar guata Fraua Manna,

iar müend mi‘ m Zug zur Arbeit khoo, üsri Parkplätz tuend

nüd langa.

Er hät miar aber no nüd gseit, wia ii das macha sötti,

wenn ii am vieri an d’Arbet muess, und der erst Zug

fahrt am sechsi.

Avanti, Futuro, Futuro Plus, dänn Strategie null sechs,

jetzt Offensiva zwanzgi- zwölf, was hät das für en

Zweck?

Dia Üebiga händ miar scho gmacht, alles ist bim Alta

bliiba,

miar händ no immer Defizit, und fahrend uff da Schiina.

Uf’m ganza Netz wird investiert, mer chauft au neui

Khära,

i frog mi nu, vo wo chunnt jetzt, das vieli Geld au

hera?

Hät Direktion viellicht am End, so heimlich, liislig, still,

mit da, em ZP versprochana, Benissimo Löösli

gspielt.

An der Ostara bin ii unterwegs, uff da Lok im Bündnerland,

uff ma Perron stoht der Rutishuuser, mit ma Chörbli in

der Hand.

Er wünscht miar schöni Ostara giit miar en Schoggihas,

und es Maitali rüeft luut voller Freud:

en Osterhas en Osterhas, en richtiga läbiga Osterhas.

Bruno Graf: Erinnerungen an einen gelungenen Anlass.

13


«IK … was?»

Von Brigitte Flück

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Ist Ihnen der Begriff «Internes Kontrollsystem», oder

kurz «IKS» bereits ein Begriff? «Auch schon mal gehört»

oder «IK … was?». Dieser Artikel gibt Ihnen einen kurzen

Überblick über das IKS in der RhB und zeigt auf, wie Sie

davon betroffen sind.

Gesetzliche Neuerungen

Seit dem 1. Januar 2008 sind im Obligationenrecht

neue Gesetzesartikel in Kraft, welche grössere Unternehmen

wie die RhB dazu verpflichten, ein IKS einzuführen.

Dieses wird im Rahmen der jährlichen Revision

durch die Revisionsstelle überprüft.

Ziele und Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems

der RhB

Das Ziel des IKS ist die Sicherstellung der Zuverlässigkeit

und Aussagefähigkeit der Buchführung sowie die Einhaltung

von Gesetzen und Normen. Ein IKS ist für die

RhB grundsätzlich nichts Neues, da eine zuverlässige

Buchführung selbstverständlich schon immer ein wichtiges

Ziel der RhB war und bleiben wird! Auch die Revisionsstelle

testiert uns bereits seit Jahren die Existenz

eines Internen Kontrollsystems. Neu ist mit in Krafttreten

der neuen Gesetzesartikel nur der gestiegene Anspruch

an die Dokumentation und Überprüfbarkeit des

Systems.

Welche Arten von Kontrollen gibt es im Internen

Kontrollsystem?

Kontrollen auf Unternehmensebene/Kontrollumfeld

Kontrollen auf Unternehmensebene sind prozessübergreifend.

Beispiel: Unterschriftenregelung, Verhaltenskodex

(siehe unten).

Prozesskontrollen

Prozesskontrollen (auch Schlüsselkontrollen genannt)

werden direkt im Arbeitsprozess gemacht. Das Einhalten

des Vier-Augen-Prinzips ist ein Beispiel von Vielen.

Generelle IT Kontrollen

Die generellen IT-Kontrollen sollen sicherstellen, dass

die korrekte Buchführung nicht durch technische Gegebenheiten

gefährdet wird. Beispiel: regelmässige Datensicherung.

Der Verhaltenskodex RhB

Das Verhalten der RhB-Mitarbeitenden gegenüber den

verschiedenen Anspruchsgruppen ist ein wichtiger Bestandteil

des Kontrollumfeldes. Der Verhaltenskodex

der RhB stellt eine Zusammenfassung der wichtigsten

ethischen Grundsätze der RhB dar und bekräftigt selbstverständliche

Verhaltensweisen. Der Verhaltenskodex

ist im Intranet abrufbar und hat für alle Mitarbeitenden,

insbesondere für Führungskräfte, verpflichtenden

Charakter.

Kontrollumfeld /

Unternehmensweite Kontrollen

INTERNES

KONTROLLSYSTEM (IKS)

RISIKO-

MANAGEMENT

Prozesskontrollen /

Schlüsselkontrollen

PROZESSMANAGEMENT-SYSTEM

14


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Wie ist das Interne Kontrollsystem der RhB dokumentiert?

Ein Projektteam hat Anfang dieses Jahres die Aufgabe

übernommen, das IKS zu dokumentieren. Dabei ist es

folgendermassen vorgegangen:

n Dokumentation des Kontrollumfeldes inkl. Aufnahme

der Kontrollen auf Unternehmensebene

n Definieren und dokumentieren der finanzrelevanten

Prozesse (2008: elf Prozesse, für 2009 sind weitere

geplant)

n Definieren der Schlüsselkontrollen pro Prozess (gesamthaft

rund 60 Stück in den elf Prozessen)

n Einführen von neuen Kontrollen (nur sechs Kontrollen

wurden neu eingeführt, restliche bestehend)

Die Prozesse wurden in das Prozessmanagement-System

(im Intranet abrufbar) integriert. Die Schlüsselkontrollen

sind in den Prozessen sichtbar.

Wer ist für das Interne Kontrollsystem verantwortlich?

Der Verwaltungsrat hat im September dieses Jahres die

«IKS-Grundsätze» verabschiedet, in denen die Ausgestaltung

sowie die Verantwortlichkeiten für das IKS der

RhB geregelt sind: Die Gesamtverantwortung liegt beim

Verwaltungsrat. Die Geschäftsleitung ist für die Umsetzung

und das Reporting verantwortlich. Das IKS-Projektteam

übernimmt auch weiterhin die Koordination

der Dokumentation des Gesamtsystems, nicht aber die

Dokumentation von einzelnen Kontrollen. Die grösste

Verantwortung jedoch liegt bei den Führungskräften

resp. bei jedem einzelnen Mitarbeitenden. Sie fragen

sich jetzt bestimmt …

… «was bedeutet das Interne Kontrollsystem für mich

und meine Arbeit?»

Jeder Vorgesetzte bzw. Mitarbeitende der RhB ist ein

Teil des IKS und kann einen Beitrag leisten! Wie bereits

erwähnt, ist das A und O die Dokumentation. Nur so

kann die Revisionsstelle eine gemachte Kontrolle überprüfen

und bestätigen. So sollte zum Beispiel das Vier-

Augen-Prinzip bei finanzrelevanten Kontrollen mit einem

Visum der beiden Mitarbeitenden abgerundet

werden. Oder wenn durch Projekte neuartige Finanzprozesse

geschaffen werden, müssen diese kritisch daraufhin

überprüft werden, welche Kontrollen die zuverlässige

Buchführung sicherstellen.

Eine gute Adresse für Fragen, Anregungen und Bemerkungen

oder zum Bezug von zusätzlichen Unterlagen:

Brigitte Flück, Projektleiterin, b.flueck@rhb.ch

Kontroll - Verantwortung Prüfungs

Verantwortung

VERWALTUNGSRAT RhB

- Generelle Ausgestaltung IKS

- Überwachung IKS

- Kontrollumfeld prägen

GESCHÄFTSLEITUNG RhB

- Umsetzung IKS

- Reporting an VR

- Kontrollumfeld prägen

VORGESETZTE / MITARBEITENDE RhB

ALLE

- Dokumentation von Kontrollen

- Mithilfe bei Weiterentwicklung IKS

SCHLÜSSELPROZESS-

VERANTWORTLICHE

- Dokumentation der Schlüsselkontrollen

- Mithilfe bei Weiterentwicklung IKS

Unternehmensweite

Kontrollen

Prozesskontrollen

IT Kontrollen

EXTERNE REVISION

- Nachvollziehbarkeit

- Wirksamkeit

- Effizienz

SPEZIAL-

PRÜFUNGEN

z.B. Second Opinion

15


ISO-Zertifizierung bei der RhB. Yes, we can!

Von Matthias Tscharner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Am 19.23.01.2009 wird die RhB nach der internationalen

Norm ISO9001-2000 zertifiziert. Während dieser

Woche wird durch eine externe Stelle überprüft, ob unser

Unternehmen die Vorgaben der ISO erfüllt. Diverse

Fragen stehen im Raum. Was haben wir bis jetzt gemacht?

Ist die RhB tauglich für eine ISO-Zertifizierung?

Was passiert nach dem Januar 2009 mit ISO?

Die angestrebte ISO9001-2000 Norm wird an Firmen

vergeben, welche bestimmte qualitative Anforderungen

erfüllen. Solche Anforderungen sind zum Beispiel

die Ermittlung der Kundenbedürfnisse, das Erfüllen der

relevanten Sicherheitsvorschriften oder die Beschreibung

der Arbeitsabläufe im Unternehmen etc.

Bei der RhB wurden in einem ersten Schritt die wichtigsten

Arbeitsprozesse aufgezeichnet. Sie sind auf dem

Intranet ersichtlich. Eine Prozesslandkarte gibt Übersicht

über alle wichtigen Arbeitsabläufe im Unternehmen.

In einem weiteren Schritt wurden die Mitarbeiter betreffend

ISO und ihren eigenen Prozessen geschult. Jeder

Mitarbeitende muss sich in der Landkarte zurechtfinden

und seinen eigenen Prozess kennen. Einfacher

ausgedrückt heisst dies: Jeder Mitarbeitende muss wissen,

was er tut während seiner täglichen Arbeit!

Kommenden Januar werden drei von der RhB ausgewählte

Mitarbeiter der Schweizer Firma SQS das Unternehmen

auditieren. Sie tun dies, indem sie im vornherein

ausgewählte Arbeitsplätze besuchen und dort

überprüfen, ob die von uns festgelegten Prozesse mit

der Praxis übereinstimmen und ob die ISO-Normforderungen

erfüllt sind. Dabei werden die Mitarbeitenden

von den Auditoren interviewt und zu ihrer Arbeit befragt.

Die Personen, die jetzt zu zittern beginnen, können

beruhigt werden. Im ganzen Unternehmen wurden

und werden weiter Audit-Probeläufe abgehalten. Wir

spielen mit den betroffenen Mitarbeitenden ein solches

Audit durch und überprüfen also schon im Vorfeld, wo

es klemmt! Es wurden sowohl Teile der Geschäftsleitung,

wie auch die Arbeiten an der Front auditiert. Die

Resultate sind bis jetzt alles andere als schlecht gestorben

ist während eines Audits noch niemand und

diverse zu verbessernde Punkte werden noch umgesetzt!

Nach dem Audit im Januar 2009 bleibt die ISO-Norm für

unser Unternehmen bestehen. Es gilt dann, die Effizienz

der erstellten Arbeitsabläufe zu erhöhen. In gescheitem

ISO-Deutsch ausgedrückt sagt man dem Ganzen

dann «kontinuierliche Verbesserung».

Es wird innerhalb des Jahres in monatlichem Rhythmus

mittels internen ISO-Audits geprüft, ob unsere Prozesse

funktionieren oder ob sie nur noch auf dem Papier bestehen.

Sicherlich werden diese Audits mit den zahlreichen

anderen, in der RhB durchgeführten Audits (SiBE,

BAY,IKS, SUVA etc.) koordiniert. Es kann ja nicht sein,

dass der Mitarbeitende nur noch auditiert wird und

nicht mehr zum Arbeiten kommt!

Ende 2009 oder Anfangs 2010 überprüft dann wieder

die SQS in einem kleinen Wiederholaudit die RhB.

Die bis jetzt durchgeführten Probeläufe und Rückmeldungen

stimmen mich positiv. Ich schätze die Chance,

das ISO-Audit im kommenden Januar positiv abzuschliessen

als hoch ein. Yes, we can!

ISO und RhB passen gut zusammen. Ich glaube, dass die

ISO-Norm ab Januar 2009 in die RhB einzieht nicht so

festlich wie die neue First Lady ins Weisse Haus, aber

doch mit derselben Chance auf «Change» in unserem

Unternehmen ob zum Positiven, liegt dereinst bei

uns!

Audit-Probelauf

be treffend verschweissten

Teilen in der

Schlosserei.

Audit-Probelauf GUZ: Martin Vital erklärt die Verladelisten.

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MGB-Triebzüge Vereiste Fahrdrähte laufen vom der Stapel Bernina

Von Roberto Jürg Bebi G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Der Winter am Bernina, das haben schon unzählige Ereignisse

mit der weissen Pracht aufgezeigt, ist und

bleibt eine Herausforderung für Mensch und Technik.

Die Aufrechterhaltung der wintersicheren Bahnverbindung

in den Süden verlangt immer wieder grosse Einsätze

unserer Mitarbeitenden. Dabei sind sie täglich mit

einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Eine

dieser Herausforderungen ist die Enteisung der Fahrleitung.

Die Berninalinie wird als einzige noch verbleibende

Strecke bei der RhB mit 1000V Gleichstrom und nicht

wie das übrige Stammnetz mit 11 000V Wechselstrom

betrieben. Diese relativ tiefe Spannung bewirkt, dass

bei vereistem Fahrdraht der Kontakt zu der Schleifleiste

des Pantografen nicht mehr optimal ist (grosser Übergangswiderstand).

Dadurch ist die Übertragung der

elektrischen Energie von der Fahrleitung zum Triebwagen

nicht mehr ausreichend oder im Extremfall überhaupt

nicht mehr sichergestellt. Um dies zu verhindern,

muss der Fahrdraht im Winter regelmässig behandelt

werden.

Diese Behandlung ist vergleichbar mit dem seit Jahren

in der Fliegerei bekannten Massnahmen zur Enteisung

von Flugzeugen im Winter. Die Tragflächen werden vor

dem Abflug zuerst enteist und anschliessend noch gegen

erneute Eisbildung in grossen Höhen «imprägniert».

Und genau so verfahren wir mit dem Eis am

Fahrdraht.

Bei speziellen Wetterlagen oder nach Bedarf wird zum

Schutz von Eisbildung am Fahrdraht mit einem Gemisch

aus Wasser, Glykol und anderen unweltfreundlichen

Additiven ein Schutzmantel um den Fahrdraht gesprüht.

Die flüchtigen Stoffe des Gemisches verdampfen oder

mischen sich mit der Umgebungsluft. Einige wenige

Komponenten verfestigen sich dank Eigenwärme und

Temperaturschock des Drahtes und legen sich als dünne

Schutzschicht um diesen herum. Das Niederschlagswasser,

schlimmstenfalls in Form von Eisregen, bleibt so

dank dieser Schicht nicht am Draht kleben. Dadurch

kann die Schleifleiste des vorbeifahrenden Zuges die

Eisschicht viel besser vom Draht wegkratzen, wodurch

ein steter elektrischer Kontakt gewährleistet ist.

Um diese Eisbildung am Fahrdraht möglichst effizient

zu bekämpfen wurde auf den Winter 2007/08 eine neue

mobile Sprühanlage in Betrieb genommen. Diese kann

mit sehr wenig Aufwand im Xe 4/4 9922 montiert werden.

Die Anlage funktioniert so, dass mit einer Pumpe das

auf 75°C vorgewärmte Gemisch durch die Steigleitungen

auf das Dach und vom dortigen Verteiler in die

Ventile mit den aufgesetzten Sprühdüsen transportiert

wird. Dank einem Drahtlagesensor, welcher der Steuerung

permanent die exakte Lage des Fahrdrahtes signalisiert,

werden genau diejenigen Düsen angesteuert,

welche sich direkt unter dem Fahrdraht befinden. Dadurch

wird der sehr feine Sprühnebel nur unmittelbar

beim Fahrdraht verteilt und schont so die Umwelt.

Gleichzeitig verhindert der gezielte feine Sprühnebel,

dass grössere Gemischmengen am Fahrdraht eine übermässige

Verschmutzung an den Zügen verursacht und

das garantiert einen möglichst sparsamen Verbrauch

des Gemisches.

Erste Erfahrungen im Wintereinsatz 2007/08 haben gezeigt,

dass die Anlage die von ihr erwarteten Vorgaben

durchwegs erfüllt. Trotz modernster Technik kommt es

aber auch hier sehr stark auf den Menschen an. Denn

durch die Wahl des richtigen Zeitpunktes für den Sprühvorgang

wird der Grundstein für den Erfolg der Enteisung

bereits gelegt.

Sprüheinrichtung auf Panto von Xe 4/4 9922 mit den

8 gesteuerten Sprühdüsen.

Sprühnebel.

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Das Aussendesign der neuen Triebzuggeneration

ALLEGRA Von Daniel Ritler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

«ALLEGRA! Herzlich willkommen bei der RhB! Geniessen

Sie die Fahrt mit uns.» Mit dieser Botschaft begrüsst die

RhB ihre Fahrgäste und Kunden aus aller Welt. Die Begrüssung

ALLEGRA ist Sinnbild für die Gastfreundschaft,

das Augenzwinkern und die Lebensfreude im «Steinbockland».

Diese Botschaft soll auch mit der neuen Serie der RhB-

Triebzüge vermittelt werden. Darum heisst die gesamte

Serie der drei- und vierteiligen Triebzüge ALLEGRA!

Das Aussendesign der neuen Triebzüge orientiert sich

an den bestehenden Triebfahrzeugen. Die eigenständige,

markante Front gibt den neuen Fahrzeugen ein

charakteristisches, unverwechselbares Gesicht. Das

«RhB-Rot» als Corporate Design Farbe beim Rollmaterial

wird beibehalten und mit Dunkelrot ergänzt, um dem

Fahrzeug einen modernen Anstrich zu verleihen.

Die Stirnfront der Triebzüge ziert das Bündner Kantonswappen.

Es symbolisiert das Selbstbewusstsein und das

Bekenntnis der RhB zum Kanton Graubünden. Der untere

Teil des Führerstands mit der zur Spitze laufenden

Form und dem geraden, nach hinten gewölbten Führerstandsfenster

verleiht dem Fahrzeug eine gewisse

Schnittigkeit. Gleichzeitig vermittelt sie aber auch die

Kraft, welche im neuen Triebzug steckt.

Mit dieser Formgebung unterscheidet sich die neue

Triebzuggeneration ALLEGRA von den Triebzugserien,

welche in der letzten Zeit im In- und Ausland in Betrieb

gesetzt wurden.

Die Lackierung der neuen Triebzüge orientiert sich am

bestehenden Rollmaterial der Triebfahrzeuge. Das

«RhB-Rot» dominiert den optischen Eindruck des Fahrzeugs.

Der Dachbereich, das Untergestell und die Türen

sind in den gleichen Grautönen gehalten wie das bisherige

Rollmaterial.

Der Bereich der Unterschürzen wird neu mit einer dunkelroten

Farbe lackiert. Zusammen mit dem hellgrauen

Trennstreifen zum «RhB-Rot» wird optisch der Eindruck

einer nach innen eingezogenen Schürze geschaffen. Mit

dieser Farbwahl erhält der Triebzug den nötigen Pfiff

und eine sanfte Modernität.

Die Fenster werden mit einer dunklen Farbe zusammengefasst.

Wegen den kurzen Wagenlängen und den

verschiedenen Fensterhöhen, wird das Erscheinungsbild

wesentlich beruhigt. Die klaren Linien bewirken

eine harmonische Seitenansicht des Triebzuges.

Mit dem gewählten Erscheinungsbild wird die Zugskomposition,

bestehend aus Triebzug und Verstärkungswagen,

auch optisch eine Einheit bilden.

Jeder Gliedwagen besitzt neben der Einstiegstüre eine

Aussenanzeige. Die weiteren Aussenbeschriftungen erfolgen

nach RhB-Standard und entsprechen den verschiedenen

Anforderungen von Kundeninformation

und auch der Les- und Erkennbarkeit. So wird die erste

Klasse deutlich herausgehoben und durch den gelben

Strich oberhalb der Fenster markiert.

Das Erscheinungsbild der Triebzüge wird wesentlich

durch die technische Ausrüstung auf dem Dach der

Triebwagen bestimmt. Die Stromabnehmer, Klima- und

Kühlgeräte, Bremswiderstände und Wagenübergänge

mit Kabeln, Hochspannungsübergang und geschlossenem

Faltenbalg prägen das Fahrzeug.

Die Triebzugnummern werden nach dem neuen Fahrzeugnummerierungssystem

vergeben. Die dreiteiligen

Zweispannungstriebzüge erhalten die Nummern 3501

bis 3515 und jene der vierteiligen Stammnetztriebzüge

die Nummern 3101 bis 3105. Die einzelnen Gliedwagen

erhalten die fünfstellige Fahrzeugnummer.

Neben dem Serienamen ALLEGRA wird auch jeder Triebzug

für sich einen Namen erhalten. Diese werden zu

einem späteren Zeitpunkt bei der Fahrzeugauslieferung

bekannt gegeben und sind im nachstehenden Fahrzeugbild

nicht dargestellt.

Die definitiven Details und die Aussenbeschriftung werden

am ersten Triebzug dargestellt, optimiert und festgelegt.

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Aus dem Leben einer Lok

Von Hendrik Hauschild

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Allegra liebe «InfoRetica» Leser!

Heute stelle ich mich mit meinem neuen Gesicht vor.

Allen Lesern, denen ich noch nicht bekannt bin, möchte

ich mein bisheriges Leben bei der schönsten Mutter

der Welt vorstellen. Im Jahr 1994, genauer gesagt am

2. November, wurde ich durch die Rhätische Bahn AG

erstmals in Dienst gestellt. Damals war mir überhaupt

nicht klar, was mich erwarten wird. Doch bereits bei

meinem Hersteller erfuhr ich ausschliesslich Positives

über mein Zuhause im Bündnerland. Ausserdem wurde

mir nahe gelegt, mich von meiner besten Seite zu präsentieren.

Auch meinen elf Schwestern wurde Gleiches

mitgegeben. Damit uns unser neuer Besitzer besser

auseinander halten kann, wurden wir alle getauft. Ich

wurde auf den Namen eines kleinen Engadiner Dörfleins

getauft. Seit dem höre ich auf den Namen «Susch».

In der numerischen Zuordnung bekam ich zudem noch

eine Nummer, die 648.

Da ich auf meinen beiden Seiten viel Platz zur Verfügung

hatte, entschied sich mein Chef, mich mit einer

Werbung zu versehen, so wie meine elf Schwestern

auch. Schliesslich war ich ja auch bis in den September

1997 rot. Ehrlich gesagt war ich froh, dass mir ein neues

Aussehen verpasst wurde. Genauer gesagt: Ich war

wunschlos glücklich auch endlich einmal Werbung machen

zu dürfen. Aus aktuellem Anlass wurde ich mit einer

Werbebotschaft für den im Bau befindlichen Vereina-Tunnel

beklebt. Nach Fertigstellung des Bauwerks

«Vereina» wurde ich zur Mitarbeiterlok. Anfangs gefielen

mir die vielen kleinen Bilder von Mitarbeitern (über

1000 Stück) nicht so gut. Meine grösste Sorge war damals,

dass mich bald sehr viele Touristen fotografieren

werden. Es zeigte sich jedoch, dass der befürchtete Ansturm

nicht eintrat, Gott sei Dank, dachte ich nur.

Im Juli 2005 wurde mir erneut ein neues Outfit verpasst,

welches mir von Anfang an sehr gefiel. Passend

zu meinem Namen Susch, welcher mit dem Engadin in

Verbindung gebracht wird, bekam ich einen Langläufer

und einen Abfahrtsläufer auf meine beiden Seiten.

Weiterhin verpasste man mir einen durchgehenden

Blau-Ton, welcher mir sehr gelegen kam. Es wurde ja

auch langsam mal Zeit, mich in einer neuen Grundfarbe

zu lackieren. Schiesslich war mein Rot ja mittlerweile

auch elf Jahre alt. Ausserdem erhielt ich den Slogan

«Swisscom». Ab jetzt konnte mein Chef also auch mit

mir noch einige Franken dazuverdienen. Früher wurde

ich ja nur für Eigenwerbungen verwendet. Da anscheinend

unsere Werbeverträge nicht unendlich laufen,

bekam ich im Oktober dieses Jahres wieder ein neues

Design. Mein Chef hatte sich bereits im Vorfeld mächtig

ins Zeug gelegt einen neuen Werbepartner für mich zu

finden, was nicht gerade einfach war. Da er mir etwas

Besonderes bieten wollte, verwandelten sie mich in

sehr kurzer Zeit in einen durchgehenden schwarzen

Untergrund. Lediglich «untenrum» wurde ich rot lackiert.

Ach so, fast hätte ich es vergessen, mein neuer

Werbepartner heisst LANXESS. Da ist es meinem Chef

doch tatsächlich gelungen einen neuen Werbekunden

ins Boot zu holen. Endlich hebe ich mich sehr deutlich

von meinen Schwestern ab. Nun stelle ich mich in meinem

neuen Glanz auch gerne für diverse Bilder zur Verfügung.

Ich denke, mittlerweile weiss jeder wer ich bin,

eine sehr zuverlässige Lokomotive der Rhätischen Bahn,

die Ge 4/4 III 648.

1997 2005 2008

19


Unterhaltskonzept Rollmaterial

Von Edi Jäger und Alexander Graf

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Zur Erneuerung des Rollmaterials wurde 2007 das Flottenkonzept

verabschiedet und zunächst die Fahrzeuge

der Etappe I, später auch der Etappe II bestellt. Bei der

Etappe I handelt es sich um 15 dreiteilige Zweispannungstriebzüge

für das Stammnetz und die Bernina-

Linie. Etappe II besteht aus fünf vierteiligen Triebzügen

für den Agglomerationsverkehr im Raum ThusisChur

Schiers.

Mit der Bestellung der Triebzüge war klar, dass Anpassungen

bei der Infrastruktur im Rollmaterialunterhalt

zur effizienten und wirtschaftlichen Wartung notwendig

werden.

Besonderheit Triebzug

Die Werkstätten in Landquart und Samedan sind über

Schiebebühnen oder Drehscheiben erschlossen. Diese

Anlagen sind für Fahrzeuge mit einer Länge von 18,5 m

gebaut. Die dreiteiligen Zweispannungstriebzüge weisen

dagegen eine Länge von 49,5 m und die vierteiligen

Triebzüge für den Agglomerationsverkehr sind 74,9

m lang. Die Werkstattanlagen in Landquart und Samedan

können mit Ausnahme der Pendelzug-Hallen mit

den Triebzügen ohne aufwändiges Trennen nicht erreicht

werden.

Neben der Fahrzeuglänge ist bei den Triebzügen auch

die Tatsache zu beachten, dass ein Defekt, der nur einen

der Fahrzeugteile betrifft, den ganzen Triebzug

ausser Betrieb setzt. Ein Teil eines Triebzuges kann weder

alleine verkehren noch können Fahrzeuge zusätzlich

eingereiht werden.

Neues Unterhaltskonzept

Um die Ausfallzeit im Schadensfall eines Triebzugs so

kurz als möglich zu halten, wird die Wartung der Fahrzeuge

hauptsächlich über Baugruppentausch sichergestellt.

Dafür werden Reserveteile beschafft und auch die

Bauweise der Triebzüge zielt auf möglichst einfach und

schnell tauschbare Baugruppen ab. Sie sind vorwiegend

auf dem Dach oder im Unterflurbereich angeordnet.

Im Reparaturfall wird die defekte Baugruppe ersetzt

und der Triebzug wieder dem Betrieb zur Verfügung gestellt.

Die defekte Baugruppe kann so unter optimalen

Arbeitsbedingungen ausserhalb des Fahrzeugs instand

gestellt werden und steht danach als Tauschteil wieder

zur Verfügung.

Aufgrund des netzweiten Einsatzkonzepts der neuen

Triebzüge muss sowohl im Norden als auch im Süden

die Möglichkeit bestehen, Kontrollen und Baugruppentausch

an den Triebzügen vorzunehmen.

Mit den Abmessungen der Triebzüge, dem wirtschaftlich

bedingten Komponententausch, der Baugruppenanordnung

sowie dem Gewicht und den Hauptabmessungen

der verschiedenen Baugruppen sind die wichtigsten

Kenngrössen für die Anforderungen an die

Unterhaltsinfrastruktur gegeben.

Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben sind alle Standorte

des Rollmaterialunterhalts auf Ausbaumöglichkeiten

im Hinblick auf die Nutzbarkeit für den Unterhalt an

den Triebzügen detailliert untersucht worden. Dabei

wurden auch das geschlossene Depot Pontresina und

die Möglichkeit eines Neubaus ausserhalb der bestehenden

Anlagen speziell für den Unterhalt der neuen

Triebzüge betrachtet. Zusätzlich sind die Umläufe und

Übernachtungsorte des Rollmaterials miteinbezogen

worden, da der Unterhalt an den Fahrzeugen möglichst

20

Baugruppenanordnung bei den Triebzügen.

Ausbau Landquart (Drehscheibe und Verlängerung der

Ausserdienst-Halle).


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

während der Stilllage der Fahrzeuge auszuführen ist.

Damit werden die Fahrzeuge dem Betrieb nicht entzogen

und es fallen keine unproduktiven Überfuhren an.

Unter Berücksichtigung der Bedingungen zeigte sich,

dass der Triebzugunterhalt hauptsächlich im Norden in

Landquart konzentriert wird. In Poschiavo wird der

Komponententausch durchgeführt und die Kontrollen

in Samedan. Damit können die Anforderungen an den

Unterhalt der Triebzüge gemäss den wirtschaftlichen

Vorgaben aus dem Mittelfristplan erfüllt werden.

Geplante Ausbaumassnahmen

Landquart

In Landquart werden drei Teilprojekte realisiert. Zentrales

Element ist die Drehscheibe. Durch den Umbau der

Drehscheibe wird die Zufahrt zur Unterflurdrehanlage

mit den Triebzügen möglich. Darüber hinaus wird über

die Drehscheibe auch die Verlängerung der Ausserdienst-Halle

erschlossen. Diese Hallenerweiterung stellt

das zweite Teilprojekt dar. Es umfasst den Bau einer

100 m langen, zweigleisigen Halle. Die Halle wird mit

einem Kran und diversen Infrastrukturanlagen sowie

Dachlaufstegen ausgestattet, um die Komponenten auf

dem Dach kontrollieren und tauschen zu können.

Samedan

In Samedan werden Anpassungen in der bestehenden

Pendelhalle vorgenommen. Im Wesentlichen beinhaltet

dies Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit bei Arbeiten

auf dem Fahrzeugdach.

Poschiavo

Poschiavo wird als zweiter Standort für den Baugruppentausch

an den Triebzügen hergerichtet. Dazu muss

eine Anlage beschafft und installiert werden, die es

ermöglicht, an den Triebzügen auch Baugruppen im

Unter gestell zu tauschen.

Fazit und Ausblick

Nach der Genehmigung des Unterhaltskonzepts durch

den Verwaltungsrat am 22. Oktober 2008 wurde die

Umsetzung der Massnahmen sofort gestartet. Die Pflichtenhefte

für die Ausschreibung der Arbeiten sind in

Bearbeitung. Die einzelnen Teilprojekte werden entsprechend

der erforderlichen Prioritäten aus den Bedürfnissen

des Triebzugsunterhalts realisiert.

Mit der Realisierung dieses Projektes wird der zukünftige

Rollmaterial-Unterhalt wirtschaftlich auf das Flottenkonzept

abgestimmt und die gewählte Lösung berücksichtigt

weitere mögliche Ausbauschritte.

Das dritte Teilprojekt in Landquart umfasst den Neubau

eines Logistikgebäudes. Das Gebäude ist für schwere,

grosse sowie schienengebundene Tauschbaugruppen

erforderlich. Der Standort der Lagerhalle liegt im Bereich

des Werkstattareals. Im Logistikgebäude können

die Reservekomponenten witterungsgeschützt und

sach gemäss bereitgestellt und deren langfristige Verfügbarkeit

gewährleistet werden.

Gesamtprojekt:

Umsetzung

Unterhaltskonzept

Nutzung Unterflurdrehanlage

Land-quart

für Triebzüge

Kontrollen an

Triebzügen in

Samedan

Komponententausch

an Triebzügen in

Poschiavo

Komponententausch

an Triebzügen in

Landquart

Logistikgebäude

(Lagerplatz Tauschkomponenten)

2008 2009 2010

Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov

Lieferung 1. Triebzug zur Inbetriebsetzung

5 Triebzüge in Betrieb

Terminplan für die Umsetzung der

Teilprojekte.

21


Neubau RhB-Brücke Zizers

Von Karl Baumann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Nach 112 Jahren müde geworden

Die alte RhB-Brücke zwischen Zizers und Untervaz wurde

1896 gebaut. Sie überquert das Doppelspurtrassee

der SBB stark schiefwinklig mit einer Spannweite von

28.80 m. Das Bauwerk mit einem Gesamtgewicht von

rund 40 t musste durch einen Neubau ersetzt werden,

weil die Betriebssicherheit in Zukunft nicht mehr gewährleistet

werden konnte.

Das Problem der 112 Jahre alten Stahlbrücke war die

ungenügende Ermüdungssicherheit. Bei Stahlbrücken

spricht man neben der Tragsicherheit zusätzlich von

der Ermüdungssicherheit. Bei jeder Zugsüberfahrt

entstehen Vibrationen, die gegen das Ende der geplanten

Nutzungsdauer normalerweise 100 Jahre nach

der Inbetriebnahme Risse in den Stahlträgern verursachen

können. Diese Risse wachsen mit der Zeit langsam

an und führen schlussendlich zum Versagen eines

Bauteils.

Eine Instandsetzung des bestehenden Bauwerks war

aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nicht

sinnvoll. Die Fahrbahnkonstruktion hätte vollständig

ersetzt werden müssen. Dazu hätte die RhB-Linie LandquartChur

etwa einen Monat lang gesperrt werden

müssen. Die Kosten für diese Massnahme wären zwar

wesentlich geringer gewesen als für eine Neubaulösung,

dafür hätte die Restnutzungsdauer höchstens

noch etwa 30 Jahre betragen.

Hohe Anforderungen

Eine neue Brückenkonstruktion muss den gegenüber

dem vorletzten Jahrhundert gestiegenen Bahnlasten

und der höheren Fahrgeschwindigkeit Rechnung tragen.

Das Durchfahrtsprofil der SBB wies 1896 für die

damalige Einspurstrecke LandquartChur nur eine Breite

von 8.40 m und eine Höhe von 5.40 m auf. In den

60er Jahren wurde die SBB-Linie auf Doppelspur ausgebaut.

Dies konnte mit der vorhandenen Durchfahrtsbreite,

jedoch nur unter Inanspruchnahme einer reduzierten

Seitenfreiheit, erfolgen. Für den Neubau der

RhB-Brücke Zizers ist heute ein Durchfahrtsprofil von

11.60 m Breite und 6.20 m Höhe erforderlich.

Im Zuge der Modernisierung strebt die RhB eine Erhöhung

der Geschwindigkeit von heute 45 km/h auf 80

km/h an.

Neues Bahntrassee

Die RhB überquert das SBB-Trassee stark schiefwinklig.

Unter Berücksichtigung der erwähnten Anforderungen

bedeutet das, dass die Spannweite der neuen Brücke

mindestens 55.50 m betragen und im Vergleich mit der

alten Brücke ziemlich genau verdoppelt werden musste.

Die Erhöhung der Geschwindigkeit der RhB bedingte

eine wesentliche Streckung des sehr engen Kurvenradius

von 100 m auf mindestens 300 m.

Modellansicht neues Tragwerk.

Bauzustand neue Stahlfachwerkbrücke.

22


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Die neuen Anforderungen an das Durchfahrtsprofil seitens

der SBB und die schnellere Streckengeschwindigkeit

der RhB führten dazu, dass das RhB-Trassee gegenüber

der heutigen Situation rund 1.6 m angehoben

und die Spannweite der neuen Brücke auf mindestens

55.50 m verlängert werden musste.

Diese Randbedingungen konnten auf dem bestehenden

Trassee unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes

nicht umgesetzt werden. Die RhB baute deshalb auf einer

Länge von 225 m, seitlich leicht versetzt gegenüber

der alten Anlage, ein neues Trassee. Zu diesem Zweck

wurde entlang des Areals Valser Mineralquellen AG eine

140 m lange Stützmauer erstellt.

Die neue Brücke

Die neue Brückenkonstruktion liegt im seitlichen Abstand

von 10 m nordwestlich der alten RhB-Linie. Das

Bauwerk besteht aus einer Stahlfachwerkkonstruktion

mit einem Gesamtgewicht von 250 t. Die Spannweite

beträgt 55.50 m, die Brückenbreite 6.20 m und die Gesamthöhe

7.90 m.

Das Stahlfachwerk liegt in einer Kurve mit Radius R =

300 m. Die wesentlichen Elemente des gewählten Brückenkonzepts

sind eine geschlossene Fachwerkkonstruktion

mit gekrümmtem Grundriss und oberem Windverband.

Die Konstruktion ergibt ein leichtes, robustes

und qualitativ hochwertiges Bauwerk. Die Querschnitte

der Fachwerkstäbe bestehen aus geschweissten Kastenprofilen,

was sich in Bezug auf den Unterhalt und

die Verschmutzung positiv auswirkt.

Die Stahlkonstruktion wurde aus total 1300 speziell zugeschnittenen

Blechteilen, wie ein grosses Puzzle, zusammengesetzt

und verschweisst. Dazu waren 3 km

Schweissnähte und gut 5000 kg Schweissgut erforderlich.

Die Bauteilherstellung und Vormontage in der Werkhalle

begann Mitte Juni und dauerte drei Monate. Unmittelbar

danach wurden die Bauteile nach Zizers geliefert,

dort zum fertigen Bauwerk zusammengestellt und mit

dem Schlussanstrich versehen. Diese Arbeiten nahmen

erneut rund zwei Monate in Anspruch.

Anfangs November präsentierte sich das Bauwerk eingehüllt

in einem provisorischen Montagezelt. Dies war

aus Witterungsgründen notwendig, da die Schweissund

Anstricharbeiten nur bei Trockenheit durchgeführt

werden konnten.

Bauvorgang

Die gesamte Stahlfachwerkbrücke wurde in der Werkstatt

gefertigt und vormontiert. Anschliessend erfolgte

der Antransport der Einzelteile direkt über die Autobahn

A13 auf den Montageplatz. Hier wurde sie vollständig

zusammengebaut, verschweisst, mit dem Farbanstrich

versehen und für den anschliessenden Brückenver-

Skizze Einschub.

23


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

schub vorbereitet. Die grössten Einzelteile hatten Abmessungen

von 18 m mal 3.2 m und ein Gewicht von

20 t. Sie wurden mit Tiefganganhängern in der Nacht

angeliefert und mit einem Autokran versetzt. Erschwerend

kam dazu, dass sich der Montageplatz genau unter

der EWZ Hochspannungsleitung Sils Sarelli befindet.

Dank frühzeitiger Planung konnte mit dem Netzbetreiber

vereinbart werden, dass die Starkstromleitung

wäh rend der Stahlbaumontage ausser Betrieb gesetzt

wurde.

Die Lage des Montageplatzes zwischen der Autobahn

A13 und der SBB-Linie Landquart Chur ermöglichte

eine rationelle Anlieferung. Der gewählte Bauvorgang

hat folgende Vorteile:

n Direkte Erschliessung ab Autobahn A13

n Montage ausserhalb der Bahntrassees von SBB und RhB

n Keine Arbeiten im Gefahrenbereich von SBB und RhB

n Keine Beeinträchtigung des Bahnbetriebes der SBB

und der RhB

n Einfacher Eindrehvorgang für den Verschub in die

Endlage

Das Eindrehen der kompletten Brücke erfolgte in der

Nacht vom 27./28. November. Dazu wurde das Bauwerk

mit hydraulischen Pressen und Stahlstangen in seine

definitive Position gezogen. Der Verschiebeweg betrug

etwa 22 m. Für den Verschub der 250 t schweren Konstruktion

waren Zugkräfte in der Grössenordnung von

25 t erforderlich.

Für den Einschub über das SBB-Trassee mussten der

Bahnbetrieb eingestellt und die Fahrleitungen ausgeschaltet

werden. Deshalb stand in der Nacht vom

27./28. November lediglich das Zeitfenster der Nachtbetriebspause

von 00.4504.15 Uhr für den Verschub

zur Verfügung.

Bereits ab anfangs März wurde mit dem Bau der neuen

Betonwiderlager und der insgesamt 140 m langen

Stützmauer Seite Zizers begonnen. Diese Bauteile sind

inzwischen ebenfalls fertig gestellt.

Inbetriebnahme des neuen RhB-Trassees

Die Arbeiten für das neue Bahntrassee konnten aus

Witterungsgründen nicht mehr in diesem Jahr fertig

gestellt werden. Sie erfolgen im Frühjahr 2009. Der

Zugsverkehr der RhB wird über das Wochenende von

Freitag, 17. April bis Montag, 20. April 2009 eingestellt.

Während eines 55-stündigen Betriebsunterbruches

wird das Gleis auf das neue Trassee eingebunden.

Bis Mitte Juni 2009 erfolgen dann noch der Rückbau der

alten Brücke und diverse Fertigstellungsarbeiten.

Kosten

Die gesamten Investitionskosten betragen rund CHF 5

Mio. Die grössten Einzelpositionen sind dabei die Herstellungskosten

für die neue Stahlbrücke mit rund

2 Mio. CHF und die Betonarbeiten für die neuen Brückenwiderlager

und Stützmauern von ebenfalls rund 2

Mio. CHF. Die bahntechnische Ausrüstung auf dem neuen

RhB-Trassee werden rund CHF 700 000 betragen.

Hauptkennzahlen

Am Projekt Beteiligte

n Bauherrschaft

Rhätische Bahn AG, Infrastruktur

n Projekt- und Bauleitung

Chitvanni + Wille GmbH, Chur

n Stahlbau

Schneider Stahlbau AG, Jona

n Baumeister

Implenia Bau AG, Chur

Technische Daten

Brückenlänge:

Spannweite

Brückenbreite:

Brückenhöhe

Eigengewicht

Gleisradius:

57.10 m

55.50 m

6.20 m

7.90 m

250 t

300 m

Hauptkubaturen Tiefbau:

Beton: 1300 m 3

Bewehrungsstahl:

150 t

Schalung: 2900 m 2

Aushub: 3000 m 3

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Doppelspur Schiers Fuchsenwinkel

Text von Peider Härtli, Bilder von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Mit der Inbetriebnahme der neuen Doppelspurstrecke

Schiers Fuchsenwinkel am 14. November 2008 verfügt

die Rhätischen Bahn im Raum Schiers neu über einen

vier Kilometer langen Doppelspurabschnitt. Damit

wird eine deutliche Fahrplanstabilisierung auf der sehr

stark befahrenen Strecke im Prättigau erzielt. Der Ausbau

dient auch der zukünftigen Entwicklung des Bahnbetriebs.

Die RhB investierte rund 7.5 Millionen Franken

in die 1.2 km lange Doppelspurstrecke.

Knappe Umsteigezeiten in Landquart …

Das Projekt Bahn 2000 mit der Einführung der stündlichen

IC-Verbindungen auf der Linie ZürichChur im Jahr

2004 beinhaltet eine knappe Umsteigezeit von sechs

Minuten in Landquart. Im Sinne eines optimalen Kundendienstes

gewährt die RhB bei verspäteten SBB-IC-

Zügen wenn möglich den Anschluss Richtung Scuol-

Tarasp sowie Davos. Umgekehrt wartet die SBB in

Land quart maximal drei Minuten auf die RhB-Züge aus

Richtung Scuol-Tarasp und Davos. Diese Vorgaben führten

auf der Prättigauer Linie zum Teil zu Verspätungen

und diese wiederum zu Kettenreaktionen, welche sich

auf andere Züge übertrugen.

… und intensiver Zugverkehr im Prättigau …

Bei der Strecke im vorderen Prättigau handelt es sich

heute um die meist befahrene Einspurstrecke der Rhätischen

Bahn und wohl auch um eine der meist befahrenen

Einspurstrecken der Schweiz. So begegnen sich

im Raum Schiers stündlich vier bis fünf Züge und diese

Begegnungen erfolgen innerhalb weniger Minuten.

… durch die neue Doppelspurstrecke entschärft

Die heutige Fahrplansituation erfordert zur Stabilisierung

eine Erweiterung der bestehenden Doppelspur in

Richtung Fuchsenwinkel. Mit der nun bestehenden vier

Kilometer langen Doppelspurstrecke zwischen Grüsch

SchiersFuchsenwinkel können Verspätungen zum Teil

aufgefangen werden. Damit ist die Rhätische Bahn auch

für die Entwicklung zukünftiger Bahnprojekte vorbereitet.

Die mögliche Einführung des Halbstundentakts ZürichChur

mit der Führung von direkten Anschlusszügen

ab Landquart nach St. Moritz und Davos wird eine weitere

Verdichtung des Fahrplanangebots auf dem RhB-

Netz auslösen. Auch diese Züge werden sich aus Systemgründen

im Raum Schiers begegnen.

Um eine optimale Fahrplanstabilität auf der gesamten

Strecke LandquartDavos Platz zu gewährleisten, muss

zusätzlich zur realisierten Doppelspurstrecke Schiers

Fuchsenwinkel in einer zweiten Phase (Ausführung ab

2011) auch die Doppelspur Klosters gebaut werden. Die

Doppelspurstrecke SchiersFuchsenwinkel wurde vorgezogen,

weil sie betrieblich klar wichtiger als der Doppelspurabschnitt

Klosters ist und weil sie deutlich einfacher

zu realisieren war.

Mehr Sicherheit

Im Bereich der neuen Doppelspurstrecke wurden vier

gefährliche, ungesicherte Bahnübergänge aufgehoben

und durch eine Personenunterführung sowie einen

neuen, mit Schranken gesicherten Bahnübergang ersetzt.

Zudem wurde ein bestehender Bahnübergang mit

Schranken angepasst.

7.5 Millionen Franken

Die Kosten für den gesamten Doppelspurabschnitt betragen

rund 7.5 Millionen Franken und werden über

ordentliche Infrastrukturmittel, welche von Bund und

Kanton getragen werden, finanziert. Die Gemeinde

Schiers beteiligt sich an den Kosten der neuen Personenunterführung.

Projektleiter Manfred Bertsche und Leiter

Infrastruktur Christian Florin.

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Inframation

Von Reto Sidler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Passmaltunnel, Teilerneuerung

Der 1903 in Betrieb genommene Passmaltunnel an der

Strecke Sils i.D. Solis hat eine Länge von 421 m. Über

dem Portalbauwerk Seite Solis verläuft das Gerinne eines

Trockenbaches. Der Geschiebetransport hat in diesem

Bereich zu grossen Schäden an der Mauerwerkkonstruktion

geführt, welche jetzt instand gesetzt werden.

Gleichzeitig wird auch das Portal Seite Sils instand gesetzt

sowie die Abdichtung und Entwässerung auf der

gesamten Tunnelstrecke verbessert.

Bärentritt-Tunnel, Teilerneuerung

Der 969 m lange Bärentritt-Tunnel an der Strecke Davos

Monstein Filisur wurde 1909 in Betrieb genommen.

Im Verlauf der Betriebsjahre haben eindringendes Bergwasser

sowie Frost-/Tauwechsel zu Fugenschäden an

der Mauerwerkverkleidung geführt. Die Fahrleitung und

der Fahrweg wurden durch in der Kalotte montierte

Wellbleche vor dem Wasser geschützt. Die Wellbleche

werden jetzt demontiert und die schadhafte Tunnelverkleidung

durch eine Fugensanierung und die Applikation

von Spritzbeton abgedichtet. Die Instandsetzungsarbeiten

dauern voraussichtlich bis im Mai 2009.

Lawinengalerie Seehorn, Davos Dorf

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte der Rohbau

der neuen Lawinengalerie Seehorn im Oktober fertig

gestellt werden. Die Galerie schützt das RhB-Trassee

vor den unberechenbaren Lawinen, die sich bei starken

Wind verfrachtungen spontan unterhalb des Seehorngipfels

lösen.

Russeinerviadukt, Sumvitg

Der Russeinerviadukt wurde Ende September für rund

CHF 2.3 Mio. wieder instand gestellt. An diesem Bauwerk

wurde erstmals in grösserem Stil die im nächsten

Jahr für den Landwasserviadukt vorgesehene Bauweise

angewandt.

Selfranga, Verlängerung Ausziehgleis Unterhaltsanlage

Für die Wartung und Behebung von Störungen mussten

die Autozugskompositionen in Selfranga bisher getrennt

und in zwei Teilen in die Unterhaltsanlage rangiert

werden. Mit der Verlängerung des Ausziehgleises um

150 m ist die Trennung der Züge nicht mehr notwendig.

Wegen den Platzverhältnissen in Selfranga musste die

Abdichtung Mauerwerk. Tunnel mit Wellblechverkleidung. Galerie Seehorn.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Gleisverlängerung als Strassenbahn in den zwei bergseitigen

Spuren des Warteraumes realisiert werden. Die

Benützung des Ausziehgleises im Strassenbereich erfolgt

ausschliesslich in den betriebsschwachen Zeiten,

sodass keine Konflikte mit dem Strassenverkehr in Stosszeiten

auftreten werden.

Die Arbeiten wurden im Oktober dieses Jahres durchgeführt

und das Gleis kann Ende November benützt werden.

ArosaLitzirüti, Erneuerung Fahrleitung

Vor 10 Jahren wurde die Arosabahn umelektrifiert. In

der Vorbereitung wurden Anpassungen an Leitungen

und an Isolatoren für den Spannungswechsel gemacht.

Es mussten auch noch zusätzliche Seile auf der ganzen

Länge montiert werden, welche auf den alten Fahrleitungsmasten

realisiert wurden. Nur vereinzelte Fundamente

und Masten wurden dazumal ersetzt. Die Statik

der dünnen Masten, die direkt in den alten Fundamenten

eingegossen sind, zeigten in der Vergangenheit

immer wieder ihre Schwächen auf. So mussten diverse

Masten mit einem Abspannseil gesichert werden. Aufgrund

der herausfordernden Zeitvorgabe, dazumal

beim Umbau von 2500V Gleichspannung auf 11 000V

Wechselspannung, wurden viele Kompromisse in der

Fahrdrahtführung, Aufhängung und den Seilkräften gemacht.

So können mit dem Neubau der erhöhte Fahrdrahtverschleiss

und diverse Störungen verhindert werden.

Über einem Zeitraum von 1214 Jahren wird in den

nächsten Jahren die Fahrleitung auf der ganzen Arosalinie

ersetzt. Der erste Abschnitt zwischen Arosa und

Litzirüti konnte dieses Jahr umgesetzt werden.

Val Plaunca Tunnel, Sofortmassnahmen 2008

Der 110 m lange Val Plaunca Tunnel wurde 1912 in Betrieb

genommen. Der Tunnel durchfährt mit geringer

Überlagerung von lediglich ca. 10 m den Rüfekegel des

Val Plaunca Baches, kurz vor dessen Einmündung in

den Rhein. Die starke Durchnässung des Mauerwerkes

sowie Frost-/Taueinwirkungen haben unzulässige Deformationen

der Tunnelverkleidung verursacht. Mit

lokalem Mauerwerkersatz wird der lokal ausgeprägte

Schaden behoben und die Betriebssicherheit wieder

langfristig gewährleistet.

Frisch sanierter

Russenviadukt.

Neues Ausziehgleis Selfranga.

Mauerwerk mit Injektionen

verfestigt.

Neue Windschiefe Fahrleitung

zwischen Litzirüti und Arosa.

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28

Damals, vor 30 Jahren


Neue Software-Anwendung «GAF»

von Roger Walzer und Patrik Thoma

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Für die Koordination von Gleissperrungen, betrieblichen

Anordnungen, Schaltungen im Zusammenhang

mit dem Fahrstrom und Langsamfahrten ist Ende November

2008 die neue Software «GAF» (Gleissperrungen,

Anordnungen, Fahrleitungsschaltungen) in Betrieb

genommen worden.

Die Anwendung hat die Firma ELCA im Auftrag der RhB

entwickelt. Damit alle RhB-Mitarbeitenden mit einem

persönlichen Netzwerklogin die Anwendung benutzen

können, wurde sie in Form einer Webanwendung realisiert.

Bestellung

Alle Bestellungen für Gleissperrungen, betriebliche Anordnungen

(Zuganordnungen, Zugausfälle, Info-KS) mit

Gültigkeit ab 1. Januar 2009 müssen über die neue Anwendung

abgewickelt werden. Alle bisherigen Bestellscheine

sind danach nicht mehr gültig.

Der Besteller kann die Anwendung im Internet Explorer

über den Link «http://rhbgaf/» öffnen.

Jeder Benutzer hat die Möglichkeit, im Menü «Antrag»

durch Ausfüllen der nötigen Eingabemasken (nicht benötigte

können übersprungen werden) seinen Antrag

einzureichen. Das System prüft jede Maske, ob die benötigten

Werte korrekt vorhanden sind. Ist der Antrag

vollständig, kann er eingereicht werden.

Weiterverarbeitung, Koordination und Herausgabe

Der Antrag wird nach dem Einreichen direkt an die entsprechenden

Koordinationsstellen weitergeleitet und

durchläuft die Phasen «Reservierung», «Bewilligung»,

«Freigabe» und «Ausführung». Es sind folgende Koordinationsstellen

definiert worden:

n Koordinationsstelle Infrastruktur (I-FW-LS):

Koordiniert alle Sperrungen und Langsam-fahrten

n Koordinationsstelle Produktion (P-NPS-NP):

Koordiniert alle Zuganordnungen und Zugausfälle.

Gibt alle Kreisschreiben (KS) und Aushang Langsamfahrten

heraus.

n Netzleitstelle (I-EA-EF): Koordiniert alle Schaltungen

von Fahr-, Speise- und Übertragungsleitungen sowie

in UW. Gibt Schaltaufträge heraus.

Der Besteller wird bei einem Statuswechsel seines Antrages

durch ein automatisch generiertes E-Mail verständigt.

Verteilung, Übersicht, Suche

Die Verteilung der KS in Papierform wird soweit möglich

reduziert. Mit dem Einsatz der Anwendung GAF besteht

die Möglichkeit, ein E-Mail mit dem Vermerk für ein

neues KS zu versenden. Falls nötig kann der Empfänger

direkt aus dem Mail oder über die GAF-Anwendung das

entsprechende KS aufrufen und ausdrucken.

Im Menü «Übersicht» stehen verschiedene Suchmöglichkeiten

zur Verfügung. In der Ansicht «Kontrollliste

(Suche)» kann nach verschiedenen Kriterien gesucht

werden. Die Ansicht «Streckennetz» zeigt alle Sperrungen

für einen auswählbaren Tag (auch sehr nützlich,

bevor ein Antrag für eine Sperrung ausgefüllt wird). Für

einen Überblick über mehrere Tage dient die Ansicht

«Gantt-Diagramm».

Prozesse, Info, Termine

Die neuen Prozesse wurden ins Prozess-Management-

System integriert und sind im Intranet unter «PMS\Infrastruktur\Planung_Steuerung\PB3.10.02_Streckensperrung»

zu finden. Der neue Prozessablauf und die

Bestellfristen für Extrazüge, Sperrungen und Schaltungen

sind unbedingt zu beachten.

Weiterführende Informationen:

Im Intranet unter «Produktion/Diverses Produktion/

GAF» stehen folgende weiterführenden Informationen

zur Verfügung:

n Benutzerhandbuch: Hier sind die wichtigsten Bedienungsschritte

erläutert

n Interne Weisung GAF: Hier sind wichtige Ergänzungen

für den betrieblichen Gebrauch aufgeführt

n Film «Bestellung»: Hier wird in einem kurzen Film der

Bestellvorgang aufgezeigt

n Blaues Info-KS: Wichtigste Infos für alle Benutzer

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Klares Signal für mehr Sicherheit

Von Simon Rageth

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Die Rhätische Bahn unterzeichnete am 13. November

2008 die «Charta für die Verbesserung der Sicherheit im

öffentlichen Verkehr». Die RhB signalisiert damit einerseits

für die Mitarbeitenden, andererseits auch für die

Fahrgäste ihr Engagement im Bereich «Sicherheit».

Die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs stellen seit

längerer Zeit fest, dass das Phänomen «Gefährdung der

Mitarbeiter durch Aggressionen und Tätlichkeiten» nicht

nur in den grossen Zentren und Agglomerationen im

zentralen Mittelland, sondern auch im ländlichen Raum

zunimmt. Als Antwort auf diese gesellschaftliche Entwicklung

hat der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) die

Charta für die Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen

Verkehr geschaffen. Damit bringen die Transportunternehmen

zum Ausdruck, ihren Transportauftrag in

einem Klima der Sicherheit sowohl für die Fahrgäste als

auch für die Mitarbeitenden zu erbringen.

Dieser zwischen den Transportunternehmen und den

Gewerkschaften bestehenden Charta trat nun auch die

Rhätische Bahn bei. Sie bekräftigt damit, dass jede

Aggression gegen Mitarbeitende einen Akt gegen die

gesamte Unternehmung darstellt und als Offizialdelikt

gehandhabt wird. Zusätzlich werden künftig vermehrt

präventive Vorkehrungen, wie z. B. Kurse für Mitarbeitende

im Bereich «Deeskalation», getroffen. Peter Peyer,

Gewerkschaftssekretär SEV: «Mit der Unterzeichnung

der Charta signalisiert die Unternehmensleitung der

RhB, dass sie das Thema Gewalt ernst nimmt. Die psychische

und körperliche Integrität des Verkehrspersonals

wird gestärkt. Die Charta drückt damit die Wertschätzung

gegenüber den Mitarbeitenden aus». Eine

Wertschätzung, welche sich ganz generell im vitalen

Unternehmensziel «Sicherheit in den Fahrzeugen und

Immobilien» sowie «Sicherheitsgefühl der Fahrgäste»

niederschlägt. Die RhB legt Wert darauf, ihren Transportauftrag

in einem Klima der Sicherheit und gegenseitigem

Respekt sowohl für ihre Fahrgäste als auch für

ihre Mitarbeitenden zu erbringen.

Konkret verpflichtete sich die Geschäftsleitung der Rhätischen

Bahn:

n präventive Vorkehrungen zu treffen, um eine weitere

Zunahme der bekannten Aggression zu verhindern

n geeignete Massahmen zu ergreifen, um bei Fahrgästen

und Personal situativ nicht das Gefühl von Gewalt

aufkommen zu lassen

n sicherzustellen, dass bei allen schwerwiegenden Fällen

medizinische, psychologische und juristische Unterstützung

für die betroffenen Mitarbeitenden gewährleistet

wird

Die gewerkschaftliche Personalvertretung ihrerseits

ver pflichtet sich:

n sich bei den Mitarbeitenden für die Erbringung von

Dienstleistungen auf höchstmöglichem Niveau zur

Eindämmung von Aggressivität einzusetzen

n gezielte Bildungsmassnahmen zu unterstützen

Peter Peyer (SEV), Hans

Bortis (transfair) und Erwin

Rutishauser: Wertschätzung

gegenüber den Mitarbeitenden».

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Die Medienbahn






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Vor 90 Jahren: Ende des Dampfzeitalters

Von Gian Brüngger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Die neue Betriebsart auf den Strecken des Engadins befriedigte

sehr. Die nicht zu vermeidenden Kinderkrankheiten

konnten bei den Leitungen und bei den Lokomotiven

zum grössten Teil rasch überwunden werden.

So durfte denn die Verwaltung gegen Ende des 1. Weltkrieges

mit umfangreichen Erfahrungen im elektrischen

Bahnbetrieb an die Elektrifizierung des restlichen Netzes

herantreten. Angesichts der immer schwieriger

werdenden Kohlenversorgung veranlasste der Vorstand

der Abteilung für industrielle Kriegswirtschaft beim Eidgenössischen

Volkswirtschaftsdepartement gegen Ende

des Jahres 1917 die baldige Elektrifizierung der Schweizerischen

Nebenbahnen zu empfehlen.

Kohlen sparen

Die Verwaltung der RhB nahm die notwendigen Studien

sofort auf; für den ersten Ausbau kam Bever - Filisur in

Frage, einmal wegen der Möglichkeit des Strombezuges

von Brusio für diese Strecke, dann aber auch ganz

besonders deshalb, weil sich auf diesem Teilstück eine

ganz beträchtliche Einsparung an Kohlen ergeben

musste. Am 18. Mai 1918 beschloss der Verwaltungsrat

die Ausführung dieser Arbeit und die Ausdehnung der

Elektrifizierung auf die Linie DavosFilisurThusis. In

der Maisession stellte der Grosse Rat die vorläufigen

Kredite zur Verfügung bis zur Abklärung der Frage der

Bundeshilfe. Die Bauarbeiten begannen am 6. Juni

1918 (die Leitungsarbeiten hatte die Aktiengesellschaft

Kummler & Matter in Aarau übernommen), und endigten

am 20. November 1918.

Lieferungsschwierigkeiten

Wegen Lieferungsschwierigkeiten mussten statt eiserner

Masten, lärcherne verwendet werden. Angestellte

Berechnungen ergaben die Möglichkeit der Energielieferung

für BeverFilisur durch die Umformerstation Bever.

Weiter reichte deren Leistungsfähigkeit aber nicht.

Da der Bau eigener Kraftwerke der hohen Kosten und

der zur Verfügung stehenden Zeit wegen nicht in Frage

kam, nahm man mit den Bündner Kraftwerken und den

Rhätischen Werken Verhandlungen über die Energielieferung

für die übrigen Strecken auf. Es gelang, die

Energieversorgung durch langfristige Verträge mit beiden

Gesellschaften ab den Zentralen Küblis (BK) und

Thusis (RW) zu sichern. Damit war die Möglichkeit einer

raschen Förderung der Elektrifizierung gegeben. Bereits

im Jahre 1919 stand das halbe Netz unter dem Fahrdraht.

Das Bundesgesetz vom 2. Oktober 1919 schaffte

die Grundlagen für die Unterstützung der Elektrifizierung

der Privatbahnen durch Bund und Kantone. Die

Rhätische Bahn erhielt von beiden für den Ausbau der

Strecken herwärts Bever und ohne die Oberländerlinie

Eröffnungsdaten der Elektrifizierung:

St. MoritzScuol, SamedanPontresina 62,08 km 1. Juli 1913

BeverFilisur 31,24 km 20. April 1919

FilisurThusis 23,17 km 15. Oktober 1919

FilisurDavos Dorf 21,94 km 22. Dezember 1919

Davos DorfKlosters 14,69 km 1. Dezember 1920

ThusisChurLandquart, gemischter Betrieb 1. April 1921

ThusisChurLandquart, voller el. Betrieb 41,18 km 1. August 1921

LandquartKlosters 32,64 km 7. November 1921

ReichenauDisentis 49,39 km 1. Juni 1922

ganzes RhB-Netz elektrisch betrieben 276,33 km ab 1. Juni 1922

Bau der Fahrleitung auf dem Landwasserviadukt.

Leitungsmontage auf Bockleitern auf dem Dach eines

Güterwagens.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

(ReichenauDisentis) zu gleichen Teilen einen Betrag

von 17,5 Millionen Franken. Die Elektrifizierung der von

ihm nicht als dringlich bezeichneten Strecke ReichenauDisentis

ermöglichte der Bund durch die Freigabe

von 12 Dampflokomotiven aus dem Darlehenspfand für

den Verkauf.

Sicherer Betrieb gewährleistet

Von der bereits im Jahre 1920 durch Verträge gesicherten

Energielieferung an drei äusserst günstig gelegenen

Punkten des Bahnnetzes (Bever, Küblis und Thusis)

konnte im Jahre 1921 Gebrauch gemacht werden. Bis

zum 6. September 1921 musste die Umformerstation

Bever der Kraftwerke Brusio allein die ganze Energielieferung

für das 195 Betriebskilometer umfassende

elektrifizierte Bahnnetz übernehmen, wovon die längste

einseitig gespeiste Strecke (BeverLandquart) 95,6

km betrug; am 7. September 1921 nahm dann das der

Rhätischen Werke in Thusis gehörende Werk die Bahnenergielieferung

auf und am 7. November 1921 konnte

schon das Werk Küblis der Bündner Kraftwerke Strom

abgeben. Damit war der RhB nun ein äusserst sicherer

Betrieb gewährleistet; auch beim Versagen einer der

drei Stromquellen war es stets möglich, mit den beiden

anderen den Verkehr noch aufrecht zu erhalten; ferner

bildete der Umstand, dass mit Ausnahme der Engadiner-

und Oberländerlinien jede Strecke von zwei Seiten

aus gespiesen werden konnten, einen nicht zu unterschätzenden

Vorteil im Falle von Störungen an den Leitungen

durch Lawinen, Steinschlag, umstürzende Bäume

und dergleichen. Am 7. November 1921 konnte die

Ringstrecke durch die Eröffnung des letzten Teilstückes

LandquartKlosters, geschlossen werden.

Abschluss der Elektrifizierung

Als letzte Strecke für die Elektrifizierung blieb noch die

Oberländerlinie ReichenauDisentis. Für die Fahrleitung

dieser Linie wählte die RhB ein leichteres System,

eine Anordnung mit drehbaren, isolierten befestigten

Auslegern, ähnlich der Ausführung bei den Schwedischen

Staatsbahnen (SJ), allerdings unter Beibehaltung

doppelter Isolation. Dabei konnte gleiches Isolatoren-,

Draht- und Klemmenmaterial wie auf den übrigen

Strecken verwendet werden. Auch bei den Fundamenten

der Holzmaste liess sich dadurch sparen, dass die

selben, wie schon auf der Strecke LandquartKlosters,

statt in Kastenfundamenten aus Beton einfach mit zwei

Steinkränzen gründlich verkeilt und mit einer Ausdeckung

aus Beton versehen wurden. So konnte die Rhätische

Bahn im Kreise einer grossen Zahl Geladener im

Mai 1922 in Chur, stolz über das gelungene Werk, den

Abschluss der Elektrifizierung feiern. Das Unternehmen

hatte damit einen beneidenswerten Grad der Vervollkommnung

und des Fortschrittes erreicht und sich den

Ruf einer erstklassigen Touristenbahn geschaffen.

Chau, Gian!

Lieber Gian. Am 12.12. um

12 Uhr 12 2008 (warum eigentlich

nicht erst 2012?)

hast du die Rhätische Bahn,

«deine» RhB verlassen und

bist in den vorzeitigen Ruhestand

getreten. Wir bedauern

deinen Entschluss, denn

mit deiner Person verlieren

wir nebst Kompetenz und Wissen in Sachen Eisenbahn

generell und RhB im Speziellen auch einen

treuen Schreiber für unsere InfoRetica und vor Allem

eine liebenswürdige, interessante und immer fröhliche

und verständnisvolle Persönlichkeit. Gleichzeitig

verstehen wir deinen Schritt und wünschen

dir für den dritten Lebensabschnitt gute Gesundheit

und viele spannende Erlebnisse mit und abseits der

Bahn. Wir würden uns freuen, wenn wir wenn

alle Stricke reissen auf dein Wissen und deine Erfahrung

zurückgreifen dürfen.

In diesem Sinne: Chau e a revair! Die Redaktion

Handtransport auf der Strecke Surava Tiefencastel für den

Bau der Mastfundamente.

Kollaudation mit Ge 4/6 302 und Behördenvertreter (EAV Eidg.

Amt für Verkehr) in Bergün.

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UNESCO-Bahn Nilgiri Mountain Railway und

ihre Beziehungen zur Schweiz Von Franz Skvor*

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Diese Bahn mit Adhäsions- und Zahnstangenstrecken

wurde vom Schweizer Bahn-Pionier Niklaus Riggenbach

(Rigibahn usw.) geplant und von den Engländern 1899

gebaut. Einige Kenngrössen: Meterspur, 46 km Streckenlänge,

davon 20 km Zahnstangen-Strecke (System

Abt, zwei-lamellig) mit bis zu 80 0 ⁄00 Neigung. Einzige

Zahnradbahn Indiens! Ausgangsstation Mettuppalaiyam

350 m ü. M., höchster Punkt Lovedale 2524 m ü. M.!

Seit 2005 UNESCO Weltkultur erbe als Ergänzung zur Darjeeling

Himalayan Railway.

Für diese Bahn hat die Schweizerische Lokomotiv- und

Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur insgesamt 17

Dampflokomotiven für Adhäsions- und Zahnradantrieb

geliefert: Sechs im Jahre 1914, vier weitere 1920, dann

zwei im Jahre 1925 und interessanterweise noch fünf

sozusagen genau gleiche Dampflokomotiven im Jahre

1952, also zu einer Zeit, als von den Bahnen nur noch

Diesellokomotiven bestellt wurden. Bei den von 1914

bis 1952 gelieferten SLM-Dampflokomotiven handelte

es sich immer um den gleichen Typ (SLM-Bezeichnung

Db1h4vt), sie wurden aber konstruktiv jeweils dem

technischen Fortschritt angepasst. Es handelte sich um

sehr leistungsfähige Lokomotiven, welche auf 80 0 ⁄00

Steigung 140 t Anhängelast mit 10 km/h befördern

mussten; die 4-Zylinder-Verbund-Heissdampf-Lokomotiven

wogen 50 t, hatten vier Trieb- und eine Laufachse

sowie zwei Triebzahnräder; die Leistung beträgt

ca. 700 kW (ca. 950 PS). Die Bahngesellschaft war aber

offenbar mit den SLM-Lokomotiven so zufrieden und

von den Vorzügen des Dampfbetriebes (robust, in einfachen

Werkstätten zu reparieren, günstig verfügbarer

Brennstoff usw.) so überzeugt, dass sie nichts anderes

wollte.

Bei SLM in Winterthur waren diese Nilgiri-Lokomotiven

1952 die letzten Dampflokomotiven, welche dort gebaut

wurden! Diese Dampflok-Bestellung machte SLM

denn auch einige Sorgen, denn die ganze Konstruktion

musste auf moderne Fertigung (z. B. Schweiss- anstatt

Nietkonstruktion u. a.) umgestellt werden. Der Verfasser

dieser Zeilen arbeitete damals als Konstrukteur bei SLM

und war mit viel Überzeit-Arbeit damit beschäftigt,

diese Nilgiri-Lokomotive «angemessen zu modernisieren»

auch für uns (damals noch junge Ingenieure)

eine eher etwas «exotische» Arbeit, denn «Dampf» war

vorbei!

Übrigens: Gleichzeitig mit den fünf Nilgiri-Dampflokomotiven

entstanden in den Werkhallen der SLM die

sechs RhB-Lokomotiven Ge4/4 605-610 (SLM-Fabr.Nr.

der Nilgiri-Loks 4069-4073, der RhB-Loks 4080-

4085)!

Offenbar sind zurzeit noch acht SLM-Lokomotiven auf

der Nilgiribahn im Einsatz. Eine Kostprobe gab es in der

Sendung «Zug um Zug» von SF Spezial vom 14. August

2007 mit Moderatorin Mona Vetsch.

*Franz Skvor ist ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung der

RhB in der Funktion als Chef Zugförderung und Werkstätten.

Die Nilgiri-Bahn auf der Fahrt durch die «Blauen Berge»

Südindiens von Madras nach Obtacamund.

Vierzylinder-Verbund-Zahnrad/Adhäsions-Heissdampflokomotive

für die Nilgiri-Linie der South Indian Railway.

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LANXESS-Workshop «Rhätische Bahn»

Von Eugen Rohner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Nicht schlecht staunten 70 Manager einer deutschen

Chemiefirma, als sie am 22. Oktober 2008 zu einem

«RhB-Workshop» im Depot Samedan antreten mussten.

Während eines Tages erhielten die Teilnehmer einen

Ein blick hinter die Kulissen eines Bahnbetriebes.

Gleich zeitig wurden sie auch in die Vorbereitungen

«ihres Zuges» mit einbezogen und mussten verschiedene

Aufgaben erledigen. Das Rad der Zeit wurde um

einige Jahrzehnte zurückgedreht; man schrieb den

22. Oktober 1918. Es wurde nun ein Betriebsablauf simuliert,

wie er sich vor 90 Jahren bei der RhB abgespielt

haben dürfte. Geplant war die Führung zweier

Dampfzüge mit Nebenaufgaben von Samedan nach

Scuol.

In einem Theorieblock wurden den Teilnehmern vorerst

die elementarsten Grundbegriffe einer Eisenbahn vorgestellt.

Wie sieht ein grafischer Fahrplan aus? Wie viele

Wagen können dem Dampfzug angehängt werden?

Wie werden die Wagen zusammengehängt und wie gebremst?

Auch die «Nebenaufgaben» wurden formuliert:

Zufuhr von zwei Güterwagen an einen bestimmten

Bahnhof sowie ein Tier- (50 Geissen) und Milchtransport

sind bestellt.

Um das gesteckte Ziel, den Endbahnhof Scuol rechtzeitig

zu erreichen und alle gestellten Aufgaben zu erfüllen,

war von allen Teilnehmern höchste Konzentration

gefordert. Für die Umsetzung stand folgendes Rollmaterial

zur Verfügung: Dampflok G 4/5 Nr. 107 «Albula»

und Nr. 108 «Engiadina», Gepäckwagen D 4052, Gepäckwagen

D 4051, Zweitklasswagen B 2060 (40 Sitzplätze),

Drittklasswagen C 2012 (40 Plätze) sowie 6 Güterwagen.

Jedes Team startete mit den gleichen Voraussetzungen

und Aufgaben. Zwei «Inspektoren» beobachteten das

ganze Geschehen und beurteilten am Schluss die Leistungen.

Für alle Beteiligten war dieser RhB-Workshop

unvergesslich und einmalig. Es wurden Aufgaben gelöst,

die nur mit einem Team umgesetzt werden konnten.

Gleichzeitig wurde einiges über die grösste Meterspurbahn

der Alpen vermittelt. Manch einer wird wohl

wieder einmal zurückkehren, um dann mit der neuen

«LANXESS-Lok» und modernen Panoramwagen Graubündens

Bergwelt neu zu entdecken.

Loktaufe am Vorabend

Am Vorabend des RhB-Workshops wurde das Seminar

in Flims für einige Stunden unterbrochen und die Gesellschaft

begab sich mit Bussen nach Landquart. In der

AD-Halle wurden die Gäste in einer speziellen Ambiance

empfangen (die AD-Halle war kaum wieder zu

erkennen; innert wenigen Stunden wurde der Raum

durch Spezialisten in ein «Event-Lokal» verwandelt).

Bei romantischem Kerzenlicht liessen sich die Gäste kulinarisch

durch das Team von La Culina Bad Ragaz nach

Strich und Faden verwöhnen! Was die Crew von Reto

Danuser aus der «Depotküche» hervorzauberte war

schlichtweg fantastisch. Mit der Einfahrt der neuen

Werbelok LANXESS in die Halle für alle Anwesenden

eine riesige Überraschung war der Höhepunkt des

Abends erreicht! Gute Voraussetzungen, um am andern

Tag mit voller Elan den «RhB-Tag» zu absolvieren.

Vor allem die Erstellung der Fahrpläne für die

Dampfzüge bereitete einiges an Kopfzerbrechen.

Durch die Dichte des heutigen Taktfahrplanes sind

freie Bahntrassees für die «langsamen Dampfzüge»

Mangelware. Für die «Fahrplanmacher» war es

auf jeden Fall eine grosse Herausforderung, eine

einigermassen realistische Fahrordnung zusammen

zustellen.

Loktaufe in Landquart.

Geissen warten in Susch

auf den Verlad!

Zwei Lok-Generationen in Ardez! 1906 und 1994 bzw.

98 jahre liegen dazwischen!

35


Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Glacier Express - neue Fensterfront am Bahnhof

St. Moritz

Von Jolanda Picenoni

Seit anfangs Oktober ist der Glacier Express in St. Moritz

zu jeder Tageszeit präsent.

Am Bahnhof wurde eine Schaufensterfront (Gleis 1) im

«Glacier Express Look» gestaltet.

… und das Bild ist bereits ein beliebtes Fotossujet bei

unseren japanischen Bahnkunden.

Die Region freut sich über diesen neuen Farbtupfer.

Drahteselstarke Bahnerlebnisse

Text Ueli Nyffenegger, Bild Christoph Berger

Unter fachkundiger Erklärung durch Christoph Berger

werden die Ferienpass-Teilnehmer in die Geheimnisse

einer RhB-Draisine eingeführt.

Die Kids konnten am 05.08.2008 auf dem Bahnhof

Sumvitg-Cumpadials selber in die Pedalen der Draisine

treten und ein bisschen Eisenbahnromantik der anderen

Art erleben.

Buchtip

Von Peider Härtli

«Und die Sonne scheint doch eine andere Art, erwachsen

zu werden…» Marlis Zanolari die Tochter

von unserem Zugführer Luca Zanolari musste eine

schlimme Zeit durchmachen. Die grosse Ungewissheit,

die Zweifel und die Erkenntnis, dass sich das Leben

durch eine heimtückische Krankheit schlagartig ändern

kann, hat sie dazu bewogen, das Erlebte in einen Erfahrungsbericht

festzuhalten. Ein empfehlenswertes

Buch, spannend, humorvoll und bewegend! Infos:

www.einfachlesen.ch ISBN 978-3-9523364-5-8

Korrigenda zum Artikel «Die zwei anderen UNESCO

Welterbebahnen» in InfoRetica 3/08

36

Verschiedene Spurweiten

Bahn Spurweite Welterbe seit

Darjeeling Himalayan Railway (DHR) 610 mm 1999

Nilgiri Mountain Railway (NMR) 1000 mm 2005

Kalka Shimla Railway (KSR) 762 mm 07.07.2008

Von Gian Brüngger

Aufgrund von Leserrückmeldungen bin ich darauf aufmerksam

gemacht worden, dass die Darjeeling Himalayan

Railway (DHR) und die Nilgiri Mountain Railway

(NMR) nicht wie geschrieben die gleiche Ausgangsstation

haben. In Indien sind es nun bereits drei Bahnen,

die das UNESCO-Label erhielten. Zusammen mit der Albula-

und Berninalinie hat das UNESCO-Komitee auch

die Kalka Shimla Railway (KSR) aufgenommen.


Ab nach Rotterdam

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Von Roland Maron

Im Büro des OK-Präsidenten der Mitarbeitertage und

Leiter Infrastruktur Christian Florin stapelt sich das Reisegepäck.

Nach dem riesigen Organisationsaufwand braucht er

unbedingt neue Perspektiven. Der Auswanderung via

Rotterdam (siehe Aufschriften) stehen nur noch die

Projekte des Investitionsplans 20092015 im Wege …

November-Unwetter

Von Silvio Briccola

Der heftige Wintereinbruch hat am Wochenende vom

21.24. November viele Mitarbeitende sehr stark gefordert.

Wieder einmal ist aber eindrücklich bewiesen

worden, dass durch eine optimale Mannschaftsleistung

und viele Sondereinsätze auch solche Ausnahmesituationen

rasch und zuverlässig gemeistert werden.

Allen Vorgesetzten und Mitarbeitenden, die einen Beitrag

zur Wiederaufnahme und zur Aufrechterhaltung

des Betriebes sowie zur Deckung der Kundenbedürfnisse

geleistet haben, sei es im RCC, in den Bahndienstregionen,

den Fahrleitungsequippen, auf den Stationen,

in den Zügen, im Unterhaltsdienst Rollmaterial, im

Kundendienst, als Medienbetreuer, usw. ein riesiges

Grazcha fich!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …

Von Andreas Langenegger

Mit diesen Worten in seinem Begleitbrief, hat am 1. Dezember

der Samichlaus und der Schmutzli alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter am Theaterweg 1 überrascht.

Jeder von uns durfte während der Adventszeit 2

Päckli öffnen. Die Reihenfolge hat das Los bestimmt.

Wir danken dir Samichlaus und Schmutzli für diese tolle

Geste! Du hast damit auch einen Teil zur guten Stimmung

am Theaterweg beigetragen!

37


Sicherheit MGB-Triebzüge ist machbar! laufen vom Stapel

Von Urs Roberto Looser G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Zwei Jahre ohne einen Berufsunfall

Bahnmeisterbezirk Surselva

Ohne einen einzigen Berufsunfall wurde in den letzten

zwei Jahren im Bahnmeisterbezirk Surselva gearbeitet

(12.09.0611.09.08). Der letzte Berufsunfall mit Arbeitsausfall

liegt sogar mehr als vier Jahre zurück.

Energie und Niederspannungstechnik

Ohne einen einzigen Berufsunfall wurde in den letzten

zwei Jahren im Bereich Energie und Niederspannungstechnik

gearbeitet (21.08.0620.08.08).

Drei Jahre ohne einen Berufsunfall

Geschäftsbereich Finanzen

Ohne einen einzigen Berufsunfall wurde in den letzten

drei Jahren im GB Finanzen gearbeitet (09.09.05-

08.09.08).

Als ein kleines Dankeschön für den tollen Einsatz wurde

den Mitarbeitern ein kleines Geschenk überreicht.

Für diese ausserordentliche und vorbildliche Leistung

gratulieren wir euch im Namen von der Sicherheitsorganisation

ganz herzlich.

Wir wünschen euch viel Erfolg und Ausdauer bei der

Umsetzung der nächsten 365 Tage unfallfreies Arbeiten!

In diesem Zusammenhang danken wir euch auch für

die stets gute Zusammenarbeit.

38


Tochter- und Sohntag 2008

Von Dijana Mutvar

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Am 13. November 2008 fand bereits zum achten Mal

fand der Nationale Tochtertag am 13. November 2008

statt. Zum ersten Mal bei der Rhätischen Bahn durften

auch die Jungs mitmachen. Mädchen und Jungs der 5.

bis zur 7. Schulklasse begleiten ihren Vater, ihre Mutter

oder eine andere Person während eines Arbeitstages.

Insgesamt waren es 32 interne, davon 17 Mädchen und

15 Jungs, und sechs externe Töchter und Söhne.

Ich durfte zwei von ihnen begleiten und einen Teil des

Tages miterleben.

Auf der Strecke von Chur nach Disentis durfte ich den

Lokführer Jürg Thöny und seinen Sohn Florian begleiten.

Es hat mir grossen Spass gemacht und ich lernte

ein paar Sachen über die Lokomotive, die Strecke und

auch ein bisschen von den Signalen, die ein Lokomotivführer

beachten muss. Man erfährt von seinen Erfahrungen,

wodurch man sich noch besser in solch einen

Alltag versetzen kann.

Florian, der 13 Jahre alt ist, hat sich sehr genau über

alles erkundigt und wollte alles wissen. Wobei ich zugeben

muss, dass er schon vieles wusste und sich nur

noch genauer erkundigen wollte. Er sagte mir selber,

dass er sich seine Zukunft gut in diesem Beruf vorstellen

könnte. Seiner Meinung nach sollte der Sohntag überall

eingeführt werden. Für uns beide, Florian wie auch für

mich, war es das erste Mal, dass wir bei einer Fahrt im

Führerstand dabei sein konnten. Wir haben den Morgen

im verschneiten Disentis genossen und waren begeistert

von der Fahrt.

Als ich wieder in Chur angelangt bin, fuhren Florian und

sein Vater noch nach Arosa.

Am Nachmittag begleitete ich Giuditta Hartmann-Poli,

die ihrer Tochter Andrina, 13 Jahre, einen ihrer Arbeitstage

zeigte.

Zuerst erzählte Andrina mir aber, wie es bei ihrem Vater,

dem Leiter Support, war. Bei ihm schaute sie die

Störfälle an den Billettautomaten. Später wurde ihr das

Simulationssystem der Fahrpläne gezeigt. Dann gab es

eine Begehung am Bahnhof Chur. Zum Schluss sah sie,

wie man einen Fahrplan entwickelt.

Bei ihrer Mutter hat sie gelernt, wie man etwas organisiert.

Für die Verpackung der Weiterbildungsbroschüren mussten

wir einen Raum reservieren und Leute anfragen,

die mit dem Verpacken helfen. Die Broschüren wurden

bereits vorher bestellt, Couverts und Adressliste mussten

bestellt werden. Diese Vorbereitungen sind wichtig,

da alles rechtzeitig bei den Empfängern sein sollte.

Für Andrina war es nicht das erste Mal, dass sie am

Tochtertag dabei war. Der ganze Tag gefiel ihr, sie kon n-

te sehen, womit sich ihre Eltern beschäftigen. Es war

interessant und lehrreich. Am meisten begeistert war

sie vom Mittagessen, im Gourmino am Bahnhof in Chur,

das sie mit Ihren Eltern zusammen verbracht hatte.

Dass es seit diesem Jahr auch einen Sohntag gibt, findet

sie nicht sehr toll.

Ich bedanke mich recht herzlich, dass ich beim Tochter-/Sohntag

als Reporterin eingesetzt wurde und den

Tag mit euch und euren Eltern verbringen durfte.

Florian und sein Vater im Führerstand.

39


Diplome für RhB-Gleisbaupoliere

Von Urs Strebel (VöV) und Urs Looser

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Am 4. November 2008 erhielten 16 frisch gebackene

Gleisbaupoliere in Zürich aus den Händen von Irene

Graf, VöV, und Thomas Küchler, Leiter der Geschäftseinheit

Unterhalt Bau und Logistik (I-UB) SBB, das Diplom.

Die Prüfung wurde zum zweiten Mal von den Organisationen

der Arbeitswelt (OdA) im Gleisbau VöV (Verband

öffentlicher Verkehr) und VSG (Vereinigung Schweiz.

Gleisbauunternehmer) durchgeführt. Acht neue Baupoliere

arbeiten bei den SBB, je drei bei den BLS und

der RhB und je einer bei den Jungfraubahnen und der

Gleisbaufirma Vanoli.

Von der RhB konnten Manfred Darms (I-BN-SUR), Walter

Gubser (I-BS-ALB) sowie Ruedi Kienast (I-LS-PD) das Diplom

entgegen nehmen.

Die Vorbereitung auf die Prüfung erfolgte für die Teilnehmer

gemeinsam mit den Kollegen aus dem Strassenbau

an der Verkehrswegbauerschule in Sursee. Dies

ist ein wesentlicher Unterschied zu den früheren Ausbildungen

bei den SBB in Hägendorf, wo Gleisbauspezialisten

in allen Details in die Materie des Gleisbaus

eingeweiht wurden, aber praktisch kein Wissen über

die Arbeiten für die Bauwerke unter dem Schotterbett

erhielten. In der Vorarbeiterschule (VoS) und der Polierschule

(PoS) wurden rund zwei Drittel der Themen von

Strassenbauern und Gleisbauern gemeinsam behandelt

und rund ein Drittel der Ausbildungszeit wurde für die

Spezialisierung in den Vertiefungsrichtungen Strassenbau

bzw. Gleisbau aufgewendet. Es liegt auf der Hand,

dass der Gleisbauteil in einer solchen Ausbildungsform

nicht in der gleichen Tiefe behandelt wird, wie das früher

bei den Spezialistenausbildungen in Hägendorf der

Fall war.

«Gleisbaupoliere sind bei den Bahnunternehmungen

und natürlich auch bei der RhB gesuchte Leute. Ohne

Sie ist der Unterhalt der Gleisanlagen für die RhB nicht

möglich. Wir brauchen Sie, Ihr Wissen und Engagement

auf den Baustellen. Baupolier im Gleisbau ist ein Beruf

mit glänzenden Zukunftsaussichten», erklärte Thomas

Küchler den Diplomanden und ihren Angehörigen. Irene

Graf, erläuterte, dass der Begriff Polier seinen Ursprung

in den Sprechern der mittelalterlichen Bauhütten

hat und rief die Diplomanden auf, ihre Aufgabe als

Chef, Scharnier zwischen oben und unten und Sprecher

der ihnen anvertrauten Menschen wahrzunehmen.

Die Schieneninfrastruktur in der Schweiz ist noch nicht

fertig gebaut. Neue Gleise entstehen. Ein Beispiel dafür

ist die Durchmesserlinie Zürich. Dieses Grossprojekt

wurde durch Projektleiter Kobel persönlich vorgestellt.

Der nächste Ausbildungsgang ist bereits im November

2008 gestartet. Die Arbeiten für die Anerkennung der

Berufsprüfung Baupolier Verkehrswegbau Vertiefungsrichtung

Gleisbau durch das Bundesamt für Berufsbildung

und Technologie BBT laufen auf Hochtouren. Spätestens

2010 sollen die Absolventen der OdA-Prüfung

den eidg. Fachausweis nachträglich erhalten.

Diplomübergabe.

40


Enterprize 2008 an login

Von Karin Muster

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Zum zweiten Mal vergab die Stiftung Enterprise den

ENTERPRIZE für hervorragende Projekte zur Vermittlung

von unternehmerischem Denken und Handeln in der

Berufsbildung. Unter knapp 30 Bewerbern wurde login,

der Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs, als

Gewinner ausgewählt: Die unternehmerisch ausgerichteten

Junior Teams, zentraler Ausbildungsbestandteil

bei login, überzeugten die Jury.

KV-Lernende, die selbstständig einen Bahnhof führen,

angehende Gebäudereiniger und Polymechanikerinnen,

die in der Unterhaltswerkstatt gemeinsam Lokomotiven

warten, oder Logistik-Lernende, die für den

Versand von Reisegepäck in alle Welt verantwortlich

sind: Rund ein Drittel der über 1600 Ausbildungsplätze

des nationalen Ausbildungsverbunds login befinden

sich in Junior Teams. Dort arbeiten Lernende unterschiedlicher

Lehrjahre in einem in sich abgeschlossenen

Aufgabenbereich eigenverantwortlich und produktiv

zusammen wie in einem Kleinunternehmen. Ziel ist

es, bei den Lernenden in einem branchenspezifischen

Umfeld frühzeitig Eigenverantwortung, Selbstständigkeit

und unternehmerisches Handeln zu fördern und zu

fordern die Junior Teams sind zentraler Bestandteil

der Ausbildungsphilosophie «Lebensunternehmer/in».

Preisverleihung

Anlässlich der Preisverleihung am 30. September 2008

zeigte sich die Jury des ENTERPRIZE beeindruckt vom Engagement

logins, die Idee der «Juniorfirmen» nachhaltig

und mit viel Durchhaltevermögen auf die Welt des

Verkehrs zu übertragen.

Mittlerweile hätte login nicht nur die Praxistauglichkeit

des Modells bewiesen, sondern es auch in der gesamten

Breite der angebotenen Berufslehren verankert.

login-Geschäftsführer Christof Spöring, der die Trophäe

entgegennahm, freute sich über die Anerkennung: «Die

Junior Teams sind eine Erfolgsstory von login, die wir

mit viel Leidenschaft geschrieben haben. Aber sie ist

bei weitem noch nicht zu Ende mit dem Wachstum

unseres Ausbildungsverbunds eröffnen sich ständig

neue Bereiche, in denen Junior Teams eingesetzt werden

können».

Olten, 1. Oktober 2008: Ausbildungsmodell «Junior Teams» für die Vermittlung von Unternehmergeist in der Berufsbildung

ausgezeichnet.

41


Vereina Anekdoten …

Von Geni Rohner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Anlässlich des Mitarbeiteranlasses in Samedan aufgeschnappt:

Ein Autofahrer kaufte bei der Kasse in Sagliains ein

Ticket für die «rollende Strasse» ins Prättigau. Nach dem

Auslad in Selfranga wurde die Reise mit dem PW fortgesetzt.

Aber hoppla, nach dem Kreisel folgte bereits die

nächste «Zahlstelle Selfranga» und der Lenker buchte

die Folgefahrt für den nächsten Autozug. Nach kurzer

Wartezeit konnte das Auto wieder verladen werden. In

Sagliains angekommen, merkten die Wageninsassen,

dass sie hier vor rund einer Stunde schon einmal waren

und somit den Autozug Richtung Engadin benutzt hatten.

Bei der Kasse erkannte die Verkäuferin den Kunden

und man lachte über das Missgeschick. Die Kunden

nahmen das Malheur mit Humor und zahlten ohne

Murren auch die dritte Fahrt durch den Vereinatunnel.

Übrigens, es waren keine Österreicher; das Fahrzeug

hatte Zürcher Kennzeichen!

Dank GPS können auch ortsunkundige Automobilisten

die Vereina-Verladebahnhöfe Sagliains und Selfranga

ohne Probleme anpeilen. Einziger Haken: zahlreiche

Personen suchen immer den Hafen, um das Auto verladen

zu können. Sehr oft hört man: «Wann fährt das

nächste Schiff nach Selfranga?» Der Wortschatz in den

GPS-Geräten ist beschränkt; denn hier kennt man für

«Autoverlad» nur den Begriff «Fähre».

Aber oft stellt man auch fest, dass die Geografiekenntnisse

der Automobilisten nicht mehr auf dem neuesten

Stand sind. Ist ja dank GPS auch nicht mehr nötig,

schliesslich kann man durch ganz Europa ohne Karte

reisen. Trotzdem wird das Personal sehr oft gefragt, ob

Sagliains in Italien liegt und wo die Zollkontrolle durchgeführt

wird …

Übrigens, nächstes Jahr feiern wir 10 Jahre Vereinalinie!

Voraussichtlich am Wochenende vom 21./22. November

2009 wird etwas Spezielles organisiert!

Verwirrung am Vereina.

42


Spontan

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Peter Laube

Chur Tourismus

Chur

Deine spontane Meinung…

… zu Chur Info?

Das «Non-Plus-Ultra» einer Informationsstelle

mit einem breiten Angebote

für Touristen wie auch für

Einheimische in der Alpenstadt Chur,

dem Eingangstor zu Graubünden.

… zur globalen Finanzkriese?

Weil einige Bänker und Finanzjongleure

den Hals nicht voll kriegen

konnten, werden viele Leute in den

kommenden Jahren zu leiden haben

… zur InfoRetica?

Das bunteste Inhouse-Magazin das

ich kenne… auch was die Beiträge

anbelangt.

Nadja Signorell

SBC

Chur

Gute Sache.

Betrifft viele Leute. Leider war dies

nicht zu vermeiden.

Gute Idee.

Philippe Schaller

RhB

Chur

Eine gute Idee, alle drei Unternehmen

zusammen in einem Raum zu

haben. Für die Kunden ist es vorteilhaft,

sie werden nicht von einem Ort

zum anderen geschickt.

Es war zu erwarten. Wenn man nur

schon die Sache mit den Hypotheken

in Amerika anschaut. Aber dass es so

schlimm wird, dachte ich nicht.

Ganz gut. Es ist abwechslungsreich,

da in der Rubrik «Spontan» immer

Leute von anderen Abteilungen

interviewt werden.

Mit wem würdest du gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen?

Mit Nadeschkin! Ich hab‘s gerne

lustig und zum Anschauen ist sie

auch «Kai Laidi».

Und mit wem nicht?

Mit Christoph Mörgeli, Brechreiz

erachte ich als eine schlechte

Voraussetzung für eine Fahrt im

Gourmino.

Mis Mami.

Mit unseren Bundesräten.

Mit Barbara Handricks

Mit den drei B‘s. Berlusoni, Bush und

Blocher

43


Personalchronik

vom 2. September 1. Dezember 2008

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Eintritte

Benedikt Arquint

Otto Bass

Jeanine Flückiger

Karin Furger

Maja Hossmann

Samuel Keiser

Annina Mutzner-Schlegel

Michael Oberbeck

Jeanette Rensch

Michael Ruffner

Marco Ruggin

Markus Scherer

Mathias Widmer

als Leiter Fachbereich, Landquart

als Gleismonteur

als Disponentin Netzplanung, Landquart

als Produktmanagerin, Chur

als Leiterin Personalentwicklung, Chur

als Produktmanager, Chur

als Betriebsdisponentin, Scuol-T.

als Lokführer, Samedan

als Zugbegleiterin, Chur

als Leiter Planung und Steuerung

als Kunden- und Reiseberater, Tirano

als Betriebsdisponent, Ilanz / Arosa

als Kunden- und Reiseberater, Samedan

Nachträge

Claudio Brasser als Zugbegleiter i.A., Samedan (01.09.2008)

Sonja Hossmann

als Betriebsdisponentin/Verkäuferin,

Ilanz (01.08.2008)

Christian Tschanz als Betriebsangestellter, Samedan (01.09.2008)

Erika Wismer als Personalfachfrau, Chur (01.09.2008)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Austritte

Claudio Candrian

Riet Carnot

Orlando Derungs

Franziska Frei

Desirée Gredig

Peter Honegger

Christian Monti

Urs Michael Schmidt

Stephan Weber

Marianne Wellinger

Lehrlokführer, Landquart

Lokführer, Scuol-T.

Leiter Fachbereich, Landquart

Produktmanagerin, Chur

Zugbegleiterin i.A., Scuol-T.

Spezialhandwerker, Landquart

Betriebsangestellter/Kranführer, Landquart

Leiter Dienstbereich, Landquart

Fahrdienstleiter, Samedan

Kassiererin, Selfranga

ALLES GUTE FÜR DIE ZUKUNFT!

Pensionierungen

Martin Dolf, Leiter Zugpersonal Express, Landquart

Peter Florin, Zugführer, Samedan

Stefan Good, Fachleiter, Landquart

Anton Nigg, Spezialhandwerker, Landquart

ALLES GUTE IM RUHESTAND!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

Beförderungen und

Ernennungen

Leo Caluori

Susanna Fuchs

Jakob Jegen

Claudio Melcher

Leiter Lokführer Landquart

Disponentin Lokpersonal Landquart

Fachmeister Energie Landquart

Leiter Zugpersonal Express Landquart

HERZLICHE GRATULATION!

Dienstjubiläen

25 Dienstjahre

Othmar Blumenthal

Christian Moritzi

Othmar Müller

Markus Sulser

Sachbearbeiter, Landquart

Leiter Weiterbildung, Landquart

Betriebsdisponent, Davos Platz

Spezialhandwerker, Landquart

40 Dienstjahre

Aldo Cortesi

Betriebsdisponent

Davos Platz

Sisto Gerrasi

Guardiano Regolatore

Poschiavo

Ezio Menghini

Betriebsdisponent

St. Moritz

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RhB in-team

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

12.09.2008 Christina Goldener-Meili, kaufm. Mitarbeiterin, Landquart, mit Hansjürg Goldener

18.09.2008 Stephan Lüthi, Lokführer, Samedan, mit Beatrice Tschanz

08.08.2008 Martin Mutzner, Lokführer, Scuol, mit Annina Schlegel

28.08.2008 Sandro Pfammatter, Leiter Informatik, Chur, mit Sandra Rohner

15.10.2008 Ueli à Porta, Lokführer, Samedan, mit Nadia Gander

12.09.2008 David Tarnutzer, Lokführer, Landquart, mit Barbara Meier

01.10.2008 Bruno Voneschen, Lokführer, Pontresina, mit Sandra Schläpfer

11.08.2008 Marcel Walser, Betriebsangestellter, Davos Platz, mit Irene Bucher

09.07.2008 Viola, des Maurus Cotti, Leiter Dienstbereich, Landquart

29.07.2008 Lorena, des Fadri Werro, Spezialmonteur, Samedan

30.07.2008 Lara, des Daniel Brühwiler, Rangiermeister, Landquart

11.08.2008 Aurelia, des Marcel Walser, Betriebsangestellter, Davos Platz

15.08.2008 Matteo, des Enio Pagnoncini, Lokführer, Poschiavo

25.09.2008 Alessio, des Marco Gallina, Gleismonteur, Thusis

15.10.2008 Leandro, des René Arpagaus, Sachbearbeiter, Landquart

15.10.2008 Cheyenne, des René Arpagaus, Sachbearbeiter, Landquart

19.10.2008 Diana, des Jose Manuel Nobrega, Kurzaufenthalter, Chur

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Die Erfolgsstory von login

Die Erfolgsstory von login

«Unsere Lernenden

«Unsere Lernenden

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 4 / 2008

beherrschen komplexe

beherrschen komplexe

Logistik.

Die Erfolgsstory

Davon login

könnte

Logistik.

selbst «Unsere Davon

der Lernenden könnte

Weihnachtsmann

beherrschen der Weihnachts-

selbst

lernen.» komplexe

mann Logistik. lernen.» Davon könnte

login Berufsbildung wünscht auch Ihnen viele Erfolgsstorys im 2009

login Berufsbildung wünscht auch Ihnen viele Erfolgsstorys im 2009

selbst der Weihnachtsmann

lernen.»

login Berufsbildung wünscht auch Ihnen viele Erfolgsstorys im 2009

login der Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs

login der Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs

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Die Erfolgsstory von login

Die Erfolgsstory von login

«Unsere Lernenden

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beherrschen komplexe

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