Gemeindebrief Nr. 20 / Ostern/Pfingsten 2013 - Evangelischen ...

evkircheilvesheim

Gemeindebrief Nr. 20 / Ostern/Pfingsten 2013 - Evangelischen ...

Altarbild (um 1470) in Schöppingen (Westfalen), unbekannter Meister © wikipedia.de

XX S. 4 Aktuell:

Kontaktstudium

XX S. 6 Aktuell:

Kirchenwahlen 2013

XX S. 8 Proträt:

Britta Jung

XX S. 18 Ökumene:

Päpste

Nr. 20 · 7. Jahrgang · Ostern · Pfingsten 2013


Editorial · Impressum

Inhalt

Editorial · Impressum...................2

Gedanken ...............................3

Aktuell Kontaktstudium........4

Sonnenburg.............5

Kirchenwahlen.........6

Porträt Britta Jung...............8

Gottesdienste............................10

Auf einen Blick.......12

Regelmäßige Termine................13

Veranstaltungen.....14

Aus der Gemeinde

Konfirmanden.......16

Weltgebetstag........16

Projekt »wellcome«.17

Ökumene Päpste...................18

Heidelberger Katechismus.........21

Musik Kinderchor.............22

Schon gehört?.......23

Rückblick War da was? .........24

Aus der Kirchengemeinde..........26

Kasualien .............................27

Veranstaltungstipp...........Rückseite

Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Ilvesheim

Neue Schulstr. 10

68549 Ilvesheim

Tel: 0 621 / 49 23 72

Fax: 0 621 / 49 32 53

Mail: ilvesheim @ kblw.de

www. ev-kirche-ilvesheim.de

Konto 35 162 402

BLZ 670 900 00

VR Bank Rhein-Neckar eG

Bis 200,— € gilt der Einzahlungsbeleg

auch als Spendenquittung.

50

Jahre Élysée-Vertrag: Am 21. Januar 1963

wurde der Friedensvertrag zwischen

Deutschland und Frankreich geschlossen.

Erstaunlich früh, denn noch nicht einmal

20 Jahre war es her, dass man auf beiden Rheinseiten

erbittert gekämpft und getötet hatte. Ein Zeichen der

Aussöhnung und des Neubeginns sollte er sein und der

Jugend das friedvolle, neugierige Kennenlernen ermöglichen.

Die besiegelte deutsch-französische Freundschaft

trug alsbald Früchte. Das Europa, in dem wir Jüngeren

aufgewachsen sind, wäre ohne diesen Schritt nicht

denkbar gewesen. Die Kirchen hatten aber schon zuvor

wieder zueinander gefunden und 1961 die »Konferenz

der Kirchen am Rhein« in Straßburg gegründet. Heute

ist die KKR eine Regionalgruppe der evangelischen

Landeskirche und arbeitet unter anderem an grenzübergreifenden

Fragen der Ökumene, Migration, Integration

und Religionsfreiheit.

Doch zurück aus Europa, was gibt es denn aus unserer

Gemeinde zu berichten? Z. B. die anstehenden

Kirchenwahlen! Aus diesem Grund wird die nächste

Ausgabe des kirchenfensters ausnahmsweise erst nach

den Sommerferien erscheinen; so können wir Ihnen

alle Kandidaten und Kandidatinnen vorstellen und

sparen uns eine Sonderausgabe. Bis dahin,

Ihr Redaktionsteam

Deutsche 40-Pfennig-Briefmarke zum 10-jährigen Élysée-Jubiläum 1973

Impressum

kirchenfenster ist der Gemeindebrief

der evangelischen Kirchengemeinde

Ilvesheim. Er erscheint

dreimal jährlich. Auflage: 2.000.

Redaktion: Ulrike Bauder, Ingrid

Schmelcher, Eva Weisser, Thomas

Weisser.

V. i. S. d. P. : Pfarrerin Eva Weisser.

Alle Abbildungen © MLK, wenn

nicht anders angegeben.

© wikipedia.de

2


Ein österliches »Wimmelbild«


Aus der Gemeinde

Weiterbildung oder »zurück zu den Wurzeln«

Stichwort: »Kontaktstudium«

Kontaktstudium?« Manche haben

mich gefragt, ob ich denn die Doktorwürde

anstrebe. Nein! Aber ich habe

mich auf das Fortbildungsangebot,

das unsere Landeskirche so beschreibt

Das Kontaktstudium bzw. das

Studiensemester trägt dazu

bei, sich im Abstand vom

beruflichen Alltag mit wissenschaftlichen

Fragestellungen

auseinanderzusetzen,

die berufliche Praxis zu

reflektieren und

fachliche Schwerpunkte

zu vertiefen.

Es ist auch

ein besonderer Ort für

persönliche Besinnung,

den kollegialen Austausch

und die geschwisterliche Gemeinschaft.

Aus: Gesetzes- und Verordnungsblatt der Evangelischen

Landeskirche in Baden, Nr. 6/2012

beworben und im Januar 2013 die

schriftliche Zusage erhalten. Ein Sommersemester

lang (von April bis Juli

2013) habe ich nun die Chance, in theologische

Fragestellungen »einzutauchen«, im

Studium neue Gedanken wahrzunehmen

und Impulse für die eigene Arbeit in der

Gemeinde zu erhalten.

Der »Abstand vom beruflichen Alltag«

ist während des Kontaktstudiums

sozusagen »verordnet«. Für die Zeit des

Sommersemesters haben wir Studierenden

deshalb auch ein Zimmer im Morata-

Haus in Heidelberg.Der Kirchengemeinderat

hat diese »Auszeit vom beruflichen

Alltag« befürwortet und meine Bewerbung

unterstützt.

Was bedeutet mein Kontaktstudium

für Sie als Gemeinde? Die Gottesdienste

an den Sonn- und Feiertagen werden

von Vertretungen übernommen. Beerdigungen

übernimmt

– mit wenigen Ausnahmen

– das Ehepaar

Pollack, Pfarrer und

Pfarrerin in Neckarhausen.

Frau Jung ist nach wie vor

im Pfarrbüro Ihre Ansprechpartnerin,

und Frau

Kaibel als Vorsitzende des Kirchengemeinderates

ist mit allen Ältesten

vor Ort zuständig.

Sollten Sie in der Zeit von April bis

Juli Ihre Trauung oder ein Ehejubliäum

feiern wollen, dann melden Sie sich bitte

umgehend, damit ich noch eine Vertretung

organisieren kann (siehe auch S. 26).

Ich freue mich auf diese besondere

Chance des Kontaktstudiums und darauf,

wieder ab August in »meiner« Gemeinde

zu sein.

4

4


Aus der »Gemeinde«

Ein Programm zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen

Faustlos

Seit Oktober 2012 treffen sich die Maxis

der Sonnenburg wöchentlich in

Kleingruppen, um am Projekt Faustlos

zu arbeiten. Dieses Programm will das

Sozialverhalten von Kindern fördern und

ihr Selbstbewusstsein stärken. In kleinen

Einheiten und kindgerecht verpackt lernen

die Kinder Gefühle zu erkennen und

Mitgefühl zu zeigen. Sie üben verschiedene

Verhaltensweisen wie Teilen und

Abwechseln und vertiefen Gelerntes im

Rollenspiel. Auch Probleme zu erkennen

und Lösungsmöglichkeiten zu finden ist

Teil von Faustlos. Große Fotos und zwei

Handpuppen, die ruhige Schnecke und

der wilde Willi, unterstützen und verdeutlichen

die verschiedenen Themen.

Und jetzt noch ein paar Stimmen von

unseren Maxis. Sie wurden gefragt: »Was

ist Faustlos?«

••

••

••

••

••

••

»Auf den Fotos wollen Kinder zusammen

spielen. Aber manchmal ist

nur ein Spielzeug da.«

»Wir haben über Wut geredet. Bei

mir ist die manchmal im Bauch.«

»Da müssen wir sagen, was das Problem

ist, und eine Idee finden; die

darf aber nicht gefährlich sein.«

»Da lernen wir etwas über Themen

wie Wütend-Sein. Das allererste Thema

war Überrascht-Sein, Fröhlich-

Sein und Traurig-Sein.«

»Da lernt man, dass die Mundwinkel

nach unten gehen, wenn man traurig

ist. Und die Augen werden kleiner;

manchmal weint dann jemand.«

»Die ruhige Schnecke sagt, man soll

sich beruhigen, eine Pause machen

und nachdenken.«

Team Sonnenburg

Anhand von Bildern erörtern die Maxis gemeinsam die Probleme mit der »Wut im Bauch«.

5


© ekiba.de

Kirchenwahlen 2013:

Beste Tradition – das Ältestenamt

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Am 1. Advent 2013 werden in unserer

Kirchengemeinde die neuen Kirchenältesten

gewählt. Die Vorbereitungen

zur Wahl laufen jetzt bereits an. Zur

Zeit werden Menschen gesucht, die für

das Ältestenamt kandidieren möchten.

Sie helfen dabei, eine urchristliche und

protestantische Tradition fortzusetzen.

Die »Ältesten« sind im Neuen Testament

die für die Gemeinde Verantwortlichen.

Heute bezeichnet man damit die

gewählten Gemeindeglieder von 18 bis ins

hohe Alter, die die Geschicke unserer Kirchengemeinde

mit lenken. Das Ältestenamt

ist ein wichtiges Amt in der Kirche. Es kann

auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Schon die Bibel spricht im 4. Buch Mose

davon, dass Mose aus dem israelitischen

Volk Männer aussuchte, die ihn in seinem

Amt entlasten sollten.


Aktuell

Die Reformation entdeckte Recht und Verantwortung

der Gemeinde wieder und entwickelte die Lehre vom »allgemeinen

Priestertum aller Gläubigen«. Martin Luther

schrieb, eine christliche Gemeinde habe Recht und Macht,

alle Lehre zu urteilen und Lehrer zu berufen, ein- und

abzusetzen«.

Gleichzeitig steht und fällt die Wahl mit den Menschen,

die sich für das Ältestenamt zur Wahl stellen. Was steckt

heute hinter diesem besonderen Ehrenamt?

Die Kirchenältesten bilden mit der Pfarrerin den Ältestenkreis.

Den Vorsitz übernimmt eine oder einer der

Ältesten oder die Pfarrerin. Der Ältestenkreis trifft sich in

der Regel einmal im Monat. Wählbar in den Ältestenkreis

sind alle Gemeindeglieder, die wahlberechtigt sind, spätestens

am Wahltag volljährig, geschäftsfähig und bereit

sind, verantwortlich in der Gemeinde mitzuarbeiten.

Kirchenälteste sind das Ohr an der Gemeinde, nehmen

Wünsche und Anliegen auf. Sie koordinieren Angebote

von der Krabbelgruppe bis zum Seniorenkreis. Die

Ältesten überlegen, wo diakonische Gaben in unserer

Gemeinde am besten helfen, und denken darüber nach,

wie der Gottesdienst und das Gemeindeleben einladend

gestaltet werden können. Sie wirken im Gottesdienst mit

durch Lesungen oder bei der Austeilung des Abendmahls.

Darüber hinaus verwalten sie die Gemeindefinanzen und

entscheiden über Bauvorhaben und Stellenbesetzungen.

Und – vielleicht am wichtigsten: Sie bringen mit frischen

Ideen, mit ihrem Glauben und auch mit ihrem Zweifel

den Austausch über Gott und Kirche voran.

Haben Sie Interesse, sich als Ältester zu engagieren?

Oder kennen Sie jemanden, den Sie für geeignet halten?

Dann nehmen Sie Kontakt auf mit Ihrer Pfarrerin

oder einer/einem Kirchenältesten Ihres Vertrauens.

Bitte beachten Sie die

aktuellen Infos zur Kirchenwahl

auf der Homepage,

im Mitteilungsblatt

oder in den Aushängen.

Fahrplan für die

Kirchenwahlen

2013

bis Sommer

2013

danach

bis 28.09.

bis 18.10.

bis 28.10.

ab 20.10.

Einreichung

von Wahlvorschlägen

Schließung

der Wahlvorschlagsliste

Aufstellung

des Wählerverzeichnisses

Bekanntgabe

der Wahlvorschläge

Zustellung der

Wahlbenachrichtigungen

Öffentliche

Vorstellung der

Kandidatinnen

und Kandidaten

01.12. 1. Advent:

Wahltag

08.12. 2. Advent:

Bekanntgabe

der Wahlergebnisse

im

Gottesdienst

danach

Einführung der

neu gewählten

Ältesten im

Gottesdienst

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Porträt

Zu Besuch im Pfarramt

Sekretärin

aus

Leidenschaft

Britta Jung

Jahrgang 1959

Sekretärin im Pfarramt seit 1998

Still hatte sie gehofft, dass man sie bei

der Personenauswahl für ein Porträt

vergisst – haben wir aber nicht!

Still und vorsichtig zurückhaltend war

auch mein Eindruck von Frau Jung bei

meinem Besuch. Sie gab dennoch vieles

preis, was sie bewegt und ausmacht. Geboren

und aufgewachsen ist sie in Lampertheim.

Ökumene war damals noch

nicht angesagt, weswegen ihre Mutter

nach der damals üblichen Praxis auch

prompt exkommuniziert wurde, als sie

einen evangelischen Mann heiratete. Sie

und ihre Schwester wurden evangelisch

getauft und konfirmiert .

Von 1967 bis 1974 spielte Britta Jung

im Instrumentalkreis der evangelischen

Kirchengemeinde Lampertheim mit,

die dortige Organistin, brachte ihr das

Blockflöten- und das Gitarrenspiel bei. Im

Flötenkreis bereitete es ihr immer Spaß,

musikalisch in den Sonntagsgottesdiensten

im Dom mitzuwirken. Ein Lied hat

sich damals besonders bei ihr eingeprägt:

»So lang mein Jesus lebt…« Aber auch bei

Seniorennachmittagen und Gemeindefesten

hatte das Instrumentalensemble seinen

festen Platz auf der Bühne und konnte sein

musikalisches Können zeigen.

Nach der mittleren Reife machte sie

bei Böhringer eine Lehre als Stenokontoristin

und lernte auch dort ihren Mann

kennen. Gleich anschließend folgte eine

1½-jährige außerbetriebliche Weiterbildung

zur geprüften Sekretärin. Mit der

Heirat 1982 zog sie dann nach Ilvesheim.

Bis zur Geburt des Sohnes 1985 arbeitete

sie weiter und erlebte gerade noch die

Einführung der »Bildschreibmaschine« –

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einer elektrischen Schreibmaschine, die

bereits programmierbar war und den Text

via Bildschirm wiedergab. Frau Jung widmete

sich nach der Geburt ihres Sohnes

familiären Pflichten, 1987 kam die Tochter

hinzu – in häuslicher Vollbeschäftigung.

Die Kindergartenöffnungszeiten waren in

keinster Weise mit Berufstätigkeit zu verbinden.

Kinderkrippen kannte man nicht,

eine Teilzeitstelle bei ihrer alten Firma war

nicht möglich. Sie belegte VHS-Kurse für

Bürokommunikation und blieb so auf dem

Laufenden; die rasante Entwicklung der

Technik durfte sie nicht verpassen.

Als die Kinder größer waren, begann

sie Mitte der 90er Jahre mit verschiedenen

Minijobs. 1998 war die Stelle der Pfarramtssekratärin

vakant, und Frau Jung bewarb

sich. »Sekretärin war mein Traumberuf«,

sagt sie und zeigt mir gleich das Bild aus

ihrem Album. »Na ja, das waren wohl mehr

Hieroglyphen«, gibt sie zu. Konditorin war

auch eine Idee, aber die frühnächtlichen

Arbeitszeiten schreckten sie ab. Sie ist einfach

kein Nachtmensch. Dafür ist sie morgens

aber auch früh munter. Im Pfarrbüro

arbeitet sie familienfreundliche 17 Stunden

die Woche und erledigt Schreibarbeiten

und die Buchhaltung.

Was denn da so alles anfällt, will ich

wissen und werde sofort mit einem Dauerfeuer

erschlagen: Gottesdienstübersichten,

Urkunden für Taufe, Trauung, Konfirmation

und sonstige Jubiläen, Termine für das

Gemeindeblatt und und und. Die Einträge

ins Kirchenbuch, der Schwesternverein

und der Besuchsverkehr zu den Bürozeiten

fallen auch in ihr Ressort. Sie gehört zum

Früh übt sich, was eine rechte Sekretärin werden will:

Britta Jung im Alter von 3 Jahren.

Team der haupamtlichen Mitarbeiter, und

bei der wöchentlichen Dienstbesprechung

mit Pfarrerin Weisser trifft sie mit Kirchendienerin

Höhnle und Organist Kegelmann

zusammen, wo alle Termine und wichtigen

Ergebnisse koordiniert werden.

Und die Freizeit? »Die verbringen wir

gern in der Südpfalz in unserem Feriendomizil.

Im Sommer radeln wir sogar manchmal

dort hin« Ansonsten liest sie oder

strickt. Und der 4-Personen-Haushalt ist

nicht kleiner geworden, denn die erwachsenen

Kinder wohnen beide noch zeitweise

zuhause: »Hotel Mama mit Verpflegung,

aber ohne Wäscherservice«, lacht sie.

Und dann ist unsere Zeit schon um,

und mit vielen Notizen und dem Photo

einer sehr jungen Sekretärin mache ich

mich auf den Weg. Danke, Frau Jung,

dass Sie sich für das kirchenfenster Zeit

genommen haben.

Ingrid Schmelcher

© privat

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Gottesdienste

März 2013

Gründonnerstag, 28.03. 18.00 h Gründonnerstagsessen

18.30 h Tischabendmahl

Karfreitag, 29.03. 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl / Chor

10.00 h Kindergottesdienst

16.00 h Gottesdienst im Vetter-Stift m. Abendmahl

Karsamstag, 30.03., 23.00 h Osternacht mit Kirchenchor

Sonntag, 31.03., Ostern 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl / Chor

April 2013

Montag, 01.04., Ostern 10.00 h Familiengottesdienst mit Taufe

Kinderhaus Sonnenburg,

Mittwoch, 03.04. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

So, 07.04., Quasimodigeniti 10.00 h Gottesdienst, anschließend Kirchkaffee

10.00 h Kindergottesdienst

Samstag, 13.04. 18.00 h Abendmahlsgottesdienst zur

Konfirmation

Sonntag, 14.04., Misericordias 10.00 h

Konfirmationsgottesdienst / Kirchenchor

Mittwoch, 17.04. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Sonntag, 21.04., Jubilate 10.00 h Jubelkonfirmation mit Abendmahl

mit Kirchenchor

10.00 h Kindergottesdienst

Freitag, 26.04. 19.00 h Abendandacht

Sonntag, 28.04., Kantate 10.00 h Gottesdienst mit Kirchenchor

Mai 2013

Sonntag, 05.05., Rogate 10.00 h Gottesdienst, anschließend Kirchkaffee

10.00 h Kindergottesdienst

11.15 h Krabbelgottesdienst

Do, 09.05., Himmelfahrt 10.00 h Gottesdienst

Sonntag, 12.05., Exaudi 10.00 h Gottesdienst mit Taufen

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Gottesdienste

Mittwoch, 15.05. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Sonntag, 19.05., Pfingsten 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl / Chor

Montag, 20.05., Pfingstmontag 10.00 h

Gottesdienst

Sonntag, 26.05., Trinitatis 10.00 h Gottesdienst

Mittwoch, 29.05. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Freitag, 31.05. 19.00 h Abendandacht

Juni 2013

So, 02.06., 1. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl,

anschließend Kirchkaffee

So, 09.06., 2. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

Mittwoch, 12.06. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

So, 16.06., 3. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst mit Taufen

So, 23.06, 4. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

Mittwoch, 26.06. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Freitag, 28.06. 19.00 h Abendandacht

So, 30.06., 5. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst

Juli 2013

So, 07.07., 6. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl,

anschließend Kirchkaffee

10.00 h Kindergottesdienst

11.15 h Krabbelgottesdienst

Mittwoch, 10.07. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

So, 14.07., 7. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst mit Taufen

So, 21.07., 8. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst

Mittwoch, 24.07. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Freitag, 26.07. 19.00 h Abendandacht

So, 28.07., 9. So. n. Trinitatis 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

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Auf einen Blick

Gottesdienste auf einen Blick

Alle Kindergottesdienste

10.00 h, gemeinsamer Beginn

in der Martin-Luther- Kirche,

anschließend weiterfeiern im

Gemeindesaal

24.03., 29.03.,

01.04. 10.00 h Familiengottesdienst

im Kinderhaus Sonnenburg

07.04., 21.04., 05.05.,

09.06., 23.06.,

07.07., 28.07.

Mögliche Taufgottesdienste

01.04. 10.00 h, Ostermontag,

Sonnenburg

12.05. 10.00 h, M.-L.-Kirche

16.06. 10.00 h, M.-L.-Kirche

14.07. 10.00 h, M.-L.-Kirche

04.08. 10.00 h, M.-L.-Kirche

Alle Krabbelgottesdienste

11.15 h, für Kinder im Krabbelalter

bis ca. 5 Jahre, nach dem

»normalen« Gottesdienst

in der Martin-Luther-Kirche

17.03., 05.05., 07.07., 15.09.

Abendandacht

Immer am letzten Freitag im Monat in

der Martin-Luther-Kirche, jeweils

19.00 h – 19.30 h

26.04., 31.05., 28.06., 26.07.

Ökumenische Gottesdienste

Aufenthaltsraum Heinrich-Vetter-Stift,

Goethestraße

29.03. 16.00 h Abendmahl (Weisser)

03.04. 10.30 h (Weisser)

17.04. 10.30 h (Hoock)

15.05. 10.30 h (Klopsch-Güntner)

29.05. 10.30 h (Hoock)

12.06. 10.30 h (Hoock)

26.06. 10.30 h (Habicht)

10.07. 10.30 h (Hoock)

24.07. 10.30 h (Klopsch-Güntner)

07.08. 10.30 h (Weisser)

21.08. 10.30 h (Hoock)

04.09. 10.30 h (Hoock)

18.09. 10.30 h (Weisser)

Alle Abendmahlsgottesdienste

28.03. 18.30 h,

Tischabendmahl

im Gemeindesaal

29.03. 10.00 h, M.-L.-Kirche

29.03. 16.00 h, H.-Vetter-Stift

30.03. 23.00 h, M.-L.-Kirche

31.03. 10.00 h, M.-L.-Kirche

13.04. 18.00 h, Abendmahl am

Vorabend zur Konfirmation

21.04. 10.00 h, Jubelkonfirmation

19.05. 10.00 h, M.-L.-Kirche

02.06. 10.00 h, M.-L.-Kirche

07.07. 10.00 h, M.-L.-Kirche

11.08. 10.00 h, M.-L.-Kirche

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Termine

Regelmäßige Termine

Dementengruppe

montags, wöchentlich, kleiner Saal

14.00 h – 18.00 h

Die Leitung übernimmt eine im Umgang

mit Demenzkranken geschulte

und erfahrene Altenpflegerin.

Bitte Ferienhinweise im Mitteilungsblatt

beachten!

Anmeldung über Kirchl. Sozialstation

Ladenburg, Telefon 06203 / 92 95-0

Seniorengymnastik

montags, wöchentlich, großer Saal

17.30 h

Bastelkreis

zwei Mal monatlich dienstags, kleiner

Saal, 14.00 h

02.04., 16.04., 07.05., 21.05.

04.06., 18.06., 02.07., 16.07.

Kinderchor

donnerstags, wöchentlich, kleiner Saal,

16.15 h – 17.00 h

Für Kinder von der 1. – 6. Klasse

Bibelgesprächskreis

donnerstags, monatlich, kleiner Saal

20.00 h

Termine standen bei Redaktionsschluss

noch nicht fest.

Frauenkreis

donnerstags, monatlich, kleiner Saal

15.00 h

18.04., 16.05., 19.09.

Am 22.06. herzliche Einladung zum

ökumenischen Frauenfrühstück, siehe

auch Hinweis in dieser Ausgabe, S. 17.

18.07. Ausflug

Sprechstunde Pfarrerin Weisser

Während des Kontaktstudiums von

Pfarrerin Weisser entfällt die Sprechstunde

von April bis Juli 2013.

Kirchenchor

mittwochs, wöchentlich, großer Saal

20.00 h – 22.00 h

Abweichungen und Verschiebungen

sind möglich, bitte auch Mitteilungsblatt/Internet

beachten!

→ www.ev-kirche-ilvesheim.de

»Halli Galli«

samstags, monatlich, großer Saal

15.00 h – 17.00 h

Für Kinder von 5 – 10 Jahren

13.04., 15.06., 20.07.

»Girls only«

freitags, monatlich, großer Saal

16.00 h – 17.00 h

Für Mädchen von 10 – 13 Jahren

26.04., 07.06., 05.07.

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Veranstaltungen

Ostern in unserer Gemeinde

Osternacht in der Martin-Luther-Kirche

Gründonnerstag

Am Gründonnerstagabend treffen wir

uns an einem Tisch im Gemeindesaal.

Die Feier beginnt mit einem gemeinsamen

Gründonnerstagessen mit Kartoffeln,

Spinat, Eiern und grüner Soße.

Anschließend feiern wir an derselben

Tafel Tischabendmahl.

ff Gründonnerstag, 28. März 13

18.00 h gemeinsames Essen

18.30 h Tischabendmahl

Osternacht

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine

Osternachtsfeier. Wir versammeln uns

am Osterfeuer auf dem Kirchenvorplatz

und ziehen gemeinsam mit der neuen

Osterkerze in die dunkle Kirche ein.

Anschließend feiern die Auferstehung

Christi mit dem Abendmahl.

ff Karsamstag, 30. März 2013

23.00 h Treffpunkt auf dem

Kirchenvorplatz

Osterbrunch

Der traditionelle Ostermontagsgottesdienst

für Alt und Jung und Groß und

Klein findet wieder im Kinderhaus Sonnenburg

im Mahrgrund statt. Danach

teilen wir beim Familienbrunch miteinander,

was jede und jeder an kulinarischen

Köstlichkeiten mitgebracht hat.

ff Ostermontag, 1. April 2013

10.00 h Familiengottesdienst

anschließend Osterbrunch

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Aus der »Gemeinde«

Auf der Zielgeraden

Zum Thema Taufe gestalteten die Konfirmandinnen den Gottesdienst am 3. Februar

Sie haben es bald geschafft,die 12 Mädchen

und 20 Jungen des diesjährigen

Konfirmandenjahrgangs. Die ersten beiden

Gruppen haben die Gottesdienste,

die sie vorbereitet haben, bereits mit der

Gemeinde gefeiert, die dritte wird dies

erst nach Redaktionsschluss tun.

In diesem Jahr werden konfirmiert

(in alphabetischer Reihenfolge): Lars

Biedermann, Till Bosse, Noah Engels,

Pascal Eskes, Amelie Gubbe, Angélique

Guthehrle, Lisa Hahn, Antje Hammes,

Franziska Heckmann, Marvin Heinzerling,

Nina Henninger, Florian Höft, Mark

Jakob, Lukas Kailuweit, Luisa Kilthau,

Dominik Landgraf, Leonie Lanzendorfer,

Mika Löffelmann, Einar Löllbach,

Nora Mauler, Jannik Mayer, Vanessa

Pluto, Viktoria Riedinger, Bryan Sauer,

Patrick Spies, Dennis Szekely-Schieb,

Sam Tokarz, Felix Wägerle, Robin Wolf,

Nicolas Wolf.

ff Abendmahl am Abend

vor der Konfirmation

Samstag, 13. April 2013, 18 h

ff Konfirmationsgottesdienst

Sonntag, 14. April 2013, 10 h

ff Jubelkonfirmation

Sonntag, 21. April 2013, 10 h

Auch die Konfirmanden bereicherten den Gottesdienst

am 24. Februar mit einem kleinen Anspiel zum Thema

»Gerechtigkeit«.

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Aus der Gemeinde

Weltgebetstag 2013

Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen

Die Gottesdienstordnung des diesjährigen

Weltgebetstags am Freitag, dem

1. März, wurde von Frauen aus Frankreich

erstellt und nahm vor allem die schwierige

Situation vieler Migrantinnen auf – die

hier angesprochenen Probleme sind auch

bei uns anzutreffen.

In der Informationsveranstaltung am

Nachmittag wurden in einer besonderen

»Tour de France« verschiedene Departements

und dort lebende Frauen vorgestellt.

Doris Hartmann und Christiane

Höhnle berichteten danach u. a. über

das Projekt Cimade, das sich um Migrantinnen

kümmert, die Opfer von Gewalt

wurden. Dieses Projekt wird – neben

vielen anderen – durch das Opfer am

Weltgebetstag unterstützt. Der WGT-

Projektchor unterstützte die Gemeinde

im anschließenden Gottesdienst beim

Singen der sehr schönen aber nicht ganz

einfachen Lieder.

Seit einigen Jahren schließt der

Weltgebetstag mit einem gemeinsamen

Abendessen. Wie bei Frankreich nicht

anders zu erwarten, hatten wir bei der

Vorbereitung des Speiseplans eher die

Qual der Wahl unter den vielen leckeren

Rezeptvorschlägen.

Der Weltgebetstag ist zu unserer

Freude seit vielen Jahren eine besonders

intensive Gelegenheit, das ökumenische

Miteinander zu pflegen.

Hildegund Wagner

Das ökumenische Team vom Weltgebetstag beim Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Peter

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© wgt_ev. Weltgebetstag 2013 von Annel-Lise Gross und Jeannot Hammann


Aus der »Gemeinde«

Ökumenisches Frauenfrühstück

Interessierte Frauen sind eingeladen zum

gemeinsamen Frühstück – und zum Vortrag

»Nur Mut – es ist dein Leben« von

Frau Margot Röth.

ff Ökumen. Frauenfrühstück

Samstag, 22. Juni 2013,

9.30 h evang. Gemeindehaus

Projekt »wellcome« sucht weitere Ehrenamtliche

Seit März 2012 gibt es im Diakonischen

Werk Weinheim das Projekt »wellcome«.

15 Familien wurden in dieser Zeit von zehn

Ehrenamtlichen im Alltag nach der Geburt

eines Kindes unterstützt.

Für weitere Familien suchen wir noch

interessierte Menschen, die ehrenamtlich

mitarbeiten möchten. Dabei besuchen Ehrenamtliche

ein- bis zweimal in der Woche

für ein paar Stunden Frauen oder Familien

mit einem Säugling, die vor Ort keine Hilfe

haben. Angeboten wirdfür drei bis vier Monate

Unterstützung im Übergang zwischen

Geburt und Lebensalltag an, so wie es sonst

Familie oder Freunde tun würden. Zum

Beispiel einem Geschwisterkind vorlesen

oder mit dem Säugling spazierengehen,

während die Mutter zur Ruhe kommen

kann. Schulung und Begleitung erfahren

die Ehrenamtlichen über das Diakonische

Werk in enger Zusammenarbeit mit der

Evangelischen Frauenarbeit Baden, welche

das Projekt auch finanziell fördert. Ebenso

haben sich die Bürgerstiftung Weinheim,

das Hilfswerk Lions Heidelberg Mittlere

Bergstraße und die Volksbank Weinheim

an der finanziellen Förderung beteiligt.

ff Diakonisches Werk Weinheim

Hauptstr. 72, 69469 Weinheim

Telefon 06201 / 90 2 90

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Ein Skeptiker fragt den Bischof, ob die Geschichte von Jona und dem Walfisch

wahr sei. »Wenn ich in den Himmel komme, werde ich Jona fragen«, antwortet der

Bischof. »Und wenn er gar nicht im Himmel ist, sondern...?«, provoziert der Spötter.

Prompt antwortet der Bischof: »... dann können Sie ihn ja selber fragen!«

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Ökumene

»Giovanni,

nimm dich

nicht so

wichtig!«

© wikipedia.de

Johannes XXIII.

Zugegeben, ich wurde von den Ereignissen

überrollt: Als ich mit diesem

Artikel begann, lag der letzte Rücktritt eines

Papstes einige Jahrhunderte zurück.

»Papst werden kann jeder. Der beste

Beweis dafür bin ich selbst.« Dieser Ausspruch

stammt dagegen nicht vom langjährigenChef

der Glaubenskongregation,

Joseph Ratzinger, sondern von einem Papst,

der sich mit humorvoller Bescheidenheit,

aber auch mit wichtigen Vorhaben einen

Namen gemacht hat: Angelo Roncalli als

Papst Johannes XXIII. »Ich bin kein bedeutender

Papst wie meine Vorgänger, ich

bin kein schöner Papst – seht nur meine

Ohren an –, aber ihr werdet es gut bei

mir haben«, verkündet er und wird wegen

seiner Volksnähe il Papa buono (»der gute

Papst«) genannt. Und von seinem Schutzengel

erzählt er, dieser mahne ihn gelegentlich,

»Giovanni, nimm dich nicht so

wichtig«.

Aufgewachsen in ärmlichsten Verhältnissen

einer bäuerlichen Großfamilie in den

italienischen Alpen, braucht es viel Überredungskunst

des örtlichen Priesters bei den

Eltern, dass der junge Angelo Theologie

studieren darf. Ab 1925 ist er als päpstlicher

Gesandter vor allem auf dem Balkan tätig,

1944 wird er wegen seines diplomatischen

Geschicks Nuntius in Frankreich. Nach

dem Tod Pius XII. wird er am 28. Oktober

1958 zum Papst gewählt.

Unbelastet ist er vom schwierigen Themenkomplex

der Kirche unter dem Faschismus.

Im Gegenteil, mit allerhand Tricks

ermöglichte er zahlreichen Juden die Flucht

aus den besetzten Ländern. Unbelastet ist er

auch vom Vorwurf, radikale konservative

Kreise in der Kirche zu unterstützen. Im

Gegenteil: Mit Johannes XXIII. ist der Begriff

aggiornamento untrennbar verbunden.

Dieses Wort ist vom Inhalt her verwandt

mit dem englischen Begriff update. Er wird

18


Ökumene

zum Leitmotiv des Zweiten Vatikanischen

Konzils (1962 – 1965), das Johannes XXIII.

einberuft. Er erklärt den Begriff so: »Seht

da unsere heilige Kirche, immer jugendlich

und bereit, dem verschiedenen Verlauf der

Lebensumstände zu folgen mit dem Zweck,

anzupassen, zu korrigieren, zu verbessern,

anzuspornen.«

Priester Alfons Beil (1896 – 1997) beschreibt

in seinen Erinnerungen: »Das

Konzil wurde fürwahr, wie Johannes es

erhofft hatte, zu einem neuen Pfingsten;

es wurde ein Fenster geöffnet, durch das

frische Luft in den Raum der Kirche strömte.

Es kam zum aggiornamento, wie der

Papst sich ausdrückte, das heißt wörtlich:

Zum Auf-den-heutigen-Stand-Bringen der

Kirche. Das bedeutet aber nicht etwa Anpassung

der Kirche an die Welt […], wie

Leute es hinstellen möchten, denen ›die

ganze Richtung nicht passt‹, sondern Erneuerung

der Kirche von ihrem Ursprung

her, aber bei aufmerksamem Achten auf

die Gotteszeichen der Zeit.«

Das aggiornamento sollte demnach kein

radikaler Umbruch und Anpassung der

katholischen Kirche an den Zeitgeist der

1960er Jahre sein, sondern eher ein innerkirchliches

Korrektiv. Zurechtgerückt

werden sollte vor allem die extrem konservative

Linie, die Papst Pius IX. hundert

Jahre vorher während seines unübertroffen

langen Pontifikats von 1846 bis 1878 (!)

unter dem Eindruck der Umwälzungen

in Europa (Demokratiebestrebungen um

1848, Industrialisierung) eingeleitet hatte.

Auf diesen Papst Pius IX. gehen z. B. die

Lehren von der »unbefleckten Empfängnis

Marias« und der »Unfehlbarkeit des

Papstes« zurück, und sein »Verzeichnis der

Irrtümer« war eine polemische Generalabrechnung

mit Rationalismus, Liberalismus,

Sozialismus, Protestantismus usw. usf...

Spätestens seit Johannes Paul II. (1978 – 2005) sind

Päpste mediale Superstars, in ihnen verbinden sich

globale Integrationsfigur und fragwürdiger Personenkult;

berühmter Zeitungstitel vom 20. 04.05

Zurück in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Natürlich rüttelt auch Johannes

XXIII. nicht am Alleinvertretungsanspruch

der katholischen Kirche – zu groß ist die

Trägheit der Institutionen und zu schwer

die Last der Geschichte. Doch immerhin

streckt er zögerlich die Hand in Richtung

Ökumene aus, wenn er erstmals nichtkatholische

Beobachter beim Konzil →

© bild.de

19


Ökumene

zulässt (unter ihnen z. B. Vertreter der

Evangelischen Kirche Deutschlands oder

Frère Roger aus Taizé) und anderen christlichen

Kofessionen zuruft: »Lasst euch von

uns in liebevoller Sehnsucht Brüder und

Söhne nennen«. Dagegen wurde enttäuscht,

wer sich von Benedikt XVI. positive Impulse

eines deutschen Papstes für das

versöhnliche Miteinander katholischer

und evangelischer Christen und auf das

500‐jährige Jubiläum der Reformation 2017

erhofft hatte.

Doch schon 1968 warnt Joseph Ratzinger

vor einer allzu einfachen Sicht des aggiornamento:

»Alle Verheutigungen, ob sie

sich nun intellektuell-akademisch ›Entmythologisierung‹

oder kirchlich-pragmatisch

aggiornamento nennen, […] verstärken den

Verdacht, hier werde krampfhaft als heutig

ausgegeben, was in Wirklichkeit doch

eben das Damalige ist.« Traditionalisten

machen denn auch das Konzil für eine

Abwendung vieler Menschen vom Glauben

verantwortlich.

Den Abschluss des von ihm einberufenen

Zweiten Vatikanischen Konzils erlebt

Johannes XXIII. nicht mehr. Angelo Roncalli

stirbt nach nur 4½ Jahren Pontifikat

vor 50 Jahren an seinem Krebsleiden, am

3. Juni 1963. Andererseits wird noch vor

Ostern 2013 die Wahl eines neuen Papstes

in Rom zum globalen Mega-Event,

verbunden mit allerlei Hoffnungen; und

die von Johannes XXIII. damals schon

aufgeworfene Frage des aggionarmento

hat bis heute nichts von ihrer Aktualität

verloren.

Thomas Weisser

Edingen-Neckarhausen . Heddesheim . Ilvesheim . Ladenburg

Kurs zur Pflege Angehöriger

Nach einem jahrzehntelangen Dienst

am Nächsten hat die katholische Kirchengemeinde

St. Peter ihren eigenen

tragen wird, weisen wir darauf hin, dass

diese Sozialstation nach wie vor für die

pflegerische und hauswirtschaftliche

ambulanten Pflegedienst die pflegerische Versorgung alter und kranker Menschen

Themen

Versorgung der Bürger in Ilvesheim zum in Ilvesheim tätig ist.

• Krankenbeobachtung

28.02.2013 eingestellt.

Da es dadurch

in Kooperation

vereinzelt

mit • Verhindern von Zweiterkrankungen

Verwechslungen

mit der Kirchlichen Sozialstation Unterer

Kirchliche Sozialstation

AOK Rhein-Neckar-Odenwald • Lagerungs- und

Neckar

Hebetechniken

e. V.

Die Gesundheitskasse • Umgang Luisenstr. mit Demenzkranken

1, 68526 Ladenburg

Unterer Neckar in Ladenburg gab, die • und vieles Telefon: mehr 06203 / 92 95-0

von unserer Kirchengemeinde mitge-

Beginn & Dauer

20

9 Kursabende ab 05. Oktober 2011 20

jeweils mittwochs 19.00 – 21.00 Uhr


Aus der Gemeinde

1563 – 2013: 450 Jahre

Heidelberger Katechismus

Der Platz vor der Uni in Heidelberg heute – vor 450 Jahren entstand hier der gleichnamige Katechismus.

Ein kleines Buch wird 450 Jahre alt:

der Heidelberger Katechismus. Aber

mit großer Wirkung für reformierte und

unierte Kirchen weltweit, ähnlich wie

Martin Luthers Kleiner Katechismus für

lutherische Kirchen. Seinen Namen hat

der 1563 für die Kurpfalz veröffentlichte

Katechismus von seinem Entstehungsort

Heidelberg. Der pfälzische Kurfürst

Friedrich III. gab ihn in Auftrag. Er

wollte mit ihm die schulische und kirchliche

Bildung auf eine solide und die verschiedenen

Richtungen der Reformation

zusammenführende Grundlage stellen.

Verfasst hat die 129 Fragen und Antworten

der aus Breslau stammende Heidelberger

Professor Zacharias Ursinus. Er

war Schüler Melanchthons in Wittenberg,

hatte aber auch die Zürcher und Genfer

Richtung der Reformation (Zwingli und

Calvin) kennengelernt, deren Gedanken

ebenfalls in sein Werk einflossen.

»Was ist dein einziger Trost im Leben

und im Sterben?«, so die erste Frage und

die dazugehörige Antwort: »Dass ich mit

Leib und Seele im Leben und im Sterben

nicht mir, sondern meinem getreuen

Heiland
 Jesus Christus gehöre […]«

Der Katechismus fand schnell Verbreitung

über die Kurpfalz hinaus.

Niederländische Flüchtlingsgemeinden

wurden auf ihn aufmerksam und machten

ihn zu ihrem Unterrichts- und Lehrbuch.

In reformiertenTerritorien wurde

er eingeführt. Durch Handelsbeziehungen

und Auswanderung gelangte er bis

nach Übersee. Über 40 Übersetzungen

sind bekannt. Auch in unserem Gesangbuch

findet er sich unter Nr. 884.

Bei uns untersuchten im Januar Pfrin.

Pollak (Neckarhausen), Pfr. Anzinger

(Heddesheim), Pfr. Schippke (Edingen)

und Pfrin. Weisser die Fragestellungen in

den Gottesdiensten des Kanzeltauschs.

© heidelberger-katechismus.net

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Kinderchor


































































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Schon gehört?

Unbekannte Chormusik der Romantik

Robert

Schumann –

Der ewig

Unbekannte

Abgesehen von einigen Klavierwerken,

Konzerten, etwas Kammermusik

und den Sinfonien ist sein Schaffen nämlich

heute kaum öffentlich bekannt. Auch

die a cappella-Chorlieder haben sich im

Musikbetrieb nicht durchgesetzt.

Schumann selbst schätzte seine Chorwerke

wesentlich höher ein, diese Werke

waren für ihn keine Nebenbeschäftigung.

Anlass für diese Kompositionen ist die

Leitung zweier Chöre in Dresden ab

1847. Bei der Auswahl der Texte zeigt

Schumann seine typische poetische Sensibilität.

Da ist die Rede vom berühmten

»König in Thule«, von der Natur, vom Jagen,

vom Lieben, vom Sterben. Aber auch

Goethes Gedicht vom Heideröslein hört

sich plötzlich ganz neu an – haben wir

doch alle die weltberühmte Vertonung

von Schumanns Quasi-Zeitgenossen

Franz Schubert in den Ohren! (Mit dem

er auch heute öfters verwechselt wird.)

So volkstümlich die meisten Stücke

spontan anmuten – gesanglich sind

sie richtig schwer. Das Vokalensemble

Stuttgart meistert diese Romanzen und

Balladen allerdings mit Bravour, hier

sind Interpretationen geglückt, die man

als mustergültig und maßstabsetzend bezeichnen

muss. Kunstfertigkeit paart sich

mit Natürlichkeit, balladenhafte Dramatik

mit volksliedhafter Schlichtheit.

Kurz: die 32 kleinen Stücke meist

für gemischten Chor, teils aber auch für

Frauenchor, bieten Musikgenuss auf allerhöchstem

Niveau.

Thomas Weisser

ff Robert Schumann:

Romanzen und Balladen

SWR Vokalensemble

Leitung: Rupert Huber

Hänssler Classic CD (1997/98),

© Hänssler Classic

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Rückblick

Erinnerungen in Wort und Bild

War da was?

16. November. »Girls Only« filzen Steine – Steine? Ja!

So entstanden aus grauen harten und kalten Kieselsteinen

bunte handschmeichlerische Kunstwerke.

Wie jedes Jahr diente die sog. »Adventsaktion« am

24. November dazu, einen Adventskalender der

besonderen Art zu basteln. Dieses Mal waren 24 Ilvesheimer

Türen aufzukleben, hinter denen jeden Tag ein

besonderer Spruch verborgen war.

Am 8. Dezember gestalteten die Kinder von »Halli

Galli« das Ilvesheimer Adventsfenster. Bevor es im

Gemeindehaus eine kleine selbstgebackene Stärkung

gab, wurde draußen fest gesungen und musiziert.

Nur von Kerzenlicht erhellt, zeigte sich unsere Kirche

bei »Musik und Texte im Advent« (hier mit Andreas

Wendolsky, Gitarre, und Pfarrerin Weisser, Texte) auch

einmal von ihrer heimeligen Seite.

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Rückblick

Andrang I: Bis auf den letzten Platz gefüllt war unsere Kirche wieder an Heiligabend. Und sage und schreibe

70 Kinder hatten sich fürs Krippenspiel angemeldet. Neben zahlreichen Engeln und Hirten war auch wieder ein

als Schaf verkleideter Hund mit dabei (oben links). Maria und Josef saßen derweil bei der Krippe im Stall (oben

rechts). Neu aufgenommen wurde die Szene am Jerusalemer Königshof, wo die Drei Weisen aus dem Morgenland

Herodes nach dem neu geborenen König fragen (unten links).

Andrang II: Von Jahr zu Jahr größer wird der Andrang beim Mitarbeiterfest Mitte Januar. Eingeladen sind alle

haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Gemeinde, in allen Gruppen und Kreisen zum gemütlichen Beisammensein,

zum Essen und Trinken.

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Aus dem Kirchengemeinderat

Hochzeitsjubiläen

50, 60 oder noch mehr Jahre verheiratet

zu sein, ist ein trefflicher Grund zum

Feiern. Auch und gerade mit einem festlichen

Gottesdienst. Und damit dieses

Ereignis bei allen in bester Erinnerung

bleibt, muss es gut vorbereitet sein. Dazu

gehört neben Gästeliste, Speisen und

Getränken, Kaffee und Kuchen, Lokalität

und Unterhaltungsprogramm aber

auch eine frühzeitige Abstimmung mit

der Kirchengemeinde! Bitte melden Sie

sich möglichst sechs (!) Monate vor dem

geplanten Gottesdienst im Pfarramt.

Nur so ist gewährleistet, dass die Kirche

zum Wunschtermin nicht anderweitig

belegt ist, dass weder Organist, Kirchendienerin

noch Pfarrerin im Urlaub sind

oder rechtzeitig eine Vertretung gesucht

werden kann. Und bei dieser perfekten

Planung kann dann auch Petrus mit

schlechtem Wetter keinen Strich mehr

durch die Rechnung machen…

Ab sofort werden wir bei den Kasualien

auch die Jubelhochzeiten angeben.

Mit Briefmarken helfen

Keine Briefmarke in den Papierkorb – dieses

Konzept der Briefmarkenstelle Bethel

bewährt sich seit 125 Jahren. Dank der

Briefmarkenspenden konnten viele Arbeitsplätze

für Menschen mit Behinderungen

geschaffen werden. Bethel kann

alle Briefmarken gut gebrauchen: deutsche

und ausländische, gestempelte und

ungestempelte. Bitte beachten: Um jede

Marke sollte ein Rand von einem Zentimeter

bleiben, damit die empfindliche

Zähnung unverletzt bleibt. Geben Sie Ihre

Briefmarken zu den Bürozeiten in unserem

Pfarramt ab oder senden Sie sie ausreichend

frankiert an die Briefmarkenstelle Bethel,

Quellenhofweg 25 in 33617 Bielefeld.

Briefmarken sammeln für Bethel

Arbeit für behinderte Menschen

Briefmarkenstelle Bethel · Quellenhofweg 25 · 33617 Bielefeld

www.briefmarken-fuer-bethel.de

© briefmarken-bethel.de

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Kasualien

Neues Leben – Taufen

03.02.2013 Lea-Sophie Hess

Gemeinsames Leben – Tauungen

28.12.2012 Christel Salzwedel-Hanzlik und

Frank Stefan Hanzlik

Eiserne Hochzeit

18.11.2012 Gisela und Wilfried Reibetanz

Vollendetes Leben – Bestattungen

08.11.2012 Karl Köhler, *1938

15.11.2012 Otto Jennrich, *1937

22.11.2012 Elfriede Maier, geb. Stamm, *1926

06.12.2012 Helmut Müller, *1926

27.12.2012 Emilie Feuerstein, geb. Stein, *1936

16.01.2013 Helmut Schmidt, *1938

13.02.2013 Emilie Schober, geb. Schneider, *1919

14.02.2013 Friedrich Mutzbauer, *1924

15.02.2013 Heinz Haude, *1927

28.02.2013 Alice Greiff, geb. Herrmann, *1928

(Kasualien vom 01. November 2012 bis 28. Februar 2013)

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Adel verpflichtet

Evang. Martin-Luther-Kirche Ilvesheim

Samstag, 29. Juni 2013, 19.00 – 21.00 Uhr

Der Eintritt ist frei und jederzeit möglich

Das neue kirchenfenster im September 2013.

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