zum Download - Seniorenstiftung Prenzlauer Berg

seniorenstiftung

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3 2 . A u s g a b e – A p r i l 2 0 1 2

Herbst

Feuer


Geborgen in guten Händen

Inhaltsverzeichnis

HERBST

FEUER

Neues aus der Stiftung

Feierlicher Start ins Jahr – Neujahrsempfang am 11. Januar....................................2

Viele Flammen ergeben ein Herbstfeuer.................................................................. 4

Wir halten Wort............................................................................................................5

Unsere Zeit in der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg............................................. 6

Die Wahl einer neuen Bewohnervertretung in der Stavangerstraße 26..................7

Der Bewohnerbeirat in der Stavangerstraße wurde verabschiedet.......................... 8

Internationaler Frauentag am 8. März 2012............................................................. 9

Klassikkonzert im Saal................................................................................................ 9

Wo kommt eigentlich unser Essen her?...................................................................10

Herta Matthaei ist 103 Jahre alt..................................................................................11

Aus dem Leben der Stiftung

Weltaltentag und bundesweiter Vorlesetag 2011......................................................12

Laterne, Laterne – im Nachgang............................................................................... 13

Ein Candle-Light-Dinner in der Stavangerstraße.....................................................14

Dankeschön der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg................................................ 15

Mach dir selbst ein Bild!............................................................................................16

Die ganze Welt ist himmelblau................................................................................. 17

Thema: Zum Gelingen des Alters beitragen

„Abends ist es am schlimmsten!“.............................................................................18

„Guck doch richtig hin!“........................................................................................... 20

Inserat.........................................................................................................................21

Sackgasse Demenz?.................................................................................................. 22

Mensch ohne Hund?..................................................................................................23

Jahreszeitliches

Rückblick auf Weihnachtsfestzeit und Jahreswechsel............................................ 26

Faschingstreiben in der Seniorenstiftung................................................................32

Vorgestellt

Die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Christel Becker................................36

Nachrufe und Danksagungen...................................................................................38

Witz des Monats........................................................................................................ 40

Silbenrätsel / Impressum..........................................................................................41


HERBST

FEUER 1

Vorwort

Geborgen in guten Händen

Liebe Leserinnen und Leser!

E

ndlich ist die Sommerzeit da. Leider

wirkt sie sich vorläufig nur auf die Uhrzeit

aus. Auf den Frühling jedoch ist verlass. Mit

vielen Sonnenstrahlen hat er uns schon erfreut

und das Grün der Natur aus dem Winterschlaf

gelockt.

Fleißige Hände haben mit Blumenschmuck und bunten Ostereiern Häuser

und Gärten herausgeputzt. Im Streichelzoo in der Gürtelstraße genießen unsere

Schweinchen Albert und Heinz die Frühlingsluft und nehmen Sonnenbäder.

Kaninchen und Hühner toben im Freigehege um die Wette. Unsere Kamerunschafe

Chili und Sarotti freuen sich über jeden Besucher. Liebevoll werden kleine

Seidenhuhnküken aufgezogen.

Von Advents- und Weihnachtsfeiern, vom Neujahrsempfang und den Faschingsfeiern

wird in diesem Herbstfeuer berichtet. Der Thementeil beschäftigt sich damit,

wie durch kleine Schritte zum „Gelingen des Alters“ beigetragen werden kann.

Darüber hinaus finden Sie wieder zahlreiche Beiträge über das bunte und vielfältige

Leben in der Seniorenstiftung.

Ich wünsche Ihnen frohe Ostern und eine wunderbare Frühlingszeit. Behalten Sie

Ihre gute Laune, denn die ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit.

Ihr Wilfried Brexel, Vorstandsvorsitzender


Geborgen in guten Händen

2

Neues aus der Stiftung

HERBST

FEUER

Pankows Bürgermeister Herr Matthias Köhne (r.)

wird von Herrn Brexel begrüßt

Der Vorstandsvorsitzende Wilfried Brexel

begrüßt die Gäste

„S

Feierlicher Start ins Jahr

Neujahrsempfang der Seniorenstiftung am 11. Januar 2012

tarten wir in ein Jahr der Pflege?“ – mit dieser Frage überschrieb der Vorstandsvorsitzende

Wilfried Brexel seine diesjährige Begrüßung zum Neujahrsempfang

der Seniorenstiftung. Nachdem die große Pflegereform 2011 kläglich

gescheitert sei, solle – nach dem Willen der Bundesregierung als auch des neuen

Berliner Senats – die Arbeit in der Pflege eine höhere Wertschätzung erfahren.

Bundestagsvizepräsidentin Frau Petra

Pau (l.) und Frau Käthe Tresenreuter

(r.u.) unter den Gästen

„Auch die vielfältigen Krisen werden sich für

die Träger von Sozialeinrichtungen bemerkbar

machen“, fügte er hinzu. Dennoch werde sich

die Seniorenstiftung Prenzlauer Berg gern den

zunehmenden Überprüfungen der Pflegeeinrichtungen

stellen.

Bei den Prüfungen des Medizinischen Dienstes

(MDK) haben alle vier Häuser ein „sehr gut“ erreichen

können. Die Stiftung werde ihren z.T.

langjährigen Bewohnerinnen und Bewohnern

auch weiterhin ein Zuhause bieten, in dem sie

sich wohlfühlen und eine qualitativ hochwertige

Pflege und Versorgung erhalten.


HERBST

FEUER 3

Neues aus der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Die Kuratoriumsvorsitzende und Sozialstadträtin

Lioba Zürn-Kaszantowicz

Die Roten Nasen überbrachten spezielle Wünsche

für das neue Jahr

Zum Empfang im Festsaal der Gürtelstraße

32 waren wieder zahlreiche Gäste

aus Bundes-, Landes- und Bezirkspolitik

sowie Partner aus dem Gesundheits-

und Pflegebereich gekommen.

Weitere Grußworte sprachen der Pankower

Bezirksbürgermeister Matthias

Köhne, die Gründerin des Sozialwerks

Berlin, Frau Käte Tresenreuter, und die

Kuratoriumsvorsitzende, Bezirksstadträtin

Lioba Zürn-Kasztantowicz. Mit

Sängerin Frau Dagmar Frederic wird

von Herrn Baur willkommen geheißen

der Eröffnung des Büfetts gab sich die Gelegenheit zu angeregten Gesprächen, und

die Clowns der „Roten Nasen“ sorgten mit ihren speziellen Neujahrswünschen für

anhaltend gute Stimmung.

Johannes Lehmann

Frau Pfarrerin Beate Dirschauer im Gespräch

mit Herrn Brexel

Frau Ines Saager, ehemalige Kuratoriumsvorsitzende

der Stiftung, und Architekt Eckhard Feddersen


Geborgen in guten Händen

4

Neues aus der Stiftung

HERBST

FEUER

Vorstandsvorsitzender Wilfried Brexel im Gespräch mit Gabi Müller vom Vertriebsteam,

links im Bild die Redaktionsleiterin Petra John

Viele Flammen ergeben ein Herbstfeuer

Ein Dankeschön für die Macher der Stiftungszeitung

D

er Vorstand der Seniorenstiftung nahm das 10jährige Jubiläum des

Herbstfeuers Ende vergangenen Jahres zum Anlass, allen Machern der

Zeitung ein herzliches Dankeschön zu sagen, und lud deshalb die Autorinnen und

Autoren aus der Bewohnerschaft sowie das Redaktions- und das Vertriebsteam zu

einem Dankeschönkaffee ein. Der Vorstandsvorsitzende Wilfried Brexel begrüßte

die Gäste an der weihnachtlich gedeckten Tafel und bedankte sich herzlich für das

Engagement aller, ohne das das Herbstfeuer nicht denkbar wäre. Redaktionsleiterin

Petra John stieß ins gleiche Horn und unterstrich die große Bedeutung der Bewohnerbeiträge.

Frau Dietrich, Frau Boeck und Frau Wölbing (v.l.n.r.)

amüsieren sich

Drei Damen vom Vertrieb: Steffi Weisheit,

Elke Krebs, Gudrun Klisch (v.l.n.r.)


HERBST

FEUER 5

Neues aus der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Bei Kaffee und Kuchen kamen die Zeitungsmacher miteinander ins Gespräch, bevor

einige von ihnen mit besinnlichen und humorvollen Vorträgen zum Gelingen

der Begegnung beitrugen. So hatte Gerda Dietrich mit ihrem weihnachtlichen

Kuchenrezept die Lacher auf ihrer Seite, aber auch Otto Dobczinski, Hannelore

Schmidt, Irmgard Boeck, Gertrud Wölbing, Helmut Weise, Gertraud Falk, Gisela

Dubberstein und Clemens Schulze Beiering trugen Texte von kritisch-nachdenklich

bis heiter-satirisch vor. Und weil es so schön war, soll das Ganze nun einmal

im Jahr stattfinden. Es lohnt sich also, Mitarbeiter beim Herbstfeuer zu sein!

Clemens Schulze Beiering, Einrichtungsleiter Gürtelstr. 32/32a

Wir halten Wort…

In der vorigen Ausgabe der Heimzeitung, die eine ganz besondere

Ausgabe war, weil es sich um die Jubiläumsausgabe handelte,

wurde auf der Seite 42 darüber berichtet, dass zwei Leserinnen,

die nicht mehr selbstständig ihr Zimmer verlassen

können, aber eifrig die Artikel im „Herbstfeuer“ lesen, den

Wunsch hatten, Frau John einmal persönlich kennenzulernen

– da diese so liebevoll diese Zeitung für Senioren schon

zehn Jahre lang begleitet. Gesagt – getan: Frau John schenkte

mir ihre kostbare Zeit, trotz vollen Terminkalenders. Sie nahm noch

einige ältere Exemplare der Heimzeitung unter den Arm und machte

sich auf den Weg. Ich war schon etwas aufgeregt, ob alles klappen würde,

wie ich es mir vorgestellt habe.

Frau Barth mit der

Jubläumsausgabe

Wir gingen zuerst zu Frau Bielski. Sie freute sich sehr und lächelte zufrieden. Man kam gleich ins

Gespräch und unterhielt sich über Gott und die Welt. Frau Bielski sagte, sie würde sich sehr freuen,

wenn es wieder eine Rätselseite in der Zeitung gäbe – so wie früher. Sie rätselt für ihr Leben gern, auch

wenn es ihr mittlerweile schwer fällt, die Rätsel zu lösen. Es wurde ein lebhaftes Gespräch geführt,

und alle Anwesenden genossen dies sichtlich. Frau Bielski bedankte sich ganz herzlich für den lieben

Besuch; wir dürfen gerne wieder kommen. Weiter ging es zu Frau Barth. Sie staunte über den fremden

Besuch, doch Frau John löste das Rätsel sofort, stellte sich vor, und man kam ganz schnell über

die Heimzeitung ins Gespräch. Frau Barth beklagte sich darüber, dass sie noch gar keine Sonderausgabe

bekommen hätte. Doch da konnten wir ganz schnell Abhilfe schaffen: sie wurde ihr im gleichen

Augenblick überreicht. Ich bin mir sicher, dass es für die beiden Damen ein tolles Ereignis war,

Frau John endlich mal persönlich kennenzulernen, da sie von Anfang an Interesse an der Hauszeitung

hatten und auch weiterhin haben. Auch ich sage Danke für alles, denn so eine schöne Gelegenheit der

Kommunikation sollte man doch nutzen.

Dagmar Häusler, Mitarbeiterin Betreuung Stavangerstr. 26


Geborgen in guten Händen

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Neues aus der Stiftung

HERBST

FEUER

Unsere Zeit in der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg

N

Schülerinnen berichten von ihrem Sozialpraktikum

achdem in unserer Schule, dem John-Lennon-Gymnasium in Berlin-Mitte,

beschlossen wurde, dass sich alle Schüler sozial engagieren sollen, haben

wir Kontakt mit der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg aufgenommen, um hier

einen Teil unseres Sozialpraktikums zu absolvieren und erste Erfahrungen zu sammeln.

Dazu waren wir vom 13. September bis zum 15. November 2011 wöchentlich

zwei Stunden dort. Am ersten Tag

wurden wir freundlich von der Sozialpädagogin

Swetlana Litau herumgeführt.

Sie hat uns unsere zukünftigen Aufgaben

zugeteilt. Wir waren überrascht,

dass der Alltag in einem Seniorenheim

so abwechslungsreich sein kann. Jeden

Monat wurde ein Fest gefeiert, auf

dem immer getanzt und gelacht wurde.

Alle amüsierten sich, und es wur-

Spaß bei der Herstellung von Dekorationsmaterial

de toll für gute Stimmung gesorgt. In den nächsten Stunden

verbrachten wir dann viel Zeit mit den Bewohnern des Seniorenheims

und wir haben viel über ihre Vergangenheit und teilweise

über Kriegserlebnisse erfahren. Wenn die Sonne schien,

sind wir mit ihnen spazieren gegangen, und wenn es regnete,

saßen wir gemütlich in den Zimmern der Senioren und haben

uns dort unterhalten. Einmal nahmen wir an einem lehrreichen

Vortrag teil, den Senioren für Senioren vorbereitet hatten. Daran

sieht man, dass man auch noch im Alter lernen kann. Dann haben

wir Dekoration für die Feste gebastelt. Alle Senioren haben

mit Spaß den Pinsel geschwungen und voller Freude gesungen.

Die Zeit, die wir dort verbracht haben, war schön für uns und

zudem sehr lehrreich. Einmal den Alltag mitzuerleben und

nicht bloß davon zu hören, war ziemlich interessant, und wir

werden uns bestimmt noch sehr lange daran erinnern. Danke,

dass wir hier sein durften.

Josefin F., Elena P., Laila D., Steffi B., 8. Klasse, John-Lennon-Gymnasium


E

HERBST

FEUER 7

Neues aus der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Die Wahl einer neuen Bewohnervertretung

in der Stavangerstraße 26

Die neue Bewohnervertretung v.l.n.r.:

Herr Kiesling, Frau Groth, Frau Herbst,

Frau Brammertz, Herr Garbe

ine Bewohnervertretung wird

alle zwei Jahre neu gewählt –

und so war es auch im Dezember 2011

in der Stavangerstraße. Frau Boeck,

seit vielen Jahren unsere Beiratsvorsitzende,

gab schon früh bekannt, dass

sie bei dieser Wahl nicht mehr kandidieren

würde. Zu jeder Beiratssitzung

wurde nun ein Bewohner, der eventuell

Interesse an einer Kandidatur haben

könnte, eingeladen. Der Gast bekam somit

einen Einblick in die Tätigkeit einer Bewohnervertretung. Nach zwölf „Gastspielen“

gab es eine gemeinsame Informationsrunde mit den eventuellen Kandidaten,

auf der noch letzte Fragen beantwortet werden konnten. Aus eigener Erfahrung

kann ich diese Herangehensweise nur weiterempfehlen. Insgesamt stellten sich

neun Kandidaten zur Wahl, darunter immerhin noch vier „Alt-Mitglieder“.

Am Morgen des 6. Dezember 2011 öffnete das Wahllokal. Jeder Bewohner bekam

einen Stimmzettel und konnte seine geheime Stimme abgeben. Nachmittags ging

es dann zur öffentlichen Stimmauszählung und ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ hatte

begonnen. Frau Brammertz und Herr Garbe wurden wieder in den Beirat gewählt.

Frau Herbst, Frau Groth und Herr Kiesling kamen als neue Mitglieder hinzu. Alle

fünf Kandidaten haben die Wahl angenommen. Einige Tage später folgte die Wahl

für den Vorsitz bzw. den stellvertretenden Vorsitz.

Die neue Bewohnervertretung in der Stavangerstraße setzt sich nun für die kommenden

zwei Jahre wie folgt zusammen: Der Vorsitzende ist Herr Garbe und die

stellvertretende Vorsitzende ist Frau Herbst. Frau Groth, Frau Brammertz und Herr

Kiesling können als Mitglieder begrüßt werden. Ich möchte mich bei allen Kandidaten

ganz herzlich für die Bereitschaft zur Wahl bedanken. Allen Bewohnerinnen

und Bewohnern des Hauses 26 wünsche ich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit ihrer neuen Bewohnervertretung.

Sandra Warnke, Einrichtungsleiterin Stavangerstr. 26


Geborgen in guten Händen

8

Neues aus der Stiftung

HERBST

FEUER

Der bisherige Bewohnerbeirat v.l.n.r.: Frau Boeck, Frau Brammertz, Herr Garde, Frau Nebel, Frau Winter

S

Der Bewohnerbeirat in der Stavangerstraße

wurde verabschiedet

elbstverständlich sollte der ehemalige Beirat des Hauses 26 nicht nur mit

einem warmen Händedruck verabschiedet werden. Die offizielle Verabschiedung

wurde im Rahmen der festlichen Weihnachtsfeier organisiert. Jedes Beiratsmitglied

bekam einen Blumenstrauß mit dankenden Worten überreicht sowie

eine Geschenkkarte: für einen Besuch im Friedrichstadtpalast am 19. Januar 2012

– das war für manche schon eine riesige Überraschung.

Der Tag unseres Kulturausflugs brach heran. Zwei Stunden bevor die Show begann,

machten wir uns frühzeitig auf den Weg. Die ehemaligen Beiratsmitglieder sollten

noch eine kleine Überraschung erleben. Unweit vom Palast wurden wir schon erwartet.

Ein kleines Café hatte für uns warmen Apfelstrudel mit Vanillesoße und

heiße Schokolade vorbereitet. Gut durchgewärmt ging es dann zur Vorstellung von

„Die Schneekönigin“. Verzaubert folgten wir der wunderschön inszenierten Show.

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern, insbesondere Frau Boeck, für das Engagement

der letzten Jahre bedanken. Die Zusammenarbeit war sehr vertrauenswürdig

und hilfreich. Vielen Dank für die Unterstützung und alles Gute.

Sandra Warnke, Einrichtungsleiterin Stavangerstr. 26


HERBST

FEUER 9

Neues aus der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Internationaler Frauentag

am 8. März 2012

Bewohner

Schreiben

D

en weiblichen Bewohnern wurden am internationalen Frauentag sehr

schöne Stunden geschenkt. Die langen Tische im Saal waren festlich gedeckt

und mit Rosen geschmückt. Um 10 Uhr begrüßte uns Herr Schulze Beiering.

Vorher waren die Sektgläser gefüllt worden, damit wir anstoßen konnten.

Dazu bereitete uns Herr Edgar Jaschob mit seiner „wohlklingenden Geige“ musikalischen

Genuss: Er spielte wunderbare Melodien aus früheren Zeiten, die unser

Leben in Freude und Leid begleitet haben. Viele sangen und schunkelten mit. Für

mich ist es jedes Mal erstaunlich, wie Musik Menschen aufleben lässt – immer

wieder freue ich mich unendlich, das zu erleben. Zum Abschluss durfte sich dann

jede eine Rose vom Tisch zum Andenken mitnehmen.

Frau Lindstedt, Frau Zaborowska und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben

mit sehr viel Mühe alles umgeräumt, eingedeckt, die Bewohner begleitet und

serviert, ebenso das Küchenpersonal. Mit ihrer liebevollen Hingabe haben sie uns

diese schöne Zeit bereitet, und wir können nur von Herzen dafür danken.

Gerda Dietrich, Gürtelstr. 32

Klassikkonzert im Saal

Am 9. März 2012 erwartete die Senioren ein besonderes Erlebnis. Die Vorfreude war groß, denn klassische

Konzerte hatten schon öfter für anspruchsvolle Unterhaltung gesorgt. Alle Besucher bekamen

ein Programmheft und fanden darin durchaus bekannte Musikstücke. Der Vortrag der drei Musikerinnen

– Klavier, Geige und Gesang – war nicht nur ein Ohrenschmaus, auch sie selbst waren eine Augenweide.

Der anschließende Applaus jedenfalls sprach Bände.

Unser Klassik-Konzert wird nicht nur lange in Erinnerung bleiben, wie die anhaltende positive Resonanz

in Gesprächen zeigte. Alle Besucher freuen sich schon jetzt auf den nächsten Termin, wenn es

wieder heißen wird: „Klassikkonzert im Saal“.

Dagmar Häusler, Mitarbeiterin Betreuung Stavangerstr. 26


Geborgen in guten Händen

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Neues aus der Stiftung

HERBST

FEUER

Bewohner

Schreiben

v.l.n.r.: Frau Brunzel, Herr Penning, Herr Morgenstern (Koch), Frau Schäler, Herr Otto, Frau Petsch,

Frau Kreisel (Küchenleiterin), Frau Linde

Wo kommt eigentlich unser Essen her?

Bewohnerbeiräte besichtigen die Zentralküche in der Seniorenstiftung

Auf Einladung der Küchenleitung hatten die Bewohnerbeiräte der Häuser Gürtelstraße 32

und 32a am 6. und 7. März Gelegenheit, die Zentralküche der Seniorenstiftung im Haus

32 zu besichtigen. Über diese ungewöhnliche Führung hat Frau Gerda Dietrich, Schriftführerin

des Bewohnerbeirates Haus 32, folgenden Bericht verfasst.

D

er Clou unserer heutigen Beiratssitzung (6. März) war die Besichtigung

der Zentralküche, zu der uns die Küchenleiterin Frau Kreisel eingeladen

hatte. So kleideten sich fünf Damen vom Beirat und Herr Schulze Beiering aus hygienischen

Gründen mit Plastikmänteln und Hauben ein. Frau Kreisel und Frau

Steffen als Köchin erwarteten uns zu dem Rundgang. Alles blinkte und blitzte, das

ganze Geschirr sowie die Kochgeräte aus Edelstahl. Frau Steffen zeigte uns ganz zuerst

vorn eine kleine Kochplatte, die benutzt wird, wenn schnell etwas extra gekocht

werden muss. Schon dieses Gerät wird mit etlichen Schaltern bedient, sicherlich

sind diese schon eine Wissenschaft für sich.

Dann die großen Kochkessel und Bräter, alles wird automatisch bedient. Es wurde

uns z.B. der Wasserzu- und -ablauf vorgeführt – ein Buch mit sieben Siegeln

für uns. Der Blick in die großen Kühlschränke, auf einem Bord die vielen Gewürze,

gut in Gläsern, dicht verschlossen und bestens gekennzeichnet. Auf dem Gang

nach hinten stehen die Küchenwagen für die einzelnen Etagen, jeder einzelne mit

Stromanschluss zum Warmhalten. Vorbei an der Spülküche mit der großen Spülmaschine,

die in Minutenschnelle körbeweise Geschirr spült.


HERBST

FEUER 11

Neues aus der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Danach kamen die verschiedenen Kühlräume

an die Reihe. Jeder hat eine andere

Temperatur, genau im Plan nach

dem, was gelagert werden muss. Zum

Schluss der Raum für die Abfälle, sie

werden abgeholt und zu Bio-Gas verarbeitet.

Nichts kommt um, alles wird

verwertet.

In der Zentralküche wird für ca. 600

Menschen gekocht und zusätzlich die

kalte Küche vorbereitet. Auf Wunsch

werden auch ganz spezielle Speisen zubereitet.

Es war für uns eine sehr schöne

Gelegenheit, alles zu besichtigen.

Frau Kreisel und Frau Steffen haben alles

bestens erklärt. Wir danken herzlich

und wünschen unserem Küchenpersonal

immer gutes Gelingen.

Gerda Dietrich, Gürtelstr. 32

Bewohner

Schreiben

v.l.n.r.: Frau Jahn, Frau Steffen, Frau Dr. Siebert,

Frau Gluth, Frau Dietrich

v.l.n.r.: Frau Gluth, Frau Steffen, Frau Kreisel

Herta Matthaei ist 103 Jahre alt

Bei bester Gesundheit beging am 14. Februar ein Urgestein der Seniorenstiftung,

Frau Herta Matthaei aus der Gürtelstraße 32a, ihren 103. Geburtstag. Seit

1988 wohnt Frau Matthaei in der Seniorenstiftung und hat in dieser Zeit alle Änderungen

und Umbrüche miterlebt.

Zeitlebens hat sie sich für ihre Familie, ihren Beruf, aber auch für gesellschaftliche

Interessen eingesetzt. Ihr Engagement behielt sie in der Seniorenstiftung

bei und arbeitete jahrelang im Heimbeirat und beim „Herbstfeuer“ mit. Bis heute

ist sie die Bewohnerin, die die meisten Artikel für die Stiftungszeitung geschrieben

hat.

Im Kreise ihrer Lieben nahm Frau Matthaei die Glückwünsche vom Bezirksamt,

von der Gewerkschaft Verdi, vom Vorstand der Seniorenstiftung und

von vielen Freunden und Bekannten entgegen. Die „Herbstfeuer“-Redaktion

schließt sich den Gratulanten an und wünscht Gesundheit und Lebensfreude

für das neue Lebensjahr! Wir freuen uns, wenn wir noch oft so

Schönes über Sie berichten können!


Geborgen in guten Händen

12

Aus dem Leben der Stiftung

HERBST

FEUER

Herr Chudoba hat bei herrlichem Sonnenschein

seine Freude an den Clowns

Frau Neuschulz wird von Henning Scherf begrüßt

Weltaltentag und bundesweiter Vorlesetag 2011

W

ussten Sie schon, dass es einen Weltaltentag gibt? Ja, er wird am 1. Oktober

begangen, nur weiß das kaum jemand. Und vom bundesweiten Vorlesetag,

der diesmal auf den 18. November fiel, hat sicher auch noch niemand gehört.

Für den Weltaltentag hatten sich die Clowns von den „Roten Nasen“ gedacht:

Machen wir diesen Tag mal bekannt und laden zu einer öffentlichen Veranstaltung

auf den Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ein. Also machten wir (Frau Neuschulz,

Frau Wolschon, Herr Chudoba, Frau Donner und ich) uns am 30. September

auf den Weg und erreichten den Platz gegen 10.30 Uhr. Hier spielte schon eine

Blaskapelle, die aber nur zufällig auch vor Ort war. Die Clowns machen Späße, und

dann hielt der Schirmherr der Veranstaltung, der ehemalige Bremer Bürgermeister

Henning Scherf, eine kleine Rede, in der er die Bedeutung der Alten für unsere

Gesellschaft hervorhob.

Frau Hortig (l.) trug ein Gedicht auswendig vor

Herr Chudoba (l.), Herr Kapa und der „Erlkönig“


Herr Weber begleitete die Lieder

auf seiner Mundharmonika

HERBST

FEUER 13

Aus dem Leben der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Zum bundesweiten Vorlesetag hatten wir uns gedacht:

legen wir doch unsere Veranstaltung „Lieder und Gedichte

im November“ auf diesen Tag. Und so kamen

etwa 40 Bewohner am Nachmittag des 18. November in

den Saal. Wir sangen zur Jahreszeit und zur Stimmung

passende Lieder wie „Bunt sind schon die Wälder“,

„O wie ist es kalt geworden“, „Und in dem Schneegebirge“

oder „Stehn zwei Stern am hohen Himmel“ – alles

Lieder, die unsere Bewohner natürlich kennen und

gern singen. Zur einsetzenden Dämmerung passten

auch einige Abendlieder wie z.B. „Kein schöner Land

in dieser Zeit“ oder „Der Mond ist aufgegangen“. Entsprechend dem Anlass des

Vorlesetages bereiteten sich einige Bewohner auf den Vortrag von Gedichten vor,

die wir vorher ausgesucht hatten. Frau Hortig vom Wohnbereich 3 konnte sogar

ein Gedicht von Peter Hebbel auswendig aufsagen, und beim „Erlkönig“, vorgetragen

von Herrn Chudoba, sprachen ohnehin viele Bewohner mit, da sie dieses Gedicht

noch aus ihrer Schulzeit kannten. So verging eine nette, kurzweilige Stunde

wie im Fluge.

W

ie im letzten Herbstfeuer berichtet,

hatten die Kinder der

Waldorfschule in der Gürtelstraße

am 6. Dezember, dem Martinstag, ihren

Laternenumzug bei Kinderpunch

und Brezeln im Garten der Gürtelstraße

33 ausklingen lassen. Es scheint ihnen

und ihren Eltern bei uns sehr gut

gefallen zu haben, denn einige Zeit

später erreichten uns zahlreiche Dankesschreiben

der Kinder – als kleine

Herausforderung sogar in Sütterlin-

Schrift. Herzlichen Dank dafür.

Andreas Kapa, Ltd. Betreuungsfachkraft Gürtelstr. 32a

Laterne, Laterne – im Nachgang

Bettina Saegling, Einrichtungsleitung Gürtelstr. 33


Geborgen in guten Händen

14

Aus dem Leben der Stiftung

HERBST

FEUER

Ein Candle-Light-Dinner in der Stavangerstraße

D

ie Idee stand zeitig fest, ein gemütliches

Candle-Light-Dinner

für Angehörige und Bewohner im

Haus 26 anzubieten. Aber warum bietet

man in einer Pflegeeinrichtung für

Senioren ein Candle-Light-Dinner an?

Die Erklärung liegt auf der Hand. Wie

sehr wünscht man sich noch einmal

mit Mama, Papa, Oma oder Opa ungestört

einen schönen Abend im Restaurant

verleben zu können. Die besondere

Atmosphäre, den Service oder einfach den anderen Geschmack zu genießen.

Oftmals muss dieser Wunsch leider unerfüllt bleiben, denn es wäre eine viel zu

große Tortur für die Lieben.

Aber: Warum sollen Angehörige nicht auch bei uns einen schönen Abend verleben

können? Im Haus 26 gibt es einen großen Saal, der mit der richtigen Gestaltung

und Beleuchtung sehr viel Charme besitzt. So luden wir am 5. Dezember 2011 erstmals

zum Candle-Light-Dinner in die Stavangerstraße ein. An gemütlich, fast festlich

gedeckten Tischen nahmen die Gäste pünktlich ihren Platz ein.

Trotz der vielen Anmeldungen konnten wir das Sitzen an Einzeltischen ermöglichen.

Die Speisekarte wies ein Drei-Gänge-Menü aus, welches in der Küche durch

Frau Weise zubereitet worden war. Eine Vielzahl von Getränken war im Angebot,

und leise spielte die Hintergrundmusik im Saal. Frau Powierski und Frau Warnke

übernahmen für diesen Abend eine andere Rolle. Sie bedienten die Tische und trugen

so zum Restaurantcharakter bei. Schon während des Abends und auch danach

gab es zahlreiche positive Rückmeldungen.

Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, dass es für uns ein sehr schöner, abwechslungsreicher

Abend gewesen ist und wir gern ein weiteres Candle-Light-Dinner

ausrichten möchten.

Sandra Warnke, Einrichtungsleiterin Stavangerstr. 26


W

HERBST

FEUER 15

Geborgen in guten Händen

ir sind die Ortsgruppe 49 der Volkssolidarität Prenzlauer Berg. Unsere

140 Mitglieder wohnen alle hier im Kiez. Als 1990 viele aus der DDR gewohnte

Institutionen aus unserem Leben verschwanden, zeigte die Volkssolidarität

die Kraft, als Wohlfahrtsverband zu überleben und einen wichtigen Platz im

sozialen Leben zu behaupten. Engagierte Frauen und Männer organisieren seitdem

in ehrenamtlicher Arbeit ein lebendiges Mitgliederleben. Das Betätigungsfeld

für unsere Ortsgruppe ist die Seniorenarbeit. Neben individueller Betreuung z. B.

kranker Mitglieder oder dem Geburtstagsbesuch steht der regelmäßige Gruppennachmittag

in verschiedenen Formen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Aber was nutzt die beste Veranstaltungsidee ohne

materielle Grundlage? Wo wären wir als Ortsgruppe

ohne die gute Zusammenarbeit mit der Seniorenstiftung

Prenzlauer Berg? Dank dem großzügigen

Entgegenkommen der Leitung der Stiftung

und speziell der Einrichtungsleiter in den Häusern

Gürtelstraße 32, 32a und 33, Herrn Schulze Beiering

und Frau Saegling, haben wir die Möglichkeit,

ein- bis zweimal monatlich die Räumlichkeiten der

Häuser zu nutzen. Der schön ausgeschmückte Saal

ruft bei unseren Mitgliedern und Gästen immer

große Freude hervor. Besonders die freundliche

Zusammenarbeit mit Frau Paulus und Frau Krebs,

Aus dem Leben der Stiftung

Dankeschön der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg

Erika Kroos

Vorsitzende Ortsgruppe 49

den Hausmeistern Herrn Densch und Herrn Dettke sowie die Truppe von Herrn

Kapa hilft uns bei der Organisation verschiedener Veranstaltungen, sei es durch

die frühzeitige Terminabstimmung des Veranstaltungsplanes, die Bereitstellung

frischer Tischdecken und Geschirr für den Kaffeenachmittag oder der Technik für

den auftretenden Künstler. Zum Küchenpersonal, das uns den Kaffee kocht, haben

sich beim gemeinsamen Abwaschen kameradschaftliche Beziehungen entwickelt.

Und die Kollegen des Empfangs sind immer bereit, wenn es um Auskünfte oder

kleine Hilfestellungen geht.

Wir bedanken uns dafür mit einem kleinen finanziellen Beitrag zur Ausgestaltung

und indem wir uns Mühe geben, unsere Veranstaltungen ohne viel störenden

Lärm und ohne zusätzliche Belastungen für das Hauspersonal durchzuführen.

Erika Kroos, Vorsitzende Ortsgruppe 49, Volkssolidarität Prenzlauer Berg


Geborgen in guten Händen

16

Aus dem Leben der Stiftung

HERBST

FEUER

Mach dir selbst ein Bild!

Buchlesung mit Fotoshooting im Haus 32

Herr Frenzel

Herr Woizik und Herr Schulze

Beiering am Selbstauslöser

Herr Jasniewski

mit Frau Scholz

Frau Kroos und

Herr Lemke

Frau Benning und

Herr Zetsche

E

ine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Veranstaltung

erlebten am 19. Januar etwa 35 Teilnehmer im Konferenzraum.

Die Journalistin Maria Benning und der Fotograf

Gerald Zörner stellten ihr jüngst erschienenes Buch „Fotoshooting.

Das Subjekt vor dem Objektiv“ vor. Und das taten sie nicht

nur in Form einer Buchlesung, sondern sie hatten ihre Fotoausrüstung

mitgebracht und ermöglichten damit den Teilnehmern

ganz praktische Selbsterfahrungen als Subjekt vor dem Objektiv.

Per Selbstauslöser – so war die Idee – sollten alle Anwesenden

die Möglichkeit bekommen, ein Bild von sich zu machen. Eine

These des Buches ist nämlich, dass die meisten Menschen, die

vor einer Kamera stehen, ein ungutes Gefühl beschleicht. Deshalb

lächeln wir flehentlich in die Kamera, sie möge im richtigen

Moment „klick“ machen – und sind vom Ergebnis doch oft enttäuscht.

Genau diese Unsicherheit war auch im Raum zu spüren,

als das Fotoshooting begann. Die meisten Zuhörer wollten

lieber erst mal Zuschauer bleiben und ließen den Mutigeren den

Vortritt beim Selbstklick. Erst als sichtbar wurde, dass man ohne

Hemmungen ausprobieren und posieren konnte, trauten sich

auch die Vorsichtigeren aus der Reserve und merkten, wie viel

Spaß man beim Spiel mit seinem Selbstbild haben kann.

Allerdings machte dann die Technik der gerade begonnenen Experimentierfreudigkeit

einen Strich durch die Rechnung. So vorteilhaft

das digitale Fotografieren an sich ist, weil man fast unendlich

viele Fotos machen kann, so kompliziert ist offenbar das

Zusammenspiel von Kamera, Rechner, Drucker und Projektor.

Jedenfalls gab die Technik ihren Geist auf und sorgte damit für

Enttäuschung bei den Teilnehmern, die noch nicht vor der Kamera

waren. Zwar schickten die Autoren einige Tage später die

bereits aufgenommenen Fotos per Post zu. Ob von dieser Veranstaltung

aber eher der Fotografierspaß oder der Technikfrust übrig

bleibt, darüber muss jeder sich selbst ein Bild machen.

Clemens Schulze Beiering, Einrichtungsleiter Gürtelstr. 32/32a


HERBST

FEUER 17

Aus dem Leben der Stiftung

Geborgen in guten Händen

Operettenmelodien standen auf dem einstündigen

Programm von Ulrich Kothlow

Es scheint zu gefallen

D

Die ganze Welt ist himmelblau

Wunschkonzert mit Ulrich Kothlow

ie Bewohner im Haus 32 erwartete am 7. Februar diesen Jahres wieder

einmal ein musikalischer Höhepunkt: das Wunschkonzert mit Ulrich

Kothlow. Der 85jährige spielt bereits seit seiner Kindheit leidenschaftlich gern

Akkordeon und liebt es, andere Menschen mit seiner Musik zu begeistern. Seit

seinem Ruhestand ist er wöchentlich in zahlreichen Einrichtungen unterwegs, um

den Zuhörern mit seiner „Mucke“ Freude zu bereiten. Sein Repertoire ist dabei

beinahe grenzenlos. Warum Wunschkonzert? Dieses Konzert sollte ganz den Vorstellungen

unserer Bewohner entsprechen. Also fragten wir sie im Vorfeld, welche

Art von Musik für sie in Frage käme. Fast einstimmig entschieden sie sich für Operettenmelodien.

Diesem Wunsch wurde entsprochen, und Herr Kothlow gestaltete

sein einstündiges Programm zu Ehren von Peter Alexander, der am 12. Februar

seinen ersten Todestag hatte und der für viele Schlagermelodien bekannt war.

Herr Kothlow gab während seiner Darbietung immer wieder einen Einblick in das

Leben von Peter Alexander und verband dies mit Liedern wie „Wien, du Stadt meiner

Träume“, „Ein Glück, dass man sich verlieben kann“ und „Die kleine Kneipe“.

Auch bekannte Lieder aus der Operette „Im weißen Rössl“ waren dabei: „Es muss

was Wunderbares sein“ und „Die ganze Welt ist himmelblau“.

Viele unserer Bewohner sangen die Texte auswendig mit und sorgten so für eine

ausgelassene und fröhliche Stimmung. Vielleicht wird uns Herr Kothlow in diesem

Jahr wieder mit seiner Anwesenheit beehren. Er hat auch schon eine Idee für

das nächste Programm: Schifferklavier-Melodien.

Anne Kegel, Betreuungsfachkraft Gürtelstr. 32


Geborgen in guten Händen

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Zum Gelingen des Alters beitragen

HERBST

FEUER

Bessere Lebensbedingungen und wirksamere medizinische Versorgung haben dafür

gesorgt, dass Menschen länger leben als in früheren Generationen. Viele gute

und hilfreiche Maßnahmen ermöglichen heute, das Alter selbstbestimmter zu gestalten

und mit Beschwerden besser umzugehen. Die Beiträge der THEMA-Rubrik

befassen sich mit Licht- und Schattenseiten des Alters, die in einer Pflegeeinrichtung

unmittelbar erfahren werden: dem Problem der Trennung von Ehepartnern

bei Pflegebedürftigkeit – und wie ihm begegnet werden kann, der nachlassenden

Sehkraft, dem Umgang mit Demenz und dem heilsamen Verhältnis von Hunden

und älteren Menschen.

Interview mit Gabi Müller (Foto links), die seit fast 16 Jahren

Verwaltungsfachkraft im Haus 32 ist und zu den Initiatoren des

neuen (Ehe-)Partnertreffs gehört:

Herbstfeuer: „Frau Müller, Sie sind

auf die Idee gekommen, einen Treff

für (Ehe-)Partner von Bewohnern ins

Leben zu rufen. Wie kam es dazu?“

Gabi Müller: Als Mitarbeiterin in

der Verwaltung habe ich sehr viel mit

den Aufnahmen unserer Bewohner zu

tun. Seit längerer Zeit stellen wir fest,

dass immer mehr Bewohner zu uns

kommen, die verheiratet sind oder in

„Abends ist es am schlimmsten!“

(Ehe-)Partner von Bewohnern treffen sich im Haus 32

Zum ersten Mal trafen sich am 26. Januar

(Ehe-)Partner von Bewohner/innen zum

zwanglosen Austausch in der Seniorenstiftung

einer festen Lebensgemeinschaft leben. Einer der Partner zieht bei uns ein, während

der andere zu Hause bleibt. Auch die Zahl der Paare, die gemeinsam bei uns

einziehen, steigt.

Was ist denn an Ehepaaren so besonders?

Das fängt schon bei den finanziellen Fragen an. Wenn ein Partner pflegebedürftig

wird, kann schnell das Geld knapp werden. Außerdem verändert sich plötzlich

die ganze Lebensplanung. Man hatte vielleicht noch so viel vor, und dann wird der

Partner krank und braucht Hilfe. Oder der eine Partner hat den anderen lange Zeit


HERBST

FEUER 19

Zum Gelingen des Alters beitragen

Geborgen in guten Händen

Frau Hanke und Frau Müller im Gespräch

mit ihren Tischnachbarn

Reger Austausch an allen Tischen

selbst gepflegt – und dann lassen die eigenen Kräfte nach. Da fällt es schwer, den

geliebten und vertrauten Menschen in fremde Hände zu geben.

Auf welche Weise werden Sie mit diesen Problemen konfrontiert?

Im Laufe der Zeit entwickelt sich durch die regelmäßigen Kontakte ein gutes Verhältnis

zu den meisten Angehörigen, und so vertrauen mir einige auch schon mal

ihren Kummer an. In der letzten Zeit waren es häufiger (Ehe-)Partner, die mir von

ihren Problemen erzählten. Darüber tausche ich mich mit meiner Kollegin im Sozialdienst

Gudrun Klisch aus und schließlich haben wir unsere Erfahrungen in die

Dienstbesprechung eingebracht. Dort haben wir dann beschlossen, die Angehörigen,

deren Partner bei uns leben, zu einer zwanglosen Runde einzuladen.

Und – hat es sich gelohnt?

Auf jeden Fall. Es waren intensive und sehr persönliche Gespräche an allen

Tischen. Man lernt sich bei Kaffee und Kuchen doch leichter kennen als bei einem

Vortrag. An meinem Tisch erzählte ein Ehemann von seiner Einsamkeit, seit seine

Frau im Heim ist. „Abends ist es am schlimmsten“, sagte er und alle verstanden

sofort, was er meinte. In dem Moment war das gegenseitige Verständnis besonders

zu spüren. Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren dankbar für die Gelegenheit

zum Austausch mit Menschen in der gleichen Lebenssituation. An einem

Tisch ist sogar die Idee entstanden, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Und wie soll es jetzt weitergehen?

Alle, die dabei waren, wollen auf jeden Fall weitermachen. Deshalb planen wir jetzt

erst mal das nächste Treffen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es regelmäßige

Treffen gibt und sich daraus sogar weitere Initiativen entwickeln. Ich bin da ganz

zuversichtlich.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg für Ihre nächsten Treffen!


Geborgen in guten Händen

20

W

Zum Gelingen des Alters beitragen

HERBST

FEUER

„Guck doch richtig hin!“

Was eine Makula-Degeneration für die Betroffenen bedeutet

er sich „vor Augen“ hält, dass gesunde Menschen 80 Prozent ihrer Umwelt

mit den Augen wahrnehmen, kann vielleicht erahnen, wie schwierig

die Lebensbewältigung wird, wenn man nicht mehr richtig sehen kann. Die meisten

gravierenden Augenerkrankungen treten im höheren Lebensalter auf. Am

häufigsten sind Erblindung durch Glaukom oder durch diabetische Retinopathie

sowie starke Sehbehinderung durch die altersabhängige Makula-Degeneration. Sie

ist Ursache für 30 Prozent aller starken Sehbehinderungen.

Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Bei der Makula-

Degeneration sterben die Zellen des schärfsten Sehens ab. Von dieser Erkrankung

gibt es eine feuchte und eine trockene Form. Meist tritt sie im Alter auf – und da

wir immer älter werden, wird sie in Zukunft noch häufiger werden. Der Krankheitsverlauf

ist zumeist schleichend, manchmal aber auch schnell fortschreitend.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind heute noch sehr eingeschränkt.

Wir Betroffenen haben eine große Last zu tragen. Die Erkrankung führt zunächst

einmal zu großen Ängsten und man braucht Zeit, um sich dem Problem ehrlich

zu stellen. Man muss sich an gravierende Veränderungen im Leben gewöhnen –

und das gilt für die ganze Familie und das Umfeld. Der Weg, sich aufeinander einzustellen,

ist ein langer Prozess. Sätze wie: „Pass doch richtig auf!“, „Hast Du das

nicht gesehen?“, „Kannste denn nicht kieken?“, „Guck doch richtig hin!“ kränken

uns und wir werden traurig oder sind verärgert, selbst wenn manche Menschen

sich entschuldigen.

Wir können mit der Peripherie unseres Blickfeldes noch sehen, können uns orientieren

und am öffentlichen Leben teilnehmen. Wir sehen Häuser, Menschen und

Autos. Leider können wir die Gesichter nicht erkennen und laufen vielleicht an

bekannten Menschen vorbei ohne zu grüßen. Wir erscheinen dadurch hochmütig,

wünschen uns aber, dass Menschen, die uns kennen, uns zuerst grüßen oder

ansprechen. Wir sehen Schilder und können sie nicht lesen, genau wie die Nummern

der Verkehrsmittel. Wir wünschen uns genügend Zeit beim Ein- und Aussteigen

und auch fürs Einkaufen brauchen wir mehr Zeit und manche Hilfe.

Beim gemeinsamen Essen erkennen wir oft nicht, was vor unserer Nase steht. Um

Missverständnisse und Fragen zu vermeiden, sollte der Tisch immer gleich ge-


HERBST

FEUER 21

Zum Gelingen des Alters beitragen

Geborgen in guten Händen

deckt sein. So kann man sich auf Wissen oder Tasten gut verlassen und ein Stück

Selbstständigkeit behalten oder zurückerlangen. Es ist auch schwierig, mit einer

Gabel eine Scheibe vom Teller zu nehmen.

Eine pingelige Ordnung in der ganzen Wohnung macht uns vieles leichter. Auch

gibt es für viele Handhabungen erleichternde Hilfsmittel oder Training für lebenspraktische

Fertigkeiten. Die Hilfsmittel sind leider meist teuer, aber vielleicht können

zum Geburtstag die Familienmitglieder zusammenlegen und ein Hilfsmittel

verschenken. Wir Betroffenen sind in unseren geistigen und psychischen Fähigkeiten

in keiner Weise behindert und wollen nicht, dass man uns alle Aufgaben abnimmt.

Vieles können wir selbst, auch wenn es länger dauert als früher. Wir üben,

wie Hilfe so abgelehnt werden kann, dass sich die Helfer nicht zurückgestoßen

fühlen. Durch Abzeichen oder den weißen Stock machen wir uns als Sehbehinderte

kenntlich, damit die Menschen um diesen Umstand wissen. Wir bedanken uns

für alle Hilfen, die uns gewährt werden.

Dr. Hildegard Siebert, Gürtelstr. 32 (Tel. 428447-7113 )

Uta Borchert, Allg. Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV)

Stadtteilgruppe Prenzlauer Berg

(Tel. 4212055 für weitere Informationen und Hilfen)

Ein Mensch wird gesucht:

Größe und Aussehen unwichtig,

Bankkonto und Wagentyp

nebensächlich.

Geboten wird

eine interessante Tätigkeit.

Gefordert wird

unmenschlich viel:

mehr hören als reden,

mehr verstehen als richten,

mehr helfen als klagen.

Inserat

Ein Mensch wird gesucht.

Für Dankbarkeit wird

keine Garantie übernommen.

Sollten Sie

sich der Arbeit gewachsen fühlen,

melden sie sich

bitte so bald wie möglich

bei Ihrem Nächsten!

Josef Dirnbeck | Martin Gutl

(eingereicht von Sigrun Sahmland,

Pflegedienstleiterin Gürtelstr. 32a)


Geborgen in guten Händen

22

P

Zum Gelingen des Alters beitragen

Sackgasse Demenz?

HERBST

FEUER

Gunter Sachs ist tot, aber Rudi Assauer lebt!

rominente sind interessant. Der Boulevard zerreißt sich das Maul über

die Geschichten der Stars und Sternchen. Was ihnen widerfährt, bewegt

uns, lässt uns sehnsüchtig werden, träumen oder mitleiden. Oder es stößt uns ab.

Aber niemals lässt es uns kalt, denn unwillkürlich setzen wir unser Leben ins Verhältnis

zu ihrem und sind mit dem gefühlten Unterschied zufrieden – oder auch

nicht.

Vor knapp einem Jahr schreckte uns die Meldung auf, dass der Gentleman-Playboy

Gunter Sachs sich mit 78 Jahren erschoss, weil er Angst vor der „ausweglosen

Krankheit“ Alzheimer hatte. Das Ende dieses glanzvollen Lebens in einem

so angstvollen Tod ließ uns einen Moment schaudern. Aber schon im nächsten

Moment mögen die einen eine gewisse Genugtuung empfunden haben, dass sie

selbst nicht so schön, reich und sexy sind wie Gunter Sachs es war, sie also im Fall

der Fälle nicht soviel zu verlieren hätten wie er, während andere ihm wegen der

Konsequenz seines Handelns Respekt oder gar Bewunderung zollten.

Vor einigen Wochen ist erneut ein Prominenter ins Rampenlicht getreten, diesmal

aber jemand, der einen ganz anderen Umgang mit der Diagnose Alzheimer demonstriert:

Rudi Assauer (67), leidenschaftlicher Fußballer, erfolgreicher Manager

von Schalke 04 und mindestens genauso schillernder Geschäfts- und Lebemann

wie Gunter Sachs. Ein Jahr lang ließ er ein Fernsehteam seine fortschreitende Demenz

beobachten. Ob er tatsächlich die Öffentlichkeit sucht, um auf sein und das

Schicksal vieler Demenzkranker hinzuweisen oder aber vielmehr um seine gerade

erschienene Autobiographie zu vermarkten (oder auch beides?), mag dahingestellt

bleiben. Jedenfalls fordert sein Schicksal uns wieder zu einer Stellungnahme heraus:

Finden wir es abstoßend, wie nah er uns an seinen Verfall heran lässt, macht

es uns eher Angst oder bewundern wir seine Kämpfernatur („Man muss durch!“),

die ihn trotz allem vorwärts treibt? Ich sage: „Respekt, Rudi!“ und denke an die

Menschen mit (und ohne) Demenz, die bei uns in der Seniorenstiftung leben –

und weiter kämpfen.

Clemens Schulze Beiering, Einrichtungsleiter Gürtelstr. 32/32a


HERBST

FEUER 23

Zum Gelingen des Alters beitragen

Darf ich jetzt öfter kommen?

Mensch ohne Hund?

Geborgen in guten Händen

Dem Thema „Menschen und Hunde“ widmen sich inzwischen ganze Bibliotheken

– von Romanen über Sachbücher bis hin zu wissenschaftlichen Studien. Schließlich

ist der Hund der älteste tierische Begleiter des Menschen, vermutlich bereits

seit etwa 100.000 Jahren. Und diese Lebensgemeinschaft hat Seele und Gemüt

beider Lebewesen geprägt. So wundert es nicht, dass Hunde sogar als Therapeuten

eingesetzt werden, und Menschen aus der Begegnung mit den vierbeinigen Freunden

neue Lebenskraft schöpfen oder verloren gegangene Fähigkeiten wiederentdecken.

Auch in der Seniorenstiftung spielen Hunde eine wichtige Rolle. Davon

berichten die folgenden drei Artikel.

Es ist immer traurig, wenn man sich von jemand trennen muss. Das war auch bei

unserer Therapiehündin Daisy der Fall. Sie kann unsere Senioren nicht mehr besuchen

kommen, weil ihr Frauchen einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat. Dadurch

ist es zeitlich nicht mehr möglich, dass Daisy weiterhin zu uns kommen

kann. Aber die von der Betreuung sind ja helle und reagierten „auf die Schnelle“.

Wie sagt ein altes Sprichwort: „Himmel und Hölle wurden in Bewegung gesetzt“,

Volltreffer oder Bingo – wir haben einen neuen Therapiehund gefunden! Anton,

ein Labrador-Rüde, ist ein großer stattlicher Kerl und ein ganz Lieber dazu. Dieser

kommt uns nun seit dem 2. Februar 2012 regelmäßig besuchen, einmal pro Woche.

Natürlich kommt Anton nicht alleine zu uns, sein Herrchen darf ihn begleiten,

auch ein ganz Netter. Anton ist ein junger Hund, gerade mal zwei Jahre alt.

Er ist lieb und kuschelbedürftig, braucht ganz viele Streicheleinheiten – und genau

das gefällt den Senioren besonders gut. Er lässt alles über sich ergehen. Die

Bewohner, die Anton schon kennen, haben ihn bereits ins Herz geschlossen und

staunen, was er auf Kommando alles tut, auch ohne Leckerli.


Geborgen in guten Händen

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Zum Gelingen des Alters beitragen

HERBST

FEUER

Selbst auf Handzeichen reagiert er sofort, legt sich auf die Seite und rührt sich

nicht mehr. Was er noch ganz gut kann, ist auf Befehl zu bellen. Wir erschrecken

jedes Mal aufs Neue – trotz Vorwarnung – und müssen danach immer herzhaft lachen,

weil er es wieder geschafft hat.

Nun warten wir gespannt auf die warme Jahreszeit, dann will und Anton noch

mehr Kunststücke darbieten im Freien unterm blauen Himmel.

Dagmar Häusler, Mitarbeiterin Betreuung Stavangerstr.26

Tiere und Menschen lernen gemeinsam: Hundetherapeuten üben im Haus 32

Der 26. Februar war kein normaler Sonntag für

unsere Bewohner. Wir hatten nämlich Besuch

von unserem Kyno (= Hunde)-Therapeuten

Lutz Hehmke. Diesmal war er aber nicht mit

seinem eigenen Hund da, sondern brachte vier

seiner „Azubis“ und deren Hunde mit, die sich

momentan in der Ausbildung befinden. Natürlich

gehört neben den theoretischen Grundlagen

auch der praktische Teil, also die direkte

Arbeit mit Menschen dazu. Und dies geschah

nun an jenem Sonntag in der Gürtelstraße 32.

Die Hunde selbst waren sehr verschieden, von

klein bis groß, von hell bis dunkel, alles war dabei.

Je eine der Azubis (alles Frauen) wurde auf einem Wohnbereich „abgesetzt“.

Dort sollten sie sich erst einmal im Umgang mit den Bewohnern üben, die sich in

den Wohnküchen und auf den Fluren aufhielten, ehe sie ein Zimmer aufsuchten,

um die Arbeit mit bettlägerigen Bewohnern kennenzulernen. Unter den kritischen

Augen ihres Anleiters Lutz Hehmke versuchten sie, mit Hilfe ihres Hundes Kontakt

zum Bewohner herzustellen.

Dieses so genannte „tiergestützte Angebot“ wurde von den Bewohnern gut angenommen.

Alle freuten sich über die Begegnung mit den Hunden und deren

„Frauchen“. Am Ende werteten die Hundetherapeuten das Geschehen noch einmal

gründlich aus und tauschten sich über die jeweiligen Erfahrungen aus. Auch

wenn es kleine Unsicherheiten gab, haben Menschen und Tiere von- und miteinander

gelernt und sind mit einem positiven Gefühl wieder nach Hause gegangen.

Anne Kegel, Betreuungsfachkraft Gürtelstr.32


HERBST

FEUER 25

Zum Gelingen des Alters beitragen

Geborgen in guten Händen

Darf ich mich vorstellen?

Ich bin Schwester Lola.

Hier bin ich bei einem meiner

liebsten Kuschelgefährten,

Herr Engelhardt

Und wenn ich spielen möchte,

dann bin ich bei Frau Schulz

genau richtig.

„Schwester Lola“ im Dienst

Seit August läuft sie nun schon recht selbstbewusst über die zwei Etagen des Wohnbereichs

2, unsere kleine Lola. Sie ist natürlich keine wirkliche Schwester, sie ist eine

Mischlingshündin, die scheinbar nichts aus der Ruhe bringen kann. Anfangs gab es

zunächst nur ein zögerliches „okay“, dass Hunde vom Personal mit auf die Arbeit

kommen dürfen, und es wurde natürlich auch genau geschaut, ob die Bewohner zufrieden

sind mit der neuen Situation. Heute, gerade mal fünf Monate später, kann

sich keiner mehr vorstellen, wie es ohne Lola war. Sie hat die Herzen im Sturm erobert

und viele Bewohner sind fröhlicher und ausgeglichener, seitdem sie da ist. Lola

ist viel gefragt: Frau Grahl beispielsweise genießt es, mit Lola auf dem Schoß, im Sessel

sitzend, aus dem Fenster zu schauen. Sie beobachten dann gemeinsam die Tiere

im Garten. Liebevoll streichelt sie ihr dabei das Fell und erfreut sich an der Gesellschaft.

Herr Engelhardt ist für die Spielstunden „zuständig“. Er würde den ganzen

Tag mit ihr toben. Und auch Frau Schulz streichelt und spielt mit Lola, wann immer

sie da ist. Aber auch Bewohner, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, werden von

Lola besucht. Zu diesen Menschen legt sie sich und vermittelt eine besondere Art der

Ruhe. Wie oft ist es schwer die richtigen Worte zu finden, um Trost zu spenden oder

Mut zu machen. Um so erstaunlicher ist es, dass es gerade Lola scheinbar ganz leicht

gelingt, diesen Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Als Besitzerin von

Lola bin ich mehr als überrascht, wie sehr sich Lola meinem Arbeitsleben angepasst

hat, ohne den Anschein zu erwecken, dass sie sich dabei unwohl fühlt. Nein – eher

im Gegenteil, ich denke, sie mag es sehr gern, von verschiedenen Menschen auf ihre

ganz eigene Weise verwöhnt zu werden, und ich bedanke mich – auch im Namen

von Lola – für die liebevolle Zuwendung, die mein Hund hier erfahren darf.

Dagmar Krohn, Pflegefachkraft Wohnbereich 2, Gürtelstr. 33


Geborgen in guten Händen

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Jahreszeitliches

HERBST

FEUER

Bewohner

Schreiben

Rückblick auf Weihnachtsfestzeit und Jahreswechsel

J

Advent 2011 in der Gürtelstraße 32

eder Wohnbereich des Hauses

Gürtelstraße 32 hat seine eigene

Adventsfeier; für mich besonders

schön war die Feier meines Wohnbereichs

5 am 3. Dezember. Unsere Damen

und Herren, Pflegedienst, Helferinnen

und Helfer sowie die Küche

hatten im Konferenzraum die Tische

Ausgelassene Stimmung während der Weihnachtsfeier

gedeckt mit hübschen Gestecken und

Kerzen, es sah schon recht weihnachtlich aus. Frau Lindstedt sorgte für Musik und

Unterhaltung, wir sangen unsere schönen alten Weihnachtslieder, Gedichte wurden

vorgetragen, es waren Angehörige der Bewohner dabei, und ich glaube, dass

es allen sehr gefallen hat. Ich selbst war sehr beeindruckt,

es war einfach Balsam für die Seele.

Dagmar Frederic singt eigene

und Weihnachtslieder

Die nächste schöne Stunde bereitete uns Dagmar Frederic,

die ja sehr verbunden mit der Seniorenstiftung

Prenzlauer Berg ist. Mit ihren Liedern, die uns musikalisch

und textlich sehr ansprechen, machte sie

uns viel Freude, wir sparten nicht mit Beifall. Zum

Generationentreffen kam der Kindergarten mit den

Kleinsten. Zuerst wurden Plätzchen gebacken, danach

kam die Vorstellung der kleinen Stars. Es ist

wunderbar, ihnen zuzusehen, mit welchem Eifer sie

das Erlernte vortragen, sich für den Beifall bedanken.

Das Ehepaar, das diese Kita leitet, arbeitet sehr gut mit den Kindern, für uns ist es

stets eine besondere Freude.

Wie üblich finden auch unsere Gymnastikstunden, das Gedächtnistraining, sowie

Spielrunden und weihnachtliche Basteleien statt, wir haben stets Beschäftigung.

Und dann fand unsere große Weihnachtsfeier hier im Haus statt. Alles wurde

noch weihnachtlicher geschmückt, es gab Kaffee und Kuchen und zum Abend

sehr schmackhaften Kartoffelsalat und Kasslerbraten, zur Unterhaltung Musik,


HERBST

FEUER 27

Jahreszeitliches

Gesang und Tanz, die Stimmung war wieder famos, es

war ein schönes Fest. Am Sonnabend vor dem 4. Advent

hatten wir einen sehr großen Genuss. Die „Singegemeinschaft

Märkisches Ufer“, ein großer Chor

mit Damen und Herren sangen uns alte und neue

Weihnachtslieder. Eine Stunde, die unsere Herzen erfreute,

herrlich gesungen, dazu einige Weihnachtsgedichte,

wir gaben dankbaren Beifall.

Am Montag, dem 21. Dezember, versammelten wir

uns mit Hilfe aller Helferinnen und Helfer im Speiseraum,

da kamen die Kinder der Kita „Raupe Nimmersatt“

mit ihren Betreuerinnen und sangen uns Weihnachtslieder.

Es ist erstaunlich, wie sehr diese Kleinen

Geborgen in guten Händen

Küsschen unter den Kleinen

gab es auch

unter sechs Jahren für uns da waren, mit welcher Verständlichkeit

und Inbrunst sie ihrer Aufgabe nachkamen,

wie sie alles mit Ton und Bewegung vortragen,

der Beifall und Dank war groß.

Das heilige Paar

mit dem Sternträger

Den Abschluss dieser tollen Adventszeit bildete am

22. Dezember ein Krippenspiel der Lehrkräfte und

Eltern der „Freien Waldorfschule“ Prenzlauer Berg.

Mich hat es sehr angesprochen, auch wenn ich leider

nicht alles Gesprochene verstehen konnte. Aber die

Geschichte kennen ja die meisten. Ich danke den Darstellern,

die ja wohl Laien sind, von ganzem Herzen.

Weihnachtsprogramm mit der

„Kleinen Raupe Nimmersatt“

Beim Plätzchenbacken kann Jung von Alt

noch lernen


Geborgen in guten Händen

28

Jahreszeitliches

HERBST

FEUER

Bewohner

Schreiben

Rückblick auf Weihnachtsfestzeit und Jahreswechsel

Spaß unterm Schwungtuch

„Hände hoch!“

Dieses Jahr verlebte ich das fünfte Mal die Adventszeit in der Seniorenstiftung

Prenzlauer Berg. Mein Dank gilt allen Organisatorinnen, Helferinnen und Helfern,

sie haben uns wunderbare, ich möchte sagen: von christlich großer Liebe erfüllte

Wochen der Erwartung auf das Weihnachtsfest geschenkt. Wir können nur

in Liebe danken und allen ein gutes friedvolles neues Jahr wünschen.

A

Adventsfeier

Gerda Dietrich, Gürtelstr. 32

uch in diesem Jahr gab es wieder Adventsfeiern. Diese fanden im Wohnbereich

statt, wir feierten am 11. Dezember 2011. Wie immer gingen wir

zu 14.30 Uhr zum Kaffeetrinken. Im Speiseraum war eine hübsche Tafel mit Kerzen

und Leckereien entstanden – und es roch so gut.

Es wurde Kaffee eingeschenkt und dann kam die große Überraschung. Es gab

Bratäpfel, leicht glasiert mit Nüssen verziert und Vanillesoße dazu. Diese Überraschung

war gelungen, es hat allen geschmeckt. Einige waren sogar der Meinung:

Weihnachten wie zu Hause. Da wurden die Bratäpfel in der Ofenröhre des Kachelofens

gebraten. Und so verzehrten alle die Bratäpfel mit Freude und dann gab

es Glühwein, Sekt und Eierlikör. Die Stimmung wurde immer besser. Es wurden

Weihnachtsgeschichten vorgelesen und zum Abschluss sangen wir Weihnachtslieder,

die Frau Densky auf der Gitarre begleitete. Es war für uns ein schöner Nachmittag.

Danke dem Betreuungsteam für diesen schönen Einfall.

Gertraud Falk, Gürtelstr. 33


HERBST

FEUER 29

Jahreszeitliches

Geborgen in guten Händen

Bewohner

Schreiben

Frau Falk und Frau Pradel

haben den Nachmittag sichtlich genossen.

Frau Wassilew, die Autorin des Artikels,

gemeinsam mit Herrn Wisotzky und Herrn Fischer

in gemütlicher Runde.

Weihnachten im Grunewald

A

m 14. Dezember 2011 hatten wir eine wunderbare Weihnachtsfeier im

„Käthe-Tresenreuther-Haus“, dem Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum

im Grunewald. Für mich war es nach langer Zeit eine der schönsten Weihnachtsfeiern.

Die Hinfahrt per Bus bei Tageslicht ging über Unter den Linden und

den Kurfürstendamm durch den turbulenten Weihnachtsverkehr. Am Ziel wurden

wir in den festlich geschmückten Saal geführt mit dem herrlich großen Weihnachtsbaum

aus Dänemark. Es begrüßte uns die betagte Hausherrin Käthe Tresenreuther.

Anschließend gab es an den geschmückten Tafeln ein sehr schönes Kaffeegedeck.

Dieses wurde serviert von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Altenselbsthilfeund

Beratungszentrums. Mich beeindruckte sehr die schlichte, elegante Kleidung

der Helfer. Anschließend gab es Gesang von einem Trio und einem Chor aus Zehlendorf.

Die Darstellung der weihnachtlichen Klänge gefiel nicht nur mir, sondern

allen Gästen. Die Rückfahrt durch die weihnachtlich geschmückte und erleuchtete

Stadt war auch sehr beeindruckend. Johanna Wassilew, Gürtelstr. 33

Herr Kuhlmann, hier mit Nicole auf dem Bild,

kennt das Sozialwerk schon von früher. Hier traf

sich oft der Deutsche Verbund der Hörgeschädigten.

Für Herrn Dr. Wein war es der erste Ausflug

mit dem PflegeWohnen. Sie sehen ihn hier mit

Frau Wolf beim Kaffeetrinken.


Geborgen in guten Händen

30

Jahreszeitliches

HERBST

FEUER

Z

Rückblick auf Weihnachtsfestzeit und Jahreswechsel

ur Vorweihnachtszeit war auf

den Etagen 1/2 in der Gürtelstraße

32a wieder besonders viel los.

Schon im November begannen die

Vorbereitungen der Weihnachtsfeierlichkeiten.

Wir buken gemeinsam mit

Angehörigen Plätzchen für die Adventsfeier,

bastelten Dekoration und Frau Kirsch (l.) mit Frau Bischof beim Adventskaffee

schmückten schließlich unsere Flure und Gemeinschaftsräume. Sogar die Balkone

bekamen ein weihnachtliches Gewand.

Und täglich grüßt der ... Adventskalender! Mit Hilfe vieler Angehöriger füllten wir

einen Adventskalender, der es in sich hatte – nämlich jeden Tag für jeden Bewohner

etwas Süßes. Und was wurde da erzählt, aus der eigenen Kindheit und von den

Kindern und Enkeln! Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben, diesen süßen

Traum zu verwirklichen!

Am zweiten Advent genossen wir dann zusammen mit

vielen Angehörigen im Saal bei Kerzenschein und weihnachtlichen

Klängen unsere Plätzchen und Glühwein,

sangen Weihnachtslieder und erzählten – nicht nur von

guten alten Zeiten. Natürlich gehört zur Weihnachtszeit

auch der Besuch eines Weihnachtsmarktes. Glühwein,

Bratwurst, tausende bunter Lichter, süße Düfte, eislaufende

Kinder, gebrannte Mandeln und kandierte Früchte,

verschiedenste Fahrgeschäfte und vieles mehr hatte der

Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus zu bieten.

Herr Dr. Martin hat den

Braten gerochen

Welch´ ein Jubel, welch´ ein Leben!

Vorweihnachtszeit im Haus 32a

Oooh, das riecht gut, oooh, das riecht fein... das kann doch

nur ein Gänsebraten sein! Den gab´s natürlich mit Rotkohl

und Klößen oder Kartoffeln von uns selbst zubereitet

– denn selbst Gemachtes schmeckt am besten! Übrig blieben nur leere Teller...

Wir freuen uns schon auf dieses Jahr!

Sylvia Sporys, Betreuungsfachkraft Wohnbereich 1/2, Gürtelstr. 32a


HERBST

FEUER 31

Jahreszeitliches

Geborgen in guten Händen

B

Rückblick auf Weihnachtsfestzeit und Jahreswechsel

Der Kampf um den Pokal

eim Silvesterkegeln in der Stavangerstraße

ist die Konkurrenz groß und jeder will ihn

gewinnen: den wertvollen Pokal aus echtem Bleikristall.

Für aktive Teilnehmer oder passive Beobachter

ist der seit 2005 ausgetragene Wettbewerb der Höhepunkt

zum Jahresabschluss. Zum Anfang gibt es zur

Auflockerung ein Gläschen Sekt und dann geht´s mit

dem Schieben der „ruhigen Kugel“ los: „Mensch, alle

Neune, wer hätte das gedacht!“ Und wer es nicht beim

ersten Mal schafft – kein Problem, es gibt eine zweite

Chance.

Unseren Wanderpokal haben schon einige Bewohnerinnen

und Bewohner in Händen gehalten und

wollten ihn am liebsten nicht wieder her geben. Und jedes Jahr gibt es auch einen

stolzen Rattenkönig, aber wer das ist, bleibt ein Geheimnis und wird nicht verraten.

Im Moment befindet sich der Wanderpokal bei Frau Boeck im Wohnbereich 5.

Zum Silvesterkegeln befragt, meint sie: „Es ist immer wieder eine große Herausforderung

und macht mir sehr viel Spaß, daran teilzunehmen. Er hat meiner Meinung

nach aber auch ein bisschen mit Glück zu tun und natürlich spielt auch die

körperliche Verfassung eine große Rolle. Ich glaube, das Alter spielt dabei keine

Violine. Man denkt sich, wird es gelingen, kann ich mein Ziel erreichen? Ja, es

gibt hier schon prima Kegler z.B. vom

Wohnbereich 7, weshalb es dieses Jahr

besonders schwierig sein wird, den

Titel zu verteidigen, aber ich sehe es

sportlich: „Mitmachen ist alles!“

Dagmar Häusler, Mitarbeiterin

Betreuung Stavangerstr. 26

Frau Boeck verteidigt den Wanderpokal nun schon

das zweite Jahr und findet, dass es ein klasse Gefühl

ist, ihn zu besitzen. Aber sie kann auch loslassen:

„Der Bessere soll gewinnen.“


Geborgen in guten Händen

32

Jahreszeitliches

HERBST

FEUER

Eine Frau kommt vom Arztbesuch nach Hause.

„Na?“, fragt der Mann, „was hat der Arzt gesagt?

Was hast du?“

Frau: „Er hat gesagt, ich habe ein

Porzellan-Syndrom!“

„Was soll denn das sein?“

Er ruft den Arzt an. „Herr Doktor,

was ist ein Porzellan-Syndrom?“

„Ja, wissen Sie, ich wollte es ihr nicht so

deutlich sagen, aber Ihre Frau hat nicht alle

Tassen im Schrank!“

Helmut Weise alias „Paule“, Gürtelstr. 32

Impressionen vom Fasching im Haus 32 a


HERBST

FEUER 33

Jahreszeitliches

Geborgen in guten Händen

W

Faschingstreiben in der Seniorenstiftung

Närrische Tage

ie jedes Jahr standen Rosenmontag und Faschingsdienstag vor der Tür. Es

wurde fleißig geschmückt, über die Kostümierung (der Mitarbeiter) diskutiert

und in ganz geheimer Mission irgendwas einstudiert. Dann war es soweit: der

Saal im Haus 33 war voll, das „Duo Schlicht“ sorgte mit seiner Musik für gute Laune,

das Tanzbein wurde fleißig geschwungen. Natürlich gab es „Berliner“ zum Kaffee

– wie sollte es auch anders sein. Die Polonaise war selbstverständlich, die Hände

(flogen) zum Himmel, das Lasso wurde geschwungen und vieles mehr. Nach

Stunden guter Laune gingen unsere Bewohnerinnen und Bewohner frohgemut zu

Bett. Tags drauf zum Mieterfasching gab es auch das beschriebene Programm. Aber

nicht nur das – es wurde Prominenz eingeflogen: Wencke Myhre (Anke Pönitzsch),

Gitte (Angela Bessel), Andrea Berg (Petra Steinmar), Helga Hahnemann (Cornelia

Lehmann), Vicky Leandros (Gudrun Wolff), Frank Sinatra und Bata Illic (in Doppelfunktion

Lothar Brose) gaben bekannte Schlager zum Besten. Das sorgte bei den Zuschauern

für Begeisterung – fehlte grad noch der Ruf nach Autogrammkarten. Allen

Beteiligten ein „Herzliches Dankeschön“. Zuvor hatte unsere Mieterin, Frau Siewert,

Glückwünsche, Blumen und Torte anlässlich ihres runden Geburtstages entgegennehmen

können – Ständchen inklusive. Auch an dieser Stelle noch mal „Alles Gute“

für das neue Lebensjahrzehnt. Dazu ein Sketch, der damit endete, dass die genervte

Gattin ihren besserwissenden Ehemann hinterrücks erschoss – ups ... Und ein Auftritt

der Damen der Gymnastik runde mit selbstgetexteten Liedern – schön war‘s. Viel

zu schnell war der Nachmittag vorbei und es heißt, bis zum nächsten Fest zu warten.

Bettina Saegling, Einrichtungsleitung Gürtelstr. 33

Ententanz mit Mickey Mouse

Er hat ein knallrotes Gummiboot


Geborgen in guten Händen

34

Jahreszeitliches

HERBST

FEUER

A

Faschingstreiben in der Seniorenstiftung

Kein Motto, aber alle außer Rand und Band!

m 16. Februar, zur Weiberfastnacht, feierte das Haus 32 seine alljährliche

Faschingsfeier. Im Gegensatz zum letzten Jahr stand das Fest unter keinem

konkreten Motto, alles war erlaubt und auch gewünscht. Demnach sah man

bei Bewohnern und Mitarbeitern eine Vielfalt an Kostümen. Ob Vogel, Cowboy,

Sträfling, Schmetterling, Indianerhäuptling, OP-Schwester oder Clown, viele haben

sich etwas einfallen lassen und waren sich für nichts zu schade.

Das „Duo Schlicht“ heizte uns mit Melodien zum Mitsingen und -schunkeln ein,

dabei durfte eine Polonaise durch die Räumlichkeiten natürlich nicht fehlen. Die

Tanzfläche war fast durchgängig von tanzfreudigen Bewohnern und Mitarbeitern

bevölkert und die Tänzer ließen sich nur durch die Küche unterbrechen, die zur

Kaffeezeit Pfannkuchen mit Pflaumenmus und zum Abendbrot leckeren Kartoffelsalat

und Würstchen auftischte.

Passend zur Faschingszeit fand am 23. Februar das „Treffen der Generationen“

statt. Die Kinder der Kita „Kleine Riesen“ und ihre Erzieher hatten ein buntes Programm

zum Thema Fasching zusammengestellt. Unsere Bewohner wurden zum

aktiven Mitmachen ermutigt und machten dabei keine schlechte Figur. Natürlich

durften sich die Kinder auch ein wenig austoben, mit Luftballons und Schwungtuch.

Das Miteinander von Jung und Alt war wieder einmal schön anzusehen und

wir freuen und auf den nächsten Besuch der Kleinen.

Anne Kegel, Betreuungsfachkraft Gürtelstr. 32

Es wird getanzt

Frau Kurzke wird von zwei Schestern versorgt


HERBST

FEUER 35

Jahreszeitliches

Geborgen in guten Händen

Faschingstreiben in der Seniorenstiftung

Impressionen aus den Häusern

Gürtelstraße 32, 33 und Stavangerstraße


Geborgen in guten Händen

36

Vorgestellt

HERBST

FEUER

„Das hohe Niveau halten“

Das Kuratorium der Seniorenstiftung

S

eit 1996 ist Frau Christel Becker, verantwortliche Amtsleiterin, Bereich

Senioren, des Pankower Bezirksamts, als Fachvertreterin im Kuratorium

tätig und über viele Jahre dessen stellvertretende Vorsitzende. Bereits seit 1994

wirkte sie bei der Errichtung der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg mit, als erstmalig

in Berlin ein neuer Träger gesucht wurde für die vier städtischen Häuser, die

sich in Verwaltung des damaligen Amtes II (Fachbereich Senioren unter Leitung

von Frau Becker) befanden. Die ausgebildete Sozialarbeiterin mit mehreren Zusatzqualifikationen

ist seit 31 Jahren in verschiedenen Bereichen des Öffentlichen

Dienstes tätig und hat daher langjährig Erfahrungen sammeln können.

1955 in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) geboren, machte sie nach der Schulzeit

eine Ausbildung zur Krankenschwester. Dann gab es gleich mehrere Gründe

dafür, dass sie sich 1976 als examinierte Krankenschwester an der Humboldt-Universität,

Bereich Medizin (Charité), bewarb und in der HNO-Klinik auf einer tumorchirurgischen

Station arbeitete; zum einen ging sie wegen des Wunsches Medizinpädagogik

zu studieren nach Berlin, aber auch um dort zu heiraten. Nach

dem Studium war sie an der Charité, Bereich Medizin, in der medizinischen Fachschule

als Lehrkraft tätig und bildete Krankenschwestern aus. Später wechselte

sie in den Jugendgesundheitsdienst im Bezirk Friedrichshain und übernahm die

Aufgabe der Leitenden Fürsorgerin. Als sie dort durch gute Arbeit „auffiel“, sollte

sie 1985 als Mitglied der ehemaligen Staatspartei SED geworben werden. Da sie

ablehnte, schien ihre berufliche Perspektive „beendet“. So bewarb sie sich erfolgreich

als Heimleiterin im Bezirk Prenzlauer Berg und übernahm damals, als Berlin

weit jüngste Leiterin eines Altenheimes mit 31 Jahren, die Leitung des Hauses

in der Greifswalder Straße. Als dieses Haus 1986 geschlossen wurde, erhielt sie

die Aufgabe, ein Konzept für das zu der Zeit im Bau befindliche Seniorenheim

in der Stavanger Straße zu entwickeln – der erste Kontakt zur späteren Stiftung.

Parallel dazu erfüllte sie im Rat des Stadtbezirks in der Abt. Gesundheit und Soziales

ihre Tätigkeit als stellvertretende Sektorenleiterin Soziales. Im Zuge der politischen

Wende des Jahres 1989 konnte sie schließlich aus der nachgeordneten

Einrichtung als Leiterin des Bereichs „Seniorenbetreuung“ und als Angestellte

des Bezirksamtes ihre Verantwortung für alle Seniorenheime und Begegnungsstätten

des Bezirks wahrnehmen. Diese Tätigkeit zeichnet sich durch einen sehr

komplexen Verantwortungsgrad aus.


Deshalb entschied sie sich

1995 ein Studium am Institut

für Verwaltungsmanagement

aufzunehmen, um die

für den Verwaltungsdienst

notwendigen Kenntnisse zu

vertiefen und sich in den für

die Verwaltung wichtigen

Wissensgebieten fachwissenschaftlich

fortzubilden.

Sie ist verheiratet und hat

zwei erwachsene Töchter.

„Angesichts der Zunahme

HERBST

FEUER 37

Vorgestellt

Geborgen in guten Händen

Frau Becker (l.) bei der Dankveranstaltung für Ehrenamtliche

in der Seniorenstiftung

von älteren Menschen und im Blick auf die Sicherung der Angebotsqualität für

Senioren, halte ich es für notwendig, dass Bezirk und Senioren-Einrichtungen als

auch die Angebotsträger untereinander eng zusammenarbeiten“, sagt Christel Becker.

Ihr Stichwort für die Arbeit im Bezirk und im Kuratorium heißt: Vernetzung.

Für die Seniorenstiftung ist die Verbindung zum Bezirk bereits durch das Kuratorium

gegeben. Zudem ist sie Mitglied im „Qualitätsverbund Netzwerk im Alter“

in Pankow. „Die Stiftung leistet hervorragende Arbeit – sowohl qualitativ als auch

wirtschaftlich“, fügt sie hinzu. „Die Häuser werden als Wohnstätte und nicht als

klinischer Bereich verstanden – das macht sich deutlich bemerkbar. Trotz der Diskussionen

um die Perspektiven der stationären Pflege, soll dieses hohe Niveau

auch zukünftig gehalten werden.“

Johannes Lehmann

Des Rätsels Lösung

Das Gesuchte bekommt man häufig an der Kasse (Wechselgeld) Aromatische Wurzel (Ingwer)

Unverzichtbar bei jeder Kaffeetafel (Tortenheber) Hilfe im Rechenunterricht (Taschenrechner)

Kein lustiger Sturz (Ernstfall) Gut für jeden Rechenanfänger (Rechenschieber) unsichtbares

Kleidungsstück (Unterrock) Das Gesuchte haben oft Boxer (Nasenbluten) Vogel im Grünen

(Gartenammer)

Lösungswort: W I T T E R U N G


Geborgen in guten Händen

38

Nachrufe & Danksagungen

HERBST

FEUER

Einfach nur „Danke“!

Liebe Schwestern vom Wohnbereich 3,

ich möchte mich – auch im Namen

meiner Cousine Brigitte Zeise – ganz

herzlich bei Ihnen allen für die innige

und aufrichtige Fürsorge, die Sie in diesem

Jahr bei der Betreuung von Frau

Zeise geleistet haben, bedanken.

Die letzten Wochen haben sowohl mir

als sicher auch Ihnen die Hoffnung

zurückgegeben, dass eine Besserung

ihres Gesundheitszustandes eintreten

kann, ja wird. Daran haben Sie alle entscheidenden

Anteil und es rechtfertigt

im Nachhinein auch Ihre Beharrlichkeit,

Frau Zeise auf dem Wohnbereich

zu behalten und nicht auf einen anderen

Bereich zu verlegen. Sie mögen

mir gestatten, dass ich keine weiteren

Worte verliere, sondern nur noch einmal

sage: Danke!

Wolfgang Dietrich,

Cousin von Brigitte Zeise, Gürtelstr. 32a

Sehr geehrte Schwester Kerstin,

nach all den Aufregungen, die der Tod

meines Mannes brachte, ist es mir ein

Bedürfnis, mich bei Ihnen und dem

Team des Wohnbereichs 2 / Rote Gruppe

sehr herzlich für die Pflege und Betreuung

meines Mannes zu bedanken.

Besonders danken möchte ich für den

stets respektvollen Umgang, die Geduld

und Freundlichkeit von Seiten des

Pflegepersonals. Ich schätze dies besonders

hoch, da ich vergleichen kann.

Mein Mann wohnte vor seinem Einzug

in die Seniorenstiftung Prenzlauer

Berg in einer anderen Einrichtung; dort

wurde leider ein ganz anderer Umgang

„gepflegt“.

Die Erkrankung meines Mannes erforderte

– vor allem in der ersten Zeit seines

Aufenthaltes – viel Kraft und Einfühlungsvermögen

von dem Pflegepersonal.

Es waren teilweise schwierige

Situationen zu bewältigen, in denen

Sie und Ihr Team auch mir mit Rat und

Hilfe zur Seite standen. Stets fand ich

ein offenes Ohr, wenn ich Fragen hatte,

kleinere oder größere Probleme zu klären

waren. Dafür vielen Dank!

Monika Kohl

Liebes Pflege- und Mitarbeiterteam

des Wohnbereichs 4, Gürtelstraße 32

Gerade haben wir erst im Januar den

92. Geburtstag meiner Mutter begangen...

und wir alle dachten: So können

wir sicher noch einige Geburtstage

mit ihr hier verleben... Sechs Wochen

später sieht die Welt nun ganz anders

aus: Das plötzliche Ableben meiner

Mutter, Rosemarie Schwenzer, am 29.

Februar 2012 hat dieses Wunschdenken

jäh zerstört. Als sie im Dezember

2008 ihr Zimmer im Wohnbereich 4

bezog, waren wir – meine Söhne und

ich – uns zunächst gar nicht so sicher,

dass die Entscheidung, für sie aufgrund

ihrer zunehmenden Bewegungsein-


HERBST

FEUER 39

Nachrufe & Danksagungen

Rosemarie Schwenzer

Geborgen in guten Händen

schränkungen und der damit

verbundenen Risiken

eine Heimunterbringung

zu finden, ihre Akzeptanz

finden würde. Immerhin

führte sie jahrzehntelang

ein eigenständiges, selbstbestimmtes

Leben. Aber

diese Sorge erwies sich

zum Glück als unbegründet.

Zum einen hatte sie bereits für sich

selbst erkannt, dass ein weiteres Verbleiben

in ihren eigenen vier Wänden

problematisch werden könnte. Zum anderen

zeigte sich sehr bald, dass wir mit

unserer Heim-Wahl richtig entschieden

hatten. Vom ersten Tag an fühlte

sich meine Mutter – gemäß dem Motto

dieser Einrichtung – hier tatsächlich

geborgen in guten Händen. Das ist vor

allem Ihr Verdienst und dafür bedanken

wir uns insbesondere beim gesamten

Betreuungs- und Mitarbeiterteam

des Wohnbereichs 4, zu dem der Kontakt

natürlich am stärksten war. Dabei

wurden in den drei Jahren ihres Aufenthalts

insbesondere Herr Rohde als

Bereichsleiter (dessen Ruhe und Ausgeglichenheit

meiner Mutter offenbar

wohl getan haben), die Schwestern Marion

und Vivien sowie der Pfleger Stephan

und auch Andrea zu ihren persönlichen

Bezugs- und Vertrauenspersonen.

Diese individuelle „Zuneigung“

schmälerte jedoch keineswegs ihr Verständnis

für die auch von allen anderen

– einschließlich den Zivildienstleistenden

und FSJlern

– verantwortungsvoll geleistete

Pflege- und Betreuungsarbeit.

Immer wieder

hat meine Mutter mir gegenüber

ihre Zufriedenheit

über die angenehme

Atmosphäre im Heim geäußert.

Also nochmal: Ihnen

allen ganz herzlichen

Dank! Dieser Dank gebührt ebenfalls

der Pflegedienstleitung, Frau Hanke,

und Frau Klisch, dem „Kassenwart“

Frau Müller und Dr. Heinrich als medizinischem

Betreuer, allen Mitarbeitern

in der Küche, Wäscherei und Rezeption

und – last but not least – der Leitung

des Hauses. Wir wünschen Ihnen allen

weiterhin Geduld im Umgang mit den

Bewohnern und Verständnis für deren

Belange sowie Kraft bei der Bewältigung

Ihrer verantwortungsvollen, oftmals

auch mühevollen Tätigkeit zum

Wohle Ihrer „Schutzbefohlenen“. Mögen

dabei aber auch Spaß und Freude

nicht zu kurz kommen!

Auf diesem Wege möchte ich mich

auch bei den Bewohnern des Wohnbereichs

für Ihre freundlichen Worte und

Gesten der Anteilnahme und der Aufmunterung

bedanken. Ihnen wünsche

ich vor allem Gesundheit und eine angenehme

Zeit im Heim.

Berlin, 4. März 2012

Anne Kathrin Raue (Tochter),

Tobias, Wieland und Johannes Raue

(Enkel)


Geborgen in guten Händen

40

Witz des Monats

HERBST

FEUER

A

„Paule“ schlägt eine neue Rubrik vor

n die Redaktion des Herbstfeuers: Immer wenn ich eine neue Ausgabe in

den Händen halte, denke ich: „Besser geht es nicht!“ Aber ich habe eine

Idee. Wie wäre es, wenn Sie eine kleine Ecke bereitstellen unter der Rubrik „Witz

des Monats“? Die Bewohner können dann einen sauberen und guten Witz einsenden

– und der jeweils beste wird dann abgedruckt. Ich fange damit an:

In ein Dorf kommt ein neuer Pfarrer. Er stellt sich der Reihe nach bei allen Dorfbewohnern

persönlich vor. Als Letztes kommt er zum Hof des Großbauern und

klopft ans Tor. Ein Knecht öffnet, und der Pfarrer erkundigt sich nach dem Bauern.

„Der Bauer ist auf dem Feld“, sagt der Knecht, „ich hol ihn schnell her, das dauert

nur ein paar Minuten“. Der Pfarrer setzt sich auf eine Bank und beobachtet,

was auf dem Hof passiert. Knechte und Mägde sind fleißig

bei der Arbeit und im Garten zupft die Großmutter Unkraut.

Der Knecht, der den Bauern holen will, geht an der Großmutter

vorbei, fasst ihr unter den Rock, geht zum Traktor,

fährt los und kommt kurze Zeit später mit dem Bauern

zurück. Wieder geht er zur Großmutter und fasst ihr

unter den Rock. Darüber empört sich der Pfarrer und

hält dem Bauern vor: „Auf Ihrem Hof herrscht eine unfassbare

Unzucht! Innerhalb von zehn Minuten hat Ihr Knecht der Großmutter gleich

zweimal unter den Rock gefasst.“

Der Bauer gibt gelassen zurück: „Das ist bei uns normal, Herr Pfarrer. Die Oma

hat ein Holzbein, da haben wir einen Nagel reingehauen und den Schlüssel für

den Traktor drangehängt.“

Helmut Weise alias „Paule“, Gürtelstr. 32

Lieber Paule,

das Redaktionsteam dankt Ihnen erst mal ganz herzlich für Ihren Vorschlag, eine Rubrik für den „Witz

des Monats“ einzurichten. Das machen wir sehr gern, denn damit erfüllen wir auch den Wunsch anderer

Leser, die ähnliche Anregungen gegeben haben. Damit es sich lohnt, uns gute Witze zusenden,

bekommt der Leser, dessen Witz als Witz des Monats gedruckt wird, einen Cafégutschein im Wert von

zehn Euro. Es darf also gelacht werden.

Die Redaktion


HERBST

FEUER

Silbenrätsel

Geborgen in guten Händen

41

Frau Dubberstein hat für unsere Zeitung dieses schöne Silbenrätsel

erstellt. Wir wünschen allen viel Spaß beim Knobeln.

Bewohner

Schreiben

Silben: am – ber – ber – blu – chen – ernst – fall – gar – geld – he – ing – mer – na – ner –

re – rech – rock – schie – sel – sen – schen – ta – ten – ten – ten – ter – tor – un – wech – wer

das Gesuchte bekommt man häufig

an der Kasse

_____________________________

aromatische Wurzel

_____________________________

Unverzichtbar bei jeder Kaffeetafel

_____________________________

Hilfe im Rechenunterricht

_____________________________

kein lustiger Sturz

_____________________________

gut für jeden Rechenanfänger

_____________________________

unsichtbares Kleidungsstück

_____________________________

das Gesucht haben oft Boxer

_____________________________

Vogel im Grünen

_____________________________

Die ersten Buchstaben ergeben

das Lösungswort, einen Begriff mit

zwei Bedeutungen: 1. Bezeichnung

der Wetterlage oder 2. Aufnahme einer

Fährte in der Jägersprache

Lösungswort

1 2 3 4 5 6 7 8 9

D e s R ä t s e l s L ö s u n g f i n d e n S i e a u f S e i t e 4 3

Impressum

Seniorenstiftung Prenzlauer Berg – Vorstand

Verantwortlicher im Sinne des Pressegesetzes:

Wilfried Brexel, Vorstandsvorsitzender, Gürtelstraße 33, 10409 Berlin

Redaktion:

Cathrin Densky, Anne Kegel, Johannes Lehmann,

Clemens Schulze Beiering

Redaktionsleitung: Petra John

Redaktionelle Mitarbeit: Irmgard Boeck, Gerda Dietrich, Otto Dobczinski,

gisela Dubberstein, Gertraud Falk, Prof. Dr. Konrad Senglaub,

Helmut Weise, Gertrud Wölbing

Ausgabe: 32/2012 (April 2012)

Auflage: 4.000

Titel, Umschlaggestaltung sowie Art und Anordnung des Inhalts sind zugunsten des jeweiligen Inhabers dieser Rechte urheberrechtlich geschützt.

Nachdruck und Übersetzungen sind – auch auszugsweise – nicht gestattet. Nachdruck oder Reproduktion, gleich welcher Art, ob

Fotokopie, Mikrofilm, Datenerfassung, Datenträger oder Online nur mit schriftlicher Genehmigung der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg.


Geborgen in guten Händen

Seniorenstiftung Prenzlauer Berg

Geschäftsstelle:

Gürtelstraße 33, 10409 Berlin

Tel. (030) 42 84 47-11 10

Fax (030) 42 84 47-11 11

www.seniorenstiftung.org

info@seniorenstiftung.org

Informationen zu freien Zimmern:

Tel. (030) 42 84 47-12 34

Kompetenzzentrum

für Menschen mit Demenz,

für Hörgeschädigte

und für Palliative Pflege

Seniorenheim Gürtelstraße 32

Gürtelstraße 32, 10409 Berlin

Tel. (030) 42 84 47-60 00

Fax (030) 42 84 47-61 11

Seniorenheim Stavangerstraße 26

Stavangerstraße 26, 10439 Berlin

Tel. (030) 42 84 47-80 00

Fax (030) 42 84 47-81 11

Seniorenheim Gürtelstraße 32a

Gürtelstraße 32a, 10409 Berlin

Tel. (030) 42 84 47-40 00

Fax (030) 42 84 47-41 11

Seniorenheim Gürtelstraße 33

Gürtelstraße 33, 10409 Berlin

Tel. (030) 42 84 47-20 00

Fax (030) 42 84 47-21 11

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